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(11) |
EP 1 444 057 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.07.2011 Patentblatt 2011/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.08.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/009141 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/024631 (27.03.2003 Gazette 2003/13) |
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| (54) |
ABZUG
FUME CUPBOARD
HOTTE FERMEE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
| (30) |
Priorität: |
18.09.2001 DE 10146000
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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11.08.2004 Patentblatt 2004/33 |
| (73) |
Patentinhaber: Waldner Laboreinrichtungen GmbH & Co.KG |
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88239 Wangen (DE) |
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Erfinder: |
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- GÄRTNER, Ulrich
72661 Grafenberg (DE)
- LIEBSCH, Jürgen
88161 Lindenberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kilian, Helmut et al |
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Wilhelms, Kilian & Partner
Patentanwälte
Eduard-Schmid-Strasse 2 81541 München 81541 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 224 034 EP-A2- 0 337 469 US-A- 4 856 420
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EP-A1- 0 486 971 GB-A- 2 064 100
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Abzug mit einem Gehäuse, in dem sich ein Arbeitsraum
befindet, der an einer Seite offen ist.
[0002] Abzüge dieser Art sind allgemein bekannt und auf dem Markt erhältlich. Sie unterliegen
bestimmten Normen bezüglich eines möglichen Schadstoffaustritts.
[0003] Hierzu ist es aus der
DE 19712975 A1 bekannt, die Ausbruchsicherheit von Abzügen über Luftschleier zu erhöhen, die quer
zur Öffnung des Arbeitsraumes insbesondere von der Unterseite nach oben geblasen werden.
Hierdurch ist es zwar möglich, die Ausbruchssicherheit gegenüber Störungen von außen
zu verbessern, es kann jedoch nicht verhindert werden, daß sich beispielsweise schwere
Gase am Boden des Arbeitsraumes oder leichte Gase oberhalb der Öffnung des Arbeitsraumes
ansammeln.
[0004] US 3,747,505 offenbart einen Abzug, der Druckluftstrahlen im Bereich der Vorderkante der Arbeitsplatte
und im Bereich der Seitenwände ausgibt. Bei den im Bereich der Seitenwände ausgegebenen
Luftstrahlen handelt es sich um Freistrahlen, die einen Luftschleier bilden, durch
den der Austritt toxischer Dämpfe aus dem Arbeitsraum aufgrund existierender Rückströmungen
im Bereich der Seitenwände verhindert werden soll.
[0005] Der im Prospekt "asecos", Ausgabe April 2001, beschriebene Abzug gibt im Bereich
der Vorderkante der Arbeitsplatte und im Bereich der Decke Luftstrahlen aus, die einen
Luftschleier bilden, der den Austritt gefährlicher Dämpfe verhindern soll.
[0006] GB 2064100A offenbart einen gattungsgemäßen Abzug, bei dem Druckluftstrahlen durch eine Öffnung
in der Arbeitsplatte in Form von nach ober und nach linten gerichtete Freistrahlen
in den Abzuginnenraum ausgegeben werden.
[0007] US 5,924,920 und
GB 2336667A offenbaren einen Abzug mit einem im Abstand zur Vorderkante der Arbeitsplatte angeordneten
Leitblech und einem im Abstand zum Seitenpfosten angeordneten Leitblech. Durch den
jeweils vorgesehenen Spalt wird Raumluft in den Arbeitsraum eingesaugt.
[0008] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht daher darin, einen Abzug der
eingangs genannten Art so auszugestalten, daß eine Ansammlung von Schadstoffen an
den Seitenwänden und dem Boden des Arbeitsraumes im Gehäuse vermieden wird.
[0009] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch an der offenen Seite des Arbeitsraumes
angeordnete Einrichtungen gelöst, die Frischluftstrahlen unter einem spitzen Winkel
zur Innenfläche der Gehäuseseitenwände und der Gehäusebodenfläche in das Gehäuseinnere
ausgeben.
[0010] Besonders bevorzugte Weiterbildungen und Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Abzugs
sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 14.
[0011] Im folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnung ein besonders bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung näher beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 eine Längsschnittansicht des Ausführungsbeispiels,
Fig. 2 eine Querschnittsansicht des in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiels längs
der Linie A-A,
Fig. 3 eine Seitenansicht des Vorderkantenprofils des Ausführungsbeispiels,
Fig. 4 eine Seitenansicht des Seitenpfostenprofils des Ausführungsbeispiels,
Fig. 5 die Zulufteinrichtung des Ausführungsbeispiels im einzelnen und
Fig. 6A und 6B die Wirkung der erfindungsgemäßen Ausbildung hinsichtlich der Verringerung
der Gefahr eines Schadstoffausbruchs.
[0012] Der in Fig. 1 dargestellte Abzug besteht aus einem Gehäuse 1 mit einem Boden oder
einer Tischplatte 2, das bis auf eine durch ein Schiebefenster 9 verschließbare Öffnung
den Arbeitsraum 3 des Abzuges allseits umschließt. Eine
[0013] Prallwand 4 verläuft über die Rückwand des Abzuges im Arbeitsraum 3. Zwischen der
Prallwand 4 und Gehäusewänden sind Öffnungen 5a, b, c und d vorgesehen und die hinter
der Prallwand 4 befindliche Kammer wird über einen Sammelkanal 6 abgesaugt, der an
ein Abluftsystem 7 angeschlossen ist.
[0014] Die Seitenpfosten des Gehäuses 1 des Abzuges sind als strömungstechnisch geformte
Aluminiumpfosten 8, vorzugsweise als flugzeugtragflächenartiges Profilteil mit nach
vorne gerichteter Anströmfläche ausgebildet, wobei das Schiebefenster 9 ein strömungstechnisch
entsprechend geformtes Einströmprofilteil 10 aufweist. Die Vorderkante der Tischplatte
2 besteht gleichfalls aus einem strömungstechnisch geformten Einströmprofil 11, das
gleichfalls ein flugzeugtragflächenartiges Profilteil mit nach vorne gerichteter Anströmfläche
sein kann.
[0015] Über dem Abzug ist ein Zuluftstutzen 12 angeordnet, aus dem Zuluft in den Abzug,
d. h. in den Arbeitsraum 3 eingeblasen wird. Diese Zuluft kann aus dem Außenraum oder
aus einem bauseitigen Zuluftnetz stammen. Die Mengen der eingeblasenen Luft werden
über einen Regler 13 geregelt, der aus einem Differenzdruck- oder Strömungssensor,
einer Regelklappe, einem Motor und einer zentralen elektronischen Regeleinheit besteht,
in einen Verteilungssammelkanal 14 eingeblasen und durch einen Zuluftdüse 15 in den
Arbeitsraum 3 eingeführt, der aus einer Kammer besteht, die von den Flächenteilen
16 und 16a begrenzt ist. Im unteren Bereich der Kammer, die düsenartig ausgebildet
ist, befinden sich Umlenkprofile 17, die einen Freistrahl 18 nach innen in den Arbeitsraum
3 des Abzugs lenken. Die Ausbildung der Zulufteinrichtung wird später im einzelnen
anhand von Fig. 5 beschrieben.
[0016] Wie es weiterhin in Fig. 1 dargestellt ist, ist das Einströmprofil 11 an der Vorderkante
der Tischplatte 2 so ausgebildet, daß auf beiden Seiten jeweils ein Luftstrahl 22
schräg unter einem spitzen Winkel zur Bodenfläche in das Gehäuseinnere geblasen wird
derart, daß dieser Luftstrahl 22 durch die einströmende Luft auf die Tischplatte umgelenkt
wird und an der Tischplatte bis zur Öffnung 5b zwischen der Prallwand 4 und der Rückseite
des Abzugs entlangstreicht.
[0017] Auch die Profilteile der Seitenpfosten 8 sind so ausgebildet, daß sie Stützstrahlen
21 in das Gehäuseinnere ausgeben, die gleichfalls unter einem spitzen Winkel zu den
Innenflächen der Seitenwände des Gehäuses ausgeblasen werden.
[0018] Aus Fig. 2, die eine Schnittansicht des Abzuges längs der Linie A-A in Fig. 1 zeigt,
ist der Verlauf der Luftstrahlen 21, 22 im einzelnen ersichtlich. Das heißt, daß aus
dem Profilteil, das die Seitenpfosten 8 bildet, Luftstrahlen 21 unter einem spitzen
Winkel zu den Innenflächen der Seitenwände austreten, die durch die nachströmende
Luft an die Seitenwände angelegt werden und in die Abzugsöffnungen 5d und 5e gehen.
Zusätzlich strömt aus dem Vorderkantenprofil 11 ein aus mehreren Luftstrahlen 22 gebildeter
Zuluftschleier über die Tischplatte 2.
[0019] Fig. 3 zeigt die Tischplatte 2 und das Einströmprofil 11 an ihrer Vorderkante im
einzelnen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Profilteil 11 als Hohlprofil
ausgebildet und strömt über einen Luftanschluß 24 Luft in das Profilteil 11. Diese
Luft entweicht durch Fräsungen 23, beispielsweise in Form von Schlitzen oder Düsen
derart, daß ein im spitzen Winkel in das Innere des Abzug einblasender Luftstrahl
22 entsteht, der sich an die Oberfläche der Tischplatte 2 anlegt.
[0020] Fig. 4 zeigt dementsprechend ein Profil der Seitenpfosten 8, das gleichfalls als
Hohlkammerprofil ausgebildet ist. Luft, die durch eine Öffnung oder Düse 26 im spitzen
Winkel in den Arbeitsraum 3 des Abzugs einströmt, legt sich dann an die Innenfläche
des Seitenteils 27 an.
[0021] Die Einrichtungen zur Erzeugung der zusätzlichen Luftstrahlen 21, 22 können im Abstand
von der Profilanströmseite oder direkt hinter der Profilanströmseite der Profilteile
8, 11 vorgesehen sein.
[0022] Fig. 5 zeigt den oberen Bereich des Abzuges und hier insbesondere die Zulufteinrichtung.
Wie es in Fig. 5 dargestellt ist, kommt die Zuluft über einen Zuluftventilator oder
einen anderen Ventilator, teilt sich über eine Druckkammer 28 und wird über eine Düse
als Freistahl 18 in den Arbeitsraum 3 des Abzugs geblasen, die aus den Gehäuseseiten
und den beiden Teilen 16 und 16a der bereits erwähnten Kammer besteht.
[0023] Im unteren Bereich dieser Kammer, d. h. im unteren Bereich der Teile 16 und 16a sind
Umlenkprofile 17 vorgesehen, die so ausgebildet sind, daß der Freistahl von der Düse
zunächst gekrümmt und dann nach innen umgelenkt wird, so daß er zusammen mit dem Impuls
der von außen einströmenden. Luft in einem Winkel von 45° zur Vertikalen nach innen
in den Arbeitsraum 3 des Abzugs einströmt. Diese Zuluft vereint sich mit der Luft,
die von außen in den Arbeitsraum 3 einströmt.
[0024] Fig.' 6A und 6B zeigen die Wirkung der Luftstrahlen 22 im einzelnen. Entsprechendes
gilt auch für die Luftstrahlen 21.
[0025] Fig. 6A zeigt, daß sich die einströmende Luft 30 an das Einströmprofil an der Vorderkante
der Tischplatte 2 anlegt aber nicht an die Tischplattenoberfläche herankommt, so daß
sich ein Rückstromgebiet 31 ergibt, in das Luft vom Inneren des Arbeitsraumes 3 des
Abzuges bis zur Abrißkante strömt und in dem sich dadurch Schadstoffe ansammeln können.
[0026] Wie es in Fig. 6b dargestellt ist, lehnt sich der zusätzliche Luftstrahl 22 aufgrund
der Kraft der in den Abzug einströmenden Luft 30 direkt an die Oberfläche der Tischplatte
2 an bis er in den Öffnungen 5d und 5e verschwindet.
[0027] Bei eingeschalteter Ausblasung der Luftstrahlen an der Tischplatte und an beiden
Seiten kann dadurch eine Wandreibung weitgehenst ausgeschaltet werden, so daß die
Luft über die gesamte Fläche des Arbeitsraumes 3 nach innen strömt und hinter der
Prallwand 4 verschwindet.
[0028] Diese Ausbildung hat insbesondere bei dem Arbeiten mit schweren Gasen den Vorteil,
daß diese zur Oberfläche der Tischplatte absinken und durch den nach hinten gerichteten
Strömungsanteil direkt an der unteren Absaugöffnung 5b des Arbeitsraumes 3 verschwinden.
[0029] Durch die Einströmung der Zusatzluft als Freistrahl 18 im oberen Bereich des Abzuges
am Umlenkteil 17 wird auch der Bereich des Profils des Schiebefensters 9 von Frischluft
umströmt, so daß auch an der Oberkante des Schiebefensters 9 keine Luft austreten
kann.
[0030] Die Kombination aus dem Freistrahl 18 und den Wand- bzw. Bodenstrahlen 21, 22 erzeugt
daher ein ideales Strömungsbild im Abzug.
[0031] Mögliche Bemessungen der beiden seitlichen Luftstrahlen 21 sind derart, daß diese
etwa 15 bis 20 m
3/h ausmachen. Der untere Luftstrahl 22 hat eine Luftmenge von 10 m
3/h pro 1fd. Meter. Die Luftgeschwindigkeit beträgt 2m pro Sekunde. Der Auslenkwinkel
der Luftstrahlen 21, 22 liegt vorzugsweise bei etwa 20°, so daß diese unter einem
spitzen Winkel zu den Innenflächen im Arbeitsraum 3 ausströmen. Der obere Freistrahl
18 am Umlenkprofil 17 wird nicht an eine Wand angelenkt, sondern in Form eines Freistrahles
vor den Raum geblasen. Er benötigt daher eine wesentlich höhere Luftmenge von ca.
100 bis 150 m
3/h pro lfd. Meter Abzugsbreite. Ein Abzug mit einer Breite von 1.500 mm kommt daher
mit einem Freistrahl von 150 m
3/h und mit Wandstrahlen von ca. 50 bis 60 m
3/h aus.
[0032] Da ein derartiger Abzug mit einer Luftregelung betrieben werden kann, benötigt er
bei geschlossenem Schiebefenster 150 m
3/h. Vorzugsweise ist die Ausbildung derart, daß bei geöffnetem Schiebefenster der
Abzug 900 m
3/h absaugt und alle Wand- und Stützstrahlen erzeugt werden.
[0033] Beim Schließen des Schiebefensters 9 wird der Freistrahl 18 an dem Umlenkprofil 17
abgeschaltet, so daß der Abzug bei geschlossenem Schiebefenster auf ca. 150 m
3/h Luftbedarf abgesenkt werden kann. Es empfiehlt sich daher den Abzug mit einer Regelung
zu betreiben, die die Stellung des vertikalen Schiebefensters 9 mißt. Öffnet das vertikale
Schiebefenster 9 um mehr als 50 % dann wird der Freistrahl 18 an dem Umlenkprofil
17 eingeschaltet. Das gleiche gilt auch dann, wenn sich das horizontale Schiebefenster
des Abzuges um mehr als 10 bis 20 mm öffnet. Ansonsten ist der Freistrahl 18 abgeschaltet.
[0034] Bei einem Abzug im Nachtbetrieb können auch die Wandstrahlen 21, 22 abgeschaltet
sein, so daß der Abzug je nach Bedarfssituation immer mit einer geringen Luftmenge
gefahren werden kann, was einen deutlichen Vorteil gegenüber einem herkömmlichen Schleierabzug
darstellt. Die Abluftmenge beträgt dann 100 m
3/h.
[0035] Da die Stützstrahlen einen wesentlichen Einfluß auf die Funktion des Abzuges haben,
müssen sie im Zuge der geforderten Überwachung der lufttechnischen Funktion des Abzuges
laufend geprüft und überwacht werden. Diese Überwachung kann mit einem Differenzdrucksensor
im Überdruckbereich der Einblasung ausgeführt werden. Bei Fehlfunktion erfolgt eine
Alarmierung.
[0036] Das oben beschriebene Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Abzuges zeigt eine
hohe Stabilität gegenüber einer Seiten- oder Schrägströmung, indem ein Totraumgebiet
an den Abzugsflächen oder an den Abzugsschiebern verhindert wird. Es ist weiterhin
für eine sehr gute Absaugung von schweren Gasen gesorgt, da diese zur Tischplatte
2 absinken und durch den Zusatzluftstrahl 22 in die Öffnung 5b eingeblasen werden.
Wird im Abzug mit leichen Gasen gearbeitet, so sorgt der Freistrahl 18 an dem Umlenkprofil
17 dafür, daß leichte Gase, die sich im Arbeitsraum 3 oben oberhalb dieses Stützstrahles
18 bilden, zuverlässig in dem oberen Bereich des Abzuges festgehalten werden und den
unteren Arbeitsbereich nicht kontaminieren können.
[0037] Die erfindungsgemäße Ausbildung, bei der zusätzliche Luftstrahlen 21, 22, 18 erzeugt
werden, kann mit der Abzugregelung so verknüpft werden, daß der Abzug mit einer möglichst
geringen Luftmenge betrieben werden kann.
1. Abzug mit einem Gehäuse (1), in dem sich ein Arbeitsraum (3) befindet, der an einer
Seite offen ist und bodenseitig von einer Tischplatte (2) und seitlich von Seitenwänden
(27) begrenzt ist, und jeweils an der Vorderkante der Tischplatte (2) und den Seitenwänden
(27) angeordnete Einrichtungen (8, 11), die Luftstrahlen (21, 22) in den Arbeitsraum
(3) derart ausgeben, dass die Luftstrahlen (21, 22) unter einem spitzen Winkel zu
den Innenflächen der Tischplatte (2) und den Seitenwänden (27) in den Arbeitraum (3)
einströmen, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtungen als hohle Strömungsprofilteile (8, 11) mit einer von dem Arbeitraum
(3) nach vorne gerichteten Anströmfläche ausgebildet sind und Öffnungen aufweisen,
durch die die Luftstrahlen (21, 22) in den Arbeitsraum (3) ausgegeben werden, und
dass der Innenraum der Strömungsprofilteile (8, 11) mit einer Luftversorgung verbunden
ist und die aus Druckluft bestehenden Luftstrahlen (21, 22) in Form von Boden- und
Wandstrahlen ausgegeben, die entlang des Bodens und der Seitenwände streishen werder,
wodurch eine Ansammlung von Schadstoffen an den Innenflächen der Tischplatte (2) und
den Seitenwänden (27) innerhalb des Arbeitsraumes (3) vermieden wird.
2. Abzug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungsprofilteile (8, 11) über die gesamte Länge der Vorderkante der Tischplatte
(2) und den Seitenwänden (27), über die der Arbeitsraum (3) offen ist, vorgesehen
sind.
3. Abzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen als Düsen ausgebildet sind.
4. Abzug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen als Schlitze ausgebildet sind.
5. Abzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der spitze Winkel bei etwa 20° liegt.
6. Abzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der offenen Seite ein vertikales Schiebefenster (9) vorgesehen ist und eine Freistrahleinrichtung
(12) vorgesehen ist, die einen Freistrahl (18) erzeugt, der über ein Umlenkprofil
(17) in das Innere des Arbeitsraumes gelenkt wird.
7. Abzug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterkante des Schiebefensters (9) ein Strömungsprofil (10) vorgesehen ist.
8. Abzug nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Freistrahl (18) in Abhängigkeit von der Stellung des Schiebefensters (9) an-
und abschaltbar ist.
9. Abzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftstrahlen (21, 22) durch einen gemeinsamen Ventilator in einer Luftmenge von
10 bis 15 m3/h erzeugt werden.
10. Abzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Prallwand (4), die vor der Rückwand des Abzuges im Arbeitsraum verläuft und
so ausgebildet ist, dass die Luftstrahlen (21, 22), die an den Seitenwänden (27) und
der Tischplatte (2) entlangströmen, direkt zwischen der Prallwand (4) und den umgebenden
Seitenwänden (27) und der Tischplatte (2) eingesaugt werden.
11. Abzug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Freistrahl aus Luft von einem Zuluftnetz oder aus Luft von einem Ventilator aus
dem umgebenden Raum gebildet wird.
12. Abzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Luftregelung, die alle Luftstrahlen einschließt.
13. Abzug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Überwachungseinrichtung, die die Zulufteinblasung durch die Luftstrahlen überwacht.
1. Fume cupboard comprising a housing (1) having a working chamber (3) located therein
which is open on one side and confined on the floor side by a table plate (2) and
at the sides by side walls (27), and devices (8, 11) arranged at the front edge of
the table plate (2) and the side walls (27) which emit air jets (21, 22) into the
working chamber (3) in such a way that the air jets (21, 22) flow into the working
chamber (3) at an acute angle to the internal surfaces of the table plate (2) and
the side walls (27), characterized in that the devices are configured as hollow flow profile parts (8, 11) with a leading surface
directed forwards from the working chamber (3) and with openings through which the
air jets (21, 22) are emitted into the working chamber (3), and that the interior
of the flow profile parts (8, 11) is connected to an air supply and the air jets (21,
22) consisting of compressed air are emitted in the form of floor and wall jets, which
sweep along the floor and the side walls, through which the accumulation of harmful
substances on the internal surfaces of the table plate (2) and the side walls (27)
inside the working chamber (3) is avoided.
2. Fume cupboard according to claim 1, characterized in that the flow profile parts (8, 11) are provided over the whole length of the front edge
of the table plate (2) and the side walls (27), over which the working chamber (3)
is open.
3. Fume cupboard according to claim 1 or 2, characterized in that the openings are configured as nozzles.
4. Fume cupboard according to claim 1 or 2, characterized in that the openings are configured as slits.
5. Fume cupboard according to one of the previous claims, characterized in that the acute angle is about 20°.
6. Fume cupboard according to one of the previous claims, characterized in that on the open side a vertical sliding window (9) is provided and a free jet device
(12) is provided, which produces a free jet (18), which is guided over a guide profile
(17) into the interior of the working chamber.
7. Fume cupboard according to claim 6, characterized in that a flow profile (10) is provided at the bottom edge of the sliding window (9).
8. Fume cupboard according to claim 6 or 7, characterized in that the free jet (18) can be switched on and off depending on the position of the sliding
window (9).
9. Fume cupboard according to one of the previous claims, characterized in that the air jets (21, 22) are produced through a common fan with an amount of air equal
to 10 to 15 m3/h.
10. Fume cupboard according to one of the previous claims, characterized by a baffle wall (4), which extends in front of the back wall of the fume cupboard inside
the working chamber and is configured such that the air jets (21, 22), which flow
along the side walls (27) and the table plate (2), are taken in directly between the
baffle wall (4) and the surrounding side walls (27) and the table plate (2).
11. Fume cupboard according to claim 6, characterized in that the free jet is made of air from a supply air network or ambient air by means of
a fan.
12. Fume cupboard according to one of the precious claims, characterized by an air regulation, which includes all air jets.
13. Fume cupboard according to one of the previous claims, characterized by a monitoring device, which monitors the supply of air via the air jets.
1. Hotte fermée avec une enceinte (1), dans laquelle se trouve une chambre de travail
(3), qui est ouverte d'un côté et qui est délimitée du côté du fond par une plaque
de table (2) et latéralement par des parois latérales (27), et des dispositifs (8,
11) disposés respectivement sur le bord avant de la plaque de table (2) et des parois
latérales (27), qui envoient des jets d'air (21, 22) dans la chambre de travail (3)
de telle manière que les jets d'air (21, 22) pénètrent dans la chambre de travail
(3) sous un angle aigu par rapport aux faces intérieures de la plaque de table (2)
et des parois latérales (27), caractérisée en ce que les dispositifs se présentent sous la forme de pièces profilées d'écoulement creuses
(8, 11) avec une face d'approche dirigée vers l'avant à partir de la chambre de travail
(3) et présentent des ouvertures, à travers lesquelles les jets d'air (21, 22) sont
envoyés dans la chambre de travail (3), et en ce que l'espace intérieur des pièces profilées d'écoulement (8, 11) est relié à une alimentation
en air et les jets d'air (21, 22) constitués d'air comprimé sont envoyés sous la forme
de jets de fond et de jets de paroi qui circulent le long du fond et des parois latérales,
évitant ainsi une accumulation de substances toxiques sur les faces intérieures de
la plaque de table (2) et des parois latérales (27) à l'intérieur de la chambre de
travail (3).
2. Hotte fermée selon la revendication 1, caractérisée en ce que les pièces profilées d'écoulement (8, 11) sont prévues sur toute la longueur du bord
avant de la plaque de table (2) et des parois latérales (27), par lesquelles la chambre
de travail (3) est ouverte.
3. Hotte fermée selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les ouvertures se présentent sous la forme de buses.
4. Hotte fermée selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les ouvertures se présentent sous la forme de fentes.
5. Hotte fermée selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'angle aigu vaut environ 20°.
6. Hotte fermée selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu une fenêtre coulissante verticale (9) sur le côté ouvert et il est prévu
un dispositif à jet libre (12) destiné à produire un jet libre (18), qui est dévié
à l'intérieur de la chambre de travail au moyen d'un profilé de déviation (17).
7. Hotte fermée selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'il est prévu un profilé d'écoulement (10) sur le bord inférieur de la fenêtre coulissante
(9).
8. Hotte fermée selon la revendication 6 ou 7, caractérisée en ce que le jet libre (18) peut être activé et désactivé en fonction de la position de la
fenêtre coulissante (9).
9. Hotte fermée selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que les jets d'air (21, 22) sont produits par un ventilateur commun avec un débit d'air
de 10 à 15 m3/h.
10. Hotte fermée selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par une paroi d'impact (4), qui s'étend dans la chambre de travail devant la paroi arrière
de la hotte fermée et qui est configurée de telle manière que les jets d'air (21,
22), qui s'écoulent le long des parois latérales (27) et de la plaque de table (2),
soient aspirés directement entre la paroi d'impact (4) et les parois latérales environnantes
(27) et la plaque de table (2).
11. Hotte fermée selon la revendication 6, caractérisée en ce que le jet libre est formé par de l'air provenant d'un réseau de distribution d'air ou
par de l'air fourni par un ventilateur à partir de l'atmosphère ambiante.
12. Hotte fermée selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par une régulation de l'air, qui inclut tous les jets d'air.
13. Hotte fermée selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée par un dispositif de surveillance, qui surveille l'insufflation d'air distribué par les
jets d'air.
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