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EP 1 452 634 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.03.2009 Patentblatt 2009/12 |
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Anmeldetag: 16.01.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Fasergarn, Verfahren zum Herstellen eines solchen Garns, Verfahren zum Herstellen
eines Gefüges und Gefüge
Yarn, method of manufacturing such a yarn, method of manufacturing a fabric and fabric
Fil, procédé de fabrication d'un tel fil, procédé de fabrication d'un tissu, tissu
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Benannte Vertragsstaaten: |
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BE DE FR |
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Priorität: |
26.02.2003 DE 10308490
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.09.2004 Patentblatt 2004/36 |
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Patentinhaber: GKD Gebr. Kufferath AG |
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52353 Düren (DE) |
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Erfinder: |
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- Wirtz, Peter
52353 Düren (DE)
- Mertens, Hans
52379 Langerwehe-Schlich (DE)
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Vertreter: Castell, Klaus et al |
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Gutenbergstrasse 12 52349 Düren 52349 Düren (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 432 439 DE-A- 3 126 051 US-A- 4 018 042
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DE-A- 2 428 484 DE-A- 4 120 554
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Metallgewebe zur Tiefenfiltration von Fluiden sowie ein
Verfahren zum Herstellen eines solchen.
[0002] In vielen industriellen Bereichen, insbesondere in der Textilindustrie, stellt sich
regelmäßig die Aufgabe, Fasergarne miteinander oder mit anderen Werkstoffen zu einem
Gefüge zu verarbeiten, beispielsweise zu einem Gewebe, Geflecht, Gewirk, Gestrick
oder Gelege.
[0003] Fasergarne liegen dabei üblicherweise als durch Spinnverfahren aus Kapillarfasern
hergestellte fadenförmige Erzeugnisse vor. Die Kapillarfasern können ein Bündel extrem
langer gesponnener Fasern sein; sie können jedoch auch gerissen oder gekürzt sein
und zu einem Garn verarbeitet, beispielsweise verdrillt, sein. Meist sind Fasergarne
aus vielen verdrillten Kapillarfasern hergestellt, wobei durch den Kapillarfaserdurchmesser,
die Kapillarfaserlänge und die Art der Verdrillung oder Nachbehandlung des Garnes
Fasergarne mit unterschiedlichen Eigenschaften hergestellt werden können.
[0004] Zur textilen Verarbeitung finden vielfältigste Methoden Anwendung, von denen hier
beispielhaft das Weben betrachtet werden soll. Das Verweben von Fasergarnen wird in
größten industriellen Maßstäben durchgeführt, kann Fasergarne aus diversen Materialien
verwenden und bringt nicht nur Stoffe für den täglichen Bedarf hervor, sondern kann
auch Spezialgewebe erzeugen, so beispielsweise Metallgewebe zur Tiefenfiltration von
Fluiden, siehe z.B.
DE 195 26 458 A1.
[0005] Leider sind die Fasergarne häufig schwierig zu verarbeiten. In Folge ihrer multifilen
Struktur aus einer Vielzahl von unabhängigen Kapillarfasern haben die Fasergarne teilweise
einen nur geringen Zusammenhalt.
[0006] Vor allem bei Kapillarfasem, die nur wenig verdrillt sind, stellen sich oft unerwünschte
Effekte ein. Beispielsweise können die Enden der Kapillarfasern aus dem Fasergarn
herausragen. Auch können sich die Kapillarfasern spreizen und hierdurch den Durchmesser
des Fasergarns vergrößern. Beim Einweben als Schuss in ein Webgefüge können hierdurch
einzelne Kapillarfasern an Kettfäden oder der Webvorrichtung entlang streifen und
hierdurch beschädigt werden, womit eine strukturelle Schwächung des Fasergarns einhergeht.
[0007] Die
EP 0 432 439 A2 zeigt einen Faden zum Herstellen eines technischen Gewebes, Gewirkes oder desgleichen.
Diese Patentanmeldung verarbeitet Stapelfasern. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass
jede Faser für sich betrachtet relativ kurz ist. Auch betont die Patentanmeldung,
dass der Einsatz von Endlosfasern problematisch ist.
[0008] Die
EP 0 432 439 A2 verwendet daher als Teil ihrer erfinderischen Lehre kurze Fasern. Diese werden durch
einen Umwindefaden zusammengehalten, um eine verarbeitbaren Faden zu ergeben. Ohne
den Umwindefaden wird der Faden bei der geringsten Berührung in tausende von kurzen
Stapelfaserstücken zerfallen.
[0009] Der Umwindefaden ist auflösbar, insbesondere chemisch auflösbar oder thermisch auflösbar.
Sobald das Gewebe hergestellt ist, möchte die
EP 0 432 439 A2, dass der Umwindefaden aufgelöst wird und somit aus dem Gewebe verschindet.
[0010] Die
DE 31 26 051 A1 schlägt einen Teppichgarn vor. Dieser soll möglichst flauschig sein. Hierzu soll
mindestens einer von zwei Grundfäden aus Endlos-Kapillarfasern bestehen. Die Herstellung
des Mehrkomponenten-Garns erfolgt in der Weise, dass in einem Arbeitsgang von zwei
oder mehreren aus Endloskapillarfasern bestehenden Grundfäden einer mit sehr hoher
Geschwindigkeit einer rotierenden Hohlspindel zugeführt wird und dabei von einem sehr
dünnen Umwindefaden gleichmäßig umwunden und in dieser Form schließlich kontinuierlich
mit hoher Geschwindigkeit aufgespult wird.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die beschriebenen Schwierigkeiten bei
der Verarbeitung von polyfilem Fasergarn weitestgehend zu reduzieren oder sogar aus
der Welt zu schaffen.
[0012] Diese Aufgabe löst ein Metallgewebe gemäß Patentanspruch 1, ebenso wie ein Verfahren
zum Herstellen eines Metallgewebes gemäß Patentanspruch 13. Vorteilhafte Ausgestaltungen
sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0013] Der Wickelfaden ist dabei vorzugsweise ein langer Faden, welcher um sämtliche Kapillarfasern
des Fasergarns herumläuft. Durch den Wickelfaden werden die Kapillarfasern so zusammengehalten,
dass sie auch unter verschiedenen Krafteinwirkungen, zumindest aber unter Eigengewicht,
ihren Zusammenhalt behalten. Der Wickelfaden kann dabei sogar eine Vorspannung auf
die Kapillarfasern ausüben, wobei die Vorspannung sowohl in radialer Richtung des
Fasergarns oder sogar in dessen Längserstreckungsrichtung wirken kann.
[0014] Durch den verlässlichen Zusammenhalt der Kapillarfasern ist das Fasergarn einfacher
zu verarbeiten. Dies trifft sowohl für den Hersteller des Fasergarns als auch für
denjenigen zu, der das Fasergarn zu einem Gefüge verarbeitet.
[0015] Die erfindungsgemäße Umwindung mit einem Wickelfaden bringt insbesondere dann große
Vorteile, wenn die Kapillarfasern eigensteif sind. Unter eigensteifen Kapillarfasern
seien dabei solche Kapillarfasern verstanden, welche in vertikaler, einseitiger Einspannung
bei einer Kraglänge von 1 mm eine Knicklast von mindestens 0,01 N haben. Der Grad
der Eigensteifigkeit bestimmt sich überwiegend nach dem Material der Kapillarfaser
und nach ihrer Geometrie im Querschnitt.
[0016] Eigensteife Fasern können eine nicht unerhebliche Knicklast aufnehmen, sodass sich
bei der Verarbeitung eines Fasergarns mit einer auskragenden eigensteifen Kapillarfaser
besondere Probleme ergeben können. Beispielsweise können beim Einweben eines Fasergarns
mit einem solchen auskragenden Kapillarfaserende am Schussfaden leicht die Kettfäden
beschädigt werden. Unter Umständen kann sich der Schussfaden sogar verhaken und festsetzen.
[0017] Die Anwendung der Erfmdung bei einem Fasergarn mit eigensteifen Kapillarfasern bewirkt
daher einen besonders großen Zuwachs in der Betriebssicherheit bei der Verarbeitung
des Fasergarns. Eigensteife Kapillarfasern lassen sich zudem mit einem erfindungsgemäßen
Wickelfaden besonders gut zusammenhalten. Dies gilt vor allem deshalb, weil die Kapillarfasern
zumindest überwiegend metallen sind.
[0018] Von besonderem Vorteil ist die Erfindung auch bei einer sehr großen Anzahl von Kapillarfasern
im Fasergarn, insbesondere bei mehr als 100, vorzugsweise mehr als 500, Kapillarfasern.
Bei einer so hohen Anzahl ist auch die Wahrscheinlichkeit herauskragender Faserspitzen
sehr hoch. Entsprechend groß ist der Nutzen der vorliegenden Erfindung für diese Anwendung.
[0019] Eine vergleichbare Bereicherung bringt die Erfindung auch dann, wenn die Kapillarfasern
einen Durchmesser von weniger als 100 µm, vorzugsweise weniger als 30 µm, haben. Ein
Fasergarn, welches aus Kapillarfasern einer solchen Feinheit zusammengesetzt ist,
weist oft fehlerhafte Stellen auf, da solch feine Kapillarfasern sehr verletzlich
sind. Insbesondere können sie schnell reißen oder anderweitig durchtrennt werden,
sodass die beschriebenen Probleme beim herkömmlichen Verarbeiten des Fasergarns leicht
auftreten können.
[0020] In einer Ausführungsform der Erfindung weist der Wickelfaden eine andere Struktur
auf als die Kapillarfasern. Unter Struktur sei hier insbesondere das Material verstanden,
aber auch die Dicke des Wickelfadens oder dessen Querschnittsform können anders ausgebildet
sein. Beispielsweise kann beim Verarbeiten eines Fasergarns mit sehr hochwertigen
Kapillarfasern unter vielen Umständen auch ein kostengünstiger Wickelfaden zum Einsatz
kommen.
[0021] Generell ist es in den meisten Fällen anzustreben, dass ein möglichst kostengünstiger,
sicher zu verarbeitender Wickelfaden verwendet wird. Dies kann beispielsweise dadurch
gewährleistet werden, dass der Wickelfaden monofil ist. Ein monofiler Faden lässt
sich sehr zuverlässig verarbeiten.
[0022] Um dem Wickelfaden eine hohe Festigkeit zu geben, kann vorgesehen sein, dass der
Wickelfaden metallen ist. Beispielsweise kann er aus zwei verdrillten Metallfasern
oder aus einem Metalldraht bestehen.
[0023] Sehr gute Ergebnisse in Bezug auf Verarbeitbarkeit, Haltbarkeit und Festigkeit werden
für die meisten Fasergarne erreicht, wenn der Wickelfaden einen Durchmesser zwischen
10 µm und 50 µm hat. Dies trifft insbesondere für metallene Wickelfäden zu.
[0024] In einer Ausführungsform der Erfindung hat der Wickelfaden eine geringere physikalische
und/oder chemische Beständigkeit als die Kapillarfasern. Hierdurch wird es insbesondere
ermöglicht, den Wickelfaden nach Einbringen des Fasergarns in das Gefüge zu entfernen.
Beispielsweise kann der Wickelfaden aus Kunststoff sein, während die Kapillarfasern
aus Metall sind; dann kann der Wickelfaden nach dem Einbringen weggeschmolzen oder
weggeätzt werden.
[0025] Insbesondere zum Einsatz in der Lebensmitteltechnik bietet es sich jedoch an, dass
die Kapillarfasern und/oder der Wickelfaden aus Edelstahl bestehen.
[0026] Unabhängig hiervon kann der Wickelfaden vorteilhaft eine Steighöhe zwischen 7 mm
und 1000 mm haben. Umfangreiche Versuche mit verschiedensten Kapillarfasern haben
ergeben, dass die meisten Fasergarne die zugrundeliegende Aufgabe in besonders hohem
Maße lösen, wenn sie dergestalt umwunden sind.
[0027] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das Fasergarn
einen zweiten Wickelfaden auf, der das Fasergarn vorzugsweise gegenläufig zum ersten
Wickelfaden umläuft. Hierdurch kann nicht nur bei großer Steighöhe des Wickelfadens
bzw. der Wickelfäden eine große Festigkeit der Kapillarfasern erreicht werden. Vielmehr
wird auch die Betriebssicherheit deutlich erhöht, da das Fasergarn auch bei Reißen
eines Wickelfadens seine Festigkeit nicht oder nur teilweise verliert. Selbstverständlich
kann auch eine über zwei hinausgehende Anzahl von Wickelfäden den grundlegenden Erfindungsgedanken
umsetzen.
[0028] Für den Fall, dass ein Fasergarn zwar unter Nutzung der vorliegenden Erfindung in
ein Gefüge eingearbeitet werden soll, anschließend jedoch der Wickelfaden in der Struktur
des Gefüges eine Störung verursachen würde, wird ein Verfahren zum Herstellen eines
Gefüges unter Verwendung eines Fasergarns mit einer Vielzahl von Kapillarfasern -
insbesondere in der vorstehend beschriebenen Ausgestaltung - vorgeschlagen, bei welchem
das Fasergarn zunächst umwunden von einem Wickelfaden in das Gefüge eingearbeitet
wird und anschließend der Wickelfaden entfernt wird.
[0029] Wie bereits erläutert, können hierfür beispielsweise Wickelfäden aus Kunststoff verwendet
werden, die thermisch oder chemisch aus dem Gefüge gelöst werden. Eine weitere Möglichkeit
liegt beispielsweise darin, dass beiderseits des Gefüges der Wickelfaden ergriffen
und/oder gehalten und durch Aufbringen einer Zugkraft zerrissen wird. Insbesondere
bei einer großen Steighöhe des Wickelfadens bietet es sich sogar an, den Wickelfaden
auf einer Seite des Gefüges zu ergreifen und schlichtweg herauszuziehen. Das Entfernen
des Wickelfadens kann dabei zu einem beliebigen Zeitpunkt zwischen dem Einbringen
des jeweiligen Fasergarns und dem Fertigstellen des Gefüges erfolgen.
[0030] Besonders großen Vorteil erreicht dieses vorgeschlagene Verfahren dann, wenn das
herzustellende Gefüge ein Gewebe ist und das Fasergarn als Schussfaden eingebracht
wird. Das Fasergarn kann dadurch geschützt ins Gewebe eingebracht werden und hat im
Idealfall keine Knickstellen, die das Garn partiell übermäßig komprimieren können.
Auch bildet das umwundene Fasergarn eine relativ glatte Oberfläche, die den Webvorgang
erleichtert.
[0031] Insbesondere gewebte Gefüge können daher unter Nutzung des vorgeschlagenen Fasergarns
sehr betriebssicher hergestellt werden.
[0032] Es sei erwähnt, dass sämtliche vorteilhaften erwähnten Merkmale auch für sich gesehen
vorteilhaft und erfinderisch sind, sofern sie sich nicht explizit nur auf vorangegangene
vorteilhafte Merkmale beziehen.
[0033] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels in der Zeichnung
erläutert. Hierin zeigt
- die Figur
- in stark vergrößerter Ansicht einen Abschnitt eines Fasergarns aus Kapillarfasern,
welches mit zwei gegenläufigen Metalldrähten umwunden ist.
[0034] Das Fasergarn 1 in der Figur besteht in seiner Grundstruktur aus einer Vielzahl von
Kapillarfasern mit sehr geringem Durchmesser (in der Figur als mehrere Bündel dargestellt
und exemplarisch mit 2a, 2b, 2c beziffert). Die Anzahl der Kapillarfasern 2a, 2b,
2c liegt über 500, wobei jede Kapillarfaser 2a, 2b, 2c einen Durchmesser von weniger
als 20 µm hat.
[0035] Die Kapillarfasern 2a, 2b, 2c sind längs des Fasergarns 1 in nur geringem Winkel
zueinander angeordnet und miteinander versponnen, haben aber insbesondere in Randbereichen
nur einen geringeren Zusammenhalt und tendieren bereichsweise dazu, sich vor allem
bei einer Biegung des Fasergarns 1 zu spreizen.
[0036] Um die Kapillarfasern 2a, 2b, 2c herum sind der rechtsläufige Metalldraht 3 und der
linksläufige Metalldraht 4 gewunden. Die beiden Metalldrähte 3, 4 haben die gleiche
Struktur: ihr Durchmesser beträgt 0,03 mm und sie umlaufen die Kapillarfasern 2a,
2b, 2c mit circa 70 Umwindungen pro laufendem Meter des Fasergarns 1 entlang einer
Garnrichtung 5.
[0037] Der linksläufige Metalldraht 4 umläuft dabei sowohl die Kapillarfasern 2a, 2b, 2c
als auch den rechtsläufigen Metalldraht 3. An Kreuzstellen (exemplarisch beziffert
mit 6) liegt daher der linksläufige Metalldraht 4 außen auf dem rechtsläufigen Metalldraht
3. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind beide Metalldrähte 3, 4 olme Vorspannung
aufgebracht.
[0038] Bei einer Belastung des Fasergarns 1, die nach dem Stand der Technik zu einer relativen
Bewegung der Kapillarfasern 2a, 2b, 2c zueinander, beispielsweise zu einer Spreizung,
geführt hätte, werden vorliegend Bewegungen durch die Metalldrähte 3, 4 elastisch
aufgenommen. Aufgrund des hohen E-Moduls der Metalldrähte 3, 4 und der im Vergleich
hierzu geringen auftretenden Kräfte sind die Kapillarfasern 2a, 2b, 2c zueinander
nahezu bewegungsfest gelagert, ohne dass das Fasergarn 1 übermäßig versteift. So wird
eine optimale Verarbeitbarkeit des Fasergarns 1 gewährleistet.
1. Metallgewebe zur Tiefenfiltration von Fluiden, dadurch gekennzeichnet, dass es Fasergarn (1) mit einer Vielzahl von überwiegend metallenen Kapillarfasern (2a,
2b, 2c) aufweist, welches mit einem Wickelfaden (3) umwunden ist.
2. Metallgewebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapillarfasern (2a, 2b, 2c) eigensteif sind.
3. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mehr als 100, vorzugsweise mehr als 500, Kapillarfasern (2a, 2b, 2c).
4. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapillarfasern (2a, 2b, 2c) einen Durchmesser von weniger als 100µm, vorzugsweise
weniger als 30 µm, haben.
5. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelfaden (3) eine andere Struktur aufweist als die Kapillarfasern (2a, 2b,
2c).
6. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelfaden (3) monofil ist.
7. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelfaden (3) ein Metalldraht (3) ist.
8. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelfaden (3) einen Durchmesser zwischen 10 µm und 50 µm hat.
9. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelfaden (3) eine geringere physikalische und/oder chemische Beständigkeit
hat als die Kapillarfasern (2a, 2b, 2c).
10. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapillarfasern (2a, 2b, 2c) und/oder der Wickelfaden (3) aus Edelstahl bestehen.
11. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Steighöhe des Wickelfadens (3) zwischen 7 mm und 1000 mm.
12. Metallgewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen zweiten Wickelfaden (4), der das Fasergarn (1) vorzugsweise gegenläufig zum
ersten Wickelfaden (3) umläuft.
13. Verfahren zum Herstellen eines Metallgewebes zur Tiefenfiltration von Fluiden, wobei
zunächst eine Vielzahl an überwiegend metallenen Kapillarfasern (2a, 2b, 2c) zu einem
Fasergarn (1) gesponnen wird, dieses anschließend mit einem Wickelfaden (3) umwunden
wird und das umwundene Fasergarn (1) danach zu einem Filtergewebe verwoben wird.
1. A metal fabric for depth filtration of fluids, characterized in that it comprises fiber yarn (1) with a plurality of mainly metallic capillary fibers
(2a, 2b, 2c) about which a winding thread (3) is wound.
2. The metal fabric as set forth in claim 1, characterized in that the capillary fibers (2a, 2b, 2c) are inherently stiff.
3. The metal fabric as set forth in any one of the previous claims, characterized by more than 100, preferably by more than 500, capillary fibers (2a, 2b, 2c).
4. The metal fabric as set forth in any one of the previous claims, characterized in that the capillary fibers (2a, 2b, 2c) have a diameter of less than 100 µm, preferably
of less than 30 µm.
5. The metal fabric as set forth in any one of the previous claims, characterized in that the winding thread (3) has another structure than the capillary fibers (2a, 2b, 2c).
6. The metal fabric as set forth in any one of the previous claims, characterized in that the winding thread (3) is a monofilament thread.
7. The metal fabric as set forth in any one of the previous claims, characterized in that the winding thread (3) is a metal wire (3).
8. The metal fabric as set forth in any one of the previous claims, characterized in that the winding thread (3) has a diameter ranging between 10 µm and 50 µm.
9. The metal fabric as set forth in any one of the previous claims, characterized in that the winding thread (3) has less physical and/or chemical stability than the capillary
fibers (2a, 2b, 2c).
10. The metal fabric as set forth in any one of the previous claims, characterized in that the capillary fibers (2a, 2b, 2c) and/or the winding thread (3) are made from stainless
steel.
11. The metal fabric as set forth in any one of the previous claims, characterized by a pitch of the winding thread (3) ranging between 7 mm and 1000 mm.
12. The metal fabric as set forth in any one of the previous claims, characterized by a second winding thread (4) that winds about the fiber yarn (1) preferably in the
opposite direction to the first winding thread (3).
13. A method of manufacturing a metal fabric for depth filtration of fluids, a plurality
of mainly metallic capillary fibers (2a, 2b, 2c) being at first spun into a fiber
yarn (1), a winding thread (3) being then wound around said fiber yarn and said fiber
yarn (1) with the thread wound around it being next woven to form a filter fabric.
1. Tissu en métal pour la filtration en profondeur de fluides, caractérisé en ce qu'il comporte du fil de fibres (1) avec une pluralité de fibres capillaires (2a, 2b, 2c)
en majorité métalliques, un fil de bobinage (3) étant enroulé autour de ce fil de
fibres.
2. Tissu en métal selon la revendication 1, caractérisé en ce que les fibres capillaires (2a, 2b, 2c) ont une rigidité propre.
3. Tissu en métal selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par plus de 100, de préférence par plus de 500, fibres capillaires (2a, 2b, 2c).
4. Tissu en métal selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les fibres capillaires (2a, 2b, 2c) ont un diamètre inférieur à 100 µm, de préférence
inférieur à 30 µm.
5. Tissu en métal selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fil de bobinage (3) comporte une structure différente de celle des fibres capillaires
(2a, 2b, 2c).
6. Tissu en métal selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fil de bobinage (3) est monobrin.
7. Tissu en métal selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fil de bobinage (3) est un fil de métal (3).
8. Tissu en métal selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fil de bobinage (3) a un diamètre compris entre 10 µm et 50 µm.
9. Tissu en métal selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le fil de bobinage (3) a une tenue physique et/ou chimique inférieure à celle des
fibres capillaires (2a, 2b, 2c).
10. Tissu en métal selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les fibres capillaires (2a, 2b, 2c) et/ou le fil de bobinage (3) sont en acier inoxydable.
11. Tissu en métal selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par un pas du fil de bobinage (3) compris entre 7 mm et 1000 mm.
12. Tissu en métal selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé par un deuxième fil de bobinage (4) qui entoure le fil de fibres (1) de préférence dans
le sens opposé à celui du premier fil de bobinage (3).
13. Procédé de réalisation d'un tissu en métal pour la filtration en profondeur de fluides,
une pluralité de fibres capillaires (2a, 2b, 2c) en majorité métalliques étant tout
d'abord filée en un fil de fibres (1), un fil de bobinage (3) étant ensuite enroulé
autour de ce fil de fibres et ce fil de fibres (1) autour duquel est enroulé le fil
de bobinage étant ensuite tissé pour obtenir un tissu filtre.

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