| (19) |
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(11) |
EP 1 461 188 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.08.2006 Patentblatt 2006/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.07.2002 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/008272 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/013802 (20.02.2003 Gazette 2003/08) |
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| (54) |
SCHERFOLIE FÜR EIN SCHERSYSTEM
SHAVING FOIL FOR A SHAVING SYSTEM
FEUILLE DE COUPE POUR LE SYSTEME DE COUPE D'UN RASOIR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
| (30) |
Priorität: |
09.08.2001 DE 10139209
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.09.2004 Patentblatt 2004/40 |
| (73) |
Patentinhaber: Braun GmbH |
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61476 Kronberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BADER, Raoul
55130 Mainz (DE)
- GRADL, Matthias
96145 Sesslach (DE)
- HOTTENROTT, Sebastian
65510 Idstein (DE)
- JUNK, Peter
61389 Seelenberg (DE)
- KLEEMANN, Christof
65760 Eschborn (DE)
- MEISS, Michael
61169 Friedberg (DE)
- NEUMANN, Uwe
65034 Wiesbaden (DE)
- ODEMER, Michael
61194 Niddatal (DE)
- REKLAU, Andreas
96450 Coburg (DE)
- STÖRKEL, Jens
60433 Frankfurt (DE)
- TOIVANEN, Petri
DK-1610 Kopenhagen (DK)
- WINKLER, Till
61476 Kronberg (DE)
- WOLF, Jürgen
65830 Kriftel (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-98/48983 DE-A- 3 526 951
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DE-A- 1 553 668 US-A- 4 985 999
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- NELSON DAVID R.: "Quasikristalle" SPEKTRUM DER WISSENSCHAFT., Nr. 10, Oktober 1986
(1986-10), Seite 1, 74-83 XP002220466 SPEKTRUM DER WISSENSCHAFT VERLAGSGESELLSCHAFT
MBH. HEIDELBERG., DE ISSN: 0170-2971 in der Anmeldung erwähnt
- GLASSNER A: "PENROSE TILING" IEEE COMPUTER GRAPHICS AND APPLICATIONS, IEEE INC. NEW
YORK, US, Bd. 18, Nr. 4, Juli 1998 (1998-07), Seiten 78-86, XP000927332 ISSN: 0272-1716
- RANGEL-MONDRAGON J ET AL: "COMPUTER GENERATION OF PENROSE TILINGS" COMPUTER GRAPHICS
FORUM, AMSTERDAM, NL, Bd. 7, Nr. 1, 1. März 1988 (1988-03-01), Seiten 29-37, XP002035593
ISSN: 0167-7055
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Scherfolie für ein Schersystem für einen Rasierapparat
mit mindestens einer Scherfolie und einem dieser zugeordneten Untermesser, die relativ
zueinander antreibbar sind, wobei die Scherfolie mindestens ein Lochfeld aus einer
Vielzahl von Löchern für den Haardurchtritt aufweist.
[0002] Bekannte Scherfolien sind in der Regel mit einem sich periodisch wiederholenden Lochmuster
versehen, wobei die Lochquerschnitte eine sechseckige wabenförmige Geometrie besitzen.
Mit derartigen wabenförmigen Strukturen läßt sich auf einfache Weise eine vollständige
Parkettierung der Folienfläche realisieren. Dabei läßt sich ein sehr günstiges Verhältnis
von Stegfläche zu Lochfläche erreichen. Folien mit wabenförmiger Lochstruktur haben
sich in der Praxis seit vielen Jahren bewährt und ermöglichen eine besonders gründliche
Rasur bei gleichzeitig höchster Hautschonung.
[0003] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Scherfolie zu schaffen,
die in Bezug auf Gründlichkeit und Hautschonung die sich ohnehin schon auf höchstem
Qualitätsniveau befindlichen bekannten Scherfolien übertrifft.
[0004] Bei der Auslegung von Lochmustern für Scherfolien muß stets der Kompromiß zwischen
der Gründlichkeit, hierfür eignen sich besonders große Lochgrößen, und der Hautschonung,
diese läßt sich durch geringere Lochgrößen verbessern, optimiert werden. In ein Scherfolienloch
größerer Ausdehnung läßt sich die Haut partiell dichter an das sich relativ zur Scherfolie
bewegende Untermesser drücken, was die Gründlichkeit dadurch verbessert, daß das Untermesser
nun dichter in Richtung der Haarwurzel bewegt werden kann. Gleichzeitig steigt natürlich
das Risiko, daß die Haut des Benutzers, welche ebenfalls dichter an das Untermesser
bewegt wird, dadurch gereizt oder schlimmstenfalls verletzt werden kann.
[0005] Regelmäßig angeordnete Lochmuster führen dazu, daß die zwischen den Löchern verbleibenden
Stege, welche für den eigentlichen Einfädel- und Schneidvorgang natürlich von besonders
hoher Bedeutung sind, nur eine sehr geringe Variation in ihrer Ausrichtung besitzen.
Im allgemeinen bestehen hierbei drei bis vier Vorzugsrichtungen von jeweils parallel
zueinander verlaufenden Stegen in bezug auf die Schneidklingen des sich bewegenden
Untermessers. Der Haarwuchs auf der menschlichen Haut, insbesondere der der Bartbehaarung
ist dagegen in höchstem Maße unregelmäßig, und dies nicht nur bezüglich der Verteilung
einzelner Haare auf der Hautfläche, sondern auch in Bezug auf die räumliche Ausrichtung
einzelner Haare zueinander. Je höher daher die Anzahl der Ausrichtungen der Stege
einer Scherfolie ist, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit eines Schneidereignisses
zwischen einem Steg und einer Schneidklinge eines Untermessers. Daher soll durch die
Erfindung auch die Zahl unterschiedlicher Stegausrichtungen erhöht werden.
[0006] Zur Lösung der oben genannten Aufgabe schlägt die Erfindung vor, eine Scherfolie
der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß das Lochfeld ein quasi-periodisches
Muster bildet, welches gemäß der Penrose-Parkettierung ausgeführt ist.
[0007] Diese Penrose-Parkettierungen sind nach Roger Penrose benannt, der theoretische Untersuchungen
über unregelmäßige Muster durchführte, welche keine Translationssymmetrie oder Periodizität
besitzen; siehe hierzu auch den Aufsatz Quasikristalle von David Nelson, Spektrum
der Wissenschaft, Oktober 1986, Seiten 74-93.
[0008] Es ist eine spezielle Eigenschaft von Penrose-Parkettierungen, daß jedes Muster zwar
immer wieder aber nicht regelmäßig vorkommt. Daher handelt es sich bei den Penrose-Mustem
um eine spezielle Klase von nichtperiodischen Parkettierungen, welche auch quasiperiodisch
genannt werden, da sich in dieser Parkettierung jedes Teilmuster der Parkettierung
unendlich oft aber nicht mit regelmäßigem Abstand wiederholt. Dabei setzen sich Penrose-Parkettierungen
aus Flächenabschnittselementen zusammen, mit denen eine periodische Parkettierung
nicht möglich ist. Insbesondere zeigen Penrose-Parkettierungen eine sogenannte fünfzählige
Symmetrie und bedecken beliebig große Flächen vollständig und überschneidungsfrei,
wobei sie sich aus mindestens zwei unterschiedlichen Sorten von Flächenabschnittselementen
zusammensetzen.
[0009] Penrose-Muster können ausschließlich nach einem speziellen Verlegeplan zusammengesetzt
werden und unterscheiden sich damit auch ganz deutlich von ungeordneten oder chaotischen
Mustern. Mit Penrose-Mustern können deutlich größere Verhältnisse von Lochfläche zu
Stegfläche erreicht werden als mit chaotischen Mustern, was für den Wirkungsgrad einer
Scherfolie besonders wichtig ist.
[0010] Es sind zwar auch, beispielsweise aus der DE-A 1 553 668, Scherfolien bekannt, die
sich aus mehreren Lochfeldern mit jeweils unterschiedlicher Lochgeometrie zusammensetzen,
jedoch sind die Lochmuster der einzelnen Lochfelder dabei wiederum periodisch. Darüber
hinaus sind auch Scherfolien mit Lochmustern, die aus Durchbrüchen mit schlitz- und/oder
kreisförmigen bzw. vieleckigen, insbesondere mit gleichseitigen Vielecken, Querschnitten
bestehen, bekannt.
[0011] Die Scherfolie gemäß der DE-A 1 553 668 zeigt ein sich periodisch (nicht quasiperiodisch)
wiederholendes Lochmuster, dessen Stege lediglich in drei voneinander unterschiedlichen
Richtungen verlaufen. Die durch die erfindungsgemäße Lösung realisierte Scherfolie
zeigt beispielsweise fünf unterschiedliche Stegausrichtungen.
[0012] Die erfindungsgemäße Lösung schafft eine Scherfolie, deren die Löcher umgebenden
Stege eine ausgesprochen große Vielzahl von Ausrichtungen auf der Folienfläche aufweist.
Dies wirkt sich nicht nur - wie bereits oben beschrieben - positiv auf das Rasierverhalten
aus, sondern ermöglicht trotz unterschiedlicher Lochgrößen ein sehr gutes, d.h. gleichmäßiges
Abspannen der Scherfolie über dem zugeordneten Untermesser. Dies gilt insbesondere,
wenn die Scherfolie beim Abspannen gewölbt werden muß. Dagegen treten beim Abspannen
von Scherfolien mit unterschiedlicher Lochgröße und regelmäßigem Lochmuster Probleme
mit der Gleichmäßigkeit der Abspannung auf, da in einem solchen Fall beim Abspannen
leicht lokale Verwerfungen entstehen, welche das Anschmiegen der Scherfolie an das
zugeordnete Untermesser beeinträchtigen.
[0013] Die bereits oben erwähnten Stege der Scherfolie bestimmen natürlich entscheidend
über das sogenannte Loch/Stegverhältnis die Effektivität des Schersystems. Für Scherfolien
mit hohem Wirkungsgrad ist daher ein großes Loch/Stegverhältnis anzustreben. Die Stegbreiten
sollen daher so gering wie möglich, d.h. so gering wie es aus Fertigungsgründen und/oder
Festigkeitsanforderungen möglich ist, ausgeführt werden. Daraus wiederum folgt, daß
die einzelnen Stege innerhalb eines Lochfeldes mit jeweils gleicher Breite ausgeführt
werden sollen. Durch die Ausbildung des Lochfeldes gemäß der Penrose-Parkettierung
lassen sich nun bei gleicher Stegbreite deutlich bessere Loch/Stegverhältnisse erzielen,
als es mit chaotisch angeordneten Löchern in einem Lochfeld möglich wäre.
[0014] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß das Lochfeld
aus mindestens zwei unterschiedlichen Flächenabschnittselementen durch vollständige
Parkettierung gebildet ist, wobei die Flächenabschnittselemente mit mindestens einem
Loch versehen sind. Diese Ausführungsform bietet die Möglichkeit, unterschiedliche
Lochgrößen und/oder Lochgeometrien zu realisieren.
[0015] Eine andere Weiterbildung sieht vor, daß das Lochfeld durch vollständige Parkettierung
aus mindestens zwei unterschiedlichen Flächenelementgruppen gebildet ist, die jeweils
mit mindestens einem Loch versehen sind, wobei die Flächenabschnittsgruppen jeweils
aus mindestens zwei Flächenabschnittselementen zusammengesetzt sind. Auch diese Ausführungsform
bietet vielfältige Variationsmöglichkeiten der Anordnung von Löchern unterschiedlicher
Größe und/oder Geometrie. Durch das Zusammenfassen mehrerer Flächenabschnittselemente
zu Flächenabschnittsgruppen wird die Anzahl möglicher Kombinationen unterschiedlicher
Löcher deutlich erhöht.
[0016] Das Vorhandensein unterschiedlich großer Durchtrittslöcher für die zu rasierenden
Haare ermöglicht beispielsweise das Rasieren von längeren Haaren in einem ersten Rasierzug,
bei welchem die Haare leicht in die Löcher großen Querschnitts einfädeln können und
dort geschnitten werden. Bei einem darauffolgenden Rasierzug können dann vorgekürzte
oder kürzere Haare, welche in Löcher größeren Querschnitts zwar einfädeln aber nicht
geschnitten werden, mittels der Löcher kleineren Querschnitts ausrasiert werden.
[0017] Für die vollständige Parkettierung eignen sich insbesondere Flächenabschnittselemente,
welche als Rhomben ausgebildet sind. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn der
spitze Winkel der Rhomben 36° und/oder 72° beträgt, wobei die Flächenabschnittselemente
insbesondere die gleiche Kantenlänge besitzen. Hierbei ist berücksichtigt, daß mit
spitzer werdenden Rhombenwinkeln auch der Verlust an Lochanteil der Folie durch die
nötige Eckenverrundung, die später noch beschrieben ist, steigt.
[0018] Die erfindungsgemäße Scherfolie eignet sich für sämtliche Antriebskonzepte von Rasierapparaten,
unabhängig von der Relativbewegung zwischen der Scherfolie und dem Untermesser.
[0019] Weitere Ziele, Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele. Dabei bilden
alle beschriebenen oder bildlich dargestellten Merkmale den Gegenstand der Erfindung.
[0020] Hierzu zeigt:
- Fig. 1
- den prinzipiellen Aufbau eines Scherkopfes,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt aus einer Penrose-Parkettierung,
- Fig. 3
- drei unterschiedliche Flächenabschnittsgruppen und
- Fig. 4
- eine Scherfolie, deren Lochfeld durch Parkettierung mittels der Flächenabschnittsgruppen
gemäß Fig. 3 gebildet ist.
[0021] Fig. 1 zeigt einen Wechselrahmen 1, welcher zwei Scherfolien 2 mit jeweils einem
Lochfeld aus einer Vielzahl von Löchern für den Haardurchtritt trägt. Dem Wechselrahmen
1 ist ein Scherkopf 3 zugeordnet, welcher oszillierend antreibbare Untermesser 4 aufweist.
Der Antrieb selbst ist der Übersichtlichkeit halber zeichnerisch nicht dargestellt
und kann beispielsweise als Exzenterantrieb mit einem Elektromotor ausgeführt sein.
Der Wechselrahmen 1 ist mit dem Scherkopf 3 durch Rastelemente 5 verriegelbar. Der
Wechselrahmen 1 kann beispielsweise zu Reinigungs- und Wartungszwecken durch Betätigung
des Entriegelungsknopfes 6 vom Scherkopf 3 gelöst werden.
[0022] Die Untermesser 4 sind in an sich bekannter Weise jeweils als Messerblock mit einer
Vielzahl von parallel zueinander angeordneten Klingen ausgeführt.
[0023] Die von außen durch die Löcher der Scherfolie 2 eingefädelten Barthaare werden während
des Rasiervorganges durch die sich oszillierend hin und her bewegenden Untemesser
4 erfaßt und an den die Löcher umgebenden Stegen abgeschert.
[0024] Fig. 2 zeigt ein Lochfeld, welches gemäß einer Penrose-Parkettierung aufgebaut ist.
Der in der Zeichnung rechte Bereich A zeigt ein Lochfeld, welches durch Parkettierung
mittels zweier unterschiedlicher Lochelemente gemäß Penrose ausgebildet ist. Der Bereich
A enthält zum einen drachenförmige Löcher 10 und pfeilförmige Löcher 11, wobei die
drachenförmigen Löcher 10 eine größere Fläche aufweisen. Jeweils zwischen den Löchern
10, 11 sind Stege 12 konstanter Stegbreite ausgebildet. Der spitze Winkel sowohl des
drachenförmigen Loches 10 als auch der des pfeilförmigen Loches 11 beträgt jeweils
72°. Beim Anblick dieses Lochfeldes wird deutlich, daß sich zwar einzelne lokale Muster
zwar immer wieder aber nicht mit regelmäßigen Abständen wiederholen. Beispiele für
diese lokalen Muster sind beispielsweise die zehneck-förmige Lochgruppierung 13 oder
die fünfeck-förmige Lochgruppierung 14, bei denen die drachenförmigen Lochelemente
10 bzw. die pfeilförmigen Lochelemente 11 jeweils mit ihren spitzen Winkeln zu einem
gemeinsamen Zentrum zeigen.
[0025] Das Lochfeld im Bereich B der Fig. 2 unterscheidet sich gegenüber den Löchern im
Bereich A zunächst einmal dadurch, daß die Ecken der einzelnen Löcher verrundet sind.
Darüber hinaus ist das Lochfeld im Bereich B durch drei unterschiedliche Löcher gebildet.
Die Lochelemente 16 und 17 entsprechen dabei den drachenförmigen Löchern 10 bzw. den
pfeilförmigen Löchern 11 aus dem Bereich A, wobei sämtliche Ecken der Lochelemente
16 und 17 verrundet ausgeführt sind. Als drittes Lochelement 18 sind dreieckförmige
Durchbrüche mit einem spitzen Winkel von 36° und ebenfalls verrundeten Ecken vorgesehen.
Auch im Bereich B sind die Stegbreiten des zwischen den einzelnen Löchern vorhandenen
Folienmaterials konstant.
[0026] Fig. 3 zeigt drei Flächenabschnittsgruppen 25, 26 und 27, die sich flächenmäßig jeweils
aus einzelnen Flächenabschnittselementen 28, 29 zusammensetzen. Die beiden Flächenabschnittselemente
28, 29 sind Romben jeweils gleicher Kantenlänge, wobei der spitze Winkel des Flächenabschnittselementes
28 72° beträgt, während das Flächenabschnittselement 29 einen spitzen Winkel von 36°
aufweist.
[0027] Die erste sternförmige Flächenabschnittsgruppe 25 setzt sich aus fünf Flächenabschnittselementen
28 zusammen, deren Ecken mit spitzem Winkel auf einem gemeinsamen Punkt im Zentrum
der ersten Flächenabschnittsgruppe 25 liegen. Die blattförmige zweite Flächenabschnittsgruppe
26 besteht aus drei Flächenabschnittselementen 28 und einem Flächenabschnittselement
29. Ähnlich der ersten Flächenabschnittsgruppe 25 liegen die drei Flächenabschnittselemente
28 mit jeweils einer Spitze auf einem gemeinsamen Punkt; auf dem gleichen Punkt liegt
auch die Ecke des stumpfen Winkels des Flächenabschnittselementes 29.
[0028] Die sechseckige dritte Flächenabschnittsgruppe 27 besteht aus einem Flächenabschnittselement
28 und zwei Flächenabschnittselementen 29. Dabei liegen die beiden spitzen Winkel
der Flächenabschnittselemente 29 auf einem gemeinsamen Punkt, während der spitze Winkel
des Flächenabschnittselementes 28 auf einem gemeinsamen Punkt mit zwei stumpfen Winkeln
der Flächenabschnittselemente 29 liegt.
[0029] Mittels der beschriebenen drei Flächenabschnittsgruppen 25, 26 und 27 läßt sich wieder
eine Penrose-Parkettierung durchführen. Um dabei auch ein Lochfeld für eine Scherfolie
zu erhalten, sind die einzelnen Flächenabschnittsgruppen wiederum mit Durchgangslöchern
versehen.
[0030] Jedes der Flächenabschnittselemente 28 der sternförmigen ersten Flächenabschnittsgruppe
25 besitzt ein Durchgangsloch 30, welches ebenso wie das Flächenabschnittselement
selbst Rhombenform aufweist. Dabei sind jedoch die Ecken des Durchgangslochs 30 verrundet
ausgeführt. Die Seiten der Flächenabschnittselemente 28 und die Seiten der Durchgangslöcher
30 verlaufen dabei parallel zueinander. Der flächenmäßige Anteil des Durchgangsloches
30 entspricht dabei etwa 50% der Fläche des Flächenabschnittselementes 28.
[0031] Die blattförmige zweite Flächenabschnittsgruppe 26 ist mit insgesamt vier Löchern
versehen. Dabei sind drei dreieck-förmige Durchgangslöcher 31 jeweils in den nach
außen zeigenden Bereichen der Flächenabschnittselemente 28 vorgesehen, wobei die Ecken
dieser dreieck-förmigen Durchgangslöcher 31 ebenfalls verrundet sind. Die Lochfläche
der Durchgangslöcher 31 ist etwas größer als die Hälfte der Fläche der Durchgangslöcher
30. Im Bereich des gemeinsamen Punktes der spitzen Winkel der Flächenabschnittselemente
28 und des stumpfen Winkels des Flächenabschnittselementes 29 der zweiten Flächenabschnittsgruppe
26 ist ein weiteres, fünf-eckiges Durchgangsloch 32 vorgesehen. Auch das fünfeckige
Durchgangsloch 32 verfügt über verrundete Ecken.
[0032] In der sechseckförmigen dritten Flächenabschnittsgruppe 27 sind zwei haubenförmige
Durchgangslöcher 33 angebracht, deren Spitzen einen Winkel von 72° aufweisen und deren
Basiskanten parallel zueinander verlaufen, so daß zwischen den beiden Durchgangslöchern
33 ein Steg verbleibt. Die Ecken des Durchgangsloches 33 sind wiederum verrundet.
[0033] Durch die Verrundung der Ecken der Durchgangslöcher 30 bis 33 ist dafür gesorgt,
daß sich kein zu rasierendes Haar in einer der Ecken, insbesondere der Ecken mit einem
Winkel kleiner als 90°, verklemmen kann. Daher sind die Verrundungsradien größer als
ein halber Haardurchmesser. Die Kanten der jeweiligen Durchgangslöcher 30 bis 33 sind
so angeordnet, daß sie stets parallel zu den Kanten benachbarter Durchgangslöcher
verlaufen. Der Abstand zwischen den Kanten zweier benachbarter Durchgangslöcher und
deren Ausrichtung zueinander ist dabei so gewählt, daß das verbleibende Material Stege
konstanter Breite S bildet.
[0034] Fig. 4 zeigt die Gesamtansicht einer Scherfolie mit einem Lochfeld, welches mit Durchgangslöchern
30 bis 33, die in Flächenabschnittsgruppen 25 bis 27 gemäß Fig. 3 gebildet ist. Diese
Darstellung zeigt eindrucksvoll die vollständige Parkettierung gemäß Penrose mit Löchern
unterschiedlicher Größe und Gestalt. Deutlich wird auch die große Anzahl der Ausrichtung
der zwischen den Durchgangslöchern gebildeten Stegen. Ferner wird beim Betrachten
des Lochmusters klar, daß sich lokale Muster oft aber unregelmäßig wiederholen. Diese
Eigenschaft trägt auch zur interessanten optischen Anmutung eines solchen Musters
bei. Im Falle von Scherfolien aus glänzendem Folienmaterial führt diese optische Unregelmäßigkeit
zu einem besonderen Glanz durch die entsprechend vielfach orientierte Reflexion von
Lichtstrahlen.
[0035] Auf der in Fig. 4 dargestellten Scherfolie sind außerhalb des für die Rasur benötigten
Lochfeldes mit den Durchgangslöchern 30 bis 33 auch noch weitere Ausnehmungen zur
Befestigung der Scherfolie 2 am Wechselrahmen 1 vorgesehen.
1. Scherfolie (2) für ein Schersystem für einen Rasierapparat mit mindestens einer Scherfolie
und einem dieser zugeordneten Untermesser (4), die relativ zueinander antreibbar sind,
wobei die Scherfolie (2) mindestens ein Lochfeld aus einer Vielzahl von Löchern (10,
11; 16, 17, 18; 30, 31, 32, 33) für den Haardurchtritt aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Lochfeld ein quasi-periodisches Muster bildet, welches gemäß der Penrose-Parkettierung
ausgeführt ist.
2. Scherfolie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Lochfeld aus mindestens zwei unterschiedlichen Flächenabschnittselemeten (28,
29) durch vollständige Parkettierung gebildet ist, wobei die Flächenabschnittselemente
(28, 29) mit mindestens einem Loch (30, 31, 32, 33) versehen sind.
3. Scherfolie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Lochfeld durch vollständige Parkettierung aus mindestens zwei unterschiedlichen
Flächenelementgruppen gebildet ist, die jeweils mit mindestens einem Loch versehen
sind, wobei die Flächenabschnittsgruppen (25, 26, 27) jeweils aus mindestens zwei
Flächenabschnittselementen zusammengesetzt sind.
4. Scherfolie nach einem der Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flächenabschnittselemente (28, 29) als Rhomben ausgebildet sind.
5. Scherfolie nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der spitze Winkel der Rhomben 36° und/oder 72° beträgt.
6. Scherfolie nach einem der Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Flächenabschnittselemente (28, 29) gleiche Kantenlängen besitzen.
7. Scherfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Löcher (10, 11; 16, 17, 18; 30, 31, 32, 33) unterschiedliche Geometrie aufweisen.
8. Scherfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Untermesser (4) oszillierend angetrieben ist.
9. Scherfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Untermesser rotierend angetrieben ist.
10. Scherfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Untermesser im Sinne einer linearen Bewegung angetrieben ist.
1. A shaving foil (2) for a shaving system of a shaving apparatus with at least one shaving
foil and a cooperating undercutter (4), which can be driven relative to each other,
said shaving foil (2) including at least one perforate region comprised of a plurality
of hair-receiving apertures (10, 11; 16, 17, 18; 30, 31, 32, 33), characterized in that the perforate region forms a quasi-periodic pattern executed according to the Penrose
parquet.
2. The shaving foil as claimed in claim 1, characterized in that the perforate region is formed by complete parqueting using at least two different
surface section elements (28, 29), said surface section elements (28, 29) being equipped
with at least one aperture (30, 31, 32, 35).
3. The shaving foil as claimed in claim 1, characterized in that the perforate region is formed by complete parqueting using at least two different
surface section groups, each being equipped with at least one aperture, said surface
section groups (25, 26, 27) being each comprised of at least two surface section elements.
4. The shaving foil as claimed in any one of the claims 2 or 3, characterized in that said surface section elements (28, 29) are shaped as rhombuses.
5. The shaving foil as claimed in claim 4, characterized in that the acute angle of the rhombuses equals 36° and/or 72°.
6. The shaving foil as claimed in any one of the claims 2 to 6, characterized in that the surface section elements (28, 29) are of equal edge length.
7. The shaving foil as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that the apertures (10, 11; 16, 17, 18; 30, 31, 32, 33) have different geometries.
8. The shaving foil as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that the undercutter (4) is driven in oscillatory manner.
9. The shaving foil as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that the undercutter is driven in rotary manner.
10. The shaving foil as claimed in any one of the preceding claims, characterized in that the undercutter is driven in the sense of a linear motion.
1. Feuille de coupe (2) pour un système de coupe pour un rasoir comprenant au moins une
feuille de coupe et un dispositif de coupe inférieur (4) associé à celle-ci, qui peuvent
être entraînés l'un par rapport à l'autre, la feuille de coupe (2) présentant au moins
un champ de trous constitué d'une pluralité de trous (10, 11 ; 16, 17, 18 ; 30, 31,
32, 33) pour le passage des poils,
caractérisée en ce que
le champ de trous forme un motif quasi-périodique qui est réalisé suivant le pavage
de Penrose.
2. Feuille de coupe selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le champ de trous est formé d'au moins deux éléments de section de surface différents
(28, 29), par pavage complet, les éléments de section de surface (28, 29) étant pourvus
d'au moins un trou (30, 31, 32, 33).
3. Feuille de coupe selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le champ de trous est formé par pavage complet d'au moins deux groupes d'éléments
de surface différents, qui sont pourvus d'au moins un trou, les groupes de sections
de surface (25, 26, 27) étant constitués à chaque fois d'au moins deux éléments de
section de surface.
4. Feuille de coupe selon l'une quelconque des revendications 2 ou 3,
caractérisée en ce que
les éléments de section de surface (28, 29) sont réalisés sous forme rhombique.
5. Feuille de coupe selon la revendication 4,
caractérisée en ce que
l'angle aigu des éléments rhombiformes est de 36° et/ou de 72°.
6. Feuille de coupe selon l'une quelconque des revendications 2 à 6,
caractérisée en ce que
les éléments de section de surface (28, 29) possèdent les mêmes longueurs d'arêtes.
7. Feuille de coupe selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les trous (10, 11; 16, 17, 18 ; 30, 31, 32, 33) présentent des géométries différentes.
8. Feuille de coupe selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif de coupe inférieur (4) est entraîné en oscillation.
9. Feuille de coupe selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif de coupe inférieur est entraîné en rotation.
10. Feuille de coupe selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
le dispositif de coupe inférieur est entraîné dans le sens d'un mouvement linéaire.