[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Laufwerk für eine Schiebetür gemäss Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
[0002] Laufwerke für schwere Schiebetüren, z.B. Zimmertrenntüren, sind in vielen Ausführungen
bekannt. Einfache Laufwerke werden entweder auf die Oberkante der Schiebetür aufgeschraubt
oder in eine entsprechend aufgebildete Ausnehmung in der Oberkante eingesetzt und
dort befestigt. Für Schiebetüren, die nach deren Einbau in die Türöffnung in vertikaler
Ausrichtung ausgerichtet werden müssen, sind Laufwerke bekannt, die eine Höhenverstellung
aufweisen. Die meisten dieser bekannten Laufwerke müssen für die Verstellung der Höhe
aus der für sie angebrachten Ausnehmung oder aus dem Rahmenprofil in der Tür herausgezogen
und ausserhalb eingestellt werden. Das Herausführen des Laufwerks aus deren Aufnahmeausnehmung
ist zeitaufwändig und zudem mit der Gefahr verbunden, dass die Schiebetür durch das
Laufwerk nach dem Herausziehen nicht mehr sicher getragen wird. Ein solches Laufwerk
ist aus der EP-A1 0940543 bekannt.
[0003] Aus der US-A 3,057,005 ist weiter ein Laufwerk für eine Schiebetür bekannt, das auf
die Oberkante der Schiebetür aufgesetzt und dort von oben verschraubt ist. Dieses
Laufwerk trägt einen nach oben gerichteten, in der Laufkatze gelagerten Schraubenbolzen,
dessen unteres Ende als Zahnrad ausgebildet ist und dessen Zähne die Befestigungsplatte,
mit der das Laufwerk an der Tür befestigt ist, radial leicht überragen. Mit einem
Werkzeug, z.B. einem Schraubendreher, kann nun der Tragbolzen Zahn um Zahn gedreht
und so die Höhe der am Laufwerk hängenden Schiebetür eingestellt werden. Diese bekannte
Vorrichtung erlaubt wohl eine Höhenverstellung ohne Demontage des Laufwerks. Die Anordnung
des im Durchmesser im wesentlichen der Dicke der Tür entsprechenden Zahnrades oberhalb
der Oberkante der Schiebetür erlaubt es nicht, solche Laufwerke unsichtbar innerhalb
der Schiebetür anzuordnen. Im weiteren ist deren Verstellung, auch wenn sie von aussen
erfolgen kann, eher mühsam.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Schaffung eines Laufwerks, welches
in eine Ausnehmung im Bereich der Oberkante der Schiebetür fertig eingebaut werden
kann und bei dem die Verstellung des die Laufkatze tragenden Tragbolzens mühelos von
der Stirnseite der Schiebetür her erfolgen kann.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Laufwerk mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1. Besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0006] Die Ausbildung des unteren Endes des Tragbolzens als Kegelrad ermöglicht es, mit
einem handelsüblichen Torxoder Kreuzschlitz-Schraubendreher durch eine stirnseitig
an der Schiebetür endende Bohrung den Tragbolzen zu drehen und damit die Höhe der
Schiebetür einfach zu verstellen. Mit einem Rastelement oder einer Klinke, das bzw.
die innerhalb des Tragkörpers des Laufwerks angeordnet ist, wird der Tragbolzen nach
Beendigung des Einstellvorgangs zwangsweise drehsicher gehalten. Die Entriegelung
des Rastelementes erfolgt automatisch beim Einführen des Schraubendrehers in die Bohrung.
[0007] Anhand eines illustrierten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigen
- Figur 1
- eine Ansicht des oberen Teils einer Schiebetür (teilweise aufgeschnitten),
- Figur 2
- einen Vertikalschnitt längs Linie II-II in Figur 1,
- Figur 3
- eine verkleinerte Darstellung der Figur 1 mit einem Schraubendreher vor dem Einführen
in das Laufwerk,
- Figur 4
- eine Seitenansicht des Rastelements,
- Figur 5
- einen Horizontalschnitt durch das Rastelement und das Kegelrad am Tragbolzen,
- Figur 6
- eine Ansicht des Rastelements mit Blick auf die Führungskante,
- Figur 7
- eine Seitenansicht eines Trag- und Führungsschlittens für das Laufwerk,
- Figur 8
- eine Aufsicht auf den Tragschlitten in Figur 7.
[0008] Die ausschnittsweise Darstellung zeigt die linke obere Ecke einer Schiebetür 1, die
im dargestellten und beschriebenen einzigen Beispiel einen Rahmen 3 mit zwei horizontal
liegenden Profilschienen 5 und zwei vertikal liegenden Profilschienen 7 umfasst, die
an den Ecken miteinander in bekannter Weise verbunden sind. In die horizontale obere
Profilschiene 5 ist der Tragkörper 9 eines Laufwerks 10 eingeschoben. Vom Laufwerk
10 ist nebst dem Tragkörper 9 nur noch der Tragbolzen 11 sichtbar, an dessen oberem
Ende die nicht dargestellten Laufrollen oder Gleitschuhe befestigt werden. Am Tragbolzen
11, der mindestens über einen Teil seiner Länge ein Gewinde oder einen Gewindeabschnitt
13 aufweist, welches in einen Laufrollenträger (keine Abbildung) eingreift, ist unten
ein Bolzen- oder Schraubenkopf 15 in Gestalt eines Kegelrads 17 angeformt. Das Kegelrad
17 liegt in einer Ausnehmung 19 innerhalb des Tragkörpers 9. Unterhalb der Ausnehmung
19 durchdringt ein Freiraum 21 den Tragkörper 9 in horizontaler Richtung, d.h. parallel
zur Oberkante 23 der Schiebetür 1.
Innerhalb des Freiraums 21 ist ein federelastisch ausgebildetes oder federnd gelagertes
Rastelement 25 angeordnet, dessen hinteres Ende 27 mit einer Schraube 29 an einem
Tragschlitten 49 befestigt ist. Das vordere Ende 31 umfasst eine im spitzen Winkel
von oben nach unten verlaufende Führungskante 33 und oben, beabstandet zur Führungskante
33, eine spitzwinklige, nach oben gerichtete Rippe 35, welche zwischen mindestens
zwei Zähne 37 des Kegelrads 17 eingreift.
Der Tragschlitten 49 umfasst zwei Schenkel 51, an deren freien Enden Begrenzungsnocken
53 angeformt sind und deren beide anderen Enden miteinander verbunden sind. Die mit
Bezugszeichen 55 bezeichneten, nach oben ragenden Rastnocken gelangen nach dem Einschieben
des Tragschlittens 49 in das Innere der horizontalen Profilschiene 5 in Eingriff mit
einer Ausnehmung 57. Zwischen den beiden Schenkeln 51 ist der Tragkörper 9 geführt.
Das Zusammenwirken des Tragkörpers 9 und des Tragschlittens 49 wird nicht näher erläutert.
[0009] Die Verstellung der vertikalen Lage der Schiebetür 1 bzw. des in der oberen Profilschiene
5 eingeschobenen Tragkörpers 9 bezüglich einer das Laufwerk aufnehmenden Laufschiene
erfolgt durch Drehen des Tragbolzens 13. Die Drehung wird mit einem Schraubendreher,
vorzugsweise mit einem Torx- oder einem Kreuzschlitz-Schraubendreher 45 ermöglicht.
Der Zugang zum Kegelrad 17 wird durch die Ausnehmung 21, die sich von der Stirnseite
43 der Schiebetür 1 durch den Tragkörper 9 hindurch erstreckt, möglich. Die Zähne
47 am Schraubendreher 45 greifen dabei in die Zähne 37 am Kegelrad 17 ein. Das vordere
Ende des Schraubendrehers 45 mit den Zähnen 47 und die Zähne 37 des Kegelrads 17 bilden
dabei temporär ein Winkelgetriebe. Beim Einführen des Schraubendrehers 45 in die Ausnehmung
21 trifft dieser vorerst auf die spitzwinkelig verlaufende Führungskante 33 am vorderen
Ende 31 des Rastelements 5 auf und drückt dieses, da das Rastelement 25 elastisch
ausgebildet ist, nach unten. Dabei wird die Verriegelung des Tragbolzens 11 durch
die Rippe 35 vorübergehend gelöst. Sie wird aber unmittelbar nach dem Zurückziehen
des Schraubendrehers 45 wieder aktiviert, denn die Rippe 35 greift sofort wieder zwischen
zwei Zähne 37 des Kegelrads 17 ein.
Das Kegelrad 17 kann die Gestalt eines Kegelrades, wie es in Getrieben Anwendung findet,
aufweisen oder für diesen Zweck und aus Kostengründen in einer vereinfachten Gestalt
einer Krone, d.h. in Gestalt eines Bechers, dessen Kante gezackt ist, ausgeführt sein.
1. Laufwerk für eine Schiebetür (1), umfassend einen in eine geeignet ausgebildete Ausnehmung
an der Oberkante der Schiebetür (1) einschiebbaren Tragkörper (9), einen im Tragkörper
(9) drehbar gelagerten, oben aus dem Tragkörper (9) und über die Oberkante der Schiebetür
(1) hinausragenden, einen Gewindeabschnitt (13) aufweisenden Tragbolzen (11), an dessen
oberen Ende eine Laufkatze mit Rollen oder Gleitschuhen befestigt ist, die in einer
Laufschiene gleiten, und ein Mittel (17) an dessen unterem Ende zum Drehen des Tragbolzens
(11) im Tragkörper (9),
dadurch gekennzeichnet, dass
das Mittel am unteren Ende des Tragbolzens (1) als Kegelrad (17) ausgebildet ist.
2. Laufwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kegelrad (17) die Gestalt eine Krone oder eines gezackten Bechers aufweist.
3. Laufwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Kegelrad (17) in einer Ausnehmung (19) drehbar im Tragkörper (9) angeordnet ist,
welche Ausnehmung (19) durch einen rechtwinkelig zur Achse des Kegelrads (17) verlaufenden
Freiraum (21) mit der Stirnseite (43) der Schiebetür (1) verbunden ist.
4. Laufwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Freiraum (21) ein federelastisches Rastelement (25) angeordnet ist, auf dessen
Oberkante eine Rippe (35) ausgebildet ist, die in mindestens einen Zahn des Kegelrades
(17) eingreift.
5. Laufwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastelement (25) auf der der Bohrung (21) zugewandten Seite eine von der Oberkante
in einem spitzen Winkel weglaufende Führungskante (33) aufweist.