[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Zweikammerdruckbehälters
aus einem Aussenbehälter und einem deformierbaren Innenbehälter zur Aufnahme eines
Produktes, wobei Aussenbehälter und Innenbehälter zumindest in einem Öffnungsbereich
miteinander verbunden werden.
Stand der Technik
[0002] Derartige Zweikammerdruckbehälter sind in vielfältiger Form und Ausführung bekannt
und auf dem Markt. Nur beispielhaft wird auf die DE-OS 2 227 509 verwiesen.
[0003] Aus der EP-A 0 326 052 ist beispielsweise eine Zweikammer-Druckpackung bekannt, bei
der nach dem Verbinden von Aussenhülle und Innenkörper eine Haftvermittlerschicht
diesen Öffnungsbereich gemeinsam zu einem Bördelrand verbindet.
[0004] Aus der DE 44 13 331 A1 ist ein Verfahren bekannt, bei dem nach dem Verbinden von
Aussenhülle und Innenkörper durch die Haftvermittlerschicht und vor dem Umlegen zu
einem Bördelrand ein Ring von der Aussenhülle und dem Innenkörper entfernt wird.
Aufgabe
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der o.g. Art
zu schaffen, bei dem die Haftung zwischen Aussenbehälter und Innenbehälter wesentlich
verbessert wird.
Lösung der Aufgabe
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe führt, dass der Aussenbehälter und/oder Innenbehälter zumindest
teilweise im Verbindungsbereich mit einer Struktur versehen werden.
[0007] Die Struktur ermöglicht es, dass der Haftvermittler in die Struktur eindringt und
sich so verankert. Dadurch wird gewährleistet, dass der Innenbehälter nur unter erheblichen
Kraftaufwand aus dem Aussenbehälter gezogen werden kann.
[0008] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel werden Aussenbehälter und/oder Innenbehälter
im Verbindungsbereich gebürstet. Das Bürsten ist eine einfache Methode zum Einbringen
einer Riefenstruktur. Diese Riefenstruktur ist ungeordnet, was die Verankerungsmöglichkeiten
nochmals verbessert. Allerdings soll auch die Einbringung eines geordneten Riefen-
oder Rillenstruktur vom Erfindungsgedanken umfasst werden.
[0009] Bevorzugt sollen die Riefen- oder Rillenstruktur um eine Behälterachse herum in Umfangsrichtung
verlaufen. Auf diese Weise bilden die Riefen oder Rillen eine Widerlagerstruktur,
was bei einem achsparallelen Verlauf nicht gegeben wäre.
Figurenbeschreibung
[0010] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt
in
Figur 1 einen Querschnitt durch einen Zweikammerdruckbehälter;
Figur 2 einen Längsschnitt durch einen Teil eines Aussenbehälters;
Figur 3 eine Draufsicht auf einen Teil eines Innenbehälters.
[0011] Gemäss Figur 1 weist ein Zweikammerdruckbehälter im wesentlichen einen Aussenbehälter
1 und einen Innenbehälter 2 auf. Aussenbehälter 1 und Innenbehälter 2 sind in einem
oberen Bereich miteinander verbunden. Dieser Verbindungsbereich ist mit 3 gekennzeichnet.
Die Verbindung kann beispielsweise durch Kleben erfolgen. Zu einem späteren Zeitpunkt
wird ein Zwischenraum 4 zwischen Innenbehälter 2 und Aussenbehälter 1 mit einem Druckmedium
gefüllt. Ferner wird der Innenbehälter 2 mit einem Produkt gefüllt, welches dann durch
ein aufzusetzendes Ventil ausgebracht werden kann. Derartige Zweikammerdruckbehälter
sind beispielsweise in der EP-A-0 326 052 und der DE 44 13 331 beschrieben.
[0012] Gemäss der vorliegenden Erfindung ist der Verbindungsbereich 3 des Aussenbehälters
1 gebürstet, so dass in ihm eine Riefen- bzw. Rillenstruktur 5 eingeformt ist. Diese
Riefenstruktur 5 verläuft in Umfangsrichtung auf einer Innenwand 6 des Aussenbehälters
1 um seine Längsachse A herum.
[0013] Gemäss Figur 3 weist auch der Innenbehälter 2 auf seiner Aussenfläche 7 im Verbindungsbereich
3 eine Riefen- bzw. Rillenstruktur 8 auf, wobei auch hier die Riefenstruktur 8 in
Umfangsrichtung einer Längsachse B des Innenbehälters 2 herum verläuft.
[0014] Die Funktionsweise der vorliegenden Erfindung ist folgende:
[0015] Der mit der Riefenstruktur 8 versehene Innenbehälter 2 wird in den Aussenbehälter
1 eingesetzt. Wobei der Verbindungsbereich 3 beider Behälter mit einem Haftvermittler
versehen wird. Der Haftvermittler dringt selbstverständlich auch in die Riefenstruktur
5 bzw. 8 ein, so dass sich eine feste Verbindung im Verbindungsbereich 3 zwischen
Innenbehälter 2 und Aussenbehälter 1 ergibt. Durch die Anordnung der Riefenstruktur
um die Längsachsen A und B herum ergibt sich ein Widerlager gegen ein Bewegen des
Innenbehälters 2 in Achsrichtung B.
[0016] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel soll die Riefenstruktur 5 und/oder 8 durch
Bürsten eingeformt werden.
Positionszahlenliste
[0017]
| 1 |
Aussenbehälter |
34 |
|
67 |
|
| 2 |
Innenbehälter |
35 |
|
68 |
|
| 3 |
Verbindungsbereich |
36 |
|
69 |
|
| 4 |
Zwischenraum |
37 |
|
70 |
|
| 5 |
Riefenstruktur |
38 |
|
71 |
|
| 6 |
Innenwand |
39 |
|
72 |
|
| 7 |
Aussenfläche |
40 |
|
73 |
|
| 8 |
Riefenstruktur |
41 |
|
74 |
|
| 9 |
|
42 |
|
75 |
|
| 10 |
|
43 |
|
76 |
|
| 11 |
|
44 |
|
77 |
|
| 12 |
|
45 |
|
78 |
|
| 13 |
|
46 |
|
79 |
|
| 14 |
|
47 |
|
|
|
| 15 |
|
48 |
|
A |
Längsachse |
| 16 |
|
49 |
|
B |
Längsachse |
| 17 |
|
50 |
|
|
|
| 18 |
|
51 |
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|
| 19 |
|
52 |
|
|
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| 20 |
|
53 |
|
|
|
| 21 |
|
54 |
|
|
|
| 22 |
|
55 |
|
|
|
| 23 |
|
56 |
|
|
|
| 24 |
|
57 |
|
|
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| 25 |
|
58 |
|
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| 26 |
|
59 |
|
|
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| 27 |
|
60 |
|
|
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| 28 |
|
61 |
|
|
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| 29 |
|
62 |
|
|
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| 30 |
|
63 |
|
|
|
| 31 |
|
64 |
|
|
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| 32 |
|
65 |
|
|
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| 33 |
|
66 |
|
|
|
1. Verfahren zum Herstellen eines Zweikammerdruckbehälters aus einem Aussenbehälter (1)
und einem deformierbaren Innenbehälter (2) zur Aufnahme eines Produktes, wobei Aussenbehälter
(1) und Innenbehälter (2) zumindest in einem Öffnungsbereich miteinander verbunden
werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass Aussenbehälter (1) und/oder Innenbehälter (2) zumindest teilweise im Verbindungsbereich
(3) mit einer Struktur (5, 8) versehen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Aussenbehälter (1) und/oder Innenbehälter (2) im Verbindungsbereich (3) gebürstet
werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass Aussenbehälter (1) und/oder Innenbehälter (2) mit einer Riefen- oder Rillenstruktur
(5, 8) versehen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Riefenoder Rillenstruktur (5, 8) um eine Behälterachse (A, B) in Umfangsrichtung
herum verläuft.
5. Verfahren nach wenigstens einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass Aussen- und Innenbehälter (1, 2) im Verbindungsbereich (3) durch Kleben miteinander
verbunden werden.