[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Warmband oder -blech aus
mikrolegiertem Stahl.
[0002] Aus dem Patent Abstract of Japan zur JP 61-281814 A ist ein Verfahren zum Herstellen
von hochfesten Warmbändern bekannt. Die Warmbänder bestehen aus einem Stahl, der in
Gewichts-% höchstens 0,3 % C, höchstens 0,5 % Si, 0,3 - 2,0 % Mn, ≤ 0,05 % Al, 0,01
- 0,02 % Nb, 0,01 - 0,2 % V sowie ggf. 0,01 - 0,2 % Mo und 0,01 - 0,2 % Ti, Rest Eisen
und unvermeidbare Verunreinigungen enthält. Ein aus diesem Stahl erzeugtes Vormaterial
wird bei einer Walzendtemperatur von mindestens 750 °C zu Warmband fertiggewalzt,
welches unmittelbar anschließend auf eine höchstens 650 °C betragende Haspeltemperatur
abgekühlt wird. Anschließend wird das Warmband einer abschließenden Wärmebehandlung
unterzogen.
[0003] Praktische Versuche haben ergeben, daß die Festigkeit der nach dem bekannten Verfahren
erzeugten Warmbänder bei größeren Dicken von 8 mm und mehr nicht die Anforderungen
erfüllt, die sich beispielsweise beim Bau von tragenden Konstruktionselementen von
Kraftfahrzeug-Chassis ergeben.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ausgehend von dem voranstehend erläuterten
Stand der Technik ein kostengünstiges Verfahren zur Herstellung von Warmbändern anzugeben,
die auch bei größeren Dicken eine hohe Festigkeit besitzen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1. Zum
Herstellen von bei einer Dicke von 8 mm eine Mindeststreckgrenze von 700 N/mm
2 besitzenden Warmbändern oder -blechen wird ein mikrolegierter Stahl, welcher neben
Mikrolegierungselementen (in Gewichts-%) 0,05 - 0,12 % C, 0,2 - 0,5 % Si, 1,5 - 2,2
% Mn, ≤ 0,025 % P, ≤ 0,01 % S, Rest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen enthält,
zu einem Vormaterial wie Brammen, Dünnbrammen oder Vorblöcken, vergossen; das Vormaterial
wird auf eine Temperatur von 1300 - 1350 °C erwärmt; das erwärmte Vormaterial wird
mit einem Verformungsgrad von 36 % bis 43 % vorgewalzt; das vorgewalzte Vormaterial
wird thermomechanisch bei einer oberhalb der Ac
3 -Temperatur liegenden Walzendtemperatur zu einem Warmband warmgewalzt; das Warmband
wird mit einer Abkühlgeschwindigkeit von mindestens 15 °C/s auf eine mindestens 590
°C und höchstens 630 °C betragende Haspeltemperatur gekühlt und das abgekühlte Warmband
schließlich gehaspelt.
[0006] Überraschend hat sich gezeigt, daß sich durch die erfindungsgemäße Bemessung der
Gehalte der einzelnen Legierungselemente und die gezielte Abstimmung der Walzendtemperatur,
der Abkühlungsgeschwindigkeit und der Haspeltemperatur Warmbänder erzeugen lassen,
die auch bei Dicken von mehr als 8 mm höchste Festigkeiten besitzen. So liegt bei
einem erfindungsgemäß zusammengesetzten und hergestellten Warmband mit einer Dicke
von 16 mm die Streckgrenze immer noch bei mindestens 700 N/mm
2. Für Dicken von 13 mm läßt sich eine Streckgrenze von mindestens 760 N/mm
2 erreichen. Einer ergänzenden Wärmebehandlung im Anschluß an die im Coil erfolgende
Abkühlung bedarf es dazu nicht.
[0007] Die hohe Festigkeit von erfindungsgemäß erzeugtem Stahl wird durch die kombinierte
Anwendung der Ausscheidungs-, Feinkorn- und Mischkristallverfestigung erzielt. Dabei
führen die gewählten Gehalte der Legierungselemente C und Mn zu der angestrebten Mischkristallverfestigung.
Indem das Vormaterial vor dem Vorwalzen auf eine Temperatur von 1300 °C bis 1350 °C
gebracht wird, werden die Ausscheidungen der Mikrolegierungselemente Ti, V und Nb
vollständig in Lösung gebracht. Die bei der anschließenden Vorverformung eingestellten
Verformungsgrade führen zu einem feinen, gleichmäßig verteilten und rekristallisierten
Austenitkorn.
[0008] Die hervorragenden Festigkeitswerte machen erfindungsgemäß erzeugtes Warmband insbesondere
geeignet zur Herstellung von tragenden Bauelementen an Kraftfahrzeugen, wie beispielsweise
stark belasteten Längsträgern von LKW.
[0009] Der Stahl enthält mindestens eines der Mikrolegierungselemente V, Mo, Ti, Nb in folgenden
Gehalten (in Gewichts-%) 0,08 - 0,12 % V, 0,1 - 0,2 % Mo, 0,08 - 0,11 % Ti und 0,05
- 0,06 % Nb. Der Al-Gehalt sollte dabei zwischen 0,02 - 0,05 Gewichts-% liegen. Das
Mikrolegierungselement Niob behindert das Austenitkornwachstum. Zusätzlich behindert
es die Rekristallisation der Austenitkörner während des Warmwalzens.
[0010] Vermieden wird die Rekristallisation während des Warmwalzens auch dadurch, daß erfindungsgemäß
bei oberhalb der Ac
3-Temperatur liegenden Temperaturen warmgewalzt wird. Die Austenit/Ferrit-Umwandlung
erfolgt während der Bandabkühlung hinter dem letzten Gerüst der Warmwalzfertigstraße.
Auf diese Weise wird ein rekristallisiertes, feinkörniges Gefüge mit geringen Perlitanteilen
erhalten. Die Ferritkörner haben dabei eine Größe von 11 bis 14 ASTM.
[0011] Die Abkühlgeschwindigkeit von mindestens 15 °C/s wird gewählt, um das Warmband von
der vorzugsweise mindestens 840 °C betragenden Warmwalzendtemperatur ausreichend schnell
auf die Haspeltemperatur abzukühlen. Bei der von dieser Haspeltemperatur ausgehenden
Abkühlung im Coil wird das Ausscheidungshärtemaximum durch die Mikrolegierungselemente
Ti und V sowie Nb erreicht. Besonders sicher läßt sich dieser Effekt erzielen, wenn
die Haspeltemperatur im Bereich von 600 °C bis 620 °C liegt.
[0012] Warmbänder, deren Streckgrenze auch bei einer Dicke von 16 mm mindestens 700 N/mm
2 beträgt, lassen sich bei erfindungsgemäßer Vorgehensweise dann besonders zuverlässig
erzeugen, wenn der Stahl (in Gewichts-%) 0,06 - 0,08 % C, 0,2 - 0,3 % Si, 1,95 - 2,1
% Mn, ≤0,02 % P und ≤ 0,005 % S enthält. Dabei sollte, sofern vorhanden, der Ti-Gehalt
nicht mehr als 0,1 Gewichts-% betragen.
[0013] Gemäß einer anderen Variante der Erfindung lassen sich Warmbänder, deren Streckgrenze
bei einer Dicke von 13 mm mindestens 760 N/mm
2 beträgt, dadurch sicher erzeugen, daß der Stahl (in Gewichts-%) 0,10 - 0,12 % C,
0,4 - 0,5 % Si, 1,95 - 2,1 % Mn, ≤ 0,02 % P, ≤ 0,005 % S enthält. Dabei weist der
Stahl vorzugsweise mindestens eines der Mikrolegierungselemente V, Mo, Ti, Nb in folgenden
Gehalten (in Gewichts-%) auf: 0,08 - 0,10 % V, 0,1 - 0,2 % Mo, 0,09 - 0,11 % Ti, 0,05
- 0,06 % Nb.
[0014] Der erfindungsgemäß verwendete Stahl kann herstellungsbedingt oder zur Ausprägung
bestimmter Eigenschaften wahlweise eines oder mehrere der Elemente N, Cu, Ni, Sn,
B oder As enthalten, wobei die Summe der Gehalte an diesen Elementen nicht mehr als
0,1 Gew.-% beträgt.
[0015] Werden als Vormaterial Brammen verarbeitet, so sollte die Haltezeit während der Erwärmung
der Brammen mindestens 135 Minuten betragen, um eine sichere Durchwärmung des Vormaterials
zu gewährleisten.
[0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen erläutert:
Beispiel 1
[0017] Eine Stahlschmelze mit (in Gew.-%)
- C:
- 0,075 %
- Si:
- 0,254 %
- Mn:
- 2,011 %
- P:
- 0,015 %
- S:
- 0,003 %
- Al:
- 0,02 %
- N:
- 0,007 %
- Cu:
- 0,017 %
- Cr:
- 0,039 %
- Ni:
- 0,021 %
- Sn:
- 0,004 %
- V:
- 0,098 %
- Mo:
- 0,121 %
- Ti:
- 0,080 %
- Nb:
- 0,060 %
- B:
- 0,0003 %
- As:
- 0,002 %
Rest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen,
wurde zu Brammen vergossen. Die Brammen wurden anschließend bei einer Temperatur von
1350 °C für 135 Minuten vorgewärmt und dann bei einem zwischen 36 % und 43 % liegenden
Verformungsgrad auf eine Dicke von 55 mm vorgewalzt. Die vorgewalzten Brammen wurden
in einer Fertigwalzstaffel auf eine Dicke von 16 mm thermomechanisch fertig warmgewalzt.
Im Zuge dieses Warmwalzens wurden die Temperaturführung und Umformgrade so aufeinander
abgestimmt, daß das fertig warmgewalzte Warmband A eine für den Verwendungszweck optimale
Gefügestruktur aufweist. Die Walzendtemperatur betrug dabei 840 °C.
[0018] Das aus der Fertigwalzstaffel austretende Warmband A wurde unmittelbar anschließend
auf eine Haspeltemperatur von 610 °C wassergekühlt und gehaspelt. Im Zuge der Wasserkühlung
wurden Abkühlgeschwindigkeiten von mindestens 15 °C/s erzielt.
[0019] An aus dem derart erzeugten Warmband A gewonnenen Proben A1 - A8 wurden Zugversuche
durchgeführt, deren Ergebnisse in Tabelle 1 angegeben sind:
Tabelle 1
| |
Reh [N/mm2] |
Rm [N/mm2] |
Reh/Rm |
A5 [%] |
A80 [%] |
| A1 |
725 |
830 |
87,3 |
19,5 |
19,6 |
| A2 |
701 |
816 |
85,9 |
21,5 |
21,6 |
| A3 |
712 |
824 |
86,4 |
20,2 |
20,2 |
| A4 |
753 |
842 |
89,5 |
21,5 |
20,8 |
| A5 |
763 |
841 |
90,7 |
19,9 |
19,1 |
| A6 |
772 |
846 |
91,2 |
21,0 |
20,3 |
| A7 |
761 |
840 |
90,6 |
20,2 |
19,4 |
| A8 |
760 |
858 |
88,5 |
19,0 |
18,4 |
[0020] An Proben A9 - A12 des Warmbands wurden darüber hinaus Kerbschlagbiegeversuche durchgeführt.
Deren Ergebnisse sind in Tabelle 2 angegeben:
Tabelle 2
| Probe |
Richtung |
Prüftemp. [K] |
Kv [J] |
| A9 |
Längs |
233 |
86,6 |
| A10 |
Quer |
233 |
49,5 |
| A11 |
Längs |
233 |
86,0 |
| A12 |
Quer |
233 |
58,6 |
Beispiel 2:
[0021] Eine aus (in Gew.-%)
- C:
- 0,115 %
- Si:
- 0,449 %
- Mn:
- 1,988 %
- P:
- 0,019 %
- S:
- 0,003 %
- Al:
- 0,03 %
- N:
- 0,007 %
- Cu:
- 0,017 %
- Cr:
- 0,037 %
- Ni:
- 0, 02 %
- Sn:
- 0,003 %
- V:
- 0,092 %
- Mo:
- 0,108 %
- Ti:
- 0,101 %
- Nb:
- 0,055 %
- B:
- 0,0003 %
- As:
- 0,003 %
Rest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen,
zusammengesetzte Stahlschmelze wurde zu Brammen vergossen. Die Brammen wurden wie
beim Beispiel des Warmbands A bei einer Temperatur von 1350 °C für 135 Minuten vorgewärmt,
anschließend auf eine Dicke von 55 mm vorgewalzt und in einer Fertigwalzstaffel bei
einer Walzendtemperatur von 840 °C warmgewalzt. Die Dicke des fertig gewalzten Warmbandes
betrug 13 mm.
[0022] Das aus der Fertigwalzstaffel austretende Warmband B wurde ebenso wie das Warmband
A unmittelbar anschließend auf eine Haspeltemperatur von 610 °C wassergekühlt und
gehaspelt. Im Zuge der Wasserkühlung wurden wiederum Abkühlgeschwindigkeiten von 15
°C/s erzielt.
[0023] An aus dem derart erzeugten Warmband B gewonnenen Proben B1 - B8 wurden Zugversuche
durchgeführt, deren Ergebnisse in Tabelle 3 angegeben sind:
Tabelle 3
| |
Reh [N/mm2] |
Rm [N/mm2] |
Reh/Rm |
A5 [%] |
A80 [%] |
| B1 |
767 |
899 |
85,3 |
15,5 |
15,4 |
| B2 |
771 |
893 |
86,3 |
18,1 |
18,1 |
| B3 |
783 |
916 |
85,5 |
15,8 |
15,8 |
| B4 |
796 |
875 |
91,0 |
18,5 |
18,0 |
| B5 |
784 |
872 |
89,9 |
19,0 |
18,4 |
| B6 |
792 |
871 |
90,9 |
19,9 |
19,3 |
| B7 |
794 |
890 |
89,1 |
19,9 |
19,2 |
| B8 |
776 |
871 |
89,0 |
18,6 |
18,1 |
[0024] Die Ergebnisse der an Proben B9 - B12 des Warmbands B ebenfalls durchgeführten Kerbschlagbiegeversuche
sind in Tabelle 4 angegeben:
Tabelle 4
| Probe |
Richtung |
Prüftemp. [K] |
Kv [J] |
| B9 |
Längs |
233 |
55,5 |
| B10 |
Quer |
233 |
36,2 |
| B11 |
Längs |
233 |
78,4 |
| B12 |
Quer |
233 |
37,4 |
[0025] Die durchgeführten Versuche bestätigten klar die hervorragenden mechanischen Eigenschaften
der erfindungsgemäß erzeugten Warmbänder A, B.
1. Verfahren zum Herstellen von Warmband oder -blech,
- bei dem ein mikrolegierter Stahl, welcher neben mindestens einem der Mikrolegierungselemente
V, Mo, Ti, Nb in folgenden Gehalten in Gewichts-% V: 0,08 - 0,12%, Mo: 0,1 - 0,2%,
Ti: 0,08 - 0,11%, Nb: 0,05 - 0,06%, folgende Elemente in Gew.-% enthält :
C: 0,05 - 0,12 %,
Si: 0,2 - 0,5 %,
Mn: 1,5 - 2,2 %,
Al: 0,02 - 0,05 %,
P: ≤ 0,025 %,
S: ≤ 0,01 %, sowie wahlweise eines oder mehrere der Elemente N, Cu, Ni, Sn, B und
As, Rest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen enthält, wobei die Summe der wahlweise
vorhandenen Elemente ≤ 0,1 Gew.-% beträgt, zu einem Vormaterial wie Brammen, Vorblöcke
oder Dünnbrammen, vergossen wird,
- bei dem das Vormaterial auf eine Temperatur von 1300 - 1350 °C erwärmt wird,
- bei dem das erwärmte Vormaterial mit einem Verformungsgrad von 36 % bis 43 % vorgewalzt
wird,
- bei dem das vorgewalzte Vormaterial thermomechanisch bei einer oberhalb der Ac3 - Temperatur liegenden Walzendtemperatur zu einem Warmband warmgewalzt wird,
- bei dem das Warmband mit einer Abkühlgeschwindigkeit von mindestens 15 °C/s auf
eine mindestens 590 °C und höchstens 630 °C betragende Haspeltemperatur gekühlt wird,
- mit der das abgekühlte Warmband schließlich gehaspelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Warmband oder -blech bei einer Dicke von mehr als 8 mm eine Mindeststreckgrenze
von 700 N/mm2 besitzt.
3. Verfahren nach Anspruche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stahl (in Gewichts-%)
C: 0, 06 - 0,08 %,
Si: 0,2 - 0,3 %,
Mn: 1,95 - 2,1 %,
Al: 0,02 - 0,05 %,
P: ≤ 0,02 %,
S: ≤ 0,005 %
enthält.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ti-Gehalt max. 0,1 Gewichts-% beträgt.
5. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stahl (in Gewichts-%)
C: 0,10 - 0,12 %,
Si: 0, 4 - 0,5 %,
Mn: 1,95 - 2,1 %,
Al: 0,02 - 0,05 %,
P: ≤ 0,02 %,
S: ≤ 0,005 %
enthält.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der Stahl mindestens eines der Mikrolegierungselemente V, Mo, Ti, Nb in folgenden
Gehalten (in Gewichts-%) enthält:
V: 0,08 - 0,10 %,
Mo: 0,1 - 0,2 %,
Ti: 0,09 - 0,11 %,
Nb: 0,05 - 0,06 %.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Warmband oder -blech bei einer Dicke von 13 mm eine Mindeststreckgrenze von 760
N/mm2 besitzt.
8. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Vormaterial Brammen verarbeitet werden und die Haltezeit während der Erwärmung
der Brammen mindestens 135 Minuten beträgt.
9. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß daß die Walzendtemperatur mindestens 840 °C beträgt.
10. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Haspeltemperatur mindestens 600 °C und höchstens 620 °C beträgt.
1. A method for producing hot strip or hot plate
- in which a microalloyed steel which, apart from at least one of the microalloying
elements V, Mo, Ti, Nb in the following contents (in weight %) V: 0,08 - 0,12 %, Mo:
0,1 - 0,2 %, Ti: 0,08 - 0,11 %, Nb: 0,05 - 0,06 % comprises the following elements
(in weight %)
C: 0.05 - 0.12 %;
Si: 0.2 - 0.5 %;
Mn: 1.5 - 2.2 %;
Al: 0.02 - 0.05 %;
P: ≤ 0.025 %;
S: ≤ 0.01 %
as well as optionally one or several of the elements N, Cu, Ni, Sn, B and As, with
the remainder being iron and unavoidable impurities, the total content of the optionally
present elements being ≤ 0,1 weight %, is cast to form a raw material such as slabs,
blooms, or thin slabs;
- in which the raw material is heated to a temperature of 1300 - 1350 °C;
- in which the heated raw material is rough rolled at a degree of deformation of 36
% to 43 %;
- in which the rough rolled raw material is thermomechanically hot rolled at a finish
roll temperature which exceeds the Ac3 temperature so as to form a hot strip;
- in which the hot strip is cooled at a cooling rate of at least 15 °C/s to a coiling
temperature of at least 590 °C and at most 630 °C;
- at which temperature the cooled hot strip is finally coiled.
2. The method according to claim 1, characterised in that at a thickness exceeding 8 mm, the hot strip or hot plate has a minimum yield point
of 700 N/mm2.
3. The method according to one of claims 1 or 2,
characterised in that the steel comprises (in weight %):
C: 0.06 - 0.08 %;
Si: 0.2 - 0.3 %;
Mn: 1.95 - 2.1 %;
Al: 0.02 - 0.05 %;
P: ≤ 0.02 %;
S: ≤ 0.005 %.
4. The method according to claim 3, characterised in that the Ti content does not exceed 0.1 weight %.
5. The method according to any one of claims 1 or 2,
characterised in that the steel comprises (in weight %):
C: 0.10 - 0.12 %;
Si: 0.4 - 0.5 %;
Mn: 1.95 - 2.1 %;
Al: 0.02 - 0.05 %;
S: ≤ 0.005 %.
6. The method according to claim 5,
characterised in that the steel comprises at least one of the microalloying elements V, Mo, Ti, Nb in the
following percentages (in weight %):
V: 0.08 - 0.10 %;
Mo: 0.1 - 0.2 %;
Ti: 0.09 - 0.11 %;
Nb: 0.05 - 0.06 %.
7. The method according to claim 5 or 6, characterised in that at a thickness of 13 mm, the hot strip or hot plate has a minimum yield point of
760 N/mm2.
8. The method according to any one of the preceding claims, characterised in that slabs are used as raw material, with the holding time during heating of the slabs
being at least 135 minutes.
9. The method according to any one of the preceding claims, characterised in that the final rolling temperature is at least 840 °C.
10. The method according to any one of the preceding claims, characterised in that the coiling temperature is at least 600 °C and at most 620 °C.
1. Procédé de fabrication de feuillards ou de tôles à chaud,
- dans lequel on coule un acier micro-allié qui, en plus d'au moins l'un des éléments
de micro-alliage V, Mo, Ti, Nb, dans les teneurs suivantes, en % en poids : V 0,08
à 0,12 %, Mo 0,1 à 0,2 %, Ti 0,08 à 0,11 %, Nb 0,05 à 0,06 %, contient les éléments
suivants en % en poids :
C: 0,05 - 0,12 %
Si: 0,2 - 0,5 %
Mn: 1,5 - 2,2 %
Al: 0,02 - 0,05 %
P: ≤ 0,025 %
S: ≤ 0,01 %,
ainsi que sélectivement, un ou plusieurs des éléments n, Cu, Ni, Sn, B et As, le
reste étant le fer et des impuretés inévitables, la somme des éléments facultativement
présents étant ≤ 0,1 % en poids, pour obtenir un pré-matériau qui présente par exemple
la forme de brames, de pré-blocs ou de brames minces,
- dans lequel le pré-matériau est chauffé à une température de 1 300 à 1 150°C,
- dans lequel le pré-matériau réchauffé est prélaminé à un taux de déformation de
36 % à 43 %,
- dans lequel le matériau prélaminé est laminé à chaud par voie thermomécanique en
un feuillard à chaud, la température finale de laminage étant située au-dessus de
la température Ac3,
- dans lequel le feuillard à chaud est refroidi à une vitesse de refroidissement d'au
moins 15°C/s jusqu'à une température de bobinage qui vaut au moins 590°C et au plus
630°C et
- le feuillard à chaud refroidi est enfin bobiné.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le feuillard ou la tôle à chaud possèdent une limite d'allongement minimale de 700
N/mm2 pour une épaisseur à 8 mm.
3. Procédé selon les revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'acier contient (en % en poids) :
C: 0,06 - 008 %
Si: 0,2 - 0,3 %
Mn: 1,95 - 2,1 %
Al: 0,02 - 0,05 %
P: ≤ 0,02 %
S: ≤ 0,005 %.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la teneur en Ti est d'au plus 0,1 % en poids.
5. Procédé selon les revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'acier contient (en % en poids) :
C: 0,10 - 0,12 %
Si: 0,4 - 0,5 %
Mn: 1,95 - 2,1 %
Al: 0,02 - 0,05 %
P: ≤ 0,02 %
S: ≤ 0,005 %,
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce que l'acier contient l'un au moins des éléments de micro-alliage V, Mo, T, Nb aux teneurs
suivantes (en % en poids):
V: 0,08 - 0,10 %
Mo: 0,1 - 0,2 %
Ti: 0,09 - 0,11 %
Nb: 0,05 - 0,06 %
7. Procédé selon les revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que le feuillard ou la tôle à chaud possèdent une limite d'allongement minimum de 760
N/mm2 pour une épaisseur de 13 mm.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que comme pré-matériau, on traite des brames, et la durée de maintien des brames en préchauffage
est au moins 135 minutes.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la température finale de laminage est d'au moins 840°C.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la température de bobinage est d'au moins 600°C et d'au plus 620°C.