| (19) |
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(11) |
EP 1 451 392 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.07.2006 Patentblatt 2006/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.11.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/012437 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/048427 (12.06.2003 Gazette 2003/24) |
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| (54) |
VORBEHANDLUNGSPROZESS FÜR DAS BESCHICHTEN VON ALUMINIUMWERKSTOFFEN
PRETREATMENT PROCESS FOR COATING OF ALUMINIUM MATERIALS
PROCESSUS DE TRAITEMENT DE SURFACE POUR L'ENDUCTION DE MATERIAUX EN ALUMINIUM
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
| (30) |
Priorität: |
06.12.2001 DE 10159890
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.09.2004 Patentblatt 2004/36 |
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Patentinhaber: Federal-Mogul Burscheid GmbH |
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51399 Burscheid (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- LINDE, Rudolf
42929 Wermelskirchen (DE)
- STUCKERT, Wolfgang
42929 Wermelskirchen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Geyer, Fehners & Partner |
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Patentanwälte
Perhamerstraße 31 80687 München 80687 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-99/45178 US-B1- 6 258 415
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US-A- 5 516 419
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- DATABASE WPI Section Ch, Week 198027 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class
M11, AN 1980-47588C XP002237630 & SU 692 914 A (KISH AGRIC INST), 30. Oktober 1979
(1979-10-30)
- DATABASE WPI Section Ch, Week 198541 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class
A82, AN 1985-252086 XP002237631 & JP 60 165393 A (TOYOTA JIDOSHA KK), 28. August 1985
(1985-08-28)
- DATABASE WPI Section Ch, Week 197651 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class
M13, AN 1976-95305X XP002237632 & JP 51 126935 A (RIKEN PISTON RING KK), 5. November
1976 (1976-11-05)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Verfahren zur Aufbringung galvanisch abgeschiedener Metallüberzüge auf Bauteilen
aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, bei dem die Oberfläche des Bauteils in
einer geeigneten Lösung gereinigt wird, insbesondere von Ölen, Fetten, Emulsionen,
Pigmenten, etc., und dass anschließend die Oberfläche in einer geeigneten Lösung geätzt
wird, so dass eine gewisse Menge des Werkstoffes bzw. der oberflächennahen Legierungsbestandteile
aufgelöst werden und dass nach dem Reinigen und nach dem Auflösen ein Spülen mittels
Wasser erfolgt.
[0002] Um Bauteile die einer hohen Beanspruchung und/oder einem hohen Verschleiß unterworfen
sind zu schützen, können diese Bauteile verschiedenen Maßnahmen unterworfen werden.
Maßnahmen zur Steigerung der Verschleißbeständigkeit sind unter anderem Legieren,
Vergüten und Beschichten. Insbesondere das Beschichten spielt bei Aluminiumwerkstoffen
und deren Legierungen eine bedeutende Rolle, weil dadurch die positiven Eigenschaften
dieser Werkstoffe mit denen der Beschichtung kombiniert werden können.
In Motoren und im speziellen im tribologischen System Kolben und Zylinderlaufbuchse
gehört es seit langem zum Standard diese beiden Elemente aus Aluminium zu fertigen,
da das Bestreben der Motorenbauer dahin geht das Gewicht der Elemente zu reduzieren.
In dem Fall, in dem Kolben und Zylinderlaufbuchse aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen
gefertigt wären, würde das tribologische System versagen und es würde an den Kontaktflächen
zu Fresserscheinungen kommen. Um diese Fresserscheinungen zu vermeiden und die Verschleißbeständigkeit
der Reibpartner zu erhöhen gehört es seit vielen Jahren zum Stand der Technik Aluminiumkolben
zu beschichten.
Ein Problem, dass sich bei der Beschichtung von Aluminium darstellt ist die chemisch
sehr stabile und sich natürlich bildende Oxidschicht, auf der Oberfläche des Aluminiums.
Um die Haftung von Beschichtungen auf dem Aluminium zu verbessern oder auch erst zu
ermöglichen muß die Oxidschicht aufgebrochen und entfernt werden. Damit sich die Oxidschicht,
nach dem Entfernen und vor einer weitergehenden Beschichtung, nicht wieder neu bildet
ist es allgemein üblich auf die Oberfläche des Aluminiums eine Zwischenschicht aufzubringen,
die dann das Abscheiden von sogenannten Funktionsschichten ermöglicht. Eine Funktionsschicht
kann beispielsweise aus Eisen bestehen und dient unter anderem der Verschleißbeständigkeit.
[0003] In der DE 19 15 762 wird ein Verfahren zur Aufbringung galvanisch abgeschiedener
Metallüberzüge auf Aluminium und Aluminiumlegierungen offenbart. Dabei wird die Oberfläche
des Werkstoffes gereinigt, danach aktiviert und mit einer haftfähigen Zwischenschicht
versehen und anschließend mit einem Überzugsmaterial, in diesem Fall wäre der Überzug
die Funkionsschicht, plattiert. Die hierbei verwendeten Zwischenschichten können aus
Zink, Nickel, Zinn oder Kupfer bestehen. Dabei werden die zu metallisierenden Teile
nach dem Reinigungs- und Aktivierungsvorgang in eine aus Salzsäure, Kupfer-11-Chlorid
und einem metallischen Kupferpulver bestehende Lösung getaucht, bis sich in diesem
Tauchbad auf der Oberfläche des Aluminiums eine Zwischenschicht aus einwertigem Kupfer
gebildet hat.
Nachteilig an diesem Verfahren ist die hohe Aggressivität des Chloridelektrolyten,
so dass der Einsatz dieses Verfahrens kostspielig und mit hohem Aufwand, z. B. in
Bezug auf die Arbeitssicherheit, verbunden ist.
[0004] Die Weiterentwicklung einer Zwischenschicht auf Zinkbasis wird in dem Aufsatz: Fortschritte
in der Zinkatbehandlung von Aluminium, aus der Zeitschrift JOT, Jahrgang 04/2001,
von Peter Volk und Dr. Karl Brunn, beschrieben. Der Aufsatz beschreibt die Zinkatbehandlung
von Aluminium als essentiellen Schritt in der Vorbehandlung der Beschichtung von Aluminium
mit Metallen oder Metalllegierungen.
In dem Aufsatz wird darauf hingewiesen, dass Verfahren zum Direktverkupfern, - vernickeln
und -verchromen ein sehr enges Prozessfenster besitzen und nicht als stabile Verfahren
in der industriellen Serienfertigung eingesetzt werden können. Es wird vielmehr empfohlen,
generell eine Vorbehandlung auf der Aluminiumoberfläche durchzuführen, bei der die
Oberfläche aktiviert und die natürliche Oxidschicht des Aluminiums entfernt wird.
Anschließend wird eine dünne leitfähige Zwischenschicht abgeschieden, die die Reoxidation
der Oberfläche während des Einbringens in das Beschichtungsbad unterbindet und eine
gute Haftung zu der Beschichtung (Funktionsschicht) bewirkt. Die Weiterentwicklung
des Verfahrens ist darauf ausgerichtet cyanidische Zinkatbeizen durch cyanidfreie
zu ersetzen.
Dies geschieht durch die Verwendung organischer Komplexbildner an Stelle von Cyanid
und von Eisen anstelle von Nickel und Kupfer. Für die cyanidfreie Zinkatbeize wurde
dabei ein spezielles Komplexbildnersystein entwickelt. Die Metallionen werden exakt
so komplexiert, dass es zu einer gleichmäßigen und kontrollierten Abscheidung mit
ausgezeichneter Haftung kommt. Gleichzeitig erlaubt der Komplexbildner einen schnellen
Ionenaustausch und gewährleistet somit einen raschen Schichtaufbau.
Einen Hinweis darauf, dass zur Abscheidung einer Funktionsschicht, hier im weiteren
am Beispiel einer Nickelschicht beschrieben, vollständig auf eine Zwischenschicht
verzichtet werden kann, kann dem Aufsatz nicht entnommen werden. Dem Aufsatz kann
ebenfalls nicht entnommen werden, dass es möglich ist Eisenschichten auf der Aluminiumoberfläche
direkt abzuscheiden.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Beschichtung eines Aluminiumbasiswerkstoffes,
einer Aluminiumlegierung oder eines Aluminiumbasis-Verbundwerkstoffes zu entwickeln,
das unter Verwendung einer Lösung auf Sulfatbasis auf eine metallische oder oxidische
Zwischenschicht auf der Oberfläche des Aluminiums, als Grundlage zur Abscheidung einer
Funktionsschicht, verzichtet und so das Beschichtungsverfahren wesentlich beschleunigt
und gleichzeitig die Herstellungskosten minimiert.
[0006] Der erfindungsgemäße Gedanke löst die gestellte Aufgabe durch das in Anspruch 1 definiert
Verfahren.
[0007] Durch das erfindungsgemäße Verfahren und die dabei verwendete Prozessfolge wird erreicht,
dass die im Stand der Technik bekannten, bisher notwendigen Prozessschritte in ihrer
Anzahl wesentlich minimiert werden können.
War es bis heute allgemein üblich, die natürliche Oxidschicht auf dem Aluminium zu
entfernen und eine Reoxidationschicht auf dem Aluminium abzuscheiden, so kann auf
diesen Zwischenschritt bzw. die dabei entstehende Zwischenschicht nun gänzlich verzichtet
werden.
[0008] Die Bauteile werden dabei gereinigt und von störenden Fetten, Ölen, Emulsionen, Pigmenten
und ähnlichen Verunreinigungen des Herstellungsprozesses befreit. Nach der Reinigung
folgt ein gründliches Spülen mit Wasser. Anschließend wird die Oberfläche der Bauteile
in einer geeigneten Lösung geätzt, d. h. eine gewisse Menge Aluminium, bzw. oberflächennahe
Legierungsbestandteile, wird aufgelöst. Hiernach wird das Bauteil wiederum mit Wasser
gründlich gespült.
Nun folgt erfmdungsgemäß nicht die Abscheidung einer Zwischenschicht, sondern das
Bauteil wird unmittelbar in einen Elektrolyten auf Sulfatbasis eingeführt. Die üblicherweise
eingesetzten Elektrolyten arbeiten auf einer Basis von Chlorid, Fluorborat oder Ammoniumsulfat.
Chloridelektrolyte besitzen wie oben beschrieben eine hohe Aggressivität, die Fluorborate
besitzen eine hohe Aggressivität und Toxidität und die Ammoniumsulfatelektrolyte eine
schlechte Abwasserverträglichkeit.
[0009] Die Erfindung geht von einem Elektrolyten auf Sulfatbasis aus, der weder aggressiv,
noch toxisch, noch abwasserschädlich ist. In dem Elektrolyten wird die Oberfläche
erfindungsgemäß zuerst durch anodische Schaltung des Bauteils aktiviert. Die Aktivierung
erfolgt zum Beispiel in einer Lösung mit folgenden Prozessparametern:
in einer Lösung mit 300 g/l Eisen II sulfat-Heptahydrat (FeS04 * 7H2O),
bei einer Temperatur von 70°C,
mit einem pH-Wert von 2,
einer Aktivierungsstromdichte von 2 A/dm2 und
einer Behandlungszeit von 20 Sekunden.
Anschließend wird erfmdungsgemäß auf das Bauteil ohne Zwischenspülung durch kathodische
Schaltung des Bauteils, mit einem Eisenelektrolyten auf Sulfatbasis, die Funktionsschicht
aufgebracht. Dies kann im selben, dem gleichen aber auch in einem gleichwertigen Elektrolyten
erfolgen.
Nachfolgend soll die Erfindung anhand von weiteren Ausgestaltungsbeispielen beschrieben
werden.
In Beispiel 1 werden dem Elektrolyten Hartstoffe mit einer Größe von 0,5 bis 2,0µm
zugesetzt. Als Hartstoffe können dabei z. B. Aluminiumoxid, Siliziumnitrid, Chromnitrid,
Titankarbid, kubisches Bornitrid wie auch Diamantpartikel eingesetzt werden. Die Erfmdung
bezieht sich aber nicht nur auf diese genannten Hartstoffe, sondern schließt alle
Feststoffe aus Oxiden bzw. Oxidkeramiken, Karbiden und Nitriden mit ein. Diese Hartstoffe
werden vornehmlich einzeln verwendet können aber auch als Gemenge oder Gemische eingesetzt
werden.
Unter den erfindungsgemäßen Voraussetzungen bildet sich eine Eisenschicht, die feinverteilt
etwa 15 Gew.-% der Hartstoffe enthält. Die abgeschiedene Funktionsschicht besaß hervorragende
Verschleißeigenschaften und wies eine Härte von ca. 400 HV 0,05 auf.
[0010] In einem weiteren Beispiel 2 wurden dem Elektrolyten Festschmierstoffe zugesetzt,
die in einer Größe von etwa 0,2 bis 2,0µm vorlagen. Als Festschmierstoffe kommen hierbei
infrage hexagonales Bornitrid, Kolflenstofffluorid, Graphit, Molybdänsulfid, Teflon,
Stahlpartikel oder mit Öl gefüllte Mikrokapseln. Diese Festschmierstoffe können separat
aber auch als Gemenge oder Gemische eingesetzt werden.
Die Versuche haben gezeigt, dass die Festschmierstoffe einen äußerst positiven Einfluss
auf das tribologische System ausüben und dass sich für die Reibwerte günstigere Werte
ergaben. Es bildete sich eine Funktionsschicht aus in der die Festschmierstoffe feinverteilt
und mit einem Anteil von etwa 20Vol-% vorlagen.
[0011] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung, hier als Beispiel 3 angefiihrt, ist
es natürlich auch möglich, dass in dem Elektrolyten Festschmierstoffe und Hartstoffe
gemeinsam enthalten sein können, so dass sich die positiven Eigenschaften dieser beiden
Stoffe kombinieren lassen.
Unter diesen Bedingungen scheidet sich eine Eisenschicht bzw. Funktionsschicht ab,
in welcher die beiden Stoffe feinverteilt und dispersiv vorliegen. Die Härte dieser
Schicht betrug 350 HV 0,05.
[0012] In der Versuchsreihe zu Beispiel 4 wurde einem erfindungsgemäßen Elektrolyten auf
Sulfat-Basis, mit 300 g/l Eisen II sulfat-Heptahydrat, ein Anteil von 5 ml/l einer
hypophosphorigen Säure, z. B. H3PO2, zugesetzt. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
gebildete Funktionsschicht wies hiernach eine Härte von 700 HV 0,05 auf. Mit Hilfe
von Anteilen an Phosphor in dem Elektrolyten ist es somit möglich die Härte der Schicht
gezielt zu beeinflussen.
[0013] In Beispiel 5 wurde dem phosphorhaltigen Elektrolyten aus Beispiel 4 ein Hartstoff
gemäß Beispiel 1 zugesetzt. Die Härte der erzeugten Schicht betrug 750 HV 0,05, dass
heißt die Härte konnte noch weiter gesteigert werden. Die Verschleißuntersuchungen
ergaben ähnliche Werte wie in Beispiel 1.
[0014] In einem weiteren Ausgestaltungsbeispiel 6 des erfindungsgemäßen Gedankens wurde
dem phosphorhaltigen Elehrolyten aus Beispiel 4 ein Festschmierstoff gemäß Beispiel
2 zugesetzt. Unter diesen Bedingungen schied sich eine Funktionsschicht als Eisenschicht
ab, in welcher feinverteilt etwa 20 Vol-% an Festschmierstoffen enthalten waren.
Die Härte dieser Schicht betrug 650 HV 0,05. Die Ergebnisse der Reibwertsuntersuchungen
waren besser als die der Schichten ohne Phosphoranteile. Die Ergebnisse der Verschleißuntersuchungen
waren hingegen vergleichbar.
[0015] In der Versuchsreihe zu Beispiel 7 wurden dem phosphorhaltigen Elektrolyten Gemische
von Festschmierstoffen und Hartstoffen zugesetzt. Hiernach bildet sich eine Funktionsschicht
aus, welche feinverteilt diese Stoffgemische enthält. Die Härte dieser Schicht betrug
700 HV 0,05. Die Reib- und Verschleißwerte waren denen aus Beispiel 4 vergleichbar.
[0016] Die aufgebrachten Funktionsschichten zeichneten sich durch einen ausgezeichneten
Verbund zum Grundwerkstoff des Bauteils aus. Eine gemäß der Beispiele der Erfindung
aufgebrachte Funktionsschicht, als Eisenschicht, zeigte in einem Haftprüfungstest
unter extremen Bedingungen, z. B. Thermoschocktest, Glasperlenstrahltest und Ritztest,
einen ausgezeichneten Verbund zum Grundwerkstoff und war den Funktionsschichten, die
mit einer haftvermittelnden Zwischenschicht auf Zink- und Kupferbasis aufgebracht
waren vergleichbar und in Teilbereichen sogar noch überlegen.
[0017] Die Funktionsschicht besitzt einen ausgezeichneten Verbund zum Grundwerkstoff und
dient gleichzeitig als Basis für eine weitere oder mehrere Schichten. In den Unteransprüchen
werden die Schichtwerkstoffe benannt, sie sind aber nur beispielhaft zu sehen. Da
die Funktionsschicht vornehmlich aus Eisen gebildet ist, kann auf das Bauteil bzw.
auf die Funktionsschicht jeder Schichtwerkstoff aufgebracht werden der eine Affinität
zu Eisen besitzt. Im Besonderen sind dies alle metallischen Werkstoffe aber auch Kunststoffe
und Keramiken.
Auch bei der Wahl des Beschichtungsverfahrens können in den Unteransprüchen nur Beispiele
genannt werden. Grundsätzlich ist jedes Verfahren geeignet mit dem auch Eisenwerkstoffe
beschichtet werden können. Beispielhaft sollen hier elektrochemische, mit den u. a.
Zinn, Kupfer, etc. abgeschieden werden können, thermische, mit dem u. a. Molybdän,
etc., und reaktive Verfahren genannt werden. Zu nennen wären u. a. das Hochgeschwindigkeits-Flammspritzen,
das Plasmaspritzen, die PVD- und CVD-Verfahren wie auch Siebdruckverfahren oder aufgespritzte
organische Beschichtungen.
[0018] Durch das erfmdungsgemäße Verfahren und die hieraus resultierende Prozessabfolge
ist es nun möglich, dass die herkömmlich notwendigen Prozessschritte in ihrer Anzahl
wesentlich zu minimieren, die Qualität der zu beschichtenden Produkte zu verbessern,
die Herstellkosten zu senken und die Ressourcen der Umwelt zu schonen.
[0019] Diese Vorteile ermöglichen die Beschichtung von Produkten mit einem Einsatzspektrum
auch in Marktsegmenten, die bisher aus Kostengründen nicht bedient werden konnten.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels
dargestellt und im weiteren näher erläutert. Es zeigt:
- Figur 1
- den Querschnitt durch die Oberfläche eines gemäß Beispiel 3 der Beschreibung beschichteten
Bauteils.
[0021] In Figur 1 ist der Querschnitt durch ein erfindungsgemäß beschichtetes Bauteil 1
dargestellt. Die Figur zeigt den Grundwerkstoff 2 und die darauf aufgetragene Funktionsschicht
3. In der Aktivierungsphase wurde die natürliche Oxidschicht auf dem Grundwerkstoff
2 entfernt und die oberflächennahen Bestandteile wurden angelöst, so dass eine reine
Oberfläche 4 zur Beschichtung zur Verftigung stand. Auf diese reine Oberfläche 4 wurde
mittels eines Elektrolyten die Funktionsschicht 3 ohne Zwischenschicht direkt abgeschieden.
Gemäß Beispiel 3 besteht die Funktionsschicht 3 vornehmlich aus Eisen 5, hierin sind
fein verteilt Hartstoffe 6 und Festschmierstoffe 7 eingelagert.
1. Verfahren zur Aufbringung galvanisch abgeschiedener Funktionsschichten (3) aus Eisen
(5) auf Bauteilen (1) aus einer Aluminiumlegierung, bei dem die Oberfläche (4) des
Bauteils in einer geeigneten Lösung gereinigt wird, insbesondere von Ölen, Fetten,
Emulsionen, Pigmenten, etc., und dass anschließend die Oberfläche (4) in einer geeigneten
Lösung geätzt wird, so dass eine gewisse Menge des Werkstoffes bzw. der oberflächennahen
Legierungsbestandteile aufgelöst werden und dass nach dem Reinigen und nach dem Auflösen
ein Spülen mittels Wasser erfolgt und dass die Oberfläche (4) des Bauteils (1) unmittelbar
im Anschluß an das Auflösen der oberflächennahen Bereiche in einer Eisenionen enthaltenden
Lösung durch anodische Schaltung des Bauteils (1) aktiviert wird und dass ohne Zwischenspülung
in dem selben Elektrolyten durch kathodische Schaltung des Bauteils (1) die Funktionsschicht
(3) aufgebracht wird, dadurch gekennzreichnet, dass in dem Bauteil (1) mindestens ein Legierungsanteil an Silizium
zwischen 3 und 22 Gew.-% enthalten ist und dass die Aktivierung in einer Lösung auf
Sulfatbasis mit 50 - 500 g/l Eisen II sulfat-Heptahydrat, bei einem pH-Wert zwischen
0,5 und 2,5 durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierung des Bauteils (1) in der Lösung mit einer Expositionszeit zwischen
5 Sekunden und 5 Minuten durchgeführt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierung der Oberfläche (4) und das Aufbringen der Funktionsschicht mit einer
Gleichstromdichte von 2 bis 20 A/dm2 durchgeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aktivierung in einer Lösung in einem Temperaturbereich zwischen 20 und 95°C durchgeführt
wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Elektrolyten mindestens ein Hartstoff (6) zugesetzt wird und dass die Hartstoffpartikel
eine Größe zwischen etwa 0,2 bis 5 µm aufweisen, wobei als Hartstoff (6) Aluminiumoxid,
Siliziumnitrid, Chromnitrid, Titankarbid, kubisches Bornitrid wie auch Diamantpartikel
vorgesehen ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass dem Elektrolyten mindestens ein Festschmierstoff (7) zugesetzt wird und wobei als
Festschmierstoff (7) hexagonales Borniüid, Kohlenstofffluorid, Graphit, Molybdändisulfid,
Teflon oder auch nlit Öl gefüllte Mikrokapseln vorgesehen sind und dass die FestschmierstoHpartikel
eine Größe zwischen etwa 0,2 bis 5 µm aufweisen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass dem Elektrolyten mindestens ein Hartstoff (6) und mindestens ein Festschmierstoff
(7) zugesetzt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Elektrolyten eine hypophosphorige Säure mit 0,25 bis 5 ml/1, z. B. als H3PO2,
vorzugsweise als 50 %ige H3PO2 Säure, zugesetzt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem Elektrolyten mindestens ein Hartstoff (6) zugesetzt wird und dass die Hartstoffpartikel
eine Größe zwischen etwa 0,2 bis 5,0 µm aufweisen, wobei als Hartstoff (6) Aluminiumoxid,
Siliziumnitrid, Chromnitrid, Titankarbid, kubisches Bornitrid wie auch Diamantpartikel
vorgesehen ist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem Elektrolyten mindestens ein Festschmierstoff (7) zugesetzt wird und wobei als
Festschmierstoff (7) hexagonales Bornitrid, Kohlenstofffluorid, Graphit, Molybdändisulfid,
Teflon oder auch mit Öl gefüllte Mikrokapseln vorgesehen sind und dass die Festschmierstoffpartikel
eine Größe zwischen etwa 0,2 bis 5,0 µm aufweisen.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4 und 8, 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass dem Elektrolyten mindestens ein Hartstoff (6) und mindestens ein Festschmierstoff
(7) zugesetzt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Funktionsschicht (3) mindestens eine weitere Schicht aufgetragen wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Funktionsschicht (3) mindestens eine weitere Schicht aufgetragen wird und
dass die Schicht aus mindestens einem der Werkstoffe Zinn, Kupfer, Nickel, Chrom aus
keramischen oder metallkeramischen Werkstoffen, sowie allen Werkstoffen und Legierungen
die eine Affinität zu Eisen (5) besitzen und Schichten bilden, gebildet wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Funktionsschicht (3) mindestens eine weitere Schicht aufgetragen wird und
dass die Schicht aus mindestens einem der Werkstoffe Zinn, Kupfer, Nickel, Chrom aus
keramischen oder metallkeramischen Werkstoffen, sowie allen Werkstoffen die eine Affinität
zu Eisen (5) besitzen und Schichten bilden, gebildet wird und dass die Schicht elektrochemisch,
thermisch oder mittels eines reaktiven Verfahrens, insbesondere PVD oder CVD, aufgebracht
wird.
15. Kolben für eine Verbrennungskraftmaschine, hergestellt nach einem der Ansprüche 1
bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsschicht (3) unmittelbar auf die Oberfläche (4) des Bauteils (1) aufgetragen
ist.
16. Zylinderlaufbuchse für eine Verbrennungskraftmaschine, hergestellt nach einem der
Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsschicht (3) unmittelbar auf die Oberfläche (4) des Bauteils (1) aufgetragen
ist
1. Method of applying galvanically deposited functional layers (3) of iron (5) on components
(1) of an aluminium alloy in which the surface (4) of the component is cleaned in
an appropriate solution, especially of oils, greases, emulsions, pigments, etc., and
that subsequently the surface (4) is etched in an appropriate solution so that a certain
quantity of the material or the alloying constituents close to the surface are dissolved
and that rinsing is carried out by means of water after cleaning and after dissolution
and that, immediately following dissolution of the areas close to the surface, the
surface (4) of the component (1) is activated in a solution containing iron ions by
means of anodic switching of the component (1), and that the functional layer (3)
is applied by cathodic switching of the component (1) in the same electrolyte without
intermediate rinsing, characterised in that the component (1) contains an alloying fraction of silicon between 3 and 22% by weight,
and that the activation is carried out in a sulphate-based solution with 50 - 500
g/I iron (II) sulphate heptahydrate, at a pH value between 0.5 and 2.5.
2. Method according to claim 1, characterised in that the activation of the component (1) is carried out in the solution with an exposure
time between 5 seconds and 5 minutes.
3. Method according to one of claims 1 and 2, characterised in that the activation of the surface (4) and the application of the functional layer is
carried out with a direct current density of 2 to 20 A/dm2.
4. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that the activation is carried out in a solution in a temperature range between 20 and
95 °C.
5. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that at least one hard material (6) is added to the electrolyte and that the hard material
particles have a size between approximately 0.2 and 5 µm, whereby aluminium oxide,
silicon nitride, chromium nitride, titanium carbide, cubic boron nitride and also
diamond particles are provided as hard material (6).
6. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that at least one solid lubricant (7) is added to the electrolyte and whereby hexagonal
boron nitride, carbon fluoride, graphite, molybdenum sulphide, Teflon or also oil-filled
microcapsules are provided as solid lubricant (7) and that the solid lubricant particles
have a size between approximately 0.2 and 5 µm.
7. Method according to one of claims 1 to 6, characterised in that at least one hard material (6) and at least one solid lubricant (7) is added to the
electrolyte.
8. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that a hypophosphoric acid with 0.25 to 5 ml/I, e.g. as H3PO2, preferably as 50% H3PO2
acid, is added to the electrolyte.
9. Method according to one of claims 1 to 4 and 8, characterised in that at least one hard material (6) is added to the electrolyte and that the hard material
particles have a size between approximately 0.2 and 5.0 µm, whereby aluminium oxide,
silicon nitride, chromium nitride, titanium carbide, cubic boron nitride and also
diamond particles are provided as hard material (6).
10. Method according to one of claims 1 to 4 and 8, characterised in that at least one solid lubricant (7) is added to the electrolyte and whereby hexagonal
boron nitride, carbon fluoride, graphite, molybdenum sulphide, Teflon or also oil-filled
microcapsules are provided as solid lubricant (7) and that the solid lubricant particles
have a size between approximately 0.2 to 5.0 µm.
11. Method according to one of claims 1 to 4 and 8, 9 and 10, characterised in that at least one hard material (6) and at least one solid lubricant (7) is added to the
electrolyte.
12. Method according to one of claims 1 to 11, characterised in that at least one further layer is added to the functional layer (3).
13. Method according to one of claims 1 to 12, characterised in that at least one further layer is applied to functional layer (3) and that the layer
is formed from at least one of the materials tin, copper, nickel, chromium, from ceramic
or metal-ceramic materials, and all materials and alloys that have an affinity for
iron (5) and form layers.
14. Method according to one of claims 1 to 13, characterised in that at least one further layer is applied to functional layer (3) and that the layer
is formed from at least one of the materials tin, copper, nickel, chromium, from ceramic
or metal-ceramic materials, and all materials and alloys that have an affinity for
iron (5) and form layers and that the layer is applied electrochemically, thermally
or by means of a reactive process, especially PVD or CVD.
15. Piston for an internal combustion engine, manufactured according to one of claims
1 to 14, characterised in that the functional layer (3) is applied immediately onto the surface (4) of the component
(1).
16. Cylinder liner for an internal combustion engine, manufactured according to one of
claims 1 to 14, characterised in that the functional layer (3) is applied immediately onto the surface (4) of the component
(1).
1. Procédé d'application par dépôt galvanique de couches fonctionnelles (3) composées
de fer (5) sur des pièces (1) réalisées dans un alliage d'aluminium, dans lequel la
surface (4) de la pièce est nettoyée dans une solution appropriée, en particulier,
est débarrassée des huiles, graisses, émulsions, pigments, etc. et dans lequel la
surface (4) est ensuite décapée dans une solution appropriée, de telle sorte qu'une
certaine quantité du matériau, plus précisément des éléments d'alliage à proximité
de la surface sont dissous, et dans lequel, après le nettoyage et après la dissolution,
est réalisé un rinçage à l'eau, et dans lequel la surface (4) de la pièce (1) est
activée directement après la dissolution des zones à proximité de la surface par branchement
anodique de la pièce (1) dans une solution contenant des ions de fer, et dans lequel,
sans rinçage intermédiaire, la couche fonctionnelle (3) est déposée par branchement
cathodique de la pièce (1) dans le même électrolyte, caractérisé en ce que la pièce (1) contient au moins une proportion d'alliage de silicium comprise entre
3 et 22 % en poids et en ce que l'activation est réalisée dans une solution à base de sulfate contenant 50 à 500
g/l de sulfate ferreux heptahydrate, avec une valeur de pH comprise entre 0,5 et 2,5.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'activation de la pièce (1) est réalisée avec une durée d'exposition dans la solution
comprise entre 5 secondes et 5 minutes.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que l'activation de la surface (4) et le dépôt de la couche fonctionnelle sont réalisés
avec une densité de courant de 2 à 20 A/dm2.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'activation est réalisée dans une solution dans une fourchette de températures comprise
entre 20°C et 95°C.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'au moins un matériau dur (6) est ajouté à l'électrolyte et en ce que les particules de matériau dur ont une dimension d'environ 0,2 µm à 5 µm, l'oxyde
d'aluminium, le nitrure de silicium, le nitrure de chrome, le carbure de titane, le
nitrure de bore cubique, ainsi que des particules de diamant étant prévus en tant
que matériau dur (6).
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'au moins un matériau lubrifiant solide (7) est ajouté à l'électrolyte, le nitrure
de bore hexagonal, le fluorure de carbone, le graphite, le bisulfure de molybdène,
le téflon ou des microcapsules remplies d'huile étant prévus en tant que matériau
lubrifiant solide (7), et en ce que les particules de matériau lubrifiant solide ont une dimension d'environ 0,2 µm à
5 µm.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'au moins un matériau dur (6) et au moins un matériau lubrifiant solide (7) sont ajoutés
à l'électrolyte.
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que 0,25 à 5 ml/l d'un acide hypophosphorique, tel que H3PO2, de préférence l'acide H3PO2 à 50 % sont ajoutés à l'électrolyte.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4 et 8, caractérisé en ce qu'au moins un matériau dur (6) est ajouté à l'électrolyte et en ce que les particules de matériau dur ont une dimension d'environ 0,2 µm à 5,0 µm, l'oxyde
d'aluminium, le nitrure de silicium, le nitrure de chrome, le carbure de titane, le
nitrure de bore cubique, ainsi que des particules de diamant étant prévus en tant
que matériau dur (6).
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4 et 8, caractérisé en ce qu'au moins un matériau lubrifiant solide (7) est ajouté à l'électrolyte, le nitrure
de bore hexagonal, le fluorure de carbone, le graphite, le bisulfure de molybdène,
le téflon ou des microcapsules remplies d'huile étant prévus en tant que matériau
lubrifiant solide (7), et en ce que les particules de matériau lubrifiant solide ont une dimension d'environ 0,2 µm à
5,0 µm.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4 et 8, 9 et 10, caractérisé en ce qu'au moins un matériau dur (6) et au moins un matériau lubrifiant solide (7) sont ajoutés
à l'électrolyte.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'au moins une autre couche est déposée sur la couche fonctionnelle (3).
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce qu'au moins une autre couche est déposée sur la couche fonctionnelle (3) et en ce que ladite autre couche est composée par au moins un des matériaux, tels que l'étain,
le cuivre, le nickel, le chrome, par des matériaux céramiques ou céramiques métalliques,
ainsi que par tous les matériaux et alliages qui présentent une affinité avec le fer
(5) et forment des couches.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce qu'au moins une autre couche est déposée sur la couche fonctionnelle (3) et en ce que ladite autre couche est composée par au moins un des matériaux, tels que l'étain,
le cuivre, le nickel, le chrome, par des matériaux céramiques ou céramiques métalliques,
ainsi que par tous les matériaux et alliages qui présentent une affinité avec le fer
(5) et forment des couches et en ce que la couche est déposée par voie électrochimique, thermique ou au moyen d'un procédé
réactif, en particulier le procédé PVD ou le procédé CVD.
15. Piston d'un moteur à combustion interne, réalisé selon l'une quelconque des revendications
1 à 14, caractérisé en ce que la couche fonctionnelle (3) est déposée directement sur la surface (4) de la pièce
(1).
16. Chemise de cylindre d'un moteur à combustion interne, réalisée selon l'une quelconque
des revendications 1 à 14, caractérisée en ce que la couche fonctionnelle (3) est déposée directement sur la surface (4) de la pièce
(1).
