[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage zur Herstellung eines mehrschichtigen,
vorfixierten Faden- oder Fasergeleges, das als bandförmiges Halbzeug zur Armierung
von Teilen aus Kunststoff oder Harzen dient, das in den einzelnen Schichten aus Faden-
oder Faserscharen besteht, die jeweils unterschiedlich ausgerichtet sind, wobei in
mindestens einer der Schichten - einer Stehschussschicht - Faser- oder Fadenscharen
überwiegend parallel zur Arbeitsrichtung ausgerichtet sind, wobei mindestens eine
der Schichten aus Faden- oder Faserscharen besteht, die zwischen Hakenreihen von Transportketten
beiderseits einer Legeanordnung zur Herstellung des Fadengeleges aufgespannt werden,
wobei das Faden- oder Fasergelege mit der Geschwindigkeit der genannten Transportketten
einer Kettenwirkmaschine zugeführt und dort - zwischen den Transportketten gespannt
- mittels Maschenverbund vorfixiert wird und wobei Nadel- und Platinenmaschen des
Maschenverbundes Fäden oder Fasern aller Schichten des Faden- oder Fasergeleges einschließen.
[0002] Bei der Herstellung mehrschichtiger, vorverfestigter Fadengelege, die in einem nachfolgenden
Prozess mit Harz oder Kunststoff getränkt bzw. umgossen werden und schließlich in
einer vorgegebenen Form zu Halbzeugen für unterschiedliche Endprodukte aushärten,
ist die jeweils äußere Faden- oder Faserlage in vieler Hinsicht für die Eigenschaften
oder den Einsatz des Halbzeuges bestimmend.
[0003] Insbesondere bei bahnförmigen Werkstücken ist der Biegewiderstand quer zu deren Längsachse
im hohen Maß für dessen Einsatzmöglichkeit bestimmend. Das trifft für Bespannungen
von Flugzeugen und Rümpfen von Schiffen in besonderem Maß zu. Hier besteht zusätzlich
die Forderung, dass die Halbzeuge leicht sind und kostengünstig herstellbar sein sollen.
[0004] Ein weiteres, entscheidendes Merkmal ist die optisch erfassbare Oberflächenstruktur
eines solchen Gebildes. Es ist regelmäßig wünschenswert, dass sich die Oberflächenstruktur
der Struktur des künftigen Erzeugnisses anpasst oder aber dieselbe nicht stört.
[0005] Fadengelege dieser Art werden regelmäßig auf Kettenwirkmaschinen nach dem sog. Nähwirkverfahren
vorfixiert. Bei Kettenwirkmaschinen der bekannten Art können auf der rechten Gewirkeseite
keine sog. Stehschussfäden eingebunden werden, die sich über längere Abschnitte ausschließlich
in Arbeitsrichtung der Kettenwirkmaschine erstrecken.
[0006] Es lassen sich an solchen Maschinen nur Faden- oder Fasergelege verdichten und vorfixieren,
die auf ihrer Unterseite, der rechten Gewirkeseite, diagonal oder quer vorgelegte
Faden- oder Faserschichten aufweisen. Solche Faden- oder Fasersysteme kann man zwischen
Transportketten spannen und in der Abschlagebene mittels Abschlagplatinen problemlos
zur Maschenbildungsstelle einer Kettenwirkmaschine führen.
[0007] Zur Sicherung der symmetrischen Belastbarkeit des armierenden Fadengeleges hat man
den Gelegeaufbau meist etwa symmetrisch gestaltet. Einer mittleren Lage von Schussfäden
werden u. a. eine oder mehrere Schicht(en) von Fadenscharen oben und unten angefügt,
die in unterschiedliche n Winkeln zur Arbeitsrichtung geneigt sind.
[0008] Zur Sicherung einer relativ hohen Biegefestigkeit des Halbzeuges quer zur Arbeitsrichtung
gestaltete man die jeweils äußere Schicht mit einem sehr kleinen Winkel - meist 30°-
zur Arbeitsrichtung des Fadengeleges. Dies forderte jedoch extrem lange Legeanordnungen
zur Herstellung dieser Fadengelege. Bei einem Neigungswinkel von 30° gegen über der
Arbeitsrichtung und einer Arbeitsbreite der Kettenwirkmaschine von mehr als 100 Zoll
wird die Legeanordnung bereits mit drei Legevorrichtungen über 10 Meter lang.
[0009] Die das Fadengelege spannenden und transportierenden Transportketten unterliegen
einem hohen Verschleiß. Die Legevorrichtungen mit großen Abmessungen sind kostenaufwändig
und erfordern eine ständige Wartung.
[0010] Der Stand der Technik auf diesem Gebiet wird durch folgende Dokumente definiert:
Das US-Patent 3,761,345 zeigt ursprünglich verwendete Anlagen und Verfahren zum Herstellen der bezeichneten
Faden- oder Fasergelege. In jedem Fall ist die unterste Fadenlage bzw. Schicht mit
überwiegend quer orientierten Faden- oder Faserscharen ausgestattet, die zwischen
den Transportketten gespannt sind.
[0011] Die meisten anderen Fadenlagen werden in Kreuz- oder Zick-Zack-Legung ausgeführt,
so dass viele unterschiedlich dicke Bereiche in dem Fadengelege vorhanden sind.
[0012] Zur Vermeidung der optisch unbefriedigenden Oberfläche werden auf das Fadengelege
linksseitig Faserschnitzel aufgebracht, die beim Wirkvorgang mit dem Fadengelege verbunden
werden. Zur Abdeckung der rechten Gewirkeseite mit ebensolchen Faserschnitzeln ist
ein zweiter Wirkvorgang notwendig.
[0013] Den unterschiedlich dicken Bereichen im Fadengelege begegnete man dadurch, dass man
u. a. gemäß
US 4,325,999 in jeder Schicht ausschließlich zueinander parallele Faden- oder Faserscharen vorlegte.
[0014] Zur Erzielung einer besonders hohen Steifigkeit gegenüber einer Biegung quer zur
Längsrichtung fügte man in das Gewirke bzw. das Fadengelege mindestens zwei Schichten
mit zueinander parallelen, gestreckten Fäden ein, die lediglich 30° gegenüber der
Arbeitsrichtung geneigt waren. Auch eine solche Form der Fadengelege ist - wie bereits
vorn erwähnt - nicht geeignet, die einleitend definierten Forderungen der Anwender
zu erfüllen.
[0015] Mit der Vergrößerung der Arbeitsbreite der Fadengelege auf mehr als 100 Zoll (= 2,52
m) und dem zunehmenden Wunsch nach einer größeren Zahl von Faden- oder Faserschichten,
wurde es immer schwieriger, das erzeugte Fadengelege stabil zwischen den Transportketten
einer Kettenwirkmaschine zuzuführen.
[0016] Gemäß
DE 198 52 281 A1 positionierte man unterhalb der Legeanordnung und zwischen den Transportketten ein
endloses Förderband, dessen oberes Trum von unten gestützt wurde. Die Dimensionen
des Förderbandes erforderten es jedoch, das Fadengelege vom bewegten Transportband
über einen freien Abstand in die Abschlagebene der Kettenwirkmaschine zuverlässig
zu führen. Auch hierfür nutzte man die diagonale, untere Fadenlage.
[0017] Zur zusätzlichen Sicherung der Führung im Übergang von der bewegten zur gestellfesten
Führung wurden bei einem Ausführungsbeispiel gemeinsam mit dem Förderband endlose
Führungsdrähte benutzt, die man durch die Gassen der Nadeln in der Abschlagebene führen
konnte, ohne dass diese mit eingebunden wurden. Diese endlosen Führungsdrähte konnten
wieder an den Eingang der Legeanordnung zurück und dort auf das Transportband geführt
werden. Derartige Führungsdrähte und ihre Führung sind ausgesprochen teuer und lösen
ausschließlich das zuletzt genannte Problem.
[0018] Man kann deshalb davon ausgehen, dass die Fadengelege, die zur Armierung großflächiger,
flacher, bahnförmiger Halbzeuge dienen, eine Struktur aufweisen, wie sie in der
DE 33 04 345 C2 oder in der
DE 33 43 048 A1 dargestellt und beschrieben sind. Die erforderliche Biegesteifigkeit in einer Richtung
wird überwiegend durch ein einziges Stehfadensystem oder maximal durch zwei mittige
Stehfadensysteme gewährleistet. Eine Variante mit weiteren Stehfadensystemen und Fadengelegeschichten
in unterschiedlichen Neigungen zur Arbeitsrichtung wird in der
WO-A-98/10128 beschrieben.
[0019] Alle anderen diagonalen Fadensysteme tragen nur als mehr oder weniger elastische
Glieder mit einem begrenzten Teil zur Erhöhung der Biegefestigkeit in der genannten
Richtung bei. Für den Fachmann ist es klar ersichtlich, dass so ausgeführte Fadengelege
quer zur Längsrichtung des Halbzeuges nur begrenzt biegestabil sind. Für die Sicherung
einer vorgegebenen Biegestabilität werden meist zusätzliche Verstärkungselemente eingefügt,
wodurch die Masse vergrößert wird und die Kosten steigen.
[0020] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Anlage für
die Herstellung eines mehrschichtigen, vorfixierten Faden- oder Fasergeleges vorzuschlagen,
das/die es ermöglicht, die für die Sicherung der notwendigen Biegestabilität von faden-
oder faserarmierten Halbzeugen optimal wirksamen Verstärkungselemente möglichst weit
von der neutralen Biegelinie entfernt anzuordnen und für deren Fixierung am Faden-
oder Fasergelege möglichst vorhandene oder massearme Elemente zu nutzen.
[0021] Die vorliegende Aufgabe wird durch den Anspruch 1 auf überraschend einfache Weise
gelöst. Mit der Anordnung einer Stehschussschicht, die unmittelbar den Nadelmaschen
des Maschenverbundes benachbart ist, und mit einer die Stehschüsse kreuzenden Ausrichtung
der Nadelmaschen auf der rechten Seite des Maschenverbundes wird die Stehschussschicht
zuverlässig und stabil am gesamten vorfixierten Fadengelege gehalten.
[0022] Es wird möglich, wie bereits in der
DD-B-8194 beschrieben, auch auf der rechten Seite des Maschenverbundes Stehschussfäden stabil
einzubinden. Das vorverfestigte Fadengelege kann bei alleiniger Verwendung einer derartigen
unteren Schicht faltenfrei durch Wickeln zwischengespeichert werden. Ordnet man auf
beiden äußeren Seiten des Fadengeleges Stehschussfadensysteme an, erreicht man eine
hohe Biegefestigkeit im Endzustand.
[0023] Dem Gestalter eines Halbzeuges ist die Möglichkeit gegeben, zwischen den Stehfadensystemen
beliebige, den Anforderungen entsprechende Schichten einzufügen, die einerseits einen
bestimmten Abstand zwischen Stehfadenschichten gewährleisten können und andererseits
eine zusätzliche Armierung in Nebenrichtungen bewirken.
[0024] Die Armierung in Nebenrichtungen können oft weniger kompakte Faser- oder Vlieselemente
gewährleisten. Diese Faser- oder Vlieselemente haben meist eine geringere Masse und
können mit weniger Aufwand hergestellt und zugeführt werden. Die zur Längsrichtung
symmetrische Anordnung der sichtbaren Faser- oder Fadenschichten macht in vielen Fällen
zusätzliche Maßnahmen zur Gestaltung der Oberfläche überflüssig.
[0025] Die profilierte Ausbildung der Stützflächen an den Abschlagelementen sichert auch
dann eine ausreichende seitliche Fixierung des Fadengeleges, wenn keine Abschlagelemente
an den Austrittsstellen der Nadelmaschen aus dem Fadengelege dasselbe quer zur Arbeisrichtung
fixieren. Die Stehschüsse, die durch den Versatz der Nadelmaschen am stärksten seitlich
belastet werden, werden durch vorstehende Profile fixiert. Das Aufsteigen wird durch
das darüber befindliche Fadengelege wirksam verhindert.
[0026] Mit der weiteren Modifizierung des Verfahrens durch den Anspruch 2 ist es mit einem
begrenzten Nadelbarrenversatz möglich, die erforderlichen Änderungen an dem bisherigen
Verfahren in einem begrenzten Rahmen zu halten und eine hohe Funktionssicherheit des
Verfahrensablaufes zu gewährleisten. Mit der Vermeidung von Abschlagelementen, die
in die Gassen zwischen den Nadeln greifen, wird der Versatzvorgang der Nadeln in der
Phase des Abschlages weitgehend gefahrlos realisiert. Das Fehlen von Abschlagplatinen
im Bereich der Nadelebene gestattet hohe Arbeitsgeschwindigkeiten der Kettenwirkmaschine
und die Verwendung von kurbelgesteuerten Nadelantrieben. Die erforderliche Teilungsgenauigkeit
für das Legen der Wirkfäden in die Nadelhaken kann bei den üblichen Teilungen gesichert
werden.
[0027] Mit der Modifizierung des Verfahrens nach Anspruch 3 kann man unter Vermeidung eines
Nadelbarrenversatzes ebenfalls die gestellte Aufgabe lösen. Der die Kreuzung von Nadelmaschen
und Stehschussfäden bewirkende Versatz wird hier durch die Abschlagbarre gewährleistet.
Die Führungselemente des seitlich versetzbaren Abschlages erfassen regelmäßig nur
die Fäden der Stehschussschicht. Die darüber befindlichen, quer gerichteten Fadenschichten
werden durch ihre Lage und durch die zwischen den Transportketten erzeugte Spannung
von einem Versatz ausgeschlossen.
[0028] Für das Fixieren von gröberen Fadengelegen mit einem Maschenverbund großer Teilungsabstände
kann man natürlich auch den Abschlag durch nadel- oder röhrchenförmige, in Warenabzugsrichtung
gerichtete Abschlagelemente gewährleisten, die die Nadelgassen ganz oder teilweise
durchgreifen. Bei groben Fadengelegen ist die Arbeitsgeschwindigkeit der Kettenwirkmaschine
von Haus aus niedriger. Kollisionen zwischen diesen nadelförmigen Abschlagelementen
und den Wirknadeln sind nahezu ausgeschlossen.
[0029] Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die genannte Stehschussschicht gemäß Anspruch
4 auf der rechten Gewirkeseite als erste Schicht des Fadengeleges vorzulegen und das
Fadengelege dann auf dieser Schicht aufzubauen und schließlich das fertige Gelege
in die Abschlagebene zu führen.
[0030] Mit dem Einordnen einer Schicht aus Stehschussfäden gemäß Anspruch 5 wird die theoretisch
höchste Biegefestigkeit des Halbzeuges in definierbarer Form gesichert.
[0031] Modifikationen des Verfahrens nach den Ansprüchen 6 bis 8 führen zu Fadengelegen
unterschiedlicher Qualität, die man in Abhängigkeit von den gestellten Anforderungen
an das Halbzeug wählen kann.
[0032] Die Anlage zur Herstellung eines vorverfestigten Faden- oder Fasergeleges nach Anspruch
9 ermöglicht die in Bezug auf Anspruch 1, Anspruch 2 und Anspruch 4 beschriebene Arbeitsweise
bei einfachster Bedienbarkeit.
[0033] Die Anlage nach Anspruch 10 dient der Realisierung des Verfahrens nach Anspruch 1
in der Modifikation nach Anspruch 3. Bei dieser Anlage wird selbstverständlich mit
Nadelbarren gearbeitet, die keinen Versatz ausführen. Ohne einen besonderen Anspruch
zu definieren, sei darauf hingewiesen, dass eine Kombination der Ansprüche 9 und 10
durchaus im Bereich der vorliegenden Erfindung liegen.
[0034] Die Erfindung soll nachstehend an Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In
den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch die Maschenbildungsstelle einer Kettenwirkmaschine zur Verfestigung
eines Fadengeleges, wobei die Nadelbarre, die Schieberbarre und ein Teil der Abschlagbarre
eine seitliche Versatzbewegung ausführen,
- Fig. 2
- einen Querschnitt in der Ebene des Fadengeleges oberhalb der unteren Stehschussschicht
im Bereich der Abschlagebene entlang der Linie il - II in Fig. 1.
- Fig. 3
- einen vergrößerten Ausschnitt aus der Maschenbildungsstelle einer Kettenwirkmaschine
mit einer modifizierten Abschlaggestaltung ohne Abschlagplatinen in den Nadelgassen,
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung entlang der Linie IV - IV in Fig. 3,
- Fig. 5
- einen schematischen Längsschnitt durch die Anlage zur Herstellung eines vorfixierten
Faden- oder Fasergeleges,
- Fig. 6
- eine vereinfachte Draufsicht auf Fig. 5,
- Fig. 7
- eine modifizierte Anlage in einem Längsschnitt,
- Fig. 8
- eine Draufsicht zu Fig. 7,
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht eines Fadengeleges, dessen rechte Seite mit einem Nadelmaschenverbund
und dessen linke Seite mit der Kombination eines Schussfas-Fadenmaschenverbundes fixiert
ist,
- Fig. 10
- einen Querschnitt durch die Maschenbildungszone mit einer seitlich versetzbaren Abschlaganordnung
für die unterste Stehfaserschicht und
- Fig. 11
- einen Querschnitt parallel zur untersten Faden- oder Faserlage entlang der Linie XII
- XII in Fig. 10.
[0035] Die in Fig. 1 im Querschnitt dargestellte Maschenbildungsstelle einer Kettenwirkmaschine
ist nach dem Prinzip des Nähwirkens aufgebaut. Die senkrecht angeordneten Wirknadeln
1, die hier als Schiebernadeln mit Schiebern 2 augebildet sind, besitzen an ihrem
Kopf eine Spitze, die an jeder beliebigen Stelle das Fadengelege von unten nach oben
durchdringen kann.
[0036] Die Wirknadelbarre 10 und damit auch die Schieberbarre 20 sind in der Abschlagphase,
d. h., wenn sich ihre Nadelspitze unterhalb des Fadengeleges G und unterhalb der Abschlagelem
ente 3 befindet, seitlich versetzbar. Das Fadengelege G wird in der Abschlagebene
durch die seitlichen Transportketten (nicht gezeigt) und durch Abschlagmittel 3 geführt.
Diese Abschlagmittel 3 sind auf der Seite der Nadelbrust in der Abschlagbarre 30 mit
Hilfe üblicher Spannplatten 31 gehalten.
[0037] Unmittelbar vor der Nadelbrust können die Abschlagmittel 3, deren Schaft begrenzt
elastisch ausgebildet ist, an einer Stützfläche 301 der Abschlagbarre 30 abgefangen
werden.
[0038] Bei der Herstellung starker Fadengelege G ist es zweckmäßig, die Abschlagelemente
3 auch hinter dem Rücken der Wirknadel 1 nochmals abzufangen. Die Stützbarre 32 kann
bei A diese Aufgabe übernehmen. Diese Stützbarre 32 hat zusätzlich an ihrer der Nadelebene
zugewandten Seite teilungsgerecht Führungsvorsprünge 321, die im gleichbleibenden
Abstand unter der Abschlagebene die Schäfte der Wirknadeln 1 seitlich führen können.
[0039] Diese Führung für die Wirknadeln 1 kann einen Teil der seitlichen Kräfte aufnehmen,
die die eben ausgeformten Nadelmaschen WN beim Versatz auf die Haken der versetzbaren
Wirknadeln 1 ausüben. Das Fadengelege G, GF wird an seiner Oberseite durch Gegenhalter
50 und 51 gegen ein vertikales Anheben gesichert. Der Wirknadel 1 sind vorzugsweise
zwei Legeschienen 41, 42 zugeordnet, die in unterschiedlicher Weise Wirkfäden W in
Trikot- oder Fransenlegung zuführen können.
[0040] Das Fadengelege G besteht in diesem Fall aus einer zentralen Schussfadenlage S, aus
zwei dieser Schussfadenlage S oben und unten benachbarten Diagonalfadenlagen D, D',
einer unteren Stehschusslage KR und einer oberen Stehschusslage KL. Die obere Stehschusslage
KL wird erst im Bereich der Maschenbildungsstelle durch einen entsprechenden Stehfadenführer
43 zugeführt.
[0041] Die Fig. 2 zeigt eine Phase, in der die Wirknadeln 1 nach erfolgtem Nadelmaschenversatz
unterhalb der Abschlagebene mit ihren Spitzen gerade wieder in das Fadengelege G eindringen.
Die zwischen den Nadelgassen angeordneten Abschlagelemente 3 durchgreifen die Faden-
oder Faserschar KR und führen das Fadengelege G durch ihren gleitenden Kontakt mit
der unteren Diagonalfadenlage D'.
[0042] Die seitlich versetzten Nadelmaschen WNv untergreifen diese Abschlagelemente 3 und
auch die zwischen diesen Abschlagelementen 3 geführten Fasern der Stehfadenschicht
KR. Beim fortgesetzten Warenabzug werden die versetzten Nadelmaschen WNv von den freien
Enden der Abschlagelemente 3 heruntergezogen.
[0043] Diese Ausführungsform hat besondere Vorteile, wenn das Fadengelege in einer gröberen
Teilung vorfixiert werden soll. Die Gefahr, dass die Spitzen der Wirknadeln 1 mit
den Abschlagelementen kollidieren, ist dann relativ gering.
[0044] Mit der Ausführung des Abschlages nach Fig. 3 wird angestrebt, eine Vorverfestigung
des Fadengeleges mit einem Maschenverbund geringerer Feinheit und mit kürzerer Stichlänge
vorzunehmen. Zur Vermeidung von Kollisionen der Wirknadeln1 mit den Abschlagelgmenten
3 führen die unteren Stehschussfäden oder -fasern KR das Fadengelege G über die Bewegungsebene
der Wirknadeln 1.
[0045] Zur Vermeidung von Auslenkungen des Fadengeleges G bei der Abschlagbewegung sind
unmittelbar vor der Nadelebene (Ebene der Wirknadeln 1) auf der Seite der Nadelbrust
eine erste Stützbarre 33 mit einem Faserteiler 332 und einer Stützfläche 331 ortsfest
angeordnet.
[0046] Unmittelbar hinter dem Rücken der Reihe der Wirknadeln 1 befindet sich eine zweite
Stützbarre, die wir auch als Abschlagbarre 60 bezeichnen können. Diese Abschlagbarre
60 hat ebenfalls Führungsprofile, die zwischen Stehfäden oder -fasern KR des Fadengeleges
G eingreifen. Eine Abschlagnase 61 hält die Austrittsstelle der Nadelmasche WN aus
dem vorhergehenden Stichloch dann, wenn die Wirknadeln 1 in der Abschlagposition seitlich
versetzt werden.
[0047] Diese Ausführung hat den Vorteil, dass sich in der Bewegungsebene der Wirknadein
1 ausschließlich das Fadengelege G befindet, das durch die Wirknadeln 1 an jeder beliebigen
Stelle mühelos durchdrungen werden kann. Kollisionen, die durch unterschiedliche Spannungen
der Nadelmaschen WNv oder WN auftreten können, sind damit ausgeschlossen. Das Fadengelege
G selbst ist in diesem Fall ebenso aufgebaut wie das, welches in Bezug auf Fig. 1
beschrieben wurde.
[0048] In Fig. 4 ist ein Schnitt entlang der Ebene IV - IV in Fig. 3 gezeigt. Dieser Schnitt
wird unmittelbar oberhalb der untersten Stehfaden- oder Stehfaserschicht KR geführt.
Die Fig. 4 soll zeigen, wie die Profile 332, 62, 61 an der Stützbarre 33 bzw. der
Abschlagbarre 60 ausgebildet und angeordnet sind, so dass sie ihrer Abschlagfunktion
und ihrer seitlichen Führungsfunktion hinsichtlich der Stehfasern oder Stehfäden KR
und der versetzten Nadelmaschen WNv gerecht werden können.
[0049] Die in Fig. 2 von rechts ankommende Faserschar KR wird an der Stützbarre 33 von unten
durch die Stützfläche 331 nahe der Bewegungsebene der Wirknadeln 1 geführt.
[0050] Unmittelbar in der Ebene, in der die Nadeln in das Fadengelege G einstechen, sind
an der Stützbarre 33 Faserteiler 332 angebracht, die die Faserschicht KR in die Gassen
zwischen die Wirknadeln 1 drängen. Ihre Oberkante führt die diagonalen Faden- oder
Faserabschnitte D'. Ihre Länge sollte so gewählt werden, dass stets zwei aufeinander
folgende diagonale Fäden D' von den Faserteilern 332 gestützt werden. Unmittelbar
hinter den Wirknadeln 1 ist die Abschlagbarre 60 angeordnet, die die bereits eingebundene
Faserschicht KR von unten führt. Jeweils hinter den Wirknadeln 1 sind Führungsprofile
62 für die untere Faden- oder Faserschicht KR vorgesehen, die das Fadengelege G in
den Gassen führen, die die Faserteiler 332 vorbereitet haben.
[0051] Auch diese Führungsprofile 62 stützen mit ihrer oberen Fläche mindestens zwei Fäden
der diagonalen Fadenschicht D gleichzeitig ab. Die sog. Abschlagnasen 61, die sich
jeweils seitlich hinter jedem Nadelschaft befinden können, halten in der Abschlagposition
die Füße der Nadelmaschen WNv gegen die Versatzbewegung der Wirknadeln 1 an der vorgegebenen
Position und verhindern auf diese Weise wirksam das Verlagern des Faden- oder Fasergeleges
G vor allem im mittleren Bereich des Fadengeleges. Im Übrigen wird das Faser- oder
Fadengelege seitlich außen durch die üblichen Transportketten 8, 8' fixiert.
[0052] Die Art der Herstellung des Fadengeleges G zur Ausführung der vorliegenden Erfindung
demonstriert die Fig. 5. Die Legeanordnung 7 ist im Bereich der oberen Trume der Transportketten
8, 8' angeordnet. Im Legebereich befindet sich unterhalb der Ebene der oberen Trume
ein endloses Transportband 81, das das Fadengelege G in der Phase seiner Herstellung
zwischen den Transportketten 8, 8' von unten her stützt. Eine Führungsplatte 82 sichert
die exakte Lage des oberen Trums dieses Transportbandes 81.
[0053] Auf dieses Transportband 81, dessen oberes Trum sich in Richtung der Kettenwirkmaschine
mit ihrer Wirknadelbarre 10 synchron mit den Transportketten 8, 8' bewegt, wird als
erstes die unterste Stehfadenschicht KR als Fadenschar über die Fadenzuführvorrichtung
71 zugeführt. Auf diese erste Fadenschicht KR wird mittels Fadenlegevorrichtung 76
die erste diagonale Fadenlage D' aufgebracht. Die folgende Schusslegevorrichtung 73
spannt eine Fadenschar S zwischen den beiden Transportketten 8, 8', bevor eine weitere
Fadenlegevorrichtung 77 die diagonale Fadenlage D um die Haken der Transportketten
8, 8' legt. Als letzte Fadenschar wird die oberste Stehschusslage KL über die Fadenzuführvorrichtung
75 auf das Fadengelege G aufgebracht.
[0054] Das so zusammengestellte Fadengelege G wird in der Kettenwirkmaschine mittels Wirknadelbarre
10, die Bestandteil der Maschenbildungzone ist, vorverfestigt. Vergleichen Sie hierzu
die Figuren 1 und 3. Die Wirknadelbarre 10 bildet einen Maschenverbund aus Platinen-
WP und versetzten Nadelmaschen WNv. Die versetzten Nadelmaschen WNv halten die untere
Stehfadenlage KR am Fadengelege G während die Platinenmaschen WP, in Trikotlegung
vorgelegt, die oberen Stehfadenlagen KL umgreifen.
[0055] In Fig. 6, die eine Draufsicht auf die Anlage nach Fig. 5 zeigt, sind jeweils nur
die oberen Fadenschichten des Fadengeleges G dargesellt. Im Abschnitt rechts außen
sehen wir die Stehfadenschicht KR. Der folgt darüber die erste diagonale Fadenlage
D'. Anschließend wird die Schussfadenlage S, die zweite Diagonalfadenlage D und schließlich
die obere Fadenlage aus Stehfäden KL gelegt. Nach der Reihe der Wirknadeln 1 ist das
fertige, vorfixierte Fadengelege GF angedeutet.
[0056] Die Fig. 7 zeigt eine weitere Anlage für die Herstellung eines vorverfestigten, mehrschichtigen
Faden- und/oder Fasergeleges GF. Der Grundaufbau der Anlage - bezogen auf die Führung
und den Transport des Fadengeleges - entspricht demjenigen, der in Bezug auf Fig.
5 beschrieben wurde.
[0057] Als erste Schicht wird mittels Fadenzuführvorrichtung 71 für Stehfäden die untere
Stehfadenschicht KR auf das Transportband 81 gelegt. Dieser Fadenzuführvorrichtung
71 folgt eine Vlieszuführvorrichtung 72, die über die gesamte Breite ein mehr oder
weniger voluminöses Vlies VR mit unterschiedlich gerichteten Faserstrukturen aufbringt.
Auf dieses Vlies VR wird mittels Schusslegevorrichtung 73' eine Schar rechtwinklig
zur Arbeitsrichtung gerichteter Schussfäden S zwischen den Transportketten 8, 8' gespannt.
Auf diese Schussfäden S wiederum wird eine zweite Vliesschicht VL mittels Vlieszuführvorrichtung
74 aufgelegt, bevor eine Fadenzuführvorrichtung 75 für Stehschussfäden die obere Stehfadenlage
KL aufbringt und das Fadengelege G' fertig stellt.
[0058] Eine derartige Gestaltung der Legeanordnung 7' hat den Vorteil, dass ein erheblicher
Teil des Volumens des Fadengeleges GF' - dargestellt in Fig. 9 - nicht durch kostenaufwändige
Fäden gefüllt werden muss. Die Stabilität des Fadengeleges GF' in den Hauptrichtungen
- Kette und Schuss - wird durch definiert vorgelegte Fadensysteme KR, KL, S gewährleistet
während die Nebenrichtungen von den Vliesschichten VR, VL bedacht werden, die im wesentlichen
den Abstand zwischen den Fäden oder Fasern der Hauptrichtungen bestimmen.
[0059] Das mit der genannten Anlage hergestellte Fadengelege GF ist aus der Fig. 9 ersichtlich.
Auf der unteren Seite der Fig. 9 ist die Art der Anbindung der untersten Fadenschicht
KR an das Fadengelege GF mittels versetzter Nadelmaschen WNv des Maschenverbundes
gezeigt.
[0060] In Fig. 8 ist die Legeanordnung 7' der Fig. 7 nochmals als Draufsicht dargestellt.
Zu erkennen ist, die Länge der Legeanordnung 7' in dieser Ausführung ist deutlich
geringer, als diejenige Legeanordnung 7, die in Bezug auf Fig. 5 und Fig. 6 beschrieben
wurde.
[0061] Die Figuren 10 und 11 zeigen noch eine weitere Variante zur Bindung der untersten
Faden- oder Faserschicht, die in Arbeitsrichtung orientiert und durch die Nadelmaschen
WN des Maschenverbundes fixiert ist. Der Aufbau und die Wirkungsweise der Maschenbildungsvorrichtung
entspricht in den wesentlichsten Elementen der Fig. 1.
[0062] Die Nadelbarre 10 mit ihren Wirknadeln 1 und die Schließdrahtbarre 20 mit ihren Schließdrähten
2 werden in der Abschlagphase - ebenso wie die Stütz- und Führungsbarre 32' - nicht
seitlich versetzt. Es ist auch hier zweckmäßig, die Reihe der Nadeln 1 im gleichbleibenden
Abstand unterhalb der Abschlagebene durch die Stütz- und Führungselemente 32' seitlich
zu führen.
[0063] Die im Nadelkopf geführte Nadelmasche ist zu Beginn des Abschlages noch in Arbeitsrichtung
ausgerichtet. Zur Erzielung einer die Stehfäden KR kreuzenden Lage zwischen der jeweiligen
Nadelmasche WN und den Stehfäden wird die unterste Schicht des Fadengeleges KR' durch
die versetzbaren Führungsprofile des Abschlagelementes 3' seitlich verlagerbar gestaltet.
[0064] In der Phase des Abschlages der Nadelbarre 10 versetzt die Abschlagbarre 30' mit
ihrem Abschlagelem ent 3' die Fasern oder Fäden der untersten Schicht KR' des Fadengeleges
G um etwa eine Nadelteilung zur Seite, so dass ein aus der Schar abgetrennter Teil
der Fasern über die Nadelmaschenschenkel versetzt wird. Durch diesen Vorgang wird
ausschließlich die unterste Faden- oder Faserschicht KR' versetzt und zuverlässig
am Maschenverbund fixiert.
[0065] Die bei der Herstellung des Maschenverbundes auftretende Auslenkung der Stehfäden
oder Stehfasern KR, wie sie in Fig. 11 angedeutet ist, wird sich nach der Fertigstellung
des Maschenverbundes wieder aufheben. Es wird sich ein ausgeglichener Spannungszustand
einstellen, bei dem die Stehfäden oder die Stehfasern KR' in Arbeitsrichtung nahezu
gestreckt ausgerichetet sind.
[0066] Es kommt bei dieser Verfahrensweise übrigens nicht regelmäßig darauf an, dass alle
Fasern oder Fadenteile in jeder Maschenreihe die Schenkel der Nadelmasche kreuzen.
Die Verbindung zu den übrigen Lagen des Fadengeleges G ist jedoch in einem Bereich
über mehrere Maschenreihen ausreichend fest, dass in einem abschließenden Arbeitsgang
das Fadengelege GF umgossen werden und in der endgültigen Form aushärten kann.
Bezugszeichenliste
[0067]
- 1
- Wirknadel / Schiebemadel
- 10
- Wirk- oder Schiebernadelbarre
- 2
- Schließdraht, Schieber
- 20
- Schließdrahtbarre, Schieberbarre
- 3, 3'
- Abschlagelement
- 30, 30'
- Abschlagbarre
- 301
- Stützfläche
- 31, 31'
- Spannbarre
- 32, 32'
- Stütz- und Führungsbarre
- 321
- Führungsvorsprünge
- 33
- Stützbarre
- 331
- Stützfläche
- 332
- Faserteiler
- 41
- Wirkfadenführer (Legeschiene)
- 42
- Wirkfadenführer (Legeschiene)
- 43
- Stehfadenführer
- 50
- Gegenhaltebarre
- 51
- Gegenhaltebarre
- 6
- Abschlagplatinen
- 60
- Abschlagbarre
- 61
- Abschlagnase
- 62
- Führungsprofil
- 7, 7'
- Legeanordnung
- 71
- Fadenzuführvorrichtung (für Stehschussfäden)
- 72
- Vlieszuführvorrichtung
- 73, 73'
- Schusslegevorrichtung
- 74
- Vlieszuführvorrichtung
- 75
- Fadenzuführvorrichtung (für Stehschussfäden)
- 76
- Fadenlegevorrichtung (diagonal - 1)
- 77
- Fadenlegevorrichtung (diagonal - 2)
- 8, 8'
- Transportketten
- 81
- Transportband
- 82
- Führungsplatte
- D, D'
- Diagonalfadenlage
- G, G'
- Fadengelege, Gelege
- GF, GF'
- Fadengelege, vorverfestigt
- (K)
- Stehfaden, Verstärkungselement
- KL
- Stehfaden, Verstärkungselement (linke Gewirkeseite)
- KR, KR'
- Stehfaden, Verstärkungselement (rechte Gewirkeseite)
- KRT
- Faserstrang, abgeteilt, gebunden
- S
- Schussfäden, Schussfadenlage
- W
- Wirkfäden
- WP
- Platinenmasche
- WN
- Nadelmasche
- WNv
- Nadelmasche, versetzt
- V L
- Vlies, Verstärkungselement
- VR
- Vlies, Verstärkungselement
1. Verfahren zur Herstellung eines mehrschichtigen, vorfixierten Faden- oder Fasergeleges
(GF, GF'),
- das als bandförmiges Halbzeug zur Armierung von Teilen aus Kunststoff oder Harzen
dient,
- das in den einzelnen Schichten (KL, VL, S, VR, KR) aus Faden- oder Faserscharen
besteht, die jeweils unterschiedlich ausgerichtet sind,
- wobei in mindestens einer der Schichten (KL, KR) - einer Stehschussschicht - Faser-
oder Fadenscharen überwiegend parallel zur Arbeitsrichtung ausgerichtet sind,
- wobei mindestens eine der Schichten (S) aus Faden- oder Faserscharen besteht, die
zwischen Hakenreihen von Transportketten (8, 8') beiderseits einer Legeanordnung (73,
73') zur Herstellung des Fadengeleges (G, G') aufgespannt werden,
- wobei das Faden- oder Fasergelege (G, G') mit der Geschwindigkeit der genannten
Transportketten (8, 8') einer Kettenwirkmaschine zugeführt und dort - zwischen den
Transportketten (8, 8') gespannt - mittels Maschenverbund (W) vorfixiert wird und
- wobei Nadel- und Platinenmaschen (WN, WNv, WP) des Maschenverbundes (W) Fäden oder
Fasern aller Schichten (KL, VL, S, VR, KR) des Faden- oder Fasergeleges (G, G') einschließen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die überwiegend parallel zur Arbeitsrichtung ausgerichtete Stehschussschicht (KL,
KR) aus Faser- oder Fadenscharen als unterste Stehschussschicht (KR) den Nadelmaschen
(WN) des Maschenverbundes unmittelbar benachbart angeordnet wird,
dass die Fäden oder Fasern der untersten Stehschussschicht (KR) des Fadengeleges (G) mittels
in Warenabzugsrichtung gerichteter, profilierter Führungsflächen (301; 331; 332; 60,
61, 62) von Abschlagelem enten (3, 3', 6) seitlich geführt werden und
dass die Schenkel der Nadelmasche (WN) des Maschenverbundes und die Fäden oder Fasern
der genannten Stehschussschicht (KR) in der Abschlagphase durch einen relativen, gegenseitigen
Versatz der Nadelmaschen (WNv) und/oder der Stehschussfäden zur jeweiligen, vorherigen
Bindungsstelle einander kreuzend ausgerichtet werden, bevor die Wirknadeln (1) zum
Zwecke der Ausbildung einer folgenden Maschenreihe wieder in das Fadengelege (G) eindringen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das über der untersten Stehschussschicht befindliche Teil des Fadengeleges (G) im
Wirkungsbereich der Wirknadeln (1) mindestens mittels Transportketten (8, 8') seitlich
geführt wird,
dass die in Arbeitsrichtung gespannten Fäden der untersten Stehschussschicht (KR) - vor
der Nadelbrust und hinter dem Nadelrücken mit Hilfe der Abschlagelemente (3, 3', 6)
gegen den Abschlagdruck und den Versatz der Nadelmaschen (WN) gestützt - das Fadengelege
in der Abschlagebene über die Nadelebene führen,
dass die Nadelmaschen (WN), geführt durch seitlich versetzbare Wirknadeln (1), nach dem
Überqueren von Fäden oder Fasern der untersten Stehschussschicht (KR) aufgetragen
und über die Nadelmaschen (WN) der folgenden Maschenreihe abgeschlagen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abschlagelemente (3, 3', 6) während der Abschlagphase um mindestens eine Teilung
seitlich versetzt werden und
dass die Nadelmaschen (WN), geführt durch nicht seitlich versetzbare Wirknadeln (1'),
nach dem Versetzen der Fäden oder Fasern der untersten Stehschusschicht (KR) aufgetragen
und über die Nadelmasche (WN) der folgenden Maschenreihe abgeschlagen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Fäden oder Fasern der genannten Stehschussschicht (KR) als zuerst auf einem bewegten
Transportband (81) abgelegte, unterste Schicht des Fadengeleges (G) in die Abschlagebene
der Kettenwirkmaschine geführt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass auch in der obersten Schicht des Faden- oder Fasergeleges (G, G') Stehschussfäden
oder -fasern (KL) zugeführt werden und
dass der Wirkfadenführer (41, 42) gleich- oder gegenlegig zum Versatz der Nadelbarre Trikotlegungen
ausführt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der obersten und der untersten Schicht aus Stehschussfäden (KL, KR) mindestens
zwei diagonale Fadenschichten (D, D') und eine zwischen den diagonalen Schichten angeordnete
Schicht mit rechtwinklig zur Arbeitsrichtung verlaufenden Faden- oder Faserscharen
(S) angeordnet werden.
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der obersten und der untersten Schicht aus Stehschussfäden (KL, KR) mindestens
zwei diagonale Fadenschichten (D, D') angeordnet werden.
8. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der obersten und der untersten Schicht aus Stehschussfäden mindestens zwei
Wirrfasern enthaltende Faserschichten (VL, VR) und eine zwischen den beiden Faserschichten
(VL, VR) angeordnete Schicht mit rechtwinklig zur Arbeitsrichtung verlaufenden Faden-
oder Faserscharen (S) angeordnet werden.
9. Anlage zur Herstellung eines mehrschichtigen, vorveriestigten Faden- oder Fasergeleges
(GF, GF')
mit einer Legeanordnung (7, 7') zur Herstellung eines Fadengeleges (G, G') zwischen
oberen Trums von mit Haken ausgestatteten Transportketten (8, 8'),
- die eine Faden- oder Faserzuführvorrichtung (71) für Stehschussfäden (K, KL, KR)
und
- mindestens eine Faden- oder Faserlegevorrichtung (72, 73, 73', 74) für zwischen
den Transportketten (8, 8') aufzuspannende Faden- oder Faserscharen (S, VL, VR) aufweist,
mit einem zwischen den Transportketten (8, 8') angeordneten Transportelement (81)
zum Stützen und Fördern des Faden- oder Fasergeleges (G, G')
mit einer Kettenwirkmaschine, insbesondere einer Nähwirkmaschine, deren Wirknadeln
(1) in der Maschenbildungszone (10) das Faden- oder Fasergelege (G, G') in der Abschlagebene
quer durchdringen, und
mit Führungselementen für die Transportketten zwischen der Legeanordnung (7, 7') und
der Maschenbildungszone (10) der Kettenwirkmaschine,
zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Fadenzuführvorrichtung (71) für Stehschussfäden (KR) im Eingangsbereich der
Legeanordnung (7, 7') angeordnet ist, die ihre Schar von Stehschussfäden (KR) als
unterste Schicht des Faden- oder Fasergeleges (G, G') führt,
dass die Wirknadelbarre (10) zusätzlich zum Hubantrieb mit einem Versatzantrieb über mindestens
eine Nadelteilung ausgestattet ist,
dass eine Abschlagbarre (30, 33) auf der Seite der Nadelbrust der Wirknadeln (1) und nahe
derselben angeordnet ist und
dass die Abschlagbarre (30, 33) mit Führungselementen (3, 332, 61, 62) für das Stützen
gegen die Abschlagrichtung und für das seitliche Führen des Faden- oder Fasergeleges
(G) gegen den Nadelmaschenversatz ausgesattet ist.
10. Anlage zur Herstellung eines mehrschichtigen, vorverfestigten Faden- oder Fasergeleges
(GF, GF')
mit einer Legeanordnung (7, 7') zur Herstellung eines Fadengeleges (G, G') zwischen
oberen Trums von mit Haken ausgestatteten Transportketten (8, 8')
- die eine Fadenzuführvorrichtung (71, 75) für Stehschussfäden (KL, KR) und
- mindestens eine Faser - oder Fadenlegevorrichtung (73, 73', 76, 77) für zwischen
den Transportketten (8, 8') aufzuspannende Fadenscharen (S) aufweist,
mit einem zwischen den Transportketten (8, 8') angeordneten Transportelement (81)
zum Stützen und Fördern des Faden- oder Fasergeleges (G, G').
mit einer Kettenwirkmaschine, insbesondere einer Nähwirkmaschine, deren Wirknadeln
(1) in der Maschenbildungszone (10) das Faden- oder Fasergelege (G, G') in der Abschlagebene
quer durchdringen, und
mit Führungselementen für die Transportketten (8, 8') zwischen der Legeanordnung (7,
7') und der Maschenbildungszone (10) der Kettenwirkmaschine,
zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Fadenzuführvorrichtung (71) für Stehschussfäden (KR) im Eingangsbereich der
Legeanordnung (7, 7') angeordnet ist, die ihre Schar von Stehschussfäden (KR) als
unterste Schicht des Faden- oder Fasergeleges (G) führt,
dass mindestens ein Teil der Abschlagbarre (30, 33) auf der Seite der Nadelbrust der Wirknadeln
(1) und nahe derselben angeordnet ist und
dass der Teil der Abschlagbarre (30, 33) mit Führungselementen (3, 332, 61, 62) für das
seitliche Führen des Faden- oder Fasergeleges (G) ausgestattet und in der Abschiagphase
um mindestens eine Nade!teilung seitlich versetzbar ist.
1. Process for producing a multi-layered, preset thread or fibre fabric (GF, GF'),
- which serves as a tape-like semi-finished product for reinforcing parts made from
plastic or resins,
- which in the individual layers (KL, VL, S, VR, KR) consists of thread or fibre groups
which are aligned differently in each case,
- wherein in at least one of the layers (KL, KR) - of a vertical weft layer - fibre
or thread groups are aligned predominantly parallel to the working direction,
- wherein at least one of the layers (S) consists of thread or fibre groups which
are stretched between hook rows of transport chains (8, 8') on both sides of a laying
arrangement (73, 73') for producing the thread fabric (G, G'),
- wherein the thread or fibre fabric (G, G') is supplied to a warp knitting machine
at the speed of the said transport chains (8, 8') and there - stretched between the
transport chains (8, 8') - is preset by means of loop composite (W) and
- wherein needle and sinker loops (WN, WNv, WP) of the loop composite (W) enclose
threads or fibres of all layers (KL, VL, S, VR, KR) of the thread or fibre fabric
(G, G'),
characterised in that the vertical weft layer (KL, KR) made from fibre or thread groups and aligned predominantly
parallel to the working direction is arranged directly adjacent the needle loops (WN)
of the loop composite as lowermost vertical weft layer (KR),
in that the threads or fibres of the lowermost vertical weft layer (KR) of the thread fabric
(G) are guided laterally by means of profiled guide surfaces (301; 331; 332; 60, 61,
62) of knock-over elements (3, 3', 6) directed in discharge direction of the goods
and
in that the limbs of the needle loops (WN) of the loop composite and the threads or fibres
of the said vertical weft layer (KR) in the knock-over phase are aligned crossing
one another by a relative, mutual displacement of the needle loops (WNv) and/or of
the vertical weft threads to the particular previous binding point before the knitting
needles (1) penetrate the thread fabric (G) again for the purpose of forming a subsequent
loop row.
2. Process according to claim 1, characterised in that the part of the thread fabric (G) situated above the lowermost vertical weft layer
in the knitting region of the knitting needles (1) is guided laterally at least by
means of transport chains (8, 8'), in that the threads of the lowermost vertical weft layer (KR) stretched in working direction
- in front of the needle face and behind the needle back supported with the aid of
the knock-over elements (3, 3', 6) against the knock-over pressure and the displacement
of the needle loops (WN) - guide the thread fabric in the knock-over plane over the
needle plane, in that the needle loops (WN), guided by laterally displaceable knitting needles (1), are
applied after crossing of threads or fibres of the lowermost vertical weft layer (KR)
and knocked over via the needle loops (WN) of the subsequent loop row.
3. Process according to claim 1, characterised in that the knock-over elements (3, 3', 6) are displaced laterally by at least one gauge
during the knock-over phase and in that the needle loops (WN), guided by non-laterally displaceable knitting needles (1'),
are applied after displacing the threads or fibres of the lowermost vertical weft
layer (KR) and are knocked over via the needle loop (WN) of the subsequent loop row.
4. Process according to claim 1, characterised in that the threads or fibres of the said vertical weft layer (KR) are guided into the knock-over
plane of the warp knitting machine as a lowermost layer of the thread fabric (G) deposited
first on a moved transport belt (81).
5. Process according to claim 1, characterised in that even in the uppermost layer of the thread or fibre fabric (G, G'), vertical weft
threads or vertical weft fibres (KL) are supplied and in that the knitting thread guide (41, 42) executes tricot laying with even pattern notation
or counter notation to the displacement of the needle bar.
6. Process according to claim 5, characterised in that between the uppermost and the lowermost layer of vertical weft threads (KL, KR),
at least two diagonal thread layers (D, D') and one layer arranged between the diagonal
layers are arranged with thread or fibres groups (S) running at right-angles to the
working direction.
7. Process according to claim 5, characterised in that between the uppermost and the lowermost layer of vertical weft threads (KL, KR),
at least two diagonal thread layers (D, D') are arranged.
8. Process according to claim 5, characterised in that between the uppermost and the lowermost layer of vertical weft threads, at least
two fibre layers (VL, VR) containing random fibres and one layer arranged between
the two fibre layers (VL, VR) are arranged with thread or fibres groups (S) running
at right-angles to the working direction.
9. Plant for producing a multi-layered, preset thread or fibre fabric (GF, GF') having
a laying arrangement (7, 7') for producing a thread fabric (G, G') between upper strands
of transport chains (8, 8') equipped with hooks,
- which has a thread-supply or fibre-supply device (71) for vertical weft threads
(K, KL, KR) and
- at least one thread-laying or fibre-laying device (72, 73, 73', 74) for thread or
fibre groups (S, VL, VR) to be stretched between the transport chains (8, 8'),
having a transport element (81) arranged between the transport chains (8, 8') to support
and convey the thread or fibre fabric (G, G'), having a warp knitting machine, in
particular a stitch-bonding machine, the knitting needles (1) of which in the loop-forming
zone (10) transversely penetrate the thread or fibre fabric (G, G') in the knock-over
plane, and having guide elements for the transport chains between the laying arrangement
(7, 7') and the loop-forming zone (10) of the warp knitting machine, for executing
the process according to claim 1,
characterised in that a thread-supply device (71) for vertical weft threads (KR) is arranged in the entrance
region of the laying arrangement (7, 7'), which guides its group of vertical weft
threads (KR) as lowermost layer of the thread or fibre fabric (G, G'),
in that the knitting needle bar is additionally equipped for stroke drive with a displacement
drive over at least one needle gauge,
in that a knock-over bar (30, 33) is arranged on the side of the needle face of the knitting
needles (1) and close to the same and
in that the knock-over bar (30, 33) is equipped with guide elements (3, 332, 61, 62) for
support against the knock-over direction and for lateral guiding of the thread or
fibre fabric (G) against the needle loop displacement.
10. Plant for producing a multi-layered, preset thread or fibre fabric (GF, GF') having
a laying arrangement (7, 7') for producing a thread fabric (G, G') between upper strands
of transport chains (8, 8') equipped with hooks,
- which has a thread-supply device (71, 75) for vertical weft threads (KL, KR) and
- at least one fibre-laying or thread-laying device (73, 73', 76, 77) for thread groups
(S) to be stretched between the transport chains (8, 8'),
having a transport element (81) arranged between the transport chains (8, 8') to support
and convey the thread or fibre fabric (G, G'), having a warp knitting machine, in
particular a stitch-bonding machine, the knitting needles (1) of which in the loop-forming
zone (10) transversely penetrate the thread or fibre fabric (G, G') in the knock-over
plane, and having guide elements for the transport chains (8, 8') between the laying
arrangement (7, 7') and the loop-forming zone (10) of the warp knitting machine, for
executing the process according to claim 1,
characterised in that a thread-supply device (71) for vertical weft threads (KR) is arranged in the entrance
region of the laying arrangement (7, 7'), which guides its group of vertical weft
threads (KR) as lowermost layer of the thread or fibre fabric (G),
in that at least one part of the knock-over bar (30, 33) is arranged on the side of the needle
face of the knitting needles (1) and close to the same and
in that the part of the knock-over bar (30, 33) is equipped with guide elements (3, 332,
61, 62) for lateral guiding of the thread or fibre fabric (G) and in the knock-over
phase can be displaced laterally by at least one needle gauge.
1. Procédé de production d'une structure de fils ou de fibres multicouche, préfixée (GF,
GF'),
- laquelle sert de demi-produit en forme de bande pour le renforcement de pièces en
matière plastique ou en résine,
- laquelle se compose dans les couches unitaires (KL, VL, S, VR, KR) de portées de
fils ou de fibres, lesquelles sont respectivement orientées de manière différente,
- sachant que dans au moins une des couches (KL, KR) - une couche de trame stationnaire
- les portées de fils ou de fibres sont essentiellement orientées parallèlement au
sens du travail,
- au moins une des couches (S) se compose de portées de fils ou de fibres, lesquelles
sont étendues entre des rangées de crochets de chaînes de transport (8, 8') de part
et d'autre d'un dispositif de pose (73, 73') en vue de produire la structure de fils
(G, G'),
- la structure de fils ou de fibres (G, G') étant amenée à un métier chaîne à la vitesse
desdites chaînes de transport (8, 8') et est préfixée là - étirée entre les chaînes
de transport (8, 8')- au moyen de l'ensemble de mailles (W), et
- les têtes de maille et les boucles d'entremaille (WN, WNv, WP) de l'ensemble de
mailles (W) incluant les fils ou les fibres de toutes les couches (KL, VL, S, VR,
KR) de la structure de fils ou de fibres (G, G'),
caractérisé en ce
que la couche de trame stationnaire (KL, KR) constituée de portées de fils ou de fibres,
orientée essentiellement parallèlement au sens du travail est disposée comme la plus
basse couche de trame stationnaire (KR) directement voisine des têtes de maille (WN)
de l'ensemble de mailles,
que les fils ou les fibres de la plus basse couche de trame stationnaire (KR) de la structure
de fils (G) sont guidés latéralement au moyen de surfaces de guidage (301 ; 331 ;
332 ; 60, 61, 62) d'éléments d'abattage (3, 3', 6), lesquelles sont profilées, orientées
dans le sens d'enroulement du tissu et en ce
que les branches des têtes de maille (WN) de l'ensemble de mailles et les fils ou les
fibres de ladite couche de trame stationnaire (KR) sont orientés, dans la phase d'abattage,
de manière mutuellement croisée, en raison d'un décalage relatif, réciproque des têtes
de maille (WNv) et/ou des fils de trame stationnaire par rapport au point de liaison
précédent, respectif, avant que les aiguilles à tricoter (1) pénètrent à nouveau dans
la structure de fils (G) pour réaliser une rangée de mailles suivante.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce
que la partie de la structure de fils (G) située au-dessus de la plus basse couche de
trame stationnaire est guidée latéralement dans la zone d'action des aiguilles à tricoter
(1) au moins au moyen des chaînes de transport (8, 8'),
que les fils de la plus basse couche de trame stationnaire (KR) étirés dans le sens du
travail - soutenus devant la face de l'aiguille et derrière le dos de l'aiguille à
l'aide des éléments d'abattage (3, 3', 6) contre la pression d'abattage et le décalage
des têtes de maille (WN) - guident la structure de fils dans le plan d'abattage via
le plan des aiguilles,
que les têtes de maille (WN), guidées à travers des aiguilles à tricoter (1) pouvant
être déplacées latéralement, sont étendues après la traversée des fils ou des fibres
de la plus basse couche de trame stationnaire (KR), et abattues au-dessus des têtes
de maille (WN) de la rangée de mailles suivante.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce
que les éléments d'abattage (3, 3', 6) sont décalés latéralement d'au moins un écartement
pendant la phase d'abattage et en ce
que les têtes de maille (WN), guidées à travers des aiguilles à tricoter (1 ') ne pouvant
pas être déplacées latéralement, sont étendues après le décalage des fils ou des fibres
de la plus basse couche de trame stationnaire (KR), et abattues au-dessus de la tête
de maille (WN) de la rangée de mailles suivante.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce
que les fils ou fibres de ladite couche de trame stationnaire (KR) comme la plus basse
couche de la structure de fils (G), déposée dans un premier temps sur une bande de
transport (81) en mouvement sont guidés dans le plan d'abattage du métier chaîne.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce
que aussi dans la plus haute couche de la structure de fils ou de fibres (G, G') sont
amenés des fils ou fibres de trame stationnaire (KL) et en ce
que le guide-fil à tricoter (41, 42) réalise des tricots dans le même sens de pose ou
en sens inverse de pose par rapport au décalage de la barre d'aiguilles.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce
que entre la plus haute et la plus basse couche de fils de trame stationnaire (KL, KR)
sont disposées au moins deux couches de fils diagonales (D, D') et une couche agencée
entre les couches diagonales, laquelle comprend des portées de fils ou de fibres (S)
s'étendant perpendiculairement au sens du travail.
7. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce
que entre la plus haute et la plus basse couche de fils de trame stationnaire (KL, KR)
sont disposées au moins deux couches de fils diagonales (D, D').
8. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce
que entre la plus haute et la plus basse couche de fils de trame stationnaire sont disposées
au moins deux couches de fibres (VL, VR) contenant des fibres embrouillées et une
couche agencée entre les deux couches de fibres (VL, VR), laquelle comprend des portées
de fils ou de fibres (S) s'étendant perpendiculairement au sens du travail.
9. Unité de production d'une structure de fils ou de fibres (GF, GF') multicouche, préfixée
comprenant un dispositif de pose (7, 7') pour produire une structure de fils (G, G')
entre des brins supérieurs de chaînes de transport (8, 8') munies de crochets,
- ledit dispositif comportant un système d'amenée de fil ou de fibre (71) pour les
fils de trame stationnaire (K, KL, KR) et
- au moins un système de pose de fil ou de fibre (72, 73, 73', 74) pour des portées
de fils ou de fibres (S, VL, VR) à étendre entre les chaînes de transport (8, 8'),
comprenant un élément de transport (81) disposé entre les chaînes de transport (8,
8'), servant à soutenir et à transporter la structure de fils ou de fibres (G, G'),
comprenant un métier chaîne, en particulier un métier de type "Malimo", dont les aiguilles
à tricoter (1) dans la zone de formation des mailles (10) traversent transversalement
la structure de fils ou de fibres (G, G') dans le plan d'abattage, et comprenant des
éléments de guidage pour les chaînes de transport entre le dispositif de pose (7,
7') et la zone de formation des mailles (10) du métier chaîne, afin de mettre en oeuvre
le procédé selon la revendication 1,
caractérisée en ce qu'un système d'amenée de fil (71) destiné aux fils de trame stationnaire (KR) est disposé
dans la zone d'entrée du dispositif de pose (7, 7'), qui guide sa portée de fils de
trame stationnaire (KR) comme la plus basse couche de la structure de fils ou de fibres
(G, G'),
que la barre d'aiguilles à tricoter (10) est munie, en supplément de l'entraînement
de levage, d'un entraînement de décalage sur au moins un écartement d'aiguilles,
qu'une barre d'abattage (30, 33) est disposée du côté de la face d'aiguille des aiguilles
à tricoter (1) et à proximité de celles-ci et
en ce
que la barre d'abattage (30, 33) est munie d'éléments de guidage (3, 332, 61, 62) pour
le soutien en sens opposé au sens d'abattage et pour le guidage latéral de la structure
de fils ou de fibres (G) contre le décalage des têtes de mailles.
10. Unité de production d'une structure de fils ou de fibres (GF, GF') multicouche, préfixée
comprenant un dispositif de pose (7, 7') pour produire une structure de fils (G, G')
entre des brins supérieurs de chaînes de transport (8, 8') munies de crochets,
- ledit dispositif comportant un système d'amenée de fil ou de fibre (71, 75) pour
les fils de trame stationnaire (KL, KR) et
- au moins un système de pose de fil ou de fibre (73, 73', 76, 77) pour des portées
de fils (S) à étendre entre les chaînes de transport (8, 8'),
comprenant un élément de transport (81) disposé entre les chaînes de transport (8,
8'), servant à soutenir et à transporter la structure de fils ou de fibres (G, G'),
comprenant un métier chaîne, en particulier un métier à tisser type "Malimo", dont
les aiguilles à tricoter (1) dans la zone de formation des mailles (10) traversent
transversalement la structure de fils ou de fibres (G, G') dans le plan d'abattage,
et
comprenant des éléments de guidage pour les chaînes de transport (8, 8') entre le
dispositif de pose (7, 7') et la zone de formation des mailles (10) du métier chaîne,
afin de mettre en oeuvre le procédé selon la revendication 1,
caractérisée en ce qu'un système d'amenée de fil (71) destiné aux fils de trame stationnaire (KR) est disposé
dans la zone d'entrée du dispositif de pose (7, 7'), qui guide sa portée de fils de
trame stationnaire (KR) comme la plus basse couche de la structure de fils ou de fibres
(G),
qu'au moins une partie de la barre d'abattage (30, 33) est disposée du côté de la
face de pointe des aiguilles à tricoter (1) et à proximité de celles-ci et
en ce
que la partie de la barre d'abattage (30, 33) est munie d'éléments de guidage (3, 332,
61, 62) pour le guidage latéral de la structure de fils ou de fibres (G) et peut être
décalée latéralement d'au moins un écartement d'aiguilles dans la phase d'abattage.