[0001] Die Erfindung betrifft einen Austragkopf für eine Dosiervorrichtung mit einem äußeren
Bauteil, das mit wenigstens einer Austrittsdüse versehen ist, sowie mit einem inneren
Bauteil, das mit einer Strömungskanalanordnung zum Zuführen eines auszubringenden
Mediums zu der Austrittsdüse versehen ist, wobei der Austrittsdüse eine Strömungsleiteinheit,
insbesondere eine Drallgebungseinrichtung, - in Austragsrichtung gesehen - vorgelagert
ist.
[0002] Ein Austragkopf für eine Dosiervorrichtung zur Ausbringung eines Mediums ist aus
der DE 198 13 078 A1 bekannt. Der Austragkopf ist aus Kunststoff hergestellt und weist
in einem zentralen Bereich eine Strömungskanalanordnung auf, die mit einem Strömungsweg
einer Pumpeinheit verbindbar ist, indem der Austragkopf auf ein entsprechendes Bauteil
der Pumpeinheit aufgesteckt wird. Die Strömungskanalanordnung erstreckt sich koaxial
zu einer Mittellängsachse des kappenförmigen Austragkopfes im Inneren des Austragkopfes
bis zu einem stirnseitigen Abschlussbereich des Austragkopfes. Dort geht die Strömungskanalanordnung
in einen radialen Strömungskanalabschnitt über, der in eine Austrittsöffnung mündet.
Vor der Austrittsöffnung ist ein mit einer Austrittsdüse versehenes Schieberbauteil
angeordnet, das in eine Funktionsposition vor einer als Strömungsleiteinheit dienenden
Drallgebungseinheit des Strömungskanalabschnittes positionierbar ist. Das Schieberbauteil
ist ebenfalls aus Kunststoff hergestellt und vorzugsweise einstückig und gemeinsam
mit dem Austragkopf hergestellt. In einer Ruheposition, die nach der Herstellung der
Bauteile definiert ist, ist das Schieberbauteil über feinste Spritzgussverbindungen
eingangsseitig einer quer zum Strömungskanalabschnitt verlaufenden Schiebenut gehalten.
Durch ein Nachuntendrücken des Schieberbauteiles werden die feinen Verbindungen getrennt,
so dass das Schieberbauteil in der Schiebenut nach unten verschiebbar ist, wodurch
die in dem Schieberbauteil integrierte Austrittsdüse vor der Drallgebungseinheit positioniert
wird. Die Drallgebungseinheit ist im Bereich des Strömungskanalabschnittes im Inneren
des kappenförmigen Austragkopfes einstückig ausgeformt.
[0003] Es ist auch bekannt (DE 198 45 910 A1), bei einem Austragkopf für eine Dosierpumpe
ein mit einer Austrittsdüse versehenes Schieberbauteil nicht im Bereich einer Schiebenut
verschiebbar zu positionieren, sondern vielmehr dieses Bauteil in entsprechenden Schiebeführungen
an den Außenflächen des Austragkopfes zu verschieben. Dadurch ist die Austrittsdüse
unmittelbar an einer Außenfläche des Austragkopfes angeordnet. Auch dieser Austragkopf
weist eine im Bereich einer Strömungskanalanordnung positionierte Drallgebungseinrichtung
auf.
[0004] Bei beiden Austragköpfen ist die Funktion des Austragkopfes und damit die Funktion
der Dosiereinrichtung von der exakten Positionierung des jeweiligen Schieberbauteiles
vor der Drallgebungseinrichtung und damit - in Strömungsrichtung gesehen - ausgangsseitig
der Strömungskanalanordnung, abhängig. Dadurch, dass die Drallgebungseinrichtung jeweils
im Bereich der Strömungskanalanordnung am Austragkopf einstückig angeformt ist, ist
ein relativ aufwendig gestaltetes Kunststoffbauteil von Nöten.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, einen Austragkopf der eingangs genannten Art zu schaffen,
der einfach herstellbar ist und dennoch eine hohe Funktionssicherheit aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Strömungsleiteinheit in dem äußeren Bauteil
integriert ist. Dadurch ist es möglich, das innere Bauteil, das regelmäßig mit der
Dosiereinrichtung verbunden wird, äußerst einfach zu gestalten. Die Integration der
Strömungsleiteinheit in das äußere Bauteil ermöglicht eine direkte Zuordnung der Strömungsleiteinheit
zu der Austrittsdüse. Vorzugsweise ist eine Drallgebungseinrichtung vorgesehen, die
derart auf die Gestaltung der Austrittsdüse abgestimmt ist, dass die gewünschte Austrittsform
für das Medium erreicht wird. Vorzugsweise ist als Medium eine Flüssigkeit vorgesehen
und die Strömungsleiteinheit sowie die Austrittsdüse sind derart gestaltet, dass eine
Verwirbelung der Flüssigkeit und ein Abriss kleinster Flüssigkeitströpfchen ausgangsseitig
der Austrittsdüse derart erfolgt, dass sich ein Sprühnebel ergibt. Die erfindungsgemäße
Lösung ist vorzugsweise für Dosiervorrichtungen im Kosmetikbereich einsetzbar. Eine
bevorzugte Ausführungsform sieht vor, den Austragkopf für miniaturisierte Zerstäuber
im Kosmetikbereich einzusetzen. Diese miniaturisierten Zerstäuber können durch die
erfindungsgemäße Lösung besonders klein gestaltete Austragköpfe aufweisen. Der Außendurchmesser
derartiger Austragköpfe beträgt vorzugsweise weniger als 10 mm. Die Integration der
Strömungsleiteinheit in das äußere Bauteil ermöglicht eine äußerst einfache Montage
des äußeren Bauteiles an dem inneren Bauteil, da keine Ausrichtung zwischen innerem
und äußerem Bauteil für die funktionssichere Zuordnung von Strömungsleiteinheit und
Austrittsdüse mehr notwendig ist. Als äußeres Bauteil ist insbesondere ein kappen-
oder hülsenartiges Bauteil vorgesehen, das das innere Bauteil umgreift. Es ist auch
möglich, als äußeres Bauteil ein Teil vorzusehen, das ähnlich den Schieberbauteilen
aus dem genannten Stand der Technik sich lediglich über einen Teilumfangsbereich des
inneren Bauteils erstreckt. Bei einem solchen Bauteil kann auch vorgesehen sein, dass
es in Führungen des inneren Bauteiles gehalten ist.
[0007] In Ausgestaltung der Erfindung ist das äußere Bauteil als Kunststoffteil gestaltet,
und die Strömungsleiteinheit ist einstückig an dem Bauteil ausgebildet. Vorzugsweise
ist das äußere Bauteil als Spritzgussteil aus einem Polyolefin, insbesondere aus Polypropylen
oder Polyethylen, hergestellt.
[0008] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das äußere Bauteil ringförmig gestaltet
und die wenigstens eine Austrittsdüse ist einstückig in dem ringförmigen Bauteil integriert.
Durch die einstückige Integration der Austrittsdüse in das äußere Bauteil sind keine
zusätzliche Arbeitsvorgänge für die Herstellung der Austrittsdüse erforderlich. Die
Austrittsdüse wird im Spritzgussverfahren gemeinsam mit der Herstellung des äußeren
Bauteiles gestaltet. Die ringförmige Ausführung des äußeren Bauteiles ermöglicht ein
Aufsetzen des äußeren Bauteiles auf entsprechend rotationssymmetrische Abschnitte
des inneren Bauteiles, so dass eine Verdrehbarkeit zwischen innerem und äußerem Bauteil
gegeben ist. Sowohl das äußere als auch das innere Bauteil stellen vorzugsweise äußerst
einfach gestaltete Spritzgussteile dar.
[0009] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das innere Bauteil als Kunststoffbauteil
gestaltet und als Füllkörper derart auf das ringförmige äußere Bauteil abgestimmt,
dass die beiden Bauteile unter Bildung eines einen Strömungsweg zu der Strömungsleiteinheit
und der Austrittsdüse offen haltenden Ringraumes, der Teil der Strömungskanalanordnung
ist, zusammenfügbar sind. Der Ringraum steht strömungstechnisch in Verbindung mit
der Strömungsleiteinheit und der wenigstens einen Austrittsdüse. Da der Ringraum zudem
Teil der Strömungskanalanordnung ist, wird unabhängig von der jeweiligen Drehposition
des äußeren Bauteiles immer ein Strömungsweg zwischen der Dosiereinrichtung und der
Austrittsdüse zur Verfügung gestellt, indem von dem Ringraum aus eine Verbindung zur
Austrittsdüse und zur Dosiereinrichtung gewährleistet ist.
[0010] Bei einer weiteren, erfindungsgemäßen Ausführungsform ist kein Ringraum vorgesehen.
Dennoch ist das äußere Bauteil auf das innere Bauteil aufsetzbar und relativ zu diesem
verdrehbar. Um einen Austragvorgang zu ermöglichen, wird in einfacher Weise das äußere
Bauteil so weit verdreht, bis die Austrittsdüse einschließlich Strömungsleiteinheit
sich vor einem entsprechenden Strömungskanalabschnitt der Strömungskanalanordnung
befindet. Nun ist ein entsprechender Dosiervorgang möglich. Durch ein erneutes Verdrehen
des äußeren Bauteiles wird die zeitweilige Verbindung zwischen der Austrittsdüse und
der Strömungskanalanordnung wieder unterbrochen, wodurch ein weiterer Austragvorgang
nicht mehr möglich ist.
[0011] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind das äußere Bauteil und das innere Bauteil
koaxial zueinander, und insbesondere auch koaxial zu dem Ringraum, verdrehbar angeordnet.
Wenigstens die einander zugewandten Umfangsflächen des äußeren Bauteiles und des inneren
Bauteiles sind rotationssymmetrisch gestaltet, um eine entsprechende Drehlagerung
für das äußere Bauteil zu erzielen.
[0012] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind - auf eine Mittellängsachse des inneren
Bauteiles bezogen - axial wirkende Sicherungsmittel zum axialen Fixieren des äußeren
Bauteiles auf dem inneren Bauteil vorgesehen. Hierdurch wird eine funktionssichere
Positionierung auch während des Betriebs der Dosiereinrichtung erreicht.
[0013] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Austrittsdüse radial zu der Mittellängsachse
des inneren Bauteiles, insbesondere radial zu dem Ringraum, ausgerichtet. Diese Ausgestaltung
ist insbesondere für den Einsatz bei Sprühköpfen für kosmetische Zerstäuber vorteilhaft.
[0014] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weisen die einander zugewandten Umfangsflächen
der Austragskappe und der Pumpenkappe angrenzend an den Ringraum derart aufeinander
abgestimmte Durchmesser auf, dass umlaufend eine mediumdichte Passung im zusammengefügten
Zustand erzielt ist. Dadurch wird gewährleistet, dass kein Medium, insbesondere keine
Flüssigkeit, an unerwünschten Stellen aus dem Austragkopf austritt.
[0015] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist auf das äußere Bauteil eine mit einer
Austrittsöffnung versehene Schutz- oder Verkleidungshaube lösbar aufsetzbar, deren
Austrittsöffnung größer als die Austrittsdüse gestaltet ist. Die Schutz- oder Verkleidungshaube
kann als Verschluss für den Austragkopf dienen. Alternativ oder ergänzend stellt die
Haube lediglich eine Verkleidung des Austragkopfes dar, die nach den jeweils gewünschten
designmäßigen Anforderungen ausgeführt sein kann. Vorzugsweise wird eine funktionssichere
Montage durch einen einfachen Steckvorgang erzielt.
[0016] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen sowie
aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung,
das anhand der Zeichnungen dargestellt ist.
- Fig. 1
- zeigt in halbgeschnittener Darstellung eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Austragkopfes für eine Dosiervorrichtung,
- Fig. 2
- eine Frontansicht des Austragkopfes nach Fig. 1 im Bereich einer Austrittsdüse,
- Fig. 3
- einen Schnitt durch ein äußeres Bauteil des Austragkopfes nach Fig. 1,
- Fig. 4
- einen Ausschnitt des Bauteiles nach Fig. 3 entlang der Schnittlinie IV-IV in Fig.
3,
- Fig. 5
- in vergrößerter Schnittdarstellung einen Ausschnitt V des Bauteiles nach Fig. 3,
- Fig. 6
- in einer Schnittdarstellung ein inneres, mit der Dosiereinrichtung zu verbindendes
Bauteil des Austragkopfes nach Fig. 1,
- Fig. 7
- eine Frontansicht des Bauteiles nach Fig. 6 und
- Fig. 8
- eine Draufsicht auf das Bauteil nach Fig. 6 und 7.
[0017] Ein Austragkopf nach den Fig. 1 bis 8 stellt einen Sprühkopf für eine Dosiervorrichtung
in Form einer nicht näher dargestellten Zerstäuberpumpe dar. Sowohl der Sprühkopf
1 als auch die nicht dargestellte Zerstäuberpumpe sind miniaturisiert ausgeführt,
wobei der Sprühkopf 1 vorzugsweise einen Durchmesser zwischen etwa 8 mm und 12 mm
aufweist. Der Sprühkopf 1 ist in grundsätzlich bekannter und daher nicht näher dargestellter
Weise auf eine Pumpeinheit der Zerstäuberpumpe aufsteckbar. Der Sprühkopf 1 besteht
aus zwei Bauteilen, die jeweils als einteilige Kunststoffspritzgussteile ausgeführt
sind. Ein inneres Bauteil, das mit der Pumpeinheit verbindbar ist, dient als Füllkörper
für ein äußeres Bauteil 3. Das innere Bauteil 2 ist kappen- oder hülsenartig ausgeführt
und wird auch als Pumpenkappe bezeichnet. Das äußere Bauteil 3 ist ebenfalls kappenartig
ausgeführt und kann auch als Austragskappe bezeichnet werden.
[0018] Auf das äußere Bauteil 3 ist zudem eine Schutz- oder Verkleidungshaube 4 aufgesetzt,
die mit einer Austrittsöffnung 10 versehen ist. Für die Funktion des Sprühkopfes 1
ist die Schutz- oder Verkleidungshaube 4 nicht von Bedeutung. Die Schutz- oder Verkleidungshaube
4 kann daher auch weggelassen werden, falls keine besonderen Anforderungen an das
Design oder den Verschluß der Dosiereinrichtung gestellt werden
[0019] Vorzugsweise sind beide Bauteile 2, 3 aus Polyethylen oder Polypropylen hergestellt.
Das innere Bauteil 2 wie auch das äußere Bauteil 3 sind weitgehend rotationssymmetrisch
zu einer Mittellängsachse der Zerstäuberpumpe - auf den aufgesteckten Zustand des
Sprühkopfes 1 bezogen - gestaltet. Um den Sprühkopf 1 auf die Pumpeinheit der Zerstäuberpumpe
aufsetzen zu können, weist das innere Bauteil 2 einen koaxial zur Mittellängsachse
der Zerstäuberpumpe im Inneren des Bauteiles 2 ausgerichteten Aufsatzstutzen 5 auf,
der zu der nicht dargestellten Pumpeinheit hin offen gestaltet ist und in seinem Inneren
derart mit einer Innenprofilierung 6 versehen ist, dass ein entsprechender Anschlussstutzen
der Pumpeinheit in den Aufsatzstutzen 5 einsteckbar und mit diesem verrastbar ist.
Der durch die Innenprofilierung 6 gebildete Hohlraum im Inneren des Aufsatzstutzens
5 ist unter Bildung einer Strömungskanalanordnung 6, 7 durch einen stirnseitigen Abschlussbereich
des Bauteiles 2 hindurch offen. Hierdurch wird ein koaxial zur Mittellängsachse ausgerichteter
Axialkanalabschnitt 6 gebildet. Eine Oberseite des stirnseitigen Abschlussbereiches
des Bauteiles 2 ist mit einer nach oben offenen Radialnut versehen, die einen radialen
Strömungskanalabschnitt 7 der Strömungskanalanordnung bildet. Der Strömungskanalabschnitt
7 erstreckt sich ausgehend von dem Axialkanalabschnitt radial nach außen, so dass
sich für ein entsprechendes Medium ein radialer Strömungsweg ergibt.
[0020] Das äußere Bauteil 3 ist ebenfalls kappenförmig ausgeführt, wobei es im wesentlichen
rotationssymmetrisch zu der Mittellängsachse gestaltet ist. Das Bauteil 3 weist im
Bereich seiner Oberseite einen stirnseitigen Abschlussbereich auf, der als ebene Fläche
ausgeführt ist. Von diesem aus ragt eine Ringwandung einstückig und koaxial zur Mittellängsachse
nach unten ab. In der Ringwandung ist unterhalb des stirnseitigen Abschlussbereiches
eine Austrittsdüse 9 einstückig integriert, die eine relativ zur Mittellängsachse
radiale Austrittsachse aufweist. Innenseitig ist das Bauteil 3 in einem unmittelbar
an den stirnseitigen Abschlussbereich anschließenden Grundbereich mit einem zylindrischen
Raumabschnitt versehen, der im Zusammenspiel mit dem inneren Bauteil 2 einen Ringraum
19 bildet. Hierauf wird später näher eingegangen. An den zylindrischen Raumabschnitt
schließt ein sich nach unten konisch erweiternder Ringwandungsabschnitt 17 an, auf
dessen Höhe die Austrittsdüse 9 radial in der Ringwandung vorgesehen ist. Die Austrittsdüse
9 weist eine zylindrische Durchtrittsöffnung von ca. 0,2 mm bis 0,3 mm auf. Nach außen
schließt an diese zylindrische Durchtrittsöffnung ein vergrößerter Austrittsbereich
an, der sich zur Außenseite konisch erweitert. Der Durchmesser dieses vergrößerten
Austrittsbereiches liegt zwischen etwa 0,6 mm und 1 mm.
[0021] Innenseitig ist der Austrittsdüse 9 eine Drallgebungseinrichtung 14 vorgelagert,
die anhand der Fig. 4 und 5 vergrößert und detailliert dargestellt ist. Die Drallgebungseinrichtung
14 ist einstückig mit dem Bauteil 3 an der Innenseite des Ringwandungsabschnittes
17 ausgebildet. Die Drallgebungseinrichtung 14 weist eine Drallgebungslasche auf,
die in Abstand vor der Austrittsdüse 9 innenseitig angeordnet ist und von dem Grundbereich
auf Höhe des Ringraumabschnittes 19 ausgehend nach unten abragt. Die Drallgebungslasche
ist gemäß Fig. 4 mit gabel- oder bügelartigen Stegen versehen, die beidseitig der
Austrittsdüse 9 in Abstand vor der Innenwandung des Ringwandungsabschnittes 17 im
Bereich der Austrittsdüse 9 angeordnet sind. Der Ringwandungsabschnitt 17 ist auf
Höhe der Austrittdüse 9 nicht konisch, sonder vielmehr zylinderabschnittförmig gestaltet,
indem ein unterhalb des konischen Ringwandungsabschnittes 17 ansetzender zylindrischer
Ringwandungsabschnitt 18 im Bereich der Austrittsdüse 9 fluchtend nach oben geführt
ist. Die Drallgebungslasche der Drallgebungseinrichtung 14 ragt derart elastisch nachgiebig
nach unten ab, dass trotz der teilweise schrägen Ausrichtung parallel zum konischen
Verlauf des Ringwandungsabschnittes 17 eine einfache Entformung bei der Spritzgussherstellung
in axialer Richtung möglich ist. Die Drallgebungslasche ist in Umfangsrichtung des
Bauteiles 3 gesehen beidseitig freigeschnitten, wodurch sich von oben nach unten verlaufende
Strömungsschlitze ergeben. Diese dienen dazu, in nachfolgend näher beschriebener Weise
Flüssigkeit aus dem Ringraumabschnitt 19 nach unten vor die Austrittsdüse 9 zu fördern.
Durch die gleichzeitige Verwirbelung der Flüssigkeit aufgrund der durch die Drallgebungslasche
erzielten Turbulenzen ist beim Austritt der Flüssigkeit durch die Austrittsdüse 9
der gewünschte Sprühnebel erzielbar.
[0022] Das innere Bauteil 2 weist an seiner Oberseite eine ebene Deckfläche auf, die lediglich
durch die Radialnut des Strömungskanalabschnittes 7 und den Durchtritt des Axialkanalabschnittes
6 unterbrochen ist. Ausgehend von dem Deckabschnitt weist das Bauteil 2 einen Außenmantel
15, 16 auf, der den Aufsatzstutzen 5 in Abstand koaxial umgibt. Der Außenmantel ist
mit einem sich vom Deckbereich ausgehend nach unten konisch erweiternden Ringmantelabschnitt
15 versehen, an den sich ein zylindrischer Ringmantelabschnitt 16 anschließt. Die
Dimensionierung des konischen Ringmantelabschnittes 15 wie auch die Dimensionierung
des zylindrischen Ringmantelabschnittes 16 des Bauteiles 2 sind derart auf die Innendurchmesser
der Ringwandungsabschnitte 17 und 18 des Bauteiles 3 abgestimmt, dass beim axialen
Aufsetzen des äußeren Bauteiles 3 auf das innere Bauteil 2 sich eine flüssigkeitsdichte,
umlaufende Passung des Bauteiles 3 auf dem Bauteil 2 ergibt. Da das Bauteil 2 den
konischen Ringmantelabschnitt 15 aufweist, der sich bis zum stirnseitigen Deckbereich
erstreckt, verbleibt im zusammengefügten Zustand zwischen äußerem Bauteil 3 und innerem
Bauteil 2 im Bereich des Ringraumabschnittes 19 ein umlaufender Ringraum. Denn der
Ringraumabschnitt 19 selbst ist zylindrisch gestaltet, so dass ein ringförmiger Freiraum
unmittelbar anschließend an den stirnseitigen Abschlussbereich des äußeren Bauteiles
3 verbleibt. Da die korrespondierenden Wandungsflächen des Ringwandungsabschnittes
17 des äußeren Bauteiles 3 einerseits und des konischen Ringmantelabschnittes 15 des
inneren Bauteiles 2 andererseits im zusammengefügten Zustand eine umlaufend dichte
Passung bieten, ist der Ringraum lediglich im Bereich der Drallgebungseinrichtung
14 zu einem Drallgebungsraum 8 (Fig. 1) hin offen. Dadurch ergibt sich ein entsprechender
Strömungweg ausgehend von der nicht dargestellten Pumpeinheit, die in den Aufsatzstutzen
5 eingesteckt ist, über den Axialkanalabschnitt 6 und den radialen Strömungskanalabschnitt
7 bis in den Ringraumabschnitt 19 und von dort aus schließlich auf Höhe der Austrittsdüse
9 in den Drallgebungsraum 8 unmittelbar vor der Austrittsdüse 9. Sobald die Flüssigkeit
daher unter Druck aus der Pumpeinheit heraus in den Axialkanalabschnitt 6 und den
Strömungskanalabschnitt 7 gefördert wird, wird sie in den Ringraumabschnitt 19 gedrückt.
Von dort aus kann sie lediglich den Weg über den Drallgebungsraum 8 gehen und wird
so im Bereich der Austrittsdüse 9 verwirbelt und zu dem Sprühnebel in winzige Flüssigkeitströpfchen
vereinzelt.
[0023] Um das äußere Bauteil 3 auf dem inneren Bauteil 2 axial fixieren zu können, weisen
das äußere Bauteil 3 und das innere Bauteil 2 zueinander korrespondierende Rastprofilierungen
11, 12 auf. Die am inneren Bauteil 2 angeordnete Rastprofilierung ist als Rastring
11 ausgeführt. Die äußere, am äußeren Bauteil 3 vorgesehene Rastprofilierung ist als
ringförmige Rastnut 12 ausgebildet.
[0024] Im Bereich eines unteren Stirnrandes des äußeren Bauteiles 3 ist innenseitig eine
konische Anlaufschräge 13 vorgesehen, die die Montage des äußeren Bauteiles 3 auf
dem inneren Bauteil 2 vereinfacht.
[0025] Um den Sprühkopf 1 zu montieren, wird somit in einfacher Weise lediglich das äußere
Bauteil 3 auf das innere Bauteil 2 aufgesteckt. Die beiden Bauteile 2, 3 werden axial
zusammengepresst, bis sie im Bereich der Rastprofilierungen 11, 12 miteinander verrastet
sind. Es ist nicht notwendig, die Austrittsdüse 9 in fluchtender Verlängerung zum
radialen Strömungskanalabschnitt 7 auszurichten. Vielmehr ist aufgrund des Ringraumabschnittes
19 in jedem Fall - unabhängig von der Winkelpositionierung der Austrittsdüse 9 relativ
zum radialen Strömungskanalabschnitt 7 - ein Strömungsweg zwischen der Pumpeinheit
und der Austrittsdüse 9 offen. Der so zusammengefügte Sprühkopf kann nun in einfacher
Weise auf einen entsprechenden Pumpstutzen der Pumpeinheit der Zerstäuberpumpe axial
aufgerastet werden.
[0026] Die Schutz- oder Verkleidungshaube (4) ist axial auf das äußere Bauteil (3) von oben
her aufschiebbar. Die Durchtrittsöffnung (10) ist wesentlich größer gestaltet als
der konische Bereich der Austrittsdüse (9), so dass der Sprühvorgang durch die Durchtrittsöffnung
(10) nicht beeinträchtigt wird.
1. Austragkopf für eine Dosiervorrichtung mit einem äußeren Bauteil, das mit wenigstens
einer Austrittsdüse versehen ist, sowie mit einem inneren Bauteil, das mit einer Strömungskanalanordnung
zum Zuführen eines auszubringenden Mediums zu der Austrittsdüse versehen ist, wobei
der Austrittsdüse eine Strömungsleiteinheit, insbesondere eine Drallgebungseinrichtung,
- in Austragrichtung gesehen - vorgelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,dass
die Strömungsleiteinheit (14) in dem äußeren Bauteil (3) integriert ist.
2. Austragkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Bauteil (3) als Kunststoffteil gestaltet ist, und dass die Strömungsleiteinheit
(14) einstückig an dem Bauteil (3) ausgebildet ist.
3. Austragkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Bauteil (3) ringförmig gestaltet ist und die wenigstens eine Austrittsdüse
(9) einstückig in dem ringförmigen Bauteil (3) integriert ist.
4. Austragkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das innere Bauteil als Kunststoffteil gestaltet ist und als Füllkörper derart auf
das ringförmige äußere Bauteil (3) abgestimmt ist, dass die beiden Bauteile (2, 3)
unter Bildung eines einen Strömungsweg zu der Strömungsleiteinheit (14) und der Austrittsdüse
(5) offen haltenden Ringraumes (19), der Teil der Strömungskanalanordnung ist, zusammenfügbar
sind.
5. Austragkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Bauteil (3) und das innere Bauteil (2) koaxial zu dem Ringraum (19) verdrehbar
zueinander angeordnet sind.
6. Austragkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass - auf eine Mittellängsachse des inneren Bauteiles (2) bezogen - axial wirkende Sicherungsmittel
(11, 12) zum axialen Fixieren des äußeren Bauteiles (3) relativ zu dem inneren Bauteil
(2) vorgesehen sind.
7. Austragkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Austrittsdüse (9) radial zu der Mittellängsachse des inneren Bauteiles (2) ausgerichtet
ist.
8. Austragkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die einander zugewandten Umfangsflächen (15, 16; 17, 18) der Bauteile (2, 3) angrenzend
an den Ringraum (19) derart aufeinander abgestimmte Durchmesser aufweisen, dass umlaufend
eine mediumdichte Passung im zusammengefügten Zustand erzielt ist.
9. Austragkopf nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf das äußere Bauteil (3) eine mit einer Austrittsöffnung (10) versehene Schutz-
oder Verkleidungshaube (4) lösbar aufsetzbar ist, deren Austrittsöffnung (10) größer
als die Austrittsdüse (9) gestaltet ist.
10. Austragkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Bauteil (3) lösbar auf dem inneren Bauteil (2) gehalten ist.