| (19) |
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(11) |
EP 1 456 440 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.07.2006 Patentblatt 2006/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.12.2002 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/014228 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/052183 (26.06.2003 Gazette 2003/26) |
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| (54) |
TEXTURIERMASCHINE
TEXTURING MACHINE
MACHINE DE TEXTURATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI TR |
| (30) |
Priorität: |
19.12.2001 DE 10162299
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.09.2004 Patentblatt 2004/38 |
| (73) |
Patentinhaber: Saurer GmbH & Co. KG |
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41069 Mönchengladbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- FINK, Wolfgang-Peter
42369 Wuppertal (DE)
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| (74) |
Vertreter: Kahlhöfer, Hermann |
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Kahlhöfer Neumann Herzog Fiesser,
Patentanwälte,
Karlstrasse 76 40210 Düsseldorf 40210 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 853 150 US-A- 5 193 293
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GB-A- 1 273 272 US-A1- 2001 017 028
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Texturiermaschine zum Falschdralltexturieren eines Fadens
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Eine gattungsgemäße Texturiermaschine ist aus der EP 0 853 150 bekannt.
[0003] Bei der bekannten Texturiermaschine wird ein zugeliefertes Glattgam durch einen Falschdrallprozeß
texturiert. Hierzu wird der durch ein Falschdrallaggregat erzeugte Falschdrall in
dem Faden durch eine Wärmebehandlung und einer anschließenden Abkühlung fixiert. Zum
Abkühlen des falschgedrallten Fadens wird ein Kühlrohr verwendet, an dessen Oberfläche
der Faden wendelförmig geführt ist. Um in Abhängigkeit vom Gamtyp die Kühlfläche an
der Oberfläche des Kühlrohres zu verändern, besitzt die bekannte Texturiermaschine
mehrere bewegliche Fadenführer, die die Steigung der wendelförmigen Kühlstrecke am
Umfang des Kühlrohres verändern. Als Kühlstrecke wird der sich am Umfang des Kühlrohres
einstellender Fadenlauf bezeichnet. Um bei Fäden mit kleinen Fadentitern keine zu
intensive Kühlung zu erhalten, wird ein besonders flacher Steigungswinkel der wendelförmigen
Kühlstrecke am Umfang des Kühlrohres eingestellt. Damit verringert sich jedoch gleichzeitig
der Grad der Umschlingung an dem Kühlrohr. Es tritt das Problem ein, daß die vom Falschdrallaggregat
erzeugten hochdynamischen Drallschwingungen im Faden, die sich mit dem Falschdrall
entgegen den Fadenlauf fortpflanzen, unzureichend in der Kühlzone abgebaut werden
können. Die Drallschwingungen pflanzen sich im Faden somit bis in die Heizzone zurück
und führen zu einem die Wärmebehandlung negativ beeinflussenden unruhigen Fadenlauf.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Texturiermaschine der eingangs
genannten Art derart auszubilden, daß eine Beeinflussung der Kühlwirkung an dem Kühlrohr
ohne wesentliche Veränderung der wendelförmigen Kühlstrecke möglich ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zwischen dem Einlauffadenführer
und dem Auslauffadenführer ein Fadenheber angeordnet ist, durch welchen der Faden
innerhalb der Kühlstrecke über eine Teillänge ohne Kontakt am Umfang des Kühlrohres
geführt ist. Auf dem Teilstück der Kühlstrecke, in welchem der Faden von der Oberfläche
des Kühlrohres abgehoben ist, findet keine intensive Kühlung des Fadens statt. Damit
kann vorteilhaft der Grad der Kühlung innerhalb der Kühlstrecke eingestellt werden.
Ein besonderer Vorteil der Erfindung liegt darin, daß die zum Abbau von Drallschwingungen
erforderlichen Mindestumschlingungen an dem Kühlrohr erhalten bleiben. Obwohl sich
das innerhalb der Kühlstrecke geführte Fadenstück durch Abheben des Fadens verlängert,
wird eine schwächere Abkühlung erreicht. Insbesondere lassen sich somit Fäden mit
feinen Titern vorteilhaft texturieren.
[0006] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung läßt sich der Fadenheber auf
einfache Weise durch einen Halter und einen Fadenführer bilden, wobei der Halter den
Fadenführer mit Abstand zu dem Umfang des Kühlrohres hält. Damit wird ein örtlich
begrenztes Abheben des Fadens von der Oberfläche des Kühlrohres ermöglicht.
[0007] Da bei veränderter Steigung der wendelförmigen Kühlstrecke die relative Fadenposition
am Umfang des Kühlrohres sich verändert, wird gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
vorgeschlagen, den Halter zur Veränderung der Position des Fadenführers relativ zum
Kühlrohr in axialer und / oder radialer Richtung verstellbar auszubilden. Damit läßt
sich der Faden an beliebiger Stelle der Kühlstrecke von der Oberfläche des Kühlrohres
lösen.
[0008] Eine besonders einfache und sehr effektive Ausführungsvariante ist dadurch gegeben,
daß der Halter ringförmig ausgebildet ist und auf das Kühlrohr aufgesteckt ist. Dabei
ist der Fadenführer durch eine Nut am Umfang des Halters gebildet.
[0009] Die Weiterbildung, bei welcher der Fadenheber durch ein Ringsegment mit einer äußeren
Führungskante zur Führung des Fadens gebildet ist, zeichnet sich durch eine noch höhere
Flexibilität in der Fadenführung aus.
[0010] Das Ringsegment, daß am Umfang des Küblrohres angeordnet ist, kann dabei eine derartige
Form aufweisen, daß der zwischen der Führungskante und der Oberfläche des Kühlrohres
gebildete Fadenabstand in Umfangsrichtung des Kühlrohres ungleich groß ist. Damit
besteht die Möglichkeit, die Teillänge, in welcher der Faden keinen Kontakt zum Kühlrohr
hat, möglichst groß zu gestalten. Andererseits läßt sich durch Vergrößerung des Abstandes
zwischen der Führungskante und der Oberfläche des Kühlrohres eine zusätzlich intensive
Umschlingungsreibung an dem Faden erzeugen, was vorteilhaft zum Abbau der Drallschwingungen
in dem Faden führt.
[0011] Das Ringsegment ist dabei vorteilhaft am Umfang des Kühlrohres in axialer Richtung
und / oder radialer Richtung verstellbar ausgeführt.
[0012] Um die Fadenspannung innerhalb der Falschdrallzone über das durch die Umschlingung
an dem Kühlrohr bedingte Maß hinaus zu verändern, wird gemäß einer besonders vorteilhaften
Weiterbildung der Erfindung vorgeschlagen, dem Fadenheber im Fadenlauf eine Fadenbremse
zuzuordnen. Durch die Fadenbremse wird an dem Faden im Bereich der Teillänge ohne
Kontakt eine zusätzliche Reibung erzeugt.
[0013] Dabei läßt sich die Fadenbremse vorteilhaft durch einen Bremsstift ausbilden, welcher
den Fadenheber im Fadenlauf derart vorgeordnet ist, so daß der Faden vor Einlauf in
den Fadenheber den Bremsstift zumindest teilumschlingt.
[0014] Durch eine Verstellung des Bremsstiftes an dem Halter oder dem Ringsegment des Fadenhebers
können sowohl Zustände mit und ohne Fadenbremse realisiert werden. Zudem ist der Grad
der Fadenumschlingung an dem Bremsstift veränderbar.
[0015] Zur Erhöhung der Flexibilität hinsichtlich Fadenführung und Steigung der wendelförmigen
Kühlstrecke können der Einlauffadenführer und der Auslauffadenführer oder nur einer
der Fadenführer verstellbar ausgebildet sein.
[0016] Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist unter Hinweis auf die
beigefügten Zeichnungen nachfolgend näher beschrieben.
[0017] Es stellen dar
- Fig. 1
- einen schematischen Aufbau einer erfindungsgemäßen Texturiermaschine
- Fig. 2
- eine schematische Ansicht der Kühleinrichtung der Texturiermaschine aus Fig. 1
- Fig. 3
- schematisch eine Querschnittsansicht der Kühleinrichtung der Texturiermaschine aus
Fig. 1
- Fig. 4
- schematisch eine Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der Kühleinrichtung
- Fig. 5
- schematisch eine Querschnittsansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der Kühleinrichtung
- Fig. 6
- schematisch eine Seitenansicht der Kühleinrichtung aus Fig. 5
[0018] In Fig. 1 ist schematisch der Aufbau einer Bearbeitungsstelle einer erfindungsgemäßen
Texturiermaschine dargestellt. Die Texturiermaschine besitzt eine Vielzahl von Bearbeitungsstellen,
wobei die Prozeßaggregate der Bearbeitungsstellen in einem oder in mehreren Maschinengestellen
gehalten sind. Um einen Faden 1 zu texturieren, enthält eine Bearbeitungsstelle zumindest
ein erstes Lieferwerk 5, eine Heizeinrichtung 6, eine Kühleinrichtung 7, ein Falschdrallaggregat
15, ein zweites Lieferwerk 14 und eine Aufwickeleinrichtung 16, wobei die Prozeßaggregate
zu einem Fadenlauf hintereinander angeordnet sind. Dabei wird ein Faden 1 von einer
Vorlagenspule 2 durch das erste Lieferwerk 5 abgezogen. Die Vorlagespule 2 ist auf
einem Dorn 3 eines Gatters (hier nicht dargestellt) aufgesteckt. Das erste Lieferwerk
5 führt den Faden 1 in die sogenannte Falschdrallzone, die sich bis zum Falschdrallaggregat
15 erstreckt. Durch das Falschdrallaggregat 15 wird in dem Faden 1 ein Falschdrall
erzeugt, der innerhalb der Falschdrallzone in dem Faden zurückläuft. Hierzu kann das
Falschdrallaggregat 15 beispielsweise mehrere sich überlappende Friktionsscheiben
aufweisen, die an dem Faden ein Falschdrall erzeugen. Innerhalb der Falschdrallzone
läuft der Falschdrall in dem Faden zurück und wird dabei in der Heizeinrichtung 6
erwärmt und anschließend in der Kühleinrichtung 7 fixiert. Durch das zweite Lieferwerk
14 wird der Faden vom Falschdrallaggregat 15 abgezogen und der Aufwickeleinrichtung
16 zugeführt. In der Aufwickeleinrichtung 16 wird der Faden 1 zu einer Spule 17 gewickelt.
[0019] Um den Faden 1 innerhalb der Falschdrallzone abzulcühlen, besteht die Kühleinrichtung
7 aus einem Kühlrohr 8, das über eine Leitung 10 mit einer Kühlmittelquelle 9 verbunden
ist. Dem Kühlrohr 8 ist an einem Ende ein Einlauffadenführer 18, welcher den Faden
1 zu dem Kühlrohr 8 hinführt und am gegenüberliegenden Ende ein Auslauffadenführer
19 zugeordnet. Das Ende des Kühlrohres 8 im Bereich des Einlauffadenführers 18 wird
hier als Auflaufende 20 und das gegenüberliegende Ende des Kühlrohres 8 als Ablaufende
21 bezeichnet. Dabei erfolgt die Zuführung des Kühlmittels über das Auflaufende 20,
welches durch die Leitung 10 mit der Kühlquelle 9 verbunden ist. Durch das Kühlmittel
wird die Wandung des Kühlrohres 8 gekühlt.
[0020] Im Bereich zwischen dem Einlauffadenführer 18 und dem Auslauffadenführer 19 ist am
Umfang des Kühlrohres 8 ein Fadenheber 11 angeordnet. Der Fadenheber 11 wird durch
ein Ringsegment 12 gebildet, daß am Umfang des Kühlrohres 8 angebracht ist. Das Ringsegment
12 besitzt eine äußere Führungskante 10, die sich mit Abstand zu der Oberfläche des
Kühlrohres 8 im wesentlichen in radialer Richtung erstreckt.
[0021] In Fig. 2 ist schematisch eine Ansicht der Kühleinrichtung der Texturiermaschine
aus Fig. 1 dargestellt. Der Einlauffadenführer 18 und der Auslauffadenführer 19 sind
schwenkbar ausgebildet, so daß der Grad der Umschlingung und damit die wendelförmige
Kühlstrecke am Umfang des Kühlrohres 8 einstellbar sind. Im Bereich des Fadenhebers
11 wird der Faden 1 über die Führungskante 13 des Ringsegmentes 12 geführt. Dadurch
wird der Kontakt zwischen dem Faden 1 und der Oberfläche des Kühlrohres 8 über eine
Teillänge unterbrochen. Die Größe der Teillänge ist dabei von dem Abstand zwischen
der Führungskante 13 und der Oberfläche des Kühlrohres 8 sowie von dem Grand der Steigung
der wendelförmigen Kühlstrecke am Umfang des Kühlrohres 8 abhängig. Dabei läßt sich
das Ringsegment 12 sowohl in axialer Richtung als auch in radialer Richtung am Umfang
des Kühlrohres 8 verstellen.
[0022] Bei unveränderter Steigung der wendelförmigen Kühlstrecke läßt sich der Abstand zwischen
der Führungskante 13 und der Oberfläche des Kühlrohres 8 durch die Verstellung des
Ringsegmentes 12 verändern. Hierzu besitzt das Ringsegment 12 eine elliptische oder
stufenförmige Form, wie in Fig. 3 dargestellt. Durch Verstellung des Ringsegmentes
12 an dem Kühlrohr 8 kann somit die relative Lage des Fadens 1 an der Führungskante
3 und damit der Abstand zur Oberfläche des Kühlrohres 8 verändert werden. Die Formgebung
des Ringsegmentes 12 ist beliebig, so daß jeder Fadenabstand realisierbar ist. So
könnte beispielsweise das Ringsegment 12 einen Bereich aufweisen, in welchem der Faden
einen Kontakt zum Kühlrohr 8 beibehält.
[0023] Das Ringsegment 12 ist durch ein Fixiermittel 29 an dem Umfang des Kühlrohres 8 fixiert.
Durch Lösen des Fixiermittels 29 läßt sich das Ringsegment 12 in jede beliebige Position
am Umfang des Kühlrohres 8 bewegen.
[0024] In Fig. 4 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Kühlvorrichtung 7 dargestellt,
wie sie beispielsweise in der in Fig. 1 gezeigten Texturiermaschine einsetzbar wäre.
Hierbei ist dem Kühlrohr 8 zwischen dem Einlauffadenführer 18 und dem Ablauffadenführer
19 ein Fadenheber 11 zugeordnet. Der Fadenheber 11 wird durch einen Halter 22 und
einem Fadenführer 23 gebildet. Der Halter 22 ist seitlich neben dem Kühlrohr angebracht.
Der Fadenführer 23 ist als Stift ausgebildet, und ragt in die Fadenlaufebene des Kühlrohres
8 hinein. Dabei wird der Faden 1 innerhalb der Kühlstrecke im Bereich des Kühlrohres
8 über den Fadenführer 23 geführt, so daß in einem Teilbereich der Kühlstrecke der
Faden 1 ohne Kontakt zur Oberfläche des Kühlrohres 8 ist.
[0025] In den Fig. 5 und 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Kühlvorrichtung 7
gezeigt, wie sie beispielsweise in der Texturiermaschine nach Fig. 1 einsetzbar wäre.
Hierbei ist nur ein Ausschnitt des Kühlrohres 8 mit einem Fadenheber 11 dargestellt.
Fig. 5 zeigt die Kühleinrichtung in einer Querschnittsansicht und Fig. 6 die Kühleinrichtung
7 in einer Seitenansicht. Die nachfolgende Beschreibung gilt für beide Figuren insoweit
kein ausdrücklicher Bezug zu einer der Figuren gemacht ist.
[0026] Der Fadenheber 11 ist durch einen ringförmigen Halter 24 gebildet, der am Umfang
des Kühlrohres 8 aufgesteckt ist. Der ringförmige Halter 24 besitzt eine außenliegende
Nut 25, in welchem Nutgrund der Faden 1 geführt ist. Zwischen dem Nutgrund der Nut
25 und der Oberfläche des Kühlrohres 8 ist ein Abstand gebildet, so daß der Faden
1 in einem Teilbereich der wendelförmigen Kühlstrecke ohne Kontakt zu dem Kühlrohr
8 geführt ist.
[0027] Dem Fadenführer 11 ist im Fadenlauf eine Fadenbremse 26 vorgeordnet. Die Fadenbremse
26 wird hierbei durch einen Bremsstift 27 gebildet, der über einen Träger 28 verstellbar
mit dem ringförmigen Halter 24 verbunden ist. Der Bremsstift 27 ist im Fadenlauf der
Nut 25 vorgeordnet, wobei die Position des Bremsstiftes 27 relativ zu dem Nutgrund
der Nut 25 veränderbar ist. Somit besteht die Möglichkeit, den Faden 1 innerhalb der
Kühlstrecke am Umfang des Kühlrohres 8 mit oder ohne zusätzlicher Umschlingung an
dem Bremsstift 22 zu führen. Die Umschlingung des Fadens 1 an dem Bremsstift 22 bewirkt
eine zusätzliche Fadenreibung, die zu einem weiteren Abbau der Drallschwingungen in
dem Faden 1 innerhalb der Kühlstrecke führt. Damit können insbesondere Fäden mit Feintitern
bei geringer Gesamtumschlingung von <360° vorteilhaft texturieren. Selbst bei kleinen
Umschlingungswinkeln innerhalb der Kühlstrecke an dem Kühlrohr 8 kann durch die dem
Fadenheber 11 zugeordnete Fadenbremse 26 ein ausreichender Abbau der Drallschwingungen
bis zum Einlauf in die Heizeinrichtung 6 realisiert werden.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1.
- Faden
- 2.
- Vorlagespule
- 3.
- Dom
- 4.
- Kopffadenführer
- 5.
- erstes Lieferwerk
- 6.
- Heizeinrichtung
- 7.
- Kühleinrichtung
- 8.
- Kühlrohr
- 9.
- Kühlmittelquelle
- 10.
- Leitung
- 11.
- Fadenheber
- 12.
- Ringsegment
- 13.
- Führungskante
- 14.
- zweites Lieferwerk
- 15.
- Falschdrallaggregat
- 16.
- Aufwickeleinrichtung
- 17.
- Spule
- 18.
- Einlauffadenführer
- 19.
- Auslauffadenführer
- 20.
- Auflaufende
- 21.
- Ablaufende
- 22.
- Halter
- 23.
- Fadenführer
- 24.
- ringförmiger Halter
- 25.
- Nut
- 26.
- Fadenbremse
- 27.
- Bremsstift
- 28.
- Träger
- 29.
- Fixiermittel
1. Texturiermaschine zum Falschdralltexturieren eines Fadens (1) mit zumindest einem
ersten Lieferwerk (5) und einem zweiten Lieferwerk (14), mit einer Heizeinrichtung
(6), mit einer Kühleinrichtung (7) und mit einem Falschdrallaggregat (15), wobei die
Kühleinrichtung (7) durch ein Kühlrohr (8) gebildet ist und wobei einem Auflaufende
(21) des Kühlrohres ein Einlauffadenführer (18) und dem gegenüberliegenden Ablaufende
(21) des Kühlrohres (8) ein Auslauffadenführer (19) zugeordnet ist, um den Faden (1)
mit Kontakt entlang einer am Umfang des Kühlrohres (8) gebildeten wendelförmigen Kühlstrecke
zu fuhren, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Einlauffadenführer (18) und dem Auslauffadenführer (19) ein Fadenheber
(11) angeordnet ist, durch welchen der Faden (1) innerhalb der Kühlstrecke über eine
Teillänge ohne Kontakt am Umfang des Kühlrohres (8) geführt ist.
2. Texturiermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenheber (11) durch einen Halter (22) und einen Fadenführer (23) gebildet ist,
wobei der Halter (22) den Fadenführer (23) mit Abstand zu dem Umfang des Kühlrohres
(8) hält.
3. Texturiermaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (24) zur Veränderung der Position des Fadenführers (23) relativ zum Kühlrohr
in axialer und/oder radialer Richtung verstellbar ausgebildet ist.
4. Texturiermaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (24) ringförmig ausgebildet ist, daß der Halter (24) auf das Kühlrohr
(8) aufgesteckt ist und daß der Fadenführer (23) durch eine Nut (25) am Umfang des
Halters gebildet ist.
5. Texturiermaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenheber (11) durch ein Ringsegment (12) mit einer äußeren Führungskante (13)
zur Führung des Fadens (1) gebildet ist, welches Ringsegment (12) am Umfang des Kühlrohres
(8) angeordnet ist.
6. Texturiermaschine nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Ringsegment (12) eine derartig Form aufweist, daß der zwischen der Führungskante
(13) und der Oberfläche des Kühlrohres (8) gebildete Fadenabstand in Umfangsrichtung
des Kühlrohres (8) ungleich groß ist.
7. Texturiermaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Ringsegment (12) am Umfang des Kühlrohres (8) in axialer Richtung und/oder in
radialer Richtung verstellbar ausgebildet ist.
8. Texturiermaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß dem Fadenheber (11) im Fadenlauf eine Fadenbremse (26) zugeordnet ist, durch welche
an dem ohne Kontakt geführten Faden (8) eine zusätzliche Reibung erzeugt wird.
9. Texturiermaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenbremse (26) durch einen Bremsstift (27) gebildet ist, welcher dem Fadenheber
(11) im Fadenlauf derart vorgeordnet ist, daß der Faden (1) vor Einlauf in den Fadenheber
(11) den Bremsstift (27) zumindest teilumschlingt.
10. Texturiermaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Bremsstift (27) an dem Halter (24) oder dem Ringsegment (12) verstellbar angebracht
ist.
11. Texturiermaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Einlauffadenführer (18) und/oder der Auslauffadenführer (19) relativ zum Umfang
des Kühlrohres (8) verstellbar ausgebildet sind.
1. Texturing machine for false twist texturing a yarn (1), comprising at least one first
feed system (5) and a second feed system (14), a heating device (6), a cooling device
(7), and a false twist unit (15), with the cooling device (7) being formed by a cooling
tube (8), and with an inlet yarn guide (18) being associated to a feed end (20) of
the cooling tube, and an outlet yarn guide (19) being associated to a delivery end
(21) of the cooling tube (8) for advancing the yarn (1) with contact along a spiral
cooling zone that is formed on the circumference of the cooling tube (8), characterized in that between the inlet yarn guide (18) and the outlet yarn guide (19) a yarn lifter (11)
is arranged, which causes the yarn (1) to advance within the cooling zone over a partial
length without contacting the circumference of the cooling tube (8).
2. Texturing machine of claim 1, characterized in that the yarn lifter (11) is formed by a holder (22) and a yarn guide (23), with the holder
(22) keeping the yarn guide (23) in spaced relationship with the circumference of
the cooling tube (8).
3. Texturing machine of claim 2, characterized in that the holder (24) is made adjustable for changing the position of the yarn guide (23)
relative to the cooling tube in the axial and/or the radial direction.
4. Texturing machine of claim 2 or 3, characterized in that the holder (24) is made annular, that the holder (24) is slipped over the cooling
tube (8), and that the yarn guide (23) is formed by a groove (25) on the circumference
of the holder.
5. Texturing machine of claim 1, characterized in that the yarn lifter (11) is formed by an annular segment (12) having an outer guide edge
(13) for guiding the yarn (1), with the annular segment (12) being arranged on the
circumference of the cooling tube (8).
6. Texturing machine of claim 5, characterized in that the annular segment (12) has such a shape that the spacing of the yarn formed between
the guide edge (13) and the surface of the cooling tube (8) is unequal in the circumferential
direction of the cooling tube (8).
7. Texturing machine of claim 6, characterized in that the annular segment (12) is made adjustable on the circumference of the cooling tube
(8) in the axial and/or the radial direction.
8. Texturing machine of one of the foregoing claims, characterized in that a yarn brake (26) is associated to the yarn lifter (11), which yarn brake generates
an additional friction on the yarn (1) advancing without contact.
9. Texturing machine of claim 8, characterized in that the yarn brake (26) is formed by a brake pin (27), which precedes the yarn lifter
(11) in the path of the advancing yarn such that the yarn (1) loops at least partially
about the brake pin (27) before advancing onto the yarn lifter (11).
10. Texturing machine of claim 9, characterized in that the brake pin (27) is adjustably mounted on the holder (24) or the annular segment
(12).
11. Texturing machine of one of the foregoing claims, characterized in that the inlet yarn guide (18) and/or the outlet yarn guide (19) are made adjustable relative
to the circumference of the cooling tube (8).
1. Machine de texturation pour la texturation par fausse torsion d'un fil (1) avec au
moins un premier dispositif d'alimentation (5) et un deuxième dispositif d'alimentation
(14), avec un dispositif de chauffage (6), un dispositif de refroidissement (7) et
un agrégat de fausse torsion (15), dans quel cas le dispositif de refroidissement
(7) est formé par un tube de refroidissement (8) et dans quel cas un guide-fil d'entrée
(18) est associé à une extrémité d'arrivée (21) du tube de refroidissement et un guide-fil
de sortie (19) est associé à une extrémité de décharge (21) du tube de refroidissement
(8) opposée, pour guider le fil (1) en contact le long d'un trajet de refroidissement
hélicoïdal formé sur la circonférence du tube de refroidissement (8), caractérisée en ce qu'un lève-fil (11) est agencé entre le guide-fil d'entrée (18) et le guide-fil de sortie
(19) lève-fil, par lequel le fil (1) est guidé à l'intérieur du trajet de refroidissement
au passage d'une longueur partielle sans contact avec la circonférence du tube de
refroidissement (8).
2. Machine de texturation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le lève-fil (11) est formé par une retenue (22) et un guide-fil (23), la retenue
(22) gardant à distance le guide-fil (23) de la circonférence du tube de refroidissement
(8).
3. Machine de texturation selon la revendication 2, caractérisée en ce que la retenue (24) est réalisée de manière à être ajustable pour modifier la position
du guide-fil (23) relativement au tube de refroidissement en direction axiale et/ou
radiale.
4. Machine de texturation selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que la retenue (24) est réalisée en forme d'anneau, en ce que la retenue (24) est emboîtée sur le tube de refroidissement (8) et en ce que le guide-fil (23) est formé par une rainure (25) à la circonférence de la retenue.
5. Machine de texturation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le lève-fil (11) est formé par un segment annulaire (12) avec un bord de guidage
extérieur (13) pour guider le fil (1), lequel segment annulaire (12) est agencé à
la circonférence du tube de refroidissement (8).
6. Machine de texturation selon la revendication 5, caractérisée en ce que le segment annulaire (12) a une telle forme que la distance du fil formée entre le
bord de guidage (13) et la surface du tube de refroidissement (8) n'est pas identique
en direction circonférentielle du tube de refroidissement (8).
7. Machine de texturation selon la revendication 6, caractérisée en ce que le segment annulaire (12) sur la circonférence du tube de refroidissement (8) est
réalisé de manière à pouvoir être ajusté en direction axiale et/ou en direction radiale.
8. Machine de texturation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que dans le trajet du fil un frein de fil (26) est associé au lève-fil (11), frein par
lequel une friction supplémentaire est générée sur le fil (8) guidé sans contact.
9. Machine de texturation selon la revendication 8, caractérisée en ce que le frein de fil (26) est formé par une tige de freinage (27) qui est agencée de manière
telle dans le trajet du fil en amont du lève-fil (11), qu'avant d'arriver dans le
lève-fil (11) le fil (1) enlace au moins partiellement la tige de freinage (27).
10. Machine de texturation selon la revendication 9, caractérisée en ce que la tige de freinage (27) est rapportée de manière à pouvoir être ajustée sur la retenue
(24) ou sur le segment annulaire (12).
11. Machine de texturation selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le guide-fil d'entrée (18) et/ou le guide-fil de sortie (19) sont réalisés de manière
à pouvoir être ajustés relativement à la circonférence du tube de refroidissement
(8).