| (19) |
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(11) |
EP 1 462 724 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.10.2007 Patentblatt 2007/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.03.2003 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zur Temperaturregelung/-begrenzung für eine Wärmeerzeugungsanlage
Apparatus for temperature control or limitation of a heat generator
Dispositif pour contrôle ou limitation de la température d'un générateur de chaleur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.09.2004 Patentblatt 2004/40 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Schweiz AG |
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8047 Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- Affolter, Erhard
4937 Ursenbach (CH)
- Joubert, René
76137 Karlsruhe (DE)
- Lelle, Josef
76532 Baden-Baden (DE)
- Schäfer, Lothar
6030 Ebikon (CH)
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| (74) |
Vertreter: Weise, Wolfgang |
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Siemens Schweiz AG
Intellectual Property Department Zug
Gubelstrasse 22 6300 Zug 6300 Zug (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 326 245 DE-A- 3 248 034 DE-C- 19 956 426
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EP-A- 0 614 047 DE-A- 10 114 823
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Temperaturregelung/-begrenzung für eine
Wärmeerzeugungsanlage und ein Verfahren zur Überprüfung der Funktion insbesondere
der Temperaturregel-/begrenzungsfunktion für eine Wärmeerzeugungsanlage.
[0002] Die sicherheitstechnischen Anforderungen hinsichtlich Temperaturregel- und -begrenzungseinrichtungen
sind beispielsweise in der Deutschen Norm DIN 3440 festgelegt. Für die Beschreibung
der Erfindung wird auf die in dieser Norm verwendete Terminologie zurückgegriffen,
ohne dass jedoch die Norm hier im Detail behandelt wird. Gemäss der unter Punkt 2.2
vorgenommenen Definition der Norm ist ein Sicherheitstemperaturwächter (STW) eine
Einrichtung, bei der nach dem Ansprechen eine selbsttätige Rückstellung erfolgt, wenn
die Fühlertemperatur um den Betrag der Schaltdifferenz unter den eingestellten Grenzwert
abgesunken ist, wobei dieser zusätzlich den Anforderungen an die erweiterte Sicherheit
nach Punkt 3.12 der Norm DIN 3440 unterliegt. Im Unterschied zum Sicherheitstemperaturwächter
erfolgt bei einem Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB) nach dem Ansprechen eine Verriegelung.
Dabei ist eine Rückstellung von Hand oder mit einem Werkzeug in der Regel nur dann
möglich, wenn die Fühlertemperatur um den Betrag der Schaltdifferenz unter den Grenzwert
abgesunken ist.
[0003] Vorzugsweise werden die eingangs genannten STB bzw. STW zur Überwachung der Kesseltemperatur
eines Heizkessels verwendet. Die Kesseltemperatur wird hierbei von wenigstens einem
Temperaturfühler erfasst, der z.B. auf dem Kesselschaltfeld des Heizkessels zusammen
mit dem Temperaturregler angeordnet sein kann. Der Temperaturregler vergleicht die
erfasste Temperatur des Heizkessels mit einem vorgegebenen Sollwert und beeinflusst
den Istwert der Temperatur im Sinne einer Angleichung an ihren Sollwert. Wenn beispielsweise
die durch den Temperaturbegrenzer bzw. -wächter überwachte Temperaturgrenze erreicht
wird oder ein Fehler, z.B. Fühlerbruch-, Fühlerkurzschluss, Ausfall eines Bauteils
oder Netzausfall auftritt, so soll die Anlage abgeschaltet werden. Die durch das Ansprechen
des STB bzw. STW ausgelöste Abschaltung der Anlage bewirkt im allgemeinen eine Unterbrechung
der Energiezufuhr.
[0004] Hierzu wird in der Regel der Steuerkreis oder Lastkreis eines Feuerungsautomaten
unterbrochen, der dann die Brennstoffzufuhr abriegelt. Im allgemeinen steuert der
Feuerungsautomat den Startablauf des Brenners mit Vorlüften, Zünden und Flammenüberwachung.
Bei Unregelmässigkeiten, wie z.B. einem Flammenausfall, verriegelt der Feuerungsautomat,
d.h. er unterbricht die Brennstoffzufuhr. Der Feuerungsautomat muss dabei besonderen
Sicherheitsvorschriften genügen. Stellvertretend hierfür wird beispielsweise auf die
Norm DIN EN 298 verwiesen.
[0005] Aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift
DE 297 24 551 U1 ist beispielsweise eine Regelanordnung für einen Brenner bekannt, bei der der zur
Erfassung der Wassertemperatur im Heizkessel verwendete Temperaturfühler sowohl für
die Temperaturregelung als auch für den Sicherheitstemperaturbegrenzer verwendet wird.
Dadurch kann auf einen gesonderten Temperaturfühler für den Sicherheitstemperaturbegrenzer,
wie dies bei den herkömmlichen Regelanordnungen der Falll ist, verzichtet werden.
[0006] In diesem Zusammenhang wurde bereits auch schon in der
Europäischen Patentschrift EP 0 614 047 B1 vorgeschlagen, den Temperaturwächter, den Temperaturregler und den Feuerungsautomaten
zu einer elektronischen Einrichtung zusammenzufassen. Dadurch dass die Funktion des
Temperaturwächters mit integriert wird, erübrigt sich ein gesondertes Thermostat.
[0007] Die Integration des Feuerungsautomaten, Temperaturreglers und Temperaturwächters
stellt hierbei eine kostengünstige Lösung dar, da der apparative Aufwand aufgrund
der Integration reduziert werden kann.
[0008] Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Kombination des Brenners mit Feuerungsautomat
und des Heizkesselschaltfeldes mit Temperaturregler und Temperaturwächter bekannt
ist. Bei den bodenstehenden Heizkesseln stellt dies jedoch eine Ausnahme dar, da für
die Kombination von Kessel/ Brenner auch Komponenten von Fremdherstellern eingesetzt
werden. Für diese Komponenten wird zum Datenaustausch gemäss dem Stand der Technik
eine genormte Schnittstelle (mit 4-/7-poligem Wieland-Stecker) verwendet. Diese sind
für die 230 Volt-Versorgungs- und Steuerkreise vorgesehen.Diese ermöglichen jedoch
nur eine sehr eingeschränkte Kommunikation zwischen den Komponenten.
[0009] Die Verwendung der genormten Schnittstelle (Wieland-Stecker) hat auch den Nachteil,
dass wenn beispielsweise ein vom Feuerungsautomat an das Kesselschaltfeld übertragenes
230 Volt-Signal, welches vom Regler weiterverarbeitet werden soll, zusätzlich in ein
entsprechendes Schutzkleinspannungssignal umgewandelt werden muss, da der Regler im
allgemeinen mit Schutzkleinspannung betrieben wird.
[0010] Aus der
EP 0 751 350 A2 ist es bekannt verschiedene Einheiten bei einer Regelvorrichtung für Heizkessel mittels
eines Datenbuses zu verbinden, um entsprechende Daten zwischen den Einheiten der Anlage
auszutauschen. Dies verbessert die Kapazität der Datenübertragung. Die Einheiten Sicherheitstemperaturbegrenzer,
Temperaturregler und Feuerungsautomat sind jedoch hierbei separat ausgeführt. Dabei
werden für den Feuerungsautomaten und für den Sicherheitstemperaturbegrenzer jeweils
Bauelemente, wie Relais oder Mikroprozessoren eingesetzt, die gleiche oder ähnliche
Aufgaben wahrnehmen.
[0011] EP 0 326 245 A2 offenbart ein "fuel burner control system", welches wenigstens einen "temperature
responsive analog sensor" aufweist, dessen Signal über einen A/D converter von einem
microcomputer verarbeitet wird. Der microcomputer ist Bestandteil der "fuel burner
program module means", die über einen Datenbus mit einem "fuel burner" verbunden sind.
Die "fuel burner program module means" weisen "sensor monitoring means" auf, die den
Zustand der an die "fuel burner program module means" angeschlossenen Sensoren hinsichtlich
Funktionsfehler, wie z. B. Fühlerbruch, Fühlerkurzschluss, etc. überwachen. Bei Auftreten
eines Fehlers erfolgt eine Abschaltung der Wärmeerzeugungsanlage durch die "fuel burner
program module means".
[0012] Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung insbesondere zur
Verwendung in einer Heizanlage vorzuschlagen, die unter Vermeidung der genannten Nachteile
des Standes der Technik mit geringem apparativem Aufwand eine zuverlässige und genaue
Temperaturregelung/-begrenzung ermöglicht, ohne dass sicherheitstechnische Aspekte
vernachlässigt werden.
[0013] Weiterhin besteht die Aufgabe der Erfindung darin, ein Verfahren vorzuschlagen, das
eine zuverlässige und genaue Überprüfung der Funktion insbesondere einer Temperaturregel-/-begrenzungsfunktion
insbesondere für eine Heizanlage ermöglicht.
[0014] Die genannte Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Vorrichtungsanspruchs
und des unabhängigen Verfahrensanspruches gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind Gegenstand der von diesen abhängigen Patentansprüche.
[0015] Die erfindungsgemässe Vorrichtung oder das erfindungsgemässe Verfahren kann für alle
im Zusammenhang mit der Überwachung thermischer Prozesse sicherheitstechnisch relevanten
Funktionen zur Anwendung gelangen, die sicherstellen, dass bei Auftreten einer Störung
bzw.eines Fehlers die Anlage in einen betriebssicheren Zustand versetzt wird. Die
erfindungsgemässe Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass der Sicherheitstemperaturbegrenzer
bzw.-temperaturwächter (STB, STW) hinsichtlich der Funktionalität auf Feuerungsautomat
und Regler verteilt wird. Die Komponenten des STB bzw. STW, die den Anforderungen
einer erweiterten Sicherheit unterliegen, sind dabei vorzugsweise im Feuerungsautomaten
vorgesehen. Die Komponenten die nicht den besonderen Anforderungen einer erweiterten
Sicherheit unterliegen, sind vorzugsweise im Regler vorgesehen. Beispielsweise wird
der Temperaturvergleich der gefühlten Ist-Temperatur des Kessels mit der maximal zulässigen
Sicherheitstemperatur T
STB bei der der STB bzw. STW auslöst dem Feuerungsautomaten zugeordnet. Der Messfühler
zur Erfassung der Ist- Kesseltemperatur wird vorzugsweise dem Regler zugeordnet. Die
erfasste Ist-Temperatur wird in diesem Fall vom Regler über eine Kommunikationsschnittstelle
an den Feuerungsautomaten übertragen. Die Kommunikationsschnittstelle kann beispielsweise
als Datenbus (elektrisch-/ optische Lichtwellenleiter) oder als Funkverbindung ausgeführt
werden. Der Feuerungsautomat überwacht dabei die Kesseltemperatur und schaltet bei
Überschreiten der eingestellten Sicherheitstemperatur T
STB beispielsweise die Brennstoffventile des Brenners spannungslos, wodurch die Brennstoffzufuhr
unterbrochen wird.
[0016] Durch die erfindungsgemässe Verteilung der Funktionalität des STB bzw. STW auf Regler
und Feuerungsautomat kann der bisher übliche mechanische STB/STW als eigenständiges
Gerät, welches die Kesseltemperatur erfasst, bewertet, überwacht und gegebenenfalls
die Brennstoffzufuhr unterbricht, entfallen. Durch die Zusammenlegung der sicherheitsrelevanten
Funktionen des STB bzw. STW im Feuerungsautomaten brauchen die für die Sicherheitsabschaltung
und vorzugsweise auch die für die Verriegelung erforderlichen Bauelemente nur einmal
vorgesehen werden. Dadurch kann der apparative Aufwand deutlich reduziert werden.
Auch hat die Integration der sicherheitsrelevanten Funktionen des STB bzw. STW im
Feuerungsautomaten den Vorteil, dass die bereits vorhandenen Sicherheitsstrukturen
des Feuerungsautomaten in optimaler Art und Weise synergistisch genutzt werden können.
Selbstverständlich ist auch eine vollständige Integration von STB bzw. STW im Feuerungsautomaten
möglich.
[0017] Dies hätte jedoch den Nachteil, dass in diesem Fall der Anschluss der Temperaturfühler
an den Feuerungsautomaten erfolgen müsste, wodurch der standardisierte Feuerungsautomat
mit zusätzlichen Anschlüssen für die Temperaturfühler belastet werden würde.
[0018] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Messwerterfassung durch
den Messfühler und die Weiterverarbeitung der Messwerte im Regler und die Übertragung
der Messwerte vom Regler an den Feuerungsautomaten über eine Kommunikationsschnittstelle
erfindungsgemäss vom Feuerungsautomaten getestet bzw. überprüft werden kann. Vorzugsweise
wird zur Überprüfung der Temperaturregel-/-begrenzungsfunktion vom Feuerungsautomaten
ein entsprechendes Testanforderungssignal an ein Fühler-/Testwert-Umschaltungsmodul
übertragen, wodurch zwischen dem Messfühlerwiderstand und einem dazu korrespondierenden
Referenzwiderstand umgeschaltet werden kann.
[0019] Vorzugsweise erfolgt die Übertragung der Fühler-/Testwerte zeitlich versetzt zueinander.
Dabei müssen die Anforderungen an die Störsicherheit der Kommunikation beachtet werden.
Vorzugsweise wird ein Datenbus verwendet, der eine CRC-Prüfung zur Feststellung von
Datenübertragungsfehlern ermöglicht. Durch die Verwendung der erfindungsgemässen Datentelegramme
sind keine besonderen Sicherheitsmassnahmen erforderlich.Beispielsweise kann zur Datenübertragung
ein den sicherheitstechnischen Aspekten genügender Datenbus verwendet werden, wie
dieser beispielsweise in der Druckschrift
EP 0751 350 A2 beschrieben ist.
[0020] Wenn der Feuerungsautomat nach einer Störabschaltung einen verriegelten Zustand antrifft,
kann mit der erfindungsgemässen Sicherheitsfunktion zur Entriegelung, die z.B. max.
5 Entriegelungen innerhalb einer bestimmten Zeit erlaubt, die Verriegelung durch einen
über den Datenbus übertragenen Entriegelungsbefehl wieder aufgehoben werden. Der Entriegelungsbefehl
kann hierbei von einem nicht sicherheitsrelevant ausgelegten Gerät, z.B. mittels eines
tragbaren Gerätes vom Bediener, erzeugt werden. Um die Sicherheit der Datenkommunikation
zu erhöhen, kann beim Feuerungsautomaten zusätzlich eine Filterung für die empfangenen
Daten vorgesehen werden. Dadurch kann z.B. verhindert werden, dass der Brenner beispielsweise
unbeabsichtigerweise ein-/ausgeschaltet wird.
[0021] Da der Regler gemäss der Erfindung in Übereinstimmung mit der eingangs genannten
Norm nicht sicherheitsrelevant ausgelegt werden muss, sind keine speziellen Sicherheitsmassnahmen
für den Regler notwendig. Jedoch erfolgt die Überprüfung der Fühler, des Reglers und
der Kommunikationsschnittstelle erfindungungsgemäss durch den Feuerungsautomaten.
Empfehlenswert ist dabei eine galvanische Trennung, die den Anforderungen für Schutzkleinspannung
entspricht, da der Regler im Unterschied zum Feuerungsautomaten in der Regel mit Schutzkleinspannung
betrieben wird. Dabei kann beim Regler oder beim Feuerungsautomaten die galvanische
Trennung in Form von Optokopplern vorgesehen werden.
[0022] Weiterhin hat die Erfindung auch den Vorteil, dass weitere Prozesssignale zwischen
Feuerungsautomat und Regler, beispielsweise die Brennstoffart, etc. über die Kommunikationsschnittstelle
ausgetauscht werden können. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich anhand der
nachfolgenden Beschreibung.
[0023] Figur 1 zeigt schematisiert die erfindungsgemässe Anordnung mit elektronischem Sicherheitstemperaturbegrenzer
in Verbindung mit Regler und Feuerungsautomat.
[0024] Figur 2 zeigt in einem Funktionsblockbild die bevorzugte Implementierung der Erfindung
beispielsweise anhand der Temperaturregel-/-begrenzungsfunktion.
[0025] Figur 1 zeigt das Zusammenwirken von Feuerungsautomat (FA) und Regler mit einem auf
Regler und FA verteiltem Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB). Selbstverständlich
kann anstelle des elektronischen STB auch die Funktion eines Sicherheitstemperaturwächters
(STW) entsprechend implementiert werden. Der Messfühler Tk dient z.B. der Erfassung
der Temperatur eines hier nicht dargestellten Heizkessels und ist an den Regler angeschlossen.
Der Analog/Digital-Wandler des Reglers wandelt den analogen Messwert in einen digitalen
Wert z.B. in einen Temperaturwert T um. Dieser wird vom Regler an den Feuerungsautomaten
übertragen. Der Feuerungsautomat umfasst hierbei ein Sicherheitsmodul. Das Sicherheitsmodul
bzw. STB-Modul überwacht hierbei z.B. die gefühlte Kesseltemperatur T und schaltet
bei Überschreiten des im STB-Modul gespeicherten Referenzwertes (Sicherheitstemperatur
T
STB) den hier nicht dargestellten Brenner ab.
[0026] Die Sicherheitstemperatur bzw. Auslösetemperatur T
STB kann beispielsweise bei der Inbetriebnahme der Anlage von einem Installateur über
ein hier nicht dargestelltes Bediengerät eingestellt werden. Die Sicherheitstemperatur
T
STB wird dabei an den Feuerungsautomaten übertragen und beispielsweise im STB-Modul sicherheitsrelevant
abgespeichert. Die Sicherheitstemperatur T
STB wird vorzugsweise im gleichen Format wie die Kessel-Isttemperatur T an den Feuerungsautomaten
übertragen.
[0027] Zur Überprüfung der korrekten Funktion der Messwerterfassung, des Reglers und der
Kommunikationsschnittstelle führt das STB-Modul erfindungsgemäss einen entsprechenden
Test durch. Beispielsweise wird der Messfühler und der Weg von der Fühleranschlussklemme
einschliesslich der Weiterverarbeitung im Regler, z.B. Analog-/Digitalwandlung und
auch die Übertragung des gewandelten Messwerts von dem Feuerungsautomat überprüft.
Ausserdem wird geprüft, ob der Messwert T innerhalb des durch T
STB definierten zulässigen Bereichs liegt.
[0028] Bei der Kommunikation zwischen Regler und Feuerungsautomat sind die entsprechenden
Anforderungen an die Störsicherheit der Datenübertragung zu beachten, damit die grundsätzliche
Sicherheit gewährleistet ist und es nicht zu unnötigen Störabschaltungen kommt. Bei
Ausfall des Fühlers oder Fehler im Regler oder bei Störung der Kommunikation erfolgt
eine Sicherheitsabschaltung durch den Feuerungsautomaten und zwar solange bis die
Störung bzw. der Fehler beseitigt ist. Auf die verschiedenen Modelle zur Behandlung
der Fehler bzw. Störungen wird nachfolgend eingegangen.
[0029] Figur 2 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Implementierung des Verfahrens
zur Überprüfung einer Temperaturregel-/-begrenzerfunktion, wobei die sicherheitsrelevanten
Funktionen vom Feuerungsautomaten durchgeführt werden.
[0030] Der Regler 20 und der Feuerungsautomat 40 sind wie hier dargestellt über eine Kommunikationsschnittstelle
(30) miteinander verbunden.
[0031] Als Komunikationsschnittstelle zwischen Regler und Feuerungsautomat kann z.B. ein
Datenbus (elektrisch/optisch) oder auch eine drahtlose Funkverbindung eingesetzt werden.
Ein Fühlerwert-/Testwert-Umschaltungsmodul 10 wird vorzugsweise vom Feuerungsautomaten
durch ein Testanforderungssignal angesteuert.
[0032] Die Temperaturfühlerwiderstände 11 und 12 dienen z.B. zur Erfassung der Istwert-Temperatur
eines hier nicht dargestellten Heizkessels. Die Referenzwiderstände 13 und 14 sind
zu diesen über die Schalter 15 und 16 parallel geschaltet. Dadurch ist eine Umschaltung
zwischen den Messfühlerwiderständen 11 und 12 und den Referenzwiderständen 13 und
14 möglich, wodurch die Fühlerwerte oder Referenz-/Testwerte erhalten werden. Selbstverständlich
können die dem Fühlerwert-/Testwert-Umschaltungsmodul 10 zugeordneten Elemente 11
bis 16 entsprechend der Funktionalität teilweise oder auch vollständig im Regler 20
vorhanden sein.
[0033] Durch die zweifache Ausführung der Temperaturfühler, z.B. NTC- Fühler, kann beispielsweise
die richtige Befestigung der Temperaturfühler oder ein Kurzschluss oder ein Fühlerbruch
durch einen Vergleich der Temperaturfühlerwiderstände bzw. der Fühlerwerte erkannt
werden. Diese redundante Ausführung der Temperaturfühler ist somit eine sinnvolle
Sicherheitsmassnahme. Auch kann ein altersbedingtes Abdriften der Fühlerwerte durch
einen Vergleich mit den dazu korrespondierenden Referenzwiderständen bzw. Referenzwerten
festgestellt werden. Anstelle zweier separater Einzelfühler kann selbstverständlich
auch ein Doppelfühler oder auch nur ein Temperaturfühler vorgesehen werden. In diesem
Fall braucht dann nur ein Referenzwiderstand vorgesehen werden. Dabei muss sichergestellt
werden, dass eine zuverlässige und sichere Fühlerplatzierung und Funktion des Fühlers
gewährleistet ist. Dies gilt selbstverständlich auch für den Referenzfühler bzw. Referenzwiderstand.
[0034] Funktioniert die Referenzumschaltung nicht fehlerfrei oder tritt ein Kurzschluss
oder Unterbruch bei einem Referenzwiderstand auf, so kann dies durch die Referenz-/Testwerte
erkannt werden. Die Fühler-/Testwerte T1' und T2' bzw. T
Test 1' und T
Test 2' werden beispielsweise von einem Multiplexer 21 einem Analog-Digital-Wandler 22 zugeführt.
Dabei können durch die Testwerte auch Fehler beim Multiplexen oder bei der Analog-Digital-Wandlung
erkannt werden. Die gewandelten Temperaturwerte T1' und T2' als auch die gewandelten
Testwerte T
Test 1' und T
Test 2' liegen beispielsweise in hexadezimaler Form vor und werden einem Schieberegister
23 zugeführt. Die in dem Register 23 zwischengespeicherten Fühler- und Testwerte werden
dann vorzugsweise einem Linearisierungsmodul 24 zugeführt, welches z.B. über eine
Software zur Linearisierung der Kennlinie verfügt.
[0035] Dabei können die z.B. in hexadezimaler Form im Register 23 vorliegenden Fühler-/Testwerte
in eine für die Auswertung geeignete Form z.B. Integer-Werte überführt werden. Die
durch die Linearisierung erhaltenen Fühler-/Testwerte T1, T2, T
Test1 und T
Test2 werden z. B. einem Schieberegister 25 zugeführt. Die Schieberegister weisen hierbei
vorzugsweise eine Ringstruktur auf. Dadurch dass der letzte Wert bei der Zwischenspeicherung
der Fühler-/Testwerte in den Schieberegistern verworfen wird, ist sichergestellt,
dass sich die Reihenfolge der Fühler-/Testwerte in den entsprechenden Speicherzellen
des Schieberegisters ändert.
[0036] Vorzugsweise wird ein Testanforderungssignal z.B. eine Testansteuersequenz, beispielsweise
alle 10 Sekunden asynchron von einer Testanforderungseinheit (42) des Feuerungsautomaten
an das Fühlerwert-/Testwert-Umschaltungungsmodul (10) übertragen. Die Testanforderungseinheit
42 kann selbstverständlich auch im Sicherheitsmodul 41 enthalten sein. Daraufhin wird
von den Fühlerwiderständen auf die Referenzwiderstände umgeschaltet. Vom Feuerungsautomaten
wird dann das innerhalb eines definierten Zeitintervalles empfangene Antwortsignal
zur Überprüfung der Funktion hinsichtlich aufgetretener Fehler bzw. Störungen in der
Anlage entsprechend ausgewertet. Beispielsweise kann auch die Asynchronität zwischen
Fühler-/Testwerten vom Feuerungsautomaten ausgewertet werden.
[0037] Die Antwort auf die Testanforderung kann zusätzlich durch ein spezielles Attribut
gekennzeichnet werden. Dadurch kann die Auswertung der Antwort durch den Feuerungsautomat
erleichtert werden. Als Attribut zur Kennzeichnung der Antwort auf die Testanforderung
kann beispielsweise eine aktuelle Zeitangabe verwendet werden. Alternativ könnte auch
ein vom Regler generierter Zufallswert, der vom Feuerungsautomaten nachgeprüft wird,
verwendet werden.
[0038] Vorzugsweise erfolgt die Übertragung der Fühler-/Testwerte z.B. nach einem Protokoll
z.B. in Form eines Datentelegramms. Dafür kann z.B. ein entsprechender Sendebuffer
26 vorgesehen werden. Im Sendebuffer ist z.B. eines der vier Datentelegramme P
1 bis P
4 zur Übertragung an den Feuerungsautomaten vorgesehen. Die Telegramme P
1 und P
2 werden jeweils vorzugsweise periodisch, z.B. alle 5 Sekunden vom Regler selbsttätig
an den Feuerungsautomaten übertragen.
[0039] Das Telegramm P1 umfasst z.B. die Fühlerwerte T1, T2 und den Testwert T
Test1.
Das Telegramm P
2 umfasst z.B. den Testwert T
Test2 und die Fühlerwerte T1 und den Fühlerwert T2. Die Telegramme P
3, P
4 können jeweils z.B. als Antwort auf die Testanforderung vorzugsweise asynchron zu
den Telegrammen P
1 oder P
2 übertragen werden. Das Telegramm P
3 umfasst z.B. die beiden Testwerte T
Test1, T
Test2 und den Fühlerwert T1. Das Telegramm P
4 umfasst z.B. den Fühlerwert T2 und die beiden Testwerte T
Test1, T
Test2.
[0040] Der Feuerungsautomat (40) bzw. das Sicherheitsmodul (41) kann dann anhand der empfangenen
Datentelegramme P
1, P
2, P
3 oder P
4 die Überprüfung der Temperaturregel-/-begrenzungsfunktion durchführen. Nachfolgend
werden die verschiedenen Testfunktionen beschrieben. Der Feuerungsautomat testet zunächst
die korrekte Reihenfolge der Telegramme P
1 bis P
4 Beispielsweise wird ein Neustart des Brenners verhindert, wenn nicht die richtige
Testsequenz festgestellt wird.
[0041] Nachfolgend werden die im Funktionsblockbild dargestellten Testfunktionen beschrieben.
Selbstverständlich kann für die Testfunktionen auch eine andere Reihenfolge als die
hier dargestellte verwendet werden.
[0042] Die erste Testfunktion beinhaltet die Überprüfung der beiden Temperaturwerte T1 und
T2, die zu diesem Zweck mit der Auslösetemperatur des Sicherheitstemperaturbegrenzers
T
STB verglichen werden. Bei Erreichen bzw. Überschreiten von T
STB wird eine Störmeldung generiert und es erfolgt eine Abschaltung des Brenners durch
den Feuerungsautomaten. Dabei erfolgt auch eine Verriegelung, falls gleichzeitig ein
Einschaltbefehl vom Regler an den Feuerungsautomaten vorliegt.
[0043] Bei der zweiten Testfunktion werden die Fühlerwerte T1 und T2 jeweils mit einer maximal
zulässigen Temperaturdifferenz T
diff verglichen. Wenn diese Temperaturdifferenz beispielsweise dauerhaft überschritten
wird verriegelt der Feuerungsautomat den Brenner und generiert eine entsprechende
Fehlermeldung. Bei einem kurzzeitigen bzw. einmaligen Überschreiten der Temperaturdifferenz
kann auch nur eine Sicherheitsabschaltung erfolgen. Tritt das Überschreiten der zulässigen
Temperaturdifferenz jedoch innerhalb einer bestimmten Zeit erneut oder auch mehrmals
auf, so verriegelt der Feuerungsautomat den Brenner.
[0044] Die dritte Testfunktion beinhaltet einen Vergleich der z.B. von den Referenzwiderständen
abgeleiteten Referenzwerte T
Ref1 und T
Ref2 mit den Testwerten T
Test1 und T
Test2.
Entspricht hierbei das Vergleichsergebnis z.B. nicht einem Erwartungswert, so schaltet
der Feuerungsautomat den Brenner ab und es wird eine Fehlermeldung generiert. Bei
Ausbleiben einer Antwort auf die Testanforderung kann z.B. ein Ausfall des Referenzwiderstandes
oder des Reglers oder eine Kommunikationsstörung vorliegen. In diesem Fall kann z.B.
nach einer Zeitverzögerung die Verriegelung des Brenners durch den Feuerungsautomaten
erfolgen.
[0045] Die vierte Funktion umfasst z.B. einen Übertemperaturzähler zur Feststellung, ob
bei ausgeschaltetem Brenner aufgrund eines Nachwärmeffektes die Sicherheitstemperatur
T
STB nachträglich noch überschritten wird. Ist dies der Fall so wird ein entsprechender
Zähler inkrementiert. Hat der Zählerstand Z
Aus beispielsweise einen vorgegebenen Wert Z
STB erreicht, so erfolgt eine Verriegelung.
[0046] Verriegelt der Feuerungsautomat bzw. das STB-Modul nach einer Störabschaltung den
Brenner, so kann dieser durch einen Entriegelungsbefehl entriegelt werden. Der Entriegelungsbefehl
kann hierbei auch von einem nicht sicherheitsgerichtet ausgelegten Bediengerät erzeugt
werden. Dabei muss die fehlerfreie Datenübertragung des Entriegelungsbefehles über
den Datenbus sichergestellt sein. Hierzu kann beispielsweise eine CRC-Fehlerprüfung
erfolgen. Darüber hinaus müssen keine weiteren besonderen Sicherheitsmassnahmen bezüglich
der Datenübertragung des Entriegelungsbefehles vorgesehen werden.
[0047] Im folgenden wird die Entriegelungsfunktion beschrieben. Wenn eine Störung des Feuerungsautomaten
mit Verriegelung vorliegt, die als Störmeldung vom Feuerungsautomat auf den Datenbus
abgegeben wurde und auf dem Bediengerät angezeigt wird, kann der Bediener beispielsweise
ein zur Entriegelung vorgesehenes Menü am Bediengerät anwählen. Der Entriegelungsbefehl
wird dann vom Bediener über das Bediengerät an den Datenbus gegeben. Daraufhin erfolgt
dann die Entriegelung. Um Fehlbedienungen zu vermeiden wird die Entriegelungsfunktion
vorzugsweise im Handshake-Verfahren durchgeführt. Beispielsweise kann das Bediengerät
welches den Entriegelungsbefehl ausgelöst hat eine bestimmte Zeit abwarten, ob die
Entriegelung erfolgreich durchgeführt worden ist.
Bleibt die Information, dass die Entriegelung erfolgreich war aus, so kann z.B. erst
nach einer Zeitverzögerung ein erneuter Versuch zur Entriegelung zugelassen werden.
[0048] Hinsichtlich der Entriegelung können z.B. drei Entriegelungsklassen unterschieden
werden. Die erste Klasse betrifft z.B. interne Fehler des Feuerungsautomaten, die
nur nach Aufhebung einer Sperrung der Entriegelung zurückgesetzt werden können. Im
Fall, dass die Entriegelung gesperrt ist kann z.B. nur über einen Netz-Ein-Ausschalter
oder über eine spezielle Entriegelungstaste z.B. durch eine Entriegelungstaste des
Kesselschaltfeldes mittels einer separaten Datenleitung die Sperrung aufgehoben werden.
Die Sperrung als auch die Entriegelung kann durch eine entsprechende Anzeige dem Bediener
kenntlich gemacht werden.
[0049] Die zweite Klasse betrifft z.B. Fehler in der Heizanlage, bei denen die STB-Funktion
ausgelöst hat. Die Verriegelung kann hierbei vom Bediener mittels eines über den Datenbus
gesendeten Entriegelungsbefehles z.B. nur einmal zurückgesetzt werden.
[0050] Die dritte Klasse betrifft sonstige Applikations-Fehler, die beispielsweise über
ein Bediengerät zurückgesetzt werden können. Vorzugsweise wird hierzu eine Sicherheitsfunktion
verwendet, die z.B. maximal 5 Entriegelungen innerhalb einer definierten Zeit erlaubt.
Die Sicherheitsfunktion ist dabei nur bei einer Entriegelung über den Datenbus wirksam.
1. Vorrichtung zur Temperaturregelung/-begrenzung für eine Wärmeerzeugungsanlage, welche
wenigstens einen Messfühler (Tk) aufweist, der mit einem Regler (20) verbunden ist, der über eine Kommunikationsschnittstelle
(30) mit einem Feuerungsautomaten (40) in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, dass der Feuerungsautomat (40) ein Sicherheits-Modul (41) aufweist, welches die vom Messfühler
erfasste Temperatur, die an den Regler weitergeleitet und von diesem über die Kommunikationsschnittstelle
an den Feuerungsautomaten übertragen wird mit einer im Sicherheits-Modul (41) gespeicherten
maximal zulässigen Sicherheitstemperatur (TSTB) vergleicht und dass das Sicherheits-Modul (41) bei Erreichen bzw. Überschreiten
der Sicherheitstemperatur ein Abschaltsignal generiert, welches eine Abschaltung der
Anlage durch den Feuerungsautomaten bewirkt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Messfühler (Tk) vorgesehen ist, der mit dem Regler (20) verbunden ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fühlerwert-/Testwert-Umschaltungsmodul (10) vorgesehen ist, welches wenigstens
einen Schalter (15, 16) aufweist, der einen Referenzwiderstand (13, 14) parallel zu
dem Messfühlerwiderstand (11, 12) schaltet und dass die Umschaltung zwischen Temperaturfühlerwiderstand
(11, 12) und Referenzwiderstand (13, 14) vom Feuerungsautomaten (40) gesteuert wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Testanforderungseinheit (42) des Feuerungsautomaten ein Testanforderungssignal
an das Fühlerwert-/Testwert-Umschaltungsmodul (10) übertragen wird, wodurch wenigstens
ein von dem Referenzwiderstand abgeleiteter Testwert (TTest1, TTest2) über die Kommunikationsschnittstelle an den Feuerungsautomaten (40) übertragen wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der vom Messfühler-/Referenzwiderstand (11,12,13,14) abgeleitete Fühler-/Testwert
vom Regler (20) weiterverarbeitet wird, bevor dieser über die Kommunikationsschnittstelle
(30) an den Feuerungsautomaten (40) übertragen wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Weiterverarbeitung des Fühler-/Testwertes ein Multiplexer (21), ein Analog-Digital-Wandler
(22), wenigstens ein Schieberegister (23, 25) und ein Linearisierungsmodul (24) vorgesehen
sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kommunikationsschnittstelle (30) zur Verbindung des Reglers (20) mit dem Feuerungsautomaten
(40) als Datenbus oder als Funkverbindung ausgeführt ist.
8. Verfahren zur Überprüfung der Funktion insbesondere der Temperaturregel-/begrenzungsfunktion
für eine Wärmeerzeugungsanlage, die wenigstens einen Messfühler (Tk), einen Regler (20), eine Kommunikationsschnittstelle (30) sowie einen Feuerungsautomaten
(40) umfasst, wobei die von wenigstens einem Messfühler abgeleiteten Messwerte (T1
,T2) an den Regler zur Weiterverarbeitung weitergeleitet und über die Kommunikationsschnittstelle
an den Feuerungsautomaten übertragen werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Feuerungsautomat die empfangenen Messwerte (T1,T2) mit einer maximal zulässigen
Sicherheitstemperatur (TSTB) vergleicht und dass bei Erreichen bzw. Überschreiten der Sicherheitstemperatur (TSTB) ein Abschaltsignal generiert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zur Funktionsüberprüfung der Messwerterfassung und/oder der Weiterverarbeitung der
Messwerte und/oder der Übertragung der Messwerte vom Feuerungsautomaten ein Testanforderungssignal
generiert wird und das innerhalb einer definierten Zeitdauer die Antwort auf die Testanforderung
vom Feuerungsautomaten empfangen wird, die dann vom Feuerungsautomaten ausgewertet
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Antwort auf die Testanforderung mit einem speziellen Attribut versehen wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Antwort auf das Testanforderungssignal Testwerte (TTest1, TTest2) umfasst,
die mit Referenzwerten (TRef1, TRef2) verglichen werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass wenn der Vergleich zwischen Referenz- und Testwerten nicht einem Erwartungswert entspricht
eine Fehlermeldung generiert wird oder dass ein Ausbleiben der Antwort auf die Testanforderung
einen Ausfall des Messfühlerwiderstandes/Referenzwiderstandes oder des Reglers oder
eine Kommunikationsstörung anzeigt und in diesem Fall nach einer Zeitverzögerung die
Verriegelung des Brenners durch den Feuerungsautomaten erfolgt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Messwerte (T1,T2) mit einer maximal zulässigen Temperaturdifferenz Tdiff verglichen werden und dass wenn diese Temperaturdifferenz einmal überschritten wird
eine Sicherheitsabschaltung durch den Feuerungsautomaten erfolgt und dass wenn die
zulässige Temperaturdifferenz innerhalb einer bestimmten Zeit erneut überschritten
wird der Feuerungsautomat den Brenner verriegelt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass überprüft wird, ob nach Abschaltung des Brenners aufgrund eines Nachwärmeffektes
die Sicherheitstemperatur (TSTB) überschritten wird und dass wenn dies der Fall ist, der Zählerstand (ZAus) eines Zählers inkrementiert wird und dass wenn der aktuelle Zählerstand (ZAus) einen vorgegebenen zulässigen Grenzwert (ZSTB) erreicht eine Verriegelung des Brenners durch den Feuerungsautomaten erfolgt.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass zur Entriegelung eine Sicherheitsfunktion verwendet wird, die eine maximale Anzahl
von Entriegelungen innerhalb einer definierten Zeitdauer erlaubt, wobei diese Funktion
nur bei einer Entriegelung über die Kommunikationsschnittstelle wirksam ist.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Fühler- und Testwerte als Datentelegramm periodisch und selbständig vom Regler
an den Feuerungsautomaten übertragen werden oder asynchron als Antwort auf eine Anforderung
des Feuerungsautomaten an diesen übertragen werden, wobei in beiden Fällen diese dann
vom Feuerungsautomaten überprüft werden.
1. Apparatus for temperature regulation/limitation for a heat generating installation,
which has at least one measurement sensor (Tk) which is connected to a regulator (20) which is connected via a communication interface
(30) to an automatic heating system (40), characterized in that the automatic heating system (40) has a safety module (41) which compares the temperature
which is detected by the measurement sensor, is passed on to the regulator and is
transmitted from the regulator via the communication interface to the automatic heating
system with a maximum permissible safe temperature (TSTB) which is stored in the safety module (41), and in that the safety module (41) generates a switch-off signal on reaching or exceeding the
safe temperature, which switch-off signal causes the installation to be switched off
by the automatic heating system.
2. Apparatus according to claim 1, characterized in that a further measurement sensor (Tk) is provided, and is connected to the regulator (20).
3. Apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that a sensor value/test value switching module (10) is provided, which has at least one
switch (15, 16) which connects a reference resistance (13, 14) in parallel with the
measurement sensor resistance (11, 12), and in that the switching between the temperature sensor resistance (11, 12) and the reference
resistance (13, 14) is controlled by the automatic heating system (40).
4. Apparatus according to claim 3, characterized in that a test requirement unit (42) for the automatic heating system transmits a test requirement
signal to the sensor value/test value switching module (10), as a result of which
at least one test value (TTest1, TTest2), which is derived from the reference resistance, is transmitted via the communication
interface to the automatic heating system (40).
5. Apparatus according to claim 4, characterized in that the sensor/test value derived from the measurement sensor/reference resistance (11,
12, 13, 14) is processed further by the regulator (20) before it is transmitted via
the communication interface (30) to the automatic heating system (40).
6. Apparatus according to claim 5, characterized in that a multiplexer (21), an analog/digital converter (22), at least one shift register
(23, 25) and a linearization module (24) are provided for further processing of the
sensor/test value.
7. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the communication interface (30) for connection of the regulator (20) to the automatic
heating system (40) is in the form of a data bus or a radio link.
8. Method for checking the operation in particular of the temperature regulation/limitation
function for a heat generating installation, which has at least one measurement sensor
(Tk), a regulator (20), a communication interface (30) and an automatic heating system
(40) with the measurement values (T1, T2) which are derived from at least one measurement
sensor being passed on to the regulator for further processing and being transmitted
via the communication interface to the automatic heating system, characterized in that the automatic heating system compares the received measurement values (T1, T2) with
a maximum permissible safe temperature (TSTB) and in that a switch-off signal is generated on reaching or exceeding the safe temperature (TSTB).
9. Method according to claim 8, characterized in that a test requirement signal is generated for functional checking of the measurement
value recording and/or for further processing of the measurement values and/or for
transmission of the measurement values from the automatic heating system, and in that the response to the test requirement is received by the automatic heating system
within a defined time period and is then evaluated by the automatic heating system.
10. Method according to claim 9, characterized in that the response to the test requirement is provided with a specific attribute.
11. Method according to one of claims 9 or 10, characterized in that the response to the test requirement signal comprises test values (TTest1, TTest2) which are compared with reference values (TRef1, TRef2).
12. Method according to claim 11, characterized in that, if the comparison between the reference and the test values does not correspond
to an expected value, a fault message is generated, or in that lack of the response to the test requirement indicates a failure of the measurement
sensor resistance/reference resistance or of the regulator, or indicates a communication
fault, and in this case the automatic heating system locks the burner after a time
delay.
13. Method according to one of claims 8 to 12, characterized in that the measurement values (T1, T2) are compared with a maximum permissible temperature
difference Tdiff, and in that, once this temperature difference has been exceeded, a safety switch-off is carried
out by the automatic heating system, and in that, if the permissible temperature difference is once again exceeded within a specific
time, the automatic heating system locks the burner.
14. Method according to one of claims 8 to 13, characterized in that a check is carried out to determine whether the safe temperature (TSTB) is exceeded as a result of a subsequent heating effect after the burner has been
switched off, and in that, if this is the case, the count (Zoff) of a counter is incremented, and in that the automatic heating system locks the burner when the current count (Zoff) reaches a predetermined maximum permissible limit value (ZSTB).
15. Method according to one of claims 8 to 14, characterized in that a safety function is used for unlocking, which allows a maximum number of unlocking
operations within a defined time period, with this function being effective only for
unlocking via the communication interface.
16. Method according to one of claims 8 to 15, characterized in that the sensor and test values are transmitted as a data message periodically and automatically
from the regulator to the automatic heating system, or are transmitted asynchronously
to the automatic heating system as a response to a requirement from the automatic
heating system, with this then being checked by the automatic heating system in both
cases.
1. Dispositif de régulation/limitation de température pour une installation génératrice
de chaleur, comprenant au moins une sonde de mesure (Tk) reliée à un régulateur (20) qui communique avec un automate à brûleur (40) par le
biais d'une interface de communication (30), caractérisé en ce que l'automate à brûleur (40) comprend un module de sécurité (41) qui compare la température
saisie par la sonde de mesure, laquelle température est transmise au régulateur et
transmise de celui-ci à l'automate à brûleur par le biais de l'interface de communication,
avec une température de sécurité maximale autorisée (TSTB) enregistrée dans le module de sécurité (41) et en ce que le module de sécurité (41) génère, en cas d'atteinte resp. de dépassement de la température
de sécurité, un signal de mise hors service qui entraîne une mise hors service de
l'installation par l'automate à brûleur.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une autre sonde de mesure (Tk) reliée au régulateur (20) est prévue.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on prévoit un module de commutation entre valeur de sonde/valeur de test (10) comprenant
au moins un commutateur (15, 16) qui commute une résistance de référence (13, 14)
en parallèle avec la résistance de sonde de mesure (11, 12) et en ce que la commutation entre la résistance de sonde de température (11, 12) et la résistance
de référence (13, 14) est commandée par l'automate à brûleur (40).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'un signal de demande de test est transmis au module de commutation entre valeur de
sonde/valeur de test (10) par une unité de demande de test (42) de l'automate à brûleur,
grâce à quoi au moins une valeur de test (Ttest1, Ttest2) dérivée de la résistance de référence est transmise à l'automate à brûleur (40)
par le biais de l'interface de communication.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que la valeur de sonde/de test dérivée de la résistance de sonde de mesure/de référence
(11, 12, 13, 14) est traitée par le régulateur (20) avant d'être transmise à l'automate
à brûleur (40) par le biais de l'interface de communication (30).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce qu'un multiplexeur (21), un convertisseur analogique/numérique (22), au moins un registre
à décalage (23, 25) et un module de linéarisation (24) sont prévus pour le traitement
de la valeur de sonde/de test.
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'interface de communication (30) permettant de relier le régulateur (20) à l'automate
à brûleur (40) est exécutée en tant que bus de données ou en tant que liaison radio.
8. Procédé de surveillance du fonctionnement, notamment de la fonction de régulation/limitation
de température, pour une installation génératrice de chaleur comprenant au moins une
sonde de mesure (Tk), un régulateur (20), une interface de communication (30) et un automate à brûleur
(40), les valeurs de mesure (Tl, T2) dérivées d'au moins une sonde de mesure étant
transmises au régulateur en vue de leur traitement et transmises à l'automate à brûleur
par le biais de l'interface de communication, caractérisé en ce que l'automate à brûleur compare les valeurs de mesure (Tl, T2) reçues à une température
de sécurité maximale autorisée (TSTB) et en ce qu'un signal de mise hors service est généré lorsque la température de sécurité (TSTB) est atteinte resp. dépassée.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'un signal de demande de test est généré par l'automate à brûleur pour la surveillance
du fonctionnement de la saisie des valeurs de mesure et/ou du traitement des valeurs
de mesure et/ou de la transmission des valeurs de mesure et en ce que la réponse à la demande de test est reçue par l'automate à brûleur dans les limites
d'une période de temps définie et est ensuite analysée par l'automate à brûleur.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que la réponse à la demande de test est pourvue d'un attribut spécial.
11. Procédé selon l'une des revendications 9 ou 10, caractérisé en ce que la réponse au signal de demande de test comprend des valeurs de test (Ttest1, Ttest2) qui sont comparées à des valeurs de référence (Tref1, Tref2).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'un message d'erreur est généré lorsque la comparaison entre les valeurs de référence
et les valeurs de test ne correspond pas à une valeur attendue ou en ce qu'une absence de réponse à la demande de test indique une défaillance de la résistance
de sonde de mesure/résistance de référence ou du régulateur ou une perturbation dans
la communication et le verrouillage du brûleur par l'automate à brûleur intervient
dans ce cas après un temps de retard.
13. Procédé selon l'une des revendications 8 à 12, caractérisé en ce que les valeurs de mesure (T1, T2) sont comparées à une différence de température maximale
autorisée Tdiff et en ce qu'une coupure de sécurité par l'automate à brûleur intervient lorsque cette différence
de température est dépassée une fois et en ce que l'automate à brûleur verrouille le brûleur lorsque la différence de température autorisée
est dépassée à nouveau dans une période déterminée.
14. Procédé selon l'une des revendications 8 à 13, caractérisé en ce que l'on contrôle si la température de sécurité (TSTB) est dépassée, après une coupure du brûleur, en raison d'un effet de chaleur résiduelle
et en ce que, si tel est le cas, l'état du compteur (Zaus) d'un compteur est incrémenté et en ce qu'un verrouillage du brûleur par l'automate à brûleur intervient lorsque l'état actuel
du compteur (Zaus) atteint une valeur limite autorisée prédéfinie (ZSTB).
15. Procédé selon l'une des revendications 8 à 14, caractérisé en ce que l'on utilise pour le déverrouillage une fonction de sécurité qui permet un nombre
maximum de déverrouillages dans une période de temps définie, cette fonction n'étant
active que dans le cas d'un déverrouillage par le biais de l'interface de communication.
16. Procédé selon l'une des revendications 8 à 15, caractérisé en ce que les valeurs de sonde et de test sont transmises du régulateur à l'automate à brûleur
de manière périodique et autonome en tant que télégramme de données ou transmises
à l'automate à brûleur de manière asynchrone en tant que réponse à une demande de
celui-ci, ces valeurs étant contrôlées par l'automate à brûleur dans les deux cas.


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