[0001] Die Erfindung betrifft eine Sitzvorrichtung zum dynamischen Sitzen gemäss dem Oberbegriff
von Anspruch 1. Die Erfindung betrifft weiter die Verwendung eines Federelementes
aus Faserverbundwerkstoff für eine Sitzvorrichtung.
[0002] Es ist bekannt, dass das tägliche Sitzen am Arbeitsplatz die Gesundheit gefährden
kann. Auslöser für Beschwerden und Krankheitsfälle ist dabei nicht unbedingt das Sitzen
an sich, sondern falsches Sitzen. Fehlhaltungen und Fehlverhalten beim Sitzen sind
bei Büroarbeitskräften weit verbreitet. Schäden an der Wirbelsäule und eine Unter-
bzw. Überforderung der sie umgebenden und stützenden Muskulatur sind die Folge. Eine
dauerhaft einseitige Belastung von Wirbelsäule und Bandscheiben kann von harmlosen
Fällen wie Reizungen mit Schmerzanfällen bis zu einem Bandscheibenvorfall mit extremen
Schmerzen führen. Des weiteren können Muskelverspannungen und -verhärtungen auftreten,
was eine Einschränkung der Bewegungsfähigkeit zur Folge hat. Nebst einer der Körpergrösse
der Büroarbeitskraft angepassten Einstellung des Arbeitsplatzes wird daher von Berufsmedizinern
ein dynamisches beziehungsweise bewegliches Sitzen gefordert, welches ein häufiges
Wechseln der Sitzposition fördert. Dies wirkt einer einseitigen Belastung von Muskulatur
und Bandscheiben entgegen und aktiviert zudem den Kreislauf.
Es sind daher Sitzvorrichtungen wie beispielsweise Bürodrehstühle bekannt, welche
ein dynamisches Sitzen ermöglichen, indem beispielsweise die Sitzfläche nach vorne
und hinten neigbar ist, um derart eine optimale Sitzposition zu unterstützen. Aus
der Druckschrift DE 197 42 052 A1 ist eine Sitzvorrichtung bekannt, welche ein aus
mehreren Gummipuffern bestehendes Torsionsdrehund Kipplager aufweist, das mit einer
Sitzplatte fest verbunden ist, sodass die Sitzfläche allseits elastisch beweglich
gelagert ist. Dieses Torsionsdreh- und Kipplager erfordert eine relativ grosse Einbauhöhe,
sodass dieses für einen entsprechend der Euro-Norm für Bürodrehstühle gebildeten Stuhl
mit einer unteren Sitzhöhe von 40 cm bei + 12 cm Hub mittels Gasdruckfeder ungeeignet
ist. Die im Torsionsdreh- und Kipplager verwendeten Gummipuffer weisen zudem eine
relativ kurze Lebensdauer auf und benötigen eine Hubbegrenzung.
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Sitzvorrichtung zu bilden, welche
ein angenehmes, dynamisches Sitzen, insbesondere bei einem Bürodrehstuhl oder einem
Besucherstuhl, ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Sitzvorrichtung aufweisend die Merkmale von Anspruch
1. Die Unteransprüche 2 bis 13 betreffen weitere, vorteilhaft ausgestaltete Sitzvorrichtungen.
Die Aufgabe wird weiter gelöst durch einen Bausatz für eine Sitzvorrichtung aufweisend
die Merkmale von Anspruch 14.
[0005] Die Aufgabe wird insbesondere gelöst mit einer Sitzvorrichtung zum dynamischen Sitzen
umfassend ein Sitzgestellt sowie einen Sitz, wobei der Sitz über ein Federelement
aus Faserverbundwerkstoff derart mit dem Sitzgestell verbunden ist, dass der Sitz
bezüglich dem Sitzgestell beweglich, insbesondere allseitig beweglich gelagert ist.
Vorteilhafterweise weist die Sitzvorrichtung eine Mehrzahl von Federelementen auf.
[0006] Es besteht eine Vielzahl von Ausführungsmöglichkeiten für eine Sitzvorrichtung. Unter
dem hiermit verwendeten Begriff Sitzvorrichtung kann es sich beispielsweise um einen
Bürodrehstuhl mit Rollen, einen Konferenzstuhl mit vier Beinen, einen Kinderstuhl,
einen Kinderdrehstuhl, ein Sofa, ein Sitz wie dieser in einem Stadion verwendet wird,
oder beispielsweise einen Autositz, wie dieser im Auto zur Anwendung gelangt, handeln.
All diesen erfindungsgemässen Sitzvorrichtungen ist gemeinsam, dass die Sitzfläche
beziehungsweise die Sitzplatte bezüglich dem Sitzgestell beziehungsweise dem Unterbau
beweglich gelagert ist.
[0007] In einer vorteilhaften Ausgestaltung besteht das Federelement aus einem Faserverbundwerkstoff,
insbesondere aus in einer Matrix eingebetteten Glasfasern, wobei als Matrix ein Duroplast
oder ein Thermoplast verwendet wird, beispielsweise Polypropylen, Polyamid oder PEEK.
Vorzugsweise sind die Glasfasern in der Matrix als gerichtete Endlos-Glasfasern angeordnet.
Dieses Federelement aus Faserverbundwerkstoff weist die Vorteile auf,
- dass es kostengünstig herstellbar ist,
- dass es ermüdungsfrei beansprucht wird, sodass dieses Federelement während einer sehr
langen Zeit verwendet werden kann,
- dass es wartungsfrei ist,
- dass es geräuschfrei betätigbar ist,
- dass es kein Metall aufweist,
- dass es rezyklierbar ist,
- und dass es auch eine progressive Federcharakteristik aufweisen kann.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Federelement streifenförmig ausgestaltet
und weist bevorzugt einen geradlinigen oder geschweiften Verlauf auf. In weiteren
vorteilhaften Ausgestaltungen weist das Federelement einen S-, Z- oder C-förmigen
Verlauf auf. Ein derartig ausgestaltetes Federelement weist eine sehr geringe Bauhöhe
auf, sodass die Verbindung zwischen dem Sitzgestell und dem Sitz eine sehr geringe
Bauhöhe erfordert. Bevorzugt verlaufen die im Federelement eingebetteten Glasfasern
ausschliesslich in der streifenförmigen bzw. länglichen Ausdehnungsrichtung des Federelementes.
[0008] Die erfindungsgemässe Sitzvorrichtung zum dynamischen Sitzen umfassend das genannte
Federelement kann in einer Vielzahl unterschiedlicher Ausführungsformen und unterschiedlicher
Anwendungsbereiche ausgestaltet sein, beispielsweise als Bürostuhl, als Sitzvorrichtung
in einem Automobil, oder als Sitzvorrichtung in einem öffentlichen Verkehrsmittel
wie einem Flugzeug, einem Bus oder einem Eisenbahnwagen. Die erfindungsgemässe Sitzvorrichtung
kann beispielsweise auch für den Heimbereich gestaltet sein, beispielsweise als Sofa
oder als Küchenstuhl.
[0009] Die erfindungsgemässe Sitzvorrichtung kann zudem noch weitere Teilkomponenten wie
Armlehnen oder Rückenlehnen umfassen, welche über Federelemente aus Faserverbundwerkstoff
mit dem Sitzgestell, dem Sitz oder beispielsweise einem Stuhlbein verbunden sind,
sodass auch diese Teilkomponenten beweglich angeordnet sind und dadurch ein dynamisches
Sitzen beziehungsweise eine Bewegung während dem Sitzen fördern.
[0010] Vorteilhafterweise können Federelemente mit unterschiedlichen Kraft-Weg-Federkennlinien
als Bausatz für eine Sitzvorrichtung zur Verfügung gestellt werden, sodass die federnden
Eigenschaften der Sitzvorrichtung durch den Einbau entsprechend harter oder weicher
Federn frei wählbar bestimmt werden kann. Diese Federn sind jederzeit durch Federn
mit anderer Kraft-Weg-Federkennlinie austauschbar, sodass eine Sitzvorrichtung individuell
anpassbar und jederzeit auch individuell veränderbar ist, um einen der jeweiligen
Person angepassten Sitzkomfort zu gewährleisten.
[0011] Die erfindungsgemässe Sitzvorrichtung wird nachfolgend an Hand von Ausführungsbeispielen
im Detail beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1a
- eine Frontansicht einer Sitzvorrichtung;
- Fig. 1b
- eine Seitenansicht einer Sitzvorrichtung;
- Fig. 1c
- eine Draufsicht auf das Sitzgestellt der Sitzvorrichtung gemäss Fig. 1a und 1b;
- Fig. 2a
- ein erstes Ausführungsbeispiel eines Federelementes;
- Fig. 2b
- ein zweites Ausführungsbeispiel eines Federelementes;
- Fig. 2c
- ein drittes Ausführungsbeispiel eines Federelementes;
- Fig. 2d
- ein viertes Ausführungsbeispiel eines Federelementes;
- Fig. 2e
- ein fünftes Ausführungsbeispiel eines Federelementes;
- Fig. 2f
- ein sechstes Ausführungsbeispiel eines Federelementes;
- Fig. 2g
- eine Draufsicht der Federelemente gemäss Fig. 2a - 2d;
- Fig. 2h
- ein siebtes Ausführungsbeispiel eines Federelementes;
- Fig. 2i
- eine Draufsicht auf des Federelement gemäss Fig. 2h;
- Fig. 2k
- eine Draufsicht auf ein weiteres Federelement;
- Fig. 21
- eine Draufsicht auf ein weiteres Federelement;
- Fig. 2m
- eine Seitenansicht auf ein weiteres Federelement;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eine Sitzschale mit Sitzpolster;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht einer weiteren Sitzschale;
- Fig. 5
- eine Teilansicht eines Schnitts durch eine Sitzvorrichtung mit Federelement mit progressiver
Federcharakteristik;
- Fig. 6
- eine Teilansicht einer weiteren Anordnung mit progressiver Federcharakteristik;
- Fig. 7
- eine Teilansicht eines Schnitts durch eine weitere Sitzvorrichtung mit Federelement;
- Fig. 8a,8b
- Teilansichten eines Schnitts durch eine weitere Sitzvorrichtung mit Federelement;
- Fig. 9
- eine Seitenansicht eines Bürodrehstuhls;
- Fig. 10a, 10b
- eine Frontansicht sowie eine Seitenansicht eines Konferenzstuhls;
- Fig. 11a, 11b, 11c
- weitere Ausführungsbeispiele von Sitzvorrichtungen.
[0012] Die in Figur 1a dargestellte Frontansicht zeigt eine Sitzvorrichtung 1 umfassend
ein Sitzgestell 2 mit Stuhlbeinen 2a und Stuhlrahmen 2b sowie einen Sitz 3, wobei
der Sitz 3 über verteilt angeordnete Federelemente 4 mit dem Sitzgestell 2 verbunden
ist. Die Federelemente 4 weisen, wie in Figur 1b mit einer Seitenansicht dargestellt,
einen geschweiften Verlauf auf, wobei die Federelemente 4 mit deren Endabschnitten
am Sitzgestell 2 bzw. am Sitz 3 befestigt sind, sodass der Sitz 3 zumindest eine in
Verlaufsrichtung des Pfeils F dargestellte Beweglichkeit aufweist. Figur 1c zeigt
eine Draufsicht auf die Sitzvorrichtung 1 bei abgenommenem Sitz 3, sodass nur das
Sitzgestelle 2 sowie die Federelemente 4 dargestellt sind. Das Sitzgestelle 2 weist
links zwei schmale, streifenförmige Federelemente 4 auf, wobei jedes Federelement
4 zu dessen Befestigung im Endbereich zwei Befestigungsabschnitte 4a, 4b mit nicht
im Detail dargestellten Befestigungsmitteln 6 aufweist. Rechts ist ein einziges, langes
Federelement 4 dargestellt, welches sich beinahe über die gesamte Länge des Stuhlrahmens
2b erstreckt. Am Sitzmöbel 2 könnten beispielsweise auch vier schmale, streifenförmige
Federelemente 4 angeordnet sein, welche gemeinsam den Sitz 3 tragen. Am Sitzgestell
2 könnten beispielsweise auch nur zwei lange Federelemente 4 angeordnet sein, welche
gemeinsam den Sitz 3 tragen.
[0013] Die Federelemente 4 bestehen aus einem Verbundwerkstoff, vorzugsweise aus Polypropylen
und Glasfasern. Diese Federelemente 4 weisen die Vorteile auf, dass zum federnden
Verbinden von Sitzgestell 2 und Sitz 3 eine sehr geringe Bauhöhe erforderlich ist.
Zudem sind die Federelemente 4 ermüdungsfrei und daher während einem äusserst langen
Zeitraum wartungsfrei verwendbar.
[0014] Die Federelemente 4 können auf unterschiedlichste Weise angeordnet sein, um eine
federnde Verbindung zwischen dem Sitzgestell 2 und dem Sitz 3 zu bewirken, und um
dadurch ein dynamisches beziehungsweise bewegliches Sitzen zu ermöglichen. Eine auf
dem Sitz 3 sitzende Person kann durch eine entsprechende Gewichtsverlagerung die Neigung
des Sitzes 3 bezüglich dem Sitzgestell 2 beziehungsweise dem Boden 6 verändern.
[0015] Die Figuren 2a bis 2e zeigen jeweils in einer Seitenansicht unterschiedlich verlaufende
Federelemente 4, welche in der Draufsicht alle den in Figur 2g dargestellten, streifenförmigen
Verlauf aufweisen. Das Federelement 4 kann beispielsweise geradlinig verlaufen (Figur
2a), leicht gekrümmt verlaufen (Figur 2b), gering oder stark S-förmig verlaufen (Figur
2c, 2d) oder Z-förmig verlaufen (Figur 2e). Das Federelement 4 kann auch, wie in Figur
2f dargestellt, C-förmig verlaufen, wobei das Federelement 4 über den Befestigungsabschnitt
4a mit dem Sitzgestellt 2 und über den Befestigungsabschnitt 4b mit dem Sitz 3 verbindbar
ist. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind die Glasfasern des Federelementes
4 als gerichtete Endlos-Glasfasern ausgestaltet, welche sich in Richtung des in Figur
2g dargestellten, länglichen streifenförmigen Verlaufs erstrecken. Die in den Figuren
2a bis 2f dargestellten, streifenförmigen Federelemente 4 weisen vorzugsweise eine
Dicke zwischen 1 und 5 mm auf. Figur 2h zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
Federelementes 4, welches einen Befestigungsabschnitt 4a und zwei Befestigungsabschnitte
4b aufweist. Figur 2i zeigt eine Draufsicht des in Figur 2h dargestellten Federelementes
4. Das in Figur 2h dargestellte Federelement 4 könnte auch, wie in der Draufsicht
gemäss Figur 2h dargestellt, kreisförmig ausgestaltet sein, mit einem Befestigungspunkt
4a in der Mitte und beispielsweise vier in Umfangsrichtung verteilt angeordneten Befestigungspunkten
4b. Das Federelement 4 kann auch, wie in Figur 21 dargestellt, kreuzförmig ausgestaltet
sein, mit Befestigungspunkten 4a, 4b. Das streifenförmige Federelement 4 könnte auch,
wie in Figur 2m dargestellt, L- oder halbkreisförmig ausgestaltet sein, mit Befestigungspunkten
4a, 4b.
[0016] Die in den Figuren 2a bis 2m dargestellten Federelemente 4 weisen in der dargestellten
Seitenansicht eine Bauhöhe von vorzugsweise zwischen 0 mm und 25 mm auf, und insbesondere
eine Bauhöhe zwischen 0 mm und 5 mm. Die erfindungsgemässen Federelemente 4 benötigen
somit eine äusserst geringe Einbauhöhe. Die vorhin genannten Federelemente 4 können
jedoch auch höher ausgebildet sein, und beispielsweise eine Bauhöhe von bis zu 25
mm aufweisen.
[0017] Figur 3 zeigt in einer Seitenansicht eine Sitzschale 3a, wie diese für Bürodrehstühle
verwendet wird. Unten an der Sitzschale 3a sind Federelemente 4 befestigbar, welche
wiederum am Sitzgestell 2 eines Bürodrehstuhls befestigbar sind. In der Sitzschale
3a ist ein Sitzpolster 3b angeordnet.
[0018] Figur 4 zeigt eine weitere Sitzschale 3a aus Kunststoff, wobei die Federelemente
4 teil der Sitzschale 3a bilden, beziehungsweise direkt in die Sitzschale 3a eingegossen
sind, sodass die mit 4b bezeichneten Befestigungsabschnitte mit dem Sitzgestelle 2
verbindbar sind.
[0019] Figur 5 zeigt einen Schnitt durch eine Sitzvorrichtung 1, deren Sitzgestellt 2 und
Sitz 3 über ein Federelement 4 mit v-förmig verlaufenden Federabschnitten 4c und Befestigungsmitteln
6 miteinander verbunden sind. Diese Anordnung weist eine progressive Federcharakteristik
auf, indem auf den nach unten bewegten Sitz 3 eine zunehmend stärker werdende Federkraft
entgegen wirkt. Die Kraft-Weg-Charakteristik des Federelementes 4 kann auch aktiv
beeinflusst werden, zum Beispiel mit dem schematisch dargestellten, in Richtung 9
hin und her verschiebbaren Federwegbegrenzungsmittel 8, welches am Federabschnitt
4c anliegen kann, was die federwirksame Schenkellänge verkürzt, und somit eine progressive
zunehmende Kraft-Weg-Charakteristik zur Folge hat.
[0020] Figur 6 zeigt eine weitere Seitenansicht einer Sitzvorrichtung 1. Im Unterschied
zu der in Figur 5 dargestellten Anordnung ist das Federelement 4 im wesentlichen halbkreisförmig
verlaufend ausgestaltet, wobei dessen Endabschnitte 4d in u-förmigen, metallischen
Befestigungsmitteln 6a gehalten und über die Schraube 6 am Sitz 3 und am Sitzgestell
2 befestigt sind. Der Sitz 3 ist in einer unbelasteten Position 10a und einer belasteten
Position 10b dargestellt. Mit zunehmender Belastung liegt ein längerer Federabschnitt
4c am Sitzgestell 2 bzw. am Sitz 3 an, was eine zunehmend progressiver werdende Kraft-Weg-Charakteristik
des Federelementes 4 zur Folge hat.
[0021] Figur 7 zeigt einen weiteren Schnitt durch eine Sitzvorrichtung 1 mit Sitzgestell
2 und Sitz 3, welche über zwei Federelemente 4 miteinander verbunden sind. Das Sitzgestell
2 weist im Zentrum ein Loch auf, durch welches die beiden unten am Sitzgestell 2 befestigten
Federelemente 4 zum Sitz 3 verlaufen. Diese Anordnung der Federelemente 4 ermöglicht
einen sehr langen Federweg, da die Schenkel der Federelemente 4 während der Kompression
teilweise durch das Loch nach unten entweichen können. Es kann sich als vorteilhaft
erweisen die gegenseitige Beweglichkeit zwischen Sitzgestell 2 und Sitz 3 zu beschränken.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind am Sitzgestell 2 und am Sitz 3 als Gummipuffer
ausgestaltete Federwegbegrenzungsmittel 7 angeordnet. Der Sitz 3 ist bezüglich dem
Sitzgestell 2 allseitig beweglich gelagert.
[0022] Die Figuren 8a und 8b zeigt eine einfache Anordnung zum Verändern der Federcharakteristik
der Federanordnung umfassend das Federelementes 4. Das Federelement 4 kann an der
in Figur 8a dargestellten Position befestigt sein, wodurch ein längerer Teilabschnitt
des Federelementes 4 auf dem Sitzgestell 2 aufliegt, was die Kraft-Weg-Charakteristik
der gesamten Federanordnung erhöht. Das Federelement 4 kann jedoch auch an der in
Figur 8b dargestellten Position befestigt sein, was die Kraft-Weg-Charakteristik derart
beeinflusst, dass die gesamte Federanordnung eine geringere Federhärte aufweist.
[0023] Figur 9 zeigt die Seitenansicht eines Bürodrehstuhls 1, welcher ein Sitzgestell 2
mit Stuhlbein 2a, Stuhlplatte 2c, Neigungsverstellvorrichtung 2d, höhenverstellbare
Stange 2e, Drehlager 2f, Haltevorrichtung 2g und Rollen 2h umfasst. Zudem umfasst
der Bürodrehstuhl 1 eine Rückenlehne 5 sowie eine Lehnenhaltevorrichtung 5a. Der Bürodrehstuhl
1 kann zudem eine Armlehne 5b umfassen, welche über einen Träger 5c mit dem Sitzgestell
2 verbunden ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Armlehne 5b zudem über
ein Federelement 4 mit dem Träger 5c verbunden, sodass die Armlehne 5b, ähnlich dem
Sitz 3, federn und/oder neigbar mit dem Sitzgestell 2 verbunden ist. Zudem könnte
die Rückenlehne 5 über Federelemente 4 mit der Lehnenhaltevorrichtung 5a verbunden
sein. Die Neigungsverstellvorrichtung 2d erlaubt die Neigung der Stuhlplatte 2c bezüglich
der Stange 2e bzw. dem Stuhlbein 2a zu verstellen. Auf der Stuhlplatte 2c können die
Federelemente 4 und somit die in den Figuren 3 und 4 dargestellten Sitzschalen 3a
befestigt werden, sodass der Sitz 3, umfassend die Sitzschale 3a und das Sitzpolster
3b, bezüglich der Stuhlplatte 2c neigbar gelagert ist. Diese Beweglichkeit ermöglicht
ein dynamisches Sitzen.
[0024] Die Sitzvorrichtung 1 kann, wie in Figur 9 dargestellt, als Bürodrehstuhl ausgestaltet
sein. Die Sitzvorrichtung 1 kann jedoch in einer Vielzahl von unterschiedlichen Sitz-
bzw. Stuhlvarianten ausgestaltet sein, so beispielsweise auch als Sitz eines Autos
oder eines Flugzeuges. All diesen Sitz- bzw. Stuhlvarianten ist gemeinsam, dass der
Sitz mit Hilfe von Federn aus Faserverbundwerkstoff bezüglich dem Sitzgestell beweglich
gelagert ist, um ein dynamisches Sitzen zu ermöglichen.
[0025] Die Figuren 10a und 10b zeigen in einer Seitenansicht sowie in einer Frontansicht
schematisch einen sogenannten Besucher- oder Konferenzstuhl, welcher üblicherweise
vier Beine 2a aufweist. Diese Sitzvorrichtung 1 umfasst ein Sitzgestell 2 mit vier
Stuhlbeinen 2a, einem Stuhlrahmen 2b sowie zwei Stuhllehnenstützen 2i. Der Sitz 3
ist über Federelemente 4 mit dem Sitzgestell 2 verbunden. Die Rückenlehne 5 ist über
Federelemente 4 mit den Stuhllehnenstützen 2i verbunden, sodass sowohl der Sitz 3
als auch die Rückenlehne 5 federelastisch mit den Sitzgestell 2 verbunden sind. Als
Federelemente 4 kann beispielsweise eines der in den Figuren 2a bis 2m dargestellten
Federelemente 4 verwendet werden. Die Federelemente 4 können jedoch auch in einer
Vielzahl anderer geometrischer Formen ausgestaltet sein. Der Sitz 3 beziehungsweise
die Rückenlehne 5 ist in maximal 6 Dimensionen beweglich, nämlich in drei geradlinig
translatorischen Richtungen sowie in drei Rotationsachsen. Eine derartige Beweglichkeit
in sechs Dimensionen wird als allseitig beweglich bezeichnet. Abhängig von der Ausgestaltung
der verwendeten Federelemente 4 und gegebenenfalls von zusätzlich verwendeten Leitelementen
kann die Sitzvorrichtung 1 jedoch auch in weniger als sechs Dimensionen beweglich
sein. Beispielsweise könnte der Sitz 3 nur in drei Dimensionen beweglich gelagert
sein, in linearer Richtung A sowie in zwei Rotationsrichtungen G und F. Die Rückenlehne
5 könnte, unter Verwendung nicht dargestellter Leitelemente, beispielsweise nur in
linearer Richtung B bezüglich dem Sitzgestell 2 beweglich gelagert sein. Die Federelemente
4 können beispielsweise jedoch auch derart ausgestaltet sein, dass der Sitz 3 und/oder
die Rückenlehne 5 eine zusätzliche Beweglichkeit in Richtung C aufweisen. Die Beweglichkeit
in Richtung C kann abhängig vom gewählten Federelement 4 beispielsweise nur wenige
Millimeter betragen, könnte jedoch, falls erforderlich, auch bis zu einem Zentimeter
oder mehr betragen. Falls erforderlich könnten zudem Leitelemente angeordnet sein,
welche die Beweglichkeit des Sitzes 3 und/oder der Lehne 5 bezüglich dem Sitzgestell
2 in gewissen Dimensionen verhindern oder begrenzen. Beispielsweise sind in Figur
7 Begrenzungsmittel 7 dargestellt, welche den maximalen translatorischen und/oder
rotatorischen Bewegungsweg des Sitzes 3 bezüglich dem Sitzgestell 2 begrenzen.
[0026] Das Federelement 4 besteht aus einem Faserverbundwerkstoff, aus in einer Matrix eingebetteten
Glasfasern, wobei als Matrix ein Duroplast oder ein Thermoplast verwendet wird, beispielsweise
Polypropylen, Polyamid oder PEEK. Der Faserverbundwerkstoff könnte auch Naturfasern
umfassen oder aus Naturfasern bestehen, welche in eine Matrix eingebettet sind. Die
Fasern können derart im Faserverbundwerkstoff angeordnet sein, dass das Federelement
4 isotrope oder anisotrope Eigenschaften aufweist.
[0027] Die erfindungsgemässen Federelemente 4 können mit unterschiedlicher Federhärte bzw.
unterschiedlichem Elastizitätsmodul ausgestaltet sein. Es kann sich beispielsweise
als vorteilhaft erweisen bei der Auslieferung eines Bürodrehstuhls eine Mehrzahl von
Federelementen 4 mit unterschiedlichen Kraft-Weg-Federkennlinien bzw. unterschiedlicher
Federhärte beizulegen, sodass der Benutzer die seinen Bedürfnissen, insbesondere die
seinem Körpergewicht angepassten Federelemente 4 im Bürodrehstuhl montieren kann.
Somit kann ein Benutzer die Federeigenschaften des Bürodrehstuhls bei dessen Montage
individuell einstellen, und, falls erforderlich, auch zu einem späteren Zeitpunkt
durch ein Austausch der Federelemente 4 wieder verändern. Diese Eigenschaft der erfindungsgemässen
Sitzvorrichtung weist den Vorteil auf, dass die Federeigenschaften des Bürodrehstuhls
einmal optimal einzustellen sind, und dass sich diese Federeigenschaften während der
nachfolgenden Verwendung, auf Grund der Federeigenschaften des Faserverbundwerkstoffes,
nicht mehr verändern. Somit ist ein unbewusstes Verstellen der Federeigenschaften,
wie dies bei bekannten Bürodrehstühlen häufig vorkommt, ausgeschlossen. Die Federelemente
aus Faserverbundwerkstoffen weisen den Vorteil auf, dass die Kraft-Weg-Federkennlinien
durch einfache Variation der Anzahl, Anordnung und/oder Art der Fasern und/oder der
Matrix in einem weiten Bereich variiert werden kann. Insbesondere können auch geometrisch
identisch ausgestaltete Federelemente gebildet werden, welche, bedingt durch den unterschiedlichen
Aufbau und Anordnung von Fasern und Matrix, eine unterschiedliche Kraft-Weg-Federkennlinie
aufweisen. Somit kann beispielsweise für einen Bürodrehstuhl ein Satz geometrisch
identisch ausgestalteter Federelemente bereitgestellt werden, wobei die Federelemente
jedoch unterschiedliche Kraft-Weg-Federkennlinien aufweisen. Dank der geometrisch
identischen Ausgestaltung können die Federelemente frei wählbar am Bürodrehstuhl montiert
werden, sodass die Federeigenschaften des Bürodrehstuhls bezüglich dynamischem Sitzen
in einer Vielzahl von Möglichkeiten eingestellt werden können. Es können zum Beispiel
vier Federelemente mit gleicher Kraft-Weg-Federkennlinie montiert werden. Es besteht
jedoch je nach Belieben auch die Möglichkeit Federelemente mit unterschiedlichen Kraft-Weg-Federkennlinien
an demselben Bürodrehstuhl zu montieren.
[0028] Figur 11a zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Sitzvorrichtung 1, wobei der
Sitz 3 und das Sitzgestell 2 über ein C-oder U-förmiges Federelement 4 verbunden sind,
wobei das Federelement 4 an derjenigen Seite des Sitzes 3 angeordnet ist, an welcher
sich jeweils die Knie befinden. Wie dargestellt steht das Federelement 4 in Richtung
B über den Sitz 3 und das Sitzgestell 2 vor. Das Sitzgestell 2 umfasst eine Stuhlplatte
2c, eine höhenverstellbare Stange 2e und nicht dargestellte Stuhlbeine 2a mit Rollen
2h. In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist zwischen dem Sitz 3 und der Lehne 5 ein
weiteres Federelement 4 angeordnet, sodass die Lehne 5 bezüglich dem Sitz 3 federn
angeordnet ist. Die Sitzvorrichtung 1 könnte auch ohne Lehne 5 ausgestaltet sein.
[0029] Figur 11b zeigt schematisch eine Seitenansicht des in Figur 11a dargestellten Stuhls
1. In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist zumindest der Sitz 3, das Federelement
4 und ein Teil des Sitzgestells 2, vorzugsweise die Stuhlplatte 2c, aus einem einzigen
Teil und aus Kunststoff gebildet. Dieses Teil wird beispielsweise als Spritzgussteil
hergestellt, wobei im Bereich des Federelementes 4 Fasern derart angeordnet und in
der Kunststoffmatrix eingelassen sind, dass das Federelement 4 ausgebildet wird. Die
Stuhlplatte 2c und der Sitz 3 sind vorzugsweise derart ausgestaltet, dass sie steif
und daher nicht oder kaum flexibel sind. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung
umfasst das einzige Teil zudem das zwischen Sitz 3 und Lehne 5 angeordnete Federelement
4 sowie die Lehne 5, wobei auch das letzt genannte Federelement 4 mit Hilfe entsprechend
im Kunststoff angeordneten Fasern ausgebildet ist. Somit besteht die gesamte in Figur
11b dargestellte Sitzvorrichtung 1, mit Ausnahme der Stange 2e, aus Kunststoff, und
ist dabei vorzugsweise als einziges Teil ausgestaltet, das heisst alle Teilkomponenten,
mit Ausnahme der Stange 2e, bilden ein einziges beziehungsweise einstückiges Kunststoffteil.
Diese Sitzvorrichtung 1 kann derart ausgestaltet sein, dass die Stuhlplatte 2c über
eine zum Beispiel metallische Stange 2e mit Rollen 2h verbunden ist. Diese Sitzvorrichtung
1 kann auch, wie in Figur 11c dargestellt, ein festes Sitzmöbelgestell 2 aufweisen,
wobei dieses aus Metall oder Kunststoff gefertigt sein kann. Die in Figur 11c dargestellte
Sitzvorrichtung 1 könnte auch aus einem Stück und aus Kunststoff gebildet sein, wobei
die Federn 4 entsprechend im Kunststoff bzw. in der Matrix angeordnete Fasern aufweisen.
Der Sitz 3 könnte auch als Sitzschale 3a ausgestaltet sein, auf welchem noch ein Sitzpolster
3b aufliegt.
Die Feder 4 könnte auch mit einer lösbaren Verbindung, zum Beispiel einer Schraubverbindung,
fest mit dem Sitz 3 und/oder dem Sitzgestelle 2 und/oder der Lehne 5 verbunden sind,
eine Verbindung wie diese beispielsweise in Figur 5 oder 6 dargestellt ist. Der Sitz
3 weist in den in den Figuren 11a bis 11c dargestellten Sitzvorrichtungen 1 insbesondere
in Richtung A federnde Eigenschaften auf. Ein Vorteil dieser Sitzvorrichtungen 1 ist
darin zu sehen, dass diese sehr leicht und elegant ausgestaltet sein können, und der
Sitz 3 dabei angenehm federnde Eigenschaften aufweist. Die Federeigenschaften könnten
beispielsweise durch eine mit entsprechenden Federeigenschaften ausgewählte Feder
4 bestimmt werden. Natürlich ist es auch möglich eine wie in Figur 5 dargestellte
Anordnung zur einstellbaren Beschränkung des Federweges vorzusehen, um die Federcharakteristik
der Feder 4 einzustellen. Weiter besteht die Möglichkeit insbesondere im Sitz 3 und/oder
der Lehne 5 weitere Federn einzubauen, indem im Kunststoff an der geeigneten Stelle
entsprechende Fasern angeordner werden, und die Dicke des Kunststoffes entsprechend
gewählt wird, sodass sich eine gewünschte lokale Federeigenschaft ergibt. Der Sitz
3 und/oder die Lehne 5 kann beispielsweise Flächen mit unterschiedlichen lokalen Federeigenschaften
aufweisen, um den Sitzkomfort derart zu erhöhen beziehungsweise die ergonomischen
Eigenschaften der Sitzvorrichtung 1 zu verbessern.
1. Sitzvorrichtung (1) zum dynamischen Sitzen umfassend ein Sitzgestellt (2) sowie einen
Sitz (3), dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (3) über ein Federelement (4) aus Faserverbundwerkstoff derart mit dem Sitzgestell
(2) verbunden ist, dass der Sitz (3) bezüglich dem Sitzgestell (2) beweglich, insbesondere
allseitig beweglich gelagert ist, und dass das Federelement (4) sowohl mit dem Sitz
(3) als auch mit dem Sitzgestell (2) fest verbunden ist.
2. Sitzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserverbundwerkstoff Glasfasern umfasst, und insbesondere aus Glasfasern sowie
einer Matrix aus Duroplast oder Thermoplast besteht.
3. Sitzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserverbundwerkstoff Naturfasern umfasst, und insbesondere aus Naturfasern und
einer Matrix aus Duroplast oder Thermoplast besteht.
4. Sitzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern gerichtet, parallel verlaufend im Faserverbundwerkstoff angeordnet sind.
5. Sitzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (4) eine progressive Weg-Kraft-Charakteristik aufweist.
6. Sitzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (4) streifenförmig ausgestaltet ist.
7. Sitzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (4) geradlinig oder geschweift verlaufend, oder S-, Z- oder C-förmig
ausgestaltet ist.
8. Sitzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (4) eine Dicke zwischen 1 und 5 mm aufweist.
9. Sitzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein verschiebbares Federwegbegrenzungsmittel (8) derart auf das Federelement (4)
wirkend angeordnet ist, dass die Kraft-Weg-Charakteristik beeinflussbar ist.
10. Sitzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (3) eine Sitzschale (3a) sowie ein Sitzpolster (3b) umfasst, wobei die Sitzschale
(3a) über das Federelement (4) mit dem Sitzgestell (2) verbunden ist.
11. Sitzvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (4) Teil der Sitzschale (3a) bildet und insbesondere mit der Sitzschale
(3a) vergossen ist.
12. Sitzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (4) eine Bauhöhe zwischen 0 mm und 25 mm aufweist.
13. Sitzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Teilkomponente der Sitzvorrichtung (1) wie eine Armlehne (5b) oder
eine Rückenlehne (5) über ein Federelement (4) aus Faserverbundwerkstoff mit dem Sitzgestell
(2) und/oder dem Sitz (3) verbunden ist.
14. Sitzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (3) und das Sitzgestell (2) über ein C- oder U-förmiges Federelement (4)
verbunden sind, wobei das Federelement (4) an derjenigen Seite des Sitzes (3) angeordnet
ist, an welcher sich jeweils die Knie befinden.
15. Sitzvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (4) über den Sitz (3) und das Sitzgestell (2) vorstehend verläuft.
16. Sitzvorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (3), das Federelement (4) und zumindest ein Teil des Sitzgestells (2) aus
einem Teil und aus Kunststoff gebildet sind.
17. Bausatz für eine Sitzvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend
eine Mehrzahl vom Federelementen (4) mit unterschiedlichen Kraft-Weg-Federkennlinien.
18. Verwendung eines Federelementes (4) aus Faserverbundwerkstoff für eine Sitzvorrichtung
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 16.