[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Formen einer mindestens zweilagigen
Faserstoffbahn mit einem ersten Band, über das eine erste Faserstofflage einläuft,
mit einem zweiten Band, über das eine zweite Faserstofflage einläuft, und mit einem
Zusammenführungsabschnitt, in dem die erste und die zweite Faserstofflage zu der Faserstoffbahn
zusammenführbar sind.
[0002] Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 196 51 493 A1 (PB10449 DE) des Anmelders
ist eine Maschine zur Herstellung einer mehrlagigen Faserstoffbahn bekannt. Über einen
Doppelsiebformer wird zunächst eine erste Faserstofflage erzeugt, die in einem Zusammenführungsabschnitt
mit einer weiteren, von einer anderen Siebpartie erzeugten Faserstofflage zur Bildung
einer zweilagigen Faserstoffbahn verbunden wird. Nach diesem Prinzip lassen sich auch
drei- und mehrlagige Faserstoffbahnen, insbesondere Papier- und Kartonbahnen, herstellen.
[0003] Es ist die Aufgabe der Erfindung, auch im Bereich ihrer seitlichen Ränder gut mit
einander vergautschbare Faserstofflagen zur Bildung der Faserstoffbahn zur Verfügung
zu stellen.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, dass vor dem Zusammenführungsabschnitt an wenigstens einem der Bänder
eine Anordnung zum Abtrennen eines Randbereichs der Faserstofflage angeordnet ist.
[0005] Damit wird bei der Herstellung einer mehrlagigen Materialbahn mit unterschiedlicher
Lagenqualität mindestens ein Lagenrand vor dem Vergautschen mit mindestens einer weiteren
Lage abgetrennten und in einen definierten Bereich abgeführt. Dadurch entsteht ein
geschlossener Materialkreislauf. Durch das Entfernen wenigstens eines Randes einer
Faserstofflage im Bereich vor der Zusammenführung mit einer Faserstofflage erhält
diese einen sauberen, präzise definierten Rand, so dass sich die gesamte Faserstofflage
und insbesondere im Randbereich besser mit einer anderen Faserstofflage vergautschen
lässt.
[0006] Es entsteht keine Vermischung zwischen den Materialien der beiden Faserstofflagen.
Dies gilt insbesondere dann, wenn auch der Rand der zweiten Faserstofflage durch eine
genauso oder ähnlich wie die erste Anordnung ausgebildete Anordnung entfernt wird.
[0007] Wenn wenigstens eine einzige Anordnung zum Abtrennen des Randbereichs der Faserstofflage
vorhanden ist, lässt sich der daraus abfallende Faserstoff erneut in den Produktionsprozess
zum Herstellen derselben Faserstofflage einbringen. In einer Variante der oben beschriebenen
Erfindung wird zuerst der Rand einer höherwertigen oder einer niedrigerwertigen Lagenqualität
abgetrennt, um die entsprechende Qualität aus dem Wiedergewinnungs- oder Rückführungsvorgang
in einen Stoffauflauf zur Herstellung einer Faserstofflage herauszuhalten. Die Faserstofflagen
können von Doppelsiebformern oder von Langsieben gebildet werden.
[0008] Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung
in Verbindung mit den Zeichnungen.
[0009] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung arbeitet die Vorrichtung mit einer
Anordnung, die mindestens eine Trennvorrichtung zum Abtrennen des Randbereichs mittels
eines fluiden Mediums, insbesondere mittels Luft und/oder Wasser, umfasst.
[0010] Als besonders geeignete Drücke eignen sich zum Abtrennen mittels Luft Drücke zwischen
1,5 und 5 bar, insbesondere zwischen 2 und 4 bar, und zum Abtrennen mittels Wasser
Drücke zwischen 5 und 30 bar, insbesondere zwischen 10 und 20 bar.
[0011] Die Vorrichtung ist vorteilhaft so ausgestaltet, dass die Anordnung als ganze oder
einzelne Trennvorrichtungen über eine Verschiebeeinheit transversal zur Laufrichtung
der Faserstofflage verschiebbar sind, insbesondere über eine Verschiebebreite zwischen
5 und 500 mm. Dadurch ist eine große Variabilität zur Herstellung verschiedener Breiten
von Faserstofflagen und Materialbahnen aus ihnen gegeben. Vor allem lassen sich, wenn
jeder Faserstofflage eine Anordnung zugeordnet ist, mehrere Faserstofflagen präzise
übereinanderliegen, ohne dass Faserstoffe in den Randbereichen mit einander vermischt
werden, die nach Herstellung der gesamten Materialbahn ohnehin abgetrennt werden müssten,
da sie nicht die geforderte einheitliche Konsistenz haben wie im mittleren Bereich
der Materialbahn.
[0012] Die zu der Anordnung gehörigen Trennvorrichtungen können in allen Kombinationen ihrer
Reihenfolge mit allen Kombinationen von Drücken eingesetzt werden.
[0013] Die Faserstofflagen lassen sich mit Vorteil durch eine im Zusammenführungsbereich
angeordnete Gautschwalze verbinden.
[0014] In einer besonders vorteilhaften Ausführung der Anordnung sind drei Trennvorrichtungen
vorgesehen, von denen eine erste und eine zweite Trennvorrichtung jeweils mit Wasser
arbeiten und eine dritte, diesen nachgeordnete Trennvorrichtung mit Luft.
[0015] In einer Ausführungsform sind die erste und die zweite Trennvorrichtung auf jeweils
einander gegenüberliegenden Seiten der Faserstofflage angeordnet; dadurch werden die
Faser von beiden Seiten sauber abgetrennt.
[0016] Ebenfalls von Vorteil ist es, wenn die dritte Trennvorrichtung auf derselben Seite
wie die zweite Trennvorrichtung angeordnet ist.
[0017] Wenn eine Abführvorrichtung zum Abführen des von der Anordnung abgetrennten Randes
der Faserstofflage zu einer Wiederaufbereitungsvorrichtung vorhanden ist, lässt sich
der gesamte Rand der Faserstofflage ohne Vermischung mit Fasern anderer Faserstofflagen
wiederverwerten.
[0018] Hierzu wird vorteilhafterweise der abgetrennte Rand von der Wiederaufbereitungsvorrichtung
zu dem Stoffauflauf derselben Faserstofflage zurückgeführt, so dass die Fasern aus
dem Randbereichen unmittelbar nach ihrer Abtrennung wieder dem Produktionsprozess
zugeführt werden.
[0019] Eine sichere Abführung der Fasern des Randbereiches wird gewährleistet, wenn in der
Abführvorrichtung eine Ansaugung des abgetrennten Randes der Faserstofflage mittels
Unterdruck stattfindet.
[0020] Nachfolgend wird die Erfindung in Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den beigefügten
Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Maschine zur Herstellung einer zweilagigen Faserstoffbahn
mit zwei Siebpartien zur Bildung von Faserstofflagen mit einer Anordnung zum Abtrennen
eines Randbereichs der Faserstofflage;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine Faserstofflage im Bereich eines mehrschichtigen Stoffauflaufs,
der zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet ist; und
- Fig. 3 - 5
- drei schematische Seitenansichten von Maschinen zur Herstellung mehrlagiger Faserstoffbahnen.
[0021] Die in der Figur dargestellte Maschine zur Herstellung einer mindestens zweilagigen
Faserstoffbahn umfasst eine Siebpartie 10. Die Faserstoffbahn ist insbesondere eine
Papier- oder Kartonbahn. Die Siebpartie 10 wird vornehmlich in Papier- oder Kartonmaschinen
eingesetzt. Im Bereich der Siebpartie 10 verläuft ein Band 12, insbesondere ein Sieb
oder ein Filz, in Richtung eines Pfeils 14 im wesentlichen horizontal eines Doppelsiebformers
20. Das Band 12 gehört zu einem Langsiebformer. Am Ausgang des Doppelsiebformers 20
befindet sich ein Zusammenführungsbereich, in dem die von dem Doppelsiebformer 20
erzeugte zweite Faserbahnlage mit einer ersten von dem Langsiebformer erzeugten und
über das Band 12 zugeführte Faserbahnlage verbunden wird.
[0022] Der Doppelsiebformer 20 weist ein erstes Endlosband 22, das Obersieb, und ein zweites
Endlosband 24, das Untersieb, auf, die zum Formen der zweiten Faserstofflage parallel
geführt werden. Die Endlosbänder 22, 24 bilden in einem Bereich, in dem sie zur Parallelführung
zusammengeführt werden, einen Eintrittsspalt 26. An dem Eintrittsspalt 26 ist ein
schematisch angedeuteter Stoffauflauf 28 angeordnet, durch den eine Faserstoffsuspension
für die erste Faserstofflage in den Eintrittsspalt 26 eingestrahlt wird. Alternativ
lässt sich auch ein Mehrschichtenstoffauflauf vorsehen.
[0023] Der Doppelsiebformer 20 weist eine Formierwalze 30 auf, die von dem Obersieb 22 über
den größten Teil ihres Umfangs umschlungen wird. An dem Untersieb 24 ist im Bereich
des Eintrittsspaltes 26 eine Siebleitwalze 32 vorgesehen, von der das Untersieb 24
auf die Formierwalze 30 läuft. Die Formierwalze 30 weist einen Saugabschnitt 34 auf,
der etwa im Bereich der Umschlingung der Formierwalze 30 durch das Obersieb 22 und
das Untersieb 24 angeordnet ist. An dem Untersieb 24 ist gegenüber der Formierwalze
30 eine Reihe von Formierleisten 36 vorgesehen, die feststehend, aber auch beweglich
ausgebildet sein können.
[0024] Das Obersieb 22 und das Untersieb 24 laufen mit der dazwischen angeordneten, nicht
dargestellten Faserstofflage schräg nach oben und umschlingen Leitwalzen 38 und eine
auch als besaugte oder unbesaugte Formierwalze ausgebildete Umlenkwalze 40. Von der
Umlenkwalze 40 läuft das Obersieb 22 mit der daraufliegenden zweiten Faserstofflage
zu einer Gautschwalze 42 und von dieser über Leitwalzen 44 zurück zur Formierwalze
30. Zum Abheben des Untersiebes 24 ist unmittelbar hinter dem Auslaufbereich der Umlenkwalze
40 auf der Seite des Obersiebes 22 ein Trennsauger 46 vorgesehen. Von dem Trennsauger
46 läuft das Obersieb 22 mit der daraufliegenden Faserstofflage auf die Gautschwalze
42 auf.
[0025] Der Doppelsiebformer 20 kann selbstverständlich auch weitere, in der bereits genannten
deutschen Offenlegungsschrift DE 196 51 493 A1 (PB10449 DE) des Anmelders offenbarte
Ausgestaltungen, wie beispielsweise die Umschlingung der Formierwalze 30 in deren
oberen Umfangsbereich durch die beiden Siebe 22, 24, annehmen.
[0026] Zwischen dem Trennsauger 46 und der Gautschwalze 42 ist eine Anordnung 48 zum Abtrennen
des Randstreifen der Faserstofflage angeordnet, die auf der Seite der Faserstofflage
eine in der Laufrichtung des Obersiebes 22 erste Trennvorrichtung 50 zum Schneiden
der Faserstofflage mittels Wasser aufweist. Das Wasser hat einen Druck von beispielsweise
20 bar. Auf der Seite des Obersiebes 22 ist der Trennvorrichtung 50 eine zweite Trennvorrichtung
52 nachgeordnet, die ein Abschlagspritzrohr zum Aufspritzen von Wasser auf die Faserstofflage
mit einem Druck von beispielsweise 12 bar umfasst. Eine dritte ebenfalls auf der Seite
des Obersiebes angeordnete Trennvorrichtung 54 weist ein Abschlagblasrohr auf, aus
dem Druckluft mit einem Druck von beispielsweise 2, b bis 3 bar auf die Faserstofflage
aufgeblasen wird. Dadurch wird eine vollständige Abtrennung des Randbereiches der
Faserstofflage sichergestellt. Der abgetrennte Rand der Faserstofflage wird stück-
oder fetzenweise über eine Abführvorrichtung 56 abgesaugt. Die Abführvorrichtung 56
umfasst ein Rohr mit einem trichterförmigen, der Abreißzone des Randes der Faserstofflage
angepassten Öffnung. Mittels Unterdruck in dem Rohr wird die Entfernung der überschüssigen
Stücke der Faserstofflage unterstützt. Der abgetrennte Rand der Faserstofflage wird
beispielsweise über eine Wiederaufbereitungsvorrichtung zu dem Stoffauflauf derselben
Faserstofflage zurückgeführt.
[0027] Eine Faserstofflage 58 wird durch die Anordnung 48 hindurchgeführt. Über ein Seitengestell
60 und eine daran angebrachte Halterung 62 wird die Anordnung 48 gehalten und ist
transversal zur Laufrichtung der Faserstofflage 58 über eine (hier nicht dargestellte)
Verschiebeeinheit verschiebbar und schneidet die Faserstofflage 58 in einem Bereich
64. Die Faserstofflage 58 kann die maximale Breite S haben und wird durch einen oder
mehrere Schneid- oder Trennvorgänge auf die gewünschte Breite G gebracht. Streifenweise
wird der Rand der Faserstofflage 58 entlang den gestrichelten oder strichpunktierten
Linien 66, 68, 70 abgetrennt. Jede der Trenn- oder Abschlagvorrichtungen lässt sich
vorzugsweise einzeln seitlich verstellen.
[0028] Die erfindungsgemäße Anordnung 48 lässt sich bei verschiedenen Konfigurationen von
Maschinen zur Herstellung mehrlagiger Faserstoffbahnen einsetzen, um seitliche Ränder
der Faserstofflagen jeweils vor deren Zusammenführung mit anderen Faserstofflagen
zurückgewinnen zu können.
[0029] In einer Papier- oder Kartonmaschine 80 (Figur 3) werden über drei Stoffaufläufe
81, 82 und 84 drei Faserstofflagen erzeugt, die zu einer dreilagigen Faserstoffbahn
vereinigt werden. Der Stoffauflauf 81 ist einem Hybridformer 85 mit einem Doppelsiebformer
86 zugeordnet. Der Stoffauflauf ist einem Langsiebformer 86 zugeordnet. In einem Spalt
87 werden die Faserstofflagen aus dem Hybridformer 85 und dem Langsiebformer 86 zusammengeführt.
Um eine genaue Passung im Bereich der Ränder bei der Zusammenführung zu erhalten,
sind im Bereich jeder der beiden Faserstofflagen Anordnungen zum Abtrennen des Randes
der jeweiligen Faserstofflage an beiden Seiten der jeweiligen Faserstofflage angeordnet.
[0030] In entsprechender Weise ist auch in einem Bereich 88 eine weitere Anordnung zum Abtrennen
des Randes einer von einem weiteren Langsiebformer 89 aus einer von dem Stoffauflauf
83 zugeführten Faserstoffsuspension erzeugten Faserstofflage vorhanden, bevor diese
mit den bereits vereinten Faserstofflagen aus dem Hybridformer 85 und dem Langsiebformer
86 verbunden wird.
[0031] In einem weiteren Ausführungsbeispiel hat eine Papier- oder Kartonmaschine 90 (Figur
4) den Aufbau wie die Papier- oder Kartonmaschine 80, was durch die Verwendung derselben
Bezugszeichen kenntlich gemacht ist, und zusätzlich ein weiteres Langsieb 91 mit einem
Stoffauflauf 92. In einem Bereich 93 ist auch an diesem Langsieb eine Anordnung zum
Abtrennen des Randes der Faserstofflage angebracht, die beispielsweise aufgebaut ist
wie die in Figur 1 dargestellte Anordnung 48.
[0032] In einer anderen Ausführungsform ist eine Papier- oder Kartonmaschine 100 (Figur
5) zur Herstellung einer fünflagigen Papier- oder Kartonbahn mit vier Langsiebformern
101, 102, 103 und 104 mit Stoffaufläufen 105, 106, 107 und 108 ausgestattet. Die von
dem Langsiebformer erzeugte Faserstofflage wird zunächst in einem Bereich 110 mit
einer in einem Hybridformer aus einer durch den Stoffauflauf 111 zugeführten Faserstoffsuspension
hergestellten Faserstofflage verbunden, bevor beide miteinander verbundenen Faserstofflagen
in einem Bereich 112 mit der von dem Langsiebformer 104 erzeugten Faserstofflage verbunden
werden. In Bereichen 113 und 114 werden schließlich die von den Langsiebformern 102
bzw. 103 erzeugten Faserstofflagen mit der von dem Langsiebformer 104 geführten Mehrschichtfaserstofflage
vereint. Daher sind in den Bereichen 110, 112 bis 114 jeweils Anordnungen zum Abtrennen
überschüssiger Randbereiche der jeweiligen Faserstofflagen vorhanden, die prinzipiell
aufgebaut sind wie die Anordnung 48 gemäß Figur 1, wobei im Rahmen der Erfindung zahlreiche
Abwandlungen und Ausgestaltungen denkbar sind. In jedem Fall wird ein Recycling von
Faserstoffen erreicht, ohne dass verschiedene Qualitäten von Faserstoffen vermischt
werden.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 10
- Siebpartie
- 12
- Band
- 14
- Pfeil
- 20
- Doppelsiebformer
- 22
- Erstes Endlosband
- 24
- Zweites Endlosband
- 26
- Eintrittsspalt
- 28, 81, 82, 84, 92, 105 106, 107, 108, 111
- Stoffauflauf
- 30
- Formierwalze
- 32
- Siebleitwalze
- 34
- Saugabschnitt
- 36
- Formierleiste
- 38
- Leitwalze
- 40
- Umlenkwalze
- 42
- Gautschwalze
- 44
- Leitwalze
- 46
- Trennsauger
- 48
- Anordnung
- 50, 52, 54
- Trennvorrichtung
- 56
- Abführvorrichtung
- 58
- Faserstofflage
- 60
- Seitengestell
- 62
- Halterung
- 66, 68, 70
- Linie
- 80, 90, 100
- Papier- oder Kartonmaschine
- 85
- Hybridformer
- 86
- Doppelsiebformer
- 87
- Spalt
- 64, 88, 93, 110, 112 bis 114
- Bereich
- 91
- Langsieb
- 86, 89, 101, 102, 103, 104
- Langsiebformer
- G
- Gewünschte Breite
- S
- Maximale Breite
1. Vorrichtung zum Formen einer mindestens zweilagigen Faserstoffbahn mit einem ersten
Band (22), über das eine erste Faserstofflage einläuft, mit einem zweiten Band (12),
über das eine zweite Faserstofflage einläuft, und mit einem Zusammenführungsabschnitt,
in dem die erste und die zweite Faserstofflage zu der Faserstoffbahn zusammenführbar
sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass vor dem Zusammenführungsabschnitt an wenigstens einem der Bänder (22, 12) eine Anordnung
(48) zum Abtrennen eines Randbereichs der Faserstofflage angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anordnung (48) mindestens eine Trennvorrichtung (50, 52, 54) zum Abtrennen des
Randbereichs mittels eines fluiden Mediums, insbesondere mittels Luft und/oder Wasser
umfasst.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Trennvorrichtung (50, 52, 54) zum Abtrennen mittels Luft bei einem Druck zwischen
1,5 und 5 bar, insbesondere zwischen 2 und 4 bar, und zum Abtrennen mittels Wasser
bei einem Druck zwischen 5 und 30 bar, insbesondere zwischen 10 und 20 bar, arbeitet.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anordnung (48) als ganze oder einzelne Trennvorrichtungen (50, 52, 54) über eine
Verschiebeeinheit transversal zur Laufrichtung der Faserstofflage verschiebbar sind,
insbesondere über eine Verschiebebreite zwischen 5 und 500 mm.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Zusammenführungsbereich eine Gautschwalze (42) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anordnung eine erste (50) und eine zweite, jeweils mit Wasser arbeitende Trennvorrichtung
(52) aufweist, denen eine dritte, mit Luft arbeitende Trennvorrichtung (54) nachgeordnet
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste (50) und die zweite Trennvorrichtung (52) auf jeweils einander gegenüberliegenden
Seiten der Faserstofflage angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass dritte Trennvorrichtung (54) auf derselben Seite wie die zweite Trennvorrichtung
(52) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Abführvorrichtung (56) zum Abführen des von der Anordnung abgetrennten Randes
der Faserstofflage zu einer Wiederaufbereitungsvorrichtung vorhanden ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der abgetrennte Rand von der Wiederaufbereitungsvorrichtung zu dem Stoffauflauf derselben
Faserstofflage rückführbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Abführvorrichtung (56) eine Ansaugung des abgetrennten Randes der Faserstofflage
mittels Unterdruck stattfindet.