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EP 1 467 802 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.2005 Patentblatt 2005/28 |
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Anmeldetag: 31.10.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: A62B 1/10 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2002/000307 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/051459 (26.06.2003 Gazette 2003/26) |
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| (54) |
ABSEILVORRICHTUNG
ABSEILING DEVICE
DISPOSITIF DE DESCENTE EN RAPPEL
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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MK |
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Priorität: |
18.12.2001 AT 19802001
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.10.2004 Patentblatt 2004/43 |
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Patentinhaber: Walter, Lea |
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9800 Spittal/Drau (AT) |
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Erfinder: |
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- ANGERMANN, Gerold
A-9800 Spittal/Drau (AT)
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| (74) |
Vertreter: Holzer, Walter, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte Schütz und Partner,
Schottenring 16,
Börsegebäude 1010 Wien 1010 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 919 216 RU-C- 2 081 639
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DE-C- 19 818 688
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Abseilvorrichtung mit einer in einem Gehäuse drehbar
gelagerten Seilführungsrolle, die über ein Zahnrad mit zwei gezahnten Achsen von Fliehkraftbremseinrichtungen
in Verbindung steht, welche Paare von auf das Vorrichtungsgehäuse einwirkenden Bremsbacken
mit Bremsschuhen aufweisen.
[0002] Derartige Vorrichtungen, die mit ihrem Gehäuse z.B. über einen Karabiner an einer
feststehenden Struktur, z.B. einem Gebäude, angebracht werden, sind in verschiedenen
Ausführungen bekannt, z.B. aus der DE 198 18 688 C1. Bei diesen Abseilvorrichtungen,
die zum Herablassen von Gewichten, insbesondere Personen, und speziell als Rettungsgeräte
verwendet werden, ist die Abseilgeschwindigkeit in Abhängigkeit vom Gewicht der abzuseilenden
Last bzw. Person variabel. Je größer das Gewicht, desto höher die Abseilgeschwindigkeit.
[0003] Die Erfindung zielt darauf ab, die Funktionsweise der Fliehkraftbremseinrichtungen
zu verbessern, und erreicht dies bei einer Vorrichtung der einleitend angegebenen
Art erfindungsgemäß dadurch, daß zusätzlich zu den eine vorbestimmte konstante Abseilgeschwindigkeit
bewirkenden Bremsschuhen der Bremsbacken einer der Fliehkraftbremseinrichtungen an
diesen Bremsbacken zwei Sicherheitsbremsschuhe vorgesehen sind, die bei Unterschreiten
einer vorbestimmten Mindeststärke der Bremsschuhe in Funktion treten und die Abseilgeschwindigkeit
merkbar reduzieren, wobei die Bremsbacken in der Ruhestellung gehalten sind, die in
den einander gegenüberliegenden Stirnseiten der Bremsbacken angeordnet sind.
[0004] Vorzugsweise sitzen die Bremsschuhe und die Zusatzbremsschuhe in über die Höhe der
Bremsbacken durchgehenden Ausnehmungen. Zweckmäßig sind an dem Gehäuse beidseitig
offene Augenschrauben montiert, über welche das in der Seilführungsrolle laufende
Seil geführt werden kann.
[0005] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird für den Benutzer auch optisch erkennbar,
daß die Vorrichtung einem Service unterzogen werden muß, d.h. die eigentlichen Bremsschuhe
abgenützt sind und erneuert werden müssen.
[0006] Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel mit Bezugnahme auf die
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 einen Axialschnitt durch eine Abseilvorrichtung
gemäß der Erfindung nach der Linie I-I in Fig. 2, Fig. 2 eine schematische Draufsicht
auf die Vorrichtung nach Fig. 1 bei abgenommenen Gehäusedeckeln, die Fig. 3-6 eine
weitere Ausführungsform der Erfindung.
[0007] Die in den Zeichnungen gezeigte Abseilvorrichtung hat ein aus mehreren Teilen zusammengesetztes
Gehäuse 1, in welchem eine Seilrolle 2 mittels einer Achse 3 drehbar gelagert ist.
Auf der Achse 3 der Seilrolle 2 sitzt ein Zahnrad 4, welches mit zwei einander diametral
gegenüberliegenden Zahnritzeln 5 bzw. 5' kämmt, die jeweils auf einer Welle 6 bzw.
6' ausgebildet sind, welche im Gehäuse 1 gleitgelagert ist und an ihren oberen Ende
eine Nabe 7 bzw. 7' trägt. An jeder Nabe 7 bzw. 7' ist jeweils ein Paar von kreisbogenförmigen
Bremsbacken 8 bzw. 8' bei 9 schwenkbar gelagert.
[0008] In der Zeichnung ist der Ruhezustand gezeigt, in welchem die Bremsbacken 8 bzw. 8'
und ihre Bremsschuhe 10 bzw. 10' an der kreisförmigen Innenwand des zugeordneten Bremsgehäuseteiles
1' anliegen. Im Betrieb kommen bei einer vorbestimmten Abseilgeschwindigkeit infolge
der Fliehkraftwirkung die Bremsschuhe 10 der Bremsbacken 8 der in Fig. 1 linken Bremseinrichtung
mit der Innenwand des Gehäuseteiles 1' in stärkeren Eingriff und bremsen die Seilrolle
2 auf diese Weise in dem erforderlichen Ausmaß ab. Wie Fig. 2 zeigt sind an den Bremsbacken
8 außer den Bremsschuhen 10 zusätzliche Sicherheitsbremsschuhe 10" vorgesehen, die
geringere Stärke als die Bremsschuhe 10 haben. Sobald auch diese Sicherheitsbremsschuhe
10" an der Innenwand angreifen, wird die Absenkgeschwindigkeit erheblich, z.B. auf
die Hälfte reduziert.
[0009] Die Bremsbacken 8, 8' sind an ihren freien Enden mit einem kreisrunden Magneten 11
bzw. einem Eisenkern 11', versehen und von diesen in der Ruhestellung zusammengehalten.
Dies hat zur Folge, daß beim Nachziehen des Seiles kein Widerstand vorhanden ist.
Die Stärke der Magneten ist so bestimmt, daß bei einer bestimmten Drehzahl von etwa
0,4 m/sec bzw. sobald die Gewichtsbelastung eine vorbestimmte Größe von z.B. 60-70
kg überschreitet, die Backen öffnen. Auf diese Weise wird sodann eine gleichmäßige
Abseilgeschwindigkeit auch bei höherer Belastung gewährleistet.
[0010] Da die Vorrichtung über zwei Bremseinheiten verfügt, können diese durch Anbringen
von Magneten mit zwei verschiedenen Magnetstärken variabel eingestellt werden. Bei
einer Abseilgeschwindigkeit von etwa 0,4 m/sec öffnet sich - bei geringem Gewicht
- nur die erste Bremseinheit. Dadurch kann auch eine Person mit geringem Gewicht (etwa
kleine Kinder) eine entsprechende Abfahrtsgeschwindigkeit erreichen. Bei größerer
Belastung öffnet sich die zweite Bremseinheit und reduziert die Geschwindigkeit der
schweren abfahrenden Person.
[0011] Bei der gezeigten Ausführungsform sind die Bremsschuhe 10, 10' und die Sicherheitsbremsschuhe
10" nicht wie beim Stammpatent kreisförmig ausgebildet, sondern als über die Höhe
der Bremsbacken durchgehende Einsätze, was die Herstellung der Bremsbacken weiter
vereinfacht.
[0012] Bei der in den Fig. 3-6 dargestellten Ausführungsform sind an dem Gehäuse 1 zwei
offene Augenschrauben 12 montiert, über welche das Seil beidseitig geführt werden
kann, um so die abzuseilende Person jederzeit mit geringsten Kraftaufwand zu stoppen
und zu halten. Dieses Stoppen und Halten kann von der abfahrenden Person selbst oder
von einem Helfer vorgenommen werden.
1. Abseilvorrichtung mit einer in einem Gehäuse drehbar gelagerten Seilführungsrolle,
die über ein Zahnrad mit zwei gezahnten Achsen von Fliehkraftbremseinrichtungen in
Verbindung steht, welche Paare von auf das Vorrichtungsgehäuse einwirkenden Bremsbacken
mit Bremsschuhen aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich zu den eine vorbestimmte konstante Abseilgeschwindigkeit bewirkenden Bremsschuhen
(10, 10') der Bremsbacken (8, 8') einer der Fliehkraftbremseinrichtungen an diesen
Backen (8, 8') zwei Sicherheits-Zusatzbremsschuhe (10") vorgesehen sind, die bei Unterschreiten
einer vorbestimmten Mindeststärke der Bremsschuhe (10, 10') in Funktion treten und
die Abseilgeschwindigkeit merkbar reduzieren, wobei die Bremsbacken (8, 8') jedes
Paares durch einen Magnet (11) und einen Eisenkern (11') in der Ruhestellung gehalten
sind, die in den einander gegenüberliegenden Stirnseiten (8") der Bremsbacken (8,
8') angeordnet sind.
2. Abseilvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsschuhe (10, 10') und die Zusatzbremsschuhe (10") in über die Höhe der Bremsbacken
(8, 8') durchgehenden Ausnehmungen sitzen.
3. Abseilvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gehäuse (1) beidseitig offene Augenschrauben (12) montiert sind, über welche
das in der Seilführungsrolle (2) laufende Seil geführt werden kann.
1. Abseiling apparatus with a cable guiding roller which is mounted rotatably in a housing
and connecting by a gear to two toothed shafts of centrifugal braking devices which
have pairs of brake jaws with brake shoes acting on the housing of the apparatus,
characterised in that, in addition to the brake shoes (10, 10') of the brake jaws (8, 8') of one of the
centrifugal braking devices, which shoes cause a predetermined constant abseiling
speed, on these jaws (8, 8') are provided two additional safety brake shoes (10")
which come into operation below a predetermined minimum strength of the brake shoes
(10, 10') and noticeably reduce the abseiling speed, wherein the brake jaws (8, 8')
of each pair are held in the rest position by a magnet (11) and an iron core (11'),
which are arranged in the mutually opposed end faces (8") of the brake jaws (8, 8').
2. Abseiling apparatus according to claim 1, characterised in that the brake shoes (10, 10') and the additional brake shoes (10") are seated in recesses
which extend over the tull height of the brake jaws (8, 8').
3. Abseiling apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that on the housing (1) are mounted eyebolts (12) which are open on both sides and through
which can be guided the cable running in the cable guiding roller (2).
1. Dispositif de descente en rappel comportant un rouleau de guidage de câble monté de
façon rotative dans un châssis, qui est en liaison par l'intermédiaire d'une roue
dentée avec deux axes dentés de dispositifs de freinage par la force centrifuge, lesquelles
paires présentent de mâchoires de frein avec des sabots de frein agissant sur le châssis
du dispositif,
caractérisé en ce qu'en plus des sabots de frein (10, 10') des mâchoires de frein (8, 8') assurant une
vitesse de rappel constante prédéterminée de l'un des dispositifs de rappel sur ces
mâchoires (8, 8') sont prévus deux sabots de frein de sécurité supplémentaires (10"),
qui en cas de diminution au-dessous d'une épaisseur mimmale prédéterminée des sabots
de frein (10, 10') entrent en fonction et réduisent de façon sensible la vitesse de
rappel, moyennant quoi, chaque pair est maintenue dans la position de repos par un
aimant (11) et un noyau de fer (11'), position de repos qui est agencée dans les côtés
frontaux en regard l'un de l'autre (8") des mâchoires de frein (8, 8').
2. Dispositif de descente en rappel selon la revendication 1, caractérisé en ce que le sabot de frein (10, 10') et le sabot de frein supplémentaire (10") reposent dans
des évidements traversants sur la hauteur des mâchoires de frein (8, 8').
3. Dispositif de descente en rappel selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que sur le châssis (1) sont montés des deux côtés des pitons à vis (12) par lesquels
peut être guidé le câble passant dans le rouleau de guidage de câble (2).