[0001] Die Erfindung betrifft eine Eisenbahngüterwageneinheit, insbesondere für den Transport
von Containern und Wechselbehältern im kombinierten Ladungsverkehr, bestehend aus
Drehgestell- und/oder 2achsigen Güterwagen ausgerüstet mit Druck-Zug-Kuppelstangen
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Vorschläge für Eisenbahngüterwagen mit der Zielstellung eines wirtschaftlichen Betriebs
hinsichtlich Aufwand bei der Herstellung, der Unterhaltung und einer niedrigen Totlast
sowie der Erfüllung eines ausreichenden Laufverhaltens im Fahrund Rangierbetrieb sind
bereits bekannt.
Im Konkurrenzkampf mit dem Straßenverkehr ist es notwendig, vorhandene Reserven zu
erkennen und auszunutzen.
[0002] Ziel ist es, bei 2achsigen Wagen in Wageneinheiten Eigenmassen von bis zu 9 und bei
Drehgestellwagen bis zu 15 t zu realisieren, um Totlast-Nutzlastverhältnisse von 1:4
bei 2achsigen Wagen und 1:5 bei Drehgestellwagen zu erreichen.
Gleichzeitig soll die gewonnene zusätzliche Tragfähigkeit pro Zug durch mehr Stellplätze
genutzt werden, um aus den zulässigen Zugparametern von maximal 1600 t und einer Länge
von maximal 700 m den effektivsten Ladungsdurchsatz und hohe Frachteinnahmen zu sichern.
Eine Ladelängenanpassung der Wageneinheiten an die Behälterlängen ist in diesem Zusammenhang
sehr wichtig.
[0003] Eisenbahngütewageneinheiten mit Druck-Zug-Kuppelstangen als Wagenverbindungselemente
können über vorteilhafte Anlenkungen und Ausführungen der Vorbaubereiche diesem Ziel
nachhaltig dienen.
[0004] Es sind z.B. Lösungsvorschläge gemäß US-Patentschrift 4.580.686 bekannt geworden,
bei dienen eine spielfreie, selbstnachstellbare Kugelgelenkkuppelstange (40 und 50)
für Eisenbahnwagen, angeordnet zwischen zwei Drehgestellwagen (22), wobei die Enden
der verkürzten Zentrallangträger (16) zweier Wagen verbunden werden, vorgestellt wird.
Die Kugelgelenkverbindung der verlängerten Kuppelstange (40 und 50) wird dabei im
Endhohlraum des Zentrallangträgers (16) nahe am Drehgestellrahmen angeordnet, um damit
die Kraftkomponenten bei Pufferstößen in Spießgangstellungen der Wagen und im Kurvenlauf
sowie die Hebelarme generell gering zu halten.
Die über Keilwirkung erzielte, besonders spielfreie Ausbildung des vorgeschlagenen
Kugelgelenkes soll Kraftspitzen und gleichzeitig Verschleiß abbauen.
Die Ausführung hat den Nachteil, dass trotz der vorgenommenen Veränderungen die Kraftkomponenten
mit der spielfreien Lagerung der Kuppelstange und der verbleibenden Hebelverhältnisse
nicht ausreichend abgebaut werden., um bei den gewünschten leichtgewichtigen Eisenbahnwagen
die Laufsicherheitskriterien zu erfüllen. Das vorgeschlagene Gelenk hat außerdem den
Nachteil, dass weder bei vertikalen noch horizontalen Schrägstellungen der Kuppelstange
zum Wagen ein Rückstellmoment zur Entlastung der horizontalen Seitenkräfte Hy zwischen
Spurkranz und Schiene erzeugt wird.
[0005] In der DE 19543183 A1 wird eine lange Kupplung für Eisenbahnwagen vorgestellt.
Dabei ist vorgesehen, den Endübergang L
2 in der Mitte der Einheit vom Radsatzzentrum (12) aus wenigstens 15% des Abstandes
L
1, gemessen zwischen den Radsatzzentren (12) der Wagen auszuführen, und die Anlenkung
der Zugstange (5) am Untergestell, wobei sich die Anlenkpunktmitte (6) noch vor dem
Drehgestellrahmen (13) (Seitenelement) befindet, über eine Bolzenverbindung (20) mit
einer elastischen Buchse (21) in einem zylindrischen Gehäuse zwecks spielfreier und
gleichzeitig gelenkiger Lagerung der Zugstange (5) am Untergestell zu sichern.
[0006] Ein weiterer Vorschlag sieht eine Kugelgelenkausführung vor, bei der der Verbindungsschaft
eine kugelförmige Gestalt 14b hat.
Diese vorgestellte Lösung hat insgesamt annähernd die gleichen Nachteile wie die Lösung
nach US - 4.580.686. Sie bringt keine konsequenten Veränderungen und Lösungen der
Probleme erhöhter horizontaler Seitenkräfte Hy zwischen Spurkranz und Schiene. Zusätzliche
Richtgelenkwirkungen werden nicht vorgeschlagen, so dass die Probleme der Laufsicherheit
von leichten Güterwagen mit einem hochgradigen Totlast-Nutzlastverhältnis nicht zufriedenstellend
gelöst werden.
[0007] Gemäß DE 19505192 C1 ist eine weitere Lösung für 2achsige Tragwageneinheiten bekannt
gemacht worden, bei denen 2achsige Wagen durch lange Kuppelstangen verbunden werden,
wobei die Anlenkpunkte im Einachslaufwerkbereich, das heißt über einen Längenbereich
des Raddurchmessers bzw. der Länge der eingebauten Blatttragfedern vorgesehen ist.
Die Kopstücke der Vorbauten sind zurückgesetzt angeordnet. Sie dienen dann gleichzeitig
als vorderer Laufwerkträger, welcher gemeinsam mit dem hinteren Laufwerkträger das
Einachslaufwerk umgibt.
Da 2achsige Wagen nur eine Tragfähigkeit von maximal 2 x 22,5 t zulässiger Radsatzlast
minus der Eigenmasse des Wagens = ca. 35 bis 36 t besitzen, können auf einem solchen
Wagen nur je ein Langbehälter (30'- 45'- Container) mit bis zu 36 t Bruttogesamtmasse
oder 2 Stück Kurzbehälter (2 x die Gattung 20 - 24) mit je maximal 18 t gefahren werden.
Kurzbehälter z.B. in Tank- oder Siloausführung mit mehr als 18 t Brutto bis zu 36
t sind einzeln pro Wagen zu fahren, was unwirtschafthch ist und Nachteile bedeutet.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist, eine Eisenbahngüterwageneinheit, insbesondere für den
Transport von Containern und Wechselbehältern im kombinierten Ladungsverkehr zu schaffen,
welche die Nachteile der vorgenannten Lösungen vermeidet und Tragwageneinheiten in
leichter und wirtschaftlicher Bauweise mit hochgradigem Totlast-Nutzlastverhältnis
bei kostengünstiger Herstellung und Unterhaltung und Sicherung der internationalen
Forderungen bezüglich Laufsicherheit und Laufgüte und einer hohen Transportökonomie
ermöglicht.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0010] Erfindungswesentlich ist, dass in den vorgeschlagenen Güterwageneinheiten die Einzelwagen
und speziell alle Endwagen über Druck-Zug-Kuppelstangen eine weitgehendst optimal
mögliche Anlenkung in den Untergestellen der Wagen finden, und dass die Kuppelstangen
ab einem bestimmten Totlast-Nutzlastverhältnis mit Richtgelenken versehen sind, welche
bezüglich der Laufsicherheit den unterschiedlichen Aufgaben zwischen End- und Mittelwagen
Rechnung tragen und vorteilhaft einen Endwagen in 4achsiger Ausführung vorsehen.
Dabei finden bei den Drehgestellwagen die Druck-Zug-Kuppelstangen in den Untergestellen
im Zentrum des jeweiligen Drehgestells ihren Anlenkpunkt, wobei dann die Länge der
Kuppelstangen LK gleich der Entfernung LL der gegenüberstehenden Laufwerke, das heißt
eines Drehgestelles oder auch zu einem Einzellaufwerk sein kann. Um in der Praxis
auch einer Optimalanordnung nahe zu kommen, ist für den Fall von räumlichen Schwierigkeiten
bei der Unterbringung der Teile etwaiger Druck-Zug-Dämpfungselemente an der Anlenkstelle
der Kuppelstange, selbige pro Kuppelstangenende um den Längenbedarf für die vorgenannten
Teile plus eines Teiles der Breite des Drehpfannenquerträgers und des jeweiligen Bewegungsraumes
zurückzusetzen.
Die Druck-Zug-Kuppelstangen der 2achsigen und Drehgestellwagen erhalten ab einem bestimmten
Totlast-Nutzlastverhältnis Richtgelenke, wobei die Richtgelenke der Wagen innerhalb
der Einheit mit gleich großer vertikaler Stabilisierung versehen sind, und dass die
Endwagen jedoch gegenüber dem Mittelwagen Kuppelstangen mit Richtgelenken einer größeren
horizontalen Stabilisierung besitzen.
Als Endwagen werden vorzugsweise Drehgestellwagen vorgeschlagen, wobei diese im Vergleich
zu den Mittelwagen mit einem größeren Drehzapfenabstand ausgeführt werden.
[0011] In einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, zusätzlich zu den erfindungsgemäßen
Effekten die Anlenkung der Kuppelstangen selbige noch mit Hochleistungsrichtgelenken
auszurüsten, welche bereits vorgeschlagen wurden ( DE-Aktenzeichen 1020224 1.0).
Dabei ist vorgesehen, dass die Richtgelenke in Abhängigkeit vom Achs-/Drehzapfenabstand
der Wagen gegenüber der Ausführung des UIC-Richtgelenkes über eine vielfach größere
Richtgelenkbreite und Höhe und einem Leistungsverhältnis zwischen vertikaler und horizontaler
Stabilisierung von bis zu 1:5,3 verfügen.
Durch die Spezifik dieser Richtgelenke wird insbesondere in kleinen Bögen von 120
m Radius auch eine Verbesserung der Laufgüte erreicht.
Bei Anordnung eines Pufferweg- und Kraftausgleiches in den Vorbauten der Endwagen
ist es auch möglich, ab dem genannten Totlast-Nutzlastverhältnis an den Endwagen Richtgelenke
mit UIC-Parametern anzuwenden.
Dasselbe trifft annähernd zu, wenn anstelle des Pufferweg- und Kraftausgleiches Seitenpuffer,
vorzugsweise in Hydraulikbauweise mit langem Hub und einer flachen statischen Kraft-Weg-Kennlinie
verwendet werden.
[0012] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, über die Kuppelstangen
eine Ladelängenanpassung vorzunehmen, um aus der verfügbaren Zuglänge z.B. von 700
m möglichst viele zusätzliche Behälterstellplätze zu realisieren.
[0013] Entsprechend weiterer Merkmale der Erfindung ist vorgesehen, dass bei den Drehgestellend-
und -mittelwagen die Drehpfannenquerträger oberhalb der Drehpfanne in ihren vertikalen
Stegen, mindestens in denen die dem Kuppelstangenende zugewandt sind, Öffnungen besitzen
zum Durchführen der Dämpfungselemente oder des gesamten Kuppelstangenendes mit der
Stützlagerplatte, wobei die Stützlagerplatte entweder im Inneren des Drehpfannenquerträgers
oder an dem dem Kuppelstangenende zugewandten vertikalen Steg befestigt ist,
und dass bei den Drehgestellend- und -mittelwagen im Falle von räumlichen Schwierigkeiten
im Bereich über dem Laufwerkzentrum an der der Kuppelstange zugewandten Seite des
Drehpfannenquerträgers an dem selben ein Aufnahmekonsol bestehend aus Kupplungsträgerendstücken,
einem Vertikalsteg mit einer Öffnung mit einer Befestigungsmöglichkeit für die Stützlagerplatte
für die Kuppelstangenanlenkung vorgesehen ist,
und dass weiter im Vorbaubereich der Drehgestellend- und -mittelwagen kuppelstangenseitig
die Außenlangträgerenden als Langträgerverlängerungen, mindestens
ab der Höhe des Anlenkpunktes der Kuppelstange den Untergestellrahmen selbstragend
überragen und ihren Abschluss miteinem Endarretierungszapfen für Container oder einen
solchen eines Wechselbehälters finden,
und dass eine freie Zugängigkeit zur Kuppelstange und zum Drehgestell von oben gegeben
ist, wobei ein tiefer gelegener, unter der Kuppelstange und vor dem Drehstell angeordneter
Verbindungsträger vorhanden ist.
[0014] Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, dass bei den 2achsigen
Mittelwagen, ausgehend von der Kuppelstangenanlenkung und der Vorbauausführung zwei
einheitliche Wagenausführungen mit jeweils 2 Stellplätzen, einmal für je zwei Container
20' und zum anderen für je maximal zwei Wechselbehälter der Gattung 2 x 22 oder 2
x 24 vorgesehen sind, die beide bei einem gleichen Achsstand 2a einheitlich ausgeführte
und angeordnete Anlenkpunkte für die Kuppelstangen mit Richtgelenk besitzen, wobei
die Anlenkung im Untergestell über Quertraversen mit Vertikalstegen mit Öffnung mit
einer Befestigungsmöglichkeit für die Stützlagerplatte erfolgt, und dass die beiden
Mittelwagen ansonsten eine völlig gleiche Gesamtausführung besitzen, und sich lediglich
in der Anordnung von bekannten und zusätzlichen freitragenden Langträgerverlängerungen
für die Wagen mit den zwei Wechselbehältem (bis 2 x Gattung 24 ) verlängert um die
halbe Entfernungsdifferenz ihrer Endaretierungszapfen zu den Endarretierungszapfen
der zwei Container 20' und dem Einbau unterschiedlich langer Kuppelstangen und entsprechender
Mittenarretierungszapfen unterscheiden.
[0015] Entsprechend dem letzten Merkmal ist vorgesehen, dass die Kuppelstangen außerhalb
von Teilen des Laufwerkes bzw. des Drehgestelles zur Freigängigkeit eine Kröpfung
besitzen.
[0016] Mit der erfindungsgemäßen Eisenbahngüterwageneinheit wird eine Transportein.richtung
geschaffen, mit der infolge ihrer Kuppelstangenanordnung, der gewählten Anlenkpunkte
und Längenanpassung, der Verwendung von Richtgelenken und an ausgewählten stellen
auch von Hochleistungsrichtgelenken und den Ausführungen der Vorbaupartien der Wagen,
hochgradige Totlast-Nutzlastverhältnisse bei gleichzeitigem niedrigem Herstellungs-
und Unterhaltungsaufwand realisierbar sind.
[0017] Durch die Anwendung von Drehgestellwagen mit einer Tragfähigkeit von bis zu 72 gemeinsam
mit 2achsigen Tragwagen mit Tragfähigkeiten bis zu 36 t insbesondere auch innerhalb
der Einheiten wird erreicht, dass alle Langbehälter ( Gattung 40' - 45' ) mit maximal
36 t und die paarweise zu verladenen Kurzbehälter (2 x Gattung 20' - 24') von 2 x
18 t = 36 effektiv auf 2achsige Wagen und die Kurzbehälterpaare von über 2 x 18 t
bis 2 x 36 t auf Drehgestellwagen verladen werden können, wodurch die beste Ausnutzung
der Last- und Längenkriterien innerhalb der Sendungen bis hin zu einem gesamten Shuttlezug
erreicht werden kann, insbesondere auch deshalb, weil bei 2achsigen Tragwagen mit
bis zu 9 t Eigenmasse die Totlast pro TEU (20 Fuß - äquivalente Größe) nur 4,5 t beträgt,
und bei Drehgestellwagen günstigstens 6,0 bis 7,5 t/TEU und der Anteil der Leichtbehälter
den der Schwerlastbehälter wesentlich übersteigt.
[0018] Die vorgesehene Kombination von 2achsigen und 4achsigen Tragwagen innerhalb der Einheiten
bis hin zum Shuttlezug bringt im Sinne eines Tragwagengesamtsystems von über Kuppelstangen
verbundenen Endwagen eine bedeutende Verbesserung der Transportleistung, eine Erhöhung
des Streckendurchsatzes an Behältern und führt zu den angestrebten Mehrfacheinnahmen.
[0019] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Draufsicht einer Einheit aus Drehgestellwagen
- Figur 2
- eine Seitenansicht einer Einheit mit Beladeschema
- Figur 3
- eine Draufsicht mit einer Kuppelstangenverbindung von End- und Mittelwagen
- Figur 4
- wie Figur 3, Mittelwagen, jedoch 2achsig
- Figur 5
- wie Figur 4, Mittelwagen in Kurzausführung
- Figur 6
- einen Schnitt der Figur 7 durch einen Anlenkpunkt
- Figur 7
- eine Draufsicht eines Anlenkpunktes in einem Drehpfannenquerträger
- Figur 8
- eine Seitenansicht eines weiteren Anlenkpunktes
- Figur 9
- eine Draufsicht eines Anlenkpunktes mit Aufnahmekonsol
- Figur 10
- eine Draufsicht der Anlenkung eines 2achsigen Tragwagens
- Figur 11
- einen Schnitt gemäß Figur 9
- Figur 12
- einen Drehpfannenquerträger
- Schnitt mit abgesenktem Aufnahmekonsol
[0020] Es ist vorgesehen, 2 bis 6teilige Tragwageneinheiten auszuführen, wobei reine 2achsige
und 4achsige und gemischte Einheiten, bestehend aus vorzugsweise Drehgestellendwagen
3 und 2achsigen Mittelwagen 2 vorgeschlagen werden.
[0021] Vorzugsweise handelt es sich um Zweiplatzwagen, um Ladelängenanpassungen der paarweise
mit Behältern 23 beladenen Wagen 1,2,3 und 4 optimal vornehmen zu können, vorwiegend
zwischen unterschiedlichen Größen von Wechselbehältern sowie bei Containern und Wechselbrücken.
[0022] Die Figuren 1 und 2 zeigen Dreiplatzendwagen 3, hier 3 x der Gattung 20 Fuß 24 oder
2 x der Gattung 30 Fuß und Zweiplatzmittelwagen 2 und 4, vorwiegend für 2 x Wechselbehälter
bis zur Gattung 24 - 25.
Die Endwagen, ausgeführt als 2achsiger und Drehgestellwagen, besitzen Endvorbauten
8 mit Seitenpuffern 17 und am gegenüberliegenden Vorbau erfolgt die Wagendruck- und
Zugkupplung über Kuppelstangen 12.
Die Untergestelle bestehen bei den Drehgestellwagen 3, 4 aus fischbauchförmigen Außenlangträgern,
die mit End- und Mittenarretierungszapfen 21, 22 versehen sind und Drehpfannenquerträger
9, die als Hohlprofil ausgebildet sind. Bei den 2achsigen Tragwagen 1,2 sind anstelle
der Drehpfannenquerträger 9 je zwei Laufwerkträger angeordnet, die die Einzellaufwerke
5 umschließen.
[0023] Wie die Figuren 1,2,6,7 und 8 zeigen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, bei den
Drehgestellwagen 3, 4 die Kuppelstangenanlenkung im Untergestell im Zentrum der Drehpfannenquerträger
9 und damit im Drehpfannenbereich des Drehgestelles 6 anzuordnen. Damit entspricht
die Entfernung LL bis zum jeweils gegenüberliegenden Laufwerk des Nachbarwagens auch
ca. der Kuppelstangenlänge LK, was auch für die Entfernung zwischen Drehgestell 6
und Einzellaufwerk 5, wie es bei 2achsigen Tragwagen 1,2 der Fall ist, zutrifft.
Damit sind für die leichtgewichtigen wagen sehr vorteilhafte Anlenkverbindungen vorhanden,
weil bei Längsdruckkräften die bis zu 500 kN groß sein können, in S-und in Vollbögen
zunächst einmal jegliche horizontale Aufhebelungen durch den Kuppelstangenangriff
über den Laufwerken 5 bzw. Drehgestellen 6 ausgeschaltet sind.
[0024] Die Ausführung der Anlenkpunkte 13 zeigen die Figuren 6,7 und 8.
Eine Kuppel stange 12 mit Richtgelenken 20, Dämpfungselementen 14 und Stützlagerplatten
15, die sich in einer Öffnung 26 in einem starken mittleren Vertikalsteg 10 in der
Mitte des Drehgestelles 6 befindet, ist dabei über Bolzen mit dem Drehpfannenquerträger
9 verbunden.
Die Öffnungen 26 in den Vertikal stegen 10 ermöglichen das Einbringen des Richtgelenkes
und des gesamten Kuppelstangenendes in den Drehpfannenquerträger 9 und deren Befestigung.
[0025] Nach Figur 8 ist vorteilhaft auch vorgesehen, die Stützlagerplatte 15 an dem der
Kuppelstangenseite zugewandten Vertikal steg 10 des Drehpfannenquerträgers 9 mit Öffnung
26 direkt zu befestigen.
[0026] Um auch bei schwierigen Platzverhältnissen in der Unterbringung der Teile des Richtgelenkes
20, der Zug-Druck-Dämpfungselemente, 14 mit dem notwendigen Bewegungs- und Montageraum
eine der Optimalstellung nahekommende Anlenkung 13 sicher zu stellen, ist gemäß der
Figuren 3,4,5 und 9 bis 12 vorgesehen, Aufnahmekonsole, bestehend aus Kupplungsträgerendstücken
27, Vertikalstegen 10 mit Öffnungen 26 mit einer Befestigungsmöglichkeit für die Stützlagerplatten
15 so dicht als möglich am Drehpfannenbereich des Drehpfannenquerträgers anzuordnen.
[0027] Gemäß Figur 12 ist es auch möglich, die Aufnahmekonsole in nach unten abgekröpfter
Ausführung anzuordnen. ,
Bei den 2achsigen End- und Mittelwagen 1, 2 ist vorgesehen, über den Achsen analog
der Ausführung der Aufnahmekonsole Quertraversen 18 anzuordnen, die an ihrer Kuppelstangenseite
einen Vertikalsteg 10 mit der Öffnung 26 besitzen, an welchen die Stützlagerplatten
15 befestigt werden.
[0028] Es ist vorgesehen, dass die Kuppelstangen 12 ab einem bestimmten Totlast-Nutzlastverhältnis
( bei einer Standardradsatzlast von 22,5 t) mit Richtgelenken 20 auszurüsten sind,
und zwar einem solchen Verhältnis bei
| Drehgestellendwagen 3 |
von ab ca. 1:3 |
| Drehgestellmittelwagen 4 |
von ab ca. 1:4 |
| zweiachsigen Endwagen 1 |
von ab ca. 1:2 und bei |
| zweiachsigen Mittelwagen 2 |
von ab ca. 1:3. |
[0029] Bei größeren Wageneigenmassen entsprechend niedrigeren Totlast-Nutzlastverhältnissen
ist die Anwendung von kugelgelenkähnlichen Kupplungen zwischen Wagen 1,2,3 und 4 und
Kuppelstangen 12 möglich.
Es ist weiterhin vorgesehen, dass die Richtgelenke 20 innerhalb einer Einheit mit
gleichgroßer vertikaler Stabilisierung ausgeführt wird.
Die Endwagen 1 und 3 erhalten gegenüber den Mittelwagen 2 und 4 mit ihren Seitenpuffern
an der UIC-Schnittstelle und der Kuppelstangenanlenkung am gegenüberliegenden Wagenende,
Richtgelenke mit höherer horizontaler Stabilisierung.
[0030] Die Endwagen 3 sind vorzugsweise für die Aufnahme von Schwerlastkurzbehältern als
Drehgestellwagen vorgesehen und besitzen gegenüber den Mittelwagen größere Drehzapfenabstände
2a.
[0031] Die Figuren 6 und 7 zeigen Hochleistungsrichtgelenke 20, die eine gegenüber dem UIC-Standardrichtgelenk
vergrößerte Richtgelenkhöhe RGH und eine um ein Vielfaches vergrößerte Richtgelenkbreite
RGB besitzen, die in Relation zu den Achs-/Drehzapfenabständen der Tragwagen ausgeführt
sind.
So besitzt ein Tragwagen mit einem kleineren Achs-/Drehzapfenabstand 2a gegenüber
einem solchen mit großem Abstand ein Gelenk mit einer vielfach größeren Richtgelenkbreite
R
GB, so dass die horizontale Stabilisierung vergrößert wird.
Es ist vorgesehen, diese Hochleistungsrichtgelenke 20 mindestens zwischen den Endwagen
1 und 3, als den Übergangswagen zwischen Seitenpuffer- und Kuppelstangenanlenkung
und den erstfolgenden Mittelwagen einzusetzen.
Vorteilhaft ist jedoch, alle Wagen der Einheit mit Hochleistungsrichtgelenken 20 auszustatten,
da z.B. in einem Vollbogen die Längsdruckkraft von der Längsachse der Wagen versetzt
zur Bogeninnenseite alle Wagen gleich und ohne weiteren Querversatz vorteilhaft durchlaufen
kann.
Durch die Vergrößerung der Richtgelenkbreiten RGB und der Richtgelenkhöhen RGH und
die Wahl der Abrollradien und des Einsetzens der außermittigen Kraftübertragung im
Richtgelenk bereits bei Kurven von 250 m wird auch eine Verbesserung der Laufgüte
nach UIC 518 bei diesen leichtgewichtigen Wagen erzielt.
[0032] Die Figur 5 zeigt im Endvorbau 8 des Endwagens einen Pufferweg- und Kraftausgleich
16, der eine längsmittige Krafteinleitung sicherstellt und infolge des Entfallens
des horizontalen Pufferversatzes die horizontalen Querkräfte H
y am Rad verringert.
Damit wird es möglich, ab den im Anspruch 1 genannten Totlast-Nutzlastverhältnissen
Richtgelenke 20 mit geringerer Richtgelenkwirkung wie z.B. das UIC-Richtgelenk zu
verwenden.
Eine Pufferausgleichfunktion kann auch mit langhubigen, vorzugsweise hydraulischen
Puffern 17 und einer flachen statischen Kraft-Weg-Kennlinie erzielt werden.
[0033] Gemäß Figur 8 ist vorgesehen, zur Erzielung der Freigängigkeit vorzugsweise zu den
Endbehältern beim Überfahren von Rampen die Kuppelstangen 12 mit einer Kröpfung zu
versehen, sobald es die angrenzenden Laufwerk-und Untergestellteile ermöglichen.
Die Kuppelstangen 12 haben weiterhin auch die Funktion der Ladelängenanpassung beim
Transport unterschiedlich langer Behälter zu erfüllen und sind längenverstellbar in
sich selbst, nachsteckbar im Untergestell oder austauschbar vorgesehen.
[0034] Die Figuren 9, 10 und 11 zeigen die Vorbaugestaltung in Relation zu den Anlenkpunktausführungen
der Kuppelstangen und der Drehpfannenquerträger zur Aufnahme der Drehgestelle 6 sowie
der Einachslaufwerke 5 der 2achsigen Wagen.
So besitzen die Vorbauten der Drehgestellewagen 3 und 4 vorteilahft Langträgerverlängerungen
19, die selbsttragend den kompakten Untergestellrahmen 7 überragen, mindestens ab
dem Punkt der Anlenkung 13 der Kuppelstange 12, um vorteilhaft die freie Länge in
Grenzen zu halten. Am Ende der Langträgerverlängerungen befinden sich jeweils die
Endarretierungszapfen.
[0035] Wie Figur 9 zeigt, ist beispielsweise auch vorgesehen, dass bei langen Vorbauten
unterhalb der Kuppelstange 12 vor dem Drehgestell 6 zur Erhöhung der Stabilität ein
Verbindungsträger 11 angeordnet ist, wodurch ein freier Zugang zum Drehgestell 6 und
dem Kuppelstangenanschluss erreicht wird.
Dies ist vorteilhaft für zeit- und kostensparende Unterhaltungsarbeiten im Terminalbetrieb,
z.B. für das häufige Wechseln der Bremssohlen und die Kuppelstangenlängenveränderungen.
[0036] Die Figuren 4,5 und 10 zeigen einmal die Vorbauausführung für eine Kurzversion der
2achsigen Tragwagen 2 für den reinen Maritimverkehr für paarweise Beladung mit Kurzbehältern
der Gattungen 20 Fuß und zum anderen eine Langversion für den paarweisen Wechselbehälterbetrieb
bis zu 2 x der Gattung 24 im Kontinentalverkehr mit in bekannter Weise ausgeführten
Langträgerverlängerungen 19.
Vorschlagsgemäß werden die zwei, unterschiedlichen Aufgaben dienenden und unterschiedliche
Ladelängen besitzenden Wagen zwischen den Endlaufwerkträgern aus betriebswirtschaftlichen
Gründen einheitlich ausgeführt mit einheitlichen Kuppelstangenanlenkungen und Richtgelenkausführungen
und unterscheiden sich erfindungsgemäß lediglich durch die Langträgerverlängerungen
19 und die Kuppelstangenlängen.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
[0037]
- 1
- 2achsiger Endwagen
- 2
- 2achsiger Mittelwagen
- 3
- Drehgestellendwagen
- 4
- Drehgestellmittelwagen
- 5
- Einachslaufwerk
- 6
- Drehgestell
- 7
- Untergestell
- 8
- Endvorbau
- 9
- Drehpfannenquerträger
- 10
- Vertikalsteg
- 11
- Verbindungsträger
- 12
- Kuppelstange
- 13
- Anlenkpunkt
- 14
- Dämpfungselement
- 15
- Stützlagerplatte
- 16
- Pufferweg- und Kraftausgleicheinrichtung
- 17
- Seitenpuffer
- 18
- Quertraverse
- 19
- Langträgerverlängerung
- 20
- Richtgelenk
- 21
- Endarretierungszapfen
- 22
- Mittenarretierungszapfen
- 23
- Behälter
- 24
- Container der Gattung 20 Fuß
- 25
- Wechselbehälter der Gattung 24
- 26
- Öffnung
- 27
- Kuppungsträgerendstücke
- 28
- Drehpfanne
- LL
- Laufwerkentfernung
- LK
- Kuppelstangenlänge
- RGB
- Richtgelenkbreite
- RGH
- Richtgelenkhöhe
- 2a
- Achs-/Drehzapfenabstand
1. Eisenbahngüterwageneinheit, insbesondere für den Transport von Containern und Wechselbehältern
im kombinierten Ladungsverkehr in leichter und wirtschaftlicher Bauweise und einem
hochgradigen Totlast-Nutzlastverhältnis, bestehend aus Drehgestell- und/oder 2achsigen
Güterwagen ausgerüstet mit eine Ladelängenanpassung ermöglichenden Druck-Zug-Kuppelstangen
und Untergestellvorbauten, die in ihren Außenlang- und Querträgern an die Kuppelstangenanlenkung
angepasst sind, wobei bei den 2achsigen Tragwagen in bekannter Weise die Anlenkpunkte
der Kuppelstangen jeweils im Bereich der Einachslaufwerke, mindestens jedoch in einem
Abstand gleich oder größer der doppelten, in den Untergestellvorbau hineinragenden
Schaftlänge der international standardisierten UIC-Mittelpufferkupplung, gemessen
jeweils von der Vorderkante des Wagenuntergestelles aus
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Drehgestellwagen (3 und 4) Druck-Zug-Kuppelstangen (12) angeordnet sind,
die ihren Anlenkpunkt (13) im Untergestell (7) im Zentrum des jeweiligen Drehgestelles
(6) haben, wobei dann die Kuppelstangenlänge LK ca. gleich dem Abstand der beiden
benachbarten Drehgestelle (6) LL entspricht oder sollte als Nachbarwagen ein 2achsiger
End-/Mittelwagen (1 u 2) folgen, dann ist der Abstand des Drehgestelles (6) zum benachbarten
Einachslauf werk (5) LL ebenfalls ca. LK, und dass im Falle von räumlichen Schwierigkeiten
der Unterbringung der Teile etwaiger Druck-Zug-Dämpfungselemente (14) an dem Anlenkpunkt
(13) der Druck-Zug-Kuppelstange (12) selbiger pro Kuppelstangenende um den Längenbedarf
für die vorgenannten Teile plus eines Teiles der Breite des Drehpfanngenquerträgers
(9) und des jeweiligen Bewegungs- und Montageraumes zurückgesetzt wird, und dass die
Kuppelstangen (12) der 2achsigen und der Drehgestellwagen (1,2,3 und 4) Richtgelenke
(20) erhalten und zwar ab einem Totlast-Nutzlastverhältnis bei einer Standardradsatzlast
von 22,5 t
bei
- Drehgestellendwagen (3) von ca. 1:3 und den
- Drehgestellmittelwagen (4) von ca. 1:4 und
bei 2achsigen
- Endwagen (1) von ca. 1:2 und den
- Mittelwagen (2) von ca. 1:3,
und dass die Richtgelenke (20) der Wagen innerhalb der Güterwageneinheit eine gleich
hohe vertikale Stabilisierung aufweisen,
und dass die Endwagen ( 1 und 3) jedoch gegenüber den Mittelwagen (2 und 4) eine größere
horizontale Stabilisierung besitzen,
und dass die Endwagen (1 und 3) vorzugsweise als Drehgestellendwagen (3) und dabei
als solche mit großem Drehzapfenabstand (2a), der größer ist als der der Mittelwagen
(2 und 4) ausgeführt sind.
2. Eisenbahngüterwageneinheit gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass Hochleistungsrichtgelenke (20) für die 2achsigen und Drehgestellwagen (1,2,3 und
4) zum Einsatz kommen, die in Abhängigkeit vom Achs-/Drehgestellabstand (2a) gegenüber
dem UIC-Richtgelenk über eine vielfach größere Richtgelenkbreite (RGB) und Höhe (RGH)
und einem Leistungsverhältnis zwischen horizontaler und vertikaler Stabilisierung
von bis zu ca. 1: 5,3 verfügen, wobei mindestens die Kuppelstangen (12) zwischen den
Endwagen (1 und 3) und dem ersten Mittelwagen (2 und 4) derartige Richtgelenke (20)
besitzen.
3. Eisenbahngüterwageneinheit gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass an der UIC-Schnittstelle am Einheitsende mit Seitenpuffern (17) und Schraubenkupplung
in den Endvorbauten (8) des Untergestelles (7) in bekannter Weise eine Pufferweg-
und Kraftausgleichvorrichtung (16) vorgesehen ist, wobei ab den genannten Totlast-Nutzlastverhältnissen
die Kuppelstangen (12) auch an den Endwagen (1 und 3) mit Richtgelenken (20), die
den UIC-Richtgelenk-Leistungsparametem entsprechen, ausgerüstet sein können.
4. Eisenbahngüterwageneinheit nach Anspuch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet,
dass anstelle einer Pufferweg- und Kraftausgleicheinrichtung (16) Seitenpuffer (17) vorzugsweise
in Hydraulikbauweise mit langem Hub und einer flachen statischen Kraft-Weg-Kennlinie
verwendet werden.
5. Eisenbahngüterwageneinheit nach Abspruch 1 und einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kuppelstangen (12) zum. Zwecke einer vorteilhaften Ladelängenoptimierung, vorzugsweise
zwischen einer paarweisen Beladung mit Wechselberhältern verschiedenen Größen oder
in Kombination von Containern mit Wechselberhältern längenverstellbar, nachsteckbar
oder austauschbar ausgeführt werden.
6. Eisenbahngüterwageneinheit nach Abspruch 1 und einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei den Drehgestellend- und mittelwagen (3 und 4) die Drehpfannenquerträger (9) oberhalb
der Drehpfanne (28) in ihren Vertikalstegen (10) mindestens, in denen, die dem Kuppelstangenende
zugewandt sind, Öffnungen (26) besitzen zum Durchführen der Dämpfungselemente (14)
oder des gesamten Kuppelstangenendes (27) mit der Stützlagerplatte (15), wobei die
Stützlagerplatte (15) entweder im Inneren des Drehpfannenqueträgers (9) oder an dem,
dem Kuppelstangenende zugewandten Vertikalsteg (10) befestigt ist.
7. Eisenbahngüterwageneinheit nach Abspruch 1, 5, 6 und einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass bei den Drehgestellend- und mittelwagen (3 und 4) im Falle von räumlichen Schwierigkeiten
im Bereich über dem Laufwerkzentrum an der der Kuppelstange (12) zugewandten Seite
des Drehpfannenquerträgers (9) an demselben ein Aufnahmekonsol, bestehend aus Kupplungsträgerendstücken
(27) und Vertikalsteg (19) mit Öffnung (26) mit einer Befestigungsmöglichkeit für
die Stützlagerplatte (15) für die Kuppelstangenanlenkung (13) vorgesehen ist wobei
das Aufnahmekonsol mit seinem Kupplungsträgerendstücken (27) auch eine Kröpfung nach
unten aufweisen kann,
und dass generell weiter im Vorbaubereich der Drehgestellend- und mittelwagen ( 3
und 4) kuppelstangenseitig die Außenlangträgerenden als Langträgerverlängerungen (19)
mindestens ab dem Punkt der Anlenkung (13) der Kuppelstange (12) den Untergestellrahmen
selbsttragend überragen und ihren Abschluss mit einem Endarretierungszapfen (21) für
Container oder einen solchen eines Wechselbehälters finden,
und dass eine freie Zugängigkeit zur Kuppelstange (12) und zum Drehgestell (6) von
oben gegeben ist, wobei ein tiefer gelegener, unter der Kuppelstange (12) und vor
dem Drehgestell (6) angeordneter Verbindungsträger (29) vorhanden ist.
8. Eisenbahngütewageneinheit nach Anspruch 1 und einem der Ansprüche 2,3,4 und 5
dadurch gekennzeichnet, dass bei den 2achsigen Mittelwagen (2) ausgehend von dem Anlenkpunkt (13) der Kuppelstange
(12) und der Vorbauausführung zwei einheitliche Wagenausführungen mit jeweils zwei
Stellplätzen, einmal für je zwei Container (24) und zum anderen für je maximal 2 Wechselbehälter
(25) vorgesehen sind, die beide bei einem gleichen Achsstand (2a) einheitlich ausgeführte
und angeordnete Anlenkpunkte (13) für die Kuppelstangen (12) mit Richtgelenk (20)
besitzen, wobei die Anlenkung im Untergestell (7) über Quertraversen ( 18) mit Vertikalsteg
(10), mit Öffnung (26) und einer Befestigungsmöglichkeit für die Stützlagerplatte
(15) erfolgt,
und dass die beiden Mittelwagen (2) ansonsten eine völlig gleiche Gesamtausführung
besitzen und sich lediglich in der Anordnung von bekannten, zusätzlichen freitragenden
Langträgerverlängerungen (19) für den Wagen mit den zwei Wechselbehältem (25), verlängert
um die halbe Entfernungsdifferenz ihrer Endarretierungszapfen (21) zu den Endarretierungszapfen
(21) der zwei Container (24) und dem Einbau unterschiedlich langer Kuppelstangen (12)
und entsprechender Mittenarretierungszapfen (22) unterscheiden.
9. Eisenbahngüterwageneinheit nach Anspruch 1 und einem der Ansprüche 2 bis 8.
dadurch gekennzeichnet, dass die Kuppelstangen (12) außerhalb von Teilen des Laufwerkes (5) bzw. des Drehgestelles
(6) zur Freigängigkeit eine Kröpfung besitzen.