[0001] Die Erfindung betrifft eine Lärmschutzwand zur Abschirmung von Verkehrswegen oder
sonstigen Lärmquellen gemäß dem Oberbegriff der unabhängigen Patentansprüche.
[0002] Solche Lärmschutzwände werden insbesondere entlang von Bahnstrecken installiert,
um durch Schalldämmung und Schallabsorption zu verhindern, dass in den umliegenden
Gebieten durch Lärm die Lebensqualität sinkt. Neben den akustischen Eigenschaften
sind auch die bautechnischen Anforderungen vor allem hinsichtlich einfacher Montage
und Standsicherheit gegenüber Windlasten sowie Lasten aus Druck- und Sogwirkung vorbeifahrender
Züge zu berücksichtigen. In herkömmlicher Bauweise bestehen die Wandelemente aus zwischen
Pfosten übereinander gehaltenen, waagerecht-langgestreckten Kassetten, die aus Walzprofilen
vorzugsweise aus Aluminiumblech in Leichtbauweise gefertigt sind. Die einzelnen Wandteile
werden dabei mittels Schrauben oder Nieten verbunden, was häufig jedoch durch Abscheren
oder Abscheuern der Verbindungsmittel zu Problemen führt. Als nachteilig hat sich
auch herausgestellt, dass bei Bewegungen der Pfosten oder Verbiegen der Kassetten
unter hoher Belastung die eine stabile Halterung nicht mehr sichergestellt ist. Ein
weiteres Problem besteht darin, die für den Fall einer Beschädigung der Oberleitung
an Bahnstrecken geforderte Erdung der Lärmschutzwände ohne aufwändige und gestalterisch
störende Baumaßnahmen zu gewährleisten.
[0003] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die im Stand der Technik
aufgetretenen Nachteile zu vermeiden und eine Lärmschutzwand dahingehend zu verbessern,
dass eine hohe Stabilität und Standsicherheit erreicht wird und eine möglichst wartungsfreie
lange Nutzungsdauer ohne Beeinträchtigung des optischen Erscheinungsbilds möglich
ist.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird die in den unabhängigen Patentansprüchen jeweils angegebene
Merkmalskombination vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0005] Entsprechend wird gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung vorgeschlagen, dass die
Lärmschutzkassetten über federelastisch verformbare Abstandshalter stirnseitig gegenüber
dem Nutgrund der Aufnahmenuten abgestützt sind. Dadurch ist es möglich, dass Längsbewegungen
der Kassetten aufgrund von Belastungen oder thermischen Einflüssen kompensiert werden
können. Insbesondere wird dadurch verhindert, dass die Kassetten sich unkontrolliert
zu einem Pfosten hin bewegen und bei hohen Druck- bzw. Soglasten verformungsbedingt
aus der Halterung treten.
[0006] Vorteilhafterweise sind die Abstandshalter vorzugsweise als bogenförmige Blattfedern
durch Federelemente gebildet. Zur vereinfachten Montage ist es von Vorteil, wenn die
Abstandshalter über eine Formschluss- oder Rastverbindung an den Lärmschutzkassetten
gehalten sind.
[0007] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Abstandshalter zugleich
als elektrisch leitende Verbindungselemente zur Erdung der Lärmschutzkassetten über
die Pfosten ausgebildet, so dass die Sicherheitsanforderungen speziell für den Fall
eines Reißens der Oberleitung einer Bahnstrecke erfüllt sind.
[0008] Eine weitere Verbesserung in dieser Hinsicht sieht vor, dass die Pfosten zugleich
als Erdungsleiter elektrisch leitend ausgebildet sind. Bei elektrisch nicht leitenden
Pfosten beispielsweise aus Beton ist es möglich, dass die Pfosten eine im Bereich
der Aufnahmenut verlaufende Erdungsschiene aufweisen.
[0009] Ein weiterer Zusatznutzen der Abstandshalter wird dadurch erreicht, dass die Lärmschutzkassetten
paarweise durch die Abstandshalter verbunden sind.
[0010] Ein weiterer Erfindungsaspekt besteht darin, dass die Wandteile über eine Füge- oder
Stoffschlussverbindung frei von außenseitig an den Lärmschutzkassetten abstehenden
Verbindungsmitteln fest miteinander verbunden sind. Die Verbindungsstellen sind dadurch
weitgehend abschabungssicher, was sich insbesondere im Bereich der Pfosten vorteilhaft
auswirkt.
[0011] Eine besonders vorteilhafte Ausführung sieht vor, dass die Wandteile durch Durchsetzfügepunkte
punktförmig miteinander verbunden sind, wobei hintergreifende Tiefziehbereiche in
aneinanderliegenden Wandteilen eine Fügeverbindung bilden. Dadurch kann eine günstige
Lastaufnahme ohne die Gefahr eines Abscherens von Verbindungsmitteln erreicht werden,
und ein Wassereintritt durch die Verbindungsstellen wird vermieden.
[0012] Um Längenausdehnungen weitgehend ohne Beanspruchung der Verbindungsstellen zu erlauben,
ist es vorteilhaft, wenn die in Längsrichtung der Lärmschutzkassetten sich erstreckenden
Wandteile in einem Mittelabschnitt über Durchsetzfügepunkte miteinander verbunden
sind.
[0013] Für eine einfache Herstellung der Fügepunkte durch umgreifende Werkzeuge und verdeckte
Anordnung der Verbindungsstellen ist es vorteilhaft, wenn die Wandteile im Bereich
von an einem Ober- und/oder Untergurt der Lärmschutzkassetten abstehenden Profilelementen
punktförmig miteinander verbunden sind.
[0014] Im Stirnseitenbereich der Kassetten ist es möglich, dass die stirnseitigen Wandteile
Durchbrüche für den Werkzeugeingriff zur Herstellung von Durchsetzfügepunkten aufweisen.
[0015] Gemäß einem weiteren Erfindungsaspekt weisen die Lärmschutzkassetten einen Obergurt
und Untergurt auf, die als gesonderte Wandteile durch Strangpressprofile gebildet
sind. Dadurch wird eine höhere Stabilität für größere Stützweiten gewährleistet. Daneben
kann eine hohe Passgenauigkeit erreicht werden, die vor allem zwischen übereinander
stehenden Kassetten im gegenseitigen Eingriffsbereich zum Tragen kommt. Entsprechend
den statischen Erfordernissen kann die Wandstärke der Strangpressprofile variabel
angepasst werden. Es können auch überstehende Profilteile erzeugt werden, die durch
einfaches Biegen nicht möglich sind.
[0016] Vorteilhafterweise besitzen die Strangpressprofile eine Nut- und Federverbindung
für übereinanderliegende Kassettenelemente. Zur Kraftschlusserhöhung ist es vorteilhaft,
wenn die Nut- und Federverbindung gezahnte oder geraute Profilflächen aufweist.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausführung vor allem im Hinblick auf die Abhaltung von
Regenwasser sieht vor, dass an den Ober- und Untergurten paarweise abstehende Profilwinkel
zur Halterung von seitlichen Wandteilen der Lärmschutzkassetten ausgebildet sind,
wobei die nach oben abstehenden Profilwinkel der Obergurte im seitlichen Abstand vom
Gurtrand angeordnet sind und die nach unten abstehenden Profilwinkel der Untergurte
den Gurtrand bilden.
[0018] Vorteilhafterweise weisen die vertikalen seitlichen Wandteile Längssicken zur Versteifung
auf, wobei die oberen Sickenränder als Tropfnasen ausgebildet sind, so dass Verschmutzungen
durch ablaufendes Regenwasser verringert werden.
[0019] Eine weitere Verbesserung wird dadurch erreicht, dass an der oberen Lärmschutzkassette
ein Abdeckprofil vorzugsweise über eine Nut- und Federverbindung gehalten ist, wobei
das Abdeckprofil eine ebene oder nach oben gewölbte oder dachförmige Abdeckfläche
aufweist und gegebenenfalls die Pfosten zumindest partiell überdeckt.
[0020] Um benachbarte Pfosten im gleichen Abstand zu halten und ein Auslösen der Kassetten
zu verhindern, ist es vorteilhaft, wenn zwischen benachbarten Pfosten eine vorzugsweise
als Stahlseil oder Stahlband ausgebildete Zugsicherung gespannt ist, wobei die Zugsicherung
vorzugsweise in einer zwischen dem Abdeckprofil und der oberen Lärmschutzkassette
verlaufenden Profilkammer sichtseitig verdeckt angeordnet ist.
[0021] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung in schematischer Weise
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- einen Abschnitt einer Lärmschutzwand mit übereinander liegenden Lärmschutzkassetten
in einer perspektivischen teilweisen Explosionsdarstellung;
- Fig. 2
- die Lärmschutzwand in einem vereinfachten ausschnittsweisen Vertikalschnitt in der
Wandebene;
- Fig. 3
- einen abgebrochenen Vertikalschnitt der Lärmschutzwand senkrecht zur Wandebene;
- Fig. 4
- einen abgebrochenen Horizontalschnitt der Lärmschutzwand; und
- Fig. 5 bis 8
- einen Abschlussdeckel, einen Obergurt, einen Untergurt und einen Stirndeckel der Lärmschutzkassetten
im Profil.
[0022] Die in der Zeichnung dargestellte Lärmschutzwand besteht im wesentlichen aus mehreren
im Abstand voneinander angeordneten vertikalen Pfosten 10 und zwischen den Pfosten
10 waagerecht übereinander liegend angeordneten Lärmschutzkassetten 12 sowie einem
oberen Abdeckprofil 14.
[0023] Die Pfosten 10 sind als H-förmige Stahlprofilträger vertikal in Betonsockeln 16 verankert,
wobei die durch das H-Profil begrenzten Aufnahmenuten 18 für die Lärmschutzkassetten
12 in Richtung des Wandverlaufs weisen. Grundsätzlich können anstelle von Stahlträgern
10 auch Betonpfosten zum Einsatz kommen. Während die Lärmschutzkassetten 12 in Leichtbauweise
aus Aluminium gebildet sind, kann das untere Lärmschutzelement 20 zur Erhöhung der
Stabilität aus Beton bestehen.
[0024] Wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Lärmschutzkassetten 12 über federelastische
Abstandshalter 22 stirnseitig gegenüber dem durch den Profilsteg 24 der Pfosten 10
gebildeten Nutgrund 26 der Aufnahmenuten 18 abgestützt, so dass Längsbewegungen abgefedert
werden können. Die Abstandshalter 22 sind als bogenförmige Blattfedern ausgebildet
und an einem hakenförmigen Ende über eine Formschlussverbindung 28 an den Lärmschutzkassetten
12 gehalten. Dabei ist es vorgesehen, dass die Abstandshalter 22 zweckmäßig erst nach
dem Einsetzen der Lärmschutzkassetten 12 in die Aufnahmenuten 18 in die Verbindungsstellung
eingeführt werden.
[0025] Die aus Federstahl bestehenden Abstandshalter 22 bilden zugleich elektrisch leitende
Verbindungselemente, um eine Erdung der Lärmschutzkassetten 12 und des damit verbundenen
oberen Abdeckprofils 14 über die elektrisch leitenden Pfosten 10 zu ermöglichen.
[0026] Zur Einhaltung eines vorgegebenen Abstandes zwischen benachbarten Pfosten 10 ist
ein Zug- bzw. Sicherungsseil 30 vorgesehen, welches zwischen dem Abdeckprofil 14 und
der oberen Lärmschutzkassette 12 verdeckt verläuft.
[0027] Gemäß Fig. 3 und 4 sind die Lärmschutzkassetten aus einem Obergurt 32, einem Untergurt
34 sowie zwei Seitenwandteilen 36 und Stirnwandteilen 38 kastenförmig zusammengesetzt.
In den von einer Trennwand 40 geteilten Innenraumhälften 42 der Lärmschutzkassetten
12 ist jeweils eine Dämmlage 44 aus einem schallabsorbierenden Material angeordnet.
[0028] Während die Seitenwandteile 36 durch Walzumformen von Blechtafeln gebildet sind,
bestehen die übrigen Wandteile 32, 34, 38 aus abgelängten Strangpressprofilen.
[0029] Die waagerecht übereinander angeordneten Lärmschutzkassetten 12 sind mittels einer
Nut- und Federverbindung 46 zwischen Untergurt 34 und Obergurt 32 verbunden. Wie aus
Fig. 6 und 7 ersichtlich, weist der Obergurt 32 zu diesem Zweck zwei im Abstand voneinander
angeordnete, innen gezahnte Profilrippen 48 auf, zwischen denen ein Federprofil 50
des Untergurts 34 formschlüssig einsetzbar ist. Über die gezahnten Rippenflächen 52
wird dabei eine Kraftschlusserhöhung bewirkt.
[0030] Zur Halterung der Trennwand 40 sind Profilnuten 54 an Ober- und Untergurt vorgesehen.
Weitere Profilrippen 56, 58 ermöglichen eine Lagerung der Dämmmatten 44 im Abstand
zu den Seitenwandteilen 36. Zur randseitigen Verbindung der Seitenwandteile 36 sind
an dem Obergurt 32 nach oben abstehende Haltewinkel 60 angeformt. Diese sind im seitlichen
Abstand vom Gurtrand bzw. der Profilaußenkante 62 angeordnet, so dass das Eindringen
von Niederschlagswasser erschwert wird. Die Halterung der Seitenwandteile 36 an den
Untergurten 34 wird ebenfalls durch Profilwinkel 64 ermöglicht, die dort durch nach
unten abstehende Randabkantungen gebildet sind. Diese weisen mit ihren freien Schenkeln
gegeneinander nach innen, so dass ebenfalls das Eindringen von Wasser behindert wird.
Zugleich wird gemeinsam mit dem Federprofil 50 eine kippsichere Standfläche zur Lagerung
auf der darunter liegenden Lärmschutzkassette geschaffen.
[0031] Das in Fig. 5 gezeigte Abdeckprofil 14 ist mit nach unten abstehenden, außen gezahnten
Profilrippen 66 versehen, durch welche anstelle eines Federprofils 50 eine Verbindung
mit den Profilrippen 52 eines Obergurts 32 geschaffen werden kann. Das Abdeckprofil
14 weist eine ebene Abdeckfläche 68 auf, die über einen geringfügig über die Seitenwände
36 überstehenden Profilumbug 70 einen freien Wasserablauf ermöglicht.
[0032] Das in Fig. 8 gezeigte Stirnwandteil 38 weist ebenfalls Randabkantungen zur Anlage
an die Seitenwandteile 36 sowie nach innen versetzte Profilrippen 74 zur Halterung
der Dämmmatten 44 auf. Zusätzliche Profilwinkel 76 ermöglichen das Einhängen der Blattfeder
22.
[0033] Beim baukastenartigen Zusammenbau der Lärmschutzkassetten 12 werden Ober- und Untergurt
32, 34 über die Trennwand 40 verbunden, die Dämmmatten 44 eingesetzt und die randseitig
abgekanteten Seitenwandteile 36 in Längsrichtung auf die Profilwinkel 60, 64 von Ober-
und Untergurt hintergreifend aufgeschoben.
[0034] Die Verbindung der Wandteile erfolgt nach dem Durchsetzfügeverfahren, bei welchem
in gegeneinander anliegenden Wandbereichen durch ein zangenartiges Werkzeug mit Formstempel
und Matrize ein punktförmiger hintergreifender Tiefziehbereich geschaffen wird, in
welchem durch formschlüssiges Ineinandergreifen unter plastischer Verformung eine
Fügeverbindungsstelle entscher Verformung eine Fügeverbindungsstelle entsteht. Dieses
Verfahren ist an sich beispielsweise aus der DE-A-199 29 377 bekannt. Dadurch ist
es möglich, Verbindungsstellen frei von abstehenden Verbindungsmitteln zu schaffen,
so dass Probleme durch Abscheren oder Abscheuern vermieden werden.
[0035] Demgemäß werden die Randbereiche 78 der Seitenwandteile 36 im Mittelbereich der Lärmschutzkassetten
12 über Durchsetzfügepunkte 80 mit den Profilwinkeln 60 der Obergurte 32 verbunden
(Fig. 3). Die Verbindung der stirnseitig aufgesetzten Stirnwandteile 38 erfolgt ebenfalls
über Durchsetzfügepunkte 80 in den abgekanteten Randbereichen 72 (Fig. 4). Um den
Eingriff eines zangenförmigen Werkzeugs zur Herstellung der Durchsetzfügepunkte 80
in diesem Bereich zu ermöglichen, sind die Stirnwandteile 34 mit geeigneten Durchbrüchen
versehen (nicht gezeigt).
[0036] Wie am besten aus Fig. 4 ersichtlich, greifen die Lärmschutzkassetten 12 an ihren
Stirnenden in die Aufnahmenuten 18 der Pfosten 10 ein. Zur seitlichen klapperfreien
Abstützung gegenüber den Nutflanken sind beidseitig Elastomerprofile 82 vorgesehen,
welche entlang den freien Rändern der Stirnwandteile 38 vertikal verlaufen. Dabei
kann trotz der isolierenden Elastomerprofile eine elektrische Verbindung über die
Abstandshalter 22 vermittelt werden.
[0037] Die Seitenwandteile weisen längslaufende Einzüge bzw. Sicken 84 zur Versteifung auf.
Diese können an ihren oberen Randkanten mit nicht gezeigten Tropfnasen für den Wasserablauf
versehen sein. Um die Schalleinleitung in die Dämmmatten 44 zu ermöglichen, sind die
der Lärmquelle zugewandten Seitenwandteile 36 rasterförmig gelocht.
1. Lärmschutzwand zur Abschirmung von Verkehrswegen oder sonstigen Lärmquellen mit mehreren
im Abstand voneinander angeordneten, vorzugsweise durch H-förmige Profile gebildeten
vertikalen Pfosten (10) und mehreren aus Wandteilen kastenförmig zusammengefügten
und mit ihren Stirnenden in einander zugewandte Aufnahmenuten (18) benachbarter Pfosten
(10) eingreifenden Lärmschutzkassetten (12), dadurch gekennzeichnet, dass die Lärmschutzkassetten (12) über federelastisch verformbare Abstandshalter (22)
stirnseitig gegenüber dem Nutgrund (26) der Aufnahmenuten (18) abgestützt sind.
2. Lärmschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (22) vorzugsweise als bogenförmige Blattfedern durch Federelemente
gebildet sind.
3. Lärmschutzwand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (22) über eine Formschluss- oder Rastverbindung (28) an den Lärmschutzkassetten
(12) gehalten sind.
4. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (22) zugleich als elektrisch leitende Verbindungselemente zur
Erdung der Lärmschutzkassetten (12) über die Pfosten (10) ausgebildet sind.
5. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pfosten (10) zugleich als Erdungsleiter elektrisch leitend ausgebildet sind.
6. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Pfosten (10) eine im Bereich der Aufnahmenut verlaufende Erdungsschiene aufweisen.
7. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lärmschutzkassetten (12) paarweise durch die Abstandshalter (22) verbunden sind.
8. Lärmschutzwand zur Abschirmung von Verkehrswegen oder sonstigen Lärmquellen mit mehreren
im Abstand voneinander angeordneten, vorzugsweise durch H-förmige Profile gebildeten
vertikalen Pfosten (10) und mehreren aus Wandteilen kastenförmig zusammengefügten
und mit ihren Stirnenden in einander zugewandte Aufnahmenuten (18) benachbarter Pfosten
(10) eingreifenden langgestreckten Lärmschutzkassetten (12), dadurch gekennzeichnet, dass die Wandteile über eine Füge- oder Stoffschlussverbindung (80) frei von außenseitig
an den Lärmschutzkassetten (12) abstehenden Verbindungsmitteln fest miteinander verbunden
sind.
9. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandteile durch Durchsetzfügepunkte (80) punktförmig miteinander verbunden sind,
wobei hintergreifende Tiefziehbereiche in aneinanderliegenden Wandteilen eine Fügeverbindung
bilden.
10. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die in Längsrichtung der Lärmschutzkassetten (12) sich erstreckenden Wandteile (32,34,36)
in einem Mittelabschnitt über Durchsetzfügepunkte (80) miteinander verbunden sind.
11. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandteile im Bereich von an einem Ober- und/oder Untergurt der Lärmschutzkassetten
(12) abstehenden Profilelementen (60,64) punktförmig miteinander verbunden sind.
12. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitigen Wandteile (38) Durchbrüche für den Werkzeugeingriff zur Herstellung
von Durchsetzfügepunkten (80) aufweisen.
13. Lärmschutzwand zur Abschirmung von Verkehrswegen oder sonstigen Lärmquellen mit mehreren
im Abstand voneinander angeordneten, vorzugsweise durch H-förmige Profile gebildeten
vertikalen Pfosten (10) und mehreren aus Wandteilen kastenförmig zusammengefügten
und mit ihren Stirnenden in einander zugewandte Aufnahmenuten (18) benachbarter Pfosten
(10) eingreifenden, übereinander liegenden Lärmschutzkassetten (12), dadurch gekennzeichnet, dass der Obergurt (32) und Untergurt (34) der Lärmschutzkassetten (12) als gesonderte
Wandteile durch Strangpressprofile gebildet sind.
14. Lärmschutzwand nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Strangpressprofile (32,34) eine Nut- und Federverbindung (46) für übereinanderliegende
Lärmschutzkassetten (12) aufweisen.
15. Lärmschutzwand nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut- und Federverbindung (46) gezahnte oder geraute Profilflächen (52) zur Kraftschlusserhöhung
aufweist.
16. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass an den Ober- und Untergurten paarweise abstehende Profilwinkel (60,64) zur Halterung
von seitlichen Wandteilen (36) der Lärmschutzkassetten (12) ausgebildet sind, wobei
die nach oben abstehenden Profilwinkel (60) der Obergurte (32) im seitlichen Abstand
vom Gurtrand angeordnet sind und die nach unten abstehenden Profilwinkel (64) der
Untergurte (34) zugleich den Gurtrand bilden.
17. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikalen seitlichen Wandteile (36) Längssicken (84) zur Versteifung aufweisen,
wobei die oberen Sickenränder als Tropfnasen ausgebildet sind.
18. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass an der oberen Lärmschutzkassette (12) ein Abdeckprofil (14) vorzugsweise über eine
Steckverbindung gehalten ist, wobei das Abdeckprofil (14) eine ebene oder nach oben
gewölbte oder dachförmige Abdeckfläche (68) aufweist und gegebenenfalls die Pfosten
(10) zumindest partiell überdeckt.
19. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen benachbarten Pfosten (10) eine vorzugsweise als Stahlseil oder Stahlband
ausgebildete Zugsicherung (30) gespannt ist, wobei die Zugsicherung (30) vorzugsweise
in einer zwischen dem Abdeckprofil (14) und der oberen Lärmschutzkassette (12) verlaufenden
Profilkammer sichtseitig verdeckt angeordnet ist.