[0001] Die Erfindung betrifft einen Bodenablauf mit einer Brandschutzvorrichtung, sowie
ein Verfahren zum Ausrüsten eines Bodenablaufes nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
1 bzw. des Patentanspruches 9.
[0002] Hierbei dreht es sich um den nachträglichen Einbau einer vorbeugenden Brandschutzmaßnahme,
die ein Ausbreiten von Feuer durch Bodenabläufe verhindern soll. Dabei wird ein Ausrüsten
oder ein nachträgliches Umrüsten von Bodenabläufen in Decken mit Brandschutzanforderungen
zur Erfüllung gesetzlicher Brandschutzanforderungen ohne eine aufwendige Demontage
des Bodenablaufes ermöglicht.
[0003] Nach § 17 MBO müssen bauliche Anlagen so geschaffen sein, dass u. a. einer Ausbreitung
von Feuer und Rauch vorgebeugt wird. Bei Wand- oder Deckendurchbrüchen für haustechnische
Installationsleitungen, insbesondere Rohrdurchführungen oder -leitungen und Bodenabläufe,
sind dabei bautechnische Maßnahmen in Form von Brandabschottungen vorgesehen. Diese
tragen dafür Sorge, dass es im Brandfall zu keiner Ausbreitung von Feuer in benachbarte
Brandabschnitte kommen kann. Die Brandabschottungen müssen dabei den gleichen Feuerwiderstand
der betroffenen Wand oder Decke aufweisen. Beispiele für mögliche
[0004] Realisierungen einer Brandabschottung sind durch die Verwendung von speziellen Brandschutzmörtel,
Brandschutzkissen oder Brandschutzfertigelemente gegeben. Dabei werden entweder die
Decken- oder Wanddurchbrüche nach Fertigstellung der Rohr- und Leitungsinstallation
mit dem Brandschutzmörtel bzw. plastischem Brandschutzkitt vergossen bzw. geschlossen,
oder es werden Brandschutzkissen, die mit speziellen Brandschutzmitteln gefüllt sind,
in die Öffnung der Decke oder Wand eingelegt, worauf anschließend die Leitungsinstallation
erfolgt.
[0005] Die Erfüllung der entsprechenden Bestimmungen der einzelnen Landesbauordnungen bezüglich
des baulichen Brandschutzes erfordert Maßnahmen, die bei einem Neubau von vornherein
berücksichtigt werden müssen. Da diese Maßnahmen bereits bei der Planung bekannt sind,
können diese in der Neubauphase relativ einfach realisiert werden. Anders ist es jedoch
bei Bauobjekten, die Brandschutzanforderungen erfüllen müssen, bei denen aber dieses
beim ursprünglichen Bauen versäumt wurde. Ein Nachrüsten, etwa von bereits eingegossenen
Abläufen, gemäß den Anforderungen der Grundnorm des vorbeugenden Brandschutzes ist
nur mit größerem Aufwand möglich, d. h. die bereits installierten Bodenabläufe müssen
in der Regel komplett demontiert werden. Die Nachrüstung ist von daher ein aufwendiger
und kostenintensiver baulicher Eingriff.
[0006] Aus der
DE 297 12 909 U1 ist eine Brandschutzvorrichtung bekannt, die als ein separates, einfügbares Rohrelement
gestaltet ist. Dadurch soll die allgemein bekannte Technik erleichtert werden, Brandschutzvorrichtungen
auf der Außenseite eines durchströmbaren Rohres anzuordnen.
[0008] Aus der
DE 201 01 589 U1 ist ein Bodenablauf nach dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 bekannt. Bei diesem
Bodenablauf wird ein doppelter Gehäusetopf vorgesehen, um die Brandschutzvorrichtung
aufzunehmen. Zwar kann die Brandschutzvorrichtung hierbei in einfacher Weise nachträglich
einfach zwischen die beiden Gehäuseteile eingelegt werden, jedoch ist die Konstruktion
mit den zwei ineinander sitzenden Gehäusen aufwendig.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen derart bekannten Bodenablauf mit
einer Brandschutzvorrichtung zu versehen, die einfach aufgebaut und nachrüstbar ist.
[0010] Diese Aufgabe wird durch einen Bodenablauf nach Anspruch 1 und ein Verfahren nach
Anspruch 9 gelöst.
[0011] Die erfindungsgemäße Lösung weist eine ganze Reihe wesentlicher Vorteile gegenüber
den aus dem baulichen Brandschutz bekannten und vorstehend erläuterten Vorrichtungen
auf. Zum einen wird eine Brandschutzkartusche zur Erfüllung des baulichen Brandschutzes
betreffend die Ausbreitung von Feuer bei Bodenabläufen eingesetzt. Die Brandschutzkartusche
stellt eine Brandabschnittstrennung (Brandschott) dar, welche als einzelnes Bauteil
derart ausgeführt ist, daß sie auch im nachhinein, d.h. als Nachrüstung eines Bodenablaufes,
genutzt werden kann. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Brandschutzkartusche besteht
insbesondere darin, daß diese in das Ablaufrohrstutzen des Bodenablaufes steckbar
ist. Somit entfällt eine komplette Deinstallation bereits montierter Bodenabläufe.
[0012] Eine Brandschutzkartusche gemäß der vorliegenden Erfindung kann in den Ablaufrohrstutzen
eines Bodenablaufes gesteckt werden, dabei wird die Wirkungsweise des Bodenablaufes
nicht beeinflußt, da die Brandschutzkartusche durchströmbar ist. Die Brandschutzkartusche
ist ferner so ausgeführt, daß Brandschutzelemente integriert sind, welche im Brandfall
durch Hitzeeinwirkung den Bodenablauf feuer- und gasdicht verschließen. Hierdurch
kann durch die so integrierte Brandabschnittstrennung das Ausbreiten von Feuer über
Bodenabläufe verhindert werden, ohne daß das Nachrüsten der Bodenabläufe einen baulich
aufwendigen Eingriff erfordert. Die erfindungsgemäße Brandschutzkartusche ermöglicht
es insbesondere, ein in eine Gebäudedecke mit Brandschutzauflagen montierten Bodenablauf
nachträglich, ohne Demontage des Bodenablaufes in die Brandschutzklasse R 120 nach
DIN 4102 Teil 11 zu versetzen. Die Nachrüstung kann dabei ohne besondere Werkzeuge,
d.h. im Prinzip von Hand, erfolgen. Somit können gesetzlich geforderte Brandabschnitte
durch eine leichte, werkzeuglose und kostengünstige Nachrüstung im Altbaufall oder
Ausrüstung im Neubaufall umgesetzt werden.
[0013] Durch die Eigenschaft der Brandschutzkartusche, daß diese im Brandfall durch Hitzeeinwirkung
den Bodenablauf gasdicht verschließt, wird die Ausbreitung von Bränden über Kanalsysteme
bzw. über Ablaufrohre zwischen einzelnen Brandabschnitten eines Gebäudes verhindert.
Die erfindungsgemäße Lösung stellt somit eine wirkungsvolle Abschottung benachbarter
Brandabschnitte nach den Anforderungen der Landesbauordnungen dar, wobei die Brandschutzmaßnahme
leicht herzustellen und kostengünstig durchzuführen sind.
[0014] Das der vorliegenden Erfindung zugrundeliegende technische Problem wird ferner bei
einem Verfahren zum Ausrüsten oder nachträglichen Umrüsten eines Bodenablaufes mit
einer erfindungsgemäßen Brandschutzvorrichtung durch folgende Verfahrensschritte gelöst:
Die Entnahme einer herkömmlichen Standardablaufglocke bzw. eines herkömmlichen Geruchsverschlusses
aus einem Bodenablauf; und das Einsetzen einer Brandschutzkartusche in den Ablaufrohrstutzen
des Bodenablaufes.
[0015] Der Vorteil der Erfindung liegt insbesondere darin, dass ein einfach zu realisierendes
und dabei sehr effektives Verfahren zum Ausrüsten oder zum nachträglichen Umrüsten
eines Bodenablaufes mit einer Brandschutzvorrichtung erzielbar ist.
[0016] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind bezüglich der Vorrichtung in den Unteransprüchen
angegeben.
[0017] So ist für die Vorrichtung in einer Ausführungsform bevorzugt vorgesehen, dass die
Brandschutzkartusche als Hohlzylinder ausgeführt ist. Dies hat insbesondere den Vorteil,
daß zum einen die Fertigung einer derartigen Brandschutzkartusche relativ einfach
zu realisieren ist, und zum anderen die Brandschutzkartusche einfach und problemlos
in den Ablaufrohrstutzen steckbar ist, da die Kartusche axialsymmetrisch aufgebaut
ist und somit die Installation bzw. Montage besonders einfach ausfällt.
[0018] Eine mögliche Realisierung der erfindungsgemäßen Brandschutzkartusche besteht darin,
daß das integrierte Brandschutzelement aus Vermikulargraphit oder einem ähnlichen,
bei erhöhter Temperatur sich ausdehnenden und temperaturfesten Material besteht. Dies
hat insbesondere den Vorteil, daß im Brandfall durch Hitzeeinwirkung das Brandschutzelement
sich ausdehnt bzw. expandiert und somit den Ablaufrohrstutzen, in welchen die Brandschutzkartusche
gesteckt ist, gasdicht verschließt. Insbesondere dadurch, daß das Material des Brandschutzelementes
auch temperaturfest ist, kann eine wirkungsvolle Abschottung von Feuer in Ablaufrohren
sichergestellt werden. Insbesondere weist Vermikulargraphit die Eigenschaft auf, daß
eine Expansion erst bei einer Hitzeeinwirkung ab ca. 150 °C einsetzt. Bei einem Ausguß
von heißem Wasser durch den Ablauf reagiert somit das Brandschutzelement nicht. Ein
mit der erfindungsgemäßen Brandschutzvorrichtung ausgerüsteter Bodenablauf ist somit
bezüglich der Durchspülreinigungsmöglichkeit, etwa mit heißem Wasser, nicht eingeschränkt.
[0019] Des weiteren ist es als ein Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung zu nennen, daß die
erfindungsgemäße Brandschutzvorrichtung ein insbesondere elastisches Sperrmittel zum
Positionieren und Halten der Brandschutzkartusche in dem Ablaufrohrstutzen umfaßt.
Durch diese konstruktive Maßnahme wird erreicht, daß die Brandschutzkartusche im normalen
Betrieb nach der Installation in dem Ablaufrohrstutzen fest positioniert ist und durch
Wasser bzw. Gegenstände, die durch das Ablaufrohr strömen, nicht mitgerissen wird.
Hierdurch wird erreicht, daß eine zuverlässige und wartungsfreie Positionierung der
Brandschutzkartusche gewährleistet ist.
[0020] Eine mögliche Realisierung des Sperrmittels besteht darin, daß eine elastische Flanschanordnung
oder dgl. Klemmanordnung insbesondere an einem Ende der Brandschutzkartusche zum direkten
oder indirekten Eingriff mit dem Ablaufrohrstutzen vorgesehen ist. Unter direktem
Eingriff ist eine Vorrichtung an der Brandschutzkartusche zu verstehen, die derart
mit dem Ablaufrohrstutzen in Wechselwirkung tritt, daß die sichere Positionierung
der Brandschutzkartusche gewährleistet ist. Unter einem indirekten Eingriff ist beispielsweise
ein hervorspringendes Element an dem Ablaufrohrstutzen zu verstehen, welches die erfindungsgemäße
Brandschutzkartusche in dem Ablaufrohrstutzen hält. Der Vorteil dieser Ausführungsform
besteht darin, daß eine derartige Flanschanordnung bzw. Klemmanordnung besonders einfach
und ohne größere herstellungstechnische Verfahren zu realisieren ist. Dieses ermöglicht
es ferner, daß die erfindungsgemäße Brandschutzkartusche als Brandschutzvorrichtung
gegen eine Übertragung von Feuer besonders kostengünstig herzustellen ist.
[0021] In einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brandschutzvorrichtung
umfaßt der Bodenablauf einen Geruchsverschluß mit einem Glockenkörper und einem Stutzen,
wobei an einer Innenseite des Glockenkörpers, insbesondere gegenüber einer Einlauföffnung
des Ablaufrohrstutzens, wenigstens ein Brandschutzelement angeordnet ist, welches
den Glockenkörper von innen gegen Hitzeeinfluß thermisch isoliert. Dies hat insbesondere
den Vorteil, daß im Brandfall, noch bevor die Brandschutzkartusche den Ablaufrohrstutzen
gasdicht verschließt, ein Schmelzen bzw. Durchbrennen des Glockenkörpers verhindert
wird. Da üblicherweise der Glockenkörper aus polypropylenartigem Material hergestellt
ist, welches bei Hitzeeinwirkung relativ schnell schmilzt, abbrennt bzw. zusammenfällt,
sieht eine vorteilhafte Weiterbildung der Brandschutzvorrichtung ein als Isolation
eingesetztes Brandschutzelement vor, welches den Glockenkörper thermisch von innen
isoliert und somit ein vorzeitiges Durchbrennen bzw. Zusammenfallen des Geruchsverschlusses
verhindert. Das in dem Glockenkörper angebrachte Brandschutzelement kann beispielsweise
aus Vermiculargraphit gefertigt sein. Dies hat insbesondere den Vorteil, daß zum einen
die thermische Isolierung des Glockenkörpers gegeben ist, und zum anderen bei Hitzeeinfluß
das Brandschutzelement expandiert und den Innenraum des Glockenkörpers zumindest teilweise
ausfüllt und somit den Geruchsverschluß bereits teilweise abschottet.
[0022] Besonders vorteilhaft ist es, daß die Brandschutzkartusche derart ausgeführt ist,
daß diese in den Stutzen der Brandschutzablaufglocke steckbar ist. Dies hat insbesondere
bei der Installation bzw. Montage der Brandschutzkartusche in eine Brandschutzablaufglocke
den Vorteil, daß das Nachrüsten eines Bodenablaufes mittels eines Brandschutzes gemäß
der vorliegenden Erfindung besonders einfach und anwendungsfreundlich durchzuführen
ist. Hierbei ist lediglich der Geruchsverschluß aus dem Bodenablauf zu entnehmen und
die Brandschutzkartusche in den Stutzen des Geruchsverschlusses einzusetzen. Nach
der anschließenden Wiedereinsetzung des Geruchsverschlusses in den Bodenablauf ist
bereits der erforderliche bauliche Brandschutz in dem Bodenablauf integriert.
[0023] Somit kann die Brandschutzkartusche auch in Bodenabläufen eingesetzt werden, welche
an sich nur unter besonderen Umständen von außen her erreichbar sind, wie beispielsweise
besonders tief angeordnete Bodenabläufe.
[0024] In einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brandschutzvorrichtung ist vorgesehen,
daß die Brandschutzkartusche bündig zum Unterrand des Stutzens der Brandschutzablaufglocke
anliegt. Dies hat den Vorteil, daß insbesondere auch die Brandschutzkartusche an Positionen
im Bodenablauf montiert werden können, welche tiefer bzw. weiter entfernt von dem
eigentlichen Bodenablauf liegen. Somit kann je nach Ausführungsform des Bodenablaufes
die Brandschutzkartusche an den, z.B. aus brandtechnischer Sicht, geeignetsten Positionen
eingesetzt werden.
[0025] Die erfindungsgemäße Lösung sieht insbesondere eine Brandschutzvorrichtung vor, welche
es ermöglicht, einen Bodenablauf nachträglich ohne besondere Baumaßnahmen mit einer
Brandschutzvorrichtung zu versehen. Hierzu ist es lediglich erforderlich, eine herkömmliche
Standardablaufglocke bzw. Geruchsverschluß aus dem Bodenablauf zu nehmen und die erfindungsgemäße
Brandschutzkartusche in den Ablaufrohrstutzen des Bodenablaufes zu setzen. Vorteilhaft
hieran ist, daß diese Maßnahme keinerlei Werkzeug bzw. größeren bautechnischen Aufwand
erfordert. Insbesondere entfällt die komplette Demontage des Bodenablaufes.
[0026] Besonders vorteilhaft ist es des weiteren, daß eine herkömmliche Standardablaufglocke
bzw. ein herkömmlicher Geruchsverschluß durch eine Brandschutzablaufglocke gemäß der
vorliegenden Erfindung ersetzt werden kann. Auch dieser Verfahrensschritt erfordert
keinen Einsatz von Werkzeug bzw. keine größere Baumaßnahmen.
[0027] In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung wird die erfindungsgemäße Brandschutzkartusche
direkt in den Stutzen der Brandschutzablaufglocke eingesetzt, was das nachträgliche
Umrüsten eines Bodenablaufes mit einer Brandschutzvorrichtung weiter vereinfacht.
Somit ist es mittels der erfindungsgemäßen Brandschutzvorrichtung möglich, einen Bodenablauf
sowohl im Neubaufall, als auch im Rahmen einer Nachrüstung besonders leicht, werkzeuglos
und kostengünstig mit einem baulichen Brandschutz gemäß der entsprechenden Bestimmung
der einzelnen Landesbauordnungen auszurüsten.
[0028] Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Brandschutzvorrichtung
für einen Bodenablauf mit einem Ablaufrohrstutzen als Vorkehrung gegen eine Übertragung
von Feuer anhand der Zeichnung näher erläutert:
[0029] Es zeigen:
- Fig. 1a
- eine Draufsicht auf eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brandschutzkartusche;
- Fig. 1b
- eine Seitenansicht eines Längsschnittes der Brandschutzkartusche gemäß Fig. 1a;
- Fig. 2a
- eine Ansicht eines in einem Geruchsverschluß gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels
integrierten Brandschutzelements;
- Fig. 2b
- eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Geruchsverschlusses gemäß einer ersten
Ausführungsform;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Geruchsverschlusses gemäß einer zweiten
Ausführungsform mit eingesetzter Brandschutzkartusche;
- Fig. 4a
- eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Bodenablaufes mit eingebautem Geruchsverschluß
und Brandschutzkartusche gemäß der Ausführungsform aus Fig. 3;
- Fig. 4b
- eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Bodenablaufes mit seitlichem Zulauf
und eingebautem Geruchsverschluß und Brandschutzkartusche gemäß der Ausführungsform
aus Fig. 3;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Geruchsverschlusses gemäß eines dritten
Ausführungsbeispiels;
- Fig. 6a
- eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Bodenablaufes mit eingebautem Geruchsverschluß
und von unten eingesteckter Brandschutzkartusche gemäß der Ausführungsform aus Fig.
5;
- Fig. 6b
- eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Bodenablaufes mit seitlichem Zulauf
und eingebautem Geruchsverschluß und von unten eingesteckter Brandschutzkartusche
gemäß der Ausführungsform aus Fig. 5.
[0030] In der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und gleich wirkende Teile dieselben
Bezugsziffern verwendet.
[0031] Fig. 1a zeigt eine Draufsicht auf eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Brandschutzkartusche
2. Fig. 1b zeigt eine Seitenansicht eines Längsschnittes der Brandschutzkartusche
2 in der Ausführungsform gemäß Fig. 1a. Die Brandschutzkartusche 2 besteht aus einem
Kartuschenkörper 5, welcher als ein Hohlzylinder z.B. aus Polypropylen ausgeführt
ist. An der Außenwand des Kartuschenkörpers 5 ist das Brandschutzelement 4 angeordnet;
das Brandschutzelement 4 bildet dabei einen Hohlzylinder, dessen Innenwand direkt
an der Außenwand des Kartuschenkörpers 5 angrenzt. Das Brandschutzelement 4 ist vorzugsweise
aus Vermikulargraphit gefertigt, welches sich bei der in einem Brandfall auftretenden
Hitze (≥ 150°C) irreversibel ausdehnt unter Wegschmelzen des Kartuschenkörpers 5 und
im ausgedehnten Zustand den extremen Temperaturen eines Feuers über längere Zeit standhält.
Die Vermiculargrahitschicht, bzw. die Wandstärke des als Hohlzylinders ausgebildeten
Brandschutzelementes 4, ist derart dimensioniert, daß das Brandschutzelement 4 im
expandiertem Zustand und bei geschmolzenem Kartuschenkörper 5 den Innenraum der Brandschutzkartusche
2 und somit den Ablaufstutzen des Bodenablaufes gasdicht abschließt. Die Brandschutzkartusche
2 ist in der Fig. 1a und in Fig. 1b dargestellten Ausführungsform als Brandabschnittstrennung
(Brandschott) einsetzbar, sofern sie beispielsweise in einen Ablaufstutzen eines Bodenablaufes
eingesetzt wird. Damit die Brandschutzkartusche 2 in einem Kanal bzw. in einem Schacht
geeignet positioniert und gehalten werden kann, sind elastische Sperrmittel 6 an dem
oberen Ende der Brandschutzkartusche 2 vorgesehen. In der in Fig. 1b gezeigten Ausführungsform
sind die Sperrmittel 6 als elastische Flanschanordnungen 6 zum direkten Eingriff mit
einem Ablaufrohrstutzen oder dgl. ausgeführt.
[0032] Im folgenden werden anhand der Zeichnungen weitere Brandschutzvorrichtungen beschrieben,
die in verschiedenen Geruchsverschlüssen für Bodenabläufe integriert sind. Unter einem
Geruchsverschluß sollen hierbei sowohl Ablaufglocken als auch Geruchsverschlußglocken
verstanden werden.
[0033] Fig. 2a zeigt eine Ansicht eines in einem Geruchsverschluß 7 gemäß eines ersten Ausführungsbeispiels
der Erfindung integrierten Brandschutzelementes 11. Das Brandschutzelement 11 ist
in der Draufsicht kreisförmig und im Querschnitt leicht gebogen, so daß das Brandschutzelement
11 besonders gut an der Innenwand 10 einer Geruchsverschlußglocke 8 angebracht werden
kann. Wie auch das Brandschutzelement 4 aus Fig. 1a bzw. Fig. 1b ist das Brandschutzelement
11 vorzugsweise aus Vermiculargraphit gefertigt; denkbar sind jedoch auch andere Materialien,
die sich bei erhöhter Temperatur ausdehnen und temperaturfeste bzw. flammenresistente
und wärmedämmende Eigenschaften aufweisen.
[0034] Fig. 2b zeigt eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Geruchsverschlusses 7
gemäß einer ersten Ausführungsform. Das Brandschutzelement 11 gemäß der in Fig. 2a
gezeigten Ausführungsform ist an der Glockeninnenseite 10 des Glockenkörpers 8 im
Geruchsverschluß 7 angeordnet. Das Brandschutzelement 11 hat die Aufgabe, in einem
Brandfall den Glockenkörper 8 thermisch zu isolieren, damit die aus der Einlauföffnung
12 dringende Hitze den Geruchsverschluß 7 nicht zum Schmelzen bringt. Der Geruchsverschluß
7 ist in der Regel aus Polypropylen gefertigt und hält somit im Brandfall einer Hitzeeinwirkung
ohne eine besondere Isolation nicht lange stand. Aus diesem Grund ist das Brandschutzelement
11 vorzugsweise gegenüber der Einlauföffnung 12 des Stutzens 9 des Geruchsverschlusses
7 angebracht. Der Geruchsverschluß 7 umfaßt ferner einen Dichtring 15 sowie eine Flanschanordnung
16, welche das Zusammenwirken des Stutzens 9 mit einem Bodenablaufstutzen ermöglichen,
so daß der Geruchsverschluß 7 gasdicht bzw. wasserdicht in einen Bodenablauf eingesetzt
werden kann.
[0035] Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Geruchsverschlusses 7
gemäß einer zweiten Ausführungsform mit einer eingesetzten oder angeschweißten oder
direkt angeformten Brandschutzkartusche 2. Wie bereits in Fig. 2b beschrieben, befindet
sich auch in der zweiten Ausführungsform an der Glockeninnenseite 10 des Glockenkörpers
8 im Geruchsverschluß 7 ein Brandschutzelement 11, welches vorzugsweise gegenüber
der Ablauföffnung 12 des Geruchsverschlusses 7 angeordnet ist. Das Brandschutzelement
11 dient in erster Linie zur thermischen Isolation des Glockenkörpers vor Hitze, die
in einem Brandfall aus der Einlauföffnung 12 emporsteigt. Ein weiterer Vorteil ist
darin zu sehen, daß sich das Brandschutzelement 11, sofern es Vermiculargraphit umfaßt,
bei Hitzeeinwirkung ausdehnt und somit das Volumen zwischen dem Glockenkörper 8 und
dem Stutzen 9 zumindest teilweise ausfüllt und den Geruchsverschluß nahezu gasdicht
verschließt. Dieses bewirkt bereits eine Brandabschottung bzw. eine Brandabschnittstrennung.
[0036] Um das Durchtreten von Feuer wirkungsvoll verhindern zu können, ist ferner in dem
unteren Teil des Stutzens 9 eine Brandschutzkartusche 2 vorgesehen, welche bündig
zum Unterrand des Stutzens 9 anliegt. Die Brandschutzkartusche 2 umfaßt einen Kartuschenkörper
5 aus PP, welcher im Brandfall schmilzt, und ein Brandschutzelement 4, welches im
Brandfall expandiert, den schmelzenden Kartuschenkörper 5 zusammenquetscht und die
gesamte Ablauföffnung 12 gasdicht verschließt.
[0037] Fig. 4a zeigt eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Bodenablaufes 1 mit eingebautem
Geruchsverschluß 7 und Brandschutzkartusche 2 gemäß der Ausführungsform aus Fig. 3.
Der Geruchsverschluß 7 ist dabei in den Ablaufrohrstutzen 3 des Bodenablaufes 1 gesetzt
und wird mittels einer Flanschanordnung 16 positioniert. Der Dichtring 15 dient dazu,
daß die Verbindung zwischen Ablaufrohrstutzen 3 und dem Stutzen 9 des Geruchverschlusses
7 gas- bzw. wasserdicht ist.
[0038] Fig. 4b zeigt eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Bodenablaufes 1 mit seitlichem
Zulauf 14 und eingebautem Geruchsverschluß 7 und einer Brandschutzkartusche 2 gemäß
der Ausführungsform aus Fig. 3. Der Geruchsverschluß 7 ist dabei in dem Ablaufrohrstutzen
3 des Bodenablaufes 1 eingesetzt und schließt gas- bzw. wasserdicht mittels eines
Dichtringes 15 zwischen der Außenwand des Stutzens 9 und der Innenwand des Ablaufrohrstutzens
3. Die Brandschutzkartusche 2 ist dabei - wie bereits in Fig. 3 beschrieben - in den
Stutzen 9 der Ablauföffnung 12 des Geruchsverschlusses 7 eingesteckt, angeschweißt
oder angeformt. Hierbei dienen im Falle der Stecklösung elastische Sperrmittel (nicht
explizit dargestellt) zum Positionieren und Halten der Brandschutzkartusche 2 in dem
Stutzen 9.
[0039] Es ist ferner möglich, daß die Brandschutzkartusche 2 in den Ablaufrohrstutzen 3
des Bodenablaufes 1 integriert wird. Je nachdem, welche Ausführungsform gewählt wird,
ist das Sperrmittel 6 der Brandschutzkartusche 2 so ausgeführt, daß es direkt oder
indirekt mit dem Ablaufrohrstutzen 3 bzw. Stutzen 9 des Geruchverschlusses 7 eingreift.
[0040] Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Geruchsverschlusses 7
gemäß einer dritten Auführungsform. Bei dieser Ausführungsform ist ein Brandschutzelement
11 an der Glockeninnenseite 10 des Glockenkörpers 8 angebracht.
[0041] Fig. 6a zeigt eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Bodenablaufes 1 mit eingebautem
Geruchsverschluß 7 gemäß der Ausführungsform von Fig. 5 und Brandschutzkartusche 2
gemäß der Ausführungsform von Fig. 5. Die Brandschutzkartusche 2 ist in dieser Ausführungsform
direkt in dem Ablaufrohrstutzen 3 des Bodenablaufes 1 von unten eingesetzt; dies kann
auch als weitere und nicht separat dargestellte Ausführungsform bei entsprechender
Ausgestaltung des Ablaufrohrstutzens 3 von oben erfolgen. In der in Fig. 6a dargestellten
Ausführungsform dienen elastische Sperrmittel 6, welche als Flanschanordnung ausgeführt
sind, zum Halten und Positionieren der Brandschutzkartusche 2 in dem Ablaufrohrstutzen
3. Je nach Ausführungsform des Bodenablaufes 1 kann der Ablaufrohrstutzen 3 mehr oder
weniger tief in ein Ablaufrohr 13 hineinragen. Demnach kann die Brandschutzkartusche
2 an verschiedenen Positionen, d.h. mehr oder weniger tief in dem Abflußrohr 13 positioniert
werden.
[0042] Fig. 6b zeigt eine Seitenansicht eines Längsschnittes eines Bodenablaufes 1 mit seitlichem
Zulauf 14 und eingebautem Geruchsverschluß 7 und Brandschutzkartusche 2 gemäß der
Ausführungsform aus Fig. 5. Die Integration des Geruchsverschlusses 7 sowie der Brandschutzkartusche
2 entspricht die der bereits in Fig. 6a diskutierten Ausführungsform und wird hier
nicht weiter erläutert.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Bodenablauf
- 2
- Brandschutzkartusche
- 3
- Ablaufrohrstutzen
- 4
- Brandschutzelement
- 5
- Kartuschenkörper
- 6
- elastisches Sperrmittel/Flanschanordnung
- 7
- Geruchsverschluß
- 8
- Glockenkörper
- 9
- Stutzen
- 10
- Glockeninnenseite
- 11
- Brandschutzelement
- 12
- Ablauföffnung
- 13
- Abflußrohr
- 14
- seitlicher Einlaß
- 15
- Dichtring
- 16
- Flansch
- 17
- Rohrleitung
1. Bodenablauf (1) mit einem Ablaufrohrstutzen (3) und einem Geruchsverschluss (7) mit
einem Glockenkörper (8) und einem Stutzen (9) und mit einer Brandschutzvorrichtung
als Vorkehrung gegen eine Übertragung von Feuer,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brandschutzvorrichtung eine in den Ablaufrohrstutzen (3) steckbare, durchströmbare
Brandschutzkartusche (2) mit wenigstens einem Brandschutzelement (4) umfasst, welches
im Brandfall durch Hitzeeinwirkung den Bodenablauf (1) gasdicht verschließt.
2. Bodenablauf nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brandschutzkartusche (2) ein Hohlzylinder darstellt.
3. Bodenablauf nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Brandschutzelement (4) Vermiculargraphit oder dgl. bei erhöhter Temperatur sich
ausdehnendes und temperaturfestes Material umfasst.
4. Bodenablauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
ein insbesondere elastisches Sperrmittel (6) zum Positionieren und Halten der Brandschutzkartusche
(2) in dem Ablaufrohrstutzen (3).
5. Bodenablauf nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sperrmittel (6) eine elastische Flanschanordnung (6) oder dergleichen Klemmanordnung
insbesondere an einem Ende der Brandschutzkartusche (2) zum direkten oder indirekten
Eingriff mit dem Ablaufrohrstutzen (3) umfasst.
6. Bodenablauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei im Bodenablauf (1) ein Geruchsverschluss (7) vorgesehen ist, der einen Glockenkörper
(8) und einen Stutzen (9) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
an einer Innenseite (10) des Glockenkörpers (8), insbesondere gegenüber einer Einlauföffnung
(12) des Ablaufrohrstutzens (3), wenigstens ein Brandschutzelement (11) angeordnet
ist, welches den Glockenkörper (8) von innen gegen Hitzeeinfluss thermisch isoliert.
7. Bodenablauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
insbesondere nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brandschutzkartusche (2) in den Stutzen (9) des Geruchsverschlusses (7) steckbar
oder fest verbunden ist.
8. Bodenablauf nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Brandschutzkartusche (2) bündig zum Unterrand des Stutzens (9) anliegt.
9. Verfahren zum Ausrüsten oder nachträglichen Umrüsten eines Bodenablaufes (1) mit einer
Brandschutzvorrichtung bestehend aus den folgenden Verfahrensschritten :
a) Entnahme einer herkömmlichen Standardablaufglocke bzw. eines herkömmlichen Geruchsverschlusses
aus dem Bodenablauf (1) ; und
b) Einstecken einer durchströmbaren Brandschutzkartusche (2) in den Ablaufrohrstutzen
(3) des Bodenablaufes (1), wobei die Brandschutzkartusche (2) wenigstens ein Brandschutzelement
(4) umfasst, welches im Brandfall durch Hitzeeinwirkung den Bodenablauf (1) gasdicht
verschließt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, mit folgendem weiteren Verfahrensschritt nach Verfahrensschritt
b) :
c) Ersetzen der herkömmlichen Standardablaufglocke bzw. des herkömmlichen Geruchsverschlusses
(7) durch einen Glockenkörper (8), wobei an einer Innenseite (10) des Glockenkörpers
(8), insbesondere gegenüber einer Einlauföffnung (12) des Ablaufrohrstutzens (3),
wenigstens ein Brandschutzelement (11) angeordnet ist, welches den Glockenkörper (8)
von innen gegen Hitzeeinfluss thermisch isoliert.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
wobei die Brandschutzkartusche (2) in den Stutzen (9) des Geruchsverschlusses (7)
eingesetzt wird oder mit diesem fest verbunden, insbesondere an diesen angeschweißt
oder angeformt wird.
1. Floor drain (1) with a discharge conduit (3) and a stench trap (7) with a bell body
(8) and a connecting piece (9) and with a fire-barrier device as a precaution against
any contagion of fire,
characterised in that
the fire-barrier device comprises a traversable fire-barrier cartridge (2), which
can be inserted in the discharge conduit (3) and is provided with at least one fire-barrier
element (4), which in the event of a fire seals off the floor drain (1) from gas through
the effect of the heat.
2. Floor drain according to Claim 1,
characterised in that
the fire-barrier cartridge (2) constitutes a hollow cylinder.
3. Floor drain according to Claims 1 or 2,
characterised in that
the fire-barrier element (4) comprises vermicular graphite or a similar material that
expands with increased temperature and is temperature-resistant.
4. Floor drain according to one of the previous claims,
characterised by
a particularly elastic sealing agent (6) for positioning and holding the fire-barrier
cartridge (2) in the discharge conduit (3).
5. Floor drain according to Claim 4,
characterised in that
the sealing agent (6) comprises an elastic flange arrangement (6) or similar wedging
arrangement, in particular at one end of the fire-barrier cartridge (2) for direct
or indirect engagement with the discharge conduit (3).
6. Floor drain according to one of the previous claims,
wherein a stench trap (7) is provided in the floor drain (1) , which trap comprises
a bell body (8) and a connective piece (9)
characterised in that
on one inner side (10) of the bell body (8), in particular opposite an inlet opening
(12) of the discharge conduit (3), at least one fire-barrier element (11) is arranged,
which thermally insulates the bell body (8) from inside against the influence of heat.
7. Floor drain according to one of the previous claims,
in particular according to Claim 6,
characterised in that
the fire-barrier cartridge (2) can be inserted in or is firmly connected to the connecting
piece (9) of the stench pipe (7).
8. Floor drain according to one of the previous claims,
characterised in that
the fire-barrier cartridge (2) lies flush with the lower edge of the connecting piece
(9).
9. Method of fitting or subsequently retrofitting a floor drain (1) with a fire-barrier
device comprising the following steps:
a) removal of a conventional standard drain bell or a conventional stench trap from
the floor drain (1); and
b) insertion of a traversable fire-barrier cartridge (2) into the discharge conduit
(3) of the floor drain (1), wherein the fire-barrier cartridge (2) comprises at least
one fire-barrier element (4), which in the event of a fire seals off the floor drain
(1) from gas through the effect of the heat.
10. Method according to Claim 9, with the following further step after step b):
c) removal of the conventional standard drain bell or the conventional stench trap
(7) through a bell body (8), wherein on one inner side (10) of the bell body (8),
in particular opposite an inlet opening (12) of the discharge conduit (3), at least
one fire-barrier element (11) is arranged, which thermally insulates the bell body
(8) from inside against the influence of heat.
11. Method according to Claim 9 or 10,
wherein the fire-barrier cartridge (2) is inserted in the connecting piece (9) of
the stench trap (7) or is firmly connected to the latter, in particular is welded
or moulded to the latter.
1. Evacuation au sol (1) comprenant une tubulure d'évacuation (3) et un siphon (7) avec
un corps en cloche (8) et un tube (9) et un dispositif coupe-feu comme mesure contre
une propagation du feu,
caractérisée en ce que
le dispositif coupe-feu comprend une cartouche coupe-feu (2) enfichable et déplaçable
dans la tubulure d'écoulement (3) avec au moins un élément coupe-feu (4) qui ferme,
en cas d'incendie par action de la chaleur, l'évacuation au sol (1) de manière étanche
aux gaz.
2. Evacuation au sol selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
la cartouche coupe-feu (2) représente un cylindre creux.
3. Evacuation au sol selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
l'élément coupe-feu (4) comprend du graphite vermiculaire ou un matériau similaire
résistant à la température et se dilatant à température plus élevée.
4. Evacuation au sol selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée par
un moyen de blocage (6) en particulier élastique pour positionner et maintenir la
cartouche coupe-feu (2) dans la tubulure d'évacuation (3).
5. Evacuation au sol selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
le moyen de blocage (6) comprend un dispositif à bride élastique (6) ou un dispositif
de serrage similaire en particulier à une extrémité de la cartouche coupe-feu (2)
pour engagement direct ou indirect avec la tubulure d'évacuation (3).
6. Evacuation au sol selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans laquelle il est prévu, dans l'évacuation au sol (1), un siphon (7) qui comprend
un corps en cloche (8) et un tube (9),
caractérisée en ce que
l'on aménage sur une face interne (10) du corps en cloche (8), en particulier en regard
d'une ouverture d'entrée (12) de la tubulure d'évacuation (3), au moins un élément
coupe-feu (11) qui isole thermiquement le corps en cloche (8) de l'intérieur contre
l'influence de la chaleur.
7. Evacuation au sol selon l'une quelconque des revendications précédentes, en particulier
selon la revendication 6,
caractérisée en ce que
la cartouche coupe-feu (2) est enfichable dans le tube (9) du siphon (7) ou y est
raccordé fixe.
8. Evacuation au sol selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la cartouche coupe-feu (2) est appliquée à niveau par rapport au bord inférieur du
tube (9).
9. Procédé pour équiper ou adapter ultérieurement une évacuation au sol (1) avec un dispositif
coupe-feu, constitué des étapes de procédé suivantes :
a) retrait d'une cloche d'évacuation standard traditionnelle ou d'un siphon traditionnel
de l'évacuation au sol (1) ; et
b) enfichage d'une cartouche coupe-feu déplaçable (2) dans la tubulure d'évacuation
(3) de l'évacuation au sol (1), dans lequel la cartouche coupe-feu (2) comprend au
moins un élément coupe-feu (4), qui ferme l'évacuation au sol (1) de manière étanche
aux gaz en cas d'incendie par l'action de la chaleur.
10. Procédé selon la revendication 9, comportant une autre étape de procédé suivante selon
l'étape de procédé b) :
c) remplacement de la cloche d'évacuation standard traditionnelle ou du siphon traditionnel
(7) par un corps en cloche (8), dans lequel on aménage sur une face interne (10) du
corps en cloche (8), en particulier en regard d'une ouverture d'entrée (12) de la
tubulure d'évacuation (3), au moins un élément coupe-feu (11), qui isole thermiquement
le corps en cloche (8) de l'intérieur contre l'influence de la chaleur.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10,
dans lequel la cartouche coupe-feu (2) est insérée dans le tube (9) du siphon (7)
ou lui est reliée de manière fixe, en particulier soudée ou moulée sur celui-ci.