[0001] Flüssigwaschmittel in disperser Form auf wässriger Basis, enthaltend Tenside, quaternäres
Alkyldimethylhydroxyethyl-ammoniumsalz und/oder Alkylmethylbishydroxyethylammoniumsalz,
einen oder mehrere Elektrolyte und einen oder mehrere Builder.
Durch Zusatz von Hydroxyethyl-Quats zu einer wässrigen Lösung aus Tensiden, Elektrolyten
und Builder wird eine sehr stabile Dispersion mit gutem Waschvermögen und günstigem
Viskositätsverhalten erhalten.
[0002] Flüssige Waschmittel haben gegenüber festen, pulverförmigen oder teilchenförmigen
Produkten einige anwendungstechnische Vorteile. Sie lassen sich leicht abmessen, lösen
sich schnell im Waschwasser und können in konzentrierten Lösungen oder Dispersionen
auf verschmutzte Stellen der zu waschenden Textilien aufgebracht werden. Darüber hinaus
kann man in flüssige Waschmittelformulierungen Substanzen einbauen, die sich bei Trocknungsvorgängen
zersetzen würden und für feste Mittel nicht geeignet sind.
In klaren Flüssigwaschmittel-Formulierungen können infolge begrenzter Löslichkeit
nur begrenzte Mengen löslicher Inhaltsstoffe, z.B. Builder und Tenside, eingearbeitet
werden und dementsprechend muss im Waschgang höher dosiert werden, um auch bei hohen
Wasserhärten und entsprechender partieller Inaktivierung der anionischen Tenside eine
gute Waschleistung sicherzustellen.
In Flüssigwaschmittel-Dispersionen können sehr viel größere Mengen an Inhaltsstoffen
eingesetzt werden und damit kann eine Verminderung der Dosierung pro Waschgang erzielt
werden. Zudem erlauben Flüssigwaschmittel-Dispersionen die Verwendung von nur schlecht
wasserlöslichen Inhaltsstoffen. Des weiteren haben Flüssigwaschmittel-Dispersionen
in der Regel deutlich höhere Viskositäten als klare Flüssigwaschmittel-Formulierungen.
Flüssigwaschmittel-Dispersionen tendieren auf der anderen Seite zur Phasentrennung
bei längeren Lagerzeiten und größeren Temperaturschwankungen.
[0003] So erfahren manche Produkte eine Trennung beim Lagern, andere beim Kühlen und lassen
sich nicht leicht wieder dispergieren. In manchen Fällen ändert sich die Viskosität
des Produktes, das entweder zu dick und nicht mehr fließfähig wird oder zu wässrig
dünn erscheint.
[0004] Es stellte sich die Aufgabe, flüssig-disperse Waschmittelformulierungen zu bereiten,
die neben einem guten Reinigungsvermögen über lange Zeiträume und auch bei großen
Temperaturschwankungen keine Phasentrennung zeigen, ein günstiges rheologisches Verhalten
aufweisen und kostengünstig hergestellt werden können.
[0005] In EP 170 091 werden disperse Flüssigwaschmittel auf wässriger Basis beansprucht,
enthaltend lineares Alkylbenzolsulfonat, Kalium- oder Natriumtripolyphosphat und einen
festen Builder. Die Formulierungen zeichnen sich dadurch aus, dass in Gegenwart des
Elektrolyten die Löslichkeit des Tensides in Wasser reduziert wird und dieses infolge
des Aussalzeffektes dispergiert in der wässrigen Phase vorliegt.
Eigene Untersuchungen zeigen, dass Tenside mit besserer Wasserlöslichkeit im Vergleich
zu Alkylbenzolsulfonat, beispielsweise sek. Alkansulfonate, in Gegenwart von Elektrolyten
einen geringen Aussalzeffekt zeigen und sich folglich nicht in gleicher Weise als
Dispersionen formulieren lassen.
[0006] Überraschenderweise wurde gefunden, dass durch Zusatz geringer Mengen einer quaternären
Alkylhydroxyethylammoniumverbindung zu einer wässrigen Mischung, enthaltend anionische
Tenside, Builder und gegebenenfalls Elektrolyte, die Phasenstabilität und Löslichkeit
von Flüssigwaschmittel-Dispersionen verbessert werden kann.
Neben der verbesserten Lagerstabilität wurde für spezielle Anschmutzungen, insbesondere
gegenüber öl- oder fetthaltigen Flecken, eine bessere Waschleistung der erfindungsgemäßen
Flüssigwaschmittel-Dispersionen gefunden.
[0007] Gegenstand der Erfindung sind wässrige Flüssigwaschmittel-Dispersionen, die im wesentlichen
5 bis 35, vorzugsweise 5 bis 25, insbesondere 5 bis 20 Gew.-% anionisches Tensid
10 bis 50, vorzugsweise 10 bis 40, insbesondere 10 bis 30 Gew.-% Builder,
0 bis 10, vorzugsweise 0 bis 7, insbesondere 0 bis 4 Gew.-% Elektrolyten und
0,1 bis 10 Gew.-% quaternäres Alkylhydroxyethylammoniumsalz
enthalten, wobei das Gew.-%-Verhältnis anionisches Tensid zu quaternärem Alkylhydroxyethylammoniumsalz
50:1 bis 2:1, vorzugsweise 30:1 bis 2:1, insbesondere 15:1 bis 2:1 beträgt.
[0008] Die erfindungsgemäßen Mittel enthalten bevorzugt quaternäres Alkylhydroxyethylammoniumsalz
gemäß der Formel 1

wobei R
1 für eine lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe mit 5
bis 22 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt
12 bis 14 Kohlenstoffatomen, R
2 für eine Methylgruppe, R
3 für eine Methylgruppe oder eine Gruppe der Formel -A-(OA)
n-OH steht, wobei A eine -C
2H
4 - und/oder -C
3H
6-Gruppe und n eine Zahl von 0 bis 20 sein kann, R
4 für eine Gruppe der Formel -A-(OA)
n-OH steht und X ein Anion bedeutet, X ist beispielsweise Chlorid, Bromid, Iodid, Fluorid,
Sulfat, Hydrogensulfat, Carbonat, Hydrogencarbonat, Acetat, Citrat, Phosphat, Mono-
und Di-Hydrogenphosphat, Pyrophosphat, Polyphosphat, Metaphosphat, Nitrat, Methylsulfat,
Phosphonat, Methylphosphonat, Methandisulfonat, Methylsulfonat, Ethansulfonat oder
ein Anion der Formeln R
6SO
3, R
7SO
4 oder R
6COO, worin R
6 und R
7 C
2-C
20-, vorzugsweise C
10-C
18-Alkyl, und R
7 zusätzlich auch C
1-C
18-Alkylphenyl bedeuten.
[0009] Besonders bevorzugt als Verbindung der Formel (1) ist quaternäres C
12-C
14-Alkyldimethylhydroxyethylammoniumchlorid oder -methosulfat.
[0010] Als anionische Tenside kommen in Betracht vor allem sek. Alkansulfonate, aber auch
Alkylestersulfonate, Alkylsulfate, -carboxylate, -phosphate, -sulfonate, Arylalkylsulfonate,
Alkylethersulfate und Mischungen aus den genannten Verbindungen. Im folgenden sollen
einige der in Frage kommenden Typen von anionischen Tensiden näher beschrieben werden.
Sekundäre Alkansulfonate
[0011] Sekundäre Alkansulfonate sind Tenside der Formel R-SO
3M, deren Alkylgruppe R gesättigt oder ungesättigt, linear oder verzweigt ist und die
auch Hydroxylgruppen tragen können, wobei die endständigen Kohlenstoffatome der Alkylkette
keine Sulfonatgruppe aufweisen.
Bevorzugt sind sekundäre Alkansulfonate mit linearen Alkylgruppen mit 9 bis 25 Kohlenstoffatomen,
bevorzugt mit 10 bis 20 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt mit 13 bis 17 Kohlenstoffatomen.
Gegenion M kann Natrium-, Kalium-, Ammonium-, Mono-, Di- oder Tri-Alkanol-Ammonium,
Calcium-, Magnesiumion oder Mischungen daraus sein. Bevorzugt sind Natriumsalze der
sekundären Alkansulfonate.
Alkylestersulfonate
[0012] Alkylestersulfonate stellen lineare Ester von C
8-C
20-Carboxylsäuren (d.h. Fettsäuren) dar, die durch SO
3 sulfoniert werden. Geeignete Ausgangsmaterialien sind natürliche Fettderivate, wie
z.B. Talg- oder Palmölfettsäure.
Alkylsulfate
[0013] Alkylsulfate sind wasserlösliche Salze oder Säuren der Formel ROSO
3M, worin R bevorzugt einen C
10-C
24-Kohlenwasserstoffrest, bevorzugt einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 10 bis 20
C-Atomen, besonders bevorzugt einen C
12-C
18-Alkyl- oder Hydroxyalkylrest darstellt. M ist Wasserstoff oder ein Kation, z.B. ein
Alkalimetallkation (z.B. Natrium, Kalium, Lithium) oder Ammonium oder substituiertes
Ammonium, z.B. ein Methyl-, Dimethyl- und Trimethylammoniumkation oder ein quaternäres
Ammoniumkation, wie Tetramethylammonium- und Dimethylpiperidiniumkation und quatäre
Ammoniumkationen, abgeleitet von Alkylaminen wie Ethylamin, Diethylamin, Triethylamin
und deren Mischungen. Alkylketten mit C
12-C
16 sind dabei bevorzugt für niedrige Waschtemperaturen (z.B. unter ca. 50°C) und Alkylketten
mit C
16-C
18 bevorzugt für höhere Waschtemperaturen (z.B. oberhalb ca. 50°C).
Alkylethersulfate
[0014] Die Alkylethersulfate sind wasserlösliche Salze oder Säuren der Formel RO(A)
mSO
3M, worin R einen unsubstituierten C
10-C
24-Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 10 bis 24 C-Atomen, bevorzugt einen C
12-C
20-Alkyl- oder Hydroxyalkylrest, besonders bevorzugt einen C
12-C
18-Alkyl- oder Hydroxyalkylrest darstellt. A ist eine Ethoxy- oder Propoxyeinheit, m
ist eine Zahl von größer als 0, typischerweise zwischen ca. 0,5 und ca. 6, besonders
bevorzugt zwischen ca. 0,5 und ca. 3 und M ist ein Wasserstoffatom oder ein Kation
wie z.B. ein Metallkation (z.B. Natrium, Kalium, Lithium, Calcium, Magnesium, etc.),
Ammonium oder ein substituiertes Ammoniumkation. Beispiele für substituierte Ammoniumkationen
sind Methyl-, Dimethyl-, Trimethylammonium- und quaternäre Ammoniumkationen wie Tetramethylammonium
und Dimethylpiperidiniumkationen, sowie solche, die von Alkylaminen, wie Ethylamin,
Diethylamin, Triethylamin, Mischungen davon und ähnliche, abgeleitet sind. Als Beispiele
seien genannt C
12-C
18-Alkyl-polyethoxylat(1,0)-sulfat, C
12-C
18-Alkyl-polyethoxylat (2,25)sulfat, C
12-C
18-Alkyl-polyethoxylat (3,0)sulfat, C
12-C
18-Alkyl-polyethoxylat (4,0)sulfat, wobei das Kation Natrium oder Kalium ist.
[0015] Andere anionische Tenside die nützlich für den Einsatz in Wasch- und Reinigungsmitteln
sind, sind C
8-C
24-Olefinsulfonate, sulfonierte Polycarboxylsäuren, hergestellt durch Sulfonierung der
Pyrrolyseprodukte von Erdalkalimetallcitraten, wie z.B. beschrieben im britischen
Patent GB 1,082,179, Alkylglycerinsulfate, Fettacylglycerinsulfate, Oleylglycerinsulfate,
Alkylphenolethersulfate, primäre Paraffinsulfonate, Alkylphosphate, Alkyletherphosphate,
Isethionate, wie Acylisethionate, N-Acyltauride, Alkylsuccinamate, Sulfosuccinate,
Monoester der Sulfosuccinate (besonders gesättigte und ungesättigte C
12-C
18-Monoester) und Diester der Sulfosuccinate (besonders gesättigte und ungesättigte
C
12-C
18-Diester), Acylsarcosinate, Sulfate von Alkylpolysacchariden wie Sulfate von Alkylglycosiden,
verzweigte primäre Alkylsulfate und Alkylpolyethoxycarboxylate wie die der Formel
RO(CH
2CH
2)
kCH
2COO
-M
+ worin R ein C
8-C
22Alkyl, k eine Zahl von 0 bis 10 und M ein lösliches Salz bildendes Kation ist. Harzsäuren
oder hydrierte Harzsäuren, wie Rosin oder hydriertes Rosin oder Tallölharze und Tallölharzsäuren
sind ebenfalls einsetzbar.
[0016] Die erfindungsgemäßen dispersen Flüssigwaschmittel enthalten als weitere Komponente
einen oder mehrere Builder.
Als organische und anorganische Builder eignen sich neutral oder insbesondere alkalisch
reagierende Salze, die Calciumionen auszufällen oder komplex zu binden vermögen. Builder
wie Orthophosphate und kondensierte Phosphate, z.B. Pyrophosphate, Triphosphate, Tetraphosphate,
Polyphosphate und Metaphosphate, sowie feinkristalline, synthetische wasserhaltige
Zeolithe sind bevorzugt. Besonders geeignet sind Alkaliphosphate, die in Form ihrer
alkalischen, neutralen oder sauren Natrium- oder Kaliumsalze vorliegen können. Beispiele
hierfür sind Trinatriumphosphat, Tetranatriumdiphosphat, Dinatriumdihydrogenphosphat,
Pentanatriumtriphosphat, sogenanntes Natriumhexametaphosphat, oligomeres Trinatriumphosphat
mit Oligomerisierungsgraden von 5 bis 1000, insbesondere 5 bis 50, sowie Gemische
aus Natrium- und Kaliumsalzen. Neben Phosphaten und Zeolithen werden auch bevorzugt
Schichtsilikate und amorphe Silikate sowie Carbonate und Hydrogencarbonate eingesetzt.
[0017] Brauchbare organische Builder sind beispielsweise Citronensäure, Nitriloacetat (NTA)
sowie Ethylendiamintetraessigsäure die bevorzugt in Form ihrer Salze eingesetzt werden,
und Phosphon- und Polyphosphonsäuren . Analog hierzu können auch polymere Carboxylate
und deren Salze eingesetzt werden. Hierzu gehören beispielsweise die Salze homopolymerer
oder copolymerer Polyacrylate, Polymethacrylate und insbesondere Copolymere der Acrylsäure
mit Maleinsäure, vorzugsweise solche aus 50 % bis 10 % Maleinsäure, sowie Polyasparaginsäure
und auch Polyvinylpyrrolidon und Urethane. Die relative Molekülmasse der Homopolymeren
liegt im allgemeinen zwischen 1000 und 100 000, die der Copolymeren zwischen 2000
und 200 000, vorzugsweise 50 000 bis 120 000, bezogen auf die freie Säure, insbesondere
sind auch wasserlösliche Polyacrylate geeignet, die beispielsweise mit etwa 1 % eines
Polyallylethers der Sucrose quervernetzt sind und die eine relative Molekülmasse oberhalb
einer Million besitzen. Beispiele hierfür sind die unter dem Namen Carbopol 940 und
941 erhältlichen Polymere. Als Phosphonate kommen beispielsweise Acetodiphosphonate,
Aminotrismethylenphosphonate und Ethylentetramethylenphosphonate in Frage.
[0018] Unter "Elektrolyte" werden nicht-grenzenflächenaktive, wasserlösliche, ionische Verbindungen
verstanden, die die Löslichkeit oder die Micellkonzentration von Tensiden in der wässrigen
Formulierung herabsetzen und einen "Aussalz-Effekt" bewirken. Geeignet sind Alkali-
oder Ammoniumchloride, -nitrate, -phosphate, - carbonate, -sulfate, -silikate, -acetate,
-citrate oder -polyphosphate. Bevorzugt eingesetzt werden Kaliumchlorid, Kaliumsulfat,
Kaliumcarbonat, Pentanatriumtriphosphat und Pentakaliumtriphosphat.
[0019] Die erfindungsgemäßen dispersen Flüssigwaschmittel können zusätzlich zu den anionischen
Tensiden noch nichtionische, amphotäre, aber auch kationische Tenside enthalten.
[0020] Bevorzugte nichtionische Tenside sind Fettalkoholoxethylate mit ca. 1 bis ca. 25
mol Ethylenoxid. Die Alkylkette der aliphatischen Alkohole kann linear oder verzweigt,
primär oder sekundär sein, und enthält im allgemeinen von 8 bis 22 Kohlenstoffatome.
Besonders bevorzugt sind die Kondensationsprodukte von Alkoholen, die eine Alkylkette
von 10 bis 20 Kohlenstoffen enthalten, mit 2 bis 18 mol Ethylenoxid pro mol Alkohol.
Die Alkylkette kann gesättigt oder auch ungesättigt sein. Ebenso können die Alkoholethoxylate
eine enge Homologenverteilung des Ethylenoxides ("Narrow Range Ethoxylates") oder
eine breite Homologenverteilung des Ethylenoxides ("Broad Range Ethoxylates") aufweisen.
Beispiele von kommerziell erhältlichen nichtionischen Tensiden dieses Types sind Tergitol™
15-S-9 (Kondensationsprodukt eines C
11-C
15 linearen sekundären Alkohols mit 9 mol Ethylenoxid), Tergitol™ 24-L-NMW (Kondensationsprodukt
eines C
12-C
14-linearen primären Alkohols mit 6 mol Ethylenoxid mit enger Molgewichtsverteilung).
Ebenfalls unter diese Produktklasse fallen die Genapol™-Marken der Clariant GmbH.
[0021] Darüber hinaus kommen erfindungsgemäß auch andere bekannte Typen von nichtionischen
Tensiden in Frage, wie Polyethylen-, Polypropylen- und Polybutylenoxidaddukte von
Fettalkoholen mit 8 bis 22 C-Atomen in der Alkylkette sowie von Alkylphenolen mit
6 bis 12 C-Atomen in der Alkylkette, Additionsprodukte von Ethylenoxid mit einer hydrophoben
Base, gebildet aus der Kondensation von Propylenoxid mit Propylenglykol oder Additionsprodukte
von Ethylenoxid mit einem Reaktionsprodukt von Propylenoxid und Ethylendiamin, aber
auch Fettsäurepolyhydroxyamide und Fettsäureamidoalkoxylate.
[0022] Des weiteren können semipolare nichtionische Tenside, beispielsweise Aminoxide der
Formel

eingesetzt werden, worin R
8 eine Alkyl-, Hydroxyalkyl- oder Alkylphenolgruppe oder Mischungen hiervon darstellt
mit einer Kettenlänge von 8 bis 22 Kohlenstoffatome; R
9 ist eine Alkylen- oder Hydroxyalkylengruppe mit 2 bis 3 Kohlenstoffatomen oder Mischungen
hiervon; R
10 ist eine Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppe mit. 1 bis 3 Kohlenstoffatomen oder eine
Polyethylenoxidgruppe mit 1 bis 3 Ethylenoxideinheiten. Die R
10/R
9-Gruppen können miteinander über ein Sauerstoff- oder Stickstoffatom verbunden sein
und somit einen Ring bilden.
Diese Aminoxide umfassen besonders C
10-C
18-Alkyldimethylaminoxide und C
8-C
12-Alkoxyethyl-Dihydroxyethylaminoxide.
[0023] Beispiele für amphotäre Tenside, die in den Formulierungen der vorliegenden Erfindung
Einsatz finden können, sind vor allem solche, die als Derivate von aliphatischen sekundären
und tertiären Aminen beschrieben werden, in denen der aliphatische Rest linear oder
verzweigt sein kann und in denen einer der aliphatischen Substituenten zwischen 8
bis 18 Kohlenstoffatome enthält und eine anionische, wasserlösliche Gruppe, wie z.B.
Carboxy, Sulfonat, Sulfat, Phosphat oder Phosphonat enthält. Amphotäre Tenside in
diesem Zusammenhang schließen amphotäre Imidazolinium-Tenside ein, wie sie in der
nachfolgenden Formel dargestellt sind:

worin R
11 C
8-C
22-Alkyl oder Alkenyl, bevorzugt C
12-C
16, R
12 Wasserstoff oder eine Gruppe der Formel CH
2CO
2M, R
13 eine Gruppe der Formeln CH
2CH
2OH oder CH
2CH
2OCH
2CHCOOM, R
14 Wasserstoff oder eine Gruppe der Formeln CH
2CH
2OH oder CH
2CH
2OCH
2CHCOOM, Z CO
2M oder CH
2CO
2M bedeutet,
n ist 2 oder 3, bevorzugt 2, M ist Wasserstoff oder ein Kation wie Alkalimetall, Erdalkalimetall,
Ammoniak oder Alkanolammonium.
[0024] Bevorzugte amphotäre Tenside der obigen Formel sind Monocarboxylate und Dicarboxylate.
Bespiele dieser Verbindungen schließen Cocoamphocarboxypropionat, Cocoamidocaboxypropionsäure,
Cocoamphocarboxyglycinat (oder auch als Cocoamphodiacetat bezeichnet) und Cocoamphoacetat
ein.
[0025] Weitere bevorzugte amphotäre Tensid sind Alkyldimethylbetaine, Alkylamidobetaine
und Alkyldipolyethoxybetaine mit einem Alkylrest, der linear oder verzweigt sein kann,
mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen, bevorzugt mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen und besonders
bevorzugt mit 12 bis 18 Kohlenstoffatomen. Diese Verbindungen werden z.B. von der
Clariant GmbH unter dem Handelnamen Genagen® vermarktet.
[0026] Typische Beispiele für kationische Tenside sind quartäre Ammoniumverbindungen und
Esterquats, insbesondere quaternierte Fettsäurealkanolaminester-Salze und Dialkylaminopropylaminester-Salze.
Hilfs- und Zusatzstoffe
[0027] Die erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittel können die für diese Produkte üblichen Hilfs-
und Zusatzstoffe, beispielsweise Bleichaktivatoren, Bleichkatalysatoren, optische
Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungsinhibitoren, Lösungsvermittler,
Hydrotrope, Enzyme, Enzymstabilisatoren, Verdickungsmittel , Konservierungsmittel,
Duft- und Farbstoffe, Perlglanzmittel, Schauminhibitoren, Sequestriermittel, Korrosionsinhibitoren
und Antioxidantien enthalten.
[0028] Repräsentative Beispiele für Bleichaktivatoren sind etwa N,N,N',N'-Tetraacetylethylendiamin
(TAED), Nonanoylcaprolactamphenylsulfonatester (APES), Glucosepentaacetat (GPA), Xylosetetraacetat
(TAX), Acyloxybenzolsulfonate (z.B. Nonanoyloxybenzolsulfonat (NOBS), Natrium-4-benzoyloxybenzolsulfonat
(SBOBS), Natriumtrimethylhexanoyloxybenzolsulfonat (STHOBS)), Diacetyldioxohexahydrotriazin
(DADHT), Tetraacetylglucoluril (TAGU), Tetraacetylcyansäure (TACA), Di-N-acetyldimethylglyoxin
(ADMG) und 1-Phenyl-3-acetylhydantoin (PAH) und Nitrilotriacetat (NTA), sowie Ammoniumnitrile
("Nitrilquats"), die in Kombination mit einer Wasserstoffperoxidquelle eingesetzt
werden. Beispiele hierfür sind Perborat-Monohydrat, Perborat-Tetrahydrat, Percarbonate,
Alkalipersulfate, -persilikate und -percitrate, wobei Natrium das bevorzugte Alkalimetall
ist, sowie Wasserstoffperoxid-Addukte an Harnstoff oder Aminoxiden. Zusätzlich oder
alternativ können Peroxycarbonsäuren, zum Beispiel Dodecandipersäure oder Phthalimidopercarbonsäuren,
die gegebenenfalls am Aromaten substituiert sein können, enthalten sein. Der Zusatz
geringer Mengen bekannter Bleichmittelstabilisatoren wie beispielsweise von Phosphonaten,
Boraten, beziehungsweise Metaboraten und Metasilikaten, sowie Magnesiumsalzen wie
Magnesiumsulfat kann vorteilhaft sein.
Die Mittel können als optische Aufheller Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure
und deren Alkalimetallsalze enthalten. Geeignet sind z.B. Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazinyl-6-amino)stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholinogruppe eine Diethanolaminogruppe,
eine Methylaminogruppe, eine Anilinogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe tragen.
Ebenso eignen sich substituierte Diphenylstyryle, z.B. Alkalisalze des 4,4'-Bis(2-sulfostyryl)-diphenyls,
4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyls oder 4-(4-Chlorstyryl)-4'-(2-sulfostyryl)-diphenyls.
Der maximale Gehalt an Aufhellern in den erfindungsgemäßen Mitteln beträgt 0,5 Gew.-%,
vorzugsweise werden Mengen von 0,02 bis 0,25 Gew.-% eingesetzt.
[0029] Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den abgelösten Schmutz in der Flotte suspendiert
zu halten. Hierzu sind wasserlösliche Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise
Stärke und Cellulose sowie deren Derivate, Leim, Gelatine, Salze von Ethercarbonsäuren
oder Ethersulfonsäuren der Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestern
der Cellulose oder der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide
sind für diesen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich andere als die obengenannten
Stärkederivate verwenden, z.B. Aldehydstärken.
Bevorzugt werden Celluloseether, wie Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose,
Hydroxyalkylcellulose und Mischether, wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose,
Methylcarboxymethylcellulose in Mengen von 0,3 Gew.-% bis 5 Gew.-% bezogen auf das
fertige Mittel eingesetzt.
[0030] Als Farbübertragungsinhibitoren eignen sich Polyvinylpyrrolidone, Polyvinylimidazole,
polymere N-Oxide wie Poly-(vinylpyridin-N-oxid) und Copolymere von Vinylpyrrolidon
mit Vinylimidazol. Auch Farbschutzadditive wie z.B. quaternäre Polyaminderivate, kationische
Methylolamide oder Formaldehydkondensationsprodukte, können eingesetzt werden.
[0031] Die erfindungsgemäßen Mittel können als Schauminhibitoren Fettsäurealkylesteralkoxylate,
Organopolysiloxane und deren Gemische mit mikrofeiner, gegebenenfalls silanierter
Kieselsäure sowie Paraffine, Wachse, Mikrokristallinwachse und deren Gemische mit
silanierter Kieselsäure, enthalten. Mit Vorteil können auch Gemische verschiedener
Schauminhibitoren verwendet werden, z.B. solche aus Silikonöl, Paraffinöl oder Wachsen.
[0032] Die gewünschte Viskosität der Mittel kann durch Zugabe von Wasser und/oder organischen
Lösungsmitteln oder durch Zugabe einer Kombination aus organischen Lösungsmitteln
und Verdickungsmitteln eingestellt werden.
Prinzipiell kommen als organische Lösungsmittel alle ein- oder mehrwertigen Alkohole
in Betracht. Bevorzugt werden Alkohole mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen wie Methanol,
Ethanol, Propanol, Isopropanol, geradkettige und verzweigtes Butanol, Glycerin und
Mischungen aus den genannten Alkoholen eingesetzt. Weitere bevorzugte Alkohole sind
Polyethylenglykole mit einer relativen Molekülmasse unter 2000. Insbesondere ist ein
Einsatz von Polyethylenglykol mit einer relativen Molekülmasse zwischen 200 und 600
und in Mengen bis zu 45 Gew.-% und von Polyethylenglykol mit einer relativen Molekülmasse
zwischen 400 und 600 in Mengen von 5 bis 25 Gew.-% bevorzugt. Eine vorteilhafte Mischung
aus Lösungsmitteln besteht aus monomerem Alkohol, beispielsweise Ethanol und Polyethylenglykol
im Verhältnis 0.5 : 1 bis 1.2 : 1, wobei die erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittel
8 bis 12 Gew.-% einer solchen Mischung enthalten können. Weitere geeignete Lösungsmittel
sind beispielsweise Triacetin (Glycerintriacetat) und 1-Methoxy-2-propanol.
[0033] Als Verdickungsmittel werden bevorzugt gehärtetes Rizinusöl, Salze von langkettigen
Fettsäuren, vorzugsweise in Mengen von 0 bis 5 Gew.-% und insbesondere in Mengen von
0,5 bis 2 Gew.-%, beispielsweise Natrium-. Kalium-, Aluminium-, Magnesium- und Titan-Stearate
oder die Natrium und/oder KaliumSalze der Behensäure, sowie Polysaccharide, insbesondere
Xanthan-Gum, Guar-Guar, Agar-Agar, Alginate und Tylosen, Carboxymethylcellulose und
Hydroxyethylcellulose, ferner höhermolekulare Polyethylenglycolmono- und diester von
Fettsäuren, Polyacrylate, Polyvinylalkohol und Polyvinylpyrrolidon eingesetzt. Ebenso
geeignet sind Copolymere auf Basis von Acryloyldimethyltaurinsäure, wie in EP 10 60142,
EP 10 28129, EP 11 16 733 und Hostacerin® AMPS beschrieben.
[0034] Als Hydrotrope eignen sich beispielsweise Natriumtoluolsulphonat, Natriumcumolsulphonat,
Natriumxylolsulphonat, Alkanphosphonsäuren und Alkenyldicarbonsäuren sowie deren Anhydride.
[0035] Als Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen und Cellulasen
bzw. deren Gemische in Frage. Ihr Anteil kann 0,2 bis 3 Gew.-% betragen. Die Enzyme
können an Trägersubstanzen adsorbiert werden und/oder in Hüllsubstanzen eingebettet
sein.
[0036] Um Spuren von Schwermetallen zu binden, können die Salze von Polyphosphorsäuren,
wie 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure (HEDP), Ethylendiamintetramethylenphosphonsäure
(EDTMP) und Diethylentriaminpentamethylenphosphonsäure (DTPMP) eingesetzt werden.
[0037] Als Konservierungsmittel eignen sich beispielsweise Phenoxyethanol, Formaldehydlösung,
Parabene, Isothiazolinone, Pentandiol oder Sorbinsäure.
[0038] Als Perlglanzmittel kommen beispielsweise Glycoldistearinsäureester wie Ethylenglycoldistearat,
aber auch Fettsäuremonoglycolester in Betracht.
[0039] Die Herstellung der erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittel kann durch einfaches Mischen
der Inhaltsstoffe, die in Substanz oder als Lösung in einen automatischen Mischer
gegeben werden können, erfolgen.
[0040] Nachfolgende Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne sie darauf einzuschränken.
Alle Prozentangaben verstehen sich als Gewichtsprozent.
Beispiele:
1. Formulierungen I (* Vergleichsbeispiele)
[0041]
| Inhaltsstoffe |
Gehalt [%] |
| |
1* |
2* |
3 |
4 |
5 |
6 |
| LAS |
9 |
- |
- |
- |
- |
- |
| Alkylsulfat |
1 |
1 |
1 |
1 |
- |
- |
| TEA |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
- |
- |
| Hostapur SAS |
- |
9 |
9 |
9 |
9 |
9 |
| Genapol DU 030 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
2 |
| STPP |
14 |
14 |
14 |
- |
14 |
14 |
| PTPP |
- |
- |
- |
14 |
- |
- |
| Natriumdisilikat |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
| Praepagen HY |
- |
- |
2,0 |
1,0 |
0,8 |
1,4 |
| KCI |
- |
- |
- |
- |
2,3 |
- |
| K2SO4 |
- |
- |
- |
- |
- |
2,0 |
| Opt. Aufheller |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
0,1 |
| Enzym (Cellulase) |
0,25 |
0,25 |
0,25 |
0,25 |
0,25 |
0,25 |
| Viskosität [mPa·s] |
2750 |
- |
2200 |
950 |
1650 |
1650 |
| (Brookfield RVT, 20 rpm, 22°C) |
(Spdl 3) |
- |
(Spdl 3) |
(Spdl 3) |
(Spdl 3) |
(Spdl 3) |
2. Lagertest mit Formulierungen I
[0042]
| Bedingungen |
1* |
2* |
3 |
4 |
5 |
6 |
| RT, 28 Tage |
ok |
zwei Phasen |
ok |
ok |
ok |
ok |
| 40°C, 28 Tage |
zwei Phasen |
zwei Phasen |
ok |
ok |
ok |
ok |
| 5°C, 28 Tage |
ok |
zwei Phasen |
ok |
ok |
ok |
ok |
| ok = homogene Dispersion, keine Phasentrennung beobachtbar |
3. Waschversuche mit Formulierungen I
[0043]
- Bedingungen:
- LINITEST
Temperatur: 40°C Waschzeit: 30 min Wasserhärte: 12 °d
Dosierung: 10 g/l
| Testgewebe |
Remission (457 nm, UV-Filter) [%] |
| |
1* |
3 |
4 |
5 |
6 |
| Rotwein |
51 |
51 |
50 |
51 |
51 |
| Kaffee |
57 |
58 |
58 |
59 |
59 |
| Tee |
43 |
43 |
43 |
- |
- |
| Chlorphyll/Pflanzenöl |
43 |
42 |
42 |
41 |
41 |
| Pigment/Öl |
48 |
49 |
48 |
n.d. |
n.d. |
| Hautfett |
57 |
58 |
58 |
58 |
60 |
| Blut/Milch/Tusche |
34 |
34 |
33 |
31 |
32 |
| Kakao |
38 |
39 |
39 |
- |
- |
4. Formulierungen II (* Vergleichsbeispiele)
[0044]
| Inhaltsstoffe |
Gehalt [%] |
| |
1* |
7* |
8 |
9 |
| LAS |
9 |
- |
- |
- |
| Alkylsulfat |
1 |
- |
- |
- |
| TEA |
0,5 |
- |
- |
- |
| Hostapur SAS |
- |
9 |
9 |
9 |
| Genapol UD 030 |
2 |
1 |
1 |
1 |
| STPP |
14 |
12 |
12 |
12 |
| PTPP |
- |
- |
- |
- |
| Natriumdisilikat |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
0,5 |
| Praepagen HY |
- |
- |
2,1 |
1,5 |
| KCI |
- |
- |
- |
2,0 |
| K2SO4 |
- |
- |
- |
- |
| Opt. Aufheller |
0,1 |
0,05 |
0,05 |
0,05 |
| Enzym (Cellulase) |
0,25 |
0,25 |
0,25 |
0,25 |
| Viskosität [mPa·s] |
2750 |
- |
680 |
740 |
| (Brookfield RVT, 20 rpm, 22°C) |
(Spdl 3) |
- |
(Spdl 2) |
(Spdl 2) |
5. Lagertest mit Formulierungen II
[0045]
| Bedingungen |
1* |
7* |
8 |
9 |
| RT, 28 Tage |
ok |
zwei Phasen |
ok |
ok |
| 40°C, 28 Tage |
zwei Phasen |
zwei Phasen |
ok |
ok |
| 5°C, 28 Tage |
ok |
zwei Phasen |
ok |
ok |
| ok = homogene Dispersion, keine Phasentrennung beobachtbar |
6. Waschversuche mit Formulierungen II
[0046]
- Bedingungen:
- LINITEST
Temperatur: 40°C Waschzeit: 30 min Wasserhärte: 12 °d
Dosierung: 10 g/l
| Testgewebe |
Remissionsdifferenz (457 nm, UV-Filter) [%] |
| |
1* |
7* |
8 |
9 |
| Lippenstift |
14 |
12 |
20 |
20 |
[0047] Dieses Beispiel zeigt, dass die erfindungsgemäßen Formulierungen mit sek. Alkansulfonat
und quaternärem Alkylhydroxyethylammoniumsalz deutliche Vorteile in der Waschleistung
an bestimmten Anschmutzungen gegenüber den Vergleichsbeispielen haben.
7. Herstellung der Formulierungen im Labor
[0048] In einem Becherglas wird zunächst der optische Aufheller mit dem nichtionischen Tensid
Genapol UD 030 mit einem Glasstab angeteigt, dann falls erforderlich Alkylsulfat und
TEA zugemischt und anschließend das Hostapur SAS 60 ebenfalls mit einem Glasstab eingerührt
(Mischung 1).
[0049] In einem zweiten Becherglas wird die benötigte Menge VE-Wasser vorgelegt und unter
Rühren mit einem Magnetrührer zunächst 9 % STPP bzw. PTPP gelöst (Mischung 2).
[0050] Die klare Mischung 2 wird anschließend mit einem Glasstab in die Mischung 1 eingerührt,
bis sich keine Teilchen der Tensidphase mehr an der Wandung des Becherglases befinden.
[0051] Danach wird die resultierende Mischung so lange mit einem Magnetrührer weitergerührt,
bis sich eine homogene Dispersion bildet. Dabei wird die restliche Menge STPP bzw.
PTPP (3 % bzw. 5 %) und anschließend das Natriumdisilikat zugegeben.
[0052] Nach Korrektur des pH-Wertes auf einen Wert von pH 8.3 wird die erforderliche Menge
Praepagen HY und Kaliumsalz eingerührt. Zum Schluss wird die Cellulase untergemischt
und eventuell verdampftes VE-Wasser ersetzt.
Chemische Bezeichnung der eingesetzten Handelsprodukte
[0053]
- LAS
- lineares C12/14-Alkylbenzolsulfonat
- Alkylsulfat
- C12/14-Alkylsulfat
- TEA
- Triethanolamin
- Hostapur SAS
- sek. C13-17-Alkansulfonat
- Genapol DU 030
- C11-Oxalkoholpolyglykolether, 3EO
- STPP
- Natriumtripolyphosphat
- PTPP
- Kaliumtripolyphosphat
- Praepagen HY
- C12/14-Alkyldimethylhydroxyethylammoniumchlorid