[0001] Die Erfindung betrifft einen Sprühkopf für ein Sprühwerkzeug, insbesondere zum Besprühen
der Formhälften einer Druckgießmaschine, mit sprühmittelbeaufschlagten Sprühdüsen,
die an Sprühplatten oder Sprühleisten angebracht sind, die aus Teilelementen modulartig
aufgebaut sind.
[0002] Ein Sprühkopf dieser Art ist aus der US-A 4 760 961 bekannt. Dort sind mit Sprühdüsen
ausgerüstete Elemente zu mehreren in vertikalen oder horizontalen Linien säulenartig
aneinandergefügt, wobei jeweils dafür gesorgt ist, dass die zu versprühenden Medien
von Element zu Element durchgeführt werden können. Diese einzelnen Sprühelemente oder
auch dazwischengefügte Distanzteile werden jeweils über Schraubbolzen zusammengehalten,
die durch entsprechende Öffnungen in den Teilelementen hindurchgeführt sind. Diese
Lösung weist den Nachteil auf, dass für unterschiedliche Abmessungen der zusammengesetzten
Sprühleisten oder -platten auch unterschiedliche Befestigungselemente mit verschiedener
Länge bereitgestellt werden müssen. Nachteilig ist auch, dass bei mehreren aneinandergereihten
modulartigen Elementen die Schraubbolzen oder Zuganker gelöst werden müssen und dadurch
auch alle von diesen zusammengehaltenen Erweiterungen gelöst werden. Unter Umständen
müssen auch, wenn eine zusätzliche Erweiterung oder Verkleinerung nicht am Ende der
aufgefädelten Elemente, sondern am Anfang, also nahe am Verteilblock notwendig wird,
alle Elemente von dem Zuganker abgefädelt werden. An den Trennstellen kann in diesem
Fall Schmutz eindringen.
[0003] Aus der EP 0 724 486 B1 ist ein Sprühblock bekannt, bei dem platten-ähnliche Elemente
zusammengesetzt werden. Auch dort jedoch werden die zusammenzusetzenden Teile über
Schraubbolzen oder Zuganker mit entsprechender Länge zusammengehalten.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Sprühblock der eingangs genannten
Art so auszubilden, dass ein einfaches baukastenartiges Zusammenfügen einzelner Sprühelemente
oder Verbindungsteile möglich ist, ohne dass eine Befestigung der Teile aneinander
durch Schraubbolzen od.dgl. erforderlich wird.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einem Sprühkopf der eingangs genannten Art vorgesehen,
dass an den miteinander zu verbindenden Enden der Teilelemente Aufnahmekammern für
Verbindungselemente vorgesehen sind, die mit Durchgangskanälen für die zu versprühenden
Medien, wie Luft, Steuermedien und Sprühmedien, versehen sind, welche mit den Versorgungskanälen
für die Medien in Verbindung stehen, dass die Verbindungselemente jeweils in beide
Kammern der miteinander zu verbindenden Enden hereinragen und mit Ausnehmungen mit
mindestens einer schrägen Ebene versehen sind, an der Klemmmittel angreifen, die von
außen betätigbar sind und die Teilelemente fest gegeneinander drücken.
[0006] Durch diese Ausgestaltung ist jedes Teilelement an seinen Anschlussflächen jeweils
mit Verbindungsmitteln versehen, die ein Lösen von Teilelementen an beliebiger Stelle
ermöglichen, ohne dass Schraubbolzen od.dgl. durch Bohrungen hindurchgefädelt werden
müssen.
[0007] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung können die Verbindungselemente an beiden
Stirnseiten mit Dichtringen versehen sein, so dass sie auch die notwendige Abdichtung
zwischen zwei aneinanderzufügenden Teilelementen übernehmen.
[0008] Die Verbindungselemente können in einfacher Weise als zylindrische Bolzen mit jeweils
zwei Ausnehmungen ausgebildet sein, die mit jeweils zu einer Stirnseite hin ansteigenden
schrägen Ebenen versehen sind. In diesem Fall können die Klemmmittel in einfacher
Weise als Schrauben ausgebildet werden, die mit einer Kegelspitze mit den Ausnehmungen
zusammenwirken.
[0009] In Weiterbildung der Erfindung können jeweils zwei Kammern parallel zueinander an
jedem Ende der Teilelemente vorgesehen sein und diese Kammern können achsgleich mit
den Durchgangskanälen für Steuerluft und Trennmittel verlaufen. Dabei kann zwischen
den Durchgangskanälen für Steuerluft und Trennmittel auch noch mindestens ein Durchgangskanal
für Trocknungsluft bzw. Druckluft angeordnet sein.
[0010] Die Teilelemente können mit abgewinkelten Endbereichen zum Anschluss weiterer Teilelemente
oder Platten unter einem Winkel versehen sein, wobei in einfacher Ausführung die Endbereiche
von angesetzten Winkelstücken beliebiger Winkelstellung, z.B. 45° bzw. 90°, gebildet
sind. Durch diese Ausgestaltung besteht auch die Möglichkeit, dass Teilelemente beispielsweise
in Leisten- oder Plattenform in unterschiedlicher Richtung und Winkel gegeneinander
abgeknickt angeordnet werden können. Damit ist eine beliebige räumliche Anordnung
von Sprühelementen möglich. Zur Erweiterung oder Verkürzung der Sprühleisten oder
Sprühplatten muss nur noch an der Stelle getrennt werden, an der die Erweiterung oder
Verkürzung erfolgen soll. Alle Verbindungselemente im ganzen Sprühkopf sind dabei
identisch.
[0011] Die Erfindung ist anhand von Ausführungsbeispielen in der Zeichnung dargestellt und
wird im folgenden erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung eines nach der Erfindung aufgebauten Sprühkopfes zum Besprühen
einer Gießform,
- Fig. 2
- eine vergrößerte Darstellung des Details II der Fig. 1,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung des Teilschnittes in Richtung der Ebene III in Fig. 2
und
- Fig. 4
- die Draufsicht in der Richtung der Bewegung des Sprühkopfes nach Fig. 1 auf eine gemäß
der Erfindung aufgebaute Sprühkopfteilebene in einer in Fig. 1 nicht gezeigten Form.
[0012] In Fig. 1 ist schematisch der Aufbau eines Sprühkopfes nach der Erfindung gezeigt.
Ein im Sinn der Pfeile 2 beweglich geführter Teil 1 eines Armes ist an seiner Unterseite
mit mehreren fluchtend zueinander angeordneten Verteilerblöcken 3 versehen, die alle
identisch ausgebildet und in der Bewegungsrichtung 2 angeordnet sind. Die Verteilerblöcke
3 sind dicht untereinander und dicht am Anschlussende des Armes 1 angeordnet.
[0013] Der Arm 1, der in bekannter Weise mit einem steuerbaren Antrieb verbunden ist, weist
in seinem Inneren die schematisch angedeuteten Durchgangskanäle 4, 5, 6 und 7 auf,
die jeweils zur Zufuhr von Trennmittel, Steuerluft und Druckluft dienen, die von außen
gesteuert ist. Diese Durchgangskanäle 4 bis 7 setzen sich in jedem Verteilerblock
3 nach unten fort und es sind von diesen Kanälen jeweils quer abzweigende Versorgungskanäle
vorgesehen, die jeweils an den Stellen 8, 9, 10 und 11 an den Seiten der Verteilerblöcke
3 münden. Von dort aus wiederum erfolgt der Anschluss zu Sprühdüsen 12 über Anschlussplatten
13 und Flanschblöcke 14, gegebenenfalls auch unter Zwischenfügung von Distanzstücken
15. Auf diese Weise wird es möglich, stockwerksweise, d.h. jeweils in einer Horizontalebene
eines der Verteilerblöcke 3 Sprühdüsen 12 in verschiedener Weise anzuordnen, um den
Sprühblock möglichst gut an die Innenform der beweglichen Formenhälfte und der festen
Formenhälfte einer Druckgießmaschine anzupassen. Es ist bekanntlich erforderlich,
nach jedem Gießvorgang diese Formenhälften mit Trennmittel zu besprühen oder auch
mit Druckluft abzublasen.
[0014] Die Sprühdüsen 12 sind, wie insbesondere der Fig. 2 zu entnehmen ist, jeweils an
Sprühleisten 16 bzw. 16a angebracht, die untereinander weitgehend identisch sind.
Diese Sprühleisten 16 sind in ihrem Inneren mit Durchgangskanälen 17, 18 und 19 versehen,
von denen der Durchgangskanal 18 beispielsweise zur Führung von Druckluft dient, der
Kanal 17 zur Zuführung eines Trennmittels und der Kanal 19 zur Zuführung von Steuerluft,
mit deren Hilfe die mit den entsprechenden Ventilen ausgerüsteten Sprühdüsen 12 zu
bestimmten Zeitpunkten geöffnet und wieder geschlossen werden können. Diese Durchgangskanäle
17 bis 19 werden, wie Fig. 2 zeigt, entweder mit den Durchgangskanälen einer benachbarten
Sprühleiste 16a verbunden oder, wie dies jeweils an den Außenseiten der Sprühleisten
16 angedeutet ist, durch ein Verschlussstück 20 verschlossen.
[0015] Die Fig. 3 zeigt, in welcher Weise das Aneinanderfügen der Stirnseiten der Leisten
16 und 16a erfolgt. Es ist zu erkennen, dass fluchtend zu den Durchgangskanälen 17
und 19 jeweils in den Endbereichen der Leiste 16 und der Leiste 16a Kammern 21 bzw.
21a vorgesehen sind, die sich in beiden Leisten 16 und 16a jeweils bis zu der am benachbarten
Element anliegenden Stirnseite 22 erstrecken. Der mittlere Durchgangskanal 18 besitzt
im Bereich der Stirnseite 22, die auch die Trennfläche zwischen benachbarten Teilelementen
bildet, jeweils eine Ausdrehung 23, die mit je einem Dichtring 24, 24a versehen ist.
Diese beiden Dichtringe dichten daher den Durchgangskanal 18 ab, wenn die Teilelemente
16 und 16a stirnseitig zusammengefügt werden.
[0016] Um dieses Zusammenfügen in einfacher Weise zu erreichen, sind in die Kammern 21 und
21a Verbindungselemente 25 eingesetzt, die beim Ausführungsbeispiel, bei dem auch
die Kammern 21 zylindrisch sind, aus zylindrischen Bolzen bestehen, die jeweils an
ihren Stirnseiten mit einem in einer Ausdrehung angeordneten Dichtring 26 versehen
sind, der sich an eine Gegenfläche der Kammer 21 anlegt, wenn die Elemente dicht zusammengefügt
sind. Das Verbindungselement 25 besitzt aber auch zwei schräge Flächen 27 und 28,
die jeweils zu den Enden des Verbindungselementes 25 hin von der Achse des Verbindungselementes
aus ansteigen und beim Ausführungsbeispiel Teil einer konischen Bohrung im Umfang
des Verbindungselementes 25 sind. Mit diesen schrägen Flächen 27 wirken jeweils die
konischen Spitzen 29 von Inbusschrauben 30 zusammen, die im Endbereich der Leisten
16 bzw. 16a von außen her in entsprechende Gewindebohrungen 31 einschraubbar sind.
Es wird ohne weiteres deutlich, dass beim Einschrauben dieser Elemente 30 die Leisten
16 und 16a mit ihren Stirnseiten 22 gegeneinander gedrückt werden, und dass bei diesem
Vorgang auch die jeweiligen Dichtringe 26, 24 zur dichten Anlage an ihren Gegenflächen
kommen. Die Leisten 16 und 16a sind daher dicht aneinander gekoppelt. Die Verbindungselemente
25 sind, wie auch zu sehen ist, jeweils mit einem Durchgangskanal 32 ausgerüstet,
der fluchtend zum Durchgangskanal 17 bzw. 19 verläuft und der den gleichen Durchmesser
wie jener Durchgangskanal 17 bzw. 19 aufweist. Die Verbindungselemente 25 dienen daher
nicht nur zum mechanischen Aneinanderdrücken der Stirnenden benachbarter Leisten 16
oder 16a, sondern sie übernehmen auch den Anschluss der jeweiligen Medienkanäle in
den anzukoppelnden Teilen.
[0017] Fig. 4 zeigt nun, dass Sprühelemente z.B. in Leistenform mit unterschiedlichen Längen
in einfacher Weise durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung untereinander gekoppelt
werden können. Es sind im unteren Teil Leisten 16 jeweils fluchtend aneinandergefügt,
die mit Sprühdüsen 12 versehen sind. Aus dem vorher dargelegten wird klar, dass die
Medienversorgung durch diese Leisten 16 hindurch durch die Kanäle 17, 18 und 19 erfolgt.
Am äußeren Ende dieser drei fluchtend zueinander angeordneten Leisten 16 ist jeweils
ein Sprühelement 33 mit nur einer Sprühdüse angefügt und die in diesem Element verlaufenden
Durchgangskanäle sind durch ein Verschlussstück 20 außen geschlossen. Auch dieses
Verschlussstück wird in der in Fig. 3 erläuterten Weise angesetzt, ebenso wie das
Element 33 an die Leiste 16 angeschlossen ist.
[0018] Im oberen Teil der Fig. 4 ist aber auch zu erkennen, dass noch Sprühleisten 34 mit
etwas geringerer Länge vorgesehen sind, und dass Teilelemente 33 (mit nur einer Sprühdüse)
über Winkelstücke 35 oder 36 an die mittlere Sprühleiste 16 bzw. an die Elemente 34
angeschlossen sind. Das Winkelstück 35 besitzt dabei einen Knick von 45°, das Winkelstück
36 einen Knick von 90°. Auch in diesen Winkelstücken verlaufen Kanäle 17, 18, 19 und
es sind die entsprechenden Kammern 21 vorgesehen, um die Verbindungselemente 25 einzusetzen.
[0019] Die Verwendung der neuartigen Verbindungselemente und der dadurch hergestellte Sprühkopf
nach der Erfindung lassen mit verhältnismäßig wenig Teilen baukastenartig den Aufbau
von Sprühköpfen zu, die sich in bisher nicht bekannter Weise ideal an die Innenkontur
der Gießformen anpassen können.
1. Sprühkopf für ein Sprühwerkzeug, insbesondere zum Besprühen der Formhälften einer
Druckgießmaschine, mit sprühmittelbeaufschlagten Sprühdüsen (12), die an Sprühplatten
oder Sprühleisten angebracht sind, die aus Teilelementen (16, 16a) modulartig aufgebaut
sind, dadurch gekennzeichnet, dass an den miteinander zu verbindenden Endbereichen der Teilelemente (16, 16a) Aufnahmekammern
(21, 21a) für Verbindungselemente (25) vorgesehen sind, die mit Durchgangskanälen
(17, 18, 19) für die zu versprühenden Medien in Verbindung stehen, dass die Verbindungselemente
(25) jeweils in beide Kammern der untereinander zu verbindenden Enden hereinragen,
mit einem Durchgangskanal (32) und mit Ausnehmungen mit mindestens einer schrägen
Ebene (27, 28) versehen sind, an der Klemmmittel (30), die von außen betätigbar sind,
angreifen und die Teilelemente (16, 16a) fest gegeneinander drücken.
2. Sprühkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (25) an beiden Stirnseiten mit Dichtringen (26) versehen
sind.
3. Sprühkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (25) als zylindrischer Bolzen mit jeweils zwei Ausnehmungen
ausgebildet sind, die mit jeweils zu einer Stirnseite hin ansteigenden schrägen Ebenen
(27, 28) versehen sind.
4. Sprühkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmmittel als Schrauben (30) ausgebildet sind, die mit einer Kegelspitze (29)
mit den Ausnehmungen (27, 28) zusammenwirken.
5. Sprühkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Kammern (21) parallel zueinander an jedem Ende der Teilelemente (16,
16a) vorgesehen sind.
6. Sprühkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammern (21) achsgleich mit zwei der Durchgangskanäle (17, 19) verlaufen, insbesondere
mit denen für Steuerluft und Trennmittel.
7. Sprühkopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den zwei Durchgangskanälen (17, 19), zu denen die Kammern (21) achsgleich
verlaufen, ein dritter Durchgangskanal, insbesondere derjenige (18) für Trocknungsluft,
verläuft.
8. Sprühkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilelemente (16, 16a) mit abgewinkelten Endbereichen versehen sind zum Anschluss
weiterer Teilelemente.
9. Sprühkopf nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Endbereiche von angesetzten Winkelstücken (35, 36) vorgebbarer Winkelstellung,
insbesondere 45° bzw. 90°, gebildet sind.