[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Ersatzluftventil, das oberhalb eines Fensters
montierbar angeordnet ist, welches Ersatzluftventil eine Strömungskanalisierung zum
Leiten der Ersatzluft in den Gebäuderaum, und zumindest ein Steuerorgan der Luftströmung
umfasst, mit dessen Hilfe die Luftströmung zumindest teilweise nach oben lenkbar angeordnet
ist. Die Erfindung betrifft ferner ein Fenster, das zumindest einen Zwischenraum,
zumindest einen ersten Strömungskanal zum Leiten der aus Außenluft aufzunehmender
Ersatzluft in den erwähnten zumindest einen Zwischenraum, und einen zweiten Strömungskanal
zum Abführen der in den erwähnten zumindest einen Zwischenraum geführten Ersatzluft
aus dem erwähnten zumindest einem Zwischenraum aufweist, und in Verbindung mit dem
Fenster ist zumindest ein Ersatzluftventil eingebaut, das eine Strömungskanalisierung
zum Leiten der Ersatzluft in den Gebäuderaum, zumindest ein Steuerorgan der Luftströmung,
mit dessen Hilfe die Luftströmung zumindest teilweise nach oben lenkbar angeordnet
sein kann, und zumindest eine Öffnung, die in Strömungsverbindung mit dem zweiten
Strömungskanal des erwähnten Fensters angeordnet ist, umfasst, wobei über die erwähnte
Öffnung in die Strömungskanalisierung des Ersatzluftventils Ersatzluft leitbar aus
zumindest einem Fensterzwischenraum angeordnet ist.
[0002] In Wohnhäusern ist es wichtig für genügende Ersatzluft für die durch das Lüftungssystem
entweichende Luft zu sorgen. Die Ersatzluft wird vorzugsweise aus Außenluft genommen.
Außerdem wichtig für die Aufrechterhaltung der guten Raumluftqualität ist der genügend
schnell erfolgende Luftaustausch.
[0003] Die Ersatzluftventile werden im Zimmer vorteilhaft oberhalb des Fensters eingebaut,
wobei die Außenluft durch die Ventile direkt dem Raum zugeführt wird. Für den Einbau
eines solchen Ersatzluftventils ist oberhalb des Fensters eine Durchführung angeordnet,
gewöhnlich in dem Einbaurahmen oder in dem zwischen dem Einbaurahmen und der Wand
befindlichen Raum bzw. sog. Einbauspiel. In einigen Fällen kann die Durchführung in
der Wand oberhalb des Fensters ausgebildet werden. Da der für den Einbau des Ersatzluftventils
vorzusehende Raum insbesondere im Einbaurahmen sowie Einbauspiel verhältnismäßig niedrig
ist, typisch ca. 15-20 mm, ist es sehr schwer, ein genügend effektives und die Bauvorschriften
erfüllendes Ersatzluftventil auszuführen. Probleme können u.a. durch genügende Luftzufuhr
sowie insbesondere bei kalten Einsatzverhältnissen durch Zugigkeit verursacht werden.
Auch das Schalldämpfungsvermögen des Ersatzluftventils muss groß genug sein um den
Schallpegel im Gebäuderaum in Maßen zu halten.
[0004] An Ersatzluftventilen ist ein Lufteinlasskanal angeordnet, über welchen die Ersatzluft
von außen dem Ersatzluftventil zugeführt wird. Das Ersatzluftventil besitzt eine Luftströmungskanalisierung,
mittels welcher die Ersatzluft aus dem Lufteinlasskanal dem Luftauslasskanal zugeführt
wird, über welchen die Ersatzluft in den Gebäuderaum geleitet wird. Bei Bedarf sind
an dieser Luftströmungskanalisierung Filter zum Filtern der Verunreinigungen aus der
Ersatzluft und Schalldämpfer zur Erzeugung von Schalldämpfung im Ersatzluftventil
angeordnet. Ferner wird mit Hilfe von diesen Luftströmungskanalisierungen die Luftströmung
vorzugsweise derart gesteuert, dass die Luftströmung sich im Gebäuderaum seitwärts
bewegt, d.h. in Richtung auf die Ränder des Fensters. Ferner ist an dem Ersatzluftventil,
vorteilhaft an dem Luftauslasskanal, ein Steuerorgan zum Richten der Luftströmung
zumindest teilweise nach oben angeordnet. Dabei verläuft die dem Gebäuderaum zuzuführende
Luftströmung weg aus der Fenstermitte und gleichzeitig in Richtung auf die Decke,
welches besonders zur Verringerung der Empfindung des Luftzugs im Gebäuderaum vorteilhaft
ist.
[0005] Es ist auch ein für den Einbau oberhalb des Fensters vorgesehenes Ersatzluftventil
bekannt, bei dem die Ersatzluft über den Fensterzwischenraum ins Ersatzluftventil
leitbar angeordnet ist. Dabei ist in Verbindung mit dem Fenster ein Lufteinlasskanal
zum Leiten der Ersatzluft zumindest in einen zwischen den Fenstergläsern befindlichen
Raum angeordnet. Aus diesem Raum wird die Ersatzluft weiter dem Lufteinlasskanal des
Ersatzluftventils und weiter dem Luftauslasskanal zugeführt. Durch diese Lösung wurde
das Beheizen der Ersatzluft in dem Zwischenraum des Fensters bezweckt. Zum Beispiel
in Winterverhältnissen kann die Temperatur der direkt von außen zu nehmender Ersatzluft
mehrere zig Kältegrade betragen. In einer Ersatzluftventillösung dieser Art wärmt
sich die Luft zu gewissem Maße in dem Zwischenraum des Fensters, wobei die dem Gebäuderaum
zuzuführende Ersatzluft etwas wärmer ist als wenn die Ersatzluft direkt aus dem Außenluft
in die Ersatzluftkanalisierung des Ersatzluftventils geleitet würde.
[0006] Mit Lösungen eingangs genannter Art sind verhältnismäßig gute Resultate hinsichtlich
der Zugfreiheit und Schalldämpfung erreicht worden. Beim weiteren Schärfen der Bauvorschriften
ist jedoch der Bedarf an noch effektiveren Lösungen entstanden, um genügend Ersatzluft
in den Gebäuderaum möglichst zugfrei und energiewirtschaftlich zu bekommen. Zu diesem
Zweck ist ein vollkommen maschinelles Lüftungssystem entwickelt worden, bei welchem
die Ersatzluft von außen über ein Eintrittsluftrohr in den Wärmetauscher geleitet
wird. Entsprechend wird die dem Wohnhaus zu entziehende Abluft über Wärmetauscher
in die Außenluft geleitet. Dabei wird die Ersatzluft durch die Abluft etwas beheizt.
Derartige Anordnung hat jedoch u.a. den Nachteil, dass sie die Anordnung einer Lüftungsrohrverbindung
aus dem Wärmetauscher in das jeweilige Zimmer voraussetzt, welchem Ersatzluft zugeführt
werden sollte. Der Einbau eines derartigen Rohrsystems beansprucht viel Raum. Das
Rohrsystem wird gewöhnlich an der Decke der Zimmer eingebaut, wobei - falls das Rohrsystem
versteckt werden soll - die Höhe des Gebäuderaumes verringert werden muss oder die
Raumhöhe des Gebäudes erhöht werden muss. Durch die Materialkosten und Montagekosten
für Rohrsysteme sowie das Erhöhen der Zimmerhöhe werden die Baukosten erhöht. Ferner
müssen die Rohrsysteme in zeitlichen Abständen gereinigt werden, um die Verunreinigungen
im Gebäuderaum möglichst gering zu halten und ebenso die Erzeugung von Schimmelpilzbeständen
und anderen Prozessen zu verhindern, die den Konstruktionen schädlich sein können.
[0007] Aufgabe vorliegender Erfindung ist es, eine verbesserte oberhalb eines Fensters anzuordnende
Ersatzluftventilkonstruktion zu schaffen, mittels derer der Erhalt von Ersatzluft
genügend zugfrei weiter intensiviert wird und die Schalldämpfungseigenschaften des
Ersatzluftventils verstärkt werden. Die Erfindung basiert auf dem Gedanken, dass an
dem Ersatzluftventil ein Wärmetauscher ausgebildet ist, mit welchem die dem Wohnraum
zuzuführende Luft etwas beheizt werden kann. Genauer ausgedrückt kennzeichnend für
die vorliegende Erfindung ist es, dass das Ersatzluftventil ferner einen Luft-Luft-betriebenen
Wärmetauscher umfasst, der in Verbindung mit dem Steuerorgan der Luftströmung angeordnet
ist, welcher Wärmetauscher eine erste Kanalisierung zum Leiten der Ersatzluft in den
Gebäuderaum, und eine zweite Kanalisierung zum Leiten der im Gebäuderaum befindlichen
Luft in den Wärmetauscher zur Erhöhung der Ersatzlufttemperatur aufweist.
[0008] Durch die vorliegende Erfindung werden bedeutende Vorteile im Vergleich zu den dem
Stand der Technik gemäßen Lüftungslösungen erreicht. Beim Verwenden des erfindungsgemäßen
Ersatzluftventils kann insbesondere bei Winterverhältnissen die Luft des Gebäuderaumes,
insbesondere die durch den in Verbindung mit dem Fenster befindlichen Heizkörper beheizte
Luft, beim Vorheizen der Ersatzluft vor dem Leiten der Ersatzluft in den Gebäuderaum
genutzt werden. Außerdem wird die Gesamtschalldämpfung des Ersatzluftventils durch
einen derartigen Wärmetauscher etwas verbessert, wobei der Schallpegel weiter vermindert
werden kann. Ferner wird bei einer einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
gemäßen Ersatzluftventilkonstruktion die Rückströmung weitestgehend verhindert, wobei
bei insbesondere schwerkraftbasierten Lüftungssystemen die Strömungsrichtung der Lüftung
sich nicht ändern kann. Nach noch einer einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
gemäßen Lösung wird auch die Heizwirkung des Fensters genutzt, indem die von außen
kommende Ersatzluft über den Zwischenraum der Fensterscheiben ins Ersatzluftventil
geleitet wird. Dabei wird das Beheizen der Ersatzluft weiter intensiviert, bevor sie
dem Gebäuderaum zugeführt wird und der Niederschlagsbereich des Fensters verkleinert
wird, d.h. das Gebiet, auf dem die kalte Fensterinnenfläche die Strömung der kalten
Luft in der Nähe der Fensterinnenfläche in Richtung auf den Fußboden bewirkt.
[0009] Die Erfindung wird im folgenden anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert. Es
zeigen
- Fig. 1
- schematisch einen Querschnitt eines einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
gemäßen Ersatzluftventils angeordnet oberhalb des Fensters,
- Fig. 2
- schematisch eine Draufsicht auf das dem Fig. 1 gemäße Ersatzluftventil,
- Fig. 3
- Bauteile eines Wärmetauschers eines einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
gemäßen Ersatzluftventils,
- Fig. 4a und 4b
- schematisch einen Querschnitt eines einer zweiten vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung gemäßen Ersatzluftventils, und
- Fig. 5
- schematisch einen Querschnitt eines noch einer dritten vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung gemäßen Ersatzluftventils.
[0010] Fig. 1 zeigt schematisch einen Querschnitt (Bereich A-A in Fig. 2) der Konstruktion
eines einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung gemäßen Ersatzluftventils
1. Das Ersatzluftventil 1 ist oberhalb des Fensters 2 angeordnet, z. B. in einem an
dem Einbaurahmen des Fensters ausgebildeten Schlitz oder einer Höhlung. Es ist jedoch
klar, dass das Ersatzluftventil 1 auch in dem sog. Einbauspiel oder an dem in den
Flügelrahmen 4 ausgebildeten Schlitz angeordnet werden kann. Das Ersatzluftventil
1 umfasst ferner ein Steuerorgan 5 der Luftströmung , mittels derer die in den Gebäuderaum
zu leitende Luftströmung zumindest teilweise nach oben gelenkt wird. Das Steuerorgan
der Luftströmung umfasst bei diesem vorteilhaften Ausführungsbeispiel ein unteres
Steuerorgan 5.1 und ein oberes Steuerorgan 5.2, aber es ist klar, dass das obere Steuerorgan
der Luftströmung bei einigen Anwendungen weggelassen werden kann, wobei vorteilhaft
die oberste Lamelle 9.1 des Wärmetauschers und das untere Steuerorgan 5.1 des Steuerorgans
der Luftströmung die aus der Luftströmungskanalisierung des Ersatzluftventils kommende
Luft in den Wärmetauscher 8 lenken. Die Wände des Ersatzluftventils 1 sowie die Schalldämpfer
und die anderen möglichen Steuerorgane (nicht dargestellt) bilden eine Ersatzluftkanalisierung
im Innenvolumen des Ersatzluftventils 1 aus. Bei dieser vorteilhaften Ausführungsform
ist der Lufteinlasskanal 6 des Ersatzluftventils an der Außenfläche des Einbaurahmens
3 des Fensters vorteilhaft auf folgende Weise ausgebildet. Vorzugsweise liegt der
Lufteinlasskanal 6 bei der Mitte derjeniger Seite des Ersatzluftventils 1, die sich
in der Nähe der Außenfläche der Außenwand befindet. Der Lufteinlasskanal 6 umfasst
ein Außengitter 7, mittels derer das Eindringen von Regenwasser ins Ersatzluftventil
verhindert wird. An diesem Außengitter 7 ist vorteilhaft am unteren Rand eine Öffnung
angeordnet, über welche die Ersatzluft in den Zwischenraum zwischen dem Außengitter
7 und des Einbaurahmens 3 und weiter in die Luftströmungskanalisierung des Ersatzluftventils
1 geleitet werden kann. Diese Luftströmungskanalisierung ist zumindest zum Teil aus
vorzugsweise schalldämpfendem Material wie Filz ausgebildet. Die Seitenwände der Kanäle
26 sind mit Hilfe von aus derartigem Material hergestellten, geformten Schalldämpfungsstücken
27 erzeugt (Fig. 2). Die Luftströmungskanalisierung umfasst vorzugsweise zwei Kanäle,
die derart gerichtet sind, dass beim Betrachten der Kanäle in Hauptströmungsrichtung
der Luftströmung die Kanäle sich voneinander und zugleich auch von dem Mittelteil
des Ersatzluftventils distanzieren. Dieses geht aus der Form der Kanalisierung in
Fig. 2 hervor, die einem auf den Kopf gestellten V ähnlich ist. Eine derartige Anordnung
verursacht das Lenken der Luftströmung schräg in Richtung auf die Seitenränder des
Fensters auf der Seite des Gebäuderaumes. Das Steuerorgan 5 der Luftströmung sowie
der Wärmetauscher 8 erzeugen in dieser Luftströmung noch einen Auftrieb, wobei die
Luftströmung hauptsächlich schräg nach oben gerichtet ist, weg vom Mittelteil des
Fensters 2.
[0011] Der Wärmetauscher 8 des erfindungsgemäßen Ersatzluftventils 1 ist vorzugsweise in
Verbindung mit dem Steuerorgan 5 der Luftströmung ausgebildet. Dieser Wärmetauscher
8 ist von seiner Funktionsweise her vorteilhaft ein mit Kreuzströmungsprinzip funktionierender
Luft-Luft-Wärmetauscher. Dieses bedeutet, dass die Primär- und Sekundärströmungskanäle
von Strömungsrichtungen her im wesentlichen gekreuzt angeordnet sind und dass als
Strömungsmedium in beiden Kanälen die Luft funktioniert. Eine derartige Konstruktion
wurde bei einem einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung gemäßen Ersatzluftventil
derart erreicht, dass an dem Steuerorgan 5 der Luftströmung Lamellen 9 in Abständen
voneinander und von dem Steuerorgan 5 der Luftströmung befestigt sind. Dabei bilden
sich zwischen den Lamellen sowie zwischen der untersten Lamelle 9.1 und dem Steuerorgan
5 der Luftströmung Strömungskanäle 11 für die in den Gebäuderaum zu leitende Ersatzluft.
Diese Strömungskanäle 11 bilden die Sekundärströmungskanäle des Wärmetauschers 8.
Die Primärströmungskanäle des Wärmetauschers 8 bilden sich aus den durch die Lamellen
geführten Kanälen 10, die beispielsweise aus Röhren, rohrähnlichen Hülsen 12 oder
dgl. ausgebildet sind. Die Primärströmungskanäle und die Sekundärströmungskanäle haben
keine Strömungsverbindung im Wärmetauscher 8, d.h. die Wände der Kanäle 10 sind geschlossen
im Wärmetauscher 8. Es ist jedoch klar, dass die Strömungen sich außerhalb des Wärmetauschers
8 miteinander mischen können.
[0012] Unter Primärströmung und Primärströmungskanal versteht man hier die Strömung der
warmen Raumluft im Wärmetauscher und den entsprechenden Strömungskanal. Unter Sekundärströmung
und Sekundärströmungskanal versteht man hier die Strömung der von außen kommenden
Ersatzluft im Wärmetauscher und den entsprechenden Strömungskanal. Bei den vorteilhaften
Ausführungsformen der Erfindung gemäßen Ersatzluftventilen umfassen die Primär- und
Sekundärströmungskanäle mehr als einen Kanal, wobei die entsprechenden Strömungen
verteilt in mehr als eine Teilströmung angesehen werden können.
[0013] Im folgenden wird näher auf die Konstruktion und Zusammensetzung des Wärmetauschers
8 in Fig. 3 eingegangen. Die Lamellen 9 sowie die Kanäle 10 sind aus gut wärmeleitendem
Material wie Kupfer gestaltet. Es ist jedoch klar, dass die Erfindung nicht nur auf
aus Kupfer gefertigten Wärmetauscher begrenzt ist, sondern dass auch andere wärmeleitende
Materialien wie Aluminium eingesetzt werden können. Die Lamellen 9 sind bei dieser
Ausführung leicht gefaltet, wobei eine gegen Biegen beständigere Konstruktion erreicht
wurde. Die Faltung ist hauptsächlich in Längsrichtung der Lamellen ausgeführt, aber
auch die Außenränder der Lamellen sind leicht wellig ausgebildet. Im Rahmen des Grundgedanken
der Erfindung können als Lamellen auch im wesentlichen ebene Platten oder nur in einer
Richtung gefaltete Platten dienen.
[0014] Die Lamellen 9 sind aneinander mit rohrähnlichen Hülsen 12 befestigt. So eine Hülse
12 umfasst einen Basisteil 13 sowie einen im wesentlichen parallel mit der Normale
der Oberfläche dieses Basisteils 13 gerichteten Kragenteil 14. An den Lamellen sind
Löcher 15 vorzugsweise an denjenigen Stellen ausgebildet, an welchen der Kanal 10
ausgebildet wird. Das Durchmesser dieser Löcher 15 ist größer oder gleich groß wie
das Durchmesser der Außenfläche des Kragenteils 14 der Hülsen 12, aber kleiner als
das Durchmesser des Außenrandes des Basisteils 13 der Hülsen 12. Dadurch wird sichergestellt,
dass die Hülse 12 nicht durch das Loch 15 der Lamelle geht. Wenn eine oder mehrere
Hülsen 12, bei welchen zumindest die Kragenteile 14 im wesentlichen von gleicher Größe
sind, aufeinander gesetzt werden, gehen die Hülsen 12 nicht ineinander, sondern sie
überlagern sich zu Hülsenstapeln 17. Bei derartigen Hülsenstapeln 17 bleiben die Basisteile
13 der verschiedenen Hülsen 12 in Abständen zueinander. Dieser Abstand bestimmt sich
im wesentlichen auf Grund der Höhe des Kragenteils 14. Wenn Lamellen 9 aufeinander
zwischen den gestapelten Hülsen 12 angeordnet werden, bleiben die Lamellen 9 in Abständen
zueinander und bilden somit Strömungskanäle bzw. Sekundärströmungskanäle des Wärmetauschers
8.
[0015] Der Wärmetauscher 8 kann am Steuerorgan 5 der Luftströmung durch die untersten Hülsen
12.1 vorteilhaft derart befestigt werden, dass die unterste Lamelle 9.1 in einem durch
die Höhe des Kragenteils der untersten Hülse 12.1 bestimmten Abstand von der Oberfläche
des Steuerorgans der Luftströmung 5, vorzugsweise des unteren Steuerorgans 5.1 bleibt.
In dem unteren Steuerorgan 5.1 des Steuerorgans der Luftströmung befinden sich Löcher
16 vorteilhaft bei zumindest zwei, vorzugsweise bei allen Hülsenstapeln 17. Dabei
bilden die Löcher 16 des Steuerorgans der Luftströmung 5 sowie die Wände der Kragenteile
14 der in den Hülsenstapeln 17 befindlichen Hülsen auch Strömungskanäle bzw. Primärströmungskanäle
des Wärmetauschers 8.
[0016] Bei der Ausführung eines Wärmetauschers 8 der vorgenannten Art können u.a. bei Fertigung
von Heizkörpern mit Flüssigkeitszirkulation eingesetzte Standardteile verwendet werden.
Derartige Heizkörper weisen aus dünnem Kupferblech gefertigte Lamellen auf, die im
wesentlichen in gleichmäßigen Abständen Löcher aufweisen. Es werden Lamellen von unterschiedlicher
Länge für Heizkörper von unterschiedlicher Höhe gefertigt, wobei für den Wärmetauscher
gewöhnlich eine für die Breite des jeweils auszuführenden Ersatzluftventils geeignete
Größe ausgewählt werden kann.
[0017] Der Wärmetauscher 8 kann auch derart ausgeführt werden, dass statt Hülsen 12 und
den daraus ausgebildeten Stapeln 17 einheitliche Rohre verwendet werden, auf deren
Außenflächen Lamellen 9 z. B. durch Löten derart befestigt werden, dass zwischen den
Lamellen 9 ein die Luftströmung ermöglichender Schlitz bleibt.
[0018] In diesem Zusammenhang ist noch ein Ausführungsbeispiel zu erwähnen, wobei der Wärmetauscher
8 Lamellen umfasst, bei denen um die Löcher ein Kragen ausgebildet ist (nicht dargestellt).
Durch Aufeinanderlegen von Lamellen bleiben sie dabei im Abstand voneinander für Sekundärströmung,
und die Kragen der Löcher begrenzen auf ihre Innenseite die Strömungskanäle für die
Primärströmung. Derartige Lamellen können z. B. durch Stanzen aus dünnem Kupferblech
gefertigt werden. Dabei erübrigt es sich, getrennte Hülsen herzustellen oder Rohre
in die Lamellenlöcher einzubauen.
[0019] Schließlich wird noch die Funktion des der ersten vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung gemäßen Ersatzluftventils erläutert mit Hinweis auf Fig. 1 und 2. Es wird
Ersatzluft von außen über den Lufteinlasskanal 6 in die Luftströmungskanalisierung
des Ersatzluftventils geleitet. Aus der Luftströmungskanalisierung wird die Luftströmung
in den Wärmetauscher 8 geleitet, wo die Luft zwischen den Lamellen 9 strömt. Zugleich
steigt im Gebäuderaum warme Luft etwas nach oben in der Nähe der Innenfläche des Fensters
2. Diese Luftströmung ist hauptsächlich Auftrieb durch einen Heizkörper (nicht abgebildet).
Diese warme Luftströmung verläuft zumindest zum Teil in die durch die Lamellen 9 geführten
Kanäle 10 und durchläuft sie. Die warme Luftströmung verursacht das Beheizen der Wände
der Kanäle 10. Diese Wärmeenergie wird dank der guten Wärmeleitfähigkeit der Wände
auf Lamellen 9 übertragen, wobei die Lamellen 9 dazu tendieren, beheizt zu werden.
Da die zwischen den Lamellen 9 verlaufende Ersatzluft kälter ist, insbesondere wenn
die Außenluft kälter ist als die Innenluft, geht ein Teil der auf die Lamellen 9 übertragener
Wärmeenergie in die Ersatzluft über, und beheizt sie. Dabei ist die Ersatzluft, wenn
sie beginnt, sich in der Zimmerluft zu verbreiten, etwas wärmer als bei den dem Stand
der Technik gemäßen Lösungen. Dieses bedeutet, dass die Strömungsmenge der Ersatzluft
erhöht werden kann, ohne dass sich das Gefühl des Luftzugs vermehrt, oder bei gleichbleibender
Luftströmungsmenge das Gefühl des Luftzugs weiter vermindert werden kann.
[0020] Wie ersichtlich aus Fig. 2, erstrecken sich die Lamellen des einer vorteilhaften
Ausführungsform der Erfindung gemäßen Ersatzluftventils 1 im wesentlichen bis auf
die Breite des Ersatzluftventils 1 oder sogar noch etwas breiter. Auch Primärströmungskanäle
sind im wesentlichen gleichmäßig auf diesem Bereich angeordnet. Dabei deckt der Wärmetauscher
8 auch den Bereich, der sich im Mittelteil des Ersatzluftventils befindet, wo es im
wesentlichen keine Ersatzluftströmung gibt. Auch in diesem Bereich besteht im Wohnraum
jedoch ein wenig warme Luftströmung nach oben. Da zumindest ein Teil derartiger Luftströmung
durch die Kanäle 10 des Wärmetauschers 8 verläuft, wird auch durch die Strömung dieses
Bereichs Wärmeenergie auf die Lamellen 9 übertragen. Dabei ist die in den Wärmetauscher
8 zu übertragende Wärmeenergie größer und es wird eine noch effektivere Funktion des
Wärmetauschers erreicht im Vergleich zu der Situation, wo der Wärmetauscher 8 ausschließlich
an denjenigen Stellen angeordnet ist, wo es die Ersatzluftströmung gibt.
[0021] Obgleich der in den beiliegenden Figuren dargestellte Wärmetauscher vier Lamellen
9 umfasst, ist die Erfindung nicht nur auf derartige Wärmetauscher begrenzt. In der
Praxis kann die Zahl der Lamellen 9 auch anders sein als vier.
[0022] Es ist klar, dass durch die Zahl der Lamellen 9, ihren gegenseitigen Abstand, Zahl
und Durchmesser der durch die Lamellen geführten Kanäle 10 die Intensität der Funktion
des Wärmetauschers 8 einigermaßen bewirkt werden kann. Auch die Wärmeleitfähigkeit
der im Wärmetauscher 8 verwendeten Materialen ist von Bedeutung bei der Funktion des
Wärmetauschers 8. Die Lamellen haben jedoch keine große Einwirkung auf den Strömungswiderstand,
wobei abgesehen von den Lamellen für genügende Ersatzluft im Gebäuderaum gesorgt werden
kann.
[0023] In den Wärmetauscher können zusätzlich zu den horizontalen Lamellen 9 auf Wunsch
zu diesen im wesentlichen senkrechte Wände ausgebildet werden, wobei die Wärmeübertragung
einigermaßen intensiver sein kann. Die Ausführung einer derartigen Konstruktion ist
jedoch komplizierter und kostspieliger als die der vorgenannten Konstruktion.
[0024] Bei den Tests hat man beobachtet, dass die Lamellen 9 auch die Wirkung besitzen,
dass das Verbreiten der sich im Gebäuderaum ausbildenden Luftströmungen intensiver
ist als bei dem Ersatzluftventil, das keine Lamellen aufweist. Dieses ist u.a. darauf
zurückzuführen, dass die Lamellen 9 einen blechartigen Durchfluss erzeugen, wobei
die Zimmerluft sich besser mit der Ersatzluft mischen kann u.a. deswegen, dass Gebäuderaumluft
auch zwischen den blechartigen Durchflüssen eindringen kann. Aus solchen blechartigen
Durchflüssen folgt auch, dass die Reichweite der Durchflüsse sich im Gebäuderaum erhöht,
bzw. die sich besonders zwischen den untersten Lamellen ausbildenden blechartigen
Durchflüsse weiter vorrücken können als die in einem Durchfluss kommende Strömung.
[0025] Durch Lamellen und deren Welligkeit wird einigermaßen Verbesserung auch bei der Schalldämpfung
erreicht, welches bedeutet, dass von außen über das Ersatzluftventil 1 weniger störender
Lärm in den Gebäuderaum gelangt als bei den dem Stand der Technik gemäßen Lösungen.
[0026] In Fig. 4a und 4b ist schematisch im Querschnitt die Konstruktion eines einer dritten
vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung gemäßen Ersatzluftventils 1 bei zwei verschiedenen
Funktionssituationen dargestellt. Das Ersatzluftventil 1 entspricht zum größten Teil
dem eingangs im Zusammenhang mit den Erläuterungen der Fig. 1-3 dargestellten Ersatzluftventil.
Der wesentlichste Unterschied dieser zweiten Ausführungsform besteht darin, dass in
der Luftströmungskanalisierung eine Sperre 24 der Rückströmung angeordnet ist. Diese
ist beispielsweise aus elastischem und verhältnismäßig dünnem Stoff ausgebildet, der
an einem Rand, vorzugsweise am oberen Rand, an dem Ersatzluftventil 1 befestigt ist.
Als Befestigungsstelle dient vorteilhaft die bei der Luftströmungskanalisierung die
Oberfläche des Ersatzluftventils ausbildende Platte 25, oder die Oberfläche des Einbauspiels.
Die Höhe der Sperre 24 der Rückströmung ist vorzugsweise etwas größer als die Höhe
der Luftströmungskanalisierung an der Befestigungsstelle der Sperre 24 der Rückströmung.
In der Situation, wo es in der Luftströmungskanalisierung keine Ersatzluftströmung
gibt, ist die Sperre 24 der Rückströmung von ihrem unteren Rand auf dem Boden der
Luftströmungskanalisierung gesenkt, wie ersichtlich aus Fig. 4a. Ist der Druck auf
der Seite des Gebäuderaumes nun größer als im Ersatzluftventil 1 (und außen), entsteht
eine Tendenz zur Rückströmungsbildung, bzw. die im Gebäuderaum befindliche Luft tendiert
dazu, über das Ersatzluftventil 1 in die Außenluft auszutreten. Jetzt wird die Rückströmung
durch die Sperre 24 der Rückströmung im wesentlichen vollkommen verhindert, weil die
Sperre 24 der Rückströmung die Luftströmungskanalisierung schließt und die durch die
Rückströmung erzeugte Luftströmung die Sperre 24 der Rückströmung aus der Luftströmungskanalisierung
nicht wegbiegen kann. Bei normaler Funktion, wo Ersatzluft über das Ersatzluftventil
1 dem Gebäuderaum zugeführt wird, biegt sich die Sperre 24 der Rückströmung mit der
Luftströmung, wobei die Luftströmungskanalisierung nicht geschlossen ist (Fig. 4b).
Es ist klar, dass die Sperre 24 der Rückströmung vorzugsweise in Verbindung mit dem
jeweiligen Luftströmungskanal ausgebildet ist. Dabei verursachen die Sperre(n) der
Rückströmung 24 keinen bedeutenden Strömungswiderstand für die Ersatzluftströmung.
Es ist jedoch möglich, dass die Sperre 24 der Rückströmung breit ausgebildet ist,
so dass sie sich vor alle Luftströmungskanäle erstreckt. Dabei wächst die Masse der
Sperre 24 der Rückströmung jedoch unnötig groß, wobei das sog. Öffnungsgrad der Sperre
24 der Rückströmung (die Fläche der Schnittfläche des Luftströmungskanals bei der
Sperre 24 der Rückströmung) besonders bei kleineren Strömungen für genügende Ersatzluft
zu klein ist (der Strömungswiderstand ist zu groß).
[0027] In Fig. 5 ist schematisch im Querschnitt die Konstruktion eines einer dritten vorteilhaften
Ausführungsform der Erfindung gemäßen Ersatzluftventils 1 dargestellt. Das Ersatzluftventil
1 ist oberhalb des Fensters 2 angeordnet, z. B. in einem an dem Einbaurahmen des Fensters
ausgebildeten Schlitz oder einer Höhlung. Auch bei dieser Ausführungsform umfasst
das Ersatzluftventil 1 ein Steuerorgan 5 der Luftströmung, mittels welchem die dem
Gebäuderaum zuzuführende Luftströmung zumindest zum Teil nach oben gelenkt wird. Bei
dieser Ausführungsform ist das Steuerorgan 5 der Luftströmung im wesentlichen horizontal,
d.h. hinsichtlich der Hauptebene des Fensters im wesentlichen winkelrecht beweglich.
Das Steuerorgan 5 der Luftströmung ist vorzugsweise derart gestaltet, dass es sich
innerhalb des Ersatzluftventils 1 in die Nähe des Lufteinlasskanals 6 erstreckt. Dieser
innerhalb des Ersatzluftventils befindliche Teil des Steuerorgans der Luftströmung
5 wird hier Bodenteil genannt und es wird mit 5.1 darauf hingewiesen. Es ist jedoch
klar, dass auch bei den praktischen Anwendungen des der ersten Ausführung der Erfindung
gemäßen Ersatzluftventils 1 das Steuerorgan 5 der Luftströmung vorteilhaft derart
gestaltet ist, dass es einen Bodenteil aufweist, der sich zumindest ein wenig in das
Ersatzluftventil 1 hinein erstreckt. Ein solcher Bodenteil kann als Bodenteil des
Ersatzluftventils sowie vorteilhaft auch als eine die Strömungskanalisierung aus einer
Richtung (unterer Rand) begrenzende Wand dienen. An dem Steuerorgan 5 der Luftströmung
sind vorteilhaft eine oder mehrere Öffnungen 28 ausgebildet, über welche die Ersatzluft
bei Bedarf aus dem Fensterzwischenraum V1, V2 in das Ersatzluftventil leitbar ist.
Dabei kann mit Hilfe des beweglichen Steuerorgans der Luftströmung 5 ausgewählt werden,
ob die Ersatzluft in das Ersatzluftventil direkt über den Außenkanal 6 oder aus dem
einen oder mehreren Zwischenräumen V1, V2 des Fensters aufgenommen wird.
[0028] An dem unteren Flügelrahmen 4.2 des Fensters ist noch ein erster Strömungskanal 29.1
angeordnet, mittels welchem die Ersatzluft von außen in den zumindest einen Zwischenraum
V1, V2 der Fensterscheiben 2a, 2b, 2c geleitet wird. Ferner ist in dem Zwischenraum
V1, V2, in welchen die Ersatzluft leitbar angeordnet ist, vorteilhaft ein Filter 30
angeordnet, mittels welchem ein bedeutender Teil der Luftverunreinigungen vor dem
Leiten der Ersatzluft in den Gebäuderaum entfernt werden kann. Diese Lösung hat den
Vorteil, dass die Filterfläche in bedeutendem Maße größer angeordnet werden kann als
beim Anordnen in das Ersatzluftventil selbst. Dieses wurde derart erzeugt, dass der
Filter 30 im Gehäuse 31 oder dgl. eingebaut wurde, welches zumindest eine erste und
zweite Wand umfasst. Ferner kann das Gehäuse 31 einen Deckelteil umfassen, der zum
Ermöglichen der Luftströmung durch das Gehäuse 31 perforiert ist. Der Filter 30 ist
zwischen diesen Wänden derart angeordnet, dass die Ersatzluft sich in dem von dem
unteren Flügelrahmen 4.2 des Fensters, den Wänden und dem Filter 30 begrenzten Volumen
im wesentlichen gleichmäßig auf die erste Fläche des Filters 30 verbreitet. Die Ersatzluft
durchläuft dabei im wesentlichen den ganzen Filter 30, welches das Filtern intensiviert
und den durch den Filter 30 verursachten Strömungswiderstand vermindert. Ferner lässt
sich ein solcher Filter 30 leicht beispielsweise beim Waschen des Fensters 2 auswechseln,
indem der alte Filter aus dem Gehäuse 31 herausgenommen und der neue in das Gehäuse
hineingesteckt wird. In dem Rahmen 4.1 oberhalb des Fensters ist ein zweiter Strömungskanal
29.2 angeordnet. Dieser zweite Strömungskanal 29.2 ist dazu angeordnet, zumindest
aus einem Zwischenraum V1, V2 der Fensterscheiben 2a, 2b, 2c des Fensters 2 die Ersatzluft
in die Luftströmungskanalisierung 26 bei Bedarf zu leiten.
[0029] Bei dem dem Fig. 5 gemäßen Ersatzluftventil kann die Ersatzluft entweder über den
Zwischenraum V1, V2 der Fensterscheiben oder direkt über den Lufteinlasskanal 6 aufgenommen
werden. Diese Wahl kann getroffen werden, indem das Luftsteuerorgan 5 vorteilhaft
im wesentlichen horizontal derart verschoben wird, dass die Öffnung 28 entweder bei
dem zweiten Strömungskanal 29.2 ist oder seitlich zu diesem zweiten Strömungskanal
29.2. Wenn das Steuerorgan 5 der Luftströmung horizontal möglichst nahe an den Einbaurahmen
3 des Fensters geschoben ist, deckt der Hinterteil des Steuerorgans der Luftströmung
5 den Außenkanal 6 vorzugsweise im wesentlichen vollkommen und verhindert die Strömung
der Ersatzluft über den Außenkanal 6 in die Strömungskanalisierung 26 des Ersatzluftventils
1. In dieser Stellung liegt die Öffnung 28 bei dem zweiten Strömungskanal 29.2, wobei
die Ersatzluft in das Ersatzluftventil 1 über den Fensterzwischenraum V1, V2 aufgenommen
wird. Entsprechend wenn das Steuerorgan 5 der Luftströmung nach außen gezogen wird,
verschiebt sich die Öffnung 28 weg vom zweiten Strömungskanal 29.2 und schließt dadurch
die Strömung. Dabei verhindert das Steuerorgan 5 der Luftströmung jedoch nicht länger
die durch den Außenkanal 6 kommende Strömung, wobei die Ersatzluft in das Ersatzluftventil
1 über diesen Außenkanal 6 geleitet werden kann. Die erste Stellung wird vorteilhaft
verwendet, wenn die Außenluft kälter ist als die Zieltemperatur der Innenluft (sog.
Winterstellung), wobei die Ersatzluft vor dem Leiten in den Gebäuderaum beheizt wird.
Entsprechend wird die nachfolgende Stellung vorteilhaft eingesetzt, wenn die Außenluft
wärmer ist als die Zieltemperatur der Innenluft (sog. Sommerstellung), wobei das Wärmen
der Ersatzluft im Ersatzluftventil nicht nötig ist. Bei dieser Sommerstellung kann
entsprechend der Wärmetauscher 8 die von außen aufzunehmende Ersatzluft etwas abkühlen,
wobei das Steigen der Zimmertemperatur durch warme Außenluft geringer bleibt.
[0030] Wenn die Ersatzluft über den Fensterzwischenraum V1, V2 in das Ersatzluftventil geleitet
wird, wird die Ersatzluft einigermaßen schon in dem Fensterzwischenraum aufgewärmt.
Dieses ist dadurch bedingt, dass gewisse Menge Zimmerluftwärme durch das Fenster nach
außen wandert, wodurch auch die Luft im Fensterzwischenraum beheizt ist. Dabei kann
ein Teil dieses Wärmeverlustes in die Ersatzluft aufgenommen werden. In derartiger
Verbindung des Ersatzluftventils 1 und des Fensters 2 ist die Wärmeschicht auf der
Fensterinnenfläche etwas anders als bei der Situation, wo die Ersatzluft nicht über
den Fensterzwischenraum V1, V2 geleitet wird. Diese verschiedene Wärmeschicht führt
dazu, dass der Niederschlagsbereich des Fensters kleiner ist, d.h. der Bereich, wo
die kalte Fensterinnenfläche die Strömung der kalten Luft in der Nähe der Fensterinnenfläche
in Richtung auf den Fußboden erzeugt.
[0031] Es ist klar, dass die Konstruktion des erfindungsgemäßen Ersatzluftventils in Einzelheiten
von den vorstehenden vorteilhaften Ausführungen abweichen kann. Zum Beispiel an der
Unterfläche des unteren Steuerorgans 5.1 des Steuerorgans der Luftströmung 5 können
in der Nähe der Primärkanäle 10 vorteilhaft im wesentlichen senkrechte Wände angeordnet
werden (nicht dargestellt), mittels welchen die nach oben steigende Luftströmung in
die Kanäle 10 gelenkt wird. Diese Wände können auch das Wandern der Wärme in die Lamellen
9 des Wärmetauschers und weiter in die Ersatzluft intensivieren.
[0032] Bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Ersatzluftventils 1 kann beispielsweise
Blechmaterial mit Schlitzen und Löchern eingesetzt werden. Wenn aus derartigem Blech
zumindest zum Teil derjenige Teil des Ersatzluftventils hergestellt wird, der bei
dem Einbaurahmen 3 liegt, kann die sog. Kaltbrücke vermindert werden, d.h. das Gelangen
der Kälte in die Innenluft über die Rahmenkonstruktionen des Ersatzluftventils 1 verringert
werden. Werden die Schlitze ferner schräg zur Strömungsrichtung der in der Strömungskanalisierung
26 verlaufenden Luftströmung angeordnet, vorzugsweise im wesentlichen quer dazu, wird
die Schalldämpfung noch in einigem Maße verstärkt.
[0033] An einer oder mehreren Lamellen kann außerdem zum Beispiel ein strombetriebener Heizwiderstand
angebracht werden, mittels welchem die Lamellen für das weitere Heizen der Lamellen
beheizt werden können.
[0034] Die mit dem erfindungsgemäßen Ersatzluftventil ausgeführten Tests sind ein Beweis
für seine bedeutend bessere Funktion im Vergleich zu den dem bekannten Stand der Technik
gemäßen, oberhalb des Fensters vorgesehenen Ersatzluftventilen. Zum Beispiel mit einem
ca. 600 mm breiten (gemessen in Richtung des Einbaurahmens) Ersatzluftventil wurde
eine sog. Leitkurve 2 mit beiden zu messenden Außentemperaturwerten 0°C und -20°C
erreicht. Die Menge der Ersatzluft betrug ca. 8 Liter pro Sekunde. Nach allgemeinem
Wissen ist mit keinem dem bekannten Stand der Technik gemäßen oberhalb des Fensters
vorgesehenen Ersatzluftventil nicht mal die Leitkurve 3 erreicht worden. Dabei kann
mittels eines erfindungsgemäßen Ersatzluftventils für genügende Ersatzluft auf eine
die geschärften Bauvorschriften erfüllende Weise gesorgt werden und die kostspieligen
Ventilationseinrichtungen und Rohrbindungen werden sich erübrigen. Ferner setzt die
Verwendung des erfindungsgemäßen Ersatzluftventils keine Änderungen der Raumhöhe voraus.
[0035] Die vorliegende Erfindung ist nicht nur auf die vorgenannten Ausführungsbeispiele
begrenzt, sondern im Rahmen der beiliegenden Schutzansprüche variierbar.
1. Ersatzluftventil (1), das oberhalb eines Fensters (2) montierbar angeordnet ist, welches
Ersatzluftventil (1) eine Strömungskanalisierung (26) zum Leiten der Ersatzluft in
den Gebäuderaum, und zumindest ein Steuerorgan der Luftströmung (5) umfasst, mittels
welchem die Luftströmung zumindest zum Teil nach oben lenkbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Ersatzluftventil ferner einen Luft-Luft-betriebenen Wärmetauscher (8) umfasst,
welcher eine erste Kanalisierung (10) zum Leiten der Ersatzluft in den Gebäuderaum,
und eine zweite Kanalisierung (11) zum Leiten der im Gebäuderaum befindlichen Luft
in den Wärmetauscher (8) zum Steigern der Ersatzlufttemperatur umfasst.
2. Ersatzluftventil (1) nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungskanalisierung (26) hinsichtlich der Hauptebene des Fensters im wesentlichen
in winkelrechter Richtung schräg in Richtung auf die Seitenränder des Fensters, weg
vom Mittelteil des Ersatzluftventils, ausgerichtet ist.
3. Ersatzluftventil (1) nach dem Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (8) in Verbindung mit dem Steuerorgan (5) angeordnet ist.
4. Ersatzluftventil (1) nach dem Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte erste Kanalisierung eine Menge von Lamellen (9) umfasst, die in Abständen
aufeinander angeordnet sind.
5. Ersatzluftventil (1) nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte zweite Kanalisierung (11) als eine im wesentlichen gekreuzte Kanalisierung
hinsichtlich der Strömungsrichtung der genannten ersten Kanalisierung (10) ausgebildet
ist.
6. Ersatzluftventil (1) nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Menge von Lamellen (9) umfasst, an welchen Löcher (15) angeordnet sind, und
dass die Lamellen (9) zu einer Schichtkonstruktion mit Hilfe von rohrähnlichen Organen
(12) gestapelt sind.
7. Ersatzluftventil (1) nach dem Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten rohrähnlichen Organe (12) Hülsen (12) sind, die einen Basisteil (13)
und einen Kragenteil (14) aufweisen, dass das Außendurchmesser des Basisteils (13)
größer ist als das Außendurchmesser des Kragenteils (14), und dass das Durchmesser
der an den Lamellen ausgebildeten Löcher (15) kleiner als das Außendurchmesser des
Basisteils (13) und größer oder gleich groß wie das Durchmesser des Kragenteils (14)
ist.
8. Ersatzluftventil (1) nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (8) an dem Steuerorgan der Luftströmung (5) befestigt ist, an welchem
Löcher (16) im wesentlichen an gleichen Stellen mit den Löchern (15) der Lamellen
ausgebildet sind, und dass das Durchmesser der an dem genannten Steuerorgan der Luftströmung
(5) ausgebildeten Löcher kleiner ist als das Außendurchmesser des Basisteils (13)
und größer oder gleich groß wie das Durchmesser des Kragenteils (14).
9. Ersatzluftventil (1) nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Fertigung der ersten (10) und der zweiten Kanalisierung (11) Kupfer verwendet
wurde.
10. Ersatzluftventil (1) nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte erste Kanalisierung eine Menge von der Flächenform her wellige Lamellen
(9) umfasst, die aufeinander in Abständen angeordnet sind.
11. Ersatzluftventil (1) nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Strömungskanalisierung (26) eine Sperre der Rückströmung (24) ausgebildet
ist.
12. Ersatzluftventil (1) nach einem der Ansprüche 1-9, das in Verbindung mit einem Fenster
(2) angeordnet ist, welches Ersatzluftventil zumindest einen Zwischenraum (V1, V2),
und zumindest einen ersten Strömungskanal (29.1) zum Leiten der aus Außenluft aufzunehmender
Ersatzluft in genannten zumindest einen Zwischenraum (V1, V2), und einen zweiten Strömungskanal
(29.2) zum Abführen der in den genannten zumindest einen Zwischenraum (V1, V2) geleiteten
Ersatzluft aus dem genannten zumindest einem Zwischenraum (V1, V2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das Ersatzluftventil (1) zusätzlich zumindest eine Öffnung (28) aufweist, welche
in Strömungsverbindung mit dem zweiten Strömungskanal (29.2) des genannten Fensters
angeordnet werden kann, wobei durch die genannte Öffnung (28) Ersatzluft aus zumindest
einem Fensterzwischenraum (V1, V2) in die Strömungskanalisierung (26) leitbar angeordnet
ist.
13. Fenster (2), welches zumindest einen Zwischenraum (V1, V2), zumindest einen ersten
Strömungskanal (29.1) zum Leiten der aus Außenluft aufzunehmender Ersatzluft in den
genannten zumindest einen Zwischenraum (V1, V2), und einen zweiten Strömungskanal
(29.2) zum Abführen der in den genannten zumindest einen Zwischenraum (V1, V2) geleiteten
Ersatzluft aus dem genannten zumindest einem Zwischenraum (V1, V2) aufweist, und in
Verbindung mit dem Fenster (2) ist zumindest ein Ersatzluftventil (1) angeordnet,
welches eine Strömungskanalisierung (26) zum Leiten der Ersatzluft in den Gebäuderaum,
zumindest ein Steuerorgan der Luftströmung (5), mittels welchem die Luftströmung zumindest
teilweise nach oben lenkbar angeordnet ist, und zumindest eine Öffnung (28) aufweist,
welche in Strömungsverbindung mit dem zweiten Strömungskanal (29.2) des genannten
Fensters (2) angeordnet werden kann, wobei durch die genannte Öffnung (28) Ersatzluft
aus zumindest einem Fensterzwischenraum (V1, V2) in die Strömungskanalisierung leitbar
angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das genannte zumindest ein Ersatzluftventil (1) zusätzlich einen Luft-Luft-betriebenen
Wärmetauscher (8) umfasst, welcher eine erste Kanalisierung (10) zum Leiten der Ersatzluft
in den Gebäuderaum, und eine zweite Kanalisierung (11) zum Leiten der im Gebäuderaum
befindlichen Luft in den Wärmetauscher (8) zum Steigern der Ersatzlufttemperatur aufweist.