| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 455 018 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
17.02.2010 Patentblatt 2010/07 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.02.2004 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
|
| (54) |
Lärmschutzwand
Noise protection wall
Mur anti-bruit
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
06.03.2003 DE 10310202
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
08.09.2004 Patentblatt 2004/37 |
| (73) |
Patentinhaber: MAAS Profile GmbH & Co. KG |
|
74532 Ilshofen (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- Maas, Wolfgang
74532 Ilshofen (DE)
- Lublow, Felix
59199 Bönen (DE)
- Komm, Walter
67930 Beinheim (FR)
- Grötz, Georg
76597 Loffenau (DE)
|
| (74) |
Vertreter: Pfiz, Thomas et al |
|
Patentanwälte Wolf & Lutz
Hauptmannsreute 93 70193 Stuttgart 70193 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-U- 9 105 831 GB-A- 2 251 256 GB-A- 2 365 457
|
DE-U- 29 510 861 GB-A- 2 352 740
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Lärmschutzwand zur Abschirmung von Verkehrswegen oder
sonstigen Lärmquellen gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs. Eine
solche Lärmschutzwand ist z.B aus der
DE-U-29 510 861 bekannt.
[0002] Solche Lärmschutzwände werden insbesondere entlang von Bahnstrecken installiert,
um durch Schalldämmung und Schallabsorption zu verhindern, dass in den umliegenden
Gebieten durch Lärm die Lebensqualität sinkt. Neben den akustischen Eigenschaften
sind auch die bautechnischen Anforderungen vor allem hinsichtlich einfacher Montage
und Standsicherheit gegenüber Windlasten sowie Lasten aus Druck- und Sogwirkung vorbeifahrender
Züge zu berücksichtigen. In herkömmlicher Bauweise bestehen die Wandelemente aus zwischen
Pfosten übereinander gehaltenen, waagerecht-langgestreckten Kassetten, die aus Walzprofilen
vorzugsweise aus Aluminiumblech in Leichtbauweise gefertigt sind. Die einzelnen Wandteile
werden dabei mittels Schrauben oder Nieten verbunden, was häufig jedoch durch Abscheren
oder Abscheuern der Verbindungsmittel zu Problemen führt. Als nachteilig hat sich
auch herausgestellt, dass bei Bewegungen der Pfosten oder Verbiegen der Kassetten
unter hoher Belastung die eine stabile Halterung nicht mehr sichergestellt ist. Ein
weiteres Problem besteht darin, die für den Fall einer Beschädigung der Oberleitung
an Bahnstrecken geforderte Erdung der Lärmschutzwände ohne aufwändige und gestalterisch
störende Baumaßnahmen zu gewährleisten.
[0003] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die im Stand der Technik
aufgetretenen Nachteile zu vermeiden und eine Lärmschutzwand dahingehend zu verbessern,
dass eine hohe Stabilität und Standsicherheit erreicht wird und eine möglichst wartungsfreie
lange Nutzungsdauer ohne Beeinträchtigung des optischen Erscheinungsbilds möglich
ist.
[0004] Zur Lösung dieser Aufgabe wird die im unabhängigen Patentanspruch angegebene Merkmalskombination
vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0005] Entsprechend wird gemäß der Erfindung unter Anderem vorgeschlagen, dass die Lärmschutzkassetten
über federelastisch verformbare Abstandshalter stirnseitig gegenüber dem Nutgrund
der Aufnahmenuten abgestützt sind. Dadurch ist es möglich, dass Längsbewegungen der
Kassetten aufgrund von Belastungen oder thermischen Einflüssen kompensiert werden
können. Insbesondere wird dadurch verhindert, dass die Kassetten sich unkontrolliert
zu einem Pfosten hin bewegen und bei hohen Druck- bzw. Soglasten verformungsbedingt
aus der Halterung treten.
[0006] Vorteilhafterweise sind die Abstandshalter vorzugsweise als bogenförmige Blattfedern
durch Federelemente gebildet. Zur vereinfachten Montage ist es von Vorteil, wenn die
Abstandshalter über eine Formschluss- oder Rastverbindung an den Lärmschutzkassetten
gehalten sind.
[0007] Gemäß der Erfindung sind die Abstandshalter zugleich als elektrisch leitende Verbindungselemente
zur Erdung der Lärmschutzkassetten über die Pfosten ausgebildet, so dass die Sicherheitsanforderungen
speziell für den Fall eines Reißens der Oberleitung einer Bahnstrecke erfüllt sind.
[0008] Die Pfosten sind zugleich als Erdungsleiter elektrisch leitend ausgebildet. Bei elektrisch
nicht leitenden Pfosten beispielsweise aus Beton ist es möglich, dass die Pfosten
eine im Bereich der Aufnahmenut verlaufende Erdungsschiene aufweisen.
[0009] Ein weiterer Zusatznutzen der Abstandshalter wird dadurch erreicht, dass die Lärmschutzkassetten
paarweise durch die Abstandshalter verbunden sind.
[0010] Eine weitere Ausführung sieht vor, dass die Wandteile über eine Füge- oder Stoffschlussverbindung
frei von außenseitig an den Lärmschutzkassetten abstehenden Verbindungsmitteln fest
miteinander verbunden sind. Die Verbindungsstellen sind dadurch weitgehend abschabungssicher,
was sich insbesondere im Bereich der Pfosten vorteilhaft auswirkt.
[0011] Eine besonders vorteilhafte Ausführung sieht vor, dass die Wandteile durch Durchsetzfügepunkte
punktförmig miteinander verbunden sind, wobei hintergreifende Tiefziehbereiche in
aneinanderliegenden Wandteilen eine Fügeverbindung bilden. Dadurch kann eine günstige
Lastaufnahme ohne die Gefahr eines Abscherens von Verbindungsmitteln erreicht werden,
und ein Wassereintritt durch die Verbindungsstellen wird vermieden.
[0012] Um Längenausdehnungen weitgehend ohne Beanspruchung der Verbindungsstellen zu erlauben,
ist es vorteilhaft, wenn die in Längsrichtung der Lärmschutzkassetten sich erstreckenden
Wandteile in einem Mittelabschnitt über Durchsetzfügepunkte miteinander verbunden
sind.
[0013] Für eine einfache Herstellung der Fügepunkte durch umgreifende Werkzeuge und verdeckte
Anordnung der Verbindungsstellen ist es vorteilhaft, wenn die Wandteile im Bereich
von an einem Ober- und/oder Untergurt der Lärmschutzkassetten abstehenden Profilelementen
punktförmig miteinander verbunden sind.
[0014] Im Stirnseitenbereich der Kassetten ist es möglich, dass die stirnseitigen Wandteile
Durchbrüche für den Werkzeugeingriff zur Herstellung von Durchsetzfügepunkten aufweisen.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführung weisen die Lärmschutzkassetten einen Obergurt und
Untergurt auf, die als gesonderte Wandteile durch Strangpressprofile gebildet sind.
Dadurch wird eine höhere Stabilität für größere Stützweiten gewährleistet. Daneben
kann eine hohe Passgenauigkeit erreicht werden, die vor allem zwischen übereinander
stehenden Kassetten im gegenseitigen Eingriffsbereich zum Tragen kommt. Entsprechend
den statischen Erfordernissen kann die Wandstärke der Strangpressprofile variabel
angepasst werden. Es können auch überstehende Profilteile erzeugt werden, die durch
einfaches Biegen nicht möglich sind.
[0016] Vorteilhafterweise besitzen die Strangpressprofile eine Nut- und Federverbindung
für übereinanderliegende Kassettenelemente. Zur Kraftschlusserhöhung ist es vorteilhaft,
wenn die Nut- und Federverbindung gezahnte oder geraute Profilflächen aufweist.
[0017] Eine weitere vorteilhafte Ausführung vor allem im Hinblick auf die Abhaltung von
Regenwasser sieht vor, dass an den Ober- und Untergurten paarweise abstehende Profilwinkel
zur Halterung von seitlichen Wandteilen der Lärmschutzkassetten ausgebildet sind,
wobei die nach oben abstehenden Profilwinkel der Obergurte im seitlichen Abstand vom
Gurtrand angeordnet sind und die nach unten abstehenden Profilwinkel der Untergurte
den Gurtrand bilden.
[0018] Vorteilhafterweise weisen die vertikalen seitlichen Wandteile Längssicken zur Versteifung
auf, wobei die oberen Sickenränder als Tropfnasen ausgebildet sind, so dass Verschmutzungen
durch ablaufendes Regenwasser verringert werden.
[0019] Eine weitere Verbesserung wird dadurch erreicht, dass an der oberen Lärmschutzkassette
ein Abdeckprofil vorzugsweise über eine Nut- und Federverbindung gehalten ist, wobei
das Abdeckprofil eine ebene oder nach oben gewölbte oder dachförmige Abdeckfläche
aufweist und gegebenenfalls die Pfosten zumindest partiell überdeckt.
[0020] Um benachbarte Pfosten im gleichen Abstand zu halten und ein Auslösen der Kassetten
zu verhindern, ist es vorteilhaft, wenn zwischen benachbarten Pfosten eine vorzugsweise
als Stahlseil oder Stahlband ausgebildete Zugsicherung gespannt ist, wobei die Zugsicherung
vorzugsweise in einer zwischen dem Abdeckprofil und der oberen Lärmschutzkassette
verlaufenden Profilkammer sichtseitig verdeckt angeordnet ist.
[0021] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung in schematischer Weise
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen
- Fig. 1
- einen Abschnitt einer Lärmschutzwand mit übereinander liegenden Lärmschutzkassetten
in einer perspektivischen teilweisen Explosionsdarstellung;
- Fig. 2
- die Lärmschutzwand in einem vereinfachten ausschnittsweisen Vertikalschnitt in der
Wandebene;
- Fig. 3
- einen abgebrochenen Vertikalschnitt der Lärmschutzwand senkrecht zur Wandebene;
- Fig. 4
- einen abgebrochenen Horizontalschnitt der Lärmschutzwand; und
- Fig. 5 bis 8
- einen Abschlussdeckel, einen Obergurt, einen Untergurt und einen Stirndeckel der Lärmschutzkassetten
im Profil.
[0022] Die in der Zeichnung dargestellte Lärmschutzwand besteht im wesentlichen aus mehreren
im Abstand voneinander angeordneten vertikalen Pfosten 10 und zwischen den Pfosten
10 waagerecht übereinander liegend angeordneten Lärmschutzkassetten 12 sowie einem
oberen Abdeckprofil 14.
[0023] Die Pfosten 10 sind als H-förmige Stahlprofilträger vertikal in Betonsockeln 16 verankert,
wobei die durch das H-Profil begrenzten Aufnahmenuten 18 für die Lärmschutzkassetten
12 in Richtung des Wandverlaufs weisen. Grundsätzlich können anstelle von Stahlträgern
10 auch Betonpfosten zum Einsatz kommen. Während die Lärmschutzkassetten 12 in Leichtbauweise
aus Aluminium gebildet sind, kann das untere Lärmschutzelement 20 zur Erhöhung der
Stabilität aus Beton bestehen.
[0024] Wie am besten aus Fig. 2 ersichtlich, sind die Lärmschutzkassetten 12 über federelastische
Abstandshalter 22 stirnseitig gegenüber dem durch den Profilsteg 24 der Pfosten 10
gebildeten Nutgrund 26 der Aufnahmenuten 18 abgestützt, so dass Längsbewegungen abgefedert
werden können. Die Abstandshalter 22 sind als bogenförmige Blattfedern ausgebildet
und an einem hakenförmigen Ende über eine Formschlussverbindung 28 an den Lärmschutzkassetten
12 gehalten. Dabei ist es vorgesehen, dass die Abstandshalter 22 zweckmäßig erst nach
dem Einsetzen der Lärmschutzkassetten 12 in die Aufnahmenuten 18 in die Verbindungsstellung
eingeführt werden.
[0025] Die aus Federstahl bestehenden Abstandshalter 22 bilden zugleich elektrisch leitende
Verbindungselemente, um eine Erdung der Lärmschutzkassetten 12 und des damit verbundenen
oberen Abdeckprofils 14 über die elektrisch leitenden Pfosten 10 zu ermöglichen.
[0026] Zur Einhaltung eines vorgegebenen Abstandes zwischen benachbarten Pfosten 10 ist
ein Zug- bzw. Sicherungsseil 30 vorgesehen, welches zwischen dem Abdeckprofil 14 und
der oberen Lärmschutzkassette 12 verdeckt verläuft.
[0027] Gemäß Fig. 3 und 4 sind die Lärmschutzkassetten aus einem Obergurt 32, einem Untergurt
34 sowie zwei Seitenwandteilen 36 und Stirnwandteilen 38 kastenförmig zusammengesetzt.
In den von einer Trennwand 40 geteilten Innenraumhälften 42 der Lärmschutzkassetten
12 ist jeweils eine Dämmlage 44 aus einem schallabsorbierenden Material angeordnet.
[0028] Während die Seitenwandteile 36 durch Walzumformen von Blechtafeln gebildet sind,
bestehen die übrigen Wandteile 32, 34, 38 aus abgelängten Strangpressprofilen.
[0029] Die waagerecht übereinander angeordneten Lärmschutzkassetten 12 sind mittels einer
Nut- und Federverbindung 46 zwischen Untergurt 34 und Obergurt 32 verbunden. Wie aus
Fig. 6 und 7 ersichtlich, weist der Obergurt 32 zu diesem Zweck zwei im Abstand voneinander
angeordnete, innen gezahnte Profilrippen 48 auf, zwischen denen ein Federprofil 50
des Untergurts 34 formschlüssig einsetzbar ist. Über die gezahnten Rippenflächen 52
wird dabei eine Kraftschlusserhöhung bewirkt.
[0030] Zur Halterung der Trennwand 40 sind Profilnuten 54 an Ober- und Untergurt vorgesehen.
Weitere Profilrippen 56, 58 ermöglichen eine Lagerung der Dämmmatten 44 im Abstand
zu den Seitenwandteilen 36. Zur randseitigen Verbindung der Seitenwandteile 36 sind
an dem Obergurt 32 nach oben abstehende Haltewinkel 60 angeformt. Diese sind im seitlichen
Abstand vom Gurtrand bzw. der Profilaußenkante 62 angeordnet, so dass das Eindringen
von Niederschlagswasser erschwert wird. Die Halterung der Seitenwandteile 36 an den
Untergurten 34 wird ebenfalls durch Profilwinkel 64 ermöglicht, die dort durch nach
unten abstehende Randabkantungen gebildet sind. Diese weisen mit ihren freien Schenkeln
gegeneinander nach innen, so dass ebenfalls das Eindringen von Wasser behindert wird.
Zugleich wird gemeinsam mit dem Federprofil 50 eine kippsichere Standfläche zur Lagerung
auf der darunter liegenden Lärmschutzkassette geschaffen.
[0031] Das in Fig. 5 gezeigte Abdeckprofil 14 ist mit nach unten abstehenden, außen gezahnten
Profilrippen 66 versehen, durch welche anstelle eines Federprofils 50 eine Verbindung
mit den Profilrippen 52 eines Obergurts 32 geschaffen werden kann. Das Abdeckprofil
14 weist eine ebene Abdeckfläche 68 auf, die über einen geringfügig über die Seitenwände
36 überstehenden Profilumbug 70 einen freien Wasserablauf ermöglicht.
[0032] Das in Fig. 8 gezeigte Stirnwandteil 38 weist ebenfalls Randabkantungen zur Anlage
an die Seitenwandteile 36 sowie nach innen versetzte Profilrippen 74 zur Halterung
der Dämmmatten 44 auf. Zusätzliche Profilwinkel 76 ermöglichen das Einhängen der Blattfeder
22.
[0033] Beim baukastenartigen Zusammenbau der Lärmschutzkassetten 12 werden Ober- und Untergurt
32, 34 über die Trennwand 40 verbunden, die Dämmmatten 44 eingesetzt und die randseitig
abgekanteten Seitenwandteile 36 in Längsrichtung auf die Profilwinkel 60, 64 von Ober-
und Untergurt hintergreifend aufgeschoben.
[0034] Die Verbindung der Wandteile erfolgt nach dem Durchsetzfügeverfahren, bei welchem
in gegeneinander anliegenden Wandbereichen durch ein zangenartiges Werkzeug mit Formstempel
und Matrize ein punktförmiger hintergreifender Tiefziehbereich geschaffen wird, in
welchem durch formschlüssiges Ineinandergreifen unter plastischer Verformung eine
Fügeverbindungsstelle entscher Verformung eine Fügeverbindungsstelle entsteht. Dieses
Verfahren ist an sich beispielsweise aus der
DE-A-199 29 377 bekannt. Dadurch ist es möglich, Verbindungsstellen frei von abstehenden Verbindungsmitteln
zu schaffen, so dass Probleme durch Abscheren oder Abscheuern vermieden werden.
[0035] Demgemäß werden die Randbereiche 78 der Seitenwandteile 36 im Mittelbereich der Lärmschutzkassetten
12 über Durchsetzfügepunkte 80 mit den Profilwinkeln 60 der Obergurte 32 verbunden
(Fig. 3). Die Verbindung der stirnseitig aufgesetzten Stirnwandteile 38 erfolgt ebenfalls
über Durchsetzfügepunkte 80 in den abgekanteten Randbereichen 72 (Fig. 4). Um den
Eingriff eines zangenförmigen Werkzeugs zur Herstellung der Durchsetzfügepunkte 80
in diesem Bereich zu ermöglichen, sind die Stirnwandteile 34 mit geeigneten Durchbrüchen
versehen (nicht gezeigt).
[0036] Wie am besten aus Fig. 4 ersichtlich, greifen die Lärmschutzkassetten 12 an ihren
Stirnenden in die Aufnahmenuten 18 der Pfosten 10 ein. Zur seitlichen klapperfreien
Abstützung gegenüber den Nutflanken sind beidseitig Elastomerprofile 82 vorgesehen,
welche entlang den freien Rändern der Stirnwandteile 38 vertikal verlaufen. Dabei
kann trotz der isolierenden Elastomerprofile eine elektrische Verbindung über die
Abstandshalter 22 vermittelt werden.
[0037] Die Seitenwandteile weisen längslaufende Einzüge bzw. Sicken 84 zur Versteifung auf.
Diese können an ihren oberen Randkanten mit nicht gezeigten Tropfnasen für den Wasserablauf
versehen sein. Um die Schalleinleitung in die Dämmmatten 44 zu ermöglichen, sind die
der Lärmquelle zugewandten Seitenwandteile 36 rasterförmig gelocht.
1. Lärmschutzwand zur Abschirmung von Verkehrswegen oder sonstigen Lärmquellen mit mehreren
im Abstand voneinander angeordneten, vorzugsweise durch H-förmige Profile gebildeten
vertikalen Pfosten (10) und mehreren aus Wandteilen kastenförmig zusammengefügten
und mit ihren Stirnenden in einander zugewandte Aufnahmenuten (18) benachbarter Pfosten
(10) eingreifenden Lärmschutzkassetten (12), dadurch gekennzeichnet dass die Lärmschutzkassetten (12) über federelastisch verformbare Abstandshalter (22)
stirnseitig gegenüber dem Nutgrund (26) der Aufnahmenuten (18) abgestützt sind, und
wobei die Abstandshalter (22) zugleich als elektrisch leitende Verbindungselemente
zur Esdung der Lärmschutzkassetten (12) über die als Erdungsleiter elektrisch leitenden
Pfosten (10) ausgebildet sind.
2. Lärmschutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (22) vorzugsweise als bogenförmige Blattfedern durch Federelemente
gebildet sind.
3. Lärmschutzwand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandshalter (22) über eine Formschluss- oder Rastverbindung (28) an den Lärmschutzkassetten
(12) gehalten sind.
4. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Pfosten (10) zugleich als Erdungsleiter elektrisch leitend ausgebildet sind.
5. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Pfosten (10) eine im Bereich der Aufnahmenut verlaufende Erdungsschiene aufweisen.
6. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lärmschutzkassetten (12) paarweise durch die Abstandshalter (22) verbunden sind.
7. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandteile über eine Füge- oder Stoffschlussverbindung (80) frei von außenseitig
an den Lärmschutzkassetten (12) abstehenden Verbindungsmitteln fest miteinander verbunden
sind.
8. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandteile durch Durchsetzfügepunkte (80) punktförmig miteinander verbunden sind,
wobei hintergreifende Tiefziehbereiche in aneinanderliegenden Wandteilen eine Fügeverbindung
bilden.
9. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die in Längsrichtung der Lärmschutzkassetten (12) sich erstreckenden Wandteile (32,34,36)
in einem Mittelabschnitt über Durchsetzfügepunkte (80) miteinander verbunden sind.
10. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandteile im Bereich von an einem Ober- und/oder Untergurt der Lärmschutzkassetten
(12) abstehenden Profilelementen (60,64) punktförmig miteinander verbunden sind.
11. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitigen Wandteile (38) Durchbrüche für den Werkzeugeingriff zur Herstellung
von Durchsetzfügepunkten (80) aufweisen.
12. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Obergurt (32) und Untergurt (34) der Lärmschutzkassetten (12) als gesonderte
Wandteile durch Strangpressprofile gebildet sind.
13. Lärmschutzwand nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Strangpressprofile (32,34) eine Nut- und Federverbindung (46) für übereinanderliegende
Lärmschutzkassetten (12) aufweisen.
14. Lärmschutzwand nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Nut- und Federverbindung (46) gezahnte oder geraute Profilflächen (52) zur Kraftschlusserhöhung
aufweist.
15. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass an den Ober- und Untergurten paarweise abstehende Profilwinkel (60,64) zur Halterung
von seitlichen Wandteilen (36) der Lärmschutzkassetten (12) ausgebildet sind, wobei
die nach oben abstehenden Profilwinkel (60) der Obergurte (32) im seitlichen Abstand
vom Gurtrand angeordnet sind und die nach unten abstehenden Profilwinkel (64) der
Untergurte (34) zugleich den Gurtrand bilden.
16. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikalen seitlichen Wandteile (36) Längssicken (84) zur Versteifung aufweisen,
wobei die oberen Sickenränder als Tropfnasen ausgebildet sind.
17. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass an der oberen Lärmschutzkassette (12) ein Abdeckprofil (14) vorzugsweise über eine
Steckverbindung gehalten ist, wobei das Abdeckprofil (14) eine ebene oder nach oben
gewölbte oder dachförmige Abdeckfläche (68) aufweist und gegebenenfalls die Pfosten
(10) zumindest partiell überdeckt.
18. Lärmschutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen benachbarten Pfosten (10) eine vorzugsweise als Stahlseil oder Stahlband
ausgebildete Zugsicherung (30) gespannt ist, wobei die Zugsicherung (30) vorzugsweise
in einer zwischen dem Abdeckprofil (14) und der oberen Lärmschutzkassette (12) verlaufenden
Profilkammer sichtseitig verdeckt angeordnet ist.
1. Noise protection wall for screening of traffic routes or other sources of noise, having
a plurality of vertical posts (10), which are arranged at a distance apart and are
formed preferably by H-shaped profiles, and a plurality of noise protection panels
(12), which are joined together in the shape of a box from wall parts and engage with
their end faces in mutually facing receiving grooves (18) of adjacent posts (10),
characterized in that the noise protection panels (12) are supported on the end face against the groove
bottom (26) of the receiving grooves (18) by means of resiliently deformable spacers
(22), and wherein the spacers (22) are at the same time configured as electrically
conductive connecting elements for earthing the noise protection panels (12) via the,
as earthing conductors, electrically conductive posts (10).
2. Noise protection wall according to Claim 1, characterized in that the spacers (22) are preferably formed as arc-shaped leaf springs by spring elements.
3. Noise protection wall according to Claim 1 or 2, characterized in that the spacers (22) are held on the noise protection panels (12) by means of a positive-locking
or latching connection (28).
4. Noise protection wall according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the posts (10) are at the same time configured such that they are electrically conductive
as earthing conductors.
5. Noise protection wall according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the posts (10) have an earth bar running in the region of the receiving groove.
6. Noise protection wall according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the noise protection panels (12) are connected in pairs by the spacers (22).
7. Noise protection wall according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the wall parts are fixedly connected to one another by a join connection or integral
connection (80) free from connecting means protruding on the outside of the noise
protection panels (12).
8. Noise protection wall according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the wall parts are connected punctiformly to one another by pass-through joining
points (80), a join connection being formed by back-gripping, deep-drawn regions in
mutually adjoining wall parts.
9. Noise protection wall according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the wall parts (32, 34, 36) extending in the longitudinal direction of the noise
protection panels (12) are connected to one another in a middle portion by pass-through
joining points (80).
10. Noise protection wall according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the wall parts, in the region of profiled elements (60, 64) protruding on a top and/or
bottom chord of the noise protection panels (12), are connected to one another punctiformly.
11. Noise protection wall according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the end-face wall parts (38) have apertures for the engagement of a tool for the
creation of pass-through joining points (80).
12. Noise protection wall according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the top chord (32) and bottom chord (34) of the noise protection panels (12) are
formed as separate wall parts by extrusion profiles.
13. Noise protection wall according to Claim 12, characterized in that the extrusion profiles (32, 34) have a tongue-and-groove connection (46) for noise
protection panels (12) lying one above the other.
14. Noise protection wall according to Claim 13, characterized in that the tongue-and-groove connection (46) has toothed or roughened profiled surfaces
(52) for enhancement of the force closure.
15. Noise protection wall according to one of Claims 12 to 14, characterized in that profiled angle bars (60, 64) protruding in pairs on the top and bottom chords are
configured for the mounting of lateral wall parts (36) of the noise protection panels
(12), the upwardly protruding profiled angle bars (60) of the top chords (32) being
arranged at a lateral distance from the chord edge and the downwardly protruding profiled
angle bars (64) of the bottom chords (34) at the same time forming the chord edge.
16. Noise protection wall according to one of Claims 1 to 15, characterized in that the vertical lateral wall parts (36) have longitudinal beads (84) for stiffening
purposes, the upper bead edges being configured as weather drips.
17. Noise protection wall according to one of Claims 1 to 16, characterized in that on the upper noise protection panel (12) a cover profile (14) is held, preferably
via a plug connection, the cover profile (14) having a flat or upwardly arched or
roof-shaped cover face (68) and, where appropriate, at least partially covering the
posts (10).
18. Noise protection wall according to one of Claims 1 to 17, characterized in that tensioned between adjacent posts (10) is a tension locking element (30), preferably
configured as a steel cable or steel band, the tension locking element (30) preferably
being arranged hidden from view in a profiled chamber running between the cover profile
(14) and the upper noise protection panel (12).
1. Mur antibruit pour la protection de voies de circulation ou d'autres sources de bruit,
comportant plusieurs poteaux verticaux (10) disposés à distance l'un de l'autre et
formés de préférence par des profilés en H et plusieurs cassettes antibruit (12) assemblées
en forme de caisson à partir de parties de paroi et engagées par leurs extrémités
frontales dans des rainures de réception (18) tournées l'une vers l'autre de poteaux
voisins (10), caractérisé en ce que les cassettes antibruit (12) sont appuyées frontalement par rapport au fond de rainure
(26) des rainures de réception (18) au moyen d'éléments d'écartement (22) déformables
élastiquement, et dans lequel les éléments d'écartement (22) sont en même temps réalisés
sous la forme d'éléments de raccordement électriquement conducteurs pour la mise à
la terre des cassettes antibruit (12) par l'intermédiaire des poteaux (10) électriquement
conducteurs servant de conducteur de mise à la terre.
2. Mur antibruit selon la revendication 1, caractérisé en ce que les éléments d'écartement (22) sont formés par des éléments de ressort de préférence
en forme de ressorts à lame en forme d'arc.
3. Mur antibruit selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les éléments d'écartement (22) sont maintenus sur les cassettes antibruit (12) par
un assemblage à complémentarité de forme ou à encliquetage (28).
4. Mur antibruit selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les poteaux (10) sont en même temps électriquement conducteurs sous la forme de conducteurs
de mise à la terre.
5. Mur antibruit selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que les poteaux (10) présentent un rail de mise à la terre s'étendant dans la région
de la rainure de réception.
6. Mur antibruit selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les cassettes antibruit (12) sont assemblées par paires au moyen des éléments d'écartement
(22).
7. Mur antibruit selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les parties de paroi sont assemblées solidairement l'une à l'autre par un assemblage
à joint ou à complémentarité de matière (80) sans que des moyens d'assemblage soient
saillants extérieurement sur les cassettes antibruit (12).
8. Mur antibruit selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que les parties de paroi sont assemblées l'une à l'autre ponctuellement par des points
de jonction traversants (80), dans lequel des régions embouties d'accrochage arrière
forment un assemblage à joint sur des parties de paroi posées l'une contre l'autre.
9. Mur antibruit selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que les parties de paroi (32, 34, 36) s'étendant dans la direction longitudinale des
cassettes antibruit (12) sont assemblées l'une à l'autre par des points de jonction
traversants (80) dans une section moyenne.
10. Mur antibruit selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que les parties de paroi sont assemblées l'une à l'autre ponctuellement dans la région
d'éléments profilés (60, 64) saillants sur une semelle supérieure et/ou inférieure
des cassettes antibruit (12).
11. Mur antibruit selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que les parties frontales de paroi (38) présentent des passages pour l'accès d'un outil
pour la fabrication de points de jonction traversants (80).
12. Mur antibruit selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la semelle supérieure (32) et la semelle inférieure (34) des cassettes antibruit
(12) sont fabriquées sous la forme de parties de paroi séparées au moyen de profilés
extrudés.
13. Mur antibruit selon la revendication 12, caractérisé en ce que les profilés extrudés (32, 34) présentent un assemblage par rainure et languette
(46) pour des cassettes antibruit (12) superposées.
14. Mur antibruit selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'assemblage par rainure et languette (46) présente des faces de profil dentées ou
rugueuses (52) pour augmenter l'adhérence.
15. Mur antibruit selon l'une quelconque des revendications 12 à 14, caractérisé en ce que des cornières saillantes par paires (60, 64) sont formées sur les semelles supérieures
et inférieures pour maintenir des parties de paroi latérales (36) des cassettes antibruit
(12), dans lequel les cornières saillantes vers le haut (60) des semelles supérieures
(32) sont disposées à une distance latérale du bord des semelles et les cornières
saillantes vers le bas (64) des semelles inférieures (34) forment en même temps le
bord des semelles.
16. Mur antibruit selon l'une quelconque des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que les parties de paroi latérales verticales (36) présentent des moulures longitudinales
(84) de raidissement, dans lequel les bords supérieurs des moulures se présentent
sous la forme de rejets d'eau.
17. Mur antibruit selon l'une quelconque des revendications 1 à 16, caractérisé en ce qu'un profilé de recouvrement (14) est tenu sur la cassette antibruit supérieure (12),
de préférence par un assemblage à emboîtement, dans lequel le profilé de recouvrement
(14) présente une face de recouvrement (68) plane ou courbée vers le haut ou en forme
de toit et les poteaux (10) sont éventuellement au moins partiellement recouverts.
18. Mur antibruit selon l'une quelconque des revendications 1 à 17, caractérisé en ce qu'une sécurité de traction (30), réalisée de préférence sous la forme d'un câble d'acier
ou d'un feuillard d'acier, est tendue entre des poteaux (10) voisins, dans lequel
la sécurité de traction (30) est disposée de préférence dans une chambre de profilé
s'étendant entre le profilé de recouvrement (14) et la cassette antibruit supérieure
(12), en étant masquée à la vue.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente