[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrischen Steckverbinder, insbesondere
zur Verwendung zwischen einer Zündpille und einem elektrischen Steuergerät für ein
Insassenrückhaltesystem in Kraftfahrzeugen. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren
zur Montage eines solchen Steckverbinders.
[0002] Elektrische Steckverbindungen zur lösbaren mechanischen Verbindung bzw. Verriegelung
elektrisch leitender Verbindungen sind in zahlreichen Ausführungsformen bekannt. Besonders
sicherheitskritische Verbindungen sind elektrische Steckverbindungen in Kraftfahrzeugen,
mit denen eine elektrisch leitende Verbindung zwischen einem elektrischen Steuergerät
eines Insassenrückhaltesystems und einer Zündpille eines Airbags und/oder eine Gurtstraffvorrichtung
oder dergleichen hergestellt wird.
[0003] Die Herstellung eines solchen Steckverbinders muss möglichst zuverlässig erfolgen,
wobei insbesondere die Kontaktierung der Zündpille über den Steckverbinder sichergestellt
sein muss. Die elektrische Verbindung zwischen dem Kontakt und einer Verbindungsleitung
wird häufig mit Hilfe einer Klemmeinrichtung hergestellt, die nach dem Einsetzen von
Kontakt und Verbindungsleitung in ein Steckergehäuse so verbogen wird, dass Kontakt
und Verbindungsleitung miteinander verbunden werden. Auch Schweißverbindungen zwischen
Kontakt und Verbindungsleitung sind denkbar. Der Zugang eines Bearbeitungsgeräts,
mit dessen Hilfe die Verbindungsleitung und der Kontakt miteinander verbunden werden
können, ist in dem engen Steckergehäuse jedoch schwierig, so dass üblicherweise die
Verbindung vor Einsetzen des Kontaktes in das Steckergehäuse hergestellt wird. Dies
erschwert den Montageprozess, da ein mit einer Verbindungsleitung verbundener Kontakt
schwer in einem automatisierten Montageprozess gehandhabt werden kann.
[0004] Nach dem Einsetzen des Kontakts und der daran zum Beispiel durch eine Klemmverbindung
angeschlossenen Verbindungsleitung in das Steckergehäuse wird in das Steckergehäuse
eine Spule eingesetzt, die so mit dem elektrischen Kontakt verbunden wird, um später
elektrisch zwischen der Verbindungsleitung und einem Steckeranschluss zur Zündpille
geschaltet zu sein. Zum Anschließen der Spule an den Kontakt muss ein geeignetes elektrisches
Verbindungsverfahren zwischen den Spulenanschlüssen und einem Kontaktbereich des Kontakts
angewendet werden. Solche Verbindungsverfahren erfordern es, einseitig eine Kraft
auf den Kontaktbereich auszuüben wodurch der Kontaktbereich insbesondere bei der durch
den Verbindungsvorgang benötigten Wärme leicht verbiegen kann.
[0005] Anschließend wird der Kontaktbereich zwischen den Anschlüssen der Spule durchtrennt,
so dass die Spule in Reihe zwischen der Verbindungsleitung und dem Anschlussbereich
des Steckverbinders geschaltet ist. Das Durchtrennen des Kontaktbereichs erfolgt üblicherweise
durch ein Ausstanzen, das üblicherweise durch ein Werkzeug mit einem Schneidteil und
einem dazu gegenüberliegenden Schneidstempel durchgeführt werden muss. Für einen solchen
Stanzprozess ist jedoch in dem engen Steckergehäuse nur wenig Platz zur Verfügung.
Bei einem Durchstanzen des Kontaktbereichs vor der Montage der miteinander verbundenen
Kontakt- und Verbindungsleitung in das Steckergehäuse ist aufgrund der instabilen
Struktur einer solchen Anordnung schwierig durchzuführen.
[0006] Gattungsgemäße elektrische Steckverbindungen sind aus den Druckschriften DE 197 35
168 A1, aus DE 198 40 648 C1 und aus DE 198 40 726 A1 bekannt, die jeweils zur Verwendjung
zwischen einer Dose (Zündpille) und einem elektrischen Steuergerät für ein Insassenrückhaltesystem
in Kraftfahrzeugen vorgesehen sind.
[0007] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen elektrischen Steckverbinder zu schaffen,
der auf einfache Weise hergestellt bzw. montiert werden kann. Es ist weiterhin Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Montage eines elektrischen Steckverbinders
vorzusehen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch den elektrischen Steckverbinder nach Anspruch 1 sowie durch
das Verfahren zur Montage eines Steckverbinders nach Anspruch 11 gelöst.
[0009] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0010] Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein elektrischer Steckverbinder,
insbesondere zur Herstellung einer elektrischen und einer mechanischen Verbindung
zwischen einer Zündpille und einem elektrischen Steuergerät eines Insassenrückhaltesystems
in Kraftfahrzeugen vorgesehen. Der Steckverbinder weist ein Steckergehäuse zur Aufnahme
eines elektrischen Kontaktes und einer mit dem elektrischen Kontakt elektrisch verbundenen
Verbindungsleitung auf. Auf das Steckergehäuse ist eine Gehäuseabdeckung aufsetzbar,
so dass der elektrische Kontakt und die Verbindungsleitung geschützt sind. Das Steckergehäuse
weist auf zwei im wesentlichen einander gegenüberliegenden Seiten Öffnungen auf, um
während der Montage des Steckverbinders beidseitigen Zugang zu den zu bearbeitenden
Bereichen an dem elektrischen Kontakt bzw. an der Verbindungsleitung zu gewähren.
Die Gehäuseabdeckung ist so gestaltet, um durch Aufsetzen auf das Steckergehäuse die
einander gegenüberliegenden Öffnungen abzudecken. Dies kann insbesondere mit einer
U-förmig ausgebildeten Gehäuseabdeckung erreicht werden.
[0011] Der erfindungsgemäße Steckverbinder hat den Vorteil, dass durch die gegenüberliegende
Öffnung die notwendigen Montageschritte, die den elektrischen Kontakt bzw. die Verbindung
des elektrischen Kontaktes mit der Verbindungsleitung betreffen, in dem Steckergehäuse
durchgeführt werden können, wobei ein beidseitiger Zugang zu den zu bearbeitenden
Bereichen möglich ist. Somit kann z.B. das Verklemmen einer Klemmverbindung zwischen
der Verbindungsleitung und z.B. einem Crimp des elektrischen Kontakts durch zwei Stempel
erfolgen, die durch die beiden Öffnungen des Steckergehäuses an die Verbindungsstelle
geführt werden. Auch beim Verschweißen von Kontakt und Verbindungsleitung mit Hilfe
von Ultraschall oder Widerstandsschweißen ist ein Heranführen von Sonotroden bzw.
Elektroden von zwei Seiten sinnvoll. Auch beim Durchstanzen des Kontaktbereichs des
elektrischen Kontakts können die Stanzwerkzeuge beidseitig an den betreffenden Bereich
herangeführt werden, so dass keine einseitig wirkende Kraft auf den elektrischen Kontakt
wirkt. Auf diese Weise kann eine Beschädigung des elektrischen Kontakts in dem Steckergehäuse
durch eine einseitig wirkende Kraft vermieden werden.
[0012] Um nach der Montage den Zugang zu dem elektrischen Kontakt bzw. zu der Verbindungsleitung
zu unterbinden, ist eine geeignete Gehäuseabdeckung vorgesehen, die auf das Steckergehäuse
aufgesetzt werden kann, so dass die einander gegenüberliegenden Öffnungen abgedeckt
werden.
[0013] Vorzugsweise weist das Steckergehäuse eine Führung auf, die mit der Gehäuseabdeckung
so zusammen wirkt, dass die Gehäuseabdeckung durch ein Aufschieben auf das Steckergehäuse
die einander gegenüberliegenden Öffnungen abdeckt. Die Führung hält dabei die Gehäuseabdeckung
auf dem Steckergehäuse, so dass die Gehäuseabdeckung nur in eine Richtung abnehmbar
ist. Dies ist im Falle eine U-förmigen Gehäuseabdeckung in Richtung des Kopfteils
der Gehäuseabdeckung, das die Schenkel der Gehäuseabdeckung miteinander verbindet.
[0014] Vorzugsweise kann zur Abdeckung der Kontakte eine Kontaktabdeckung vorgesehen sein,
die auf das Steckergehäuse in einem Bereich der elektrischen Kontakte aufsetzbar ist
und die eine Ausnehmung aufweist, um mit einem Vorsprung der Gehäuseabdeckung zusammen
zu wirken, so dass durch das Aufsetzen der Kontaktabdeckung auf das Steckergehäuse
die Gehäuseabdeckung verriegelbar ist. Auf diese Weise kann die Gehäuseabdeckung gegen
ein Verschieben auf dem Steckergehäuse entlang der Führung gesichert werden.
[0015] Vorzugsweise weist die Gehäuseabdeckung ein Verriegelungselement auf, um den Steckverbinder
durch Eindrücken der Kontaktabdeckung auf das Steckergehäuse in einer Steckdose, in
die der Steckverbinder einsteckbar ist und gleichzeitig die Gehäuseabdeckung zu verriegeln.
[0016] Es kann vorgesehen sein, dass die Gehäuseabdeckung eine Zugentlastung aufweist, um
im aufgesetzten Zustand die Verbindungsleitung gegen eine Zugkraft von außen zu entlasten.
Auf diese Weise wird gewährleistet, dass das die Verbindung zwischen Kontakt und Verbindungsleitung
gegen eine Zugkraft im wesentlichen entlastet ist.
[0017] Vorzugsweise weist der elektrische Kontakt einen Kontaktbereich auf, der einen Crimpanschluss
umfasst, um den elektrischen Kontakt mit der Verbindungsleitung elektrisch zu verbinden.
Ein Crimpanschluss stellt eine geeignete Klemmverbindung dar, die den elektrischen
Kontakt und die Verbindungsleitung zuverlässig elektrisch verbindet.
[0018] Das Steckergehäuse weist vorzugsweise ein elektrisches Bauelement, insbesondere eine
Spule auf, das mit dem elektrischen Kontakt, insbesondere dem Kontaktbereich verbunden
ist. Der Kontaktbereich ist zweiteilig ausgeführt, wobei zwischen die beiden Teile
des Kontaktbereichs das elektrische Bauelement geschaltet ist. Auf diese Weise kann
die Verbindungsleitung mit dem Kontaktanschluss über das elektrische Bauelement verbunden
werden. Im Falle einer Spule können so Signalspitzen herausgefiltert werden, die bei
Verwendung in einem Insassenrückhaltesystem zu einer ungewollten Zündung der Zündpille
führen können.
[0019] Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Montage
eines Steckverbinders vorgesehen. Dabei werden ein elektrischer Kontakt und eine Verbindungsleitung
in ein Steckergehäuse eingesetzt, wobei der elektrische Kontakt und die Verbindungsleitung
miteinander verbunden werden, indem die Verbindungsleitung mit dem elektrischen Kontakt
verklemmt wird. Beim Verklemmen werden zwei Klemmwerkzeuge durch gegenüberliegende
Öffnungen des Steckergehäuses eingebracht werden und wobei Verbindungsleitung und
Kontakt in einem Klemmbereich durch Gegeneinanderpressen der Klemmwerkzeuge miteinander
verbunden werden.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht es, die Klemmverbindung auf einfache Weise
herzustellen, da die Klemmwerkzeuge von zwei gegenüberliegenden Seiten an den Klemmbereich
herangebracht werden können und dann durch Gegeneinanderpressen der Klemmwerkzeuge
die Verbindungsleitung und der Kontakt miteinander verbunden werden. Dies stellt eine
erhebliche Vereinfachung gegenüber einer bisherigen Montage dar, bei der die Klemmverbindung
in dem Steckergehäuse durch Hineinbringen von Klemmwerkzeugen durch eine Öffnung vorgenommen
werden konnte. In diesem Fall besteht für eine Bewegung der Klemmwerkzeuge nur wenig
Raum, um die Klemmverbindung zu umgreifen und ausreichend Druck aufzubringen, Verbindungsleitung
und Kontakt zu verklemmen. Dies führt unter Umständen zu einer nicht ausreichend festen
Verklemmung zwischen Verbindungsleitung und Kontakt.
[0021] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass der elektrische Kontakt mit zwei Anschlüssen
eines elektrischen Bauelements verbunden wird, wobei der elektrische Kontakt zwischen
den Stellen, an denen die zwei Anschlüsse mit dem elektrischen Kontakt verbunden sind,
durchtrennt wird. Für das Durchtrennen wird ein zweiteiliges Durchtrennwerkzeug verwendet,
dessen Teile durch die einander gegenüberliegenden Öffnungen an den Kontakt herangeführt
werden und anschließend durch Zusammenpressen der Teile der Kontakt durchtrennt wird.
Auf diese Weise kann der elektrische Kontakt durchtrennt werden, ohne eine einseitig
wirkende Kraft auf den Kontakt auszuüben, die den Kontakt in dem Steckergehäuse verbiegen
könnte. Die einander gegenüberliegenden Öffnungen de Steckergehäuses ermöglichen es,
dass Durchtrennwerkzeug von beiden Seiten an den zu durchtrennenden elektrischen Kontakten
heranzuführen und durch Zusammenpressen der beiden Teile des Durchtrennwerkzeugs den
Kontakt zu durchtrennen, indem ein Teil aus dem elektrischen Kontakt herausgestanzt
wird.
[0022] Um den elektrischen Kontakt und die Verbindungsleitung in dem Steckgehäuse ausreichend
gegen Berührung oder sonstige Einflüsse von außen zu schützen, kann eine Gehäuseaufdeckung
auf das Steckergehäuse aufgeschoben werden, so dass die zwei gegenüberliegenden Öffnungen
des Steckergehäuses abgedeckt werden.
[0023] Eine besondere Ausführungsform der Erfindung wird im Folgenden anhand der beigefügten
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen elektrischen Steckverbinders;
Figur 2a, 2b weitere Ansichten einer Gehäuseabdeckung für die Ausführungsform nach
Figur 1;
Figur 3 weitere Ansichten des Steckergehäuses gemäß der Ausführungsform nach Figur
1;
Figur 4a, 4b den elektrischen Steckverbinder im zusammengesetzten Zustand gemäß der
Ausführungsform nach Figur 1;
Figur 5a, 5b einen erfindungsgemäßen Steckverbinder mit einer Verriegelungseinrichtung
in einem unverriegelten und einem verriegelten Zustand; und
Figur 6a, 6b zeigt die Verriegelungseinrichtung, mit der der Steckverbinder in einer
Steckdose verriegelt werden kann in einem Querschnitt entlang der Schnittlinie B-B.
[0024] In Figur 1 ist eine Explosionsdarstellung eines elektrischen Steckverbinders gemäß
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Der Steckverbinder weist
ein Steckergehäuse 1 auf, in dem zwei elektrische Kontakte 2 eingesetzt sind. Die
elektrischen Kontakte 2 weisen jeweils einen Kontaktanschluss 3 und einen Kontaktbereich
4 auf, über den der Kontaktanschluss 3 elektrisch angeschlossen werden kann. An einem
Ende der Kontaktbereiche 4 der elektrischen Kontakte 2 befinden sich Verbindungseinrichtungen
5, die als eine Klemmeinrichtung ausgeführt sind, an denen jeweils ein Ende von Verbindungsleitungen
angeklemmt werden können, um die elektrischen Kontakte 2 über die Verbindungsleitungen
6 elektrisch von externer Seite zu kontaktieren. Die Verbindungsleitungen 6 sind isoliert
und die Enden der Verbindungsleitungen, die mit der Verklemmeinrichtung 5 verbunden
werden sollen, abisoliert. Die Verbindungseinrichtungen können auch als Schweißbereiche
ausgeführt sein, an die die Verbindungsleitungen 6 mit Hilfe von Ultraschallschweißen
oder Widerstandsschweißen befestigt werden können.
[0025] Elektrische Kontakte und daran angeschlossene Verbindungsleitungen 6 werden in das
Steckergehäuse 1 eingesetzt, so dass die Kontaktanschlüsse 3 in Kontaktöffnungen 7
gehalten sind. Die Verbindungsleitungen werden durch Verbindungsleitungsausnehmungen
8 im Steckergehäuse 1 geführt, so dass die Klemmverbindung zwischen den Verbindungsleitungen
6 und den elektrischen Kontakten 2 im Inneren des Steckergehäuses 1 liegen.
[0026] Das Steckergehäuse 1 ist im Wesentlichen an zwei in Steckrichtung gegenüber liegenden
Seiten geöffnet und weist eine erste Durchgangsöffnung 9 und eine zweite Durchgangsöffnung
10 auf. Um nach der Montage des Steckverbinders das Steckergehäuse zu verschließen,
ist eine Gehäuseabdeckung 11 vorgesehen, die seitlich, d.h. in senkrecht zur Steckrichtung
verlaufender Richtung auf das Steckergehäuse 1 aufgeschoben werden kann. Um eine definierte
Position der Gehäuseabdeckung 11 auf dem Steckergehäuse zu erreichen, weisen das Steckergehäuse
1 ein erstes Führungselement 12 und die Gehäuseabdeckung 11 ein zweites Führungselement
13 auf. Das zweite Führungselement der Gehäuseabdeckung 11 ist deutlicher in der Abbildung
der Figur 2a zu erkennen. Das erste und zweite Führungselement 12, 13 sind im wesentlichen
L-förmig ausgebildet, die beim Aufschieben der Gehäuseabdeckung 11 auf das Steckergehäuse
1 mit ihren Schenkeln ineinander greifen und nur eine Bewegung der Gehäuseabdeckung
11 in Führungsrichtung ermöglichen.
[0027] Um ein Abrutschen der Gehäuseabdeckung 11 im vollständig auf das Steckergehäuse aufgeschobenen
Zustand in Richtung der Verbindungsleitungen 6 zu vermeiden, ist ein Anschlag 14 vorgesehen.
Die Gehäuseabdeckung 11 ist U-förmig ausgebildet, wobei die beiden Schenkel der Gehäuseabdeckung
11 die einander gegenüberliegenden Öffnungen des Steckergehäuses 1 abdecken und wobei
das Kopfteil der U-förmigen Gehäuseabdeckung 11 die beiden Schenkel miteinander verbindet.
Eine Seitenkante 15, wie in Figur 2a erkennbar, hält dann die Gehäuseabdeckung 11
auf dem Steckergehäuse 1, indem die Seitenkante 15 an dem Anschlag 14 anliegt. Über
eine weitere Seitenkante 16 der Gehäuseabdeckung 11 wird die Gehäuseabdeckung 11 gegen
einen weiteren Anschlag 17 in Richtung der Kontaktanschlüsse gehalten. Dies dient
auch zur Entlastung der Führungselemente 12, 13 gegen in Richtung der Verbindungsleitungen
6 wirkende Kräfte.
[0028] Das Steckergehäuse 1 weist eine Halterung 18 auf, in der ein Spulenbauelement 19
eingesetzt werden kann. Die beiden elektrischen Anschlüsse 20 des Spulenbauelements
19 werden durch eine Anschlusshalterung 21 gegen seitliches Verbiegen gehaltert, indem
das Halteelement 21 zwei Ausnehmungen 22 aufweist.
[0029] Nach dem Einsetzen der elektrischen Kontakte 2 und dem Einsetzen des Spulenbauelements
19 werden die Anschlüsse 20 mit einem der Kontaktbereiche 4 elektrisch verbunden.
Dies kann mit Hilfe von Löten, Schweißen oder einem anderen Verbindungsprozess durchgeführt
werden, mit dem sich eine elektrische Verbindung herstellen lässt.
[0030] Es ist weiterhin eine Kontaktabdeckung 23 vorgesehen, die auf das Steckergehäuse
1 im Bereich der Kontaktanschlüsse 3 aufgesetzt werden kann. Die Kontaktabdeckung
23 weist eine erste Verriegelungseinrichtung 24 und eine zweite Verriegelungseinrichtung
25 auf. Durch vollständiges Aufsetzen der Kontaktabdeckung 23 kann, nachdem die Gehäuseabdeckung
11 auf das Steckergehäuse 1 aufgeschoben ist, die Gehäuseabdeckung 11 auf dem Gehäuse
verriegelt werden. Dazu ist eine Ausnehmung 25 vorgesehen, in die ein Vorsprung 26
der Gehäuseabdeckung 11 aufgenommen wird. Auf diese Weise wird der Vorsprung 26 gegen
ein seitliches Herunterschieben der Gehäuseabdeckung 11 von dem Steckergehäuse 1 gesichert,
sobald die Kontaktabdeckung 23 auf das Steckergehäuse 1 vollständig aufgesetzt wird.
Bereits im unverriegelten Zustand wird die Gehäuseabdeckung 11 durch ein Bein 28 der
Kontaktabdeckung 23 gegen ein seitliches Herunterschieben gehalten.
[0031] Um die Klemmverbindung zwischen Verbindungsleitung 6 und den Kontaktbereichen 4 gegen
Zug zu entlasten, ist eine Zugentlastung 29 an der Gehäuseabdeckung 11 vorgesehen.
Beim Aufschieben der Gehäuseabdeckung 11 auf das Steckergehäuse 1 wird die Zugentlastung
29 auf die Verbindungsleitungen 6 aufgeschoben, so dass sie im Bereich der Verbindungsleitungen
8 auf den Verbindungsleitungen 6 aufliegt und diese verklemmt.
[0032] Die zweite Durchgangsöffnung 10 ermöglicht es, die zur Montage in das Steckergehäuse
1 eingesetzten elektrischen Kontakte und elektrischen Verbindungsleitungen 6 sowie
das Spulenbauelement 19 in dem Steckergehäuse 1 miteinander in geeigneter Weise zu
verbinden. Durch die zusätzliche zweite Durchgangsöffnung 10 werden die Verbindungseinrichtungen
5 der elektrischen Kontaktbereiche 2 von zwei Seiten zugänglich, so dass die Klemmverbindung
auf einfachere Weise hergestellt werden kann. Dazu werden lediglich die abisolierten
Enden der Verbindungsleitungen 6 in die Verbindungseinrichtungen 5 eingelegt und mit
Hilfe von zwei Pressstempeln, die durch die einander gegenüberliegenden Öffnungen
des Steckergehäuses 1 an die Verbindungseinrichtung 5 herangeführt werden, miteinander
durch Gegeneinanderpressen der Pressstempel verbunden. Dies wäre bei einem Steckergehäuse,
mit nur einer Zugangsöffnung erheblich schwieriger durchzuführen, da in dem Steckergehäuse
1 in horizontaler Richtung nicht ausreichend Platz für solche Pressstempel verbleibt.
Dadurch, dass bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung kein weiterer Platz in horizontaler
Richtung notwendig ist, ist es auch möglich, das Steckergehäuse 1 mit kleineren Abmessungen
als bisher auszuführen.
[0033] Die erste Durchgangsöffnung 9 dient dazu, beim Verbinden der Anschlüsse 20 des Spulenbauelements
19 mit einem der Kontaktbereiche 4 den betreffenden Kontaktbereich 4 von einer der
Verbindungsstelle abgewandten Seite her mechanisch zu unterstützen. Dadurch kann vermieden
werden, dass aufgrund der Wärmeeinwirkung beim Verbinden und einer auf den Kontaktbereich
4 wirkenden Kraft sich der Kontaktbereich 4 des entsprechenden elektrischen Kontaktes
2 verformt. Die mechanische Unterstützung ist mit Hilfe einer von der Unterseite des
Steckergehäuses herangebrachten Anlagefläche gegeben. Die Anschlüsse 20 werden mit
dem Kontaktbereich 4 vorzugsweise durch Löten, Schweißen oder ähnliche Verbindungstechniken
verbunden.
[0034] Nachdem beide Anschlüsse 20 mit dem Kontaktbereich 4 verbunden worden sind, wird
der zwischen den Anschlüssen 20 liegende Abschnitt des Kontaktbereichs 4 entfernt.
Dies erfolgt vorzugsweise durch ein Herausstanzen des entsprechenden Abschnittes.
Beim Stanzen wird ein Stanzwerkzeug gegen einen Stanzstempel gefahren, so dass ein
dazwischen liegendes Material gestanzt wird. Im vorliegenden Fall wird z.B. in dem
Steckergehäuse 1 ein Stanzstempel von der Unterseite des Steckergehäuses 1 durch die
erste Durchlassöffnung 9 an den Kontaktbereich 4 heranbewegt und von der Oberseite
des Steckergehäuses 1 das Stanzwerkzeug an den jeweiligen Abschnitt, der herausgestanzt
werden soll, herangebracht. Durch Zusammenpressen von Stanzwerkzeug und Stanzstempel
wird der Abschnitt des Kontaktbereichs 4 herausgestanzt.
[0035] Das Herausstanzen kann aufgrund des Heranführens von Stanzwerkzeuge und Stanzstempel
von gegenüberliegenden Seiten an den Kontaktbereich im wesentlichen ohne Krafteinwirkung
auf den Kontaktbereich 4 in Querrichtung erfolgen. Dies ermöglicht es, das Spulenbauelement
19 mit dem entsprechenden Kontaktbereich 4 zu verbinden und anschließend den Kontaktbereich
4 zwischen den Anschlüssen 20 des Spulenbauelements 19 aufzutrennen, wenn Spulenbauelement
19 und die elektrischen Kontakte 2 bereits in das Steckergehäuse 1 eingesetzt sind.
Dies erleichtert die Montage erheblich, da eine Handhabung des vormontierten elektrischen
Kontakts 2 mit angeschlossenem Spulenbauelement 19 und bereits durchtrennten Kontaktbereichen
in eine automatisierten Montage schwierig ist.
[0036] Um die Schenkel der Gehäuseabdeckung 11 zuverlässiger auf dem Steckergehäuse 1 zu
halten, sind an dem Schenkelenden in Einschubrichtung Laschen 30 vorgesehen, die in
entsprechende Schlitze 31 an einer Seitenwand des Steckergehäuses 1 eingreifen und
die Schenkel der Gehäuseabdeckung 11 gegen ein Hochklappen und / oder Auseinanderbiegen
halten, wenn die Gehäuseabdeckung 11 vollständig auf das Steckergehäuse 1 geschoben
ist.
[0037] In den Figuren 4a, 4b sind zwei Ansichten des Steckergehäuses 1 in vormontierten
Zuständen dargestellt. In dem Steckergehäuse 1 befinden sich das Spulenbauelement
19 und die elektrischen Kontakte 2. In den Verklemmeinrichtungen 5 der elektrischen
Kontakte 2 befinden sich die abisolierten Enden der Verbindungsleitung 6. Die Anschlüsse
20 des Spulenbauelements 19 liegen auf dem linken der beiden elektrischen Kontakte
2.
[0038] Figur 4b zeigt eine Unteransicht des in Figur 4a dargestellten vormontierten Steckergehäuses
1. Man erkennt den herauszustanzenden Abschnitt des Kontaktbereichs 4 sowie eine Unteransicht
der Verklemmeinrichtungen 5, die sich an dem entsprechenden Ende der elektrischen
Kontakte 2 befinden.
[0039] Man erkennt an der Unterseite des Steckergehäuses 1 deutlich einen Steckerabschnitt
42, in den sich die zwei Kontaktanschlüsse 3 in den Kontaktöffnungen 7 befinden. Der
Steckerabschnitt 42 steht im wesentlichen rechtwinklig von dem Steckergehäuse 1 ab.
Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Steckerabschnitt 42 als Verlängerung
des Steckergehäuses 1 ausgebildet ist, so dass die Kontaktanschlüsse 3, die Kontaktbereiche
und die Verbindungsleitungen 6 eine gleiche Ausrichtung haben. Der Steckerabschnitt
42 des Steckergehäuses 1 wird zum Kontaktieren der Zündpille in eine Steckdose (nicht
gezeigt) eingesetzt, in der sich zwei Kontaktstifte (nicht gezeigt) befinden, die
in die Kontaktanschlüsse 3 eingreifen und dort einen elektrischen Kontakt bilden.
[0040] In Figur 5a ist ein erfindungsgemäßer Steckverbinder in einem vorverriegelten Zustand
dargestellt. Auf das Steckergehäuse 1 ist die Gehäuseabdeckung 11 aufgeschoben und
anschließend die Kontaktabdeckung 23 auf das Steckergehäuse 1 aufgesetzt. Durch die
Beine 28 der Kontaktabdeckung 23 wird die Gehäuseabdeckung 11 gegen ein Herunterschieben
von dem Steckergehäuse 1 gehalten.
[0041] In Figur 5b ist der elektrische Steckverbinder in einem vollständig montierten Zustand
dargestellt, in dem der Steckverbinder in der (nicht gezeigten) Steckdose verriegelt
ist. Der Steckverbinder ist in der Steckdose verriegelt, sobald die Kontaktabdeckung
23 vollständig auf das Steckergehäuse 1 aufgesetzt ist. In diesem Fall greift der
Vorsprung 27 der Gehäuseabdeckung 11 in die Ausnehmung 26 der Kontaktabdeckung 23
so ein, dass die Gehäuseabdeckung 11 und die Kontaktabdeckung 23 im wesentlichen eine
gemeinsame Oberfläche des elektrischen Steckverbinders 1 schaffen. Die Gehäuseabdeckung
11 weist an dem der Kontaktabdeckung 23 zugewandten Bereich einen abgeschrägten Abschnitt
32 auf, der es ermöglicht, mit einem Werkzeug, z.B. einem Schraubenzieher, unter die
Kontaktabdeckung 23 zu greifen und somit die Verriegelung der Kontaktabdeckung 23
durch ein Hochhebeln der Kontaktabdeckung 23 zu lösen.
[0042] In den Figuren 6a, 6b ist der elektrische Steckverbinder in einem vorverriegelten
und einem verriegelten Zustand dargestellt. Der elektrische Steckverbinder kontaktiert
dabei Kontaktstifte 33, die sich in einer Steckdose 34 befinden. Das Steckergehäuse
1 weist einen ersten Rastarm 35 auf, der in einer ersten Ausnehmung 36 des Steckergehäuses
34 in einem verrasteten Zustand zu liegen kommt. In diesem vorverriegelten Zustand
des elektrischen Steckverbinders ist die Kontaktabdeckung 23 nicht vollständig auf
das Steckergehäuse 1 aufgesetzt, so dass ein zweiter an der Kontaktabdeckung angebrachter
Rastarm 37 noch nicht in eine dem zweiten Rastarm 37 zugeordnete zweite Ausnehmung
38 der Steckdose 34 eingreift.
[0043] Durch Herunterdrücken der Gehäuseabdeckung 23 gleitet der zweite Rastarm 37 entlang
einer Auflagefläche 39 des Steckergehäuses 1 und dann entlang einer Schräge 40, um
den zweiten Rastarm 37 mit dem daran befindlichen Rastelement 41 in die zweite Ausnehmung
38 zu drücken. Auf diese Weise kann im vollständig eingedrückten Zustand der Kontaktabdeckung
23 der elektrische Steckverbinder vollständig mit Hilfe des ersten und zweiten Rastarmes
35, 37 in der Steckdose 34 verriegelt werden, indem das Rastelement 41 des zweiten
Rastarms 37 in der zweiten Ausnehmung 38 der Steckdose 34 gehalten wird.
[0044] Der Vorteil der erfindungsgemäßen Aufbauweise liegt darin, dass durch die beidseitige
Öffnung des Steckergehäuses 1 eine vereinfachte Vormontage von Bauteilen im Steckergehäuse
1 erfolgen kann. Spulenbauelement 19, elektrische Kontakte 2 sowie die Verbindungsleitungen
können in das Gehäuse eingesetzt werden, wobei das Verbinden der Bauelemente in diesem
vormontierten Zustand des Steckergehäuses 1 vorgenommen werden kann. Das Verbinden
zwischen den Verbindungsleitungen 6 und den Verbindungseinrichtungen 5 der elektrischen
Kontakte 2 kann durch mit Hilfe von zwei durch die gegenüberliegenden Öffnungen des
Steckergehäuses 1 an die Klemmeinrichtung 5 herangefahrenen Pressstempel durch Ausüben
einer Presskraft auf die Verbindungseinrichtung 5 vorgenommen werden. Dies ist einfacher
durchzuführen, als ein Verklemmen der Verbindungseinrichtung 5 in horizontaler Ebene,
da das Steckergehäuse 1 nicht genügend Raum für das Einbringen von Werkzeugteilen
neben die Verbindungseinrichtung 5 aufweist. Das gleiche gilt für das Stanzwerkzeug
und den mit dem Stanzwerkzeug zusammenwirkenden Stanzstempel.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Steckergehäuse
- 2
- Elektrische Kontakte
- 3
- Kontaktanschluss
- 4
- Kontaktbereiche
- 5
- Verbindungseinrichtung
- 6
- Verbindungsleitung
- 7
- Kontaktöffnung
- 8
- Verbindungsleitungsausnehmung
- 9
- Erste Durchlassöffnung
- 10
- Zweite Durchlassöffnung
- 11
- Gehäuseabdeckung
- 12
- Erstes Führungselement
- 13
- Zweites Führungselement
- 14
- Erster Anschlag
- 15
- Erste Seitenkante
- 16
- Zweite Seitenkante
- 17
- Zweiter Anschlag
- 18
- Aufnahmebereich
- 19
- Elektrisches Bauelement
- 20
- Anschlüsse
- 21
- Anschlusshalterung
- 22
- Kerben
- 23
- Kontaktabdeckung
- 24
- Erstes Verrastelement
- 25
- Zweites Verrastelement
- 26
- Ausnehmung
- 27
- Vorsprung
- 28
- Bein
- 29
- Zugentlastung
- 30
- Vorsprünge
- 31
- Halteöffnung
- 32
- Schräge
- 33
- Kontaktstifte
- 34
- Steckdose
- 35
- Erster Rastarm
- 36
- Erste Rastausnehmung
- 37
- Zweiter Rastarm
- 38
- Zweite Rastausnehmung
- 39
- Anschlagsfläche
- 40
- Schräge
- 41
- Rastelement
- 42
- Steckerabschnitt
1. Elektrischer Steckverbinder, insbesondere zur Herstellung einer elektrischen und mechanischen
Verbindung zwischen einer Zündpille und einem elektrischen Steuergerät eines Insassenrückhaltesystems
in Kraftfahrzeugen,
mit einem Steckergehäuse (1) zur Aufnahme eines elektrischen Kontaktes (2) und einer
mit dem elektrischen Kontakt elektrisch verbundenen Verbindungsleitung (6),
wobei eine Gehäuseabdeckung (11) auf das Steckergehäuse (1) aufsetzbar ist, so dass
der elektrische Kontakt (2) und die Verbindungsleitung (6) geschützt sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Steckergehäuse (1) auf zwei im wesentlichen einander gegenüberliegenden Seiten
Öffnungen (9, 10) aufweist, um während der Montage des Steckverbinders beidseitigen
Zugang zu zu bearbeitenden Bereichen an dem elektrischen Kontakt (2) und / oder der
Verbindungsleitung (6) zu gewähren, und dass die Gehäuseabdeckung (11) so gestaltet
ist, um durch Aufsetzen auf das Steckergehäuse (1) die einander gegenüberliegenden
Öffnungen (9, 10) abzudecken.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseabdeckung (11) U-förmig ausgebildet ist.
3. Steckverbinder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckergehäuse (1) eine Führung (12, 13) aufweist, die mit der Gehäuseabdeckung
(11) so zusammenwirkt, dass die Gehäuseabdeckung (11) durch Aufschieben auf das Steckergehäuse
(1) die Öffnungen (9, 10) abdeckt.
4. Steckverbinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kontaktabdeckung (23) vorgesehen ist, die auf das Steckergehäuse (1) im Bereich
der elektrischen Kontakte (2) aufsetzbar ist und die eine Ausnehmung (26) aufweist,
um mit einem Vorsprung (27) der Gehäuseabdeckung (11) zusammenzuwirken, so dass durch
Aufsetzen der Kontaktabdeckung (23) auf das Steckergehäuse (1) die Gehäuseabdeckung
verriegelbar ist.
5. Steckverbinder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktabdeckung (23) ein Verriegelungselement (37) aufweist, um den Steckverbinder
durch Eindrücken der Kontaktabdeckung (23) auf das Steckergehäuse (1) in einer Steckdose,
in die der Steckverbinder einsteckbar ist, und gleichzeitig die Gehäuseabdeckung (11)
zu verriegeln.
6. Steckverbinder nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseabdeckung (11) eine Zugentlastung (29) aufweist, um im aufgesetzten Zustand
die Verbindungsleitung (6) gegen eine Zugkraft von außen zu entlasten.
7. Steckverbinder nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Kontakt (2) einen Kontaktbereich (4) aufweist.
8. Steckverbinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktbereich (4) einen Crimpanschluss (5) aufweist, um den elektrischen Kontakt
mit der Verbindungsleitung zu verbinden.
9. Steckverbinder nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Steckergehäuse (1) ein elektrisches Bauelement (19) aufweist, das mit dem elektrischen
Kontakt (2) verbunden ist.
10. Steckverbinder nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktbereich (4) zweiteilig ausgeführt ist, wobei zwischen die beiden Teile
des Kontaktbereichs (4) das elektrische Bauelement (19) geschaltet ist.
11. Verfahren zur Montage eines Steckverbinders, wobei ein elektrischer Kontakt (2) und
eine Verbindungsleitung (6) in ein Steckergehäuse (1) eingesetzt werden,
wobei der elektrische Kontakt (2) und die Verbindungsleitung (6) verbunden werden,
indem die Verbindungsleitung (6) mit dem elektrischen Kontakt verklemmt wird, wobei
zum Verklemmen zwei Klemmwerkzeuge durch gegenüberliegenden Öffnungen des Steckergehäuses
(1) eingebracht werden, und wobei die Verbindungsleitung (6) und der elektrische Kontakt
(2) in einem Klemmbereich durch Gegeneinanderpressen der Klemmwerkzeuge miteinander
verbunden werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, wobei der elektrische Kontakt (2) mit zwei Anschlüssen
(20) eines elektrischen Bauelementes (19) verbunden wird, wobei der elektrische Kontakt
(2) zwischen den Stellen, an denen die zwei Anschlüsse (20) mit dem elektrischen Kontakt
(2) verbunden sind, durchtrennt wird, wobei für das Durchtrennen ein zweiteiliges
Stanzwerkzeug verwendet wird, dessen Teile durch die einander gegenüberliegenden Öffnungen
an den elektrischen Kontakt (2) herangeführt werden und anschließend durch Zusammenpressen
der Teile der elektrische Kontakt (2) durchtrennt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, wobei auf das Steckergehäuse (1) eine Gehäuseabdeckung
(11) aufgeschoben wird, so dass zwei gegenüberliegende Öffnungen des Steckergehäuses
(1) abgedeckt werden.