[0001] Die Erfindung betrifft Bade-Freizeitartikel und Schwimmlernhilfen. Sie schließt sogenannte
Schwimmsitze für Kleinkinder zum Aufenthalt auf dem Wasser, zum Wasserspiel und zur
Wassergewöhnung ein.
[0002] Die Grenzen zwischen Wasserspiel und Lernprozess sind fließend. Das übliche Schwimmlernalter
ist allerdings erst mit dem 5. bis 10. Lebensjahr erreicht, so dass mit den bekannten
"Baby-Schwimmsitzen", die für das erste bis dritte Lebensjahr vorgesehen sind, die
Hauptgruppe der Schwimmschüler kaum erreicht wird. Im Unterschied zu eindeutig definierten
Schwimmlernhilfen, wie z.B. Schwimmflügeln, Brust-Schwimmgürteln, Schwimmwesten, Schwimmlemanzügen
etc., die fest am Körper getragen werden und die den Auftrieb gezielt im Brust-, Schulter-,
Nackenbereich positionieren, ist der Schwimmsitz ein Hybridprodukt. Im Schwimmsitz
sind sowohl Elemente eines Floßes als auch solche von am Körper getragenen Auftriebsmitteln
kombiniert. Es handelt sich um ein Floß, welches "angezogen" wird, könnte man sagen,
um den Doppelcharakter des Produktes auf den Punkt zu bringen. Genau darin liegt das
Problem herkömmlicher Schwimmsitze. Typische Probleme eines Bootes/Floßes wie Kentersicherheit,
Schwimmstabilität, Lage des Schwerpunktes, Aufrichtvermögen etc. gehen einher mit
Bekleidungsproblemen wie Passform, Größenzuordnungen, Leichtigkeit des Rein- und Rauskommens
etc.. Kurz, die direkte Wechselwirkung und Abhängigkeit zwischen Benutzer und Gerät
sind kritisch. Im Falle von Kenterungen, mit denen als Ernstfall gerechnet werden
muss, ist es in der Vergangenheit zu Unfällen und gravierenden Sicherheitsproblemen
gekommen. Sie bestehen im wesentlichen darin, dass die den Körper umfassenden Schwimmkörper
mit ihren integrierten Sitzkonstruktionen zu einem Verklemmen des Körpers im Schwimmsitz
führten.
[0003] Bei Kenterung kommt es ab einem Neigungswinkel von 90° zu einem Umschlagen des ring-
bzw. rahmenförmigen Schwimmkörpers, der Auftrieb verlagert sich von der Brust zu den
Oberschenkeln. Die dann weit unterhalb des Körperschwerpunktes wirkende Auftriebskraft
drückt dabei den Unterkörper nach oben, den Kopf jedoch unter Wasser. Die den Körper
umfassende Struktur hält den Benutzer in dieser Lage eingeklemmt fest.
[0004] Typische Probleme herkömmlicher Schwimmsitze sind:
a) Mangelnde Schwimmstabilität, Kenterung ist möglich, teilweise sehr wahrscheinlich.
b) Nichtoptimale Schwerpunktlage des menschlichen Körpers zum Schwimmsitz (i.d.R.
zu hoch).
c) Kein oder zumindest erschwertes Freikommen nach einer Kenterung.
d) Fehlen eines hinreichend fein differenzierten Größensystems. Ein Benutzerjahrgang,
also Kinder vom 5. bis zum 95. Perzentil, teilen sich in eine einzige Schwimmsitzgröße.
e) Der Zustand des Benutzers (bspw. Nichtschwimmer, Kleinkind) nach Kenterung und
etwaigem Freikommen in tiefes Wasser bleibt konstruktiv unberücksichtigt.
f) Sie gestatten Kleinkindern eine Mobilität und Verwendungsautonomie (Laufen, Waten
mit "angezogenem" Schwimmsitz), die es ihnen leicht machen, sich der elterlichen Aufsicht
zu entziehen. Ein zusätzliches Risiko wird provoziert, wenn Kinder beim unbeaufsichtigtem
Gang ins Wasser in der Flachwasserzone stolpern, stürzen und der nach unten rutschende
Schwimmkörper die Beine fesselt und den Auftrieb nachteilig verlagert. Bereits geringe
Wassertiefen können Ertrinken verursachen.
g) Es besteht keine Möglichkeit der Anpassung des Gesamtsystems an individuelle Sicherheitsbedürfnisse
oder an die jeweiligen Bedingungen des Anwendungsbereiches; Zielgruppe und Verwendungsvielfalt
sind erheblich eingeschränkt.
[0005] Mit einem aus der DE 200 19 162 U1 bekannten Badefloß wird die Gefahr nach einem
Kentern deutlich entschärft. Das Badefloß verfügt über eine Schnittstelle, die eine
Auftriebsstruktur und ein bekleidungsartig getragenes Körperhaltemodul so miteinander
verbindet, dass im normalen Gebrauch die von dem Körperhaltemodul gehaltene Person
von der Auftriebsstruktur sicher getragen wird, im Falle des Kenterns jedoch die Trennung
von der dann gekippten Auftriebsstruktur sichergestellt ist. Die aus der Gebrauchsmusterschrift
bekannte Schnittstellengestaltung wird für eine Weiterbildung der Erfindung in Bezug
genommen. Die DE 200 19 162 U1 offenbart auch ein Körperhaltemodul, das an unterschiedliche
Körpergrößen anpassbar ist und dadurch eine Verbesserung der Schwerpunktlage in Bezug
auf die Stabilität und somit Kentersicherheit leistet. Der Verbesserung sind jedoch
Grenzen gesetzt.
[0006] Die Erfindung stellt Lösungen für einzelne und auch Gruppen der vorstehend genannten
Probleme bereit, liefert also Beiträge zur Verbesserung der Sicherheit und Funktionalität
von Badeprodukten einschließlich Schwimmlernhilfen.
[0007] Eine erste Aufgabe der Erfindung ist es, die Gefahr der Kenterung floßartiger Produkte
zu verringern. Dieser Präventionsgedanke greift insbesondere bei der Verwendung dieser
Produkte durch Kleinkinder und Kinder, die noch nicht zur Selbsthilfe fähig sind.
[0008] Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand von Anspruch 1 gelöst. Die Unteransprüche
und deren Kombinationen beschreiben besonders bevorzugte Weiterbildungen, die vorteilhaft
auch die nachfolgend beschriebenen Ausgetaltungen ergänzen oder um die dort beschriebenen
Merkmale ergänzt werden können.
[0009] Eine andere, zweite Aufgabe ist die Reduzierung der Gefahr des Ertrinkens, sollte
das Badefloß gekentert sein.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale a) bis d) von Anspruch 1 in Kombination mit
dem Gegenstand von Anspruch 9 gelöst. Eine hierzu alternative Lösung beschreiben die
Ansprüche 18 und 21 in Kombination bereits nur mit den Merkmalen a) und b) von Anspruch
1. Das Merkmal d) von Anspruch 1 kann die Lösungen gemäß den Ansprüchen 9, 18 und
21 und die Merkmale c) und d) können die Lösungen gemäß den Ansprüchen 18 und 21 weiterbilden.
Auch die in den Unteransprüchen beschriebenen Merkmale sowie deren Kombinationen beschreiben
bevorzugte Weiterbildungen. Die genannten Kombinationen und deren in den Ansprüchen
bereits beschriebenen Weiterbildungen können vorteilhaft auch die nachfolgend beschriebenen
Ausgestaltungen ergänzen oder um die dort offenbarten Merkmale ergänzt werden.
[0011] Noch eine weitere, dritte Aufgabe ist die Vergrößerung der Funktionalität und Verwendungsvielfalt
eines Badefloß und damit einhergehend die Erschließung einer möglichst großen Zielgruppe
bzw. neuer Zielgruppen für solch ein Badefloß.
[0012] Indem neue Komponenten geschaffen und bislang separate Einzelprodukte zu einem multifunktionalen,
einheitlichen Modulsystem integriert werden, leistet ein Badefloß-Modulsystem Sicherung
nach "unten", Erweiterung Verwendung auf gegebener Produkt- und Funktionsebene sowie
die Weiterentwicklung zu völlig neuen Anwendungsbereichen und Zielgruppen.
[0013] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen erläutert, wobei
zu Anschauungszwecken auch auf Zeichnungen verwiesen wird. An den Ausführungsbeispielen
offenbar werdende Merkmale bilden je einzeln und in jeder Merkmalskombination die
Gegenstände der Ansprüche weiter. Die Zeichnungen zeigen:
- Z 1.0(3 Blatt)
- Badefloß eingebettet in ein Modulsystem: Module und Verwendungen;
- Z 1.1 (2 Blatt)
- Flexible Bauweise; Schwimmkörper A / B; A mit Bindeschürze, B mit Lagerfundamenten,
Bindebeschläge;
- Z 1.2 (5 Blatt)
- Starre-, halbstarre-, Segment-Bauweise: Badefloß in Rahmenkonstruktion mit starren
Teilen, Schwenkarme mit Arretierung, Schwimmer fest/lose, ggf. lose Membran; Trag-/Auflageholme
der halbstarren Bauweise, Sitztuch; ein Schaumstoffsegment in vierfacher Verwendung;
- Z 1.3 (4 Blatt)
- Eliminierung schädlichen Auftriebs bei Kenterung: Aufreißventil "Plötzliche Entlüftung";
Abwurf der Schwimmkörper bei Kenterung, Halterung der Schwimmer am Schwenkarm; Zerlegung
im Falle der Segmentbauweise;
- Z 1.4 (2 Blatt)
- Membranböden: einbindbar; fest; körpernah, kreisrund; mit/ohne Ösen für die Höhenverstellung
;
- Z 1.4.1 (3 Blatt)
- Äußere / innere Schnittstelle: Profile äußere Schnittstelle, Passung; innere Schnittstelle:
Lösbarkeit über Kederband / Kederrille u.a., Doppelkeder;
- Z 1.4.2 (5 Blatt)
- Höhenverstellbarkeit bei flexibler Bauweise: Verstellbare Aufhängung des Tragrahmens,
kombinierte Höhenverstellung, Höhenverstellung der gesamten Schnittstelle über Schürze
und Schnürung etc.; feste/höhenverstellbare Schnittstelle, doppelter Keder als zusätzliche
Höhenstufe; stufenlose oder gestufte Verstellbarkeit, Schnürung, Gurte etc., Öffnungen
zum Durchziehen oder Beschläge zum Halten etc.; Addition der Höhenverstellung aus
Körperhaltemodul und Tragrahmenverstellung;
- Z 1.4.3 (1 Blatt)
- Höhenverstellbarkeit bei starrer Bauweise Lagerung, Polygon, Schwenkarme, Schwimmer,
Verstellbarkeit, Schwenkposition der Schwimmer = Höhenposition;
- Z 1.4.4 (11 Blatt)
- Verstellbarkeit der Weite, Passform (Teil 1 und Teil 2) Möglichkeiten der Weitenanpassung,
Haltestruktur in Gliederbauweise, Segmentbauweise, stufenlose Anpassung, Arten der
Verbindung (Keder, kurze Schnürung bei Segmenten), Positionen der Kederrille im Profil;
- Z 1.5 (2 Blatt)
- Körperhaltemodule: in Kombination und separierbar, Kreuzgurt, Bikinihose, Hose und
Anzug als körperangepasste Bekleidung; Restauftrieb (Sitzhosenoberrand, Hosenträger,
Vollanzug), Weiterverwendung der körperangepassten Körperhaltemodule als unabhängige
Schwimmlernhilfe.
Problemlösung: Mehr Sicherheit, flexible und starre Bauweise (s.a. Z1.0)
[0014] Die Erfindung legt mit dem Badefloß Problemlösungen für zwei wesentliche Problembereiche
vor: Verbesserung der Sicherheit und Erweiterung der Gebrauchstauglichkeit; Letzteres,
falls das Badefloß wie bevorzugt als Modulsystem mit wenigstens zwei unterschiedlichen
Körperhaltemodulen ausgestattet ist, die alternativ verwendbar sind. Dabei basiert
sie in bevorzugten ersten Ausführungen auf flexiblen Bauweisen, beispielsweise geschweißten
Kunststofffolien, und entwickelt sie weiter. Alternativ oder zusätzlich führt sie
starre Bauweisen ein, bei denen auftriebserzeugende Strukturen als Einzelelemente
und/oder zusammengesetzte Verbundstrukturen steif ausgeführt sind, vorzugsweise als
Kunststoffspritzteile gebildet werden. Varianten der starren sind die halbstarre und
die Segmentbauweise, vorzugsweise Schaumstoff-Segment-Bauweise. Bei der halbstarren
Bauweise sind der oder die Auftriebskörper als flexible Struktur(en) gebildet, zumindest
ist jedoch ein oder sind mehrere damit verbundene Gestellteile starre Bauteile. Die
Segmentbauweise beruht auf wenigstens einem geschlossenporigen Auftriebskörper, vorzugsweise
geschlossenzellig geschäumten Formteil, der vorzugsweise mehrfach verwendet wird.
So können insbesondere vier Positionsvarianten solch eines Auftriebskörpers die Segmente
eines rechteckigen, beispielsweise quadratischen Rahmens bilden. Die Segmente sind
an Überlappungsstellen verschränkt und mit lose sitzenden Bolzen aneinander fixiert.
In die Segment integrierte Randbögen bilden zusammen einen runden Innenraum für das
Körperhaltemodul.
Subsysteme
[0015] Das Badefloß umfasst als Subsysteme eine Auftriebsstruktur, ein Körperhaltemodul
und ein Verbindungssystem. Alle drei Subsysteme bilden eine funktionale und sicherheitstechnische
Einheit, konstruktiv stellen sie vorzugsweise jedoch jeweils getrennte Baugruppen
dar, die in sich wiederum mehrere gestalterische und konzeptionelle Varianten aufweisen
können. In wechselnden Kombinationen und Ausstattungen ergeben sie ein Modulsystem,
welches von sehr einfachen und kostengünstigen Varianten bis hin zu anspruchsvollen
Ausführungen und/oder zu weitergehenden Sicherheitsstufen und neuen Verwendungen baukastenartig
ausgebaut werden kann.
Die Auftriebsstruktur
[0016] Die Auftriebsstruktur, deren Gesamtauftrieb von einem einzigen Schwimmkörper oder
mehreren Schwimmkörpern erzeugt werden kann, ist vorzugsweise rahmenförmig mit einem
Durchstieg, der eine Öffnung zum Wasser bildet. Der oder die Schwimmkörper rahmt oder
rahmen den Durchstieg ein, wobei der Rahmen vorzugsweise umlaufend gebildet ist, aber
nicht umlaufend sein muss. Der oder die Schwimmkörper können den Rahmen allein oder
in Verbindung mit einem Gestell bilden. Der Rahmen kann innen, d. h. zum Durchstieg,
und/oder außen polygonal, insbesondere rechteckig, oder rund, insbesondere als kreisrunder
Ring, geformt sein. Das Körperhaltemodul ist zentral in dem Durchstieg gehalten. Basisschwimmkörper
"A" der flexiblen und alle starren Bauweisen sind bevorzugt für die passiv-ruhende
Verwendung vorgesehen. Sie werden mit den Körperhaltemodulen 03 bis 09 kombiniert.
Das Auftriebsvolumen ist so bemessen, dass der Körper des Benutzers etwa bis zu den
Brustwarzen ins Wasser eintaucht. Getragen werden muß also nur das Gewicht des Oberkörpers.
Vorzugsweise wird zusätzlicher Auftrieb aus Sicherheitsgründen - Ausfall einer Luftkammer
- und als Reserve für die Wiederaufrichtung aus 120° Neigungswinkel bereitgestellt.
Basisschwimmkörper "B" ist in Volumen und Abmessungen größer, weil er beispielsweise
mit einem Schaukel- oder Pendelgestänge (14/15) ausgestattet werden kann, bei dessen
Gebrauch der Benutzer sehr weit aus dem Wasser herausragen kann, die Tragfähigkeit
der Auftriebsstruktur also größer sein muss. Basis B ist mit entsprechenden Zusatzbeschlägen
ausgestattet und kann durch Membranböden 01 oder 02 ergänzt werden (Z1.4).
[0017] Bei der starren Bauweise mit flexiblen Schwimmkörpern haben die Schwimmkörper keine
Form- und Festigkeit gebende Funktion. Sie sind an eine starre Rahmenkonstruktion
vorzugsweise schwenkbar angeschlossen und dienen ausschließlich der Auftriebsbereitstellung.
[0018] Die gesamte Dimensionierung, hier die des Volumens, basiert auf den anthropometrischen
Körperdaten der vorgesehenen Benutzergruppen einerseits und den Anforderungen an die
Schwimmstabilität andererseits. Als Materialien kommen insbesondere Kunststofffolien,
Kunststoffspritzteile, textile Flächengebilde sowie handelsübliche Beschläge und Metallteile
zur Anwendung. Für den Einsatz unter höherem Aufblasdruck (0,3 bar) werden verstärkte
Folien bzw. beschichtete Gewebe eingesetzt. Bevorzugte Verbindungstechniken sind Hochfrequenzschweißen,
Nähen, Nieten, Schrauben, Kleben, Binden etc.
Auftriebsstruktur Festigkeit der flexiblen Bauweise (s.a. Zeichnung Z1.0 und Z1.1)
[0019] Bei der flexiblen Bauweise ist der oder sind die Schwimmkörper als aufblasbare(r)
Hohlkörper aus flexiblem, luftdichtem Material gestaltet. Starr bis halbstarr ist
nur die Tragstruktur und/oder die Haltestruktur, beispielsweise der Tragrahmen 12
und der Tragstruktur 13 (Z1.4.1). Die äußere Form des Badefloß' ist polygon bis kreisrund
gestaltet. Bevorzugt sind die Außenkonturen kreisringförmig oder quadratisch mit gerundeten
Ecken. Die Querschnitte der Schwimmkörper sind in bevorzugten Ausführungen kreisförmig
oder oval bis elliptisch. Zwillingskammern - z.B. liegende Acht - in paralleler Anordnung
sind sinnvoll, um die Höhe des Schwimmkörper niedrig zu halten (Sicht des Benutzers
über den Rand!). Die Form des Innenraums kann von der Außenkontur abweichen. Badeflöße
für zwei oder mehrere Personen werden analog gestaltet, die Außenkonturen erfahren
bei Hintereinander-Anordnung eine Streckung, die der Anordnung der Körperhaltemodule
folgt. Das Auftriebsvolumen steigt entsprechend. Bei der Basisversion A liegt die
Innenraumkontur von vornherein enger um den menschlichen Körper. Abgesehen von der
in Ausführungsvarianten starren bis halbstarren Tragstruktur/Haltestruktur (12/13)
können die Hüllen der flexiblen Bauweisen nach Entlüftung gefaltet und zusammengelegt
werden.
Auftriebsstruktur, Festigkeit der starren Bauweise (Z 1.2)
[0020] Bei der starren Bauweise mit flexiblem Schwimmkörper werden Form und Festigkeit des
Badefloßes nicht durch den Aufblaskörper, sondern durch einen starren Außenrahmen,
der vorzugsweise als Kunststoffspritzteil gefertigt ist, erzielt. In diesem Rahmen
ist die Verbindungsschnittstelle Tragstruktur/Haltestruktur integriert. Die einzelnen
Schwimmkörper 32, vorzugsweise vier, entsprechen in Material und Fertigung denen der
flexiblen Bauweise. Sie sind gleiche Aufblaskörper, die an den Enden von kurzen, Ausleger
bildenden Schwenkarmen befestigt sind. Sie sind einzeln oder paarweise angeordnet
ihr Querschnitt ist vorzugsweise kreisförmig oder oval bis elliptisch. In der Länge
entsprechen sie etwa der Kantenlänge des Außenrahmens. Volumina und die schwimmphysikalischen
Grundlagen sind identisch mit denen der flexiblen Bauweise. Vorteilhafterweise wird
der Auftrieb gleichzeitig zur Anpassung der Schwerpunktlage genutzt, indem die Schwimmer
schwenkbar am Außenrahmen des Badefloßes angebracht sind.
[0021] Die strukturelle Festigkeit der die Schwimmkörper tragenden Rahmenkonstruktion ergibt
sich vorzugsweise aus Profil und Dimensionierung des Außenrahmens und einer aussteifenden
Verbindung zwischen dem bevorzugterweise quadratischen Außenrahmen und der mittig
integrierten, an dessen Durchstieg angepasst geformten, als steifer Tragrahmen gebildeten
Tragstruktur 12. Diese Verbindung ist integraler Bestandteil des Außenrahmens und
besteht in flachen Stegen oder einer vollflächigen Membran, die in symmetrischer Anordnung
von den Ecken des Außenrahmens zum Tragrahmen verlaufen. Membranboden und Stege können
an der Unterseite flächige Schaumkissen aufweisen, die einen Beitrag zum Gesamtauftrieb
leisten und das erforderliche Volumen der Schwimmkörper reduzieren. Das Querschnittsprofil
des Außenrahmens ist bevorzugt oval gestaltet, seine Außenkontur ist quadratisch mit
gerundeten Ecken (Z1.0 Blatt 3 und Z1.2 Blatt 2).
Auftriebsstruktur, Festigkeit der halbstarren Variante
[0022] Bei der halbstarren Bauweise sind einige zentrale Bauteile starr ausgeführt, der
wenigstens eine Schwimmkörper jedoch, abgesehen von zwei Fundamentleisten (Beschlägen),
bewahrt seine aufblasbare, flexible Eigenschaft. Er wird hierbei lediglich ergänzt
durch zwei im Innenraum angebrachte, gegenüberliegende Fundamentbeschläge 49 (Z1.2
Blatt 4). Die Länge dieser Fundamentbeschläge entspricht der Sitzbreite (Körperbreite)
des Benutzers. Sie nehmen die Kräfte der Tragholme 50 auf, die das Körperhaltemodul
tragen, also die Last des Benutzers.
Segmentbauweise, Feststoffauftrieb; (s.a. Z1.2, Blatt 5)
[0023] Die Auftriebsstruktur wird von einem oder mehreren steifen Schwimmkörpern 55 (Feststoffauftrieb)
gebildet, vorzugsweise in Schaumstoff-Segmentbauweise mit einzelnen geschäumten Formteilen
55, die in einer Rechts-Links- und einer Oben-Unten-Variante zusammengefügt sind.
Bevorzugt werden mehrere, vorzugsweise vier, gleiche Formteile verwendet. Die zu der
rahmenförmigen Auftriebsstruktur zusammengesetzten Formteile überlappen und verschränken
sich paarweise an den Enden, wo sie zusätzlich durch je einen von oben durchgesteckten
Bolzen gehalten werden. Zum Innenraum der Auftriebsstruktur bildet jedes der Formteile
ein Bogensegment, beispielsweise Kreisbogensegment. Die Bogensegmente bilden nach
dem Zusammensetzen einen offenen, runden Durchstieg innerhalb der bevorzugt rechteckigen,
beispielsweise quadratischen, Außenkontur der Auftriebsstruktur. In diesem Innenraum
ist das Körperhaltemodul mit der höhenverstellbaren Schnittstelle auf eine Weise positioniert,
die zu einer weiteren Verklammerung der Segmente in normaler Schwimmlage führt. Im
Ausführungsbeispiel ist um den Durchstieg eine Rille gebildet, in den die Tragstruktur,
die hierfür ein Rahmenteil, vorzugsweise Ringteil, bildet lose aufliegend eingelegt
ist.
Das Körperhaltemodul (s.a. Z1.4.1 und Z1.5, Blatt1)
[0024] Die Auftriebsstruktur ist vorzugsweise so gestaltet, dass sie wahlweise mit unterschiedlichen
Körperhaltemodulen kombiniert werden kann, die von der Auftriebsstruktur gehalten
in dem Durchstieg angeordnet werden können. Insbesondere kann das Körperhaltemodul
ein Sitz-, Steh- oder Bewegungsmodul sein, beispielsweise eine Gondel 03 oder 04 zum
Stehen, ein Sitztuch 51, ein Kreuzgurt 7a, eine Bikinihose 7b, eine ganzteilige Hose
oder ein Vollanzug 09 für eine sitzende Halterung an der Auftriebsstruktur oder ein
Pendelgestänge 14, 15 zum Schaukeln oder für eine impulsartige Vorwärtsbewegung. Das
Pendelgestänge wird in der DE 102 06 298 A1 beschrieben, die diesbezüglich in Bezug
genommen wird. Die Körperhaltemodule sind in ihren Größen entsprechend der vorgesehenen
Benutzergruppen bzw. Funktionen gestuft. In Einzelfällen bestehen feste Zuordnungen
zwischen Schwimmkörperbauweisen und Körperhaltemodulen, vorteilhafterweise werden
die einmal gewählten Schnittstellengeometrien durchgehalten. In bevorzugten Ausführungen
bilden ein Tragrahmen die Tragstruktur 12 und ein Halterahmen die Haltestruktur 13
(Z1.4.1). Der Halterahmen 13 liegt auf dem Tragrahmen 12 auf oder ist in den Tragrahmen
eingehängt, vorzugsweise lose, so dass im Falle eines Kentems die Trennung von der
Auftriebstruktur sichergestellt ist.
Verbindungssystem (s.a. Z1.4 und Z1.4.1)
[0025] Das Verbindungssystem zwischen der tragenden Struktur des Badefloßes und dem menschlichen
Körper umfasst im modularen Gesamtsystem vier Subsysteme: optional: eine einbindbare
oder von vornherein vorhandene Membranböden, beispielsweise 01 und 02, ebenfalls optional:
eine Bindeschürze, beispielsweise 21, eine vorzugsweise höhenverstellbare, von der
Trag- und der Haltestruktur gebildete Schnittstelle, beispielsweise 12/13, die in
Anpassung an den Körperumfang weitenverstellbar sein kann, und eine weitere Schnittstelle,
beispielsweise 24/25, die eine Verbindung zwischen der Haltestruktur und einem in
der Art von Bekleidung körpergebundenen Körperhaltemodul herstellt. Die weitere Schnittstelle
ist vorzugsweise so gestaltet, dass die Haltestruktur mit einem oder wenigen einfachen
Handgriffen mit dem jeweiligen Körperhaltemodul verbunden oder davon gelöst werden
kann. Die Schnittstelle zwischen Trag- und Haltestruktur wird im folgenden auch als
äußere Schnittstelle und die weitere Schnittstelle wird im folgenden auch als innere
Schnittstelle bezeichnet in Anlehnung an die bevorzugte Anordnung der inneren Schnittstelle
näher zum Körper. Die Subsysteme kommen alternativ oder kombiniert zur Anwendung.
[0026] Die Tragstruktur ist über noch eine weitere Schnittstelle mit der Auftriebsstruktur
oder einem Schwimmkörper einer nicht nur aus einem oder mehreren Schwimmkörpern bestehenden
Auftriebsstruktur verbunden. Auch diese Schnittstelle kann, wie die äußere und die
innere Schnittstelle im übrigen auch, relativ zu der Auftriebsstruktur oder deren
wenigstens einen Schwimmkörper höhenverstellbar und/oder lösbar sein, insbesondere
im Falle eines Kenterns unter den dabei auftretenden Bedingungen von selbst lösend
gebildet sein. Die Schnittstelle kann aber, wie die äußere und die innere Schnittstelle
im übrigen auch, nicht verstellbar und nicht lösbar, sondern als in diesem Sinne zweifach
feste Verbindung gestaltet sein.
[0027] Die Membranböden reduzieren im Bedarfsfall den großen Innenraum der Basis B, der
Platz für beispielsweise das Pendelgestänge bietet, auf eine körpernahe Öffnung für
die Bekleidungsmodule. Deren körpernahe Öffnung kann vorteilhafterweise mit einem
Profil, das vorzugsweise umläuft, ausgesteift sein, um bereits die Tragstruktur zu
bilden. Die Schnittstelle selbst kann dann insbesondere festliegend sein.
[0028] Die Kontur der Öffnung ist vorteilhafterweise kreisförmig oder körpernah oval. Für
eine individuelle Anpassung kann ein Aussteifungsrahmen in mehreren Weiten integriert
sein, beispielsweise ein äußerer, ein mittlerer und ein innerer Rahmen, sofern dieser
bereits mit der Tragstruktur der äußeren Schnittstelle identisch ist. Die gegebenenfalls
benötigte größere Körperöffnung im Membranboden wird dadurch verfügbar gemacht, dass
der oder die zu engen Rahmen an einer Soll-Trennstelle, die beispielsweise mittels
Perforation erhalten wird, abgetrennt wird oder werden. (s.a. Z1.4. und Z 1.4.4 Teil
1 Blatt 4). Wird das Profil der Innenrandverstärkung im Membranboden nur als obere
Aufhängung einer durch Schnürung höhenverstellbaren Tragstruktur genutzt, ist eine
Weitenstufung nicht erforderlich. Die Öffnung muss dann nur weiter sein als die weiteste
Tragstruktur des Modulsystems. Unmittelbar hinter dem Innenrandprofil (Oval, Kreis,
Rechteck) weist die Membran vorzugsweise Löcher auf. Sie sind gleichmäßig auf dem
Umfang verteilt und nehmen eine Schnürung oder Gurtung der vorzugsweise darunter gehängten
Tragstruktur auf. Enge Schnürung = hohe Sitzposition, weite Schnürung = niedrige Sitzposition
bei stufenloser Verstellbarkeit. Die Anzahl der oberen Öffnungen korrespondiert mit
der Anzahl der Öffnungen in der Tragstruktur, vorzugsweise in einem Trichterrand der
Tragstruktur.
[0029] Bei der Verwendung des kleineren Basis-Schwimmkörpers A wird die Verbindung zu einer
höhenverstellbaren Tragstruktur vorzugsweise durch eine Bindeschürze, beispielsweise
21 (Z1.4.2 Blatt 2 und 3), hergestellt. Die Bindeschürze umfasst ein trichterförmig
umlaufend eingeschweißtes breites Folienband, an dessen Unterrand sich Löcher (Ösen)
für die Schnürung/Gurtung, beispielsweise 11, befinden. Die Befestigung liegt etwas
oberhalb der Mittelebene des Schwimmkörpers. An die Bindeschürze wird die Tragstruktur
vorzugsweise höhenverstellbar und trennbar gehängt. Die Bindeschürze kann mit der
Auftriebsstruktur fest verbunden sein, beispielsweise verschweißt oder vernäht.
[0030] Das Verbindungssystem bei der halbstarren Bauweise wird von oder mit zwei starren
Tragholmen 50 gebildet, die insbesondere Kunststoffspritzteile sein können und die
nebeneinander beabstandet den Durchstieg überbrücken. Sie liegen mit ihren Haltezapfen
53 auf den den beiden gegenüberliegenden Fundamentleisten 49 auf. Die Zapen greifen
in wählbare Öffnungen (Lochreihe) der Fundamentleisten. Die Tragholme tragen Auflageholme
52 und 54 (Brust-/Rückenholm) eines für diese Bauweise typischen Körperhaltemoduls,
dem Sitztuch 51.
Schnittstellentechnik (s.a. Z1.0 und Z1.4.1)
[0031] Im Badefloß-Modulsystem bestehen vorzugsweise zwei Schnittstellen, die höhenverstellbar
oder/und lösbar sein können: die äußere und die innere Schnittstelle. Sie sind methodisch
dem Verbindungssystem zuzuordnen. Vorzugsweise verbindet die äußere Schnittstelle
die Haltestruktur mit der Auftriebstruktur, die innere die Haltestruktur mit dem körpergebundenen
Körperhaltemodul. Die äußere Schnittstelle trennt sich im Ernstfall der Kenterung
vorzugsweise selbsttätig.
[0032] Die Tragstruktur und die Haltestruktur sind vorzugsweise so zur Passung gebracht,
dass eine formschlüssige, selbstzentrierende Verbindung entsteht. Die Selbstzentrierung
bewirkt auch bei heftiger Bewegung des Benutzers immer wieder eine Rückstellung der
Verbindung. Zum leichten Einsetzen in die Tragstruktur ist diese bzw. deren Umgebung
vorteilhafterweise trichterförmig ausgebildet, so dass die Haltestruktur in die Tragstruktur
hinein gleitet. Im Falle einer Kenterung ist in der gewollten Bewegungsrichtung leichte
Trennbarkeit gegeben. Für die Passung werden Formen vermieden, die verklemmen oder
verhaken können. So kann die Tragstruktur in der Schnittstelle zur Haltestruktur hin
insbesondere konkav oder konvex sein, beispielsweise eine nach oben offene Lagerpfanne
bilden, wobei runde Wölbungen bevorzugt werden. Die Haltestruktur liegt bevorzugt
wie ein Sieb auf der Teetasse auf der Tragstruktur auf. Geeignete Profile und Gegenprofile,
wie beispielsweise Oval, Ellipse, Kreis oder auch Rechteck, zeigt die Zeichnung Z1.4.1,
Blatt 1. Hinsichtlich des Tragekomforts werden für eine körpergetragene Haltestruktur
Ovalprofile und auch Ellipsenprofile bevorzugt.
[0033] Die äußere Schnittstelle der halbstarren Bauweise ist außerordentlich einfach, sie
kann von nur zwei Tragholmen 50 und zwei lose darauf liegenden Auflageholmen 52/54
gebildet werden. Die Auflageholme überragen rechts und links die Tragholme deutlich.
Die beiden Holmpaare sind um 90° zueinander versetzt. Die Holme pro Paar sind in ihrem
Abstand zueinander verstellbar. Es entsteht ein sich verengender oder erweiternder
etwa quadratischer Rahmen um den Körper des Benutzers. Die Trennbarkeit bei Kenterung
ist sichergestellt.
[0034] Die innere Schnittstelle 24/25 (Z1.4.1, Blatt 2) verbindet die Haltestruktur vorzugsweise
lösbar mit der Schwimmlernbekleidung (Module 08, 09). Bevorzugt wird eine Kederverbindung.
Sie ist so gestaltet, dass die Haltestruktur etwa auf Hüfthöhe an der Bekleidung durch
Einziehen des Kederbandes in die Kederrille angebracht wird. Mit oder ohne Haltestruktur
besteht kaum eine Bewegungsbehinderung. Soll die Schwimmlembekleidung unabhängig vom
Badefloß benutzt werden, wird die Kederverbindung der inneren Schnittstelle gelöst.
Durch die Verwendung eines höhengestuften Doppelkeders ist eine zusätzliche Höhenanpassung
erzielbar (s.a. Z1.4.1, Blatt 3). Der Keder muss nicht den gesamten Körper umlaufen.
Ist die Haltestruktur aus einem Stück, kann der Keder segmentweise aufgeteilt sein.
Andere Lösungen für die innere Schnittstelle bestehen in Form von Steghakenbeschlägen,
d.h. einer segmentierten "Haltestruktur" (42a/b / 43a/b in Z1.4.4, Teil2 Blatt 1)
und in Form eines speziellen Gürtels (46), bei dem die Haltestruktur die Form eines
halbelastischen "Kabels" (45) annimmt.
Höhenverstellbarkeit, Optimierung der Schwimmstabilität durch Justierung der Schwerpunktlage
[0035] Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen Schwimmstabilität und der Schwerpunktlage
des schwimmenden Gesamtsystems. Die Problematik liegt darin, dass die in das Wasser
eingetauchten Körperpartien nahezu schwerelos werden. Das Verhältnis der spez. Gewichte
von Wasser (1 kg/dm
3) zu Mensch (1,052 kg/ dm
3 (Kopf 1,1 kg/ dm
3) weist nur geringe Unterschiede auf. Dadurch verlagert sich der Körperschwerpunkt
extrem nach oben. Die statische Schwimmstabilität durch weit nach außen verlagerten
Auftrieb zu erhöhen ist riskant wegen des negativen Effektes dieses Auftriebs nach
einer Kenterung. Das Volumen des Schwimmkörpers andererseits ist begrenzt durch den
Wunsch, den Kopf des Benutzers aus der einengenden und sichtbehindernden Umrandung
herauszuheben. Wegen der großen Bedeutung der Schwerpunktlage (sie ist bei den meisten
Schwimmsitzen zu hoch) ist eine Anpassbarkeit an die individuellen Körperverhältnisse
erstrebenswert. Die Höhenverstellbarkeit leistet einen erheblichen Beitrag zur Sicherheit.
Zur Problematik der Höhenverstellung bzw. Schwimmstabilität bietet die Erfindung insbesondere
drei neue Lösungsprinzipien an.
Höhenverstellung am traditionellen Schwimmsitz mit fest integriertem Sitzteil
[0036] Sitzkonstruktionen herkömmlicher Schwimmsitze weisen ein in Sitztiefe und -weite
fixiertes Größensystem auf, also eine Universalgröße für einen Benutzer-Jahrgang.
Erster und einfachster Schritt der Erfindung ist die Aufhebung der Sitztiefenfixierung.
Dabei können die Universalgröße bezogen und die Untrennbarkeit zunächst noch beibehalten
werden. Die Problemlösung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Sitzelement nicht mehr
fest in den Schwimmkörper eingeschweißt, sondern unter diesen gehängt wird. Als Verbindungselement
kann insbesondere ein in einen Innenring des Schwimmkörpers umlaufend eingeschweißtes
Band dienen, an dessen losen Unterrand das oder die Verbindungselement(e), beispielsweise
eine Schnur oder ein Gurt, für die Höhenverstellbarkeit befestigt ist/sind. Ein entsprechendes
Gegenstück befindet sich am Oberrand des nun verstellbar verbundenen Sitzelementes.
Diese Lösung erfordert nur einen minimalen Eingriff in herkömmliche Konstruktionen.
Höhenverstellung bei dem kombinierten Steh-/Sitzmodul (s.a. Z1.0; Z1.5, Blatt 1)
[0037] Der Benutzer nimmt eine Stehposition ein. Er befindet sich in einer Art Gondel (Module
03, 04), die in eine feste Schnittstelle der Auftriebsstruktur eingehängt wird. Die
Gondel ist wasserdurchlässig und vorzugsweise horizontal zweigeteilt. Eine Zick-Zack-Schnürung
zwischen Ober- und Unterteil ermöglicht stufenlose Höhenverstellung. Im Unterschied
zu der Lösung gemäß der hiermit in Bezug genommenen DE 200 11 253 U1 weist die weiterentwickelte
zusätzlich einen vorzugsweise gepolsterten Schrittgurt (36) auf, der so weit unter
das Gesäß gezogen wird, dass bei einer Absenkung des Körpers von der stehenden in
die sitzende Position gewechselt werden kann. Neben dem Komfortgewinn ist gleichzeitig
eine Sicherheitssperre gegen unbeabsichtigtes Durchsacken des Körpers in der sackartigen
Körperaufnahme der Gondel gegeben.
[0038] Letzteres ist wichtig für Benutzer, deren Stehsicherheit noch nicht voll entwickelt
ist (Kinder bis zu 1,5 Jahren). Der Schrittgurt ist innerhalb der an sich bereits
höhenverstellbaren Gondel vorzugsweise anpassbar an die Gesäßhöhe. Zusätzliche Handgriffe
am Schwimmkörper sind nützlich. Ein Weitenproblem besteht nicht, weil die Gondel bestimmungsgemäß
reichlich Spielraum bietet und keinerlei Einengung des Körpers bewirkt. Auch der Schrittgurt
stellt kein Hindernis bei einem Trennungsvorgang dar. (s.a. Z1.0 Module 03/04 und
Z1.5, Blatt 1)
[0039] Die Anmelderin behält es sich vor, eine Teilungsanmeldung auf den Stehmodul mit Schrittgurt
mit und ohne die erfindungsgemäße Höhenverstellbarkeit zu richten.
Höhenverstellbarkeit als Merkmal bestimmter Sitzmodule (s.a. Z1.0; Z1.5, Blatt1)
[0040] Die Sitzmodule 07a, 07b und 51, d.h. Kreuzgurt, Bikinihose und Sitztuch, sind in
sich nach dem Schlaufenprinzip höhenverstellbar. Unter Beibehaltung der Lage der Schnittstelle
(Tragstruktur/Haltestruktur) kann die den Körper tragende Gurtstruktur (07a, 7b) so
verkürzt oder verlängert werden, dass der von ihr sitzend gehaltene Benutzer angehoben
oder abgesenkt wird. Die jeweiligen Endverschlüsse sind dabei so gestaltet oder so
positioniert, dass sie von Kindern nicht unbeabsichtigt geöffnet werden können. Je
nach Wahl des Endbeschlages erfolgt die Verstellung gestuft oder stufenlos (s.a. Z1.0;
Z1.5 und Gebrauchsmuster Nr. 200 19 162). Eine Schwimmhilfe wird losgelöst vom Sitzmodul
am Körper getragen. Diese Art der Höhenverstellung und kann mit der erfindungsgemäßen
kombiniert werden.
Höhenverstellung durch Verstellbarkeit der Schnittstelle (s.a. Z1.4.2, Z1.4.1)
[0041] Die Höhenverstellbarkeit der zwischen Trag- und Haltestruktur gebildeten Schnittstelle
oder/und einer Schnittstelle, die die Tragstruktur direkt oder über eine oder mehrere
Zwischenstrukturen mit einem Schwimmkörper der Auftriebsstruktur verbindet, hat den
Vorteil, dass das Körperhaltemodul nicht für die Höhenverstellung verstellt werden
muss. Vorteilhaft ist dies insbesondere bei körpergebundenen Körperhaltemodulen, die
vorzugsweise am Körper getragene Schwimmhilfen sind. Das Körperhaltemodul kann allein
den individuellen Körpermaßen angepasst geformt sein. Der Bereich der Höhenverstellbarkeit
wird nicht durch die Körpergebundenheit einer Schwimmhilfe limitiert. Die Höhenverstellung
ändert nichts an der Passform des Körperhaltemoduls, und eine Veränderung der individuellen
Passform verändert nicht die Schwerpunktlage. Höhenverstellung des Schwerpunkts und
Passform des Körperhaltemoduls sind entkoppelt. Vorteilhaft ist es auch, ein am Körper
getragenes Sitzmodul von Verstellmechanismen frei zu halten, weil sie die Bequemlichkeit
und Akzeptanz beeinträchtigenden. Das Körperhaltemodul kann von der Verbindung mit
der Haltestruktur abgesehen gebildet sein wie die üblichen Schwimmhilfen, einschließlich
Schwimmlembekleidung, die auch separat nur einfach beim Baden oder Planschen getragen
wird.
[0042] Vorzugsweise ist für die Höhenverstellung die Tragstruktur und somit die äußere Schnittstelle
im Ganzen relativ zu dem oder den Schwimmkörper(n) der Auftreibsstruktur höhenverstellbar.
Die Haltestruktur mit dem Körperhaltemodul liegt dann entsprechend höher oder tiefer.
Diese Höhenverstellung kann gestuft, gerastert oder stufenlos gestaltet sein.
Höhenverstellung durch Verstellbarkeit der Schnittstelle bei flexibler Bauweise (s.a.
Z1.4.2)
[0043] Fast alle Varianten der Höhenverstellung bei flexibler Bauweise beruhen darauf, dass
die als gesonderte Baugruppe abgetrennte Schnittstelle hängend unter dem Schwimmkörper
angeordnet ist und mit diesem über ein anpassbares Verbindungselement (Schnürung,
Gurtung) verbunden ist. Der Verstellbereich ergibt sich aus dem maximalen Größenunterschied
des vorgesehenen Benutzerjahrganges, also 5. Perzentil weiblich bis 95. Perzentil
männlich. Die Verstellung kann stufenlos (Schnürung), gerastert (Zahngurt) oder gestuft
(Knoten-, Leiterbeschlag) erfolgen.
[0044] Als Variante kann der Tragstruktur an vorzugsweise drei oder vier flexiblen Segmenten,
vorzugsweise Foliensegmenten, hängen, die von der vorzugsweise als Lagerring gebildeten
Tragstruktur sternförmig abragen (s.a. Z1.4.2, Blatt 5) und einen Trichter für die
Selbstzentrierung bilden. Eine Schnürung zur Höhenverstellung befindet sich auf dem
oder den Schwimmkörper(n) der Auftriebsstruktur, vorzugsweise umlaufend am Außenrand.
Die etwa trapezförmigen Segmente können sogar soweit um den oder die Schwimmkörper
herumgelegt werden, dass die Befestigung wieder unter Wasser liegt, allerdings an
der Unterseite der oder des Schwimmkörper(s). Ein gewisser Vorteil liegt in der Wahrung
einer glatten Oberfläche frei von Schnüren und Beschlägen. Durch Umlenkungsbeschläge
ist die Halte- bzw. Verstellschnur vorzugsweise so geführt, dass je eine Umlenkung
je ein Ende der Segmente durchläuft und verstellbar hält. An den Enden der Segmente
sind Ösen angebracht. Lose Schnürung lässt die Segmente mit der daran befestigten
Tragstruktur nach innen/unten gleiten und umgekehrt.
[0045] In einer Variante zu dieser Ausführung wird die Schnürung durch eine Lochreihe von
mehreren Ösen in den Enden der Segmente ersetzt. Je eine dieser Ösen greift über je
einen von mehreren auf der Schwimmkörperoberseite angebrachten Beschläge. Die Beschläge
können zylindrische, senkrecht nach oben stehende Zapfen entsprechenden Durchmessers
bilden. Mit den wenigstens zwei Ösen-Stift-Positionen ergeben sich entsprechend viele
Höhenpositionen der Tragstruktur. Dabei wird gleichzeitig die Schnittstelle zwischen
Körperhaltemodul und Auftriebsstruktur variiert und auf die lose Stift-Ösen-Verbindung
verlagert (s.a. Z1.4.2; Blatt 5). Letztere löst sich im Falle des Umschlagens bei
Kenterung.
Höhenverstellung durch Verstellbarkeit der Schnittstelle bei starrer, halbstarrer
und Segment-Bauweise (s.a. Z1.4.3)
[0046] Bei der starren Bauweise sind an den Seiten des starren Außenrahmens der Auftriebsstruktur
im Vergleich zur Gesamtlänge und Gesamtbreite der Auftriebsstruktur kurze Schwenkarme
(29) angebracht, an deren Enden je ein Schwimmkörper - hier zum Zweck der Unterscheidung
"Schwimmer" (32) genannt - vorzugsweise je in etwa der Rahmenlänge befestigt. Die
Höhenverstellung der Schnittstelle im Zentrum des Außenrahmens wird dadurch bewirkt,
dass die Schwenkarme mit den Schwimmern (29/32 in Z1.4.3) in verschiedene Positionen
geschwenkt werden. Ein Schwenken in Richtung auf die untere Position bewirkt Anhebung
der Schnittstelle, in Richtung auf die obere eine Absenkung. In Abhängigkeit der Schwenkposition
taucht die Schnittstelle also tiefer ins Wasser ein oder wird sogar aus diesem herausgehoben.
Die Positionen der Schwenkarme sind gerastert. Hierfür können die Paare der Schwenklagerelemente,
vorzugsweise Lagerzapfen und Lagerbuchsen, in dem Außenrahmen und den Schwenkarmen
polygon geformt sein. Die Einstellung der Schwenkwinkel kann durch Einstell-Markierungen
erleichtert werden. Falls die Auftriebsstruktur wendbar ist, also eine Oben/Unten-Lage
auswählbar ist, ergibt sich eine weitere Zwischenposition bei der Höhenverstellung
(s.a. Z1.2 Blatt 2).
[0047] Die Höhenverstellung erfolgt bei halbstarrer Bauweise (s.a. Z1.2, Seiten 3 und 4
sowie Z1.4.3) in einer ersten Variante über die einstellbare Länge des Sitztuches
(51) nach dem Schlaufenprinzip. Das Sitztuch läuft - ähnlich wie die Bespannung eines
Liegestuhls - vom Rückenholm (54) zum Brustholm (52) durch die Beine des Benutzres
und bildet durch die erfolgende Bauschung im Schritt ein bequemes Sitzpolster. Die
Polsterung kann durch die Auswahl geeigneter, weicher Materialien (Aufschäumungen)
komfortabel erhöht werden. Je nachdem wieviel "Lose" man dem Tuch zwischen den beiden
Auflageholmen gibt, variiert man die Sitzposition, d.h. die Schwerpunktlage des Gesamtsystems.
[0048] Die halbstarre Bauweise kann in einer zweiten Variante auch mit der höhenverstellbaren
Schnittstelle, beispielsweise 12 /13, kombiniert werden, indem die Tragstruktur an
den Holmen 50 gehalten ist, vorzugsweise aufliegend (Z1.2, Blatt 4).
[0049] Die Höhenverstellung der Segment-Bauweise (s.a. Z1.2, Blatt 5) wird analog vorgenommen.
In den Innraum der auftriebserzeugenden Segmente lassen sich alle im Rahmen der Erfindung
entwickelten Methoden der Höhenverstellung integrieren. Als obere Halterung (57) der
Tragstruktur kann beispielsweise ein trichterförmiges Spritzteil dienen, welches an
einer unteren Seite die jeweils benötigte Anschlussstelle für eine der Schnittstellenkonfigurationen
aufweist.
Trennung bei Kenterung
[0050] Kommt es trotz optimierter Schwimmstabilität zu Kenterungen (Extremfall), werden
seitens der Fachöffentlichkeit zur Zeit drei Forderungen diskutiert:
a) Wiederaufrichtung des Systems ohne den Passagier zu verlieren
b) Freikommen vom System, neue Schwimmposition auf andere Weise
c) Freikommen, Rettung durch Dritte (Stand der Technik)
[0051] Die Erfindung bevorzugt den Fall b), in gewissem Umfang ist a) einbezogen. Die vollständige
Erfüllung von a) ist nur mit beballasteten Systemen zu erfüllen. Eine entsprechende
Lösung liegt mit Gebrauchsmuster Nr. 200 11 253 vor. Bezogen auf die Forderung b)
bietet die Erfindung Lösungen an, die bei Kenterung ein frühes und rasches Freikommen
erleichtern und damit der Gefahr von der Auftriebsstruktur eingeklemmt und mit dem
Kopf unter Wasser gedrückt zu werden, vorbeugt.
[0052] Eine erste erfindungsgemäße Lösung in dieser Hinsicht liegt in der Gestaltung der
beschriebenen Verbindungsschnittstellen (s.a. Z1.4.1), die eine im Falle des Kenterns
automatische Trennung von Körperhaltemodul und Auftriebsstruktur sicherstellt, zumindest
erleichtert.
Eliminierung schädlichen Auftriebs bei Kenterung (s.a. Z1.3)
[0053] Der Auftrieb, erzeugt durch die den Körper zumindest über einem größeren Winkelbereich
umfassenden Auftriebsstruktur, schlägt ab 90° Krängungswinkel um. Er kann am Unterkörper
agieren und dadurch zu einer Gefahr werden.
[0054] Die Erfindung sieht hiergegen als zweite Lösungsmöglichkeit eine Eliminierung von
schädlichem Auftrieb vor. Die Eliminierung kommt mit der Trennung vorzugsweise in
Kombination zum Einsatz.
Eliminierung bei flexibler Bauweise mittels Sicherheitsventil (Z1.3, Blatt 1)
[0055] Wird der Auftrieb von einem flexiblen Schwimmkörper erzeugt, so ist der Schwimmkörper
vorzugsweise mit einem Sicherheitsventil versehen, durch das der Gasdruck des Schwimmkörpers
in der erforderlich kurzen Zeit abgelassen werden kann. Das Ventil ist über eine Reißleine
mit einer Komponente verbunden, die sich im Falle des Kenterns von der Auftriebsstruktur
trennt. Als solch eine Komponente kann insbesondere das Körperhaltemodul oder die
Haltestruktur dienen. Es werden die Dynamik und Bewegungsenergie des Kenterprozesses
für das Auslösen des Ventils genutzt. Bevorzugt wird diese Art der Eliminierung schädlichen
Auftriebs mit der Trennung kombiniert, wodurch das Ventil sicherer auslöst. Der durch
das Reißen frei werdende Entlüftungsquerschnitt des Ventils ist vorzugsweise so gewählt,
dass es zu einer plötzlichen Entlüftung kommt und die leere oder nur noch teilgefüllte
Hülle des Badefloßes harmlos wird. Die Länge der Reißleine ist vorzugsweise einstellbar.
Sie läßt normale Bewegungen ohne Reaktion zu.
Eliminierung bei starrer Bauweise durch Lösen der Schwimmer (s.a. Z1.3, Blatt 2)
[0056] Bei der starren Bauweise wird schädlicher Auftrieb erfindungsgemäß dadurch eliminiert,
dass die Schwimmer (33) so an den Schwenkarmen angebracht sind (Variante), dass sie
im Normalbetrieb vom Wasserdruck an ihre Halterungen gepresst werden, im Fall der
Kenterung (180°-Drehung) jedoch durch die nun in entgegengesetzter Richtung wirkende
Auftriebskraft sich automatisch von diesen lösen, vorzugsweise einfach durch ein Ab-
oder Herausgleiten von oder aus den Halterungen, und - abgetrennt - aufschwimmen.
Als Verbindungselemente pro Paar aus Schwimmer und Schwenkarm dienen vorzugsweise
Haltestege und Haltebuchsen oder -ausnehmungen, die zumindest im wesentlichen rechtwinklig
zu den Schwenkarmen weisen. Ihre Länge und Dicke und die Länge der Schwenkarme können
insbesondere so bemessen sein, dass sie einer der folgenden Verbindungsvarianten entsprechen
(s.a. Z1.3 Blatt 2):
a) je ein Stift/Steg pro Schwenkarm greift in je eine mittige Aussparung im Schwimmkörper
b) je ein Stift/Steg pro Schwenkarm greift in eine feste, am Schwimmer angeformte
Halterung
c) je ein Stift/Steg pro Schwenkarm greift in eine feste Halterung zwischen den symmetrisch
geteilten Schwimmkörpern mit elliptischem oder ovalem Querschnitt (stehende Anordnung)
d) wie a), aber die Schwimmer weisen einen flachen ovalen Querschnitt auf.
Eliminierung bei halbstarrer Bauweise durch Zerlegung des Schwimmkörpers
[0057] Die halbstarre Bauweise ist gekennzeichnet durch zwei parallele, starre Längsholme,
die zwei gegenüberliegenden Seiten des rahmenförmigen, vorzugsweise quadratisch geformten,
Schwimmkörpers brückenartig miteinander verbinden. Die Verbindung ist als von oben
vorgenommene Steckverbindung gestaltet, bei der je ein Zapfen in die Öffnung eines
Lagerbeschlages greift. Diese feste "Brücke" kann dazu genutzt werden, den Schwimmkörper
in Querrichtung zu den Längsholmen in zwei gleiche Hälften zu teilen, die sich an
den Trennstellen vollflächig berühren (Variante bzw. Option). Die seitliche und vertikale
Formschlüssigkeit dieser Trennfläche wird durch jeweils ein Innen-/Außenformteil gebildet
(s.a. Z1.3, Blatt 3), welche lose ineinander greifend, die Schwimmkörperhälften in
ihrer Lage zueinander fixieren. Die Formteile bestehen in einer Innen- / Außenhalbkugel
oder in zwei ineinander fassenden zylindrischen Formteilen, wobei fas Vollteil Hohlteil
konisch verjüngt ist. Im Falle des Umschlagens bei Kenterung lösen sich die Holme
aus ihren Lagern und sinken ab. Die Aufhebung dieser "Brücke" zwischen den beiden
Schwimmkörperteilen bewirkt deren Trennung an den o.g. Soll-Trennstellen. Die gefährliche
Körperumfassung wird aufgehoben.
Eliminierung bei Segmentbauweise durch Zerlegung in unverbundene Segmente (s.a. Z1.2,
Blatt 5 und Z1.3, Blatt 4)
[0058] Bei der Segmentbauweise sind alle Hauptkomponenten (55; 56; 57) so miteinander verbunden,
dass sich im Falle einer Kenterung, also bei einer 180° Wendung des Badefloß', schwerkraftbedingt
alle gebolzten und geklammerten Verbindungsstellen öffnen. Alle Komponenten mit spezifischem
Gewicht > 1 sinken ab. Die gefährliche, den Körper umfassende geschlossene Rahmenstruktur
zerlegt sich in die Einzelsegmente. Die Einzelsegmente schwimmen einzeln auf, lösen
sich vom Körper. Ein am Oberkörper gebundene Restauftrieb der Module 07, 08; und 09
kann ungehindert positiv wirken.
Sichere Schwimmposition nach der Trennung durch Restauftrieb im Körperhaltemodul (s.a.
Z1.5)
[0059] Die Verbesserung gemäß der Erfindung liegt darin, dass das Körperhaltemodul beim
Freikommen wie eine Hose am Körper des Benutzers verbleibt, langwierige Trennprozesse
und Trennwege vermieden werden und dieses Restsystem selbst wiederum zwangsweise mit
einem schwimmphysikalisch optimal positioniertem Eigenauftrieb ausgestattet ist (Redundanz
des Auftriebs). Die Paarungen der Schnittstellenprofile in Z1.4.1 a).... f) und die
Art ihrer Anordnung/Aufhängung sind zu diesem Zweck gestaltet.
[0060] Kenterungen können bei aller Verbesserung der Schwimmstabilität durch externe Kräfte,
z.B. große brechende Welle, vorkommen. Ohne die reale Dynamik einer solchen Kenterung
vorhersehen zu können, wird konzeptionell davon ausgegangen, dass sie das Badefloß
in eine turbulente Rotationsbewegung, der eine beschleunigte Vorwärtsbewegung überlagert
ist, versetzt. Die in diesem Fall dank der bevorzugten Schnittstelle lose Verbindung"
zwischen Benutzer und Badefloß wird dazu führen, dass der Benutzer geradezu aus dem
Schwimmkörper heraus geschleudert wird. Der im Brust- , Nacken-, Schulterbereich konzentrierte
Restauftrieb verhindert dann ein Untergehen, der Kopf wird über Wasser gehalten. Äußere
Hilfe kann eingreifen.
[0061] Bei den Sitzhosen (Module 07, 08) wird dieser Restauftrieb von den aufblasbaren Hosenträgern
und ihren Querriegeln bereitgestellt, beim "Schwimmlernanzug", Modul 09, befindet
er sich in eingenähten Taschen (s.a. Z1.5). Diese Vorsorge für einen seltenen, aber
denkbaren Ernstfall, ist - wie alle Module - optional, d.h. wählbar nach dem persönlichen
Sicherheitsempfinden (Modulsystem = Baukastensystem). In weniger gravierenden Fällen
wird dieser hoch am Oberkörper getragene Auftrieb bewirken, dass das Wiederaufrichtvermögen
des Gesamtsystems auch bei starker Krängung verbessert und dadurch in einem gewissen
Ausmaß die obige Forderung a) erfüllt wird.
Passform des Körperhaltemoduls, Weitenanpassung der Schnittstelle
[0062] Die Trennung von Schwimmkörper und Körperhaltemodul sowie die optionale Weiterverwendung
als Schwimmlernhilfe (08, 09) verschärft - Gebrauchswerterweiterung, Tragekomfort,
Beweglichkeit - das Problem der Passform zwischen Benutzer und Körperhaltemodul. Unter
der Voraussetzung, dass der sich von der Auftriebsstruktur abtrennende Benutzer das
Körperhaltemodul am Körper trägt und wie beim Schleudersitz mitnimmt, muss dieses
einerseits mit dem Körper und andererseits mit den Abmessungen der Tragstruktur kompatibel
sein. Die Tragstruktur ist kompatibel zum Basisschwimmkörper bzw. den Öffnungsweiten
seines Verbindungssystems (Membranböden).
[0063] Bekleidungsstücke (Schwimmlernbekleidung 08, 09) sind oft nicht "verstellbar", hier
greifen die üblichen Konfektionsgrößen, oft werden die gängigen small-, mediun-, large-Größen
reichen. Es handelt sich seitens der Herstellung auch eher um Zukaufteile, die nur
noch für ihren speziellen Zweck ergänzt werden. Sehr wohl anpassbar sind die Sitzmodule,
die als eine Art "Teilhose" klassifiziert werden könnten, nämlich der Kreuzgurt und
die Bikinihose. Beide sind hinsichtlich der Weite unempfindlich, weil sie nur eine
sehr partielle Körperumhüllung beinhalten. Angepasst werden muss nur die körpernahe
Haltestruktur.
[0064] Die Kompatibilität zwischen Körper des Benutzers, Schnittstelle des Gerätes und dem
Schwimmkörper selbst wird gemäß der Erfindung auf mehrfache Weise gelöst. Es liegen
für die Problematik der Passform zwei Lösungsprinzipien vor: Weitenanpassung plus
Höhenverstellbarkeit in additiver Kombination und Weitenanpassung einschließlich Höhenverstellbarkeit
in integrierter Form.
Weitenanpassung der Schnittstelle plus Höhenverstellung
[0065]
a) Weite: Unterteilung von Bekleidungsstück und Schnittstelle (Tragstruktur/Haltestruktur)
in feste Größenstufen pro Benutzerjahrgang: groß, mittel, klein. Der Benutzer wählt
die ihm passenden Teile aus dem Lieferumfang aus und lässt die beiden anderen weg
(ggf. für Mitbenutzer).
Höhe: Alle Optionen der Höhenverstellung (wie oben dargestellt)
b) Weite: Tragstruktur und Haltestruktur werden als in der Weite verstellbare Teile
gestaltet. Die Verstellbarkeit kann in groben oder feinen Schritten oder sogar stufenlos
vorgenommen werden. Kombinationen von Lösung a) und Lösung b) sind sinnvoll: Z. B.
eine verstellbare Haltestruktur bei gestufter Weite der Tragstruktur oder letzterer
mit Schlitzung. Im Einzelnen sind insbesondere folgende Lösungen Gegenstand der Erfindung:
(s.a. Z1.4.4 Teil 1):
b1) - zwei bestimmte Entnahmesegmente, die an bestimmten Verbindungsstellen der Haltestruktur
zwecks Verengung entnommen werden
b2) - Aufteilung der rahmenförmigen Haltestruktur in viele Glieder bei verschiedenen
Anreihimgstechniken. Es entstehen beliebige Entnahme-/Verbindungsstellen. Die Haltestruktur
wird horizontal "weich" und anpassbar, bleibt vertikal jedoch steif (Analogie: Uhrarmbänder,
denen Glieder zur Anpassung entnommen werden). Die Anreihungstechnik besteht in vier
Maßnahmen:
- Zylindrische Koppelverbindung am Ober- und Unterrand des Profilquerschnittes (in Zeichnung
1.4.4; S.2 dargestellt am Beispiel eines elliptischen Profils)
- Verbindung der Glieder durch einen dünnen, hohen Mittelsteg
- Verbindung der Glieder durch einen Steg an der Außenseite des Profils, der dessen
Kontur an der Außenseite aufgreift (Passung, glatte Fläche), an der Innenseite jedoch
abgeflacht ist, um eine leichte Widerverbindung durch eine Schraubplatte herzustellen
- Auffädelung der Glieder auf zwei elastische Voll-Kunststoffkabel, wobei diese "Schnur"
in Dimension und Konsistenz so gewählt ist, dass die Verbindung der Glieder in vertikaler
Richtung hinreichend steife Verbindung gewährleistet. Nachdem Glieder heraus genommen
wurden, wird der Frontverschluss wieder auf dieser festgeklemmt.
[0066] Die Weitenanpassung bei der halbstarren Bauweise besteht in zwei parallel angeordneten
Gestängepaaren, den Längsholmen (Tragholme analog zum Tragstruktur) und den Auflageholmen
(analog zum Haltestruktur). Beide Holmpaare sind in ihrem Abstand (Weite) zueinander
verstellbar. Es entsteht ein sich verengender oder erweiternder etwa quadratischer
Rahmen, der um den Körper des Benutzers liegt. Der Auflageholm, der die Rückenlehne
bildet, liegt verstellbar in einer Rasterung der tragenden Längsholme. Der Brustholm
liegt lose auf den Tragholmen und kann jede Weitenpostion einnehmen.
Weitenanpassung mit integrierter Höhenverstellung (s.a. Z1.4.4 Teillu. 2)
[0067] Bevorzugt werden:
a) Höhen- und Weitenanpassung werden in einem Bauelement (42b) dadurch integriert,
dass an den Modulen 08; 09 Beschläge angebracht werden, die die Tragstruktur in drei
oder vier bogenförmige Stege ("Steghaken", 42b) auflösen, an deren Enden sich Haken
befinden, die in eine umlaufende etwa U-förmige Rinne einer weiteren, fest platzierten
Tragstruktur eingreifen. Hakenprofil und Profil der weiteren Tragstruktur entsprechen
einander. Der Hakenkopf wird als U-förmiger "tiefer Haken" gestaltet. Der Hakenkopf
ist starr. Zum anderen Ende hin reduziert sich der Querschnitt auf eine Dicke, die
den Steg hier zunehmend elastisch macht. Im Endbereich ist der Steg einseitig gezahnt
(Analogie zu den üblichen Kabelbindern mit Zahnrasterung und Sperre; s.a. Z1.4.4 Teil
2). Dieses untere Ende des Hakensteges wird in den am Bekleidungsmodul befestigten
Beschlag (43b) eingeführt und kann in diesem entlang der Rasterung verstellt werden.
Das andere Ende des Steghakens ist so elastisch und bogenförmig nach außen gekrümmt,
das es alle Weitendifferenzen zwischen kleinstem Körper und größter weiteren Tragstruktur
überbrückt. Bei Nichtgebrauch werden die Steghaken vom Bekleidungsmodul abgezogen.
Die Formgebung der weiteren Tragstruktur folgt wieder dem Trichterprinzip, so dass
die Haken in das Halte-Profil (Rinne) der weiteren Tragstruktur gedrückt werden. Die
Verbindung lässt aufgrund ihrer Elastizität seitliche und in gewissem Umfang vertikale
Bewegungen zu. Bei der Formgebung der Steghaken besteht eine Variante (42c / 43c),
die auch Torsionsbewegung erlaubt, um Passungenauigkeiten auszugleichen. Die Tragstruktur
wird zu Steghaken (42.../43...), die bisher beschriebenen Mechanismen zur Höhenverstellung
können zusätzlich eingesetzt werden, beispielsweise indem die weitere Tragstruktur
eine weitere höhenverstellbare Schnittstelle der an anderer Stelle bereits beschriebenen
Art bildet. Eine akzeptable Länge der Steghaken reduziert den Verstellbereich auf
nur einen Benutzer-Jahrgang, beispielsweise auf ca. 150 mm.
b) Als Variante zu a) können die Steghaken schwenkbar und längengestuft am Körperhaltemodul
angebracht werden. Höhe (Länge ) und Weite (Schwenkradius) sind variabel.
c) Die "Tragstruktur" nimmt die Form eines halb-elastischen Kabels (45) an. Dieses
Kabel, vorzugsweise ein Vollkunststoff Spritzteil geeigneter Materialkonsistenz, wird
von Führungsbeschlägen (Hülsen) gehalten und geführt. Diese Beschläge befinden sich
auf einem Gürtel, der im Hüftbereich auf das Bekleidungsmodul aufgenäht, geschweißt,
genietet oder sonstwie mit dem Bekleidungsmodul verbunden ist, beispielsweise auch
durch Gürtelschlaufen gezogen ist. Der Gürtel ist verstell- und fixierbar. Das Kabel
umläuft, von den Hülsenbeschlägen gehalten, den Körper im Hüftbereich und ist innerhalb
der Hülsen beweglich. An den beiden vorderen Enden befinden sich verschiebbare Stopperbeschläge,
mit denen die Kabellänge im Gürtel bestimmt werden kann. Wird das halb-elastische
Kabel an geeigneten Stellen zwischen den Führungshülsen in Form von Buchten aus dem
Gürtel herausgezogen, entstehen fest stehende, offene "Henkel", die in die modifizierte
Tragstruktur eingehängt werden können. Die verfügbar gemachte Länge des Kabels bestimmt
die Sitztiefe und überbrückt gleichzeitig Weitendifferenzen. Die Hülsenbeschläge befinden
sich an beispielsweise vier Stellen: Zwei im Bauch-, zwei im Rückenbereich, symmetrisch
jeweils von der Körpermittelachse seitlich versetzt.
Eine Befestigungseinrichtung für die Tragstruktur wird in Segmente, vorzugsweise Hakenbeschläge
44 (s.a. Z1.4.4 Teil 2, Blatt 3), unterteilt, um Öffnungen für das eingehängte Kabel
zu schaffen, welches mehr oder weniger schräg nach unten verläuft. Bei Kenterung wirkt
die Form der Schnittstelle so wie alle anderen: Das Kabel hakt aus dem tiefen, aber
nach oben offenem Hakenprofil aus. Bei Nichtgebrauch kann das Kabel entfernt oder
so umgelenkt und befestigt werden, dass es am Körper verbleiben kann.
d) Die Tragstruktur nimmt die Form eines halbelastischen Kabels 45 (s.a. Z1.4.4, Blatt
5) an und führt auf diese Weise zu analogen Lösungen der Höhen-Weitenverstellung mittels
einem einzigen oder mehreren Stopperbeschlägen 48, die reib- oder/und formschlüssig
mit dem Kabel verbunden sind.
Modulcharakter
[0068] Die Erfindung erhöht in bevorzugter Ausführung nicht nur die Sicherheit, sondern
erweitert die Verwendungsmöglichkeiten und damit auch die Zielgruppe des Badefloßes.
Die mit dem Modulsystem gegebene Verwendungsvielfalt orientiert sich näherungsweise
an Altergruppen und deren erwartbaren Lern- und Spielbedürfnissen bzw. Fähigkeiten.
Sie schafft ein konsistentes Modulsystem auf der Grundlage der speziellen Schnittstelle,
das für alle Altersgruppen von 6 Monaten bis zum Jugendlichen das Passende bietet:
Ruhen, Spielen, Lernen, Aktion, Abenteuer.
[0069] Nachfolgend werden bevorzugte Merkmale eines Badefloßes offenbart, die die Gegenstände
der Ansprüche vorteilhaft weiterbilden, die aber auch je selbst oder in Kombinationen
miteinander Erfindungsgegenstände sind. Schließlich können sie die vorstehend beschriebenen
Ausführungsformen vorteilhaft weiterbilden. Jede der nachfolgenden Strichaufzählungen
bildet solch ein Merkmal, teilweise auch bereits eine Kombination mehrerer Merkmale.
Die gemeinsame Basis der derart beschriebenen Erfindungsgegenstände ist ein floßartiges
Wasserfahrzeug, "Badefloß", in flexibler oder starrer Bauweise einschließlich Mischformen
beider Bauweisen. Das Badefloß weist eine Auftriebsstruktur mit wenigstens einem Auftrieb
erzeugenden Schwimmkörper auf. Die Auftriebsstruktur umgibt zumindest über einen größeren
Winkelbereich von vorzugsweise wenigstens 270° einen offenen Innenraum zur Aufnahme
einer oder mehrerer Personen. In dem Innenraum ist ein Körperhaltemodul an der Auftriebsstruktur
gehalten, so dass wenigstens, vorzugsweise genau eine Person von der Auftriebsstruktur
im Wasser gehalten wird. Das Badefloß zeichnet sich durch wenigstens eines der Merkmale
der nachfolgenden Strichaufzählung aus, also dadurch, dass
- es mit einer oder mehreren Schnittstellen für die wahlweise Verbindung mit Modulen
für verschiedene Funktionen und Altersgruppen versehen ist;
- es über ein Verbindungssystem zwischen Auftriebsstruktur (Schwimmkörper) und Körperhaltemodul
verfügt, welches den Innenraum verengt oder erweitert und das vorzugsweise so mit
speziellen Schnittstellen verbunden bzw. ausgestattet ist, dass diese unterschiedliche
Körperhaltemodule (03...09; 51) wahlweise aufnehmen. Alternativ stellt das Verbindungssystem
eine Universalschnittstelle für unterschiedliche Körperhaltemodule zur Verfügung.
- ein AKionsmodul - Schaukel- und Schaukelantrieb (14; 15) - an Lagerfundamenten (34)
schwenkbar gelagert, kombinierbar ist;
- die von der Trag- und der Haltestruktur gebildete Schnittstelle selbst und damit gemeinsam
das Körperhaltemodul höhenverstellbar sind
- die Tragstruktur und/oder die Haltestruktur an den Körperumfang des Benutzers anpassbar
ist/sind;
- Körperhaltemodule (05 bis 09) mit körpergebundenem Reserveauftrieb ausrüstbar oder
ausgerüstet sind, diese Körperhaltemodule (07..09) im Falle einer Trennung (Kenterung)
am Körper verbleiben;
- die Module wegen des vom Badefloß unabhängigen Reserveauftriebs als körpergebundene
Schwimmlernhilfe nutzbar sind und genutzt werden;
- die Lösungen zum Verbindungs- und Körperhaltemodul modulartig auch auf benachbarte
Gebiete z.B. Wasserspielzeuge mit personentragender Funktion übertragbar sind;
- Bindebeschläge (22) für mobile Membranböden (01); 02) umlaufend am Innenrand des Schwimmkörpers;
- zwei mittig gegenüberliegende Lagerfundamente (34) auf der Innenfläche des Innenraums
in gleicher Höhe;
- der oder die Schwimmkörper ist oder sind aus Folien, verstärkten Folien oder beschichteten
Geweben gefertigt;
- Beschläge und Fundamente sind Kunststoffteile, vorzugsweise Spritzteile, die durch
Kleben oder HF-Schweißen mit dem Schwimmkörper verbunden sind. Optional werden Verstärkungen,
Scheuerschutz, Haltegriffe und Beschläge für Sicherheitsleinen auf dem bzw. am Außenrand
des wenigstens einen Schwimmkörpers angebracht;
- Basis-Schwimmkörper "B" weist im Vergleich zu "A" einen um ca. 30-40 % größeren Innenraum
auf;
- die Auftriebstruktur pro Schwimmkörper mindestens ein Sicherheitsventil zur plötzlichen
Entlüftung aufweist;
- eine Reißleine (35) den Körperhaltemodul so mit einem oder mehreren Entlüftungsventil(en)
(16) des Auftriebskörpers verbindet, dass es/sie im Falle einer Kenterung und der
dadurch bewirkten Trennung des Benutzers aufreißt und das Gesamtsystem schlagartig
entlüftet (s.a. Z 1.3);
- die Reißleine ist in der Länge verstellbar;
- die strukturelle Festigkeit des Badefloß' wesentlich durch starre, vorzugsweise als
Kunststoffspritzteile hergestellte Bauelemente gebildet wird;
- Form und Stabilität der Auftriebsstruktur aus einem starren, vorzugsweise quadratischen,
Außenrahmen (27) mit Rahmenholmen resultiert;
- Rahmengröße und Querschnitt der Rahmenholme der Körpergröße der vorgesehenen Benutzergruppe
entsprechen;
- in dem Innenraum eine mit der Auftriebsstruktur fest oder vorzugsweise höhenverstellbar
verbundene Tragstruktur, beispielsweise in Form eines in sich steifen Tragrahmens
(12), zumindest im wesentlichen mittig gehalten ist;
- der Tragrahmen kreisrund oder oval ist;
- die Verbindung zwischen dem Tragrahmen und einem Außenrahmen in einem die gesamte
Restfläche ausfüllendem dünnen Boden oder in flachen Stegen (28) besteht und der Boden
bzw. die Stege und der Tragrahmen integraler Bestandteil eines einzigen Spritzteils
sind;
- an den vier Seiten eines rechteckigen Rahmens (Rahmenholme) je zwei Schwenklagerstellen
in den Querschnitt eingeformt sind, deren Querschnitt polygon geformt ist und eine
Länge aufweist, in die die Außenbreite der Schwenkarme passt;
- an diesen Lagerstellen sind Schwenkarme (29) so angebracht, dass sie in vertikaler
Position ganz unter den Membranboden schwenkbar sind;
- die vier Schwenkarme an ihren Enden aufblasbare Schwimmkörper, "Schwimmer" (32), unverrutschbar,
aber lösbar aufweisen, deren summiertes Aufblasvolumen dem erforderlichen Gesamtauftrieb
entspricht;
- die Rahmenkonstruktion sowie Anbringung und Profil der Schnittstelle (12, 13) so gestaltet
sind, dass die gesamte Baugruppe wahlweise in einer Oben/Unten-Wendelage nutzbar ist
(s.a. Z1.2, Blatt 2);
- der Querschnitt der Schwimmer kreisförmig, oval oder etwa elliptisch ist und ihre
Länge etwa der Kantenlänge des Rahmens entspricht (s.a. Z1.0 und Z1.2);
- die Schwimmer (33), so an den Schwenkarmen angebracht sind, dass sie im Normalbetrieb
vom Wasserdruck an ihre Halterungen gepresst werden, im Fall der Kenterung (180°-Drehung)
jedoch aus den Halterungen herausgleiten und aufschwimmen;
- als Verbindungselement zwischen Schwimmer (33) und Schwenkarm (29) Haltestifte oder
-stege (31) verwendet werden, die etwa rechtwinklig aus dem Schwenkarm-Ende herausragen;
- ein flexibler Aufblaskörper an zwei gegenüber liegenden Seiten des offenen Innenraums
mit starren Lagerfundamenten (49 in Z1.2, Blatt 3) ausgestattet ist, deren Länge der
benötigten Sitzbreite für den größten Benutzer entspricht, wobei die beiden langgestreckten
Lagerfundamente vorzugsweise jeweils eine Lochreihe aufweisen, in die angeformte Zapfen
(53) der rechtwinklig dazu positionierten zwei Tragholme (50) an breitenverstellbar
eingreifen;
- die Tragholme auf der Oberseite Aussparungen aufweisen die die Auflageholme (Brust-
und Rückenholm, 52, 54) des Körperhaltemoduls 51 gestuft längenverstellbar aufnehmen;
- an der Unterseite im Sitzbereich etwa halbkreisförmige, flächige Seitenbarrieren in
vertikaler Anordnung angeformt haben;
- der Schwimmkörper der halbstarren Bauweise (s.a. Z1.3, Blatt 3), in zwei Hälften geteilt
ist, die durch die Tragholme (50) brückenartig verbunden und gehalten werden;
- Die Trennstellen der Schwimmkörperhälften, ihre Lage ist quer zu den Längsholmen angeordnet,
sich formschlüssig, vorzugsweise vollflächig, lose berühren;
- eine horizontale und vertikale Formschlüssigkeit durch jeweils ein Innen- / Außenformteil
gebildet wird, welche, lose ineinander greifend, die Schwimmkörperhälften in ihrer
Lage zueinander fixieren;
- diese Formteile in einer Innen- / Außenhalbkugel oder in zwei ineinander fassenden
zylindrischen Formteilen, wobei das Vollteil konisch verjüngt ist, bestehen;
- diese Anordnung der Schwimmkörper so gestaltet ist, dass sie sich schwerkraftbedingt
beim turbulenten Umschlagen, der Kenterung um 180°, an den Soll-Trennstellen:
- Steckverbindung der Tragholme
- Schnittstelle Tragholme / Auflageholme
- Sitztuch / Körper des Benutzers
- Axialer, formschlüssiger Schwimmkörperverbindung
in zwei unabhängige Hälften zerlegt;
- die Rahmenstruktur der Auftriebsstruktur aus mehreren, vorzugsweise vier, Segmenten,
vorzugsweise geschäumten Formteilen, zusammengesetzt ist, wobei die Segmente winkelig
zueinander angeordnet sind und in Endbereichen paarweise einander überlappen;
- die Segmente gleich sind;
- die Segmente mit den überlappenden Enden formschlüssig, nach dem Blockhausprinzip
aufeinander liegen und an diesen Verbindungsstellen durch lose, in Öffnungen eingesteckte
Bolzen (56) lagefixiert sind;
- die Segmente im Mittelbereich bogenförmige Anformungen, vorzugsweise Viertelkreis-Anformungen,
aufweisen, die nach dem Zusammensetzen einen gerundeten Innenraum ergeben, in dem
das Körperhaltemodul positioniert ist;
- eine an der Ober- und Unterseite eingeformte, den Innenraum umlaufende Rille (58)
- unabhängig von der Lage des Segments - die obere Halterung (57) des Körperhaltemoduls
für diese Bauweise aufnimmt;
- bei der Segmentbauweise die Hauptkomponenten (55, 56, 57) so miteinander verbunden
sind, dass sich bei einer Kenterung, also einer 180° Wendung des Badefloß', schwerkraftbedingt
alle gebolzten und geklammerten Verbindungsstellen öffnen, Komponenten mit spez. Gew.
> 1 absinken und die Segmente aufschwimmen (s.a. Z1.2 Blatt 6 u. Z1.3, Blatt 4);
- Membranböden sind Flächengebilde mit Randverstärkungen, deren Außenkontur der Innenkontur
des zugehörigen Basisschwimmkörpers entspricht, wobei zwischen beiden Teilen nach
dem Einbinden ein umlaufender Spalt verbleibt;
- die Verbindung in Form einer umlaufenden Schnürung, abschnittsweisen Gurtverbindung
oder in Klammerbeschlägen, welche zueinander kompatible Beschlagpaare (22) am Badefloß-Innenrand
bzw. am Außenrand des Membranbodens verbinden, besteht;
- Membranböden separierbar sind und an den Positionen der Lagerfundamente (34/15) für
die Schaukel / den Schaukelantrieb (14) Aussparungen aufweisen;
- die Membranböden so gestaltet sind, dass die Membranböden (01); 02) im Zentrum die
Schnittstelle (12/13) zwischen Trag- und Haltestruktur für das jeweilige Körperhaltemodul
aufweisen;
- die Membranböden sind aus Folien oder textilen Flächengebilden gefertigt und weisen
hinsichtlich der Anordnung der Schnittstelle folgende Varianten auf:
a) Die Tragstruktur wird von dem Innenrandprofil des Membranbodens gebildet, keine
Höhenverstellung der Schnittstelle Trag-/Haltestruktur;
b) die Tragstruktur ist höhenverstellbar am Membranboden-Innenrand hängend angebunden,
vorzugsweise mittels Zick-Zack-Schnürung / Gurtverbindung (s.a. Z1.4 und Z1.4.4 Teil
1, Blatt 4). Das Innenrandprofil des Membranbodens bildet dabei die Verstärkung für
eine geeignete Anzahl von Bindeösen / Gurtösen, die unmittelbar dahinter angeordnet
sind;
- die Membranböden hinsichtlich einer ggf. erforderlichen Weitenanpassung (01/02) so
gestaltet sind, dass ihre zentrale Innenraumöffnung bereits konstruktiv drei Profilringe
(groß, mittel, klein) aufweist, wobei die Größensprünge den Stufungen der Tragrahmen
entsprechen;
- Die jeweils benötigte größere Öffnung wird durch das Ausschneiden der jeweils kleineren
verfügbar gemacht (s.a. Z1.4.4 Teil 1, Blatt 4).
- die Bauweisen flexibel und starr wenigstens eine der Schnittstellen: äußere /innere
Schnittstelle aufweisen;
- die Schwimmkörper Basis A / B oder die tragenden Strukturen der anderen Bauweisen
über das Verbindungssystem mit einer speziellen Schnittstelle zur Aufnahme von Körperhaltemodulen
(03 bis 09) ausgestattet sind;
- die äußere Schnittstelle zeichnet sich dadurch aus, dass sie aus zwei halbstarr bis
starr ausgebildeten Kunststoffprofilen besteht, die den Körper des Benutzers umschließen
und dabei lose, aber formschlüssig auf-/ ineinander passen (äußere Schnittstelle 12
/ 13);
- der Tragrahmen (12) einen an das eigentliche Passungsprofil trichterförmig angeformten
Randbereich bzw. umlaufender Kragen aufweist;
- an dem Oberrand des Tragrahmens sich Bohrungen (Öffnungen) zur Aufnahme von Schnüren,
Gurten oder anderen Verbindungselementen (s.a. Z 1.4.2; Blatt 2) befinden;
- die Aufhängung, also die Schnürung (11), Gurtung und die Bindeschürze (21), ist so
angeordnet, dass der Halterahmen (13) zum Zentrum geführt wird und so selbstzentrierend
in die Passung der Schnittstelle gleitet (zentrierende Umgebungsgestaltung für den
Halterahmen s.a. Z1.4.1, Blatt 1 u. 2);
- die geometrischen Profilformen der äußeren Schnittstelle (Passung Tragrahmen/Halterahmen)
im Querschnitt einer der in Z 1.4.1 aufgelisteten Paarungen b)...f) entsprechen: Kreis,
Oval, Ellipse, Rechteck, Haken als Hohlprofil bzw. Vollprofil und diese Profile weniger
als 50% ineinander greifen;
- Diese Schnittstelle kann alternativ gebildet sein, indem sich Formgebung und Anordnung
der die Verbindung / Trennung bewirkenden Komponente der Grundform ändert, das Funktionsprinzip
aber gleich bleibt; der umlaufende Tragrahmen (12) wird zu den Komponenten: Kabel
(45)(oben1), Schnürung (oben), tiefer Haken (44) (oben), Kippheblbeschlag (65) (oben),
Zapfenbeschlag (60)(oben). Der ursprüngliche Halterahmen wird zu den Komponenten:
Kabel (unten), Steghaken (42), tiefer Haken (44) (unten), Kippheblbeschlag (65) (unten);
Innere Schnittstelle:
- alternative Profile des Halterahmens 13 sind dadurch gekennzeichnet, dass sie eine
weitere lösbare Schnittstelle (24/25) vorzugsweise in Form einer Kederrille (25) aufweisen,
welche den Halterahmen lösbar mit der körperangepassten Schwimmlernbekleidung (08;
09 in Z1.4.1, Blatt 2) verbindet;
- als Gegenstück zur Kederrille im Profil des Halterahmens ist ein Kederband oder sind
Kederband-Segmente auf einer oder mehreren Höhenstufen an der Bekleidung befestigt,
beispielsweise angenäht, - der Halteramen befindet sich auf einer der Höhenstufen;
- die gesamte Rahmenstruktur der starren Bauweise inklusive des Tragrahmens (s.a. Z1.4.3)
in ihrer Höhenlage (Tiefgang) variierbar ist;
- der starre Außenrahmen an den vier Seiten Schwenkarme (29), die die Schwimmer (32;
33) tragen, aufweist und diese in verschiedene Positionen schwenkbar und dort arretierbar
sind;
- die Lagerzapfen im Außenrahmen polygon geformt, und das entsprechende Gegenprofil
der Schwenkarme über eine Klemmverbindung verfügt, wobei die Gleichmäßigkeit aller
vier Schwenkwinkel durch Einstell-Markierungen erleichtert werden kann;
- der gesamten Rahmen so gestaltet ist, dass die Oben/Unten-Wendung (siehe Anspruch
2.2, S. 3) eine weitere, grundsätzliche Ausgangshöhenvariante ergibt;
- das Körperhaltemodul aus einem Sitztuch (51) sowie dem Brust- und Rückenholm (52,
54) bestehen, die auf den Tragholmen in Querlage (50) aufliegen;
- Brust und Rückenholm Arretier- bzw. Verstelleinrichtungen für das Sitztuch (51) aufweisen;
- die Länge des zwischen den Holmen 52 / 54 freigegebenen rechteckigen Sitztuches die
Sitzhöhe des Benutzers bestimmt und diese Länge (Sitzhöhe) bestimmbar ist;
- in den Innenring des Schwimmkörpers umlaufend ein breites Folienband (21) in trichterförmiger
Anordnung eingeschweißt ist, sich die HF-Schweißnaht am weiterem Oberrand befindet
und dessen loser Unterrand Ösen oder eine Lochreihe mit umlaufender Randwulstverstärkung
aufweist;
- das Körperhaltemodul kann untrennbar (Höhenverstellung ohne Trennung, ohne Schnittstelle)
mit dem Schwimmkörper verbunden sein, dessen Verbindungselemente zum Schwimmkörper
sind dann vorzugsweise so gestaltet, dass sich eine stufenlose oder gestufte Höhenverstellung
der Schwerpunktlage dadurch ergibt (s.a. Z1.4.2, Blatt1) dass:
o entsprechende Gegenstücke (Öse/Langöse für Schnur/Gurt) sich am Oberrand des nun
verstellbar verbundenen Körperhaltemoduls (s.a. Z1.4.2, Blatt 1) befinden und dessen
Oberrand partiell oder umlaufend verstärkt ist;
o die durchlaufende Zick-Zack-Schnürung (11) zwischen oberer und unterer Halterung
bzw. eine geeignete Anzahl von gezahnten oder gestuften Gurten (40) die verstellbare
Verbindung zwischen oberen Folienband und Sitzelement bilden, wobei die gezahnten
Gurte (40) in entsprechenden Haltebeschlägen mit Zahnlasche, die am verstärkten Oberrand
des Körperhaltemoduls angebracht sind, gehalten und geführt werden;
o alle Schnürungen, die der Höhenverstellbarkeit dienen, wahlweise elastisch ausgeführt
sind (handelsübliche Gummischnur geeigneten Durchmessers) und die Höhenverstellung
aus der vertikalen Belastung selbsttätig angepasst resultiert (s. Zeichnungen 1.4.1;
1.4.2 ges.; 1.4.4 Teil 2 Blätter 3-5).
- Höhenverstellung als Merkmal der Körperhaltemodule Kreuzgurt, Bikinihose, Sitzband
und Schrittgurt der Gondel. Gemeinsamer Nenner ist das Schlaufenprinzip, welches eine
sich verkürzende oder verlängernde Schlaufe zur Höhenverstellbarkeit der Schwerpunktlage
nutzt. Das Prinzip ist mit oder ohne Trennung (Schnittstelle) anwendbar. Die Lösungen
der Erfindung sind darüber hinaus vorzugsweise dadurch gekennzeichnet, dass:
o der Kreuzgurt (07a) zwei um 90° versetzte Sitzschlaufen (Gurte, 37) aufweist;
o die Gurtenden dieser Schlaufen einseitig oder beidseitig verstellbar am Halterahmen
(13) so geführt und befestigt sind, dass deren Länge zwischen den Befestigungsbeschlägen
die Höhe der Schwerpunktlage des Benutzers bestimmt;
o das Modul (07b) analog gestaltet ist, jedoch nur einen Gurt aufweist, der im Gesäßbereich
trapezförmig erweitert ist;
o der Schrittgurt (36) der Gondel (Module 03, 04) analog gestaltet ist, funktional
jedoch eine wahlweise wechselnde Steh- oder Sitzposition ermöglicht und das Durchsacken
eines Kindes innerhalb der sackartigen Körperaufnahme verhindert (s.a. Z1.0 und Z1.5,
Blatt 1).
- die eine bei der flexiblen Bauweise verwendete Variante des Sitztuchs der halbstarren
Bauweise - ist dadurch gekennzeichnet, dass es einseitig, wahlweise an der Brust-
oder Rückenseite, fest mit dem Schwimmkörper verbunden ist und das lose Ende die Höhenverstelleinrichtung
aufweist, welche in Form der Zapfen-Ösen-Verbindung gestuft erfolgt (siehe Zeichnung
1.4.2, Blatt 8), wobei die Ösenreihe am rechten und linken Rand des Sitzbandes positioniert
ist und hinreichend viele Verstellstufen aufweist;
- dieses Sitzband eine am Schwimmkörper angebrachte Bodenfolie durchläuft
- die Bodenfolie einen körpernahen, ovalen Durchbruch mit Randverstärkung und Rückenpolster
aufweist
- die Haltezapfen auf der Bodenfolie oder auf dem Schwimmkörper im Rücken des Benutzers
angebracht sind und diese großflächige Fundamentplatten aufweisen;
- die Haltezapfen gegen die Zugrichtung geneigt sind;
Höhenverstellbarkeit der Schnittstelle:
[0070]
- die Schnittstelle Tragrahmen/Halterahmen selbst höhenverstellbar ausgeführt wird (s.a.
Z 1.4.2, Blatt 2). Diese Höhenverstellung kann gestuft, gerastert oder stufenlos vorgenommen
werden;
- der Tragrahmen (12 in Z1.4.2, Blatt 2) der Schnittstelle, als gesonderte Baugruppe
abgetrennt und in hängender, höhenverstellbarer Weise am Schwimmkörperverbindungssystem
befestigt ist;
- zwischen beiden Baugruppen eine anpassbare Verbindung (Schnürung. Gurtung), einen
Verstellbereich zulässt, der den Größenunterschieden des vorgesehenen Benutzerjahrganges
entspricht, besteht;
- der Tragrahmen kann an drei oder vier flächigen, trapezförmigen, faltbaren Segmenten
(61), die vom Profilring des Tragrahmens sternförmig, schräg nach oben abgehen (Selbstzentrierung
durch Trichterfunktion; s.a. Z 1.4.2; Blatt 4) befestigt ist;
- die Schnürung (11) zur Höhenverstellung sich auf dem Schwimmkörper und zwar umlaufend
am Außenrand befindet oder alternativ die Foliensegmente (61) soweit um den Schwimmkörper
herumgelegt sind, dass die Beschläge der Schnürung (62) wieder unter Wasser liegen
- jetzt an der Unterseite des Schwimmkörpers;
- das Umlenkungsbeschläge (62) die Halte- bzw. Verstellschnur so führen, dass je eine
Schnurumlenkung ein Öse der verjüngten Ende der vier Foliensegmente durchläuft und
verstellbar hält;
- das Tragrahmenprofil im Bereich der Foliensegmentumfassung als Option eine Unterbrechung
aufweist, die maximal so breit ist, das der Tragrahmen gefaltet werden kann.
[0071] Eine Alternative hierzu:
- die trapezförmigen Segmente (61) anstatt einer Schnuröse eine mittig in Längsrichtung
verlaufende Ösenreihe aufweisen, wobei je eine dieser Ösen über je einen auf der Schwimmkörperoberseite
angebrachten Zapfen-Beschlag (60) greift;
- die Beschläge (60) zylindrische, senkrecht nach oben stehende oder der Zugrichtung
entgegengesetzt leicht geneigte Zapfen entsprechenden Durchmessers aufweisen und die
Beschläge so angeordnet sind dass diese Ösen-Zapfen-Verbindung gleichzeitig die Schnittstelle
(Trennstelle bei Kenterung) zwischen Körperhaltemodul und Auftriebsstruktur bildet
(s.a. Z 1.4.2, Blatt 4 "Variante") bildet;
- die Anzahl der Ösen so gewählt ist, dass sich hinreichend viele Höhenstufen des Tragrahmens
für die vorgesehene Benutzergruppe ergeben; Nochmals alternativ:
- die trapezförmigen Segmente (61) so im Bereich des Gesäßes des Benutzers zusammenlaufen,
dass sich Halterung und Sitz zu einem Teil verbinden und diese Verbindungsstelle so
ausgeformt ist, dass eine Sitzmulde gebildet wird;
- dieses kombinierte Sitz-Verbindungssystem entweder über die Schnürung wie in Alternative
1 oder durch die Zapfen-Ösen-Verbindung wie in Alternative 2 höhenverstellbar ist.
- Haken (segmentierter Halterahmen, "D" in Z 1.4.4 Teil 1, Blatt 1) bei allen folgenden
Varianten aus ihren Halte- bzw. Führungsbeschlägen entfernbar sind;
- Alle Haken sind mit Kakenstegen versehen und vorzugsweise als zähelastische Kunststoffspritzteile
gefertigt;
- der Hakenkopf biegesteif und als tiefer U-Haken oder Kreissegment-Haken geformt ist,
der in eine entsprechend profiliertes Gegenstück (umlaufende Rinne, Kabel, Gummischnur-Kabel
) eingreift;
- die Haltestruktur oder die Tragstruktur in drei oder vier unabhängige Haken segmentiert
ist, deren Breite nur noch ca. 20 bis 40 mm beträgt;
- die Kontur der Haken etwa der einer Bogenlampe entspricht wobei der Querschnitt mit
sich nach unten verjüngender Form rechteckig ausläuft. Das rechteckige Unterteil (Steg)
zur Seite der Beschlag-Sperrlasche eine Verzahnung aufweist;
- Die Verbindung zu den Körperhaltemodulen (08; 09) Hose/Anzug so gestaltet ist, dass
bekleidungsseitig an drei oder vier geeigneten Stellen des Hüftumfanges und etwa auf
Höhe der Hüftknochen Beschlägen (handelsübliche Kunststoffspritzteile (43a/b) angebracht
sind, in denen die verschiedenen Hakenvarianten (fest oder verstellbar) körperseitig
entsprechend der Zahnung verstellbar gehalten, geführt und arretiert werden;
- Die Auskragweite, d. h. der Abstand vom Haltebeschlag bis zum Hakenkopf, der Steghaken
so bemessen ist, dass alle angebrachten Haken immer über das Profil des Tragrahmens
hinausreichen und von dessen Trichterrand in dasselbe gedrückt werden, wenn vertikale
Gewichtsbelastung eintritt (5. Perzentil bis 95. Perzentil eines Benutzerjahrganges
oder einer Jahrgangsgruppe). Werden z.B. die Jahrgänge 4 bis 6 Jahre in einem Gerät
hinsichtlich ihres Körperumfangs erfasst, beträgt der Anpassungsbereich etwa 80 mm,
also min. 40 mm Auskragweite pro Haken;
- der zur Profilpaarung gehörende feste Tragrahmen bei Verwendung der verstellbaren
gezahnten Steghaken (42b) lagefixiert und so gestaltet ist, dass seine umlaufende
Profilrille mit dem Profil des Hakens kompatibel ist und die Schnittstellenumgebung
sich nach oben trichterförmig aufweitet. (Tragrahmen in Kabelform oder Gummischnur-Kabel
siehe 4.3.4).
- die Höhen-, Weitenanpassung des Körperhaltsystems als simultane, integrierte Doppellösung
erfolgt und diese auf unterschiedlichen Verwendung eines halbelastischen, zylindrischen
Kunststoffkabels oder einer entsprechend dicken Gummischnur beruht. Sie ist durch
wenigstens eines der folgenden Merkmale gekennzeichnet:
- der "Halterahmen" (s.a. Z1.4.4 Teil 2, Blatt 3) als halb-elastisches Kunststoffkabel
(45) oder elastsicher Gummischnur mit geeignetem Durchmesser gestaltet ist;
- dieses Kabel / Gummischnur von Führungsbeschlägen (47, Hülsen) die auf einem vom Benutzer
getragenem Gürtel positioniert sind, gehalten und geführt wird und dieser Gürtel (46)
im Hüftbereich mit dem Körperhaltemodul (08,09) verbunden und verstell- und fixierbar
ist;
- das Kabel / Gummischnur, von den Hülsenbeschlägen gehalten, den Körper umläuft und
innerhalb der Hülsen beweglich ist;
- das Kabel an den beiden Enden verstellbare Stopperbeschläge (48) aufweist;
- die Beschläge auf dem Gürtel so positioniert sind, dass das halbelastische Kabel /
Gummischnur an geeigneten Stellen zwischen den Führungshülsen in Form von Buchten
an der rechten und linken Körperseite in bestimmbarer Weite aus dem Gürtel herausgezogen
werden kann, wodurch mindestens zwei hinreichend fest stehende, offene "Henkel" gebildet
werden, die in den modifizierten Tragrahmen (44) eingehängt werden;
- Die verfügbar gemachte Länge des Kabels mindestens beidseitig des Körpers des Benutzers
bestimmt die Sitztiefe (Schwerpunktlage) und überbrückt vorzugsweise alle Weitendifferenzen;
- die Aufhängung im Tragrahmen (hier: Beschlag "Tiefer Haken" 44) mindestens an der
rechten und linken Körperseite erfolgt, ggf. in einer Dreipunktaufhängung besteht;
- der zugehörige Tragrahmen (44) hakenförmig segmentiert ist und in entsprechender Anzahl
direkt an der Innenfläche des Schwimmkörpers (Innenraum) befestigt ist;
- der Tragrahmen als Hakenbeschlag mit tiefem Haken so dimensioniert, dass auch heftige
Bewegungen des Benutzers nicht zu einer unbeabsichtigten Trennung führen;
- der tiefe Haken halbelastisch gestaltet ist;
- der Haken des Hakenbeschlages so gestaltet ist, dass er sich zum oberen offenem Ende
hin zunehmend verjüngt, die Öffnung zwischen Hakenende und Grundplatte weich federnd
geschlossen wird und der Hakenkopf hinter dem Schließpunkt eine Einfädelhilfe in Form
einer V-förmigen Aufweitung zwischen Kopfende und Grundplatte aufweist.
- Die Tragstruktur weist die Form des o.g. Kabels / Gummischnur (45) auf (Nebenform
der Schnittstelle);
- dieses Kabel / Gummischnur durch hinreichend viele Führungs- bzw. Haltebeschläge entlang
des Innenrandes des Schwimmkörpers in diesen Beschlägen ( 59) lose geführt wird und
die beiden Enden bei Verwendung des Kabels durch Stopper (Knoten) so längenvariabel
fixiert werden, dass körpergrößengerechte Höhen- und gleichzeitig Weitenpositionen
wählbar sind, weil der Halterahmen in Kabelform selbst zu einem verstellbaren Bauteil
geworden ist (s.a. Z 1.4.4. Teil 2, Blatt 5) bzw. bei der Variante Gummischnur eine
gewichtabhängige Höhenanpassung selbsttätig vorgenommen wird;
- als Körperhaltemodule für diese Lösung die Hose (08) und der Anzug (09) zur Anwendung
kommen;
- der segmentierte Halterahmen, Hakenpaarung (42a) mit Beschlag (43a) von kurzen, unverstellbaren,
aber abnehmbaren Haken mit zum Kabel / Gummischnur kompatiblen Hakenköpfen gebildet
wird;
- diese Haken so in offenstehende Ausbuchtungen des Kabels / der Gummischnur (45 in
Z1.4.4 Teil 2, Blatt 5), die zwischen den Haltebeschlägen so verfügbar gemacht werden,
greifen, dass eine 3-Punkt oder eine 4-Punkt Aufhängung wählbar sind;
- die Haltebeschläge für die Gummischnur auf der Mittelebene, der Oberseite oder der
Unterseite des Schwimmkörpers angebracht sind (siehe Zeichnung 1.4.4, Teil 2, Blatt
6und7) und ihre Anzahl mindestens 3 Stück beträgt.
- das Kabel (45) zweigeteilt ist und diese beiden Kabel / die Gummischnur an je zwei
Halte- bzw. Führungsbeschlägen (59 in Z1.4.4 teil 2, Blatt6) so in den freien Innenraum
des Schwimmkörpers geführt sind, das zwei Oberschenkel-Schlaufen für den Benutzer
entstehen;
- diese Schlaufen in der Mitte des Innenraums durch ein stark gepolstertes, schlauchartiges
Sitzpolster lose zusammengefasst werden, wobei die Länge dieses Polsters so auf die
Gesäßgröße der Benutzergruppe abgestimmt ist, dass komfortables Sitzen gewährleistet
ist;
- die vier Kabelenden an ihren Beschlägen durch Stopper (Knoten) so längenvariabel fixierbar
sind, dass körpergrößengerechte Höhen- und gleichzeitig Weitenpositionen wählbar sind.
Köperhaltemodul, Halterahmen und Tragrahmen verschmelzen zu einem Teil;
- die beidseitig des Innenraums auf der Mittelebene befestigten Beschläge entweder geschlossene
Kabelösen oder hakenförmiger Halterungen oder in kombinierte Paarung beider Varianten
aufweisen, diese Beschläge wahlweise zusätzlich als Handgriffe geformt sind.
- der tiefe Haken (44) mit den Körperhaltemodulen 05 / 06 (Sitzhose) so kombinieret
wird, das entweder hinreichend viele Haken am Schwimmkörperinnenrand (Variante 1,
Öffnung nach oben) oder am Körperhaltemodul-Oberrand (Variante 2, Öffnung nach unten)
angebracht sind und die Verbindung zwischen den beiden Komponenten als:
a) verstellbare Einzelschnürung (Dreipunkt, Vierpunkt),
b) paarweise Schnürung (Front, Rücken),
c) verstellbare Einzelschnürung (Dreipunkt, Vierpunkt)
d) paarweise Schnürung (Front, Rücken) oder
e) umlaufende Schnürung ausgeführt ist;
- der tiefe Haken, soweit er am Schwimmkörper angebracht ist, wahlweise so tief in diesen
versenkt ist (s.a. Z 1.1 und Z 1.6), dass er keine Behinderung für den Benutzer darstellt.
- dass die Haltestruktur in ihrer Weite an den Körperumfang der jeweiligen Benutzergruppe
gemäß der folgenden Lösungen anpassbar ist (s. a. Z1.4.4 Teil 1, Blatt 1):
a) drei vorgegebene, größengestufte (klein/mittel/groß) starre Halterahmen (A in Z
1.4.4-1)
b) ein starrer Halterahmen mit zwei herausnehmbaren Anpassgliedern (B in Z 1.4.4-1)
c) ein starrer Halterahmen im Bauchbereich unterbrochen ist; die Unterbrechung wird
mit einem verstellbarem Verschluss stufenlose enger oder weiter eingestellt (B1 in
Z1.4.4-1)
d) ein halbstarrer Halterahmen, der seine Steifigkeit in vertikaler Richtung wahrt,
in horizontaler Richtung durch Gliederung in kurze Profil-Segmente mit Koppelstegen
(rund, flach) jedoch verformbar ist. Die Stege sind bei Bedarf zu durchtrennen. Die
Trennstelle wird nach Entnahme von Anpassgliedern wieder verschlossen. (C in Z 1.4.4-1)
e) Der Tragrahmen im Fall a) dem Halterahmen gestuft kompatibel folgt
f) der Tragrahmen in den Fällen b) ... d) an geeigneter Stelle geschlitzt und aufgrund
seiner vom variierten Halterahmen aufdrückt / zusammengezogen wird. Der Verstellbereich
für die Körperweite der Schnittstelle beträgt z.B. beim Benutzerjahrgang der Dreijährigen
zwischen dem 5. und dem 95. Perzentil (weiblich / männlich; min. / max.) ca. 40 mm.
[0072] Körperhaltemodule:
- die Körperhaltemodule 05 bis 07a,b Bestandteil des Modulsystems sind und wahlweise
mit körpergebundenem Reserveauftrieb ausgerüstet sind;
- dieser Reserveauftrieb in Form Auftrieb spendender Hosenträger und/oder in den Oberrand
der Sitzhose (Modul 05; 06;) integrierter Auftriebskörper (Schaumstoff / Aufblaskörper)
bereitgestellt wird;
- der Oberrand der Sitzhose so gestaltet ist, das er an vier Stellen Halteösen für je
vier Einzelaufhängungen oder eine jeweils paarweise Aufhängung (vorne /hinten) oder
für eine umlaufende Aufhängung (Schnürung) oder das unlösbar befestigte umlaufende
Hakenprofil (Z1.4.1a) der Schnittstelle 12/13 aufweist (s. Z 1.4.2, Blatt 2);
- statt der Halteösen viermal der tiefe Haken angebracht ist
- der Oberrand der Sitzhose wahlweise durch ein im Querschnitt ovales Strangpressteil
gebildet wird, welches außenseitig wenigstens einen, vorzugsweise wenigstens zwei
übereinander liegende Kederrillen;
- in die Kederrillen die folgenden Komponenten eingezogen/aufgeschnappt werden: Anschlußstück
(71), Trapezlappen des Sternsitzes (61), tiefer Haken(44) (unten), Kipphebelbeschlag
(65), Sitzhose (05/06) und auf dem Oval der Hakenbeschlag (Z1.4.1 a)) aufliegt (siehe
Z1.6 e, f, g, h, i)
- der Kreuzgurt, Modul 07a, zwei um 90° versetzten Gurtpaare (37) aufweist, die im Gesäßbereich
lose verbunden und am Halterahmen verstellbar befestigt und deren Endpunkte gegen
Durchrutschen gesichert sind;
- das Sitztuch, Körperhaltemodul 51, Bestandteil des Modulsystems ist und der Halterahmen
des Sitztuchs mit den Tragholmen der halbstarren Bauweise kompatibel ist;
- das Körperhaltemodul Sitztuch (51) aus einem rechteckigem textilem Flächengebilde
besteht, welches zwischen Brust- (52) und Rückenholm (54) verstellbar gehalten wird;
- das Sitztuch in seiner Breite das Mittelmaß zwischen weitester und engster Position
der Querholme aufweist und Länge so dimensioniert ist, dass die Körpergrößenvarianz
der Benutzergruppe ausgeglichen werden kann;
- die Körperhaltemodule Gondel (03, 04), Bestandteil des Modulsystems sind und der Halterahmen
dieser Module den Profilpaarungen der Erfindung entspricht;
körperangepasste Schwimmlernbekleidung:
- Das Körperhaltemodul die Module 08, 09 aufweist, die in Kombination mit, aber auch
unabhängig vom Badefloß als Schwimmlernhilfe funktionsfähig sind;
- die Schwimmlernbekleidungen Hose (08) und Anzug (09) mit Verbindungselementen für
eine inneren Schnittstelle so ausgestattet sind, dass:
- Eine lösbare Verbindung zwischen Halterahmen (alle Varianten) und Körperhaltemodul
(hier 08, 09, körperangepasste Schwimmlernbekleidung) besteht;
- als Verbindungselement zwischen lösbarer innerer Schnittstelle bekleidungsseitig folgende
Elemente zur Anwendung kommen:
- Kederband/Doppelkeder umlaufend oder segmentiert an geeigneten Stellen der Bekleidung
aufgenäht ist;
- wahlweise Beschläge (43a/b) für Steghaken (42a/b) an mindestens drei geeigneten Stellen
angebracht sind, wobei diese Beschläge eine Höhenverstelleinrichtung aufweisen und
so gestaltet sind, dass die in ihnen gelagerten Steghaken abziehbar sind;
- wahlweise der Gürtel (46) mit Hülsenbeschlägen (47) (siehe unter 4.3.4) an den Modulen
= 08 /09 an geeigneter Stelle angebracht ist;
- die körperangepasste Schwimmlernbekleidungen (08, 09) zwangsweise mit Auftrieb in
Form von aufblasbaren oder Feststoff-Auftriebselementen ausgestattet ist;
- die Hose (08) mit Hosenträgern in schlauchartig aufblasbar bzw. mit Feststoffauftrieb
ausgestatteter Form ausgestattet ist, wobei deren Querriegel, fest oder verstellbar
auf den Vertikalträgern angebracht sind;
- der Ganzkörperanzug (09) Feststoff- oder Aufblaskissen im Hals-, Schulter-, Brustbereich
des Anzugs aufweist;
- alle Reserve-Auftriebsvolumina ausreichen, den Benutzer mit dem Kopf über
Wasser zu halten.
1. Badefloß umfassend:
a) eine Auftriebsstruktur (A; B; 27, 29, 32; 55) mit einem Schwimmkörper (A; B; 32;
55) und einem Durchstieg (D),
b) ein in dem Durchstieg angeordnetes Körperhaltemodul (3; 4; 5; 6; 7; 8; 9; 63) für
wenigstens eine Person,
c) eine Tragstruktur (11, 12; 12, 28; 12, 61; 11, 12, 61; 42b; 42c; 45), die an dem
Schwimmkörper mittels einer ersten Schnittstelle (12/21; 27/29; 60/61; 55/57; 12/42b;
12/42c; 44/45; 45/59) gehalten ist,
d) und eine an dem Körperhaltemodul befestigte Haltestruktur (13; 42a; 43b; 43c; 46),
die an der Tragstruktur in einer zweiten Schnittstelle (12/13; 42a/45; 42b/43b; 42c/43c;
45/46) gehalten ist,
e) wobei wenigstens eine der Schnittstellen relativ zu dem Schwimmkörper höhenverstellbar
ist.
2. Badefloß nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Körperhaltemodul (8; 9) ein auftriebserzeugendes Oberteil (18) und ein mit dem
Oberteil verbundenes Hosenteil aufweist.
3. Badefloß nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestruktur (13; 42a; 43b; 43c; 46) an dem Hosenteil befestigt ist.
4. Badefloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstruktur (11, 12) ein heb- und senkbarer Tragrahmen (12) ist, der mit der
Haltestruktur (13) die zweite Schnittstelle (12/13) bildet.
5. Badefloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstruktur (11, 12; 45; 12, 61; 11, 12, 61) eine im wesentlichen nur auf Zug
beanspruchbare, flexible Zugeinrichtung (11; 45; 61; 11, 61) umfasst oder ist, mittels
der das Körperhaltemodul an der Auftriebsstruktur hängend gehalten wird und deren
Länge für die Höhenverstellung verstellbar ist.
6. Badefloß nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugeinrichtung (11; 45) durch Befestigungspunkte, vorzugsweise Haken oder/und
Ösen einer mit der Auftriebsstruktur verbundenen Befestigungseinrichtung (1; 2; 21;
44; 57; 59; 62) gezogen ist.
7. Badefloß nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugeinrichtung (61; 11, 61) von einem zentralen Bereich, vorzugsweise von der
Tragstruktur (12), nach außen abragende, flexible Segmente (61) umfasst, die an Beschlägen
(60; 62) der Auftriebsstruktur für die Höhenverstellung in Stufen oder stufenlos verstellbar
befestigt sind.
8. Badefloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstruktur (42b; 42c) für die Höhenverstellung in Längsrichtung alternierend
vorstehende und zurückstehende Abschnitte aufweist und die Haltestruktur (43b; 43c)
wenigstens einen der vorstehenden Abschnitte hintergreifend an der Tragstruktur gehalten
wird.
9. Badefloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Schnittstellen so gestaltet ist, dass sie sich im Falle des Kenterns
automatisch löst.
10. Badefloß nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mittels lösbarem Formschluss die Haltestruktur (13; 42a) mit der Tragstruktur (11,
12; 12, 28; 12, 61; 11, 12, 61; 45) oder mittels lösbarem Formschluss die Tragstruktur
(42b; 42c; 45; 12, 61) mit einer Befestigungseinrichtung (12; 45; 44; 59; 62) der
Auftriebsstruktur verbunden ist.
11. Badefloß nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an der Auftriebsstruktur um den Durchstieg verteilt angeordnete Hakenbeschläge (44),
deren freien Hakenenden nach oben weisen, die Befestigungseinrichtung bilden.
12. Badefloß nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestruktur (13) mit der Tragstruktur (11, 12, 57) und die Tragstruktur (11,
12, 57) mit der Auftriebsstruktur (55) je mittels lösbarem Formschluss verbunden sind.
13. Badefloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstruktur (11, 12) einen vorzugsweise steifen Tragrahmen (12) aufweist, der
mit der Haltestruktur (13) die zweite Schnittstelle (12/13) bildet, wobei die Haltestruktur
(13) lose aufliegend an dem Tragrahmen (12) abgestützt ist.
14. Badefloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Körperhaltemodul Steghaken (42a; 42b; 42c) fest oder verstellbar befestigt
sind und die Steghaken (42a; 42b; 42c) lose in die Tragstruktur (12; 45) eingehängt
sind.
15. Badefloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestruktur (13; 46) für die Person einen Gürtel bildet, der vorzugsweise ein
Gürtelschloss aufweist und dessen Weite vorzugsweise verstellbar ist.
16. Badefloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltestruktur (13) mittels lösbarem Formschluss mit dem Körperhaltemodul verbunden
ist, wobei die Haltestruktur und das Körperhaltemodul für den Formschluss je eine
Befestigungseinrichtung (24, 25) bilden und vorzugsweise wenigstens eine der Befestigungseinrichtungen
(24, 25) den Formschluss auf unterschiedlichen Höhen ermöglicht.
17. Badefloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftriebsstruktur um den Durchstieg einen Rahmen (27) bildet und mehrere Schwimmkörper
(32) umfasst, die für die Höhenverstellung mit dem Rahmen (27) höhenverstellbar, vorzugsweise
schwenkbar, verbunden sind, vorzugsweise so, dass sie in vorgegebenen Verstellpositionen
automatisch fixiert sind.
18. Badefloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftriebsstruktur mehrere, den Auftrieb der Auftriebsstruktur zumindest im wesentlichen
erzeugende Schwimmkörper (32; 55) umfasst, die in der Auftriebsstruktur so miteinander
verbunden sind, dass sie sich im Falle des Kenterns automatisch voneinander lösen.
19. Badefloß nach einer Kombination der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (27) an den Schwimmkörpern (32) je mittels eines, vorzugsweise einzigen
Zapfens (31), der in eine Aufnahme eingreift, fliegend befestigt ist, so dass der
Zapfen im Falle des Kenterns aus der Aufnahme gleitet.
20. Badefloß nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwimmkörper (55) je paarweise verschränkt und in den Verschränkungsbereichen
je mittels eines, vorzugsweise einzigen Bolzens (56) gefügt sind, der in dem jeweiligen
Verschränkungsbereich in je eine Aufnahme der dort miteinander verschränkten Schwimmer
(55) eingreift, so dass der Bolzen (56) im Falle des Kenterns aus den beiden Aufnahmen
gleitet.
21. Badefloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftriebsstruktur wenigstens einen aufblasbaren Schwimmer (A; B; 32) umfasst,
der eine Öffnung aufweist, die von einem Ventil (16) verschlossen wird, und dass eine
Reißleine (35) mit dem Ventil (16) und dem Körperhaltemodul oder einer im Falle des
Kenterns sich von der Auftriebsstruktur lösenden Struktur verbunden ist, wobei das
Ventil (16) durch Zug an der Reißleine (35) öffnet.
22. Badefloß nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Körperhaltemodul korbartig als Gondel (3; 4) gebildet und mit einem in Schritthöhe
angeordneten Schrittgurt (36) ausgestattet ist, so dass eine Person in der Gondel
(3; 4) eine stehende oder eine auf dem Schrittgurt (36) sitzende Position einnehmen
kann.