[0001] Die Erfindung betrifft einen Container gemäß ISO-Normen, ausgebildet als mobiler
Arbeitsraum im zivilen und militärischen Einsatz (Shelter), nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
[0002] ISO-Container mit einem quaderförmigen metallischen Strukturrahmen aus ISO-Ecken
und diese ISO-Ecken verbindenden Kantenprofilen, sowie wärmegedämmten Seitenwänden,
Decke und Boden sind z.B. aus der
DE 37 19 301 C2 bekannt.
[0003] Die Konstruktion der Struktur für CSC-zertifizierte, stapelbare Container (Bauart
1 : 1 - nicht ausziehbar z.B. DE 37 19 301 C2 und ausziehbar, 1 : 2, 1 : 3, z.B.
EP 0 682 156 B1) ergibt sich wesentlich aus den beim Transport auftretenden Beanspruchungen und den
bei bis zu neunfacher Stapelung auftretenden Vertikallasten (CSC: International Convention
for Safe Containers). Für den Containerboden sind Punkt- und Flächenlasten spezifiziert.
In die Wände muss das Eigengewicht der dort anzubringenden Ausrüstung eingeleitet
werden. Wanddurchbrüche für Türen (Notausstieg), Strom-, Klima- und ggf. Wasserversorgung
erhöhen den konstruktiven Aufwand und die Anzahl der Wärmebrücken.
[0004] Die Wärmedämmung soll nicht auf Kosten der Innenraumgröße und/oder der Erhöhung des
Container-Eigengewichts erfolgen. Wärmedurchgangswerte von 0,55 bis 0,75 W/(m
2K) lassen sich mit schubsteifen Sandwich-Wänden (Blech-PUR-Blech) mit Dicken von 40
bis 60 mm leicht verwirklichen. Die Durchbrüche, Kanten und Ecken erhöhen gemäß heutigen
Konstruktionen den k-Wert des gesamten Containers auf Werte deutlich über 1 W/(m
2K) .
[0005] Für zivile und militärische Anwendungen (mobile Sanitätseinrichtungen und Arbeitsräume
wie Gefechtsstände und Femmeldeanlagen) im weltweiten Einsatz, auch unter extremen
Klimabedingungen, besteht ein Bedarf, den notwendigen Aufwand zur Klimatisierung und
Energieversorgung technisch und wirtschaftlich zu reduzieren. Die Transmissionsverluste
des allseits geschlossenen Containers können 30 % und mehr des Heiz- bzw. Kühlbedarfs
ausmachen, wenn es sich nicht um Anwendungen mit extrem großem Frischluftbedarf handelt
(Operationsraum).
[0006] Das Problem, die Wärmedämmung deutlich zu verbessern, kann nicht durch dickere Wärmedämmschichten
und nicht mit den üblichen Strukturkonstruktionen gelöst werden.
[0007] Aus der
DE 197 47 181 A1 ist ein Kühl- oder Isolierbehälter bekannt. Dieser umfasst wärmegedämmte Seitenwände
sowie Decke und Boden, welche jeweils von Randholmen umfasst werden. Die Randholme
sind als Hohlprofile ausgebildet und enthalten einen Kern aus wärmeisolierendem Material.
Mittels zweiteilig ausgebildeten Kantenprofilen werden Seitenwände, Decke und Boden
im Bereich der Randholme flächig und fest miteinander verbunden. Nachteilig an diesem
Behälter ist die Tatsache, dass durch die Verwendung der Hohlprofile Wärmebrücken
geschaffen werden, die sich negativ auf den Wärmedurchgangswert des Containers auswirken.
[0008] Aus der
EP 0 064712 A1 ist ein Kühlcontainer bekannt, der eine durchgängige Isolationsschicht aufweist.
Die Außenseite der Isolation wird gebildet durch ein Stahlgestell mit oberen und unteren
Querträgem sowie Außenwandplatten. Auf der Innenseite des Kühlcontainers ist eine
Innenbeplankung angeordnet.
[0009] Somit stellt sich die Aufgabe, den Wärmedurchgangswert des gesamten Containers ohne
Einbuße an Struktursteifigkeit und Innenraumgröße zu verringern.
[0010] Diese Aufgabe wird mit dem Gegenstand des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausführungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
[0011] Die erfindungsgemäße Lösung der gestellten Aufgabe erfolgt durch zwei miteinander
verknüpfte Ansätze:
- Die Verringerung des Transmissionsanteils ungestörter Flächen durch Verwendung von
Vakuumdämmmaterial, das eine wesentlich niedrigere Wärmeleitzahl als z.B. PUR und
Steinwolle ausweist, um den Malus der Wärmebrücken zu kompensieren und
- eine zweiteilige Ausführung aller Kantenprofile des Containers, in Form zweier durch
Wärmedämmmaterial voneinander thermisch getrennter, parallel laufender Teilprofile
für alle waagerechten und senkrechten Kanten des quaderförmigen ISO-Containers. Der
Zwischenraum zwischen den beiden Teilprofilen ist vollständig durch ein wärmedämmendes
Material ausgefüllt. Dieses Prinzip kann in ähnlicher Weise auch für alle Umfassungen
von Flächendurchbrechungen, wie z.B. Türen und Klappen, angewandt werden. Somit kann
der Strukturaufbau des Containers weitgehend ohne Wärmebrücken verwirklicht werden.
[0012] Die Wärmedurchgangszahl des erfindungsgemäßen Containers kann aufgrund der beschriebenen
Maßnahmen in den Bereich von 0,5 W/(m
2K) gebracht werden, ohne dass Einbußen an Struktursteifigkeit oder Innenraumgröße
hinzunehmen sind. Der erfindungsgemäße Container ist insbesondere ohne Einschränkung
mehrfach stapelbar.
[0013] Die deutliche Verringerung der Wärmedurchgangszahl auf Werte um 0,5 W/(m
2K) bei mit konventionellen wärmegedämmten Containern vergleichbarer Wandstärke, verkleinert
die erforderliche Leistung der Klimaanlage um die sich aus der Temperaturdifferenz
Innenraum und Umgebung und aus der höheren Temperaturdifferenz (plus und minus) der
klimatisierten Umluft in den Seitenwand- und Deckenkanälen ergebenden Anteile. Die
Containerbeheizung mittels Wandstrahlungs- oder/und Fußbodenheizung wird wesentlich
wirtschaftlicher.
[0014] Das erfindungsgemäße Prinzip kann sowohl für nicht erweiterbare Container (Bauart
1 : 1) als auch für erweiterbare Container (Bauart 1 : 2, 1 : 3, z.B. unter Verwendung
von ausziehbaren Elementen), eingesetzt werden.
[0015] Der erfindungsgemäße Container erfüllt die durch die ISO-Normen vorgeschriebenen
Festigkeits- und Steifgkeitswerte. Er ist insbesondere zur Stapelung geeignet (bis
zu 9 Container übereinander) und hält den beim Transport (z.B. Verlastung mittels
Kranfahrzeug) des Containers auftretenden Beanspruchungen stand, wobei die Krafteinleitung
an den ISO-Ecken erfolgt.
[0016] Die in der vorliegenden Erfindung eingesetzte, an sich bekannte und auch für terrestrische
Anwendungen entwickelte Vakuumisolationstechnik (z.B.
DE 296 08 385 U1) bedeutet eine Verringerung von Gewicht und Volumen des Dämmmaterials, damit eine
Erhöhung des Nutzvolumens, bei vorgegebener Wärmedurchgangszahl. Ein körniger oder
fasriger Füllstoff, erforderlichenfalls zusammen mit Gettermaterial und IR-Trübungs-mittel,
wird von einer mehrschichtigen Verbundfolie (Metall- und Polyethylenfolie) umschlossen.
Mit einem Systemdruck von unter 5 mbar, der dichten Verschweißung der Folien und einer
vemachlässigbaren Permeationsrate wird bei einer Wärmeleitzahl von etwa 0,004 W/(mK)
nach Herstellerangaben eine Lebensdauer von mehr als 15 Jahren erreicht. Die Größe
der Vakuumdämmplatten, im Bereich von 10 bis 30 mm Dicke, kann den geometrischen Anforderungen
angepasst werden.
[0017] Die gegen Beschädigung empfindliche Vakuumdämmung wird nach außen vorteilhaft von
der äußeren Stahlblechwand des Containers geschützt, nach innen vorzugsweise durch
Kunststoff-kaschierte Sperrholzplatten, deren Stärke für die dem Einsatzfall des Containers
entsprechende Anbringung der Ausrüstung bzw. zur Aufnahme der Bodenlasten dimensioniert
ist.
[0018] In einer vorteilhaften Ausführung kann neben einer Dämmschicht aus Vakuumdämmmaterial
nach innen hin eine zusätzliche Dämmschicht aus herkömmlichen Dämmmaterialien (Mineralwolle,
Steinwolle, Styropor, Styrodur, PUR etc.), also Nicht-Vakuumdämmmaterialien, vorhanden
sein.
[0019] Die jeweils zwischen zwei ISO-Ecken senkrecht und waagerecht verlaufenden Kantenprofile,
die die Normal- und Biegekräfte aufnehmen, können vorteilhaft als zwei ineinander
gestellte Teilprofile in L-Form, aber auch als zwei Viertelkreis-Profile innen und
außen oder als außenliegendes Viertelkreisprofil und innenliegendes, ein Vierkant-
oder Rohrprofil umfassendes Teilprofil, ausgebildet sein.
[0020] Die äußere, zur Schubsteifigkeit beitragende Blechwand einer Containerfläche wird
vorteilhaft mit dem äußeren Teilprofil eines Kantenprofils sowie den ISO-Ecken verschweißt.
[0021] Die großflächigen Zwischenräume zwischen gegenüberliegenden Kantenprofilen werden
mit Vakuumdämmplatten belegt, kleine Zwischenräume ausgeschäumt oder mit anderen -
maßgenau zugeschnittenen - konventionellen Dämmstoffen gefüllt.
[0022] Die Zwischenräume zwischen zwei Teilprofilen eines Kantenprofils können ebenfalls
ausgeschäumt oder mit maßgenau zugeschnittenen konventionellen Dämmstoffen gefüllt
werden. Die neuere Entwicklung des schweißbaren Stahlblech-PU-Sandwichs kann hier
von fertigungstechnischem und wirtschaftlichem Interesse sein.
[0023] Mit den geringen Stärken der Wände und Decke und dem geringen Rücksprung der Wandflächen
an den ISO-Ecken ragen diese in den Container-Innenraum hinein. Zur Verringerung dieser
Wärmebrücken müssen diese Vorsprünge mit einer Schicht Wärmedämmmaterial in Form einer
Kofferecke abgedeckt werden. Besonders hier, aber auch an allen thermisch kritischen
Stellen, erfolgt die Wärmedämmung so, dass nirgends an der Innenoberfläche die Taupunkttemperatur
erreicht werden kann.
[0024] Vorteilhaft umfasst eine Wand (Seitenwand, Decke oder Boden) des Containers von außen
nach innen folgenden Schichten:
- äußere metallische Deckschicht,
- Vakuumdämmschicht,
- weitere Dämmschicht aus einem Nicht-Vakuumdämmmaterial,
- Sperrholzschicht
- innere metallische oder Kunststoff-Deckschicht.
[0025] Zur Versteifung von Seitenwand, Decke oder Boden können vorteilhaft Versteifungsprofile
vorhanden sein, die entweder mit der inneren oder der äußeren metallischen Deckschicht
einer Seitenwand, Decke oder Boden in Berührung stehen, und die von der jeweils anderen
Deckschicht durch ein wärmedämmende Zwischenlage getrennt sind. Da die Versteifungsprofile
an sich unerwünschte Wärmebrücken bilden, kann für diese vorteilhaft ein metallischer
Werkstoff mit geringer Wärmeleitung und hoher Festigkeit gewählt werden.
[0026] Um die Bodenlasten punktweise und flächig aufzunehmen, muss aus thermischen Gründen
ein Kompromiss zwischen der Wärmeleitung, dem Profilquerschnitt und dem Abstand der
Versteifungsprofile (Rastermaß) gefunden werden. Neben der Wahl einer möglichst geringen
Stegdicke der Standardprofile kann es auch zweckmäßig sein, zusammengesetzte, geschweißte
Profile einzusetzen, wobei für den oder die Stege, gerade oder schräggestellt, wegen
der geringeren Wärmeleitzahl Edelstahlblech thermisch vorteilhaft ist.
[0027] Im Folgenden werden unter Bezugnahme auf Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung
beschrieben. Es zeigen
- Fig. 1
- den Wandaufbau des erfindungsgemäßen Containers mit einem L-förmigen Versteifungsprofil;
- Fig. 2
- den Wandaufbau des erfindungsgemäßen Containers mit einem zusammengesetzten Versteifungsprofil;
- Fig. 3
- den Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Container im Bereich eines Kantenprofils,
wobei das Kantenprofil aus zwei L-förmigen Teilprofilen besteht;
- Fig. 4
- den Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Container, wobei das Kantenprofil außen
ein bogenförmiges Teilprofil sowie innen ein Teilprofil aus einem Rohrprofil mit angeschweißten
Stegen umfasst;
- Fig. 5
- den Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Container mit einem Kantenprofil, das aus
zwei L-förmigen Teilprofilen besteht;
- Fig. 6
- den Schnitt durch einen Container im Bereich eines Wanddurchbruchs für Tür oder Klappe.
[0028] Fig. 1 zeigt den Wandaufbau (Seitenwände, Boden oder Decke) eines erfindungsgemäßen
Containers. Zum mehrschichtigen Wandaufbau gehören von außen beginnend die metallische
Außenwand 1 (Stahlblech eben oder trapezförmig), eine maßgenau eingelegte Schicht
aus Vakuumdämmplatten 2 mit einer Stärke, die abhängig von der Anforderung an die
Qualität des Wärmedurchgangs ist, die Zwischenschicht 3 aus konventionellen Dämmstoffen,
z.B. Steinwolle, eine Sperrholzplatte 4 hohen E-Moduls zur Wandversteifung und sicheren
Befestigung der Container-Innenausstattung und schließlich die vor der Montage auf
die Holzplatte aufzuklebende Aluminium-Deckschicht 5.
[0029] Die gesamte Wandstärke ergibt sich aus den Anforderungen an die Wandsteifigkeit,
die mit möglichst geringer Stegdicke des Versteifungsprofils 6 und möglichst großer
Steglänge zu erfüllen sind (zur Definition des Stegs eines Versteifungsprofils siehe
Fig. 2). Zwischen dem L-förmigen Versteifungsprofil 6 und der Sperrholzplatte 4 wird
ein Streifen 7 wärmedämmenden Materials eingelegt. Im vorliegenden Fall wird das Versteifungsprofil
6 mit der metallischen Außenwand 1 verschweißt und die Befestigung der Holzplatten
4 erfolgt durch eine Nietverbindung 8.
[0030] Eine Variante des Versteifungsprofils 6 besteht gemäß Fig. 2 darin, für das Material
des Stegs 6' (also dem Bereich des Profils 6, welcher quer zum Schichtaufbau und somit
in Richtung der Wärmeleitung verläuft) aus Gründen der geringeren Wärmeleitung Edelstahl
zu wählen und diesen mit dem Gurt 6" zu verschweißen bei sonst gleichem Aufbau. Das
Versteifungsprofil ist in Fig. 2 t-förmig ausgebildet.
[0031] Der Weg der Wärmeleitung kann überdies dadurch verlängert werden, dass der Steg 6'
schräg gestellt wird. Hierbei ist eine (zu einer Symmetrieebene senkrecht zur Containerwand)
symmetrische Anordnung zweier Stege 6' pro Profil zweckmäßig, so dass die Stege 6',
Gurt 6" sowie Außenwand 1 ein Trapez bilden. Der entstehende Hohlraum kann ausgeschäumt
werden.
[0032] Fig. 3 zeigt einen vertikalen Schnitt durch einen Container, wobei ein Teil einer
Seitenwand und des Bodens dargestellt sind. Seitenwand und Boden weisen die Schichtfolge
gemäß den Fig. 1 oder 2 auf: äußeres Deckblech 1, Vakuumdämmschicht 2, Dämmschicht
aus herkömmlichem Dämmmaterial 3, Sperrholzplatte 4,4', innere metallische Deckschicht
5.
Man erkennt, dass innerhalb des Bodens die Sperrholzschicht 4' etwas dicker gewählt
wird, als im Falle der entsprechenden Sperrholzschicht 4 in der Seitenwand und des
(in Fig. 3 nicht dargestellten) Daches. Das Kantenprofil des Containers wird aus zwei
ineinander gestellten L-förmigen Teilprofilen 10 und 11 gebildet, die an ihren Stirnseiten
mit ISO-Ecken, in dieser Schnittzeichnung ist die eine ISO-Ecke 13 sichtbar, verschweißt
sind. Die äußeren Deckbleche 1 sind an den Stellen 1' und 1" mit den Profilschenkein
des äußeren Teifprofils 10 verschweißt. Der Zwischenraum zwischen innerem und äußeren
Profil 10,11 wird mit Dämmmaterial 40 gefüllt, nach dem Schweißvorgang eingelegt oder
ausgeschäumt. Der gesamte Zwischenraum zwischen den Profilen 10, 11 wird somit homogen
von dem Dämmmaterial 40 ausgefüllt, so dass keine Wärmebrücken vorhanden sind. Insbesondere
befinden sich (anders als etwa in der bereits oben erwähnten
DE 197 47 181 A1) keine weiteren Trägerprofile zwischen den beiden Teilprofilen 10,11. Als Dämmmaterial
wird bevorzugt ein Nicht-Vakuumdämmmaterial eingesetzt. Der Abdeckwinkel 14, vorzugsweise
aus Kunststoff, deckt den Stoß zwischen Boden und Seitenwand ab.
[0033] Ist für die horizontalen Containerkanten um den Boden eine größere Steifigkeit erforderlich,
kann gemäß Fig. 4 das innere Teilprofil einen größeren Querschnitt aufweisen, z.B.
ausgebildet als ein Rohr 20 mit angeschweißtem Lappen 21 und 22 zur Befestigung der
inneren Abdeckungen 4 und 5, bzw. 4' und 5.
[0034] Das äußere Teilprofil des zweiteiligen Kantenprofils ist in dieser Ausführung als
Kreisbogen 23 ausgebildet.
[0035] Fig. 5 zeigt einen horizontalen Schnitt durch einen Container im Bereich einer vertikalen
Containerkante. Man erkennt die beiden anstoßenden Seitenwände, ausgebildet gemäß
Fig. 1 bzw. 2. Das zweiteilige Kantenprofil besteht wieder aus den beiden L-förmigen
Teilprofilen 10,11, deren Stirnseiten mit einer Fläche der ISO-Ecke 31 verschweißt
sind. Lassen sich die Schenkellängen handelsüblicher L-Profile mit ihrem Abstand nicht
so abstimmen, dass bei den Stößen 25, 26 zu den Wänden 27, 28 kein Versatz entsteht,
bedeutet das keine prinzipielle konstruktive Änderung des Wandaufbaus.
[0036] Die dreiflächige Verkleidung 30, z.B. ein geschäumter oberflächenverdichteter Kunststoff,
deckt die in den Innenraum des Containers hineinragenden Bereiche der ISO-Ecken 31
ab, um den Effekt der durch die ISO-Ecke gebildeten Wärmebrücke abzuschwächen.
[0037] Mit Fig. 6 wird eine beispielhafte Ausführung eines Wanddurchbruchs für eine Tür
oder Klappe dargestellt. Der Schichtaufbau von Wand 40 und Tür bzw. Klappe 41 ist
identisch. Der dargestellte Schichtaufbau weist im Gegensatz zu den in den vorhergenden
Fig. gezeigten Ausführungen nur eine Dämmschicht, die aus einem Vakuumdämmmaterial
besteht, auf.
[0038] Der Durchbruch wird sowohl auf Seiten der Klappe als auch wandseitig zweiteilig von
Deckblechen 42, 43 bzw. 44, 45 umfasst. Die wärmedämmenden Zwischenlagen 46, 47 zwischen
den Deckblechen 42,43 bzw. 44,45 behindern den Wärmeübergang. Das Element 48, umlaufend
um die Zarge, dient der Abdichtung. Die Scharniere 49 sind an der Containeraußenseite
angebracht.
1. Container gemäß ISO-Normen als mobiler Arbeitsraum im zivilen und militärischen Einsatz,
umfassend einen quaderförmigen Metallrahmen aus ISO-Ecken (13,31) und diese ISO-Ecken
(13,31) verbindenden Kantenprofilen, sowie wärmegedämmten Seitenwänden, Decke und
Boden, wobei die Kantenprofile zweiteilig ausgebildet sind, und die beiden Teilprofile
(10,11;23,20-22) eines Kantenprofils parallel zueinander verlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum zwischen zwei Teilprofilen (10,11;23,20-22) vollständig durch ein
wärmedämmendes Material (40) ausgefüllt ist, und dass Seitenwände, Decke und Boden
eine Vakuumdämmschicht (2) aufweisen.
2. Container nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiteiligen Kantenprofile als zwei ineinander gestellte Teilprofile in L-Form
(10,11), als zwei Teilprofile in Viertelkreis-Form innen und außen oder als außenliegendem
Teilprofil in Viertelkreisform (23) und innenliegenden, ein Vierkant- oder Rohrprofil
(20) umfassendes Teilprofil, ausgebildet sind.
3. Container nach Anspruch 1 oder 2, dass eine Seitenwand, Decke oder Boden von außen
nach innen folgenden Schichten umfasst:
- äußere metallische Deckschicht (1),
- Vakuumdämmschicht (2),
- weitere Dämmschicht (3) aus Nicht-Vakuumdämmaterial,
- Sperrholzschicht (4,4')
- innere metallische oder Kunststoff-Deckschicht (5).
4. Container nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Versteifung von Seitenwand, Decke oder Boden Versteifungsprofile (6) vorhanden
sind, die entweder mit der inneren (5) oder der äußeren (1) metallischen Deckschicht
einer Seitenwand, Decke oder Boden in Berührung stehen, und die von der jeweils anderen
Deckschicht durch eine wärmedämmende Zwischenlage (7) getrennt sind.
5. Container nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steg (6') eines Versteifungsprofils (6) der Containerflächen aus einem niedrig
wärmeleitenden metallischen Material, vorzugsweise Edelstahl, besteht.
6. Container nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Versteifungsprofil (6) zwei Stege umfasst, die schräg zu einer Seitenwand, Decke
oder Boden ausgerichtet sind, wobei die Stege zueinander symmetrisch bezüglich einer
Symmetrieebene, die senkrecht zu einer Seitenwand, Decke oder Boden orientiert ist,
ausgerichtet sind.
7. Container nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Innenraum hineinragenden Bereiche der ISO-Ecken (13,31) mit einem wärmedämmenden
Material (30) abgedeckt sind.
8. Container nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er an Seitenwand, Boden oder Decken Durchbrüche für Türen oder Klappen aufweist,
wobei die Umfassung der Durchbrüche bzw. Klappen dünnwandig, aus einem metallischen
Material geringer Wärmeleitung besteht, wobei Teilabschnitte (42,43;44,45) der Umfassung,
die mit der Innenseite oder Außenseite des Containers in Kontakt stehen, durch eine
wärmedämmende Schicht (46,47) voneinander getrennt ausgeführt sind.
1. Container in accordance with ISO standards as a mobile workspace for civilian and
military use, comprising a cuboidal metal frame consisting of ISO corners (13, 31)
and of edge profiles connecting these ISO corners (13, 31), and also of thermally
insulated side walls, ceiling and floor, the edge profiles being formed in two parts,
and the two partial profiles (10, 11; 23, 20-22) of an edge profile extending parallel
to one another, characterized in that the intermediate space between two partial profiles (10, 11; 23, 20-22) is completely
filled with a heat-insulating material (40), and in that the side walls, ceiling and floor have a vacuum insulating layer (2).
2. Container according to Claim 1, characterized in that the two-part edge profiles are formed as two L-shaped partial profiles (10, 11) placed
one within the other, as two partial profiles with a quarter-circle shape on the inside
and outside, or as a quarter-circle-shaped external partial profile (23) and an internal
partial profile comprising a square or tubular profile (20).
3. Container according to Claim 1 or 2,
characterized in that a side wall, ceiling or floor comprises the following layers from the outside to
the inside:
outer metal covering layer (1),
- vacuum insulating layer (2),
- further insulating layer (3) consisting of non-vacuum insulating material,
- plywood layer (4, 4'),
- inner metal or plastic covering layer (5).
4. Container according to Claim 3, characterized in that reinforcing profiles (6) are present for reinforcing the side wall, ceiling or floor,
these reinforcing profiles coming into contact either with the inner (5) or the outer
(1) metal covering layer of a side wall, ceiling or floor and being separated from
the respective other covering layer by a heat-insulating intermediate layer (7).
5. Container according to Claim 4, characterized in that a web (6') of a reinforcing profile (6) of the container surfaces consists of a metal
material of low thermal conductivity, preferably stainless steel.
6. Container according to Claim 4 or 5, characterized in that a reinforcing profile (6) comprises two webs which are disposed obliquely with respect
to a side wall, ceiling or floor, the webs being disposed symmetrically to one another
with reference to a plane of symmetry which is oriented perpendicularly to a side
wall, ceiling or floor.
7. Container according to one of the preceding claims, characterized in that those regions of the ISO corners (13, 31) which protrude into the interior are covered
with a heat-insulating material (30).
8. Container according to one of the preceding claims, characterized in that it has openings for doors or flaps on the side wall, floor or ceiling, the surround
for the openings or flaps being thin-walled and consisting of a metal material of
low thermal conductivity, with partial sections (42, 43; 44, 45) of the surround which
are in contact with the inner side or outer side of the container being designed to
be separated from one another by means of a heat-insulating layer (46, 47).
1. Conteneur selon les normes ISO servant d'espace de travail mobile pour un usage civil
et militaire, comprenant un cadre métallique parallélépipédique constitué de coins
ISO (13, 31) et de profilés d'arête reliant ces coins ISO (13, 31), ainsi que des
parois latérales, un plafond et un plancher thermiquement isolés, les profilés d'arête
étant réalisés en deux parties, et les deux profilés partiels (10, 11 ; 23, 20-22)
d'un profilé d'arête s'étendant parallèlement l'un à l'autre, caractérisé en ce que l'espace intermédiaire entre deux profilés partiels (10, 11 ; 23, 20-22) est complètement
rempli par un matériau d'isolation thermique (40) et en ce que les parois latérales, le plafond et le plancher présentent une couche d'isolation
sous vide (2).
2. Conteneur selon la revendication 1, caractérisé en ce que les profilés d'arête en deux parties sont réalisés sous forme de deux profilés partiels
disposés l'un dans l'autre en forme de L (10, 11), sous forme de deux profilés partiels
en forme de quart de cercle, interne et externe, ou sous forme de profilé partiel
situé à l'extérieur en forme de quart de cercle (23) et un profilé partiel situé à
l'intérieur, comprenant un profilé à quatre pans ou tubulaire (20).
3. Conteneur selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'une paroi latérale, le plafond ou le plancher, comprend, de l'extérieur vers l'intérieur,
les couches suivantes :
- couche de recouvrement métallique externe (1),
- couche d'isolation sous vide (2),
- couche d'isolation supplémentaire (3) en matériau d'isolation non sous vide,
- couche de contreplaqué (4, 4')
- couche de recouvrement interne métallique ou en plastique (5).
4. Conteneur selon la revendication 3, caractérisé en ce que pour renforcer la paroi latérale, le plafond ou le plancher, des profilés de renforcement
(6) sont prévus, lesquels sont en contact avec la couche de recouvrement métallique
interne (5) ou la couche de recouvrement métallique externe (1) d'une paroi latérale,
du plafond ou du plancher, et qui sont séparés de l'autre couche de recouvrement respective
par une couche intermédiaire (7) thermiquement isolante.
5. Conteneur selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'une âme (6') d'un profilé de renforcement (6) des faces du conteneur se compose d'un
matériau métallique faiblement conducteur de la chaleur, de préférence de l'acier
spécial.
6. Conteneur selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce qu'un profilé de renforcement (6) comprend deux âmes, qui sont orientées obliquement
vers une paroi latérale, le plafond ou le plancher, les âmes étant orientées l'une
par rapport à l'autre symétriquement par rapport à un plan de symétrie qui est orienté
perpendiculairement à une paroi latérale, le plafond ou le plancher.
7. Conteneur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les régions des coins ISO (13, 31) pénétrant dans l'espace interne sont recouvertes
d'un matériau thermiquement isolant (30).
8. Conteneur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il présente sur la paroi latérale, le plancher ou le plafond des orifices pour des
portes ou des volets, le pourtour des orifices ou des volets, à paroi mince, se composant
d'un matériau métallique de faible conduction thermique, des portions partielles (42,
43 ; 44, 45) du pourtour, qui sont en contact avec le côté interne ou le côté externe
du conteneur, étant réalisées séparément les unes des autres par une couche thermiquement
isolante (46, 47).