| (19) |
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(11) |
EP 1 448 423 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.06.2005 Patentblatt 2005/23 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.10.2002 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/011596 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/037695 (08.05.2003 Gazette 2003/19) |
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| (54) |
VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUM ERFASSEN VON SCHIENENBEWEGUNGEN
DEVICE AND METHOD FOR DETECTING RAIL MOVEMENT
DISPOSITIF ET METHODE POUR LA DETECTION DE MOUVEMENTS DE RAILS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
| (30) |
Priorität: |
28.10.2001 DE 10152380
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.08.2004 Patentblatt 2004/35 |
| (73) |
Patentinhaber: Pieper, Siegfried |
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67549 Worms (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Pieper, Siegfried
67549 Worms (DE)
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| (74) |
Vertreter: Sartorius, Peter, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte
Sartorius-Thews & Thews
Helmholtzstrasse 35 68723 Schwetzingen 68723 Schwetzingen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 352 464 DE-A- 2 043 436 US-A- 5 660 470
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EP-A- 0 619 401 DE-U- 8 601 185
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung für einen Sender und einen Empfänger zum Erfassen verschiedener
Verformungszustände eines Bauteils, die unabhängig voneinander, mit Abstand zueinander
über eine Aufnahme auf dem Bauteil angeordnet sind. Die europaïsche Patentanmeldung
EP 0 352 464 A offenbart eine derartige Einrichtung.
[0002] Es ist bereits ein Verformungsaufnehmer aus der internationalen Anmeldung WO 01/18487 A1 bekannt,
bei der ein Sender und ein Empfänger zur Messung von Verformungszuständen gemeinsam
auf einer Platte angeordnet sind. Die Platte ist hierbei über mindestens ein Klemmelement
an einem Bauteil befestigt, wobei das Klemmelement zwei spitze oder runde Anlageteile
und mindestens eine mit der Platte korrespondierende Bohrung aufweist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Haltevorrichtung für eine Sender-Empfänger-Einheit derart auszubilden und anzuordnen,
dass eine einfache und präzise Montage gewährleistet ist.
[0004] Gelöst wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass der Sender über eine erste Aufnahme auf einem ersten Halteteil und der Empfänger
über eine zweite Aufnahme auf einem zweiten Halteteil angeordnet sind, wobei die jeweilige
Aufnahme und das jeweilige Halteteil ein oder mehrere Verbindungselemente oder eine
oder mehrere Klemm- und Formschlussverbindungen oder eine Klebeverbindung oder eine
Schweißverbindung mit dem Bauteil bilden. Hierdurch wird erreicht, dass Sender und
Empfänger unabhängig voneinander am Bauteil angeordnet sind, wobei die Aufnahme für
den Sender und den Empfänger gleichzeitig als Teil der Klemmverbindung dient. Durch
die Integration der Aufnahme in die Klemmvorrichtung wird beim Klemmvorgang eine Verformung
der Aufnahme und damit eine Justierung des Senders bzw. des Empfängers generiert.
Die Unabhängigkeit von Sender- und Empfängeraufnahme bzw. Halteteil gewährleistet
eine einflussfreie Verformungsaufnahme des Bauteils. Weder Sender noch Empfänger nehmen
eine durch die Verformung des Bauteils generierte Kraft auf.
[0005] Vorteilhaft ist es hierzu auch, dass die Aufnahme und das Halteteil eine korrespondierende
Passung aufweisen, wobei die Passung als Nut-Feder-Verbindung und/oder als Passstift
ausgebildet ist. Durch die Passung wird der Montageaufwand bzw. der Justieraufwand
der Aufnahme auf dem Halteteil auf ein Minimum reduziert.
[0006] Ferner ist es vorteilhaft, dass die Aufnahme als Pratze ausgebildet und mittels einer
Stift- und/oder Schraubverbindung mit dem Halteteil verbunden ist, wobei die Aufnahme
und/oder das Halteteil ein als Bolzen, Schraube und/oder Nocke ausgebildetes Klemmelement
aufweist, das mit dem Bauteil in Wirkverbindung steht. Durch die Verwendung eines
zusätzlichen Klemmelements kann die Aufnahme unabhängig von der Klemmverbindung auf
dem Halteteil befestigt werden. Über das unabhängige Klemmelement kann die Aufnahme
zusammen mit dem Halteteil relativ zum Bauteil bewegt werden, ohne dass die Verbindung
zwischen Aufnahme und Halteteil gelöst werden muss.
[0007] Von besonderer Bedeutung ist für die vorliegende Erfindung, dass die Aufnahme ein
Halteelement für den Sender und/oder den Empfänger aufweist, wobei das Halteelement
als Bohrung ausgebildet ist und ein als Hutmutter ausgebildetes Festsetzelement für
den Sender und/oder den Empfänger aufweist. Die Ausbildung als Präzisionsbohrung gewährleistet
einen optimalen Schutz für den Sender bzw. den Empfänger, der bei ausreichender Länge
der Bohrung in diese eingeschoben und dort versenkt werden kann.
[0008] Vorteilhaft ist es ferner, dass die erste Aufnahme für den Sender und die zweite
Aufnahme für den Empfänger mindestens eine korrespondierende, über eine Montagehilfe
in Verbindung bringbare Justierfläche aufweist, wobei die Justierfläche als Nut, Bohrung
und/oder als Fase ausgebildet ist und die Montagehilfe mit der Justierfläche korrespondierende
Justierelemente wie eine Feder oder einen Stift aufweist. Dadurch können eine Sender-Aufnahme
und eine Empfänger-Aufnahme auf einfache Weise relativ zueinander ausgerichtet werden.
Die Montagehilfe kann für beliebige Aufnahmen Verwendung finden und muss nicht an
der Vorrichtung zurückbleiben.
[0009] Ferner ist es vorteilhaft, dass in einem Messbereich des Bauteils mehrere Aufnahmen
vorgesehen sind, wobei die Empfänger über eine Auswerteeinheit in Wirkverbindung stehen.
[0010] Eine zusätzliche Möglichkeit ist gemäß einer Weiterbildung, dass mehrere an gegenüberliegenden
Seiten des Bauteils angeordnete Sender-Empfänger-Paare vorgesehen sind. Bei der Verwendung
der Vorrichtung zur Messung bei Gleisanlagen sind die Sender und Empfänger jeweils
auf gegenüberliegenden Seiten der Schiene, also mit Bezug auf die Längsachse der Schiene
auf der rechten und der linken Seite der Schiene, vorgesehen und erstrecken sich über
einen zu messenden Gleisabschnitt zwischen 3 m und 30 m.
[0011] Schließlich ist es von Vorteil, dass ein vom Empfänger generierter Messstrom innerhalb
der Auswerteeinheit in eine Messspannung transformiert wird und die der Spannungsänderung
zu Grunde liegende Winkeländerung zwischen Sender und Empfänger nach folgender Formel
ermittelt wird:

[0012] In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, dass die der Verformung des Bauteils zu
Grunde liegenden Belastungskräfte F
Q, F
Y rechtwinklig zur Längsrichtung des Bauteils nach folgender Formel ermittelt werden:


wobei F
Q die Kraft in Richtung der Lotrechten und F
Y die Kraft rechtwinklig dazu verläuft und α
1, α
2 die Winkeländerung von mindestens zwei verschiedenen Sender-Empfänger-Paaren ist,
die mit Bezug zur Y-Richtung am Bauteil einseitig und/oder gegenüberliegend angeordnet
sind.
[0013] Vorteilhaft ist es hierzu auch, dass die Verformung ΔX des Bauteils proportional
zur erfassten Winkeländerung Δα ist und in Abhängigkeit der Bauteillänge L erfasst
wird, wobei der Flächeninhalt eines so ermittelten Verformungsgraphen "X über L" durch
eine Mittelwertbildung ΔX' aller einem Belastungszyklus zu Grunde liegenden Verformungsgraphen
normiert wird und das Verhältnis von der Verformung ΔX zur normierten Verformung ΔX'
errechnet wird. Für die Normierung werden alle einer normalen Belastung entsprechenden
Verformungsgraphen gemittelt. Die von einer normalen Verformung abweichenden Graphen
werden nicht berücksichtigt, da diese das Gesamtergebnis des mittleren Belastungsgraphen
verfälschen. Somit werden alle Einflussgrößen wie Temperatur, Gleisbettbeschaffenheit,
Materialbeschaffenheit und Grundbelastung des Bauteils eliminiert, so dass eine Darstellung
einer im Verhältnis zur Grundbelastung stehenden Verformung des Bauteils gewährleistet
ist.
[0014] Vorteilhaft ist es schließlich, dass das Verbindungselement aus dem unter dem Schienenfuß
platzierbaren Halteteil und einem an diesem höhenbeweglich angeordneten, aus zwei
Schenkeln gebildeten Aufnahmeteil besteht, wobei in den einen Schenkel mindestens
zwei Schrauben einschraubbar sind, wobei die eine Schraube gegen das Bauteil oder
den Schienenfuß anlegbar ist und das andere Schraubenteil eine feste Verbindung zwischen
dem Halteteil und dem Bauteil oder der Schiene herstellt, wobei der zweite Schenkel
gegen das Halteteil über mindestens eine Schraube pressbar ist.
[0015] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind in den Patentansprüchen und
in der Beschreibung erläutert und in den Figuren dargestellt. Es zeigt:
- Figur 1a
- eine schematische Darstellung einer Schiene mit einem Sender und einem Empfänger;
- Figur 1b
- eine schematische Darstellung der Schiene mit einer Sender-Empfänger-Einheit;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung der Schiene im Querschnitt mit einer Aufnahme und einem
Halteteil;
- Figur 3
- eine schematische Darstellung der Schiene mit der Aufnahme und einer Montagehilfe;
- Figur 4a
- eine schematische Darstellung der Schiene mit dem Sender, dem Empfänger und einem
Messstrahl;
- Figur 4b
- eine schematische Darstellung des Senders und des Empfängers mit neutralem Messstrahl;
- Figur 4c
- eine schematische Darstellung des Senders und des Empfängers mit abgelenktem Messstrahl;
- Figur 4d
- eine schematische Darstellung des Senders und des Empfängers in der Seitenansicht
mit abgelenktem Messstrahl;
- Figur 5
- den Empfänger mit Stromabgriff und Teil der Auswerteeinheit;
- Figur 6
- eine schematische Darstellung der Schiene im Querschnitt mit gegenüber angeordneten
Empfängern und abgelenktem Messstrahl;
- Figur 7
- Messgraph zweier Räder mit An- und Abfahrt;
- Figur 8
- eine schematische Darstellung eines Gleisbetts mit mehreren Sender-Empfänger-Einheiten
und zwei Detektionsschalter-Paare;
- Figur 9a1
- Messgraph einer Biegelinie zwischen zwei Schwellen über der Zeit t;
- Figur 9a2
- Messgraph einer Biegelinie zwischen zwei Schwellen über dem Weg s;
- Figur 9b1
- Messgraph einer Biegelinie zwischen zwei Schwellen über dem Weg s mit Flachstelle;
- Figur 9b2
- Korrekturgraph für eine Biegelinie zwischen zwei Schwellen über dem Weg s;
- Figur 9c1
- Korrekturgraph für mehrere Messstellen über dem Weg s;
- Figur 9c2
- Messgraph mehrerer Messstellen über dem Weg s;
- Figur 9d
- Darstellung des Verhältnisses von Messgraph zu Korrekturgraph über dem Weg s;
- Figur 9e1
- Darstellung einer Auftragung des Rades durch ein Belastungsplateau;
- Figur 9e2
- Darstellung einer Polygone des Rades durch ein Belastungsschaubild;
- Figur 9e3
- Darstellung einer Unrundheit des Rades durch ein Belastungsschaubild;
- Figur 9e4
- Darstellung einer Flachstelle des Rades durch ein Belastungsschaubild.
[0016] In Figur 1a ist eine Eisenbahn-Schiene 70 mit einem Schienenkopf 71 und einem Schienenfuß
72 in der Seitenansicht dargestellt. Auf die Schiene 70 wirkt eine Belastungskraft
F eines Rades 73 eines nicht dargestellten Personen- oder Güterzuges. Die Kraft F
wird hierbei am Punkt P in die Schiene eingeleitet. Über die Punkte P1 und P2 bzw.
die Schwellen 75, 75' wird die Kraft F in den idealisiert dargestellten Untergrund
76, 76' bzw. das Gleisbett in Form einer Flächenpressung abgeleitet. Durch die Belastung
F erfolgt eine Verformung der Schiene 70 und des elastischen Gleisbetts, die über
einen Sender 2 und einen Empfänger 3 aufgenommen wird.
[0017] Der Sender 2 bzw. der Empfänger 3 ist hierbei in einer ersten Aufnahme 20 bzw. einer
zweiten Aufnahme 30 vorgesehen, die über ein erstes Halteteil 21 bzw. über ein zweites
Halteteil 31 am Schienenfuß 72 der Schiene 70 angeordnet sind. Hierbei wird die erste
Aufnahme 20 bzw. die zweite Aufnahme 30 der durch die Belastung F generierten Verformung
der Schiene 70 bzw. Verformung des Schienenfußes 72 folgen und somit den Verformungszyklus
aufnehmen. Zur Aufnahme des Verformungszyklus wird zwischen dem Sender 2 bzw. der
ersten Aufnahme 20 und dem Empfänger 3 bzw. der zweiten Aufnahme 30 keine Kraft übertragen,
so dass der Verformungszyklus verlustfrei bzw. einflussfrei ermittelt wird.
[0018] Gemäß Figur 1b ist eine einheitliche Sender-Empfänger-Einheit 32 im Bereich des Schienenfußes
72 angeordnet. Die Sender-Empfänger-Einheit 32 kann hierbei als Dehnmessstreifen und/oder
als Lichtleiter ausgebildet sein, der in Längsrichtung der Schiene angeordnet ist.
[0019] In Figur 1c sind zwei Sender-Empfänger-Einheiten 32, 32' mit Bezug zur Längsrichtung
der Schiene 70 gegenüberliegend angeordnet. Die Befestigung erfolgt wiederum am jeweiligen
Schienenfuß 72 bzw. 72'. Die jeweilige Sender-Empfänger-Einheit 32 ist hierbei über
die gesamte Länge zwischen der Schwelle 75 und der Schwelle 75' vorgesehen.
[0020] In Figur 2 ist die erste Aufnahme 20 für den Sender 2 bzw. den Empfänger 3 am Schienenfuß
72 der Schiene 70 angeordnet. Die erste Aufnahme 20 weist hierzu eine Schraubverbindung
22 mit einem ersten Halteteil 21 auf. Neben der Schraubverbindung 22 weist die erste
Aufnahme 20 mit dem ersten Halteteil 21 eine Passung 40 auf, die aus einer Feder 42
der ersten Aufnahme 20 und einer Nut 41 des ersten Halteteils 21 besteht. Durch die
Schraubverbindung 22 wird die Feder 42 in die Nut 41 gepresst, so dass an der Verbindungsstelle
zwischen der ersten Aufnahme 20 und dem ersten Halteteil 21 eine formschlüssige Verbindung
gewährleistet ist.
[0021] Die erste Aufnahme 20 ist im wesentlichen L-förmig ausgebildet und weist einen ersten
Schenkel 20.1 und einen zweiten Schenkel 20.2 auf. Zwischen dem zweiten Schenkel 20.2
und dem ersten Halteteil 21 ist die Passung 40 mit der Feder 42 und der Nut 41 vorgesehen.
Die Feder 42 ist am zweiten Schenkel 20.2 der ersten Aufnahme 20 und die Nut 41 ist
am ersten Halteteil 21 angeordnet. Durch die Passung 40 wird neben der Schraubverbindung
22 eine formschlüssige Verbindung zwischen der ersten Aufnahme 20 und dem ersten Halteteil
21 gewährleistet.
[0022] Das Verbindungselement kann aus dem unter dem Schienenfuß platzierbaren Halteteil
und einem an diesem höhenbeweglich angeordneten, aus zwei Schenkeln gebildeten Aufnahmeteil
bestehen, wobei in den einen Schenkel mindestens zwei Schrauben einschraubbar sind,
wobei die eine Schraube gegen das Bauteil oder den Schienenfuß anlegbar ist und das
andere Schraubenteil eine feste Verbindung zwischen dem Halteteil und dem Bauteil
oder der Schiene herstellt, wobei der zweite Schenkel gegen das Halteteil über mindestens
eine Schraube pressbar ist.
[0023] Der erste Schenkel 20.1 der ersten Aufnahme 20 weist ein als Bohrung ausgebildetes
Halteelement 24 auf, das zur Aufnahme des Senders 2 bzw. des Empfängers 3 dient. Zur
Fixierung des Senders 2 bzw. des Empfängers 3 ist ein nicht dargestelltes als Hutmutter
ausgebildetes Festsetzelement vorgesehen, welches an der Stirnseite des Senders bzw.
des Empfängers angeordnet ist. Die Schraubverbindung 22 ist durch den ersten Schenkel
20.1 geführt und greift in ein Gewinde 21.1 des ersten Halteteils 21 ein.
[0024] Neben der Schraubverbindung 22 und der Passung 40 ist ein Klemmelement 23 vorgesehen,
das über ein Gewinde 23.1 auf den Schienenfuß 72 geführt wird. Das als Schraube ausgebildete
Klemmelement 23 verspannt somit die erste Aufnahme 20 über das erste Halteteil 21
gegen den Schienenfuß 72. Durch die Passung 40 ist eine eindeutige Lage des zweiten
Schenkels 20.2 gegenüber dem ersten Halteteil 21 gewährleistet. Durch die Vorspannkraft
des Klemmelements 23 wird eine Biegekraft in den zweiten Schenkel 20.2 eingeleitet,
die zu einer Verformung und damit zu einer Justierung des Halteelements 24 für den
Sender 2 bzw. den Empfänger 3 führt.
[0025] Auf der gegenüberliegenden Seite der Schiene 70 weist das erste Halteteil 21 eine
zweite Nut 41' auf, die zur Fixierung einer weiteren nicht dargestellten Aufnahme
dient.
[0026] Gemäß Figur 3 sind die erste Aufnahme 20 und das erste Halteteil 21 im Bereich des
Schienenfußes 72 vorgesehen. Neben dem ersten Halteteil 21 ist ein zweites Halteteil
31 dargestellt, das zur Aufnahme der zweiten Aufnahme 30 für den Empfänger 3 dient.
Zur Montage der ersten Aufnahme 20 bzw. der zweiten Aufnahme 30 ist eine Montagehilfe
51 vorgesehen. Die Montagehilfe 51 weist Justierelemente 52, 52' auf, die mit einer
Justierfläche 50 des ersten Halteteils 21 und einer Justierfläche 50' des zweiten
Halteteils 31 verbindbar sind. Die Justierelemente 52, 52' sind hierbei stiftförmig
ausgebildet und greifen in die als Bohrung ausgebildeten Justierflächen 50 und 50'
ein.
[0027] Gemäß Figur 3 sind die Justierfläche 50 und die Justierfläche 50' auf der Unterseite
des ersten Halteteils 21 bzw. des zweiten Halteteils 31 vorgesehen. Es ist auch möglich,
die Justierflächen 50, 50' auf einer anderen Seitenfläche der Aufnahme 20 und/oder
des Halteteils 21 vorzusehen.
[0028] Das Prinzipschaubild gemäß Figur 4a zeigt eine Schiene 70 mit den beiden Schwellen
75, 75' sowie einem Sender 2 und einem Empfänger 3. Der Sender 2 und der Empfänger
3 sind über eine erste Aufnahme 20 bzw. eine zweite Aufnahme 30 an der Schiene 70
angeordnet. Bei der noch unbelasteten Schiene trifft der vom Sender 2 emittierte Messstrahl
4 etwa mittig auf den Empfänger 3 bzw. eine nicht dargestellte Empfängerfläche auf.
Gemäß Figur 4b trifft der Messstrahl 4 an der Stelle E1 des Empfängers 3 auf, die
den Nullpunkt darstellt. Es wird kein Messsignal generiert.
[0029] In Figur 4c kommt es aufgrund einer Belastung F1 zu einer Verformung der Schiene
70. Hierdurch werden der Sender 2 und der Empfänger 3 in ihrer relativen Lage entsprechend
der Durchbiegung der Schiene 70 um einen Winkel adl zueinander verdreht. Der Messstrahl
4 trifft dann bei dem Empfänger 3 auf einer Stelle E2 auf, die einen Abstand ds1 zum
Punkt E1 aufweist. Hierdurch wird ein Messsignal generiert, das der Entfernung zwischen
dem Punkt E1 und dem Punkt E2 auf dem Empfänger 3 bzw. einer Empfängerfläche 3.1 entspricht.
[0030] Der Abstand, der gemäß Figur 4d mit ds1 bezeichnet ist, ist proportional zur Winkeländerung
da1 und damit proportional zur Kraftänderung df1 zwischen einer Ruhelage gemäß Figur
4a und dem Belastungszustand gemäß Figur 4c.
[0031] Gemäß Figur 5 ist die Positionsänderung des Messstrahls 4 auf dem Empfänger 3 bzw.
seiner Empfängerfläche 3.1 von E1 nach E2 dargestellt. Diese Positionsänderung generiert
einen Messstrom I1 bzw. I2, der durch die Auswerteeinheit 60 in eine Messspannung
U1 bzw. U2 transformiert wird. Die zur Verformung bzw. zum Krafteintrag proportionale
Winkeländerung da1 berechnet sich nach folgender Formel:

[0032] Gemäß Figur 6 wird durch ein überfahrendes Rad 73 zum einen eine Normalkraft F
Q generiert und zum anderen eine Querkraft F
Y, wobei F
Y sowohl rechtwinklig zu F
Q als auch rechtwinklig zur Längsachse der Schiene 70 verläuft. Zur Erfassung beider
Querkräfte F
Q und F
Y sind zwei Sender-Empfänger-Einheiten 32, 32' mit jeweils einem Empfänger 3, 3' notwendig,
die mit Bezug zur Schiene 70 an gegenüberliegenden Seiten vorgesehen sind. Demnach
berechnen sich F
Q und F
Y nach folgenden Formeln:


[0033] In Figur 7 ist das Messsignal eines doppelten Belastungszyklus dargestellt. Vor Erreichen
der Messstelle generiert die Radlast eine Entlastung der Schiene 70 im Bereich der
Messstelle, da der benachbarte Schienenabschnitt belastet wird. Das Messsignal weist
einen Signalabfall L1 auf. Mit Erreichen der Messstelle springt das Messsignal analog
zur Belastung an der Messstelle auf ein erstes Maximum M1 an, das nach Durchlauf des
ersten Rades wieder abfällt. Anschließend steigt das Messsignal mit Durchlauf des
zweiten Rades wieder auf einen zweiten Maximalwert M2 an. Nach dem Durchlauf des zweiten
Rades kommt es wiederum zu einem Signalabfall analog zur Anfahrt.
[0034] In Figur 8 ist das schematisch von oben dargestellte Gleisbett mit einer Schwelle
75 und einem Paar Schienen 70, 70' dargestellt. Mit Bezug zur Fahrtrichtung des Zuges
ist links von der Sender-Empfänger-Einheit 32 bzw. 32' ein digitaler oder analoger
Detektionsschalter 80 vorgesehen, dem auf jeder Schienenseite sechs Sender-Empfänger-Einheiten
32 folgen. Die Sender-Empfänger-Einheiten 32 sind hierbei wechselweise auf der Innenseite
und der Außenseite der Schiene 70 angeordnet. Diese können wahlweise auch nur auf
der Innenseite oder nur auf der Außenseite angeordnet sein. Anschließend ist ein weiterer
Detektionsschalter 81' vorgesehen. Mittels der Detektionsschalter 81, 81' können die
Geschwindigkeit des Zuges, die Anzahl und die relative Position der Räder bestimmt
und die Messstrecke aktiviert bzw. deaktiviert werden.
[0035] Der in Figur 9a1 dargestellte Messgraph G, der zwischen zwei Schwellen 75, 75' bzw.
zwischen den Mitten der beiden Schwellen 75, 75' ermittelt wurde, wird gemäß Figur
9a2 in fünf spezifische Messpunkte unterteilt. Die spezifischen Messpunkte P3 bis
P7 dienen der weiteren Signalverarbeitung bzw. Korrelation mit einem Korrekturgraphen
gemäß Figur 9b2.
[0036] Figur 9b1 zeigt einen Messgraphen G mit einem ersten relativen Maximum R1 und einem
zweiten relativen Maximum R2. Diese relativen Maxima werden aufgrund einer Flachstelle
des Rades und der damit erfolgenden Wechselbelastung der Schiene generiert. Die Flachstelle
führt zu einem kurzzeitigen Abfall der Belastung und damit zu einem relativen Minimum
F des Graphen G.
[0037] Zur Erreichung eines unabhängigen Vergleichsgraphen bzw. Korrekturgraphen K wird
aus allen ein gutes Rad darstellenden Graphen ein Korrekturgraph K ermittelt, der
in Figur 9b2 dargestellt ist. Der Korrekturgraph K gleicht einem durchschnittlichen
Belastungszyklus eines einwandfreien Rades pro Sensor und pro Zugüberfahrt und weist
demnach weder relative Maxima noch relative Minima auf.
[0038] In Figur 9c1 ist die Reihe aller Korrekturgraphen K1 bis K6 von sechs aufeinanderfolgenden
Messstellen dargestellt. Die Messstellen decken hierbei ein Schienenteilstück von
ca. 3,60 m ab. Diese Länge entspricht mindestens einem Radumfang. Die Messstrecken
überlappen sich hierbei um jeweils 100 mm zu jeder Seite hin, so dass eine lückenlose
Erfassung der Belastung über das gesamte Schienenstück gewährleistet ist. In Figur
9c2 sind die durch die Radbelastungszyklen generierten Normbelastungsgraphen N1 bis
N6 für jede Messstelle 1 bis 6 dargestellt. Pro Normbelastungsgraph N ist hierbei
etwa 1/6 des Radumfangs dargestellt. Die erste Hälfte des gemessenen Rades weist demnach
eine Flachstelle F auf, der gemäß Figur 9b1 ein Auftrag A folgt.
[0039] In Figur 9d ist das Verhältnis von Normbelastungsgraph N zu Korrekturgraph K für
einen Radumfang als Belastungsplateau dargestellt, das eine prozentuale Darstellung
der Schienenbelastung mit Bezug zur Grundbelastung gewährleistet. Der Normbelastungsgraph
N gemäß Figur 9e stellt hierbei den auf den mittleren Flächeninhalt normierten Mittelwert
aller Messgraphen G einer Zugüberfahrt dar. Unregelmäßigkeiten des jeweiligen Rades
bzw. des Messgraphen G bleiben dabei erhalten. Der Normbelastungsgraph N und der Kehrwert
des Korrekturgraphen K werden hierbei gemäß Figur 9e überlagert und weisen einen gemeinsamen
Spiegelwert S auf, mit Hilfe dessen das Verhältnis gemäß Figur 9d nach folgender Formel
ermittelt wird:

[0040] Gemäß Figur 9f lassen sich spezifische Radmängel pro Radumlauf anhand der generierten
Messgraphen erkennen. Nach Figur 9e1 handelt es sich um eine Auftragung am Rad, die
zunächst eine Überbelastung generiert. Bei dem Graph gemäß 9e2 handelt es sich um
relativ hochfrequente, symmetrische Belastungsänderungen, die auf Polygone hinweisen.
Figur 9e3 zeigt ein typisches Signal einer Unrundheit des Rades, die zu einem symmetrischen
Graphen niederfrequenter Art führt. Figur 9e4 zeigt eine typische Flachstelle des
Rades, die zunächst einen Belastungsabfall und nachfolgend eine Überbelastung generiert.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Bauteil
- 2
- Sender
- 3
- Empfänger
- 3'
- Empfänger
- 3.1
- Empfängerfläche
- 4
- Messstrahl
- 11
- gegenüberliegende Seite
- 12
- gegenüberliegende Seite
- 20
- erste Aufnahme
- 20.1
- erster Schenkel
- 20.2
- zweiter Schenkel
- 21
- erstes Halteteil
- 21.1
- Gewinde
- 22
- Schraubverbindung
- 23
- Klemmelement
- 23.1
- Gewinde
- 24
- Halteelement
- 30
- zweite Aufnahme
- 31
- zweites Halteteil
- 32
- Sender-Empfänger-Einheit
- 32'
- Sender-Empfänger-Einheit
- 40
- Passung
- 41
- Nut
- 41'
- Nut
- 42
- Feder
- 50
- Justierfläche
- 50'
- Justierfläche
- 51
- Montagehilfe
- 52
- Justierelement
- 52'
- Justierelement
- 60
- Auswerteeinheit
- 70
- Schiene
- 70'
- Schiene
- 71
- Schienenkopf
- 72
- Schienenfuß
- 72'
- Schienenfuß
- 73
- Rad
- 75
- Schwelle, Lager
- 75'
- Schwelle, Lager
- 80
- Detektionsschalter
- 80'
- Detektionsschalter
- 81
- Detektionsschalter
- 81'
- Detektionsschalter
1. Vorrichtung für einen Sender (2) und einen Empfänger (3) zum Erfassen verschiedener
Verformungszustände eines Bauteils (1), die unabhängig voneinander, mit Abstand zueinander
über eine Aufnahme (20, 30) auf dem Bauteil (1) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (2) über eine erste Aufnahme (20) auf einem ersten Halteteil (21) und
der Empfänger (3) über eine zweite Aufnahme (30) auf einem zweiten Halteteil (31)
angeordnet sind, wobei die jeweilige Aufnahme (20, 30) und das jeweilige Halteteil
(21, 31) ein oder mehrere Verbindungselemente oder eine oder mehrere Klemm- und Formschlussverbindungen
oder eine Klebeverbindung oder eine Schweißverbindung mit dem Bauteil (1) bilden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Sender (2) und der Empfänger (3) einen Verformungsaufnehmer bilden, der unmittelbar
an einem Schienenfuß (72) des als Eisenbahnschiene ausgebildeten Bauteils (1) in Längsrichtung
der Eisenbahnschiene angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (20, 30) und das Halteteil (21, 31) eine korrespondierende Passung (40)
aufweisen.
4. Vorrichtung nach einem der Anspruche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Passung (40) als Feder-Nut-Verbindung und/oder als Passstift ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (20, 30) als Pratze ausgebildet und mittels einer Stift- und/oder Schraubverbindung
(22) mit dem Halteteil (21, 31) verbunden ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (20, 30) und/oder das Halteteil (21) ein Klemmelement (23) aufweist,
das mit dem Bauteil (1) in Wirkverbindung steht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmelement (23) als Bolzen, Schraube und/oder Nocke ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (20, 30) ein Halteelement (24) für den Sender (2) und/oder den Empfänger
(3) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (24) als Bohrung ausgebildet ist und ein als Hutmutter ausgebildetes
Festsetzelement für den Sender (2) und/oder den Empfänger (3) aufweist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Aufnahme (20) für den Sender (2) und die zweite Aufnahme (30) für den Empfänger
(3) mindestens eine korrespondierende, über eine Montagehilfe (51) in Verbindung bringbare
Justierfläche (50) aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, dass die Justierfläche (50) als Nut, Bohrung und/oder als Fase ausgebildet ist, wobei
die Montagehilfe (51) mit der Justierfläche (50) korrespondierende Justierelemente
(52) aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Messbereich des Bauteils (1) mehrere Aufnahmen (20, 30) vorgesehen sind,
wobei die Empfänger (3) über eine Auswerteeinheit (60) in Wirkverbindung stehen.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere an gegenüberliegenden Seiten (11, 12) des Bauteils (1) angeordnete Sender
(2)-Empfänger (3)-Paare vorgesehen sind.
14. Verfahren zum Messen der Verformung eines Bauteils mittels der Vorrichtung nach einem
der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
a) ein vom Empfänger (3) generierter Messstrom wird innerhalb der Auswerteeinheit
(60) in eine Messspannung transformiert,
b) die der Spannungsänderung zu Grunde liegende Winkeländerung zwischen Sender (2)
und Empfänger (3) wird nach folgender Formel ermittelt:

c) die der Verformung des Bauteils zu Grunde liegenden Belastungskräfte FQ, FY rechtwinklig zur Längsrichtung des Bauteils werden nach folgender Formel ermittelt:


wobei FQ die Kraft in Richtung der Lotrechten und FY die Kraft rechtwinklig dazu ist und α1, α2 die Winkeländerung von mindestens zwei verschiedenen Sender (2)-Empfänger (3)-Paaren
ist, die mit Bezug zur Y-Richtung am Bauteil (1) einseitig und/oder gegenüberliegend
angeordnet sind.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
a) die Verformung ΔX des Bauteils ist proportional zur erfassten Winkeländerung Δα
und wird in Abhängigkeit der Bauteillänge L erfasst,
b) der Flächeninhalt eines so ermittelten Verformungsgraphen "X über L" wird durch eine Mittelwertbildung ΔX' aller einem Belastungszyklus zu Grunde liegenden Verformungsgraphen
normiert,
c) das Verhältnis von der Verformung ΔX zur normierten Verformung ΔX' wird errechnet.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement aus dem unter dem Schienenfuß (72) platzierbaren Halteteil
(21) und einem an diesem höhenbeweglich angeordneten, aus zwei Schenkeln (20.1, 20.2)
gebildeten Aufnahmeteil (20) besteht, wobei in den einen Schenkel mindestens zwei
Schrauben (22, 23) einschraubbar sind, wobei die eine Schraube (23) gegen das Bauteil
(1) oder den Schienenfuß (72) anlegbar ist und das andere Schraubenteil (22) eine
feste Verbindung zwischen dem Halteteil (21) und dem Bauteil (1) oder der Schiene
(70) herstellt, wobei der zweite Schenkel (20.2) gegen das Halteteil (21) über mindestens
eine Schraube (22) pressbar ist.
1. A device for a transmitter (2) and a receiver (3) to record different deformation
states of an assembly part (1), which are arranged separately at a distance from each
other using a retainer (20, 30) on the assembly part (1), characterized therein, that the transmitter (2) is arranged using a first retainer (20) on a first holding
component (21), and the receiver (3) is arranged using a second retainer (30) on a
second holding component (31), each retainer (20, 30) and each holding component (21,
31) forming one or more connecting elements or one or more clamping and form-fit connections,
or one adhesive connection or one welded connection with the assembly part (1).
2. A device according to claim 1, characterized therein, that the transmitter (2) and the receiver (3) form a deformation sensor, which is
arranged directly on a track foot (72) of the assembly part (1) in the form of a railway
track in the longitudinal direction of the railway track.
3. A device according to claims 1 or 2, characterized therein, that the retainer (20, 30) and the holding component (21, 31) comprise a corresponding
fit (40).
4. A device according to one of claims 1 - 3, characterized therein, that the fit (40) takes the form of a groove and tongue connection and/or a fitting
pin.
5. A device according to one of claims 1 - 4, characterized therein, that the retainer (20, 30) takes the form of a claw and is connected via a pin and/or
a screw connection (22) to the holding component (21, 31).
6. A device according to one of claims 1 - 5, characterized therein, that the retainer (20, 30) and/or the holding component (21) comprises a clamping
element (23), which is effectively connected to the holding component (1).
7. A device according to one of claims 1 - 6, characterized therein, that the clamping element (23) takes the form of a bolt, screw and/or cam.
8. A device according to one of claims 1 - 7, characterized therein, that the retainer (20, 30) comprises a holding component (24) for the transmitter
(2) and/or the receiver (3).
9. A device according to one of claims 1 - 8, characterized therein, that the holding component (24) takes the form of a bore hole, and comprises a fastening
element in the form of a cap nut for the transmitter (2) and/or the receiver (3).
10. A device according to one of claims 1 - 9, characterized therein, that the first retainer (20) for the transmitter (2) and the second retainer (30)
for the receiver (3) comprise at least one corresponding adjusting surface (50) which
can be connected using a mounting aid (51).
11. A device according to one of claims 1 - 10, characterized therein, that the adjusting surface (50) takes the form of a groove, a bore hole and/or a
chamfer, the mounting aid (51) comprising corresponding adjusting elements (52) with
the adjusting surface (50).
12. A device according to one of claims 1 - 11, characterized therein, that in a measuring range of the assembly part (1), several retainers (20, 30) are
fitted, the receiver (3) being effectively connected via an evaluation unit (60).
13. A device according to one of claims 1 - 12, characterized therein, that several transmitter (2) - receiver (3) pairs are fitted, which are arranged
on opposite sides (11, 12) of the assembly part (1).
14. A procedure for measuring the deformation of an assembly part using the device according
to one of the aforementioned claims,
characterized by the following procedural steps:
a) a measuring current generated by the receiver (3) is transformed into a measuring
voltage within the evaluation unit (60)
b) the change of angle which causes the change in voltage between the transmitter
(2) and the receiver (3) is determined according to the following formula:

c) the loads FQ, FY which cause the deformation of the assembly part at right angles to the longitudinal
direction of the assembly part are determined according to the following formula:


wherein FQ the load is in a perpendicular direction and FY the load runs at right angles, and α1, α2 is the change in angle of at least two different transmitter (2) - receiver (3) pairs,
which are arranged in reference to the Y-direction on one side of the assembly part
(1) and/or opposite each other.
15. A procedure according to claim 14,
characterized by the following procedural steps:
a) the deformation ΔX of the assembly part is proportional to the recorded change
of angle Δα and is recorded in relation to the length of the assembly part L
b) the surface area of a deformation graph "X over L" determined in this way is scaled
by an average ΔX' of all the deformation graphs on which a load cycle is based
c) the relationship between the deformation ΔX and the scaled deformation ΔX' is calculated
16. A device according to claim 1, characterized therein, that the connecting element consists of the holding component (21) which can be
positioned underneath the track foot (72) and a retainer component (20) which is attached
to this in a height-adjustable manner and which is formed by two arms (20.1, 20.2),
wherein at least two screws (22, 23) can be screwed into one arm, wherein one screw
(23) can be positioned against the assembly part (1) or the track foot (72), and the
other screw component (22) creates a fixed connection between the holding component
(21) and the assembly part (1) or track (70), it being possible to press the second
arm (20.2) against the holding component (21) via at least one screw (22).
1. Dispositif pour un émetteur (2) et un récepteur (3) pour la saisie de différents états
de déformation d'un composant (1), lesquels sont disposés indépendamment et à distance
l'un de l'autre au moyen de réceptacles (20, 30) sur le composant (1), caractérisé en ce que l'émetteur (2) est disposé sur une première pièce de maintien (21) au moyen d'un
premier réceptacle (20) et le récepteur sur une deuxième pièce de maintien (31) au
moyen d'un deuxième réceptacle (30), chaque réceptacle (20, 30) et chaque pièce de
maintien (21, 31) formant avec le composant (1) un ou plusieurs éléments de liaison
ou une ou plusieurs connexions par serrage ou engagement positif ou un raccord par
collage ou un raccord par soudage.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'émetteur (2) et le récepteur (3) forment un capteur de déformation disposé directement
sur un patin de rail (72) du composant (1) formé comme rail de chemin de fer, dans
la direction longitudinale du rail de chemin de fer.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le réceptacle (20, 30) et la pièce de maintien (21, 31) présentent un ajustement
par correspondance (40).
4. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'ajustement (40) est formé comme raccord à languette et rainure et/ou comme goujon
d'ajustage.
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le réceptacle (20, 30) est formé comme griffe et est relié à la pièce de maintien
(21, 31) au moyen d'une connexion à goujon et/ou à vis (22).
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le réceptacle (20, 30) et/ou la pièce de maintien (21) présente un élément de serrage
(23) en liaison active avec le composant (1).
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément de serrage (23) est formé comme boulon, vis et/ou came.
8. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le réceptacle (20, 30) présente un élément de maintien (24) pour l'émetteur (2) et/ou
le récepteur (3).
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'élément de maintien (24) est formé comme alésage et présente un élément de fixation
formé comme écrou borgne pour l'émetteur (2) et/ou le récepteur (3).
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que le premier réceptacle (20) pour l'émetteur (2) et le deuxième réceptacle (30) pour
le récepteur (3) présentent au moins une surface d'ajustement (50) par correspondance
pouvant être raccordée par un moyen de montage (51).
11. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la surface d'ajustement (50) est formée comme rainure, alésage et/ou chanfrein, le
moyen de montage (51) présentant des éléments d'ajustement (52) correspondant à la
surface d'ajustement (50).
12. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que plusieurs réceptacles (20, 30) sont prévus dans une étendue de mesure du composant
(1), les récepteurs (3) étant en liaison active au moyen d'une unité d'évaluation
(60).
13. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que sont prévues plusieurs paires d'émetteurs (2) - récepteurs (3) disposées sur des
côtés opposés (11, 12) du composant (1).
14. Procédé de mesure de la déformation d'un composant au moyen du dispositif selon l'une
des revendications précédentes,
caractérisé par les phases de procédé suivantes :
a) un courant de mesure généré par le récepteur (3) est transformé en tension de mesure
à l'intérieur de l'unité d'évaluation (60),
b) la variation d'angle entre l'émetteur (2) et le récepteur (3) à la base de la variation
de tension est déterminée conformément à la formule suivante :

c) les charges FQ, FY à la base de la déformation du composant, perpendiculairement à la direction longitudinale
du composant, sont déterminées conformément aux formules suivantes :


où FQ représente la force dans la direction des verticales, FY la force perpendiculaire à celle-ci, et α1, α2 la variation d'angle d'au moins deux paires différentes d'émetteurs (2) - récepteurs
(3), disposées unilatéralement sur le composant (1) et/ou opposées l'une à l'autre
relativement à la direction Y.
15. Procédé selon la revendication 14,
caractérisé par les phases de procédé suivantes :
a) la déformation ΔX du composant est proportionnelle à la variation d'angle Δα saisie
et est déterminée en fonction de la longueur L du composant,
b) "l'aire X sur L" d'un graphe de déformation ainsi saisi est normalisée par une
formation de valeur moyenne ΔX' de tous les graphes de déformation à la base d'un
cycle de charge,
c) le rapport de la déformation ΔX sur la déformation normalisée ΔX' est calculé.
16. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'élément de liaison se compose d'une pièce de maintien (21) disposable sous le patin
de rail (72) et d'une pièce de réceptacle (20) déplaçable sur la hauteur de celle-ci,
formée de deux branches (20.1, 20.2), deux vis (22, 23) au moins étant serrables dans
la première branche, une première vis (23) étant applicable contre le composant (1)
ou le patin de rail (72) et l'autre pièce de vis (22) réalisant une liaison fixe entre
la pièce de maintien (21) et le composant (1) ou le rail (70), la deuxième branche
(20.2) étant serrable contre la pièce de maintien (21) par une vis (22) au moins.