[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung einer Rundläufer-Tablettiermaschine,
wobei ein Rotor durch eine Antriebsmaschine in Rotation versetzbar ist, der Rotor
wenigstens eine Matrize mit zugeordneten Oberstempeln und Unterstempeln umfasst und
eine auf in die wenigstens eine Matrize eingefüllte Pressmasse wirkende Presskraft
ermittelt wird.
[0002] Rundläufer-Tablettiermaschinen der gattungsgemäßen Art sind bekannt. Hierbei ist
typisch, dass der Rotor durch Starten der Antriebsmaschine aus dem Stillstand auf
seine Nenndrehzahl gebracht wird. Über wenigstens einen Füllschuh werden die Matrizen
mit der Pressmasse gefüllt und je nach Winkelstellung des Rotors werden über Führungskurven
geführte Unterstempel und Oberstempel axial zu den Matrizen verlagert. Die Unter-
und Oberstempel werden an wenigstens einer Pressstation, in der Regel an einer Vorpressstation
und einer Hauptpressstation, vorbeigeführt. Dort werden die Ober- und Unterstempel
an stationär angeordneten Druckrollen im Wesentlichen tangential vorbeigeführt, so
dass auf die in den Matrizen eingebrachte Pressmasse eine Presskraft aufbringbar ist.
[0003] Es ist bekannt, beispielsweise aus EP 0 698 481 B1, die Presskraft einzustellen und
zu messen. Hierbei besteht ein wesentlicher Zusammenhang zwischen gemessener maximaler
Presskraft und der Masse der in die Matrizen eingefüllten Pressmasse unter der Voraussetzung
gleicher Materialeigenschaften der Pressmasse. Es besteht dabei ein direkter Zusammenhang
zwischen dem Tablettengewicht und der für die Fertigung der Tabletten notwendigen
Presskraft. In Abhängigkeit vom zu pressenden Material ist jedem Tablettengewicht
bei einer durch die Presswerkzeuge vorgegebenen Tablettenform und einer eingestellten
Tablettenhöhe eine bestimmte Presskraft zugeordnet. Schwankt bei konstanter Tablettenhöhe
die Füllmenge und damit das Tablettengewicht, resultiert daraus in direkter Abhängigkeit
eine Presskraftänderung.
[0004] Sind bei einer Rundläufer-Tablettiermaschine alle Matrizen bis zur Pressstation (das
heißt bis zur Druckrolle) normal mit Pressmasse gefüllt, werden Druckrollen und Rotor
beim Hochfahren (Starten) in der selben Zeit auf die Nenndrehzahl beschleunigt. Dies
ist darauf zurückzuführen, dass jeder Stempel durch die Drehbewegung des Rotors unter
der Druckrolle vorbei - diese berührend - durchgezogen wird und hierbei über die Rotation
der Stempel die Beschleunigung der Druckrolle erfolgt, so dass die Beschleunigung
der Druckrolle direkt abhängig von der Rotationsgeschwindigkeit der Stempel ist.
[0005] Dieser Zusammenhang zwischen Beschleunigung des Rotors und Beschleunigung der Druckrollen
ist dann nachteilig, wenn die bei Rotation des Rotors an der Pressstation (Druckrollen)
ankommenden Matrizen nicht oder nur teilweise mit Pressmasse gefüllt sind. Dies kann
beispielsweise bei Start der Rundläufer-Tablettiermaschine nach einer Reinigung oder
bei unterbrochenem Nachschub über den oder die Füllschuhe mit Pressmasse der Fall
sein.
[0006] Wird nun eine Rundläufer-Tablettiermaschine mit nicht oder nur teilweise gefüllten
Matrizen gestartet, berühren die Ober- beziehungsweise Unterstempel in den Pressstationen
die Druckrollen nicht oder nur teilweise. Durch Starten der Antriebsmaschine wird
der Rotor mit dem Stempel jedoch auf seine Nenndrehzahl beschleunigt. Gelangt nunmehr
ein erster Stempel bei erster ordnungsgemäßer gefüllter Matrize in die Pressstation,
trifft der Stempel beziehungsweise das Stempelpaar entsprechend dem bereits auf Nenndrehzahl
beschleunigten Rotor auf die noch nicht oder nur unzureichend beschleunigte Druckrolle.
Hierbei kommt es zu einem schlagartigen Auftreffen der Stempel auf die Druckrolle,
so dass plötzlich eine hohe kinetische Energie von der Druckrolle und den betroffenen
Stempeln absorbiert werden muss. Dies kann zu Schädigungen der Druckrollen und/oder
der Stempel führen.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung
der gattungsgemäßen Art zu schaffen, mittels denen derartige Schäden vermieden werden
können.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren mit den im Anspruch 1 genannten
Merkmalen gelöst. Dadurch, dass die ermittelte Presskraft mit einem vorgebbaren Grenzwert
verglichen wird und bei Unterschreiten des Grenzwertes die Solldrehzahl des Rotors
auf eine Drehzahl unterhalb der Nenndrehzahl reduziert wird, ist vorteilhaft möglich,
das Beschleunigen des Rotors und das Beschleunigen der Druckrollen in jeder Betriebssituation
auf ihre Nenndrehzahlen zu synchronisieren. Insbesondere wird hierdurch vermieden,
dass der Rotor vor den Druckrollen auf seine Nenndrehzahl beschleunigt wird. Somit
wird ein schlagartiges Auftreffen der Stempel auf die Druckrollen und somit die beim
Stand der Technik bestehenden Beschädigungsmöglichkeiten von Druckrollen und/oder
Stempel vermieden.
[0009] In bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Drehzahl des
Rotors aus seinem Stillstand oder aus seiner Nenndrehzahl drehzahlgesteuert wird.
Hierdurch wird die Vermeidung der genannten Schäden in jeder Betriebssituation der
Rundläufer-Tablettiermaschine möglich.
[0010] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe ferner durch eine Vorrichtung zur Steuerung einer
Rundläufer-Tablettiermaschine mit den im Anspruch 8 genannten Merkmalen gelöst. Dadurch,
dass die Rundläufer-Tablettiermaschine ein Steuergerät oder dergleichen zur Ansteuerung
einer Antriebsmaschine eines Rotors der Rundläufer-Tablettiermaschine, eine Einrichtung
zum Ermitteln einer Presskraft sowie Mittel zum Vergleichen der ermittelten Presskraft
mit einer vorgebbaren Presskraft und wenigstens ein Mittel zum Vorgeben einer Solldrehzahl
des Rotors in Abhängigkeit des Vergleiches der ermittelten Presskraft mit der vorgebbaren
Presskraft umfasst, ist vorteilhaft möglich, in einfacher Weise eine Steuerfunktion
in die Rundläufer-Tablettiermaschine zu implementieren, die in Abhängigkeit eines
Füllgrades von Matrizen des Rotors eine Solldrehzahl des Rotors steuert. Hierdurch
wird insbesondere ein an den Füllgrad der Matrizen angepasstes Hochlaufen des Rotors
möglich, so dass insbesondere mechanische Belastungen/Schädigungen von Druckrollen
und/oder Pressstempeln vermieden werden können.
[0011] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den übrigen, in
den Unteransprüchen genannten Merkmalen.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend in einem Ausführungsbeispiel anhand der zugehörigen
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine teilweise schematische Darstellung einer Rundläufer-Tablettiermaschine;
- Figur 2
- ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zur Steuerung der Rundläufer-Tablettiermaschine
und
- Figur 3
- einen Steuerungsablauf.
[0013] Rundläufer-Tablettiermaschinen der hier angesprochenen Art sind allgemein bekannt,
so dass im Rahmen der vorliegenden Beschreibung auf den grundlegenden Aufbau und grundlegende
Funktionen nicht näher eingegangen wird.
[0014] Figur 1 zeigt in einer schematisierten Teilansicht die Abwicklung eines Rotors 12
einer insgesamt mit 10 bezeichneten Rundläufer-Tablettiermaschine. Der Rotor 12 besitzt
über seinen Umfang eine Vielzahl beabstandeter Matrizen 14. Jeder Matrize 14 ist ein
Unterstempel 16 und ein Oberstempel 18 zugeordnet, die über hier angedeutete Führungskurven
20 beziehungsweise 22 geführt sind. Rotor 12 und Unterstempel 16 sowie Oberstempel
18 rotieren hierbei synchron um die Drehachse des Rotors 12. Der Rotor 12 ist durch
eine hier nur angedeutete elektrische Antriebsmaschine 24 rotierbar.
[0015] In die Matrizen 14 wird über eine Einfülleinrichtung, einem so genannten Einfüllschuh,
hier lediglich angedeutete Pressmasse 26 eingefüllt. Im Normalbetrieb der Rundläufer-Tablettiermaschine
10 wird die Pressmasse 26 über die gesamte Höhe der Matrize 14 eingefüllt. Die Füllhöhe
kann beispielsweise durch die Höhenlage der Unterstempel 16 an einer nicht dargestellten
Abstreifstation definiert werden. Im gezeigten Beispiel ist eine nicht normale Befüllung
angenommen. Die Pressmasse 26 ist nur zu einer Teilhöhe in die Matrizen 14 eingefüllt.
Denkbar ist auch, dass in die Matrizen 14 - für den hier angenommenen nicht normalen
Fall - keinerlei Pressmasse 26 eingefüllt ist. Diese zustände können beispielsweise
bei Neuanlauf der Rundläufer-Tablettiermaschine 10 nach einer Reinigung, Wartung oder
dergleichen oder nach Unterbrechung des Nachschubes der Pressmasse 26 über die Einfülleinrichtung
eintreten.
[0016] Entsprechend dem Verlauf der Führungskurven 20 und 22 tauchen die Unterstempel 16
und die Oberstempel 18 in die Matrize 14 ein und verpressen die Pressmasse 26 zu der
gewünschten Tablette oder dergleichen. Hierzu werden die Unterstempel 16 und die Oberstempel
18 an wenigstens einer Pressstation 28 vorbeigeführt, die ortsfest angeordnete Druckrollen
30 umfasst. Die Druckrollen 30 sind jeweils um eine Drehachse 32 drehbar gelagert.
Der Abstand der Druckrollen 30 zueinander ist definiert und bestimmt letztendlich
die Höhe der zu pressenden Tablette. Ein Antrieb der Druckrollen 30 in Pfeilrichtung
34 - die obere Druckrolle 30 entgegen dem Uhrzeigersinn, die untere Druckrolle 30
in Uhrzeigersinn - erfolgt durch Vorbeiführen der Unterstempel 16 beziehungsweise
Oberstempel 18 entsprechend der Bewegungsrichtung 36 des Rotors 12. Die Unterstempel
16 beziehungsweise Oberstempel 18 gelangen hierbei in Anlagekontakt mit der Umfangsfläche
38 der Druckrollen 30 und versetzen diese somit, quasi durch Mitnahme, in Rotation.
Der Rotor 12 rotiert hierbei mit einer Drehzahl n
R, während die Druckrollen 30 mit einer Drehzahl n
D rotieren.
[0017] Infolge der nicht beziehungsweise nur teilweise gefüllten Matrizen 14 setzt die zu
verpressende Pressmasse 26 den Stempeln 16 beziehungsweise 18 in der Pressstation
28 beziehungsweise in dem der Pressstation 28 unmittelbar vorgelagerten Bereich nur
eine unzureichende Gegenkraft entgegen. Dies führt dazu, dass die Stempel 16 und 18
durch Rotation des Rotors 12 zwar auf die Nenndrehzahl des Rotors 12 beschleunigt
werden, jedoch infolge ungenügenden Anlagekontaktes an den Druckrollen 30 diese nicht
auf ihre Nenndrehzahl beschleunigt werden. Trifft in diesem, nicht normalen Betriebszustand
nunmehr ein erstes Stempelpaar - der Stempel 16 und 18 - bei einer normal gefüllten
Matrize 14 auf die Druckrollen 30 auf, ergibt sich ein wesentlicher Unterschied zwischen
den momentanen Drehzahlen des Rotors 12 beziehungsweise der Druckrollen 30. Während
der Rotor 12 schon auf seine Nenndrehzahl n
Rnenn beschleunigt ist, besitzen die Druckrollen 30 lediglich eine weit unterhalb ihrer
Nenndrehzahl n
Dnenn liegenden Istdrehzahl n
DIST. Dies führt dazu, dass die Stempel 16, 18 mit großer Beschleunigung auf die Umfangsflächen
38 der Druckrollen 30 auftreffen, so dass hierdurch erhebliche kinetische Energie
absorbiert werden muss. Dies kann zu mechanischen Beschädigungen sowohl der Oberflächen
38 der Druckrollen 30 als auch der Stempel 16 beziehungsweise 18 führen.
[0018] Um diese mechanische Belastung zu verhindern, wird Folgendes vorgesehen:
[0019] Die Druckrollen 30 sind in an sich bekannter Weise mit Messwertaufnehmern 40 versehen,
mittels denen die momentane Presskraft PK gemessen wird. Anhand der schematischen
Darstellung in Figur 2 wird die Erfindung weiter verdeutlicht.
[0020] Figur 2 zeigt den durch die elektrische Antriebsmaschine 24 antreibbaren Rotor 12
sowie die dem Rotor 12 zugeordneten Druckrollen 30. Auf die Darstellung der Stempel
wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet. Der Rundläufer-Tablettiermaschine
10 ist ein Steuergerät 42 zugeordnet, das eine Vielzahl von Steuer- und Regelfunktionen
übernehmen kann. Anschließend wird nur der für die Erfindung wesentliche Aufbau und
Funktion des Steuergerätes 42 beschrieben.
[0021] Das Steuergerät 42 ist über eine Signalleitung 44 mit den Presskraftaufnehmern 40
verbunden und erhält ein der Istpresskraft PK
IST proportionales Signal
IST. Das Steuergerät 42 ist ferner mit der elektrischen Antriebsmaschine 24 über eine
Signalleitung 46 verbunden, über die die elektrische Antriebsmaschine 24 ein Steuersignal
R erhält, das der einzustellenden Solldrehzahl des Rotors 12 entspricht.
[0022] Das Steuergerät 42 umfasst eine Recheneinheit 48, der das Signal
IST und ein von einem Speichermittel 50 bereitgestelltes Signal
SOLL zugeführt wird, dass der Sollpresskraft PK
SOLL an den Druckrollen 30 entspricht.
[0023] Entsprechend dem in Figur 3 dargestellten Schema erfolgt folgende Signalverarbeitung.
[0024] In einem Schritt 52 werden die von den Presskraftaufnehmern 40 gelieferten Istsignale
IST und das von dem Speichermittel 50 gelieferte Sollsignal
SOLL verarbeitet. Hierbei wird eine Differenz zwischen dem Signal
SOLL und dem Signal
IST ermittelt. Dieses Differenzsignal
diff wird in einem weiteren Schritt 54 mit einem Signal
grenz verknüpft. Das Signal
grenz wird beispielsweise ebenfalls von dem Speichermittel 50 bereitgestellt. Hierbei kann
beispielsweise variabel festlegbar sein, in welchem Maß die dem Signal
grenz entsprechende Presskraft PK
GRENZ von der Sollpresskraft PK
SOLL abweichen kann. Diese Differenz zwischen dem Presskraft-Grenzwert und dem Presskraft-Sollwert
kann beispielsweise 10 % des Presskraft-Sollwertes betragen.
[0025] Wird nun im Schritt 54 festgestellt, dass die Differenz zwischen dem Presskraft-Istwert
und dem Presskraft-Sollwert größer ist als die Differenz zwischen dem Presskraft-Sollwert
und dem Presskraft-Grenzwert, das heißt, der Presskraft-Istwert unterschreitet den
Presskraft-Grenzwert, wird ein Signal
rsoll generiert, das einer Solldrehzahl n
R des Rotors 12 entspricht. Diese Solldrehzahl ist geringer als die Nenndrehzahl des
Rotors 12 im Normalbetrieb. Im Schritt 56 wird das der Solldrehzahl entsprechende
Signal
rsoll mit einem der Istdrehzahl des Rotors 12 entsprechenden Signal
rist verknüpft. Entsprechend einer Abweichung zwischen Istdrehzahl und Solldrehzahl des
Rotors 12 wird das Drehzahlsignal
R generiert und der Antriebsmaschine 24 zur Verfügung gestellt. Diese beschleunigt
dann den Rotor 12 auf die vorgegebene Drehzahl n
R.
[0026] Anhand der vorstehenden Erläuterungen wird deutlich, dass eine Drehzahlsteuerung
des Rotors 12 in Abhängigkeit der Presskraft erfolgt. Hierdurch wird erreicht, dass
bei angenommener geringerer Presskraft PK als die Sollpresskraft PK
SOLL der Rotor 12 nicht mit seiner Nenndrehzahl rotiert. Insbesondere bei dem erläuterten
Fall, dass die Matrizen 14 nicht oder nur teilweise mit Pressmasse 26 gefüllt sind,
ergibt dies, dass der Rotor 12 mit einer vorgebbaren Minimaldrehzahl n
R rotiert. Hierdurch wird vermieden, dass bei erstmaligem Auftreffen von Unterstempel
16 und Oberstempel 18 einer ordnungsgemäß gefüllten Matrize 14 diese bereits mit der
Nenndrehzahl des Rotors 12 auf die Druckrollen 30 auftreffen. Somit wird die mechanische
Belastung zu diesem Zeitpunkt erheblich reduziert. Treffen die Stempel 16 und 18 einer
ordnungsgemäß gefüllten Matrize 14 auf die Druckrollen 30, führt dies automatisch
zu einer Erhöhung der Presskraft PK, die als Istpresskraft PK
IST über die Presskraftaufnehmer 40 gemessen wird. Hierdurch verringert sich die Differenz
zwischen Istpresskraft und der Sollpresskraft, so dass entsprechend dem in Figur 2
und 3 dargestellten Schema die Drehzahl des Rotors 12 hochgefahren wird, bis dieser
seine Nenndrehzahl erreicht.
[0027] Die erfindungsgemäße Lösung ist auch geeignet, bei mit Nenndrehzahl rotierendem Rotor
12 zu erkennen, ob der Füllungsgrad der Matrizen 14 mit der Pressmasse 26 abnimmt.
Durch Verringerung des Füllgrades mit Pressmasse 26 sinkt aufgrund der direkten Zusammenhänge
die Presskraft PK an den Druckrollen 30. Entsprechend dem in Figur 3 dargestellten
Ablauf führt auch dieses Absinken der Istpresskraft zu einer Reduzierung der Solldrehzahl
n
R des Rotors 12. Hierbei kann gemäß unterschiedlicher Ausführungsvarianten entweder
eine stufenweise oder kontinuierliche Reduzierung der Solldrehzahl n
R vorgesehen sein. So kann die Solldrehzahl n
R beispielsweise gleich auf eine vorgebbare Minimaldrehzahl n
Rmin oder in Zwischenschritten von der Nenndrehzahl n
Rnenn bis zur Minimaldrehzahl n
Rmin reduziert werden.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 10
- Rundläufer-Tablettiermaschine
- 12
- Rotor
- 14
- Matrize
- 16
- Unterstempel
- 18
- Oberstempel
- 20
- Führungskurve
- 22
- Führungskurve
- 24
- elektrische Antriebsmaschine
- 26
- Pressmasse
- 28
- Pressstation
- 30
- Druckrollen
- 32
- Drehachse
- 34
- Pfeilrichtung
- 36
- Bewegungsrichtung
- 38
- Umfangsfläche
- 40
- Messwertaufnehmer
- 42
- Signalleitung
- 44
- Signalleitung
- 46
- Signalleitung
- 48
- Recheneinheit
- 50
- Speichermittel
- 52
- Schritt
- 54
- Schritt
- 56
- Schritt
PK Presskraft
PK
SOLL Sollpresskraft
PK
IST Istpresskraft
PK
GRENZ Presskraft-Grenzwert
n
D Drehzahl der Druckrollen
n
Dnenn Nenndrehzahl
n
DIST Istdrehzahl
n
R Drehzahl des Rotors
n
Rmin Minimaldrehzahl
n
Rnenn Nenndrehzahl
IST proportionales Signal
SOLL Sollsignal
R Steuersignal
rsoll Signal
rist Signal
diff Differenzsignal
1. Verfahren zur Steuerung einer Rundläufer-Tablettiermaschine (10), wobei ein Rotor
(12) durch eine Antriebsmaschine (24) in Rotation versetzbar ist, der Rotor (12) wenigstens
eine Matrize (14) mit zugeordneten Oberstempeln (18) und Unterstempeln (16) umfasst
und eine auf in die wenigstens eine Matrize (14) eingefüllte Pressmasse (26) wirkende
Presskraft (PK) ermittelt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die ermittelte Presskraft (PKIST) mit einem vorgebbaren Grenzwert (PKGRENZ) verglichen wird und bei Unterschreiten des Grenzwertes (PKGRENZ) die Solldrehzahl (nR) des Rotors (12) auf eine Drehzahl unterhalb der Nenndrehzahl (nRNENN) reduziert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Presskraft (PK) gemessen wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Differenz zwischen dem Grenzwert (PKGRENZ) und einer Sollpresskraft (PKSOLL) eingestellt werden kann.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Differenz zwischen 1 % und 50 %, insbesondere zwischen 5 % und 20 %, vorzugsweise
zwischen 8 % und 12 %, beträgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Solldrehzahl (nR) des Rotors (12) mit einer Istdrehzahl des Rotors (12) verglichen wird; und der Rotor
(12) auf die Solldrehzahl (nR) geregelt wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (12) aus dem Stillstand drehzahlgesteuert wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (12) aus seiner Nenndrehzahl drehzahlgesteuert wird.
8. Vorrichtung zur Steuerung einer Rundläufer-Tablettiermaschine (10), mit einem Steuergerät
(42) oder dergleichen zur Ansteuerung einer Antriebsmaschine (24) eines Rotors (12)
der Rundläufer-Tablettiermaschine (10), einer Einrichtung (40) zum Ermitteln einer
auf eine Pressmasse (26) wirkenden Presskraft (PK) sowie Mittel zum Vergleichen der
ermittelten Presskraft (PKIST) mit einer vorgebbaren Presskraft (PKGRENZ) und wenigstens einem Mittel zum Vorgeben einer Solldrehzahl (nR) des Rotors (12) in Abhängigkeit des Vergleichs der ermittelten Presskraft (PKIST) mit der vorgebbaren Presskraft (PKGRENZ) .