[0001] Die Erfindung betrifft einen Flammrohrkessel zur Befeuerung mit Brennstaub.
[0002] Bekannte, für die Befeuerung mit Öl oder Gas ausgelegte Flammrohrkessel sind durch
knappestmögliche Flammrohrabmessungen und eine Temperatur der Verbrennungsabgase am
Austritt des Flammrohrs von 1.100 bis 1.200 °C gekennzeichnet. Ein Öl- oder Gasbrenner
bildet eine kurze, buschige Flamme, die nahe an die Umfangswand des Flammrohres herankommt
und dort große Wärmestromspitzen von bis zu 400 kW/m
2 erzeugt. In der Rohrwand entsteht hierdurch ein großes Temperaturgefälle, das entsprechende
Dehnungs- und damit Spannungsdifferenzen innerhalb der Rohrwand zur Folge hat. Diese
müssen aus Gründen des Werkstoffs begrenzt werden, und die Technischen Regeln für
Dampfkessel TRD 306, Ziff. 11 begrenzen daher die Wanddicke des Flammrohrs auf 20
mm. Damit ist auch der Durchmesser des Flammrohrs begrenzt, denn größere Durchmesser
erfordern größere Wanddicken.
[0003] Bei vergleichbarer Leistung muß ein mit Braunkohlenstaub befeuertes Flammrohr wesentlich
größer in seinen Längen- und Durchmessermaßen sein, als ein mit Öl oder Gas befeuertes
Flammrohr. Die Gründe hierfür sind zum einen, daß Braunkohlenstaub für den Ausbrand
gegenüber Öl oder Gas ein etwa 2,5- bis dreimal so großes Volumen erfordert, und zum
anderen, daß die Abgastemperatur so weit abgesenkt werden muß, daß sie mit ausreichendem
Abstand unterhalb des Ascheschmelzpunktes von etwa 920 bis 940 °C liegt, um ein Verschlacken
des Flammrohrs und der nachgeschalteten Rohrzüge zu vermeiden. In der Praxis soll
die Abgastemperatur des mit Braunkohlenstaub befeuerten Flammrohrs im Bereich von
850 °C liegen, also erheblich unter der von öl- oder gasgefeuerten Flammrohren.
[0004] Innerhalb der durch die vorgenannten Technischen Regeln für Dampfkessel begrenzten
Wanddicken von 20 mm und den in diesem Kesselbereich üblichen Dampfdrucken von z.B.
18x10
3 hPa (18 bar) entsprechend der Normdruckstufe von 16x10
3 hPA (16 bar) werden Flammrohrdurchmesser von höchstens 800 mm möglich, womit sich
das für den Ausbrand von Braunkohlenstaub erforderliche Flammrohrvolumen nicht erreichen
läßt.
[0005] Wenn man Verstärkungsringe auf dem Flammrohr beispielsweise im Abstand von 1.000
mm anordnet, ist zwar eine Vergrößerung des Flammrohrdurchmessers auf 1.300 mm möglich,
doch läßt sich damit eine Feuerungsleistung von nur ca. 4,6 MW erreichen. Der Markt
verlangt aber Feuerungsleistungen, die im Bereich um 20 MW liegen. Die Klippe ist
die durch die genannten Technischen Regeln begrenzte Wanddicke, über die hinweggekommen
werden muß, wenn man größere Feuerungsleistungen erreichen will.
[0006] Aus der
WO 92/03212 ist bereits ein Flammrohr-Dampfkessel zur Befeuerung mit staubförmigen Brennstoffen
bekannt. Der Flammrohr-Dampfkessel hat eine Vorbrennkammer mit einer Beschleunigungsdüse,
eine Lanze, die sich in die Vorbrennkammer erstreckt sowie ein Flammrohr, das sich
an die Beschleunigungsdüse anschließt.
[0007] Aus der
US 4848666 A1 ist ein Brenner bekannt, bei dem ein Teil des Brennstoffes über einen ersten äußeren
Ringkanal zugeführt wird und am Auslassende auf hohe Geschwindigkeit beschleunigt
wird, während ein weiterer Teil des Brennstoffs über einen zweiten, inneren Ringkanal
zugeführt und am Auslassende auf niedrige Geschwindigkeit abgebremst wird, wodurch
eine Stabilisierung und Regelung der Hauptflamme durch eine permanente Pilotflamme
erreicht werden soll. Der Brenner sei für feste, flüssige und gasförmige Brennstoffe
geeignet.
[0008] Aus der
WO 83/02309 ist bereits ein mit Kohlenstaub befeuerbarer Kessel bekannt, der einen an einen Feuerraum
angrenzenden Brenner aufweist, und bei dem sich an dem Feuerraum Rauchgaszügel anschließen.
Der Brenner erzeugt Flammstrahlgeschwindigkeiten von 50 bis 60 m/s. Die Brennerachse
kann in einem Winkel von beispielsweise 17° gegenüber der Achse des Feuerraums angeordnet
sein.
[0009] Aus der
DE 10055507 A1 ist bereits ein Kessel zur Befeuerung mit staubförmigen Brennstoffen bekannt. Der
Kessel umfasst einen Brenner, dem mit Hilfe von Luft fluidisierter staubförmiger Brennstoff
zugeführt wird. Innerhalb des Brenners werden wenigstens 30% des Brennstoffes verbrannt,
wobei das brennende Luft/Brennstoff-Gemisch zu einem Flammstrahl mit einer Geschwindigkeit
von wenigstens 40 m/s in den Feuerraum eingeblasen wird.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Flammroh-Dampfkessel zur Befeuerung
mit staubförmigem Brennstoff so weiterzubilden, dass erhöhte Feuerungsleistungen erzielt
werden.
[0011] Diese Aufgabe wird durch einen Flammrohr-Dampfkessel gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0012] Die Erfindung geht von der Tatsache aus, daß größere Wanddicken für das Flammrohr
zulässig sind, wenn man die Wärmestromdichte verringert, und ihr liegt die Überlegung
zugrunde, daß man die Verringerung der Wärmestromdichte erreichen kann, wenn man eine
Flamme erzeugt, deren Durchmesser klein im Vergleich zum Durchmesser des Flammrohrs
ist. Der Durchmesser einer Flamme gegebener Wärmeleistung wird um so kleiner, je höher
ihre Geschwindigkeit ist. Im Ergebnis erreicht man somit einen größeren Flammrohrdurchmesser,
wenn man die Flammgeschwindigkeit erhöht.
[0013] Die hohe Flammgeschwindigkeit wird dadurch erzielt, daß ein möglichst hoher Anteil,
bevorzugt wenigstens 30%, besser 60%, des Brennstoffs in einer Vorbrennkammer verbrannt
wird und die aus der Vorbrennkammer austretenden, brennenden Flammgase beschleunigt
und erst dann in das Flammrohr eingeblasen werden.
[0014] Gemäß der Erfindung erfolgt die Beschleunigung auf eine Geschwindigkeit von wenigstens
80 m/s, bevorzugt 100 m/s, und mit dieser Geschwindigkeit werden sie in das Flammrohr,
bevorzugt koaxial mit diesem, eingeblasen. Man kann die Flammgase aber auch oberhalb
der Achse des Flammrohrs unter einer Neigung von 8 bis 14 °C gegen die Achse des Flammrohrs
schräg nach unten in dieses einblasen. Man erreicht dadurch, daß Verunreinigungen,
etwa Asche, die sich am Boden des Flammrohrs sammeln, in Richtung auf den Abzug des
Flammrohrs geblasen werden.
[0015] Zwar hat der Anmelder auf dem Weg, der ihn zu dieser Erfindung gebracht hat, früher
bereits Flammbeschleunigungsdüsen eingesetzt. Damit wurden aber ganz andere Zwecke
verfolgt, und die Flammstrahlgeschwindigkeit lag denn auch bei nur 50 bis 60 m/s und
war durch die Flammstabilität begrenzt. Die Beschleunigung des Flammstrahls diente
früher allein dem Fortblasen ausfallender Verbrennungsasche vom Boden des Flammrohrs,
wozu der Flammstrahl von oben schräg zur Flammrohrachse gerichtet wurde, und wozu
die genannte Flammstrahlgeschwindigkeit ausreichte. Von dem erläuterten Merkmal kann,
wie schon erwähnt, auch bei der Erfindung vorteilhaft Gebrauch gemacht werden, doch
verfolgt die weitere Erhöhung der Flammstrahlgeschwindigkeit das bereits erläuterte
andere Ziel, das mit den Merkmalen des Standes der Technik nicht erreichbar ist.
[0016] Die Vorbrennkammer ist in den Wasserkreislauf des Kessels einbezogen und nimmt aus
der Flamme Wärme auf. Die Flamme ist also bereits teilweise gekühlt, wenn sie beschleunigt
wird. Der beschleunigte Flammstrahl wirkt im Flammrohr wie ein Injektor und reißt
während des Ausbrandes des restlichen unverbrannten Brennstoffanteils aus dem Außenbereich
des Flammrohrs dort bereits abgekühlte Gase mit und mischt sich mit diesen, was weiter
dazu beiträgt, die Temperatur der Flamme herabzusetzen.
[0017] Die Folge der erfindungsgemäßen Maßnahmen ist eine Herabsetzung des Spitzenwertes
der Wärmestromdichte von den eingangs genannten 400 kW/m
2 auf etwa 150 bis 160 kW/m
2. Bei gleicher Materialbeanspruchung wird somit eine dem Verhältnis der vorgenannten
Wärmestromdichten proportionale Vergrößerung der Wanddicke des Flammrohrs von ursprünglich
20 mm entsprechend dem Zusammenhang 20 x 400/160 auf nun 50 mm möglich. Bei dem angegebenen
Dampfdruck von 18x10
3 hPa lassen sich Flammrohrdurchmesser von 1.900 mm ohne Verstärkungsringe und von
2.500 mm mit Verstärkungsringen realisieren, was einer Feuerungsleistung bei Braunkohlenstaub
von 9 bzw. 15 MW bei Verwendung eines einzelnen Flammrohrs und von 22 MW bei Verwendung
zweier Flammrohre im selben Kessel entspricht. Theoretisch ließen sich auch zwei Flammrohre
von je 15 MW Leistung in einem einzigen Kessel vereinigen, doch wäre dieser dann aufgrund
seiner Abmessungen nicht mehr auf Straße oder Schiene transportierbar. Mit der angegebenen
Kesselleistung von 22 MW kommt man in den Bereich, der für Abnehmer solcher Kessel
interessant ist. Da die Energiekosten bei Braunkohlenstaub erheblich niedriger sind,
als bei Öl und Gas, ist die durch den größeren Kessel, den zugehörigen Platzbedarf
und die Brennstoffaufbereitung bedingte Mehrinvestition gegenüber einem öl- oder gasbefeuerten
Kessel schnell amortisiert.
[0018] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf zwei in den Zeichnungen schematisch
dargestellte Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen Längsschnitt durch einen Flammrohrkessel mit koaxial daran angesetztem Brenner
zur Ausführung des Verfahrens, und
- Fig. 2
- einen Längsschnitt durch einen Flammrohrkessel mit einem außerhalb der Achse des Flammrohrs
angesetzten, schräg nach unten gerichteten Brenner.
[0019] Figur 1 zeigt schematisch als Ausführungsbeispiel einen Flammrohr-Dampfkessel zur
Ausführung des Verfahrens, der im Beispiel 9 MW Leistung hat und der mit rheinischem
Braunkohlenstaub befeuert wird. Der Braunkohlenstaub wird in einer Vorbrennkammer
1 verbrannt, die sich von einem Eintrittsende ausgehend konisch erweitert. An das
erweiterte Ende der Vorbrennkammer 1 schließt sich eine Beschleunigungsdüse 2 an,
die vom Austrittsdurchmesser der Vorbrennkammer 1 ausgehend sich in Richtung auf ein
Austrittsende konisch verengt.
[0020] Am Eintrittsende der Vorbrennkammer 1 befindet sich ein Sammelgehäuse 3 mit Luftleitschaufeln
4, die in der Lage sind, einer aus dem Sammelgehäuse 3 zuströmenden Brennluftmenge
L
1 in der Vorbrennkammer 1 einen Drall zu verleihen.
[0021] Durch das Eintrittsende der Vorbrennkammer 1 ist konzentrisch mit der Vorbrennkammer
1 eine Lanze 5 geführt, die etwa am Ort größten Durchmessers der Vorbrennkammer endet
und dort eine Umlenkhaube trägt. Die Lanze 5 dient der Zuführung von mittels eines
Trägergases, insbesondere Luft, außerhalb der gezeigten Anordnung auf bekannte Weise
fluidierten Braunkohlenstaubs.
[0022] An den Ausgang der Beschleunigungsdüse 2 schließt sich koaxial ein Flammrohr 7 an,
an dessen der Beschleunigungsdüse 2 gegenüberliegenden Ende eine Wendekammer 8 angeordnet
ist, in die hinein sich das Flammrohr 7 öffnet. Von der Wendekammer ausgehend erstreckt
sich parallel zum Flammrohr 7 ein Rohrzug 9 aus mehreren, parallel zueinander verlaufenden
Rohren. Die Vorbrennkammer 1 wenigstens teilweise, die Beschleunigungsdüse 2, das
Flammrohr 7 und der Rohrzug 9 liegen in einem mit Wasser bis zu einem Pegel 11 teilgefüllten
Kessel 10, wobei sich der Rohrzug 9 vorzugsweise unterhalb des Flammrohrs 7 erstreckt.
[0023] Im Betrieb wird Brennluft L
1 in die Sammelkammer 3 eingeblasen, und diese wird durch die Luftleitschaufeln zu
torischen Strömung geformt, die nahe der Wand der Vorbrennkammer 1 spiralförmig in
Richtung auf das Ende größeren Durchmessers der Vorbrennkammer 1 strömt. Aufgrund
physikalischer Gegebenheiten kehrt ein Teil der Brennluftströmung im Bereich des größten
Durchmessers der Vorbrennkammer 1 um und strömt zentral in Richtung auf das Eintrittsende
der Vorbrennkammer 1. In diese Rückströmung wird mittels der Lanze 5 der fluidisierte
Braunkohlenstaub eingeblasen. Auf seinem Weg innerhalb der Rückströmung wird der Braunkohlenstaub
aufgeheizt, so daß er spontan zündet, wenn er im Bereich des Eintrittsendes der Vorbrennkammer
1 mit der Verbrennungsluft in Berührung gelangt. Die Flamme, die in der Zeichnung
innerhalb der Vorbrennkammer 1 und der Beschleunigungsdüse 2 nicht dargestellt ist,
füllt Vorbrennkammer 1 und Beschleunigungsdüse 2 bis auf eine dünne, wandnahe Kaltluftschicht
vollständig aus. Der aus der Beschleunigungsdüse 2 austretende Flammstrahl 6 hat eine
Geschwindigkeit, die wenigstens etwa 80 m/s, vorzugsweise etwa 100 m/s beträgt.
[0024] Der Austrittsdurchmesser d
1 der Flammbeschleunigungsdüse 2 ist im dargestellten Beispiel 488 mm für eine Flammbeschleunigung
auf 100 m/s oder 545 mm für eine Flammbeschleunigung auf etwa 80 m/s, sofern die Gesamtbrennluftmenge
L
1 durch die Vorbrennkammer 1 geht. Die erwähnte, wandnahe Kaltluftschicht erstreckt
sich bis in die Mündung der Flammbeschleunigungsdüse 2, was dort in Figur 1 entsprechend
angedeutet ist.
[0025] Der Flammstrahl 6 wird in das Flammrohr 7 eines Durchmessers von D
1 = 1800 mm koaxial eingeblasen und erweitert sich im Zuge des Ausbrandes der noch
unverbrannten Brennstaubanteile vom ursprünglichen Durchmesser, der unter dem Austrittsdurchmesser
der Flammbeschleunigungsdüse 2 liegt, auf einen Durchmesser D
2 von etwa 700 bis 800 mm. Durch seinen Impuls erzeugt der Flammstrahl in bekannter
Weise eine starke Rauchgaszirkulation im Flammrohr 7, die einen entsprechenden Wärmeübergang
auf die Wände des Flammrohrs 7 durch Konvektion zur Folge hat, die sich zum Wärmeübergang
durch Flammstrahlung addiert.
[0026] Im Gegensatz zu konventionellen Brennern ergibt sich aufgrund des erfindungsgemäßen
Verbrennungsverfahrens eine sehr gleichmäßige Wärmestromdichte entlang der Heizfläche
des Flammrohrs 7 von im Mittel etwa 150 KW/m
2 mit einem schwach ausgeprägten Maximum von 170 KW/m
2 im Bereich des größten Durchmessers D
2 des Flammstrahls 6 im Flammrohr 7. Damit sind die thermischen Voraussetzungen für
die angestrebten größeren Wanddicken gegeben. Die Wanddicke kann im dargestellten
Beispiel 35 mm sein, so daß für den Innendurchmesser des Flammrohrs 7 ein Maß von
1730 mm verbleibt.
[0027] Für andere Leistungen ist der Innendurchmesser des Flammrohrs 7 mit der Quadratwurzel
aus dem Verhältnis der Leistungen in bekannter Art umzurechnen. Die gleiche Regel
gilt für den Austrittsdurchmesser d
1 der Flammbeschleunigungsdüse 2.
[0028] Die Länge L
1 des Flammrohrs 7 beträgt im dargestellten Beispiel 5800 mm und genügt damit den Forderungen
nach hinreichendem Ausbrand sowie Einstellung des NO-Gleichgewichts. Bei einer Kesselleistung
von 3,5 MW genügt eine Länge von 4800 mm, für eine Kesselleistung von 13,5 MW sind
7100 mm erforderlich. Für andere Leistungen ist linear zu interpolieren. Das Längenmaß
ist nicht besonders kritisch.
[0029] Die vom Flammstrahl entwickelten Rauchgase verlassen das Flammrohr 7 an dem der Flammbeschleunigungsdüse
2 gegenüberliegenden Ende in die Wendekammer 8, von wo sie in den ersten Rohrzug 9
geleitet werden, der im unteren Bereich des Kessels um das Flammrohr 7 herum angeordnet
ist. Flugasche setzt sich in der Wendekammer 8 ab und kann von dort abgezogen werden.
[0030] Die axiale Länge der Wendekammer 8 beträgt im Beispiel 1250 mm und ist für andere
Kesselleistungen proportional dem Innendurchmesser des Flammrohrs 7 umzurechnen.
[0031] Figur 2 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Vorbrennkammer 1 mit Beschleunigungsdüse
2 oberhalb der Achse des Flammrohrs 7 angeordnet ist und schräg zur Achse des Flammrohrs
7 verläuft, so daß der von der Beschleunigungsdüse 2 ausgehende Flammstrahl 6 schräg
nach unten in das Flammrohr 7 hinein gerichtet ist.
[0032] Der Neigungswinkel α zwischen der Achse der Vorbrennkammer 1 mit Flammbeschleunigungsdüse
2 gegenüber der Achse des Flammrohrs 7 ist vorzugsweise so gewählt, daß der Abstand
A zwischen der Oberfläche des Flammstrahls 6 und dem Flammrohr 7 oberhalb des Flammstrahls
6 über die Länge des Flammstrahls 6 etwa konstant ist. Damit bleiben die Wärmestromspitzen
unverändert. Der günstigste Winkel α liegt zwischen 7 und 10°.
[0033] Der Erfolg dieser Maßnahme ist, daß sich am tiefsten Punkt der Vorbrennkammer 1 gelegentlich
ansammelnde Verunreinigungen, wie Ascherückstände usw., leichter ausgeblasen werden
können. Das Ausblasen dieser Rückstände aus der Vorbrennkammer 1 wird begünstigt,
wenn die Vorbrennkammer 1 in der geschilderten Weise geneigt ist. Auch begünstigt
der schräge Verlauf des Flammstrahls 6 ein Ausblasen von Verunreinigungen aus dem
Flammrohr 7.
[0034] Der Winkel α kann gegebenenfalls auch größer gewählt werden und bis in den Bereich
von 12° bis 14° reichen, weil der Spitzenwert der Wärmestromdichte nicht allein vom
Abstand A, sondern auch vom Durchmesserverhältnis D
2/D
1 von Flammstrahl 6 und Flammrohr 7 abhängt.
[0035] Bei Kohlenstoffsorten, die Stickstoffanteile von mehr als 0,3 % enthalten, können
Maßnahmen zur NO
x-Verminderung notwendig sein. Hierzu ist es wirksam, wenn die Vorbrennkammer 1 nahe
dem stöchiometrischen Punkt oder unterstöchiometrisch betrieben wird und die für die
Verbrennung erforderliche Restluftmenge L
2 durch Blasrohre 12, die an der Stirnseite des Flammrohrs 7, an der die Beschleunigungsdüse
2 in das Flammrohr 7 mündet, angesetzt sind, direkt in das Flammrohr 7 geblasen werden.
Diese Blasrohre 12 können vorteilhaft auch dazu verwendet werden, Ablagerungen von
Flugasche aus dem Flammrohr 7 hinauszublasen.
[0036] Die übrigen Merkmale der dargestellten Ausführungsform entsprechen denen der zuvor
erläuterten, so daß auf Wiederholungen verzichtet werden kann.