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EP 1 452 729 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.12.2006 Patentblatt 2006/50 |
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Anmeldetag: 04.11.2003 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Brennstoffeinspritzventil
Fuel injector
Injecteur de carburant
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
28.02.2003 DE 10308915
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.09.2004 Patentblatt 2004/36 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Seidner, Bruno
72760 Reutlingen (DE)
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Vertreter: Körfer, Thomas et al |
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Mitscherlich & Partner,
Patent- und Rechtsanwälte,
Sonnenstrasse 33 80331 München 80331 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 079 098 WO-A-03/089781 DE-A- 10 137 210 DE-A- 19 743 299 DE-A- 19 958 704
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EP-A- 1 111 230 DE-A- 10 007 735 DE-A- 10 204 655 DE-A- 19 939 132 US-A- 4 725 002
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Brennstoffeinspritzventil nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Aus der EP 0 869 278 A1 ist ein Einspritzventil bekannt, welches über einen piezoelektrischen
Aktor und ein erstes Federelement verfügt, welches den Aktor über ein Stellglied bzw.
einen Aktorkopf gegen ein Gehäuse vorspannt. Das Stellglied bzw. der Aktorkopf wird
in dieser Weise in ständiger Anlage mit dem Aktor gehalten. Eine Ventilnadel, welche
abspritzseitig des Stellglieds bzw. des Aktorkopfs über das Stellglied bzw. den Aktorkopf
mit dem Aktor in Wirkverbindung steht und an deren abspritzseitigem Ende ein Ventilschließkörper
ausgebildet ist, wird durch ein zweites Federelement gegen den Aktorkopf bzw. das
Stellglied vorgespannt.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist ebenso bekannt, das erste Federelement radial um den
Aktor anzuordnen, um das Stellglied beziehungsweise den Aktorkopf in ständiger Anlage
mit dem Aktor zu halten.
[0004] Nachteilig an diesem bekannten Stand der Technik ist, daß durch das hier notwendige
zweite Federelement, dessen Kraftwirkung entgegen der Hubrichtung des Aktors wirkt,
der bauliche Aufwand zur Herstellung des Brennstoffeinspritzventils und die Anzahl
der dazu benötigten Bauteile erheblich erhöht ist. Außerdem sind die Baulänge des
Brennstoffeinspritzventils und die Hubverluste deutlich vergrößert. Insbesondere durch
die vergrößerten Hubverluste muß der Aktor deutlich länger ausfallen und/oder ein
Koppler, welcher zur Hubübersetzung und/oder zum Ausgleich von temperaturbedingten
Längenänderungen von Bauteilen dient, muß eingesetzt werden. Auch dies vergrößert
die Baulänge des Brennstoffeinspritzventils nachteilig. Die Zuverlässigkeit ist vermindert.
Der Leistungsbedarf des Aktors und damit die abzuführende Verlustwärme ist nachteilig
erhöht. Durch die insgesamt erhöhte Baulänge des Brennstoffeinspritzventils und insbesondere
des Aktors, wirken sich temperaturbedingte Längenänderungen der verwendeten Materialien
verstärkt aus.
[0005] EP-A-1 111 230 betrifft eine Vorrichtung zum Übertragen einer Bewegung eines Aktors
auf ein Stellglied, welche ein erstes Kolbenelement, das fest mit dem Aktor verbunden
ist, und ein zweites Kolbenelement, das fest mit dem Stellglied verbunden ist, aufweist,
wobei zwischen dem ersten Kolbenelement und dem zweiten Kolbenelement eine Hydraulikkammer
ausgebildet ist, und wobei eine Speicherkammer, die mit einer Hydraulikkammer über
einen Drosselspalt verbunden ist, einen druckbelasteten Speicherkammerbereich umfasst,
dessen Bereichsgrenzen elastisch ausgebildet sind. Der Aktor ist ein Multilayeraktor,
der von einer Rohrfeder umgeben ist, die zwischen einer Kopfplatte und einer Fußplatte
eingeschweißt ist, wobei die Rohrfeder so vorgespannt ist, das der piezoelektrische
Multilayeraktor unter einer mechanischen Druckspannung steht. Der Multilayeraktor
wirkt über ein hydraulisches Übergangselement auf das hintere Ende einer Ventilnadel
ein, welche im vorderen Teil des Gehäuses des Einspritzventils in einer durchgehenden
Innenbohrung angeordnet ist und verschließt im Ruhezustand mit einem am vorderen Ende
der Ventilnadel angeordneten Ventiltellers einen Ventilsitz am Gehäuse. Der geschlossene
Ausgangszustand im Einspritzventil wird dabei durch eine vorgespannte Düsenfeder gewährleistet,
die mit der Ventilnadel über einen Sprengring verbunden ist und den Ventilteller auf
den Ventilsitz drückt.
[0006] DE 199 58 704 A betrifft eine Vorrichtung zum Übertragen einer Aktorbewegung und
einen Fluiddosierer mit einer solchen Vorrichtung. Ein Übertragungsmodul zum Übertragen
der Bewegung eines Aktors auf ein Stellglied, insbesondere eine Ventilnadel, weist
drei hintereinander angeordnete Kolbenelemente auf, wobei zwischen einem ersten Kolbenelement,
das sich in Kontakt mit dem Aktor befindet, und einem zweiten mittleren Kolbenelement,
das beweglich und mit einer druckwirksamen Kraft beaufschlagt angeordnet ist, eine
Speicherkammer und zwischen dem zweiten mittleren Kolbenelement und einem dritten
Kolbenelement, das sich in Kontakt mit dem Stellglied befindet, eine Hydraulikkammer
ausgebildet ist, wobei die Speicherkammer mit der Hydraulikkammer über eine Drosselstelle
in Verbindung steht. Das zweite mittlere Kolbenelement ist dabei an Metallbälgen aufgehängt.
[0007] DE 197 43 299 A betrifft ein Einspritzventil mit einem piezoelektrischen Aktor, der
sich über ein Widerlager am Gehäuse abstützt und bei einer Ansteuerung eine Einspritznadel,
die mit dem Aktor verbunden ist, vom zugeordneten Ventilsitz abgebt. Die Einspritznadel
ist über den Aktor als Federelement gegen den Ventilsitz vorgespannt.
[0008] In DE 199 39 132 A ist ein Brennstoffeinspritzventil mit einem piezoelektrischen
Aktor offenbart, welches in einem Ventilgehäuse einen von dem Aktor mittels einer
Ventilnadel betätigbaren Ventilschließkörper aufweist, der mit einer Ventilsitzfläche
zu einem Dichtsitz zusammenwirkt. Der Aktor liegt an einer ersten Stirnseite an einem
ersten Aktorgehäuseteil und an einer zweiten Stirnseite an einem an einem zweiten
Aktorgehäuseteil ausgebildeten Aktorgehäusedeckel an. Am Umfang verteilte Segmente
des zweiten Aktorgehäuses wirken über eine Abschlussplatte auf die Ventilnadel ein.
Der Aktorgehäusedeckel ist gegenüber dem ersten Aktorgehäuseteil abgedichtet.
[0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Brennstoffeinspritzventil zu schaffen,
welches bei reduzierter Anzahl von Bauteilen mit hoher Zuverlässigkeit arbeitet.
[0010] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Vorteile der Erfindung
[0011] Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, daß insbesondere auf das zweite Federelement
verzichtet werden kann. Dadurch ist eine weitere Reduzierung der Anzahl der Bauelemente
und eine geringere Baulänge des Brennstoffeinspritzventils möglich. Die Zuverlässigkeit
des Brennstoffeinspritzventils ist erhöht, Hubverluste werden vermieden und auf einen
Koppler kann, insbesondere wegen der verkürzten Länge der Bauelemente, verzichtet
werden. Außerdem ist der Leistungsbedarf und die Wärmeabgabe des Aktors vorteilhaft
vermindert.
[0012] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen Brennstoffeinspritzventils möglich.
[0013] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
sind die Kräfte, welche durch den im Inneren des Brennstoffeinspritzventils herrschenden
Brennstoffdruck in axialer Richtung auf die Ventilnadel wirken, ausgeglichen. In dieser
Weise wirken sich insbesondere schwankende Brennstoffdrücke im Brennstoffeinspritzventil
nicht auf die Schließ- bzw. Öffnungskräfte aus.
[0014] Vorteilhafterweise wirkt die Kraft des Federelements sowohl bei geschlossenem als
auch bei geöffnetem Brennstoffeinspritzventil entgegen der Hubrichtung des Aktors.
Das Federelement kann dadurch vorteilhaft mit einer einstellbaren und dauerhaften
Vorspannung montiert werden.
[0015] In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Ventilnadel am Aktor mittel-
oder unmittelbar relativ zum abspritzseitigen Ende des Aktors fixiert. Die Fixierung
kann insbesondere durch Schweißen oder Löten hergestellt werden.
[0016] Vorteilhafterweise ist abspritzseitig des Aktors ein Aktorkopf angeordnet, wobei
dieser vorzugsweise scheibenförmig ausgebildet ist. Der empfindliche Aktor wird dadurch
am abspritzseitigen Ende vor mechanischen Einflüssen geschützt und abgeschlossen.
[0017] Weiterhin ist es von Vorteil, wenn das Federelement am Aktorkopf angreift. Die Federkräfte
können so vorteilhaft auf den Aktorkopf, die Ventilnadel und den Aktor übertragen
werden.
[0018] In einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist der Aktor von einem Aktorgehäuse,
einem flexiblen Abschnitt und der Ventilnadel hermetisch dicht eingeschlossen. Die
Funktion des Aktors wird dadurch sichergestellt, insbesondere indem der Aktor in dieser
Weise vor einem Kontakt mit Brennstoff geschützt ist.
[0019] Vorzugsweise ist der flexible Abschnitt wellbalg- oder wellrohrförmig ausgebildet
und/oder besteht zumindest teilweise aus Metall, insbesondere aus Stahl. Eine hohe
Lebensdauer bei gleichzeitig guter mechanischer Festigkeit ist dadurch gewährleistet.
Außerdem kann der flexible Abschnitt dadurch besonders einfach hergestellt und gefügt
werden.
[0020] Vorteilhafterweise besteht das Ventilgehäuse und/oder das Aktorgehäuse aus einem
Material mit geringer bzw. vernachlässigbar geringer Wärmeausdehnung, insbesondere
aus Invarstahl.
[0021] Vorteilhaft ist es auch, wenn das Aktorgehäuse radial wenigstens zum Teil von Brennstoff
umströmt ist.
Zeichnung
[0022] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0023] Das dargestellte Brennstoffeinspritzventil 1 ist als Brennstoffeinspritzventil 1
für Brennstoffeinspritzanlagen für gemischverdichtende, fremdgezündete Brennkraftmaschinen
zum direkten Einspritzen von Brennstoff in einen nicht weiter dargestellten Brennraum
einer Brennkraftmaschine geeignet.
[0024] In einem rundzylindrischen Ventilgehäuse 18, welches sich am abspritzseitigen Ende
konusförmig verjüngt, ist im oberen, zuströmseitigen Teil, quer zu einer Mittelachse
17 des Brennstoffeinspritzventils 1, ein lochscheibenförmiges Zwischenelement 8 angeordnet.
Das Zwischenelement 8 ist im Bereich seiner radialen Außenfläche mit der Innenwand
des Ventilgehäuses 18 beispielsweise durch eine nicht dargestellte Schweißnaht gefügt
und weist einen Brennstoffkanal 11 in Form einer Bohrung auf.
[0025] Ein hohlzylindrisches Aktorgehäuses 7 greift mit einem zuströmseitig ausgebildeten
kolbenförmigen Bolzen 22 koaxial durch das Zwischenelement 8, wobei der Durchmesser
des Bolzens 22 kleiner ist als der Durchmesser des übrigen Aktorgehäuses 7. Der Bolzen
22 ist zum übrigen Teil des Aktorgehäuses 7 koaxial angeordnet. Außerdem weist der
Bolzen 22 ein Gewinde 10 auf, welches in diesem Ausführungsbeispiel als Außengewinde
ausgeführt ist.
[0026] Zuströmseitig weist das Aktorgehäuse 7 radial neben dem Bolzen 22 eine umlaufende
Schulter 23 auf, die unter Zwischenlage eines Zwischenlagekörpers 9 auf dem Zwischenelement
8 in einer im Zwischenelement 8 ausgebildeten Ausnehmung 24 aufliegt. Die Ausnehmung
8 verhindert eine Verschiebung des Aktorgehäuses 7 in radialer Richtung. Das Aktorgehäuse
7 wird durch eine zuströmseitig des Zwischenelements 8 angeordnete Mutter 21, welche
ein nicht dargestelltes, in das Außengewinde 10 eingreifendes Innengewinde aufweist,
in die Ausnehmung 24 gezogen und dort fixiert. Zuströmseitig wird das Ventilgehäuse
18 von einem Deckel 19, welcher eine Brennstoffzufuhr 20 in Form einer Öffnung aufweist,
abgeschlossen.
[0027] In dem Aktorgehäuses 7 ist ein Aktor 2, ein rohrförmiges Federelement 3, ein plattenförmiger
Aktorfuß 5 und ein plattenförmiger Aktorkopf 4 angeordnet. Der stabförmige Aktor 2
ist zwischen dem zuströmseitig angeordneten Aktorfuß 5 und dem abströmseitig angeordneten
Aktorkopf 4 durch das Federelement 3 vorgespannt. Das Federelement 3 umgibt den Aktor
2 radial, ist mit seinem zuströmseitigen Ende im Bereich des Außenumfangs des Aktorfußes
5 gefügt und mit seinem abströmseitigen Ende im Bereich des Außenumfangs des Aktorkopfs
4 beispielsweise stoffschlüssig verbunden. Am abströmseitigen Ende des Aktorgehäuses
7 ist ein in diesem Ausführungsbeispiel aus Stahl bestehender, rohrförmiger und wellbalgförmiger
flexibler Abschnitt 6 hermetisch dicht gefügt. Der flexible Abschnitt 6 ist ebenso
im Bereich des Außenumfangs der Ventilnadel 12 gefügt.
[0028] Eine Ventilnadel 12, welche zuströmseitig mit dem Aktorkopf 4 beispielsweise durch
eine nicht dargestellte Schweißung verbunden ist, weist abspritzseitig einen Ventilschließkörper
13 auf, der mit einer an einem Ventilsitzkörper 15 ausgebildeten Ventilsitzfläche
14 zu einem Dichtsitz zusammenwirkt.
[0029] Durch die Dicke des Zwischenlagekörpers 9 wird die Kraft bestimmt, mit welcher der
Ventilschließkörper 13 gegen den Dichtsitz vorgespannt ist.
[0030] Der in diesem Ausführungsbeispiel aus einer Vielzahl von nicht weiter dargestellten
Schichten bestehende, im Querschnitt quadratische, piezoelektrische, elektrostriktive
oder magnetostriktive Aktor 2 wird über nicht weiter dargestellte elektrische Leitungen
kontaktiert. Wird der Aktor 2 angeregt, so dehnt sich der Aktor 2 aus und drückt die
Ventilnadel 12 in Abspritzrichtung, entgegen der Federkraft des Federelements 3. Der
Ventilschließkörper 13 hebt von der Ventilsitzfläche 14 ab und der über den Brennstoffkanal
11 und die Brennstoffzufuhr 20 zugeführte Brennstoff wird über eine Abspritzöffnung
16 in den nicht dargestellten Brennraum abgespritzt.
[0031] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt und
auch für beliebige andere Bauweisen von Brennstoffeinspritzventilen 1, insbesondere
innen öffnende Brennstoffeinspritzventile, geeignet, die unter dem Schutzumfang der
Ansprüche fallen.
1. Brennstoffeinspritzventil (1), insbesondere zum direkten Einspritzen von Brennstoff
in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine, mit einem Ventilgehäuse (18), einem in
dem Ventilgehäuse (18) angeordneten piezoelektrischen, elektrostriktiven oder magnetostriktiven
Aktor (2) und einer mit dem Aktor (2) und einem einzigen rohrförmigen Federelement
(3) in Wirkverbindung stehenden Ventilnadel (12), die an einem abspritzseitigen Ende
einen Ventilschließkörper (13) aufweist, der mit einer Ventilsitzfläche (14) zu einem
Dichtsitz zusammenwirkt, wobei in dem Ventilgehäuse (18) ein hohlzylindrisches Aktorgehäuse
mit einem an seinem abströmseitigen Ende angeordneten flexiblen Abschnitt (6) vorgesehen
ist, in dem Ventilgehäuse der Aktor (2), das rohrförmige Federelement (3), ein Aktorfuß
(5) und ein Aktorkopf (4) angeordnet sind, wobei das Federelement (3) den Aktor (2)
radial umgibt, und das Federelement (3) mit seinem zuströmseitigen Ende im Bereich
des Außenumfangs des Aktorfusses (5) gefügt und mit seinem abströmseitigen Ende im
Bereich des Außenumfangs des Aktorkopfes (4) verbunden ist, so dass die Federkräfte
auf den Aktorkopf, die Ventilnadel und den Aktor übertragen werden, dadurch gekennzeichnet daß die Kraftwirkung des Federelements (3) sowohl bei geschlossenem als auch bei geöffnetem
Brennstoffeinspritzventil (1) entgegen der Abspritzrichtung wirkt.
2. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kraftwirkung des in Hubrichtung auf die Ventilnadel (12) mittel- oder unmittelbar
wirkenden Brennstoffdrucks genauso groß ist wie die Kraftwirkung des Brennstoffdrucks,
welcher entgegen der Hubrichtung mittel- oder unmittelbar auf die Ventilnadel (12)
wirkt.
3. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ventilnadel (12) am Aktor (2) mittel- oder unmittelbar, positionsfest relativ
zum abspritzseitigen Ende des Aktors (2), stoff-, form- und/oder kraftschlüssig, insbesondere
durch Schweißen oder Löten, gefügt ist.
4. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aktorkopf (4) abspritzseitig des Aktors (2) angeordnet ist.
5. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Aktorkopf (4) scheibenförmig ausgebildet ist.
6. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Federelement (3) am Aktorkopf (4) angreift.
7. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der flexible Abschnitt (6) wellbalg- oder wellrohrförmig ausgebildet ist.
8. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der flexible Abschnitt (6) zumindest teilweise aus Metall, insbesondere aus Stahl,
besteht.
9. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Aktorgehäuse (7) und/oder ein Ventilgehäuse (18) aus einem Material mit geringer
oder keiner Wärmeausdehnung, insbesondere aus Invarstahl, bestehen.
10. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Aktorgehäuse (7) radial wenigstens zum Teil von Brennstoff umströmt ist.
1. Fuel injection valve (1), in particular for directly injecting fuel into a combustion
chamber of an internal combustion engine, having a valve housing (18), having a piezoelectric,
electrostrictive or magnetostrictive actuator (2) arranged in the valve housing (18),
and having a valve needle (12) which is operatively connected to the actuator (2)
and to one individual tubular spring element (3) and has, at a spray-side end, a valve
closing body (13) which interacts with a valve seat face (14) to form a sealing seat,
a hollow-cylindrical actuator housing in the valve housing (18) being provided with
a flexible section (6) which is arranged at the outflow-side end of said hollow-cylindrical
actuator housing, the actuator (2), the tubular spring element (3), an actuator base
(5) and an actuator head (4) being arranged in the valve housing, the spring element
(3) radially surrounding the actuator (2), and the spring element (3) being joined
to the inflow-side end of the actuator (2) in the region of the outer circumference
of the actuator base (5) and being connected to the outflow-side end of the actuator
(2) in the region of the outer circumference of the actuator head (4), so that the
spring forces are transmitted to the actuator head, the valve needle and the actuator,
characterized in that the force of the spring element (3) acts counter to the spraying direction both when
the fuel injection valve (1) is closed and when the latter is open.
2. Fuel injection valve according to Claim 1,
characterized
in that the force of the fuel pressure which acts indirectly or directly on the valve needle
(12) in the lifting direction is equal to the force of the fuel pressure which acts
indirectly or directly on the valve needle (12) counter to the lifting direction.
3. Fuel injection valve according to one of the preceding claims,
characterized
in that the valve needle (12) is joined indirectly or directly to the actuator (2), so as
to be positionally fixed relative to the spray-side end of the actuator (2), in a
cohesive, form-fitting and/or force-fitting manner, in particular by means of welding
or soldering.
4. Fuel injection valve according to one of the preceding claims,
characterized
in that the actuator head (4) is arranged at the spraying side of the actuator (2).
5. Fuel injection valve according to Claim 4,
characterized
in that the actuator head (4) is formed in the shape of a disc.
6. Fuel injection valve according to Claim 4 or 5,
characterized
in that the spring element (3) engages on the actuator head (4).
7. Fuel injection valve according to one of the preceding claims,
characterized
in that the flexible section (6) is formed in the shape of a corrugated bellows or corrugated
tube.
8. Fuel injection valve according to one of the preceding claims,
characterized
in that the flexible section (6) is composed at least partially of metal, in particular steel.
9. Fuel injection valve according to one of the preceding claims,
characterized
in that the actuator housing (7) and/or a valve housing (18) are composed of a material which
exhibits little or no thermal expansion, in particular invar steel.
10. Fuel injection valve according to one of the preceding claims,
characterized
in that fuel flows radially around at least part of the actuator housing (7).
1. Injecteur de carburant (1) notamment pour l'injection directe de carburant dans la
chambre de combustion d'un moteur à combustion comportant un boîtier d'injecteur (18),
un actionneur piézo-électrique, électrostrictif ou magnétostrictif (2) installé dans
le boîtier (18) de l'injecteur ainsi qu'une aiguille d'injecteur (12) coopérant avec
l'actionneur (2) et avec un unique élément de ressort (3), tubulaire, cette aiguille
d'injecteur ayant un organe d'obturation de soupape (13) à son extrémité côté éjection,
cet organe coopérant avec une surface de siège de soupape (14) pour former un siège
d'étanchéité,
le boîtier de soupape (18) comportant un boîtier d'actionneur, cylindrique creux,
avec un segment souple (6) prévu à son extrémité côté sortie, le boîtier de soupape
recevant l'actionneur (2), l'élément de ressort tubulaire (3), un pied d'actionneur
(5) et une tête d'actionneur (4),
l'élément de ressort (3) entourant radialement l'actionneur (2) et l'élément de ressort
(3) étant assemblé par son extrémité côté sortie d'écoulement au niveau de la périphérie
extérieure du pied de l'actionneur et son extrémité côté aval est reliée au niveau
de la périphérie extérieure de la tête d'actionneur (4), pour que les forces de ressort
soient appliquées à la tête de l'actionneur, forces transmises par l'aiguille d'injecteur
et l'actionneur,
caractérisé en ce que
l'action de la force développée par l'élément de ressort (3) agit dans la direction
opposée à la direction d'éjection à la fois lorsque l'injecteur de carburant (1) est
fermé et lorsqu'il est ouvert.
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'action de la force engendrée par la pression du carburant agissant directement ou
indirectement dans la direction de déplacement sur l'aiguille d'injecteur (12) est
exactement identique à l'action de la force développée par la pression du carburant
agissant sur l'aiguille d'injecteur (12), directement ou indirectement dans la direction
opposée à la direction de déplacement.
3. Injecteur de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'aiguille d'injecteur (12) est assemblée à l'actionneur (2) directement ou indirectement,
de manière solidaire en position par rapport à l'extrémité côté éjection de l'actionneur
(12), par une liaison par la matière, par la forme et/ ou par la force, notamment
par soudage ou brasage.
4. Injecteur de carburant selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la tête d'actionneur (4) est située du côté éjection de l'actionneur (2).
5. Injecteur de carburant selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
la tête d'actionneur (4) est en forme de disque.
6. Injecteur de carburant selon la revendication 4 ou la revendication 5,
caractérisé en ce que
l'élément de ressort (3) agit sur la tête d'actionneur (4).
7. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le segment souple (6) est réalisé sous la forme d'un soufflet à ondulations ou d'un
tube à ondulations.
8. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le segment souple (6) est au moins en partie en métal notamment en acier.
9. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le boîtier d'actionneur (7) et/ou un boîtier d'injecteur (18) sont réalisés en une
matière ayant une faible dilatation thermique ou pas de dilatation thermique notamment
en acier Invar.
10. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le boîtier (7) de l'actionneur est contourné radialement au moins en partie par le
carburant.
