[0001] Die Erfindung betrifft einen ausfahrbaren Sonnenschutz, insbesondere eine Markise
mit einem Ausfallprofil, an dem eine flexible Sonnenschutzfläche, insbesondere ein
Tuch befestigt ist, wobei am Ausfallprofil ein motorisch ausfahrbarer Volant befestigt
ist.
[0002] Es ist bekannt, am Ausfallprofil einer Markise einen Volant, d.h. einen schmalen
Stoffstreifen zu befestigen, der vom Ausfallprofil senkrecht herunterhängt. Hierbei
ist es auch bekannt, den Volant nicht nur schmal auszuführen, sondern ihm eine erhebliche
Höhe zu geben, wobei der Volant auf einer Welle aufwickelbar ist, die im Ausfallprofil
angeordnet und von einem Elektromotor betrieben ist, so dass der Volant motorisch
ein- und ausfahrbar ist. Für die Stromversorgung des Elektromotors ist es erforderlich,
eine elektrische Leitung zum Ausfallprofil zu legen. Dies erfordert einen zusätzlichen
Montageaufwand, bringt des Problem einer unsichtbaren Verlegung und stellt ein zusätzliches
Sicherheitsrisiko dar, da die elektrische Leitung beschädigt werden kann. Insbesondere
ist es technisch schwierig, die Leitung in oder an einem der Gelenkarme zu verlegen,
die das Ausfallprofil halten.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Sonnenschutz der eingangs genannten Art so zu
verbessern, dass die Stromversorgung des den Volant betreibenden Elektromotors technisch
einfach und sicher ist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Volant-Motor von einem
Akkumulator gespeist wird, der im oder am Ausfallprofil befestigt ist und bei eingefahrenem
Sonnenschutz mit einer Stromquelle zum Aufladen verbindbar ist.
[0005] Damit ist es nicht mehr erforderlich, eine elektrische Leitung zum Ausfallprofil
hin zu verlegen. Der Akkumulator wird auch ohne dies regelmässig und ausreichend aufgeladen.
Die Montage ist erleichtert und ein Sicherheitsrisiko besteht nicht mehr.
[0006] Vorzugsweise wird vorgeschlagen, dass bei eingefahrenem Sonnenschutz die Verbindung
mit der Stromquelle über elektrische Kontakte erfolgt.
[0007] Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei eingefahrenem Sonnenschutz die Verbindung
mit der Stromquelle durch Induktion über Spulen erfolgt, so dass eine ungenügende
Kontaktierung nicht geschehen kann.
[0008] Drei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1:
- einen Sonnenschutz mit elektrischen Kontakten zwischen Ausfahrprofil und Gehäuse;
- Figur 2:
- einen Sonnenschutz mit induktiver Verbindung zwischen Ausfahrprofil und Gehäuse;
- Figur 3:
- einen Sonnenschutz mit schnurloser Fernsteuerung.
[0009] Im Ausführungsbeispiel ist der Sonnenschutz eine ausfahrbare Markise mit einer fest
montierten drehbaren Tuchwelle 1, auf die das Markisentuch 2 aufwickelbar ist. Das
vordere Ende des Tuchs ist an einem Ausfallprofil 3 fest, das von mindestens zwei
nicht dargestellten Gelenkarmen gehalten ist.
[0010] Das Ausfallprofil 3 ist von einem Hohlprofil gebildet, in dessen Innerem eine Welle
4 drehbar und elektromotorisch angetrieben gelagert ist, auf der ein Volant 5 aufwickelbar
ist, der als Sonnen- und/oder Sichtschutz von dem Ausfallprofil 3 senkrecht nach unten
hängt.
[0011] Der die Volantwelle in beide Drehrichtungen antreibende Elektromotor ist in oder
an dem Ausfallprofil befestigt und ist mit einem Akkumulator verbunden, der auch in
oder an dem Ausfallprofil befestigt ist. Vorzugsweise sind der Elektromotor und/oder
der Akkumulator innerhalb der Volantwelle 4 angeordnet.
[0012] Im ausgefahrenen Zustand des Ausfallprofils 3 ist der Akkumulator ohne elektrische
Verbindung mit einer externen Stromquelle. Im eingefahrenen Zustand des Ausfallprofils
wird eine elektrische Verbindung des Akkumulators mit einer externen Stromquelle hergestellt.
Hierfür werden zwei Lösungen vorgeschlagen. Entweder sind am Ausfallprofil 3 insbesondere
aussen zwei elektrische Kontakte 7 befestigt, die im eingefahrenen Zustand des Ausfallprofils
an mit einer externen Stromquelle verbundenen Gegenkontakten 6 des Sonnenschutzgehäuses
8 oder eines anderen festen Teils des Sonnenschutzes (z.B. Tragprofil oder Konsole)
zur Anlage gelangen, oder im eingefahrenen Zustand wird eine induktive Verbindung
9zwischen dem Akkumulator und der externen Stromquelle hergestellt. Im letzteren Fall
sind am oder im Ausfallprofil und am Sonnenschutzgehäuse, bzw. eines festen Teils
des Sonnenschutzes mindestens je eine Spule befestigt, die ineinander gefahren werden.
[0013] Der Elektromotor ist mit einer Steuereinrichtung verbunden, die von einer schnurlosen
Fernbedienung 10 steuerbar ist.
1. Ausfahrbarer Sonnenschutz, insbesondere Markise mit einem Ausfallprofil (3), an dem
eine flexible Sonnenschutzfläche (2), insbesondere ein Tuch befestigt ist, wobei am
Ausfallprofil ein motorisch ausfahrbarer Volant (5) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Volant-Motor von einem Akkumulator gespeist wird, der im oder am Ausfallprofil
(3) befestigt ist und bei eingefahrenem Sonnenschutz (2) mit einer Stromquelle zum
Aufladen verbindbar ist.
2. Sonnenschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei eingefahrenem Sonnenschutz die Verbindung mit der Stromquelle über elektrische
Kontakte (6,7) erfolgt.
3. Sonnenschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei eingefahrenem Sonnenschutz (2) die Verbindung mit der Stromquelle (9) durch Induktion
über Spulen erfolgt.
4. Sonnenschutz nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Volant-Motor von einer schnurlosen Fernsteuerung (10) betätigbar ist.