[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung einer oberen Abdeckung an
einem Heizkörper, insbesondere an einem Heizkörper mit zur Verbesserung der Wärmeübertragung
zwischen den Heizplatten oder Rohren angeordneten Konvektionslamellen.
[0002] Die Heizkörper werden meist aus optischen Gründen und zur unfallsicheren Abdeckung
scharfer Kanten an den Seiten oder an der Oberfläche mit Abdeckungen verkleidet, wobei
die für die Oberfläche bestimmte Abdeckplatte meist mit Schlitzen oder Löchern versehen
oder gitterförmig ausgebildet ist. Zur Vermeidung ihres Abhebens vom Heizkörper auch
aufgrund von Wärme entstehenden Verspannungen der in der Regel aus Blech bestehenden
Abdeckungen sind verschiedenste Befestigungsvorrichtungen bekannt. Bedingt durch sicherheitstechnische
Anforderungen von Heizkörpern in Schulen und Kindergärten bestehen weiterhin Vorschriften,
die die Befestigung von Gitterrosten bzw. der oberen Abdeckung von Heizkörpern fordern.
Üblicherweise werden die Abdeckungen lose auf den Heizkörper aufgelegt und anschließend
die seitlichen Verkleidungsbleche aufgesteckt und gegebenenfalls mit dem Heizkörper
verschraubt.
Insbesondere bei langen Bausausführungen von Heizkörpern, kann ohne zusätzliche Befestigung
der Abdeckung keine ausreichende Stabilität erreicht werden. Zum Teil reicht schon
die aus der Herstellung der Zierabdeckung resultierende Eigenverspannung dafür aus,
dass sich die Zierabdeckung in der Mitte des Heizkörpers von diesem abhebt. Hinzu
kommen noch Wärmespannungen.
[0003] Diese unerwünschten Verformungen der oberen Abdeckung lassen sich jedoch nur beseitigen,
wenn an einer oder mehreren Stellen, etwa in der Mitte der Abdeckung, eine Befestigung
erfolgt. Die obere Abdeckung besteht meist aus Stegen, die durch Öffnungen voneinander
beabstandet sind. Diese Öffnungen sind notwendig um die von der Unterseite des Heizkörpers
kommende aufsteigende erwärmte Luft an der Oberseite des Heizkörpers austreten kann.
Zur Befestigung der oberen Abdeckung werden die verschiedensten Mittel eingesetzt.
So ist es bekannt in eine Stahllasche, die breiter ist als der Spalt zwischen den
Heizkörperschalen von oben her in diesen Spalt einzudrücken und mit einer Schraube
von oben durch die Abdeckung hindurch anzuziehen, wobei die Lasche noch stärker gegen
die Heizköperschalen gepresst wird. Es ist auch bekannt, ein Kunststoffteil auf die
Abdeckung aufzulegen und durch dieses hindurch eine Schraube in einen nicht wasserführenden
Steg des Heizkörpers einzuschrauben.
Die Abdeckung wird dadurch nach unten gezogen und auf dem Heizkörper festgelegt. Nachteilig
bei diesen Formen ist der erforderliche Einsatz von Werkzeugen zur Montage.
[0004] Weiter sind verschiedene Formen von Klemmen mit Federarmen bekannt, die auf den Stegen
der Abdeckung aufsitzen, wobei sich die Federarme in geeigneter Form und unterschiedlichster
Weise an Teilen des Heizkörpers abstützen. Diese sind oft sehr kompliziert gestaltet
und nicht eindeutig handhabbar.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zur Befestigung
für eine auf einem Heizkörper aufliegende obere Abdeckung der eingangs genannten Art
zur Verfügung zu stellen, das die aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen
verbessert.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus den zugehörigen Ansprüchen.
[0006] Die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung besteht demnach aus einem Spannbügel
mit zwei hakenförmigen Enden, wobei der obere Haken an mindestens einem in der oberen
Abdeckung angeordneten Steg einrastbar ist. Der untere Haken greift dabei an wenigstens
eine Lamelle, vorzugsweise an der Unterseite der Lamelle des Heizkörpers an, wobei
der Bügel sich zwischen zwei Lamellen spannt. Besonders vorteilhaft ist die Ausführung
bei der der untere Haken in wenigstens eine in die Lamellen eingebrachte Öffnung einrastbar
ist, wobei sich der Bügel zwischen zwei Lamellen spannt.
Dabei ist die obere Abdeckung des Heizkörpers über den Formschluss des oberen und
unteren Hakens des Spannbügels sicherbar. Vorzugsweise besteht die Vorrichtung aus
Federbandstahl.
Die Abdeckung ist dadurch in einfachster Weise und mittels weniger Handgriffe auf
dem Heizkörper arretierbar. Die einfache Ausbildung der Vorrichtung wirkt sich günstig
auf die Herstellungskosten und Handhabung aus. Zur Demontage ist lediglich der in
der Lamellenöffnung sitzende untere Haken außer Eingriff zu drücken.
[0007] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
In der zugehörigen Zeichnung zeigt:
- Figur 1:
- eine Draufsicht auf einen Konvektorheizkörper,
- Figur 2:
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung in perspektivischer Darstellung,
- Figur 3:
- Teilansicht der Konvektionslamellen eines Heizkörpers,
- Figur 4:
- Teilansicht der oberen Abdeckung eines Heizkörpers.
[0008] In der Figur 1 wird ein typischer Konvektorheizkörper 1 mit aufgelegter Abdeckung
2 gezeigt. Zwischen den wasserführenden Kanälen oder Rohren sind zur Verbesserung
der Wärmeübertragung Konvektionslamellen 3 angeordnet. Die obere Abdeckung 2 besteht
im vorliegenden Fall aus einem gitterförmigen Rost.
[0009] Es ist aber auch möglich, dass die Abdeckung lediglich Querschlitze aufweist, die
von Stegen begrenzt sind. Die Schlitze oder Löcher sind erforderlich, damit die im
Heizkörper erwärmte Luft nach oben austreten kann. Die zwischen den Schlitzen oder
Löchern liegenden Stege sollen möglichst schmal sein, um den Luftaustrittsquerschnitt
möglichst groß zu gestalten.
[0010] Die Figur 2 zeigt die erfindungsgemäße Vorrichtung, nachfolgend kurz Spannhaken 4
genannt. Die Vorrichtung bzw. der Spannhaken zur Befestigung der Abdeckung 2 am Heizkörper
1, besteht aus einem Spannbügel 4.1 mit hakenförmigen Enden 4.2 und 4.3, wobei der
obere Haken 4.2 an einem in der oberen Abdeckung 2 angeordneten Steg 2.1 einrastbar
ist. Der untere Haken 4.3 greift im vorliegenden Ausführungsbeispiel in eine in die
Lamellen 3 eingebrachte Öffnung 3.1 ein, wobei sich der Bügel 4.1 zwischen zwei Lamellen
3, 3 spannt. Es ist auch möglich, dass der untere Haken an die Unterseite wenigstens
einer der Lammellen angreift. Die obere Abdeckung 2 des Heizkörpers 1 ist dabei über
den Formschluss des oberen und unteren Hakens 4.2, 4.3 des Spannbügels 4.1 sicherbar.
Der Spannhaken 4 besteht vorzugsweise aus Federbandstahl.
In der Figur 3 wird eine Teilansicht der Konvektionslamellen eines Heizkörpers gezeigt
mit einer eingebrachten Öffnung 3.1 in die der untere Haken 4.3 eingreift.
[0011] In der Figur 4 wird Teilansicht der oberen Abdeckung 2 eines Heizkörpers 1 gezeigt,
wobei der obere Haken 4.2 an einem in der oberen Abdeckung 2 angeordneten Steg 2.1
eingerastet ist.
1. Vorrichtung zur Befestigung einer Abdeckung (2) an einem Heizkörper (1) mit Konvektionslamellen
(3), bestehend aus einem Spannbügel (4.1) mit hakenförmigen Enden (4.2) und (4.3),
wobei der obere Haken (4.2) an mindestens einem in der oberen Abdeckung (2) angeordneten
Steg (2.1) einrastbar ist, und der untere Haken (4.3) in wenigstens eine Lamelle (3)
eingreift, wobei der Bügel (4.1) sich zwischen zwei Lamellen (3, 3') spannt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Haken (4.3) in wenigstens eine in die Lamellen (3) eingebrachte Öffnung
(3.1) einrastbar ist, wobei der Bügel (4.1) sich zwischen zwei Lamellen (3, 3') spannt.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Abdeckung (2) des Heizkörpers (1) über den Formschluß des oberen und unteren
Hakens (4.2, 4.3) des Spannbügels (4.1) sicherbar ist.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass diese aus Federbandstahl besteht.