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EP 1 448 863 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.05.2007 Patentblatt 2007/22 |
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Anmeldetag: 20.11.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2001/004354 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/048491 (12.06.2003 Gazette 2003/24) |
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SYSTEM ZUM VERSTELLEN EINES TEILS
SYSTEM FOR REGULATION OF A PIECE
SYSTEME DE DEPLACEMENT D'UN ELEMENT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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ES FR GB IT |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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25.08.2004 Patentblatt 2004/35 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHENK, Joachim
38536 Meinersen-Ohof (DE)
- SCHMIDT, Frank
71229 Leonberg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-01/53124 US-A- 6 038 930 US-B1- 6 297 605
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DE-A- 4 201 019 US-B1- 6 246 194
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein System zum Verstellen eines Teils, das motorisch gegen
mindestens eine Anschlagleiste drehbar oder kippbar ist nach der Gattung des unabhängigen
Anspruchs.
[0002] Mit der DE 198 49 245 C1 ist eine Antriebsvorrichtung für ein bewegbares Teil bekannt
geworden, die beispielsweise ein Seitenausstellfenster eines Fahrzeugs öffnet und
schließt. Dabei ist das Seitenausstellfenster gelenkig an einem Chassis, beispielsweise
der B-Säule des Fahrzeugs angeordnet und kann mittels eines elektromotorischen Stellantriebs
aus seiner Schließstellung in die Offenstellung und wieder zurück bewegt werden. Der
Elektromotor ist dabei über ein Untersetzungsgetriebe, das eine Antriebswelle antreibt,
mittels eines Kugelkopfs am Ende der Antriebswelle und einer korrespondierenden Kugelpfanne
mit dem Seitenausstellfenster verbunden.
[0003] Wenn nun der Fahrer ein solches Seitenausstellfenster mittels eines Schalters am
Armaturenbrett automatisch betätigt, besteht die Gefahr, dass Körperteile von sich
auf der Rückbank befindenden Mitfahrem (Kinder) eingeklemmt und nicht unerheblich
geschädigt werden können.
[0004] Mit der DE-A-42 01019 ist ein Einklemmschutzsensor bekannt geworden, der das Einklemmen
eines Hindernisses in eine verschließbare Öffnung detektiert. Dabei wird als bewegliches
Teil ein Kraftfahrzeug-Schiebedach oder -Fenster mit einer Kante auf eine Schaltleiste
hinzubewegt, die parallel zu der Kante des Teils ausgerichtet ist. Wird die Schaltleiste
an einer Stelle druckbelastet, steigt ein an der Schaltleiste abgegriffenes Spannungssignal
schlagartig an, wodurch ein Einklemmfall erkannt wird.
Vorteile der Erfindung
[0005] Das erfindungsgemäße System mit den Merkmalen des Hauptanspruchs hat den Vorteil,
dass durch einen entlang der Anschlagleiste angeordneten Einklemmschutzsensor das
Einklemmen eines Gegenstandes oder Körperteils in einem motorisch betätigtem Seitenausstellfenster
rechtzeitig erkannt wird. Somit kann, unabhängig vom Öffnungszustand des Seitenfensters,
eine Verletzungsgefahr durch Einklemmen wirkungsvoll verhindert werden.
[0006] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Merkmale sind vorteilhafte Weiterbildungen
des Systems nach dem Hauptanspruch möglich. Im Gegensatz zum Fensterheberprinzip einer
hubbetätigten Seitenscheibe drückt die Seitenausstellscheibe schon mit Beginn des
Schließvorgangs gegen eine bestimmte Stelle der Anschlagleiste. Deshalb ist es besonders
vorteilhaft, dass der Einklemmschutzsensor entlang der Anschlagleiste zwei elektrische
Leiter aufweist, mit einem vorbestimmten Widerstand. Bevorzugt ändert sich deren Widerstand
in Abhängigkeit von deren Länge. Dadurch wird die Druckstelle örtlich entlang der
Anschlagleiste identifiziert und somit eine Unterscheidung zwischen einem Einklemmereignis
und einem normalen Schließvorgang ermöglicht. Die Anschlagleiste sollte deshalb eine
gewisse Elastizität nicht unterschreiten, um so zu gewährleisten, dass eine örtlich
begrenzte Druckstelle einerseits während des Schließvorgangs, andererseits im Einklemmfall
entsteht.
[0007] Besonders günstig ist die Anordnung der elektrischen Leiter derart, dass bei einem
Druck gegen die Anschlagleiste ein elektrischer Kontakt zwischen den beiden Leitern
entsteht. Durch diesen ortsabhängig erzeugten Kurzschluß hat man eine Meßgröße für
den Ort der Druckstelle auf der Anschlagleiste.
[0008] Vorteilhafter Weise wird zwischen den beiden offenen Leiterenden am entgegengesetzten
Ende des elektrischen Kontaktes der Widerstand gemessen. Dieser gemessene Widerstandswert
nimmt beim störungsfreien Schließen des Ausstellfensters kontinuierlich ab, so dass
die Widerstandsmeßkurve des normalen Schließvorgangs vom Widerstandsmeßwert eines
Einklemmereignisses separiert werden kann.
[0009] Beim Schließen des Seitenausstellfensters durch Drehen oder Kippen wandert der Druckpunkt
entlang der Anschlagleiste auf der Seite der Gelenke oder Achse weniger schnell, als
auf der Seite mit den offenen Leiterenden bei fast geschlossenem Zustand. Deshalb
ist es besonders günstig, dass der Widerstand der elektrischen Leiter, ausgehend von
den offenen Enden am Widerstandsabgriff hin zur Seite der Fenstergelenke, überproportional
zunimmt. Dadurch kann eine höhere, gleichmäßigere Ortsauflösung der Druckstelle über
die ganze Anschlagleiste erzielt werden.
[0010] Die systemgemäße Bestimmung der Schließposition des Fensters mittels des gemessenen
Widerstandswerts erlaubt ein kontrolliertes Öffnen und Schließen des Fensters. Ebenso
ist dadurch ein problemloses Anfahren einer beliebigen Zwischenposition möglich. Auf
eine zusätzliche Lagesensorik (Hallsensoren) für den Verstellvorgang kann dadurch
verzichtet werden.
[0011] Von besonderem Interesse ist die Detektion eines Einklemmereignisses durch den sprunghaften
Anstieg des Widerstandsmeßwerts. Dadurch kann im einzelnen Fall der Motor zuverlässig
gestoppt und reversiert werden, wodurch das Verletzungsrisiko weitgehend verhindert
wird.
[0012] Die Detektion der Einklemmposition bietet die Möglichkeit, über den Abstand zu den
Fenstergelenken die Schließkraft an der Einklemmposition zu ermitteln. Dadurch kann
der Motor vorteilhaft in Abhängigkeit von einem Schließkraftgrenzwert gestoppt und/oder
reversiert werden.
[0013] Das System erlaubt es, die Dicke des Einklemmgegenstandes zu bestimmen, so dass auf
die Art des eingeklemmten Körperteils geschlossen werden kann. Dadurch kann beispielsweise
bei einem vermuteten Finger der Motor schneller reversiert werden als beispielsweise
bei einem Arm. Wird gleichzeitig die vom Antrieb während des Schließvorgangs aufzubringende
Kraft gemessen, läßt sich aus der ermittelten Dicke des Einklemmgegenstandes, sowie
dem beobachteten Kraftanstieg noch exakter die Art des Einklemmgegenstandes ermitteln.
Das heißt, die Fehlerrate wird durch die Anpassung des Einklemmschutzes an die Dicke
und damit an die vermutete Beschaffenheit des Einklemmgegenstandes reduziert.
[0014] In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist es besonders vorteilhaft, zwischen den
beiden parallelen elektrischen Leitern einen elastischen leitfähigen Kunststoff anzuordnen.
Drückt nun die Scheibe oder der eingeklemmte Gegenstand gegen die Anschlagleiste,
so wird dieser Kunststoff zusammengepreßt und dessen Widerstand reduziert. Dieses
Prinzip entspricht dem elektrischen Kontakt im ersteren Ausführungsbeispiel, bietet
aber den Vorteil, dass die beiden elektrischen Leiter wieder exakt in ihre Ausgangsposition
zurückgehen, wenn das Fenster geöffnet wird bzw. der eingeklemmte Gegenstand entfernt
wird. Dieser verformbare leitfähige Kunststoff schafft reproduzierbare Bedingungen
und ist kostengünstig herzustellen. Die elastischen Eigenschaften des Kunststoffes
ermöglichen auch eine schließkraftabhängige Auslösung des Einklemmschutzes.
[0015] Von Vorteil ist die Anordnung der elektrischen Leiter innerhalb eines elastischen
Hohlprofils, da diese dadurch vor Schmutz und Witterungseinflüssen geschützt sind.
Durch die Elastizität des Hohlprofils ist ebenfalls gewährleistet, dass die beiden
Leiter in ihre Ausgangsposition zurückgehen, wenn kein Druck mehr auf die Anschlagleiste
ausgeübt wird.
[0016] Besonders günstig ist es, wenn der Einklemmschutzsensor die Funktion einer Dichtug
übernimmt oder in eine Dichtung integriert ist, um ein wasserdichtes und einbruchsicheres
Schließen des Seitenausstellfensters zu gewährleisten. Eine solche kombinierte Lösung
ist kostengünstig, spart Bauraum am Fensterrahmen und erfordert keine konstruktiven
Änderungen desselben.
[0017] Durch die kontinuierliche Messung des Widerstands zwischen den beiden Leiterenden
wird der Einklemmschutzsensor ständig auf seine Funktionsfähigkeit überprüft. Ein
Kabelbruch oder Kurzschluß wird sofort erkannt und angezeigt, dass der Einklemmschutz
außer Funktion ist.
Zeichnung
[0018] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 ein Ausführungsbeispiel
eines Systems zum Verstellen eines Seitenausstellfensters im Schnitt, die Figuren
2a und 2b jeweils ein Diagramm des Widerstandsmeßwertes beim störungsfreien Schließen
des Seitenausstellfensters und beim Einklemmfall des Systems gemäß Figur 1, und die
Figuren 3a - 3c jeweils Querschnitte verschiedener Varianten eines Einklemmschutzsensors
gemäß Figur 1.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0019] Das in Figur 1 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt ein erfindungsgemäßes System
zum Verstellen eines Seitenausstellfensters 9, bei dem eine Scheibe 10 mittels Gelenken
12 oder einer Drehachse 14 am Rahmen 16 des Fensters, beispielsweise der B-Säule eines
Kraftfahrzeugs befestigt ist. Die Scheibe 10 läßt sich mittels eines Motors 18, der
über einen Kugelkopf 22 einer Gewindespindel 20 mit einem mit einer an der Scheibe
10 angebrachten Kugelpfanne 24 wirkverbunden ist, bewegen. Zum Verstellen der Scheibe
10 wird diese um die Drehachse 14 gegen einen Anschlag 26 verdreht, so dass sich die
Scheibe 10 scherenartig schließt. Sind die Gelenke 12 derart ausgeführt, dass die
Scheibe 10 beim Öffnen und Schließen zusätzlich zur Drehbewegung auch eine Translationsbewegung
erfährt, so wird dies als ein Verkippen gegen die Anschlagleiste 26 bezeichnet. Entlang
der Anschlagleiste 26 befindet sich ein Einklemmschutzsensor 28, der im wesentlichen
zwei parallele in geringem Abstand zueinander verlaufende elektrische Leiter 30 aufweist.
Die elektrischen Leiter 30 sind als Metalldrähte mit konstantem Querschnitt ausgeformt,
so dass ihr Gesamtwiderstand proportional zu ihrer Länge 32 zunimmt. Die beiden Leiter
30 sind an ihren Enden 34 bei den Gelenken miteinander verbunden. Auf der anderen
Seite wird zwischen den beiden offenen Enden 36 der Leiter 30 mittels eines Ohmmeters
38 kontinuierlich deren Widerstand gemessen und der Meßwert einer Steuereinheit 39
zugeführt, die den Motor 18 ansteuert.
[0020] Wird nun die Scheibe 10 geschlossen, drückt diese ausgehend vom geschlossenen Ende
34 der Leiter 30 (l
max) dieselben gegeneinander, so dass sie sich an der Druckstelle 40 berühren und einen
elektrischen Kontakt 42 herstellen. Im Verlauf des Schließens wandert der Druckpunkt
40 und folglich auch der elektrische Kontakt 42 vom geschlossenen Ende 34 der Leiter
30 bis zu deren offenem Ende 36 bei geschlossenem Zustand des Fensters (1
0). Dabei nimmt der am Ohmmeter 38 gemessene Widerstand ausgehend von einem Startwert
44 kontinuierlich ab. Im Diagramm Figur 2a ist solch eine Widerstandsänderung für
einen störungsfreien Schließvorgang dargestellt. Ist die Widerstandsänderung proportional
zur Länge 32 der Leiter 30, so stellt die Widerstandsabnahme über der Länge des Einklemmschutzsensors
28 eine Gerade dar. Der Startwert 44 des Widerstandes bei offenem Fenster (l
max) entspricht dem Gesamtwiderstand der beiden verbundenen Leiter 30. Bei geschlossenem
Fenster 9 sind die beiden Leiter 30 auf deren gesamten Länge 32 kurzgeschlossen, der
gemessenen Widerstand geht dabei gegen Null. Würde man beispielsweise das geschlossenen
Ende 34 der beiden Leiter 30 offen lassen, so wäre der Startwert 44 des Widerstandes
bei offenem Fenster 9 unendlich und würde erst bei Beginn des Schließvorgangs beim
Zusammendrücken der beiden Leiter 30 auf den Startwert 44 des Widerstands springen.
Die gemessene Widerstandskurve erlaubt eine eindeutige Zuordnung des Druckpunktes
40 zu einer Position auf dem Einklemmschutzsensor 28. Diese Funktion ist aber nicht
identisch mit dem gemessenen Widerstandswert gegenüber dem Verstellweg der Scheibe
10 entlang der Gewindespindel 20. Diese Funktion zeigt eine weit geringere Widerstandsänderung
bei dem fast offenen Fenster 9, verglichen mit dem fast geschlossenen Fenster 9.
[0021] Da die Einklemmwahrscheinlichkeit über die gesamte Länge der Anschlagleiste 26 gleich
groß ist, können in einer Variante des Ausführungsbeispiels die beiden Leiter 30 derart
ausgebildet sein, dass deren Widerstand in Abhängigkeit von deren Länge 32 zu deren
geschlossenen Enden 34 hin überproportional zunimmt. Dies wird am einfachsten durch
eine Verjüngung des Leiterquerschnitts 46 (siehe Figur 3a - 3c) zu den Gelenken 12
hin realisiert. Eine andere Möglichkeit besteht in der Modifizierung des Leitermaterials,
so dass dessen spezifischer Widerstand kontinuierlich zu den Gelenken 12 hin zunimmt.
Dadurch läßt sich eine gleichmäßige Positionsauflösung gegenüber dem Verstellweg entlang
der Gewindespindel 20 erzielen. Der Verstellweg der Spindel 20 ist im einfachsten
Fall proportional zur Zeit. Eine entsprechende Kurve 43 des gemessenen Widerstandswertes
ist in Figur 2a gestrichelt eingezeichnet. Sie zeigt anschaulich die überproportionale
Zunahme des Widerstands mit der Länge 32 der Leiter 30.
[0022] Befindet sich nun ein Gegenstand 45 einer bestimmten Ausdehnung zwischen der Scheibe
10 und dem Einklemmschutzsensor 28, wird beim Schließen des Fensters 9 ein sprunghafter
Abfall 47 des Widerstandswertes gemessen. Der dazugehörige Widerstandsverlauf ist
in Figur 2b dargestellt. Der Widerstandswert fällt beim Schließen des Fensters 9 so
lange kontinuierlich ab, bis die Scheibe 10 den Gegenstand 45 gegen den Einklemmschutzsensor
28 drückt und einen elektrischen Kontakt 42 zwischen den beiden Leitern 30 herstellt.
Dadurch springt der Widerstandswert an der Druckstelle 40 (l
S) des kontinuierlichen Schließvorgangs zum Widerstand 46 an der Einklemmstelle. Diesen
plötzlichen Widerstandsabfall 47 erkennt die Steuereinheit 39 als Einklemmfall und
stoppt den Motor 18 und/oder reversiert denselben. Der Widerstandswert 46, der sich
nach dem sprunghaften Abfall 47 einstellt, entspricht einer Position auf dem Einklemmschutzsensor
28 der ungestörten Schließkurve und zeigt somit die Position des Einklemmereignisses
l
E an. Genauso entspricht der Betrag 49 des Widerstandsabfalls 47 einem gewissen Weg
entlang des Einklemmschutzsensors 28 beim ungestörten Schließvorgang. Bei bekannter
Winkelgeometrie des Ausstellfensters 9 stellt dieser Weg direkt ein Maß für die Dicke
des eingeklemmten Gegenstands 45 dar. Diese Information kann die Steuereinheit 39
zur Bestimmung der Auslöseschwelle für das Stoppen/Reversieren des Motors 18 verarbeiten.
[0023] Die Figuren 3 a bis c zeigen verschiedene Varianten des Einklemmschutzsensors 28
im Querschnitt. In Figur 3a sind die beiden elektrischen Leiter 30 parallel innerhalb
eines elastischen Hohlprofils 48, beispielsweise aus gewebeverstärktem Gummi, angeordnet.
Das Hohlprofil 48 muß so elastisch sein, dass die Scheibe 10 oder der eingeklemmte
Gegenstand 45 in Pfeilrichtung 50 immer nur punktuell entlang des Einklemmschutzsensors
28 einen elektrischen Kontakt 42 herstellen. Andererseits muß das Hohlprofil 48 so
starr sein, dass es die beiden Leiter 30 nach Wegnahme des äußeren Drucks wieder reproduzierbar
in ihre ursprüngliche Lage versetzt. An einer Seite ist ein T-Doppelprofil 52 angebracht,
das in ein entsprechendes Profil im Fensterrahmen 16 eingreift. In Figur 3b sind die
beiden Leiter 30 mit kreisförmigem Querschnitt 53 durch zwei Leiter 30 mit flachem,
rechteckförmigen Querschnitt 54 ersetzt, die mittels eines elektrisch leitfähigen,
verformbaren Kunststoffes 56 miteinander verbunden sind. Dieser Kunststoff 56 hat
im druckfreien Zustand einen relativ hohen elektrischen Widerstand. Drückt die Scheibe
10 oder der Gegenstand 45 entlang dem Pfeil 50 gegen diesen Einklemmschutzsensor 28,
wird der Kunststoff 56 zusammengepreßt. Dabei verringert sich dessen Widerstand beträchtlich,
so dass diese Widerstandserniedrigung der Erzeugung eines elektrischen Kontaktes 42
entspricht. Der leitfähige Kunststoff 56 hat ebenfalls die Eigenschaft, dass er unter
Druckentlastung wieder seine alte Form und seinen ursprünglichen Widerstandswert annimmt.
Der Kunststoff 56 und eine ihn umgebende Schutzhülle 58 ist so beschaffen, dass der
elektrische Kontakt 42 zwischen den beiden Leitern 30 mit flachem, rechteckförmigen
Querschnitt 54 in Längsrichtung entlang des Einklemmschutzsensors 28 nur punktuell
auftritt.
[0024] Um die Scheibe 10 beim Schließen wirksam gegen den Fensterrahmen 16 abzudichten,
ist der Einklemmschutzsensor 28 aus Figur 3b innerhalb eines Dichtprofils 60, dargestellt
in Figur 3c, angeordnet. Dabei wird der Werkstoff der Dichtung 60 bezüglich seiner
Dichtungseigenschaften optimiert, der leitfähige Kunststoff 56 bezüglich seiner Widerstandserniedrigung.
Die Form der Dichtung 60 ist an die Ausformung des Rahmens 16 und der Scheibe 10 angepaßt.
Ebenso ist aber auch eine direkte Integration der elektrischen Leiter 30 in das Dichtprofil
60 möglich, wie dies in Figur 3a dargestellt ist.
[0025] Da der Widerstand des Systems kontinuierlich gemessen wird, stellt die Steuereinheit
39 fest, sobald einer der beiden Leiter 30 gebrochen ist, da sich dann ein näherungsweise
unendlicher Widerstand des Einklemmschutzsensors 28 einstellt. Ebenso wird überwacht,
ob die beiden Leiter 30 beim Öffnen und beim Entfernen des eingeklemmten Gegenstandes
45 wieder in ihre ursprüngliche Lage zurückkehren, indem der gemessene Widerstand
mit der aufgenommenen Referenzkurve des ungestörten Schließvorgangs verglichen wird.
Solch ein Einklemmschutzsensor 28 wird bei einem Seitenausstellfenster 9 eines Kraftfahrzeugs
idealerweise an der oberen und der unteren Anschlagleiste 26 installiert. Für eine
senkrechte Anschlagleiste ist keine ortsaufgelöste Detektion eines Einklemmereignisses
notwendig, da hier die Scheibe 10 auf der gesamten Länge der Anschlagleiste erst unmittelbar
vor dem geschlossenen Zustand gegen die Anschlagleiste drückt. Trotzdem kann auch
für diese Leiste derselbe Einklemmschutzsensor 28 verwendet und entsprechend über
die Steuereinheit 39 verknüpft werden. Das System zum Verstellen eines drehbaren oder
kippbaren Teils ist nicht auf Kraftfahrzeuge beschränkt.
[0026] Zusammenfassend wird die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Systems in folgenden
Schritten beschrieben. Der Widerstand zwischen den offenen Enden 36 der beiden Leiter
30 wird gemessen. Beim Schließen der Scheibe 10 werden die beiden Leiter 30, beginnend
vom geschlossenen Ende 34 (l
max), gegeneinandergepreßt. Die Abnahme des Widerstandes wird auf Stetigkeit überprüft
oder mit einer Referenzkurve verglichen. Beim störungsfreiem Schließen wird dem Widerstandsmeßwert
eine mitlaufende Schließposition 1
S der Scheibe 10 zugeordnet. Beim Auftreten eines sprunghaften Widerstandabfalls 47,
wird der Motor 18 gestoppt und/oder rversiert.
[0027] Optional wird der Betrag 49 des Widerstandabfalls 47 gemessen und daraus die Einklemmposition
l
E des Gegenstandes 45 bestimmt. Aus der Differenz der Schließposition l
S der Scheibe 10 und Einklemmposition l
E des Gegenstandes 45 wird die Dicke desselben ermittelt. Die Einklemmposition l
E und die Dicke werden zur Festlegung der Auslöseschwelle des Einklemmschutzes herangezogen.
Beim Auftreten eines näherungsweisen unendlichen Widerstandes wird angezeigt, dass
der Einklemmschutz nicht funktionsfähig ist.
1. System zum Verstellen eines Teils (10), insbesondere eines Seitenausstellfensters
(10) eines Kraftfahrzeuges, das mittels eines Gelenks (12) motorisch gegen mindestens
eine Anschlagleiste (26) drehbar oder kippbar ist, wobei entlang der Anschlagleiste
(26) ein Einklemmschutzsensor (28) angeordnet ist, und ein messbarer Widerstandswert
des Einklemmschutzsensors (28) während des störungsfreien Schließens des Teils (10)
stetig abnimmt, wohingegen ein plötzlicher Widerstandsabfall als Einklemmfall erkannt
wird.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Einklemmschutzsensor (28) zwei im wesentlichen parallele, beabstandete elektrische
Leiter (30) aufweist, deren Widerstand nach einer Funktion in Abhängigkeit von deren
Länge (32) zunimmt.
3. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Teil (10) beim Schließen entlang der Anschlagleiste (26) zum Anliegen kommt,
und die beiden elektrischen Leiter (30) derart gegeneinanderdrückt, dass ein elektrischer
Kontakt (42) erzeugt wird.
4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gelenk (12) gegenüberliegenden Enden (36) der Leiter (30) der Widerstand zwischen
den beiden Leitern (30) abgegriffen wird, und der elektrische Kontakt (42), bzw. der
Druckpunkt (40) zwischen den beiden elektrischen Leitern (30) im Verlauf des Schließen
des Teils ausgehend von den Enden (34) der Leiter (30) am Gelenk (12) hin zu den entgegengesetzten
Enden (36) der Leiter (30) wandert.
5. System nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand der elektrischen Leiter (30), ausgehend von deren Enden am Widerstandsabgriff
(36), in Abhängigkeit von deren Länge (32) überproportional zunimmt.
6. System nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der gemessene Widerstandswert beim störungsfreien Schließen einer bestimmten Schließposition
des Teils (10) entspricht.
7. System nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn der gemessene Widerstandswert sprunghaft abfällt (47), der Motor (18) gestoppt
und/oder reversiert wird.
8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der gemessene Widerstandswert (46) nach dessen Abfall (47), die Position eines eingeklemmten
Gegenstandes (45) anzeigt.
9. System nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Betrag (49) des Widerstandswertes an einer bestimmten Position die Dicke
des eingeklemmten Gegenstandes (45) ermittelt wird.
10. System nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den zwei parallelen, beabstandeten elektrischen Leitern (30) ein leitfähiger,
verformbarer Kunststoff (56) angeordnet ist, dessen Widerstand durch Zusammendrücken
reduziert wird.
11. System nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die zwei parallelen, beabstandeten elektrischen Leiter (30) innerhalb eines elastischen
Hohlprofils (48) angeordnet sind.
12. System nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Einklemmschutzsensor (28) als Dichtung (60) ausgeführt oder in eine Dichtung
(60) integriert ist.
13. System nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Einklemmschutzsensor (28) mittels einer kontinuierlichen Widerstandsmessung ständig
auf dessen Funktionsfähigkeit überprüft wird.
1. System for moving a part (10), in particular a side ventilator window (10) of a motor
vehicle, which can be rotated or tilted by a motor with respect to at least one stop
bar (26) by means of a hinge (12), with an anti-trapping sensor (28) being arranged
along the stop bar (26), and a measurable resistance value of the anti-trapping sensor
(28) continuously decreasing during problem-free closing of the part (10), whereas
a sudden drop in resistance is identified as a trapping instance.
2. System according to Claim 1, characterized in that the anti-trapping sensor (28) has two substantially parallel, spaced-apart electrical
conductors (30) whose resistance increases in accordance with a function in dependence
on their length (32).
3. System according to Claim 2, characterized in that the part (10) comes to rest along the stop bar (26) when it is closed, and the two
electrical conductors (30) are pressed against one another in such a way that electrical
contact (42) is produced.
4. System according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that the resistance is tapped off between the two conductors (30) at ends (36), which
are opposite the hinge (12), of the conductors (30), and the electrical contact (42)
and the pressure point (40) between the two electrical conductors (30) move from the
ends (34) of the conductors (30) at the hinge (12) towards the opposite ends (36)
of the conductors (30) during the course of the part being closed.
5. System according to Claim 4, characterized in that, starting from the ends of the electrical conductors at the resistance tap (36),
the resistance of the electrical conductors (30) increases disproportionately in dependence
on their length (32).
6. System according to either of Claims 4 and 5, characterized in that the measured resistance value corresponds to a specific closing position of the part
(10) during problem-free closing.
7. System according to one of Claims 4 to 6,
characterized in that the motor (18) is stopped and/or reversed when the measured resistance value drops
(47) suddenly.
8. System according to Claim 7, characterized in that, after its drop (47), the measured resistance value (46) indicates the position of
a trapped object (45).
9. System according to either of Claims 7 and 8, characterized in that the thickness of the trapped object (45) can be determined from the magnitude (49)
of the resistance value at a specific position.
10. System according to one of Claims 2 to 9,
characterized in that a conductive, deformable plastic (56) is arranged between the two parallel, spaced-apart
electrical conductors (30), and the resistance of the plastic is reduced by compression.
11. System according to one of Claims 2 to 10,
characterized in that the two parallel, spaced-apart electrical conductors (30) are arranged within an
elastic hollow profile (48).
12. System according to one of Claims 1 to 11,
characterized in that the anti-trapping sensor (28) is designed as a seal (60) or is integrated in a seal
(60).
13. System according to one of Claims 1 to 12,
characterized in that the ability of the anti-trapping sensor (28) to function is constantly checked by
means of a continuous resistance measurement operation.
1. Système de déplacement d'un élément (10), notamment d'une vitre orientable latérale
(10) d'un véhicule automobile, qui peut tourner ou basculer par l'action d'un moteur
autour d'une articulation (12) par rapport à au moins une barrette de butée (26),
le long de laquelle est disposé un détecteur anti-pincement (28), la valeur mesurée
de la résistance du détecteur (28) décroissant en continu pendant la fermeture sans
gêne de l'élément (10), tandis qu'au contraire, la survenance soudaine d'une résistance
est détectée comme un cas de pincement.
2. Système selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le détecteur anti-pincement (28) présente deux conducteurs électriques (30) essentiellement
parallèles et espacés, et dont la résistance augmente selon une fonction de leur longueur
(32).
3. Système selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
l'élément (10), quand il se ferme, vient s'appliquer sur la bordure de butée (26),
et les deux conducteurs électriques (30) sont poussés l'un vers l'autre de manière
que s'établisse un contact électrique (42).
4. Système selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce qu
aux extrémités (36) des conducteurs (10) situées à l'opposé de l'articulation (12),
la résistance entre ces deux conducteurs est saisie, et au cours de la fermeture de
l'élément, le contact électrique (42), c'est-à-dire le point de pression (40) entre
les deux conducteurs électriques (30) se déplace des extrémités (34) des conducteurs
(30) situées sur l'articulation (12), vers les extrémités opposées (36) de ces conducteurs
(30).
5. Système selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
la résistance des conducteurs électriques (30), en partant de leurs extrémités situées
sur le point de saisie de la résistance (36), croît en fonction de leur longueur (32)
plus que proportionnellement.
6. Système selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
la valeur de la mesure et de la résistance correspond, en cas de fermeture sans gêne,
à une position de fermeture définie de l'élément (10).
7. Système selon une des revendications 4 à 6,
caractérisé en ce que
quand la valeur mesurée de la résistance décroît en faisant un saut (47), le moteur
(18) est arrêté et/ou son mouvement est inversé.
8. Système selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
la valeur mesurée (46) de la résistance, après sa chute (47), indique la position
d'un objet (45) pincé.
9. Système selon la revendication 7 ou 8,
caractérisé en ce qu'
à partir du niveau (49) de la valeur de la résistance en une position définie, l'épaisseur
de l'objet pincé (45) est établie.
10. Système selon une des revendications 2 à 9,
caractérisé en ce qu'
entre les deux conducteurs électriques parallèles et espacés (30), est disposée une
matière plastique (46) déformable et conductrice, dont la résistance diminue quand
elle est comprimée.
11. Système selon une des revendications 2 à 10,
caractérisé en ce que
les deux conducteurs (30) parallèles et espacés sont disposés à l'intérieur d'un profilé
creux (48) élastique.
12. Système selon une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce que
le détecteur anti-pincement (28) est réalisé sous la forme d'un joint d'étanchéité
(60) ou intégré à un tel joint (60).
13. Système selon une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que
la capacité de fonctionnement du détecteur anti-pincement (28) est contrôlée en permanence
par l'intermédiaire d'une mesure continue de la résistance.