Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Möbelindustrie. Sie betrifft einen
stapelbaren Reihenstuhl mit Sitzplatte, Rückenlehne und vier Stuhlbeinen, welche auf
den beiden Seiten des Stuhles paarweise in einer Ebene liegen und nach unten schräg
auseinandergehen.
Stand der Technik
[0002] Stapelstühle der beschriebenen Art sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt
(DE 40 32 278 C2, EP 824 880 A2). Sie werden beispielsweise in Gemeindehäusern eingesetzt
und dort wahlweise einzeln oder in Reihen aufgestellt.
[0003] Bei Nichtgebrauch werden die Stühle raumsparend übereinandergestapelt, indem die
seitlichen Beinpaare mehr oder weniger weit über die entsprechenden Beinpaare des
nächsttieferen Stuhles geschoben werden. Es sind sogenannte Schalenstapler, welche
über ein unterhalb des Sitzes angeordnetes Zusatzteil (Stapelpuffer) stapeln, oder
sogenannte Gestellstapler, welche über das Stuhlgestell stapeln, bekannt.
[0004] Bei einer Reihenbestuhlung soll zwischen den benachbarten Stühlen einer Reihe möglichst
wenig Platz vorhanden sein. Außerdem sollen die Stühle einer Reihe vorteilhaft auf
möglichst einfache Weise stabil miteinander verbindbar sein. Die Stühle sollen dabei
zu geraden Reihen gekoppelt werden, damit ein eventuelles Verschieben und Umstellen
der Stühle während einer Veranstaltung mit einer damit verbundenen unerwünschten Geräuschbildung
oder eine unerwünschte Neuanordnung der Stühle verhindert wird.
[0005] Bekannt ist beispielweise ein stapelbarer Stuhl (Prospekt der Fa. Thonet, Programm
S 570, 1997), bei der ein Rundstahl-Bügel eines ersten Stuhles in den Rundstahl-Bügel
eines zweiten benachbarten Stuhles eingehängt wird und somit eine gerade Reihenkoppelung
erzielt wird. Diese Verbindungsbügel sind unter dem Sitz fixiert und ragen seitlich
hervor. Sie sind aus funktionalen Gründen vergleichsweise lang, so dass ein relativ
großer Zwischenraum zwischen den benachbarten Stühlen einer Reihe vorhanden ist, was
sich nachteilig auf den Platzbedarf auswirkt.
[0006] Sind derartige Verbindungsbügel starr angeordnet, so stören sie bei einer Einzelbestuhlung.
Es sind auch verschiedene Lösungen bekannt, bei denen die Verbindungsteile (Bügel)
bei Nichtgebrauch unter den Sitz geschoben oder weggeklappt werden, was aber nachteilig
einen zusätzlichen Arbeitsaufwand beim Stapeln oder bei der Einzelaufstellung der
Stühle bedeutet.
[0007] Das Modell "get together" der Anmelderin bezeichnet einen Stuhl, welcher über das
Gestell stapelt. Bei einer Reihenbestuhlung dieses Modells erfolgt die Verkettung
der Stühle über einen unterhalb der Armlehne seitlich am Gestell angeordneten Knoten.
Da dieser Knoten auch zur wahlweisen Aufnahme von Armauflagen, Schreibtablar und der
Anordnung von Reihen- und Platznummern ausgelegt ist, ist er vergleichsweise kompliziert
aufgebaut und dadurch teuer. Die Einsatzgebiete dieses bekannten Stuhles liegen daher
eher im gehobenen Bereich, z. B. für eine Konferenzbestuhlung in einem Komforthotel.
[0008] Der unter dem Namen "line up" bekannte Stuhl der Anmelderin stapelt ebenfalls über
das Gestell. Bestandteil des Metallgestelles ist ein Aluminiumdruckgussteil, welches
jeweils am oberen Ende der Beine einer Stuhlseite zwischen diesen Beinen angeordnet
ist und formschlüssig bis an den Sitz heranreicht. Die Stapelzentrierung erfolgt über
dieses Aluminiumteil, an dem Sitz und Beine des Stuhles befestigt sind. In Längsrichtung
wird über an diesem Teil angebrachte Elemente zentriert, die in zwei Nuten auf der
Oberseite des gleichen Teils an dem darunter befindlichen Stuhl eingreifen. Gegen
seitliches Verrutschen wird der Stuhl über die Innenfläche des gleichen Aluminiumteils
fixiert.
[0009] Damit ist eine senkrechte Stapelbarkeit gewährleistet. Um eine Verkettung der Stuhlreihen
zu realisieren, müssen hier nachteilig zusätzliche Teile, sogenannte Verkettungsbrücken,
montiert werden. Bei einer eventuell anschließenden Einzelbestuhlung müssen diese
Verkettungsbrücken dann wieder abmontiert und separat gelagert werden, was wiederum
einen zusätzlichen Aufwand bedeutet.
[0010] Die bisher bekannten Stühle sind für Verkettung und Stapelung mit verschiedenen Elementen
aus unterschiedlichten Werkstoffen ausgestattet, die oftmals nachteilig aufwändig
montiert werden müssen.
Darstellung der Erfindung
[0011] Die Erfindung versucht, die oben genannten Nachteile zu vermeiden. Ihr liegt die
Aufgabe zugrunde, einen stapelbaren Reihenstuhl zu entwickeln, welcher kostengünstig
herstellbar und einfach montierbar ist. Der Stuhl soll in Nichtgebrauchsstellung einfach
über das Gestell stapeln ohne dass dazu eine genaue Zielung notwendig ist. In Gebrauchsstellung
soll der Stuhl bei einer Reihenbestuhlung entweder von vornherein einfach verkettbar
sein oder gegebenenfalls schnell mit Verkettungselementen nachrüstbar sein, wobei
die Verkettung zwischen zwei Stühlen platzsparend und stabil erfolgen soll.
[0012] Erfindungsgemäß wird dies bei einem stapelbaren Reihenstuhl nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1 dadurch erreicht, dass der Stuhl eine linke und eine rechte
Funktionsleiste aus Kunststoff aufweist, welche jeweils zwischen den vorderen und
hinteren Beinen eines Stuhlbeinpaares angeordnet sind, wobei die Funktionsleisten
an ihrer inneren Längskante jeweils zwei voneinander beabstandete Stapelführungen
aufweisen und an ihren äußeren Längskanten die eine Funktionsleiste zwei voneinander
beabstandete Verkettungstaschen aufweist und die andere Funktionsleiste zwei voneinander
beabstandete, formmäßig in die Verkettungstaschen passende Verkettungselemente oder
zumindest Montageöffnungen zum Nachrüsten von entsprechenden Verkettungselementen
aufweist.
[0013] Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, dass der erfindungsgemäße Stuhl kostengünstig
herstellbar ist und die Funktionen Stapeln und Verketten in zwei Kunststoffteile integriert
sind. Der Stuhl lässt sich in Nichtgebrauchsstellung einfach und schnell über das
Gestell stapeln, ohne dass dazu eine genaue Zielung notwendig ist. In Gebrauchsstellung
ist der Stuhl vorteilhaft bei einer Reihenbestuhlung entweder von vornherein einfach
und stabil verkettbar oder gegebenenfalls schnell mit Verkettungselementen nachrüstbar.
Die Verkettung zwischen zwei Stühlen ist platzsparend und auf Grund der weit auseinanderliegenden
Verkettungselemente sehr stabil. Die aus Kunststoff bestehenden Funktionsleisten haben
außerdem den Vorteil, dass beim Stapel relativ wenig Geräusche entstehen.
[0014] Es ist zweckmäßig, wenn die Funktionsleisten in einem gewissen vertikalen Abstand
vom oberen horizontalen Teil des Gestelles angeordnet sind. Ein versehentliches Einklemmen
der Finger beim Stapeln wird auf diese Weise durch die vorhandene lichte Weite vermieden.
[0015] Ferner ist es vorteilhaft, wenn der Abstand zwischen den Stapelführungen der Funktionsleiste
dem Abstand zwischen den Querstreben des Gestelles entspricht. Durch die außen scheibenförmige
und innen an das Gestell angepasste Form der Stapelführung muss nicht auf eine genaue
Zentrierung geachtet werden, denn ein seitliches Verrutschen der Stühle wird dadurch
vermieden.
[0016] Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die Verkettungstasche eine Öffnung dergestalt
aufweist, dass bei einer Reihenbestuhlung das Verkettungselement eines benachbarten
Stuhles stabil aufnehmbar ist. Dies ist insbesondere dann gegeben, wenn die Öffnung
der Verkettungstasche halbkreisförmig ist, und das Verkettungselement in etwa die
Form eines einseitig abgesetzten Bolzens aufweist, welcher an seinem nach außen ragendem
Teilstück einen größeren Durchmesser aufweist als an seinem inneren Teilstück, wobei
das Teilstück mit dem größeren Durchmesser in seinem oberen Bereich bei einer Reihenbestuhlung
von der Verkettungstasche des benachbarten Stuhles umschlossen ist.
[0017] Schließlich ist es zweckmäßig, wenn bei einer vorgesehenen Nachrüstung des Stapelstuhles
mit einem Verkettungselement dieses am Ende seines inneren Teilstückes ein weiteres
Teilstück mit mindestens einem Arretierclips und mindestens einer Haltenase aufweist
und der Arretierclips in einer für diesen Zweck in der Funktionsleiste eingebrachten
Arretiernut einrastbar ist. Die Haltenasen verhindern dabei das Herausfallen des Verkettungselementes
und die Arretierclips verhindern die Verdrehung.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0018] In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung (schräg von vorn gesehen) eines erfindungsgemäßen
Stuhles in einer ersten Ausführungsvariante;
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung (schräg von hinten gesehen) des Stuhles gemäss Fig.
1;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht von zwei übereinander gestapelten erfindungsgemäßen Stühlen;
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung entlang der Linie IV-IV gemäß Fig.1;
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung entlang der Linie V-V gemäß Fig. 1;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf zwei miteinander verkettete erfindungsgemäße Stühle;
- Fig. 7
- eine Schnittdarstellung entlang der Linie VII-VII gemäß Fig. 6;
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung eines Teils der Funktionsleiste mit nachrüstbarem
Verkettungselement (zweite Ausführungsvariante der Erfindung) im zusammengebauten
Zustand;
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung eines Teils der Funktionsleiste mit nachrüstbarem
Verkettungselement in Explosionsdarstellung;
- Fig. 10
- eine Seitenansicht des in die Funktionsleiste eingebauten Verkettungselementes;
- Fig. 11
- eine Schnittdarstellung entlang der Linie XI-XI gemäß Fig. 10;
- Fig. 12
- eine Draufsicht auf zwei miteinander verkettete erfindungsgemäß nachgerüstete Stühle
und
- Fig. 13
- eine Schnittdarstellung entlang der Linie XIII-XIII gemäß Fig. 12.
[0019] Es sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Elemente gezeigt.
Gleiche Positionen sind in den verschiedenen Figuren mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0020] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der Figuren 1
bis 13 näher erläutert.
[0021] Fig. 1 und Fig. 2 zeigen jeweils eine perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen
stapelbaren Reihenstuhles in einer ersten Ausführungsvariante. In Fig. 1 ist der Stuhl
schräg von vorn gesehen dargestellt, während er in Fig. 2 schräg von hinten gesehen
dargestellt ist.
[0022] Der Stuhl weist eine Sitzplatte 1, eine Rückenlehne 2 und ein die Sitzplatte 1 und
die Rückenlehne 2 tragendes Gestell 3 auf. Letzteres ist ein Metallgestell. Es besteht
einerseits aus vier Stuhlbeinen 4, 4', 5, 5', welche auf den beiden Seiten des Stuhles
paarweise in einer Ebene liegen, wobei die Stuhlbeine 4, 4' und 5, 5' jedes Paares
nach unten schräg auseinandergehen und oben über ein horizontales Teil 6, 6' des Gestelles
3 miteinander verbunden sind, und andererseits aus zwei voneinander beabstandeten
Querstreben 7, 7', welche die Stuhlbeinpaare 4, 4' bzw. 5, 5' der beiden Seiten oben
miteinander verbinden. Auf diesen Querstreben 7, 7' ist die Sitzplatte 1 befestigt.
[0023] Erfindungsgemäß weist nun der Stuhl eine rechte 8 und eine linke Funktionsleiste
9 aus Kunststoff auf, welche jeweils horizontal zwischen den vorderen 4, 5 und den
hinteren Stuhlbeinen 4', 5' jedes Stuhlbeinpaares angeordnet sind. Diese Funktionsleisten
8, 9 sind an den Stuhlbeinen 4, 4', 5, 5' fest angeschraubt. Sie weisen an ihren inneren
Längskanten jeweils zwei voneinander beabstandete Stapelführungen 10 auf. Der Abstand
zwischen den Stapelführungen 10 einer Funktionsleiste 8, 9 ist mit a bezeichnet. An
ihren äußeren Längskanten sind bei der einen Funktionsleiste 9 zwei voneinander beabstandete
Verkettungstaschen 11 angeordnet, während bei der anderen Funktionsleiste 8 zwei voneinander
beabstandete, in die Verkettungstaschen 11 formmäßig passende Verkettungselemente
12 angebracht sind.
[0024] Aus den Fig. 1 und 2 ist gut erkennbar, dass die Funktionsleisten 8, 9 jeweils in
einem gewissen vertikalen Abstand h vom oberen horizontalen Teil 6, 6' des Gestelles
3 angeordnet sind. Außerdem entspricht der horizontale Abstand a zwischen den Stapelführungen
10 bzw. zwischen den Verkettungselementen 12 bzw. Verkettungstaschen 11 der Funktionsleisten
8, 9 dem Abstand zwischen den Querstreben 7, 7' des Gestelles 3, und an der Funktionsleiste
8, 9 sind die Stapelführungen 10 genau gegenüber den Verkettungselementen 12 bzw.
den Verkettungstaschen 11 angeordnet. Letzteres ist selbstverständlich nicht zwingend,
sondern eine versetzte Anordnung in einem anderen Ausführungsbeispiel ist ebenfalls
möglich.
[0025] Das schnelle Stapeln wird durch das lichte Maß (vertikaler Abstand h) zwischen dem
Gestell, hier den horizontalen Teilen 6, 6', und den Funktionsleisten 8, 9 begünstigt,
da ein versehentliches Einklemmen der Finger vermieden wird. Durch die Form der Stapelführung
10 muss nicht auf eine genaue Zentrierung beim Stapeln geachtet werden. Da die Funktionsleisten
aus Kunststoff und das Gestell aus Metall bestehen, ist die Geräuschbelästigung beim
Stapeln nur gering.
[0026] Fig. 3 zeigt in einer Seitenansicht zwei übereinander gestapelte erfindungsgemäße
Stühle, während die Fig. 4 und 5 Schnittdarstellungen entlang der Linien IV-IV und
V-V sind. Aus den Fig. 3 bis 5 erkennt man gut, dass die Stühle über das Gestell stapeln.
[0027] Der Schnitt gemäß Fig. 4 liegt genau in der Ebene der Stapelauflage 10 und des Verkettungselementes
12, während der Schnitt gemäß Fig. 5 außerhalb dieser Ebene liegt. Die dargestellte
Funktionsleiste 9 liegt, ebenso wie die nicht dargestellte Funktionsleiste 8, mit
der Stapelauflage 14 auf dem oberen horizontalen Teil 6' (bzw. bei Funktionsleiste
8 auf dem Teil 6) auf. Die Stapelführung 10 verhindert ein seitliches Verrutschen
der Teile. Die Stapelführungen 10 sind in etwa scheibenförmig ausgebildet sind, wobei
ihre Innenfläche der Form des horizontalen Teiles 6, 6' des Gestelles 3 angepasst
ist, was besonders gut aus Fig. 4 zu entnehmen ist.
[0028] In den Fig. 6 und 7 ist die Verkettungsfunktion dargestellt. Fig. 6 zeigt die Draufsicht
auf zwei miteinander verkettete Stapelstühle, während Fig. 7 einen Schnitt entlang
der Linie VII-VII in Fig. 6 darstellt. In Fig. 6 ist gut zu erkennen, wie das Verkettungselement
12 der Funktionsleiste 8 des einen Stuhles in die Verkettungstasche 11 der Funktionsleiste
9 des benachbarten Stuhles eingreift. Die Verkettungstasche 11 weist dafür eine Öffnung
dergestalt auf, dass bei einer Reihenbestuhlung das Verkettungselement 12 des benachbarten
Stuhles stabil aufnehmbar ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Öffnung
der Verkettungstasche 11 halbkreisförmig, und das Verkettungselement 12 hat in etwa
die Form eines einseitig abgesetzten Bolzens, welcher an seinem nach außen ragendem
Teilstück 12.1 einen größeren Durchmesser aufweist als an seinem inneren Teilstück
12.2. Das Teilstück mit dem größeren Durchmesser 12.1 wird in seinem oberen Bereich
bei einer Reihenbestuhlung von der Verkettungstasche 11 des benachbarten Stuhles umschlossen.
[0029] Durch die relativ weit auseinanderliegenden Verkettungselemente 12 bzw. Verkettungstaschen
11 (horizontaler Abstand a) ist vorteilhaft eine gute Stabilität innerhalb der Stuhlreihe
gewährleistet. Wegen der Integration der Funktionen Stapeln und Verketten in die beiden
Funktionsleisten 8, 9 aus Kunststoff können Teile reduziert werden, die Montage ist
einfach und es ist eine gute Nachrüstbarkeit gegeben.
[0030] In manchen Fällen wird nur die Funktion des Stapeln gewünscht. Um auch diesen Anforderungen
gerecht zu werden, kann die Funktionsleiste 8 auch mit einem nachrüstbaren Verkettungselement
12' gestaltet werden.
[0031] Ein derartiges zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Fig. 8 bis 13
dargestellt.
[0032] Fig. 8 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Teils der Funktionsleiste mit
nachrüstbarem Verkettungselement im zusammengebauten Zustand, während Fig. 9 dies
in Explosionsdarstellung zeigt. Es ist vorteilhaft, die beiden Fig. 8 und 9 gleichzeitig
zu betrachten.
[0033] Soll nur die Stapelfunktion realisiert werden, so wird die Montageöffnung 13 (siehe
Fig. 9) in der Funktionsleiste 8 mit einem Deckel verschlossen. Die Funktionsleisten
8, 9 können dann wahlweise mit den Stapelführungen 10 nach außen oder innen zeigend
am Stuhlgestell montiert werden.
[0034] Im Falle eines Nachrüstwunsches wird der Deckel entfernt und ein Verkettungselement
12' in der Montageöffnung 13 montiert. Das nachrüstbare Verkettungselement 12' besteht
aus mehreren Teilstücken 12.1', 12.2' und 12.3'. Das im eingebauten Zustand nach außen
ragende Teilstück 12.1' hat einen größeren Durchmesser als das innere Teilstück 12.2',
an das sich ein weiteres Teilstück 1 2.3' mit zwei Arretierclipsen 15 und vier Haltenasen
16 anschließt.
[0035] Bei der Montage wird das nachrüstbare Verkettungselement 12' mit etwas Druck in die
Montageöffnung 13 der Funktionsleiste 8 geschoben und anschließend in beliebige Richtung
um 45° verdreht, bis die Arretierclipse 15 in eine in der Funktionsleiste 8 eingebrachten
Arretiernut 17 einrasten. Die nun um 45° verdrehten Haltenasen 16 verhindern das Herausfallen
der Teile. Die Arretierclipse 15 verhindern die Verdrehung. Dieser Bajonettverschluss
ist sehr einfach auszuführen.
[0036] In Fig. 10 ist eine Seitenansicht des in die Funktionsleiste 8 montierten Verkettungselementes
12' dargestellt. Fig. 11 zeigt eine Schnittdarstellung entlang der Linie XI-XI in
Fig. 10.
[0037] In den Fig. 12 und 13 ist schließlich die Verkettung der nachgerüsteten Stühle dargestellt.
Diese erfolgt analog zum bereits oben beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel.
[0038] Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele
begrenzt.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 1
- Sitzplatte
- 2
- Rückenlehne
- 3
- Gestell
- 4, 4'
- Stuhlbeine (erstes seitliches Paar)
- 5, 5'
- Stuhlbeine (zweites seitliche Paar)
- 6, 6'
- horizontales Teil des Gestelles
- 7, 7'
- Querstreben
- 8
- rechte Funktionsleiste
- 9
- linke Funktionsleiste
- 10
- Stapelführung
- 11
- Verkettungstasche
- 12
- Verkettungselement
- 12'
- nachrüstbares Verkettungselement
- 12.1
- nach außen ragendes Teilstück des Verkettungselementes
- 12.1'
- nach außen ragendes Teilstück des nachrüstbaren Verkettungselementes
- 12.2
- inneres Teilstück des Verkettungselementes
- 12.2'
- inneres Teilstück des nachrüstbaren Verkettungselementes
- 12.3'
- weiteres inneres Teilstück des nachrüstbaren Verkettungselementes
- 13
- Montageöffnung für das nachrüstbares Verkettungselement
- 14
- Stapelauflage
- 15
- Arretierclips
- 16
- Haltenase
- 17
- Arretiernut
- h
- vertikaler Abstand
- a
- Abstand zwischen zwei Stapelführungen einer Funktionsleiste
1. Stapelbarer Reihenstuhl mit einer Sitzplatte (1), einer Rückenlehne (2) und einem
die Sitzplatte (1) und die Rückenlehne (2) tragenden Gestell (3), letzteres bestehend
aus vier Stuhlbeinen (4, 4', 5, 5'), welche auf den beiden Seiten des Stuhles paarweise
in einer Ebene liegen, wobei die Stuhlbeine (4, 4' und 5, 5') jedes Paares nach unten
schräg auseinandergehen und oben über ein horizontales Teil (6, 6') des Gestelles
(3) miteinander verbunden sind, und aus zwei von einander beabstandeten Querstreben
(7, 7'), welche wiederum die horizontalen Teile (6, 6') des Gestelles (3) miteinander
verbinden, dadurch gekennzeichnet,
dass der Stuhl eine rechte (8) und eine linke Funktionsleiste (9) aus Kunststoff aufweist,
welche jeweils horizontal zwischen den vorderen (4, 5) und den hinteren Stuhlbeinen
(4', 5') jedes Stuhlbeinpaares angeordnet sind, wobei die Funktionsleisten (8, 9)
an ihren inneren Längskanten jeweils zwei voneinander beabstandete Stapelführungen
(10) aufweisen und an ihren äußeren Längskanten die eine Funktionsleiste (9) zwei
voneinander beabstandete Verkettungstaschen (11) aufweist und die andere Funktionsleiste
(8) zwei voneinander beabstandete, in die Verkettungstaschen (11) formmäßig passende
Verkettungselemente (12) oder zumindest Montageöffnungen (13) zum Nachrüsten von entsprechenden
Verkettungselementen (12') aufweist.
2. Stapelbarer Reihenstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionsleisten (8, 9) jeweils in einem gewissen vertikalen Abstand (h) vom
oberen horizontalen Teil (6, 6') des Gestelles (3) angeordnet sind.
3. Stapelbarer Reihenstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (a) zwischen den Stapelführungen (10) bzw. den Verkettungstaschen (11)
bzw. den Verkettungselementen (12, 12') der Funktionsleisten (8, 9) dem Abstand zwischen
den Querstreben (7, 7') des Gestelles (3) entspricht.
4. Stapelbarer Reihenstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Funktionsleiste (8, 9) die Stapelführungen (10) genau gegenüber den Verkettungselementen
(12, 12') bzw. Verkettungstaschen (11) angeordnet sind.
5. Stapelbarer Reihenstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stapelführungen (10) in etwa scheibenförmig ausgebildet sind, wobei ihre Innenfläche
der Form des horizontalen Teiles (6, 6') des Gestelles (3) angepasst ist.
6. Stapelbarer Reihenstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verkettungstasche (11) eine Öffnung dergestalt aufweist, dass bei einer Reihenbestuhlung
das Verkettungselement (12, 12') eines benachbarten Stuhles stabil aufnehmbar ist.
7. Stapelbarer Reihenstuhl nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung der Verkettungstasche (11) halbkreisförmig ist, und dass das Verkettungselement
(12, 12') in etwa die Form eines einseitig abgesetzten Bolzens aufweist, welcher an
seinem nach außen ragendem Teilstück (12.1, 12.1') einen größeren Durchmesser aufweist
als an seinem inneren Teilstück (12.2, 12.2'), wobei das Teilstück mit dem größeren
Durchmesser (12.1, 12.2') in seinem oberen Bereich bei einer Reihenbestuhlung von
der Verkettungstasche (11) des benachbarten Stuhles umschlossen ist.
8. Stapelbarer Reihenstuhl nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das nachrüstbare Verkettungselement (12') am Ende seines inneren Teilstückes (12.2')
ein weiteres Teilstück (12.3') mit mindestens einem Arretierclips (15) und mindestens
einer Haltenase (16) aufweist und der Arretierclips (15) in einer in der Funktionsleiste
(8) eingebrachten Arretiernut (17) einrastbar ist.