[0001] Die Erfindung betrifft eine Siebvorrichtung mit einem ersten Schwingkörper, welcher
mit ersten Querträgern versehen ist, und einem zweiten Schwingkörper, welcher mit
zweiten Querträgern versehen ist, welche erste und zweite Querträger alternierend
angeordnet sind und Einspannvorrichtungen aufweisen, sodaß elastische Siebbeläge zwischen
je einem ersten und je einem zweiten Querträger einspannbar sind, und einer Antriebseinheit,
welche mit dem ersten Schwingkörper direkt gekoppelt ist und über welche der erste
Schwingungskörper zwangsgeführt ist, sodaß die eingespannten elastischen Siebbeläge
zwischen einer gestreckten und einer gestauchten Lage hin- und herbewegt werden.
[0002] Eine solche Siebvorrichtung, wie sie etwa in der
AT 379 088 B gezeigt ist, verhindert durch die Erzeugung von Schwingungen in den Siebbelägen ein
sonst mit der Zeit erfolgendes Zuwachsen der Sieblöcher durch das zu siebende Gut.
Die zu einer Siebbahn aneinandergereihten Siebbeläge wechseln dabei periodisch zwischen
der gestreckten und der gestauchten Lage hin und her und bewirken dabei eine außerordentliche
hohe Beschleunigung des Siebgutes in vertikaler Richtung, die dafür sorgt, daß die
Siebbeläge auch bei hoher Materialfeuchtigkeit und langer Siebdauer ständig von Ablagerungen
freigehalten werden. Zur Erzeugung der Siebschwingung wird eine den ersten Schwingungskörper
ausbildende Tragkonstruktion mit ersten Querträgern durch eine Antriebseinheit zu
kreisförmigen Bewegungen angeregt, wobei die Tragkonstruktion mit einem Masseteil,
welcher den zweiten Schwingungskörper ausbildet und mit zweiten Querträgern versehen
ist, über ein Federelement verbunden ist. Durch diese elastische Kopplung von Tragkonstruktion
und Masseteil kommt eine phasenverschobene Bewegung derselben zustande, aufgrund der
die jeweils zwischen ersten und zweiten Querträgern eingespannten Siebbeläge abwechselnd
gestreckt und gestaucht werden. Es hängt die Schwingungsamplitude der Siebbeläge aber
aufgrund der Federelementkopplung zwischen der Tragkonstruktion und dem Masseteil
sehr stark von der Beladung durch Siebgut ab, sodaß die Siebgenauigkeit stark mit
der auf den Siebbelägen vorhandenen Siebgutmasse variiert.
[0003] Weiters ist bei der erfindungsgemäßen Siebvorrichtung der zweite Schwingkörper gegenüber
dem ersten Schwingkörper mittels einer Exzenterwelle zwangsgeführt und es sind der
erste Schwingkörper und der zweite Schwingkörper durch zumindest ein elastisches Kopplungselement
miteinander verbunden, das den ersten und den zweiten Schwingkörper im wesentlichen
entlang einer Kopplungs-Achse elastisch schwingungskoppelt.
[0005] Dadurch, dass der zweite Schwingkörper gegenüber dem ersten Schwingkörper zwangsgeführt
ist, bleibt die Amplitude der Siebschwingung weitgehend unabhängig von der Höhe der
Siebbeladung, und ermöglicht ein von äusseren Einwirkungen unbeeinflusstes Siebergebnis
und ein wirkungsvolles Sieben, insbesondere von siebschwierigem Siebgut bei einfachem
und kompaktem Aufbau der Siebvorrichtung.
[0006] Es wirkt daher jedes Antriebsdrehmoment, welches auf den ersten Schwingkörper ausgeübt
wird, immer in Bezug auf den zweiten Schwingkörper, weswegen die Bewegungsamplitude
unabhängig von der Beladung im wesentlichen konstant bleibt.
[0007] Bei herkömmlichen Siebvorrichtungen erfolgt eine Kopplung des ersten und des zweiten
Schwingkörpers durch ein elastisches Kopplungselement, um die Bewegung des ersten
Schwingkörpers zum phasenverschobenen Antrieb des zweiten Schwingkörpers zu verwenden.
Die dabei verwendeten schubelastischen Kopplungselemente sind aber nur für eine Schwingungsbelastung
in einer Richtung ausgelegt, und sind daher für die Aufnahme von Bewegungen, die auch
ausserhalb dieser Kopplungs-Achse verlaufen, wie dies bei kreisförmigen Bewegungen
der Fall ist, nicht geeignet. Derartige bekannte Kopplungselemente halten einer solchen
Belastung nicht stand.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist daher, eine Siebvorrichtung der vorstehend genannten Art
anzugeben, mit der auch elastische Kopplungen zwischen zwei Schwingkörpern möglich
sind, deren Relativbewegungen über eine lineare Bewegung hinausgehen. Erfindungsgemäss
wird dies dadurch erreicht, dass das zumindest eine elastische Kopplungselement den
ersten und den zweiten Schwingkörper entlang zumindest einer weiteren Kopplungs-Achse
elastisch schwingungskoppelt.
[0009] Auf diese Weise können alle Bewegungen in der durch die beiden Kopplungs-Achsen aufgespannten
Ebene vom elastischen Kopplungselement aufgenommen, gespeichert und wiederum abgegeben
werden, was insbesondere für eine kreisförmige Relativbewegung von Vorteil ist. Durch
Kopplung der beiden Schwingkörper miteinander über ein erfindungsgemässes zumindest
zweiachsiges, elastisches Kopplungselement können die kreisförmigen Relativbewegungen
zwischen den Schwingkörpern in geeigneter Weise aufeinander abgestimmt werden.
[0010] Eine einfache Bauform des erfindungsgemässen Kopplungselements kann erzielt werden,
wenn die weitere Kopplungs-Achse normal zur Kopplungs-Achse orientiert ist.
[0011] Eine mögliche Ausführungsform des erfindungsgemässen Kopplungselements kann nun darin
bestehen, dass das zumindest eine elastische Kopplungselement eine Blattfeder und
zwei schubelastische Elemente umfasst, wobei die zwei schubelastischen Elemente an
einem Ende der Blattfeder und an gegenüberliegenden Seiten derselben mit dieser und
mit einer der Aussenwangen des ersten Schwingkörpers verbunden sind und das andere
Ende der Blattfeder mit einer der Innenwangen des zweiten Schwingkörpers verbunden
ist oder umgekehrt. Bewegungen normal zur Blattfederachse werden von dieser ausgeglichen
während Bewegungen entlang der Blattfederachse von den am Blattfederende angebrachten
schubelastischen Elementen einen Ausgleich erfahren.
[0012] Eine sehr günstige Bewegungskopplung für kreisförmige Relativbewegungen lässt sich
erreichen, wenn das zumindest eine elastische Kopplungselement ein ringförmiges, elastisches
Element umfasst, das an seinem Aussenumfang von einer dem Ringaussendurchmesser angepassten,
hohlzylindrischen Halterung umgeben ist und in seinen Innenumfang ein an den Ringinnendurchmesser
angepasstes zylindrisches Konsolelement eingreift, wobei die hohlzylindrische Halterung
mit einer der Aussenwangen des ersten Schwingkörpers und das zylindrische Konsolelement
mit einer der Innenwangen des zweiten Schwingkörpers oder umgekehrt verbunden ist.
Um die Kopplung der beiden Schwingkörper bei grösstmöglicher Lebensdauer des elastischen
Elements zu verbessern, kann das ringförmige, elastische Element als Zylinderring
ausgebildet sein, dessen Dicke zwischen dem Ringinnendurchmesser und dem Ringaussendurchmesser
eine Einschnürung aufweist, wobei das Verhältnis von Ringaussendurchmesser zu Ringinnendurchmesser
grösser als 2,5 beträgt. Mit Hilfe der Einschnürung kann die Federsteifigkeit beeinflusst
werden.
[0013] In weiterer Ausbildung kann das zumindest eine elastische Kopplungselement ein Aussenkonsolelement
und ein in dieses ragendes, koaxial angeordnetes Innenkonsolelement umfassen, wobei
parallel zu der Kopplungs-Achse und parallel zu der dazu normalen weiteren Kopplungs-Achse
des elastischen Kopplungselements Zugund Druckfedern zwischen gegenüberliegenden Flächen
des Innen- und Aussenkonsolelements angeordnet sind. Die Verwendung von nur zwei Konsolelementen
und den zwischen diesen eingespannten Federn ermöglicht eine technisch einfache und
kostengünstige Realisierung.
[0014] Schliesslich kann eine weitere Ausgestaltung der Erfindung darin bestehen, dass das
zumindest eine elastische Kopplungselement einen Konsolwinkel und einen diesen umschliessenden
Zwischenrahmen umfasst, wobei schubelastische Elemente entlang der Kopplungs-Achse
des elastischen Kopplungselements zwischen gegenüberliegenden Flächen des Konsolwinkels
und des Zwischenrahmens angeordnet sind, und weitere schubelastische Elemente entlang
der weiteren Kopplungs-Achse des elastischen Kopplungselements zwischen gegenüberliegenden
Flächen des Zwischenrahmens und ausserhalb des Zwischenrahmens positionierten Stützwinkeln
angeordnet sind, und dass der Konsolwinkel mit einer der Innenwangen des zweiten Schwingkörpers
und die Stützwinkel mit einer der Aussenwangen des ersten Schwingkörpers verbunden
sind.
[0015] Konsolwinkel, Zwischenrahmen und Stützwinkel ermöglichen die Einspannung der schubelastischen
Elemente auf wirkungsvolle Weise entlang der beiden Kopplungs-Achse. Die Verwendung
von schubelastischen Elementen ergibt eine sehr robuste und zuverlässige Kopplung
zwischen den beiden Schwingkörpern.
[0016] Eine technisch einfach zu verwirklichende Form der Antriebseinheit kann in Weiterbildung
der Erfindung durch eine Rotations-Antriebseinheit, vorzugsweise durch einen Motor
gebildet sein.
[0017] Dabei kann vorgesehen sein, dass die Antriebswelle des Motors mit einer Exzenter-Welle
verbunden ist, und dass die Exzenter-Welle zumindest einen eine Exzenter-Kurbel umfassenden
Einfach-Exzenter aufweist, und dass die Exzenter-Kurbel mit dem ersten Schwingkörper
gekoppelt ist und die Exzenter-Welle im zweiten Schwingkörper geführt ist. Ein Einfach-Exzenter
kann relativ schmal aufgebaut werden, wodurch die Gesamtbreite der erfindungsgemässen
Vorrichtung klein gehalten werden kann. Ein Lagertausch kann auf einfache Weise durchgeführt
werden, dafür ist der Lagerdurchmesser relativ gross und erfordert entsprechend grosse
Ausnehmungen.
[0018] Eine alternative Ausführungsform der Erfindung kann darin bestehen, dass weiters
der zweite Schwingkörper mit der Antriebseinheit oder einer anderen Antriebseinheit
direkt gekoppelt und über diese zwangsgeführt ist.
[0019] Es wird somit in beide Schwingkörper Bewegungsgrösse und Bewegungsrichtung eingeleitet,
wodurch sowohl der erste als auch der zweite Schwingungskörper zueinander zwangsgeführt
sind und die Siebschwingungsamplitude damit auch bei ansteigender Beladung der Siebbeläge
annähernd konstant bleibt. Eine Veränderung der Siebqualität ist daher auch bei wechselnden
äusseren Verhältnissen und Einflüssen nicht festzustellen.
[0020] Die für den Siebvorgang erforderliche Zwangsführung der beiden Schwingkörper kann
gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung dadurch erzeugt werden, dass die
Antriebswelle des Motors mit einer Exzenter-Welle verbunden ist, die sowohl mit dem
ersten als auch dem zweiten Schwingkörper direkt gekoppelt ist. Dadurch können beide
Schwingkörper über eine gemeinsame Antriebswelle angetrieben werden, sodass das Vorsehen
einer weiteren Antriebseinheit nicht notwendig ist.
[0021] Zur Erzielung einer erhöhten Relativbewegung zwischen dem ersten und dem zweiten
Schwingkörper kann die Exzenter-Welle zumindest einen aus einer ersten und einer zweiten
Exzenterkurbel zusammengesetzten Doppel-Exzenter aufweisen, wobei die erste Exzenterkurbel
mit dem ersten Schwingkörper und die zweite Exzenterkurbel mit dem zweiten Schwingkörper
gekoppelt ist. Mit Hilfe des Doppel-Exzenters sind die kreisförmigen Bewegungen der
beiden Schwingkörper so zueinander versetzt, dass die mit diesen verbundenen Querträger
die Siebschwingung der Siebbeläge in geeigneter Weise hervorrufen. Die Verwendung
eines Doppel-Exzenters bringt gegenüber einem Einfach-Exzenter geringere Durchmesserdimensionen,
ein Lagerwechsel ist allerdings aufwendiger. Einfach-Exzenter und Doppel-Exzenter
bewirken aber die gleiche Relativbewegung zwischen den beiden Schwingkörpern.
[0022] Um die Schwingungsamplitude der Siebbeläge und damit die Belagsdehnung und Beschleunigung
des Siebgutes verändern zu können, kann in weiterer Ausbildung der Erfindung die Exzentrizität
e des zumindest einen Einfach-Exzenters bzw. Doppel-Exzenters in einem vorbestimmten
Bereich einstellbar sein.
[0023] Wenn die erste und die zweite Exzenterkurbel des Doppelexzenters relativ zur Exzenter-Welle
um 180° versetzt sind, so kann die Relativbewegung zwischen den beiden Schwingkörpern
maximiert werden. Es kann aber, falls erforderlich ein anderer Wert der Versetzung
zwischen den Exzenterkurbeln gewählt werden.
[0024] Eine weitere Variante der Erfindung kann darin bestehen, dass der zweite Schwingkörper
innerhalb des ersten Schwingkörpers angeordnet ist. Durch den Wegfall von sonst erforderlichen
Durchbrüchen für Querträgerdurchführungen ist die staub- und wasserdichte Ausführung
der erfindungsgemässen Siebvorrichtung gewährleistet.
[0025] Es stellt eine vorteilhafte Fortbildung der Erfindung dar, wenn der erste Schwingkörper
durch zwei parallele Aussenwangen gebildet ist, die durch die ersten Querträger miteinander
verbunden sind, und der zweite Schwingkörper durch zwei innerhalb der parallelen Aussenwangen
angeordneten, parallelen Innenwangen gebildet ist, die durch die zweiten Querträger
miteinander verbunden sind und die ihrerseits parallel zu den beiden Aussenwangen
angeordnet sind. Damit ist die Erregung des ersten und zweiten Schwingkörpers durch
eine allein auf einer Seite positionierte Antriebseinheit möglich.
[0026] Um Ausnehmungen für den Bewegungshub der zweiten Querträger in den Aussenwangen des
ersten Schwingkörpers zu vermeiden, können die Oberkanten der beiden Innenwangen gemäss
einer weiteren Ausbildung der Erfindung jeweils abgewinkelt sein, und die zweiten
Querträger auf den abgewinkelten Oberkanten aufliegen.
[0027] Da beide Schwingkörper bei Ankopplung über Doppel-Exzenter direkt an die Antriebseinheit
angekoppelt sind und eine möglichst zentrale Einleitung der Antriebsdrehmomente vorteilhaft
ist, kann eine Weiterbildung der Erfindung darin bestehen, dass die Exzenter-Welle
sich normal zu den beiden Aussenwangen und den beiden Innenwangen durch diese hindurch
erstreckt und zwei Doppel-Exzenter aufweist, wobei die ersten Kurbeln der Doppel-Exzenter
in ersten Lagern der Aussenwangen und die zweiten Kurbeln der Doppel-Exzenter in zweiten
Lagern der Innenwangen aufgenommen sind.
[0028] In besonders bevorzugter Weise erfolgt die Einleitung des Antriebsdrehmoments ungefähr
im Massenschwerpunkt der erfindungsgemässen Vorrichtung, wobei die Exzenter-Welle
mit den beiden Doppel-Exzentern ungefähr in Längsmitte und auf halber Höhe der Siebvorrichtung
quer zur Längserstreckung derselben verläuft.
[0029] Eine konstruktiv einfache und dennoch wirkungsvolle Lagerung des ersten Schwingkörpers
kann dadurch erreicht werden, dass die beiden Aussenwangen des ersten Schwingkörpers
durch Stützfeder-Elemente gegenüber dem Untergrund abgestützt sind.
[0030] Der Aufgabebereich jeder Siebvorrichtung ist einer starken Belastung durch das von
oben zugeführte Siebgut unterworfen, die eine sehr grosse Abnutzung des Siebbelages
zur Folge hat, die zu einer Verschlechterung der Siebgüte führt. Um dem abzuhelfen,
kann gemäss einer Variante der Erfindung im Aufgabebereich eine zumindest bereichsweise
ungelochte, vorzugsweise konkav gekrümmte Aufgabefläche vorgesehen sein, an welche
die in die alternierend angeordneten Querträger des ersten und zweiten Schwingkörpers
eingespannten Siebbeläge unmittelbar angrenzen. Damit ist der vom Aufprall des aus
einer Schüttvorrichtung zugeführten Siebgutes betroffene Teil der Siebvorrichtung
nicht am Aussiebungsprozess beteiligt, weshalb dieser Bereich das Siebergebnis nicht
negativ beeinflussen kann.
[0031] Es kann dabei die gleiche Einspanntechnik für die Realisierung der ungelochten Aufgabefläche
Verwendung finden wie für die gelochten Siebbeläge, insbesondere kann der erste Schwingkörper
im Aufgabebereich zumindest zwei Aufgabe-Querträger aufweisen, zwischen denen ein
oder mehrere Beläge, vorzugsweise ungelochte Siebbeläge einspannbar sind, welche die
Aufgabefläche ausbilden.
[0032] Auch der Abgabebereich ist einer erhöhten mechanischen Beanspruchung unterworfen,
weshalb es vorteilhaft ist, wenn im Abgabebereich eine im wesentlichen waagrechte
Stützfläche ausgebildet ist, auf der sich ein einseitig in einem der Querträger des
ersten Schwingkörpers eingespannter Siebbelag erstreckt.
[0033] Nachfolgend wird die Erfindung anhand des in den beigeschlossenen Zeichnungen dargestellten
Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt dabei
Fig.1 einen Aufriss einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Siebvorrichtung;
Fig.2 einen Seitenriss der in Fig.1 gezeigten Siebvorrichtung;
Fig.3 einen schematischen Aufriss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung;
Fig.4 einen schematischen Seitenriss der in Fig.3 gezeigten Siebvorrichtung;
Fig.5 einen schematischen Grundriss der in Fig.3 gezeigten Siebvorrichtung;
Fig.6 ein Detail des Aufgabebereiches der Vorrichtung gemäss Fig.3 im Längsschnitt;
Fig.7 einen Grundriss des Details nach Fig.6;
Fig.8 ein Detail des Abgabebereiches der Vorrichtung gemäss Fig.3;
Fig.9 einen Grundriss des Details nach Fig.8;
Fig.10 eine vergrösserte Darstellung eines Querschnitts durch einen Querträger der
Vorrichtung nach Fig.3;
Fig.11 einen Grundriss der Darstellung in Fig.10;
Fig.12 ein Detail der Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung nach Fig.3
im Aufriss;
Fig.13 einen Seitenriss des Details nach Fig.12;
Fig.14 einen Aufriss eines Details der Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung
nach Fig.1;
Fig.15 einen Querschnitt des Details nach Fig.14;
Fig.16 einen Aufriß eines Details einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
Fig.17 einen Seitenriß des Details nach Fig.16;
Fig.18 einen Aufriß eines Details einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung;
Fig.19 einen Seitenriß des Details nach Fig. 18;
Fig. 20 ein Detail einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
und
Fig. 21 ein Detail einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0034] Die in den Fig.3, 4 und 5 gezeigte Siebvorrichtung weist einen ersten Schwingkörper
1 mit ersten Querträgern 8 und einen zweiten Schwingkörper 2 mit zweiten Querträgern
9 auf, welche im Betrieb eine aus mehreren Siebbelägen 21 gebildete Siebbahn in Schwingungen
versetzen.
[0035] Um die elastischen Siebbeläge 21 (strichliert gezeichnet) zwischen je einem ersten
8 und je einem zweiten Querträger 9 einspannen zu können, sind diese alternierend
mit gleichen Abständen zueinander angeordnet und mit Einspannvorrichtungen 23 versehen,
wie dies in den Fig.10 und 11 im Detail dargestellt ist. In einen, aus einem Metallprofil
24 gebildeten Querträger 8, 9 mit der Einspannvorrichtung 23 werden jeweils zwei Siebbeläge
21 mit ihren dafür ausgestatteten Enden eingehängt und durch Eintreiben einer Keilleiste
22 jeweils formschlüssig fixiert.
[0036] Durch dichtendes Aneinanderreihen von mehreren Siebbelägen 21 auf den Querträgern
8, 9 entsteht die durch die Siebvorrichtung sich erstreckende Siebbahn, entlang der
das Siebgut während des Siebprozesses vom Aufgabebereich 17 zum Abgabebereich 18 bewegt
wird. Während dieser Bewegung findet eine Trennung zwischen dem Überkorn, das am Ende
der Siebbahn über den Abgabebereich 18 abgeführt wird und dem Feinkorn statt, welches
durch die Lochung der Siebbeläge 21 hindurch auf die darunterliegende Ebene gelangt
und von dort weiterbewegt wird.
[0037] Eine Antriebseinheit, die durch eine Rotations-Antriebseinheit, vorzugsweise einen
Motor 3 gebildet ist, ist direkt mit dem ersten Schwingkörper 1 gekoppelt.
[0038] Erfindungsgemäß ist nun der zweite Schwingkörper 2 gegenüber dem ersten Schwingkörper
1 zwangsgeführt. Jedes auf den ersten Schwingkörper 1 wirkende Drehmoment ist immer
auf den zweiten Schwingkörper 2 bezogen, weshalb im Betrieb die Schwingungsamplitude
der Siebbeläge weitgehend konstant gehalten werden können.
[0039] Ein Antriebsform dieser Art ist in Fig.20 als Detail gezeigt, der übrige Teil der
Vorrichtung entspricht jener der Fig.3, 4 und 5. Die Antriebswelle 13 des Motors 3
ist mit einer Exzenter-Welle 6 verbunden, welche zumindest einen eine Exzenter-Kurbel
33 umfassenden Einfach-Exzenter aufweist, die über ein Lager 35 mit dem ersten Schwingkörper
1 gekoppelt ist. Die Exzenter-Welle 6 ist hingegen in einem Lager 36 des zweiten Schwingkörpers
2 geführt, sodaß das auf den ersten Schwingkörper 1 wirkende Drehmoment entsprechend
gegenüber dem zweiten Schwingkörper 2 ausgeübt wird.
[0040] Fig.21 zeigt die Umkehrung des in Fig.20 gezeigten Antriebsprinzips, welche ebenfalls
unter den Schutzunmfang der Erfindung fällt, wobei die Exzenter-Kurbel 33 über das
Lager 36 mit dem zweiten Schwingkörper 2 gekoppelt ist und die Exzenter-Welle 6 im
Lager 35 des ersten Schwingkörpers 1 geführt ist.
[0041] Bei dem in Fig.3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung
kommt ein Doppel-Exzenter zur Anwendung, wobei der zweite Schwingkörper 2 mit der
Antriebseinheit, dem Motor 3 direkt gekoppelt und über diesen zwangsgeführt ist. Alternativ
dazu kann der zweite Schwingkörper 2 auch über eine andere Antriebseinheit zwangsgeführt
sein, ein Bewegen der beiden Schwingkörper 1, 2 über eine gemeinsame Antriebseinheit
3 ist aber weniger aufwendig und ergibt ein besseres Schwingverhalten der Siebvorrichtung.
[0042] Aus der zwangsgeführten Bewegung des ersten Schwingkörpers 1 und des zweiten Schwingkörpers
2 werden die in den ersten 8 und zweiten Querträgern 9 eingespannten Siebbeläge 21
periodisch zwischen einer gestreckten und einer gestauchten Lage hinund herbewegt,
woraus sich die Siebschwingung ergibt, welche sicherstellt, daß die Löcher der Siebbeläge
21 durch das Siebgut nicht verlegt werden. In Fig.3 ist der Zustand der maximalen
vertikalen Auslenkung der Querträger 8 und 9 dargestellt. Die Art der Perforierung
der Siebbeläge 21 kann im Rahmen der Erfindung beliebig variieren.
[0043] Als Antriebseinheit für die erfindungsgemäße Siebvorrichtung können elektrische oder
hydraulische Motoren eingesetzt werden, die bevorzugte Betriebsfrequenz der erfindungsgemäßen
Siebvorrichtung wird bei einer Umdrehungszahl des Motors 3 im Bereich von 400 bis
1000 U/min erreicht.
[0044] Die Antriebswelle 13 des Motors 3 ist in Fig.3 und 4 mit der Exzenter-Welle 6 verbunden,
die sowohl mit dem ersten 1 als auch dem zweiten Schwingkörper 2 direkt gekoppelt
ist. Durch die Anordnung des zweiten Schwingkörpers 2 innerhalb des ersten Schwingkörpers
1 sind keine zusätzlichen Öffnungen für die Querträgerdurchführungen erforderlich
und es ist daher eine staub- und wasserdichte Ausführung der erfindungsgemäßen Siebvorrichtung
möglich.
[0045] Vorzugsweise ist der erste Schwingkörper 1 durch zwei parallele Außenwangen 11, die
durch die ersten Querträger 8 miteinander verbunden sind, und der zweite Schwingkörper
2 durch zwei innerhalb der parallelen Außenwangen 11 angeordnete, parallele Innenwangen
12 gebildet, die durch die zweiten Querträger 9 miteinander verbunden sind und die
ihrerseits parallel zu den beiden Außenwangen 11 angeordnet sind. Dadurch können der
erste 1 und der zweite Schwingkörper 2 parallele Drehbewegungen ausführen, sodaß eine
geeignete Streck- und Stauchbewegung der einzeln eingespannten Siebbeläge 21, die
aus Kunststoff, Gummi oder einem ähnlichen Material hergestellt sein können, hervorgerufen
werden kann, wodurch höchste Beschleunigungen von den Siebbelägen 21 auf das Siebgut
übertragen werden können.
[0046] Da beide Schwingkörper 1, 2 direkt angetrieben sind, bleibt die Amplitude des Schwingungsvorganges,
welche die Siebbeläge 21 ausführen, von der Beladung durch Siebgut und von dessen
Zustand weitgehend unabhängig konstant.
[0047] Eine Besonderheit der Konstruktion der in den Fig.3, 4 und 5 dargestellten Vorrichtung
ist durch die Anbringung der ersten und zweiten Querträger 8, 9 gegeben. Während die
ersten Querträger 8 mit ihrer Stirnseite stumpf an der Innenseite der Außenwangen
11 mit diesen verbunden sind, liegen die zweiten Querträger 9 auf den abgewinkelten
Oberkanten der beiden Innenwangen 12 auf und sind durch Querbleche mit der Innenseite
der Innenwangen 12 verbunden. Dadurch wird der Aufbau der Innenwangen 12 insofern
vereinfacht, weil in diesen keine Ausnehmungen für den Bewegungshub der ersten Querträger
8 vorgesehen sein müssen.
[0048] Die Exzenter-Welle 6 erstreckt sich normal zu den beiden Außenwangen 11 und den beiden
Innenwangen 12 durch diese hindurch und weist zwei Doppel-Exzenter 4, 5 mit ersten
Kurbeln 30 und zweiten Kurbeln 31 auf, die mit dem ersten bzw. dem zweiten Schwingkörper
1, 2 gekoppelt sind. Es kann jede andere mechanisch gleichwertige Anordnung gewählt
werden, die den gleichen Zweck erfüllt. Die ersten Kurbeln 30 der Doppel-Exzenter
4, 5 sind in ersten Lagern 35 der Außenwangen 11 und die zweiten Kurbeln 31 der Doppel-Exzenter
4, 5 in zweiten Lagern 36 der Innenwangen 12 aufgenommen.
[0049] Die mit beiden Schwingkörpern 1, 2 verbundenen Doppel-Exzenter 4, 5 leiten in diese
jeweils eine kreisförmige, zwangsgeführte Bewegung ein. Bevorzugt sind die erste 30
und die zweite Exzenterkurbel 31 relativ zur Exzenter-Welle 6 um 180° versetzt. Diese
Versetzung, die im Rahmen der Erfindung auch einen anderen Wert annehmen kann, bewirkt
im Betriebszustand der erfindungsgemäßen Siebvorrichtung eine erhöhte Relativbewegung
bzw. Amplitude der Schwingkörper 1, 2. Pro Umdrehung der Exzenter-Welle 6 kommt es
je einmal zum Stauchen und Strecken der Siebbeläge 21. Dieser Vorgang bewirkt den
sogenannten Trampolin-Effekt, durch den Beschleunigungswerte bis zu 55g auf das Siebgut
übertragen werden. Aus den erreichten Beschleunigungen können Meßgrößen für die Siebleistung
und die Siebgüte abgeleitet werden.
[0050] Weiters kann vorgesehen sein, daß die Exzentrizität e (Fig.4) der Doppel-Exzenter
4, 5 in einem vorbestimmten Bereich einstellbar ist, indem die Doppel-Exzenter 4,
5 als austauschbare Buchsen auf der Exzenter-Welle 6 anbringbar sind. Ein beispielhafter
Wert aus der Praxis für die Exzentrizität ist e =15mm. Dieser hängt im wesentlichen
von der erforderlichen Siebbelagdehnung und der gewählten Belagdicke sowie von den
Eigenschaften des Siebgutes ab. Über die Exzentrizität e und die Versetzung der Exzenterkurbeln
sowie über die Antriebsdrehzahl des Motors 3 kann der Betriebspunkt der erfindungsgemäßen
Vorrichtung nach Bedarf eingestellt werden. Die richtige Wahl der Frequenz und der
Schwingamplitude der Siebschwingung ist entscheidend für die Qualität des Siebergebnisses.
[0051] Auch bei der Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Fig. 20 und
21 kann die Exzentrizität e1 variiert werden, die Verwendung des Einfach-Exzenters
ergibt eine schmälere Bauform, erfordert aber einen größeren Lagerdurchmesser als
bei einem Doppel-Exzenter.
[0052] Es können auch mehrere Exzenterwellen zum Antrieb des ersten und des zweiten Schwingkörpers
1, 2 vorgesehen sein, es hat sich aber herausgestellt, daß eine ungefähr durch den
Schwerpunkt hindurchverlaufende Exzenter-Welle 6 keine oder nur wenige störende Schwingungsresonanzen
hervorruft. Die Exzenter-Welle 6 verläuft daher vorzugsweise mit den beiden Doppel-Exzentern
4, 5 ungefähr in Längsmitte und auf halber Höhe der Siebvorrichtung quer zur Längserstreckung
derselben.
[0053] Die beiden Außenwangen 11 des ersten Schwingkörpers 1 sind durch Stützfeder-Elemente
20 gegenüber dem Untergrund abgestützt, welche die Schwingungsbewegung des ersten
Schwingkörpers 1 aufnehmen.
[0054] Da die Siebbeläge im Aufgabebereich einer herkömmlichen Siebvorrichtung gewöhnlicherweise
einer starken Belastung ausgesetzt sind, ist bei der in Fig.3, 4 und 5 gezeigten Ausführungsform
im Aufgabebereich 17 eine zumindest bereichsweise ungelochte, vorzugsweise konkav
gekrümmte Aufgabefläche 39 vorgesehen, an welche die in die alternierend angeordneten
Querträger 8, 9 des ersten 1 und zweiten Schwingkörpers 2 eingespannten Siebbeläge
21 unmittelbar angrenzen, wie aus Fig.6 hervorgeht. Durch die konkave Gestalt der
Aufgabefläche 39 wird das von oben zugeführte Siebgut (Pfeil 16) in Richtung der Siebbeläge
21 bewegt. Um ein Verlegen bzw. Zuwachsen von Sieblöchern in diesem stark beanspruchten
Teil der Vorrichtung zu vermeiden, wird die Aufgabefläche 39 ungelocht ausgeführt.
Der erste Schwingkörper 1 weist zu diesem Zweck im Aufgabebereich 17 zumindest zwei
Aufgabe-Querträger 15 (Fig.6, 7) auf, zwischen denen ein oder mehrere Beläge, vorzugsweise
ungelochte Siebbeläge 22 einspannbar sind, welche die Aufgabefläche 39 ausbilden.
Eine Augabefläche der vorstehend erläuterten Art ist zwar in den Zeichnungen im Zusammenhang
mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben, sie kann aber für jede andere Siebvorrichtung
ebenso Verwendung finden.
[0055] Am gegenüberliegenden Ende der erfindungsgemäßen Siebvorrichtung befindet sich, wie
in Fig.8 und 9 im Detail dargestellt, der Abgabebereich 18, in dem eine im wesentlichen
waagrechte Stützfläche 26 ausgebildet ist, auf der sich ein einseitig in einem der
Querträger 8 des ersten Schwingkörpers 1 eingespannter Siebbelag 27 erstreckt, über
welchen das im Siebprozeß verbliebene Überkorn in Richtung des Pfeils 28 abtransportiert
wird.
[0056] Fig.1 und 2 zeigen eine Ausführungsform, bei der die gesamte erfindungsgemäße Siebvorrichtung
durch Stützträger 38 in Schräglage gehalten ist, um die Fortbewegung des Siebgutes
vom Aufgabebereich 17 durch die Siebvorrichtung in Richtung zum Abgabebereich 18 zu
fördern. Der Motor 3 ist dabei auf einem Traggerüst 39 in einer erhöhten Stellung
gegenüber dem Untergrund positioniert.
[0057] Die Realisierung eines definierten Bewegungsablaufes des zweiten Schwingkörpers 2,
der nur über die Wellenlagerung verankert ist, ist durch eine Kopplung des ersten
und zweiten Schwingkörpers 1, 2 über ein oder mehrere elastische Kopplungselemente
70, 71, 72, 73, wie in den Fig.12 bis 19 beispielhaft dargestellt, gewährleistet.
Unter Zugrundelegung der Betriebsfrequenz und Schwingmassen wird die Federkonstante
der Kopplungselemente definiert. Durch eine optimale Abstimmung der Federkonstante
kann die im Betriebszustand auftretende Lagerbelastung auf ein Minimum reduziert werden.
[0058] Die Ankopplung des zweiten Schwingkörpers 2 an den ersten Schwingkörper 1 durch das
elastische Kopplungselement 70, 71, 72, 73 bewirkt, daß die aus den Schwingkörperbewegungen
resultierenden Kräfte aufgenommen, gespeichert und wiederum an die Schwingkörper 1,
2 abgegeben werden, was zur Minimierung der Antriebskräfte genutzt wird.
[0059] Erfindungsgemäß ist der erste und der zweite Schwingkörper 1, 2 durch das elastische
Kopplungselement 70, 71, 72, 73, wie es in den Fig.12 bis 19 dargestellt ist, entlang
einer Kopplungs-Achse 107 und entlang zumindest einer weiteren Kopplungs-Achse 108
elastisch schwingungskoppelt .
[0060] Durch die zwei Kopplungs-Achsen 107, 108 des elastischen Kopplungselements 70, 71,
72, 73 können, unabhängig davon ob Einfach- oder Doppel-Exzenter Anwendung finden,
alle bei den kreisförmigen Bewegungen des ersten 1 und des zweiten Schwingkörpers
2 auftretenden Bewegungskomponenten, unter der Voraussetzung, daß diese beiden Achsen
107, 108 normal auf die Exzenter-Welle 6 stehen, vom elastischen Kopplungselement
70, 71, 72, 73 aufgenommen werden.
[0061] In der Ausführungsform gemäß Fig.4 sind in den Zwischenräumen zwischen den Außenwangen
11 und den Innenwangen 12 insgesamt vier Kopplungselemente 70 angeordnet, welches
in Fig.12, 13 im Detail dargestellt ist. Dabei weist das elastische Kopplungselement
70 eine Blattfeder 80, die mit ihren Hauptseiten normal zu einer der Innenwangen 12
des zweiten Schwingkörpers 2 und einer der Außenwangen 11 des ersten Schwingkörpers
1 angeordnet ist und zwei schubelastische Elemente 82, z.B. Schubgummiblöcke auf,
wobei die zwei schubelastischen Elemente 82 an einem Ende der Blattfeder 80 und an
gegenüberliegenden Seiten derselben mit dieser und mit der einen Außenwange 11 verbunden
sind. Zu diesem Zweck sind auf die Außenwange 11 geschraubte Winkel 81 mit den schubelastischen
Elementen 82 und mit dem dazwischenliegenden Blattfederende verschraubt. Das andere
Ende der Blattfeder 80 ist über eine Konsole 83 mit der einen Innenwange 12 verbunden,
vorzugsweise verschraubt.
[0062] Ebenso kann umgekehrt das andere Ende der Blattfeder 80 mit der einen Außenwange
11 und das eine Ende der Blattfeder 80 zusammen mit den beiden schubelastischen Elementen
82 mit der einen Innenwange 12 verbunden sein.
[0063] Bei vertikaler Orientierung der Blattfeder 80, wie dies in der Ausführungsform gemäß
Fig.3, 4 und 5 verwirklicht ist, werden horizontale Relativbewegungen des ersten 1
und des zweiten Schwingkörpers 2 durch die Blattfeder 80 und vertikale Relativbewegungen
über die schubelastischen Elemente 82 aufgenommen. In Richtung der Kopplungs-Achse
107 werden die elastischen Eigenschaften durch die schubelastischen Elemente 82 und
deren elastische Konstante bestimmt, während in Richtung der weiteren Kopplungs-Achse
108 die Federkonstante der Blattfeder 80 wirkt. Die Kopplungs-Achse 107 und die weitere
Kopplungs-Achse 108 sind im rechten Winkel zueinander angeordnet.
[0064] In der Ausführungsform gemäß Fig. 14, 15 umfaßt das elastische Kopplungselement 71
ein ringförmiges, elastisches Element 90, das an seinem Außenumfang von einer dem
Ringaußendurchmesser angepaßten, hohlzylindrischen Halterung 91,94 umgeben ist. In
seinen Innenumfang greift ein an den Ringinnendurchmesser angepaßtes zylindrisches
Konsolelement 92 ein, wobei die hohlzylindrische Halterung 91, 94 mit einer der Außenwangen
11 des ersten Schwingkörpers 1 und das zylindrische Konsolelement 92 mit einer der
Innenwangen 12 des zweiten Schwingkörpers 2 oder umgekehrt verbunden, insbesondere
verschraubt ist.
[0065] Das ringförmige, elastische Element 90 ist als Zylinderring ausgebildet ist, dessen
Dicke zwischen dem Ringinnendurchmesser d und dem Ringaußendurchmesser D eine Einschnürung
aufweist, wobei das Verhältnis von Ringaußendurchmesser D zu Ringinnendurchmesser
d größer als 2,5 beträgt. Zur mechanischen Ankopplung des Innen- und Außenbereiches
des ringförmigen Elements kann dieses nach außen und nach innen hin jeweils auf einen
Außen- 98 und Innen-Metallring 99 z.B. aufvulkanisiert sein, sodaß sich eine unlösbare
Verbindung ergibt, wobei der Innen-Metallring 99 z.B. durch einen leichten Preßsitz
fest mit dem zylindrischen Konsolelement 92 verbunden ist. Der Außen-Metallring 99
wird so mit dem ringförmigen, elastischen Element 90 in die hohlzylindrische Halterung
91, 94 eingepreßt, daß der Außen-Metallring 99 fest mit dieser verbunden ist und sich
im ringförmigen,elastischen Element 90 eine entlang seines Außenumfangs radial nach
innen gerichtete Vorspannung einstellt, die sicherstellt, daß das ringförmige, elastische
Element 90 in der Bewegungsebene durch die Relativbewegung der beiden Schwingkörper
1, 2 in keiner Richtung unter eine Zugspannung gesetzt wird. Der Bewegungshub kann
dabei z.B. 5 bis 20mm betragen. Insgesamt ist der Schwingkörper 1 mit dem ringförmigen
Element 90 und dieses mit dem Schwingkörper 2 fest verbunden, sodaß das ringförmige
Element 90 im Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung zwar durch die Relativbewegungen
Energie aufnimmt und wieder abgibt, selbst aber keinerlei Rotations-Bewegung gegenüber
dem Schwingkörper 1 und 2 ausführt.
[0066] Weiters sind im ringförmigen, elastischen Element 90 in Dickenrichtung mehrere Durchbrechungen
97 zur Beeinflussung seiner Federsteifigkeit ausgebildet.
[0067] Durch die ringförmige Ausbildung des elastischen Elements, z.B. Gummielements, werden
Relativbewegungen zwischen dem ersten 1 und dem zweiten Schwingkörper 2 nicht nur
in Richtung der Normalachsen 107, 108 sondern in allen Richtungen unmittelbar in radial
wirkende Streckungen oder Stauchungen umgewandelt. Aufgrund der wirkenden Vorspannung
wird das ringförmige, elastische Element 90 insgesamt nur gepreßt und nicht gezogen.
Die Ankopplung des ringförmigen Elements 90 kann im Rahmen der Erfindung auch anders
als es in Fig.14, 15 gezeigt ist, gestaltet sein. Eine Verwendung des elastischen
Kopplungselements 71 ist in den Fig.1 und 2 gezeigt.
[0068] Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Fig.16, 17 dargestellt. Das elastische Kopplungselement
72 umfaßt ein kastenförmiges Außenkonsolelement 101 und ein in dieses ragendes, koaxial
angeordnetes, rohrartiges Innenkonsolelement 102, wobei parallel zur Kopplungs-Achse
107 und parallel zu der dazu normalen weiteren Kopplungs-Achse 108 des elastischen
Kopplungselements 72 Zug- und Druckfedern 103, 104 zwischen gegenüberliegenden Flächen
des Innen- 102 und Außenkonsolelements 101 angeordnet sind. Die Zug- und Druckfedern
103, 104 verlaufen somit senkrecht zueinander, sodaß sowohl Komponenten der Bewegung
in vertikaler als auch in horizontaler Richtung sich als elastische Verformungen in
Richtung der Normalachsen 107, 108 entsprechend der jeweiligen elastischen Konstanten
der Zug- und Druckfedern 103, 104 ausbilden.
[0069] Schließlich ist das Ausführungsbeispiel gemäß den Fig.18, 19 auf elastische Schubverformung
des elastischen Kopplungselements 73 ausgerichtet, das einen Konsolwinkel 113 und
einen diesen umschließenden Zwischenrahmen 112 umfaßt, wobei entlang der Kopplungs-Achse
107 des elastischen Kopplungselements 73 zwischen gegenüberliegenden Flächen des Konsolwinkels
113 und des Zwischenrahmens 112 schubelastische Elemente 114 angeordnet sind, und
entlang der weiteren Kopplungs-Achse 108 des elastischen Kopplungselements 73 zwischen
gegenüberliegenden Flächen des Zwischenrahmens 112 und außerhalb des Zwischenrahmens
112 positionierten Stützwinkeln 110 weitere schubelastische Elemente 111 angeordnet
sind. Dabei ist der Konsolwinkel 113 mit einer der Innenwangen 12 des zweiten Schwingkörpers
2 verbunden, insbesondere verschraubt und es sind die Stützwinkel 110 mit einer der
Außenwangen 11 des ersten Schwingkörpers 1 verbunden, insbesondere verschraubt.
1. Siebvorrichtung mit einem ersten Schwingkörper (1), welcher mit ersten Querträgern
(8) versehen ist, und einem zweiten Schwingkörper (2), welcher mit zweiten Querträgern
(9) versehen ist, welche erste und zweite Querträger (8, 9) alternierend angeordnet
sind und Einspannvorrichtungen (23) aufweisen, sodass elastische Siebbeläge (21) zwischen
je einem ersten (8) und je einem zweiten Querträger (9) einspannbar sind, und einer
Antriebseinheit (3), welche mit dem ersten Schwingkörper (1) direkt gekoppelt ist
und über welche der erste Schwingkörper (1) zwangsgeführt ist, sodass die eingespannten
elastischen Siebbeläge (21) zwischen einer gestreckten und einer gestauchten Lage
hin- und herbewegt werden, wobei der zweite Schwingkörper (2) gegenüber dem ersten
Schwingkörper (1) mittels einer Exzenterwelle (6) zwangsgeführt ist und der erste
Schwingkörper (1) und der zweite Schwingkörper (2) durch zumindest ein elastisches
Kopplungselement (70, 71, 72, 73) miteinander verbunden sind, das den ersten und den
zweiten Schwingkörper (1, 2) im wesentlichen entlang einer Kopplungs-Achse (107) elastisch
schwingungskoppelt, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine elastische Kopplungselement (70, 71, 72, 73) den ersten und den
zweiten Schwingkörper (1,2) entlang zumindest einer weiteren Kopplungs-Achse (108)
elastisch schwingungskoppelt.
2. Siebvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Kopplungs-Achse (108) normal zur Kopplungs-Achse (107) orientiert ist.
3. Siebvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine elastische Kopplungselement (70) eine Blattfeder (80) und zwei
schubelastische Elemente (82) umfasst, wobei die zwei schubelastischen Elemente (82)
an einem Ende der Blattfeder (80) und an gegenüberliegenden Seiten derselben mit dieser
und mit einer der Aussenwangen (11) des ersten Schwingkörpers (1) verbunden sind und
das andere Ende der Blattfeder (80) mit einer der Innenwangen (12) des zweiten Schwingkörpers
(2) verbunden ist oder umgekehrt.
4. Siebvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine elastische Kopplungselement (71) ein ringförmiges, elastisches
Element (90) umfasst, das an seinem Aussenumfang von einer dem Ringaussendurchmesser
(D) angepassten, hohlzylindrischen Halterung (91) umgeben ist und in seinen Innenumfang
ein an den Ringinnendurchmesser (d) angepasstes zylindrisches Konsolelement (92) eingreift,
wobei die hohlzylindrische Halterung (91) mit einer der Aussenwangen (11) des ersten
Schwingkörpers (1) und das zylindrische Konsolelement (92) mit einer der Innenwangen
(12) des zweiten Schwingkörpers (2) oder umgekehrt verbunden ist.
5. Siebvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das ringförmige, elastische Element (90) als Zylinderring ausgebildet ist, dessen
Dicke zwischen dem Ringinnendurchmesser (d) und dem Ringaussendurchmesser (D) eine
Einschnürung aufweist, wobei das Verhältnis von Ringaussendurchmesser (D) zu Ringinnendurchmesser
(d) grösser als 2,5 beträgt.
6. Siebvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine elastische Kopplungselement (72) ein Aussenkonsolelement (101)
und ein in dieses ragendes, koaxial angeordnetes Innenkonsolelement (102) umfasst,
wobei parallel zur Kopplungs-Achse (107) und parallel zu der dazu normalen weiteren
Kopplungs-Achse (108) des elastischen Kopplungselements (72) Zug- und Druckfedern
(103, 104) zwischen gegenüberliegenden Flächen des Innen-(102) und Aussenkonsolelements
(101) angeordnet sind.
7. Siebvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine elastische Kopplungselement (73) einen Konsolwinkel (113) und
einen diesen umschliessenden Zwischenrahmen (112) umfasst, wobei schubelastische Elemente
(114) entlang der Kopplungs-Achse (107) des elastischen Kopplungselements (73) zwischen
gegenüberliegenden Flächen des Konsolwinkels (113) und des Zwischenrahmens (112) angeordnet
sind, und weitere schubelastische Elemente (111) entlang der weiteren Kopplungs-Achse
(108) des elastischen Kopplungselements (73) zwischen gegenüberliegenden Flächen des
Zwischenrahmens (112) und ausserhalb des Zwischenrahmens (112) positionierten Stützwinkeln
(110) angeordnet sind, und dass der Konsolwinkel (113) mit einer der Innenwangen (12)
des zweiten Schwingkörpers (2) und die Stützwinkel (110) mit einer der Aussenwangen
(11) des ersten Schwingkörpers (1) verbunden sind.
8. Siebvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit durch eine Rotations-Antriebseinheit, vorzugsweise durch einen
Motor (3) gebildet ist.
9. Siebvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (13) des Motors (3) mit einer Exzenter-Welle (6) verbunden ist,
und dass die Exzenter-Welle (6) zumindest einen eine Exzenter-Kurbel (33) umfassenden
Einfach-Exzenter aufweist, und dass die Exzenter-Kurbel (33) mit dem ersten Schwingkörper
(1) gekoppelt ist und die Exzenter-Welle (6) im zweiten Schwingkörper (2) geführt
ist.
10. Siebvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass weiters der zweite Schwingkörper (2) mit der Antriebseinheit (3) oder einer anderen
Antriebseinheit direkt gekoppelt ist und über diese zwangsgeführt ist.
11. Siebvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (13) des Motors (3) mit einer Exzenter-Welle (6) verbunden ist,
die sowohl mit dem ersten (1) als auch dem zweiten Schwingkörper (2) direkt gekoppelt
ist.
12. Siebvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenter-Welle (6) zumindest einen aus einer ersten (30) und einer zweiten Exzenterkurbel
(31) zusammengesetzten Doppel-Exzenter (4, 5) aufweist, wobei die erste Exzenterkurbel
(30) mit dem ersten Schwingkörper (1) und die zweite Exzenterkurbel (31) mit dem zweiten
Schwingkörper (2) gekoppelt ist.
13. Siebvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzentrizität (e, e1) des zumindest einen Einfach-Exzenters bzw. des zumindest
einen Doppel-Exzenters (4, 5) in einem vorbestimmten Bereich einstellbar ist.
14. Siebvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die erste (30) und die zweite Exzenterkurbel (31) relativ zur Exzenter-Welle (6)
um 180 DEG versetzt sind.
15. Siebvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Schwingkörper (2) innerhalb des ersten Schwingkörpers (1) angeordnet ist.
16. Siebvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schwingkörper (1) durch zwei parallele Aussenwangen (11) gebildet ist,
die durch die ersten Querträger (8) miteinander verbunden sind, und dass der zweite
Schwingkörper (2) durch zwei innerhalb der parallelen Aussenwangen (11) angeordneten,
parallelen Innenwangen (12) gebildet ist, die durch die zweiten Querträger (9) miteinander
verbunden sind und die ihrerseits parallel zu den beiden Aussenwangen (11) angeordnet
sind.
17. Siebvorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberkanten der beiden Innenwangen (12) jeweils abgewinkelt sind, und dass die
zweiten Querträger (9) auf den abgewinkelten Oberkanten aufliegen.
18. Siebvorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenter-Welle (6) sich normal zu den beiden Außenwangen (11) und den beiden
Innenwangen (12) durch diese hindurch erstreckt und zwei Doppel-Exzenter (4, 5) aufweist,
wobei die ersten Kurbeln (30) der Doppel-Exzenter (4, 5) in ersten Lagern (35) der
Aussenwangen (11) und die zweiten Kurbeln (31) der Doppel-Exzenter (4, 5) in zweiten
Lagern (36) der Innenwangen (12) aufgenommen sind.
19. Siebvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzenter-Welle (6) mit den beiden Doppel-Exzentern (4, 5) ungefähr in Längsmitte
und auf halber Höhe der Siebvorrichtung quer zur Längserstreckung derselben verläuft.
20. Siebvorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Aussenwangen (11) des ersten Schwingkörpers (1) durch Stützfeder-Elemente
(20) gegenüber dem Untergrund abgestützt sind.
21. Siebvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Aufgabebereich (17) eine zumindest bereichsweise ungelochte, vorzugsweise konkav
gekrümmte Aufgabefläche (39) vorgesehen ist, an welche die in die alternierend angeordneten
Querträger (8, 9) des ersten (1) und zweiten Schwingkörpers (2) eingespannten Siebbeläge
(21) unmittelbar angrenzen.
22. Siebvorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schwingkörper (1) im Aufgabebereich (17) zumindest zwei Aufgabe-Querträger
(15) aufweist, zwischen denen ein oder mehrere Beläge, vorzugsweise ungelochte Siebbeläge
(22) einspannbar sind, welche die Aufgabefläche (39) ausbilden.
23. Siebvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Abgabebereich (18) eine im wesentlichen waagrechte Stützfläche (26) ausgebildet
ist, auf der sich ein einseitig in einem der Querträger (8) des ersten Schwingkörpers
(1) eingespannter Siebbelag (27) erstreckt.
1. Screening apparatus, having a first vibrating body (1) which is provided with first
crossmembers (8), and having a second vibrating body (2) which is provided with second
crossmembers (9), the first and second crossmembers (8, 9) being positioned in alternation
and having clamping devices (23) so that elastic screen linings (21) may be clamped
between one first crossmember (8) and one second crossmember (9) in each case, and
having a drive unit (3) which is directly coupled to the first vibrating body (1)
and by means of which the first vibrating body (1) is positively driven, so that the
clamped elastic screen linings (21) are moved back and forth between a stretched position
and a contracted position, the second vibrating body (2) being positively driven with
respect to the first vibrating body (1) by means of an eccentric shaft (6), and the
first vibrating body (1) and the second vibrating body (2) being connected to one
another by at least one elastic coupling element (70, 71, 72, 73) which vibrationally
couples the first and the second vibrating bodies (1, 2) in an elastic manner essentially
along a coupling axis (107), characterized in that the at least one elastic coupling element (70, 71, 72, 73) vibrationally couples
the first and the second vibrating bodies (1, 2) in an elastic manner along at least
one further coupling axis (108).
2. Screening apparatus according to Claim 1, characterized in that the further coupling axis (108) is oriented perpendicular to the coupling axis (107).
3. Screening apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that the at least one elastic coupling element (70) includes a leaf spring (80) and two
shear elastic elements (82), the two shear elastic elements (82) being connected to
one end of the leaf spring (80) at its oppositely situated sides and connected to
one of the outer faces (11) of the first vibrating body (1), and the other end of
the leaf spring (80) being connected to one of the inner faces (12) of the second
vibrating body (2), or vice versa.
4. Screening apparatus according to Claim 1, characterized in that the at least one elastic coupling element (71) includes a ring-shaped elastic element
(90) which on its outer circumference is enclosed by a hollow cylindrical mounting
(91) which is adapted to the ring outer diameter (D), and which in its inner circumference
engages with a cylindrical bracket element (92) which is adapted to the ring inner
diameter (d), the hollow cylindrical mounting (91) being connected to one of the outer
faces (11) of the first vibrating body (1), and the cylindrical bracket element (92)
being connected to one of the inner faces (12) of the second vibrating body (2), or
vice versa.
5. Screening apparatus according to Claim 4, characterized in that the ring-shaped elastic element (90) is designed as a cylindrical ring whose thickness
has a constriction between the ring inner diameter (d) and the ring outer diameter
(D), the ratio of the ring outer diameter (D) to the ring inner diameter (d) being
greater than 2.5.
6. Screening apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that the at least one elastic coupling element (72) includes an outer bracket element
(101) and a coaxially aligned inner bracket element (102) which projects into the
outer bracket element, and tension springs and compression springs (103, 104), respectively,
are situated between oppositely situated surfaces of the inner bracket element (102)
and of the outer bracket element (101), respectively parallel to the coupling axis
(107) and parallel to the further coupling axis (108) of the elastic coupling element
(72) which is perpendicular to the coupling axis.
7. Screening apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that the at least one elastic coupling element (73) includes an angle bracket (113) and
an intermediate frame (112) which encloses the angle bracket, and shear elastic elements
(114) are situated along the coupling axis (107) of the elastic coupling element (73),
between oppositely situated surfaces of the angle bracket (113) and of the intermediate
frame (112), and further shear elastic elements (111) are situated along the further
coupling axis (108) of the elastic coupling element (73), between oppositely situated
surfaces of the intermediate frame (112) and angle supports (110) positioned outside
the intermediate frame (112), and the angle bracket (113) is connected to one of the
inner faces (12) of the second vibrating body (2), and the angle supports (110) are
connected to one of the outer faces (11) of the first vibrating body (1).
8. Screening apparatus according to one of Claims 1 through 7, characterized in that the drive unit is formed by a rotary drive unit, preferably a motor (3).
9. Screening apparatus according to one of Claims 1 through 8, characterized in that the drive shaft (13) of the motor (3) is connected to an eccentric shaft (6), and
the eccentric shaft (6) has at least one single eccentric which includes an eccentric
crank (33), and the eccentric crank (33) is coupled to the first vibrating body (1),
and the eccentric shaft (6) is guided in the second vibrating body (2).
10. Screening apparatus according to one of Claims 1 through 8, characterized in that in addition, the second vibrating body (2) is directly coupled to the drive unit
(3) or to another drive unit, and is positively driven via same.
11. Screening apparatus according to Claim 10, characterized in that the drive shaft (13) of the motor (3) is connected to an eccentric shaft (6), which
is directly coupled to both the first vibrating body (1) and the second vibrating
body (2).
12. Screening apparatus according to Claim 11, characterized in that the eccentric shaft (6) has at least one double eccentric (4, 5) composed of a first
eccentric crank (30) and a second eccentric crank (31), the first eccentric crank
(30) being coupled to the first vibrating body (1), and the second eccentric crank
(31) being coupled to the second vibrating body (2).
13. Screening apparatus according to one of Claims 9 through 12, characterized in that the eccentricity (e, e1) of the at least one single eccentric or of the at least
one double eccentric (4, 5) may be set in a predetermined range
14. Screening apparatus according to Claim 12, characterized in that the first eccentric crank (30) and the second eccentric crank (31) are offset by
180 degrees relative to the eccentric shaft (6).
15. Screening apparatus according to one of Claims 1 through 14, characterized in that the second vibrating body (2) is situated within the first vibrating body (1).
16. Screening apparatus according to Claim 15, characterized in that the first vibrating body (1) is formed by two parallel outer faces (11) which are
connected to one another via the first crossmembers (8), and the second vibrating
body (2) is formed by two parallel inner faces (12) which are situated within the
parallel outer faces (11), and which are connected to one another via the second crossmembers
(9) and situated parallel to the two outer faces (11).
17. Screening apparatus according to Claim 16, characterized in that the upper edge of each of the two inner faces (12) is angled, and the second crossmembers
(9) rest on the angled upper edges.
18. Screening apparatus according to one of Claims 12 through 17, characterized in that the eccentric shaft (6) extends perpendicular to and passes through the two outer
faces (11) and the two inner faces (12), and has two double eccentrics (4, 5), the
first cranks (30) of the double eccentric (4, 5) being accommodated in first bearings
(35) of the outer faces (11), and the second cranks (31) of the double eccentric (4,
5) being accommodated in second bearings (36) of the inner faces (12).
19. Screening apparatus according to Claim 18, characterized in that the eccentric shaft (6) together with the two double eccentrics (4, 5) extends approximately
in the longitudinal center of, and at half the height of, the screening apparatus,
transverse to the longitudinal extension thereof.
20. Screening apparatus according to one of Claims 16 through 19, characterized in that the two outer faces (11) of the first vibrating body (1) are supported with respect
to the base surface by support spring elements (20).
21. Screening apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that in the feed region (17) a feed surface (39) is provided which preferably has a concave
curvature and is unperforated, at least in places, and which is directly adjoined
by the screen linings (21) which are clamped in the alternatingly positioned crossmembers
(8, 9) of the first vibrating body (1) and second vibrating body (2), respectively.
22. Screening apparatus according to Claim 21, characterized in that in the feed region (17) the first vibrating body (1) has at least two feed crossmembers
(15), between which one or more linings, preferably unperforated screen linings (22),
which form the feed surface (39) may be clamped.
23. Screening apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that in the discharge region (18) an essentially horizontal support surface (26) is provided,
on which a screen lining (27) which is clamped on one side in one of the crossmembers
(8) of the first vibrating body (1) extends.
1. Dispositif de tamisage comprenant un premier corps oscillant (1) avec des premières
traverses (8), et un second corps oscillant (2) avec des secondes traverses (9), lesquelles
premières et secondes traverses (8, 9) sont disposées en alternance et comprennent
des dispositifs de serrage (23), afin de pouvoir serrer des revêtements de tamisage
élastiques (21) entre chaque première (8) et chaque seconde traverse (9), et une unité
d'entraînement (3), qui est couplée directement au premier corps oscillant (1) et
par laquelle le premier corps oscillant (1) est guidé de manière forcée, de telle
sorte que les revêtements de tamisage (21) élastiques serrés sont animés d'un mouvement
de va-et-vient entre une position étendue et une position comprimée, le second corps
oscillant (2) étant guidé de manière forcée en face du premier corps oscillant (1)
au moyen d'un arbre d'excentrique (6), et le premier corps oscillant (1) et le second
corps oscillant (2) étant reliés l'un à l'autre par au moins un élément de couplage
élastique (70, 71, 72, 73), qui couple en oscillation élastique les premier et second
corps oscillants (1, 2) sensiblement le long d'un axe de couplage (107), caractérisé par le fait que le ou les éléments de couplage élastique (70, 71, 72, 73) couplent en oscillation
élastique le premier et le second corps oscillant (1, 2) le long d'au moins un autre
axe de couplage (108).
2. Dispositif de tamisage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'autre axe de couplage (108) est orienté perpendiculairement à l'axe de couplage
(107).
3. Dispositif de tamisage selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que le ou les éléments de couplage élastique (70) comprennent un ressort à lame (80)
et deux éléments élastiques en cisaillement (82), les deux éléments élastiques en
cisaillement (82) étant reliés, au niveau d'une extrémité du ressort à lame (80) et
du côté opposé de celui-ci, à celui-ci et à l'une des joues externes (11) du premier
corps oscillant (1), et l'autre extrémité du ressort à lame (80) étant reliée à l'une
des joues internes (12) du second corps oscillant (2), ou réciproquement.
4. Dispositif de tamisage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le ou les éléments de couplage élastique (71) comprend un élément élastique annulaire
(90), qui est entouré sur sa circonférence externe par un élément de maintien cylindrique
creux (91) ajusté au diamètre annulaire externe (D), et est en prise sur sa circonférence
interne avec un élément de console cylindrique (92) ajusté au diamètre annulaire interne
(d), l'élément de retenue cylindrique creux (91) étant relié à l'une des joues externes
(11) du premier corps oscillant (1) et l'élément de console cylindrique (92) étant
relié à une des joues internes (12) du second corps oscillant (2) ou réciproquement.
5. Dispositif de tamisage selon la revendication 4, caractérisé par le fait que l'élément élastique annulaire (90) se présente sous la forme d'une bague cylindrique
dont l'épaisseur comprend un amincissement entre le diamètre annulaire interne (d)
et le diamètre annulaire externe (D), le rapport du diamètre annulaire externe (D)
de la bague au diamètre annulaire interne (d) de la bague étant supérieur à 2,5.
6. Dispositif de tamisage selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que le ou les éléments de couplage élastique (72) comprennent un élément de console externe
(101) et un élément de console interne (102) disposé coaxialement, faisant saillie
dans celui-ci, des ressorts de traction et de compression (103, 104) étant disposés
parallèles à l'axe de couplage (107) et parallèles à l'autre axe de couplage (108)
perpendiculaire à celui-ci de l'élément de couplage élastique (72), entre des surfaces
opposées de l'élément de console interne (102) et externe (101).
7. Dispositif de tamisage selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que le ou les éléments de couplage élastique (73) comprennent une équerre de console
(113) et un cadre intermédiaire (112) entourant celle-ci, les éléments élastiques
en cisaillement (114) étant disposés le long de l'axe de couplage (107) de l'élément
de couplage élastique (73) entre des faces opposées de l'équerre de console (113)
et du cadre intermédiaire (112), et d'autres éléments élastiques en cisaillement (111)
étant disposés le long de l'autre axe de couplage (108) de l'élément de couplage élastique
(73) entre des faces opposées du cadre intermédiaire (112) et des équerres de support
(110) positionnées à l'extérieur du cadre intermédiaire (112), et par le fait que l'équerre de console (113) est reliée à l'une des joues internes (12) du second corps
oscillant (2) et l'équerre de support (110) est reliée à l'une des joues externes
(11) du premier corps oscillant (1).
8. Dispositif de tamisage selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que l'unité d'entraînement est formé par une unité d'entraînement en rotation, de préférence
par un moteur (3).
9. Dispositif de tamisage selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait que l'arbre d'entraînement (13) du moteur (3) est relié à un arbre d'excentrique (6)
et que l'arbre d'excentrique (6) comprend au moins un excentrique simple comprenant
une manivelle d'excentrique (33), et que la manivelle d'excentrique (33) est couplée
au premier corps oscillant (1) et l'arbre d'excentrique (6) est guidé dans le second
corps oscillant (2).
10. Dispositif de tamisage selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait qu'en outre, le second corps oscillant (2) est couplé directement à l'unité d'entraînement
(3) ou à une autre unité d'entraînement et est guidé de manière forcée par celle-ci.
11. Dispositif de tamisage selon la revendication 10, caractérisé par le fait que l'arbre d'entraînement (13) du moteur (3) est relié à un arbre d'excentrique (6),
qui est couplé directement non seulement au premier (1) mais aussi au second corps
oscillant (2).
12. Dispositif de tamisage selon la revendication 11, caractérisé par le fait que l'arbre d'excentrique (6) comprend au moins un double excentrique (4, 5) assemblé
à partir d'une première (30) et d'une seconde manivelle d'excentrique (31), la première
manivelle d'excentrique (30) étant couplée au premier corps oscillant (1) et la seconde
manivelle d'excentrique (31) étant couplée au second corps oscillant (2).
13. Dispositif de tamisage selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisé par le fait que l'excentricité (e, e1) du ou des excentriques simples ou du ou des doubles excentriques
(4, 5) est ajustable dans une plage prédéfinie.
14. Dispositif de tamisage selon la revendication 12, caractérisé par le fait que la première (30) et la seconde manivelle d'excentrique (31) sont décalées de 180
degrés par rapport à l'arbre d'excentrique (6).
15. Dispositif de tamisage selon l'une des revendications 1 à 14, caractérisé par le fait que le second corps oscillant (2) est disposé à l'intérieur du premier corps oscillant
(1).
16. Dispositif de tamisage selon la revendication 15, caractérisé par le fait que le premier corps oscillant (1) est formé de deux joues externes parallèles (11),
qui sont reliées l'une à l'autre par les premières traverses (8), et que le second
corps oscillant (2) est formé de deux joues internes (12) parallèles, disposées à
l'intérieur des joues externes (11) parallèles, les joues internes (12) étant reliées
l'une à l'autre par les secondes traverses (9) et étant de leur côté parallèles aux
deux joues externes (11).
17. Dispositif de tamisage selon la revendication 16, caractérisé par le fait que les bords supérieurs des deux joues internes (12) sont chacun recourbés, et que les
secondes traverses (9) reposent sur les bords supérieurs recourbés.
18. Dispositif de tamisage selon l'une des revendications 12 à 17, caractérisé par le fait que l'arbre d'excentrique (6) s'étend perpendiculairement aux deux joues externes (11)
et aux deux joues internes (12) au travers de celles-ci, et comprend deux doubles
excentriques (4, 5), les premières manivelles (30) des doubles excentriques (4, 5)
étant logées dans des premiers paliers (35) des joues externes (11) et les secondes
manivelles (31) des doubles excentriques (4, 5) étant logées dans des seconds paliers
(36) des joues internes (12).
19. Dispositif de tamisage selon la revendication 18, caractérisé par le fait que l'arbre d'excentrique (6) s'étend en ayant les deux doubles excentriques (4, 5) environ
au milieu de sa longueur et à la moitié de la hauteur du dispositif de tamisage perpendiculairement
à son étendue longitudinale.
20. Dispositif de tamisage selon l'une des revendications 16 à 19, caractérisé par le fait que les deux joues externes (11) du premier corps oscillant (1) sont appuyées contre
le sol par l'intermédiaire d'éléments de ressort de soutien (20).
21. Dispositif de tamisage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait qu'il est prévu, dans la région d'alimentation (17), une surface d'alimentation (39)
au moins par endroits non perforée, de préférence incurvée de façon concave, à côté
de laquelle sont disposés sans intermédiaire les revêtements de tamisage (21) serrés
dans les traverses disposées en alternance (8, 9) des premier (1) et second (2) corps
oscillants.
22. Dispositif de tamisage selon la revendication 21, caractérisé par le fait que le premier corps oscillant (1) comprend dans la région d'alimentation (17) au moins
deux traverses d'alimentation (15), entre lesquelles un ou plusieurs revêtements,
de préférence revêtements de tamisage non perforés (22) sont serrés, lesquels forment
la surface d'alimentation (39).
23. Dispositif de tamisage selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que, dans la région d'alimentation (18), une surface de support sensiblement horizontale
(26) est formée, sur laquelle s'étend un revêtement de tamisage (27) serré d'un côté
dans l'une des traverses (8) du premier corps oscillant (1).