[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Befestigungselement für Kunststoffbehälter,
einen Kunststoffbehälter für Flüssigkeiten, sowie ein Befestigungssystem zur flüssigkeitsdichten
Anflanschung oder Anbringung von Kunststoffbehältern für Flüssigkeiten, umfassend
das erfindungsgemäße Befestigungselement.
[0002] Im Stand der Technik werden Behälter wie Motorölwannen, Getriebeölwannen oder Behälter
bei Waschmaschinen, Spülmaschinen und Wasserboilern, die der Aufnahme von Flüssigkeiten
dienen, flüssigkeitsdicht in die entsprechende Vorrichtung oder das entsprechende
Gerät in der Regel wie folgt integriert: entlang der Umrandung der Öffnung des entsprechenden
Behälters ist ein Flansch ausgebildet, dieser Flansch umfasst Bohrungen, bzw. durchgehende
Löcher, in die Metallbuchsen hineingesteckt werden, in die wiederum Schrauben zur
Verschraubung des Behälters an das Gegenstück eingeführt werden. Zwischen der Oberseite
des Flansches und dem Gegenstück wird eine Dichtung angeordnet.
[0003] Aufgrund der Dichtigkeitsanforderungen ist eine große Anzahl von Verschraubungspunkten
notwendig unter entsprechender Verwendung einer Vielzahl von Buchsen und Schrauben.
Nachteilig hierbei ist, dass Buchsen und Schrauben sowie die entsprechenden Montagevorrichtungen
aufwendig und teuer sind und weiterhin die Montagezeiten ebenfalls lang sind.
[0004] Weiterhin wird das Kunststoffmaterial des Behälters aufgrund der im Bereich der Buchse
einwirkenden Kräfte nach der Anbringung stark belastet, so dass zur Erzielung der
Flüssigkeitsdichtigkeit viele Verschraubungspunkte notwendig sind.
[0005] Die Steifigkeit der Konstruktion ist vom Elastizitätsmodul (E-Modul) des verwendeten
Werkstoffs abhängig und auch in erheblichem Maße von der Einsatz- bzw. Gebrauchstemperatur.
[0006] Im Stand der Technik wurde versucht, die Zahl der Verschraubungspunkte zu verringern
und die Belastung des Kunststoffbehälters im Bereich der Verschraubungspunkte zu reduzieren,
indem bei der Herstellung der Kunststoffbehälter eine Hybridtechnik angewandt wird.
Hierbei werden einfache Blechträger teilweise oder komplett von Kunststoff umspritzt,
um einen Verbund zur erhalten, wobei in dem Kunststoffbehälter Blechträger integriert
sind.
[0007] Bei flüssigkeitstragenden Bauteilen besteht jedoch der Nachteil, dass solche Hybridbauteile
undicht werden. Solche Probleme können sich ergeben, weil das Blech im Fertigungsprozess
durch die Wand des Behälters durchtaucht und somit im Gebrauch, z.B. durch Bildung
von Kapillaren, durch die Flüssigkeit hindurch dringen kann, ein entsprechender Defekt
entsteht.
[0008] Weiterhin haben Hydridbehälter aus Kunststoff mit integrierten Blechträgern den Nachteil,
dass es aufgrund der unterschiedlichen Wärmeausdehnungs-Koeffizienten der Materialien
zu einem starken Verzug und damit zu Undichtigkeiten und somit zum Ausfall des Bauteils
kommen kann. Diese Problematik tritt natürlich bei solchen Vorrichtungen verstärkt
auf, wie z. B. bei Ölwannen, bei denen die Temperatur sehr stark schwanken kann.
[0009] Ausgehend von diesem Stand der Technik war es daher die technische Aufgabe, Befestigungselemente,
Kunststoffbehälter und Befestigungssysteme zu entwickeln, die aufeinander abgestimmt
sind, wobei die Anzahl der Verschraubungspunkte reduziert werden kann ohne die Dichtigkeit
zu gefährden.
[0010] Die technische Aufgabe wird gelöst durch ein Befestigungselement 1 für Kunststoffbehälter
6, umfassend mehrere durch Verbindungsstege 2 miteinander verbundene erste Buchsen
3.
[0011] Die Erfindung wird weiterhin gelöst durch einen Kunststoffbehälter 6 für Flüssigkeiten,
mit einer Öffnung 7, wobei zumindest entlang eines Teils der Umrandung der Öffnung
ein Flansch 8 ausgebildet ist, wobei der Flansch 8 durch die Stärke des Flansches
durchgehende Aussparungen aufweist zur Aufnahme der ersten Buchsen 3 des Befestigungselementes,
wobei nach Anbringung des Befestigungselementes 1 an den Kunststoffbehälter 6, der
Verbindungssteg 2 oder das Metallblech 2a des Befestigungselementes am unteren Rand
des Flansches 8 passgenau und formschlüssig anliegt. Bevorzugt ist dieser Kunststoffbehälter
eine Motorölwanne oder Getriebeölwanne.
[0012] Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Befestigungselement bereitgestellt, das
Buchsen umfasst und so an dem Flansch der Öffnung oder des offenen Bereiches des Kunststoffbehälters
angeordnet wird, dass die Buchsen des Befestigungselementes von unten durch die Aussparungen
bzw. Löcher des Flansches eingeführt werden, so dass die Verbindungsstege des Befestigungselementes
am unteren Rand des Flansches passgenau und formschlüssig anliegen. Die Befestigung
des Kunststoffbehälters, z.B. einer Ölwanne an den Motorblock, erfolgt durch Verschraubung,
wobei die Schrauben in die Buchsen eingeführt und im Gegenstück verschraubt werden.
Das Befestigungselement weist den Vorteil auf, dass die von den Verschraubungspunkten
ausgehenden Kräfte bei bzw. nach der Verschraubung über die Verbindungsstege zwischen
den Buchsen gleichmäßig über den ganzen Flansch des Kunststoffbehälters verteilt werden.
Dadurch werden einzelne Bereiche des Kunststoffteiles weniger stark beansprucht und
die Anzahl der Verschraubungspunkte kann reduziert werden, ohne dass Probleme mit
der Dichtigkeit auftreten.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform bestehen die Buchsen 3 aus dem gleichen Material
wie die die Buchsen verbindenden Verbindungsbindungsstege 2.
[0014] Weiterhin ist bevorzugt, dass die Buchsen 3 und die Verbindungsstege 2 aus Metall,
vorzugsweise aus Stahl gefertigt sind. In einer Alternative sind die Buchsen 3 und
die Verbindungsstege 2 aus einem gegossenen Metall, bevorzugt Gusseisen, Aluminiumguss
oder Magnesiumguss, hergestellt. Besonders bevorzugt sind die Buchsen 3 und die Verbindungsstege
2 aus Aluminiumdruckguss hergestellt. Besonders bevorzugt ist das Befestigungselement
einstückig ausgebildet.
[0015] In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform sind die ersten Buchsen 3 und
Verbindungsstege 2 aus Metall, vorzugsweise Stahl, gefertigt. Besonders bevorzugt
ist das Befestigungselement einstückig ausgebildet. In den Figuren 6 und 7 wird diese
Ausführungsform dargestellt. Dabei sind die Verbindungsstege und die Buchsen aus einem
Blech hergestellt. In einer alternativen Ausführungsform sind die ersten Buchsen 3
und die Verbindungsstege 2 durch Verschweißung miteinander verbunden. In einer bevorzugten
Ausführungsform ist das Metallblech durchgängig, und an den Stellen des Metallbleches,
an denen die Buchsen angebracht wurden, ist eine Rundung zur Aufnahme der Buchsen
ausgebildet. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Verbindungsstege
des Befestigungselementes mit Löchern 11 versehen, um das Gewicht zu reduzieren (Figur
6).
[0016] Weiterhin ist besonders bevorzugt, dass die Verbindungsstege 2 als Metallblech 2a
ausgebildet sind. Der jeweilige Verbindungssteg aus Metallblech, d.h. der Blechstreifen,
der nun jeweils zwischen den Anschraubpunkten liegt, übt die notwendige Pressung auf
den Kunststoffflansch aus und stabilisiert das System. Diese wesentlich höhere Stabilität
wird erreicht, weil ein Metallblech eine erheblich höhere Steifigkeit (E-Modul 210.000
N/mm
2) gegenüber Kunststoff aufweist. So besitzt etwa z. B. ein glasfaserverstärkter PA
(Polyamid)-Kunststoff bei 20 °C ein E-Modul von ungefähr 7.000 N/mm
2. Auch bei der Ausführungsform aus einem gegossenen Metall wird eine höhere Steifigkeit
gegenüber Kunststoff erreicht.
[0017] Vorzugsweise ist die Breite des Metallbleches des Befestigungselementes im Wesentlichen
parallel zu den Längsachsen der ersten Buchsen. Bei dieser Anordnung liegt lediglich
eine Kante des Metallbleches an der Unterseite des Kunststoffflansches an, wodurch
eine enorme Stabilität des Systems erreicht wird. Dies gilt in entsprechender Weise
auch bei der Ausführungsform aus einem gegossenen Metall. So ist auch hier die Breite
des Verbindungselementes vorzugsweise im Wesentlichen parallel zu den Längsachsen
der ersten Buchsen. Auch bei dieser Anordnung liegt lediglich eine Kante des Verbindungselementes
an der Unterseite des Kunststoffflansches an, wodurch eine enorme Stabilität des Systems
erreicht wird.
[0018] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Metallblech umgebördelt oder
weist einen L-förmigen Querschnitt auf. Durch diese Umbördelung wird die Auflagefläche
des Metallbleches am unteren Rand des Flansches vergrößert, wodurch sich eine größere
Verteilung der Anschraubkräfte und Anschraubmomente ergibt. Dies gilt in entsprechender
Weise auch bei der Ausführungsform aus einem gegossenen Metall. So ist auch hier das
Verbindungselement vorzugsweise umgebördelt oder weist einen L-förmigen Querschnitt
auf.
[0019] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform sind an dem Befestigungselement
weitere Elemente 4 mit Befestigungsfunktion angeordnet, wobei vorzugsweise an den
weiteren Elementen 4, zweite Buchsen 5 angeordnet sind. Diese Ausführungsform ermöglicht
den Einsatz des erfindungsgemäßen Befestigungselementes an Stellen, wo z. B. zusätzliche
Kräfte eingeleitet werden müssen. Hierbei kann es sich z. B. um die Anflanschung von
zusätzlichen Aggregaten handeln, wie z. B. die Anflanschung der Getriebeglocke an
das Motorgehäuse.
[0020] Da das erfindungsgemäße Befestigungselement der Kontur der Öffnung des Kunststoffbehälters
folgt, sind die die Buchsen verbindenden Bereiche bzw. Verbindungsstege an einzelnen
Stellen abgewinkelt oder abgebogen. Zur Erhöhung der Bauteilsteifigkeit werden an
diesen Knickpunkten vorzugsweise Sicken 10 bzw. Abwinkelungen angeordnet.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform stellt der erfindungsgemäße Kunststoffbehälter
eine Ölwanne oder eine Getriebeölwanne dar.
[0022] Die technische Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Befestigungssystem zur flüssigkeitsdichten
Anflanschung oder Anbringung von Kunststoffbehältern 6 für Flüssigkeiten, umfassend
ein Befestigungselement mit mehreren durch Verbindungsstege 2 miteinander verbundene
erste Buchsen 3 und einen Flansch 8. Bevorzugte Ausführungsformen des Befestigungssystems
lassen sich insbesondere durch die bereits beschriebenen bevorzugten Ausbildungen
des Befestigungselementes darstellen.
[0023] Vorzugsweise ist bei dem erfindungsgemäßen Befestigungssystem der Flansch 8 zumindest
entlang eines Teils der Umrandung einer Öffnung 7 des Kunststoffbehälters 6 angeordnet.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Flansch 8 durch die Stärke
des Flansches durchgehende Aussparungen 9 auf zur Aufnahme der ersten Buchsen 3 des
Befestigungselementes 1. Diese Aussparungen sind vorzugsweise durchgehende Löcher
oder Bohrungen. Dabei ist bevorzugt, dass nach Anbringung des Befestigungselementes
1 an den Kunststoffbehälter 6, der Verbindungssteg 2 des Befestigungselementes 1 am
unteren Rand des Flansches 8, passgenau und formschlüssig anliegt.
[0024] Vorzugsweise sind die ersten Buchsen 3 aus dem gleichen Material wie die die Buchsen
verbindenden Verbindungsstege 2 gefertigt. Weiterhin ist bevorzugt, dass die Buchsen
3 und die Verbindungsstege 2 aus Metall, vorzugsweise aus Stahl gefertigt sind. Besonders
bevorzugt ist das Befestigungselement einstückig ausgebildet. In den Figuren 6 und
7 wird diese Ausführungsform dargestellt. Dabei sind die Verbindungsstege und die
Buchsen aus einem Blech hergestellt. In einer Alternative sind die Buchsen 3 und die
Verbindungsstege 2 aus einem gegossenen Metall, bevorzugt Gusseisen, Aluminiumguss
oder Magnesiumguss, besonders bevorzugt aus Aluminiumdruckguss hergestellt. Auch bei
der Ausführungsform aus einem gegossenen Metall liegt das Befestigungselement bevorzugt
einstückig vor. Besonders bevorzugt sind die ersten Buchsen 3 und Verbindungsstege
2 aus Metall, vorzugsweise aus Stahl gefertigt, und vorzugsweise durch Verschweißung
miteinander verbunden. Weiterhin sind die Verbindungsstege 2 bevorzugt als Metallblech
2a, vorzugsweise als Stahlblech, ausgebildet. In einer bevorzugten Ausführungsform
ist das Metallblech durchgängig, und an den Stellen des Metallbleches, an denen die
Buchsen angebracht wurden, ist eine Rundung zur Aufnahme der Buchsen ausgebildet.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Verbindungsstege des Befestigungselementes
mit Löchern 11 versehen, um das Gewicht zur reduzieren (Figur 6).
[0025] In einer weiteren Ausführungsform ist die Breite des Metallbleches im wesentlichen
parallel zu den Längsachsen der ersten Buchsen 3 ausgerichtet. Dies gilt in entsprechender
Weise auch bei der Ausführungsform aus einem gegossenen Metall. So ist auch hier die
Breite des Verbindungselementes vorzugsweise im Wesentlichen parallel zu den Längsachsen
der ersten Buchsen. Auch bei dieser Anordnung liegt lediglich eine Kante des Verbindungselementes
an der Unterseite des Kunststoffflansches an, wodurch eine enorme Stabilität des Systems
erreicht wird.
[0026] In bevorzugter Weise ist das Metallblech 2 umgebördelt oder es weist einen L-förmigen
Querschnitt auf. In weiteren bevorzugten Ausführungsformen sind weitere Elemente 4
mit Befestigungsfunktion angeordnet, und besonders bevorzugt sind an den weiteren
Elementen 4 zweite Buchsen 5 angebracht. Dies gilt in entsprechender Weise auch bei
der Ausführungsform aus einem gegossenen Metall. So ist auch hier das Verbindungselement
vorzugsweise umgebördelt oder weist einen L-förmigen Querschnitt auf.
[0027] Der Kunststoffbehälter stellt vorzugsweise eine Motor- oder Getriebeölwanne dar.
[0028] Gemäß der Erfindung wird weiterhin ein Befestigungselement bereitgestellt zur flüssigkeitsdichten
Befestigung von Kunststoffbehältern für Flüssigkeiten an andere Bauteile, wobei das
Befestigungselement in Form eines Trägers oder Verbindungssteges zur Aufnahme und
Anordnung von mehreren ersten Buchsen vorliegt, wobei das Befestigungselement Buchsenaufnahmeelemente
umfasst, in die Buchsen einführbar sind, wobei das Befestigungselement so angepasst
ist, dass es nach Anbringung am unteren Rand eines Flansches einer Öffnung des Kunststoffbehälters
passgenau und formschlüssig anliegt und wobei Buchsen in Buchsenaufnahmeelemente des
Befestigungselementes und dann in Buchsenaufnahmeelemente des Flansches einführbar
sind.
[0029] Vorzugsweise sind die Buchsenaufnahmeelemente des Befestigungselementes durchgehende
Löcher oder zumindest teilweise Umfassungen.
[0030] Weiterhin ist bevorzugt, dass das Befestigungselement aus Metall, vorzugsweise aus
Stahl gefertigt ist. In einer Alternative ist das Befestigungselement aus einem gegossenen
Metall, bevorzugt Gusseisen, Aluminiumguss oder Magnesiumguss, besonders bevorzugt
Aluminiumdruckguss hergestellt. Auch bei der Ausführungsform aus einem gegossenen
Metall liegt das Befestigungselement bevorzugt einstückig vor. Weiterhin sind die
Verbindungsstege 2 bevorzugt als Metallblech 2a, vorzugsweise als Stahlblech, ausgebildet.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das Metallblech durchgängig, und an den Stellen
des Metallbleches, an denen die Buchsen angebracht wurden, ist eine Rundung zur Aufnahme
der Buchsen ausgebildet. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Verbindungsstege
des Befestigungselementes mit Löchern 11 versehen, um das Gewicht zur reduzieren.
[0031] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Breite des Metallbleches
im Wesentlichen parallel zu den Längsachsen der ersten Buchsenaufnahmeelemente. Dies
gilt in entsprechender Weise auch bei der Ausführungsform aus einem gegossenen Metall.
So ist auch hier die Breite des Verbindungselementes vorzugsweise im Wesentlichen
parallel zu den Längsachsen der ersten Buchsen. Auch bei dieser Anordnung liegt lediglich
eine Kante des Verbindungselementes an der Unterseite des Kunststoffflansches an.
[0032] Vorzugsweise ist das Metallblech umgebördelt oder weist einen L-förmigen Querschnitt
auf. Dies gilt in entsprechender Weise auch bei der Ausführungsform aus einem gegossenen
Metall. So ist auch hier das Verbindungselement vorzugsweise umgebördelt oder weist
einen L-förmigen Querschnitt auf.
[0033] In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform sind weitere Elemente mit
Befestigungsfunktion an dem Befestigungselement angeordnet, wobei vorzugsweise an
die weiteren Elemente zweite Buchsen angeordnet sind.
[0034] Die technische Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Befestigungssystem umfassend
mindestens ein Befestigungselement und separate Buchsen, wobei die Buchsen eine Verdickung
auf der Außenseite aufweisen, wobei die Buchsen in die Buchsenaufnahmeelemente des
Befestigungselementes passengenau und formschlüssig einführbar sind und die Verdickung
der Buchsen ein Durchrutschen der Buchsen durch die Buchsenaufnahmeelemente des Befestigungselementes
verhindern.
[0035] Gemäß dieser Ausführungsform können Befestigungselement und Buchsen getrennt vorliegen
und so aufeinander abgestimmt sein, dass diese gemäß der Erfindung wie ein Befestigungselement
mit daran fest angeordneten Buchsen zur Befestigung von Kunststoffbehältern verwendet
werden kann.
[0036] Aus der vorliegenden Erfindung ergeben sich die Vorteile, dass die Kunststoffbehälter
aufgrund der Verwendung einer geringeren Anzahl von Buchsen und Schrauben erheblich
leichter werden. Zudem ist die geringere Anzahl der Befestigungspunkte kostengünstiger
als die Ausführungen des Standes der Technik, wobei eine größere Anzahl von Verschraubungspunkten
angeordnet werden müssen, und die Buchsen zumindest nicht über zusätzliche Steifigkeitselemente
miteinander in Verbindung stehen.
[0037] Ein weiterer Vorteil aus der geringeren Anzahl der Schraubpunkte ergibt sich durch
die bessere akustische Entkoppelung. Weiterhin ist vorteilhaft, dass durch den separaten
Flansch zur Anbindung der zusätzlichen Aggregate eine bessere akustische Entkoppelung
erfolgt. Es ergeben sich zudem Vorteile daraus, dass bei Änderungen des Kunststoffbehälters
für Flüssigkeiten, beispielsweise der Ölwanne, der entsprechende Flanschbereich unabhängig
ist, d.h. nicht geändert werden muss. Die Montagekosten sind zudem günstiger, da bei
dem erfindungsgemäßen Befestigungselement die Buchsen bereits integriert sind und
das erfindungsgemäße Befestigungselement in einem Arbeitsgang montiert werden kann.
Beispiele
[0038] Der Gegenstand der vorliegenden Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beschreibung
der Figuren beispielhaft dargestellt.
Beschreibung der Figuren
[0039] Figur 1 zeigt das erfindungsgemäße Befestigungselement 1 mit daran fest angebrachten
ersten Buchsen 3.
[0040] Figur 2 zeigt eine Ansicht eines Kunststoffbehälters 6 für Flüssigkeiten mit dem
daran angeordneten Befestigungselement 1.
[0041] Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des Kunststoffbehälters 6 aus Figur 2
mit Blick auf den unteren Rand des Kunststoffflansches 8.
[0042] Figur 4 zeigt das erfindungsgemäße Befestigungselement 1, wobei weitere Elemente
4 zur Befestigung weiterer Bauteile angeordnet sind.
[0043] Figur 5 zeigt das erfindungsgemäße Befestigungselement aus Figur 4 mit Kunststoffbehälter.
[0044] Figur 6 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Befestigungselementes.
[0045] Figur 7 zeigt eine Detailansicht des Befestigungselementes aus Figur 6.
[0046] Figur 1 zeigt das erfindungsgemäße Befestigungselement 1 mit daran fest angebrachten
ersten Buchsen 3. Das Befestigungselement folgt im wesentlichen zumindest einem Teil
der Kontur des offenen Bereiches der Kunststoffölwanne (Fig. 2). An den Knickpunkten
bzw. Abwinkelungen sind zur weiteren Verstärkung des Befestigungselementes Sicken
10 angeordnet. Der Teil der Buchsen 3 der über die (obere) Kante des Verbindungsstegs
2 bzw. des Metallblechs 2a hinausragt wird in die Bohrungen des Kunststoffflansches
8 des Kunststoffbehälters 6, wie in Figur 2 gezeigt, eingeführt.
[0047] Figur 2 zeigt eine Ansicht eines Kunststoffbehälters 6 für Flüssigkeiten (hier eine
Ölwanne für Motoren), wobei entlang der Umrandung oder Kontur der Öffnung 7 bzw. des
offenen Bereiches des Kunststoffbehälters bzw. der Kunststoffölwanne ein Kunststoffflansch
8 ausgebildet ist. Dieser Kunststoffflansch 8 weist Löcher bzw. durchgehende Bohrungen
9 auf, in die die ersten Buchsen 3 des erfindungsgemäßen Befestigungselementes 1 (aus
Figur 1) eingeführt wurden. Der obere Rand der jeweiligen Buchsen 3, die in die Bohrungen
9 des Kunststoffflansches 8 eingeführt wurden, ist in dieser Ansicht zu erkennen.
Das Befestigungselement weist weiterhin Verbindungsstege 2, 2a zwischen diesen Buchsen
3 auf und ist mit einer (nämlich der oberen) Kante des Metallbleches am unteren Rand
des Kunststoffflansches 8 angeordnet. Die (obere) Kante des Metallbleches 2a des Befestigungselementes
1 steht mit dem unteren Rand des Kunststoffflansches in Berührung. Dabei werden die
Anschraubkräfte und Anschraubmomente, die von den Buchsen ausgehen (sobaid der Kunststoffbehälter
am Gegenstück befestigt ist), über die Verbindungsstege zwischen den Buchsen gleichmäßig
über den Kunststoffflansch verteilt.
[0048] Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des Kunststoffbehälters 6 aus Figur 2
mit Blick auf den unteren Rand des Kunststoffflansches 8, wobei das Befestigungselement
1 mit einem Metallblech 2a mit daran angeschweißten Metallbuchsen 3 angebracht ist.
Bei dieser Ansicht ist besonders gut zu erkennen, dass in einer bevorzugten Ausführungsform
des Befestigungselementes das Metallblech durchgängig ist, und an den Stellen des
Metallbleches, an denen die Buchsen angebracht wurden, Rundungen zur Aufnahme der
Buchsen ausgebildet sind.
[0049] Figur 4 zeigt das erfindungsgemäße Befestigungselement 1 mit daran fest angeordneten
ersten Buchsen 3, wobei weitere Elemente 4 zur Befestigung weiterer Bauteile angeordnet
sind. Erkennbar sind auch die zweiten Buchsen 5.
[0050] Figur 5 zeigt das erfindungsgemäße Befestigungselement aus Figur 4, das in entsprechender
Weise an den Kunststoffbehälter 6 angebracht ist.
[0051] Figur 6 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Befestigungselementes
1. Hierbei ist das Befestigungselement aus einem Stück, d.h. aus einem Metallblech
gefertigt. Das Blech wurde gebogen und so zurecht geschnitten, dass die über die Kanten
des Verbindungsstegs des Bleches hinausragenden Abschnitte des Buchsenteils eine im
wesentlichen vollständige Rundung bilden. Der andere Abschnitt des Buchsenteils weist
im wesentlichen nur etwa eine halbe Rundung auf. In der Figur 6 sind zudem Sicken
10 und die Löcher 11 in den Verbindungsstegen zur Gewichtsreduktion eingezeichnet.
[0052] Figur 7 zeigt eine Detailansicht des Befestigungselementes aus Figur 6, aus der die
Ausbildung der Buchsen aus dem Blech zu erkennen ist.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Befestigungselement
- 2
- Verbindungssteg, Metallblech
- 3
- erste Buchsen
- 4
- weitere Elemente mit Befestigungsfunktion
- 5
- zweite Buchsen
- 6
- Kunststoffbehälter für Flüssigkeiten
- 7
- Öffnung
- 8
- Flansch, Kunststoffflansch
- 9
- durchgehende Aussparungen im Kunststoffflansch
- 10
- Sicke
- 11
- Löcher
- 12
- Dichtung
1. Ein Befestigungselement (1) für Kunststoffbehälter (6) umfassend mehrere durch Verbindungsstege
(2) miteinander verbundene erste Buchsen (3).
2. Das Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchsen (3) aus dem gleichen Material wie die die Buchsen verbindenden Verbindungsstege
(2) sind.
3. Das Befestigungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchsen (3) und die Verbindungsstege (2) aus Metall, vorzugsweise aus Stahl,
oder aus einem gegossenen Metall, bevorzugt Gusseisen, Aluminiumguss oder Magnesiumguss,
gefertigt sind.
4. Das Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass erste Buchsen (3) und Verbindungsstege (2) aus Metall, vorzugsweise Stahl, gefertigt
sind, und das Befestigungselement einstückig ausgebildet ist, oder erste Buchsen (3)
und Verbindungsstege (2) durch Verschweißung miteinander verbunden sind.
5. Das Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstege (2) als Metallblech (2a) ausgebildet sind.
6. Das Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstege Löcher 11 aufweisen.
7. Das Befestigungselement nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Metallbleches im wesentlichen parallel zu den Längsachsen der ersten
Buchsen (3) ist.
8. Das Befestigungselement nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallblech (2) umgebördelt ist oder einen L-förmigen Querschnitt aufweist.
9. Das Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Elemente (4) mit Befestigungsfunktion angeordnet sind, wobei vorzugsweise
an den weiteren Elementen (4) zweite Buchsen (5) angeordnet sind.
10. Ein Kunststoffbehälter (6) für Flüssigkeiten, mit einer Öffnung (7), wobei zumindest
entlang eines Teils der Umrandung der Öffnung (7) ein Flansch (8) ausgebildet ist,
wobei der Flansch (8) durch die Stärke des Flansches durchgehende Aussparungen (9)
aufweist zur Aufnahme der ersten Buchsen (3) des Befestigungselementes (1) nach einem
der Ansprüche 1 bis 9, wobei nach Anbringung des Befestigungselementes (1) an den
Kunststoffbehälter (6), der Verbindungssteg (2) oder das Metallblech (2a) des Befestigungselementes
(1) am unteren Rand des Flansches (8) passgenau und formschlüssig anliegt.
11. Der Kunststoffbehälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass dieser eine Motorölwanne oder Getriebeölwanne darstellt.
12. Befestigungssystem zur flüssigkeitsdichten Anflanschung oder Anbringung von Kunststoffbehältern
(6) für Flüssigkeiten, umfassend ein Befestigungselement mit mehreren durch Verbindungsstege
(2) miteinander verbundenen ersten Buchsen (3) und einen Flansch (8).
13. Befestigungssystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (8) zumindest entlang eines Teils der Umrandung einer Öffnung (7) des
Kunststoffbehälters (6) angeordnet ist.
14. Befestigungssystem nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (8) durch die Stärke des Flansches durchgehende Aussparungen (9) aufweist
zur Aufnahme der ersten Buchsen (3) des Befestigungselementes (1).
15. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass nach Anbringung des Befestigungselementes (1) an den Kunststoffbehälter (6), der
Verbindungssteg (2) des Befestigungselementes (1) am unteren Rand des Flansches (8),
passgenau und formschlüssig anliegt.
16. Das Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchsen (3) aus dem gleichen Material wie die die Buchsen verbindenden Verbindungsstege
(2) sind.
17. Das Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchsen (3) und die Verbindungsstege (2) aus Metall, vorzugsweise aus Stahl,
oder aus einem gegossenen Metall, bevorzugt Gusseisen, Aluminiumguss oder Magnesiumguss,
gefertigt sind.
18. Das Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass erste Buchsen (3) und Verbindungsstege (2) aus Metall, vorzugsweise Stahl, gefertigt
sind, und das Befestigungselement einstückig ausgebildet ist, oder erste Buchsen (3)
und Verbindungsstege (2) durch Verschweißung miteinander verbunden sind.
19. Das Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstege (2) als Metallblech (2a), vorzugsweise als Stahlblech ausgebildet
sind.
20. Das Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstege Löcher 11 aufweisen.
21. Das Befestigungssystem nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Metallbleches im wesentlichen parallel zu den Längsachsen der ersten
Buchsen (3) ist.
22. Das Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallblech (2) umgebördelt ist oder einen L-förmigen Querschnitt aufweist.
23. Das Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 12 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Elemente (4) mit Befestigungsfunktion angeordnet sind, wobei vorzugsweise
an den weiteren Elementen (4) zweite Buchsen (5) angeordnet sind.
24. Befestigungssystem nach einem der Ansprüche 12 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffbehälter eine Motor- oder Getriebeölwanne darstellt.
25. Ein Befestigungselement zur flüssigkeitsdichten Befestigung von Kunststoffbehältern
für Flüssigkeiten an andere Bauteile, wobei das Befestigungselement in Form eines
Trägers oder Verbindungssteges zur Aufnahme und Anordnung von mehreren ersten Buchsen
vorliegt, wobei das Befestigungselement Buchsenaufnahmeelemente umfasst, in die Buchsen
einführbar sind, wobei das Befestigungselement so angepasst ist, dass es nach Anbringung
am unteren Rand eines Flansches einer Öffnung des Kunststoffbehälters passgenau und
formschlüssig anliegt und wobei Buchsen in Buchsenaufnahmeelemente des Befestigungselementes
und dann in Buchsenaufnahmeelemente des Flansches einführbar sind.
26. Das Befestigungselement nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Buchsenaufnahmeelemente des Befestigungselementes durchgehende Löcher oder zumindest
teilweise Umfassungen sind.
27. Das Befestigungselement nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass es aus Metall, vorzugsweise aus Stahl, oder aus einem gegossenen Metall, bevorzugt
Gusseisen, Aluminiumguss oder Magnesiumguss, gefertigt sind.
28. Das Befestigungselement nach einem der Ansprüche 25 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass es als Metallblech, vorzugsweise als Stahlblech ausgebildet ist.
29. Das Befestigungselement nach einem der Ansprüche 25 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsstege Löcher 11 aufweisen.
30. Das Befestigungselement nach Anspruch 28 oder 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Metallbleches im wesentlichen parallel zu den Längsachsen der ersten
Buchsenaufnahmeelemente ist.
31. Das Befestigungselement nach einem der Ansprüche 28 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass das Metallblech umgebördelt ist oder einen L-förmigen Querschnitt aufweist.
32. Das Befestigungselement nach einem der Ansprüche 25 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Elemente mit Befestigungsfunktion angeordnet sind, wobei vorzugsweise an
die weiteren Elemente zweite Buchsen angeordnet sind.
33. Ein Befestigungssystem umfassend mindestens ein Befestigungselement nach den Ansprüchen
25 bis 32 und Buchsen mit einer Verdickung auf der Außenseite, wobei die Buchsen in
die Buchsenaufnahmeelemente des Befestigungselementes passgenau und formschlüssig
einführbar sind und die Verdickung der Buchsen ein Durchrutschen der Buchsen durch
die Buchsenaufnahmeelemente des Befestigungselementes verhindern.