| (19) |
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(11) |
EP 1 467 939 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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10.05.2006 Patentblatt 2006/19 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.11.2002 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2002/013409 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2003/051752 (26.06.2003 Gazette 2003/26) |
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| (54) |
BEREITSTELLUNGSVORRICHTUNG FÜR FOLIENROLLENKERNE UND VERFAHREN ZUM BEREITSTELLEN VON
FOLIENROLLENKERNEN
SUPPLYING DEVICE FOR FILM CORES AND METHOD FOR SUPPLYING FILM CORES
DISPOSITIF ET PROCEDE DE MISE EN OEUVRE D'AMES DE ROULEAUX DE FEUILLES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SK TR |
| (30) |
Priorität: |
18.12.2001 DE 10162179
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.10.2004 Patentblatt 2004/43 |
| (73) |
Patentinhaber: ILLINOIS TOOL WORKS INC. |
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Glenview,
Illinois 60025-5811 (US) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HEIKAUS, Gerd
51588 Nümbrecht (DE)
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| (74) |
Vertreter: von Kirschbaum, Alexander |
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Bahnhofsvorplatz 1 (Deichmannhaus am Dom) 50667 Köln 50667 Köln (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 896 940 DE-C- 19 752 112
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WO-A-95/13965
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1999, no. 09, 30. Juli 1999 (1999-07-30) & JP 11 106099
A (TORAY IND INC), 20. April 1999 (1999-04-20)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Bereitstellungsvorrichtung für Folienrollenkerne sowie
ein Verfahren zum Bereitstellen von Folienrollenkernen.
[0002] Folienrollen werden üblicherweise mit Hilfe von Wickelmaschinen hergestellt, indem
eine Folienbahn von einer ersten Folienrolle abgewickelt und auf einen Folienrollenkern
aufgewickelt wird. Hierbei ist die auf der ersten Rolle aufgewickelte Folienbahn üblicherweise
um ein Vielfaches länger als die auf den Kern aufgewickelte Folienbahn. Die hergestellte
Folienrolle mit geringerem Durchmesser kann sodann beispielsweise von Hand in geeigneten
Handhabungsgeräten zum Umwickeln von Paletten o.dgl. verwendet werden. Ferner ist
es möglich, dass mit Hilfe der Wickelmaschine eine gereckte, d.h. vorgedehnte, Folienbahn
hergestellt wird. Neben einem Verwenden der hergestellten Folienrollen in von Hand
betätigten Abrolleinrichtungen o.dgl. werden derartige Folienrollen auch in automatischen
Palettenumwickelvorrichtungen u.dgl. verwendet. Eine Vorrichtung zum Herstellen von
Folienrollen mit einer vorgereckten Folienbahn ist beispielsweise in WO 95/13965 beschrieben.
[0003] Weitere Vorrichtungen und Verfahren, die als nächster Stand der Technik anzusehen
sind, sind in DE 197 52 112 C und EP 0 896 940 A offenbart.
[0004] Bei den Folienrollenkernen handelt es sich beispielsweise um hohle rohrförmige Pappkerne.
In bestehende Folienrollen-Wickelmaschinen müssen die Folienrollenkerne von Hand eingesetzt
und die fertig gewickelten Folienrollen wieder von Hand aus der Wickelmaschine entnommen
werden.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, den Herstellungsprozess von Folienrollen weiter zu
automatisieren.
[0006] Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch eine Bereitstellungsvorrichtung
gemäß Anspruch 1 sowie ein Verfahren gemäß Anspruch 10.
[0007] Die erfindungsgemäße Bereitstellungsvorrichtung für Folienrollenkerne für eine Folienrollen-Wickelmaschine
weist eine Zuführvorrichtung auf, mit der die Folienrollenkerne in horizontaler Lage
zugeführt werden. An die Zuführvorrichtung ist eine Aufrichtvorrichtung angeschlossen,
durch die die horizontal ausgerichteten Folienrollenkerne aus ihrer horizontalen Lage
in eine vertikale Lage übergeführt werden. In der vertikalen Lage werden die Folienrollenkerne
sodann mit Hilfe einer Übergabevorrichtung aufgenommen und an die Folienrollen-Wickelmaschine
übergeben. Der Folienrollenkern ist sodann in der Wickelmaschine vertikal angeordnet,
so dass das Wickeln der Folienrolle in vertikaler Ausrichtung der Folienrollen erfolgt.
Bei derartigen Vertikal-Wickelmaschinen müssen die Folienrollenkerne in vertikaler
Lage zugeführt werden. Da eine unmittelbare vertikale Zuführung der Folienrollenkerne
technisch aufwändig und schwierig ist, erfolgt erfindungsgemäß das Zuführen der Folienrollenkerne
über eine Zuführvorrichtung in horizontaler Lage, wobei die Folienrollenkerne anschließend
mit Hilfe der Aufrichtvorrichtung in die vertikale Lage übergeführt werden.
[0008] Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Bereitstellungsvorrichtung ist es somit möglich,
Folienrollenkerne automatisch einer Folienrollen-Wickelmaschine zuzuführen. Hierdurch
sind die Produktionskosten für Folienrollen erheblich reduziert.
[0009] Bei der Übergabevorrichtung kann es sich beispielsweise um einen Greifarm o.dgl.
handeln, von dem der Folienkern durch eine Greifzange o.dgl. aufgenommen wird und
sodann aus einer Aufnahmeposition in eine Übergabeposition verfahren wird, an der
der Folienrollenkern sodann beispielsweise in einer Halterung der Wickelmaschine übergeben
wird. Die Aufrichtvorrichtung kann in die beispielsweise als Greifarm ausgebildete
Übergabevorrichtung integriert sein. Hierzu ist der Greifarm beispielsweise derart
ausgebildet, dass die Greifzange mit nach unten weisender Öffnung über den horizontal
liegenden Folienrollenkern geführt wird und diesen greifen kann. Anschließend wird
die Zange bzw. der Greifarm um 90° geschwenkt, so dass der Folienrollenkern im Wesentlichen
vertikal ausgerichtet ist, wobei der Folienrollenkern vor, nach oder während dem Schwenken
um 90° in die Übergabeposition verfahren wird.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Aufrichtvorrichtung eine Aufnahmeeinrichtung
auf, die zur Aufnahme eines einzelnen Folienrollenkerns dient. Bei der Aufnahmeeinrichtung
handelt es sich um eine Senke oder Wanne, deren Querschnitt vorzugsweise im Wesentlichen
den Außenabmessungen des Folienkerns entspricht. Da in der Aufnahmeeinrichtung somit
nur ein einzelner Folienrollenkern aufgenommen werden kann, kann aus der Aufnahmeeinrichtung
auf einfache Weise, beispielsweise mit dem Greifarm, der Folienrollenkern entnommen
werden. Vorzugsweise ist die Aufnahmeeinrichtung mit einer Schwenkeinrichtung zum
Aufrichten der Folienkerne verbunden. Der einzelne in der Aufnahmeeinrichtung liegende
Folienrollenkern wird somit durch Schwenken der Aufnahmeeinrichtung um 90° in die
vertikale Lage gebracht. In der vertikalen Lage kann der Folienrollenkern sodann von
der Übergabevorrichtung, wie beispielsweise einem Greifarm, aufgenommen und in die
Übergabeposition verfahren werden.
[0011] Die Zuführvorrichtung ist vorzugsweise mit einer Vereinzelungseinrichtung zur Vereinzelung
der Folienrollenkerne verbunden. Bei der Vereinzelungseinrichtung kann es sich beispielsweise
um einen Schieber handeln, der zwischen zwei hintereinander angeordnete Folienrollenkerne
geschoben wird, so dass stets nur einer der beiden Folienrollenkerne entnommen werden
kann. Ebenso kann ein Schieber vorgesehen sein, der seitlich in die rohrförmig ausgebildeten
Folienrollenkerne eingreift und somit immer nur einen Folienrollenkern freigibt, der
sodann vorzugsweise in die Aufnahmeeinrichtung, beispielsweise durch Rollen über eine
schiefe Ebene, transportiert wird, so dass in der Aufnahmeeinrichtung stets nur ein
einziger Folienrollenkern angeordnet ist.
[0012] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Bereitstellen von Folienrollenkernen
für eine Wickelmaschine, insbesondere Vertikal-Wickelmaschine. Erfindungsgemäß werden
die Folienrollenkerne in horizontaler Lage bereitgestellt. Im nächsten Schritt wird
ein Folienrollenkern aus der horizontalen Lage aufgerichtet und somit in eine vertikale
Lage überführt. In dieser vertikalen Lage erfolgt ein Übergeben des Folienrollenkerns
an die Wickelmaschine. Da sowohl das Aufrichten des Folienrollenkerns sowie das Übergeben
des Folienrollenkerns automatisch erfolgt, ist mit Hilfe dieses Verfahrens der Automatisierungsgrad
zur Herstellung von Folienrollen erhöht.
[0013] Das Bereitstellen der Folienrollenkerne erfolgt vorzugsweise über eine Zuführvorrichtung,
in der eine Vielzahl von Folienrollenkernen enthalten sind. Vorzugsweise werden die
Folienrollenkerne über eine Vereinzelungseinrichtung automatisch vereinzelt, so dass
die einzelnen Folienrollenkerne auf einfache Weise aufgerichtet werden können.
[0014] Besonders bevorzugt ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Bereitstellungsvorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0015] Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme
auf die anliegenden Zeichnungen näher erläutert.
[0016] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht der erfindungsgemäßen Bereitstellungsvorrichtung,
- Fig. 2
- eine schematische Schnittansicht entlang der Linie II-II in Fig. 1,
- Fig. 3
- eine schematische Vorderansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung und
- Fig. 4
- eine zweite bevorzugte Ausführungsform der Zuführvorrichtung.
[0017] In einer Zuführvorrichtung 10 sind in einem in Form einer Schütte o.dgl. ausgebildeten
Bereich eine Vielzahl von Folienrollenkernen 12 angeordnet, wobei die Kerne 12 zueinander
parallel in der Zuführvorrichtung 10 liegen. Hierbei sind die Folienrollenkerne 12
horizontal angeordnet. Der als Schütte 14 ausgebildete Bereich der Zuführvorrichtung
10 ist mit einem Zuführkanal 16 verbunden. Die Abmessungen des Zuführkanals 16 sind
hierbei derart gewählt, dass die Breite des Zuführkanals geringfügig breiter als der
Durchmesser eines Folienrollenkerns 12 ist. Die Folienrollenkerne 12 sind somit im
Zuführkanal in Transportrichtung, d.h. in Fig. 2 nach unten, hintereinander angeordnet.
Um ein Nachrutschen der Folienrollenkerne zu gewährleisten, weist die Schütte bzw.
der trichterförmige Bereich 14 eine geneigte Unterseite auf, die in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel in den vertikal ausgerichteten Zuführkanal 16 mündet.
[0018] Die Zuführvorrichtung 10 weist am Ende des Zuführkanals 16 eine Vereinzelungseinrichtung
18 auf. Die Vereinzelungseinrichtung 18 weist einen mit einem Stellglied 20 verbundenen
Schieber 22 auf. Der Schieber 22 dient einerseits dazu, eine als Klappe 24 ausgebildete
Rückhalteeinrichtung durch Schwenken um eine Achse 26 zu öffnen, so dass der in dem
Zuführkanal 16 unterste Folienrollenkern 12 über eine schiefe Ebene 28 in Richtung
einer Aufrichtvorrichtung 32 rollt. Zusätzlich dient der Schieber 22 dazu, den nachfolgenden
Folienrollenkern 12 in dem Zuführkanal 16 zurück zu halten.
[0019] Durch Zurückziehen des Schiebers 22 in Richtung eines Pfeils 32, d.h. in Fig. 2 nach
links, wird die Klappe 24 wieder geschlossen und der durch den Schieber 22 zurückgehaltene
Folienrollenkern 12 rutscht nach unten an die Stelle des von der Klappe 24 zurückgehaltenen
Folienrollenkerns 12. Um ein Verkippen der Folienrollenkerne zu vermeiden, sind zwei
Schieber 22 (Fig. 1) vorgesehen.
[0020] Der über die schräg angeordnete Ebene 28 gerollte Folienrollenkern 12 fällt in die
Aufnahmeeinrichtung 30. Die Aufnahmeinrichtung 30 weist im Wesentlichen eine Breite
auf, die nur geringfügig größer als der Durchmesser des Folienrollenkerns ist. Die
Länge der Aufnahmeeinrichtung 30 entspricht ebenfalls im Wesentlichen der Länge des
Folienrollenkerns. Die Aufnahmeeinrichtung 30 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
im Querschnitt U-förmig und entsprechend eines Kastens oder einer Wanne ausgebildet.
Die Aufnahmeeinrichtung 30 ist mit einer Schwenkeinrichtung 34 verbunden. Die Schwenkeinrichtung
34 ist mit einem Ende der Aufnahmeeinrichtung 30 verbunden, so dass beim Betätigen
der Schwenkeinrichtung 34 die rinnen- oder wannenförmige Aufnahmeeinrichtung 30 um
90° in die in Fig. 2 gestrichelt dargestellte Lage geschwenkt wird. Hierbei erfolgt
ein Aufrichten des Folienrollenkerns 12 in eine vertikale Lage.
[0021] Der in der Aufnahmeeinrichtung 30 vertikal angeordnete Folienrollenkern 12 wird sodann
von einer Übergabevorrichtung 36 aufgenommen. Hierzu weist die Übergabevorrichtung
36 im dargestellten Ausführungsbeispiel einen teleskopartigen, in Richtung eines Pfeils
38 verschiebbaren Greifarm 40 mit einer Greifzange 42 auf. Zum Aufnehmen des Folienrollenkerns
12 wird der Greifarm aus der in den Fign. 1 und 3 dargestellten Lage horizontal verschoben,
so dass die Greifzange 42 in einen in der Aufnahmeeinrichtung 30 vorgesehenen Schlitz
41 eingeführt wird und hierbei den Folienrollenkern erfaßt. Sodann wird der Greifarm
40 wieder zusammengezogen, so dass die Greifzange 42 zusammen mit dem Folienrollenkern
12 in die in den Fign. 1 und 3 dargestellte Position überführt wird. Die Greifzange
42 wird somit aus der Aufnahmeposition in der der Folienrollenkern aufgenommen wird,
zurückgezogen. Anschließend erfolgt ein Schwenken des Greifarms 40 um eine Achse 44
im dargestellten Ausführungsbeispiel um etwa 180°, so dass der Folienrollenkern in
eine Übergabeposition überführt bzw. verfahren wird, in der der Folienrollenkern 12
in Halterungen 46 (Fig. 3) einer nicht dargestellten Wickelmaschine übergeben wird.
Um den Folienrollenkern 12 aufzunehmen, sind die Halterungen 46 in Richtung der Pfeile
48 verschiebbar. Während des Schwenkens des Greifarmes 40 aus der in den Fign. 1 und
3 dargestellten Lage in die Übergabeposition wird der Greifarm 40 wieder ausgefahren,
da der Greifarm nach dem Abgeben des Folienrollenkerns 12 an die Wickelmaschine, d.h.
nachdem die Halterungen 46 den Folienrollenkern 12 aufgenommen haben, wieder zurückgezogen
werden muss, um ein Aufwickeln einer Folienbahn 50 (Fig. 3) auf den Folienrollenkern
12 zu ermöglichen. Das Aufwickeln der Folienbahn 50 auf den Folienrollenkern 12 erfolgt
mit Hilfe der nicht dargestellten Wickelmaschine, wobei die Halterungen 46 Teil der
Wickelmaschine sind.
[0022] Die Bewegung des Folienrollenkerns 12 beim Schwenken des Greifarms 40 in Richtung
des Pfeils 52 um die Achse 44 ist in Fig. 1 als Beispiel durch die gestrichelte Linie
54 dargestellt. Hierbei ist davon ausgegangen, dass die Greifzange 42 während der
Schwenkbewegung ausgefahren wird. Selbstverständlich kann die Ausfahrbewegung der
Greifzange 42 beispielsweise nur teilweise erfolgen oder bereits am Anfang der Schwenkbewegung
abgeschlossen sein.
[0023] Nachdem eine Folienbahn 50 der gewünschten Folienbahnlänge auf den Folienrollenkern
12 von der Wickelmaschine aufgewickelt wurde, muss die Folienrolle 56 aus der Wickelmaschine
abgegeben werden. Dies erfolgt dadurch, dass die Folienrolle 56 auf ein Förderband
58 abgegeben wird und von diesem zu einer Verpackungsstation o.dgl. transportiert
wird. Um ein definiertes Ablegen der Folienrolle 56 auf dem Förderband 58 zu gewährleisten,
wird erfindungsgemäß die obere Halterung 46 in Richtung des Pfeils 48 nach oben gezogen.
Hierdurch kippt die Folienrolle 56.
[0024] Um sicherzustellen, dass die Folienrolle 56 in Richtung des Förderbandes 58 Kippt,
wird die Folienrolle von dem Greifarm 40 bzw. der Greifzange 42 unmittelbar nach dem
Herausziehen der Halterung 46 angestoßen, so dass durch den Impuls ein definiertes
Kippen der Folienrolle in Richtung des Förderbandes 58 gewährleistet ist.
[0025] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Zuführvorrichtung 10 (Fig. 4) weist innerhalb
des trichterförmigen Bereichs 14 Zwischenwände 60,62 auf. Die Zwischenwände 60,62
sind derart angeordnet, dass ein Verklemmen oder Verkeilen von Folienrollenkernen
12 im Bereich des Übergangs zwischen dem trichterförmigen Bereich 14 und dem Zuführkanal
16 ausgeschlossen ist. Durch die schräg angeordneten Zwischenwände 60,62 erfolgt somit
eine Vorsortierung, durch die die Folienrollenkerne frühzeitig in einer Reihe angeordnet
werden.
1. Bereitstellungsvorrichtung für Folienrollenkerne für eine Folienrollen-Wickelmaschine,
mit
einer Zuführvorrichtung (10) zum horizontalen Zuführen von Folienrollenkernen (12),
einer Aufrichtvorrichtung (32) zum Überführen des Folienrollenkerns (12) in eine vertikale
Lage und
einer Übergabevorrichtung (36) zum Aufnehmen und Übergeben des Folienrollenkerns (12)
an die Folienrollen-Wickelmaschine.
2. Bereitstellungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufrichtvorrichtung (32) eine Aufnahmeeinrichtung (30) für einen einzigen Folienrollenkern
(12) aufweist.
3. Bereitstellungsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeeinrichtung (30) mit einer Schwenkeinrichtung (34) zum Aufrichten verbunden
ist.
4. Bereitstellungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (10) als Schütte ausgebildet ist.
5. Bereitstellungsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schütte einen trichterförmigen Bereich (14) und einen sich an den trichterförmigen
Bereich (14) anschließenden Zufuhrkanal (16) aufweist.
6. Bereitstellungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführkanal (16) derart ausgebildet ist, dass die Folienrollenkerne (10) in Transportrichtung
hintereinander angeordnet sind.
7. Bereitstellungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführvorrichtung (10) eine Vereinzelungseinrichtung (18) zur Vereinzelung der
Folienrollenkerne (12) aufweist.
8. Bereitstellungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabevorrichtung (36) einen Greifarm (40) zum Aufnehmen des von der Aufrichtvorrichtung
(32) bereitgestellten Folienrollenkerns (12) aufweist.
9. Bereitstellungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch gekennzeichnet, dass die Übergabevorrichtung (36) aus einer Aufnahmeposition in eine Übergabeposition
verfahrbar ist.
10. Verfahren zum Bereitstellen von Folienrollenkernen für eine Folienrollen-Wickelmaschine,
mit den Schritten:
- Bereitstellen eines Folienrollenkerns (12) in horizontaler Lage
- automatisches Aufrichten des Folienrollenkerns (12) in eine vertikale Lage und
- automatisches Übergeben des Folienrollenkerns (12) an die Folienrollen-Wickelmaschine.
11. Verfahren nach Anspruch 10, bei welchem das Bereitstellen mittels einer eine Vielzahl
von Folienrollenkernen (12) aufnehmenden Zuführvorrichtung (10) erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, bei welchem die Folienrollenkerne (12) vor dem
Bereitstellen vereinzelt werden.
13. Verfahren einem der Ansprüche 10-12, bei welchem das Aufrichten durch Schwenken einer
Aufnahmevorrichtung (30) erfolgt.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-13, bei welchem der aufgerichtete Folienrollenkerne
(12) von einer Übergabevorrichtung (36) in eine Aufnahmeposition aufgenommen und von
der Übergabevorrichtung (36) in eine Übergabeposition gebracht wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-14, bei welchem die von der Wickelmaschine fertig
aufgewickelte Folienrolle (56) von der Übergabevorrichtung (36) aus einer Halterung
(46) der Wickelmaschine herausgedrückt wird, so dass die Folienrolle (56) in eine
vorgegebene Richtung fällt.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 10-15 unter Verwendung einer Bereitstellungsvorrichtung
nach einem der Ansprüche 1-9.
1. A preparatory device provided to arrange film roll cores in a condition ready for
use for a film roll winding machine, comprising
a supply device (10) for supplying horizontally arranged film roll cores (12),
an erecting device (32) for placing the film roll core (12) into a vertical position,
and
a transfer device (36) for taking up and transferring the film roll core (12) to the
film roll winding machine.
2. The preparatory device according to claim 1, characterized in that the erecting device (32) comprises a receiving means (30) for a single film core
(12).
3. The preparatory device according to claim 2, characterized in that the receiving means (30) is connected with a pivoting means (34) for erecting purposes.
4. The preparatory device according to one of claims 1-3, characterized in that the supply means (10) is configured as a chute.
5. The preparatory device according to claim 4, characterized in that the chute comprises a hopper-shaped portion (14) and a supply channel (16) adjacent
to the hopper-shaped portion (14).
6. The preparatory device according to claim 5, characterized in that the supply channel (16) is configured such that the film roll cores (12) are arranged
one behind the other in the transport direction.
7. The preparatory device according to one of claims 1-6, characterized in that the supply device (10) comprises a singling means (18) for singling the film roll
cores (12).
8. The preparatory device according to one of claims 1-7, characterized in that the transfer device (36) comprises a gripping arm (40) for taking up the film roll
core (12) provided by the erecting device (32).
9. The preparatory device according to one of claims 1-8, characterized in that the transfer device (36) is movable from a take-up position into a transfer position.
10. A method for arranging film roll cores in a condition ready for use for a film roll
winding machine, comprising the steps of:
- arranging a film roll core (12) in horizontal position,
- automatically erecting the film roll core (12) into a vertical position, and
- automatically transferring the film roll core (12) to the film roll winding machine.
11. The method according to claim 10, wherein arranging of film roll cores in a condition
ready for use is effected with the aid of a supply device (10) receiving a plurality
of film roll cores (12).
12. The method according to claim 10 or 11, wherein the film roll cores (12) are singled
prior to being arranged.
13. The method according to one of claims 10-12, wherein erecting is effected by pivoting
a receiving device (30).
14. The method according to one of claims 10-13, wherein the erected film roll core (12)
is taken up by a transfer device (36) in a take-up position and placed by the transfer
device (36) into a transfer position.
15. The method according to one of claims 10-14, wherein the film roll (56) ready-wound
by the winding machine is pressed out of a holder (46) of the winding machine by the
transfer device (36) such that the film roll (56) falls into a given direction.
16. The method according to one of claims 10-15, using a preparatory device according
to one of claims 1-9.
1. Dispositif d'approvisionnement en mandrins de rouleaux de film pour une machine à
enrouler des rouleaux de films, comprenant
un dispositif d'alimentation (10) destiné à amener horizontalement les mandrins de
rouleaux de film (12),
un dispositif de redressement (32) destiné à faire passer le mandrin de rouleau de
film (12) dans une position verticale et
un dispositif de transfert (36) destiné à recevoir et à transférer le mandrin de rouleau
de film (12) sur la machine à enrouler les rouleaux de film.
2. Dispositif d'approvisionnement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de redressement (32) comprend un système de réception (30) pour un
seul mandrin de rouleau de film (12).
3. Dispositif d'approvisionnement selon la revendication 2, caractérisé en ce que le système de réception (30) est relié à un système de pivotement (34) en vue du
redressement.
4. Dispositif d'approvisionnement selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le système d'amenée (10) est conçu comme une glissière.
5. Dispositif d'approvisionnement selon la revendication 4, caractérisé en ce que la glissière comprend une zone en forme d'entonnoir (14) et un canal d'amenée (16)
raccordé à la zone en forme d'entonnoir (14).
6. Dispositif d'approvisionnement selon la revendication 5, caractérisé en ce que le canal d'amenée (16) est conçu de telle sorte que les mandrins de rouleaux de film
(10) sont disposés les uns derrière les autres dans la direction de transport.
7. Dispositif d'approvisionnement selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif d'amenée (10) comprend un système de séparation (18) destiné à séparer
les mandrins de rouleaux de film (12).
8. Dispositif-d'approvisionnement selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de transfert (36) comprend un bras préhenseur (40) destiné à recevoir
le mandrin de rouleau de film (12) fourni par le dispositif de redressement (32).
9. Dispositif d'approvisionnement selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le dispositif de transfert (36) est mobile d'une position de réception vers une position
de transfert.
10. Procédé d'approvisionnement en mandrins de rouleaux de film pour une machine à enrouler
les rouleaux de film, comprenant les étapes :
- d'approvisionnement en mandrin de rouleau de film (12) dans une position horizontale
- redressement automatique du mandrin de rouleau de film (12) dans une position verticale
et
- transfert automatique du mandrin de rouleau de film (12) sur la machine à enrouler
les rouleaux de film.
11. Procédé selon la revendication 10, dans lequel l'approvisionnement s'effectue au moyen
d'un dispositif d'amenée (10) recevant une pluralité de mandrins de rouleaux de film
(12).
12. Procédé selon la revendication 10 ou 11, dans lequel les mandrins de rouleau de film
(12) sont séparés avant l'approvisionnement.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 10 à 12, dans lequel le redressement
s'effectue par pivotement d'un dispositif de réception (30).
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 10 à 13, dans lequel le mandrin
de rouleau de film (12) redressé est reçu par un dispositif de transfert (36) dans
une position de réception et amené par le dispositif de transfert (36) dans une position
de transfert.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 10 à 14, dans lequel le rouleau
de film (56) entièrement enroulé par la machine à enrouler est extrait par pression,
par le dispositif de transfert (36), d'une fixation (46) de la machine à enrouler,
de sorte que le rouleau de film (56) tombe dans une direction prédéfinie.
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 10 à 15 utilisant un dispositif
d'approvisionnement selon l'une quelconque des revendications 1 à 9.