[0001] Die Erfindung betrifft eine Dosierpumpe aus Kunststoff zur dosierten Abgabe von flüssigen
und/oder pastenartigen Medien aus einem flaschen -, dosen- oder tubenartigen Behälter
mit Nachlaufkolben, wobei eine das Medium fördernde Pumpkammer über ein Ansaugventil
mit dem Behälter verbunden ist und als Pumporgan einen die Pumpkammer bildenden, federelastischen
Faltenbalg aufweist, der zwischen einem formstabilen, unteren Gehäuseteil und einem
dazu teleskopartig beweglichen, ebenfalls formstabilem oberen Gehäuseteil angeordnet
ist, und wobei das obere Gehäuseteil die Auslaßöffnung aufweist, die über einen Auslaßkanal
und ein Auslaßventil mit der Pumpkammer verbunden ist, und wobei ferner der Faltenbalg
mit einem oberen Ringbund dichtend eine Ringwand des oberen Gehäuseteils umschließt,
die mit einem im Durchmesser kleineren, in den Faltenbalg hineinragenden Verdrängerkolben
versehen ist.
[0002] Dosierpumpen der gattungsgemäßen Art sind bekannt. Sie werden sowohl zur dosierten
Ausgabe eines einzelnen Mediums als auch zur gleichzeitigen dosierten Ausgabe zweier
verschiedener Medien verwendet, wobei das auszugebende Medium in einem an die Dosierpumpe
angeschlossenen bzw. anschließbaren Behälter untergebracht ist. Dabei gibt es Ausgabegeräte,
sogenannte Dispenser, mit zwei separaten Vorratsbehältern und zwei Dosierpumpen, die
gemeinsam über einen Betätigungshebel od. dgl. betätigt werden können (DE 101 10 888
A1) und solche, bei denen zwei unterschiedliche Medien in einem einzigen Vorratsbehälter
untergebracht sind (DE 200 19 540 U1) und durch zwei getrennte Dosierpumpen in unterschiedlichen
Dosiermengen zu einer gemeinsamen Auslaßöffnung befördert werden.
[0003] Bei gattungsgemäßen Dosierpumpen spielt der Faltenbalg als Pumporgan funktionell
die wichtigste Rolle. Auch dieser Faltenbalg muß als Spritzgußteil aus Kunststoff
bestehen und in der Lage sein, die Rückstellkraft für die nach jedem Arbeitshub erforderliche
Rückstellung in die Ausgangsposition aufzubringen, um dabei aus dem Vorratsbehälter
die Menge Medium in die Pumpkammer zu saugen, die beim Arbeitshub ausgegeben worden
ist. Deshalb muß der Faltenbalg sowohl hinsichtlich seines Durchmessers als auch hinsichtlich
seiner axialen Länge und der Anzahl von federelastischen Balgfalten eine gewisse Mindestgröße
aufweisen.
[0004] Daraus ergibt sich aber auch eine entsprechende Mindestgröße des Innenraums des Faltenbalgs
der die Pumpkammer bildet, die bei manchen Anwendungsfällen einem Vielfachen der bei
jedem Pumphub abzugebenden Dosiermenge entspricht. Um das durch die Mindestgröße des
Faltenbalgs bedingte Volumen der Pumpkammer zu reduzieren, ist bei diesen bekannten
Dosierpumpen bereits ein Verdrängerkolben vorgesehen, der in den oberen Teil der Pumpkammer
bzw. des Faltenbalgs hineinragt.
[0005] Durch die erzielte Verkleinerung des Volumens der Pumpkammer wird auch eine Verbesserung
des Ansaugvorganges während der ersten Pumphübe erreicht, bei denen der Faltenbalg
zunächst noch mit Luft gefüllt ist.
[0006] Bei diesen bekannten Dosierpumpen besitzt der Verdrängerkolben jedoch an seiner unteren
Stirnseite eine zentrale Öffnung, durch welche das zu pumpende Medium zum Auslaßventil
bzw. durch dieses hindurch zur Ausgabeöffnung gepumpt wird. Deshalb ist es bei diesen
bekannten Dosierpumpen unvermeidbar, daß sich im oberen Bereich des Faltenbalgs um
den Verdängerkolben herum ein verbleibendes Luftkissen bildet. Dieses kompressible
Luftkissen kann zur Folge haben, daß die Dosiermengen der einzelnen Pumphübe unterschiedlich
ausfallen.
[0007] Das Phänomen der unterschiedlichen Dosiermengen fällt dem Benutzer bei einer einzelnen
Dosierpumpe, die nur ein einziges Medium fördert, nicht auf.
[0008] Bei Spendern mit zwei parallel nebeneinander angeordneten Dosierpumpen und Vorratsbehältern,
aus denen jeweils separat gefördert wird, treten jedoch unterschiedliche Dosiermengen
bei völlig identisch aufgebauten und auch gleichförmig wirkenden Dosierpumpen insofern
wahrnehmbar in Erscheinung, als bei durchsichtigen oder durchscheinenden Behälterwänden
die Axialpositionen der beiden Nachlaufkolben schon nach mehreren Pumphüben unterschiedlich
sind. Außerdem ist dieser Nachteil auch daran zu erkennen, daß der eine Vorratsbehälter
früher leergepumpt ist als der andere.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine aus Kunststoffteilen bestehende, automatisch
montierbare Dosierpumpe der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der Ausgabemengen
des zu pumpenden Mediums exakt dosierbar sind.
[0010] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, daß der Verdrängerkolben an seinem
unteren Ende geschlossen ist und im oberen Endbereich der Pumpkammer mit wenigstens
einer Durchlaßöffnung versehen ist, welche die Pumpkammer mit dem Auslaßventil verbindet.
[0011] Durch die erfindungsgemäße Gestaltung des Verdrängerkolbens wird sichergestellt,
daß sich im oberen, d.h. ausgangsseitigen Endbereich des Faltenbalgs bzw. des Verdrängerkolbens
kein Luftkissen mehr bilden kann und sich der gesamte Hohlraum des Faltenbalgs, sprich
die gesamte Pumpkammer, mit dem an sich unkompressiblen Medium, das eine pastöse oder
flüssige Konsistenz aufweisen kann, gefüllt wird. Als Konsequenz davon ergeben sich
bei gleich großen Pumphüben auch gleich große Dosiermengen, die bei jedem Pumphub
zur Ausgabeöffnung befördert und bei der Rückstellbewegung des Faltenbalgs wieder
aus dem Vorratsbehälter angesaugt werden.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis
8. Mit diesen Ausgestaltungen sollen insbesondere fertigungstechnische sowie montagetechnische
Vorteile erzielt werden.
[0013] Anhand eines in der Zeichnung dargestellten, mit zwei Dosierpumpen und Vorratsbehältern
versehenen sog. Co-Dispensers wird die Erfindung im folgenden näher erläutert. Es
zeigt:
- Fig. 1
- einen Co-Dispenser im Schnitt;
- Fig. 2
- einen Schnitt II-II aus Fig. 1;
- Fig. 3
- einen Schnitt III-III aus Fig. 1;
- Fig. 4
- in vergrößertem Maßstab den Kopfteil des CoDispensers in der Ruhestellung der beiden
Dosierpumpen;
- Fig. 5
- den Pumpenkopf des Co-Dispensers in vergrößerter Darstellung mit unterschiedlichen
Funktionsstellungen der beiden Dosierpumpen;
- Fig. 6
- das Ventilküken des Auslaßventils in Draufsicht;
- Fig. 7
- einen Schnitt VII-VII aus Fig. 6;
- Fig. 8
- die Einzelteile des in den Fig. 4 und 5 dargestellten Pumpenkopfes in geschnittener
Explosionsdarstellung;
- Fig. 9
- den Sockelkörper des Pumpenkopfes in Schnittdarstellung nach der Schnittlinie IX-IX
aus Fig. 10;
- Fig. 10
- die Unteransicht X des Sockelkörpers aus Fig. 9;
- Fig. 11
- eine Draufsicht XI des Sockelkörpers aus Fig. 9;
- Fig. 12
- den Ventilsitzkörper der Auslaßventile in Draufsicht;
- Fig. 13
- einen Schnitt XIII-XIII aus Fig. 12;
- Fig. 14
- eine Unteransicht XIV aus Fig. 13;
- Fig. 15
- einen Teilschnitt XV aus Fig. 13 in vergrößerter Darstellung;
- Fig. 16
- einen Verdrängerkörper in Seitenansicht;
- Fig. 17
- einen Schnitt XVII-XVII aus Fig. 16;
- Fig. 17a
- einen Schnitt XVIIa-XVIIa aus Fig. 17
- Fig. 18
- eine Stirnansicht XVIII aus Fig. 17;
- Fig. 19
- den oberseitigen Haubenkörper des Pumpenkopfes in Draufsicht;
- Fig. 20
- einen Schnitt XX-XX aus Fig. 19;
- Fig. 21
- die Unteransicht XXI aus Fig. 20;
[0014] Der in den Fig. 1 und 2 insgesamt dargestellte Co-Dispenser besitzt zwei separate,
im Querschnitt zylindrische Vorratsbehälter 1 und 2, die parallel nebeneinander angeordnet
und durch zwei Verbindungswände 3 und 4 zu einem insgesamt im Querschnitt ellipsenförmigen
Behältergehäuse 5 verbunden sind.
[0015] Beide Vorratsbehälter 1 und 2 sind jeweils mit einem Nachlaufkolben 6 bzw. 7 versehen,
wobei der Nachlaufkolben 6 in seiner untersten und der Nachlaufkolben 7 in seiner
obersten Endstellung dargestellt ist. Während der Benutzungsphase sollen diese beiden
Nachlaufkolben 6 und 7 jedoch jeweils die gleiche Axiallage innerhalb der beiden Vorratsbehälter
1 und 2 einnehmen.
[0016] Als untere Abdeckung für die beiden unten offenen Vorratsbehälter 1 und 2 ist ein
gemeinsamer, rastend befestigter Bodendeckel 8 vorgesehen, der zwei Belüftungsöffnungen
9 und 10 aufweist.
[0017] Das obere Ende des Behältergehäuses 5 ist rastend mit einem Sockelkörper 12 eines
Pumpenkopfes 13 verbunden, der zwei parallel nebeneinander angeordnete und jeweils
einem Vorratsbehälter 1 bzw. 2 zugeordnete Dosierpumpen 14 und 15 aufweist. Diese
beiden Dosierpumpen 14 und 15 sind jeweils identisch aufgebaut und gemeinsam durch
einen oberen Haubenkörper 18 betätigbar. Beide Dosierpumpen 14, 15 bestehen jeweils
aus einem Faltenbalg 29 als Pumporgan, einem Ausgangsventil 38 und einem Auslaßventil
55. Die Dosierpumpen 14, 15 sind symmetrisch zur vertikalen Mittelachse 21 des Behältergehäuses
5 im Pumpenkopf 13 angeordnet.
[0018] Der Haubenkörper 18 bildet das gemeinsame formstabile obere Gehäuseteil beider Dosierpumpen
14 und 15 und ist mit einem erweiterten Abschnitt 16 einer ovalen, achsparallelen
Umfangswand 17 in einer ebenfalls ovalen Ringwand 19 des Sockelkörpers 12 axial beweglich
geführt.
[0019] Dabei bildet eine nach innen vorspringende Ringwulst 20 die obere Hubbegrenzung für
den Haubenkörper 18.
[0020] Der in den Fig. 9 bis 11 als Einzelteil dargestellte Sokkelkörper 12 bildet das formstabile
untere Gehäuseteil der beiden Dosierpumpen 14 und 15. Am unteren Ende seiner Ringwand
19 befindet sich eine quer zur Mittelachse 21 verlaufende Bodenwand 22, die mit zwei
symmetrisch zu dieser Mittelachse 21 angeordneten Ansaugöffnungen 23 versehen ist.
Diese Ansaugöffnungen 23 erstrecken sich jeweils durch oben außenseitig abgerundete
Ventilsitzstutzen 24, die ihrerseits von einer Hohlnabe 25 konzentrisch umgeben sind.
[0021] Im Zentrum der Bodenwand 22 des Sockelkörpers 12 befindet sich ein zur Mittelachse
21 konzentrisches Führungsrohr 26, das die Ringwand 19 überragt.
[0022] Zur Aufnahme des unteren Endes 28 je eines Faltenbalgs 29 (Fig. 8) ist die Bodenwand
22 oberseitig mit zwei zylindrischen, zu den Ausgangsöffnungen konzentrischen Ringstutzen
27 versehen. Das untere Ende 28 des Faltenbalgs 29 ist mit einer einstückig angeformten,
durch elastische Finger 30 gehaltenen Ventilkappe 31 ausgestattet, die auf dem Ventilsitzstutzen
24 dichtend aufsitzt und mit diesem zusammen das Ansaugventil 38 bildet.
[0023] Das obere Ende des Faltenbalgs 29 ist mit einem runden Ringbund 35 versehen, der
dichtend eine Ringwand 36 eines Verdrängerkolbens 40 umschließt.
[0024] Der in den Fig. 16 bis 18 als Einzelteil dargestellte Verdrängerkolben 40 ist einstückiger
Bestandteil eines als separates Einzelteil ausgebildeten Hohlkörpers, der auch die
Ringwand 36 enthält. Dabei ist der Verdrängerkolben 40 an einem unterseitigen Radialwandring
41 der Ringwand 36 angeformt. Dieser Radialwandring 41 weist innerhalb der Ringwand
36 einen Ringkragen 47 auf, der etwa den gleichen Außendurchmesser aufweist wie der
im wesentlichen hohlzylindrische Verdrängerkolben 40. Der Verdrängerkolben 40 besitzt
einen oberseitig offenen und unterseitig durch eine Stirnwand 44 verschlossenen Hohlraum
43.
[0025] Unmittelbar unterhalb des Radialwandringes 41 ist der Verdrängerkolben 40 mit bespielsweise
vier radialen Durchlaßöffnungen 45 versehen, welche die vom Innenraum des Faltenbalgs
29 gebildete Pumpkammer 32 mit einem Auslaßventil 55 verbinden.
[0026] Gebildet werden diese Durchlaßöffnungen 45 von vier, jeweils um 90° zueinander versetzten
Axialnuten 46, die außenseitig am Verdrängerkolben 40 angeordnet sind und deren radiale
Tiefe
t innerhalb des Innendurchmessers d des Ringkragens 47 endet. Dieser Ringkragen 47
ist oberhalb der Durchlaßöffnungen 45 angeordnet. Er dient zur dichtenden Aufnahme
eines unten offenen Ventilstutzens 56 des Auslaßventils 55 (Fig. 4 und 5). Dieser
Ventilstutzen 56 ist einstückiger Bestandteil eines Ventilsitzgehäuses 60, das formschlüssig
rastend in den Haubenkörper 18 eingesetzt ist.
[0027] Um zu vermeiden, daß sich der gesamte Hohlraum 43 des Verdrängerkolbens 40 mit dem
auszugebenden Medium füllt, ist der Ventilstutzen 56 mit einem Stopfen 57 versehen,
der durch rippenartige Stege 58 einstückig mit ihm verbunden ist und dichtend in den
Hohlraum 43 des Verdrängerkolbens 40 von oben hineinragt. Die rippenartigen Stege
58 sind in Höhe der Durchlaßöffnungen 45 des Verdrängerkolbens 40 angeordnet, so daß
das auszugebende Medium aus der Pumpkammer 32 des Faltenbalgs 29 in den Innenraum
des Ventilstutzens 56 gelangen kann.
[0028] Das Ventilsitzgehäuse 60 ist in den Fig. 12, 13 und 14 bzw. 15 als Einzelteil dargestellt.
Es besitzt eine der ovalen Querschnittsform des Haubenkörpers 18 angepaßte ovale Ringwand
61, innerhalb welcher symmetrisch zur axialen Mittelachse 21 die beiden Ventilstutzen
56 mit den Stopfen 57 angeordnet sind. An einer geschlossenen Stirnwand 62 ist ein
nach unten gerichtetes Führungsrohr 63 angeformt, welches das Führungsrohr 26 des
Sockelkörpers 12 teleskopartig aufnehmen kann und als zusätzliches Zentrierelement
zwischen den beiden ineinander beweglich geführten Pumpenkörpern dient.
[0029] Wie am besten aus den Fig. 13 und 14 erkennbar ist, sind die beiden Ventilstutzen
56 kranzartig von einer Vielzahl von axial verlaufenden Zentrierrippen 64 umgeben,
die zum Teil an der Innenseite der Ringwand 61 und zum Teil an den Innenseiten zweier
Zylinderwände 65 einstückig angeformt sind. Diese Zentrierrippen 64 dienen einerseits
zur rastenden Aufnahme der am oberen Rand mit einem nach außen vorspringenden Wulstring
48 versehenen Ringwand 36 des Verdrängerkolbens 40. Andererseits dienen sie dazu,
den oberen Ringbund 35 des Faltenbalgs 29 dichtend an die Ringwand 36 des Verdrängerkolbens
40 zu pressen.
[0030] An den oberen Enden der Ventilstutzen 56 befinden sich jeweils kalottenartig ausgebildete
Ventilsitzringe 67, an die sich oberseitig zylindrische Ventilführungswände 68 anschließen.
[0031] In dem vom Ventilstutzen 56, dem Ventilsitzring 67 und der Ventilsitzwand 68 umschlossenen
Hohlraum ist ein Ventilküken 75 axial beweglich gelagert, welches das bewegliche Teil
des bzw. der Auslaßventile 55 bildet. Dieses Ventilküken 75 ist in den Fig. 6 und
7 in vergrößertem Maßstab als Einzelteil in unterseitiger Stirnansicht und im Schnitt
dargestellt. Es besitzt eine runde Schließplatte 76, die in ihrer Ruhelage, d.h. auch
während der Ausgangshübe federnd und dichtend auf der kalottenförmigen Innenfläche
des Ventilsitzringes 67 aufliegt. An der Unterseite dieser Schließplatte 76 befinden
sich drei sternförmig angeordnete Führungsrippen 77, die im Ventilstutzen 56 geführt
sind. Oberseitig ist die Schließplatte 76 mit einer dünnen Ringwand 78 versehen, die
über schräg radiale, axial federnde Stege 79 mit einem im Durchmesser größeren Stützring
80 verbunden ist. Dieser Stützring 80 stützt sich oberseitig an kranzartig angeordneten
Stützrippen 81 ab, die konzentrisch zur Mittelachse 70 des Ventilstutzens 56 bzw.
des Ventilsitzringes 67 und der Ventilsitzwand 68 an der Innenseite der horizontalen
Deckelwand 89 des Haubenkörpers 18 innerhalb eines Kanalringes 82 angeordnet sind.
[0032] Auch diese beiden Kanalringe 82 sind, wie aus den Fig. 19 bis 22 zu ersehen ist,
symmetrisch zu den Mittelachsen 21 und 21' angeordnet und einstückiger Bestandteil
des Haubenkörpers 18. Von diesen Kanalringen 82 führen zwei Kanäle 83 zu einem mittig
angeordneten Mundstück 84, dessen beide Ausgabeöffnungen 85 durch eine Mittelwand
86 voneinander getrennt sind.
[0033] Gebildet werden diese Kanäle 83 von vertikalen Wandelementen 87 und 88, die ebenfalls
einstückig an der Innenseite der Deckelwand 89 angeformt sind und die gemeinsam mit
den Kanalringen 82 dichtend auf der Oberseite der Stirnwand 62 des Ventilsitzgehäuses
aufliegen.
[0034] Die an sich bekannte Funktionsweise solcher Dosierpumpen gewährleistet durch die
erfindungsgemäße Neugestaltung des Verdrängerkolbens 40, daß sich innerhalb der vom
Hohlraum des Faltenbalgs 29 gebildeten Pumpkammer 32 kein Restluftkissen mehr bilden
kann, weil die Durchlaßöffnungen 45, durch welche das Medium aus der Pumpkammer 32
in das Auslaßventil 55 gelangt, im oberen Endbereich des Faltenbalgs 29 liegen.
[0035] Die sich anfänglich, d.h. vor den ersten Pumphüben, im Faltenbalg 29 bzw. in der
Pumpkammer 32 befindende Luft, wird mit dem Füllvorgang, der durch Ansaugen des Mediums
aus dem Vorratsbehälter 1 bzw. 2 erfolgt, vollständig aus der Pumpkammer 32 über das
Auslaßventil 55 aus der Dosierpumpe herausbefördert.
[0036] Es kann somit gewährleistet werden, daß das Ansaugen des Mediums aus den beiden Vorratsbehältern
1 und 2 bei den beiden identisch aufgebauten Dosierpumpen 55 gleichmäßig erfolgt und
daß auch die Dosiermengen beider Dosierpumpen bei jedem Pumphub gleich groß sind.
Dies hat zur Folge, daß auch die beiden Vorratsbehälter sich gleichmäßig leeren und
die beiden Nachlaufkolben 6 und 7 den beiden jeweils gleichen Füllständen entsprechend
jeweils die gleiche axiale Lage einnehmen und daß schließlich die beiden Vorratsbehälter
gleichzeitig leergepumpt sind.
1. Dosierpumpe aus Kunststoff zur dosierten Abgabe von flüssigen und/oder pastenartigen
Medien aus einem flaschen -, dosen- oder tubenartigen Behälter (1, 2) mit Nachlaufkolben
(6, 7), wobei eine das Medium fördernde Pumpkammer (32) über ein Ansaugventil (38)
mit dem Behälter (1, 2) verbunden ist und als Pumporgan einen die Pumpkammer (32)
bildenden, federelastischen Faltenbalg (29) aufweist, der zwischen einem formstabilen,
unteren Gehäuseteil (12) und einem dazu teleskopartig beweglichen, ebenfalls formstabilem
oberen Gehäuseteil angeordnet ist, und wobei das obere Gehäuseteil die Auslaßöffnung
(85) aufweist, die über einen Auslaßkanal und ein Auslaßventil (55) mit der Pumpkammer
(32) verbunden ist, und wobei ferner der Faltenbalg (29) mit einem oberen Ringbund
(35) dichtend eine Ringwand (36) des oberen Gehäuseteils umschließt, die mit einem
im Durchmesser kleineren, in den Faltenbalg (29) hinein ragenden Verdrängungskolben
(40) versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Verdrängungskolben (40) an seinem unteren Ende geschlossen ist und im oberen
Endbereich der Pumpkammer (32) mit wenigsten einer Durchlaßöffnung versehen ist, welche
die Pumpkammer (32) mit dem Auslaßventil (55) verbindet.
2. Dosierpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdrängungskolben (40) einen oberseitig offenen Hohlraum aufweist.
3. Dosierpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdrängerkolben (40) mit der vom Ringbund des Faltenbalgs umschlossenen Ringwand
einen separaten, oberseitig offenen Hohlkörper bildet, der innerhalb seiner Ringwand
(36) oberhalb der Durchlaßöffnung(en) (45) einen Ringkragen (47) zur dichtenden Aufnahme
eines unten offenen Ventilstutzens (56) des Auslaßventils (55) aufweist.
4. Dosierpumpe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilstutzen (56) einen durch rippenartige Stege (58) mit ihm verbundenen Stopfen
(57) aufweist, der unterhalb der Durchlaßöffnung(en) (45) abdichtend in den Hohlraum
(43) des Verdrängerkolbens (40) hineinragt.
5. Dosierpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdrängerkolben (40) an einem unterseitigen Radialwandring (41) der Ringwand
(36) konzentrisch angeformt ist.
6. Dosierpumpe nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdrängerkolben (40) zur Bildung der Durchlaßöffnung(en) (45) außenseitig mit
wenigstens einer Axialnut (46) versehen ist, deren radiale Tiefe (t) radial innerhalb
des Innendurchmessers (d) des Ringkragens (47) endet.
7. Dosierpumpe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die mit dem Verdrängerkolben (40) versehene Ringwand (36) an ihrem oberen Ende mit
einem Wulstring (48) versehen ist, der rastend an Zentrierippen (64) befestigt ist,
welche kranzartig um den Ventilstutzen (56) herum angeordnet und mit dem Ventilstutzen
(56) zusammen einstückiger Bestandteil eines Ventilsitzgehäuses (60) sind.
8. Dosierpumpe nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventilsitzgehäuse (60) formschlüssig rastend in einen Haubenkörper (18) eingesetzt
ist und mit diesem gemeinsam das obere Gehäuseteil bildet.