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EP 1 453 356 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.10.2012 Patentblatt 2012/44 |
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Anmeldetag: 09.02.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Einstellen eines Hörsystems und entsprechendes Hörsystem
Method of adjusting a hearing system and corresponding hearing system
Méthode pour ajuster un système auditif et système auditif correspondant
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
27.02.2003 DE 10308656
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.09.2004 Patentblatt 2004/36 |
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Patentinhaber: Siemens Audiologische Technik GmbH |
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91058 Erlangen (DE) |
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Erfinder: |
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- Hamacher, Volkmar
91077 Neunkirchen am Brand (DE)
- Wesselkamp, Matthias, Dr.
91058 Erlangen (DE)
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Vertreter: Maier, Daniel Oliver et al |
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Siemens AG
Postfach 22 16 34 80506 München 80506 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 5 636 285 US-A1- 2002 090 098
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US-A- 6 104 822 US-A1- 2002 191 799
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einstellen eines Hörsystems,
das mindestens eine Hörhilfe umfasst, wobei mehrere Einstellkonfigurationen in dem
Hörsystem bereitgestellt werden. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung
ein entsprechendes Hörsystem mit mindestens einer Hörhilfe.
[0002] Erhält ein Schwerhöriger eine Hörhilfe, z. B. ein Hörgerät, ein Mittelohrimplantat
oder ein Cochlea-Implantat, so muss diese individuell an ihn angepasst werden. Dies
erfolgt in einem ersten Schritt durch eine Erstanpassung, die in der Regel durch einen
Hörgeräteakustiker durchgeführt wird. In mehreren anschließenden Sitzungen beim Hörgeräteakustiker
wird das Hörgerät nach und nach in seiner Einstellung optimiert, so dass es den individuellen
Bedürfnissen des Hörgerätsträgers gerecht wird. Da das Aufsuchen eines Hörgeräteakustikers
in der Regel mit Aufwand verbunden ist, wird dies vielfach vermieden und notwendige
Feinanpassungen werden nicht mehr durchgeführt.
[0003] In diesem Zusammenhang ist aus der Druckschrift
WO 99/19779 A1 eine Hörhilfe mit einem Fuzzy-Logic-System und einem neuronalen Netz, das trainiert
werden muss, bekannt. Mit einem Zusatzgerät kann ein programmierbares Hörgerät durch
eine interaktive Prozedur angepasst werden. Es findet jedoch keine Anpassung an alltägliche
Situationen, die für den Hörgeräteträger spezifisch sind, statt.
[0004] Weiterhin sind aus den Druckschriften
DE 198 15 373 A1 und
EP 0 341 997 B1 Hörgeräte bekannt, in die Modifikationsdatensätze fest einprogrammiert sind, welche
in speziellen Hörsituationen relativ zu einer Grundeinstellung aktiviert werden.
[0005] Dabei ist beschrieben, wie man die bekannten Datensätze für verschiedene Hörprogramme
und Situationen bei der Anpassung im Hörgerät physikalisch ablegt.
[0006] In der
US 2002/0191799 A1 wird eine Hörprothese angegeben, die sich automatisch an eine Hörumgebung anpasst,
indem ein oder mehrere Algorithmusparameter eines vorbestimmten Signalverarbeitungsalgorithmus
gesteuert werden. Es wird auch eine kontinuierliche automatische Klassifizierung einer
Hörumgebung angegeben.
[0007] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die Anpassung für den Hörhilfeträger
zu verbessern und zu vereinfachen.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Verfahren nach Anspruch 1.
[0009] Darüber hinaus ist erfindungsgemäß vorgesehen ein Hörsystem nach Anspruch 7.
[0010] Hiermit wird eine für die relevanten Situationen des Hörhilfeträgers optimierte Feinanpassung
einer Hörhilfe ohne Mithilfe einer Fachperson ermöglicht. Auch der Hörhilfeträger
braucht keinerlei Kenntnisse über das Hörsystem zu besitzen. Die Anpassung erfolgt
lediglich dadurch, dass bevorzugte Einstellungen ausgewählt werden.
[0011] Die interaktive Auswahl kann mit einer oder mehreren Bedienelementen an der Hörhilfe
erfolgen. Bei einer komfortableren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Hörsystems
findet die interaktive Auswahl mit Hilfe einer Fernbedienung statt. Im weitesten Sinne
zählt zu einer derartigen Fernbedienung auch ein Mobiltelefon, das beispielsweise
über eine Bluetooth-Schnittstelle mit der Hörhilfe kommuniziert. Eine ebenfalls komfortable
Variante besteht darin, dass das interaktive Auswählen durch Spracheingabe über eine
entsprechende Spracheingabeeinheit erfolgt.
[0012] Sämtliche Verfahrensschritte des erfindungsgemäßen Verfahrens können in und/oder
an der mindestens einen Hörhilfe durchgeführt werden. Dem kommt gleich, wenn sämtliche
Einrichtungen, nämlich die Speichereinrichtung, die Klassifikationseinrichtung, die
Recheneinrichtung und die Eingabeeinrichtung, in die mindestens eine Hörhilfe des
erfindungsgemäßen Systems integriert sind. Dadurch bedarf es keiner zusätzlichen externen
Geräte, um die Hörhilfe interaktiv einzustellen. Prinzipiell kann der Einstellvorgang
aber auch unter Zuhilfenahme externer Systeme durchgeführt werden. Derartig externe
Systeme können für die Eingabe von Daten aber auch dafür vorgesehen sein, um beispielsweise
Rechenintelligenz auszulagern. Dies kann insbesondere für sogenannte In-dem-Ohr-Hörgeräte
oder Implantate der Fall sein, die aus Platzmangel beispielsweise keine große Speichereinrichtung
für Einstellkonfigurationen und keine Recheneinrichtung zum automatischen Auswählen
einer Gruppe von Einstellkonfigurationen besitzen können.
[0013] Vorzugsweise wird die Gruppe von Einstellkonfigurationen durch ein Simplexverfahren
ermittelt. Simplexverfahren sind als Optimierungsverfahren für das sogenannte interaktive
Fitting (IAF) bekannt. Sie basieren auf einem systematischen Algorithmus und konvergieren
automatisch gegen eine optimale Einstellung.
[0014] Die Einstellkonfigurationen können für binaurale Hörsysteme ausgelegt sein. Dabei
kann die Einstellung jedes der beiden Hörhilfen einzeln erfolgen oder aber die entsprechenden
Daten zwischen den Hörhilfen drahtlos ausgetauscht werden, wenn das interaktive Einstellen
über eine Hörhilfe, das als sogenannter Master dient, erfolgt.
[0015] Die vorliegende Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert,
die den Einstellvorgang anhand von Kennlinien zeigt.
[0016] Die nachfolgend beschriebenen Ausführungsbeispiele stellen bevorzugte Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung bezüglich eines Hörgeräts dar. Die Erfindung ist aber auch
auf andere Hörhilfen anwendbar.
[0017] Mit Hilfe der Zeichnung lässt sich der erfindungsgemäße Einstellvorgang prinzipiell
nachvollziehen. Der Hörgeräteträger stellt beispielsweise bei der Darbietung von Musik
fest, dass sein Hörgerät nachjustiert werden sollte. Diese Musiksituation wird entsprechend
klassifiziert, und das Hörsystem bestimmt daraus, dass nur ganz spezielle Parameter
verändert werden müssen. Die zu verändernden Parameter betreffen beispielsweise den
tieffrequenten Bereich einer Verstärkungskennlinie.
[0018] Die aktuelle Verstärkungskennlinie 1 über der Frequenz f ist in der Figur mit der
durchgezogenen Linie symbolisiert. Die optimale Kennlinie 2, die in dieser Situation
für den Hörgeräteträger am geeignetsten wäre, ist in der Figur gepunktet dargestellt.
[0019] Nachdem der Hörgeräteträger festgestellt hat, dass die aktuelle Kennlinie 1 in dieser
Situation für ihn nicht optimal ist, löst er den Anpassprozess aus, so dass ihm nach
der Klassifikation eine erste neue Kennlinie 3 angeboten wird. Diese stuft der Hörgeräteträger
wiederum nicht als optimal ein, da sie im tieffrequenten Bereich zu hohe Verstärkungen
aufweist. Daraufhin bietet das Hörsystem eine zweite neue Kennlinie 4 an, die unterhalb
der ersten neuen Kennlinie 3, aber oberhalb der ursprünglichen Kennlinie 1 liegt,
an. Wenn auch diese zweite neue Kennlinie 4 von dem Hörgeräteträger nicht als optimal
empfunden wird, gibt das Hörsystem immer wieder neue Kennlinien aus, bis die optimale
Kennlinie 2 gefunden ist. Ein systematischer Algorithmus führt dazu, dass die eingegebenen
Kennlinien automatisch gegen die optimale Kennlinie 2 konvergieren.
[0020] Bei der technischen Realisierung macht man sich zwei bekannte algorithmische Ansätze
zunutze:
- a) automatische Situationserkennung und
- b) interaktives Anpassverfahren.
[0021] Beide Algorithmen können in das Hörsystem integriert sein beziehungsweise teilweise
oder vollständig auf einem externen System ablaufen.
[0022] Der Nutzer beziehungsweise Hörgeräteträger startet den interaktiven Anpassvorgang
beispielsweise durch Drücken eines entsprechenden Knopfes an dem Hörgerät oder an
einer Fernbedienung. Dies kann in jeder beliebigen Hörsituation stattfinden. Die automatische
Situationserkennung analysiert und klassifiziert daher zunächst die vorliegende Hörsituation.
Aus der für diese Situation abgespeicherten Einstellung des Hörgeräts werden beispielsweise
mittels eines Simplexverfahrens alternative Parameterkonfigurationen bestimmt.
[0023] Zusätzlich zu der aktuellen Einstell- beziehungsweise Parameterkonfiguration wird
dem Hörgeräteträger in Abhängigkeit von der klassifizierten Situation eine weitere
Einstellkonfiguration (Kennlinie 3) angeboten. Dies erfolgt beispielsweise indem der
Hörgeräteträger zwischen zwei Einstellungen beziehungsweise Programmen hin- und herschaltet.
Dieses Schalten kann auch automatisch innerhalb eines festgelegten Zeitintervalls
erfolgen. Der Hörgeräteträger wählt die bevorzugte Einstellung beispielsweise durch
Drücken einer hierzu vorgesehenen Taste aus. Daraufhin berechnet das System die nächste
Einstellkonfiguration, mit der der Hörgeräteträger wieder vor die Wahl gestellt werden
kann. Der Optimierungsvorgang stoppt nach Erfüllung eines definierten Abbruchkriteriums
automatisch oder kann vom Hörgeräteträger auf Wunsch gestoppt werden. Der Optimierungsvorgang
kann jederzeit neu gestartet werden.
[0024] Das System speichert die auf die jeweilige Hörsituation bezogene Optimaleinstellung
ab und ruft sie automatisch wieder auf, wenn sich der Benutzer in einer ebenso klassifizierten
Situation befindet. Falls sich der Benutzer in einer Situation befindet, die vom Klassifikationssystem
nicht erkannt wird, so kann als Hörgeräteeinstellung beispielsweise eine mittlere
Einstellkonfiguration gewählt werden, die sich aus Mittelwerten der einzelnen Parameter
über die derzeit vorhandenen Einstellungen zusammensetzt.
[0025] In einer weiterführenden Ausgestaltung kann die interaktive Anpassung auch über einen
beliebig langen Zeitraum erfolgen, in dem keine relativen Vergleiche zwischen zwei
oder mehreren Einstellkonfigurationen vorgenommen werden, sondern die Interaktion
durch eine spontane, absolute Bewertung der aktuellen Einstellung durch den Benutzer
erfolgt. Eine derartige absolute Bewertung kann binär durch beispielsweise
"gut/schlecht" oder aber auch über eine mehrstufige Notenskala erfolgen. Hierzu kann
die Bewertung beispielsweise mittels einer Fernbedienung, eines speziellen Codes der
Bedienelemente des Hörsystems oder per Spracheingabe in das Hörsystem eingegeben werden.
[0026] Bei einer speziellen Ausführungsform wird die Situationserkennung, d. h. die Klassifikation
in einer Fernbedienung durchgeführt, die darüber hinaus über eine Steuereinheit für
die Einstellungsoptimierung verfügt. Die Hörgeräteparameter beziehungsweise Einstellkonfigurationen
werden von der Fernbedienung berechnet und an das Hörgerät übertragen.
[0027] Der Hörgeräteträger ist damit in der Lage, ein Hörgerät mit der vom Hörgeräteakustiker
vorgegebenen Ersteinstellung im Alltag zu testen und bei Bedarf selbst nachzujustieren.
Es ist also nicht mehr notwendig, dass der Hörgeräteträger zum Nachjustieren einen
Fachmann beziehungsweise Hörgeräteakustiker aufsucht. Der Optimierungsvorgang wird
auch dadurch deutlich verbessert, dass die jeweilige Optimierung in einer realen Alltagssituation
stattfindet und nicht etwa unter Laborbedingungen.
1. Verfahren zum Einstellen eines Hörsystems, das mindestens eine Hörhilfe umfasst, mit
den Schritten
- Bereitstellen mehrerer Einstellkonfigurationen in dem Hörsystem,
- automatisches Klassifizieren einer aktuellen Hörsituation,
- Anbieten einer Gruppe von Einstellkonfigurationen (3, 4) von den mehreren Einstellkonfigurationen
in Abhängigkeit von der klassifizierten Hörsituation und
- interaktives Auswählen einer Einstellkonfiguration aus der Gruppe von Einstellkonfigurationen
mit dem Hörsystem, wobei
- das Hörsystem mit einer aktuellen Einstellkonfiguration aus der Gruppe der Einstellkonfigurationen
betrieben wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein Anpassprozess von einem Nutzer des Hörsystems ausgelöst wird,
- das Hörsystem im Rahmen des Anpassprozesses sooft eine weitere Einstellkonfiguration
aus der Gruppe der Einstellkonfigurationen durch ein Simplexverfahren ermittelt und
dem Nutzer anbietet, bis sich der Nutzer für die weitere Einstellkonfiguration entscheidet
oder ein vordefiniertes Abbruchkriterium erfüllt ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das interaktive Auswählen mit Hilfe einer oder mehrerer
Bedienelemente an der Hörhilfe erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das interaktive Auswählen durch eine Fernbedienung
erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das interaktive Auswählen durch
eine Spracheingabe erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei sämtliche Verfahrensschritte in
und/oder an der Hörhilfe durchgeführt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die mehreren Einstellkonfigurationen
ein binaurales Hörsystem betreffen.
7. Hörsystem mit
- mindestens einer Hörhilfe und
- einer Speichereinrichtung zum Bereitstellen mehrerer Einstellkonfigurationen,
- einer Klassifikationseinrichtung zum automatischen Klassifizieren einer Hörsituation,
- einer Recheneinrichtung zum automatischen Auswählen einer Gruppe von Einstellkonfigurationen
(3, 4) von den mehreren Einstellkonfigurationen in Abhängigkeit von der klassifizierten
Hörsituation und
- einer Eingabeeinrichtung zum interaktiven Auswählen eine Einstellkonfiguration aus
der Gruppe von Einstellkonfigurationen, wobei
- das Hörsystem mit einer aktuellen Einstellkonfiguration aus der Gruppe der Einstellkonfigurationen
betreibbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- mit der Eingabeeinrichtung ein Anpassprozess des Hörsystems von einem Nutzer des
Hörsystems auslösbar ist,
- mit der Recheneinrichtung im Rahmen des Anpassprozesses sooft eine weitere Einstellkonfiguration
aus der Gruppe der Einstellkonfigurationen durch ein Simplexverfahren ermittelbar
und von dem Hörsystem dem Nutzer anbietbar ist, bis sich der Nutzer für die weitere
Einstellkonfiguration entscheidet oder ein vordefiniertes Abbruchkriterium erfüllt
ist.
8. Hörsystem nach Anspruch 7, wobei die Eingabeeinrichtung ein oder mehrere Bedienelemente
der mindestens einen Hörhilfe umfasst.
9. Hörsystem nach Anspruch 7 oder 8, wobei die Eingabeeinrichtung eine Fernbedienung
umfasst.
10. Hörsystem nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die Eingabeeinrichtung eine Spracheingabeeinheit
umfasst.
11. Hörsystem nach einem der Ansprüche 7 bis 10, wobei die Speichereinrichtung, die Klassifikationseinrichtung,
die Recheneinrichtung und die Eingabeeinrichtung in der mindestens einen Hörhilfe
untergebracht sind.
12. Hörsystem nach einem der Ansprüche 7 bis 11, wobei die Einstellkonfigurationen ein
binaurales Hörsystem betreffen.
1. Method for adjusting an auditory system having at least one hearing aid, with the
steps:
- providing a plurality of setting configurations in the auditory system,
- automatically classifying a current auditory situation,
- offering a group of setting configurations (3, 4) from the plurality of setting
configurations as a function of the classified auditory situation, and
- interactively selecting, with the auditory system, a setting configuration from
the group of setting configurations, wherein
- the auditory system is operated with a current setting configuration from the group
of setting configurations,
characterized in that
- an adjustment process is triggered by a user of the auditory system,
- the auditory system, within the scope of the adjustment process, determines a further
setting configuration from the group of setting configurations by means of a simplex
method and offers the same to the user until the user decides on the further setting
configuration or a predefined abort criteria is fulfilled.
2. Method according to claim 1, wherein the interactive selection is made with the aid
of one or more operating element at the hearing aid.
3. Method according to claim 1 or 2, wherein the interactive selection is made by means
of a remote control.
4. Method according to one of claims 1 to 3, wherein the interactive selection is made
by means of a speech unit.
5. Method according to one of claims 1 to 4, wherein all method steps are implemented
in and/or on the hearing aid.
6. Method according to one of claims 1 to 5, wherein the plurality of setting configurations
relate to a binaural auditory system.
7. Auditory system, comprising
- at least one hearing aid and
- a storage device configured to provide a plurality of setting configurations,
- a classifier configured to automatically classify an auditory situation,
- a calculator device configured to automatically select a group of setting configurations
(3, 4) from the plurality of setting configurations as a function of the classified
auditory situation and
- an input device configured for an interactive selection of a setting configuration
from the group of setting configurations, wherein
- the auditory system can be operated with a current setting configuration from the
group of setting configurations,
characterised in that
- an adjustment process of the auditory system is triggered by a user of the auditory
system with the input device,
- with the calculator device, within the scope of the adjustment process, a further
setting configuration can be determined from the group of setting configurations by
means of a simplex method and can be offered to the user by the auditory system until
the user decides on the further setting configuration or a predefined abort criteria
is fulfilled.
8. Auditory system according to claim 7, wherein the input device comprises one or more
operating elements of the at least one hearing aid.
9. Auditory system according to claim 7 or 8, wherein the input device comprises a remote
control.
10. Auditory system according to one of claims 7 to 9, wherein the input device comprises
a speech input unit.
11. Auditory system according to one of claims 7 to 10, wherein the storage device, the
classification device, the calculation device and the input device are housed in the
at least one hearing aid.
12. Auditory system according to one of claims 7 to 11, wherein the setting configurations
relate to a binaural auditory system.
1. Procédé de réglage d'un système auditif qui comprend au moins une prothèse auditive,
comprenant les stades dans lesquels
- on met à disposition plusieurs configurations de réglage dans le système auditif,
- on classe automatiquement une situation auditive présente,
- on offre un groupe de configurations ( 3, 4 ) de réglage parmi les plusieurs configurations
de réglage en fonction de la situation auditive classée, et
- on sélectionne de manière interactive une configuration de réglage dans le groupe
des configurations de réglage par le système auditif, dans lequel
- on fait fonctionner le système auditif avec une configuration de réglage présente
choisie dans le groupe des configurations de réglage,
caractérisé en ce que
- un processus d'adaptation est déclenché par un utilisateur du système auditif,
- le système auditif détermine, par un procédé simplex dans le cadre de l'opération
d'adaptation, une autre configuration de réglage choisie dans le groupe des configurations
de réglage et l'offre à l'utilisateur jusqu'à ce que l'utilisateur se décide pour
l'autre configuration de réglage ou jusqu'à ce qu'un critère d'interruption défini
à l'avance soit satisfait.
2. Procédé suivant la revendication 1, dans lequel la sélection de manière interactive
s'effectue à l'aide d'un élément de commande ou de plusieurs éléments de commande
sur la prothèse auditive.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2, dans lequel la sélection de manière interactive
s'effectue par une télécommande.
4. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 3, dans lequel la sélection de manière
interactive s'effectue par une entrée vocale.
5. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 4, dans lequel tous les stades du procédé
sont effectués dans et/ou sur la prothèse auditive.
6. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 5, dans lequel les plusieurs configurations
de réglage concerne un système auditif binaurale.
7. Système auditif comprenant
- au moins une prothèse auditive et
- un dispositif de mémoire pour mettre à disposition plusieurs configurations de réglage,
- un dispositif de classification pour classer automatiquement une situation auditive,
- un dispositif informatique pour sélectionner automatiquement un groupe de configurations
( 3, 4 ) de réglage parmi les plusieurs configurations de réglage en fonction de la
situation auditive classée et
- un dispositif d'entrée pour la sélection interactive d'une configuration de réglage
choisie dans le groupe des configurations de réglage, dans lequel
- le système auditif peut fonctionner avec une configuration de réglage présente choisie
dans le groupe des configurations de réglage,
caractérisé en ce que
- par le dispositif d'entrée un processus d'adaptation du système auditif peut être
déclenché par un utilisateur du système auditif,
- par le dispositif informatique dans le cadre du processus d'adaptation une autre
configuration de réglage choisie dans le groupe des configurations de réglage peut
être déterminée par un procédé simplex et peut être offerte à l'utilisateur par le
système auditif jusqu'à ce que l'utilisateur se décide pour l'autre configuration
de réglage ou jusqu'à ce qu'un critère d'interruption défini à l'avance soit satisfait.
8. Système auditif suivant la revendication 7, dans lequel le dispositif d'entrée comprend
un élément de commande ou plusieurs éléments de commande de la au moins une prothèse
auditive.
9. Système auditif suivant la revendication 7 ou 8, dans lequel le dispositif d'entrée
comprend une télécommande.
10. Système auditif suivant l'une des revendications 7 à 9, dans lequel le dispositif
d'entrée comprend une unité d'entrée vocale.
11. Système auditif suivant l'une des revendications 7 à 10, dans lequel le dispositif
de mémoire, le dispositif de classification, le dispositif informatique et le dispositif
d'entrée sont logées dans la au moins une prothèse auditive.
12. Système auditif suivant l'une des revendications 7 à 11, dans lequel les configurations
de réglage concernent un système auditif binaural.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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