[0001] Die Erfindung betrifft eine Vergnügungsbahn nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] In Vergnügungseinrichtungen, wie Vergnügungsparks oder Jahrmärkten, werden häufig
Achterbahnen aufgebaut, bei denen sich Fahrzeuge entlang einer Schiene durch einen
dreidimensionalen Raum bewegen, wobei durch Beschleunigungs- und Abbremsbewegungen,
sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung, auf die Insassen erhebliche
Kräfte einwirken, die den Insassen in der Regel besondere Freude bereiten. Dabei erfreuen
sich insbesondere Falleffekte oder Abfahrten mit hoher Geschwindigkeit großer Beliebtheit.
Die Fahrzeuge weisen in der Regel keinen eigenen Antrieb auf, so dass sie mit Hilfe
eines Ketten- oder Radantriebes oder auch eines Fahrstuhles auf eine große Ausgangshöhe
angehoben werden. Von dort fahren sie entlang der Schiene über viele Kurven, einschließlich
Loopings, und Berg- und Talbereiche bis zu ihrem Ausgangspunkt zurück.
[0003] Es sind auch Vergnügungsbahnen bekannt, deren alleiniges Ziel darin besteht, die
Fahrzeuge aus sehr großer Höhe im nahezu freien Fall abfahren zu lassen, wobei je
nach Fallhöhe eine entsprechend lange Auslaufstrecke erforderlich ist. Hierbei beschränkt
sich das Fahrvergnügen auf den Bereich des annähernd freien Falls.
[0004] Es sind auch Wasserbahnen bekannt, bei denen schwimmende Fahrzeuge entlang einer
wasserführenden Strecke bewegt werden. Der Höhenunterschied von der Ausgangshöhe zur
Endhöhe ist dabei allerdings gering. Hierbei ist ein hoher Aufwand erforderlich, um
das Wasser als Trägermedium im Kreislauf führen zu können. Bei solchen Bahnen besteht
das Vergnügen insbesondere darin, dass den Fahrgästen eine besondere Kulisse geboten
wird und dass die Insassen der Fahrzeuge häufig durch Wasser bespritzt werden.
[0005] Es besteht immer wieder das Bestreben, Vergnügungsbahnen mit neuen Effekten zu entwickeln,
die ein neues oder erlebnisreicheres Fahrgefühl vermitteln.
[0006] Aus der DE 198 16 768 ist eine Hubvorrichtung zum senkrechten Anheben von Achterbahnwagen
bekannt, bei der die Wagen von einem ersten Fahrbahnabschnitt abgenommen und in gleicher
horizontaler Orientierung auf einen zweiten erhöhten Bahnabschnitt übergeben werden,
von denen sie horizontal angehoben in der gleichen Richtung weiterfahren.
[0007] Die US 1,883,857 gibt einen Schrägaufzug an, bei dem die Aufzugswagen über eine Hubvorrichtung
während ihrer Auffahrt im wesentlichen in horizontaler Orientierung gehalten werden.
[0008] Während es bei der Hubvorrichtung der DE 198 16 768 nicht möglich ist, einen erhöhten
Bahnabschnitt zu erreichen, der gegenüber dem Ausgangsbahnabschnitt seitlich versetzt
ist, ist die Einrichtung nach der US 1,883,857 sehr raumeinnehmend und aufwendig.
[0009] Die DE 20 59 104 zeigt eine Verschiebemöglichkeit von Fahrzeugen einer Vergnügungsbahn
mittels einer Drehscheibe, um Fahrzeuge von einer ersten Schienenstrecke auf eine
zweite parallele Schienenstrecke zu überführen.
[0010] Schließlich zeigt die DE 243407 ein Wasserbassin, durch das untertauchende Fahrzeuge
geführt werden.
[0011] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine neue Vergnügungsbahn zur Bewegung
von Fahrzeugen entlang einer spurgeführten Bahn anzugeben, welche ein raumsparendes
Anheben der Fahrzeuge auf eine höhere seitlich versetzte Abfahrtshöhe ermöglicht und
ein neues, erlebnisreicheres Fahrgefühl vermittelt.
[0012] Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in Unteransprüchen angegeben.
[0013] Die Erfindung geht aus von einer Vergnügungsbahn zur Bewegung von Fahrzeugen entlang
einer im wesentlichen spurgeführten Bahn, mit einer Hubvorrichtung zum Anheben der
Fahrzeuge auf eine erhöhte Abfahrtshöhe, von der die Fahrzeuge entlang eines Abschnitts
der Bahn zu einer Endstation fahren. Erfindungsgemäß weist die Hubvorrichtung eine
Tragevorrichtung auf, mit der die Fahrzeuge unter Beibehaltung ihrer horizontalen
Orientierung über einen Schrägaufzug von einem ersten Abschnitt abnehmbar und auf
einen erhöhten und seitlich versetzten zweiten Abschnitt der Bahn abgebbar sind, auf
dem die Fahrzeuge bis zum Ausgangspunkt zurückfahren können.
[0014] Die Abschnitte der im wesentlichen endlos geführten Bahn sind in Horizontalrichtung
im Bereich der Hubvorrichtung vorzugsweise parallel zueinander geführt. Dabei werden
die Fahrzeuge mittels der Tragvorrichtung vom ersten Abschnitt der Bahn abgenommen
und mittels des Schrägaufzuges in einer oberen Stellung auf den zweiten Abschnitt
der Bahn übergeben.
[0015] Damit kann die Hubvorrichtung auf engstem Raum angeordnet werden, ohne dass eine
platzaufwendige Förderstrecke erforderlich ist, wie sie beispielsweise als Kettenförderer
in üblichen Achterbahnen verwendet wird. Die Trageeinrichtung der erfindungsgemäß
ausgebildeten Hubvorrichtung kann die Fahrzeuge unmittelbar von einem ersten Abschnitt
der Bahn abheben und nahezu vertikal auf die Ausgangshöhe abheben. Dabei wird die
Fahrzeugorientierung in horizontaler Ebene beibehalten. Durch diese Maßnahme ist die
Blickrichtung der Insassen der Fahrzeuge beim Hinfahren zur Hubvorrichtung die gleiche
wie beim Abfahren von der Hubvorrichtung.
[0016] In einer alternativen Ausführungsform kann auch vorgesehen sein, dass die Tragvorrichtung
mit einer Drehvorrichtung kombiniert ist, so dass während oder am Ende des Anhebens
der Fahrzeuge mittels der Hubvorrichtung eine 180°-Drehung der Fahrzeuge in horizontaler
Ebene erfolgt, so dass die Insassen der Fahrzeuge entlang der gesamten Bahnstrecke
ihre Blickrichtung beibehalten.
[0017] Die Bahn ist vorzugsweise eine Schienenbahn mit ein oder zwei Schienen. Alternativ
kann auch eine Räder aufweisende Bahn mit Seitenführung verwendet werden. Femer ist
es möglich, die Bahn als Luftkissenbahn oder auch als Magnetbahn ähnlich einem Transrapid
auszubilden.
[0018] In der Endstation der Bahn an dem der Hubeinrichtung gegenüberliegenden Ende der
Bahn verlaufen die Abschnitte der Bahn vorzugsweise ebenfalls parallel zueinander.
Dabei kann eine Verschiebeeinrichtung vorgesehen sein, die die Fahrzeuge von einem
Bahnabschnitt zu einem parallel liegenden Bahnabschnitt verschiebt. Die Verschiebeeinrichtung
ist insbesondere als Querförderer ausgebildet. Dabei kann auch vorgesehen sein, dass
während der Querförderung eine 180°-Drehung des Fahrzeuges vorgenommen wird, um die
Blickrichtung des Fahrzeuges während der Fahrt auf der Bahn beibehalten zu können.
[0019] Entlang der Bahnstrecke verlaufen die Bahnabschnitte insbesondere parallel zueinander,
wobei sie jedoch in vertikaler Richtung Kuppen und Täler durchlaufen, um die Fahrt
aufregender gestalten zu können.
[0020] In einer weitergehenden Ausbildungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass ein Teilbereich
eines Abschnitts der Bahn derart ausgebildet ist, dass die Bahn durch ein Wasserbassin
geführt ist. Damit können besondere Spritz- oder Schwalleffekte hervorgerufen werden.
Diese können besonders dann sehr stark sein, wenn sich das Bassin unmittelbar im Anschluss
an den jenigen Teilbereich des Bahnabschnitts befindet, welcher als Abfallstrecke
großer Steilheit an der erhöhten Abfahrtshöhe beginnt.
[0021] Der Spritzeffekt kann noch erhöht werden, indem das Bassin mit Wasserkanälen versehen
ist, durch die durch den Fahrzeugdruck bzw. durch zusätzliche Hydraulikpumpen beim
Durchfahren des Fahrzeuges durch das Bassin Wasser zu Spritzdüsen geleitet wird, die
große Fontänen hervorrufen können. In der speziellen Ausführungsform lässt sich damit
eine Vergnügungsbahn entwickeln, welche eine Kombination zwischen Vergnügungseffekten
einer üblichen Achterbahn mit Effekten einer Wasserbahn verbindet.
[0022] Wenn die Fahrzeuge surfbrettartig ausgebildet sind, erübrigen sich Wasserabläufe
im Fahrzeug. Aufgrund der Zwangsführung ist keine Schwimmfähigkeit erforderlich.
[0023] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Aufsicht auf eine Vergnügungsbahn der erfindungsgemäßen Art,
- Fig. 2
- eine Seitenansicht eines Bahnabschnitts,
- Fig. 3
- eine Hubeinrichtung,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch eine Endstation der Bahn,
- Fig. 5
- einen Querschnitt durch einen Bahnabschnitt im Bereich eines Wasserbassins.
[0024] Die in Fig. 1 dargestellte Vergnügungsbahn ist aus einem ersten Bahnabschnitt 2 und
einem zweiten Bahnabschnitt 3 gebildet, auf denen Fahrzeuge 8 bewegt werden können.
Bahnbeginn 11 und Bahnende 12 liegen in einem Gebäude 1 parallel zueinander und sind
den Zu- und Abgängen der Bahn zugeordnet. Die gesamte Vergnügungsbahn ist durch eine
Geländeabgrenzung 4 gesichert, wobei lediglich die Zugänge 5 und 6 freigehalten sind.
[0025] Ein Fahrzeug, das vom Bahnbeginn 11 entlang dem ersten Bahnabschnitt 2 fährt, gelangt
am Ende des ersten Bahnabschnitts zum unteren Abgabebereich 9, von dem es über eine
Hubeinrichtung, die an einem Turm 7 angeordnet ist, auf einen oberen Aufnahmebereich
10 angehoben wird. Da die Hubeinrichtung als Schrägförderer mit einer Steigung zwischen
30° und 85° ausgebildet ist, wird das Fahrzeug 8 beim Anheben seitlich versetzt, so
dass es am oberen Aufnahmebereich n Richtung des zweiten Bahnabschnitts 3 ankommt.
Vom oberen Aufnahmebereich 10 kann das Fahrzeug 8 dann entlang dem zweiten Bahnabschnitt
3 bis zum Bahnende 12 fahren, wobei das Fahrzeug entlang der Bahnstrecke durch ein
Wasserbassin 13 fährt und dabei beträchtliche Mengen Wasser aufspritzt.
[0026] Fig. 2 zeigt den Bahnabschnitt 3 in Seitenansicht. Vom oberen Aufnahmebereich 10
gelangt ein dort angekommenes Fahrzeug 20 über den sehr steil ausgebildeten Teilbereich
19 zum Tiefstpunkt 23 der Bahn. Der Teilbereich 19 kann so steil ausgebildet sein,
dass die Insassen des Fahrzeuges das Gefühl eines nahezu freien Falls erleben.
[0027] Im Bereich des Tiefstpunkts 23, welcher sich im wesentlichen in Höhe des Bodens 21
befindet, ist ein Wasserbassin 13 ausgebildet. Die Figur zeigt ein Fahrzeug 18, das
den Tiefstpunkt 23 im Bereich des Wasserbassins soeben verlassen hat. Durch die Abfahrt
des Fahrzeuges aus großer Höhe hat es eine erhebliche Geschwindigkeit erreicht und
kann damit entlang des zweiten Bahnabschnitts bis zum erhöht angeordneten Bahnende
12 gelangen, ohne dass ein eigener Antrieb des Fahrzeuges erforderlich ist. Durch
die erhöhte Anordnung des Bahnendes kann ein Teil der Fallenergie des Fahrzeuges zurückgewonnen
werden.
[0028] Der Bahnabschnitt 3 ist über Stützen 14 bis 17 in üblicher Weise aufgeständert.
[0029] Fig. 3 zeigt eine Hubvorrichtung zum Anheben eines Fahrzeuges. Die Hubvorrichtung
ist an einem Turm 7 aufgebaut und enthält einen entlang einer Schiene geführten Schrägaufzug
24, über den eine Trageinrichtung 25 ein Fahrzeug 22 vom unteren Abgabebereich des
ersten Bahnabschnitts zum oberen Aufnahmebereich des zweiten Bahnabschnitts anheben
kann. Der Antrieb erfolgt mittels Seilzugs über einen am unteren Ende des Turmes 7
angeordneten Antriebsmotor 28 und die am oberen Ende des Turmes 7 angeordneten Umlenkrollen
27 und 29. Um das Seil unter Spannung zu halten ist ein Gegengewicht 30 vorgesehen,
das am Ende des über die Umlenkrolle 29 geführten Zugseiles befestigt ist.
[0030] Die Hubvorrichtung ist auf einem Fundament 26 aufgebaut. Da keine Horizontalkräfte
auszugleichen sind, gestaltet sich die Abstützung des Turms relativ einfach.
[0031] Zur Aufnahme eines Fahrzeugs 22 wird die Trageinrichtung so weit abgesenkt, dass
das Fahrzeug 22 unmittelbar vom unteren Abgabebereich 9 auf die Trageinrichtung auffahren
kann. Dabei erfolgt eine automatische Sicherung des Fahrzeugs in Horizontalebene.
Nun kann die Hubeinrichtung betätigt werden, so dass das Fahrzeug bis auf den oberen
Aufnahmebereich angehoben werden kann. Dort wird die Arretierung des Fahrzeugs gelöst
und das Fahrzeug fährt unmittelbar auf den zweiten Bahnabschnitt. Durch die Schrägstellung
der Hubeinrichtung können die Bahnabschnitte ohne Versatz zueinander parallel aufgebaut
werden. Somit besteht die gesamte Bahn nur aus Bahnabschnitten, die jeweils in einer
einzigen Vertikalebene ausgebildet sind. Dadurch kann auf Seitenverstrebungen im wesentlichen
verzichtet werden, so dass der Aufbau der Vergriügungsbahn auf engstem Raum möglich
ist.
[0032] Alternativ zu Fig. 3 kann die Hubvorrichtung eine Trageinrichtung 25 enthalten, welche
ihrerseits einen Drehkranz aufweist, mit deren Hilfe Fahrzeuge während oder am Ende
der Auffahrt in horizontaler Ebene gedreht werden können. Damit wird es möglich, die
Blickrichtung der Fahrzeuge während des Anhebens um 180° zu drehen.
[0033] Alternativ zu einem Kranz kann der Schrägaufzug auch einen 180°-Halbkreis während
der Auffahrt durchlaufen, indem die Schienenführung in horizontaler Richtung während
der Auffahrt einen Halbkreis beschreibt.
[0034] In einer weiteren Ausführungsform ist der Schrägaufzug patemosterartig ausgebildet,
indem eine Hubvorrichtung mit zwei oder mehreren gekoppelten Tragvorrichtungen verwendet
wird. Die Tragvorrichtungen fahren dabei entweder auf parallelen Schienen entlang
des Schrägförderes oder es wird eine einzige Führungsschiene mit Ausweichmöglichkeit
verwendet, so dass auf- und abfahrende Trageinrichtungen gegeneinander ausweichen
können. Damit lässt sich auch die Förderkapazität erheblich steigern.
[0035] Fig. 4 zeigt ein Gebäude 1, das die Ein- und Ausstiegsbereiche der Bahn enthält.
Fahrgäste erreichen das Einstiegspodest 34 über die Eingänge 5 und 6 (siehe Fig. 1
und 2). Von dem Podest 34 können die Fahrgäste in ein Fahrzeug einsteigen, das sich
am Bahnbeginn 11 des ersten Bahnabschnitts befindet. Nach Beendigung der Fahrt erreicht
das Fahrzeug das Bahnende 12, das sich parallel zum Bahnbeginn 11 befindet. Die Fahrgäste
steigen auf die Plattform 35 aus, von der sie das Gebäude 1 über den Abgang 33 verlassen
können.
[0036] Fig. 4 zeigt deutlich die Schienenpaare 31 und 32, die die jeweiligen Bahnabschnitte
bilden.
[0037] Das Überwechseln der Fahrzeuge vom ersten zum zweiten Bahnabschnitt erfolgt mittels
eines nicht dargestellten Querförderers. Dieser kann in einer alternativen Ausführungsform
ebenfalls einen Drehkranz zur Drehung des Fahrzeuges um 180° enthalten. Der Querförderer
kann auch eine weitere Stellung erreichen, in der die Fahrzeuge zum Parken oder zur
Reparatur in ein Lager 36 überführt werden können.
[0038] Schließlich zeigt Fig. 5 eine Querschnittsansicht durch den zweiten Bahnabschnitt
im Bereich des Tiefstpunkts 23. Hier befindet sich das Wasserbassin 13 mit Wasserspiegel
39 mit einem flachen, durch einen Bassinrand 40 abgegrenzten Bereich, durch den das
Fahrzeug 38 hindurchfährt. Aufgrund der hohen Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs 38
wird beim Durchfahren durch das Bassin eine große Menge Wasser stark aufgespritzt
und es ergeben sich fontänenartige Effekte. Dies kann dadurch verstärkt werden, dass
das verdrängte Wasser über Kanäle 41 und 42 zu Düsen 43 und 44 geleitet wird, die
zusätzliche Fontäneneffekte bewirken können.
[0039] Der Wasserspiegel 39 lässt sich je nach Jahreszeit und Wunsch einstellen.
[0040] Wenn die Steuerung der Vergnügungsbahn so eingerichtet ist, dass während des Durchfahrens
eines Fahrzeugs 38 sich gleichzeitig auf dem parallelen Bahnabschnitt ein Fahrzeug
37 befindet, kann damit erreicht werden, dass ein Teil des aufgespritzten Wassers
die Insassen des Fahrzeuges 37 bespritzt. Wenn dies nicht gewünscht ist, kann zwischen
den Fahrbahnabschnitten auch eine, insbesondere durchsichtige, Wand aufgespannt sein,
gegen die das aufgespritzte Wasser des Fahrzeuges 38 mit lautem Geräusch spritzen
kann.
[0041] Die Fahrzeuge können auf geeignete Weise ausgebildet sein. Vorzugsweise sind eine
oder mehrere Sitzreihen auf einem surfbrettartigen Chassis befestigt. Um das Fahrvergnügen
besonders erlebnisreich zu gestalten, wird bevorzugt, dass die Fahrzeuge lediglich
eine Sitzreihe in Querrichtung aufweisen. Um die Fahrzeuge witterungsunabhängig einsetzen
zu können, können diese mit einem eventuell abnehmbaren Klarsichtdach ausgestattet
sein.
[0042] Wegen der surfbrettartigen Ausbildung der zwangsgeführten Fahrzeuge erübrigt sich
eine Schwimmfähigkeit. Es sind auch keine Wasserabläufe erforderlich.
[0043] Die Vergnügungsbahn ist ganzjährig einsetzbar, was bei üblichen Wasserbahnen nicht
der Fall ist. Bei Frostgefahr kann vorgesehen sein, dass das Wasserbecken durch eine
Heizung frostfrei gehalten wird.
[0044] Das Wasser im Wasserbassin dient allein der Erzeugung eines Vergnügungseffekts. Ein
Abbremsen des Fahrzeugs, das aus großer Höhe heruntergefahren ist, ist nicht erforderlich.
Durch eine im Anschluss an das Bassin einsetzende Fahrzeugbremse oder Streckenbremse
kann das Fahrzeug am Bahnende zum endgültigen Stillstand gebracht werden.
Bezugszeichen
[0045]
- 1
- Gebäude
- 2
- erster Bahnabschnitt
- 3
- zweiter Bahnabschnitt
- 4
- Geländeumgrenzung
- 5
- Eingang
- 6
- Eingang
- 7
- Turm
- 8
- Fahrzeug
- 9
- unterer Abgabebereich
- 10
- oberer Aufnahmebereich
- 11
- Bahnbeginn
- 12
- Bahnende
- 13
- Wasserbassin
- 14-17
- Stützen
- 18
- Fahrzeug
- 19
- Teilbereich
- 20
- Fahrzeug
- 21
- Boden
- 22
- Fahrzeug
- 23
- Tiefstpunkt
- 24
- Schrägaufzug
- 25
- Trageinrichtung
- 26
- Fundamt
- 27
- Umlenkrolle
- 28
- Antriebsmotor
- 29
- Umlenkrolle
- 30
- Gegengewicht
- 31
- Schienenpaar
- 32
- Schienenpaar
- 33
- Abgang
- 34
- Podest
- 35
- Plattform
- 36
- Lager
- 37
- Fahrzeug
- 38
- Fahrzeug
- 39
- Wasserspiegel
- 40
- Bassinrand
- 41
- Kanal
- 42
- Kanal
- 43
- Düse
- 44
- Düse
1. Vergnügungsbahn zur Bewegung von Fahrzeugen entlang einer im wesentlichen spurgeführten
Bahn, mit einer Hubvorrichtung (24, 25) zum Anheben der Fahrzeuge (20, 22) auf eine
erhöhte Abfahrtshöhe, von der die Fahrzeuge entlang eines Abschnitts (3) der Bahn
zu einer Endstation (1) fahren, dadurch gekennzeichnet, dass die Hubvorrichtung als schienengeführter Schrägaufzug (24) ausgebildet ist und eine
Trageeinrichtung (25) aufweist, mit der die Fahrzeuge unter Beibehaltung ihrer horizontalen
Orientierung von einem ersten Abschnitt (2) der Bahn abnehmbar und auf einen erhöhten
zweiten Abschnitt (3) der Bahn abgebbar sind, der in Horizontalrichtung seitlich versetzt
zum ersten Abschnitt der Bahn verläuft.
2. Vergnügungsbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug während des Anhebens in horizontaler Ebene eine 180°-Drehung durchfährt.
3. Vergnügungsbahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn eine Schienenbahn ist.
4. Vergnügungsbahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte (2, 3) der Bahn in der Endstation (1) parallel zueinander verlaufen,
wobei eine Verschiebeeinrichtung zur Umsetzung der Fahrzeuge von einem Abschnitt der
Bahn zu einem anderen Abschnitt der Bahn vorgesehen ist.
5. Vergnügungsbahn nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschiebeeinrichtung ein Querförderer ist.
6. Vergnügungsbahn nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass während der Querförderung eine 180°-Drehung des Fahrzeugs in einer horizontalen Ebene
erfolgt.
7. Vergnügungsbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschnitte der Bahn in vertikaler Richtung über Kuppen und Täler verlaufen.
8. Vergnügungsbahn nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bahn in einem Teilbereich eines Abschnitts (3) derart durch ein Wasserbassin
(13) geführt ist, dass beim Durchfahren eines Fahrzeugs (18) ein Spritz- oder Schwalleffekt
des Fahrzeugs verursacht wird, wobei das Bassin (13) Wasserkanäle (41, 42) aufweist,
durch die beim Durchfahren eines Fahrzeugs (18) Wasser zu Spritzdüsen (43, 44) überleitbar
ist.
9. Vergnügungsbahn nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Bassin (13) sich unmittelbar im Anschluss an einen Teilbereich (19) des Abschnitts
(2) der Bahn befindet, welcher als Abfallstrecke großer Steilheit an der erhöhten
Abfahrtshöhe beginnt.
10. Vergnügungsbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug surfbrettartig ausgebildet ist, wobei an der Unterseite Laufräder und
an der Oberseite Fahrgastsitze befestigt sind.
1. Fairground ride for moving vehicles along an essentially track-guided ride, said fairground
ride having a hoisting device (24, 25) for lifting the vehicles (20, 22) to an elevated
level of departure, from which said vehicles travel along a section (3) of the ride
to an end station (1),
characterised in that the hoisting device is constructed as a rail-guided inclined hoist (24) and has a
carrying apparatus (25) by means of which the vehicles can be removed from a first
section (2) of the ride while retaining their horizontal orientation, and delivered
to an elevated second section (3) of said ride, which second section extends in the
horizontal direction in a laterally offset manner in relation to the first section
of the ride.
2. Fairground ride according to Claim 1,
characterised in that the vehicle travels through a 180° rotation in the horizontal plane during the lifting
operation.
3. Fairground ride according to Claim 1 or 2,
characterised in that the ride is a rail-type ride.
4. Fairground ride according to Claim 1 or 2 ,
characterised in that the sections (2, 3) of the ride extend parallel to one another in the end station
(1), a displacing apparatus being provided for transposing the vehicles from one section
of the ride to another section of the ride.
5. Fairground ride according to Claim 4,
characterised in that the displacing device is a transverse conveyer.
6. Fairground ride according to Claim 5,
characterised in that a 180° rotation of the vehicle takes place in a horizontal plane during the transverse
conveying operation.
7. Fairground ride according to Claim 1,
characterised in that the sections of the ride extend over peaks and troughs in the vertical direction,
8. Fairground ride according to Claim 7,
characterised in that, in a partial region of one section (3), the ride is routed through a water basin
(13) in such a way that, when a vehicle (18) travels through, a spraying or surging
effect of the vehicle is caused, said basin (13) having water channels (41, 42) through
which water can be conveyed to spraying nozzles (43, 44) when a vehicle (18) travels
through.
9. Fairground ride according to Claim 8,
characterised in that the basin (13) is located immediately following a partial region (19) of the section
(2) of the ride which begins as a falling-away stretch of great steepness at the elevated
level of departure.
10. Fairground ride according to Claim 1,
characterised in that the vehicle is of surfboard-like construction, running wheels being fastened to the
underside and passenger seats being fastened to the upper side.
1. Montagnes russes pour le déplacement de véhicules le long d'une voie globalement guidée,
comprenant un dispositif de levage (24, 25) pour soulever les véhicules (20, 22) à
une plus grande hauteur de départ à partir de laquelle les véhicules longent une section
(3) de la voie jusqu'à une station terminale (1), caractérisées en ce que le dispositif de levage est conçu comme un ascenseur incliné sur rails (24) et comporte
un dispositif porteur (25) grâce auquel les véhicules, en conservant leur orientation
horizontale, peuvent être pris sur une première section (2) de la voie et être transférés
sur une seconde section (3) de la voie qui est située plus haut et qui est décalée
latéralement, dans le sens horizontal, par rapport à la première section.
2. Montagnes russes selon la revendication 1, caractérisées en ce que le véhicule, pendant qu'il est soulevé, décrit une rotation de 180° dans le plan
horizontal.
3. Montagnes russes selon la revendication 1 ou 2, caractérisées en ce que la voie est une voie à rails.
4. Montagnes russes selon la revendication 1 ou 2, caractérisées en ce que les sections (2, 3) de la voie sont parallèles dans la station terminale (1), étant
précisé qu'il est prévu un dispositif de manoeuvre pour faire passer les véhicules
d'une section de la voie à une autre.
5. Montagnes russes selon la revendication 4, caractérisées en ce que le dispositif de manoeuvre est constitué par un convoyeur transversal.
6. Montagnes russes selon la revendication 5, caractérisées en ce que pendant le transfert transversal, une rotation à 180° du véhicule a lieu dans un
plan horizontal.
7. Montagnes russes selon la revendication 1, caractérisées en ce que les sections de la voie définissent des sommets et des creux dans le sens vertical.
8. Montagnes russes selon la revendication 7, caractérisées en ce que la voie, dans une zone partielle d'une section (3), passe dans un bassin d'eau (13)
de sorte qu'un véhicule provoque en passant un effet de projections ou de jets d'eau,
le bassin (13) comportant des conduits d'eau (41, 42) par lesquels de l'eau peut être
amenée jusqu'à des gicleurs (43, 44) lors du passage d'un véhicule (18) .
9. Montagnes russes selon la revendication 8, caractérisées en ce que le bassin se trouve directement à la suite d'une zone partielle (19) de la section
(2) de la voie qui commence au niveau de la hauteur de départ plus élevée, sous la
forme d'un tronçon descendant à forte pente.
10. Montagnes russes selon la revendication 1, caractérisées en ce que le véhicule est conçu à la manière d'un surf, des roues étant fixées sur son côté
inférieur et des sièges pour passagers sur son côté supérieur.