[0001] Die Erfindung betrifft eine Kupplungseinrichtung an einem Doppelschließzylinder,
bei dem Zuhaltungen zur wahlweisen Blockierung der Bewegung zweier jeweils einem Schließbart
gegenüberstehender Kerne gegenüber einem Gehäuse und jeweils ein Schließkanal in den
Kernen zum Einführen eines Schlüssels vorgesehen sind, mit von dem Schlüssel bewegbaren
Kupplungseingriffsgliedern des Kerns und mit den Kupplungseingriffsgliedern entsprechend
gestalteten Aufnahmen des Schließbartes zur drehfesten Verbindung des Schließbartes
mit dem Kern. Weiterhin betrifft die Erfindung einen Doppelschließzylinder mit Zuhaltungen
zur wahlweisen Blockierung der Bewegung zweier jeweils einem Schließbart gegenüberstehender
Kerne gegenüber einem Gehäuse und jeweils einem Schließkanal in den Kernen zum Einführen
eines Schlüssels mit einer Kupplungseinrichtung.
[0002] Eine solche Kupplungseinrichtung ist beispielsweise aus der DE 37 15 972 A1 bekannt.
Diese Kupplungseinrichtung hat zwei drehfest in dem Schließbart verschieblich geführte
und mit Mitnehmern zweier Kerne des Schließzylinders formschlüssig koppelbare Platten.
Die Platten sind von einem Federelement voneinander weg vorgespannt. Beim Einführen
des Schlüssels in einen Schließkanal eines der Kerne wird dessen Mitnehmer gegen die
nächste Platte des Schließbartes geschoben und kann in dessen Ausnehmung eindringen
und den Formschluss zwischen dem Kern und dem Schließbart herstellen. Wenn in dem
anderem Kern ebenfalls ein Schlüssel steckt und dessen Mitnehmer ebenfalls einen Formschluss
mit dem Schließbart erzeugt, wird der zweite Kern mitgedreht. Damit hat die bekannte
Kupplungseinrichtung hat den Vorteil, dass sie von einer Seite entriegelt werden kann,
wenn in der anderen Seite bereits ein Schlüssel steckt.
[0003] Aus der DE 198 36 166 A1 ist eine Kupplungseinrichtung bekannt geworden, bei dem
zwischen dem Kern und dem Schließbart zwei drehfest miteinander verbundene Kopplungselemente
angeordnet sind. Die Kopplungselemente weisen einen unrunden Außenquerschnitt auf,
mit denen sie in entsprechende Ausnehmungen des Kerns und des Schließbartes eindringen.
Diese Kupplungseinrichtung hat den Vorteil, dass der Kern gegenüber dem Schließbart
gekippt sein kann und dennoch ein sicheres Ineinandertreten der Kopplungselemente
ermöglicht wird.
[0004] Nachteilig bei den bekannten Kupplungseinrichtungen ist jedoch, dass auch mit einem
in den Schließkanal einführbaren Schlüssel ohne Schließberechtigung oder einem in
den Schließkanal eingeführten Draht das entsprechende Kupplungseingriffsglied bewegt
und damit ein Formschluss zwischen dem Kern und dem Schließbart erzeugt werden kann.
Da jedoch bei einem Schlüssel ohne Schließberechtigung der Kern mit dem Gehäuse formschlüssig
verbunden ist, lässt sich der Schließzylinder von der anderen Seite her nicht entriegeln.
Hierdurch besteht die Gefahr, dass der mit der Kupplungseinrichtung ausgestattete
Doppelschließzylinder von einer Seite her blockiert werden kann.
[0005] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Kupplungseinrichtung der eingangs
genannten Art so weiterzubilden, dass sie die Entriegelung des Schließzylinders von
zumindest einer bevorzugten Seite her ermöglicht, wenn auf der gegenüberliegenden
Seite der Kern gleichzeitig mit dem Gehäuse und dem Schließbart verbunden ist. Weiterhin
liegt der Erfindung das Problem zugrunde einen Schließzylinder mit einer Kupplungseinrichtung
zu schaffen, welcher von einer vorgesehenen Seite auch bei blockiertem gegenüberliegenden
Kern entriegelt werden kann.
[0006] Das erstgenannte Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zwischen dem Schließbart
und dem Kern eine in zumindest einem Drehsinn wirksame Rutschkupplung angeordnet ist.
[0007] Durch diese Gestaltung wird zumindest in dem vorgesehenen Drehsinn eine Bewegung
des Schließbartes ermöglicht, auch wenn die Kupplungseingriffsglieder mit dem Schließbart
verbunden sind. Durch eine entsprechende Wahl des Drehsinns der Rutschkupplung lässt
sich bei einer Betätigung des Doppelschließzylinders von der der Rutschkupplung gegenüberliegenden
Seite auch bei Blockierung des mit der Rutschkupplung verbundenen Kerns der Schließbart
verschwenken und damit ein den Doppelschließzylinder aufweisendes Schloss entriegeln.
Damit lässt sich der Schließzylinder von einer Seite her jederzeit entriegeln.
[0008] Die Rutschkupplung gestaltet sich gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
konstruktiv besonders einfach, wenn die Rutschkupplung zumindest zwei gegeneinander
vorgespannte Reibplatten hat und wenn eine der Reibplatten mit dem Kern und die andere
der Reibplatten mit dem Schließbart verbindbar ist.
[0009] Die Rutschkupplung ermöglicht gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der
Erfindung jederzeit eine Entriegelung des Schließzylinders, wenn die Reibplatten eine
Schrägverzahnung aufweisen, wenn die Zähne der Schrägverzahnung der mit dem Kern verbundenen
Reibplatte in Öffnungsrichtung des Schließbartes weisen. Damit hat die erfindungsgemäße
Kupplungseinrichtung beim Drehen des Kerns in die Öffnungsrichtung einen Formschluss
durch die Zähne der Reibplatten. In Schließrichtung erfolgt die Übertragung der Betätigungskräfte
auf den Schließbart durch Kraftschluss der gegeneinander vorgespannten Reibplatten.
Daher lässt sich der Schließzylinder bei blokkiertem Kern über den gegenüberliegenden
Kern entriegeln. Damit kann der Doppelschließzylinder symmetrisch aufgebaut und die
Kerne jeweils mit der erfindungsgemäßen Kupplungseinrichtung ausgestattet sein. Diese
Gestaltung hat damit zudem den Vorteil der einfachen Demontage des Schließzylinders
aus einem Schloss bei einem in verriegelter Stellung blockierten Kern.
[0010] Die erfindungsgemäße Kupplungseinrichtung lässt sich insbesondere bei sehr langen
Schließzylindern einfach nachrüsten, wenn die Reibplatten auf einem zwischen dem Kern
und dem Schließbart anzuordnenden Zwischenstück angeordnet sind. Bei einer vorzugsweise
topfförmigen Gestaltung des Zwischenstücks lässt sich zudem verhindern, dass der Schließbart
mit einem in den Schließkanal eingeführten Draht blockiert wird.
[0011] Zur weiteren konstruktiven Vereinfachung der Rutschkupplung trägt es gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung bei, wenn eine der Reibplatten auf
einem Bolzen des Zwischenstücks drehfest und gegen eine Vorspannkraft axial verschieblich
geführt ist.
[0012] Die erfindungsgemäße Kupplungseinrichtung gestaltet sich besonders kompakt, wenn
die Rutschkupplung zumindest eine Tellerfeder aufweist. Die Vorspannung der Reibplatten
mittels einer oder mehrerer Tellerfedern ermöglicht zudem eine vorteilhafte Ausnutzung
des Raums im Doppelschließzylinder, da Tellerfedern wie die Kerne einen runden Querschnitt
haben und daher einfach raumausfüllend in das Gehäuse eingeschoben werden können.
[0013] Bei einem gegenüber dem Kern verdrehten Schließbart lässt sich der Schließzylinder
gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung dennoch entriegeln,
wenn der Federweg der Tellerfeder oder der Tellerfedern größer ist als die Höhe des
Kupplungseingriffsgliedes. Hierbei gelangt das Kupplungseingriffsglied beim Einführen
des Schlüssels in den Schließkanal zunächst auf die Stirnseite des Schließbartes.
Beim anschließenden Drehen schnappt das Kupplungseingriffsglied in die entsprechende
Aufnahme des Schließbartes, wenn die Drehstellungen des Kerns und des Schließbartes
übereinstimmen.
[0014] Das zweitgenannte Problem, nämlich die Schaffung eines Schließzylinders, welcher
von einer vorgesehenen Seite auch bei blockiertem gegenüberliegenden Kern entriegelt
werden kann, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zwischen einem der Kerne und
dem Schließbart eine Rutschkupplung angeordnet ist und der andere Kern zumindest in
Entriegelungsrichtung formschlüssig mit dem Schließbart verbindbar ist.
[0015] Durch diese Gestaltung lässt sich der Schließzylinder jederzeit von der den formschlüssig
mit dem Schließbart verbindbaren Kern aufweisenden Seite entriegeln. Eine Blockierung
des gegenüberliegenden Kerns führt nicht zu einer Blockierung der Bewegung des Schließbartes,
da die Rutschkupplung bei entsprechender Auslegung durchrutscht.
[0016] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
- Fig.1
- einen Doppelschließzylinder mit zwei Schlüsseln,
- Fig.2
- eine stark vergrößerte Schnittdarstellung durch eine erfindungsgemäße Kupplungseinrichtung
des Doppelschließzylinders aus Figur 1,
- Fig.3
- eine Schnittdarstellung durch die Kupplungseinrichtungen aus Figur 2 entlang der Linie
III- III,
- Fig.4
- eine Schnittdarstellung durch die Kupplungseinrichtung aus Figur 2 entlang der Linie
IV-IV,
- Fig.5
- die Kupplungseinrichtung aus Figur 2 nach einem Einführen eines Schlüssels mit Schließberechtigung,
- Fig.6
- die Kupplungseinrichtung aus Figur 2 nach einem Einführen eines Schlüssels ohne Schließberechtigung,
- Fig.7
- eine Explosionsdarstellung eines Zwischenstücks eines Kerns der Kupplungseinrichtung
aus Figur 2.
[0017] Figur 1 zeigt einen Doppelschließzylinder mit zwei in einem Gehäuse 1 drehbaren Kernen
2, 3. Zwischen den Kernen 2, 3 ist ein Schließbart 4 angeordnet, welcher bei einem
Einführen von Schlüsseln 5, 6 in in Figur 2 dargestellte Schließkanäle 7 mit den Kernen
2, 3 drehfest koppelbar ist.
[0018] Figur 2 zeigt vergrößert in einer Schnittdarstellung durch den Schließzylinder im
Bereich einer Kupplungseinrichtung 8 des Schließbartes 4 mit dem Kern 2. Der Kern
2 ist von einer von dem in Figur 1 dargestellten Schlüssel 5 ansteuerbaren Zuhaltung
9 mit dem Gehäuse 1 verbunden. Die Kupplungseinrichtung 8 ist auf einem zwischen dem
Kern 2 und dem Schließbart 4 angeordneten Zwischenstück 10 angeordnet und ermöglicht
eine Übertragung eines Drehmoments auf den Schließbart 4. Das Zwischenstück 10 ist
gegenüber dem Kern 2 axial verschieblich gehalten und von einer Feder 11 gegen den
Kern 2 vorgespannt. Eine Nut- und Federanordnung 12 erzeugt eine drehfeste Verbindung
des Zwischenstücks 10 mit dem Kern 2. Die Kupplungseinrichtung 8 hat ein einer Aufnahme
13 des Schließbartes 4 mit unrundem Querschnitt gegenüberstehendes Kupplungseingriffsglied
14. Das Kupplungseingriffsglied 14 ist dem Querschnitt der Aufnahme 13 im Schließbart
4 entsprechend geformt. Zwischen dem Kupplungseingriffsglied 14 und dem Zwischenstück
10 ist eine Rutschkupplung 15 angeordnet. Die Rutschkupplung 15 vermag von einem Schlüssel
5 in den Kern 2 und damit das Zwischenstück 10 eingeleitete Betätigungskräfte auf
das Kupplungseingriffsglied 14 und damit auf den Schließbart 4 zu übertragen. Das
Kupplungseingriffsglied 14 ist einstückig mit einer Reibplatte 16 der Rutschkupplung
15 gefertigt. Eine zweite Reibplatte 17 ist drehfest und axial verschieblich auf einem
Bolzen 18 des Zwischenstücks 10 angeordnet und wird von mehreren Tellerfedern 19 gegen
die mit dem Kupplungseingriffsglied 14 verbundene Reibplatte 16 vorgespannt. Die mit
dem Kupplungseingriffsglied 14 verbundene Reibplatte 16 lässt sich gegenüber dem Bolzen
18 verdrehen und ist axial von einer Schraube 20 gehalten.
[0019] Der in Figur 1 dargestellte zweite Kern 3 hat ebenfalls ein von dem Schlüssel 6 verschiebbares
Kupplungseingriffsglied 21 und kann wie der erste Kern 2 ebenfalls mit einer zuvor
beschriebenen Kupplungseinrichtung 8 verbunden sein. Alternativ dazu kann der zweite
Kern 3 formschlüssig und damit ohne Rutschkupplung 15 mit dem Kupplungseingriffsglied
21 verbunden sein.
[0020] Wenn in den die Kupplungseinrichtung 8 aufweisenden Kern 2 ein Schlüssel 5 eingeführt
wird, wird bei vorliegender Schließberechtigung des Schlüssels 5 der von der Zuhaltung
9 gehaltene Formschluss zwischen dem Kern 2 und dem Gehäuse 1 aufgehoben. Durch das
Einführen des Schlüssels 5 wird zudem das Zwischenstück 10 mit dem Kupplungseingriffsglied
14 in die Aufnahme 13 des Schließbartes 4 gedrückt. Anschließend lässt sich über die
Rutschkupplung 15 ein Drehmoment von dem Schlüssel 5 auf den Schließbart 4 übertragen.
Wenn jedoch in den die Kupplungseinrichtung 8 aufweisenden Kern 2 ein Schlüssel 5
ohne Schließberechtigung oder ein Metallstreifen eingeführt wird, blockiert die Zuhaltung
9 die Bewegung des Kerns 2. Von der gegenüberliegenden Seite lässt sich jedoch der
Doppelschließzylinder entriegeln, wenn ein die Haltekräfte der Rutschkupplung 15 übersteigendes
Drehmoment aufgebracht wird.
[0021] Figur 3 zeigt in einer Schnittdarstellung durch die Kupplungseinrichtung 8 aus Figur
2 entlang der Linie III - III, dass die drehfest und axial verschieblich auf dem Bolzen
18 des Zwischenstücks 10 angeordnete Reibplatte 17 eine Schrägverzahnung 22 hat. Wie
Figur 4 in einer Schnittdarstellung durch die Kupplungseinrichtung 8 aus Figur 2 entlang
der Linie IV - IV zeigt, hat die mit dem Kupplungseingriffsglied 20 verbundene Reibplatte
16 ebenfalls eine Schrägverzahnung 23. Die Schrägverzahnungen 22, 23 stellen sicher,
dass in der vorgesehenen Entriegelungsrichtung des Doppelschließzylinders jederzeit
ein Formschluss zwischen dem Kern 2 und dem Kupplungseingriffsglied 14 erzeugt ist.
Entgegen der Entriegelungseinrichtung herrscht zwischen den Reibplatten 16, 17 ein
Kraftschluss, welcher von den Vorspannkräften der Tellerfedern 19 und dem Material
der Reibplatten 16, 17 abhängt. Auch wenn beide Kerne 2, 3 mit der beschriebenen Kupplungseinrichtung
8 ausgestattet sind, ist damit jederzeit sichergestellt, dass der Doppelschließzylinder
entriegelt werden kann.
[0022] Figur 5 zeigt zur Verdeutlichung die Kupplungseinrichtung 8 aus Figur 2 nach einem
Einführen des Schlüssels 5 mit Schließberechtigung. Ein Vergleich zu der Stellung
in Figur 2 zeigt, dass das Zwischenstück 10 von der Spitze des Schlüssels 5 in Richtung
Schließbart 4 verschoben wurde, so dass das Kupplungseingriffsglied 14 in dessen Aufnahme
13 gelangt. Die Zuhaltung 9 hat den Formschluss zwischen dem Kern 2 und dem Gehäuse
1 aufgehoben. Damit lassen sich über die Rutschkupplung 15 Betätigungskräfte von dem
Schlüssel 5 auf den Schließbart 4 übertragen.
[0023] Figur 6 zeigt die Kupplungseinrichtung 8 aus Figur 2 nach einem Einführen eines Schlüssels
5' ohne Schließberechtigung. Hierbei erzeugt die Zuhaltung 9 einen Formschluss zwischen
dem Kern 2 und dem Gehäuse 1, so dass der Kern 2 nicht verdreht werden kann. Die Spitze
des Schlüssels 5' hat das Zwischenstück 10 mit dem Kupplungseingriffsglied 14 in die
Aufnahme 13 des Schließbartes 4 verschoben. Damit ist der Schließbart 4 über die Rutschkupplung
15 und die Zuhaltung 9 mit dem Gehäuse 1 verbunden. Führt man jedoch in dem in Figur
1 dargestellten gegenüberliegenden Kern 3 einen Schlüssel 6 mit Schließberechtigung
ein, lassen sich die Haltekräfte der Rutschkupplung 15 überwinden und damit der Doppelschließzylinder
entriegeln.
[0024] Wenn der Federweg der Tellerfedern 19 größer ist als die Höhe des Kupplungseingriffsgliedes
14, lässt sich zudem ein Schlüssel 5 in den Kern 2 einführen, auch wenn der Schließbart
4 verdreht ist. In diesem Fall drückt der Schlüssel 5 das Kupplungseingriffsglied
14 auf die entsprechende Stirnseite des Schließbartes 4. Dabei werden die Tellerfedern
19 zusammengedrückt. Bei einem Drehen des Kerns 2 wird das Kupplungseingriffsglied
14 in die Aufnahme 13 des Schließbartes 4 einschnappen, wenn ihre Drehstellungen übereinstimmen.
[0025] Figur 7 zeigt ergänzend das Zwischenstück 10 aus Figur 2 mit den Reibplatten 16,
17 und dem Kupplungseingriffsglied 14 in einer Explosionsdarstellung. Durch ein Eindrehen
der Schraube 20 in den Bolzen 18 des Zwischenstücks 10 lassen sich die in Figur 7
dargestellten Bauteile zu einer Einheit vormontieren und in den in Figur 1 dargestellten
Schließzylinder einsetzen.
1. Kupplungseinrichtung an einem Doppelschließzylinder, bei dem Zuhaltungen zur wahlweisen
Blockierung der Bewegung zweier jeweils einem Schließbart gegenüberstehender Kerne
gegenüber einem Gehäuse und jeweils ein Schließkanal in den Kernen zum Einführen eines
Schlüssels vorgesehen sind, mit von dem Schlüssel bewegbaren Kupplungseingriffsgliedern
des Kerns und mit den Kupplungseingriffsgliedern entsprechend gestalteten Aufnahmen
des Schließbartes zur drehfesten Verbindung des Schließbartes mit dem Kern, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Schließbart (4) und dem Kern (2) eine in zumindest einem Drehsinn wirksame
Rutschkupplung (15) angeordnet ist.
2. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rutschkupplung (15) zumindest zwei gegeneinander vorgespannte Reibplatten (16,
17) hat und dass eine der Reibplatten (17) mit dem Kern (2) und die andere der Reibplatten
(16) mit dem Schließbart (4) verbindbar ist.
3. Kupplungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibplatten (16, 17) eine Schrägverzahnung (22, 23) aufweisen, dass die Zähne
der Schrägverzahnung (22, 23) der mit dem Kern (2) verbundenen Reibplatte (17) in
Öffnungsrichtung des Schließbartes (4) weisen.
4. Kupplungseinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibplatten (16, 17) auf einem zwischen dem Kern (2) und dem Schließbart (4)
anzuordnenden Zwischenstück (10) angeordnet sind.
5. Kupplungseinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Reibplatten (16, 17) auf einem Bolzen (18) des Zwischenstücks (10) drehfest
und gegen eine Vorspannkraft axial verschieblich geführt ist.
6. Kupplungseinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rutschkupplung (15) zumindest eine Tellerfeder (19) aufweist.
7. Kupplungseinrichtung nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Federweg der Tellerfeder (19) oder der Tellerfedern größer ist als die Höhe des
Kupplungseingriffsgliedes (14).
8. Doppelschließzylinder mit Zuhaltungen zur wahlweisen Blockierung der Bewegung zweier
jeweils einem Schließbart gegenüberstehender Kerne gegenüber einem Gehäuse und jeweils
ein Schließkanal in den Kernen zum Einführen eines Schlüssels mit einer Kupplungseinrichtung
nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einem der Kerne (2) und dem Schließbart (4) eine Rutschkupplung (15) angeordnet
ist und der andere Kern (3) zumindest in Entriegelungsrichtung formschlüssig mit dem
Schließbart (4) verbindbar ist.