[0001] Die Erfindung betrifft eine Oberkörperstütze, insbesondere für eine Sitzgelegenheit
mit einer Sitzfläche (1, 1', 1", 1''') und einem Fuß (2) oder als eine Rückenliege,
mit zumindest einer Stützfläche (13), die von einer Rückenstütze, Schulterstütze,
Nackenstütze, Kopfstütze, Kombination aus Rückenstütze, Schulterstütze, Nackenstütze
und Kopfstütze, Lendenstütze oder Bauchstütze, gebildet ist, wobei die Oberkörperstütze
ortsfest über einen Fuß (14) fixiert ist,
[0002] Es gibt verschiedene Versuche, Sitze, die eine ergonomische Sitzhaltung fördern,
auszugestalten, dieses insbesondere im Zusammenhang mit Bürostühlen bzw. Sitzen für
PC-Arbeitsplätze. So gibt es beispielsweise schaukelstuhlähnliche Konstruktionen.
Sitze mit Kniestützen und Sitzbälle. Alle diese Sitze führen jedoch zu verhältnismäßig
verkrampften Sitzhaltungen, da einerseits die sich bewegende Sitzfläche stabilisiert
werden muß und andererseits ungewohnt Körperstellen, wie Schienbeine, Kreuzbänder
und Fußspitzen, auf ungewohnte Weise empfindlich belastet werden.
[0003] Darüber hinaus gibt es Sitze mit zwangsbewegten Sitzflächen, wie sie beispielsweise
in der
DE 33 24 788 A1 in der
EP 0 311 993 A2 und in der
EP 0 574 073 A1 offenbart sind. Die dort dargestellten Sitze sind jedoch in ihrer Sitzflächenbewegung
verhältnismäßig eingeschränkt und ermöglichen in der Regel lediglich eine Verlagerung
der Sitzfläche in eine Richtung, wie beispielsweise nach oben und unten bei der
EP 0 311 993 A2 bzw. rechtslinks-drehend bei der
EP 0 574 073 A1. Lediglich die
DE 33 24 788 A1 offenbart einen Sitz mit einer Sitzfläche, die in zwei Bewegungsrichtungen verlagerbar
ist, wobei dieses durch Huborgane, die die Sitzfläche anheben können, bewerkstelligt
wird und hierbei die Sitzfläche parallel zu sich selbst angehoben und abgesenkt bzw.
seitlich und umlaufend verkippt werden kann.
[0004] Als Lösung schlägt die Erfindung eine Oberkörperstütze mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1 vor.
[0005] Anders als bei allen bekannten Sitzen braucht sich bei einem derartigen Sitz der
Körper nicht zu verkrampfen, um die Sitzfläche in Position zu halten. Die an sich
auch bei den bekannten Sitzen wünschenswerte Muskelarbeit wird dadurch gewährleistet,
daß der Körper der Bewegung des Sitzes folgen muß. Hierbei ist der menschliche Körper
schon von klein auf an ein derartiges Folgen einer vorgegebenen Bewegung gewöhnt,
beispielsweise beim Getragenwerden durch die Mutter, Wandern oder beim Reiten. Bekanntermaßen
wirken derartige Zwangsbewegungen entspannend und können auch therapeutischen Zwecken
dienen. Die bewegte Sitzfläche soll keine Vibrationsbewegung ausführen, sondern eine
angenehme, ruhige und gleichmäßige Bewegung. Zusätzliche Vibrationsbewegungen wären
denkbar.
[0006] Es versteht sich, daß die Amplitude dieser Bewegung derart angepaßt ist, daß es möglich
ist, den Oberkörper annähernd ruhig zu halten. Durch das andauernde Folgen der Sitzflächenbewegung
bei nahezu stationärem Oberkörper werden sehr viele Muskeln während des Sitzens beansprucht,
ohne daß diese verkrampfen. Die Vorteile einer zwangsweise kontinuierlich und zyklisch
bewegten Sitzfläche folgen insbesondere dann, wenn der Sitz bzw. die Sitzfläche derart
ausgestaltet sind, daß sie eine aufrechte Sitzhaltung fördern, wenn nicht sogar erzwingen.
Derartige Sitzflächen sind an sich bekannt, es kann beispielsweise auch eine einer
Sattelform entlehnte Sitzfläche Verwendung finden. Im einzelnen kann die Sitzfläche
derart ausgestaltet sein, daß eine aufrechte Sitzhaltung mit geradem Rücken und angedeuteten
Hohlkreuz eingenommen wird, bei welcher der Oberschenkel druckentlastet ist.
[0007] Eine derartige aufrechte Sitzhaltung läßt sich bei geeigneter Sitzflächenwahl dadurch
gewährleisten, daß die Sitzfläche in ihrem Neigungswinkel verlagert wird. Vorteilhafterweise
kann diese Verlagerung sowohl in Sitzrichtung als auch seitlich erfolgen. Es ist insbesondere
auch möglich, daß die Sitzfläche leicht bezüglich der Horizontalen rotiert werden
kann. Ebenso kann vorgesehen sein, die Sitzfläche in ihrer Höhe zu verlagern.
[0008] Es sind Mittel vorgesehen, welche zumindest einen Punkt der Sitzfläche zwangsweise
kontinuierlich und zyklisch in zumindest zwei Bewegungsrichtungen periodisch bewegen,
wobei die eine Periode größer, vorzugsweise zweimal größer, als die andere Periode
ist. Auf diese Weise kann mit verhältnismäßig einfachen Mitteln eine einer Schrittbewegung
ähnelnde Bewegung simuliert werden, wie sie beispielsweise beim Reiten im Wechsel-
oder Paßgang bzw. beim Getragenwerden auftritt. Insbesondere ist es möglich, daß zur
Ausführung derartiger Bewegungen die Sitzfläche entsprechend geneigt wird.
[0009] Darüber hinaus kann der Sitz einen, vorzugsweise stabilen, Fuß, zumindest eine Rücklehne
und eine Sitzfläche umfassen, die um einen Drehpunkt in ihrem Neigungswinkel verlagerbar
ist. Durch eine derartige Anordnung ist es, unabhängig von den übrigen Merkmalen des
Sitzes, möglich, einerseits eine den Körper entlastende Bewegung während des Sitzens
und andererseits eine ergonomisch günstige Körperhaltung hinsichtlich eines Arbeitsplatzes
oder einer Arbeitsfläche zu gewährleisten. So sorgt der feste Fuß dafür, daß eine
zentrale Position, beispielsweise vor einem Bildschirm und einer Tastatur nicht verlassen
werden kann und trotzdem eine leichte Körperbewegung - ob selbst ausgeführt oder zwangsbewegt
- durchgeführt wird.
[0010] Insbesondere ist es auch möglich, den Drehpunkt, vorzugsweise in seinem Abstand zur
Sitzfläche und/oder in seinem Abstand zu dem Fuß, zu verlagern. Hierdurch kann einerseits
die Neigungswinkeländerung und andererseits die Sitzflächenhöhe beeinflußt werden.
Die Bewegung kann auch derart ausgebildet sein, daß nicht ein Drehpunkt definiert
werden kann und sich lediglich die Neigung der Sitzfläche entsprechend verändern läßt.
[0011] Insbesondere ist es auch möglich, die Verlagerung des Drehpunkts in Abhängigkeit
von der Verlagerung der Sitzfläche vorzunehmen, so daß der Bewegungsablauf für die
Sitzfläche verhältnismäßig frei gewählt werden kann.
[0012] Unabhängig davon, ob die Neigungswinkeländerung der Sitzfläche frei oder zwangsweise
erfolgt, kann die Sitzfläche federnd gelagert sein. Dieses kann beispielsweise durch
ein Federelement, das zwischen einer Sitzflächenhalterung und dem Fuß wirksam ist,
geschehen. Es ist auch möglich, eine geeignete, federnde Führung für die Sitzfläche
vorzusehen. Durch eine derartige Federung werden ruckartige Bewegungen vermieden,
die einerseits einen gleichmäßigen Bewegungsablauf stören sowie zu Verkrampfungen
führen würden und andererseits zur Folge hätten, daß die durch den Sitz bedingte,
im Unterbewußtsein erfolgende Ausgleichbewegung plötzlich und in unerwünschter Weise
bewußt wird und so zu einer Ablenkung von einer konzentrierten Tätigkeit führt.
[0013] Es versteht sich, daß die Sitzfläche nicht unbedingt um einen physikalisch existenten
Drehpunkt verlagerbar sein muß. Vielmehr kann auch eine geeignete Führung der Sitzfläche
vorgesehen sein, die diese um einen virtuellen Drehpunkt verlagert. Eine derartige
Führung kann beispielsweise unmittelbar unter der Sitzfläche selbst vorgesehen sein,
so daß der gesamte Fuß unterhalb der Sitzfläche in bekannter Weise als normaler Sitzfuß,
ausgebildet sein kann.
[0014] Insbesondere die letztgenannte Anordnung kann auch als eine Fußbank oder als Stehfläche
statt als Sitzfläche ausgestaltet sein, die unmittelbar auf dem Boden stehend zwangsweise
kontinuierlich und zyklisch bewegt wird. Hierbei können selbstverständlich sämtliche,
vorstehend beschriebenen Bewegungsabläufe für diese Fußbank bzw. Stehfläche realisiert
sein und es ergeben sich ähnliche Vorteile. Die Sitzfläche eignet sich insbesondere
für Bürostühle. Bei einer derartigen Anwendung ermöglicht ein stabiler Fuß auf besonders
geeignete Weise, daß eine Person in korrekter Körperhaltung in Bezug auf eine Arbeitsfläche
bzw. auf einen Computer in vorgeschriebener Position verbleibt. Insbesondere kann
der Sitz auch in Kraftfahrzeugen bzw. bei Autositzen realisiert werden. Hier kann
er insbesondere bei langen Fahrten Ermüdungserscheinungen erfolgreich vorbeugen. Durch
Ausschalten der Bewegung in Notsituationen kann hierbei ein Gefährdungspotential reduziert
werden. Ebenso kann der Sitz bei Bahnführerständen bzw. in Flugzeugen Verwendung finden
und dieselben Vorteile zeigen. Darüber hinaus ist es möglich, einen erfindungsgemäßen
Sitz als Liegehilfe zu nutzen, wenn er entsprechend flach ausgestaltet oder in eine
Liege integriert ist. In einer derartigen Anwendung kann der Sitz einem Dekubitus
entgegenwirken. Ein Sitz kann auch in Form eines Sessels vorgesehen sein.
[0015] Die Sitzfläche bzw. auch die Fußbank bzw. die Stehfläche können, wie bereits oben
beschrieben, vor und zurück, hoch- und runter bzw. auch seitlich bewegt werden. Insbesondere
sind jedoch auch taumelnde Kreiselbewegungen (wie beispielsweise bei einem Hula- oder
Bauchtanz) oder taumelnde Hoch-Tief-Kreiselbewegungen (wie bei einer Achterbahn) möglich.
Darüber hinaus kann die Sitzfläche aber auch eine U-förmige, seitenalternierende Hoch-Tiefbewegung,
wie bei einem Pferd im Schritt, oder eine Schaukelbewegung, wie bei einem Dromedar
im Paßgang, ausführen. Auch ist eine Bewegung ähnlich einem Delphinsprung möglich,
bei welcher die Sitzfläche über einen Bogen nach vorne und dann gerade zurück bewegt
wird. Es versteht sich, daß auch andere Bewegungen denkbar sind, die insbesondere
nach dem Wohlbefinden des Nutzers oder aber auch nach medizinischen Gesichtspunkten
gewählt werden können.
[0016] Um die gewünschten Bewegungen zu gewährleisten, können sämtliche bekannten Antriebe,
Führungen und Getriebe Verwendung finden. So kann eine gewünschte Bewegung beispielsweise
durch einen in einer Nut geführten Kulissenstift erzeugt werden. Es ist aber auch
möglich, die Sitzfläche durch ein entsprechendes Getriebegestänge anzutreiben. Insbesondere
kann eine Winkelhebelanordnung vorgesehen sein, durch welche sich - je nach genauer
Ausgestaltung und Anordnung der Winkelhebel - verschiedenste Bewegungsformen realisieren
lassen. Eine derartige Winkelhebelanordnung baut hierbei verhältnismäßig einfach und
es kann auf einen übermäßigen Einsatz von Lagern bzw. Lagerungen verzichtet werden.
Ebenso können Nockenwellen, Exzenter oder geeignete, umlaufende Führungsbahnen der
Beeinflussung des Bewegungsablaufes dienen. Durch geeignete Kombination von Getriebegliedern
bzw. mehreren Getrieben oder änlichem kann auch ein Umschalten zwischen verschiedenen
Bewegungsmustern erfolgen.
[0017] Vorzugsweise ist die Sitzfläche derart geneigt bzw. ausgebildet, daß eine Person
in normaler Sitzstellung einen Winkel von über 90° zwischen Oberkörper und Oberschenkel
aufweist. Dieses gilt vorzugsweise für sämtliche Betriebsneigungen der Sitzfläche
und gewährleistet ein einfaches aufrechtes Sitzen. Hierzu kann die Sitzfläche gegenüber
dem Boden ebenfalls leicht nach vorne geneigt ausgebildet sein.
[0018] An dem Sitz können mit der Sitzfläche verlagerbare Beinstützen vorgesehen sein. Insbesondere
können diese Beinstützen zumindest eine Unterschenkelstütze, d.h. eine einen Unterschenkel
abstützende Einrichtung, aufweisen. Vorzugsweise weist eine derartige Unterschenkelstütze
eine seitlich abstützende Stützfläche auf. Eine derartige seitlich abstützende Stützfläche
fördert eine ergonomisch vorteilhafte Körperhaltung und ermöglicht gleichermaßen,
daß ein stabiler Sitz auf der sich bewegenden Sitzfläche möglich ist. Mit der Unterschenkelstütze
kann eine entsprechende Fußstütze verbunden sein.
[0019] Je nach Wunsch können diese Beinstützen derart angeordnet sein, daß sie eine Art
Damensitz oder eine Art Herrensitz ermöglichen. Auch eine überkreuzte Beinhaltung
bzw. ein leichter Schneidersitz sind denkbar.
[0020] Hierbei versteht es sich, daß derartige Beinstützen auch unabhängig von den übrigen
Merkmalen des Sitzes vorteilhaft einem stabilen Sitz und somit einer ergonomisch vorteilhaften
Sitzhaltung dienen können.
[0021] Darüber hinaus umfasst der Sitz eine Rücklehne, deren Stützfläche unabhängig von
der Sitzfläche zumindest entlang einer konkaven Bewegungsbahn verlagerbar ist. Hierbei
bezeichnet der Begriff der konkaven Bewegungsbahn eine Bewegungsbahn, die um einen
sich an der Rücklehne abstützenden Körper herumlaufend ausgelegt ist.
[0022] Eine derartig unabhängig von der Sitzfläche verlagerbare Rücklehne, deren Freiheitsgrad
vorzugsweise im wesentlichen senkrecht zu einer vertikalen Ebene gerichtet ist, ermöglicht
einerseits bei ruhender Sitzfläche, daß der Rückenbereich eines Sitzenden angenehm
innerhalb eines gewissen Spielraums bewegt werden kann. Bei sich bewegender Sitzfläche,
andererseits, kann der Rücken und somit der Oberkörper ohne weiteres ein wenig der
Sitzflächenbewegung folgen, ohne daß es zu Verspannungen im unteren Wirbelbereich
kommt.
[0023] Eine derartige, entlang einer konkaven Bewegungsbahn verlagerbare Rücklehne ist auch
unabhängig von den übrigen Merkmalen des Sitzes vorteilhaft. Es ist insbesondere auch
möglich, diese erfinderische Grundidee als Rückenliege zu nutzen. Hier werden die
Führungsbahn bzw. Führungsorgane entsprechend horizontal, beispielsweise auf einem
Bett oder auf einer Liege, abgestützt bzw. angeordnet. Auch hierbei zeigt sich der
Vorteil, daß der Kopf bzw. der Oberkörper angenehm verlagert bzw. gedreht werden kann,
ohne angehoben werden zu müssen.
[0024] Auch die Rücklehne kann einer Zwangsbewegung unterliegen bzw. antreibbar ausgebildet
sein. Darüber hinaus kann die Rücklehne stufenlos, insbesondere in der Neigung, verstellbar
ausgebildet sein. Dieses gilt insbesondere im Zusammenhang mit der Verwendung einer
derartigen Rücklehne bei Liegen bzw. Betten.
[0025] Der Sitz kann Armstützen aufweisen, die federnd und unabhängig von der Sitzfläche
bzw. Rücklehne zumindest in horizontale Richtung verlagerbar angeordnet sind. Hierbei
kann die Federung sowohl horizontal als auch vertikal vorgesehen sein. Durch die horizontale
Verlagerbarkeit wird ein großer Radius abgestützt erreichbar. Die Federung dient einerseits
einer angenehmen Auflage und andererseits einem Rückstellen in eine Ausgangslage.
Derartige Armstützen sind auch unabhängig von den übrigen Merkmalen des Sitzes vorteilhaft.
[0026] Die Sitzfläche kann mit einer Heizung und/oder einer Belüftung versehen sein. Dieses
gilt selbstverständlich auch für eine Rücklehne oder die übrigen Baugruppen einer
Sitzanordnung, wie Kopfstütze, Armstützen, Fußstützen oder ähnliches.
[0027] An dem Sitz kann ein Sensor zur Kontrolle der Eigenbewegung eines Sitzenden vorgesehen
sein. Dieses kann beispielsweise ein Kraftaufnehmer bzw. ein Kraftmesser sein. Es
ist darüber hinaus auch möglich, lediglich die Energieaufnahme des Sitzantriebes zu
überprüfen. Durch einen derartigen Sensor zur Kontrolle der Eigenbewegung eines Sitzenden
kann überprüft werden, ob der Sitzende "positiv sitzt" oder ob er lediglich träge
der Bewegung des Sitzes folgt. Gewünscht ist, daß der Sitzende positiv sitzt und aus
eigenem Antrieb aber unbewußt der vorgegebenen Bewegung des Sitzes folgt. Es ist davon
auszugehen, daß bei einem trägen Sitzen die vom Sitz aufzubringenden Kräfte, um die
Bewegung durchzuführen, entsprechend größer sind. Dementsprechend wird auch die Energieaufnahme
des Antriebs steigen.
[0028] Der Sitz kann darüber hinaus Mittel zur Veränderung der Frequenz und/oder Amplitude
der Bewegung aufweisen, so daß die Bewegung des Sitzes an die Art des Sitzens angepaßt
werden kann. Bei einem positiven Sitzen kann beispielsweise die Frequenz und/oder
Amplitude der Bewegung auf ein Mindestmaß reduziert werden. Fängt dagegen der Sitzende
an "träge" zu sitzen, so kann entsprechend die Amplitude und/oder die Frequenz geändert
werden, um auf diese Weise zu einem positiven Sitzen anzuregen. Darüber hinaus kann
bei trägem Sitzen ein Signal, wie ein Hupsignal, oder Musik ertönen. Durch eine derartige
Anordnung ist es insbesondere auch bei Flugzeug- oder Autositzen bzw. in Führerständen
von Bahnen möglich, die Gefahr eines Einschlafens zu reduzieren, da im Falle eines
Einschlafens ein Übergang von positiven Sitzen zu trägem Sitzen passiert.
[0029] Auch ist ein derartiger Sitz für therapeutische Zwecke geeignet. Insbesondere hierbei
kann ein Antrieb mit einzelnen linearen Stellantrieben, die gegeneinander versetzt
angeordnet sind, vorgesehen sein. Die versetzte Anordnung kann beispielsweise in der
bei Flugsimulatoren bekannten Art erfolgen. Als Antrieb kommen insbesondere Stellmotoren
oder pneumatische oder hydraulische Antriebe in Frage. Hierbei kann der Sitz besonders
der Remobilisierung von Personen nach Operationen der unteren Extremitäten, der Stärkung
der Rücken- und Beckenmuskulatur und einer variablen, flexiblen und somit nicht einseitigen
Belastung der Bandscheiben und der Verdauungsunterstützung bei ganz und teilweise
Gelähmten bzw. der Therapie von autistischen oder hyperaktiven Personen dienen.
[0030] Weitere Vorteile, Ziele und Eigenschaften vorliegender Erfindung werden anhand der
nachfolgenden Beschreibung anliegender Zeichnung erläutert, in welcher beispielhaft
mehrere Ausführungsformen eines Sitzes dargestellt sind. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- einen ersten Stuhl mit Sitz in schematischer Schnittdarstellung,
- Fig. 2
- einen zweiten Stuhl mit Sitz in schematischer Seitenansicht,
- Fig. 3
- den Stuhl nach Figur 2 in Rückansicht,
- Fig. 4
- den Bewegungsmechanismus der Rücklehne des Stuhls nach Figur 2 und 3 bzw. einer Kopfstütze
in schematischer Darstellung,
- Fig. 5
- einen dritten Stuhl mit Sitz in schematischer Schnittdarstellung,
- Fig. 6
- einen vierten Stuhl mit Sitz in schematischer Schnittdarstellung,
- Fig. 7
- den Stuhl nach Fig. 6 in einem schematischen Horizontalschnitt,
- Fig. 8
- einen fünften Stuhl mit Sitz in einem schematischen Querschnitt,
- Fig. 9
- den Stuhl nach Fig. 8 in einem schematischen Längsschnitt,
- Figur 10
- einen sechsten Stuhl ähnlich dem nach Fign. 6 und 7 mit Rücklehne und Armstützen in
einer Frontansicht, wobei die Armstützen in einer Schreibposition befindlich sind,
- Figur 11
- den Stuhl nach Fig. 10 in einer Seitenansicht,
- Figur 12
- den Stuhl nach Fign. 10 und 11 in ähnlicher Darstellung wie Fig. 10, wobei die Armlehnen
und eine Rücklehne in einer Ruheposition sind und
- Figur 13
- den Stuhl nach Fig. 12 in einer Seitenansicht.
[0031] Bei dem in Figur 1 dargestellten Stuhl ist eine Sitzfläche 1 um einen zwischen einem
stabilen Stuhlfuß 2 und der Sitzfläche 1 vorgesehenen Drehpunkt 3 in ihrem Neigungswinkel
verlagerbar. Dieses wird dadurch gewährleistet, daß eine Haltestange 4, an welcher
die Sitzfläche 1 starr befestigt ist mittels einer Stützscheibe 5 an dem Fuß 2 abgestützt
ist. Hierbei ist die Stützscheibe 5 beweglich an den Fuß 2 abgestützt, so daß die
Sitzfläche in geeigneter Weise, und zwar sowohl in Sitzrichtung als auch seitlich,
verlagerbar ist.
[0032] Die Stützscheibe 5 ist mittels zweier elastischer Ringe 6' und 6" an dem Fuß 2 gelagert,
wobei sich die Stützscheibe 5 auf den unteren elastischen Ring 6' abstützt und von
oben über den zweiten elastischen Ring 6" gehalten wird. Wie unmittelbar ersichtlich,
genügt bereits diese Anordnung, um eine in erfindungsgemäßer Weise verlagerbare Sitzfläche
1 zu schaffen, die eine aufrechte Ruheposition aufweist.
[0033] Die Haltestange 4 weist desweiteren eine Höhenverstellung 7 sowie eine Neigungsverstellung
8 auf, so daß der Sitz an individuelle Bedürfnisse angepaßt werden kann.
[0034] Wie aus Figur 1 ersichtlich, könnte die Haltestange 4 auch starr mit dem Fuß 2 verbunden
sein, wenn eine entsprechende Bewegungsmechanik unmittelbar unter der Sitzfläche 1
vorgesehen ist, die eine Verlagerung um den dann virtuellen Drehpunkt 3 ermöglicht.
[0035] Bei der in Figur 1 dargestellten Ausführungsform ist an dem der Sitzfläche 1 gegenüberliegenden
Ende der Haltestange 4 eine Gegenplatte 9 vorgesehen. Diese Gegenplatte 9 dient durch
ihre träge Masse als Dämpfungselement, so daß die Bewegung der Sitzfläche 1 nicht
zu leichtgängig erfolgen kann. Darüber hinaus sind an der Gegenplatte 9 Federelemente
10 vorgesehen, die einerseits einer Schwingungsbegrenzung in Unterstützung der elastischen
Ringe 6' und 6" dienen und andererseits verhindern, daß die Sitzfläche 1 um die Haltestange
4 rotiert.
[0036] Während die bis dahin beschriebenen Baugruppen eine freie Verlagerbarkeit der Sitzfläche
1 um den Drehpunkt 3 gewährleisten, umfaßt die in Figur 1 dargestellte Ausführungsform
desweiteren einen Antrieb 11, der über einen Exzentergetriebe mit der Gegenplatte
9 wirkverbunden ist. Hierbei ist das Getriebe derart gewählt, daß die Sitzfläche ein
U-förmige, seitenalternierende Bewegung ausführt.
[0037] Wie unmittelbar ersichtlich, ist es auch möglich, die Haltestange 4 am Boden des
Fußes 2 abzustützen und beweglich in der Stützscheibe 5 zu lagern. Durch eine Profilierung
des Bodens des Fußes 2 kann dann eine U-förmige, seitenalternierende Hoch-Tiefbewegung,
wie bei einem Pferd im Schritt, erreicht werden.
[0038] Die Sitzfläche 1 ist hierbei derart gewählt, daß sie eine aufrechte Körperhaltung
mit geradem Rücken und angedeutetem Hohlkreuz erzwingt, wobei die Oberschenkel druckentlastet
sind. Diese aufrechte Körperhaltung sowie das passive Folgen der aktiven Zwangsbewegung
bzw. eine entsprechende Kompensationsbewegung vermitteln dem Sitzenden ein Gefühl
der Sicherheit, ohne einschläfernd zu wirken, wirken einer Muskelverkrampfung entgegen
und fördern eine Durchblutung des gesamten Körpers sowie die Verdauung. Die gut abgefederte
Bewegung bedingt eine weiche und schonende, wechselnde Belastung der Bandscheiben.
Hierbei ist die Amplitude der Bewegung derart gewählt, daß Kopf, Schultern und Oberkörper
ohne weiteres ruhig gehalten werden können.
[0039] Eine U-förmige, seitenalternierende Bewegung ist insbesondere im Zusammenhang mit
einer starren Rücklehne von Vorteil, da bei einer derartigen Bewegung das Gesäß bei
jeder Seitenalternierung von der Rücklehne entfernt wird, so daß eine hierbei ausgeführte
Bewegung des Gesäßes sowie die entsprechende Folgebewegung des Rückens eine Reibung
an einer Rückenlehne vermindert und so nicht zu Spannungen bzw. Verspannungen mit
der Rücklehne führt. Dieses ist insbesondere bei der Verwendung mit Autositzen, Flugzeugsitzen
oder Bahnführerständen von Bedeutung.
[0040] Der in Figuren 2 und 3 dargestellte Stuhl entspricht im Wesentlichen dem in Figur
1 dargestellten. Bei ersteren sind an der Sitzfläche 1 jedoch noch zwei Unterschenkelstützen
12 vorgesehen, die mittels Halterungen 12' an der Sitzfläche 1 befestigt sind. Die
Unterschenkelstützen 12 weisen einerseits zur Seite abstützende, nach außen gerichtete
Stützflächen auf, die einen Sitz ähnlich einem Reitersitz ermöglichen. Darüber hinaus
umfassen die Stützen 12 jeweils auch eine Fußstütze, so daß der gesamte Unterkörper
der sich bewegenden Sitzfläche 1 folgen kann, während bei der in Figur 1 dargestellten
Ausführungsform die Füße am Boden ruhen.
[0041] Mittels der Halterungen 12' können die Stützen 12 auch derart verstellt werden, daß
ein Sitz ähnlich einem Reiterdamensitz bzw. ein leichter Schneidersitz möglich ist.
[0042] Der Stuhl nach Figuren 2 und 3 weist eine Rücklehne auf, deren Stützfläche 13 unabhängig
von der Sitzfläche 1 entlang einer konkaven Bewegungsbahn verlagerbar ist. Hierzu
ist die Rücklehne mittels eines Fußes 14 ortsfest hinsichtlich des Stuhlfußes 2 fixiert
und die Stützfläche 13 über eine Führung 15 bezüglich des Fußes 14 verlagerbar. Wie
insbesondere aus Figur 4 ersichtlich, umfaßt die Führung 15 eine konkav gekrümmte
Führungsschiene 17, entlang welcher ein Wagen 16 mit der Stützflächen 13 läuft. Wie
ebenfalls aus dieser Figur nachvollziehbar, bezieht sich der Begriff der konkaven
Bewegungsbahn auf die Stützfläche 13 bzw. auf einen auf dieser Stützfläche ruhenden
Körper. Eine in Figur 4 dargestellte Konstruktion kann auch als Schulter-, Nacken-
oder Kopfstütze Verwendung finden. Insbesondere ist auch eine Kombination aus Kopf-,
Nacken-, Schulter und/oder Rückenstütze denkbar. Hierbei ist die Form der Stützfläche
der Kopfbewegung bzw. einer Körperbewegung angepaßt und die Führungsschiene geeignet
abgestützt.
[0043] So kann die Stützfläche im Kopthereich an den Seiten wesentlich dicker ausgebildet
sein, so daß bei einer Körperdrehung der Kopf in einer bequemen Lage bezüglich der
dann unten liegenden Schulter abgestützt wird.
[0044] Die Stützfläche 13 der Rücklehne ist darüber hinaus entlang einer diagonalen Führung
15' federnd verlagerbar.
[0045] Darüber hinaus weist der Stuhl nach Figuren 2 und 3 einen Tragearm 18 auf, an welchem
einerseits Beleuchtungskörper 19 und andererseits Unterarmstützen 20 befestigt sind.
Die Beleuchtungskörper sind derart ausgerichtet, daß eine auf diesem Stuhl an einem
Computerarbeitsplatz sitzende Person (gestrichelt dargestellt) nicht geblendet wird.
[0046] Die Armstützen 20 sind als gewinkelte Halbschalen ausgebildet und mittels Aufhängungen
21 federnd an dem Tragearm 18 angebracht. Hierbei sind die Aufhängungen 21 weiter
als Schulterbreite voneinander entfernt an dem Tragearm 18 befestigt. Auf diese Weise
stören die Stützen 20 nicht, wenn sie unbenutzt sind. Die Stützen 20 sind desweiteren
federnd aufgehängt, wobei eine druck- bzw. geschwindigkeitsabhängige Arretierung vorgesehen
ist, so daß die Armstütze 20 als Stütze beim Aufstehen benutzt werden kann, wenn sie
ruckartig belastet wird.
[0047] Wie aus Figur 2 ersichtlich, kann die Person in einer Ruheposition sich auf die Stützfläche
13 der Rücklehne auflegen, hierbei kann auch die Sitzfläche in eine Ruheposition gebracht
werden. Insbesondere ist es möglich, in dieser Ruheposition die Arme in den Unterarmstützen
20 zu belassen, so daß diese in einer entspannten Position verbleiben, während sich
die Person ausruht. Durch den Verbleib in der Unterarmstütze ist gewährleistet, daß
eine gleichmäßige Durchblutung des Körpers aufrechterhalten bleibt, insbesondere daß
nicht übermäßig viel Blut in die Arme absackt.
[0048] Es versteht sich, daß derartige federnde Armstützen auch von unten her oder von hinten
bzw. vorne her federnd positioniert werden können und auch unabhängig von den übrigen
Merkmalen des Sitzes bzw. des Stuhls vorteilhaft sind.
[0049] Hierbei ermöglichen die langen Aufhängungen 21 einen großen Bereich, in welchem die
Arme abgestützt frei beweglich sind. Hierdurch lassen sich Nackenverspannungen wirkungsvoll
vermeiden.
[0050] Der Stuhl kann auch eine Lendenstütze bzw. eine Nackenstütze umfassen, die unabhängig
von der Sitzfläche 1 ausgestaltet sind. Insbesondere können diese auch ähnlich wie
die Rücklehne entlang einer konkaven Bewegungsbahn verlagerbar sein.
[0051] Bei dem in Figur 5 dargestellten Stuhl sind die zur Bewegung der Sitzfläche 1' notwendigen
Einrichtungen unmittelbar unter derselben in einem auf drei Fußstützen 2' abgestützten
Gehäuse 2" angebracht. Hierbei ist die Sitzfläche 1' entsprechend taumelbar auf einer
Stütze 4' mittels zwei Gummiringe 6' und 6" sowie mehrerer Stützfedern 10' angebracht.
Hierbei umgreift eine entsprechende Halterung der Sitzfläche 1' eine Stützplatte 5'
an der Stütze 4', über bzw. unter welcher die Gummiringe 6' bzw. 6" angeordnet sind.
Hierdurch kann der Stuhl an seiner Sitzfläche 1' angehoben bzw. versetzt werden und
es wird gleichwohl eine erfindungsgemäße Bewegbarkeit gewährleistet. Die Stützfedern
10' dienen hierbei auch einem Rückstellen der Sitzfläche gegen eine unerwünschte Rotation
derselben.
[0052] Die Gummiringe 6', 6" könnten auch durch einen außen im Randbereich umlaufenden Gummiring
bzw. einen Schlauch realisiert werden.
[0053] Bei der in Figur 5 dargestellten Ausführungsform wird die erfindungsgemäße Zwangsbewegung
der Sitzfläche 1' durch einen angetriebenen Antriebsring 11' gewährleistet, welcher
um die Stütze 4' umläuft und welcher Distanzstücke 11" antreibt, die auf einer Führungsbahn
11''' mit dem Antriebsring 11' umlaufen. Die Führungsbahn 11''' ist profiliert, so
daß eine gewünschte Neigungswinkeländerung folgt.
[0054] Wie aus Figur 5 unmittelbar ersichtlich kann statt der Stützen 2' auch ein zentraler
Stützfuß, wie bei einem bekannten Schreibtischstuhl Verwendung finden. Ebenso ist
es möglich, gänzlich auf die Stützen 2' zu verzichten und die Anordnung auf dem Boden
oder auf einem normalen Sitz anzuordnen. Auf den Boden oder auf einem niedrigen Hocker
angeordnet, kann diese Anordnung als Untersatz beim Stehen, insbesondere bei stehenden
Tätigkeiten an Maschinen oder ähnlichem, oder aber auch als Fußbank dienen. Insbesondere
ist es auch möglich, eine derartige Fußbank mit den in Figuren 1 bis 3 dargestellten
Sitzen zu kombinieren.
[0055] Die in Figur 5 dargestellte Ausführungsform eignet sich insbesondere auch für eine
Stuhl-/Stehsitz-Kombination, bei welcher die Sitzfläche aus einer Sitzposition mittels
einer Gasdruckfeder oder ähnlicher Hebemittel in eine Stehsitzposition verfahren wird.
In der Sitzposition kann dann eine Person eine Position für Schreibarbeiten oder ähnliches
einnehmen, während die Stehsitzposition für Tätigkeiten, die auch im Stehen ausgeführt
werden können, genutzt wird. Die Stehsitzposition kann derart versetzt gegenüber der
Sitzposition vorgesehen sein, daß ein Stehsitzen ohne weiteres, insbesondere ohne
Behinderung durch eine Fußstütze oder eine tiefliegende Arbeitsplatte möglich ist.
[0056] Durch Auswechseln der Antriebselemente, insbesondere der Führungsbahn 11''' können
bei der Anordnung nach Figur 5 auf besonders einfache Weise verschiedene Bewegungsabläufe
realisiert werden. Ebenso ist auch ein anderer Antrieb denkbar. Insbesondere kann
auch ein Antrieb aus gegeneinander versetzt angeordneten Linearantrieben, wie sie
beispielsweise bei Flugsimulatoren Verwendung finden, genutzt werden.
[0057] Auch die in Figuren 6 bis 9 dargestellten Stühle weisen eine Sitzfläche 1" bzw. 1'''
auf, die um einen Drehpunkt verlagerbar ist. Dieser Drehpunkt wird jedoch kontinuierlich
mit der Bewegung der Sitzfläche 1" bzw. 1''' verlagert, so daß die Bewegung besser
in ihrer Komplexität allgemein zu beschreiben ist.
[0058] Während bei der in Figuren 6 und 7 dargestellten Ausführungsform die Bewegung der
Sitzfläche 1" am ehesten der Bewegung eines Sattels auf einem Pferderücken entspricht,
entspricht die Bewegung der Sitzfläche 1''' bei dem in Fign. 8 und 9 dargestellten
Ausführungsbeispiel em ehesten der Bewegung eines Sattels auf einem Paßgänger.
[0059] Beide Stühle zeichnen sich durch eine zwangsweise kontinuierlich und zyklisch bewegte
Sitzfläche aus, wobei Mittel vorgesehen sind, die einen Drehpunkt entsprechend der
Sitzflächenbewegung verlagern. Alle nach dem Stand der Technik bekannten Sitze bzw.
Einrichtungen weisen hingegen einen fixierten Drehpunkt auf, der gegebenenfalls über
wieder arretierbare Stellglieder in seiner Höhe verlagert werden kann, während der
Drehbewegung selbst jedoch an einer Stelle verbleibt.
[0060] Darüber hinaus weisen beide Stühle Mittel auf, die zumindest einen Punkt der Sitzfläche
1" bzw. 1''' zwangsweise kontinuierlich und zyklisch in mindestens zwei Bewegungsrichtungen
periodisch bewegen, wobei die Periode in einer Bewegungsrichtung größer als die Periode
in die andere Bewegungsrichtung ist. Vorzugsweise ist die eine Periode genau doppelt
so groß wie die andere Periode. Hierdurch kann eine Schaukel- bzw. Wippbewegung erreicht
werden, wie sie letzlich bei den in Figuren 6 bis 9 beschriebenen Ausführungsbeispielen
realisiert ist.
[0061] Um dieses zu realisieren, weist die in Figuren 6 und 7 dargestellte Ausführungsform
an dem Fuß 2''' zwei Kipphebel 30 auf, welche die Sitzfläche 1" jeweils über ein Kugelgelenk
abstützen. Die Sitzfläche 1" ist darüber hinaus mittels einer Stütze 31 ebenfalls
über ein Kugelgelenk abgestützt. Die Stütze 31 weist eine Gasdruckfeder zur Höhenverstellung
sowie zur Erhöhung des Sitzkomforts auf und ist in einer Kugelschale 32, vorzugsweise
aus Nylon oder einem ähnlichen Gleitmaterial, gelagert.
[0062] Zur Komforterhöhung weist der Stuhl darüber hinaus noch Zusatzpolster 33 auf, die
starr mit dem Fuß 2''' verbunden sind.
[0063] Die Kipphebel werden über einen durch Rollen 34 geführten Bowdenzug 35, welcher von
einem Motor 36 kontinuierlich zyklisch zwangsbewegt wird, sowie über Rückholfedern
37 angetrieben. Durch das zyklische Anheben der Kniehebel wird die Sitzfläche 1" einerseits
mit einer bestimmten Frequenz von rechts nach links verlagert, wobei die genaue Lage
der Sitzfläche 1" durch die Geometrie aus Kipphebeln 30 und Stütze 31 bestimmt ist.
Mit doppelter Frequenz hingegen wird die Sitzfläche 1", wie unmittelbar ersichtlich,
darüber hinaus nach vorn und hinten bzw. auch in ihrer Höhe verlagert. Auf diese Weise
entsteht eine Wippbewegung ähnlich der eines Sattels auf einem Pferd, die eine äußerst
beruhigende, ja sogar therapeutische, Wirkung hat.
[0064] Es versteht sich, daß statt der Kugelgelenke auch andere Gelenke, wie beispielsweise
Kniehebelgelenke mit genügend Spiel, oder ausreichend steife Federn Verwendung finden
können.
[0065] Die in Figuren 8 und 9 dargestellt Ausführungsform weist zur Realisation hingegen
zwei starr miteinander verbundene, exzentrisch und mit einem Neigungswinkel gelagerte
Kugellagerscheiben 41 auf, die unterhalb der Sitzfläche 1''' angeordnet sind und diese
abstützen. Die Kugellagerscheiben 41 sind über einen Antrieb 42 rotierend angetrieben
und auf einer Welle 43 gelagert. Darüber hinaus ist die Sitzfläche 1''' in einer nicht
dargestellten Führung gegen ein unbeabsichtigtes Verkippen gesichert.
[0066] Durch Rotieren der Kugellagerscheiben 41 wird die Sitzfläche 1''' zu einer schaukelnden
Bewegung angeregt, die in etwa der Bewegung eines Sattels auf einem Paßgänger entspricht.
Hierbei bewegt sich die Sitzfläche 1''' bei einer halben Umdrehung der Kugellagerscheiben
41 von einer Seite zur anderen, wie in Figur 9 dargestellt. Gleichzeitig taumelt die
Sitzfläche 1''' während dieser Bewegung aufgrund der Exzentrizität der Kugellagerscheiben
41 durch eine verdrehte Stellung, wie insbesondere aus Fig. 8 ersichtlich. Diese Taumelbewegung
weist die doppelte Frequenz wie die Seitenbewegung auf.
[0067] Statt der gezeigten mechanischen Anordnungen können auch andere Antriebe Verwendung
finden. Insbesondere können die Mittel, die den Drehpunkt entsprechend der Sitzflächenbewegung
verlagern, bzw. die Mittel, die zumindest einen Punkt der Sitzfläche 1 " bzw. 1'''
zwangsweise kontinuierlich und zyklisch in mindestens zwei Bewegungsrichtungen periodisch
bewegen, auch Steuereinrichtungen, wie elektrische oder elektronische Ansteuerungen,
und entsprechende angesteuerte Stellantriebe oder andere Stellmöglichkeiten für die
Sitzfläche und deren Neigungswinkel umfassen.
[0068] Auch der in Figuren 10 bis 13 dargestellte Stuhl entspricht im wesentlichen dem in
Figuren 6 und 7 dargestellten Stuhl. Bei dem in Figuren 10 bis 13 ist jedoch noch
eine Rücklehne 13, die entlang einer konkaven Führungsbahn 15 verlagerbar ist, vorgesehen.
Die Führungsbahn 15 ist an Haltearmen 56 befestigt, die an einem Ausleger 57 des Fußes
2''' über eine Gelenkverbindung 58 mit dem Fuß 2''' verbunden sind. Optional können
Mittel zur Arretierung der Rücklehne und/oder Anschläge, die deren Bewegbarkeit begrenzen,
vorgesehen sein. Darüber hinaus kann die Rücklehne 13 auch um einen auf Höhe der Führung
15 vorgesehen Drehpunkt schwenkbar ausgebildet sein. Es versteht sich, daß eine derartige
Ausgestaltung der Rücklehne auch unabhängig von den übrigen Merkmalen des Stuhles
vorteilhaft ist.
[0069] An den oberen Enden der Haltearme 56 sind darüber hinaus Federarme 59 vorgesehen,
an welchen Armstützen 60 sowie Armauflagen 61 angebracht sind. Die Federarme 59 sind
gemeinsam mit der Rücklehne 13 zwischen einer Schreibposition (siehe Figuren 10 und
11) und einer Ruheposition (siehe Figuren 12 und 13) verlagerbar.
[0070] In der Schreibposition ist die Rücklehne 13 nach vorne geneigt und stützt den Rücken
nur leicht, wobei durch die U-förmige Bewegung das Gesäß einer sitzenden Person etwas
nach vorne bewegt wird, wenn eine Seitbewegung vorliegt, so daß gerade eine Belastung
des Rückenbereichs durch eine Relativbewegung zwischen Rücken und Rücklehne 13 vermieden
wird, auch wenn die Rücklehne 13 starr angeordnet wäre, wie dieses beispielsweise
bei einem Kraftfahrzeug der Fall ist. Durch die konkave Bewegungsbahn der Rücklehne
spielt dieses bei diesem Stuhl jedoch keine Rolle.
[0071] Darüber hinaus sind die Federarme 59 in der Schreibposition nach außen gewölbt und
umgreifen die Arme sowie die Armstützen 60 von außen. Durch die Federung kann die
Person die Arme gleichwohl zu verschiedenen Positionen bewegen, ohne die Armstützen
zu verlassen, so daß die stützende Funktion gleichwohl erhalten bleibt.
[0072] In der Ruheposition sind die Federarme 59 um einen Drehpunkt an den oberen Haltearmen
56 verdreht und liegen auf diesen auf. Hierdurch wird der Federweg verkürzt, so daß
die Armstützen 60 starrer gelagert werden. Sie können auf diese Weise als Stützen
zum Aufstehen genutzt werden.
[0073] Darüber hinaus liegen dann die Armauflagen 61 in einer Nutzposition und eine Person
kann sich bequem und entspannt zurücklehnen. Es versteht sich, daß eine derartige
separate Ausgestaltung der Armstützen 60 unabhängig von der Sitzfläche 1" und der
Rücklehne 13 vorteilhaft sein kann. Dieses gilt insbesondere auch für die oberhalb
der Schultern einer sitzenden Person vorgesehenen Drehpunkte sowie die in Grenzen
bewegbare Anordnung der Armstützen 61 in einer Schreibposition.
[0074] An dem Stuhl kann darüber hinaus noch eine Kopfstütze vorgesehen sein. Diese ist
vorzugsweise nicht unmittelbar mit der Rücklehne verbunden sondern in geeigneter Weise
separat an dem Stuhl befestigt. Ebenso können auch seitliche Stützen, die unter den
Achseln angreifen, bzw. eine Bauchoder Lendenstütze und/oder eine Kinn- bzw. Nackenstütze
vorgesehen sein. Die Bauchstütze bzw. die Lendenstütze können ähnlich wie die Rückenstütze
mit einer konkaven Bewegungsbahn verlagerbar ausgebildet werden.
1. Oberkörperstütze in Kombination
mit einer Sitzgelegenheit, umfassend eine Sitzfläche (1) und einen Stuhlfuss (2),
oder als eine Rückenliege, für ein Bett oder für eine Liege,
wobei die Oberkörperstütze zumindest eine Stützfläche (13) umfasst, die von einer
Rückenstütze, Schulterstütze, Nackenstütze, Kopfstütze, Lendenstütze, Bauchstütze
oder von einer Kombination aus Rückenstütze, Schulterstütze, Nackenstütze und Kopfstütze
gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet
dass die Oberkörperstütze
a) im Falle einer Sitzgelegenheit mit zumindest einem eigenen Fuss (14, 57) ortsfest
hinsichtlich des Stuhlfusses (2) fixiert ist und unabhängig von der Sitzfläche (1)
gegenüber dem eigenen Fuss (14) stufenlos, insbesondere in der Neigung, verstellbar
ausgebildet ist
und wobei die Stützfläche (13) über eine Führung (15) zumindest entlang einer konkaven
Bewegungsbahn bezüglich des Fusses (14) verlagerbar ist,
b) im Falle einer Rückenliege gegenüber ihrem zumindest einen eigenem Fuss (14) stufenlos,
insbesondere in der Neigung, verstellbar ausgebildet ist und wobei die Stützfläche
(13) über eine Führung (15) zumindest entlang einer konkaven Bewegungsbahn bezüglich
des Fusses (14) verlagerbar ist,
2. Oberkörperstutze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Kinnstütze und/oder seitliche, unter den Achseln angreifende Stützen aufweist.
3. Oberkörperstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (15) zumindest eine konkav gekrümmte Führungsschiene (17) an der Oberkörperstütze
umfasst, entlang welcher ein Wagen (16) mit der Stützfläche (13) läuft.
4. Oberkörperstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (13) über die Führung (15) entlang einer diagonalen Führung (15')
gegen die Kraft einer Feder verlagerbar ist.
5. Oberkörperstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Arretierung der Oberkörperstütze und/ oder Anschläge, die deren Bewegbarkeit
begrenzen, vorgesehen sind.
6. Oberkörperstütze nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Führungsschiene (17) an zumindest einem Haltearm (56) der Oberkörperstütze
angeordnet ist, welcher mittels zumindest einer Gelenkverbindung (58) gegenüber dem
Fuß (14) (57) der Oberkürperstirtze verlagerbar ist.
7. Oberkörperstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberkörperstütze einer Zwangsbewegung unterliegt und motorisch antreibbar ist.
8. Oberköfperstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützfläche (13) an ihren Seiten verdickt ausgebildet ist.
9. Oberkörperstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an zumindest einem Tragearm (18), der ortsfest mit dem Fuß (14) verbunden ist, Unterarmstützen
(20) als gewinkelte Halbschalen beziehungsweise an Haltearmen (56) der Oberkörperstütze
Kombinationen aus Armstützen (60) und Armauflagen (61) angebracht sind, die mittels
Federarmen (21) (59) federnd und zugleich bezüglich der Oberkörperstutze um einen
Drehpunkt und zumindest in horizontale Richtung verlagerbar sind, wobei eine druck-
oder geschwindigkeitsabhängige Arretierung vorgesehen ist.
10. Oberkörperstütze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberkörperstütze oder die übrigen Baugruppen, wie Kopfstütze, Armstützen oder
ähnliches mit einer Heizung und/oder Belüftung versehen sind.
1. An upper body support
in combination with a seating facility, comprising a seating surface (1) and a chair
foot (2) or as a back rest for a bed or for a couch,
wherein the upper body support comprises at least one supporting surface (13) which
is formed from a back support, shoulder support, neck support, head support, lumbar
support, abdominal support or from a combination of back support, shoulder support,
neck support and head support,
characterised in
that the upper body support
a) in the case of a sitting facility is fixed with at least one own foot (14, 57)
in a fixed position with respect to the chair foot (2) and is configured to be continuously
adjustable independently of the seating surface (1) with respect to its own foot (14),
in particular in its inclination
and wherein the supporting surface (13) is displaceable along a guide (15) at least
along a concave movement path in relation to the foot (14),
b) in the case of a back rest is configured to be continuously adjustable with respect
to its at least one own foot (14), in particular in the inclination and wherein the
supporting surface (13) is displaceable along a guide (15) at least along a concave
movement path in relation to the foot (14).
2. The upper body support according to claim 1, characterised in that this comprises a chin support and/or lateral supports acting under the arm pits.
3. The upper body support according to any one of the preceding claims, characterised in that the guide (15) comprises at least one concavely curved guide rail (17) on the upper
body support along which a carriage (16) with the supporting surface (13) runs.
4. The upper body support according to any one of the preceding claims, characterised in that the supporting surface (13) is displaceable via the guide (15) along a diagonal guide
(15') against the force of a spring.
5. The upper body support according to any one of the preceding claims, characterised in that means for locking the upper body support and/or stops which delimit this mobility
are provided.
6. The upper body support according to any one of claims 3 to 5, characterised in that at least one guide rail (17) is disposed on at least one retaining arm (56) of the
upper body support which is displaceable with respect to the foot (14) (57) of the
upper body support by means of at least one articulated connection (58).
7. The upper body support according to any one of the preceding claims, characterised in that the upper body support is subject to a forced movement and can be motor-drivable.
8. The upper body support according to any one of the preceding claims, characterised in that the supporting surface (13) is configured as thickened at its sides.
9. The upper body support according to any one of the preceding claims, characterised in that underarm supports (20) as angled half-shells or combinations of arm supports (60)
and arm rests (61) on retaining arms (56) of the upper body support are attached to
at least one supporting arm (18) which is connected in a fixed position to the foot
(14), said supports being spring-mounted by means of spring arms (21) (59) and at
the same time displaceable relative to the upper body support about a pivot point
and at least in the horizontal direction, wherein a pressure- or speed-dependent locking
is provided.
10. The upper body support according to any one of the preceding claims, characterised in that the upper body support or the other assemblies such as head support, arm supports
or similar are provided with heating and/or ventilation.
1. Soutien pour haut du corps
en combinaison avec un dispositif de siège comprenant une surface d'assise (1) et
un pied de chaise (2),
ou se présentant sous forme d'un dossier pour un lit ou une couchette,
le soutien pour haut du corps comprenant au moins une surface de soutien (13) qui est constituée par
un soutien de dos, un soutien d'épaules, un soutien de nuque, un soutien de tête,
un soutien de lombaires, un soutien de ventre ou une combinaison d'un soutien de dos,
d'un soutien d'épaules, d'un soutien de nuque et d'un soutien de tête,
caractérisé en ce que
le soutien pour haut du corps
a) dans le cas d'un dispositif de siège comprenant au moins un pied propre (14, 57) est fixé à emplacement fixe pour ce qui
est du pied de chaise (2) et est réalisé de manière à être réglable sans paliers indépendamment
de la surface d'assise (1) par rapport à son propre pied (14), notamment en inclinaison,
la surface de soutien (13) étant déplaçable grâce à un guide (15) par rapport au pied (14) au moins le
long d'une piste de mouvement concave,
b) dans le cas d'un dossier, est réalisé de manière à être réglable sans paliers par rapport à au moins un pied
propre (14), notamment en inclinaison,
a surface de soutien (13) étant déplaçable grâce à un guide (15) par rapport au pied (14) au moins le
long d'une piste de mouvement concave.
2. Soutien pour haut du corps selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il comporte un soutien de mention et/ou des soutiens latéraux en prise sous les aisselles.
3. Soutien pour haut du corps selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le guide (15) englobe au moins un rail de guidage à courbure concave (17) le long
duquel un chariot (16) supportant la surface de soutien (13) circule.
4. Soutien pour haut du corps selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface de soutien (13) peut être déplacée grâce au guide (15) suivant un guidage
diagonal (15') à l'encontre de la force d'un ressort.
5. Soutien pour haut du corps selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il est prévu des moyens de blocage du soutien pour haut du corps et/ou des butées
limitant sa mobilisé.
6. Soutien pour haut du corps selon une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce qu'au niveau d'au moins un bras de retenue (56) du soutien pour haut du corps, est disposé
un rail de guidage (17) qui peut être déplacé au moyen d'au moins un joint articulé
(58) par rapport au pied (14) (57) du soutien pour haut du corps.
7. Soutien pour haut du corps selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le soutien pour haut du corps est soumis à un mouvement forcé et peut entraîné de
manière motorisée.
8. Soutien pour haut du corps selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface de soutien (13) est réalisée avec un épaississement sur ses côtés.
9. Soutien pour haut du corps selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au niveau d'au moins un bras porteur (18), qui est relié à emplacement fixe au pied,
(14), des soutiens de dessous de bras (20) sous forme de demi-coques coudées sont
installés ou qu'au niveau de bras de retenue (56) du soutien pour haut du corps, des
combinaisons de soutiens de bras (60) et d'appuis pour bras (61) sont installées,
lesquelles combinaisons peuvent être déplacées au moyen de bras à ressort en suspension
(21) (59) et en même temps par rapport au soutien pour haut du corps autour d'un point
de rotation et au moins dans le sens horizontal, un blocage lié à la pression ou à
la vitesse étant prévu.
10. Soutien pour haut du corps selon une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le soutien pour haut du corps ou les autres groupes d'assemblage comme le soutien
de tête, les soutiens de bras ou similaires sont pourvus d'un chauffage et/ou d'une
aération.