[0001] Die Erfindung betrifft ein Sicherheitselement für Sicherheitspapiere, Wertdokumente
oder Ausweiskarten, das selbsttragend ausgestaltet ist und zwei unterschiedliche optisch
variable Sicherheitsmerkmale aufweist. Ferner betrifft die Erfindung ein Sicherheitspapier
sowie ein Wertdokument mit einem derartigen Sicherheitselement.
[0002] In der
WO 95/10420 wird ein Wertdokument beschrieben, in welches nach dessen Herstellung eine durchgehende
Öffnung gestanzt wird, die anschließend mit einer die Öffnung allseits überragenden
Abdeckfolie einseitig verschlossen wird. Die Abdeckfolie ist zumindest in einem Teilbereich
transparent, so dass beim Versuch, das Wertdokument zu kopieren, der Untergrund durchscheint
und vom Kopiergerät entsprechend wiedergegeben wird. Darüber hinaus kann die Abdeckfolie
ein Sicherheitsmerkmal, wie beispielsweise ein Hologramm, aufweisen.
[0003] Aus
WO 98/13211 A1 ist ein Sicherheitsdokument bekannt, das aus einem durchsichtigen Kunststoffträger
besteht, auf dessen Oberflächen die Opazität erhöhende Druckschichten aufgebracht
sind. Darüber hinaus weist das Sicherheitsdokument eine Sicherheitsvorrichtung auf,
die einseitig durch mehrere der oben genannten Druckschichten wenigstens teilweise
verborgen wird. Die Schichten auf der anderen Seite des Trägers sind derart aufgebracht,
dass sie ein Halbfenster aussparen, durch welches die Sicherheitsvorrichtung sichtbar
ist.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Sicherheitselement sowie ein Sicherheitspapier
und ein Wertdokument vorzuschlagen, das im Vergleich zum Stand der Technik eine erhöhte
Fälschungssicherheit aufweist.
[0005] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Weiterbildungen
sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0006] Ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement weist zwei unterschiedliche Sicherheitsmerkmale
auf, die auf gegenüberliegenden Seiten des Sicherheitselements angeordnet sind und
wobei die Sicherheitsmerkmale jeweils eine opake Beschichtung mit Unterbrechungen
in Form von Zeichen, Mustern oder Logos aufweisen und die jeweils gegenüberliegende
opake Beschichtung im Bereich der Unterbrechungen vollflächig ist, so dass bei Betrachtung
des Sicherheitselements von einer Seite jeweils nur eines der Sicherheitsmerkmale
erkennbar ist.
[0007] Bei den optisch variablen Sicherheitsmerkmalen kann es sich beispielsweise um in
Reflexion beobachtbare Beugungsstrukturen, grobe Gitterstrukturen, deren optisch variabler
Eindruck allein auf ihren reflektiven Eigenschaften beruht, Dünnschichtelemente oder
optisch variable Aufdrucke handeln, wobei die verwendete Druckfarbe wenigstens ein
optisch variables Pigment, wie Flüssigkristallpigmente oder Interferenzschichtpigmente,
enthält. Das Sicherheitselement kann beliebige Kombinationen von optisch variablen
Sicherheitsmerkmalen aufweisen.
[0008] Bei den übrigen erfindungsgemäß verwendbaren Sicherheitsmerkmalen kann es sich um
beliebige Druckbilder, semitransparente oder gerasterte Metallschichten handeln. Für
die Druckbilder können beliebige Druckfarben verwendet werden, die auch maschinell
nachweisbare Eigenschaften, wie lumineszierende, magnetische oder elektrisch leitende
Eigenschaften haben können.
[0009] Im Sinne der Erfindung liegen auch unterschiedliche Sicherheitsmerkmale vor, wenn
sie eine lesbare Information enthalten und diese Information auf beiden Seiten des
Sicherheitselements seitenrichtig gelesen werden kann.
[0010] Besonders vorteilhaft lässt sich das erfindungsgemäße Sicherheitselement bei Sicherheitspapieren
bzw. Wertdokumenten einsetzen, die eine durchgehende Öffnung aufweisen. Bei einem
Wertdokument gemäß dem in der
WO 95/10420 beschriebenen Stand der Technik, das lediglich ein Sicherheitsmerkmal im Bereich
der Öffnung aufweist, gibt es lediglich eine Seite, auf der das Sicherheitsmerkmal
seitenrichtig und vollständig betrachtet werden kann. Von der Rückseite betrachtet
ist das Sicherheitsmerkmal entweder überhaupt nicht oder nur spiegelverkehrt zu erkennen.
Ordnet man dagegen das erfindungsgemäße Sicherheitselement im Bereich der Öffnung
an, so ist von beiden Seiten ein vollständiges und seitenrichtiges Sicherheitsmerkmal
zu erkennen. Dies erhöht den Fälschungsschutz, da die Öffnung, wenn sie durch einfaches
Stanzen erzeugt wurde, von einem Fälscher ebenso einfach erzeugt werden kann. Das
doppelseitige Sicherheitselement dagegen ist nicht ohne weiteres nachzustellen. Insbesondere
dann nicht, wenn zwischen den beiden Sicherheitsmerkmalen eine inhaltliche Beziehung
besteht oder die Sicherheitsmerkmale unterschiedliche Ansichten desselben Motivs darstellen.
[0011] So kann das erste optisch variable Sicherheitsmerkmal beispielsweise die Vorderansicht
eines Motivs, wie eines Adlers oder die Gesichtspartie eines Portraits, darstellen,
während das zweite optisch variable Sicherheitsmerkmal die Rückseite des Adlers oder
den Hinterkopf des Portraits zeigt. Die beiden Sicherheitsmerkmale sind zudem vorzugsweise
deckungsgleich angeordnet, so dass ein Fälscher das zusätzliche Problem der registerhaltigen
Anordnung überwinden muss. Besondere Vorteile bietet das erfindungsgemäße Sicherheitselement
zudem, wenn die Sicherheitsmerkmale eine lesbare Information enthalten, die vorzugsweise
in beiden Sicherheitsmerkmalen identisch ist und aufgrund der Doppellagigkeit des
Sicherheitselements grundsätzlich seitenrichtig gelesen werden kann.
[0012] Zwischen den Sicherheitsmerkmalen kann zudem eine maschinell prüfbare Schicht angeordnet
werden. Hierbei kann es sich um wenigstens eine IR-absorbierende, elektrisch leitfähige
oder magnetische Schichthandeln. Auch mehrere derartige Schichten können zwischen
den Sicherheitsmerkmalen angeordnet werden. Zudem müssen diese Zwischenschichten nicht
vollflächig sein, sondern können in Form von Codierungen oder anderen Informationen
ausgestaltet sein. In bestimmten Fällen kann es auch sinnvoll sein, zwischen den Sicherheitsmerkmalen
eine vollflächige Farbschicht, vorzugsweise schwarze Farbschicht, anzuordnen, so dass
von jeder Seite des Sicherheitselements jeweils nur bestimmte Sicherheitsmerkmale
sichtbar sind.
[0013] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung besteht das Sicherheitselement aus einer
Kunststofffolie, die beidseitig mit wenigstens einer opaken Beschichtung versehen
ist. Jede dieser opaken Beschichtungen weist Unterbrechungen, vorzugsweise in Form
von Zeichen, Muster oder Logos auf. Diese Unterbrechungen sind hierbei versetzt zueinander
angeordnet. Das heißt, in dem Bereich, in welchem die eine opake Beschichtung Unterbrechungen
aufweist, ist die gegenüberliegende opake Beschichtung vollflächig ausgeführt. Auf
diese Weise wird gewährleistet, das Sicherheitselement auf jeder Seite jeweils nur
eine seitenrichtig erkennbare Information aufweist. Bei den opaken Beschichtungen
handelt es sich vorzugsweise um Metallschichten, aber auch andere Beschichtungen,
wie Farbschichten können verwendet werden. Auch Kombinationen sind möglich, bei welchen
das erste Sicherheitsmerkmal aus einer Metallschicht beliebiger Farbe und das zweite
aus einer opaken Farbschicht oder einer optisch variablen Druckschicht oder einer
Dünnschichtbeschichtung besteht. Es können auch Schichten oder Druckfarben verwendet
werden, die in Aufsicht und in Durchsicht unterschiedliche Farben zeigen.
[0014] Die verwendeten Metalle können hierbei zusätzlich unterschiedliche Farben aufweisen
und/ oder transluzent ausgeführt sein. Falls mindestens eine der Schichten transluzent
ausgeführt ist, können im Durchlicht auch die Unterbrechungen in der gegenüberliegenden
Schicht erkannt werden. Die Transluzenz kann dabei über die Schichtdicke oder die
Verwendung von Rastern erzeugt werden. Diese möglichen Ausgestaltungsformen der Metallschicht
können auch in allen anderen im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen verwendet
werden, in denen Metallschichten angesprochen werden. Bei den verwendeten Metallen
handelt es sich beispielsweise um Aluminium, Eisen, Kupfer, Gold, Nikkel. Unter dem
Begriff "Metall" werden im Rahmen der Erfindung auch beliebige Legierungen verstanden.
[0015] Die Unterbrechungen können mit beliebigen Verfahren, wie beispielsweise Abtrag durch
Laserstrahlung, Ätzverfahren oder Waschverfahren, erzeugt werden.
[0016] Das Vorsehen derartiger Unterbrechungen sowie deren Anordnung kann selbstverständlich
auch auf alle anderen Sicherheitsmerkmale übertragen werden, die eine Metallschicht
oder andere aufgedampfte Schichten aufweisen, wie z. B. Beugungsstrukturen oder Dünnschichtelemente.
Werden für die Erzeugung der Sicherheitsmerkmale Druckfarben verwendet, so können
auch hier im Negativdruck derartige Aussparungen erzeugt werden.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann das Sicherheitselement auch lediglich auf
einer Seite eine Beschichtung mit den oben beschriebenen Aussparungen aufweisen, während
auf der anderen Seite eine semitransparente Metallschicht angeordnet ist.
[0018] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Sicherheitselement zwei Kunststoffschichten
auf, in die Beugungsstrukturen eingeprägt sind. Wenigstens eine dieser Kunststoffschichten
ist mit einer Metallschicht versehen, so dass die Beugungsstrukturen in Reflexion
beobachtbar sind. Die zweite Kunststoffschicht kann ebenfalls mit einer Metallschicht
oder einer dielektrischen Schicht mit hohem Brechungsindex versehen sein. Ist auch
die zweite Kunststoffschicht mit einer Metallschicht versehen, so kann diese eine
andere Eigenfarbe aufweisen als die der ersten Metallschicht.
[0019] Ebenso ist es möglich, das erfindungsgemäße Sicherheitselement als Sicherheitsfaden
zu verwenden, der z. B. in so genannten "pendelnden" Fenster-Sicherheitspapieren eingebracht
ist. Bei diesen Sicherheitspapieren sind die "Fensterbereiche", bei denen die Sicherheitsfäden
an der Sicherheitspapier-Oberfläche direkt zugänglich und somit überprüfbar sind,
abwechselnd auf Vor- und Rückseite des Papiers vorgesehen.
[0020] Bekanntermaßen ist bei der Papierherstellung nicht immer sicherzustellen, dass die
Sicherheitsfäden seitenrichtig in das Papier eingebettet werden. Damit ein verdrehter
und damit seitenverkehrt eingebrachter Sicherheitsfaden trotzdem lesbar ist, werden
Schriftzeichen und Texte deshalb in der Regel abwechselnd seitenrichtig und seitenverkehrt
vorgesehen. Auf diese Weise ist unabhängig von der Lage des Sicherheitsfadens immer
ein Teil lesbar.
[0021] Zur Behebung dieses Problems kann das erfindungsgemäße Sicherheitselement selbstverständlich
auch eingesetzt werden, selbst wenn das Sicherheitspapier auf einer Seite Fensterbereiche
aufweist.
[0022] Das Sicherheitselement kann ferner nicht nur zur Absicherung von Sicherheitspapieren
oder Wertdokumenten verwendet werden, sondern auch zur Fälschungssicherung beliebiger
Waren. Analoges gilt für das mit einem erfindungsgemäßen Sicherheitselement versehene
Sicherheitspapier und/oder Wertdokument.
[0023] Das Sicherheitselement kann beliebige Umrisskonturen aufweisen und beispielsweise
rund, oval, rechteckig, trapezförmig, sternförmig oder auch streifenförmig ausgebildet
sein.
[0024] Wird ein streifenförmiges Sicherheitselement im Bereich einer Öffnung in einem Wertdokument
oder Sicherheitspapier angeordnet, so ist eines der Sicherheitsmerkmale über die gesamte
Länge des Streifens zu erkennen, während das zweite nur im Bereich der Öffnung sichtbar
ist.
[0025] Die Herstellung des Sicherheitsmerkmals erfolgt beispielsweise auf einem selbsttragenden
Trägerelement, wie einer transparenten Kunstofffolie, die anschließend als Etikettenmaterial
verwendet wird. Gerade bei der Verwendung von Beugungsstrukturen als Sicherheitsmerkmale
bietet sich jedoch alternativ die Herstellung einer Heißprägefolie an, bei der der
komplette Schichtaufbau des Sicherheitselements auf einem Trägermaterial vorbereitet
und anschließend unter der Einwirkung von Druck und Wärme zumindest bereichsweise
auf das Wertdokument bzw. Sicherheitspapier übertragen wird. Das Trägermaterial wird
vorzugsweise anschließend wieder abgezogen.
[0026] Die einzelnen Sicherheitsmerkmale können auch auf separaten Trägern vorbereitet werden,
die anschließend laminiert oder über eine Klebstoffschicht miteinander verbunden werden.
[0027] Im Folgenden werden einzelne Ausführungsformen der Erfindung anhand der Figuren näher
erläutert.
[0028] Es zeigen:
Fig.1 ein erfindungsgemäßes Wertdokument;
Fig. 2 Schnitt durch das Wertdokument entlang der Linie A - A;
Fig. 3 - 11 eine Ausführungsform eines nicht erfindungsgemäßen Sicherheitselements;
Fig. 12 eine Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Sicherheitselements;
Fig. 13 eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wertdokuments;
Fig. 14 Beispiel für ein erfindungsgemäßes Sicherheitspapier;
Fig. 15 Schnitt durch das Sicherheitspapier entlang der Linie D - D.
[0029] Fig.1 zeigt ein erfindungsgemäßes Wertdokument in Aufsicht. Im gezeigten Beispiel
handelt es sich um eine Banknote 1. Diese Banknote 1 weist eine durchgehende Öffnung
2 auf, die allerdings durch das Sicherheitselement 3 verdeckt wird.
[0030] Fig. 2 zeigt die Banknote 1 im Querschnitt entlang der Linie A - A. Hier ist die
Öffnung 2 deutlich zu erkennen. Im gezeigten Beispiel sind die Ränder 4 der Öffnung
2 glatt dargestellt, so wie sie beim Stanzen oder Schneiden der Banknote 1 entstehen.
Wird die Öffnung 2 dagegen während der Herstellung der für die Banknote 1 verwendeten
Papierbahn erzeugt, sind die Ränder 4 unregelmäßig und faserig. Dieser faserige Rand
4 stellt ein zusätzliches Echtheitsmerkmal dar, da dieser Rand nicht nachträglich
im Papier erzeugt werden kann.
[0031] Die Öffnung 2 wird durch ein erfindungsgemäßes Sicherheitselement 3 einseitig verschlossen.
Im gezeigten Beispiel, ist das Sicherheitselement 3 in einer Vertiefung 5 der Banknote
angeordnet, welche die Öffnung 2 umgibt. Auf diese Weise erhält die Banknote 1 eine
durchgehende stufenlose Oberfläche, was die Handhabung, insbesondere die Stapelung
der Banknoten, erleichtert.
[0032] Gemäß der Erfindung zeigt das Sicherheitselement 3 bei Betrachtung aus der Richtung
B ein anderes Erscheinungsbild als bei Betrachtung aus der Richtung C. Im einfachsten
Fall zeigt das Sicherheitselement 3 auf beiden Seiten unterschiedliche Bildmotive,
Texte, alphanumerische Zeichen, Muster oder Kombinationen dieser Elemente.
[0033] Um das Nachahmen derartiger Sicherheitselemente 3 jedoch zu erschweren, stehen die
beiden Erscheinungsbilder des Sicherheitselements 3 in einer erkennbaren Beziehung
zueinander. So kann beispielsweise auf beiden Seiten die gleiche seitenrichtige Information
dargestellt sein, was insbesondere bei Textinformationen hilfreich ist, da in diesem
Fall der Text von beiden Seiten seitenrichtig gelesen werden kann. Insofern liegt
auch ein unterschiedliches Erscheinungsbild vor, wenn auf beiden Seiten die gleiche
Information, allerdings jeweils seitenrichtig, zu erkennen ist.
[0034] Alternativ kann das Sicherheitselement 3 auch unterschiedliche Ansichten eines Motivs
darstellen. Ist beispielsweise aus der Richtung B die Vorderansicht eines Adlers zu
erkennen, so ist der Sichtung C die Rückseite des Adlers zu erkennen. Die beiden Darstellungen
sind dabei vorzugsweise registerhaltig zueinander angeordnet. Ebenso können auf beiden
Seiten registerhalten Teile einer Gesamtinformation angeordnet sein, die sich ergänzen.
Vorzugsweise wird hier eine symmetrische Information gewählt, die ebenfalls von beiden
Seiten seitenrichtig wahrgenommen wird.
[0035] Die unterschiedlichen Erscheinungsformen des Sicherheitselements 3 entstehen durch
die Kombination zweier unterschiedlicher Sicherheitsmerkmale, die im Sicherheitselement
3 so angeordnet sind, dass für den Betrachter jeweils nur eines dieser Sicherheitsmerkmale
je nach Betrachtungsrichtung sichtbar ist.
[0036] Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform eines nicht erfindungsgemäßen Sicherheitselements
3. Es setzt sich aus zwei unterschiedlichen Sicherheitsmerkmalen 6, 7 zusammen, die
im vorliegenden Fall jeweils aus einem beugungsoptischen Element bestehen. Das Sicherheitsmerkmal
6 weist zwei Kunststoffschichten 8, 9 auf, zwischen welchen die Beugungsstruktur in
Form einer Reliefstruktur 15 angeordnet ist. Zwischen den Kunststoffschichten 8, 9
ist zusätzlich eine Metallschicht 12 angeordnet, welche dafür sorgt, dass die in den
Beugungsstrukturen gespeicherte Information in Reflexion erkennbar ist. Diese Metallschicht
kann Unterbrechungen 16 aufweisen, welche die Form von Mustern, Buchstaben oder sonstigen
alphanumerischen Zeichen haben können. Das Sicherheitsmerkmal 7 ist analog aufgebaut
und setzt sich aus den zwei Kunststoffschichten 10, 11 zusammen, zwischen welchen
die Beugungsstrukturen 17 sowie die Metallschicht 13 angeordnet sind. Auch diese Metallschicht
13 kann Unterbrechungen 18 in Form von beliebigen Mustern und alphanumerischen Zeichen
aufweisen.
[0037] Sind in den Metallschichten 12,13 Unterbrechungen 16,18 vorgesehen, wird vorzugsweise
eine Mittelschicht 23 vorgesehen, die z. B. weiß oder schwarz, opak ausgeführt ist,
im Kontrast zur Metallschicht steht und ein Durchscheinen der spiegelverkehrten Schriftzeichen
der Rückseite verhindert. Die Unterbrechungen können aber auch deckungsgleich vorgesehen
werden.
[0038] Die beiden Sicherheitsmerkmale 6, 7 können entweder über eine Klebstoffschicht miteinander
verbunden oder aber ohne Klebstoffschicht miteinander laminiert werden. Das Sicherheitselement
3 wird schließlich über die Klebstoffschichten 14 mit der Banknote 1 verbunden.
[0039] Die Kunststoffschichten 9, 11 dienen in erster Linie als Schutzschichten und sind
optional. Sie werden insbesondere dann nicht benötigt, wenn der gesamte Schichtaufbau
auf einer Trägerfolie für ein Transfermaterial vorbereitet wird. In diesem Fall wird
auf die Trägerfolie, die hinsichtlich ihrer gewünschten Release-Eigenschaften gegebenenfalls
vorbehandelt werden kann, mit der Kunststoffschicht 8 beschichtet. In diese Kunststoffschicht
8 wird die Beugungsstruktur 15 eingeprägt und die geprägte Reliefstruktur 15 vorzugsweise
im Vakuumdampfverfahren mit der Metallschicht 12 beschichtet. Anschließend wird auf
die Metallschicht 12 die Kunststoffschicht 10 aufgetragen und diese ebenfalls geprägt.
Auf diese mit den Beugungsstrukturen 17 versehene Kunststoffschicht 10 wird die Metallschicht
13 aufgebracht, vorzugsweise aufgedampft. Auf diese Metallschicht 13 wir die Klebstoffschicht
für den Übertrag auf das Endsubstrat aufgetragen. Sofern die Metallschichten 12,13
Unterbrechungen aufweisen, sind zusätzliche Schritte notwendig, die sich aus dem jeweiligen
hierfür verwendeten Verfahren, wie Laserabtrag, Ätzen oder Waschverfahren, ergeben.
[0040] Die Reliefstruktur 15 ist beispielsweise so ausgelegt, dass bei Betrachtung aus der
Richtung B die Vorderseite eines Adlers sichtbar wird, der beim Kippen der Banknote
1 seine Farbe wechselt. Die Beugungsstruktur 17 dagegen erzeugt den visuellen Eindruck
der Rückseite eines Adlers, die ebenfalls beim Kippen der Banknote 1 ihre Farbe verändert.
Alternativ oder zusätzlich kann die Beugungsstruktur selbst auch eine lesbare Information
vermitteln, die auf beiden Seiten seitenrichtig lesbar ist.
[0041] Fig. 4 zeigt eine Variante des in Fig. 3 dargestellten Sicherheitselements 3, bei
welchem die Sicherheitsmerkmale 6, 7 über eine Klebstoffschicht 19 miteinander verbunden
sind und die Metallschichten 12,13 keinerlei Aussparungen 16,18 aufweisen. Die Klebstoffschicht
19 kann maschinell prüfbare Eigenschaften aufweisen. Sie kann beispielsweise mit elektrisch
leitfähigen oder magnetischen Pigmenten versetzt werden.
[0042] Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform eines nicht erfindungsgemäßen Sicherheitselements
3. Auch hier bestehen die Sicherheitsmerkmale 6, 7 aus jeweils zwei Kunststoffschichten
8, 9, 10, 11, zwischen welchen Beugungsstrukturen 15,17 in Form einer Reliefstruktur
vorliegen. In diesem Fall sind die Beugungsstrukturen 15, 17 jedoch nicht mit einer
opaken Metallschicht kombiniert. Stattdessen befindet sich zwischen den Kunststoffschichten
8, 9 bzw. 10, 11 eine dielektrische Schicht 20 bzw. 21, welche einen von den Kunststoffschichten
8, 9, 10, 11 verschiedenen Brechungsindex aufweist, so dass die Beugungsstrukturen
15,17 ebenfalls in Reflexion betrachtet werden können. Da diese dielektrischen Schichten
20, 21 transparent sind, muss eine zusätzliche Schicht zwischen den Sicherheitsmerkmalen
6, 7 eingefügt werden, die dafür sorgt, dass jeweils nur eines der Sicherheitsmerkmale
6, 7 sichtbar ist. Im gezeigten Beispiel handelt es sich hierbei um die schwarze Schicht
23, die gleichzeitig die Brillanz des visuellen Eindrucks der Beugungsstrukturen 15,
17 erhöht, da sie das transmittierte Licht absorbiert. Zusätzlich weist das Sicherheitselement
3 im gezeigten Beispiel eine Klebstoffschicht 19 auf, die die beiden Sicherheitsmerkmale
6, 7 miteinander verbindet.
[0043] Je nachdem welche Klebstoffeigenschaften bzw. welches Laminierverhalten die Schicht
23 aufweist, kann auf diese Klebstoffschicht 19 auch verzichtet werden.
[0044] Statt der schwarzen Farbschicht 23 kann auch eine dunkle Magnetschicht verwendet
werden, die den gleichen optischen Effekt erzeugt und zusätzlich für eine maschinelle
Lesbarkeit des Sicherheitselements 3 sorgt. Die Magnetschicht kann auch zusätzlich
zu der Farbschicht vorgesehen sein, um ein Ausspähen der Magnetschicht im Durchlicht
zu verhindern.
[0045] Bei der in Fig. 6 dargestellten Variante des nicht erfindungsgemäßen Sicherheitselements
3 sind die Sicherheitsmerkmale 6, 7 unterschiedlich ausgestaltet. Das Sicherheitsmerkmal
6 besteht nach wie vor aus einem Beugungselement, wie es bereits in den oben beschriebenen
Figuren erläutert wurde. Das Sicherheitsmerkmal 7 dagegen besteht in diesem Fall aus
einem bereichsweise aufgebrachten Dünnschichtaufbau 22, der ein bestimmtes Motiv,
Muster oder alphanumerische Zeichen darstellt. Um auch hier eine Trennung der visuellen
Wahrnehmbarkeit der beiden Sicherheitsmerkmale 6, 7 gewährleisten zu können, wird
eine schwarze Schicht 23 zwischen den beiden Sicherheitsmerkmalen 6,7 angeordnet.
Diese Schicht hat auch hier zusätzlich die Aufgabe, den optischen Effekt des Dünnschichtaufbaus
22 zu verstärken.
[0046] Die mit dem Dünnschichtaufbau 22 dargestellte Information kann dabei der mit den
Beugungsstrukturen 15 dargestellten Information entsprechen, diese ergänzen oder,
wie bereits erwähnt, eine andere Ansicht des gleichen Motivs darstellen.
[0047] Anstelle des Dünnschichtaufbaus können auch andere Effektschichten oder Effektpigmente
enthaltende Druckfarben verwendet werden. Bei diesen Effektschichten bzw. Effektpigmenten
kann es sich beispielsweise um lumineszierende oder absorbierende, insbesondere IR-absorbierende
Stoffe, oder auch Flüssigkristallpigmente handeln. Auch ein einfacher Aufdruck ist
denkbar.
[0048] In Fig. 7 ist schließlich eine Ausführungsform eines nicht erfindungsgemäßen Sicherheitselements
3 dargestellt, bei welchem die beiden Sicherheitsmerkmale 6, 7 jeweils aus einem optisch
variablen Aufdruck 25, 26 bestehen. Hierfür wird eine Druckfarbe verwendet, die wenigstens
ein Flüssigkristall- oder Interferenzschichtpigment aufweist. Für die beiden Aufdrucke
25, 26 können dabei unterschiedliche optisch variable Pigmente verwendet werden.
[0049] Wenn nur jeweils einer der Aufdrucke 25, 26 sichtbar sein soll, wird ein opaker Träger
24 verwendet. Vorzugsweise ist dieser Träger 24 eine Kunststofffolie, die vorzugsweise
dunkel eingefärbt ist.
[0050] In den gezeigten Beispielen ist jeweils die Klebstoffschicht 14 eingezeichnet, mit
welcher das Sicherheitselement 3 an der Banknote 1 befestigt wird. Diese Klebstoffschicht
14 ist jedoch optional. Stattdessen kann die Klebstoffschicht auch auf das Dokument
selbst aufgebracht oder eine andere Art der Befestigung gewählt werden.
[0051] Fig. 8 zeigt eine alternative Ausführungsform eines nicht erfindungsgemäßen Sicherheitselements
3. Hier wird ein Trägermaterial 33, vorzugsweise eine transparente Kunststofffolie,
auf der einen Seite mit dem Sicherheitsmerkmal 6 und auf der anderen Seite mit dem
Sicherheitsmerkmal 7 versehen. Im gezeigten Beispiel bestehen beide Sicherheitsmerkmale
6, 7 aus einer in Reflexion beobachtbaren Beugungsstruktur. Diese Beugungsstruktur
liegt in Form einer Reliefstruktur in der Kunststoffschicht 36 bzw. 37 vor, die jeweils
mit einer Metallschicht 35, 38 versehen sind. Die Metallschichten 35, 38 schließlich
werden von Schutzschichten 34, 39 abgedeckt.
[0052] Im einfachsten Fall werden die Kunststoffschichten 36, 37 mit der gleichen Beugungsstruktur
versehen und die Sicherheitsmerkmale 6, 7 unterscheiden sich lediglich hinsichtlich
der Farbe der Metallschichten 35, 38. Die unterschiedliche Farbe der Metallschichten
35, 38 kann entweder durch die Verwendung spezieller Metalle mit unterschiedlichen
Eigenfarben erzeugt werden. So kann die Metallschicht 35 beispielsweise aus einer
silbrigen Aluminiumschicht und die Metallschicht 38 aus einer Kupferschicht bestehen.
Ein anderer Farbeindruck der Metallschicht kann jedoch auch mit Hilfe der Schutzschicht
34, 39 erzeugt werden. In diesem Fall werden für die Metallschichten 35, 38 die gleichen
Materialien verwendet und die Schutzschichten 34, 39 mit entsprechenden transluzenten
unterschiedlichen Farben eingefärbt. Alternativ oder zusätzlich kann für die Sicherheitsmerkmale
6, 7 auch eine unterschiedliche Beugungsstruktur gewählt werden
[0053] Fig. 9 zeigt eine weitere Ausführungsform eines nicht erfindungsgemäßen Sicherheitselements
3, bei welcher unterschiedliche Sicherheitsmerkmale 6, 7 verwendet werden. Das Sicherheitsmerkmal
6 entspricht hierbei dem bereits in Fig. 8 erläuterten Sicherheitsmerkmal mit einer
reflektierenden Beugungsstruktur, die auf ein Trägermaterial 33 aufgebracht ist. Das
auf der gegenüberliegenden Seite des Trägermaterials 33 angeordnete Sicherheitsmerkmal
7 besteht aus einem Druckbild 40, das von einer semitransparenten Schicht 41 abgedeckt
wird. Bei dieser semitransparenten Schicht 41 kann es sich um eine dünne, transluzente,
vollflächige Metallschicht oder eine gerasterte Metallschicht handeln.
[0054] Alternativ kann auch ein mehrschichtiger Aufbau verwendet werden, der beispielsweise
eine Beugungsstruktur analog zum Sicherheitsmerkmal 6 aufweist. Allerdings muss in
diesem Fall statt der Metallschicht 35 eine dielektrische transparente Schicht verwendet
werden, die einerseits den Aufdruck 40 erkennen lässt und andererseits die Beugungsstrukturen
in Reflexion sichtbar macht. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel kann es sinnvoll
sein, die Trägerfolie 33 einzufärben, um die Sicherheitsmerkmale 6, 7 visuell voneinander
zu trennen. Gemäß einer weiteren Ausführungsform, die in Fig. 10 dargestellt ist,
müssen nicht notwendigerweise alle Schichten eines Sicherheitsmerkmals auf der gleichen
Seite des Trägermaterials 33 angeordnet sein. So kann die semitransparente Schicht
41 auch auf der gleichen Seite des Trägermaterials 33 unter dem Sicherheitsmerkmal
6 angeordnet sein. Im hier gezeigten Beispiel weist die Metallschicht 35 zudem Unterbrechungen
beliebiger Form auf. Die Unterbrechungen können dabei auch die Form eines größeren
Bereichs mit beliebiger Umrissform, wie quadratisch, rund oder rechteckig, aufweisen.
Diese Unterbrechungen sind bei Betrachtung des Sicherheitselements 3 aus der Richtung
A im Auflicht zu erkennen. Die unter dem Sicherheitsmerkmal 6 angeordnete semitransparente
Schicht 41 sorgt dafür, dass der Aufdruck 40 aus dieser Betrachtungsrichtung praktisch
nicht zu erkennen ist. Erst bei Betrachtung im Durchlicht scheint der Druck 40 durch
die Unterbrechungen 42 hindurch. Bei Betrachtung des Sicherheitselements aus der Blickrichtung
B dagegen ist lediglich der Aufdruck 40 gut zu erkennen, da auch hier die semitransparente
Schicht 41 das Sicherheitsmerkmal 6 verschleiert.
[0055] In Fig. 11 ist eine weitere Ausführungsform eines nicht erfindungsgemäßen Sicherheitselements
3 dargestellt. Das Sicherheitsmerkmal 6 besteht in diesem Fall aus einer Kunststoffschicht,
in die Beugungsstrukturen eingebracht sind, und die anschließend zumindest bereichsweise
mit einer Metallschicht 35 versehen ist. Das Sicherheitsmerkmal 7 besteht aus einem
Aufdruck 40, der visuell von Sicherheitsmerkmal 6 durch eine opake weiße Druckschicht
42 getrennt ist.
[0056] In Fig. 12 ist schließlich eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sicherheitselements
gezeigt, bei welcher sowohl das Sicherheitsmerkmal 6 als auch das Sicherheitsmerkmal
7 jeweils aus einer opaken Beschichtung bestehen, die in bestimmten Bereichen Unterbrechungen
44, 46 aufweisen. Wesentlich dabei ist, dass die opake Beschichtung 45 im Bereich
der Unterbrechungen 44 keine Unterbrechungen aufweist, d. h. dass sie in diesem Bereich
vollflächig ausgeführt ist. Umgekehrt ist auch die opake Beschichtung 43 im Bereich
der Unterbrechungen 46 vollflächig ausgeführt. Auf diese Weise wird sichergestellt,
dass die durch die Unterbrechungen 44 dargestellte Information jeweils nur von einer
Seite des Sicherheitselements 3 zu erkennen ist und im Falle von Text auch immer seitenrichtig
gelesen werden kann. Bei der opaken Beschichtung 43, 45 kann es sich um beliebige
Farbschichten und/ oder Metallschichten handeln. Die Schichten 43, 45 können unterschiedliche
Farbe haben, wobei im Falle von Metallschichten die unterschiedliche Farbe auch durch
zusätzliches Aufdrukken einer transluzenten farbigen Lackschicht erzeugt werden kann.
Es können auch optisch variable Druckfarben oder Metalleffektfarben verwendet werden,
die als Negativdruck auf das Trägermaterial 33 aufgebracht werden.
[0057] Werden für die opake Beschichtung 43, 45 Metallschichten verwendet, so können diese
selbstverständlich mit Beugungsstrukturen, wie bereits erläutert, kombiniert werden.
[0058] In allen Ausführungsformen, in welchen Beugungsstrukturen als Sicherheitsmerkmal
verwendet werden, können diese auch als transparente Beugungselemente ausgeführt werden,
indem die Metallschicht durch eine dielektrische Schicht mit entsprechenden Brechungsindex
ersetzt wird. Unter Umständen kann es sich bei dieser dielektrischen Schicht auch
um eine entsprechende Kleberschicht handeln, die als Verbindungselement zu einem weiteren
Sicherheitsmerkmal oder dem Endsubstrat dient.
[0059] Sofern die Sicherheitsmerkmale Metallschichten aufweisen, können diese auch semitransparent
oder in Form einer gerasterten Metallschicht ausgeführt werden.
[0060] Fig. 13 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wertdokuments. In
diesem Fall wird die Öffnung 2 in der Banknote 1 beidseitig von jeweils einem Sicherheitsmerkmal
27, 28 verschlossen. Das heißt, das Sicherheitselement 3 wird in diesem Fall nicht
als einheitlicher Schichtaufbau vorbereitet und anschließend im Bereich der Öffnung
angeordnet, sondern die Einzelteile des Sicherheitselements 3, das heißt, die Sicherheitsmerkmale
27, 28 werden getrennt voneinander jeweils auf einer Seite der Öffnung angeordnet.
Hier können die bereits beschriebenen Sicherheitsmerkmale 6, 7 analog angewendet werden.
Sie zeigen auch die gleichen optischen Effekte und stehen auch hinsichtlich der dargestellten
Informationen in analoger Beziehung zueinander.
[0061] Das in Fig. 1 dargestellte Sicherheitselement 3 kann beliebige Umrissformen aufweisen.
So kann es beispielsweise rund, oval, rechteckig, sternförmig oder trapezförmig ausgeführt
sein. Die Umrisskontur kann dabei an die Umrisskontur der Öffnung 2 angepasst werden
oder mit dieser übereinstimmen.
[0062] Alternativ kann das Sicherheitselement 3 auch in Form eines Streifens, der sich über
die gesamte Breite oder Länge des Wertdokuments erstreckt, ausgeführt sein. Diese
Ausführungsform ist besonders sinnvoll, wenn für die Herstellung des Wertdokuments
ein Sicherheitspapier verwendet wird und das Sicherheitselement 3 bereits auf das
Sicherheitspapier in kontinuierlicher Form aufgebracht werden soll.
[0063] Fig. 14 zeigt einen Ausschnitt aus einem derartigen Sicherheitspapier 30 in Aufsicht.
Auf das Papier 30 werden in entsprechenden Abständen voneinander Sicherheitselemente
3 in Form von Streifen in einem kontinuierlichen Heißprägeverfahren aufgebracht. Diese
Papierbahn 30 wird anschließend in weiteren Verarbeitungsschritten bedruckt und in
Einzeldokumente geschnitten.
[0064] Fig. 15 zeigt einen Querschnitt durch diese Papierbahn 30 entlang der Linie D - D.
Man erkennt, dass die Papierbahn 30 unter dem Sicherheitselement 3 in bestimmten Abständen
Öffnungen 2 aufweist. Vorzugsweise werden die Öffnungen 2 in einem derartigen Abstand
angeordnet, dass jedes spätere Einzeldokument jeweils eine Öffnung 2 aufweist. Die
Öffnungen 2 wurden hier während der Herstellung der Papierbahn 30 erzeugt, weshalb
die Ränder 31 der Öffnungen 2 unregelmäßig und faserig ausgebildet sind.
[0065] Das Sicherheitsmerkmal kann auch als Sicherheitsfaden ausgeführt sein, der in das
Sicherheitspapier eingebettet wird. Vorzugsweise weist das Sicherheitspapier in diesem
Fall auf beiden Seiten Öffnungen, so genannte Fenster auf.
1. Sicherheitselement, das wenigstens zwei unterschiedliche Sicherheitsmerkmale aufweist,
die auf gegenüberliegenden Seiten des Sicherheitselements angeordnet sind, wobei die
Sicherheitsmerkmale jeweils eine opake Beschichtung mit Unterbrechungen in Form von
Zeichen, Mustern oder Logos aufweisen und die jeweils gegenüberliegende opake Beschichtung
im Bereich der Unterbrechungen vollflächig ist, so dass bei Betrachtung des Sicherheitselements
von einer Seite jeweils nur eines der Sicherheitsmerkmale erkennbar ist.
2. Sicherheitselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der opaken Beschichtungen eine Metallschicht ist.
3. Sicherheitselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die opaken Beschichtungen unterschiedliche Farben aufweisen.
4. Sicherheitspapier für die Herstellung von Sicherheitsdokumenten mit wenigstens einer
durchgehenden Öffnung, die einseitig mit einem Sicherheitselement gemäß wenigstens
einem der Ansprüche 1 bis 3 verschlossen ist, so dass im Bereich der Öffnung die unterschiedlichen
Sicherheitsmerkmale erkennbar sind.
5. Wertdokument mit wenigstens einer durchgehenden Öffnung, die einseitig mit einem Sicherheitselement
gemäß wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3 verschlossen ist, so dass im Bereich
der Öffnung die unterschiedlichen Sicherheitsmerkmale erkennbar sind.
6. Wertdokument mit wenigstens einer durchgehenden Öffnung, die auf einer Seite mit einem
ersten optisch variablen Sicherheitsmerkmal und auf der gegenüberliegenden Seite mit
einem zweiten optisch variablen Sicherheitsmerkmal verschlossen ist, wobei die Sicherheitsmerkmale
unterschiedlich sind und so auf dem Wertdokument angeordnet sind, dass bei Betrachtung
des Wertdokuments von einer Seite jeweils nur eines der Sicherheitsmerkmale erkennbar
ist.
7. Wertdokument mit einem Sicherheitselement gemäß wenigstens einem der Ansprüche 1 bis
3.
8. Verwendung eines Sicherheitselements gemäß wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3
für die Fälschungssicherung von Waren beliebiger Art.
9. Verwendung eines Sicherheitselements nach Anspruch 8 für Sicherheitspapiere, Wertdokumente
oder Ausweiskarten.
10. Verwendung eines Sicherheitspapiers gemäß Anspruch 4 für die Fälschungssicherung von
Waren beliebiger Art.
11. Verwendung eines Sicherheitspapiers nach Anspruch 10 für Banknoten oder Ausweiskarten.
12. Verwendung eines Wertdokuments gemäß einem der Ansprüche 5 bis 7 für die Fälschungssicherung
von Waren beliebiger Art.
13. Verwendung eines Wertdokuments nach Anspruch 12 für Banknoten oder Ausweiskarten.
1. Elément de sécurité comportant au moins deux caractéristiques de sécurité différentes
disposées en des côtés opposés de l'élément de sécurité, cependant que les caractéristiques
de sécurité comportent respectivement un revêtement opaque ayant des discontinuités
sous forme de signes, de motifs ou de logos, et cependant que le revêtement opaque
respectivement opposé est à pleine surface dans la zone des discontinuités, de telle
sorte que, lors d'une observation de l'élément de sécurité depuis un côté, respectivement
uniquement une des caractéristiques de sécurité est reconnaissable.
2. Elément de sécurité selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins un des revêtements opaques est une couche métallique.
3. Elément de sécurité selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les revêtements opaques présentent des couleurs différentes.
4. Papier de sécurité pour la fabrication de documents de sécurité ayant au moins une
ouverture de bout en bout fermée d'un côté avec un élément de sécurité selon au moins
une des revendications de 1 à 3, de telle manière que, dans la zone de l'ouverture,
les différentes caractéristiques de sécurité sont reconnaissables.
5. Document de valeur comportant au moins une ouverture de bout en bout fermée d'un côté
avec un élément de sécurité selon au moins une des revendications de 1 à 3, de telle
manière que, dans la zone de l'ouverture, les différentes caractéristiques de sécurité
sont reconnaissables
6. Document de valeur comportant au moins une ouverture de bout en bout qui est fermée
d'un côté avec une première caractéristique de sécurité optiquement variable et qui
est fermée du côté opposé avec une deuxième caractéristique de sécurité optiquement
variable, cependant que les caractéristiques de sécurité sont différentes et sont
disposées de telle manière sur le document de valeur que, lors d'une observation du
document de valeur depuis un côté, respectivement uniquement une des caractéristiques
de sécurité est reconnaissable.
7. Document de valeur comportant un élément de sécurité selon au moins une des revendications
de 1 à 3.
8. Utilisation d'un élément de sécurité selon au moins une des revendications de 1 à
3 pour la protection contre la contrefaçon de marchandises quelconques.
9. Utilisation d'un élément de sécurité selon la revendication 8 pour des papiers de
sécurité, des documents de valeur ou des cartes d'identification.
10. Utilisation d'un papier de sécurité selon la revendication 4 pour la protection contre
la contrefaçon de marchandises quelconques.
11. Utilisation d'un papier de sécurité conformément à la revendication 10 pour des billets
de banque ou des cartes d'identification.
12. Utilisation d'un document de valeur selon l'une des revendications de 5 à 7 pour la
protection contre la contrefaçon de marchandises quelconques.
13. Utilisation d'un document de valeur selon la revendication 12 pour des billets de
banque ou des cartes d'identification.