| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 449 953 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
28.09.2016 Patentblatt 2016/39 |
| (22) |
Anmeldetag: 16.02.2004 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Trocknungseinrichtung für Wäsche und Verfahren zum Betrieb einer solchen
Drying device for laundry and corresponding method
Dispositif de séchage pour le linge et méthode correspondante
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
19.02.2003 DE 10307123
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
25.08.2004 Patentblatt 2004/35 |
| (73) |
Patentinhaber: MEWA Textil-Service AG & Co Management oHG |
|
65189 Wiesbaden (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Küttelwesch, Rudolf
65527 Niedernhausen (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Tergau & Walkenhorst
Patentanwälte - Rechtsanwälte |
|
Eschersheimer Landstrasse 105-107 60322 Frankfurt/Main 60322 Frankfurt/Main (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 913 938 US-A- 4 546 554
|
GB-A- 901 954
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Trocknungseinrichtung für Wäsche mit einem stationären
Gehäusemantel und einer darin drehbar gelagerten und umfangsseitig zum Luftdurchtritt
gelochten Innentrommel zur Aufnahme von zu trocknender Wäsche sowie mit einer an den
Gehäusemantel angeschlossenen, ein Heizregister beinhaltenden Luftführung für die
Zu- und Abführung von Trocknungsluft.
[0002] Zumeist ist eine derartige Trocknungseinrichtung als Einkammer-Maschine mit einem
stationären Gehäusemantel und einer darin um eine im Wesentlichen horizontale Trommelachse
rotierend angetriebenen Innentrommel ausgeführt. Die Innentrommel besteht in der Regel
aus einem hohlzylinder- bzw. rohrförmigen Mantel aus gelochtem Edelstahlblech, der
an seinem inneren axialen Ende durch ein die Innentrommelrückwand bildendes Edelstahlblech
verschlossen ist. Dieses kann als Entladetür ausgebildet sein. Die das andere Ende
begrenzende Vorderwand weist eine zentrale Einfüllöffnung für den zu trocknenden Wäscheposten
auf, die erst nach der Befüllung durch eine am Außengehäuse angelenkte Tür verschlossen
wird. Während des Trocknungsprozesses wird die den Wäscheposten kammerartig umgebende
Innentrommel in Rotation gehalten, um den Wäscheposten aufzulockern und die Wäschestücke
des Wäschepostens möglichst gleichmäßig dem Strom der Trocknungsluft aus-zusetzen.
[0003] Bei einer herkömmlichen Einkammer-Maschine laufen die einzelnen Vorgänge des Trocknungsprozesses
in derselben Innentrommel hintereinander ab. Es sind das im Wesentlichen das Aufschütteln
der vorher entwässerten, in die Innentrommel eingeführten Wäsche, deren Aufheizen,
deren Volltrocknung und das vor der Wäscheentnahme notwendige Abkühlen. Das Abkühlen
ist aus Sicherheitsgründen erforderlich, weil der Trocknungsvorgang mit bis zu ca.
150° heißer Luft durchgeführt wird und erst der Abkühlvorgang eine gefahrlose weitere
Handhabung der Wäsche ermöglicht. Es darf daher die Tür zur Wäscheentnahme erst nach
einer Abkühlung der Wäsche auf eine ungefährliche Grenztemperatur geöffnet werden
können. Nach dem Beladen mit einem neuen Wäscheposten wird der Trockner wieder aufgeheizt.
Zumal für die Trocknung jedes Wäschepostens nicht nur die Wäsche selbst, sondern auch
Teile der Trocknungseinrichtung aufgeheizt und wieder abgekühlt werden müssen, ist
der Betrieb einer Einkammer-Maschine mit vergleichsweise hohem Zeit- und Energieaufwand
verbunden.
[0004] Insbesondere im gewerblichen Bereich, z.B. in einer Großwäscherei, werden daher Mehrkammer-Trocknungseinrichtungen
eingesetzt, bei welchen der Aufheizvorgang, der Trocknungsvorgang und der abschließende
Abkühlvorgang räumlich getrennt stattfinden und die zu trocknenden Wäscheposten jeweils
nach Beendigung eines Vorgangs fließbandartig weiterbefördert werden, so dass die
einzelnen Kammern oder Bereiche der Trocknungseinrichtung auf einer im Wesentlichen
konstanten Arbeitstemperatur gehalten werden können. Eine solche Trocknungsvorrichtung
ist beispielsweise aus der
EP 1 054 094 A1 bekannt.
[0005] DE 19 913 938 offenbart eine Trocknungseinrichtung gemäß den Oberbegriff von Anspruch 1.
[0006] Die bekannte Trocknungseinrichtung umfasst eine axial in mehrere Innentrommelkammern,
nämlich eine Aufheizkammer, eine Trocknungskammer und eine Abkühlkammer, unterteilte
Innentrommel. Die Innentrommel ist aus zwei aneinandergesetzten Halbschalen gebildet,
von denen eine erste Halbschale zur Förderung der Wäscheposten gegenüber der zweiten
Halbschale um eine Kammerbreite in Axialrichtung verschiebbar ist. Die Axialverschiebung
der ersten Halbschale erfolgt, vorzugsweise in einer Ruhestellung, wenn sich diese
bezüglich der Innentrommelrotation in deren unteren Totpunkt befindet, und somit die
aufgrund der Schwerkraft nach unten gezogene Wäsche aufnimmt. Nach erfolgter Axialverschiebung
wird die Innentrommel um 180° verdreht, so dass die Wäsche um eine Innentrommelkammer
versetzt in die stationäre zweite Halbschale zurückfällt. Dabei wird gleichzeitig
der vorher in der in Wäscheförderrichtung letzten Innentrommelkammer aufgenommene
Wäscheposten aus der Innentrommel ausgeworfen, und eine neuer zu trocknender Wäscheposten
in die offenstehende, in Wäscheförderrichtung erste Innentrommelkammer eingebracht.
Nach axialer Zurückversetzung der ersten Halbschale wird eine neuer Vorgangszyklus
in Gang gesetzt.
[0007] Die bekannte Trocknungseinrichtung ist zur besseren Wärmeausnutzung mit einer nach
einem Gegenstromprinzip arbeitenden Luftführung ausgestattet, in welche die Innentrommelkammern
entgegen der Wäscheförderrichtung eingebunden sind. Der Trocknungsluftstrom durchströmt
somit zuerst die Abkühlkammer, wo die kalte Trocknungsluft durch die Restwärme des
dort aufgenommenen Wäschepostens vorgewärmt wird. Die Trocknungsluft wird anschließend
auf eine Trocknungstemperatur aufgeheizt, und durchströmt die Trocknungskammer und
danach die Aufheizkammer. Zur weiteren Verbesserung der Energiebilanz wird bei jeder
Innentrommelkammer ein Teil der Trocknungsluft in einer Zirkulationsströmung mehrfach
durch die entsprechende Innentrommelkammer geleitet. Außerdem wird die Restwärme der
aus der Abkühlkammer abströmenden Abluft über einen Wärmetauscher zurückgewonnen.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Trocknungseinrichtung der eingangs
genannten Art bezüglich des für den Trocknungsprozess aufzubringenden Zeit- und Energieaufwands
zu verbessern. Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, ein zum Betrieb
einer solchen Trocknungseinrichtung besonders geeignetes Verfahren anzugeben.
[0009] Bezüglich der Trocknungseinrichtung wird die Aufgabe erfindungsgemäß gelöst durch
die Merkmale des Anspruchs 1. Bezüglich des Verfahrens wird die Aufgabe erfindungsgemäß
gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 10. Danach ist mindestens ein Sensor vorgesehen,
der fortlaufend zur Bestimmung der Restfeuchte eines Wäschepostens relevante Messgrößen
aufnimmt und an eine zur Steuerung des Trocknungsprozesses vorgesehene Regeleinheit
übermittelt. Anhand der aufgenommenen Messgrößen wird fortlaufend die Restfeuchte
des Wäschepostens ermittelt und mit einem Sollwert verglichen, wobei anhand des Vergleichsresultats
die Beheizung des Trocknungsluftstroms und/oder die Dauer des Trocknungsprozesses
geregelt wird.
[0010] Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass für die Trocknung von verschiedenen
Wäscheposten jeweils ein unterschiedlicher Zeit- und Energieaufwand erforderlich ist,
zumal sich Wäscheposten durch ihr Gewicht und ihre Textilbeschaffenheit erheblich
unterscheiden können. Um zu verhindern, dass ein besonders großer oder schwer trocknender
Wäscheposten nur unzureichend getrocknet wird, ist bei einem herkömmlichen gleichförmigen
Trocknungsprozess die Trocknungstemperatur und Trocknungsdauer stets auf den Maximalbedarf
hin ausgerichtet. Dies führt zwangsläufig zu einer Übertrocknung der mitbeförderten
kleinen oder leicht trocknenden Wäscheposten und somit zu unnötigem Energieund Zeitverbrauch.
Die Grundidee der Erfindung besteht darin, die Trocknungszeit und die aufgebrachte
Energie weitestmöglich an den Bedarf jedes einzelnen Wäschepostens anzupassen. Dazu
ist eine Ansteuerung des Heizregisters in Abhängigkeit von aktuell ermittelten, den
Wäscheposten zugeordneten Ist-Werten vorgesehen. Als besonders vorteilhafte Regelgröße
zur Bedarfsermittlung zieht sie dabei die Restfeuchte eines zu trocknenden Wäschepostens
heran.
[0011] Als zur Bestimmung der Restfeuchte relevante Daten werden bevorzugt die Temperatur
und/oder die Luftfeuchtigkeit im Trocknungsluftstrom herangezogen. Geeignete Sensoren
sind zweckmäßigerweise entweder an der Innenseite des Gehäusemantels oder in einem
Luftabführkanal der Luftführung angeordnet. Eine besonders präzise Bestimmung der
Restfeuchte des Wäschepostens wird dadurch ermöglicht, dass die Luftfeuchtigkeit und/oder
die Temperatur der vom Wäscheposten abgeführten Trocknungsluft mit der Luftfeuchtigkeit
bzw. der Temperatur der dem Wäscheposten zugeführten Trocknungsluft verglichen wird,
insbesondere durch Ermittlung der Temperaturdifferenz. Auf diese Weise kann gezielt
die Feuchtigkeitsaufnahme des Trocknungsluftstroms und dessen Temperaturveränderung
ermittelt werden. Zur Steuerung des Trocknungssprozesses wirkt die Regeleinheit zweckmäßigerweise
ansteuernd auf das in der Luftführung angeordnete Heizregister sowie den Bewegungsantrieb
der Innentrommel.
[0012] Die bedarfsangepasste Regelung der Trockenleistung ist bereits vorteilhaft bei einer
einfachen Einkammer-Maschine anzuwenden. Die Vorteile dieser Regelung treten aber
in besonderem Maße in Erscheinung bei einer Trocknungseinrichtung, bei welcher zur
Ermöglichung eines rationalisierten, insbesondere fließbandartigen, Ablaufs des Trocknungsprozesses
die Innentrommel in mindestens zwei axial aufeinanderfolgende Innentrommelkammern
zur Aufnahme jeweils eines Wäsche-postens unterteilt ist. In bevorzugter Ausführung
sind hierbei drei Innentrommelkammern vorgesehen, wobei in einer in Wäscheförderrichtung
gesehen ersten Innentrommelkammer der Wäscheposten durch heiße Trocknungsluft aufgeheizt
wird, in einer in Wäscheförderrichtung anschließenden Innentrommelkammer der eigentliche
Trocknungsvorgang bei hoher Trocknungstemperatur stattfindet und in der dritten Innentrommelkammer
die Wäsche durch kalte Trocknungsluft abgekühlt wird. Zur Erzielung eines besonders
großen Wäschedurchsatzes wird zweckmäßigerweise in jeder Innentrommelkammer je ein
Wäscheposten zeitgleich aufgeheizt, getrocknet oder abgekühlt, wobei nach Beendigung
des gemeinsamen Vorgangszyklus sich eine Beförderungsphase anschließt, in welcher
die Wäscheposten fließbandartig in die in Wäscheförderrichtung nächstfolgende Innentrommelkammer
befördert werden. Zur Einstellung der für jede Innentrommelkammer verschiedenen Arbeitsbedingungen
ist die Luftführung zweckmäßigerweise derart ausgebildet, dass zu jeder Innentrommelkammer
ein korrespondierender Luftzuführkanal und ein korrespondierender Luftabführkanal
vorgesehen sind, so dass in jeder Innentrommelkammer ein separater Kammerluftstrom
anregbar ist.
[0013] Um mit konstruktiv einfachen Mitteln die Beförderung eines Wäschepostens aus einer
Innentrommelkammer in eine in Wäscheförderrichtung nächstfolgende Innentrommelkammer
zu bewerkstelligen, ist eine aus zwei Halbschalen gebildete Innentrommel vorgesehen,
wobei zur Bildung der Innentrommelkammern jede Halbschale mindestens eine den Innenraum
in Axialrichtung in mindestens zwei Abteile aufteilende Trennwand aufweist. Die Halbschalen
sind zueinander etwa spiegelbildlich ausgebildet, so dass korrespondierende Trennwände
der beiden Halbschalen in einer Gegenüberstellung fluchtend aneinander angrenzen,
und so gegenüberliegende Abteile der beiden Halbschalen zusammen jeweils eine abgeschlossene
Innentrommelkammer bilden. Zur Förderung eines Wäschepostens ist eine Halbschale gegenüber
der anderen Halbschale in Axialrichtung verschiebbar. Die Förderung des Wäschepostens
erfolgt hierbei auf konstruktiv besonders einfache Weise nach dem oben beschriebenen,
aus der
EP 1 054 094 A1 an sich bekannten Verfahren.
[0014] In Energie sparender Weise sind die Innentrommelkammern vorteilhafterweise nach einem
Gegenluftstromprinzip in die Luftführung eingebunden. Dabei durchströmt der kalte
Trocknungsluftstrom zunächst die Abkühlkammer, d.h. die in Wäscheförderrichtung letzte
Innentrommelkammer, und wird dabei durch die Restwärme des dort aufgenommenen Wäschepostens
vorgewärmt. Der vorgewärmte Trocknungsluftstrom wird anschließend mittels eines Heizregisters
auf eine Trocknungstemperatur aufgeheizt und aufeinander folgend durch die Trocknungskammer
und die Aufheizkammer geleitet. Zur weiteren Verbesserung der Energiebilanz ist der
jeder Innentrommelkammer zugeordnete Luftabführkanal mit dem korrespondierenden Luftzuführkanal
verbunden, so dass ein Teil des Trocknungsluftstroms als Zirkulationsstrom mehrfach
durch die Innentrommelkammer geleitet werden kann. Durch die Rückleitung der Trocknungsluft
wird insbesondere deren Feuchtigkeitsaufnahmefähigkeit besonders gut ausgenützt, wobei
nur ein vergleichsweise geringes Luftvolumen aufgeheizt werden muss. Zudem wird dadurch
dem Umstand Rechnung getragen, dass der zur Auflockerung der Wäsche erforderliche
Luftstrom deutlich höher ist als der zur Feuchteabführung erforderliche Luftstrom.
[0015] In einer besonders einfachen Variante zur Anpassung der Energiezufuhr wird die Beheizung
des die Trockenkammer durchströmenden Kammerluftstroms eingestellt, sobald die Restfeuchte
des in der Trockenkammer aufgenommenen Wäschepostens den Sollwert unterschreitet.
Dies führt insbesondere dann zu einer Energieersparnis, wenn bei einem kleinen zu
trocknenden Wäscheposten der Volltrockenzustand schon vor dem Ende des Vorgangszyklus
erreicht wird. Nach Abschaltung des Heizregisters wird die Trockenkammer nur noch
von gemäßigt warmer Trocknungsluft durchströmt, wodurch eine Übertrocknung des Wäschepostens
wirksam vermieden ist.
[0016] In einem vorteilhaften alternativen Regelmechanismus wird die Heizleistung des Heizregisters
während des gesamten Vorgangszyklus derart geregelt, dass der Trocknungsvorgang hinsichtlich
seiner Dauer dem Abkühlvorgang angeglichen wird. Mit anderen Worten wird die Beheizung
des die Trockenkammer durchströmenden Kammerluftstroms derart geregelt, dass die Restfeuchte
des in der Trockenkammer aufgenommenen Wäschepostens den Sollwert etwa zu dem Zeitpunkt
erreicht, zu welchem die Temperatur des in der Abkühlkammer aufgenommenen Wäschepostens
die Grenztemperatur erreicht. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass eine
Übertrocknung und damit verbundene Wäschebeschädigung des zu trocknenden Wäschepostens
und damit ein erhöhter Energieaufwand vorausschauend vermieden wird, wobei gleichzeitig
der Zeitaufwand für Trocknung und Abkühlung besonders gering gehalten ist.
[0017] Zur Erhöhung der Effizienz des Trocknungsprozesses wird der Vorgangszyklus bevorzugt
abgebrochen, sobald die Restfeuchte des in der Trockenkammer aufgenommenen Wäschepostens
den Sollwert unterschritten hat und die Temperatur des in der Abkühlkammer aufgenommenen
Wäschepostens die Grenztemperatur unterschritten hat.
[0018] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher
erläutert. Darin zeigen
- Fig. 1
- in einem schematischen Querschnitt eine Trocknungseinrichtung mit einer drehbar gelagerten,
zwei Halbschalen umfassenden Innentrommel,
- Fig. 2
- in einem schematischen Längsschnitt die Trocknungseinrichtung gemäß Fig. 1 in Gegenüberstellung
der beiden Halbschalen,
- Fig. 3
- in einer Darstellung gemäß Fig. 2 die Trocknungseinrichtung mit zueinander versetzten
Halbschalen,
- Fig. 4
- in einem schematischen Querschnitt die Trocknungseinrichtung gemäß Fig. 3 in um ca.
135° gedrehter Stellung der Innentrommel,
- Fig. 5
- in einer Darstellung gemäß Fig. 3 die Trocknungseinrichtung in um 180° gedrehter Stellung
der Innentrommel,
- Fig. 6
- die Trocknungseinrichtung gemäß Fig. 5 wiederum in Gegenüberstellung der Halbschalen,
- Fig. 7
- in einem Längschnitt eine schematische Darstellung der Luftführung der Trocknungseinrichtung
und
- Fig. 8
- eine Variante der Luftführung gemäß Fig. 7 in einer einem Fließdiagramm ähnlichen
Darstellung mit in Querschnitten Vlla-Vllc gemäß Fig. 7 dargestellten Innentrommelkammern.
[0019] Entsprechende Teile sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0020] Kern der Trocknungseinrichtung ist eine Innentrommel 1. Sie ist durch zwei sich über
jeweils etwa den halben Trommelumfang erstreckende, eigenständige Halbschalen 2,3
gebildet. Die Halbschalen 2,3 weisen dabei jeweils die Umrissform eines in seiner
Längsrichtung etwa halbierten Rohrabschnittes mit verhältnismäßig großem Rohrdurchmesser
auf, wobei die Stirnseiten der beiden Rohrabschnitthälften jeweils durch rechtwinklig
zur Trommeldrehachse 9 verlaufende Stirnwände 4,5 bzw. 6,7 verschlossen und wobei
der Rohrmantel bzw. die beiden den Halbschalen 2,3 zugeordneten Rohr-Halbschalen mit
schematisch dargestellten Löchern 8 zur Durchströmung der Innentrommel 1 mit Trocknungsluft
versehen sind. Die lotrecht zur Zeichnungsebene von Fig. 1 verlaufende Trommeldrehachse
9 tritt innerhalb der Innentrommel 1 bzw. innerhalb ihrer Hälften 2,3 nicht körperlich
in Erscheinung und ist lediglich als imaginäre Linie vorhanden. Die Innentrommel 1
ist an ihrem Außenumfang zwischen Stützrollen 10 innerhalb einer als stationärer Gehäusemantel
dienenden Außentrommel 11 drehbar gelagert.
[0021] Die Halbschalen 2,3 sind durch einen nicht dargestellten, nur auf eine der beiden
Halbschalen - hier die Halbschale 2 - einwirkenden Verschiebeantrieb axial bezüglich
der Trommeldrehachse 9 relativ zueinander verschiebbar. Die axiale Verschiebbarkeit
der Halbschale 2 ist in den Fig. 2 ,3 ,5 und 6 durch einen Doppelrichtungspfeil symbolisch
kenntlich gemacht. Der Innenraum einer jeden Halbschale 2,3 ist zwischen deren Stirnwänden
4,5 bzw. 6,7 den mittels radialer Trennwände 21,22 bzw. 23,24 in drei Abteile 12-14
(Halbschale 2) bzw. 15-17 (Halbschale 3) von gleicher Abteilgröße aufgeteilt. Die
Abteile 12-14 bzw. 15-17 liegen in Richtung der Trommeldrehachse 9 nebeneinander.
In der in den Fig. 2 und Fig. 6 dargestellten fluchtenden Gegenüberstellung zwischen
den beiden Halbschalen 2,3 bilden die einander diametral gegenüberliegenden Abteile
12 und 15, 13 und16 sowie 14 und 17 der Halbschalen 2,3 gemeinsam jeweils eine Innentrommelkammer
18 bzw. 19 bzw. 20. In der in den Figuren 2 und 6 dargestellten Gegenüberstellung
der Halbschalen 2 und 3 werden die eigentlichen Trocknungsvorgänge vollzogen, während
deren die Innentrommel 1 rotiert wird, um die in der Innentrommel 1 aufgenommene Wäsche
gleichmäßig dem Trocknungsluftstrom auszusetzen.
[0022] Das Beladen der Trocknungsvorrichtung mit einzelnen Wäscheposten 25 und deren Beförderung
zwischen den voneinander getrennten Innentrommelkammern 18,19 und 20 sowie das Entladen
eines getrockneten Wäschepostens 25 wird nachstehend detailliert anhand der Fig. 3-5
beschrieben:
Die Beschickung der Trocknungseinrichtung mit einem Wäscheposten 25 erfolgt gemäß
der Wäscheförderrichtung 26 an der der Innentrommelkammer 18 angrenzenden Beschickungsseite
27. Der Auswurf der trockenen Wäsche erfolgt entsprechend an der an die Innentrommelkammer
20 angrenzenden Auswurfseite 28.
[0023] Zur Beschickung wie zum Auswurf von Wäscheposten 25 wird die Halbschale 2 gegenüber
der Halbschale 3 gemäß Fig. 3 axial in Wäscheförderrichtung 26 um eine Abteilbreite
verschoben. Die zum Beschicken in ihrer unteren Totpunktstellung befindliche, axialfeste
Halbschale 3 steht mit ihrem der Beschickungsseite 27 zugewandten Abteil 15 über die
Stirnwand 6 der in oberer Totpunktstellung befindlichen, verschobenen Halbschale 2
hinaus (Fig. 5). Dadurch ist das Abteil 15 der Halbschale 3 von oben her frei zugänglich,
so dass eine beim Ausführungsbeispiel als Förderband 29 ausgebildete Beschickungseinrichtung
ungehindert in den von der stationären Außentrommel 11 umgebenen Raum oberhalb des
Abteils 15 der Halbschale 3 hineinfahren und einen Wäscheposten 25 abgeben kann. Dieser
fällt von oben in Pfeilrichtung 30 in das Abteil 15 hinein. Dieser Wäscheposten 25
liegt in Form eines entwässerten Presskuchens vor, wie er aus einer Entwässerungspresse
auf das Förderband 29 gegeben wird.
[0024] Nach erfolgter Beschickung wird die obere Halbschale 2 gemäß Fig. 6 in vollständige
Gegenüberstellung gegenüber der Halbschale 3 zurückgefahren, wodurch die nunmehr wieder
geschlossene Innentrommel 1 vollständig innerhalb ihrer Ummantelung durch die Außentrommel
11 einliegt.
[0025] Innerhalb der, in Wäscheförderrichtung 26 gesehen, ersten Innentrommelkammer 18,
die nachfolgend auch als Aufheizkammer 18 bezeichnet ist, erfolgt unter Rotation der
Innentrommel 1 im Trocknungsluftstrom L das Aufschütteln und die Aufheizung des einliegenden
Wäschepostens 25. Die mittlere, mit einem weiteren Wäscheposten 25 gefüllte Innentrommelkammer
19 oder Trocknungskammer 19 dient dem eigentlichen Trocknungsvorgang bei einer Trockentemperatur
bis etwa 150°C. In der der Auswurfseite 28 zugewandten, auch als Abkühlkammer 20 bezeichneten
Innentrommelkammer 20 vollzieht sich die Abkühlung getrockneter Wäscheposten 25 durch
kalte Trocknungsluft auf oder unter eine Grenztemperatur, die keine Gefahr mehr für
eine manuelle Handhabung der Wäsche darstellt. Bei rotierender Innentrommel 1 erfolgen
in deren nebeneinander liegenden Innentrommelkammern 18-20 der mit dem anfänglichen
Auflockern der Wäsche verbundene Aufheizvorgang, der Trocknungsvorgang und der Abkühlvorgang
mehrerer Wäscheposten 25 zeitgleich.
[0026] Zur Entnahme eines getrockneten und abgekühlten Wäschepostens 25 wird der Drehantrieb
der Innentrommel 1 in unterer Totpunktstellung der axial verschiebbaren Halbschale
2 angehalten (Fig. 2). Danach wird zunächst die Halbschale 2 in Wäscheförderrichtung
26 gegenüber der Halbschale 3 vorverschoben. Infolge des Versatzes der Halbschalen
2,3 liegen die Abteile 12 und 13 der Halbschale 2 nunmehr den Abteilen 16 und 17 der
Halbschale 3 diametral gegenüber. Das an die Auswurfseite 28 angrenzende Abteil 14
der Halbschale 2 steht nach oben offen über die Stirnwand 7 der Halbschale 3 hinaus
(Fig. 3). Unter Beibehaltung dieser Offenstellung wird die Innentrommel 1 sodann um
einen Halbdrehung entsprechend der Drehrichtung 31 gedreht. Damit gleichbedeutend
ist die Überführung der axial verschiebbaren Halbschale 2 in eine gegenüber der anderen
Halbschale 3 oben liegende Position, wie sie in Fig. 5 dargestellt ist. Fig. 4 kennzeichnet
eine Zwischenposition zwischen den Drehstellungen gemäß Fig. 3 (Ausgangsstellung)
und Fig. 5 (Endstellung) des Auswurfvorganges. Beim Hochschwenken der axial verschobenen
Halbschale 2 fährt gleichzeitig eine Auffangvorrichtung 32 in den nunmehr freigegebenen
Raum unterhalb des Abteils 14 hinein. Die Auffangvorrichtung ist nach Art einer Aufnahmeschale
wirksam, in welche der getrocknete Wäscheposten 25 aus dem hochgeschwenkten Abteil
14 in Pfeilrichtung 33 nach unten hineinfällt (Fig. 4). Die Auffangvorrichtung 32
ist zweckmäßigerweise mit einer Fördereinrichtung verbunden, die die trockene Wäsche
einer nächsten Bearbeitungsstation zuführt (nicht dargestellt). Die in Fig. 5 dargestellte
Auswurf-Endstellung ist gleichzeitig die Beschickungsstellung für die Neubeschickung
des Abteils 15. Bei der durch die Abfolge der Figuren 3 bis 5 beschriebenen Halbdrehung
der Innentrommel 1 fällt weiterhin je ein Wäscheposten aus Abteil 12 in Abteil 16,
sowie aus Abteil 13 in Abteil 17. Nach der Rückverschiebung der Halbschale 2 entsprechend
dem Ablauf der Figuren 5 und 6 befindet sich somit der vorher in der Aufheizkammer
18 aufgenommene Wäscheposten 25 nunmehr in der Trocknungskammer 19, und ebenso der
vorher in der Trocknungskammer 19 aufgenommene Wäscheposten 25 nunmehr in der Abkühlkammer
20.
[0027] Durch die Trocknungseinrichtung ist es möglich, den Trocknungsprozess in mehrere
räumlich getrennte Einzelschritte aufzuteilen, die schrittweise in Wäscheförderrichtung
26 nebeneinander vollzogen werden. Dadurch ist es nicht notwendig, die Innentrommel
1 oder Bereiche davon wechselnd aufzuheizen und wieder abzukühlen. Beim Ausführungsbeispiel
sind in derselben Innentrommel nebeneinander drei Innentrommelkammern 18-20 angeordnet.
Grundsätzlich ist es aber bereits gegenüber einer Einkammer-Maschine vorteilhaft sein,
mit nur zwei nebeneinander angeordneten Innentrommelkammern 18,19 zu arbeiten. Es
ist aber auch durchaus vorstellbar, anstelle der im Ausführungsbeispiel in Normalstellung
insgesamt vorhandenen drei nebeneinander gemeinsam die Innentrommel 1 bildenden Innentrommelkammern
18-20 mehr als drei Innentrommelkammern nebeneinander vorzusehen und dadurch den Trocknungsvorgang
von der Beschickungsseite 27 bis zur Auswurfseite 28 in mehr als drei Einzelschritten
vorzunehmen.
[0028] Eine Luftführung 34 innerhalb der Trockeneinrichtung macht eine besondere Energieeinsparung
möglich. Sie ist insbesondere in der in den Fig. 2 und 6 sowie 7 und 8 dargestellten
Gegenüberstellung der Innentrommel 1 wirksam, also außerhalb der Beförderungsphase,
und wird anhand der Fig. 7 und 8 näher beschrieben.
[0029] Die Luftführung 34, d.h. die gesamte Leitungseinrichtung für die Trocknungsluft,
ist derart ausgebildet, dass jede Innentrommelkammer 18,19,20 separat von einem Kammerluftstrom
L1,L2,L3 durchströmt wird. Die Kammerluftströme L1 bis L3 sind Teilstrecken eines
als Gegenluftstrom konzipierten Trocknungsluftstroms L. Dies bedeuted, dass der Trocknungsluftstrom
L alle Innentrommelkammern 18 bis 20 in zur Wäscheförderrichtung 26 umgekehrter Reihenfolge
durchströmt. Der Trocknungsluftstrom L wird als Frischluft 35 der Umgebungsluft entnommen
und durchströmt also als Kammerluftstrom L1 zuerst die Abkühlkammer 20, als Kammerluftstrom
L2 danach die Trocknungskammer 19 und schließlich als Kammerluftstrom L3 die Aufheizkammer
18, bevor der Trocknungsluft mittels eines Wärmetauschers 36 die ihr innewohnende
Wärme entzogen und sie anschließend als Abluft 37 wieder der Umgebungsluft bzw. Außenatmosphäre
zugeführt wird.
[0030] Der Kammerluftstrom L1-L3 tritt jeweils aus einem an die Außentrommel 11 herangeführten
Luftzuführkanal 38a-c (einander entsprechende Teile sind nachfolgend entsprechend
ihrer Zugehörigkeit zu den Teilfiguren 8a bis 8c durch Kleinbuchstaben spezifiziert)
durch den gelochten Mantel der Innentrommel 1 in die zugehörige Innentrommelkammer
18-20 ein und durchströmt die Innentrommelkammer 18-20 im Wesentlichen radial. Der
Kammerluftstrom L1-L3 wird durch einen etwa entgegengesetzt zum Luftzuführkanal 38a-c
in die Außentrommel 11 mündenden Luftabführkanal 39a-c aus der Innentrommelkammer
18-20 abgesaugt und durchläuft einen in den jeweiligen Luftabführkanal 39a-c geschalteten
Filter 40a-c und einen den Trocknungsluftstrom L beschleunigenden Ventilator 41 a-c.
[0031] Aus jedem Luftabführkanal 39a-c zweigt an einer auf der Druckseite des Ventilators
41 a-c angeordneten Leitungsteilung 42a-c ein endseitig mit dem korrespondierenden
Luftzuführkanal 38a-c verbundener Zirkulationskanal 43a-c ab, über welchen ein Teil
des abgeführten Kammerluftstroms L1-L3 als Zirkulationsstrom Z1-Z3 in die zugehörige
Innentrommelkammer 18-20 zurückgeleitet werden kann. Mittels jeweils eines Paars von
Klappen oder Stellgliedern 44a-c in jedem Zirkulationskanal 43a-c bzw. stromab der
Leitungsteilung 42a-c im Luftabführkanal 39a-c wird gesteuert, welcher Anteil der
Kammerluftstroms L1-L3 als Zirkulationsstrom Z1-Z3 in die selbe Innentrommelkammer
18-20 zurückgeführt wird. Dieser zurückgeführte Anteil beträgt im Durchschnitt etwa
60% des jeweiligen Kammerluftstroms L1-L3, kann aber für jede Innentrommelkammer 18-20
separat bedarfsangepasst variiert werden. Der Restanteil von durchschnittlich 40%
des Kammerluftstroms L1-L3 wird in den in Luftströmungsrichtung nächstfolgenden Luftzuführkanal
38a-b eingespeist oder, ausgehend vom in Luftströmungsrichtung letzten Luftabführkanal
39a als Abluft 37 an die Umgebung abgegeben.
[0032] Der Trocknungsluftstrom L nimmt also ausgehend von der Umgebungs- oder Frischluft
35 den folgenden Verlauf: Die Frischluft 35 wird, vermischt mit dem durch den Zirkulationskanal
43c rückströmenden Zirkulationsstrom Z1 durch den Luftzuführkanal 38c der Abkühlkammer
20 zugeführt, wo durch Wärmeaustausch des vergleichsweise kühlen Kammerluftstroms
L1 mit dem in der Abkühlkammer 20 aufgenommenen Wäscheposten 25 einerseits die Wäsche
abgekühlt, und andererseits die Trocknungsluft auf eine Temperatur zwischen ca. 30°C
und 80°C vorgewärmt wird. Der durch den Luftabführkanal 39c abgesaugte Kammerluftstrom
L1 wird nach Filterung zu Teilen durch den Zirkulationskanal 43c in die Abkühlkammer
20 zurückgeführt.
[0033] Der restliche Teil des Kammerluftstroms L1 wird in einem Wärmetauscher 45 weiter
auf etwa 80°C vorgewärmt und mit dem durch den Zirkulationskanal 43b rückströmenden
Zirkulationsstrom Z2 zur Bildung des Kammerluftstroms L2 vermischt. Je nach dem Volumenanteil
der zugemischten Zirkulationsluft variieren die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit
des durch den Luftzuführkanal 38b der Trocknungskammer 19 zugeleiteten Kammerluftstroms
L2, zumal der rückströmende Zirkulationsstrom Z2 im Allgemeinen heißer und feuchter
ist als die aus der Abkühlkammer 20 zugeleitete Trocknungsluft. Der Kammerluftstrom
L2 wird zusätzlich durch ein im Luftzuführkanal 38b angeordnetes Heizregister 46b
auf eine Trocknungstemperatur von bis zu 150°C aufgeheizt. Die Eigenschaften des Kammerluftstroms
L2 hinsichtlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit, und somit die Trocknungsintensität,
können also durch Regelung des Zumischungsverhältnisses von Zirkulationsluft und Regelung
der Heizleistung des Heizregisters 46b gezielt eingestellt werden.
[0034] Der durch den Luftabführkanal 39b aus der Trocknungskammer 19 abgesaugte und wiederum
gefilterte Kammerluftstrom L2 wird wiederum zu Teilen durch den Zirkulationskanal
43b in die Trocknungskammer 19 zurückgeführt. Der restliche Teil des Kammerluftstroms
L2 wird mit dem durch den Zirkulationskanal 43a rückströmenden Zirkulationsstrom Z3
zur Bildung des Kammerluftstroms L3 vermischt und über den Luftzuführkanal 38a der
Aufheizkammer 18 zugeleitet. Mittel eines im Luftzuführkanal 38a angeordneten zweiten
Heizregisters 46a wird der Kammerluftstrom L3 vorher wiederum auf eine Temperatur
bis zu 150°C aufgeheizt. Der durch den Luftabführkanal 39a aus der Aufheizkammer 18
abgesaugte Kammerluftstrom L3 wird nach Filterung zu Teilen durch den Zirkulationskanal
43a in die Aufheizkammer 18 zurückgeführt. Der restliche Teil des Kammerluftstroms
L3 wird durch einem zusätzlichen Filter 47 geleitet, von einem nur im Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 8 dargestellten Ventilator 48 beschleunigt und dem Wärmetauscher 36 zugeführt.
Die durch den Wärmetauscher 36 entzogene Wärme wird zur Vorheizung des Trocknungsluftstroms
L zum Wärmetauscher 45 rückgeführt.
[0035] Die in den Fig. 7 und 8 gezeigten Ausführungsbeispiele der Trocknungseinrichtung
unterscheiden sich darin, dass gemäß Fig. 8 der einer stromauf angeordneten Innentrommelkammer
19,20 zugeordnete Luftabführkanal 39b-c direkt in den stromabwärts nächstfolgenden
Luftzuführkanal 39a-b mündet, während gemäß Fig. 7 der einer stromauf angeordneten
Innentrommelkammer 19,20 zugeordnete Luftabführkanal 39b-c zunächst in den stromabwärts
nächstfolgenden Luftabführkanal 38a-b mündet, und erst über den darin angeordneten
Ventilator 41 a-b und den abzweigenden Zirkulationskanal 43a-b in den Luftzuführkanal
38a-b übergeht.
[0036] Den Heizregistern 46a-b wird Wärme bevorzugt durch Fremddampf 49 zugeführt, wie er
in industriell betriebenen Wäschereien üblicherweise zu Aufheizzwecken insbesondere
für das Waschwasser vorhanden ist. Die in den Heizregistern 46a-b umgesetzte Wärme
beinhaltet den Großteil der Energiemenge, die der Trocknungseinrichtung zuzuführen
ist. Die zum Antrieb und zur Steuerung der Trocknungseinrichtung nötige elektrische
Energie ist demgegenüber gering. Eine besonders zweckmäßige Methode zur Energieeinsparung
besteht deshalb darin, die Beheizung der Heizregister bedarfsgerecht anzupassen.
[0037] Zur Bedarfsermittlung ist die Trocknungseinrichtung gemäß der Fig. 7 und 8 mit einem
im Luftabführkanal 39b angeordneten Sensor 50 ausgestattet, der fortlaufend die Luftfeuchtigkeit
und, optional, die Temperatur der aus der Trocknungskammer 19 ausströmenden Trocknungsluft
misst. Ein im Luftzuführkanal 38b angeordneter weiterer Sensor 51 misst die Luftfeuchtigkeit
und, optional, die Temperatur der in die Trocknungskammer 19 einströmenden Trocknungsluft.
Ein im Luftabführkanal 39c angeordneter dritter Sensor 52 misst die Temperatur der
aus der Abkühlkammer 20 ausströmenden Trocknungsluft. Weitere nicht näher dargestellte
Sensoren sind optional in gleicher Weise dem Luftzuführkanal 38a und Luftabführkanal
39a, und somit der Aufheizkammer 18, zugeordnet.
[0038] Die Sensoren 50-52 führen die aufgenommenen Messwerte über eine schematisch dargestellte
Datenleitung 53 einer bevorzugt als programmgesteuerter Rechner ausgeführten Regeleinheit
54 zu. Die Regeleinheit 54 steuert wiederum über eine schematisch und vereinfacht
dargestellte Steuerleitung 55 die Heizregister 46a-b, die Ventile 44a-c sowie einen
nur angedeuteten Innentrommelantrieb 56 für die Rotation und Axialverschiebung der
Innentrommel 1 an. Die Heizregister 46a-b sind bevorzugt kontinuierlich oder in mehreren
Schritten zwischen einer Maximalheizleistung und Nullleistung einstellbar. Ebenso
sind die Ventile 44a-c bevorzugt kontinuierlich oder in mehreren Schritten auf- und
zuregelbar.
[0039] Von der Regeleinheit werden insbesondere zwei Grundbedingungen überwacht. Zum einen
muss die Wäsche am Ende des Trocknungsvorgangs einen Volltrocknungszustand erreicht
haben oder, anders ausgedrückt, die Restfeuchte des in der Trocknungskammer 19 aufgenommenen
Wäschepostens 25 muss einen vorgegebenen Sollwert erreicht oder unterschritten haben.
Zum Anderen muss die Temperatur des in der Abkühlkammer 20 aufgenommenen Wäschepostens
25 die für die weitere Handhabung ungefährliche Grenztemperatur erreicht oder unterschritten
haben.
[0040] Zur Ermittlung der Restfeuchte des in der Trocknungskammer 19 aufgenommenen Wäschepostens
25 errechnet die Regeleinheit 54 durch Vergleich der von den Sensoren 50 und 51 angezeigten
Luftfeuchtigkeitswerte die Feuchtigkeitsaufnahme sowie, falls vorliegend, durch Vergleich
der von den Sensoren 50 und 51 angezeigten Temperaturwerte die Temperaturänderung
des Kammerluftstroms L2 bei Durchströmung der Trocknungskammer 19. Aus der Feuchtigkeitsaufnahme
des Kammerluftstroms L2 errechnet die Regeleinheit 54 unter Zuhilfenahme einer hinterlegten
Eichkurve oder Modellfunktion die Restfeuchte des in der Trocknungskammer 19 aufgenommenen
Wäschepostens 25. Für eine verfeinerte Restfeuchtebestimmung zieht die Regeleinheit
54 optional die Temperatur oder Temperaturänderung des Kammerluftstroms L2 heran.
[0041] In analoger Weise schließt die Regeleinheit 54 aus dem vom Sensor 52 gemeldeten Temperaturwert
auf die Temperatur des in der Abkühlkammer 20 aufgenommenen Wäschepostens 25 zurück.
[0042] Sobald beide oben genannten Grundbedingungen erfüllt sind, bricht die Regeleinheit
54 durch entsprechende Ansteuerung des Innentrommelantriebs 56 und der Luftführung
34 den Vorgangszyklus ab und veranlasst die Förderung der Wäscheposten 25 (Fig. 3
bis 6). Die jeweilige Dauer aufeinanderfolgender Vorgangszyklen ist somit unterschiedlich
und auf den Bedarf der jeweils behandelten Wäscheposten 25 abgestimmt.
[0043] Zur Verhinderung einer Übertrocknung eines Wäschepostens 25 sind zwei alternative
Regelmechanismen vorgesehen. In einer ersten Variante wird das Heizregister 46b im
Normalbetrieb mit einer vergleichsweise starken Heizleistung betrieben. Die Heizleistung
ist beispielsweise derart geregelt, das im Sensor 51 eine konstante Trockentemperatur
gemessen wird. Wird nun die erste Grundbedingung zeitlich vor der zweiten erreicht,
ist also der in der Trocknungskammer 19 aufgenommene Wäscheposten 25 schon trocken,
bevor der in der Abkühlkammer 20 aufgenommene Wäscheposten hinreichend abgekühlt ist,
so schaltet die Regeleinheit 54 das Heizregister 46b ab, wodurch der Feuchtigkeitsaustrag
aus der Trocknungskammer 19 und der Energieverbrauch während der restlichen Trocknungsdauer
erniedrigt ist. Unterstützend ändert die Regeleinheit 54 optional die Stellung der
Ventile 44b, um den Feuchtigkeitsaustrag weiter zu reduzieren.
[0044] Gemäß einem alternativen Regelungsmechanismus wird die Zeit bis zur Erreichung des
Volltrocknungszustands gemäß der ersten Grundbedingung der Abkühlzeit gemäß der zweiten
Grundbedingung durch geeignete Einstellung der Heizleistung des Heizregisters 46b
einander angeglichen. Dies geschieht zweckmäßig dadurch, dass die Regeleinheit kontinuierlich
oder in Intervallen den zeitlichen Verlauf der Restfeuchte des in der Trocknungskammer
19 aufgenommenen Wäschepostens 25 aufnimmt, und unter Zuhilfenahme einer hinterlegten
Eichkurve oder Modellfunktion den voraussichtlichen Zeitpunkt der Erfüllung der ersten
Grundbedingung errechnet. Ebenso schätzt die Regeleinheit 54 aus dem zeitlichen Verlauf
der Temperatur des in der Abkühlkammer 20 aufgenommenen Wäschepostens 25 den Zeitpunkt
für die Erfüllung der zweiten Grundbedingung ab. Würde auf Basis dieser Abschätzung
die erste Grundbedingung vor der zweiten erreicht, so wird die Heizleistung des Heizregisters
46b entsprechend heruntergeregelt. Andernfalls wird die Heizleistung heraufgesetzt.
Der letztbeschriebene Regelmechanismus optimiert den Trocknungsprozess also bedarfsangepasst
im Hinblick auf die aufgewendete Heizleistung und die Dauer des Trocknungsvorgangs.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Innentrommel |
| 2,3 |
Halbschale |
| 4-7 |
Stirnwand |
| 8 |
Loch |
| 9 |
Trommeldrehachse |
| 10 |
Stützrollen |
| 11 |
Außentrommel |
| 12-17 |
Abteil |
| 18 |
Innentrommelkammer = Aufheizkammer |
| 19 |
Innentrommelkammer = Trocknungskammer |
| 20 |
Innentrommelkammer = Abkühlkammer |
| 21-24 |
Trennwand |
| 25 |
Wäscheposten |
| 26 |
Wäscheförderrichtung |
| 27 |
Beschickungsseite |
| 28 |
Auswurfseite |
| 29 |
Förderband |
| 30 |
Pfeilrichtung |
| 31 |
Drehrichtung |
| 32 |
Auffangvorrichtung |
| 33 |
Pfeilrichtung |
| 34 |
Luftführung |
| 35 |
Frischluft |
| 36 |
Wärmetauscher |
| 37 |
Abluft |
| 38a-c |
Luftzuführkanal |
| 39a-c |
Luftabführkanal |
| 40a-c |
Filter |
| 41a-c |
Ventilator |
| 42a-c |
Leitungsteilung |
| 43a-c |
Zirkulationskanal |
| 44a-c |
Stellglieder |
| 45 |
Wärmetauscher |
| 46a-b |
Heizregister |
| 47 |
Filter |
| 48 |
Ventilator |
| 49 |
Fremddampf |
| 50-52 |
Sensor |
| 53 |
Datenleitung |
| 54 |
Regeleinheit |
| 55 |
Steuerleitung |
| 56 |
Innentrommelantrieb |
| |
|
| L |
Trockenluftstrom |
| L1-L3 |
Kammerluftstrom |
| Z1-Z3 |
Zirkulationsluftstrom |
1. Trocknungseinrichtung für Wäsche mit einem stationären Gehäusemantel (11) und einer
darin drehbar gelagerten und umfangsseitig zum Luftdurchtritt gelochten Innentrommel
(1) zur Aufnahme von zu trocknender Wäsche sowie mit einer an den Gehäusemantel (11)
angeschlossenen, ein Heizregister (46a-b) beinhaltenden Luftführung (34) für die Zu-
und Abführung von Trocknungsluft, wobei die Innentrommel (1) mindestens zwei axial
aufeinanderfolgende Innentrommelkammern (18-20) zur Aufnahme jeweils eines Wäschepostens
(25) aufweist, und wobei die Luftführung (34) für jede Innentrommelkammer (18-20)
einen korrespondierenden Luftzuführkanal (38a-c) und einen korrespondierenden Luftabführkanal
(39a-c) umfasst, so dass jede Innentrommelkammer (18-20) von einem separaten Kammerluftstrom
(L1-L3) durchströmbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine dem Heizregister (46a-b) zugeordnete Regeleinheit (54) dateneingangsseitig mit
einem Sensor (50,51,52) zur Bestimmung der Restfeuchte des in einer als Trocknungskammer
(19) ausgeführten Innentrommelkammer (19) befindlichen Wäschepostens (25) und datenausgangsseitig
mit einem Innentrommelantrieb (56) verbunden ist, wobei die Regeleinheit (54) für
eine Ansteuerung des Innentrommelantriebs (56) derart ausgelegt ist, dass eine Weiterförderung
des Wäschepostens (25) aus der Trocknungskammer (19) heraus über den Innentrommelantrieb
(56) erst dann eingeleitet wird, wenn die Restfeuchte des Wäschepostens (25) unterhalb
eines vorgebbaren Grenzwerts liegt.
2. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sensor (50) als im Inneren des Gehäusemantels (11) und/oder in einem Luftabführkanal
(39a-c) angeordneter Luftfeuchtigkeitssensor ausgebildet ist.
3. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sensor (50,52) als im Inneren des Gehäusemantels (11) und/oder in einem Luftabführkanal
(39a-c) angeordneter Temperatursensor ausgebildet ist.
4. Trocknungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Innentrommel (1) aus zwei sich jeweils etwa über den halben Trommelumfang erstreckenden
Halbschalen (2,3) gebildet ist, wobei der Innenraum jeder Halbschale (2,3) durch mindestens
eine bezüglich der Halbschale (2,3) ortsfeste Trennwand (21-24) in mindestens zwei
axial bezüglich der Innentrommel (1) aufeinanderfolgende Abteile (12-17) derart aufgeteilt
ist, dass in fluchtender Gegenüberstellung der beiden Halbschalen (2,3) die jeweils
gegenüberstehenden Abteile (12,15;13,16;14,17) zusammen eine abgeschlossene Innentrommelkammer
(18-20) bilden.
5. Trocknungseinrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Förderung eines Wäschepostens (25) aus einer Innentrommelkammer (18,19) in die
in einer Wäscheförderrichtung (26) nächstfolgende Innentrommelkammer (19,20) eine
Halbschale (2) gegenüber der anderen Halbschale (3) axial verschiebbar ist.
6. Trocknungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch die Luftführung (34) die Innentrommelkammern (18-20) luftströmungsmäßig entgegen
der Wäscheförderrichtung (26) hintereinander geschaltet sind, so dass die Kammerluftströme
(L1-L3) Teile eines Gegenluftstroms (L) sind, der die in Wäscheförderrichtung (26)
letzte Innentrommelkammer (20) zuerst, und die in Wäscheförderrichtung (26) erste
Innentrom-melkammer (18) zuletzt durchströmt.
7. Trocknungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der jeder Innentrommelkammer (18-20) zugeordnete Luftabführkanal (39a-c) mit dem
korrespondierenden Luftzuführkanal (38a-c) durch einen Zirkulationskanal (43a-c) zur
Rückleitung von Trocknungsluft verbunden ist.
8. Verfahren zum Betrieb einer Trocknungseinrichtung für Wäsche nach einem der Ansprüche
1 bis 7, bei dem ein zu trocknender Wäscheposten (25) in einer als Trocknungskammer
(19) ausgeführten Innentrommelkammer (19) zur Feuchtigkeitsabfuhr einem Trocknungsluftstrom
(L) ausgesetzt wird, wobei fortlaufend die Restfeuchte des Wäschepostens (25) ermittelt
und mit einem Sollwert verglichen wird, wobei anhand des Vergleichsresultats die Beheizung
des Trocknungsluftstroms (L) und/oder die Dauer des Trocknungsprozesses geregelt wird,
und wobei eine Weiterförderung des Wäschepostens (25) aus der Trocknungskammer (19)
heraus erst dann freigegeben wird, wenn die ermittelte Restfeuchte des Wäschepostens
kleiner ist als der Sollwert.
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Restfeuchte des zu trocknenden Wäschepostens (25) anhand der Luftfeuchtigkeit
und/oder der Temperatur der vom Wäscheposten (25) abge-führten Trocknungsluft ermittelt
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Restfeuchte des Wäschepostens (25) durch Vergleich der Luftfeuchtigkeit und/oder
Temperatur der vom Wäscheposten (25) abgeführten Trocknungsluft mit der Luftfeuchtigkeit
bzw. Temperatur der dem Wäsche-posten zugeführten Trocknungsluft ermittelt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
gekennzeichnet durch
bezüglich eines Wäschepostens (25) zeitlich aufeinander folgend einen Aufheizvorgang,
in dem der Wäscheposten (25) durch Beströmung mit geheizter Trocknungsluft erwärmt wird, einen Trocknungsvorgang, in
dem der Wäscheposten (25) durch Beströmung mit geheizter Trocknungsluft getrocknet wird, und einen Abkühlvorgang,
in dem der Wäscheposten (25) durch Beströmung mit kalter Trocknungsluft unter eine Grenztemperatur abgekühlt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aufheizvorgang, der Trocknungsvorgang und der Abkühlvorgang zeitlich parallel
und räumlich getrennt voneinander in einer Aufheizkammer (18) bzw. einer Trocknungskammer
(19) bzw. einer Abkühlkammer (20) an mehreren Wäscheposten (25) durchgeführt werden,
und dass jeweils an einen für alle Vorgänge gemeinsamen Vorgangszyklus eine Beförderungs-phase
anschließt, in welcher die Wäscheposten (25) in die in Wäscheförderrichtung (26) nächstfolgende
Kammer (19,20) befördert werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beheizung des die Trocknungskammer (19) durchströmenden Kammerluftstroms (L2)
abgestellt wird, sobald die Restfeuchte des in der Trocknungskammer (19) befindlichen
Wäschepostens (25) den Sollwert unterschreitet.
14. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beheizung des die Trocknungskammer (19) durchströmenden Kammerluftstroms (L2)
derart geregelt wird, so dass die Restfeuchte des in der Trocknungskammer (19) aufgenommenen
Wäschepostens (25) den Sollwert etwa zu dem Zeitpunkt erreicht, zu welchem die Temperatur
des in der Abkühlkammer (20) aufgenommenen Wäschepostens (25) die Grenztemperatur
erreicht.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vorgangszyklus beendet wird, sobald die Restfeuchte des in der Trocknungskammer
(19) aufgenommenen Wäschepostens (25) den Sollwert erreicht oder unterschritten hat
und die Temperatur des in der Abkühlkammer (20) aufgenommenen Wäschepostens (25) die
Grenztemperatur erreicht oder unterschritten hat.
1. Drying device for laundry, comprising a stationary housing casing (11) and an inner
drum (1), which is rotatably mounted in said housing casing, is provided with holes
over the circumference thereof to allow air to pass through, and is intended for receiving
laundry to be dried, and comprising an air duct (34) that is connected to the housing
casing (11), contains a heating register (46a-b) and is intended for supplying and
removing drying air, the inner drum (1) comprising at least two inner drum chambers
(18-20) that are axially one behind the other and each receive a batch of laundry
(25), and the air duct (34) comprising a corresponding air supply channel (38a-c)
and a corresponding air removal channel (39a-c) for each inner drum chamber (18-20)
such that a separate chamber airflow (L1-L3) can flow through each inner drum chamber
(18-20),
characterised in that
a control unit (54) assigned to the heating register (46a-b) is connected to a sensor
(50, 51, 52) on the data-input side in order to determine the residual moisture of
the batch of laundry (25) in an inner drum chamber (19) formed as a drying chamber
(19), and is connected to an inner drum drive (56) on the data-output side, the control
unit (54) being designed to actuate the inner drum drive (56) such that the batch
of laundry (25) is conveyed out of the drying chamber (19) by means of the inner drum
drive (56) only after the residual moisture of the batch of laundry (25) is below
a predeterminable threshold value.
2. Drying device according to claim 1, characterised in that the sensor (50) is designed as an air moisture sensor arranged inside the housing
casing (11) and/or in an air removal channel (39a-c).
3. Drying device according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the sensor (50, 52) is designed as a temperature sensor arranged inside the housing
casing (11) and/or in an air removal channel (39a-c).
4. Drying device according to any of claims 1 to 3, characterised in that the inner drum (1) is made up of two half shells (2, 3) which each extend over approximately
half of the drum circumference, the inner space of each half shell (2, 3) being divided
by at least one partition wall (21-24), which is fixed in position relative to the
half shell (2, 3), into at least two compartments (12-17) which are axially one behind
the other in relation to the inner drum (1) in such a way that when the two half shells
(2, 3) are opposite one another so as to be in alignment, the respectively opposite
compartments (12, 15; 13, 16; 14, 17) together form a closed inner drum chamber (18-20).
5. Drying device according to claim 4, characterised in that a half shell (2) is axially displaceable relative to the other half shell (3) in
order to convey a batch of laundry (25) out of an inner drum chamber (18, 19) into
the next inner drum chamber (19, 20) in a laundry conveying direction (26).
6. Drying device according to any of claims 1 to 5, characterised in that the inner drum chambers (18-20) are connected, in terms of airflow, one behind the
other, counter to the laundry conveying direction (26), by means of the air duct (34)
such that the chamber airflows (L1-L3) are part of a counter airflow (L) which first
flows through the last inner drum chamber (20) in the laundry conveying direction
(26) and lastly flows through the first inner drum chamber (18) in the laundry conveying
direction (26).
7. Drying device according to any of claims 1 to 6, characterised in that the air removal channel (39a-c) assigned to each inner drum chamber (18-20) is connected
to the corresponding air supply channel (38a-c) by means of a circulation channel
(43a-c) for returning drying air.
8. Method for operating a drying device for laundry according to any of claims 1 to 7,
in which a batch of laundry (25) to be dried is exposed to a drying airflow (L) in
an inner drum chamber (19) formed as a drying chamber (19) in order to remove the
moisture from said laundry, the residual moisture of the batch of laundry (25) being
continuously ascertained and compared with a target value, the result of the comparison
being used to control the heating of the drying airflow (L) and/or the duration of
the drying process, it only being possible to convey the batch of laundry (25) out
of the drying chamber (19) after the residual moisture of the batch of laundry ascertained
is lower than the target value.
9. Method according to claim 8, characterised in that the residual moisture of the batch of laundry (25) to be dried is ascertained on
the basis of the air moisture and/or the temperature of the drying air removed from
the batch of laundry (25).
10. Method according to claim 9, characterised in that the residual moisture of the batch of laundry (25) is ascertained by comparing the
air moisture and/or temperature of the drying air removed from the batch of laundry
(25) with the air moisture and temperature, respectively, of the drying air supplied
to the batch of laundry.
11. Method according to any of claims 8 to 10, characterised by the following processes for a batch of laundry (25) which are carried out one after
the other: a heating process, in which the batch of laundry (25) is heated by passing
heated drying air therethrough, a drying process, in which the batch of laundry (25)
is dried by passing heated drying air therethrough, and a cooling process, in which
the batch of laundry (25) is cooled to below a threshold temperature by passing cold
drying air therethrough.
12. Method according to claim 11, characterised in that the heating process, the drying process and the cooling process are carried out on
a plurality of batches of laundry (25) both at the same time and spatially separately
from one another in a heating chamber (18), a drying chamber (19) and a cooling chamber
(20), respectively, and in that a process cycle common to all processes is followed in each case by a conveying phase,
in which the batch of laundry (25) is conveyed to the next chamber (19, 20) in the
laundry conveying direction (26).
13. Method according to claim 12, characterised in that heating of the chamber airflow (L2) flowing through the drying chamber (19) is stopped
as soon as the residual moisture of the batch of laundry (25) in the drying chamber
(19) falls below the target value.
14. Method according to claim 12, characterised in that heating of the chamber airflow (L2) flowing through the drying chamber (19) is controlled
such that the residual moisture of the batch of laundry (25) received in the drying
chamber (19) reaches the target value at approximately the time at which the temperature
of the batch of laundry (25) received in the cooling chamber (20) reaches the threshold
temperature.
15. Method according to any of claims 12 to 14, characterised in that the process cycle is finished as soon as the residual moisture of the batch of laundry
(25) received in the drying chamber (19) has reached or fallen below the target value,
and the temperature of the batch of laundry (25) received in the cooling chamber (20)
has reached or fallen below the threshold temperature.
1. Dispositif de séchage pour du linge, avec une enveloppe de carter (11) stationnaire
et un tambour interne (1), qui y est supporté en rotation à l'intérieur et qui est
perforé côté périphérie pour la sortie de l'air, pour la réception du linge à sécher,
ainsi qu'avec un guidage d'air (34), raccordé à l'enveloppe de carter (11) et contenant
un registre de chauffage (46a-b), pour l'amenée et l'évacuation d'air de séchage,
dans lequel le tambour interne (1) présente au moins deux chambres de tambour interne
(18-20) qui se suivent axialement pour la réception de respectivement une charge de
linge (25), et dans lequel le guidage d'air (34) pour chaque chambre de tambour interne
(18-20) comprend un canal d'amenée d'air (38a-c) correspondant et un canal d'évacuation
d'air (39a-c) correspondant de telle sorte que chaque chambre de tambour interne (18-20)
peut être parcourue par un flux d'air de chambre (L1-L3) séparé,
caractérisé en ce
qu'une unité de régulation (54) affectée au registre de chauffage (46a-b) est raccordée,
côté entrée de données, à un capteur (50, 51, 52) pour la détermination de l'humidité
résiduelle de la charge de linge (25) située dans une chambre de tambour interne (19)
réalisée en tant que chambre de séchage (19) et, côté sortie de données, à un entraînement
de tambour interne (56), dans lequel l'unité de régulation (54) est conçue pour un
pilotage de l'entraînement de tambour interne (56) de telle sorte qu'une poursuite
du transport de la charge de linge (25) à partir de la chambre de séchage (19) via
l'entraînement de tambour interne (56) n'est mise en oeuvre que lorsque l'humidité
résiduelle de la charge de linge (25) est inférieure à une valeur limite pouvant être
spécifiée au préalable.
2. Dispositif de séchage selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur (50) est constitué en tant que capteur de l'humidité de l'air disposé
à l'intérieur de l'enveloppe de carter (11) et/ou dans un canal d'évacuation d'air
(39a-c).
3. Dispositif de séchage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le capteur (50, 52) est constitué en tant que capteur de température disposé à l'intérieur
de l'enveloppe de carter (11) et/ou dans un canal d'évacuation d'air (39a-c).
4. Dispositif de séchage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le tambour interne (1) est formé de deux demi-coques (2, 3) s'étendant respectivement
à peu près sur la demi-circonférence de tambour, dans lequel l'espace interne de chaque
demi-coque (2, 3) est divisé, par au moins une cloison de séparation (21-24) stationnaire
par rapport à la demi-coque (2, 3), en au moins deux compartiments (12-17) qui se
suivent axialement par rapport au tambour interne (1) de telle sorte que, dans une
opposition en affleurement des deux demi-coques (2, 3), les compartiments (12, 15
; 13, 16 ; 14, 17) respectivement opposés forment conjointement une chambre de tambour
interne (18-20) fermée.
5. Dispositif de séchage selon la revendication 4, caractérisé en ce que, pour l'extraction d'une charge de linge (25) à partir d'une chambre de tambour interne
(18, 19) vers la chambre de tambour interne (19, 20) qui suit de façon la plus immédiate
dans une direction de transport du linge (26), une demi-coque (2) peut être déplacée
axialement par rapport à l'autre demi-coque (3).
6. Dispositif de séchage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, par le guidage d'air (34), les chambres de tambour interne (18-20) sont, en ce qui
concerne le flux d'air, reliées les unes après les autres à l'inverse de la direction
de transport du linge (26) de telle sorte que les flux d'air de chambre (L1-L3) sont
des parties d'un contre-flux d'air (L) qui parcourt d'abord la dernière chambre de
tambour interne (20) dans la direction de transport du linge (26), et en dernier lieu
la première chambre de tambour interne (18) dans la direction de transport du linge
(26).
7. Dispositif de séchage selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le canal d'évacuation d'air (39a-c) affecté à chaque chambre de tambour interne (18-20)
est raccordé au canal d'amenée d'air (38a-c) correspondant par un canal de circulation
(43a-c) destiné à ramener l'air de séchage.
8. Procédé de fonctionnement d'un dispositif de séchage pour du linge selon l'une des
revendications 1 à 7, dans lequel une charge de linge (25) à sécher est, dans une
chambre de tambour interne (19) réalisée en tant que chambre de séchage (19), exposée
à un flux d'air de séchage (L) pour évacuer l'humidité, dans lequel l'humidité résiduelle
est déterminée de façon continue et comparée à une valeur de consigne, dans lequel,
à l'aide du résultat de la comparaison, le chauffage du flux d'air de séchage (L)
et/ou la durée du processus de séchage est réglé(e), et dans lequel une poursuite
du transport de la charge de linge (25) à partir de la chambre de séchage (19) n'est
permise que lorsque l'humidité résiduelle déterminée de la charge de linge est inférieure
à la valeur de consigne.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'humidité résiduelle de la charge de linge (25) à sécher est déterminée à l'aide
de l'humidité de l'air et/ou de la température de l'air de séchage évacué à partir
de la charge de linge (25).
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'humidité résiduelle de la charge de linge (25) est déterminée par la comparaison
de l'humidité de l'air et/ou de la température de l'air de séchage à partir de la
charge de linge (25) avec l'humidité de l'air ou respectivement la température de
l'air de séchage conduit à la charge de linge.
11. Procédé selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisé par, par rapport à une charge de linge (25), consécutivement dans le temps, un processus
d'échauffement dans lequel la charge de linge (25) est réchauffée par un balayage
avec de l'air de séchage chauffé, un processus de séchage dans lequel la charge de
linge (25) est séchée par le balayage avec de l'air de séchage chauffé, et un processus
de refroidissement dans lequel la charge de linge (25) est refroidie par un balayage
avec de l'air de séchage froid au-dessous d'une température limite.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le processus d'échauffement, le processus de séchage et le processus de refroidissement
sont effectués sur plusieurs charges de linge (25) parallèlement dans le temps et
séparément les uns des autres dans l'espace dans une chambre d'échauffement (18) ou
respectivement dans une chambre de séchage (19) ou respectivement dans une chambre
de refroidissement (20), et en ce qu'un cycle de processus commun à tous les processus est respectivement suivi d'une phase
de transport dans laquelle les charges de linge (25) sont transportées dans la chambre
(19, 20) qui suit de façon la plus immédiate dans la direction de transport du linge
(26).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le chauffage du flux d'air de chambre (L2) balayant la chambre de séchage (19) est
arrêté dès que l'humidité résiduelle de la charge de linge (25) située dans la chambre
de séchage (19) passe au-dessous de la valeur de consigne.
14. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le chauffage du flux d'air de chambre (L2) balayant la chambre de séchage (19) est
régulé de telle sorte que l'humidité résiduelle de la charge de linge (25) reçue dans
la chambre de séchage (19) atteint la valeur de consigne à peu près au moment où la
température de la charge de linge (25) reçue dans la chambre de refroidissement (20)
atteint la température limite.
15. Procédé selon l'une des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que le cycle de processus est arrêté dès que l'humidité résiduelle de la charge de linge
(25) reçue dans la chambre de séchage (19) a atteint la valeur de consigne ou est
passée au-dessous de cette valeur et que la température de la charge de linge (25)
reçue dans la chambre de refroidissement (20) a atteint la température limite ou est
passée au-dessous de cette température.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente