[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Brenneranordnung für ein Heizgerät, insbesondere
Fahrzeugheizgerät, umfassend eine Brennkammer und ein die Verbrennungserzeugnisse
von der Brennkammer weg führendes Flammrohr mit einem der Brennkammer nahen Eintrittsbereich,
in welchem Verbrennungserzeugnisse in das Flammrohr eintreten, und einem Austrittsbereich,
in welchem Verbrennungserzeugnisse aus dem Flammrohr austreten, und betrifft ferner
ein eine derartige Brenneranordnung aufweisendes Heizgerät, insbesondere Fahrzeugheizgerät.
[0002] Bei Fahrzeugheizgeräten, die zum Zusammenwirken mit einer langgestreckten Wärmetauscheranordnung
ausgebildet sind, ist es bekannt, die aus einer Brennkammer austretenden Verbrennungsabgase
durch ein langgestrecktes, im Allgemeinen zylindrisch ausgebildetes Flammrohr zunächst
in Richtung von der Brennkammer zu führen und zwar zu einem Bodenbereich eines dieses
Flammrohr umgebenden, im Wesentlichen topfartig ausgebildeten Wärmetauschergehäuses.
An diesem Bodenbereich werden die an dem Austrittsbereich aus dem Flammrohr austretenden
Verbrennungserzeugnisse, die die auf das zu erwärmende Medium zu übertragende Wärme
transportieren, umgelenkt, so dass sie entlang eines zwischen der Außenseite des Flammrohrs
und der Innenseite des Wärmetauschergehäuses gebildeten Zwischenraums zurückströmen
und dabei Wärme auf das Wärmetauschergehäuse und somit auf das darin zirkulierende
zu erwärmende Medium übertragen, bevor sie zu einem Abgasbehandlungssystem oder dergleichen
abgegeben werden. Dies führt insbesondere bei vergleichsweise langen Wärmetauschergehäusen
bzw. entsprechend langen Flammrohren dazu, dass die einmal am Bodenbereich des Wärmetauschergehäuses
umgelenkten und dann zurückströmenden Verbrennungserzeugnisse zunehmend an Wärme verlieren
und somit die Wärmeübertragung auf das zu erwärmende Medium im Verlaufe des Zurückströmens
der Verbrennungserzeugnisse verschlechtert wird.
[0003] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Brenneranordnung für ein Heizgerät
sowie ein Heizgerät, insbesondere Fahrzeugheizgerät, bereitzustellen, mit welchen
eine verbesserte und gleichmäßigere Wärmeabgabe von den Verbrennungserzeugnissen erlangt
werden kann.
[0004] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch eine Brenneranordnung
für ein Heizgerät, insbesondere Fahrzeugheizgerät, umfassend eine Brennkammer und
ein die Verbrennungserzeugnisse von der Brennkammer weg führendes Flammrohr mit einem
der Brennkammer nahen Eintrittsbereich, in welchem Verbrennungserzeugnisse in das
Flammrohr eintreten, und einem Austrittsbereich, in welchem Verbrennungserzeugnisse
aus dem Flammrohr austreten, ferner umfassend wenigstens einen Zwischen-Austrittsbereich
zwischen dem Eintrittsbereich und dem Austrittsbereich, in welchem Zwischen-Austrittsbereich
ein Teil der Verbrennungsabgase aus dem Flammrohr austreten kann.
[0005] Durch das Bereitstellen des wenigstens einen Zwischen-Austrittsbereichs wird eine
Verteilung der die Brennkammer mit sehr hoher Temperatur verlassenden Verbrennungsabgase
zur Erwärmung des in einer Wärmetauscheranordnung zirkulierenden Fluids über die Länge
des Flammrohrs erreicht, so dass auch in einem Zwischenbereich bzw. einem der Brennkammer
näher liegenden Bereich des Flammrohrs Verbrennungserzeugnisse mit höherer Temperatur
zur Übertragung von Wärme auf ein zu erwärmendes Medium bereitgestellt werden können.
Dies hat zur Folge, dass die gesamt zur Wärmeübertragung zur Verfügung stehende Oberfläche
eines Wärmetauschergehäuses effizienter genutzt werden kann und überdies ein gleichmäßigerer
Temperaturübertrag auf das zu erwärmende Medium zu definierteren Temperaturverhältnissen
bei diesem eine Wärmetauscheranordnung dann verlassenden Medium führen kann.
[0006] Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass das Flammrohr in dem wenigstens einen Zwischen-Austrittsbereich
wenigstens eine Zwischen-Austrittsöffnung aufweist.
[0007] Zur Bereitstellung des wenigstens einen Zwischen-Austrittsbereichs ist es möglich,
dass das Flammrohr wenigstens zwei Flammrohrabschnitte aufweist und dass in einem
Übergangsbereich zwischen einem stromaufwärtigen - bezogen auf eine Strömungsrichtung
der Verbrennungserzeugnisse im Flammrohr - und einem stromabwärtigen der Flammrohrabschnitte
die wenigstens eine Zwischen-Austrittsöffnung vorgesehen ist. Dabei kann dann in sehr
einfacher Art und Weise der Austritt der Verbrennungserzeugnisse aus dem Flammrohr
in diesem Bereich dadurch ermöglicht werden, dass in dem Übergangsbereich eine Öffnung
zwischen den Flammrohrabschnitten wenigstens einen Teil einer Zwischen-Austrittsöffnung
bildet.
[0008] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltungsform kann vorgesehen sein, dass der
stromaufwärtige Flammrohrabschnitt eine größere Querschnittsabmessung aufweist, als
der stromabwärtige Flammrohrabschnitt, wobei dann weiterhin vorzugsweise der stromabwärtige
Flammrohrabschnitt in den stromaufwärtigen Flammrohrabschnitt eingreift und wenigstens
ein Teil einer Zwischen-Austrittsöffnung in dem Überlappungsbereich des stromaufwärtigen
Flammrohrabschnitts mit dem stromabwärtigen Flammrohrabschnitt vorgesehen ist. Diese
Ausgestaltung hat den besonderen Vorteil, dass die ohnehin in der Längsrichtung des
stromaufwärtigen Flammrohrabschnitts strömenden Verbrennungserzeugnisses in den zwischen
den beiden Flammrohrabschnitten gebildeten ringartigen Überlappbereich ohne vorherige
Umlenkung eintreten können, so dass auch nicht die Gefahr eines Strömungsstaus erzeugt
wird. Ferner hat das Ausbilden des Flammrohrs mit seinen mit unterschiedlichen Querschnittsabmessungen
ausgebildeten Flammrohrabschnitten zur Folge, dass in einem dem Eintrittsbereich näher
liegenden Abschnitt des Flammrohrs dieses eine größere Außenabmessung aufweist, als
in einem dem Austrittsbereich nahen Bereich. Die Folge davon ist, dass auch der zwischen
dem Außenumfang des Flammrohrs und einer Innenoberfläche eines dieses umgebenden Wärmetauschergehäuses
gebildeten Strömungsraum eine entsprechende Querschnittsänderung vorhanden ist, und
zwar in dem Sinne, dass in dem dem Austrittsbereich nahe liegenden Bereich dieses
Strömungsraums eine größere Strömungsquerschnittsfläche vorhanden ist, als in dem
dem Eintrittsbereich des Flammrohrs näher liegenden Bereich dieses Strömungsraums.
Somit kann der Tatsache Rechnung getragen werden, dass die durch diesen Strömungsraum
strömenden Verbrennungserzeugnisse kälter werden und somit deren Volumen abnimmt,
so dass auch bei bereits kälteren und somit ein geringeres Volumen beanspruchenden
Verbrennungserzeugnissen eine effiziente Wärmeübertragung erlangt werden kann. Um
verschiedene Flammrohrabschnitte in definierter Positionierung zueinander halten zu
können, wird vorgeschlagen, dass der stromabwärtige Flammrohrabschnitt durch wenigstens
einen Tragebereich an dem stromaufwärtigen Flammrohrabschnitt getragen ist.
[0009] Bei einer fertigungstechnisch besonders einfach zu realisierenden Ausgestaltungsform
wird weiterhin vorgeschlagen, dass der stromaufwärtige Flammrohrabschnitt und der
stromabwärtige Flammrohrabschnitt im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet sind. Es
ist somit möglich, die beiden Flammrohrabschnitte einfach durch Ablängen von Blechrohren
zu erzeugen.
[0010] Bei einer weiteren Ausgestaltungsvariante kann vorgesehen sein, dass die wenigstens
eine Zwischen-Austrittsöffnung in einer Außenwandung des Flammrohrs gebildet ist.
[0011] Gemäß einem weiteren Aspekt wird die eingangs genannte Aufgabe gelöst durch ein Heizgerät,
insbesondere Fahrzeugheizgerät, welches eine erfindungsgemäße Brenneranordnung aufweist,
so wie eine Wärmetauscheranordnung mit einem Wärmetauschergehäuse, in welches das
Flammrohr ragt.
[0012] Um dann, wenn das Flammrohr aus mehreren Flammrohrabschnitten gebildet ist, in einfacher
Art und Weise für eine definierte Halterung derselben sorgen zu können, wird vorgeschlagen,
dass an einer dem Flammrohr zugewandten Seite des Wärmetauschergehäuses eine Tragestruktur
zum Tragen wenigstens eines Flammrohrabschnitts vorgesehen ist. Dabei ist es beispielsweise
möglich, dass an dem Wärmetauschergehäuse eine Mehrzahl von in der Längsrichtung des
Flammrohrs sich erstreckenden Rippen vorgesehen ist und dass die Tragestruktur wenigstens
einen Teil der Rippen umfasst. Im Allgemeinen sind derartige Rippen bei Wärmetauschergehäusen
ohnehin vorhanden, um die Wärmeübertragungsoberfläche zu vergrößern und gleichzeitig
eine definierte Strömungsrichtung für die Verbrennungserzeugnisse vorgeben zu können.
[0013] Bei einer besonders einfach zu realisierenden Ausgestaltungsform kann dann vorgesehen
sein, dass der wenigstens eine Flammrohrabschnitt zwischen mehreren über dessen Umfang
verteilten Rippen durch Klemmwirkung getragen ist. Alternativ oder zusätzlich ist
es möglich, dass der wenigstens eine Flammrohrabschnitt an wenigstens einer der Rippen
durch Vernietung, Verschraubung oder dergleichen gehalten ist. Die vorliegende Erfindung
wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen detailliert beschrieben.
Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Längsschnittansicht einer erfindungsgemäßen Brenneranordnung in Verbindung mit
einer Wärmetauscheranordnung;
- Fig. 2
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung einer alternativen Ausgestaltungsform;
- Fig. 3
- eine der Fig. 1 entsprechende Darstellung einer alternativen Ausgestaltungsform;
- Fig. 4
- eine Querschnittansicht der in Fig. 3 gezeigten Anordnung, betrachtet in Blickrichtung
IV in Fig. 3;
- Fig. 5
- eine Ansicht eines Flammrohrs von radial außen bei einer alternativen Ausgestaltungsform;
- Fig. 6
- eine Schnittansicht des in Fig. 5 gezeigten Flammrohrs, geschnitten längs einer Linie
VI - VI in Fig. 5.
[0014] In Fig. 1 sind Teile eines gemäß den Prinizipien der vorliegenden Erfindung ausgebildeten
Fahrzeugheizgeräts 10 im Längsschnitt, also geschnitten längs einer Längsmittenachse
L, dargestellt. Das Fahrzeugheizgerät 10 umfasst eine Brenneranordnung 1 2 sowie eine
Wärmetauscheranordnung 14, von welchen jeweils nur die für die Prinzipien der vorliegenden
Erfindung relevanten Komponenten dargestellt sind.
[0015] Die Brenneranordnung 12 umfasst ein im Wesentlichen topfartig ausgebildetes Brennkammergehäuse
16, in welchem eine Brennkammer 18 gebildet ist. Über einen zentral in dem Brennkammergehäuse
16 vorgesehenen Verbrennungslufteintrittsstutzen 20 wird Verbrennungsluft unter der
Förderwirkung eines nicht dargestellten Verbrennungsluftgebläses in die Brennkammer
18 eingeleitet. Auch wird über eine nicht dargestellte Brennstoffzufuhr Brennstoff
eingeleitet, beispielsweise durch Verdampfungswirkung, so dass in der Brennkammer
18 ein zündfähiges bzw. verbrennungsfähiges Brennstoff/Luft-Gemisch erzeugt wird.
Dieses beispielsweise durch ein Glühzündelement zur Verbrennung gebrachte Gemisch
erzeugt eine Flamme und Verbrennungsabgase, die die Brennkammer 18 an der in der Fig.
1 links erkennbaren Seite verlassen und in ein allgemein mit 22 bezeichnetes Flammrohr
eintreten.
[0016] Das in der Fig. 1 erkennbare Flammrohr 22 weist zwei im Wesentlichen zylindrisch
ausgestaltete Flammrohrabschnitte 24, 26 auf. Man erkennt, dass diese beiden Flammrohrabschnitte
24, 26 unterschiedliche Abmessungen haben. Der bezogen auf die Strömungsrichtung R
der Verbrennungserzeugnisse im Flammrohr 22 stromaufwärts positionierte Flammrohrabschnitt
24, welcher eine größere Querschnittsabmessung aufweist, ist angrenzend an das Brennkammergehäuse
16 positioniert bzw. mit diesem verbunden und bildet einen Eintrittsbereich 28 des
Flammrohrs 22, in welchem die Verbrennungserzeugnisse in das Flammrohr 22 eintreten.
In oder nahe diesem Eintrittsbereich 28 ist im Flammrohr 22 ferner eine Flammblende
30 mit einer zentralen Durchtrittsöffnung 34 für die Verbrennungserzeugnisse getragen.
[0017] Der Flammrohrabschnitt 26, welcher eine kleinere Querschnittsabmessung aufweist,
als der stromaufwärtige Flammrohrabschnitt 24, bildet in seinem von der Brennkammer
18 entfernt liegenden Endbereich einen Austrittsbereich 36 des Flammrohrs 22, in welchem
die bis zu diesem Austrittsbereich 36 geströmten Verbrennungserzeugnisse aus dem Flammrohr
22 austreten, wie durch Pfeile P
1 gezeigt.
[0018] In dem Übergangsbereich 38 zwischen den beiden Flammrohrabschnitten 24, 26 überlappen
sich diese beiden Flammrohrabschnitte 24, 26, so dass zwischen diesen ein ringartiger
Öffnungsbereich 40 gebildet ist. Dieser Öffnungsbereich 40 definiert einen Zwischen-Austrittsbereich
42, in welchem, wie durch Pfeile P
2 angedeutet, ebenfalls Verbrennungserzeugnisse, die entlang des stromaufwärtigen Flammrohrabschnitts
24 geströmt sind und zwar in einem wandungsnahen Bereich desselben, aus dem Flammrohr
22 ausreteten können. In diesem Zwischen-Austrittsbereich 42, in welchem der angesprochene
Öffnungsbereich 40 eine Zwischen-Austrittsöffnung 44 bildet, sind die beiden Flammrohrabschnitte
24, 26 auch aneinander getragen. Dazu sind beispielsweise an dem stromabwärtigen Flammrohrabschnitt
26 an mehreren Umfangspositionen nach außen vorstehende Trageabschnitte 46 vorgesehen,
beispielsweise daran angelötet, angeklebt oder in sonstiger Weise festgelegt, die
ebenso wie der Flammrohrabschnitt 26 in den Flammrohrabschnitt 24 eingreifen und somit
die beiden Flammrohrabschnitte 24, 26 bezüglich einander halten. Hier kann auch am
Flammrohrabschnitt 24 eine Festlegung durch Anlöten oder dergleichen erfolgen.
[0019] Von der Wärmetauscheranordnung 14 ist in der Fig. 1 nur ein inneres Wärmetauschergehäuse
48 dargestellt. Dieses weist eine im Wesentlichen topfartige Struktur mit einer Bodenwandung
50 und einer Umfangswandung 52 auf. An der Außenseite der Bodenwandung 50 und der
Umfangswandung 52 sind sogenannte Außenrippen 54 vorgesehen, die das in der Wärmetauscheranordnung
14 zirkulierende zu erwärmende Medium leiten und Wärme auf dieses übertragen. An der
Innenseite des Wärmetauschergehäuses 48, also der dem Flammrohr 22 zugewandten Seite,
sind sogenannte Innenrippen 56 vorgesehen, die ausgehend vom Bodenbereich 50 sich
in der Längsrichtung des Flammrohrs 22 im Wesentlichen über die gesamte Länge des
Wärmetauschergehäuses 48 bzw. der Umfangswandung 52 desselben erstrecken. Diese Innenrippen
56 dienen dazu, die Wärmeübertragungsfläche, an welcher von den das Flammrohr 22 verlassenden
Verbrennungserzeugnissen Wärme auf das Wärmetauschergehäuse 48 übertragen wird, zu
vergrößern, und dienen auch dazu, den zu einem Auslass 59 zurückströmenden Verbrennungserzeugnissen
eine bestimmte definierte Strömungsrichtung vorzugeben.
[0020] Im Heizbetrieb treten also die die Brennkammer 18 verlassenden Verbrennungserzeugnisse
im Eintrittsbereich 28 durch die zentrale Öffnung 34 der Flammblende 30 zunächst in
den stromaufwärtigen Flammrohrabschnitt 24 des Flammrohrs 22 ein und strömen in der
Richtung R in Richtung zum Übergangsbereich 38. Ein Teil der Verbrennungserzeugnisse
tritt nun im Zwischen-Austrittsbereich 42 aus dem Flammrohr 22 aus. Der verbleibende
Teil strömt in den stromabwärtigen Flammrohrabschnitt 26 ein und tritt am Austrittsbereich
36 aus dem Flammrohr 22 aus und wird dort durch den Bodenbereich 50 umgelenkt, um
an der Außenseite des Flammrohrs 22 entlang eines zwischen der Außenseite des Flammrohrs
22 und der Umfangswandung 52 des Wärmetauschergehäuses 48 gebildeten Zwischenraums
58 zurückzuströmen. Durch die Aufteilung des Verbrennungserzeugnisstroms in zwei Teilströme
wird erlangt, dass nicht nur am Austrittsbereich 36 sehr heiße Verbrennungserzeugnisse
in Kontakt mit dem Wärmetauschergehäuse 48 treten und sich dann beim Zurückströmen
allmählich abkühlen, sondern dass auch in einem Zwischenbereich, nämlich dem Bereich,
wo der Zwischen-Austrittsbereich 42 liegt, sehr heiße Verbrennungserzeugnisse, die
zuvor noch nicht zur Erwärmung des Wärmetauschergehäuses 48 beigetragen haben, in
den Zwischenraum 58 eintreten und dann zusammen mit den am Austrittsbereich 36 ausgetretenen
Verbrennüngserzeugnissen zurückstömen. Dies erhöht die Temperatur der das Wärmetauschergehäuse
48 erwärmenden Verbrennungserzeugnisse in demjenigen Bereich des Zwischenraums 58,
der zwischen dem Flammrohrabschnitt 24 und der Umfangswandung 52 des Wärmetauschergehäuses
48 liegt. Auf Grund dessen kann eine gleichmäßigere Wärmeübertragung auf das Wärmetauschergehäuse
48 und somit das darin zirkulierende zu erwärmende Medium erlangt werden. Ferner erkennt
man, dass durch die Ausgestaltung der beiden Flammrohrabschnitte 24, 26 mit in der
Strömungsrichtung R abnehmender Querschnittsabmessung der Zwischenraum 58 ebenfalls
unterschiedliche Querschnittsabmessungen aufweist. In demjenigen Bereich, in welchem
er den Flammrohrabschnitt 26 umgibt, weist der Zwischenraum 58 eine größere Querschnittsabmessung
auf, als in demjenigen Bereich, in dem er den Flammrohrabschnitt 24 umgibt. Daraus
folgt, dass für die bereits nahe am Auslass 59 strömenden und schon deutlich kälteren
Verbrennungserzeugnissen, welche auch ein geringeres Volumen (bei gegebenen Druckverhältnissen)
beanspruchen, ein entsprechend verminderter Strömungsquerschnitt bereitgestellt ist,
mit der Folge einer auch über den gesamten Längenbereich des Zwischenraums 58 gleichmäßigeren
Wärmeübertragung auf das Wärmetauschergehäuse 48.
[0021] In Fig. 2 ist eine alternative Ausgestaltungsart des erfindungsgemäßen Heizgeräts
10 dargestellt. Im Folgenden wird lediglich auf die zur Ausgestaltungsform gemäß Fig.
1 vorhandenen Unterschiede eingegangen, die im Bereich der Halterung des Flammrohrabschnitts
26 mit der geringeren Querschnittsabmessung vorhanden sind.
[0022] Man erkennt in der Fig. 2, dass die Innenrippen 56 in ihrem vom Bodenbereich 50 ausgehenden
Bereich 60 ausgehend von der Umfangswandung 52 des Wärmetauschergehäuses 48 eine größere
Erstreckungslänge aufweisen, als in einem weiter stromabwärtig liegenden Bereich 62
(stromabwärtig bezogen auf die Strömungsrichtung der Verbrennungserzeugnisse im Zwischenraum
58).
[0023] Der Bereich 60 der Innenrippen 56 erstreckt sich auch über einen Teillängenbereich
des Flammrohrabschnitts 26. Die Rippen 56 sind in diesem Bereich 60 so bemessen, dass
ihre nach radial innen weisenden Oberflächen 64 eine Stützfläche für den Flammrohrabschnitt
26 bilden, so dass dieser zwischen den in Umfangsrichtung verteilt darum positionierten
Innenflächen 64 der Bereiche 60 der Innenrippen 56 geklemmt ist. Um diese Klemmwirkung
verbessern zu können, kann der Flammrohrabschnitt 26 einen Längsschlitz 66 aufweisen.
Beim Einführen des Flammrohrabschnitts 26 in den Rippenbereich 60 wird der Flammrohrabschnitt
26 in Umfangsrichtung komprimiert, so dass er nach dem Einführen und Loslassen durch
seine Aufspreizwirkung stabil an den Rippenbereichen 60 getragen ist. Somit kann eine
stabile Halterung des Flammrohrabschnitts 26 erlangt werden, ohne dass eine den Öffnungsquerschnitt
der Zwischen-Austrittsöffnung 44beeinträchtigende Verbindungsanordnung bereitgestellt
werden müsste. Auch wird eine Kompensation von unterschiedlichen thermischen Dehnungen
zwischen dem z.B. aus Aluminium aufgebauten Wärmetauscher und dem z.B. aus Stahl aufgebauten
Flammrohr ermöglicht. Insbesondere kann die Form der Innenrippen 56 zumindest im Rippenbereich
60 so sein, dass die bei Durchführung eines Gießvorgangs vorzusehende Entformschräge
nur einen sehr geringen Winkel aufweist, so dass zumindest in demjenigen Bereich,
in welchem der Austrittsbereich 36 am Flammrohrabschnitt 26 gebildet ist, eine feste
Klemmwirkung der sich keilartig aufeinander zu verjüngenden Innenflächen 64 am Flammrohrabschnitt
26 erzeugt wird.
[0024] Eine weitere Abwandlung des erfindungsgemäßen Heizgeräts ist in den Figuren 3 und
4 gezeigt. Auch hier wird im Folgenden nur auf die ebenfalls im Bereich der Halterung
des Flammrohrabschnitts 26 bestehenden Unterschiede eingegangen.
[0025] Man erkennt auch in Fig. 3, dass die Innenrippen 56 in ihrem entlang des Flammrohrabschnitts
26 sich erstreckenden Rippenbereich 60 sich weiter nach radial innen erstrecken, als
in dem den Flammrohrabschnitt 24 umgebenden Rippenbereich 62. Der Übergang zwischen
den beiden Rippenbereichen 60, 62 ist nunmehr jedoch im Wesentlichen auch im Übergangsbereich
38 zwischen den beiden Flammrohrabschnitten 24, 26 vorgesehen. Der Flammrohrabschnitt
26 weist in seinem an den Flammrohrabschnitt 24 angrenzenden Endbereich an mehreren
Umfangspositionen nach radial außen gebogene Befestigungslaschen 68 auf. An dem stufenartigen
Übergang 70 zwischen den beiden Rippenbereichen 60, 62 sind im dargestellten Beispiel,
näherungsweise in Richtung der Längsmittenachse L sich erstreckend Nietelemente 72
vorgesehen, welche Öffnungen in den Laschen 68 durchsetzen und durch Umformen dann
die Laschen 68 und somit den Flammrohrabschnitt 26 fest an den Innenrippen 56 halten.
Zusätzlich können die Rippenbereiche 60 so bemessen sein, dass sie mit ihren Innenflächen
64 wieder fest am Flammrohrabschnitt 26 anliegen, so dass zu Klappergeräuschen führende
Bewegungen des Flammrohrabschnitts 26 nicht auftreten können. Es sei hier darauf hingewiesen,
dass selbstverständlich die Befestigung der Laschen 68 an den Innenrippen 56 nicht
notwendigerweise durch Nietelemente, sondern auch durch Schraubelemente oder dergleichen
erfolgen kann. Bei Einsatz von Nietelementen können diese als Blindniete ausgeführt
sein, können aber auch als an dem stufenartigen Übergangsbereich 70 angeformte Nietelemente
bereitgestellt sein.
[0026] Es ist selbstverständlich, dass die erfindungsgemäße Heizeinrichtung bzw. die Brenneranordnung
12 dafür in verschiedensten Bereichen abgewandelt werden kann. So ist es selbstverständlich
möglich, mehr als nur zwei Flammrohrabschnitte bereitzustellen und somit auch mehr
als einen Zwischen-Austrittsbereich vorzusehen.
[0027] Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltungsvariante, die in den Figuren 5
und 6 gezeigt ist, kann das Flammrohr 22 wieder als ein durchgehender Materialabschnitt
ausgebildet sein. Zur Bereitstellung eines Zwischen-Austrittsbereichs 42 können in
die Wandung dieses Flammrohrs 22 dann U-förmige Einschnitte 74 eingeschnitten oder
eingestanzt werden, so dass die U-Öffnung bezogen auf die Strömungsrichtung R der
Verbrennungserzeugnisse im Flammrohr 22 stromabwärts positioniert ist. Die auf diese
Art und Weise dann gebildete Lasche 76 wird nach innen gebogen, so dass sie, wie in
Fig. 6 erkennbar, in den vom Flammrohr 22 umgebenen und von den Verbrennungserzeugnissen
in der Richtung R durchströmten Raumbereich ragen. In dem von einer Lasche 76 nunmehr
freigegebenen Bereich ist eine Zwischen-Austrittsöffnung 44 gebildet. Die entlang
des Wandungsbereichs des Flammrohrs 22 in der Richtung R strömenden Verbrennungserzeugnisse
werden durch die Leitwirkung der in den Innenraum des Flammrohrs 22 gebogenen Laschen
76 nach radial außen abgelenkt und treten somit in den mit Bezug auf die vorangehenden
Ausgestaltungsformen beschriebenen Zwischenraum 58 ein. Neben dem äußerst einfach
zu realisierenden Aufbau weist diese Ausgestaltungsform gemäß den Figuren 5 und 6
den Vorteil auf, dass durch das Bilden derartiger Laschen 76 an beliebiger Positionierung
des Flammrohrs eine ganze Formation von Zwischen-Austrittsöffnungen 44 gebildet werden
kann, deren Lage und Dichte an die speziellen Anforderungen, die das Austreten von
Verbrennungserzeugnissen in Zwischenbereichen vorgeben, angepasst werden kann.
[0028] Auch eine unsymmetrische Verteilung der Zwischen-Austrittsöffnungen 44 am Umfang
des Flammrohrs 22 ist bei den verschiedenen dargestellten Ausgestaltungsformen zum
Kompensieren von Unsymmetrien in der Verbrennungserzeugnisströmung möglich.
[0029] Es ist selbstverständlich, dass die in den Figuren 5 und 6 gezeigte Ausgestaltungsvariante
mit den vorangehend mit Bezug auf die Figuren 1 bis 4 beschriebenen Varianten kombiniert
werden kann.
1. Brenneranordnung für ein Heizgerät, insbesondere Fahrzeugheizgerät, umfassend eine
Brennkammer (18) und ein die Verbrennungserzeugnisse von der Brennkammer (18) weg
führendes Flammrohr (22) mit einem der Brennkammer (18) nahen Eintrittsbereich (28),
in welchem Verbrennungserzeugnisse in das Flammrohr (22) eintreten, und einem Austrittsbereich
(36), in welchem Verbrennungserzeugnisse aus dem Flammrohr (22) austreten, ferner
umfassend wenigstens einen Zwischen-Austrittsbereich (42) zwischen dem Eintrittsbereich
(28) und dem Austrittsbereich (36), in welchem Zwischen-Austrittsbereich (42) ein
Teil der Verbrennungsabgase aus dem Flammrohr (22) austreten kann.
2. Brenneranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Flammrohr (22) in dem wenigstens einen Zwischen-Austrittsbereich (42) wenigstens
eine Zwischen-Austrittsöffnung (44) aufweist.
3. Brenneranordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Flammrohr (22) wenigstens zwei Flammrohrabschnitte (24, 26) aufweist und dass
in einem Übergangsbereich (38) zwischen einem stromaufwärtigen (24) - bezogen auf
eine Strömungsrichtung (R) der Verbrennungserzeugnisse im Flammrohr- (22) und einem
stromabwärtigen (26) der Flammrohrabschnitte (24, 26) die wenigstens eine Zwischen-Austrittsöffnung
(44) vorgesehen ist.
4. Brenneranordnung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass in dem Übergangsbereich (38) eine Öffnung (40) zwischen den Flammrohrabschnitten
(24, 26) wenigstens einen Teil einer Zwischen-Austrittsöffnung (44) bildet.
5. Brennkammeranordnung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass der stromaufwärtige Flammrohrabschnitt (24) eine größere Querschnittsabmessung aufweist,
als der stromabwärtige Flammrohrabschnitt (26).
6. Brennkammeranordnung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der stromabwärtige Flammrohrabschnitt (26) in den stromaufwärtigen Flammrohrabschnitt
(24) eingreift und wenigstens ein Teil einer Zwischen-Austrittsöffnung (44) in dem
Überlappungsbereich des stromaufwärtigen Flammrohrabschnitts (24) mit dem stromabwärtigen
Flammrohrabschnitt (26) vorgesehen ist.
7. Brennkammeranordnung nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der stromabwärtige Flammrohrabschnitt (26) durch wenigstens einen Tragebereich (46)
an dem stromaufwärtigen Flammrohrabschnitt (24) getragen ist.
8. Brennkammeranordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der stromaufwärtige Flammrohrabschnitt (24) und der stromabwärtige Flammrohrabschnitt
(26) im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet sind.
9. Brennkammeranordnung nach einem der Ansprüche 2 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Zwischen-Austrittsöffnung (44) in einer Außenwandung des Flammrohrs
(22) gebildet ist.
10. Heizgerät, insbesondere Fahrzeugheizgerät, umfassend eine Brenneranordnung (12) nach
einem der vorangehenden Ansprüche sowie eine Wärmetauscheranordnung (14) mit einem
Wärmetauschergehäuse (48), in welches das Flammrohr (22) ragt.
11. Heizgerät nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass an einer dem Flammrohr (22) zugewandten Seite des Wärmetauschergehäuses (48) eine
Tragestruktur (60) zum Tragen wenigstens eines Flammrohrabschnitts (26) vorgesehen
ist.
12. Heizgerät nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass an dem Wärmetauschergehäuse (48) eine Mehrzahl von in der Längsrichtung des Flammrohrs
sich erstreckenden Rippen (56) vorgesehen ist und dass die Tragestruktur (60) wenigstens
einen Teil der Rippen (56) umfasst.
13. Heizgerät nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Flammrohrabschnitt (26) zwischen mehreren über dessen Umfang
verteilten Rippen (56) durch Klemmwirkung getragen ist.
14. Heizgerät nach Anspruch 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Flammrohrabschnitt (26) an wenigstens einer der Rippen (56) durch
Vernietung, Verschraubung oder dergleichen gehalten ist.