[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Sicherung von Personen und Lasten
bei einem Absturz, bestehend aus einer z.B. in einem Gehäuse entgegen der Kraft einer
oder mehrerer Rückstellfedern verdrehbar gelagerten Trommel zur Aufnahme eines Zuggliedes,
dessen freies Ende mit der zu sichernden Person oder der Last verbindbar ist, und
einem Klinkengesperre, mittels dem die Trommel mit dem Gehäuse verriegelbar ist.
[0002] Eine Sicherungsvorrichtung dieser Art ist durch die GB 2 279 636A bekannt. Bei einem
Absturz einer mit dem auf einer Trommel aufgewickelten Zugseil verbundenen Person
wird durch ein Klinkengesperre, das mit der Trommel zusammenwirkt, diese blockiert,
auch wird, sobald die auf das Zugseil einwirkende Zugkraft aufgehoben ist, die Trommel
mittels Federn in die Ausgangslage zurückgeführt, das Aufwickeln des Zugseiles auf
der Trommel ist dabei jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden:
[0003] Das von der Trommel abgewickelte und bei deren Rückstellung auf diese aufzuwickelnde
Zugseil wird nämlich lediglich über eine ortsfest in dem Gehäuse gehaltene Rolle,
die eine konkav gekrümmte Oberfläche aufweist, und durch eine Auslassöffnung geführt,
so dass das Zugseil die jeweilige Lage von selbst einnehmen muß. Ein gesteuertes Aufwickeln
ist somit nicht gegeben, vielmehr wird das Zugseil unkontrolliert sich um die Trommeln
wickeln. Dies wiederum kann zu Beeinträchtigungen der Sicherheitsfunktion der Vorrichtung
führen, da das Zugseil auf der Trommel mitunter verklemmt. Des weiteren ist von Nachteil,
dass das Klinkengesperre nur bei einer bestimmten Drehgeschwindigkeit der Trommel
einrastet, eine Sicherung ist demnach nur bei einer entsprechenden Fallhöhe gegeben.
Abrutschende Personen und Lasten sind somit nicht zu sichern.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zur Sicherung von Personen und
Lasten der vorgenannten Gattung in der Weise auszubilden, dass nicht nur eine Blockierung
des Zugseiles bei einem Sturz oder beim Abrutschen der gesicherten Person oder Last
gewährleistet ist, sondern dass vor allem stets ein kontrolliertes Aufund Abwickeln
des Zuggliedes von bzw. auf der Trommel sichergestellt ist. Eine störungsfreie Funktion
der Vorrichtung soll demnach immer gegeben sein, auch soll diese in vielseitiger Weise
eingesetzt werden können. Der Bauaufwand, mittels dem dies zu erreichen ist, soll
gering gehalten werden, auch soll die vorschlagsgemäß ausgebildete Vorrichtung einfach
zu handhaben sein.
[0005] Gemäß der Erfindung wird dies bei einer Vorrichtung zur Sicherung von Personen und
Lasten der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass der Trommel eine Einrichtung
zur Führung des Zuggliedes zugeordnet ist, mittels der das von der Trommel abführendeTeil
des Zuggliedes in Abhängigkeit von der Drehgeschwindigkeit der Trommel achssenkrecht
zu deren Längsachse verstellbar und die Verstellbewegung des Zuggliedes in den beiden
Endbereichen der Trommel selbsttätig umsteuerbar ist.
[0006] Die Einrichtung zur Führung des Zuggliedes sollte hierbei in einfacher Weise aus
einem auf einer parallel zur Längsachse der Tommel angeordneten Spurstange axial begrenzt
verstellbar gehaltenen Spurstein, durch den das Zugglied hindurchgeführt ist, und
einer in diesen eingeschraubten Gewindespindel, die über Zahnradsätze oder Zahnriemen
und Steuerhebel mit der Trommel zwangläufig in Triebverbindung steht und deren Drehrichtung
in den Endlagen des Zuggliedes auf der Trommel umkehrbar ist, gebildet sein, wobei
zur Umkehrung der Drehrichtung der Gewindespindel diese wechselweise mit jeweils einem
Zahnrad kuppelbar sein sollte, die in unterschiedlichen Drehrichtungen durch die Trommel
antreibbar sind.
[0007] Zur wechselweisen Koppelung der Gewindespindel mit der Trommel ist es ferner angebracht,
auf der Spurstange in deren beiden Endbereichen jeweils ein Zahnrad anzuordnen, die
durch Axialverschiebung der Spurstange mit den mit der Trommel trieblich verbundenen
Zahnradsätzen und mit auf der Gewindespindel angeordneten Zahnrädern verbindbar sind,
und an den beiden Enden der Spurstange jeweils einen Steuerhebel anzulenken, die mit
ihren freien Enden mit an mit der Trommel trieblich verbundenen Zahnrädern vorgesehenen
um 180° zueinander versetzt angeordneten Steuerkurven zusammenwirken, mittels denen
die Spurstange gesteuert axial verschiebbar ist. Die mit den Steuerkurven versehenen
Zahnräder sollten jeweils mittels eines mit der Trommel trieblich verbundenen vorzugsweise
koaxial zu dieser angeordneten Zwischengliedes schrittweise verstellbar sein, das
über einen vorstehenden Zahn, eines abstehenden Stiftes oder dgl. mit dem zugeordneten
Zahnrad zusammenwirkt.
[0008] Angezeigt ist es, die an den Zahnrädern vorgesehenen Steuerkurven und die Übersetzungen
der Steuerhebel derart auszulegen, dass bei einem Verstellvorgang die Spurstange jeweils
mindestens um die Breite der mit der Trommel oder mit der Gewindespindel zusammenwirkenden
Zahnradsätzen bzw. Zahnrädern verstellbar ist, so dass die Triebverbindung der Gewindespindel
mit der Trommel wechselweise trennbar ist.
[0009] Das Klinkengesperre sollte durch zwei Zahnkränze gebildet sein, von denen ein Zahnkranz
ortsfest, z.B. mit dem Gehäuse fest verbunden, angeordnet und der andere Zahnkranz
drehfest an der Trommel angebracht ist, und zur Betätigung des Klinkengesperres sollte
die Trommel begrenzt in Richtung des abführenden Teils des Zuggliedes in dem Gehäuse
gehalten sein.
[0010] Nach einer andersartigen Ausgestaltung kann das Klinkengesperre aber auch durch einen
ortsfest angeordneten, z.B. mit dem Gehäuse fest verbundenen Zahnkranz und einer oder
mehreren an der Trommel entgegen der Kraft von Federn verschwenkbar gehaltenen Sperrklinken
gebildet sein, die bei Rotation der Trommel mit dem Zahnkranz zusammenwirken. Auf
einfache Weise kann das Klinkengesperre somit auch bei einer geringen Drehgeschwindigkeit
der Trommel, z.B. wenn eine gesicherte Person abrutscht, ausgelöst werden.
[0011] Vorteilhaft ist es ferner, die Klinkengesperre beidseitig der Trommel fluchtend zu
deren Längsachse anzuordnen und durch die beiden relativ zueinander verschiebbaren
Zahnkränze sowie dem ortsfesten Zahnkranz und an dem mit der Trommel verbundenen begrenzt
in Richtung des abführenden Teils des Zuggliedes verstellbaren Zahnkranz angebrachten
entgegen der Kraft einer Feder verstellbaren Sperrklinken zu bilden, so dass eine
Sicherung einer Person oder einer Last sowohl bei einem Sturz als auch beim Abrutschen
gegeben sind.
[0012] Die auf die Trommel einwirkenden Rückstellfedern können durch eine oder mehrere vorzugsweise
innerhalb der Trommel angeordneten Spiralfedern gebildet sein, die mit ihren inneren
Enden einerseits an der die Trommel tragenden drehfest gehaltenen Welle und andererseits
mit ihrem äußeren Ende an der Trommel abgestützt sind. Die zu sichernde Person arbeitet
demnach stets auf Zug, bei einem evtl. Absturz wird somit das Klinkengesperre sofort
ausgelöst, so dass nur eine geringe Fallhöhe in Kauf zu nehmen ist, um eine Blockierung
auszulösen.
[0013] Bei einer durch mehrere Spiralfedern gebildeten Rückstellfeder ist es angebracht,
diese parallel zueinander anzuordnen und in Reihe zu schalten, derart, dass die erste
der Spiralfedern mit ihrem inneren Ende an der die Trommel tragenden Welle und mit
ihrem äußeren Ende an einer drehbar gelagerten Scheibe abgestützt ist und die nachfolgenden
Spiralfedern mit ihren inneren Enden jeweils an der Scheibe und mit ihren äußeren
Enden an einer auf der gegenüberliegenden Seite angeordneten weiteren Scheibe und
die letzte der in Reihe geschalteten Spiralfedern mit ihrem äußeren Ende an der Trommel
abzustützen. Auf diese Weise kann ein Zugglied von großer Länge verwendet werden,
so dass ein großer Arbeitsbereich für die zu sichernde Person gegeben ist.
[0014] Als Zugglied kann ein Seil aus Draht, aus Kunststoff oder aus textilen Fasern, ein
Gurt oder ein ähnlich verformbares aufwickelbares Bauteil vorgesehen, auch kann der
Einrichtung zur seitlichen Führung des Zuggliedes ein Umlenkglied zugeordnet sein,
das ortsfest mit Abstand zu dem Kulissenstein, z.B. mittels eines mit dem Gehäuse
verbundenen Bügels gehalten ist und aus einer vorzugsweise mit drehbar gelagerten
Rollen bestückten kreuzartig ausgebildeten Durchgangsplatte besteht.
[0015] Wird eine Vorrichtung zur Sicherung von Personen und Lasten gemäß der Erfindung ausgebildet,
so ist gewährleistet, dass eine mit dem freien Ende des Zuggliedes verbundene Person
oder Last stets ausreichend gesichert ist und sowohl bei einem Sturz als auch beim
Abrutschen, z.B. von einem Dach oder beim Einsinken in einen nachgiebigen Untergrund,
vor Verletzungen und anderen Beeinträchtigungen geschützt ist. Dabei ist vor allem
von Vorteil, dass durch die Einrichtung zur Führung des Zugseiles dieses stets kontrolliert
ab- und insbesondere aufgewickelt wird und auch lageorientiert auf der Trommel angeordnet
ist, irgendwelche ungewollten Überlagerungen und Verklemmungen werden dadurch mit
großer Sicherheit ausgeschlossen. Eine störungsfreie Funktion der Sicherheitsvorrichtung
ist dadurch gewährleistet.
[0016] Des Weiteren ist von Vorteil, dass die vorschlagsgemäß ausgebildete Vorrichtung nur
aus wenigen einfach gestalteten Bauteilen besteht, so dass diese kostengünstig herzustellen
ist. Ferner ist eine sehr vielseitige Verwendbarkeit bei einfacher Handhabung gegeben.
Die Vorrichtung ist nämlich lediglich über oder neben einer zu sichernden Person oder
Last anzuordnen, um eingesetzt werden zu können. Auf Baustellen kann demnach die Trommel
beispielsweise zunächst an einem Kran aufgehängt werden, um bei Gerüstarbeiten eine
zuverlässige Sicherung der die Arbeiten ausführenden Personen zu ermöglichen, auch
kann die Vorrichtung bei entsprechender Auslegung z.B. beim Bergsteigen vorteilhaft
verwendet werden. Mit geringem technische Aufwand sind mit Hilfe der Vorrichtung demnach
folgenschwere Unfälle zuverlässig zu vermeiden.
[0017] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der gemäß der Erfindung ausgebildeten
Vorrichtung zur Sicherung von Personen und Lasten dargestellt, das nachfolgend im
einzelnen erläutert ist. Hierbei zeigt:
- Figur 1
- die Sicherungsvorrichtung in einer perspektivischen Darstellung, befestigt an einer
Wand oder dgl.,
- Figur 2
- die Vorrichtung nach Figur 1, teilweise in einem Axialschnitt, aufgehängt an einem
Krankhaken,
- Figur 3
- die Vorrichtung nach Figur 1 in Vorderansicht,
- Figur 4
- eine Ausführungsvariante der Vorrichtung nach Figur 1 in einer Darstellung nach Figur
3,
- Figuren 5 und 6
- die Vorrichtung nach Figur 1 in einer stehenden Anordnung, jeweils in Seitenansicht
und in unterschiedlichen Betriebsstellungen,
- Figuren 7, 8 und 9
- unterschiedliche Ausgestaltungen der bei der Vorrichtung nach Figur 1 verwendbaren
Klinkengesperre und
- Figur 10
- das bei der Vorrichtung nach Figur 1 vorgesehene Umlenkglied in einer vergrößerten
Darstellung.
[0018] Die in den Figuren 1 bis 6 dargestellte und mit 1 bezeichnete Vorrichtung dient zur
Sicherung von Personen und Lasten, insbesondere bei einem Absturz, und besteht im
wesentlichen aus einer in einem Gehäuse 4 drehbar entgegen der Kraft von Rückstellfedern
6 gelagerten Trommel 2 zur Aufnahme eines Zuggliedes 3 in Form eines Seiles, zweier
beidseits der Trommel 2 angeordneter Klinkengesperre 7 sowie einer Einrichtung 21
zur Führung des Zuggliedes 3. Die Trommel 2 ist hierbei auf einer Welle 8 drehbar
um ihre Längsachse A gelagert, die in dem aus Platten gebildeten Gehäuse 4, das mittels
Laschen 5 befestigt werden kann, gehalten.
[0019] Die Einrichtung 21, mittels der das von der Trommel 2 abführende Teil 3' des Zuggliedes
3 in Abhängigkeit von deren Drehgeschwindigkeit achssenkrecht zu der Längsachse A
verstellbar ist, ist im wesentlichen durch einen auf einer parallel zu dieser angeordneten
Spurstange 23 verstellbar gehaltenen Spurstein 22 und einer Gewindespindel 24 gebildet,
auf die der Spurstein 22, durch den das von der Trommel 2 abführende Teil 3' des Zuggliedes
3 hindurchgeführt ist, aufgeschraubt ist. Bei einer seitlichen Verstellung des Spursteines
22, der zwangläufig mit der Trommel 2 in Triebverbindung steht, wird somit das Zugglied
3 exakt in Lagen auf der Trommel 2 aufgewickelt oder von dieser abgewickelt.
[0020] Zur zwangläufigen Verbindung der Gewindespindel 24 mit der Trommel 3 sind auf deren
Welle 8 beidseits fest angeordnete Zahnräder 29 und 30 sowie Zahnradsätze 31 und 32
vorgesehen, die mit auf der Spurstange 23 in deren Endbereichen angeordneten Zahnrädern
25 und 26 und diese wiederum mit auf der Gewindespindel 24 angeordneten Zahnrädern
27 und 28 zusammenwirken. Die Zahnradsätze 31 und 32 sind hierbei derart ausgelegt,
dass durch diese die Zahnräder 25 und 26, sobald diese wechselweise mit den Zahnradsätzen
31 und 32 in Eingriff sind, in unterschiedlichen Drehrichtungen angetrieben werden.
[0021] Zur wechselseitigen Koppelung der Zahnräder 27 oder 28 mit den Zahnradsätzen 31 bzw.
32 sind die auf der Spurstange 23 angeordneten Zahnräder 25 und 26 axial zu verschieben.
Dies wird mit Hilfe von Steuerkurven 39 bzw. 40 und Steuerhebeln 33 bzw. 34 bewerkstelligt,
die an der Spurstange 23 angelenkt sind. Zur Verstellung der Steuerkurven 39 und 40
sind ebenfalls auf der Welle 8 angeordnete Zahnräder 35 bzw. 36 vorgesehen, die mit
jeweils einem Schaltnocken 35' bzw. 36' in Zahnräder 37 bzw. 38 eingreifen, an denen
die Steuerkurven 39 und 40 stirnseitig angeformt sind.
[0022] Bei jeder Umdrehung der Trommel 2 werden die Zahnräder 39 und 40 mit Hilfe der Schaltnocken
35' bzw. 36' jeweils um eine Zahnbreite verstellt. Die Längen der Steuerkurven 39
und 40, die um 180° versetzt zueinander angeordnet sind, sind hierbei jeweils einer
Lage des Zuggliedes 3 auf der Trommel 2 zugeordnet, so dass, sobald das Zugglied 3
eine Endlage erreicht, die Drehrichtung der Gewindespindel 24 selbsttätig umgekehrt
wird. Dazu wird die Spurstange 23 mit Hilfe der Steuerhebel 33 bzw. 34 derart verschoben,
dass z.B., ausgehend von der in Figur 3 gezeigten Betriebsstellung, das Zahnrad 25
außer Eingriff mit dem Zahnrad 27 und dem Zahnrad 31 und das Zahnrad 26 in Eingriff
mit dem Zahnrad 32 und dem Zahnrad 28 gebracht werden. Die Steuerkurven 39 und 40
sowie die Übersetzungen der Steuerhebel 33 und 34 sind in der Weise ausgelegt, dass
zur wechselseitigen Unterbrechung der Triebverbindung bei einem Verstellvorgang die
Spurstange 23 jeweils mindestens um die Breite der Radsätze 31 bzw. 32 verstellbar
sind.
[0023] Anstelle der Radsätze 31 und 32 können aber auch, wie dies in Figur 4 alternativ
gezeigt ist, Zahnriemen 47 vorgesehen werden, des Weiteren können die Zahnräder 37
und 38 mit Hilfe von Stiften 48, die stirnseitig von den Schalträdern 35 und 36 abstehen,
schrittweise verstellt werden. Zur Lagerung der Radsätze 31 und 32 sowie der Zahnräder
39 und 40 sind jeweils Platten 49 und 50 vorgesehen, die wie auch die Lagerung der
Steuerhebel 33 und 34 an dem Gehäuse 4 gehalten bzw. angebracht sind.
[0024] Die Rückstellfeder 6, mittels der das Zugglied 3 und damit die zu sichernde Person
ständig auf Zug gehalten wird, ist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel nach Figur
2, bei dem die Vorrichtung 1 mittels eines Bügels 19 an einem Kranhaken 20 aufgehängt
ist, durch mehrere hintereinander geschaltete Spiralfedern 51, 51', 51"... gebildet.
Die Spiralfeder 51 ist hierbei mit ihrem inneren Ende mittels eines Bolzens 53 an
der ortsfest gehaltenen Welle 8 abgestützt, mit ihrem äußeren Ende ist die Spiralfeder
51 dagegen mittels eines Stiftes 54 mit einer Scheibe 52 verbunden, an der wiederum
das innere Ende der nachfolgenden Spiralfeder 51' gehalten ist. In gleicher Weise
sind die Spiralfedern 51', 51" mittels Bolzen 53', 53" an Scheiben 52', 52"... befestigt,
das äußere Ende der letzten Spiralfeder 51
n ist jedoch an der Trommel 2 abgestützt. Beim Abwickeln des Zuggliedes 3 werden somit
alle Spiralfedern 51, 51', 51"... nahezu gleichmäßig abgewickelt, so dass das Zugglied
3 über eine große Wegstrecke unter nahezu konstanter Federspannung gehalten wird.
[0025] Die beiderseits der Trommel 3 auf der Welle 8 angeordneten Klinkengesperre 7, 7'
oder 7" können, wie dies den Figuren 7 bis 8 zu entnehmen ist, in unterschiedlicher
Weise ausgebildet werden. Gemäß Figur 7 besteht das Klinkengesperre 7 aus zwei ineinander
angeordneten Zahnkränzen 41 und 42, von denen der Zahnkranz 41 fest mit dem Gehäuse
4 und der Zahnkranz 42 fest mit der Trommel 2 verbunden sind. Bei einer abrupten Verschiebung
der Trommel 2 greift der Zahnkranz 42, wie dies in Figur 7 gezeigt ist, in den Zahnkranz
41 ein, so dass die Trommel 2 blockiert ist.
[0026] Um bei einem Sturz der zu sichernden Person eine Verschiebung der Trommel 2 zu ermöglichen,
sind, wie dies auch den Figuren 5 und 6 zu entnehmen ist, in das Gehäuse 4 zwei in
Richtung des abführenden Teils 3' des Zuggliedes 3 sich erstreckende Ausnehmungen
10 eingearbeitet, und die Welle 8 ist mit an diese angepassten Abflachungen 9 versehen,
so dass die Welle 8 in den Ausnehmungen 10 drehfest aber verschiebbar gehalten ist.
Entgegen der Kraft der an dem Gehäuse 4 und der Welle 8 abgestützten Zugfedern 11
kann somit die Trommel 2 verschoben und das Klinkengesperre 7 kann wirksam werden.
[0027] Bei der in Figur 8 dargestellten Ausgestaltung des Klinkengesperres 7' dienen zur
Blockierung der Trommel 2 zwei diametral einander gegenüberliegend angeordnete Sperrklinken
43, die verschwenkbar auf Bolzen 45 gelagert und entgegen der Kraft von Federn 44
mit dem Zahnkranz 41 in Eingriff bringbar sind. Sobald die Trommel 2 eine vorbestimmte
Drehgeschwindigkeit aufweist, werden die an dieser befestigten Sperrklinken 43 entgegen
der Kraft der Federn 44 ausgeschwenkt und greifen mit ihren freien Enden in den ortsfesten
an dem Gehäuse 4 gehaltenen Zahnkranz 41 ein, wodurch die Trommel 2 wiederum blockiert
ist. Da ein Verschwenken der Sperrklinken 43 bereits bei geringer Drehzahl der Trommel
3 erfolgt, kann mit Hilfe des Klinkengesperres 7' das Abrutschen einer gesicherten
Person gestoppt werden.
[0028] Gemäß Figur 9 besteht das Klinkengesperre 7" aus den beiden Zahnkränzen 41 und 42
sowie den Sperrklinken 43. Bei einer abrupten Verschiebung der Trommel 2, z.B. bedingt
durch einen Sturz, gelangen die beiden Zahnkränze 41 und 42, wie bei dem Klinkengesperre
nach Figur 7, in Eingriff, bei geringer Drehgeschwindigkeit der Trommel 2 werden dagegen
die Sperrklinken 43 ausgeschwenkt, so dass bei deren Eingriff in den Zahnkranz 41
die weitere Verdrehung der Trommel 2 ausgeschlossen ist.
[0029] Der Vorrichtung 1 kann zur Führung des von der Trommel 2 abführenden Teils 3' des
Zuggliedes 3 außerhalb der Einrichtung 21 ein Umlenkglied 57 zugeordnet werden, das
mittels eines Bügels 56 mit Abstand zu dem Nutenstein 22 gehalten ist. Das Umlenkglied
57 besteht hierbei, wie dies insbesondere auch der Figur 10 zu entnehmen ist, aus
einem Kreuzstück 58, in dem vier Rollen 59 jeweils rechtwinklig zueinander versetzt
drehbar gelagert sind. Auf diese Weise wird eine erhöhte Reibung des Zuggliedes 3
in den Nutenstein 22 vermieden und das Zugglied 3 kann um 360° um die Vorrichtung
1 herum eingesetzt werden, so dass ein großer Einsatzbereich gegeben ist.
1. Vorrichtung (1) zur Sicherung von Personen und Lasten bei einem Absturz, bestehend
aus einer z.B. in einem Gehäuse (4) entgegen der Kraft einer oder mehrerer Rückstellfedern
(6) verdrehbar gelagerten Trommel (2) zur Aufnahme eines Zuggliedes (3), dessen freies
Ende mit der zu sichernden Person oder der Last verbindbar ist, und einem Klinkengesperre
(7), mittels dem die Trommel (2) mit dem Gehäuse (4) verriegelbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Trommel (2) eine Einrichtung (21) zur Führung des Zuggliedes (3) zugeordnet ist,
mittels der das von der Trommel (2) abführendeTeil (3') des Zuggliedes (3) in Abhängigkeit
von der Drehgeschwindigkeit der Trommel (2) achssenkrecht zu deren Längsachse (A)
verstellbar und die Verstellbewegung des Zuggliedes (3) in den beiden Endbereichen
der Trommel (2) selbsttätig umsteuerbar ist.
2. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung (21) zur Führung des Zuggliedes (3) aus einem auf einer parallel
zur Längsachse (A) der Tommel (2) angeordneten Spurstange (23) axial begrenzt verstellbar
gehaltenen Spurstein (22), durch den das Zugglied (3) hindurchgeführt ist, und einer
in diesen eingeschraubten Gewindespindel (24), die über Zahnradsätze (31, 32) oder
Zahnriemen (47) und Steuerhebel (33, 34) mit der Trommel (2) zwangläufig in Triebverbindung
steht und deren Drehrichtung in den Endlagen des Zuggliedes (3) auf der Trommel (2)
umkehrbar ist, gebildet ist.
3. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Umkehrung der Drehrichtung der Gewindespindel (24) diese wechselweise mit jeweils
einem Zahnrad (25 bzw. 26) kuppelbar ist, die in unterschiedlichen Drehrichtungen
durch die Trommel (2) antreibbar sind.
4. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur wechselweisen Koppelung der Gewindespindel (24) mit der Trommel (2) auf der Spurstange
(23) in deren beiden Endbereichen jeweils ein Zahnrad (25, 26) angeordnet ist, die
durch Axialverschiebung der Spurstange (23) mit den mit der Trommel(2) trieblich verbundenen
Zahnsätzen (31 bzw. 32) und mit auf der Gewindespindel (24) angeordneten Zahnrädern
(27 bzw. 28) verbindbar sind.
5. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den beiden Enden der Spurstange (23) Steuerhebel (33, 34) angelenkt sind, die
mit ihren freien Enden mit an mit der Trommel (2) trieblich verbundenen Zahnrädern
(37, 38) vorgesehenen um 180° zueinander versetzt angeordneten Steuerkurven (39, 40)
zusammenwirken, mittels denen die Spurstange (23) gesteuert axial verschiebbar ist.
6. Sicherungsvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die mit den Steuerkurven (39, 40) versehenen Zahnräder (37, 38) jeweils mittels eines
mit der Trommel (2) trieblich verbundenen vorzugsweise koaxial zu dieser angeordneten
Zwischengliedes (35, 36) schrittweise verstellbar sind, das über einen vorstehenden
Zahn (35', 36'), einen abstehenden Stift (48), oder dgl. mit dem zugeordneten Zahnrad
(39, 40) zusammenwirkt.
7. Sicherungsvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die an den Zahnrädern (37, 38) vorgesehenen Steuerkurven (39, 40) und die Übersetzungen
der Steuerhebel (33, 34) derart ausgelegt sind, dass bei einem Verstellvorgang die
Spurstange (23) jeweils mindestens um die Breite der mit der Trommel (2) zusammenwirkenden
Zahnradsätzen (31, 32)bzw. den mit der Gewindespindel (24) zur wechselweisen Unterbrechung
der Triebverbindungen verstellbar ist.
8. Sicherungsvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Klinkengesperre (7) durch zwei Zahnkränze (41, 42) gebildet ist, von denen ein
Zahnkranz (41) ortsfest, z.B. mit dem Gehäuse (4) fest verbunden, angeordnet und der
andere Zahnkranz (42) drehfest an der Trommel (2) angebracht ist und dass zur Betätigung
des Klinkengesperres (7) die Trommel (2) begrenzt in Richtung des abführenden Teils
(3') des Zuggliedes (3) verschiebbar in dem Gehäuse (4) gehalten ist.
9. Sicherungsvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Klinkengesperre (7) durch einen ortsfest angeordneten, z.B. mit dem Gehäuse (4)
fest verbundenen Zahnkranz (41) und einer oder mehreren an der Trommel (2) entgegen
der Kraft von Federn (44) verschwenkbar gehaltenen Sperrklinken (43) gebildet ist,
die bei Rotation der Trommel (2) mit dem Zahnkranz (41) zusammenwirken.
10. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klinkengesperre (7) beidseitig der Trommel (2) fluchtend zu deren Längsachse
(A) angeordnet sind.
11. Sicherungsvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Klinkengesperre (7) durch die beiden relativ zueinander verschiebbaren Zahnkränze
(41, 42) sowie dem ortsfesten Zahnkranz (41) und an dem mit der Trommel (2) verbundenen
begrenzt in Richtung des abführenden Teils (3') des Zuggliedes (3) verstellbaren Zahnkranz
(42) angebrachten jeweils entgegen der Kraft einer Feder(44) verstellbaren Sperrklinken
(43) gebildet sind.
12. Sicherungsvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß die auf die Trommel (2) einwirkenden Rückstellfeder (6) durch eine oder mehrere vorzugsweise
innerhalb der Trommel (2) angeordneten Spiralfedern (51', 51 ", 51'"...) gebildet
sind, die mit ihren inneren Enden einerseits an der die Trommel (2) tragenden drehfest
gehaltenen Welle(8) und andererseits mit ihrem äußeren Ende an der Trommel (2) abgestützt
sind.
13. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer durch mehrere Spiralfedern (51, 51', 51"...) gebildeten Rückstellfeder
(7) diese parallel zueinander angeordnet und in Reihe geschaltet sind, derart, dass
die erste der Spiralfedern (51) mit ihrem inneren Ende an der die Trommel (2) tragenden
Welle (8) und mit ihrem äußeren Ende an einer drehbar gelagerten Scheibe (52) abgestützt
ist und dass die nachfolgenden Spiralfedern (51', 51 ", 51'"...) mit ihren inneren
Enden jeweils an der Scheibe (52) und mit ihren äußeren Enden an einer auf der gegenüberliegenden
Seite angeordneten weiteren Scheibe (52') und die letzte der in Reihe geschalteten
Spiralfedern (51n) mit ihrem äußeren Ende an der Trommel (2) abgestützt sind.
14. Sicherungsvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Zugglied (3) ein Seil aus Draht oder aus aus Kunststoff oder aus textilen Fasern,
ein Gurt oder ein ähnlich verformbares, aufwickelbares Bauteil vorgesehen ist.
15. Sicherungsvorrichtung nach einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einrichtung (21) zur seitlichen Führung des Zuggliedes (3) ein Umlenkglied (57)
zugeordnet ist, das ortsfest mit Abstand zu dem Kulissenstein (22), z.B. mittels eines
mit dem Gehäuse (4) verbundenen Bügels (56) gehalten ist und vorzugsweise aus einer
mit drehbar gelagerten Rollen bestückten kreuzartig ausgebildeten Durchgangsplatte
besteht.