[0001] Die Erfindung betrifft einen Flachmeißel nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Flachmeißel kommen bei der Bearbeitung von Gestein, insbesondere Mauergestein
zu Einsatz, um beispielsweise Durchbrüche, Kanäle und Schlitze herzustellen. Aus dem
Stand der Technik sind Flachmeißel mit unterschiedlichen Erhebungen auf den Schlagflächen
bekannt. Insbesondere sind aus der WO 01/36163 Flachmeißel bekannt. Derartige Flachmeißel
gilt es hinsichtlich ihrer zerstörenden bzw. brechenden Wirkung zu verbessern
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Flachmeißel zu entwickeln, der in
einem schneidennahen Bereich über die gesamte Breite der Schneide eine erhöhte Brech-
und Zerstörungskraft aufweist.
[0004] Die Aufgabe wird in Verbindung mit dem Oberbegriff des Anspruchs 1 erfindungsgemäß
durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. In den Unteransprüchen
sind vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen angegeben.
[0005] Der erfindungsgemäße Flachmeißel weist auf wenigstens einer der Schlagflächen wenigstens
eine Keilrippe auf, welche durch einen kurzen, im Vergleich zur Schlagfläche steil
ansteigenden, vorderen Abschnitt und einen langen, flach zur Längsachse abfallenden
zweiten Abschnitt charakterisiert ist.
[0006] Ein derartig ausgebildeter Flachmeißel wird im Betrieb zunächst durch die in das
Material eindringende Hauptschneide in seiner Wirkrichtung festgelegt und weist beim
weiteren Eindringen in das Material eine erhöhte Spreng- bzw. Brechkraft auf, welche
durch den sich steil aus der Schlagfläche erhebenden Schlagabschnitt der Keilrippe
erzeugt ist. Wichtig ist, dass der Schlagabschnitt klein und gegenüber der Hauptschneide
zurückversetzt ist, um das Eindringen des Flachmeißels in das Material durch die Keilrippe
nur wenig abzubremsen. Der Schlagabschnitt ist der Bereich der Keilrippe, mit welchem
diese vornehmlich auf das zu bearbeitende Material einwirkt. Dem Schlagabschnitt folgt
der Stützabschnitt, welcher - entgegen der Wirkrichtung des Flachmeißels betrachtet
- im Windschatten des Schlagabschnitts liegt. Der Stützabschnitt hat die Aufgabe den
Schlagabschnitt zu stabilisieren und zu gewährleisten, dass der Meißel bei einem vollständigen
Eindringen des Meißelkopfes in das zu bearbeitende Material leicht aus diesem herausgezogen
werden kann. Dies gewährleistet der Stützabschnitt durch seinen langgezogenen, annähernd
parallelen Verlauf zur Längsachse des Meißels, denn hierdurch wird ein widerhakenartiges
Verhalten der Keilrippe verhindert. Die Hauptschneidenlänge steht zur Querschneidenlänge
bzw. Schlagflächenlänge etwa in einem Verhältnis von 5:1 bis 10:1, insbesondere 7:1
bezogen auf die Wirklängen der Schneiden bzw. Schlagfläche in die Wirkrichtung x des
Flachmeißels.
[0007] Erfindungsgemäß weist der Meißel eine Keilrippe auf, welche sich in Frontansicht
mit zwei dreieckförmigen Flächen aus der Schlagfläche erhebt, wobei die Flächen miteinander
eine quer zur Hauptschneide stehende Querschneidkante bilden und wobei die Erhebung
pyramidenähnlich durch zwei weitere dreieckförmige Flächen komplettiert ist. Durch
die Querschneidkante und die Flächen wird ein tiefes Eindringen der Keilrippe in das
zu bearbeitende Material besonders begünstigt.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist die Schneidkante bzw. die Schlagfläche
der Keilrippe einen Winkel α von etwa 40° bis 50° zur Längsachse des Flachmeißels
auf. Insbesondere ist eine Schrägstellung der Querschneidkante bzw. der Schlagfläche
der Keilrippe auf einen Winkel α von 45° gegenüber der Längsachse vorgesehen. Hierdurch
wird erreicht, dass die Querschneidkante bzw. Schlagfläche trotz einer starken Spalt-
und Brechwirkung relativ leicht in das zu bearbeitende Material eindringt.
[0009] Weiterhin sieht die Erfindung vor, die Flächen, welcheentgegen der Wirkrichtung des
Flachmeißels betrachtet - im Windschatten der die Querschneidkante bildenden Flächen
bzw. der Schlagfläche liegen, über die Schlagfläche des Flachmeißels bis zum Meißelschaft
zu erstrecken. Hierdurch erfährt der Schlagabschnitt der Keilrippe eine optimale Abstützung.
[0010] Die Erfindung sieht vor auf wenigstens einer der Schlagflächen des Flachmeißels wenigstens
eine Keilrippe anzuordnen. Durch die Anzahl und die Lage der Keilrippen ist es möglich
die Zerstörungskraft des Flachmeißels gezielt auf das zu bearbeitende Material und
das gewünschte Verhalten des Meißels anzupassen. Beispielsweise ist es vorgesehen
zwei symmetrisch und parallel zu der Längsachse des Flachmeißels verlaufende Keilrippen
auf dessen Schlagfläche anzuordnen. Hierdurch wird die Hauptschneide auf ihrer gesamten
Breite in ihrer zerstörenden Wirkung unterstützt und es wird einem Verdrehen des Flachmeißels
um seine Längsachse wirksam entgegengewirkt, so dass die gewünschte Zielrichtung bei
hoher Brechkraft erhalten bleibt.
[0011] Weiterhin sieht die Erfindung vor, den Schlagabschnitt der Keilfläche durch zwei
schräg zur Hauptschneidkante und schräg zur Schlagfläche des Flachmeißels stehende
Flächen zu bilden, welche miteinander die Querschneidkante bilden. Eine derartige
Ausbildung des Schlagabschnitts begünstigt das tiefe Eindringen des Meißels in das
zu bearbeitende Material.
[0012] Gemäß einer Ausführungsvariante sieht die Erfindung vor, den Schlagabschnitt im wesentlichen
durch eine dreieckförmige Schlagfläche zu bilden, welche mit ihrer Grundseite parallel
zur Hauptschneidkante steht und diese über zwei dachgiebelartig zueinander orientierte
dreieckförmige Flächen auf der Schlagfläche des Flachmeißels abzustützen. Hierdurch
wird eine Keilrippe geschaffen, welche durch ihre in die Wirkrichtung des Meißels
orientierte Schlagfläche eine hohe Trümmerwirkung aufweist und in dem dem Schlagabschnitt
folgenden Stützabschnitt schlank ausgebildet ist.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausführungsvariante sieht die Erfindung vor, den Schlagabschnitt
im wesentlichen durch eine dreieckförmige Schlagfläche zu bilden, welche mit ihrer
Grundseite parallel zur Hauptschneidkante steht und diese über drei dreieckförmige
Flächen auf der Schlagfläche des Flachmeißels abzustützen, so dass die Keilrippe das
Aussehen eines oberen Abschnitts einer Pyramide bekommt. Bei einer derartigen Ausbildung
der Keilrippe besitzen auch die parallel zur Längsachse des Meißels verlaufenden Seitenflächen
der Keilrippe, insbesondere bei einem schräg in das zu bearbeitende Material eindringenden
Meißel, das Material zerstörende und den Meißel führende Eigenschaften
[0014] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, den Schlagabschnitt der Keilrippe im wesentlichen
durch eine rechteckförmige Schlagfläche zu bilden, welche mit ihrer Grundseite parallel
zur Hauptschneidkante steht und diese über drei rechteckförmige Flächen auf der Schlagfläche
des Flachmeißels abzustützen, so dass die Keilrippe das Aussehen einer von zwei Seiten
ansteigenden Rampe erhält. Bei einer derartigen Ausbildung der Keilrippe besitzen
auch die parallel zur Längsachse des Meißels verlaufenden Seitenflächen der Keilrippe,
insbesondere bei einem schräg in das zu bearbeitende Material eindringenden Meißel,
das Material zerstörende und den Meißel führende Eigenschaften.
[0015] Weitere Einzelheiten der Erfindung werden in der Zeichnung anhand von schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen beschrieben.
[0016] Hierbei zeigt:
- Figur 1aI
- eine Draufsicht auf einen erfindungsgemäßen Flachmeißel,
- Figur 1aII
- eine Seitenansicht des in Figur 1aI dargestellten Flachmeißels,
- Figur 1aIII
- eine vergrößerte Detailansicht der Figur 1aI,
- Figur 1aIV
- eine vergrößerte Detailansicht der Figur 1aII,
- Figur 1aV
- eine Frontansicht des in den Figuren 1aI bis 1aIV dargestellten Flachmeißels aus einer Blickrichtung lav,
- Figur 1bI bis 1bIII
- einen zweiten erfindungsgemäßen Flachmeißel in drei den Figuren 1aIII bis 1aV entsprechenden Ansichten,
- Figur 2aI bis 2aIII
- einen dritten erfindungsgemäßen Flachmeißel in drei den Figuren 1aIII bis 1aV entsprechenden Ansichten,
- Figur 2bI bis 2bIII
- einen vierten erfindungsgemäßen Flachmeißel in drei den Figuren 1aIII bis 1aV entsprechenden Ansichten,
- Figur 3aI bis 3aIII
- einen fünften erfindungsgemäßen Flachmeißel in drei den Figuren 1aIII bis 1aV entsprechenden Ansichten,
- Figur 3bI bis 3bIII
- einen sechsten erfindungsgemäßen Flachmeißel in drei den Figuren 1aIII bis 1aV entsprechenden Ansichten,
- Figur 4I bis 4III
- einen siebten erfindungsgemäßen Flachmeißel in drei den Figuren 1aIII bis 1aV entsprechenden Ansichten,
- Figur 5I bis 5III
- einen achten erfindungsgemäßen Flachmeißel in drei den Figuren 1aIII bis 1aV entsprechenden Ansichten und
- Figur 6I bis 6III
- einen neunten erfindungsgemäßen Flachmeißel in drei den Figuren 1aIII bis 1aV entsprechenden Ansichten.
[0017] Figur 1a
I zeigt eine Draufsicht auf einen Flachmeißel 1. Der Flachmeißel 1 setzt sich im wesentlichen
aus einem Meißelkopf 2, einem Schaft 3 und einem Einspannende 4 zusammen. Das Einspannende
4 ist als SDS- oder SDS-Plus-Schaft ausgebildet.
[0018] In Figur 1a
II ist eine Seitenansicht auf den in der Figur 1a
I dargestellten Flachmeißel 1 gezeigt.
[0019] Figur 1a
III zeigt eine vergrößerte Ansicht des Meißelkopfs 2 in Draufsicht. Der Meißelkopf 2
weist eine quer zu einer Meißellängsachse L
1 stehende Hauptschneide 5 auf. Diese geht über Schneidflächen 6a, 6b in eine vordere
Schlagfläche 7a und eine hintere Schlagfläche 7b über (siehe auch Figur 1a
IV). Die Schneidflächen 6a, 6b bilden miteinander eine Hauptschneidkante 8. Seitlich
der Schlagflächen 7a bzw. 7b sind seitliche Schlagflächen 9a, 9b und 10a, 10b angeordnet,
welche auf die Hauptschneidkante 8 zulaufen. Die Schlagflächen 7a, 7b sind jeweils
durch die Schneidflächen 6a bzw. die seitlichen Schlagflächen 9a, 9b bzw. 10a, 10b
und den Meißelschaft 3 begrenzt. Hierbei geht die Schlagfläche 7a bzw. 7a unter Ausbildung
einer spitzen Fläche in den im Querschnitt runden Meißelschaft 3 über. Die Hauptschneide
5 weist eine Breite B
5 auf. Auf der Schlagfläche 7a ist eine Keilrippe 11 angeordnet, welche parallel zur
Längsachse L
1 verläuft. Die Keilrippe 11 erhebt sich in der Seitenansicht steil ansteigend, ähnlich
einer vierseitigen Pyramide aus der Schlagfläche 7a, wobei zwei dreieckförmige Flächen
12a, 12b miteinander eine Querschneidkante 13 bilden, welche quer zu der Hauptschneidkante
8 steht und entgegen einer Wirkrichtung x des Flachmeißels 1 geneigt ist. Die Flächen
12a, 12b bilden zusammen mit der Querschneidkante 13 einen Schlagabschnitt 14 der
Keilrippe 11. Die Flächen 12a, 12b können auch als Teil eines Tetraeders T mit einer
Spitze S betrachtet werden, wobei die Querschneidkante 13 die Schlagfläche 7a mit
der Spitze S verbindet und so eine Tetraederkante bildet. In einem dem Meißelschaft
3 zugewandten Stützabschnitt 15 ist die Keilrippe 11 durch zwei langgezogene dreieckförmige
Flächen 12c, 12d gebildet und erstreckt sich etwa bis zum Meißelschaft 3. Hierbei
verläuft ein durch die Flächen 12c, 12d gebildeter Grat 16 in Richtung der Querschneidkante
13 etwa parallel zu der Längsachse L
1 des Flachmeißels 1 (siehe auch Figur 2). Die Keilrippe 11 erstreckt sich in Draufsicht
über eine Länge L
11, wobei sich die Länge L
11 aus einer Länge L
14 des Schlagabschnitts 14 und einer Länge L
15 des Stützabschnitts 15 zusammensetzt. Hierbei stehen der Schlagabschnitt 14 und der
Stützabschnitt 15 etwa in einem Längenverhältnis von 1:9.
[0020] In Figur 1a
IV ist eine Seitenansicht auf den in der die Figur 1a
III dargestellten Flachmeißel 1 aus einer Pfeilrichtung 1a
IV gezeigt. Die Schneidkante 13 verläuft zu der Längsachse L
1 in einem Winkel α = 45° und weist eine Länge L
13 auf. Abgesehen von der Keilrippe 11 ist der Flachmeißel 1 spiegelsymmetrisch zu einer
senkrecht in die Zeichenebene verlaufenden Ebene E
1 ausgebildet. Die Schlagfläche 7a verläuft zu der Ebene E
1 etwa in einem Winkel β = 8° und die Schneidfläche 6a verläuft zu der Ebene E
1 etwa in einem Winkel γ = 30°.
[0021] In Figur 1a
V ist eine Frontansicht auf den in den Figuren 1a
I bis 1a
IV gezeigten Flachmeißel 1 aus einer Pfeilrichtung 1a
V dargestellt. Aus der Frontansicht kann die in Schlagrichtung wirksame Länge L
13W der Querschneidkante 13 entnommen werden, mit welcher diese in die Wirkrichtung x
des Flachmeißels 1 auf das zu bearbeitende Material einwirkt. Eine Breite B
11 der Keilrippe 11 entspricht etwa der wirksamen Länge der Querschneidkante 13. Aus
der Figur 1a
V ist weiterhin ersichtlich, dass die seitlichen Schlagflächen 9a, 9b, 10a, 10b etwa
jeweils in einem Winkel δ = 60° zu der Ebene E
1 verlaufen.
[0022] Die Figuren 1b
I bis 1b
III zeigen in Analogie zu den Figuren 1a
III bis 1a
V einen zweiten Flachmeißel 1, bei welchem auf Schlagflächen 7a und 7b mittig jeweils
eine Keilrippe 11 angeordnet ist.
[0023] Die Figuren 2a
I bis 2a
III zeigen in Analogie zu den Figuren 1a
III bis 1a
V einen dritten Flachmeißel 1, bei welchem auf einer Schlagfläche 7a symmetrisch zu
einer Längsachse L
1 zwei Keilrippen 11 angeordnet sind.
[0024] Die Figuren 2b
I bis 2b
III zeigen in Analogie zu den Figuren 2a
I bis 2a
III einen vierten Flachmeißel 1, bei welchem auf Schlagflächen 7a, 7b symmetrisch zu
einer Längsachse L
1 jeweils zwei Keilrippe 11 angeordnet sind.
[0025] Die Figuren 3a
I bis 3a
III zeigen in Analogie zu den Figuren 1a
III bis 1a
V einen fünften Flachmeißel 1, bei welchem auf einer Schlagfläche 7a symmetrisch zu
einer Längsachse L
1 drei Keilrippen 11 angeordnet sind.
[0026] Die Figuren 3b
I bis 3b
III zeigen in Analogie zu den Figuren 3a
I bis 3a
III einen sechsten Flachmeißel 1, bei welchem auf Schlagflächen 7a, 7b symmetrisch zu
einer Längsachse L
1 jeweils drei Keilrippe 11 angeordnet sind.
[0027] Die Figuren 4
I bis 4
III zeigen in Analogie zu den Figuren 2a
I bis 2a
III einen siebten Flachmeißel 1, bei welchem auf einer Schlagfläche 7a symmetrisch zu
einer Längsachse L
1 zwei Keilrippen 17 angeordnet sind. Im Unterschied zu den aus den Figuren 1a
I bis 3b
III bekannten Keilrippen weisen die Keilrippen 17 in einem Schlagabschnitt 14 keine Querschneidkante,
sondern jeweils eine dreieckförmige Schlagfläche 18 auf, welche entsprechend der Querschneidkante
der Figuren 1a
I bis 3b
III zu der Längsachse L
1 hin geneigt ist. In einem Stützabschnitt 15 läuft die Keilrippe 17 mit zwei weiteren
dreieckförmigen Flächen 19a, 19b ähnlich wie ein Satteldach in die Schlagfläche 7a
aus. Ein Grat 20, welchen die beiden Flächen 19a, 19b miteinander bilden ist flächig
ausgebildet. Der Grat 20 läuft entgegen einer Wirkrichtung x mit einer leichten Neigung
von etwa 1° bis 3° auf die Längsachse L
1 zu.
[0028] Die Figuren 5
I bis 5
III zeigen in Analogie zu den Figuren 2a
I bis 2a
III einen achten Flachmeißel 1, bei welchem auf einer Schlagfläche 7a symmetrisch zu
einer Längsachse L
1 zwei Keilrippen 21 angeordnet sind. Im Unterschied zu den aus den Figuren 1a
I bis 3b
III bekannten Keilrippen weisen die Keilrippen 21 in einem Schlagabschnitt 14 keine Querschneidkante,
sondern jeweils eine dreieckförmige Schlagfläche 22 auf, welche entsprechend der Querschneidkante
der Figuren 1a
I bis 3b
III zu der Längsachse L
1 hin geneigt ist. In einem Stützabschnitt 15 läuft die Keilrippe 21 mit drei weiteren
dreieckförmigen Flächen 23a, 23b, 23c in die Schlagfläche 7a aus. Die dreieckförmige
Fläche 23b läuft entgegen einer Wirkrichtung x mit einer leichten Neigung von etwa
1° bis 3° auf die Längsachse L
1 zu und geht in die Schlagfläche 7a über. Die Keilrippe 21 kann auch als vierseitiger
Pyramidenspitz beschrieben werden, bei welchem die Seitenfläche 22 mit einer Grundseite
G
22 parallel zu einer Hauptschneidkante 8 ausgerichtet ist.
[0029] Die Figuren 6
I bis 6
III zeigen in Analogie zu den Figuren 2a
I bis 2a
III einen neunten Flachmeißel 1, bei welchem auf einer Schlagfläche 7a symmetrisch zu
einer Längsachse L
1 zwei Keilrippen 24 angeordnet sind. Im Unterschied zu den aus den Figuren 1a
I bis 3b
III bekannten Keilrippen weisen die Keilrippen 24 in einem Schlagabschnitt 14 keine Querschneidkante,
sondern jeweils eine rechteckförmige Schlagfläche 25 auf, welche entsprechend der
Querschneidkante der Figuren 1a
I bis 3b
III zu der Längsachse L
1 hin geneigt ist. In einem Stützabschnitt 15 läuft die Keilrippe 24 über drei weitere
rechteckförmige Flächen 26, 27a, 27b in die Schlagfläche 7a aus. In Draufsicht ist
die Schlagfläche 25 durch die Deckfläche 26 verlängert und die Keilrippe 24 seitlich
durch die Seitenflächen 27a, 27b begrenzt. Die Deckfläche 26 läuft entgegen einer
Wirkrichtung x mit einer leichten Neigung von etwa 1° bis 3° auf die Längsachse L
1 zu und geht in die Schlagfläche 7a über. Die Keilrippe 21 kann auch als Rampe oder
Schanze beschrieben werden.
[0030] Auch bei den in den Figuren 4
I bis 6
III dargestellten Flachmeißeln ist eine beidseitige Anordnung von Keilrippen gemäß nicht
dargestellten Ausführungsvarianten vorgesehen.
[0031] In den in den Figuren 1a
I bis 6
III dargestellten Ausführungsbeispielen sind die Keilrippen am jeweiligen Flachmeißel
identisch ausgebildet und symmetrisch zu der Längsachse des Flachmeißels angeordnet.
Gemäß weiterer nicht dargestellter Ausführungsvarianten ist es vorgesehen, die Keilrippen
am jeweiligen Flachmeißel unterschiedlich auszubilden und/oder asymmetrisch anzuordnen.
[0032] Die Erfindung ist nicht auf dargestellte oder beschriebene Ausführungsbeispiele beschränkt.
Sie umfasst vielmehr Weiterbildungen der Erfindung im Rahmen der Schutzrechtsansprüche.
Bezugszeichenliste:
[0033]
- 1
- Flachmeißel
- 2
- Meißelkopf
- 3
- Meißelschaft
- 4
- Einspannende
- 5
- Hauptschneide
- 6a, 6b
- Schneidfläche
- 7a, 7b
- Schlagfläche
- 8
- Hauptschneidkante
- 9a, 9b
- seitliche Schlagfläche
- 10a, 10b
- seitliche Schlagfläche
- 11
- Keilrippe
- 12a - 12d
- Fläche von 11
- 13
- Querschneidkante
- 14
- Schlagabschnitt von 11, 17, 21,24
- 15
- Stützabschnitt von 11, 17, 21, 24
- 16
- Grat von 11
- 17
- Keilrippe
- 18
- dreieckförmige Schlagfläche von 17
- 19a, 19b
- dreieckförmige Fläche von 17
- 20
- Grat von 17
- 21
- Keilrippe
- 22
- Schlagfläche von 21
- 23a - 23c
- dreieckförmige Fläche von 21
- 24
- Keilrippe
- 25
- Schlagfläche von 24
- 26
- Deckfläche von 24
- 27a, 27b
- Seitenfläche von 24
- L1
- Längsachse von 1
- x
- Wirkrichtung von 1
- B5
- Breite von 5
- α
- Winkel zwischen 13 und L1 bzw. E1
- L11
- Länge von 11
- L13
- Länge von 13
- L13W
- wirksame Länge von 13
- L14
- Länge von 14
- L15
- Länge von 15
- E1
- Ebene
- β
- Winkel zwischen E1 und 7a bzw. 7b
- γ
- Winkel zwischen E1 und 6a bzw. 6b
- B11
- Breite von 11
- δ
- Winkel zwischen E1 und 9a, 9b, 10a, 10b
- T
- Tetraeder
- S
- Spitze von T
- G22
- Grundseite von 22
1. Flachmeißel (1), insbesondere Einsteckmeißel fürkraftangetriebene Bohr- und/oder Meißelhämmer
zur Bearbeitung von Gestein, mit einem spatenartigen Meißelkopf (2), der eine quer
zu einer Meißellängsachse (L1) stehende Hauptschneide (5) und eine vordere und hintere, weitestgehend ebene Schlagfläche
(7a; 7b) aufweist, wobei auf der Schlagfläche (7a; 7b) wenigstens ein Steg (11) angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (11) als Keilrippe (11; 17; 21; 24) ausgebildet ist und in der Seitenansicht
in bezug auf die Längsachse (L1) einen kurzen, steil ansteigenden Schlagabschnitt (14) und einen langen, flach abfallenden
Stützabschnitt (15) aufweist.
2. Flachmeißel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilrippe (11) in Forderansicht auf die Hauptschneide (5) des Flachmeißels (1)
einen tetraederförmigen steilen Anstieg mit stirnseitiger Querschneidkante (13) aufweist,
wobei ein einer Spitze (S) eines Tetraeders (T) folgender Bereich (15) in Richtung
eines Meißelschafts (3) V-förmig und etwa achsparallel flach ausläuft.
3. Flachmeißel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilrippe (11) eine vordere, als stirnseitige Querschneidkante (11) ausgebildete
Tetraederkante (11) mit einem steilen Anstiegswinkel α ≈ 40 - 50 und insbesondere
α ≈ 45° aufweist.
4. Flachmeißel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilrippe (17, 21, 24) eine vordere Schlagfläche (18, 22, 25) mit einem steilen
Anstiegswinkel α ≈ 40 - 50 und insbesondere α ≈ 45° aufweist.
5. Flachmeißel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslauf (15 bzw. 12c, 12d; 19a, 19b; 23a, 23b, 23c; 26, 27a, 27b) der Keilrippe
(11; 17; 21; 24) sich über etwa die gesamte Länge der Schlagfläche (7a; 7b) erstreckt.
6. Flachmeißel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine Schlagfläche (7a; 7b) wenigstens eine Keilrippe (11; 17; 21; 24) aufweist.
7. Flachmeißel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beide Schlagflächen (7a; 7b) wenigstens eine Keilrippe (11; 17; 21; 24) aufweisen.
8. Flachmeißel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilrippen (11; 17; 21; 24) bezüglich der Längsachse (L1) symmetrisch angeordnet sind.
9. Flachmeißel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilrippe (11) eine Querschneidkante (13) aufweist, welche durch Flächen (12a,
12b) gebildet ist, die schräg zu der Hauptschneidkante (8) und schräg zu der Schlagfläche
(7a; 7b) stehen.
10. Flachmeißel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilrippe (17) in Forderansicht auf die Hauptschneide (5) des Flachmeißels (1)
einen rampenförmigen, steilen Anstieg mit einer Rampenfläche (18) aufweist, wobei
die Rampenfläche (18) dreieckförmig ausgebildet ist, und im Stützabschnitt (15) satteldachförmig
mit dreieckförmigen Flächen (19a, 19b) in die Schlagfläche (7a, 7b) übergeht.
11. Flachmeißel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilrippe (21) in Forderansicht auf die Hauptschneide (5) des Flachmeißels (1)
einen rampenförmigen steilen Anstieg mit einer Rampenfläche (22) aufweist, wobei die
Rampenfläche (22) dreieckförmig ausgebildet ist, und im Stützabschnitt (15) pyramidenförmig
wieder mit dreieckförmigen Flächen (23a, 23b, 23c) in die Schlagfläche (7a, 7b) übergeht.
12. Flachmeißel nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Keilrippe (24) in Forderansicht auf die Hauptschneide (5) des Flachmeißels (1)
einen rampenförmigen steilen Anstieg mit einer Rampenfläche (25) aufweist, wobei die
Rampenfläche (25) rechteckförmig ausgebildet ist, und im Stützabschnitt (15) mit einer
weiteren rechteckförmigen Rampenfläche (26) in die Schlagfläche (7a, 7b) übergeht,
wobei die Keilrippe (24) seitlich durch dreieckförmige Flächen (27a, 27b) begrenzt
ist.