[0001] Die Erfindung betrifft eine Überspannungsschutzeinriehtung, mit einer ersten Elektrode,
mit einer zweiten Elektrode, mit einer zwischen den beiden Elektroden existenten bzw.
wirksamen Luft-Durchschlag-Funkenstrecke und mit einem die Elektroden aufnehmenden
Gehäuse, wobei beim Zünden der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke zwischen den beiden
Elektroden ein Lichtbogen entsteht.
[0002] Elektrische, insbesondere aber elektronische Meß-, Steuer-, Regel- und Schaltkreise,
vor allem auch Telekommunikationseinrichtungen und -anlagen, sind empfindlich gegen
transiente Überspannungen, wie sie insbesondere durch atmosphärische Entladungen,
aber auch durch Schalthandlungen oder Kurzschlüsse in Energieversorgungsnetzen auftreten
können. Diese Empfindlichkeit hat in dem Maße zugenommen, in dem elektronische Bauelemente,
insbesondere Transistoren und Thyristoren, verwendet werden; vor allem sind zunehmend
eingesetzte integrierte Schaltkreise in starkem Maße durch transiente Überspannungen
gefährdet.
[0003] Elektrische Stromkreise arbeiten mit der für sie spezifizierten Spannung, der Nennspannung
(in der Regel = Netzspannung), normalerweise störungsfrei. Das gilt dann nicht, wenn
Überspannungen auftreten. Als Überspannungen gelten alle Spannungen, die oberhalb
der oberen Toleranzgrenze der Nennspannung liegen. Hierzu zählen vor allem auch die
transienten Überspannungen, die aufgrund von atmosphärischen Entladungen, aber auch
durch Schalthandlungen oder Kurzschlüsse in Energieversorgungsnetzen auftreten können
und galvanisch, induktiv oder kapazitiv in elektrische Stromkreise eingekoppelt werden
können, Um nun elektrische oder elektronische Stromkreise, insbesondere elektronische
Meß-, Steuer-, Regel- und Schaltkreise, vor allem auch Telekommunikationseinrichtungen
und -anlagen, wo auch immer sie eingesetzt sind, gegen transiente Überspannungen zu
schützen, sind Überspannungsschutzeinrichtungen entwickelt worden und seit mehr als
zwanzig Jahren bekannt.
[0004] Wesentlicher Bestandteil von Überspannungsschutzeinrichtung der hier in Rede stehenden
Art ist mindestens eine Funkenstrecke, die bei einer bestimmten Überspannung, der
Ansprechspannung, anspricht und damit verhindert, daß in dem durch eine Überspannungsschutzeinrichtung
geschützten Stromkreis Überspannungen auftreten, die größer als die Ansprechspannung
der Funkenstrecke sind.
[0005] Eingangs ist ausgeführt worden, daß die erfindungsgemäße Überspannungsschutzeinrichtung
zwei Elektroden und eine zwischen den beiden Elektroden existente bzw. wirksame Luft-Durchschlag-Funkenstrecke
aufweist. Mit Luft-Durchschlag-Funkenstrecke ist ganz allgemein eine Durchschlag-Funkenstrecke
gemeint; umfaßt sein soll damit also auch eine Durchschlag-Funkenstrecke, bei der
nicht Luft, sondern ein anderes Gas zwischen den Elektroden vorhanden ist. Neben Überspannungsschutzeinrichtungen
mit einer Luft-Durchschlag-Funkenstrecke gibt es Überspannungsschutzeinrichtungen
mit einer Luft-Überschlag-Funkenstrecke, bei denen beim Ansprechen eine Gleitentladung
auftritt.
[0006] Überspannungsschutzeinrichtungen mit einer Luft-Durchschlag-Funkenstrekke haben gegenüber
Überspannungsschutzeinrichtungen mit einer Luft-Überschlag-Funkenstrecke den Vorteil
einer höheren Stoßstromtragfähigkeit, jedoch den Nachteil einer höheren - und auch
nicht sonderlich konstanten - Ansprechspannung. Deshalb sind bereits verschiedene
Überspannungsschutzeinrichtungen mit einer Luft-Durchschlag-Funkenstrecke vorgeschlagen
worden, die in bezug auf die Ansprechspannung verbessert worden sind. Dabei sind im
Bereich der Elektroden bzw. der zwischen den Elektroden wirksamen Luft-Durchschlag-Funkenstrecke
in verschiedener Weise Zündhilfen realisiert worden, z. B. dergestalt, daß zwischen
den Elektroden mindestens eine Gleitentladung auslösende Zündhilfe vorgesehen worden
ist, die zumindest teilweise in die Luft-Durchschlag-Funkenstrecke hineinragt, stegartig
ausgeführt ist und aus Kunststoff besteht (vgl. z. B. die deutschen Offenlegungsschriften
41 41 681 oder
44 02 615).
[0007] Die bei den bekannten Überspannungsschutzeinrichtungen vorgesehenen, zuvor angesprochenen
Zündhilfen können gleichsam als "passive Zündhilfen" bezeichnet werden, "passive Zündhilfen"
deshalb, weil sie nicht selbst "aktiv" ansprechen, sondern nur durch eine Überspannung
ansprechen, die an den Hauptelektroden auftritt.
[0008] Aus der deutschen Offenlegungsschrift
198 03 636 ist ebenfalls eine Überspannungsschutzeinrichtung mit zwei Elektroden, mit einer
zwischen den beiden Elektroden wirksamen Luft-Durchschlag-Funkenstrecke und einer
Zündhilfe bekannt. Bei dieser bekannten Überspannungsschutzeinrichtung ist die Zündhilfe,
im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen, eine Gleitentladung auslösenden Zündhilfen,
als "aktive Zündhilfe" ausgebildet, nämlich dadurch, daß neben den beiden Elektroden
- dort als Hauptelektroden bezeichnet - noch zwei Zündelektroden vorgesehen sind.
Diese beiden Zündelektroden bilden eine zweite, als Zündfunkenstrecke dienende Luft-Durchschlag-Funkenstrecke.
Bei dieser bekannten Überspannungsschutzeinrichtung gehört zu der Zündhilfe außer
der Zündfunkenstrecke noch ein Zündkreis mit einem Zündschaltelement. Bei Anliegen
einer Überspannung an der bekannten Überspannungsschutzeinrichtung sorgt der Zündkreis
mit dem Zündschaltelement für ein Ansprechen der Zündfunkenstrecke. Die Zündfunkenstrecke
bzw. die beiden Zündelektroden sind in bezug auf die beiden Hauptelektroden derart
angeordnet, daß dadurch, daß die Zündfunkenstrecke angesprochen hat, die Luft-Durchschlag-Funkenstrecke
zwischen den beiden Hauptelektroden, Hauptfunkenstrecke genannt, anspricht. Das Ansprechen
der Zündfunkenstrecke führt zu einer Ionisierung der in der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke
vorhandenen Luft, so daß - schlagartig - nach Ansprechen der Zündfunkenstrecke dann
auch die Luft-Durchschlag-Funkenstrecke zwischen den beiden Hauptelektroden, also
die Hauptfunkenstrecke, anspricht.
[0009] Bei den bekannten, zuvor beschriebenen Ausführungsformen von Überspannungsschutzeinrichtungen
mit Zündhilfen führen die Zündhilfen zu einer verbesserten, nämlich niedrigeren und
konstanteren Ansprechspannung.
[0010] Bei Überspannungsschutzeinrichtungen der in Rede stehenden Art - mit oder ohne Verwendung
einer Zündhilfe - entsteht beim Zünden der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke durch den
entstehenden Lichtbogen eine niederimpedante Verbindung zwischen den beiden Elektroden.
Über diese niederimpedante Verbindung fließt zunächst - gewollt - der abzuleitende
Blitzstrom. Bei anliegender Netzspannung folgt dann jedoch über diese niederimpedante
Verbindung der Überspannungsschutzeinrichtung ein unerwünschter Netzfolgestrom, so
daß man bestrebt ist, den Lichtbogen möglichst schnell nach abgeschlossenem Ableitvorgang
zu löschen. Eine Möglichkeit zur Erreichung dieses Ziels besteht darin, die Lichtbogenlänge
und damit die Lichtbogenspannung zu vergrößern.
[0011] Eine Möglichkeit, den Lichtbogen nach dem Ableitvorgang zu löschen, nämlich die Lichtbogenlänge
und damit die Lichtbogenspannung zu vergrößern, ist bei der Überspannungsschutzeinrichtung,
wie sie aus der deutschen Offenlegungsschrift 44 02 615 bekannt ist, realisiert. Die
aus der deutschen Offenlegungsschrift 44 02 615 bekannte Überspannungsschutzeinrichtung
weist zwei schmale Elektroden auf, die jeweils winkelförmig ausgebildet sind und jeweils
ein Funkenhorn und einen davon abgewinkelten Anschlußschenkel aufweisen. Darüber hinaus
sind die Funkenhörner der Elektroden in ihren an die Anschlußschenkel angrenzenden
Bereichen mit einer Bohrung versehen. Die in den Funkenhörnern der Elektroden vorgesehenen
Bohrungen sorgen dafür, daß im Augenblick des Ansprechens des Überspannungsschutzelements,
also des Zündens, der entstandene Lichtbogen durch eine thermische Druckwirkung "in
Fahrt gesetzt wird", also von seiner Entstehungsstelle wegwandert. Da die Funkenhörner
der Elektroden V-formig zueinander angeordnet sind, wird somit die von dem Lichtbogen
zu überbrückende Strecke beim Herauswandern des Lichtbogens vergrößert, wodurch auch
die Lichtbogenspannung ansteigt. Nachteilig ist hierbei jedoch, daß zur Erreichung
der gewünschten Vergrößerung der Lichtbogenlänge die geometrischen Abmessungen der
Elektroden entsprechend groß sein müssen, so daß auch die Überspannungsschutzeinrichtung
insgesamt an bestimmte Geometrievorgaben gebunden ist.
[0012] Eine weitere Möglichkeit, den Lichtbogen nach dem Ableitvorgang zu löschen, besteht
in der Kühlung des Lichtbogens durch die Kühlwirkung von Isolierstoffwänden sowie
die Verwendung von Gas abgebenden Isolierstoffen. Dabei ist eine starke Strömung des
Löschgases notwendig, was einen hohen konstruktiven Aufwand erfordert.
[0013] Darüber hinaus besteht noch die Möglichkeit, eine Vergrößerung der Lichtbogenspannung
durch Druckerhöhung zu erzielen. Hierzu wird in der
DE 196 04 947 C1 vorgeschlagen, das Volumen im Innenraum des Gehäuses so zu wählen, daß durch den
Lichtbogen eine Druckerhöhung auf ein Vielfaches des atmosphärischen Druckes erreicht
wird. Dabei wird die Steigerung des Folgestromlöschvermögens durch eine druckabhängige
Beeinflussung der Bogenfeldstärke erreicht. Damit diese Überspannungsschutzeinrichtung
zuverlässig funktioniert ist jedoch zum einen ein sehr druckbeständiges Gehäuse erforderlich,
muß zum anderen die Höhe der Netzspannung sehr genau bekannt sein, um das Volumen
im Innenraum des Gehäuses entsprechend auslegen zu können.
[0014] Ist bei Überspannungsschutzeinrichtungen der in Rede stehenden Art der Lichtbogen
gelöscht, so ist zwar zunächst die niederimpedante Verbindung zwischen den beiden
Elektroden unterbrochen, der Raum zwischen den beiden Elektroden, d. h. der Bereich
der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke, ist jedoch noch fast vollständig mit Plasma gefüllt.
Durch das vorhandene Plasma ist jedoch die Ansprechspannung zwischen den beiden Elektroden
derart herabgesetzt, daß es bereits bei anliegender Betriebsspannung zu einem erneuten
Zünden der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke kommen kann. Dieses Problem tritt besonders
dann auf, wenn die Überspannungsschutzeinrichtung ein gekapseltes oder halboffenes
Gehäuse aufweist, da dann ein Abkühlen oder Verflüchtigen des Plasmas durch das im
wesentlichen geschlossene Gehäuse verhindert wird.
[0015] Um ein erneutes Zünden der Überspannungsschutzeinrichtung, d. h. der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke,
zu verhindern, sind bisher verschiedene Maßnahmen getroffen worden, um die ionisierte
Gaswolke von den Zündelektroden wegzutreiben oder abzukühlen. Hierzu sind konstruktiv
aufwendige Labyrinthe und Kühlkörper verwendet worden, wodurch sich die Herstellung
der Überspannungsschutzeinrichtung verteuert.
[0016] Aus der
DE 198 56 939 A1 ist eine Schaltungsanordnung zum Schutz von elektrischen Installationen gegen Überspannungen
bekannt, die aus mindestens einem Varistor und einer Funkenstrecke besteht. Die bekannte
Schaltungsanordnung weist dadurch eine kompakte Bauform auf, daß die Funkenstrecke
durch zwei mittels eines Distanzhalters aus Isolierstoff voneinander auf Abstand gehaltene
Elektrodenplatten gebildet ist, wobei auf eine Elektrodenplatte ein scheibenförmiger
Varistor direkt kontaktierend aufgelegt ist. Gemäß einer ersten Ausführungsvariante
sind dabei die Funkenstrecke und der Varistor in Reihe zueinander geschaltet, während
gemäß einer anderen Ausführungsvariante eine Parallelschaltung von Funkenstrecke und
Varistor vorgesehen ist.
[0017] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Überspannmigsschutzeinrichtung
der eingangs beschriebenen Art anzugeben, die sich durch ein hohes Netzfolgestromlöschvermögen
auszeichnet, trotzdem jedoch konstruktiv einfach realisiert werden kann.
[0018] Die erfindungsgemäße Überspannungsschutzeinrichtung, bei der die zuvor aufgezeigte
Aufgabe gelöst ist, ist nun zunächst und im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß
der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke ein Widerstand parallel geschaltet ist und daß
der Parallelschaltung aus Luft-Durchschlag-Funkenstrecke und Widerstand eine Isolationsstrecke
in Reihe geschaltet ist.
[0019] Wie im Stand der Technik, so liegt auch die erfindungsgemäße Überspannungsschutzeinrichtung
in der Regel parallel zum Eingang des zu schützenden Stromkreises bzw. der zu schützenden
Anlage bzw. des zu schützenden Gerätes. Die - zweipolige - Überspannungsschutzeinrichtung
ist also elektrisch, und zwar galvanisch, mit den Leitungen bzw. Anschlüssen verbunden,
zwischen denen betriebsmäßig die Netzspannung ansteht. Nachfolgend werden, wie nicht
unüblich, die erste Leitung bzw. der erste Anschluß auch mit spannungsführend beschrieben,
während die zweite Leitung bzw. der zweite Anschluß auch mit Masse bezeichnet wird.
Unter Verwendung dieser Terminologie wird dann als Regelfall davon ausgegangen, daß
die erste Elektrode der Überspannungseinrichtung mit der spannungsführenden Leitung
bzw. dem spannungsführenden Anschluß und die zweite Elektrode der Überspannungseinrichtung
mit Masse zu verbinden sind bzw. verbunden sind. Selbstverständlich kann auch der
Anschluß der erfindungsgemäßen Überspannungsschutzeinrichtung umgekehrt erfolgen und
selbstverständlich kann die erfindungsgemäße Überspannungsschutzeinrichtung nicht
nur zum Schutz von Stromkreisen verwendet werden, bei denen als Netzspannung eine
Wechselspannung vorliegt, vielmehr ist die erfindungsgemäße Überspannungsschutzeinrichtung
ohne weiteres auch dann einsetzbar, wenn die Netzspannung des zu schützenden Stromkreises
eine Gleichspannung ist.
[0020] Der Widerstand, der der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke parallel geschaltet ist, würde
für sich dazu führen, daß bei Anliegen der Nennspannung (Netzspannung) des elektrischen
Stromkreises) der durch die Überspannungsschutzeinrichtung geschützt werden soll,
die Überspannungsschutzeinrichtung insgesamt leitend würde, da die bei Netzspannung
nicht leitende Luft-Durchschlag-Funkenstrecke durch den parallelen Widerstand "kurzgeschlossen"
würde. Dadurch, daß der Parallelschaltung aus Lun-Durchschlag-Funkenstrecke und Widerstand
jedoch eine Isolationsstrecke in Reihe geschaltet ist, ist sichergestellt, daß bei
Anliegen der Nennspannung die Überspannungsschutzeinrichtung insgesamt nicht leitend
ist. Die Isolationsstrecke ist dabei so ausgelegt, daß sie bei Nennspannung nicht
leitend ist, bei Auftreten einer Überspannung jedoch leitend wird.
[0021] Tritt nun an der erfindungsgemäßen Überspannungsschutzeinrichtung eine Überspannung
auf, die größer als die Ansprechspannung ist, so wird die dem Widerstand parallel
geschaltete Luft-Durchschlag-Funkenstrecke leitend, d. h. es entsteht ein Lichtbogen
zwischen den beiden Elektroden der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke. Über die dadurch
entstandene niederimpedante Verbindung fließt nun zunächst der abzuleitende Blitzstrom.
[0022] Bei anliegender Netzspannung würde nun über die niederimpedante Verbindung zwischen
den beiden Elektroden der unerwünschte Netzfolgestrom fließen. Durch das vorherige
Anliegen der Überspannung ist nun jedoch auch die Isolationsstrecke leitend geworden.
Dies führt nun zunächst dazu, daß sich der Netzfolgestrom auf die Parallelschaltung
aus Luft-Durchschlag-Funkenstrecke und Widerstand aufteilt. Daraus folgt dann, daß
nur noch ein Teil des Netzfolgestroms über die Luft-Durchschlag-Funkenstrecke fließt,
sich der Strom des Lichtbogens somit verringert, was wiederum zu einer Vergrößerung
der Impedanz des Lichtbogens führt. Vergrößert sich die Impedanz des Lichtbogens -
und damit die Impedanz der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke - so führt dies dazu, daß
sich der Anteil des Netzfolgestroms, der über den parallelen Widerstand fließt vergrößert
bzw. der Anteil, der über die Luft-Durchschlag-Funkenstrecke fließt weiter abnimmt,
so daß sich auch der Strom des Lichtbogens weiter verringert, wodurch schließlich
der Lichtbogen vollständig gelöscht wird.
[0023] Gemäß einer ersten bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Überspannungsschutzeinrichtung
ist der Widerstand in dem Brennraum zwischen den beiden Elektroden angeordnet ist.
Die Isolationstrecke kann konstruktiv dadurch besonders einfach realisiert werden,
daß eine dritte Elektrode vorgesehen ist, die zwischen der ersten Elektrode und dem
Widerstand angeordnet ist, so daß zwischen der ersten Elektrode und der dritten Elektrode
eine zweite Luft-Durchschlag-Funkenstrecke gebildet wird, die als Isolationsstrecke
wirkt.
[0024] Gemäß einer zweiten alternativen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Überspannungsschutzeinrichtung
ist die Isolationsstrecke durch ein Spannungsschaltelement realisiert.
[0025] Das Spannungsschaltelement ist dabei so gewählt bzw. dimensioniert, daß es bei Nennspannung
nicht leitet, bei der Ansprechspannung der Überspannungsschutzeinrichtung jedoch leitend
wird, also "schaltet". Als Spannungsschaltelement kann ein Varistor, eine Suppressordiode
oder ein gasgefüllter Spannungsableiter vorgesehen sein. Es besteht aber auch die
Möglichkeit, als Spannungsschaltelement eine Kombination eines Varistors und einer
Suppressordiode, eine Kombination eines Varistors und eines gasgefüllten Überspannungsableiters,
eine Kombination einer Suppressordiode und eines gasgefüllten Überspannungsableiters
oder Kombination eines Varistors, einer Suppressordiode und eines gasgefüllten Überspannungsableiters
vorzusehen.
[0026] Durch die Auswahl und Dimensionierung des Spannungsschaltelements ist es somit auf
einfacher Art und Weise möglich, den parallel geschalteten Widerstand an die beiden
Parameter Nennspannung und Ansprechspannung anzupassen.
[0027] Der Widerstand besteht aus einem Material, das elektrisch leitfähig und lichtbogenbeständig
ist, so daß er bei einem auftretenden Lichtbogen in der Überspannungsschutzeinrichtung
nicht zerstört wird. Der Widerstand besteht vorzugsweise aus einem leitfähigen Kunststoff,
aus einem metallischen Material oder aus einer leitfähigen Keramik. Der Widerstand
kann beispielsweise aus einem POM-Teflon Kunststoff hergestellt sein, der durch einen
Rußzusatz die gewünschte Leitfähigkeit erhält.
[0028] Im einzelnen gibt es nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, die erfindungsgemäße Überspannungsschutzeinrichtung
auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird verwiesen einerseits auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Patentansprüche, andererseits auf die nachfolgende Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele in Verbindung mit der Zeichnung. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- ein stark vereinfachtes Funktionsprinzips der Anordnung des Widerstandes bei einer
erfindungsgemäßen Überspannungschutzeinrichtung,
- Fig. 2
- eine Prinzipskizze eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Überspannungsschutzeinrichtung
und
- Fig. 3
- eine Prinzipskizze eines zweiten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Überspannungsschutzeinrichtung.
[0029] In Fig. 1 ist ein stark vereinfachtes Ersatzschaltbild eines Teils der erfindungsgemäße
Überspannungsschutzeinrichtung dargestellt. Zu der Überspannungsschutzeinrichtung
-- die auch in den Fig. 2 und 3 nur hinsichtlich ihres prinzipiellen Aufbaus dargestellt
ist - gehören jeweils eine erste Elektrode 1, eine zweite Elektrode 2 und eine zwischen
den beiden Elektroden 1 und 2 existente bzw. wirksame Luft-Durchschlag-Funkenstrecke
3. Die Überspannungsschutzeinrichtung weist daneben noch ein - in Fig. 1 nicht dargestelltes
- Gehäuse 4 auf, in dem die Elektroden 1, 2 angeordnet sind. Für die erfindungsgemäßen
Überspannungsschutzeinrichtungen gilt, wie für die Überspannungsschutzeinrichtungen,
von denen die Erfindung ausgeht, daß beim Zünden der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke
3 zwischen den beiden Elektroden 1 und 2 ein - nur in Fig. 1 dargestellter- Lichtbogen
5 entsteht. Erfindungsgemäß ist den beiden Elektroden 1 und 2 bzw. der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke
3 ein Widerstand 6 parallel geschaltet, der ebenfalls in dem Gehäuse 4 angeordnet
ist, und der Parallelschaltung 7 aus Luft-Durchschlag-Funkenstrecke 3 und Widerstand
6 eine Isolationsstrecke 8 in Reihe geschaltet.
[0030] Gemäß dem in den Fig. 2 und 3 ist der Widerstand 9 im Brennraum 10 im Inneren des
Gehäuses 4 angeordnet ist. Die Isolationsstrecke 8 ist dadurch realisiert, daß eine
dritte Elektrode 11 vorgesehen ist, die zwischen der ersten Elektrode 1 und dem Widerstand
9 angeordnet ist, so daß zwischen der ersten Elektrode 1 und der dritten Elektrode
11 eine zweite Luft-Durchschlag-Funkenstrecke 12 existent bzw. wirksam ist, die als
Isolationsstrecke 8 fungiert.
[0031] Bei der erfindungsgemäßen Überspannungsschutzeinrichtung wird nun ein Netzfolgestrom
I
F dadurch verhindert bzw. ein aufgetretener Netzfolgestrom I
F dadurch zum Erlöschen gebracht, daß der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke 3 der Widerstand
6 parallel geschaltet ist. Tritt an der erfindungsgemäßen Überspannungsschutzeinrichtung
eine Überspannung auf, die gleich oder größer als die vorgegebene Ansprechspannung
ist, so wird sowohl die Luft-Durchschlag-Funkenstrecke 3 als auch die Isolationsstrecke
8 bzw. die zweite Luft-Durchschlag-Funkenstrecke 12 leitend, indem zwischen der ersten
Elektrode 1 und der zweiten Elektrode 2 - beim vereinfachten Funktionsprinzip gemäß
Fig. 1 - bzw. zwischen der ersten Elektrode 1 und der dritten Elektrode 11 sowie zwischen
der dritten Elektrode 11 und der zweiten Elektrode 2 je ein Lichtbogen entsteht. Durch
die Parallelschaltung des Widerstandes 6 zur Luft-Durchschlag-Funkenstrecke 3 teilt
sich ein fließender Netzfolgestrom
IF auf die beiden Teilströme I
L (Strom des Lichtbogens 5) und I
R (Strom über den Widerstand 6) auf. Diese Aufteilung des Netzfolgestroms I
F bewirkt bereits eine erste Reduzierung des Stroms I
L des Lichtbogens 5.
[0032] Der negative differentielle Widerstand des Lichtbogens bewirkt, daß sich durch eine
Reduzierung des Stroms I
L des Lichtbogens 5 die Impedanz des Lichtbogens 5 bzw. der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke
3 erhöht. Erhöht sich nun die Impedanz des von der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke
3 gebildeten Zweiges der Parallelschaltung 7, so führt dies dazu, daß sich der Strom
I
R über den Widerstand 6 gegenüber den Strom I
L des Lichtbogens 5 erhöht. Es erhöht sich also der Anteil des Netzfolgestroms I
F, der über den parallel geschalteten Widerstand 6 fließt. Die dadurch resultierende
weitere Reduzierung des Stroms I
L des Lichtbogens 5 führt zu einer weiteren Erhöhung der Impedanz des Lichtbogens 5
bzw. der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke 3, bis schließlich der Lichtbogen 5- gänzlich
gelöscht ist. Der Widerstand 6 begrenzt den fließenden Strom so stark, daß auch die
Isolationsstrecke 8 gelöscht wird, was dazu führt, daß die Überspannungsschutzeinrichtung
insgesamt nicht mehr leitend ist und somit der Netzfolgestrom I
F zum Erlöschen gebracht wird.
[0033] Aufgrund der Kenntnis der Kennlinie des Lichtbogens 5 kann der Fachmann den Widerstand
9 unter Berücksichtigung des Volumens der Überspannungsschutzeinrichtung, des Abstandes
der Elektroden 1, 2 und 11 zueinander, der Netzspannung und des zu erwartenden Kurzschlußstromes
so auswählen, daß ein Netzfolgestrom I
F nach Möglichkeit vollständig verhindert oder ein auftretender Netzfolgestrom I
F innerhalb kürzester Zeit zum Erlöschen gebracht wird. Der Widerstand 9 kann dabei
aus einem leitfähigen Kunststoff, aus einem metallischen Material oder aus einer leitfähigen
Keramik bestehen, wobei der Widerstand 9 durch entsprechende Zusätze zum einen die
gewünschte Leitfähigkeit zum anderen die erforderliche Lichtbogenbeständigkeit erhält.
[0034] Aus den Darstellungen bevorzugter Ausführungsbeispiele in den Fig. 2 und 3 ist erkennbar,
daß der Abstand zwischen der ersten Elektrode 1 und der dritten Elektrode 11 geringer
ist als der Abstand zwischen der dritten Elektrode 11 und der zweiten Elektrode 2,
wobei die Abstände zwischen den Elektroden jedoch auch anders gewählt werden können.
Die beiden Ausführungsformen gemäß den beiden Fig. 2 und 3 unterscheiden sich nun
zunächst dadurch, daß bei der Ausführung der Überspannungsschutzeinrichtung gemäß
Fig. 3 die dritte Elektrode 11 elektrisch leitend mit einem Zündschaltelement 13 verbunden
ist. Mit Hilfe des Zündschaltelements 13 kann dann die dritte Elektrode 11 als Zündhilfe
ausgebildet sein, wobei die dritte Elektrode 11 zusammen mit dem Zündschaltelement
13 dann eine "aktive Zündhilfe" darstellt, wie sie in der nachveröffentlichten
DE 101 46 728 beschrieben ist.
[0035] Weiter ist aus Fig. 3 erkennbar, daß der Raum 14 zwischen der ersten Elektrode 1
und der dritten Elektrode 11 mit dem Brennraum 10 zwischen der dritten Elektrode 11
und der zweiten Elektrode 2 durch eine Öffnung 15 verbunden ist. Durch eine solche
Verbindung der beiden Räume 10, 14 wird die Zündung einer Luft-Durchschlag-Funkenstrecke
12, 3 begünstigt, wenn die andere Luft-Durchschlag-Funkenstrecke 3, 12 bereits gezündet
hat.
[0036] Die Fig. 2 und 3 zeigen darüber hinaus noch zwei unterschiedliche, bevorzugte geometrische
Ausgestaltungen des Widerstands 9, wobei der Widerstand 9 gemäß dem Ausführungsbeispiel
in Fig. 2 als im wesentlichen zylindrischer Block und der Widerstand 9 gemäß Fig.
3 als Ring ausgebildet ist. Dadurch ergibt sich dann ein ringförmiger Brennraum 10
oder ein zylindrischer Brennraum 10'. Wie sowohl aus Fig. 2 als auch aus Fig. 3 erkennbar
ist, sind die Ecken bzw. Kanten 16 des Widerstands 9, die mit den Elektroden 2 und
11 in mechanischem Kontakt stehen, abgerundet bzw. abgeschrägt. Dadurch entsteht ein
Spalt 17 zwischen dem Widerstand 9 und der Elektrode 2 bzw. 11, durch den die Oberflächenfeldstärke
bei Auftreten einer Überspannung an den Ecken bzw. Kanten 16 des Widerstands 9 erhöht
wird. Bei Auftreten einer Überspannung mit einem entsprechend großen Strom führt dieser
Strom an der Kontaktstelit zwischen der Ecke 16 des Widerstands 9 und der zugeordneten
Elektrode 2, 11 wegen des erhöhten Übergangswiderstandes zu einer Entladung, die zu
einer Vorionisierung des Kontaktbereichs führt, so daß sich ein Lichtbogen ausbildet,
der den Spalt 17 überbrückt. Ein solcher Lichtbogen kann nun am Rand des Widerstands
9 entlangwandern, was dazu führt, daß die Luft-Durchschlag-Funkenstrecke 3 zwischen
den beiden Elektroden 2, 11 zündet. Somit kann der Widerstand 9 nicht nur zur Unterdrückung
eines nicht gewünschten Netzfolgestroms I
F sondern zusätzlich auch als Zündhilfe für die Überspannungsschutzeinrichtung genutzt
werden.
[0037] Aus den Fig. 2 und 3 ist schließlich noch erkennbar, daß das Gehäuse 4, welches vorzugsweise
als metallisches Druckgehäuse ausgebildet ist, ein inneres Isoliergehäuse 18 aufweist,
wobei bei dem Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 3 die dritte Elektrode 11 mit dem metallischen
Druckgehäuse 4 verbunden ist.
1. Überspannungsschutzeinrichtung, mit einer ersten Elektrode (1), mit einer zweiten
Elektrode (2), mit einer zwischen beiden Elektroden (1, 2) existenten bzw. wirksamen
Luft-Durchschlag-Funkenstrecke (3) und mit einem die Elektroden (1, 2) aufnehmenden
Gehäuse (4), wobei beim Zünden der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke (3) zwischen den
beiden Elektroden (1, 2) ein Lichtbogen (5) entsteht,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Luft-Durchschlag-Funkenstrecke (3) ein Widerstand (6, 9) parallel geschaltet
ist und daß der Parallelschaltung (7) aus Luft-Durchschlag-Funkenstrecke (3) und Widerstand
(6, 9) eine Isolationsstrecke (8) in Reihe geschaltet ist.
2. Überspannungsschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand (9) im Brennraum (10) zwischen den beiden Elektroden (1, 2, 11) angeordnet
ist.
3. Überspannungsschutzeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine dritte Elektrode (11) vorgesehen ist, die zwischen der ersten Elektrode (1)
und dem Widerstand (9) angeordnet ist, wobei die Isolationsstrecke (8) durch die zwischen
der ersten Elektroden (1) und der dritten Elektrode (11) existente bzw. wirksame zweite
Luft-Durchschlag-Funkenstrecke (12) realisiert ist.
4. Überspannungsschutzeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen der ersten Elektrode (1) und der dritten Elektrode (11) geringer
ist als der Abstand zwischen der dritten Elektrode (11) und der zweiten Elektrode
(2).
5. Überspannungsschutzeinrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstandswert des Widerstandes (9) hinsichtlich der Nennspannung und des erwarteten
Netzfolgestroms so bemessen ist, daß durch die Stromaufteilung des Netzfolgestroms
auf die Parallelschaltung (7) aus Luft-Durchschlag-Funkenstrecke (3) und Widerstand
(9) der Lichtbogen (5) vollständig gelöscht wird.
6. Überspannungsschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Elektrode (11) elektrisch leitend mit einem Zündschaltelement (13) verbunden
ist.
7. Überspannungsschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennraum (10) zwischen der ersten Elektrode (1) und der dritten Elektrode (11)
mit dem Raum (14) zwischen der dritten Elektrode (11) und der zweiten Elektrode (2)
verbunden ist.
8. Überspannungsschutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Isolationsstrecke (7) ein Spannungsschaltelement vorgesehen ist.
9. Überspannungsschutzeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Spannungsschaltelement ein Varisor, eine Suppressordiode oder ein gasgefüllter
Überspamungsableiter vorgesehen ist.
10. Überspannungsschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand (9) aus einem leitfähigen Kunststoff, aus einem metallischen Material
oder einer leitfähigen Keramik besteht und mit zumindest einer Elektrode (2, 11) in
mechanischem Kontakt steht.
11. Überspannungsschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand (9) als im wesentlichen quadratisch- oder rechteckförmiger Block oder
als Ring ausgebildet ist.
12. Überspannungsschutzeinrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eine Ecke (16) oder Kante des Widerstands (9), die mit einer Elektrode
(2, 11) in mechanischem Kontakt steht, abgerundet oder abgeschrägt ist.
13. Überspannungsschutzeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (4) als metallisches Druckgehäuses ausgebildet ist und ein inneres Isoliergehäuse
(18) aufweist.
1. Overvoltage protection device comprising a first electrode (1), a second electrode
(2), an air breakdown spark gap (3) existing/active between the two electrodes (1,
2) and a housing (4) accommodating the electrodes (1, 2), whereby, when the air breakdown
spark gap (3) is ignited, an electric arc (5) is created between the two electrodes
(1, 2),
characterised in that
an impedance (6, 9) is switched in parallel with the air breakdown spark gap (3) and
in that the parallel switching arrangement (7) of air breakdown spark gap (3) and impedance
(6, 9) is switched in series with an insulation gap (8).
2. Overvoltage protection device according to claim 1, characterised in that the impedance (9) is arranged in the combustion space (10) between the two electrodes
(1, 2, 11).
3. Overvoltage protection device according to claim 2, characterised in that a third electrode (11) is provided, which is arranged between the first electrode
(1) and the impedance (9), whereby the insulation gap (8) is realised by a second
air breakdown spark gap (12) existing/active between the first electrode (1) and the
third electrode (11).
4. Overvoltage protection device according to claim 3, characterised in that the distance between the first electrode (1) and the third electrode (11) is less
than the distance between the third electrode (11) and the second electrode (2).
5. Overvoltage protection device according to claim 3 or 4, characterised in that the impedance value of the impedance (9), as regards the nominal voltage and the
expected mains secondary current, is rated such that the arc (5) is completely extinguished
due to the breakdown of the mains secondary current among the parallel switching arrangement
(7) of air breakdown spark gap (3) and impedance (9).
6. Overvoltage protection device according to one of claims 3 to 5, characterised in that the third electrode (11) is connected in an electrically conducting manner with an
ignition switching element (13).
7. Overvoltage protection device according to one of claims 3 to 6, characterised in that the combustion space (10) between the first electrode (1) and the third electrode
(11) is connected with the space (14) between the third electrode (11) and the second
electrode (2).
8. Overvoltage protection device according to claim 1, characterised in that a voltage switching element is provided to act as insulation gap (7).
9. Overvoltage protection device according to claim 8, characterised in that a varistor, a suppressor diode or a gas-filled overvoltage discharger is provided
to act as voltage switching element.
10. Overvoltage protection device according to one of claims 2 to 9, characterised in that the impedance (9) consists of a conductive plastic, a metallic material or a conductive
ceramic and is in mechanical contact with at least one electrode (2, 11).
11. Overvoltage protection device according to one of claims 1 to 10, characterised in that the impedance (9) is formed as an essentially square-shaped or rectangular-shaped
block or as a ring.
12. Overvoltage protection device according to claim 10 or 11, characterised in that at least one corner (16) or edge of the impedance (9), which is in mechanical contact
with an electrode (2, 11), is rounded-off or chamfered.
13. Overvoltage protection device according to one of claims 1 to 12, characterised in that the housing (4) is formed as a metallic pressure housing and comprises an inner insulating
housing (18).
1. Dispositif de protection de surtension, comprenant une première électrode (1), une
seconde électrode (2), avec un tronçon de décharge dans l'air (3) existant entre les
deux électrodes (1, 2) et efficace et un boîtier (4) recevant les électrodes (1, 2),
un arc électrique (5) se formant entre les deux électrodes (1, 2) lors de l'allumage
du tronçon de décharge dans l'air (3),
caractérisé en ce que
une résistance (6, 9) est montée en parallèle du tronçon de décharge dans l'air (3)
et en ce qu'un tronçon d'isolation (8) est monté en série par rapport au circuit parallèle (7)
constitué du tronçon de décharge dans l'air (3) et de la résistance (6, 9).
2. Dispositif de protection de surtension selon la revendication 1, caractérisé en ce que la résistance (9) est disposée dans l'espace de combustion (10) entre les deux électrodes
(1, 2, 11).
3. Dispositif de protection de surtension selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'il est prévu une troisième électrode (11), qui est disposée entre la première électrode
(1) et la résistance (9), le tronçon d'isolation (8) étant réalisé par le second tronçon
de décharge dans l'air (12) existant entre la première électrode (1) et la troisième
électrode (11) et efficace.
4. Dispositif de protection de surtension selon la revendication 3, caractérisé en ce que la distance entre la première électrode (1) et la troisième électrode (11) est plus
faible que la distance entre la troisième électrode (11) et la seconde électrode (2).
5. Dispositif de protection de surtension selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que la valeur de résistance de la résistance (9) est dimensionnée par rapport à la tension
nominale et au courant de suite de réseau escompté de telle sorte que l'arc électrique
(5) est complètement supprimé par la répartition du courant de suite de réseau sur
le circuit parallèle (7) constitué du tronçon de décharge dans l'air (3) et de la
résistance (9).
6. Dispositif de protection de surtension selon l'une quelconque des revendications 3
à 5, caractérisé en ce que la troisième électrode (11) est reliée de façon électro-conductrice à un élément
de commutation d'allumage (13).
7. Dispositif de protection de surtension selon l'une quelconque des revendications 3
à 6, caractérisé en ce que l'espace de combustion (10) entre la première électrode (1) et la troisième électrode
(11) est relié à l'espace (14) entre la troisième électrode (11) et la deuxième électrode
(2).
8. Dispositif de protection de surtension selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un élément de commutation de tension est prévu comme tronçon d'isolation (7).
9. Dispositif de protection de surtension selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'il est prévu comme élément de commutation de tension un varisor, une diode de suppression
ou une dérivation de surtension remplie de gaz.
10. Dispositif de protection de surtension selon l'une quelconque des revendications 2
à 9, caractérisé en ce que la résistance (9) est à base d'un plastique conducteur, d'un matériau métallique
ou d'une céramique conductrice et est en contact mécanique avec au moins une électrode
(2, 11).
11. Dispositif de protection de surtension selon l'une quelconque des revendications 1
à 10, caractérisé en ce que la résistance (9) est conçue sous forme d'un bloc sensiblement carré ou rectangulaire
ou sous forme de bague.
12. Dispositif de protection de surtension selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce qu'au moins un angle (16) ou une arête de la résistance (9), qui est en contact mécanique
avec une électrode (2, 11) est arrondi (e) ou chanfreiné(e).
13. Dispositif de protection de surtension selon l'une quelconque des revendications 1
à 12, caractérisé en ce que le boîtier (4) est conçu comme boîtier de pression métallique et présente un boîtier
d'isolation (18) intérieur.