[0001] Die Erfindung betrifft Additive für schwefelarme Mineralöldestillate mit verbesserter
Kaltfließfähigkeit und Paraffindispergierung, umfassend einen Ester eines alkoxylierten
Polyols und einen polaren stickstoffhaltigen Paraffindispergator, additivierte Brennstofföle
und die Verwendung des Additivs.
[0002] Im Zuge der abnehmenden Erdölreserven werden bei ständig steigendem Energiebedarf
immer problematischere Rohöle gefördert und verarbeitet. Darüber hinaus werden die
Anforderungen an die daraus hergestellten Brennstofföle wie Diesel und Heizöl nicht
zuletzt durch legislative Vorgaben immer anspruchsvoller. Beispiele dafür sind die
Absenkung des Schwefelgehaltes, die Begrenzung des Siedeendes sowie des Aromatengehaltes
von Mitteldestillaten, die die Raffinerien zu ständiger Anpassung der Verarbeitungstechnologie
zwingen. Dies führt in Mitteldestillaten in vielen Fällen zu einem erhöhten Anteil
an Paraffinen speziell im Kettenlängenbereich von C
18 bis C
24, was wiederum einen negativen Einfluß auf die Kaltfließeigenschaften dieser Brennstofföle
hat.
[0003] Rohöle und durch Destillation von Rohölen gewonnene Mitteldestillate wie Gasöl, Dieselöl
oder Heizöl enthalten je nach Herkunft der Rohöle unterschiedliche Mengen an n-Paraffinen,
die bei Erniedrigung der Temperatur als plättchenförmige Kristalle auskristallisieren
und teilweise unter Einschluß von Öl agglomerieren. Durch diese Kristallisation und
Agglomeration kommt es zu einer Verschlechterung der Fließeigenschaften der Öle bzw.
Destillate, wodurch bei Gewinnung, Transport, Lagerung und/oder Einsatz der Mineralöle
und Mineralöldestillate Störungen auftreten können. Beim Transport von Mineralölen
durch Rohrleitungen kann das Kristallisationsphänomen vor allem im Winter zu Ablagerungen
an den Rohrwänden, in Einzelfällen, z.B. bei Stillstand einer Pipeline, sogar zu deren
völliger Verstopfung führen. Bei der Lagerung und Weiterverarbeitung der Mineralöle
kann es ferner im Winter erforderlich sein, die Mineralöle in beheizten Tanks zu lagern.
Bei Mineralöldestillaten kommt es als Folge der Kristallisation gegebenenfalls zu
Verstopfungen der Filter in Dieselmotoren und Feuerungsanlagen, wodurch eine sichere
Dosierung der Brennstoffe verhindert wird und unter Umständen eine völlige Unterbrechung
der Kraftstoff- bzw. Heizmittelzufuhr eintritt.
[0004] Neben den klassischen Methoden zur Beseitigung der auskristallisierten Paraffine
(thermisch, mechanisch oder mit Lösungsmitteln), die sich lediglich auf die Entfernung
der bereits gebildeten Ausfällungen beziehen, wurden in den letzten Jahren chemische
Additive (sogenannte Fließverbesserer) entwickelt. Diese bewirken durch physikalisches
Zusammenwirken mit den ausfallenden Paraffinkristallen, daß deren Form, Größe und
Adhäsionseigenschaften modifiziert werden. Die Additive wirken dabei als zusätzliche
Kristallkeime und kristallisieren teilweise mit den Paraffinen aus, wodurch eine größere
Anzahl kleinerer Paraffinkristalle mit veränderter Kristallform entsteht. Die modifizierten
Paraffinkristalle neigen weniger zur Agglomeration, so daß sich die mit diesen Additiven
versetzten Öle noch bei Temperaturen pumpen bzw. verarbeiten lassen, die oft mehr
als 20°C tiefer liegen als bei nicht additivierten Ölen.
[0005] Typische Fließverbesserer für Rohöle und Mitteldestillate sind Co- und Terpolymere
des Ethylens mit Carbonsäureestem des Vinylalkohols.
[0006] Ein weitere Aufgabe von Fließverbessereradditiven ist die Dispergierung der Paraffinkristalle,
d.h. die Verzögerung bzw. Verhinderung der Sedimentation der Paraffinkristalle und
damit der Bildung einer paraffinreichen Schicht am Boden von Lagerbehältern.
[0007] Im Stand der Technik sind weiterhin bestimmte Poly(oxyalkylen)-Verbindungen sowie
Alkylphenolharze bekannt, die Mitteldestillaten als Additive zugesetzt werden.
[0008] EP-A-0 061 895 offenbart Kaltfließverbesserer für Mineralöldestillate, welche Ester,
Ether oder deren Mischungen enthalten. Die Ester/Ether enthalten zwei lineare gesättigte
C
10- bis C
30-Alkylgruppen und eine Polyoxyalkylengruppe mit 200 bis 5000 g/mol.
[0009] EP-0 973 848 und EP-0 973 850 offenbaren Mischungen aus Estern alkoxilierter Alkohole
mit mehr als 10 C-Atomen und Fettsäuren mit 10 - 40 C-Atomen in Kombination mit Ethylen-Copolymeren
als Fließverbesserer.
[0010] EP-A-0 935 645 offenbart Alkylphenol-Aldehydharze als schmierverbessernden Zusatz
in schwefelarmen Mitteldestillaten.
[0011] EP-A-0857776 und EP-A-1 088 045 offenbaren Verfahren zur Verbesserung der Fliessfähigkeit
von paraffinhaltigen Mineralölen und Mineralöldestillaten durch Zugabe von Ethylen-Copolymeren
und Alkylphenol-Aldehyd-Harzen sowie gegebenenfalls weiteren, stickstoffhaltigen Paraffindispergatoren.
[0012] Schließlich offenbart JP-A-61 181892 partiell mit Fettsäuren veresterte alkoxylierte
Polyole, die als Kaltfließverbesserer für eine Vielzahl von Brennstoffölen eingesetzt
werden.
[0013] Die oben beschriebene fließverbessemde und/oder paraffindispergierende Wirkung der
bekannten Paraffin-Dispergatoren ist nicht immer ausreichend, so daß sich bei Abkühlung
der Öle teilweise große Paraffinkristalle bilden, die zu Filterverstopfungen führen
und auf Grund ihrer höheren Dichte im Laufe der Zeit sedimentieren und somit zur Bildung
einer paraffinreichen Schicht am Boden von Lagerbehältern führen. Probleme treten
vor allem bei der Additivierung von paraffinreichen und eng geschnittenen Destillationsschnitten
mit Siedebereichen von 20 - 90 Vol-% kleiner 120°C, insbesondere kleiner 100°C auf.
Besonders problematisch ist die Situation bei schwefelarmen Winterqualitäten mit Cloud
Points unterhalb -5°C; hier läßt sich durch den Zusatz bekannter Additive oftmals
keine ausreichende Paraffin-Dispergierung erzielen.
[0014] Es bestand daher die Aufgabe, die Fließfähigkeit, und insbesondere die Paraffindispergierung
bei Mineralölen bzw. Mineralöldestillaten durch den Zusatz geeigneter Additive zu
verbessern.
[0015] Überraschend wurde nun gefunden, dass ein Additiv, das neben polaren stickstoffhaltigen
Paraffindispergatoren auch bestimmte Ester alkoxilierter Polyole enthält, einen besonders
guten Kaltfließverbesserer für schwefelarme Brennstofföle darstellt.
[0016] Gegenstand der Erfindung sind somit Additive für Mitteldestillate mit maximal 0,05
Gew.-% Schwefelgehalt, enthaltend mindestens einen Fettsäureester alkoxilierter Polyole
mit mindestens 3 OH-Gruppen (A) und mindestens einen polaren stickstoffhaltigen Paraffindispergator
(D), wobei der Fettsäureester eine OH-Zahl von weniger als 15 mg KOH/g aufweist.
[0017] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind Mitteldestillate mit maximal 0,05 Gew.-%
Schwefelgehalt, die ein Additiv enthalten, welches mindestens einen Fettsäureester
alkoxilierter Polyole mit mindestens 3 OH-Gruppen (A) und mindestens einen polaren
stickstoffhaltigen Paraffindispergator (D) enthält, wobei der Fettsäureester eine
OH-Zahl von weniger als 15 mg KOH/g aufweist.
[0018] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung eines Additivs, enthaltend
mindestens einen Fettsäureester alkoxilierter Polyole mit mindestens 3 OH-Gruppen
(A) und mindestens einen polaren stickstoffhaltigen Paraffindispergator (D), wobei
der Fettsäureester eine OH-Zahl von weniger als 15 mg KOH/g aufweist zur Verbesserung
der Kaltfließeigenschaften und Paraffindispergierung von Mitteldestillaten mit maximal
0,05 Gew.-% Schwefelgehalt.
[0019] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Verbesserung der Kaltfließeigenschaften
von Mitteldestillaten mit maximal 0,05 Gew.-% Schwefelgehalt, indem man den Mitteldestillaten
ein Additiv, enthaltend mindestens einen Fettsäureester alkoxilierter Polyole mit
mindestens 3 OH-Gruppen (A) und mindestens einen polaren stickstoffhaltigen Paraffindispergator
(D), wobei der Fettsäureester eine OH-Zahl von weniger als 15 mg KOH/g aufweist zusetzt.
[0020] Die Ester (A) leiten sich von Polyolen mit 3 oder mehr OH-Gruppen ab, insbesondere
von Glycerin, Trimethylolpropan, Pentaerythrit sowie die daraus durch Kondensation
zugänglichen Oligomere mit 2 bis 10 Monomereinheiten wie z.B. Polyglycerin. Die Polyole
sind im allgemeinen mit 1 bis 100 mol Alkylenoxid, bevorzugt 3 bis 70, insbesondere
5 bis 50 mol Alkylenoxid pro mol Polyol umgesetzt. Bevorzugte Alkylenoxide sind Ethylenoxid,
Propylenoxid und Butylenoxid. Die Alkoxylierung erfolgt nach bekannten Verfahren.
[0021] Die für die Veresterung der alkoxylierten Polyole geeigneten Fettsäuren haben vorzugsweise
8 bis 50, insbesondere 12 bis 30, speziell 16 bis 26 C-Atome. Geeignete Fettsäuren
sind beispielsweise Laurin-, Tridecan-, Myristin-, Pentadecan-, Palmitin-, Margarin-,
Stearin-, Isostearin-, Arachin- und Behensäure, Öl- und Erucasäure, Palmitolein-,
Myristolein, Ricinolsäure, sowie aus natürlichen Fetten und Ölen gewonnene Fettsäuremischungen.
Bevorzugte Fettsäuremischungen enthalten mehr als 50% Fettsäuren mit mindestens 20
C-Atomen. Bevorzugt enthalten weniger als 50 % der zur Veresterung verwendeten Fettsäuren
Doppelbindungen, insbesondere weniger als 10 %; speziell sind sie weitestgehend gesättigt.
Unter weitestgehend gesättigt soll hier eine Iodzahl der verwendeten Fettsäure von
bis zu 5 g I pro 100 g Fettsäure verstanden werden. Die Veresterung kann auch ausgehend
von reaktiven Derivaten der Fettsäuren wie Estern mit niederen Alkoholen (z.B. Methyl-
oder Ethylester) oder Anhydriden erfolgen.
[0022] Zur Veresterung der alkoxylierten Polyole können auch Gemische obiger Fettsäuren
mit fettlöslichen, mehrwertigen Carbonsäuren eingesetzt werden. Beispiele für geeignete
mehrwertige Carbonsäuren sind Dimerfettsäuren, Alkenylbernsteinsäuren und aromatische
Polycarbonsäuren sowie deren Derivate wie Anhydride und C
1- bis C
5-Ester. Bevorzugt sind Alkenylbemsteinsäuren und deren Derivate mit Alkylresten mit
8 bis 200, insbesondere 10 bis 50 C-Atomen. Beispiele sind Dodecenyl-, Octadecenyl-
und Poly(isobutenyl)bernsteinsäureanhydrid. Bevorzugt werden die mehrwertigen Carbonsäuren
dabei zu untergeordneten Anteilen von bis zu 30 Mol-%, bevorzugt 1 bis 20 Mol-%, insbesondere
2 bis 10 Mol-% eingesetzt.
[0023] Ester und Fettsäure werden für die Veresterung bezogen auf den Gehalt an Hydroxylgruppen
einerseits und Carboxylgruppen andererseits im Verhältnis 1,5:1 bis 1:1,5 eingesetzt,
bevorzugt 1,1:1 bis 1:1,1, insbesondere equimolar. Die paraffindispergierende Wirkung
ist besonders ausgeprägt, wenn mit einem Säureüberschuß von bis zu 20 Mol-%, speziell
bis zu 10 Mol-%, insbesondere bis zu 5 Mol-% gearbeitet wird.
[0024] Die Veresterung wird nach üblichen Verfahren durchgeführt. Besonders bewährt hat
sich die Umsetzung von Polyolalkoxylat mit Fettsäure, gegebenenfalls in Gegenwart
von Katalysatoren wie z.B. para-Toluolsulfonsäure, C
2- bis C
50-Alkylbenzol-sulfonsäuren, Methansulfonsäure oder sauren Ionenaustauschern. Die Abtrennung
des Reaktionswassers kann destillativ durch Direktkondensation oder bevorzugt mittels
azeotroper Destillation in Anwesenheit organischer Lösemittel, insbesondere aromatischer
Lösemittel wie Toluol, Xylol oder auch höher siedender Gemische wie ® Shellsol A,
Shellsol B, Shellsol AB oder Solvent Naphtha erfolgen. Die Veresterung erfolgt bevorzugt
vollständig, d.h. für die Veresterung werden 1,0 bis 1,5 mol Fettsäure pro mol Hydroxylgruppen
eingesetzt. Die Säurezahl der Ester liegt unter 15 mg KOH/g, bevorzugt unter 10 mg
KOH/g speziell unter 5 mg KOH/g.
[0025] Bei den im erfindungsgemäßen Additiv enthaltenen polaren stickstoffhaltigen Paraffindispergatoren
(D) handelt es sich um niedermolekulare oder polymere, öllösliche Stickstoffverbindungen,
z.B. Aminsalze, Amide und/oder Imide, die durch Reaktion aliphatischer oder aromatischer
Amine, vorzugsweise langkettiger aliphatischer Amine, mit aliphatischen oder aromatischen
Mono-, Di-, Tri- oder Tetracarbonsäuren oder deren Anhydriden erhalten werden. Besonders
bevorzugte Paraffindispergatoren enthalten Umsetzungsprodukte sekundärer Fettamine
mit 8 bis 36 C-Atomen, insbesondere Dicocosfettamin, Ditalgfettamin und Distearylamin.
Andere Paraffindispergatoren sind Copolymere des Maleinsäureanhydrids und α,β-ungesättigten
Verbindungen, die gegebenenfalls mit primären Monoalkylaminen und/oder aliphatischen
Alkoholen umgesetzt werden können, die Umsetzungsprodukte von Alkenylspirobislactonen
mit Aminen und Umsetzungsprodukte von Terpolymerisaten auf Basis α,β-ungesättigter
Dicarbonsäureanhydride, α,β-ungesättigter Verbindungen und Polyoxyalkylenether niederer
ungesättigter Alkohole. Im folgenden werden einige geeignete Paraffindispergatoren
(D) aufgeführt.
[0026] Die nachfolgend genannten Paraffindispergatoren (D) werden zum Teil durch Reaktion
von Verbindungen, die eine Acylgruppe enthalten, mit einem Amin hergestellt. Bei diesem
Amin handelt es sich um eine Verbindung der Formel NR
6R
7R
8, worin R
6, R
7 und R
8 gleich oder verschieden sein können, und wenigstens eine dieser Gruppen für C
8-C
36-Alkyl, C
6-C
36-Cycloalkyl, C
8-C
36-Alkenyl, insbesondere C
12-C
24-Alkyl, C
12-C
24-Alkenyl oder Cyclohexyl steht, und die übrigen Gruppen entweder Wasserstoff, C
1-C
36-Alkyl, C
2-C
36-Alkenyl, Cyciohexyi, oder eine Gruppe der Formeln -(A-O)
x-E oder -(CH
2)
n-NYZ bedeuten, worin A für eine Ethylen- oder Propylengruppe steht, x eine Zahl von
1 bis 50, E = H, C
1-C
30-Alkyl, C
5-C
12-Cycloalkyl oder C
6-C
30-Aryl, und n 2, 3 oder 4 bedeuten, und Y und Z unabhängig voneinander H, C
1-C
30-Alkyl oder -(A-O)
x bedeuten. Unter Acylgruppe wird hier eine funktionelle Gruppe folgender Formel verstanden:
> C = O
- 1. Umsetzungsprodukte von Alkenyl-spirobislactonen der Formel

wobei R jeweils C8-C200-Alkenyl bedeutet, mit Aminen der Formel NR6R7R8. Geeignete Umsetzungsprodukte sind in EP-A-0 413 279 aufgeführt. Je nach Reaktionsbedingung
erhält man bei der Umsetzung von Verbindungen der Formel mit den Aminen Amide oder
Amid-Ammoniumsalze.
- 2. Amide bzw. Ammoniumsalze von Aminoalkylenpolycarbonsäuren mit sekundären Aminen
der Formeln


in denen
R10 einen geradkettigen oder verzweigten Alkylenrest mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen oder
den Rest der Formel

in der R6 und R7 insbesondere Alkylreste mit 10 bis 30, bevorzugt 14 bis 24 C-Atomen bedeuten, wobei
die Amidstrukturen auch zum Teil oder vollständig in Form der Ammoniumsalzstruktur
der Formel

vorliegen können.
Die Amide bzw. Amid-Ammoniumsalze bzw. Ammoniumsalze z.B. der Nitrilotriessigsäure,
der Ethylendiamintetraessigsäure oder der Propylen-1,2-diamintetraessigsäure werden
durch Umsetzung der Säuren mit 0,5 bis 1,5 Mol Amin, bevorzugt 0,8 bis 1,2 Mol Amin
pro Carboxylgruppe erhalten. Die Umsetzungstemperaturen betragen etwa 80 bis 200°C,
wobei zur Herstellung der Amide eine kontinuierliche Entfernung des entstandenen Reaktionswasser
erfolgt. Die Umsetzung muß jedoch nicht vollständig zum Amid geführt werden, vielmehr
können 0 bis 100 Mol-% des eingesetzten Amins in Form des Ammoniumsalzes vorliegen.
Unter analogen Bedingungen können auch die unter B1) genannten Verbindungen hergestellt
werden.
Als Amine der Formel

kommen insbesondere Dialkylamine in Betracht, in denen R6, R7 einen geradkettigen Alkylrest mit 10 bis 30 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 14 bis
24 Kohlenstoffatomen, bedeutet. Im einzelnen seien Dioleylamin, Dipalmitinamin, Dikokosfettamin
und Dibehenylamin und vorzugsweise Ditalgfettamin genannt.
- 3. Quartäre Ammoniumsalze der Formel
+NR6R7R8R11 X-
wobei R6, R7, R8 die oben gegebene Bedeutung haben und R11 für C1-C30-Alkyl, bevorzugt C1-C22-Alkyl, C1-C30-Alkenyl, bevorzugt C1-C22-Alkenyl, Benzyl oder einen Rest der Formel -(CH2-CH2-O)n-R12 steht, wobei R12 Wasserstoff oder ein Fettsäurerest der Formel C(O)-R13 ist, mit R13 = C6-C40-Alkenyl, n eine Zahl von 1 bis 30 und X für Halogen, bevorzugt Chlor, oder ein Methosulfat
steht.
Beispielhaft für derartige quartäre Ammoniumsalze seien genannt:
Dihexadecyl-dimethylammoniumchlorid, Distearyldimethylammoniumchlorid, Quaternisierungsprodukte
von Estern des Di- und Triethanolamins mit langkettigen Fettsäuren (Laurinsäure, Myristinsäure,
Palmitinsäure, Stearinsäure, Behensäure, Ölsäure und Fettsäuremischungen, wie Cocosfettsäure,
Talgfettsäure, hydrierte Talgfettsäure, Tallölfettsäure), wie N-Methyltriethanolammoniumdistearylester-chlorid,
N-Methyltriethanolammoniumdistearylestermethosulfat, N,N-Dimethyldiethanolammoniumdistearylesterchlorid,
N-Methyltriethanolammoniumdioleylester-chlorid, N-Methyltriethanolammoniumtrilaurylestermethosulfat,
N-Methyltriethanolamrrioniumtristearylestermethosulfat und deren Mischungen.
- 4. Verbindungen der Formel

in denen
R14 für CONR6R7 oder CO2- +H2NR6R7 steht,
R15 und R16 für H, CONR172, CO2R17 oder OCOR17, -OR17, -R17 oder -NCOR17 stehen, und
R17 Alkyl, Alkoxyalkyl oder Polyalkoxyalkyl ist und mindestens 10 Kohlenstoffatome aufweist.
Bevorzugte Carbonsäuren bzw. Säurederivate sind Phthalsäure(anhydrid), Trimellit,
Pyromellitsäure(dianhydrid), Isophthalsäure, Terephthalsäure, Cyclohexan-dicarbonsäure(anhydrid),
Maleinsäure(anhydrid), Alkenylbernsteinsäure(anhydrid). Die Formulierung (anhydrid)
bedeutet, dass auch die Anhydride der genannten Säuren bevorzugte Säurederivate sind.
Wenn die Verbindungen obiger Formel Amide oder Aminsalze sind, sind sie vorzugsweise
von einem sekundären Amin, das eine Wasserstoff und Kohlenstoff enthaltende Gruppe
mit mindestens 10 Kohlenstoffatomen enthält, erhalten.
Es ist bevorzugt, dass R17 10 bis 30, insbesondere 10 bis 22, z.B. 14 bis 20 Kohlenstoffatome enthält und vorzugsweise
geradkettig oder an der 1- oder 2-Position verzweigt ist. Die anderen Wasserstoff
und Kohlenstoff enthaltenden Gruppen können kürzer sein, z.B. weniger als 6 Kohlenstoffatome
enthalten, oder können, falls gewünscht, mindestens 10 Kohlenstoffatome aufweisen.
Geeignete Alkylgruppen schließen Methyl, Ethyl, Propyl, Hexyl, Decyl, Dodecyl, Tetradecyl,
Eicosyl und Docosyl (Behenyl) ein.
Des weiteren sind Polymere geeignet, die mindestens eine Amid-, Imid- oder Ammoniumgruppe
direkt an das Gerüst des Polymers gebunden enthalten, wobei die Amid-, Imid- oder
Ammoniumgruppe mindestens eine Alkylgruppe von mindestens 8 C-Atomen am Stickstoffatom
trägt. Derartige Polymere können auf verschiedene Arten hergestellt werden. Eine Art
ist, ein Polymer zu verwenden, das mehrere Carbonsäure oder - Anhydridgruppen enthält,
und dieses Polymer mit einem Amin der Formel NHR6R7 umzusetzen, um das gewünschte Polymer zu erhalten.
Als Polymere sind dazu allgemein Copolymere aus ungesättigten Estern wie C1-C40-Alkyl(meth)acrylaten, Fumarsäuredi(C1-C40-alkylestern), C1-C40-Alkylvinylethern, C1-C40-Alkylvinylestern oder C2-C40-Olefinen (linear, verzweigt, aromatisch) mit ungesättigten Carbonsäuren bzw. deren
reaktiven Derivaten, wie z.B. Carbonsäureanhydriden (Acrylsäure, Methacrylsäure, Maleinsäure,
Fumarsäure, Itaconsäure, Tetrahydrophthalsäure, Citraconsäure, bevorzugt Maleinsäureanhydrid)
geeignet.
Carbonsäuren werden vorzugsweise mit 0,1 bis 1,5 mol, insbesondere 0,5 bis 1,2 mol
Amin pro Säuregruppe, Carbonsäureanhydride vorzugsweise mit 0,1 bis 2,5, insbesondere
0,5 bis 2,2 mol Amin pro Säureanhydridgruppe umgesetzt, wobei je nach Reaktionsbedingungen
Amide, Ammoniumsalze, Amid-Ammoniumsalze oder Imide entstehen. So ergeben Copolymere,
die ungesättigte Carbonsäureanhydride enthalten, bei der Umsetzung mit einem sekundären
Amin auf Grund der Reaktion mit der Anhydridgruppe zur Hälfte Amid und zur Hälfte
Aminsalze. Durch Erhitzen kann unter Bildung des Diamids Wasser abgespalten werden.
Besonders geeignete Beispiele amidgruppenhaltiger Polymere zur erfindungsgemäßen Verwendung
sind:
- 5. Copolymere (a) eines Dialkylfumarats, -maleats, -citraconats oder -itaconats mit
Maleinsäureanhydrid, oder (b) von Vinylestern, z.B. Vinylacetat oder Vinylstearat
mit Maleinsäureanhydrid, oder (c) eines Dialkylfumarats, -maleats, -citraconats oder
-itaconats mit Maleinsäureanhydrid und Vinylacetat.
Besonders geeignete Beispiele für diese Polymere sind Copolymere von Didodecylfumarat,
Vinylacetat und Maleinsäureanhydrid; Ditetradecylfumarat, Vinylacetat und Maleinsäureanhydrid;
Dihexadecylfumarat, Vinylacetat und Maleinsäureanhydrid; oder den entsprechenden Copolymeren,
bei denen anstelle des Fumarats das Itaconat verwendet wird.
In den oben genannten Beispielen geeigneter Polymere wird das gewünschte Amid durch
Umsetzung des Polymers, das Anhydridgruppen enthält, mit einem sekundären Amin der
Formel HNR6R7 (gegebenenfalls außerdem mit einem Alkohol, wenn ein Esteramid gebildet wird) erhalten.
Wenn Polymere, die eine Anhydridgruppe enthalten, umgesetzt werden, werden die resultierenden
Aminogruppen Ammoniumsalze und Amide sein. Solche Polymere können verwendet werden,
mit der Maßgabe, dass sie mindestens zwei Amidgruppen enthalten.
Es ist wesentlich, dass das Polymer, das mindestens zwei Amidgruppen enthält, mindestens
eine Alkylgruppe mit mindestens 10 Kohlenstoffatomen enthält. Diese langkettige Gruppe,
die eine geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe sein kann, kann über das Stickstoffatom
der Amidgruppe gebunden vorliegen.
Die dafür geeigneten Amine können durch die Formel R6R7NH und die Polyamine durch R6NH[R19NH]xR7 wiedergegeben werden, wobei R19 eine zweiwertige Kohlenwasserstoffgruppe, vorzugsweise eine Alkylen- oder kohlenwasserstoffsubstituierte
Alkylengruppe, und x eine ganze Zahl, vorzugsweise zwischen 1 und 30 ist. Vorzugsweise
enthalten einer der beiden oder beide Reste R6 und R7 mindestens 10 Kohlenstoffatome, beispielsweise 10 bis 20 Kohlenstoffatome, zum Beispiel
Dodecyl, Tetradecyl, Hexadecyl oder Octadecyl.
Beispiele geeigneter sekundärer Amine sind Dioctylamin und solche, die Alkylgruppen
mit mindestens 10 Kohlenstoffatomen enthalten, beispielsweise Didecylamin, Didodecylamin,
Dicocosamin (d.h. gemischte C12-C14-Amine), Dioctadecylamin, Hexadecyloctadecylamin, Di-(hydriertes Talg)-Amin (annähernd
4 Gew.-% n-C14-Alkyl, 30 Gew.-% n-C10-Alkyl, 60 Gew.-% n-C18-Alkyl, der Rest ist ungesättigt). Beispiele geeigneter Polyamine sind N-Octadecylpropandiamin,
N,N'-Dioctadecylpropandiamin, N-Tetradecylbutandiamin und N,N'-Dihexadecylhexandiamin.
N-Cocospropylendiamin (C12/C14-Alkylpropylen-diamin), N-Talgpropylendiamin (C16/C18-Alkylpropylendiamin).
Die amidhaltigen Polymere haben üblicherweise ein durchschnittliches Molekulargewicht
(Zahlenmittel) von 1000 bis 500 000, zum Beispiel 10 000 bis 100 000.
- 6. Copolymere des Styrols, seiner Derivate oder aliphatischer Olefine mit 2 bis 40
C-Atomen, bevorzugt mit 6 bis 20 C-Atomen und olefinisch ungesättigten Carbonsäuren
oder Carbonsäureanhydriden, die mit Aminen der Formel HNR6R7 umgesetzt sind. Die Umsetzung kann vor oder nach der Polymerisation vorgenommen werden.
Im einzelnen leiten sich die Struktureinheiten der Copolymere von z.B. Maleinsäure,
Fumarsäure, Itaconsäure, Tetrahydrophthalsäure, Citraconsäure, bevorzugt Maleinsäureanhydrid
ab. Sie können sowohl in Form ihrer Homopolymeren als auch der Copolymeren eingesetzt
werden. Als Comonomere sind geeignet: Styrol und Alkylstyrole, geradkettige und verzweigte
Olefine mit 2 bis 40 Kohlenstoffatomen, sowie deren Mischungen untereinander. Beispielsweise
seien genannt: Styrol, α-Methylstyrol, Dimethylstyrol, α-Ethylstyrol, Diethylstyrol,
i-Propylstyrol, tert.-Butylstyrol, Ethylen, Propylen, n-Butylen, Diisobutylen, Decen,
Dodecen, Tetradecen, Hexadecen, Octadecen. Bevorzugt sind Styrol und Isobuten, besonders
bevorzugt ist Styrol.
Als Polymere seien beispielsweise im einzelnen genannt: Polymaleinsäure, ein molares,
alternierend aufgebautes Styrol/Maleinsäure-Copolymer, statistisch aufgebaute Styrol/Maleinsäure-Copolymere
im Verhältnis 10:90 und ein alternierendes Copolymer aus Maleinsäure und i-Buten.
Die molaren Massen der Polymeren betragen im allgemeinen 500 g/mol bis 20 000 g/mol,
bevorzugt 700 bis 2000 g/mol.
Die Umsetzung der Polymeren oder Copolymeren mit den Aminen erfolgt bei Temperaturen
von 50 bis 200°C im Verlauf von 0,3 bis 30 Stunden. Das Amin wird dabei in Mengen
von ungefähr einem Mol pro Mol einpolymerisiertem Dicarbonsäureanhydrid, d.i. ca.0,9
bis 1,1 Mol/Mol, angewandt. Die Verwendung größerer oder geringerer Mengen ist möglich,
bringt aber keinen Vorteil. Werden größere Mengen als ein Mol angewandt, erhält man
zum Teil Ammoniumsalze, da die Bildung einer zweiten Amidgruppierung höhere Temperaturen,
längere Verweilzeiten und Wasserauskreisen erfordert. Werden geringere Mengen als
ein Mol angewandt, findet keine vollständige Umsetzung zum Monoamid statt und man
erhält eine dementsprechend verringerte Wirkung.
Anstelle der nachträglichen Umsetzung der Carboxylgruppen in Form des Dicarbonsäureanhydrids
mit Aminen zu den entsprechenden Amiden kann es manchmal von Vorteil sein, die Monoamide
der Monomeren herzustellen und dann bei der Polymerisation direkt einzupolymerisieren.
Meist ist das jedoch technisch viel aufwendiger, da sich die Amine an die Doppelbindung
der monomeren Mono- und Dicarbonsäure anlagern können und dann keine Copolymerisation
mehr möglich ist.
- 7. Copolymere, bestehend aus 10 bis 95 Mol-% eines oder mehrerer Alkylacrylate oder
Alkylmethacrylate mit C1-C26-Alkylketten und aus 5 bis 90 Mol-% einer oder mehrerer ethylenisch ungesättigter
Dicarbonsäuren oder deren Anhydriden, wobei das Copolymere weitgehend mit einem oder
mehreren primären oder sekundären Aminen zum Monoamid oder Amid/Ammoniumsalz der Dicarbonsäure
umgesetzt ist.
Die Copolymeren bestehen zu 10 bis 95 Mol-%, bevorzugt zu 40 bis 95 Mol-% und besonders
bevorzugt zu 60 bis 90 Mol-% aus Alkyl(meth)acrylaten und zu 5 bis 90 Mol-%, bevorzugt
zu 5 bis 60 Mol-% und besonders bevorzugt zu 10 bis 40 Mol-% aus den olefinisch ungesättigten
Dicarbonsäurederivaten. Die Alkylgruppen der Alkyl(meth)acrylate enthalten aus 1 bis
26, bevorzugt 4 bis 22 und besonders bevorzugt 8 bis 18 Kohlenstoffatome. Sie sind
bevorzugt geradkettig und unverzweigt. Es können jedoch auch bis zu 20 Gew.-% cyclische
und/oder verzweigte Anteile enthalten sein.
Beispiele für besonders bevorzugte Alkyl(meth)acrylate sind n-Octyl(meth)acrylat,
n-Decyl(meth)acrylat, n-Dodecyl(meth)acrylat, n-Tetradecyl(meth)acrylat, n-Hexadecyl(meth)acrylat
und n-Octadecyl(meth)acrylat sowie Mischungen davon.
Beispiele ethylenisch ungesättigter Dicarbonsäuren sind Maleinsäure, Tetrahydrophthalsäure,
Citraconsäure und Itaconsäure bzw. deren Anhydride sowie Fumarsäure. Bevorzugt ist
Maleinsäureanhydrid.
Als Amine kommen Verbindungen der Formel HNR6R7 in Betracht.
In der Regel ist es von Vorteil, die Dicarbonsäuren in Form der Anhydride, soweit
verfügbar, bei der Copolymerisation einzusetzen, z.B. Maleinsäureanhydrid, Itaconsäureanhydrid,
Citraconsäureanhydrid und Tetrahydrophthalsäureanhydrid, da die Anhydride in der Regel
besser mit den (Meth)acrylaten copolymerisieren. Die Anhydridgruppen der Copolymeren
können dann direkt mit den Aminen umgesetzt werden.
Die Umsetzung der Polymeren mit den Aminen erfolgt bei Temperaturen von 50 bis 200°C
im Verlauf von 0,3 bis 30 Stunden. Das Amin wird dabei in Mengen von ungefähr einem
bis zwei Mol pro Mol einpolymerisiertem Dicarbonsäureanhydrid, d.i. ca. 0,9 bis 2,1
Mol/Mol angewandt. Die Verwendung größerer oder geringerer Mengen ist möglich, bringt
aber keinen Vorteil. Werden größere Mengen als zwei Mol angewandt, liegt freies Amin
vor. Werden geringere Mengen als ein Mol angewandt, findet keine vollständige Umsetzung
zum Monoamid statt und man erhält eine dementsprechend verringerte Wirkung.
In einigen Fällen kann es von Vorteil sein, wenn die Amid/Ammoniumsalzstruktur aus
zwei unterschiedlichen Aminen aufgebaut wird. So kann beispielsweise ein Copolymer
aus Laurylacrylat und Maleinsäureanhydrid zuerst mit einem sekundären Amin, wie hydriertem
Ditalgfettamin zum Amid umgesetzt werden, wonach die aus dem Anhydrid stammende freie
Carboxylgruppe mit einem anderen Amin, z.B. 2-Ethylhexylamin zum Ammoniumsalz neutralisiert
wird. Genauso ist die umgekehrte Vorgehensweise denkbar: Zuerst wird mit Ethylhexylamin
zum Monoamid, dann mit Ditalgfettamin zum Ammoniumsalz umgesetzt. 0Vorzugsweise wird
dabei mindestens ein Amin verwendet, welches mindestens eine geradkettige, unverzweigte
Alkylgruppe mit mehr als 16 Kohlenstoffatomen besitzt. Es ist dabei nicht erheblich,
ob dieses Amin am Aufbau der Amidstruktur oder als Ammoniumsalz der Dicarbonsäure
vorliegt.
Anstelle der nachträglichen Umsetzung der Carboxylgruppen bzw. des Dicarbonsäureanhydrids
mit Aminen zu den entsprechenden Amiden oder Amid/Ammoniumsalzen, kann es manchmal
von Vorteil sein, die Monoamide bzw. Amid/Ammoniumsalze der Monomeren herzustellen
und dann bei der Polymerisation direkt einzupolymerisieren. Meist ist das jedoch technisch
viel aufwendiger, da sich die Amine an die Doppelbindung der monomeren Dicarbonsäure
anlagern können und dann keine Copolymerisation mehr möglich ist.
- 8. Terpolymere auf Basis von α,β-ungesättigten Dicarbonsäureanhydriden, α,β-ungesättigten
Verbindungen und Polyoxyalkylenethern von niederen, ungesättigten Alkoholen, die dadurch
gekennzeichnet sind, dass sie 20 - 80, bevorzugt 40 - 60 Mol-% an bivalenten Struktureinheiten
der Formeln 1 und/oder 3, sowie gegebenenfalls 2 enthalten, wobei die Struktureinheiten
2 von nicht umgesetzten Anhydridresten stammen,



wobei
R22 und R23 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Methyl,
a, b gleich Null oder Eins und a + b gleich Eins,
R24 und R25 gleich oder verschieden sind und für die Gruppen -NHR6,
N(R6)2 und/oder -OR27 stehen, und R27 für ein Kation der Formel H2N(R6)2 oder H3NR6 steht,
19 - 80 Mol-%, bevorzugt 39-60 Mol-% an bivalenten Struktureinheiten der Formel 4

worin
R28 Wasserstoff oder C1-C4-Alkyl und
R29 C6-C60-Alkyl oder C6-C18-Aryl bedeuten und
1 - 30 Mol-%, bevorzugt 1 - 20 Mol-% an bivalenten Struktureinheiten der Formel 5

worin
R30 Wasserstoff oder Methyl,
R31 Wasserstoff oder C1-C4-Alkyl,
R33 C1-C4-Alkylen,
m eine Zahl von 1 bis 100,
R32 C1-C24-Alkyl, C5-C20-Cycloalkyl, C6-C18-Aryl oder -C(O)-R34, wobei
R34 C1-C40-Alkyl, C5-C10-Cycloalkyl oder C6-C18-Aryl,
enthalten.
Die vorgenannten Alkyl-, Cycloalkyl- und Arylreste können gegebenenfalls substituiert
sein. Geeignete Substituenten der Alkyl- und Arylreste sind beispielsweise (C1-C6)-Alkyl, Halogene, wie Fluor, Chlor, Brom und Jod, bevorzugt Chlor und (C1-C6)-Alkoxy.
Alkyl steht hier für einen geradkettigen oder verzweigten Kohlenwasserstoffrest. Im
einzelnen seien genannt: n-Butyl, tert.-Butyl, n-Hexyl, n-Octyl, Decyl, Dodecyl, Tetradecyl,
Hexadecyl, Octadecyl, Dodecenyl, Tetrapropenyl, Tetradecenyl, Pentapropenyl, Hexadecenyl,
Octadecenyl und Eicosanyl oder Mischungen, wie Cocosalkyl, Talgfettalkyl und Behenyl.
Cycloalkyl steht hier für einen cyclischen aliphatischen Rest mit 5 - 20 Kohlenstoffatomen.
Bevorzugte Cycloalkylreste sind Cyclopentyl und Cyclohexyl.
Aryl steht hier für einen gegebenenfalls substituiertes aromatisches Ringsystem mit
6 bis 18 Kohlenstoffatomen.
Die Terpolymere bestehen aus den bivalenten Struktureinheiten der Formeln 1 und 3
sowie 4 und 5 und ggf. 2. Sie enthalten lediglich noch in an sich bekannter Weise
die bei der Polymerisation durch Initiierung, Inhibierung und Kettenabbruch entstandenen
Endgruppen.
Im einzelnen leiten sich Struktureinheiten der Formeln 1 bis 3 von α,β-ungesättigten
Dicarbonsäureanhydriden der Formeln 6 und 7


wie Maleinsäureanhydrid, Itaconsäureanhydrid, Citraconsäureanhydrid, bevorzugt Maleinsäureanhydrid,
ab.
Die Struktureinheiten der Formel 4 leiten sich von den α,β-ungesättigten Verbindungen
der Formel 8 ab.

Beispielhaft seien die folgenden α,β-ungesättigten Olefine genannt: Styrol, α-Methylstyrol,
Dimethylstyrol, α-Ethylstyrol, Diethylstyrol, i-Propylstyrol, tert.-Butylstyrol, Diisobutylen
und α-Olefine, wie Decen, Dodecen, Tetradecen, Pentadecen, Hexadecen, Octadecen, C20-α-Olefin, C24-α-Olefin, C30-α-Olefin, Tripropenyl, Tetrapropenyl, Pentapropenyl sowie deren Mischungen. Bevorzugt
sind α-Olefine mit 10 bis 24 C-Atomen und Styrol, besonders bevorzugt sind α-Olefine
mit 12 bis 20 C-Atomen.
Die Struktureinheiten der Formel 5 leiten sich von Polyoxyalkylenethern niederer,
ungesättigter Alkohole der Formel 9 ab.

Bei den Monomeren der Formel 9 handelt es sich um Veretherungsprodukte (R32 = -C(O)R34) oder Veresterungsprodukte (R32 = -C(O)R34) von Polyoxyalkylenethern (R32 = H).
Die Polyoxyalkylenether (R32 = H) lassen sich nach bekannten Verfahren durch Anlagerung von α-Olefinoxiden, wie
Ethylenoxid, Propylenoxid und/oder Butylenoxid an polymerisierbare niedere, ungesättigte
Alkohole der Formel 10

herstellen. Solche polymerisierbaren niederen ungesättigten Alkohole sind z.B. Allylalkohol,
Methallylalkohol, Butenole, wie 3-Buten-1-ol und 1-Buten-3-ol oder Methylbutenole,
wie 2-Methyl-3-buten-1-ol, 2-Methyl-3-buten-2-ol und 3-Methyl-3-buten-1-ol. Bevorzugt
sind Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid und/oder Propylenoxid an Allylalkohol.
Eine nachfolgende Veretherung dieser Polyoxyalkylenether zu Verbindungen der Formel
9 mit R32 = C1-C24-Alkyl, Cycloalkyl oder Aryl erfolgt nach an sich bekannten Verfahren. Geeignete Verfahren
sind z.B. aus J. March, Advanced Organic Chemistry, 2. Auflage, S. 357f (1977) bekannt.
Diese Veretherungsprodukte der Polyoxyalkylenether lassen sich auch herstellen, indem
man α-Olefinoxide, bevorzugt Ethylenoxid, Propylenoxid und/oder Butylenoxid an Alkohole
der Formel 11
R32 - OH (11)
worin R32 gleich C1-C24-Alkyl, C5-C20-Cycloalkyl oder C6-C18-Aryl, nach bekannten Verfahren anlagert und mit polymerisierbaren niederen, ungesättigten
Halogeniden der Formel 12

umsetzt, wobei W für ein Halogenatom steht. Als Halogenide werden bevorzugt die Chloride
und Bromide eingesetzt. Geeignete Herstellungsverfahren werden z.B. in J. March, Advanced
Organic Chemistry, 2.Auflage, S.357f (1977) genannt.
Die Veresterung der Polyoxyalkylenether (R32 = -C(O)-R34) erfolgt durch Umsetzung mit gängigen Veresterungsmitteln, wie Carbonsäuren, Carbonsäurehalogeniden,
Carbonsäureanhydriden oder Carbonsäureestern mit C1-C4-Alkoholen. Bevorzugt werden die Halogenide und Anhydride von C1-C40-Alkyl-, C5-C10-Cycloalkyl- oder C6-C18-Arylcarbonsäuren verwendet. Die Veresterung wird im allgemeinen bei Temperaturen von
0 bis 200°C, vorzugsweise 10 bis 100°C durchgeführt.
Bei den Monomeren der Formel 9 gibt der Index m den Alkoxylierungsgrad, d.h. die Anzahl
der Mole an α-Olefin an, die pro Mol der Formel 20 oder 21 angelagert werden.
Als zur Herstellung der Terpolymere geeignete primäre Amine seien beispielsweise die
folgenden genannt:
n-Hexylamin, n-Octylamin, n-Tetradecylamin, n-Hexadecylamin, n-Stearylamin oder auch
N,N-Dimethylaminopropylendiamin, Cyclohexylamin, Dehydroabietylamin sowie deren Mischungen.
Als zur Herstellung der Terpolymere geeignete sekundäre Amine seien beispielsweise
genannt: Didecylamin, Ditetradecylamin, Distearylamin, Dicocosfettamin, Ditalgfettamin
und deren Mischungen.
Die Terpolymeren besitzen K-Werte (gemessen nach Ubbelohde in 5 gew.-%iger Lösung
in Toluol bei 25°C) von 8 bis 100, bevorzugt 8 bis 50, entsprechend mittleren Molekulargewichten
(Mw) zwischen ca. 500 und 100.000. Geeignete Beispiele sind in EP 606 055 aufgeführt.
Umsetzungsprodukte von Alkanolaminen und/oder Polyetheraminen mit Polymeren enthaltend
Dicarbonsäureanhydridgruppen, dadurch gekennzeichnet, dass sie 20 - 80, bevorzugt
40 - 60 Mol-% an bivalenten Struktureinheiten der Formeln 13 und 15 und gegebenenfalls
14



wobei
R22 und R23 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Methyl,
a, b gleich Null oder 1 und a + b gleich 1,
R37 = -OH, -O-[C1-C30-Alkyl], -NR6R7, -OsNrR6R7H2
R38 = R37 oder NR6R39
R39 = -(A-O)x-E
mit
A = Ethylen- oder Propylengruppe
x = 1 bis 50
E = H, C1-C30-Alkyl, C5-C12-Cycloalkyl oder C6-C30-Aryl
bedeuten, und 80 - 20 Mol-%, bevorzugt 60 - 40 Mol-% an bivalenten Struktureinheiten
der Formel 4 enthalten.
Im einzelnen leiten sich die Struktureinheiten der Formeln 13, 14 und 15 von α,β-ungesättigten
Dicarbonsäureanhydriden der Formeln 6 und/oder 7 ab.
Die Struktureinheiten der Formel 4 leiten sich von den α,β-ungesättigten Olefinen
der Formel 8 ab. Die vorgenannte Alkyl-, Cycloalkyl- und Arylreste haben die gleichen
Bedeutungen wie unter 8.
Die Reste R37 und R38 in Formel 13 bzw. R39 in Formel 15 leiten sich von Polyetheraminen
oder Alkanolaminen der Formeln 16 a) und b), Aminen der Formel NR6R7R8 sowie gegebenenfalls
von Alkoholen mit 1 bis 30 Kohlenstoffatomen ab.


Darin bedeuten
- R53
- Wasserstoff, C6-C40-Alkyl oder

- R54
- Wasserstoff, C1-C4-Alkyl
- R55
- Wasserstoff, C1-C4-Alkyl, C5- bis C12-Cycloalkyl oder C6- bis C30-Aryl
- R56, R57
- unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C22-Alkyl, C2- bis C22-Alkenyl oder Z - OH
- Z
- C2- bis C4-Alkylen
- n
- eine Zahl zwischen 1 und 1000.
Zur Derivatisierung der Struktureinheiten der Formeln 6 und 7 werden vorzugsweise
Gemische aus mindestens 50 Gew.-% Alkylaminen der Formel HNR6R7R8 und höchstens 50 Gew.-% Polyetheraminen, Alkanolaminen der Formeln 16 a) und b) verwendet.
Die Herstellung der eingesetzten Polyetheramine ist beispielsweise durch reduktive
Aminierung von Polyglykolen möglich. Des weiteren gelingt die Herstellung von Polyetheraminen
mit einer primären Aminogruppe durch Addition von Polyglykolen an Acrylnitril und
anschließende katalytische Hydrierung. Darüber hinaus sind Polyetheramine durch Umsetzung
von Polyethern mit Phosgen bzw. Thionylchlorid und anschließende Aminierung zum Polyetheramin
zugänglich. Die erfindungsgemäß eingesetzten Polyetheramine sind (z.B.) unter der
Bezeichnung ® Jeffamine (Texaco) kommerziell erhältlich. Ihr Molekulargewicht beträgt
bis zu 2000 g/mol und das Ethylenoxid-/Propylenoxid-Verhältnis beträgt von 1:10 bis
6:1.
Eine weitere Möglichkeit zur Derivatisierung der Struktureinheiten der Formeln 6 und
7 besteht darin, dass anstelle der Polyetheramine ein Alkanolamin der Formeln 16a)
oder 16b) eingesetzt und nachfolgend einer Oxalkylierung unterworfen wird.
Pro Mol Anhydrid werden 0,01 bis 2 Mol, bevorzugt 0,01 bis 1 Mol Alkanolamin eingesetzt.
Die Reaktionstemperatur beträgt zwischen 50 und 100°C (Amidbildung). Im Falle von
primären Aminen erfolgt die Umsetzung bei Temperaturen oberhalb 100°C (Imidbildung).
Die Oxalkylierung erfolgt üblicherweise bei Temperaturen zwischen 70 und 170°C unter
Katalyse von Basen, wie NaOH oder NaOCH3, durch Aufgasen von Alkylenoxiden, wie Ethylenoxid
(EO) und/oder Propylenoxid (PO). Üblicherweise werden pro Mol Hydroxylgruppen 1 bis
500, bevorzugt 1 bis 100 Mol Alkylenoxid zugegeben.
Als geeignete Alkanolamine seien beispielsweise genannt:
Monoethanolamin, Diethanolamin, N-Methylethanolamin, 3-Aminopropanol, Isopropanol,
Diglykolamin, 2-Amino-2-methylpropanol und deren Mischungen.
Als primäre Amine seien beispielsweise die folgenden genannt:
n-Hexylamin, n-Octylamin, n-Tetradecylamin, n-Hexadecylamin, n-Stearylamin oder auch
N,N-Dimethylaminopropylendiamin, Cyclohexylamin, Dehydroabietylamin sowie deren Mischungen.
Als sekundäre Amine seien beispielsweise genannt:
Didecylamin, Ditetradecylamin, Distearylamin, Dicocosfettamin,
Ditalgfettamin und deren Mischungen.
Als Alkohole seien beispielsweise genannt:
Methanol, Ethanol, Propanol, Isopropanol, n-, sek.-, tert.-Butanol, Octanol, Tetradecanol,
Hexadecanol, Octadecanol, Talgfettalkohol, Behenylalkohol und deren Mischungen. Geeignete
Beispiele sind in EP-A-688 796 aufgeführt.
- 10. Co- und Terpolymere von N-C6-C24-Alkylmaleinimid mit C1-C30-Vinylestern, Vinylethern und/oder Olefinen mit 1 bis 30 C-Atomen, wie z.B. Styrol
oder α-Olefinen. Diese sind zum einen durch Umsetzung eines Anhydridgruppen enthaltenden
Polymers mit Aminen der Formel H2NR6 oder durch Imidierung der Dicarbonsäure und anschließende
Copolymerisation zugänglich. Bevorzugte Dicarbonsäure ist dabei Maleinsäure bzw. Maleinsäureanhydrid.
Bevorzugt sind dabei Copolymere aus 10 bis 90 Gew.-% C6-C24-α-Olefinen und 90 bis 10 Gew.-% N-C6-C22-Alkylmaleinsäureimid.
[0027] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung können den erfindungsgemäßen Additiven
und Brennstoffölen, die die Bestandteile (A) und (D) enthalten, noch Ethylencopolymere
(B), Alkylphenol-Aldehydharze (C) und/oder Kammpolymere zugesetzt werden. Bevorzugte
Ausführungsformen sind folglich auch erfindungsgemäße Brennstofföle, die Ethylencopolymere
(B), Alkylphenol-Aldehydharze (C) und/oder Kammpolymere enthalten, sowie die erfindungsgemäße
Verwendung von Additiven, welche Ethylencopolymere (B), Alkylphenol-Aldehydharze (C)
und/oder Kammpolymere enthalten, und das entsprechende Verfahren.
[0028] Copolymer B) ist vorzugsweise ein Ethylen-Copolymerisat mit einem Ethylengehalt von
60 bis 90 Mol-% und einem Comonomergehalt von 10 bis 40 Mol-%, bevorzugt 12 bis 18
Mol-%. Geeignete Comonomere sind Vinylester aliphatischer Carbonsäuren mit 2 bis 15
C-Atomen. Bevorzugte Vinylester für Copolymer B) sind Vinylacetat, Vinylpropionat,
Vinylhexanoat, Vinyloctanoat, Vinyl-2-ethylhexanoat, Vinyllaurat und Vinylester von
Neocarbonsäuren, hier insbesondere von Neononan-, Neodecan- und Neoundecansäure. Insbesondere
bevorzugt sind ein Ethylen-Vinylacetat-Copolymer, ein Ethylen-Vinylpropionat-Copolymer,
ein Ethylen-Vinylacetat-Vinyloctanoat-Terpolymer, ein Ethylen-Vinylacetat-Vinyl-2-ethylhexanoat-Terpolymer,
ein Ethylen-Vinylacetat-Neononansäurevinylester-Terpolymer oder ein Ethylen-Vinylacetat-Neodecansäurevinylester-Terpolymer.
Bevorzugte Acrylsäureester sind Acrylsäureester mit Alkoholresten von 1 bis 20, insbesondere
von 2 bis 12 und speziell von 4 bis 8 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Methylacrylat,
Ethylacrylat und 2-Ethylhexylacrylat. Die Copolymere können bis zu 5 Gew.-% weiterer
Comonomere enthalten. Solche Comonomere können beispielsweise Vinylester, Vinylether,
Acrylsäurealkylester, Methacrylsäurealkylester mit C
1- bis C
20-Alkylresten, Isobutylen und Olefine sein. Bevorzugt als höhere Olefine sind Hexen,
Isobutylen, Octen und/oder Diisobutylen. Weitere geeignete Comonomere sind Olefine
wie Propen, Hexen, Buten, Isobuten, Diisobutylen, 4-Methylpenten-1 und Norbornen.
Besonders bevorzugt sind Ethylen-Vinylacetat-Diisobutylen und Ethylen-Vinylacetat-4-Methylpenten-1-Terpolymerisate.
Vorzugsweise haben die Copolymere Schmelzviskositäten bei 140°C von 20 bis 10.000
mPas, insbesondere von 30 bis 5000 mPas, speziell von 50 bis 2000 mPas.
[0029] Die Copolymere (B) sind durch die üblichen Copolymerisationsverfahren wie beispielsweise
Suspensionspolymerisation, Lösungsmittelpolymerisation, Gasphasenpolymerisation oder
Hochdruckmassepolymerisation herstellbar. Bevorzugt ist dabei die Hochdruckmassepolymerisation
bei Drucken von vorzugsweise 50 bis 400, insbesondere 100 bis 300 MPa und Temperaturen
von vorzugsweise 50 bis 350, insbesondere 100 bis 250°C. Die Reaktion der Monomeren
wird durch Radikale bildende Initiatoren (Radikalkettenstarter) eingeleitet. Zu dieser
Substanzklasse gehören z.B. Sauerstoff, Hydroperoxide, Peroxide und Azoverbindungen
wie Cumolhydroperoxid, t-Butylhydroperoxid, Dilauroylperoxid, Dibenzoylperoxid, Bis(2-ethylhexyl)peroxid-carbonat,
t-Butylperpivalat, t-Butylpermaleinat, t-Butylperbenzoat, Dicumylperoxid, t-Butylcumylperoxid,
Di-(t-butyl)peroxid, 2,2'-Azo-bis(2-methylpropanonitril), 2,2'-Azo-bis(2-methylbutyronitril).
Die Initiatoren werden einzeln oder als Gemisch aus zwei oder mehr Substanzen in Mengen
von 0,01 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 0,05 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das Monomerengemisch,
eingesetzt.
[0030] Die Hochdruckmassepolymerisation wird in bekannten Hochdruckreaktoren, z.B. Autoklaven
oder Rohrreaktoren, diskontinuierlich oder kontinuierlich durchgeführt, besonders
bewährt haben sich Rohrreaktoren. Lösungsmittel wie aliphatische und/oder aromatische
Kohlenwasserstoffe oder Kohlenwasserstoffgemische, Benzol oder Toluol, können im Reaktionsgemisch
enthalten sein. Bevorzugt ist die lösungsmittelfreie Arbeitsweise. In einer bevorzugten
Ausführungsform der Polymerisation wird das Gemisch aus den Monomeren, dem Initiator
und, sofern eingesetzt, dem Moderator, einem Rohrreaktor über den Reaktoreingang sowie
über einen oder mehrere Seitenäste zugeführt. Hierbei können die Monomerenströme unterschiedlich
zusammengesetzt sein (EP-A-0 271 738).
[0031] Als geeignete Co- bzw. Terpolymere sind beispielsweise zu nennen:
Ethylen-Vinylacetat-Copolymere mit 10 - 40 Gew.-% Vinylacetat und 60 - 90 Gew.-% Ethylen;
die aus DE-A-34 43 475 bekannten Ethylen-Vinylacetat-Hexen-Terpolymere;
die in EP-B-0 203 554 beschriebenen Ethylen-Vinylacetat-Diisobutylen-Terpolymere;
die aus EP-B-0 254 284 bekannte Mischung aus einem Ethylen-Vinylacetat-Diisobutylen-Terpolymerisat
und einem Ethylen/Vinylacetat-Copolymer;
die in EP-B-0 405 270 offenbarten Mischungen aus einem Ethylen-Vinylacetat-Copolymer
und einem Ethylen-Vinylacetat-N-Vinylpyrrolidon-Terpolymerisat;
die in EP-B-0 463 518 beschriebenen Ethylen/Vinylacetat/iso-Butylvinylether-Terpolymere;
die in EP-B-0 491 225 offenbarten Mischpolymerisate des Ethylens mit Alkylcarbonsäurevinylestern;
die aus EP-B-0 493 769 bekannten Ethylen/Vinylacetat/ Neononansäurevinylester bzw.
Neodecansäurevinylester-Terpolymere, die außer Ethylen 10 - 35 Gew.-% Vinylacetat
und 1 - 25 Gew.-% der jeweiligen Neoverbindung enthalten;
die in DE-A-196 20 118 beschriebenen Terpolymere aus Ethylen, dem Vinylester einer
oder mehrerer aliphatischer C2- bis C20-Monocarbonsäuren und 4-Methylpenten-1 ;
die in DE-A-196 20 119 offenbarten Terpolymere aus Ethylen, dem Vinylester einer oder
mehrerer aliphatischer C2- bis C20-Monocarbonsäuren und Bicyclo[2.2.1]hept-2-en.
[0032] Die Ethylen-Copolymere können einzeln oder als Mischung verschiedenartiger Polymere
eingesetzt werde.
[0033] Alkylphenol-Aldehyd-Harze (C) sind prinzipiell bekannt und beispielsweise im Römpp
Chemie Lexikon, 9. Auflage, Thieme Verlag 1988-92, Band 4, S. 3351ff. beschrieben.
Die Alkylreste des o- oder p-Alkylphenols besitzen 1 - 50, bevorzugt 4 - 20, insbesondere
6 - 12 Kohlenstoffatome; bevorzugt handelt es sich um n-, iso- und tert.-Butyl, n-
und iso-Pentyl, n- und iso-Hexyl, n- und iso-Octyl, n- und iso-Nonyl, n- und iso-Decyl,
n- und iso-Dodecyl sowie Tetrapropenyl, Pentapropenyl und Polyisobutenyl. Das Alkylphenol-Aldehyd-Harz
kann auch bis zu 50 Mol% Phenoleinheiten enthalten. Für das Alkylphenol-Aldehydharz
können gleiche oder verschiedene Alkylphenole verwendet werden. Der aliphatische Aldehyd
im Alkylphenol-Aldehyd-Harz besitzt 1 - 10, bevorzugt 1 - 4 Kohlenstoffatome und kann
weitere funktionelle Gruppen wie Aldehyd- oder Carboxylgruppen tragen. Bevorzugt ist
er Formaldehyd. Das Molekulargewicht der Alkylphenol-Aldehyd-Harze beträgt 400 - 10.000,
bevorzugt 400 - 5000 g/mol.
[0034] Voraussetzung ist hierbei, dass die Harze öllöslich sind.
[0035] Die Herstellung der Alkylphenol-Aldehyd-Harze erfolgt in bekannter Weise durch basische
Katalyse, wobei Kondensationsprodukte vom Resoltyp entstehen, oder durch saure Katalyse,
wobei Kondensationsprodukte vom Novolaktyp entstehen.
[0036] Die nach beiden Arten gewonnenen Kondensate sind für die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
geeignet. Bevorzugt ist die Kondensation in Gegenwart von sauren Katalysatoren.
[0037] Zur Herstellung der Alkylphenol-Aldehyd-Harze werden ein bifunktionelles o- oder
p-Alkylphenol mit 1 bis 50 C-Atomen, vorzugsweise 4 bis 20, insbesondere 6 bis 12
C-Atomen je Alkylgruppe, oder Gemische hiervon und ein aliphatischer Aldehyd mit 1
bis 10 C-Atomen miteinander umgesetzt, wobei pro Mol Alkylphenolverbindung etwa 0,5
- 2 Mol, vorzugsweise 0,7 - 1,3 Mol und insbesondere äquimolare Mengen Aldehyd eingesetzt
werden.
[0038] Geeignete Alkylphenole sind insbesondere C
4- bis C
50-Alkylphenole wie beispielsweise o- oder p-Kresol, n-, sek.- und tert.-Butylphenol,
n- und i-Pentylphenol, n- und iso-Hexylphenol, n- und iso-Octylphenol, n- und iso-Nonylphenol,
n- und iso-Decylphenol, n- und iso-Dodecylphenol, Tetradecylphenol, Hexadecylphenol,
Octadecylphenol, Eicosylphenol, Tripropenylphenol, Tetrapropenylphenol und Polyi(isobutenyl)phenol.
Die Alkylphenole sind vorzugsweise para-substituiert. Sie sind vorzugsweise zu höchstens
7 Mol-%, insbesondere zu höchstens 3 Mol-% mit mehr als einer Alkylgruppe substituiert.
[0039] Besonders geeignete Aldehyde sind Formaldehyd, Acetaldehyd, Butyraldehyd und Glutaraldehyd,
bevorzugt ist Formaldehyd.
[0040] Der Formaldehyd kann in Form von Paraformaldehyd oder in Form einer vorzugsweise
20 - 40 gew.-%igen wäßrigen Formalinlösung eingesetzt werden. Es können auch entsprechende
Mengen an Trioxan verwendet werden.
[0041] Die Umsetzung von Alkylphenol und Aldehyd erfolgt üblicherweise in Gegenwart von
alkalischen Katalysatoren, beispielsweise Alkalihydroxiden oder Alkylaminen, oder
von sauren Katalysatoren, beispielsweise anorganischen oder organischen Säuren, wie
Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Sulfonsäure, Sulfamidosäuren oder Halogenessigsäuren,
und in Gegenwart eines mit Wasser ein Azeotrop bildenden organischen Lösungsmittels,
beispielsweise Toluol, Xylol, höheren Aromaten oder Gemischen hiervon. Das Reaktionsgemisch
wird auf eine Temperatur von 90 bis 200°C, bevorzugt 100 - 160°C erhitzt, wobei das
entstehende Reaktionswasser während der Umsetzung durch azeotrope Destillation entfernt
wird. Lösungsmittel, die unter den Bedingungen der Kondensation keine Protonen abspalten,
können nach der Kondensationsreaktion in den Produkten bleiben. Die Harze können direkt
oder nach Neutralisation des Katalysators eingesetzt werden, gegebenenfalls nach weiterer
Verdünnung der Lösung mit aliphatischen und/oder aromatischen Kohlenwasserstoffen
oder Kohlenwasserstoffgemischen, z.B. Benzinfraktionen, Kerosin, Decan, Pentadecan,
Toluol, Xylol, Ethylbenzol oder Lösungsmitteln wie ® Solvent Naphtha, ® Shellsol AB,
® Solvesso 150, ® Solvesso 200, ® Exxsol, ® ISOPAR- und ® Shellsol D-Typen.
[0042] Die Alkylphenolharze können anschließend gegebenenfalls durch Umsetzung mit 1 bis
10, speziell 1 bis 5 Mol Alkylenoxid wie Ethylenoxid, Propylenoxid oder Butylenoxid
pro phenolischer OH-Gruppe alkoxiliert werden.
[0043] Schließlich können in einer weiteren Ausführungsform der Erfindung die erfindungsgemäßen
Additive und Mitteldestillate Kammpolymere enthalten. Hierunter versteht man Polymere,
bei denen Kohlenwasserstoffreste mit mindestens 8, insbesondere mindestens 10 Kohlenstoffatomen
an einem Polymerrückgrat gebunden sind. Vorzugsweise handelt es sich um Homopolymere,
deren Alkylseitenketten mindestens 8 und insbesondere mindestens 10 Kohlenstoffatome
enthalten. Bei Copolymeren weisen mindestens 20 %, bevorzugt mindestens 30 % der Monomeren
Seitenketten auf (vgl. Comblike Polymers-Structure and Properties; N.A. Plate and
V.P. Shibaev, J. Polym. Sci. Macromolecular Revs. 1974, 8, 117 ff). Beispiele für
geeignete Kammpolymere sind z.B. Fumarat/Vinylacetat-Copolymere (vgl. EP 0 153 176
A1), Copolymere aus einem C
6- bis C
24-α-Olefin und einem N-C
6- bis C
22-Alkylmaleinsäureimid (vgl. EP 0 320 766), ferner veresterte Olefin/Maleinsäureanhydrid-Copolymere,
Polymere und Copolymere von α-Olefinen und veresterte Copolymere von Styrol und Maleinsäureanhydrid.
[0044] Kammpolymere können beispielsweise durch die Formel

beschrieben werden. Darin bedeuten
- A
- R', COOR', OCOR', R"-COOR' oder OR';
- D
- H, CH3, A oder R;
- E
- H oder A;
- G
- H, R", R"-COOR', einen Arylrest oder einen heterocyclischen Rest;
- M
- H, COOR", OCOR", OR" oder COOH;
- N
- H, R", COOR", OCOR, COOH oder einen Arylrest;
- R'
- eine Kohlenwasserstoffkette mit 8-150 Kohlenstoffatomen;
- R"
- eine Kohlenwasserstoffkette mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen;
- m
- eine Zahl zwischen 0,4 und 1,0; und
- n
- eine Zahl zwischen 0 und 0,6.
[0045] Das Mischungsverhältnis (in Gewichtsteilen) der erfindungsgemäßen Additive mit Paraffindispergatoren,
Harzen bzw. Kammpolymeren beträgt jeweils 1:10 bis 20:1, vorzugsweise 1:1 bis 10:1.
Die erfindungsgemäßen Additivkomponenten können Mineralölen oder Mineralöldestillaten
getrennt oder in Mischung zugesetzt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform werden
die einzelnen Additivbestandteile oder aber die entsprechende Mischung vor dem Zusatz
zu den Mitteldestillaten in einem organischen Lösungs- oder Dispersionsmittel gelöst
bzw. dispergiert. Die Lösung bzw. Dispersion enthält im allgemeinen 5 - 90, bevorzugt
5 - 75 Gew.-% des Additivs bzw. Additivgemischs.
[0046] Geeignete Lösungs- oder Dispersionsmittel sind dabei aliphatische und/oder aromatische
Kohlenwasserstoffe oder Kohlenwasserstoffgemische, z.B. Benzinfraktionen, Kerosin,
Decan, Pentadecan, Toluol, Xylo!, Ethylbenzol oder kommerzielle Lösungsmittelgemische
wie Solvent Naphtha, ® Shellsol AB, ® Solvesso 150, ® Solvesso 200, ® Exxsol, ® ISOPAR-
und ® Shellsol D-Typen. Gegebenenfalls können auch polare Lösungsvermittler wie 2-Ethylhexanol,
Decanol, iso-Decanol oder iso-Tridecanol zugesetzt werden.
[0047] Durch die erfindungsgemäßen Additive in ihren Kälteeigenschaften verbesserte Mineralöle
oder Mineralöldestillate enthalten 0,001 bis 2, vorzugsweise 0,005 bis 0,5 Gew.-%
der Additive, bezogen auf das Mineralöl bzw. Mineralöldestillat.
[0048] Die erfindungsgemäßen Additive sind insbesondere geeignet, die Kaltfließeigenschaften
von tierischen, pflanzlichen oder mineralischen Ölen zu verbessern. Gleichzeitig verbessern
sie unterhalb des Cloud Points die Dispergierung der ausgefallenen Paraffine. Sie
sind für die Verwendung in Mitteldestillaten besonders gut geeignet. Als Mitteldestillate
bezeichnet man insbesondere solche Mineralöle, die durch Destillation von Rohöl gewonnen
werden und im Bereich von 120 bis 450°C sieden, beispielsweise Kerosin, Jet-Fuel,
Diesel und Heizöl. Vorzugsweise werden die erfindungsgemäßen Additive in schwefelarmen
Mitteldestillaten verwendet, die 350 ppm Schwefel und weniger, besonders bevorzugt
weniger als 200 ppm Schwefel und insbesondere weniger als 50 ppm Schwefel enthalten.
Die erfindungsgemäßen Additive werden weiterhin vorzugsweise in solchen Mitteldestillaten
verwendet, die 95 %-Destillationspunkte unter 365°C, insbesondere 350°C und in Spezialfällen
unter 330°C aufweisen und neben hohen Gehalten an Paraffinen mit 18 bis 24 C-Atomen
nur geringe Anteile an Paraffinen mit Kettenlängen von 24 und mehr C-Atomen enthalten.
Sie können auch als Komponenten in Schmierölen eingesetzt werden.
[0049] Die Mineralöle bzw. Mineralöldestillate können auch noch weitere übliche Zusatzstoffe
wie beispielsweise Entwachsungshilfsmittel, Korrosionsinhibitoren, Antioxidantien,
Lubricity-Additive, Schlamminhibitoren, Cetanzahlverbesserer, Detergenzadditive, Dehazer,
Leitfähigkeitsverbesserer oder Farbstoffe enthalten.
Beispiele
[0050] Es wurden folgende Ester A) als 50 % ige Lösung in aromatischem Lösemittel eingesetzt
(EO steht für Ethylenoxid; PO steht für Propylenoxid):
Tabelle 1: Charakterisierung der verwendeten Ester (Bestandteil A)
| |
|
|
Hauptbestandteile der Fettsäuren |
Säurezahl |
OH-Zahl |
| Additiv |
Polyol |
Alkoxilierung |
C18 |
C20 |
C22 |
[mg KOH/g] |
[mg KOH/g] |
| A1 |
Glycerin |
22 mol EO |
2 |
7 |
88 |
7 |
13 |
| A2 |
Glycerin |
22 mol EO |
95 % |
|
|
5 |
4 |
| A3 |
Glycerin |
22 mol EO |
37 |
10 |
48 |
1 |
2 |
| A4 |
Glycerin |
16 mol PO |
37 |
10 |
48 |
7 |
9 |
| A5 |
Glycerin |
16 mol PO |
2 |
7 |
88 |
5 |
7 |
| A6 |
Glycerin |
24 mol PO |
37 |
10 |
48 |
8 |
11 |
| A7 |
Glycerin |
10 mol EO |
2 |
7 |
88 |
7 |
9 |
| A8 |
Glycerin |
30 mol EO |
2 |
7 |
88 |
2 |
4 |
| A9 |
Glycerin |
40 mol EO |
2 |
7 |
88 |
12 |
10 |
| A10 |
Glycerin |
20 mol EO |
36 |
36 |
24 |
13 |
13 |
| A11 |
Glycerin |
20 mol EO |
2 |
7 |
88 |
0,5 |
11 |
| A12 |
Glycerin |
15 mol EO |
2 |
7 |
88 |
5 |
7 |
| A13 (V) |
Ethylenglykol |
13 mol EO |
37 |
10 |
48 |
0,9 |
4 |
| A14 (V) |
Glycerin |
- |
2 |
7 |
88 |
0,2 |
4 |
| A15 |
Mit Mischung aus Behensäure (2% C18, 7 % C20, 88% C22) und 10 mol-% Poly(isobutenylbernsteinsäureanhydrid (MW 1000 g/mol) verestertes Glycerinethoxilat
(20 mol EO) |
[0051] Charakterisierung der als Fließverbesserer eingesetzten Ethylen-Copolymere (Bestandteil
B)).
Die Bestimmung der Viskosität erfolgt gemäß ISO 3219/B mit einem Rotationsviskosimeter
(Haake RV20) mit Platte-Kegel-Meßsystem bei 140°C.
| Additiv Nr. |
Comonomere (neben Ethylen) |
V140 |
| B 1) |
32 Gew.-% Vinylacetat |
125 mPas |
| B 2) |
31 Gew.-% Vinylacetat + 8 Gew.-% Neodecansäurevinylester |
110 mPas |
| B 3) |
Mischung der Cpolymere B1) und B2) im Verhältnis 1:5 |
|
[0052] Die Additive werden zur Verbesserung der Handhabbarkeit als 50 %ige Lösungen in Solvent
Naphtha bzw. Kerosin eingesetzt.
[0053] Charakterisierung der verwendeten Alkylphenol-Aldehydharze (Bestandteil C))
C 1) Nonylphenol-Formaldehydharz
C 2) Dodecylphenol-Formaldehydharz
C 3) C20/24-Alkylphenol-Formaldehydharz
[0054] Charakterisierung der verwendeten Paraffindispergatoren (Bestandteil D))
D 1) Umsetzungsprodukt eines Dodecenyl-Spirobislactons mit einer Mischung aus primärem
und sekundärem Talgfettamin
D 2) Umsetzungsprodukt eines Terpolymers aus C14/C16-α-Olefin, Maleinsäureanhydrid und Allylpolyglykol mit 2 Equivalenten Ditalgfettamin.
Charakterisierung der Testöle:
[0055] Die Bestimmung der Siedekenndaten erfolgt gemäß ASTM D-86, die Bestimmung des CFPP-Werts
gemäß EN 116 und die Bestimmung des Cloud Points gemäß ISO 3015.
Tabelle 2: Kenndaten der Testöle
| |
Testöl 1 |
Testöl 2 |
Testöl 3 |
Testöl 4 |
| Siedebeginn [°C] |
169 |
200 |
174 |
241 |
| 20 % [°C] |
211 |
251 |
209 |
256 |
| 90 % [°C] |
327 |
342 |
327 |
321 |
| 95 % [°C] |
344 |
354 |
345 |
341 |
| Cloud Point [°C] |
-9,0 |
-4,2 |
-6,7 |
-8,2 |
| CFPP [°C] |
-10 |
-6 |
-8 |
-10 |
| Schwefelgehalt |
33 ppm |
35 ppm |
210 ppm |
45 ppm |
Wirksamkeit der Additive
[0056] In Tabelle 4 wird die im Vergleich zum Stand der Technik überlegene Wirksamkeit der
erfindungsgemäßen Additive zusammen mit Ethylen-Copolymeren für Mineralöle und Mineralöldestillate
an Hand des CFPP-Tests (Cold Filter Plugging Test nach EN 116) in beschrieben.
Die Paraffindispergierung in Mitteldestillaten wurde wie folgt im Kurzsedimenttest
bestimmt:
150 ml der mit den in der Tabelle angegebenen Additivkomponenten versetzten Mitteldestillate
wurden in 200 ml-Meßzylindem in einem Kälteschrank mit -2°C/Stunde auf -13°C abgekühlt
und 16 Stunden bei dieser Temperatur gelagert. Anschließend wurden visuell Volumen
und Aussehen sowohl der sedimentierten Paraffinphase wie auch der darüber stehenden
Ölphase bestimmt und beurteilt. Eine geringe Sedimentmenge bei gleichzeitig homogen
trüber Ölphase bzw. ein großes Sedimentvolumen bei klarer Ölphase zeigen eine gute
Paraffindispergierung. Zusätzlich wurden die unteren 20 Vol.-% isoliert und der Cloud
Point gemäß ISO 3015 bestimmt. Eine nur geringe Abweichung des Cloud Points der unteren
Phase (CPKS) vom Blindwert des Öls zeigt eine gute Paraffindispergierung.
Tabelle 3: CFPP-Wirksamkeit in Testöl 1
| Die CFPP-Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Ester A wurde in Kombination mit gleichen
Mengen C und D in Testöl 1 wie folgt gemessen: |
| |
A |
C |
D |
B3 in ppm |
| |
|
|
|
50 |
75 |
100 |
| Beispiel 1 |
50 ppm A1 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
-29 |
-31 |
-30 |
| Beispiel 2 |
50 ppm A11 |
50 ppm C2 |
50 ppm D1 |
-27 |
-30 |
-30 |
| Beispiel 3 |
50 ppm A7 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
-17 |
-28 |
-29 |
| Beispiel 4 |
50 ppm A12 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
-19 |
-31 |
-29 |
| Beispiel 5 |
50 ppm A8 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
-21 |
-29 |
-29 |
| Beispiel 6 |
50 ppm A9 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
-18 |
-24 |
-29 |
| Beispiel 7 |
50 ppm A2 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
-26 |
-29 |
-28 |
| Beispiel 8 |
50 ppm A3 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
-30 |
-27 |
-30 |
| Beispiel 9 |
50 ppm A5 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
-22 |
-29 |
-30 |
| Beispiel 10 |
50 ppm A10 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
-19 |
-30 |
-29 |
| Beispiel 11 |
50 ppm A6 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
-16 |
-26 |
-29 |
| Beispiel 12 |
50 ppm A15 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
-28 |
-30 |
-31 |
| Beispiel 13 |
50 ppm A13 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
-14 |
-22 |
-28 |
| Beispiel 14 (Vergleich) |
- |
75 ppm C1 |
75 ppm D2 |
-12 |
-17 |
-21 |
Tabelle 4: CFPP-Wirksamkeit in Testöl 2
| Die Additivbestandteile A wurden mit 5 Teilen B2) gemischt und auf ihre CFPP-Wirksamkeit
in Testöl 2 geprüft. |
| |
|
CFPP [°C] |
| Bestandteil A |
100 ppm |
200 ppm |
300 ppm |
| Beispiel 15 (Vergleich) |
A1 |
-11 |
-20 |
-21 |
| Beispiel 16 (Vergleich) |
A2 |
-11 |
-22 |
-23 |
| Beispiel 17 (Vergleich) |
A3 |
-10 |
-20 |
-22 |
| Beispiel 18(Vergleich) |
A4 |
-10 |
-18 |
-23 |
| Beispiel 19 (Vergleich) |
A13 |
-8 |
-10 |
-17 |
| Beispiel 20 (Vergleich) |
- |
-6 |
-8 |
-9 |
Tabelle 5: CFPP- und Dispergierwirkung in Testöl 3
| Für die Dispergiertests in Testöl 3 wurden in allen Messungen zusätzlich 200 ppm des
Additivs B1) zudosiert. |
| |
Additive |
Testöl 3 (CP -6,7°C) |
| |
A |
C |
Sediment [Vol.-%] |
Aussehen Ölphase |
CFPP [°C] |
CPKS [°C] |
| Beispiel 21 (V) |
100 ppm A1 |
50 ppm C1 |
0 |
trüb |
-23 |
-5,9 |
| Beispiel 22 (V) |
100 ppm A1 |
50 ppm C2 |
7 |
trüb |
-24 |
-3,3 |
| Beispiel 23 (V) |
100 ppm A2 |
50 ppm C2 |
10 |
trüb |
-21 |
-2,4 |
| Beispiel 24 (V) |
100 ppm A1 |
50 ppm C3 |
20 |
wolkig |
-21 |
-0,8 |
| Beispiel 25 (V) |
50 ppm A2 |
100 ppm C1 |
20 |
wolkig |
-26 |
-1,4 |
| Beispiel 26 (V) |
100 ppm A3 |
50 ppm C1 |
10 |
trüb |
-28 |
-1,4 |
| Beispiel 27 (V) |
50 ppm A3 |
100 ppm C1 |
0 |
trüb |
-28 |
-5,3 |
| Beispiel 28 (V) |
100 ppm A4 |
100 ppm C1 |
7 |
trüb |
-21 |
-3,6 |
| Beispiel 29 (V) |
50 ppm A4 |
100 ppm C1 |
13 |
trüb |
-27 |
-2,0 |
| Beispiel 30 (V) |
100 ppm A5 |
50 ppm C1 |
3 |
trüb |
-22 |
-6,1 |
| Beispiel 31 (V) |
50 ppm A5 |
100 ppm C1 |
15 |
trüb |
-22 |
-2,0 |
| Beispiel 32 (V) |
100 ppm A6 |
50 ppm C1 |
20 |
wolkig |
-23 |
-1,6 |
| Beispiel 33 (V) |
50 ppm A6 |
100 ppm C1 |
3 |
trüb |
-21 |
-4,4 |
| Beispiel 34 (V) |
100 ppm A15 |
50 ppm C1 |
0 |
trüb |
-25 |
-6,2 |
| Beispiel 35 (V) |
100 ppm A14 |
50 ppm C1 |
16 |
klar |
-18 |
+3,0 |
| Beispiel 36 (V) |
150 ppm A1 |
― |
20 |
klar |
-20 |
+3,4 |
| Beispiel 37 (V) |
150 ppm A2 |
― |
20 |
klar |
-19 |
+3,2 |
| Beispiel 38 (V) |
― |
150 ppm C1 |
10 |
wolkig |
-20 |
+0,1 |
| Beispiel 39 (V) |
― |
― |
25 |
klar |
-19 |
+3,6 |
Tabelle 6: CFPP- und Dispergierwirkung in Testöl 4
| Für die Dispergiertests in Testöl 4 wurden in allen Messungen zusätzlich 200 ppm des
Additivs B1 zudosiert. |
| |
Additive |
Testöl 4 (CP -8,2°C) |
| |
A |
C |
Sediment [Vol.-%] |
Aussehen Ölphase |
CFPP [°C] |
CPKS [°C] |
| Beispiel 40 (V) |
100 ppm A1 |
100 ppm C1 |
0 |
trüb |
-24 |
-6,3 |
| Beispiel 41 (V) |
100 ppm A1 |
100 ppm C1 |
0 |
trüb |
-24 |
-7,5 |
| Beispiel 42 (V) |
50 ppm A3 |
100 ppm C1 |
0 |
trüb |
-24 |
-5,4 |
| Beispiel 43 (V) |
50 ppm A3 |
100 ppm C1 |
0 |
trüb |
-28 |
-5,3 |
| Beispiel 44 (V) |
100 ppm A5 |
50 ppm C1 |
50 |
wolkig |
-23 |
-3,3 |
| Beispiel 45 (V) |
100 ppm A5 |
100 ppm C1 |
0 |
trüb |
-23 |
-5,5 |
| Beispiel 46 (V) |
50 ppm A5 |
100 ppm C1 |
70 |
wolkig |
-24 |
-4,3 |
| Beispiel 47 (V) |
100 ppm A14 |
50 ppm C1 |
16 |
klar |
-18 |
-1,1 |
| Beispiel 48 (V) |
150 ppm A1 |
― |
20 |
klar |
-21 |
+2,4 |
| Beispiel 49 (V) |
― |
150 ppm C1 |
35 |
wolkig |
-20 |
+1,2 |
| Beispiel 50 (V) |
― |
― |
20 |
klar |
-18 |
+2,6 |
Tabelle 7: CFPP- und Dispergierwirkung in Testöl 1
| Für die Dispergiertests in Testöl 1 wurden in allen Messungen zusätzlich 75 ppm des
Additivs B3 zudosiert |
| |
Additive |
Testöl 1 (CP -9,0°C) |
| |
A |
C |
D |
Sediment [Vol.-%] |
Aussehen Ölphase |
CFPP [°C] |
CPKS [°C] |
| Beispiel 51 |
50 ppm A1 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
0 |
trüb |
-29 |
-7,2 |
| Beispiel 52 |
80 ppm A1 |
90 ppm C1 |
90 ppm D2 |
0 |
trüb |
-30 |
-8,0 |
| Beispiel 53 |
50 ppm A2 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
0 |
trüb |
-27 |
-7,4 |
| Beispiel 54 |
50 ppm A3 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
0 |
trüb |
-29 |
-6,7 |
| Beispiel 55 |
50 ppm A4 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
0,5 |
trüb |
-28 |
-6,0 |
| Beispiel 56 |
50 ppm A6 |
50 ppm C1 |
50 ppm D2 |
0,5 |
trüb |
-28 |
-6,7 |
| Beispiel 57 (V) |
100 ppm A1 |
50 ppm C1 |
― |
0,3 |
trüb |
-24 |
-6,7 |
| Beispiel 58 |
150 ppm A2 |
― |
50 ppm D2 |
10 |
wolkig |
-24 |
-0,5 |
| Beispiel 59 (V) |
― |
50 ppm C1 |
100 ppm D2 |
2 |
trüb |
-25 |
-4,5 |
| Beispiel 60 (V) |
― |
― |
― |
25 |
klar |
-21 |
2,2 |
1. Additive für Mitteldestillate mit maximal 0,05 Gew.-% Schwefelgehalt, enthaltend mindestens
einen Fettsäureester alkoxylierter Polyole mit mindestens 3 OH-Gruppen (A) und mindestens
einen polaren stickstoffhaltigen Paraffindispergator (D), wobei der Fettsäureester
eine OH-Zahl von weniger als 15 mg KOH/g aufweist.
2. Additive gemäß Anspruch 1, worin sich das alkoxylierte Polyol (A) von einem mit 1
bis 100 mol Alkylenoxid umgesetzten Polyol mit drei oder mehr OH-Gruppen ableitet.
3. Additive gemäß Anspruch 1 und/oder 2, worin das alkoxylierte Polyol (A) mit einer
Fettsäure mit 8 bis 50 C-Atomen verestert ist.
4. Additive gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, worin das alkoxylierte Polyol
(A) mit einer Mischung aus mindestens einer Fettsäure mit 8 bis 50 C-Atomen und mindestens
einer fettlöslichen, mehrwertigen Carbonsäure verestert ist.
5. Additive gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, worin sich das alkoxylierte
Polyol (A) von Glycerin ableitet.
6. Additive gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, worin als polarer stickstoffhaltiger
Paraffindispergator eine niedermolekulare oder polymere, öllösliche Stickstoffverbindung,
die durch Reaktion aliphatischer oder aromatischer Amine mit aliphatischen oder aromatischen
Mono-, Di-, Tri- oder Tetracarbonsäuren oder deren Anhydriden erhältlich ist, enthalten
ist.
7. Additive gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, worin als polarer stickstoffhaltiger
Paraffindispergator ein Aminsalz und/oder Amid sekundärer Fettamine mit 8 bis 36 C-Atomen
enthalten ist.
8. Additive gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, worin zusätzlich mindestens
ein Ethylencopolymer (B) enthalten ist.
9. Additive gemäß Anspruch 8, worin das Ethylencopolymer (B) mindestens einen ungesättigten
Vinylester einer aliphatischen Carbonsäure mit 2 bis 15 C-Atomen enthält.
10. Additive gemäß Anspruch 8 und/oder 9, worin das Ethylencopolymer (B) neben Ethylen
10 bis 40 mol-% Comonomere enthält.
11. Additive gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, worin zusätzlich mindestens
ein Alkylphenol-Aldehydharz (C) enthalten ist.
12. Additive gemäß Anspruch 11, worin die Alkylreste des Alkylphenol-Aldehydharzes (C)
1 bis 50 C-Atome besitzen.
13. Additive gemäß Anspruch 11 und/oder 12, worin sich das Alkylphenol-Aldehydharz (C)
von mindestens einem Aldehyd mit 1 bis 10 C-Atomen ableitet.
14. Dispersion eines Additivs nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13 in einem
organischen Löse- oder Dispergiermittel, enthaltend 5 bis 90 Gew.-% des Additivs.
15. Mitteldestillate mit maximal 0,05 Gew.-% Schwefelgehalt, die ein Additiv nach einem
oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13 enthalten.
16. Verwendung eines Additivs nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13 zur Verbesserung
der Kaltfließeigenschaften und Paraffindispergierung von Mitteldestillaten mit maximal
0,05 Gew.-% Schwefelgehalt.
1. An additive for middle distillates having a maximum sulfur content of 0.05% by weight,
comprising at least one fatty ester of alkoxylated polyols having at least 3 OH groups
(A) and at least one polar nitrogen-containing paraffin dispersant (D), said fatty
ester having an OH number of less than 15 mg KOH/g.
2. An additive as claimed in claim 1, wherein the alkoxylated polyol (A) is derived from
a polyol having three or more OH groups which has been reacted with from 1 to 100
mol of alkylene oxide.
3. An additive as claimed in claim 1 and/or 2, wherein the alkoxylated polyol (A) has
been esterified with a fatty acid having from 8 to 50 carbon atoms.
4. An additive as claimed in one or more of claims 1 to 3, wherein the alkoxylated polyol
(A) has been esterified with a mixture of at least one fatty acid having from 8 to
50 carbon atoms and at least one fat-soluble, polybasic carboxylic acid.
5. An additive as claimed in one or more of claims 1 to 4, wherein the alkoxylated polyol
(A) is derived from glycerol.
6. An additive as claimed in one or more of claims 1 to 5, wherein the polar nitrogen-containing
paraffin dispersant present is a low molecular weight or polymeric, oil-soluble nitrogen
compound which may be obtained by reacting aliphatic or aromatic amines with aliphatic
or aromatic mono-, di-, tri- or tetracarboxylic acids or their anhydrides.
7. An additive as claimed in one or more of claims 1 to 6, wherein the polar nitrogen-containing
paraffin dispersant present is an amino salt and/or amide of secondary fatty amines
having from 8 to 36 carbon atoms.
8. An additive as claimed in one or more of claims 1 to 7, wherein at least one ethylene
copolymer (B) is additionally present.
9. An additive as claimed in claim 8, wherein the ethylene copolymer (B) contains at
least one unsaturated vinyl ester of an aliphatic carboxylic acid having from 2 to
15 carbon atoms.
10. An additive as claimed in claim 8 and/or 9, wherein the ethylene copolymer (B), in
addition to ethylene, contains from 10 to 40 mol% of comonomers.
11. An additive as claimed in one or more of claims 1 to 10, wherein at least one alkylphenol-aldehyde
resin (C) is additionally present.
12. An additive as claimed in claim 11, wherein the alkyl radicals of the alkylphenol-aldehyde
resin (C) have from 1 to 50 carbon atoms.
13. An additive as claimed in claim 11 and/or 12, wherein the alkylphenol-aldehyde resin
(C) is derived from at least one aldehyde having from 1 to 10 carbon atoms.
14. A dispersion of an additive as claimed in one or more of claims 1 to 13 in an organic
solvent or dispersant, comprising from 5 to 90% by weight of the additive.
15. A middle distillate having a maximum sulfur content of 0.05% by weight, which comprises
an additive as claimed in one or more of claims 1 to 13.
16. The use of an additive as claimed in one or more of claims 1 to 13 for improving the
cold flow properties and paraffin dispersancy in middle distillates having a maximum
sulfur content of 0.05% by weight.
1. Additifs pour distillats moyens ayant une teneur maximale en soufre de 0,05 % en poids,
contenant au moins un ester d'acides gras de polyols alcoxylés ayant au moins trois
groupes OH (A), et au moins un dispersant de paraffines, polaire et azoté (D), l'ester
d'acides gras ayant un indice d'hydroxyle inférieur à 15 mg KOH/g.
2. Additifs selon la revendication 1, dans lesquels le polyol alcoxylé (A) dérive d'un
polyol, ayant réagi avec 1 à 100 moles d'oxyde d'alkylène, et ayant au moins trois
groupes OH.
3. Additifs selon les revendications 1 et/ou 2, dans lesquels le polyol alcoxylé (A)
est estérifié avec un acide gras ayant 8 à 50 atomes de carbone.
4. Additifs selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 3, dans lesquels le polyol
alcoxylé (A) est estérifié avec un mélange d'au moins un acide gras ayant 8 à 50 atomes
de carbone et d'au moins un acide polycarboxylique soluble dans les graisses.
5. Additifs selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4, dans lesquels le polyol
alcoxylé (A) dérive du glycérol.
6. Additifs selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 5, dans lesquels est présent,
en tant que dispersant de paraffines, polaire et azoté, un composé azoté soluble dans
une huile, polaire ou à faible masse moléculaire, qui peut être obtenu par réaction
d'amines aliphatiques ou aromatiques avec des acides ou des anhydrides mono-, di-,
tri- ou tétracarboxyliques aliphatiques ou aromatiques.
7. Additifs selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 6, dans lesquels on a, en
tant que dispersant de paraffines azoté et polaire, un sel d'amine et/ou un amide
d'amines grasses secondaires ayant 8 à 36 atomes de carbone.
8. Additifs selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 7, dans lesquels on a en
outre présent au moins un copolymère de l'éthylène (B).
9. Additifs selon la revendication 8, dans lesquels le copolymère de l'éthylène (B) contient
au moins un ester vinylique insaturé d'un acide carboxylique aliphatique ayant 2 à
15 atomes de carbone.
10. Additifs selon les revendications 8 et/ou 9, dans lesquels le copolymère de l'éthylène
(B) contient, outre de l'éthylène, 10 à 40 % en moles de comonomères.
11. Additifs selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 10, dans lesquels on a en
outre au moins une résine d'alkylphénol-aldéhyde (C).
12. Additifs selon la revendication 11, dans lesquels les radicaux alkyle de la résine
d'alkylphénol-aldéhyde (C) possèdent 1 à 50 atomes de carbone.
13. Additifs selon les revendications 11 et/ou 12, dans lesquels la résine d'alkylphénol-aldéhyde
(C) dérive d'au moins un aldéhyde ayant 1 à 10 atomes de carbone.
14. Dispersion d'un additif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 13 dans un
solvant ou un dispersant organique contenant 5 à 90 % en poids de l'additif.
15. Distillats moyens ayant une teneur maximale en soufre de 0,05 % en poids, qui contiennent
un additif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 13.
16. Utilisation d'un additif selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 13 pour améliorer
les propriétés d'écoulement à froid et la dispersion de paraffines de distillats moyens
ayant une teneur maximale en soufre de 0,05 % en poids.