(19)
(11) EP 1 447 144 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
18.08.2004  Patentblatt  2004/34

(21) Anmeldenummer: 03029502.6

(22) Anmeldetag:  20.12.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B05D 3/06
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(30) Priorität: 24.12.2002 DE 10260998

(71) Anmelder:
  • Saicos industry GmbH
    48336 Sassenberg (DE)
  • Bernd Münstermann GmbH & Co. KG
    48291 Telgte (DE)
  • uv-technik meyer gmbh
    63683 Ortenberg (DE)
  • Balteschwiler AG
    5080 Laufenburg (CH)

(72) Erfinder:
  • Tertilt, Klaus Schulze
    48231 Warendorf (DE)

(74) Vertreter: Linnemann, Winfried et al
Schulze Horn & Partner GbR, Postfach 20 20 05
48101 Münster
48101 Münster (DE)

   


(54) Vorrichtung zur Härtung UV-strahlungshärtbarer Beschichtungen


(57) Die Erfindung betrifft ein Härtungsgerät (1) für einen Beschichtungsstoff (6), wobei der Beschichtungsstoff (6) in einem flüssigen Zustand auf eine Oberfläche (5) auftragbar und durch Bestrahlung mit UV-Strahlung aushärtbar ist und wobei das Härtungsgerät (1) einen UV-Strahler (2) sowie Mittel zum Verfahren des Härtungsgeräts (1) oder des UV-Strahlers (2) aufweist.
Das Härtungsgerät ist dadurch gekennzeichnet,
  • daß mit dem UV-Strahler (2) eine UV-Strahlung in einem auf den Beschichtungsstoff (6) abgestimmten und eine Ozonbildung ausschließenden Wellenlängenbereich zwischen 215 und 450 nm erzeugbar ist,
  • daß der UV-Strahler (2) mittels einer elektronischen Vorschalteinheit (4) in seiner Strahlungsleistung regelbar und auf einer vorgebbaren Strahlungsleistung haltbar ist,
  • daß die Mittel zum Verfahren des Härtungsgeräts (1) oder zumindest des UV-Strahlers (2) relativ zu der den auszuhärtenden Beschichtungsstoff (6) tragenden Oberfläche (5) mindestens einen in seiner Geschwindigkeit regelbaren Bewegungsantrieb (3, 31, 32) umfassen und
  • daß die von dem UV-Strahler (2) abgegebene Strahlungsleistung über die Vorschalteinheit (4) so mit der Geschwindigkeit des Bewegungsantriebes (3, 31, 32) gekoppelt ist, daß eine pro Flächeneinheit des Beschichtungsstoffs (6) diesem zugeführte UV-Strahlungsdosis im wesentlichen konstant bleibt.





Beschreibung


[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Härtungsgerät für einen Beschichtungsstoff, wobei der Beschichtungsstoff in einem flüssigen Ausgangszustand auf eine zu beschichtende Oberfläche, insbesondere aus Holz oder Holzwerkstoff, auftragbar und danach durch Bestrahlung mit UV-Strahlung chemisch schnell aushärtbar ist und wobei das Härtungsgerät mindestens einen UV-Strahler zur Erzeugung von auf den aufgetragenen Beschichtungsstoff richtbarer UV-Strahlung sowie Mittel zum Verfahren des Härtungsgeräts oder zumindest des UV-Strahlers relativ zu der den auszuhärtenden Beschichtungsstoff tragenden Oberfläche aufweist.

[0002] Aus der DE 30 45 077 A1 sind ein Verfahren zum Versiegeln von Parkettböden und eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens bekannt. Bei diesem Versiegelungsverfahren erfolgen nacheinander wenigstens zwei Lackauftragungen, wobei die nächste Lackauftragung erst nach dem Trocknen des zuvor aufgetragenen Lackes erfolgt. Die Trocknung bzw. Aushärtung der Lacke erfolgt mittels eines UV-Strahlers, der auf einem von einer Bedienungsperson zu schiebenden Wagen angeordnet ist. Zusätzlich erfolgt üblicherweise nach dem Auftragen und Aushärten der zweiten Lackschicht noch ein Lackzwischenschliff und anschließend entweder der Auftrag eines weiteren UV-härtenden Überzugslacks oder eines konventionellen Lacks auf Polyurethanbasis oder auf säurehärtender Basis oder auf Öl/Kunstharz-Basis.

[0003] Ersichtlich ist das Beschichtungsverfahren hier sehr material- und zeitaufwendig, da mindestens zwei, in der Regel sogar mehr als zwei Lackschichten aufgetragen und ausgehärtet werden müssen. Durch den von Hand zu bewegenden Wagen mit dem UV-Strahler ist zudem eine zuverlässige und exakte Dosierung der auf den zu härtenden Lack gerichteten UV-Strahlung nicht gewährleistet, da bei der Bewegungsgeschwindigkeit des von Hand bewegten Wagens mit dem UV-Strahler große Schwankungen auftreten können, die zu entsprechenden Schwankungen der UV-Strahlungsdosis pro Flächeneinheit des auszuhärtenden Lacks führen. Eine zu schnelle Bewegung des UV-Strahlers führt zu einer unvollständigen Härtung des Lacks; bei einer zu langsamen Bewegung kann es zu Schäden am Lack oder an der den Lack tragenden Oberfläche durch eine zu intensive UV-Bestrahlung und Überhitzung kommen.

[0004] Aus der EP 1 048 362 A2 ist ein Verfahren zum Aushärten von Fußbodenbeschichtungen bekannt, das langwellige und kurzwellige ultraviolette Strahlung verwendet. Wesentlich ist bei diesem Verfahren, daß die beiden sich in ihrer Wellenlänge unterscheidenden ultravioletten Strahlungen nacheinander auf die Fußbodenbeschichtung einwirken, wobei die Bestrahlung zunächst mit der langwelligen UV-Strahlung und anschließend mit der kurzwelligen UV-Strahlung erfolgt. Für die Bestrahlung der Fußbodenbeschichtung wird eine selbstfahrende Vorrichtung mit eigenem Generator und einem Fahrersitz und Bedienungselementen vorgeschlagen, die technisch sehr aufwendig ist und eine große Baugröße besitzt, die einen Einsatz in Wohnund Büroräumen ausschließt. Der an der Vorrichtung verwendete UV-Strahler ist ebenfalls technisch sehr aufwendig, da er für jede UV-Wellenlänge jeweils eine eigene Gruppe von zwei verschiedenen UV-Strahlungsquellen benötigt.

[0005] Aus US 4 999 216 ist schließlich ein Verfahren bekannt, das sich speziell mit der Beschichtung von Betonböden mit einer durch UV-Strahlung härtbaren Beschichtung befaßt. Diese Schrift geht von an sich bekannten, mittels UV-Strahlung härtbaren Beschichtungen aus, die jedoch für eine unmittelbare Beschichtung von Betonböden wegen deren chemisch basischen Charakters nicht geeignet sind. Deshalb werden chemisch speziell zusammengesetzte Beschichtungsstoffe vorgeschlagen, die unmittelbar und ohne Auftrag einer Grundierung auf einen Betonfußboden aufgetragen und dann mittels UV-Strahlung gehärtet werden können. Die Beschichtungsstoffe sind in ihrer chemischen Zusammensetzung relativ komplex und dadurch aufwendig in ihrer Herstellung. Aufgrund ihrer speziellen Ausrichtung für die unmittelbare Beschichtung von Betonböden sind sie für andere Oberfläche, insbesondere aus Holz oder Holzwerkstoff, weniger geeignet.

[0006] Bei allen bekannten Vorrichtungen ist zudem als Nachteil zu erwähnen, daß sie sich nicht mit dem Problem einer Überhitzung der Vorrichtung selbst und der bestrahlten Oberfläche befassen. Neben UV-Strahlung erzeugen UV-Strahler eine sehr große Wärmemenge, die zu sehr hohen Temperaturen von mehreren hundert °C zumindest der dem UV-Strahler benachbarten Teile der Vorrichtung führen können, was für die Lebensdauer des Strahlers schädlich und für das Bedienungspersonal gefährlich werden kann. Auch zu thermischen Schäden an der bestrahlten Oberfläche kann es dabei kommen.

[0007] Für die vorliegende Erfindung stellt sich deshalb die Aufgabe, ein Härtungsgerät für einen Beschichtungsstoff anzugeben, das gegenüber dem bekannten Stand der Technik Vorteile aufweist. Insbesondere soll der Einsatz des Härtungsgeräts physikalisch und chemisch unbedenklich sein und das Härtungsgerät soll für eine Verwendung auch in Wohn- und Büroräumen gut geeignet sein. Die Benutzung des Härtungsgeräts soll dabei für die Arbeitskräfte, die mit dem Aushärten der Beschichtung befaßt sind, sowie für das Gerät selbst und für die bestrahlte Oberfläche keine Gefahren verursachen. Zudem soll der Vorgang des Aushärtens der Beschichtung schnell und unter Gewährleistung einer hohen Beschichtungsqualität ablaufen. Weiterhin soll je nach Art und Dicke der auszuhärtenden Beschichtung das Härtungsgerät an die jeweiligen Erfordernisse flexibel anpaßbar sein.

[0008] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einem Härtungsgerät, das dadurch gekennzeichnet ist,
  • daß mit dem UV-Strahler eine UV-Strahlung in einem auf den Beschichtungsstoff abgestimmten und eine Ozonbildung ausschließenden Wellenlängenbereich zwischen 215 und 450 nm erzeugbar ist,
  • daß der UV-Strahler mittels einer elektronischen Vorschalteinheit in seiner Strahlungsleistung regelbar und auf einer vorgebbaren Strahlungsleistung haltbar ist,
  • daß die Mittel zum Verfahren des Härtungsgeräts oder zumindest des UV-Strahlers relativ zu der den auszuhärtenden Beschichtungsstoff tragenden Oberfläche mindestens einen in seiner Geschwindigkeit regelbaren Bewegungsantrieb umfassen und
  • daß die von dem UV-Strahler abgegebene Strahlungsleistung über die Vorschalteinheit so mit der Geschwindigkeit des Bewegungsantriebes gekoppelt ist, daß eine pro Flächeneinheit des Beschichtungsstoffs diesem zugeführte UV-Strahlungsdosis im wesentlichen konstant bleibt.


[0009] Die Bildung von für die Arbeitskräfte, die die Beschichtung herstellen, schädlichem Ozon wird durch die angegebene Wellenlänge der UV-Strahlung ausgeschlossen. Durch die Vorschalteinheit des UV-Strahlers wird gewährleistet, daß dieser eine vorgegebene Strahlungsleistung tatsächlich und dauerhaft abgibt, so daß eine konstante und hohe Qualität der fertigen Beschichtung gewährleistet wird. Ein wichtiger Beitrag zur Gewährleistung der hohen und gleichmäßigen Beschichtungsqualität besteht schließlich auch darin, daß die Mittel zum Verfahren des Härtungsgeräts oder zumindest des UV-Strahlers relativ zu der den auszuhärtenden Beschichtungsstoff tragenden Oberfläche einen regelbaren Bewegungsantrieb umfassen und daß die von dem UV-Strahler abgegebene Strahlungsleistung über die Vorschalteinheit mit der Geschwindigkeit des Bewegungsantriebes gekoppelt ist. Hierdurch kann ein vorgegebenes Verhältnis zwischen Geschwindigkeit und Strahlungsleistung auch bei Geschwindigkeitsänderungen konstant eingehalten werden, wodurch die pro Flächeneinheit auf die Beschichtung einwirkende Dosis der UV-Strahlung konstant auf einem vorgegebenen Wert gehalten wird. Eine zu schwache oder zu starke UV-Bestrahlung mit Folgeschäden für die Beschichtung wird so sicher vermieden und es lassen sich hochwertige Beschichtungen auch mit weniger geübtem oder weniger fachkundigem Personal erzielen.

[0010] Der Beschichtungsstoff besteht bevorzugt aus natürlichen pflanzlichen Rohstoffen in Form von Ölen und Hartwachsen. Ein derartiger Beschichtungsstoff ist in chemischer Hinsicht sowohl für das Arbeitspersonal, das die Beschichtung herstellt, als auch für Bewohner oder Benutzer eines Raumes, in dem sich die fertige Beschichtung später befindet, unbedenklich.

[0011] Insgesamt wird also mit der vorliegenden Erfindung ein auf den Beschichtungsstoff abgestimmtes Härtungsgerät geschaffen, das sowohl für die Arbeitskräfte, die die Beschichtung herstellen, als auch für die Benutzer der Räume, die mit der Beschichtung versehene Oberflächen haben, Gesundheitsgefahren vermeidet. Gleichzeitig wird eine hohe und gleichmäßige Qualität der fertigen Beschichtung bei einem geringen Aufwand für die Herstellung der Beschichtung erreicht.

[0012] In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß das Härtungsgerät ein sich auf einem Fußboden als zu beschichtende Oberfläche abstützendes Fahrgestell als Teil des Bewegungsantriebes aufweist. Bei der Beschichtung eines Fußbodens kann das Härtungsgerät auf dem Fußboden selbst bewegt werden, wobei lediglich darauf zu achten ist, daß die sich auf dem Fußboden abstützenden Teile des Fahrgestells den Fußboden nur in bereits mit der UV-Strahlung gehärteten Bereichen der Beschichtung berühren. Dies ist durch eine geeignete Positionierung des UV-Strahlers problemlos zu erreichen.

[0013] Hinsichtlich des Fahrgestells des Härtungsgerätes sind unterschiedliche Ausführungen möglich. Eine bevorzugte Ausführung sieht vor, daß das Fahrgestell wenigstens ein Rad aufweist, das mit einem Antriebsmotor gekoppelt oder koppelbar ist. Je nach Größe und Gewicht des Härtungsgerätes kann dieses auch mehrere, beispielsweise drei oder vier Räder in seinem Fahrgestell aufweisen, von denen ein Rad oder mehrere Räder antreibbar sind.

[0014] Alternativ kann das Fahrgestell eine oder mehrere Raupenketten aufweisen, wobei wenigstens eine Raupenkette mit einem Antriebsmotor gekoppelt oder koppelbar ist. Eine solche Raupenkette oder Anordnung mehrerer Raupenketten hat insbesondere den Vorteil einer Verteilung des Gewichts des Härtungsgerätes auf eine größere Fläche, wodurch zu hohe punktuelle Belastungen eines Fußbodens vermieden werden können.

[0015] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, daß das Fahrgestell Mittel zur Erzeugung eines zumindest einen Teil des Härtungsgeräts tragenden Tragluftkissens umfaßt, wobei diese Mittel mit einem Antriebsmotor gekoppelt oder koppelbar sind. Mittels eines derartigen Tragluftkissens kann das gesamte Gewicht oder zumindest ein Teil des Gewichts des Härtungsgeräts aufgenommen werden, ohne daß ein mechanischer Kontakt zu dem Fußboden besteht. Ein mechanischer Kontakt zum Fußboden ist lediglich noch insoweit erforderlich, als er für die Sicherstellung einer gewünschten Bewegungsrichtung und -geschwindigkeit gebraucht wird.

[0016] Weiter schlägt die Erfindung vor, daß das Härtungsgerät ein sich auf dem Fußboden abstützendes Fahrgestell als Teil des Bewegungsantriebes aufweist und daß das Härtungsgerät eine zumindest den UV-Strahler tragende, antreibbare Hubeinrichtung zumindest zum Heben und Senken des UV-Strahlers umfaßt. Mit einem derartigen Härtungsgerät kann eine auf einer Wandfläche oder auf der Unterseite einer Deckenfläche aufgetragene Beschichtung problemlos und insbesondere genau dosiert und gleichmäßig mit UV-Strahlung bestrahlt und so gehärtet werden, ohne daß das Bedienungspersonal körperlich belastet wird.

[0017] Da unterschiedliche UV-härtende Beschichtungsstoffe je nach ihrer konkreten Zusammensetzung und je nach der Dikke ihres Auftrages für ihre Aushärtung eine jeweils unterschiedliche, passende UV-Strahlungsdosis benötigen, schlägt die Erfindung hinsichtlich des Härtungsgerätes weiter vor, daß die Strahlungsleistung des UV-Strahlers mittels der elektronischen Vorschalteinheit auf einen vorgebbaren Leistungswert zwischen 20 und 100% seiner maximalen Strahlungsleistung regelbar ist. Der jeweils anzuwendende prozentuale Leistungswert des UV-Strahlers wird dann entweder nach theoretischen Berechnungen oder anhand von Versuchen sowie in Abhängigkeit von der vorgesehenen Bewegungsgeschwindigkeit des Härtungsgerätes ermittelt und von der Vorschalteinheit geregelt.

[0018] Um zu vermeiden, daß durch erfahrungsgemäß relativ oft auftretende Spannungsschwankungen der Spannungsversorgung, z.B. aus einem öffentlichen Netz oder aus einem Generator, die Leistung des UV-Strahlers sich ungewollt verändert, ist weiter vorgesehen, daß die Strahlungsleistung des UV-Strahlers mittels der elektronischen Vorschalteinheit unabhängig von Versorgungsspannungsschwankungen auf einem vorgegebenen Leistungswert konstant haltbar ist. Hiermit wird gewährleistet, daß unabhängig von einer schwankenden Versorgungsspannung eine konstante UV-Strahlungsleistung vom UV-Strahler abgegeben wird, was für eine konstante und hohe Qualität der Aushärtung der Beschichtung wesentlich ist. Dabei ist zu beachten, daß sich Schwankungen der Versorgungsspannung ohne die entsprechende Vorschalteinheit überproportional auf die Strahlungsleistung auswirken würden, so daß schon geringe Schwankungen der Versorgungsspannung zu erheblichen Schwankungen der UV-Strahlungsleistung und damit zu merklichen Qualitätsschwankungen der Beschichtung führen würden.

[0019] Für eine gleichmäßige Qualität der Aushärtung der Beschichtung ist es weiterhin wichtig, daß die Strahlungsdichte der UV-Strahlung in dem bestrahlten Bereich der Besichtung möglichst gleichmäßig ist. Dies wird dadurch erreicht, daß gemäß Erfindung vorgesehen ist, daß der UV-Strahler durch einen einzigen Quarzröhrenbrenner gebildet ist, dessen Längsachse in einer Grundausrichtung quer zur Bewegungsrichtung des Härtungsgeräts oder seiner Hubeinrichtung verläuft. Durch die Verwendung des einzigen Quarzröhrenbrenners als UV-Strahler werden alle Probleme vermieden, die sich bei einem Einsatz von mehreren nebeneinander angeordneten kleineren UV-Strahlern hinsichtlich der Strahlungsdichte und hinsichtlich der möglicherweise streuenden Leistung der einzelnen kleineren Strahler ergeben. Die angegebene Grundausrichtung des Quarzröhrenbrenners quer zur Bewegungsrichtung des Härtungsgerätes sorgt dafür, daß ein Streifen der Beschichtung bei der Bewegung des Härtungsgerätes bestrahlt wird, der der Länge des Quarzröhrenbrenners entspricht, so daß eine zügige Bestrahlung mit relativ wenigen Bewegungsdurchgängen über die zu härtende Beschichtung erreicht wird. Zudem vermeidet ein einzelner Brenner thermische Probleme.

[0020] Je nach den räumlichen Gegebenheiten kann es vorkommen, daß mit der zuvor angegebenen Grundausrichtung des Quarzröhrenbrenners nicht alle zu bestrahlenden Flächenbereiche der beschichteten Oberfläche erreicht werden können. Um hier eine Verbesserung zu schaffen, ist in weiterer Ausgestaltung vorgesehen, daß der Quarzröhrenbrenner um eine senkrecht zu der zu bestrahlenden Oberfläche verlaufende Achse verschwenkbar gehaltert ist, wobei der Schwenkwinkel vorzugsweise 90° beträgt. Bei Ausführung mit dem vorzugsweise angegebenen Schwenkwinkel von 90° kann der Quarzröhrenbrenner aus seiner Grundstellung in eine Richtung geschwenkt werden, in der er längs zur Bewegungsrichtung des Härtungsgerätes verläuft. Insbesondere ist dann zweckmäßig die Schwenkachse an oder nahe einem Stirnende des Quarzröhrenbrenners angeordnet, so daß nach dem Verschwenken der Quarzröhrenbrenner an der einen oder an der anderen Längsseite des Härtungsgerätes verläuft. Damit ist auch eine intensive Bestrahlung von Randbereichen einer Beschichtung, beispielsweise in den Ecken zwischen Fußboden und Wand oder zwischen Wand und Decke, gewährleistet.

[0021] Bevorzugt ist weiter vorgesehen, daß der Quarzröhrenbrenner eine typische maximale Strahlungsleistung von 100 bis 120 W/cm hat. Mit einem so ausgelegten Quarzröhrenbrenner läßt sich bei sinnvollen Bewegungsgeschwindigkeiten des Härtungsgerätes die nötige UV-Strahlungsdosis erzeugen, die für eine entsprechend schnelle Aushärtung des Beschichtungsstoffs benötigt wird. Gleichzeitig bleiben bei dieser Leistungsauslegung des Quarzröhrenbrenners die zugehörigen elektrischen und gegebenenfalls elektronischen Komponenten noch von ihrer Größe und ihrem Gewicht so klein, daß sie auf dem Härtungsgerät problemlos unterbringbar und mit dem Härtungsgerät zusammen verfahrbar sind. Zudem ist so ein Betrieb des Härtungsgeräts mit einer gängigen Netzspannung von üblicherweise 220 V aus einer Steckdose, wie sie in jedem Wohn- oder Büroraum vorhanden ist, möglich.

[0022] Weiter ist vorgesehen, daß der UV-Strahler eine Arbeitsbreite zwischen etwa 0,2 und 2,0 m, vorzugsweise zwischen etwa 0,5 und 0,7 m, hat. Mit der angegebenen Arbeitsbreite, insbesondere mit der vorzugsweise genannten Arbeitsbreite, läßt sich das Härtungsgerät problemlos in Wohngebäuden und Bürogebäuden einsetzen, wobei Durchfahrten durch Türen noch problemlos möglich sind. Für Anwendungen in großen Räumen, z.B. Sälen oder Sporthallen, können auch große Arbeitsbreiten sinnvoll sein, um die Arbeit zu beschleunigen.

[0023] Damit möglichst die gesamte vom UV-Strahler erzeugte UV-Strahlung auf die zu härtende Beschichtung gelangt, schlägt die Erfindung weiter vor, daß an der von der zu bestrahlenden Oberfläche abgewandten Seite des Quarzröhrenbrenners ein Reflektor angeordnet ist, der so geformt ist, daß von ihm die nicht unmittelbar zu der zu bestrahlenden Oberfläche gelangende UV-Strahlung an dem Quarzröhrenbrenner vorbei auf die zu bestrahlenden Oberfläche reflektiert wird. Vorteilhaft ist der Reflektor so geformt, daß er die von ihm reflektierte UV-Strahlung nicht auf den Quarzröhrenbrenner reflektiert, sondern an diesem vorbei auf die zu bestrahlende Oberfläche leitet. Hierdurch wird ein guter Wirkungsgrad bei der Bestrahlung erreicht, da ansonsten die in den Quarzröhrenbrenner reflektierte UV-Strahlung für die Bestrahlung der beschichteten Oberfläche verloren wäre.

[0024] In seiner Grundausrichtung verläuft der Quarzröhrenbrenner mit seinem Reflektor zweckmäßig in einer Lage möglichst knapp über der zu bestrahlenden Oberfläche mit der Beschichtung, um einerseits Strahlungsverluste in die Umgebung zu vermeiden und andererseits eine Gefährdung von Personen in der Umgebung des Härtungsgerätes durch streuende UV-Strahlung auszuschließen. Für besondere Anforderungen, insbesondere für die Bestrahlung von Ecken- oder Kantenbereichen von Fußböden, Wänden oder Decken, kann es zweckmäßig sein, daß gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Härtungsgerätes der Quarzröhrenbrenner und sein Reflektor zusammen um eine parallel zur Längsachse des Quarzröhrenbrenners verlaufende Achse verschwenkbar sind. Damit kann beispielsweise der Quarzröhrenbrenner mit seinem Reflektor so ausgerichtet werden, daß die UV-Strahlung nicht mehr nur nach unten, Strahlung nicht mehr nur nach unten, sondern zumindest teilweise auch über einen gewissen Weg nach vorne oder zur Seite hin abgestrahlt wird. Damit sind auch Bereiche von Flächen bestrahlbar, die das Härtungsgerät aufgrund von einengenden räumlichen Vorgaben nicht erreicht, wie z.B. Heizungsnischen oder ähnliche bauliche Elemente.

[0025] Ein ähnliches Problem kann sich bei der Bewegung des Härtungsgerätes z.B. parallel zu Wandflächen ergeben, wenn das Härtungsgerät nicht so geführt werden kann, daß die UV-Strahlung tatsächlich bis in den äußersten Randbereich der zu bestrahlenden Bodenfläche gelangt. Für solche Fälle schlägt die Erfindung vor, daß der Reflektor mindestens an einem seiner Stirnenden ein Reflektorendstück aufweist, das um eine parallel zu der zu bestrahlenden Oberfläche und senkrecht zur Längsachse des Quarzröhrenbrenners verlaufende Achse nach oben verschwenkbar ist. Bei nach oben verschwenktem Reflektorendstück tritt die UV-Strahlung teilweise auch zur Stirnseite des Reflektors hin aus, so daß die Strahlung dann auch wirksam in Randbereiche, insbesondere in Ecken zwischen Fußboden und Wand oder zwischen zwei Wänden oder zwischen Wand und Decke, gelangt.

[0026] Da im Betrieb des Quarzröhrenbrenners nicht nur UV-Strahlung sondern in einem erheblichen Umfang auch Wärmestrahlung entsteht, ist weiter vorgesehen, daß der Quarzröhrenbrenner und sein Reflektor zusammen in einem diese aufnehmenden, in Abstrahlrichtung offenen oder zu öffnenden Gehäuse mit einer integrierten Kühleinrichtung, insbesondere mit einem regelbaren Kühlgebläse, untergebracht sind. Mit dieser Ausgestaltung des Härtungsgerätes wird gewährleistet, daß entstehende Wärme so abgeführt werden kann, daß sie nicht zu Schäden am Quarzröhrenbrenner sowie an der Beschichtung oder an anderen Oberflächen in der Umgebung des Härtungsgerätes führen kann.

[0027] Wie allgemein bekannt ist, ist UV-Strahlung für Menschen schädlich, insbesondere für die Augen. Um hier eine hohe Sicherheit zu erreichen, schlägt die Erfindung vor, daß an der in Abstrahlrichtung liegenden Seite des Gehäuses eine zumindest zwischen einer offenen und einer geschlossenen Stellung verstellbare Blende angeordnet ist. Mit dieser Blende wird die Möglichkeit geschaffen, die UV-Strahlung vollständig an einem Austritt zu hindern, was insbesondere in kurzen Arbeitspausen sinnvoll ist, wenn der UV-Strahler auf niedriger Leistung in Betrieb bleibt, um lange Einbrennzeiten vor einer Weiterführung der Bestrahlung zu vermeiden. Außerdem kann so bei stehendem Härtungsgerät eine Überdosis der UV-Bestrahlung auf einen kleinen Flächenbereich der Beschichtung vermieden werden, ohne daß bei jedem Halt des Härtungsgerätes der UV-Strahler vollkommen abgeschaltet werden müßte.

[0028] Die Erfindung schlägt weiter vor, daß der UV-Strahler mittels der elektronischen Vorschalteinheit in einem energiesparenden Bereitschaftszustand haltbar ist, aus dem der UV-Strahler innerhalb von wenigen Sekunden auf seine maximale Strahlungsleistung hochfahrbar ist. Mit dieser Ausführung werden einerseits ein energiesparender Betrieb des UV-Strahlers und andererseits eine schnelle Arbeitsweise, insbesondere bei Betrieb des Härtungsgerätes mit kürzeren Unterbrechungen, erzielt.

[0029] Bekannterweise brauchen UV-Strahler eine gewisse Einbrennzeit, die im Bereich von etwa ein bis zwei Minuten liegt, um aus einem ausgeschalteten, kalten Zustand in einen betriebsbereiten Zustand mit Abgabe einer gewünschten UV-Strahlungsleistung zu gelangen. Damit das Härtungsgerät nicht vor Erreichen des betriebsbereiten Zustandes eingesetzt wird und so keine oder nur eine unvollständige Härtung der Beschichtung hervorruft, ist vorgesehen, daß mittels der elektronischen Vorschalteinheit ein Einbrennen des UV-Strahlers aus seinem kalten Zustand in seinen betriebsbereiten Zustand überwachbar ist und daß von der elektronischen Vorschalteinheit bei Erreichen des betriebsbereiten Zustandes des UV-Strahlers ein Freigabesignal erzeugbar ist.

[0030] In weiterer Ausgestaltung ist zur Vermeidung von Bedienungsfehlern vorgesehen, daß das Freigabesignal einer Bedienungsperson des Härtungsgeräts optisch und/oder akustisch anzeigbar ist und/oder daß der Antriebsmotor und/oder die Hubeinrichtung aus einem Sperrzustand bei fehlendem Freigabesignal mittels des Freigabesignals in einen Freigabezustand umschaltbar sind/ist.

[0031] Da das erfindungsgemäße Härtungsgerät vorzugsweise für einen Einsatz in Wohn- oder Büroräumen gedacht ist, die in der Regel eine relativ kleine Raumgröße aufweisen, ist das Härtungsgerät zweckmäßig mittels des Antriebsmotors mit einer Bewegungsgeschwindigkeit zwischen etwa 1 und 20 m/min zumindest in Vorwärtsrichtung verfahrbar. Mit diesem angegebenen Bereich der Bewegungsgeschwindigkeit wird eine ausreichend zügige Arbeitsweise des Härtungsgerätes erreicht und gleichzeitig einer Bedienungsperson erlaubt, als Fußgänger das Härtungsgerät zu führen und zu lenken.

[0032] In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die Bewegungsgeschwindigkeit stufenlos oder in mehreren Stufen regelbar ist. Hiermit kann den räumlichen Einsatzbedingungen des Härtungsgeräts Rechnung getragen werden, da große freie Flächen eine größere Bewegungsgeschwindigkeit erlauben als kleinere oder verwinkelte Flächen.

[0033] Bevorzugt ist erfindungsgemäß weiter vorgesehen, daß an dem Härtungsgerät mindestens ein Führungsgriff zur Führung und Lenkung des Härtungsgeräts durch eine Bedienungsperson vorgesehen ist und daß im Sicht- und Griffbereich der Bedienungsperson eine Anzeige- und Bedieneinheit mit zumindest Bedienelementen für eine Einstellung der Bewegungsgeschwindigkeit des Härtungsgeräts und/oder der Strahlungsleistung des UV-Strahlers angeordnet ist. Vorteilhaft benötigt das Härtungsgerät nur eine einzelne Bedienungsperson für seine Führung und Lenkung. Gleichzeitig hat die Bedienungsperson alle Anzeige- und Bedienelemente in Sicht- und Reichweite, so daß die Führung und Bedienung des Härtungsgerätes problemlos und gefahrlos möglich ist.

[0034] Ergänzend ist vorgesehen, daß im Griffbereich der Bedienungsperson Bedienelemente für eine wahlweise Kopplung und Entkopplung des Antriebsmotors mit dem antreibbaren Teil des Fahrgestells und/oder für eine Änderung der Bewegungs- oder Drehrichtung des antreibbaren Teils des Fahrgestells angeordnet sind. In dieser Ausgestaltung kann das Härtungsgerät von der Bedienungsperson ohne körperlichen Kraftaufwand in jeder Richtung verfahren und in die gewünschte Richtung gelenkt werden.

[0035] Um Schäden an der Beschichtung durch das Fahrgestell des Härtungsgerätes und Schäden am Fahrgestell durch die UV-Strahlung zu vermeiden, ist weiter vorgesehen, daß die maximale Spurweite des Fahrgestells kleiner ist als die Arbeitsbreite des UV-Strahlers und daß die Räder oder Raupenketten des Fahrgestells mit einer abriebfesten, gegen UV-Strahlung beständigen Gummierung versehen sind.

[0036] Das erfindungsgemäße Härtungsgerät ist, wie oben schon erwähnt, nicht nur für die Härtung einer Beschichtung eines Fußbodens geeignet, sondern auch für die Härtung von Beschichtungen einsetzbar, die an Wandflächen oder an der Unterseite einer Deckenfläche aufgetragen sind. Für die letztgenannten Anwendungen ist vorgesehen, daß die oben schon erwähnte Hubeinrichtung durch eine mit dem übrigen Härtungsgerät verbundene Hubsäule gebildet ist, an oder mit der der UV-Strahler mittels eines Hubantriebes aufund abwärts verfahrbar ist. Die Hubsäule kann beispielsweise ein teleskopierbares Bauteil sein, das zwischen verschiedenen Stellungen bewegbar ist. Für den Transport des Härtungsgerätes kann die Hubsäule dann auf ihre minimale Länge gebracht werden, so daß sie dann nicht mehr störend ist.

[0037] Schließlich ist für das erfindungsgemäße Härtungsgerät noch vorgesehen, daß es wenigstens einen separaten, von dem UV-Strahler getrennten, kleineren mobilen Zusatz-UV-Strahler umfaßt, der über eine Versorgungsleitung mit der elektronischen Vorschalteinheit oder einer am Härtungsgerät vorgesehenen eigenen Vorschalteinheit verbunden oder verbindbar und mit elektrischer Energie versorgbar ist und der manuell geführt oder mittels einer eigenen Halterung fixiert einsetzbar ist. Mit diesem getrennten, mobilen Zusatz-UV-Strahler können Bereiche einer Beschichtung bestrahlt und gehärtet werden, die aufgrund baulicher Gegebenheiten von dem eigentlichen Härtungsgerät nicht direkt erreicht werden können. Der Zusatz-UV-Strahler kann dabei wahlweise manuell geführt oder mittels einer eigenen Halterung, z.B. mittels eines Stativs, fixiert eingesetzt werden.

[0038] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen:
Figur 1
ein Härtungsgerät in Seitenansicht,
Figur 2
das Härtungsgerät aus Figur 1 in Draufsicht und
Figur 3
das Härtungsgerät aus Figur 1 und Figur 2 in Rückansicht.


[0039] Wie die Figur 1 der Zeichnung zeigt, trägt das Härtungsgerät 1 an seiner Vorderseite, d.h. in Figur 1 rechts, einen UV-Strahler 2. Weiterhin umfaßt das Härtungsgerät 1 ein Fahrgestell 3 mit insgesamt vier Rädern 32, 33, von denen zwei Räder 32 mittels eines Antriebsmotors 31 in Drehung versetzbar sind.

[0040] Außerdem gehört zu dem Härtungsgerät 1 eine elektronische Vorschalteinheit 4, die zur elektrischen Versorgung und Steuerung bzw. Regelung des UV-Strahlers 2 und des Antriebes 31 des Härtungsgerätes 1 dient.

[0041] Der UV-Strahler 2 besitzt hier einen einzigen Quarzröhrenbrenner 21, dessen Längsachse senkrecht zur Zeichnungsebene verläuft. Damit verläuft die Längsachse des Quarzröhrenbrenners 21 parallel zu einem Fußboden 5, der mit einer durch UV-Strahlung härtbaren Beschichtung 6 an seiner Oberfläche oder in seiner Oberfläche bis zu einer gewissen Tiefe versehen ist.

[0042] Oberhalb sowie vor und hinter dem Quarzröhrenbrenner 21 erstreckt sich ein Reflektor 22. Dieser Reflektor 22 ist so geformt, daß er die von dem Quarzröhrenbrenner 21 abgegebene Strahlung, die nicht unmittelbar nach unten auf die Beschichtung 6 gelangt, so reflektiert, daß sie an dem Quarzröhrenbrenner 24 vorbei ebenfalls auf die Beschichtung 6 gelangt.

[0043] Der Quarzröhrenbrenner 21 ist zusammen mit seinem Reflektor 22 in einem Gehäuse 20 untergebracht, das mit Ausnahme seiner Unterseite und mit Ausnahme von Lüftungsöffnungen im wesentlichen geschlossen ist.

[0044] Das Gehäuse 20 und der Reflektor 22 mit dem Quarzröhrenbrenner 21 sind relativ zueinander verschwenkbar. Die zugehörige Schwenkachse 24 verläuft hier genau durch die Längsachse des Quarzröhrenbrenners 21. Mittels einer Schwenkarretierung 25 können der Quarzröhrenbrenner 24 und sein Reflektor 22 in mehreren unterschiedlichen Schwenkstellungen relativ zum Gehäuse 20 fixiert werden. In der in Figur 1 gezeigten Grundstellung strahlt der Quarzröhrenbrenner 21 nur nach unten hin ab. Je nach Verschwenkung um die Schwenkachse 24 kann eine Abstrahlung mehr oder weniger weit nach vorne, d.h. gemäß Figur 1 nach rechts, erreicht werden.

[0045] Der UV-Strahler 2 ist an seiner Rückseite, in Figur 1 an seiner linken Seite, mit einem einen Teil des Fahrgestells 3 bildenden Grundrahmen 30 verbunden. Mit diesem Grundrahmen 30 sind auch die Räder 32, 33 verbunden. Wie die Figur 1 veranschaulicht, verläuft die Arbeits-Bewegungsrichtung 39 gemäß Figur 1 von links nach rechts. Dabei läuft der UV-Strahler 2 immer vor den Rädern 32, 33 berührungslos über die Beschichtung 6. Die Räder 32, 33 kommen also mit der Beschichtung 6 erst in Berührung, wenn diese durch die UV-Strahlung des UV-Strahlers 2 bereits bestrahlt und dadurch ausgehärtet ist.

[0046] Das Härtungsgerät 1 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel über ein Netzkabel 40 mit der für den Betrieb benötigten elektrischen Energie versorgbar. Mittels der elektronischen Vorschalteinheit 4 wird insbesondere der Quarzröhrenbrenner 21 über hier nicht eigens dargestellte elektrische Leitungen mit der benötigten elektrischen Energie versorgt. Zudem kann mittels der elektronischen Vorschalteinheit 4 die Leistung des Quarzröhrenbrenners 21 verändert werden, hier sowohl manuell durch entsprechende Eingaben durch das Bedienungspersonal als auch automatisch durch eine Kopplung mit der Bewegungsgeschwindigkeit des Härtungsgeräts 1 bzw. der Drehgeschwindigkeit des Antriebsmotors 31. Außerdem dient die Vorschalteinheit 4 dazu, unabhängig von Schwankungen der über das Kabel 40 zugeführten Versorgungsspannung die jeweils eingestellte Leistung des Quarzröhrenbrenners 21 schwankungsfrei zu halten.

[0047] Im hinteren, d.h. gemäß Figur 1 linken Bereich des Härtungsgerätes 1 sind zwei vertikale Streben 35 vorgesehen, die an ihrem oberen Ende nach hinten, also nach links abgebogen und dort über einen horizontalen, senkrecht zur Zeichnungsebene verlaufenden Führungsgriff 34 verbunden sind. An diesem Führungsgriff 34 kann eine Bedienungsperson das Härtungsgerät 1 führen und lenken. Im Bereich unterhalb des Führungsgriffs 34 ist an den Streben 35 weiterhin eine Anzeige- und Bedienungseinheit 44 angebracht, die für den Betrieb und für die Bedienung des Härtungsgerätes 1 notwendigen Anzeigen und Bedienungselemente enthält.

[0048] Schließlich besitzt das dargestellte Ausführungsbeispiel des Härtungsgerätes 1 noch einen Zusatz-UV-Strahler 28, der als kleiner, manuell handhabbarer Strahler ausgeführt ist und der über eine feste oder lösbare Versorgungsleitung 48 mit der elektronischen Vorschalteinheit 4 verbunden ist. Dieser Zusatz-UV-Strahler 28 kann dazu genutzt werden, bei Bedarf Bereiche der Beschichtung 6 zu bestrahlen, die von dem UV-Strahler 2 an der Vorderseite des Härtungsgerätes 1 aufgrund ungünstiger räumlicher Gegebenheiten nicht erreichbar sind.

[0049] Figur 2 zeigt das Härtungsgerät 1 in Draufsicht. Ganz rechts in Figur 2 ist der UV-Strahler 2 erkennbar, der sich quer zur Bewegungsrichtung 39 des Härtungsgerätes 1 erstreckt. Der UV-Strahler 2 ist durch den einzigen Quarzröhrenbrenner 21 gebildet, der innerhalb des Reflektors 22 liegt. Der Quarzröhrenbrenner 21 und der Reflektor 22 sind von dem Gehäuse 20 umgeben und nach oben hin verdeckt, weshalb der Quarzröhrenbrenner 21 und der Reflektor 22 in Figur 2 in gestrichelten Linien dargestellt sind. Auf der Oberseite des Gehäuses 20 befindet sich ein Kühlgebläse 23, das für eine schadlose Abfuhr von neben der UV-Strahlung vom Quarzröhrenbrenner 21 erzeugter Wärme sorgt. Das Gehäuse 20 wird so auf einem ungefährlichen Temperaturniveau gehalten und thermische Schäden an der bestrahlten Oberfläche werden vermieden.

[0050] Wie in Figur 1 schon beschrieben, sind der Quarzröhrenbrenner 21 und sein Reflektor 22 um die mit der Längsachse des Quarzröhrenbrenners 21 zusammenfallende Schwenkachse 24 verschwenkbar.

[0051] Die Arbeitsbreite a des UV-Strahlers 2 entspricht der Breite der Fläche, die von dem Quarzröhrenbrenner 21 auf dem Fußboden 5 bestrahlt wird.

[0052] Links von dem den vorderen Teil des Härtungsgerätes 1 bildenden UV-Strahler ist der Grundrahmen 30 des Fahrgestells 3 des Härtungsgerätes 1 erkennbar. In diesem Bereich des Grundrahmens 30 sind die zwei angetriebenen Räder 32 angeordnet, über und zwischen denen der Antriebsmotor 31 positioniert ist.

[0053] Noch weiter nach links folgt in Figur 2 die elektronische Vorschalteinheit 4, die alle elektrischen und elektronischen Komponenten für den Betrieb und die Steuerung bzw. Regelung des UV-Strahlers 2 und des Antriebsmotors 31 enthält.

[0054] Links und rechts, also gemäß Figur 2 oberhalb und unterhalb, der elektronischen Vorschalteinheit 4 sind die beiden nicht angetriebenen Räder 33 des Fahrgestells 3 erkennbar. Hier veranschaulicht die Figur 2, daß die maximale Spurweite s des Fahrgestells 3 in jedem Falle kleiner ist als die Arbeitsbreite a des UV-Strahlers 2. Somit können die Räder 32, 33 nur mit bereits bestrahlten und gehärteten Bereichen der Beschichtung 6 auf dem Fußboden 5 in Kontakt kommen.

[0055] Den hinteren, also in Figur 2 linken Teil des Härtungsgerätes 1 bilden die zwei vertikalen Streben 35, zwischen deren oberem hinteren Ende der Führungsgriff 34 angeordnet ist. Unmittelbar vor dem Führungsgriff 34 befindet sich die Anzeige- und Bedienungseinheit 44 im unmittelbaren Sicht- und Griffbereich einer Bedienungsperson.

[0056] Das Netzkabel zur Versorgung des Härtungsgerätes 1 mit elektrischer Energie sowie der Zusatz-UV-Strahler und die für den Betrieb des Härtungsgerätes erforderlichen Verbindungsleitungen zwischen der elektronischen Vorschalteinheit 4, dem UV-Strahler 2 und dem Antriebsmotor 31 sind in Figur 2 aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt.

[0057] Figur 3 der Zeichnung schließlich zeigt das Härtungsgerät 1 in Ansicht von hinten. An der dem Betrachter zugewandten Seite des Härtungsgerätes 1 liegen nun also die beiden vertikalen Streben 35, die oben durch den Führungsgriff 34 miteinander verbunden sind.

[0058] Unter dem Führungsgriff 34 liegt die Anzeige- und Bedienungseinheit 44. Noch weiter nach unten folgt dann die elektronische Vorschalteinheit 4. Der untere Teil des Härtungsgerätes 1 wird durch das Fahrgestell 3 mit dem Grundrahmen 30 und den vier Rädern 32, 33 gebildet.

[0059] An der vom Betrachter abgewandten Vorderseite des Härtungsgerätes 1 erstreckt sich quer der UV-Strahler 2 mit dem hier sichtbaren linken und rechten Ende des Gehäuses 20.

[0060] Unterhalb des Härtungsgerätes 1 ist der Fußboden 5 mit der darauf aufgebrachten Beschichtung 6 erkennbar.

[0061] Das Härtungsgerät 1 ist von einer einzelnen Bedienungsperson mittels des Führungsgriffs 34 und mittels der in dessen Nähe angeordneten Anzeige- und Bedienungseinheit 44 führbar und bedienbar. Die Bedienungsperson kann dabei zumindest den UV-Strahler 2 einschalten und ausschalten, bei entsprechender Ausführung der Vorschalteinheit 4 auch in der Leistung verstellen. Außerdem kann die Bedienungsperson Einfluß auf den Antrieb des Härtungsgerätes nehmen, indem sie den Antriebsmotor 31 einschaltet oder ausschaltet oder in seiner Drehzahl verändert, um eine gewünschte Bewegungsgeschwindigkeit und -richtung des Härtungsgerätes 1 einzustellen. Außerdem erhält die Bedienungsperson alle für den Betrieb des Härtungsgerätes 1 notwendigen Informationen über die Betriebszustände der elektrischen Teile des Härtungsgerätes 1 über die Anzeigeeinheit 44 dargestellt, beispielsweise über Leuchtanzeigen oder Anzeigeinstrumente.


Ansprüche

1. Härtungsgerät (1) für einen Beschichtungsstoff (6), wobei der Beschichtungsstoff (6) in einem flüssigen Ausgangszustand auf eine zu beschichtende Oberfläche (5), insbesondere aus Holz oder Holzwerkstoff, auftragbar und danach durch Bestrahlung mit UV-Strahlung chemisch schnell aushärtbar ist und wobei das Härtungsgerät (1) einen UV-Strahler (2) zur Erzeugung von auf den aufgetragenen Beschichtungsstoff (6) richtbarer UV-Strahlung sowie Mittel zum Verfahren des Härtungsgeräts (1) oder zumindest des UV-Strahlers (2) relativ zu der den auszuhärtenden Beschichtungsstoff (6) tragenden Oberfläche (5) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,

- daß mit dem UV-Strahler (2) eine UV-Strahlung in einem auf den Beschichtungsstoff (6) abgestimmten und eine Ozonbildung ausschließenden Wellenlängenbereich zwischen 215 und 450 nm erzeugbar ist,

- daß der UV-Strahler (2) mittels einer elektronischen Vorschalteinheit (4) in seiner Strahlungsleistung regelbar und auf einer vorgebbaren Strahlungsleistung haltbar ist,

- daß die Mittel zum Verfahren des Härtungsgeräts (1) oder zumindest des UV-Strahlers (2) relativ zu der den auszuhärtenden Beschichtungsstoff (6) tragenden Oberfläche (5) mindestens einen in seiner Geschwindigkeit regelbaren Bewegungsantrieb (3, 31, 32) umfassen und

- daß die von dem UV-Strahler (2) abgegebene Strahlungsleistung über die Vorschalteinheit (4) so mit der Geschwindigkeit des Bewegüngsantriebes (3, 31, 32) gekoppelt ist, daß eine pro Flächeneinheit des Beschichtungsstoffs (6) diesem zugeführte UV-Strahlungsdosis im wesentlichen konstant bleibt.


 
2. Härtungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es ein sich auf einem Fußboden als zu beschichtende Oberfläche (5) abstützendes Fahrgestell (3) als Teil des Bewegungsantriebes aufweist.
 
3. Härtungsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrgestell (3) wenigstens ein Rad (32) aufweist, das mit einem Antriebsmotor (31) gekoppelt oder koppelbar ist.
 
4. Härtungsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrgestell (3) eine oder mehrere Raupenketten aufweist und daß wenigstens eine Raupenkette mit einem Antriebsmotor (31) gekoppelt oder koppelbar ist.
 
5. Härtungsgerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrgestell (3) Mittel zur Erzeugung eines zumindest einen Teil des Härtungsgeräts (1) tragenden Tragluftkissens umfaßt, wobei diese Mittel mit einem Antriebsmotor (31) gekoppelt oder koppelbar sind.
 
6. Härtungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es ein sich auf dem Fußboden (5) abstützendes Fahrgestell (3) als Teil des Bewegungsantriebes aufweist und daß das Härtungsgerät (1) eine zumindest den UV-Strahler (2) tragende, antreibbare Hubeinrichtung zumindest zum Heben und Senken des UV-Strahlers (2) umfaßt.
 
7. Härtungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlungsleistung des UV-Strahlers (2) mittels der elektronischen Vorschalteinheit (4) auf einen vorgebbaren Leistungswert zwischen 20 und 100% seiner maximalen Strahlungsleistung regelbar ist.
 
8. Härtungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Strahlungsleistung des UV-Strahlers (2) mittels der elektronischen Vorschalteinheit (4) unabhängig von Versorgungsspannungsschwankungen auf einem vorgegebenen Leistungswert konstant haltbar ist.
 
9. Härtungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der UV-Strahler (2) durch einen einzigen Quarzröhrenbrenner (21) gebildet ist, dessen Längsachse in einer Grundausrichtung quer zur Bewegungsrichtung (39) des Härtungsgeräts (1) oder seiner Hubeinrichtung verläuft.
 
10. Härtungsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Quarzröhrenbrenner (21) um eine senkrecht zu der zu bestrahlenden Oberfläche (5) verlaufende Achse verschwenkbar gehaltert ist, wobei der Schwenkwinkel vorzugsweise 90° beträgt.
 
11. Härtungsgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Quarzröhrenbrenner (21) eine typische maximale Strahlungsleistung von 100 bis 120 W/cm hat.
 
12. Härtungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der UV-Strahler (2) eine Arbeitsbreite zwischen etwa 0,2 und 2,0 m, vorzugsweise zwischen etwa 0,5 und 0,7 m, hat.
 
13. Härtungsgerät nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß an der von der zu bestrahlenden Oberfläche (5) abgewandten Seite des Quarzröhrenbrenners (21) ein Reflektor (22) angeordnet ist, der so geformt ist, daß von ihm die nicht unmittelbar zu der zu bestrahlenden Oberfläche (5) gelangende UV-Strahlung an dem Quarzröhrenbrenner (21) vorbei auf die zu bestrahlenden Oberfläche (5) reflektiert wird.
 
14. Härtungsgerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Quarzröhrenbrenner (21) und sein Reflektor (22) zusammen um eine parallel zur Längsachse des Quarzröhrenbrenners (21) verlaufende Achse (24) verschwenkbar sind.
 
15. Härtungsgerät nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Reflektor (22) mindestens an einem seiner Stirnenden ein Reflektorendstück aufweist, das um eine parallel zu der zu bestrahlenden Oberfläche (5) und senkrecht zur Längsachse des Quarzröhrenbrenners (21) verlaufende Achse nach oben verschwenkbar ist.
 
16. Härtungsgerät nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Quarzröhrenbrenner (21) und sein Reflektor (22) zusammen in einem diese aufnehmenden, in Abstrahlrichtung offenen oder zu öffnenden Gehäuse (20) mit einer integrierten Kühleinrichtung (23), insbesondere mit einem regelbaren Kühlgebläse, untergebracht sind.
 
17. Härtungsgerät nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß an der in Abstrahlrichtung liegenden Seite des Gehäuses (20) eine zumindest zwischen einer offenen und einer geschlossenen Stellung verstellbare Blende angeordnet ist.
 
18. Härtungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der UV-Strahler (2) mittels der elektronischen Vorschalteinheit (4) in einem energiesparenden Bereitschaftszustand haltbar ist, aus dem der UV-Strahler (2) innerhalb von wenigen Sekunden auf seine maximale Strahlungsleistung hochfahrbar ist.
 
19. Härtungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der elektronischen Vorschalteinheit (4) ein Einbrennen des UV-Strahlers (2) aus seinem kalten Zustand in seinen betriebsbereiten Zustand überwachbar ist und daß von der elektronischen Vorschalteinheit (4) bei Erreichen des betriebsbereiten Zustandes des UV-Strahlers (2) ein Freigabesignal erzeugbar ist.
 
20. Härtungsgerät nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Freigabesignal einer Bedienungsperson des Härtungsgeräts (1) optisch und/oder akustisch anzeigbar ist und/oder daß der Antriebsmotor (31) und/oder die Hubeinrichtung aus einem Sperrzustand bei fehlendem Freigabesignal mittels des Freigabesignals in einen Freigabezustand umschaltbar sind/ist.
 
21. Härtungsgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß mittels des Antriebsmotors (31) das Härtungsgerät (1) mit einer Bewegungsgeschwindigkeit zwischen etwa 1 und 20 m/min zumindest in Vorwärtsrichtung verfahrbar ist.
 
22. Härtungsgerät nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsgeschwindigkeit stufenlos oder in mehreren Stufen regelbar ist.
 
23. Härtungsgerät nach Anspruch 21 oder 22, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Härtungsgerät (1) mindestens ein Führungsgriff (34) zur Führung und Lenkung des Härtungsgeräts (1) durch eine Bedienungsperson vorgesehen ist und daß im Sicht- und Griffbereich der Bedienungsperson eine Anzeige- und Bedieneinheit (44) mit zumindest Bedienelementen für eine Einstellung der Bewegungsgeschwindigkeit des Härtungsgeräts (1) und/oder der Strahlungsleistung des UV-Strahlers (2) angeordnet ist.
 
24. Härtungsgerät nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß im Griffbereich der Bedienungsperson Bedienelemente für eine wahlweise Kopplung und Entkopplung des Antriebsmotors (31) mit dem antreibbaren Teil des Fahrgestells (3) und/oder für eine Änderung der Bewegungs- oder Drehrichtung des antreibbaren Teils (32) des Fahrgestells (3) angeordnet sind.
 
25. Härtungsgerät nach einem der Ansprüche 2 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß die maximale Spurweite (s) des Fahrgestells (3) kleiner ist als die Arbeitsbreite (a) des UV-Strahlers (2) und daß die Räder (32, 33) oder Raupenketten des Fahrgestells (3) mit einer abriebfesten, gegen UV-Strahlung beständigen Gummierung versehen sind.
 
26. Härtungsgerät nach einem der Ansprüche 6 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Hubeinrichtung durch eine mit dem übrigen Härtungsgerät (1) verbundene Hubsäule gebildet ist, an oder mit der der UV-Strahler (2) mittels eines Hubantriebes auf- und abwärts verfahrbar ist.
 
27. Härtungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es wenigstens einen separaten, von dem UV-Strahler (2) getrennten, kleineren mobilen Zusatz-UV-Strahler (28) umfaßt, der über eine Versorgungsleitung (48) mit der elektronischen Vorschalteinheit (4) oder einer am Härtungsgerät (1) vorgesehenen eigenen Vorschalteinheit verbunden oder verbindbar und mit elektrischer Energie versorgbar ist und der manuell geführt oder mittels einer eigenen Halterung fixiert einsetzbar ist.
 




Zeichnung













Recherchenbericht