[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Separierung von Fäden aus einer Fadenschicht,
die zwischen zwei Einspannstellen eingespannt ist.
[0002] Abteilen bzw. Separieren von Fäden ist ein Arbeitsschritt, der im Zusammenhang mit
der Produktion von Textilwaren häufig vorgenommen werden muss. Beispiele hierfür sind
das Einziehen von Kettfäden einer Kettfadenschicht in Geschirrelemente einer Webmaschine
(siehe
DE 28 47 520 A) oder das Einlesen eines Fadenkreuzes. Eine weitere Anwendung ergibt sich beim Anknüpfen
von Kettfäden einer alten, bereits mit Schussfäden versehenen Kettfadenschicht an
eine neue Kettfadenschicht. Auch hier sind Kettfäden in einen Rahmen eingespannt und
müssen vor dem Verknoten durch die Knüpfmaschine von der Schicht abgetrennt werden
[0003] In all diesen Fällen liegen die Fäden in einem Rahmen aufgespannt vor, in dem sie
zusammen eine Fadenschicht bilden. Dabei liegen die einzelnen Fäden üblicherweise
sehr nahe beieinander, was das Separieren der Fäden erschwert. Unter Separieren kann
hierbei eine Massnahme verstanden werden, durch die ein einzelner Faden der Schicht
unabhängig von der Fadenschicht für nachfolgende Schritte handhabbar wird. Um beim
eigentlichen Einziehen von vereinzelten Kettfäden auf Webgeschirrelemente Fehleinzüge
aufgrund von Fehlseparierungen sicher zu vermeiden, ist deshalb insbesondere im Zusammenhang
mit dem Einziehen von Filamentgarnen auf Webgeschirrelemente ein sog. Fadenkreuz als
Separierhilfe für die einzelnen Fäden bzw. Garne erforderlich. Fadenkreuze sind auch
zu dem Zweck vorbekannt, bei einer aus bunten Fäden bzw. Garne bestehenden Fadenschicht
die Fadenordnung zu gewährleisten.
[0004] Jedoch muss auch das Fadenkreuz vorgängig in die Fadenschicht eingelesen werden.
Hierbei werden zwei, zu den Kettfäden quer liegende Schnüre zwischen die Kettfäden
eingezogen oder eingewoben. Im Bereich zwischen jeweils zwei Kettfäden kreuzen sich
die Schnüre. Durch Hin- und Herbewegen der Kreuzschnüre kann somit der jeweils vorderste
Faden von den übrigen abgetrennt und anschliessend mit einem Separiermittel separiert
werden.
[0005] Beim Separieren aus einer Schicht ohne Fadenkreuz kann hierbei problematisch werden,
dass Fäden der zwischen den beiden Einspannstellen gespannten Fadenschicht über Kreuz
liegen. Dies kann zur Folge haben, dass nicht der in Bezug auf die Einspannstellen
eigentlich vorderste Faden der Schicht an der Separierstelle dem Separiermittel für
den nächsten Separiervorgang gegenüberliegt. An dieser Stelle liegt dann vielmehr
ein bezüglich den Einspannstellen eigentlich hinterer Faden zuvorderst. Wird dann
dieser nachfolgende Faden vom Separiermittel zuerst erfasst und weggeführt, so kann
dies zu Umschlingungen des tatsächlich vordersten Fadens mit dem augenblicklich separierten
Faden führen. Derartige Umschlingungen belasten die Fäden mechanisch besonders stark
und führen oftmals zu Fadenbrüchen bei einem Folgeprozess. Sie sollten deshalb alleine
schon aus diesem Grund unbedingt vermieden werden.
[0006] Derartige Separierfehler sollten aber auch insbesondere dann vermieden werden, wenn
durch eine Fehlseparierung eine Fadenreihenfolge entsteht, die nicht dem Kettfadenrapport
entspricht. Unter "Kettfadenrapport" ist eine vorgegebene Reihenfolge von Fadentypen,
beispielsweise der Farbe oder dem Durchmesser von unterschiedlichen Fäden zu verstehen.
Abweichungen vom Kettfadenrapport durch Separierfehler können nachfolgend beim Webprozess
zu sichtbaren Webfehlern führen.
[0007] Derartige Separierfehler und die Folgen daraus werden in vorbekannten Einrichtungen
der eingangs beschriebenen Art entweder hingenommen oder aber durch einen manuellen
Eingriff vermieden.
[0008] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zu schaffen, zumindest
bestimmte der beschriebenen Separierfehler durch maschinellen Eingriff vermeiden zu
können.
[0009] Die Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäss
durch eine Speichervorrichtung zur Zwischenablage von zumindest einem Faden, der aus
einer in Spannmittel angeordneten gespannten Fadenschicht separierbar ist, gelöst
(siehe Anspruch 1), bei der die Speichervorrichtung mit zumindest einem Speichermittel
versehen ist, das zumindest eine ausserhalb der Ebene der Fadenschicht angeordnete
Aufnahme aufweist, wobei die Aufnahme zur Anordnung von einem oder mehreren der unter
Spannung stehenden Fäden vorgesehen und ausgebildet ist, und die Speichervorrichtung
ferner mindestens ein Übergabemittel aufweist, mit dem der jeweilige Faden an das
Speichermittel übergebbar ist. Die Aufgabe wird zudem durch das Verfahren gemäss Anspruch
16 gelöst. Die Erfindung eignet sich grundsätzlich für jede Vorrichtung, bei der Fäden
in einer bestimmten Reihenfolge zu separieren sind, wie beispielsweise Kreuzeinlese-
oder Kettfadeneinziehvorrichtungen.
[0010] Besondere Vorteile ergeben sich durch eine Ausbildung gemäss Patentanspruch 2. Es
kann demnach zweckmässig sein, einen separierten, jedoch nicht zur Separierung anstehenden
Faden vorläufig aus dem eigentlichen Handhabungs- bzw. Bearbeitungsprozess zu entnehmen,
zwischenzuspeichern und vorzugsweise gemäss einer vorgegebenen Reihenfolge von Fäden
wieder in den Bearbeitungsprozess einzufügen. Die Entscheidung, ob ein Faden aus dem
Bearbeitungsprozess, beispielsweise dem Einlesen eines Fadenkreuzes, in den Zwischenspeicher
überführt wird, kann grundsätzlich auch manuell erfolgen. Bevorzugt ist jedoch diese
Entscheidung maschinell treffen zu lassen. Hierzu kann eine Detektionseinrichtung
vorgesehen sein, die Ist-Daten der Fadenschicht erfasst. Hierdurch ist der Fadenrapport,
der beispielsweise in Form von elektronischen Daten in einer Maschinensteuerung abgespeichert
ist, mit den von der Detektionseinrichtung ermittelten Ist-Daten der Fadenschicht
von der Maschinensteuerung vergleichbar. Stellt die Steuerung zwischen den Ist- und
den Soll-Daten in Bezug auf die verglichenen Kriterien Abweichungen fest, beispielsweise
in Bezug auf die Farbreihenfolge der Fäden, so veranlasst die Maschinensteuerung eine
Übergabe des Fadens an den Zwischenspeicher.
[0011] Es hat sich als vorteilhaft gezeigt, wenn der Zwischenspeicher nicht in, sondern
neben der von der Fadenschicht gebildeten Ebene angeordnet werden kann. Dies ermöglicht
dem Separierungsmittel einen freien seitlichen Zugang zum Beginn der Fadenschicht
und damit zum jeweils vordersten Faden. Zudem können die Fäden im Speicher abgelegt
werden, ohne dass die Fäden übermässig mechanisch beansprucht werden müssen.
[0012] Im Zusammenhang mit der Erfindung ist ein konstruktiver Aufbau der Speichervorrichtung
bevorzugt, der ermöglicht einen Faden entlang einer Transportstrecke an das Speichermittel
zu übergeben und von diesem aufzunehmen, und den gleichen Faden im wesentlichen entlang
der gleichen Transportstrecke wieder abzugeben. Dies gestattet auf besonders einfache
Weise zeitlich nach der Separierung dieses Fadens einen oder mehrere weitere Fäden
aus der Fadenschicht zu separieren und unabhängig von dem Speichermittel zu handhaben.
Der in der Speichervorrichtung zwischengespeicherte Faden stört diese Handhabungsvorgänge
nicht. Er kann bei Vorliegen vorbestimmter Kriterien wieder aus dem Speichermittel
entnommen werden.
[0013] Die Fäden werden vorzugsweise im wesentlichen entlang der gleichen Transportstrecke
aus dem Speichermittel entnommen, entlang der sie zuvor zum Speichermittel gelangt
sind. Werden die Fäden nach ihrer Aufnahme innerhalb des Speichermittels bewegt, können
sie in zweckmässiger Weise entlang des gleichen Weges auch wieder zu einer Position
gelangen, in der sie vom Speichermittel abgegeben werden. Dies kann den konstruktiven
Aufwand im Zusammenhang mit der Speichervorrichtung verringern, da Übergabemittel,
mit denen die Fäden an das Speichermittel übergeben werden, auch zur Rückführung der
Fäden genutzt werden können.
[0014] In den Fällen, in denen Umschlingungen von Fäden entstehen können, diese jedoch zu
vermeiden sind, kann es von Vorteil sein, wenn die erfindungsgemässe Speichervorrichtung
zumindest zwei Speichermittel aufweist. Von den beiden Speichermitteln sollte zweckmässigerweise
jeweils ein Speichermittel auf jeder Seite der Fadenschicht angeordnet werden. Dies
ermöglicht einen mit einem anderen Faden über Kreuz liegenden separierten Faden auf
der Seite der Fadenschicht zwischenzuspeichern, auf welcher der momentan zur Handhabung
anstehende Faden den anderen Faden kreuzt. Der erfasste bzw. in Bezug auf das Separierungsmittel
nächstliegende, jedoch noch nicht dem Bearbeitungsprozess zuzuführende, Faden kann
somit auf seiner "Kreuzungsseite" der Fadenschicht verbleiben. Da auf jeder Seite
der Fadenschicht jeweils ein Speichermittel vorgesehen ist, muss dieser Faden nicht
um den anderen Faden herumgeführt werden. Es kann somit eine Umschlingung von Fäden
vermieden werden. Der Faden muss für den Speichervorgang lediglich auf seiner Kreuzungsseite
soweit von der Fadenschicht entfernt werden, dass er den Separierungsschritt für den
nachfolgenden Faden nicht stört.
[0015] Eine konstruktiv günstige Ausführungsform eines Speichermittels kann eine um ihre
Längsachse drehbare Spindel vorsehen. Die Spindel sollte auf ihrer Mantelfläche mit
Aufnahmen für ein oder mehrere Fäden versehen sein. Es hat sich als zweckmässig erwiesen,
wenn die Aufnahmen durch ein auf der Mantelfläche angeordnetes Gewinde gebildet werden.
[0016] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sollte ein Detektionsmittel, vorzugsweise
ein optisches Detektionsmittel, zur Ermittlung von bestimmten Eigenschaften der Fäden
vorhanden sein. Das optische Detektionsmittel kann beispielsweise als eine Farbkamera
ausgebildet sein, die mit einem Beleuchtungsmittel versehen ist. Selbstverständlich
sind auch andere Formen der Erkennung von Fadeneigenschaften möglich. So können beispielsweise
metallisierte Fäden durch induktive Sensoren detektiert werden.
[0017] Die Farbkamera erfasst zumindest den Bereich, in dem der jeweils nächste Faden separiert
werden soll. Von der optischen Information, welche die Kamera bereitstellt, wird im
Zusammenhang mit einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zumindest
eine Farbinformation benötigt. Diese Information wird in der Steuerung mit Daten des
Kettfadenrapports verglichen. Die Daten zum Kettfadenrapport sollten zumindest Informationen
über die Soll-Reihenfolge der Fäden durch Angabe ihrer Farben oder anderer Eigenschaften
enthalten.
[0018] In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung können in der Steuerung auch Informationen
über die Lage einer Ausgangsschicht enthalten sein, in welcher der Faden beim Assemblieren
der Teilschichten zur erfindungsgemäss zu separierenden (Gesamt-)Schicht angeordnet
war. Insbesondere mehrfarbige Schichten werden üblicherweise dadurch erzeugt, dass
mehrere einfarbige Ausgangsschichten zusammengefügt (assembliert) werden. Derartig
erstellte Fadenschichten werden auch als mehrschichtige Kettfadenschichten bezeichnet,
obwohl sich die Gesamtschicht üblicherweise in nur noch einer einzigen Ebene befindet.
Diese in elektronischer Form in Speichermittel der Maschinensteuerung abgelegten Informationen
über zumindest die relativen Lagen der Ausgangsschichten (Schichtstapelfolge) können
insbesondere dann vorteilhaft benutzt werden, wenn mehr als ein Speichermittel vorhanden
ist. Hierauf wird nachfolgend noch näher eingegangen.
[0019] Mit der Erfindung ist es nun auch auf relativ einfache Weise möglich, in eine mehrschichtige
Kette ein Fadenkreuz einzulesen. Unter einer Teilschicht einer mehrschichtigen Kette
kann eine bestimmte Anzahl an Fäden der Schicht verstanden werden, die aufgrund ihrer
Eigenschaften zusammengefasst sind, beispielsweise weil sie die gleiche Farbe aufweisen.
Eine Teilschicht kann somit einer Ausgangsschicht vor der Assemblierung entsprechen,
dies muss jedoch nicht zwingend der Fall sein. Die Summe aller Teilschichten kann
dann die mehrschichtige Kette bilden.
[0020] Zur Separierung von Fäden aus einer solchen mehrschichtigen Kette wurde bisher üblicherweise
die Kette zwischen zwei Klemmschienen eingespannt. Zwischen den Klemmschienen wurde
für jede (Teil-)Schicht ein Trennstab eingeführt. Mittels Trennstäben war es möglich,
eine Höhendifferenz zwischen den einzelnen Teilschichten der Kette zu erzeugen. Hiermit
konnten beim Übergang von einer Teilschicht zur nächsten Fehlseparierungen vermieden
werden, die Fehler im Kettrapport zur Folge haben. Hieran kann jedoch als nachteilig
empfunden werden, dass für jede Höhe bzw. Teilschicht eine eigene Separierstelle geschaffen
werden muss.
[0021] Mit der vorliegenden Erfindung kann auf solche Trennstäbe und den damit verbundenen
Aufwand beim Einfügen dieser in die Kette verzichtet werden. Aufgrund der Erfindung
ist es nicht mehr erforderlich, eine Kette mehrschichtig aufzuspannen, um hierdurch
eine sichere und korrekte Separierung der einzelnen Fäden zu erhalten. Auch derartige
Kettfadenschichten werden, ohne dass weitere Hilfsmittel zwingend erforderlich sind,
vorzugsweise lediglich zwischen zwei Klemmstellen eingespannt. Mittels einem Separierungsmittel
kann dann ein Faden nach dem anderen separiert werden. Werden bei den Schichtübergängen,
d.h. beim Übergang von einem Faden einer ersten Eigenschaft (beispielsweise der Farbe)
zu einem Faden einer anderen Eigenschaft Abweichungen zum Kettfadenrapport festgestellt,
so kann der gerade separierte Faden in den Speicher überführt werden. Der Faden wird
wieder aus dem Speicher entnommen, sobald nach der Separierung von zumindest einem
weiteren Faden festgestellt worden ist, dass der im Speicher befindliche Faden laut
Kettfadenrapport nun zu separieren ist.
[0022] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen
Ansprüchen.
[0023] Die Erfindung wird anhand den in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- ein Teil einer Fadenschicht;
- Fig. 2a, 2b
- eine teilweise dargestellte erfindungsgemässe Kreuzeinlesemaschine in zwei Darstellungen;
- Fig. 3
- ein Separiermittel zusammen mit einem Detektionsmittel einer erfindungsgemässen Kreuzeinlesemaschine;
- Fig. 4
- eine Teil-Frontansicht einer erfindungsgemässen Kreuzeinlesemaschine;
- Fig. 5 - 12
- eine Sequenz von Verfahrensschritten zur Zwischenspeicherung und Entnahme eines Fadens
gemäss der Darstellung von Fig. 4;
- Fig. 13a
- ein Ist-Zustand eines Teils einer Fadenschicht;
- Fig. 13b
- ein Soll-Zustand des in Fig. 13a gezeigten Teils der Fadenschicht;
- Fig. 13c
- eine Schichtstapelfolge der Schicht aus Fig. 13a und Fig. 13b;
- Fig. 14a - 14c
- ein weiteres Ausführungsbeispiel in Darstellungen gemäss Fig. 13a-13c.
[0024] In Fig. 1 ist eine Kettfadenschicht 1 ausschnittsweise gezeigt, deren einzelne Fäden
2, 3, 4 über einen Längenabschnitt jedes Fadens zwischen jeweils zwei Klemmleisten
5, 6 eingespannt sind. Die im wesentlichen parallel zueinander verlaufenden Fäden
2, 3, 4 stehen zwischen den lediglich zwei Einspannstellen unter einer geringen Zugspannung
und bilden die im wesentlichen ebene Fadenschicht 1.
[0025] In der Fadenschicht 1 von Fig. 1 sind Fäden 2, 3, 4 unterschiedlicher Farbe vorgesehen,
wobei stets eine vorbestimmte Anzahl gleichfarbiger Fäden 2, gleichfarbiger Fäden
3 und gleichfarbiger Fäden 4 nebeneinander liegen. Im Ausführungsbeispiel bilden somit
Fäden gleicher Farbe jeweils eine Teilschicht. In Fig. 1 sind unterschiedliche Farben
durch unterschiedliche Strichstärken symbolisiert. Um Fäden mit unterschiedlichen
Eigenschaften voneinander trennen zu können, sind zwischen den beiden Einspannstellen
in die Fadenschicht 1 zwei sogenannte Schichttrennschnüre 7, 8 eingefügt. Die Schichttrennschnüre
7, 8 verlaufen zudem im wesentlichen quer zu den Fäden 2-4 der Fadenschicht und damit
näherungsweise parallel zu den Klemmleisten 5, 6. Derartige Schichttrennschnüre 7,
8 sind seit langem bekannt und werden bei der üblicherweise manuellen Erstellung (Assemblierung)
einer Fadenschicht 1 mit Fäden unterschiedlicher Eigenschaften (beispielsweise Farbe,
Material, Durchmesser etc.) bereits eingefügt.
[0026] Im Ausführungsbeispiel wechselt einer der beiden Schichttrennschnüre 7, 8 an den
Stellen die Seite der Fadenschicht 1, an denen in der Fadenschicht 1 jeweils ein Farbwechsel
stattfindet. An diesen Stellen liegen somit Fäden unterschiedlicher Farbe nebeneinander.
Durch Verschieben der Schichttrennschnüre ist es somit möglich, die Teilschichten
voneinander zu trennen. Derartige Schichttrennschnüre 7, 8 und ihre Funktion sind
vorbekannt.
[0027] In die Fadenschicht 1 soll nun zusätzlich noch ein an sich seit langem vorbekanntes
sogenanntes Fadenkreuz eingelesen werden. Das in Fig. 2 gezeigte Fadenkreuz besteht
üblicherweise aus zwei Fäden 9, 10, die ebenso wie die Schichttrennschnüre 7, 8 von
Fig. 1 im wesentlichen quer zur Längserstreckung der Fäden 2-4 der Fadenschicht verlaufen.
Anders als die in Fig. 2 nicht gezeigten Schichttrennschnüre 7, 8 wechseln die Fadenkreuzfäden
9, 10 hinter jedem Faden die Seite der Fadenschicht. Somit kreuzen sich die Fadenkreuzfäden
9, 10 hinter jedem der Fäden 2-4 und trennen damit die einzelnen Fäden 2-4 voneinander
ab. Mit Hilfe eines Fadenkreuzes kann deshalb eine Separierung einzelner Fäden beschleunigt
durchgeführt werden. Eine schnelle Separierung von einzelnen Fäden 2-4 ist beispielsweise
bei einem nachfolgenden Einziehen von Webgeschirrelementen auf die Fäden der Fadenschicht
mittels einer Kettfaden-Einziehmaschine erforderlich.
[0028] Die in Fig. 2 gezeigte Kreuzeinlesevorrichtung 12 ist dazu vorgesehen, ein solches
Fadenkreuz in eine Fadenschicht einzulesen. So ist In Fig. 2 auf der linken Seite
der Darstellung ein in den abgearbeiteten Teil 11 der Fadenschicht eingezogenes derartiges
Fadenkreuz mit Fadenkreuzfäden 9, 10 zu erkennen. Die Kreuzeinlesevorrichtung 12 weist
dazu ein lediglich in Fig. 3 gezeigtes Separiermittel 13 auf, das vorzugsweise als
eine Saugdüse ausgebildet sein kann. Die Saugdüse weist einen sich verjüngenden Spalt
auf, dessen Längserstreckung parallel zur Ausrichtung der Fäden 2-4 verläuft. Der
Spalt 15 mündet in eine Unterdruckleitung 16, die an einem nicht dargestellten Unterdruckmittel,
beispielsweise einer Pumpe, angeschlossen ist. Hiermit kann im Spalt 15 ein Unterdruck
erzeugt werden, mittels dem einzelne Fäden 2-4 im Spalt 15 gehalten werden können.
Der Unterdruck sollte so gross sein, dass ein weiterhin zwischen den beiden Einspannstellen
eingespannter und vom Saugmittel angesaugter Faden 2 mit der Saugdüse 14 von der Fadenschicht
1 bewegt werden kann.
[0029] Die Saugdüse ist an einem nicht gezeigten Transportschlitten befestigt, durch den
die Saugdüse 14 innerhalb der Ebene der Fadenschicht 1 und im wesentlichen quer zur
Längserstreckung der Fäden 2-4 verfahrbar ist. Hiermit kann die Saugdüse 14 vor den
jeweils vordersten Faden 2-4 positioniert werden. Die Saugdüse kann zusätzlich noch
relativ zum Transportschlitten in der Fadenschichtebene verfahrbar sein, um einen
Faden zu erfassen und durch eine Bewegung von der Fadenschicht weg, den Faden zu separieren,
wie dies in Fig. 3 gezeigt ist.
[0030] Ebenfalls am Transportschlitten ist ein als Farbkamera 17 und Lichtquelle 18 ausgebildetes
Detektionsmittel angeordnet, mit dem Eigenschaften der Fäden feststellbar sind, insbesondere
jener Fäden, die von der Saugdüse erfasst und mit dieser von der Fadenschicht weggeführt
sind. Eine solche Vorrichtung ist in der Schweizer Patentanmeldung
CH 2001 0754/01 der gleichen Anmelderin offenbart.
[0031] Das Auflösungsvermögen der Farbkamera 17 sollte hierbei so gewählt sein, dass einzelne
Fäden, insbesondere die Farben und Konturen der einzelnen Fäden 2-4, erkannt werden
können. Das von der Kamera 17 erzeugte Bild wird über eine Datenleitung 19 zur Auswertung
an eine elektronische Steuerung 20 der Kreuzeinlesevorrichtung weitergeleitet. In
der Steuerung ist eine Farberkennungssoftware vorhanden, mit der aufgrund den von
der Kamera 17 gelieferten Daten die Farbe von einzelnen Fäden 2-4 bestimmt werden
kann. Hierzu geeignete Programme sind grundsätzlich vorbekannt. Sie basieren oftmals
auf der Methode der sogenannten Farbraumtransformation, bei der die Anteile der Primärfarben
(Rot, Grün, Blau) für bestimmte Bildbereiche durch Vergleich mit Referenzfarben bestimmt
werden. Komplette Systeme aus Kamera bzw. Farbsensor und Auswertesoftware können beispielsweise
von den Unternehmen Optronik GmbH, Berlin, Bundesrepublik Deutschland, oder auch von
Ziehmann & Urban GmbH, Erding, Bundesrepublik Deutschland, bezogen werden.
[0032] In der Steuerung 20 kann ein Kettfadenrapport abgelegt sein. Im Zusammenhang mit
dem gezeigten Ausführungsbeispiel können unter dem Begriff "Kettfadenrapport" Daten
bzw. Informationen über die Farben der einzelnen Fäden 2-4 und deren Soll-Reihenfolge
verstanden werden. Ebenso könnten auch Informationen über die Stellen in der Fadenschicht
verstanden werden, an denen jeweils ein Wechsel von einem Faden von einer ersten zu
einem Faden einer zweiten Farbe stattfindet. Diese Informationen können auch in anderer
Form abgelegt sein, beispielsweise durch Angabe der jeweiligen Anzahl aufeinanderfolgender
Fäden mit gleichen Eigenschaften. Des weiteren könnten zusätzlich - oder anstelle
von Farbinformationen - auch Informationen über die Fadendicke und die Reihenfolge
der Fäden mit bestimmten Fadendicken in der Fadenschicht als Kettfadenrapport abgelegt
sein. Sollen die Soll-Fadendicken mit den Ist-Fadendicken verglichen werden, so weist
die Steuereinrichtung eine hierzu geeignete Bilderkennungs-Software auf.
[0033] Die Kreuzeinlesevorrichtung ist gemäss Fig. 2a, 2b und Fig. 4 mit einer Speichervorrichtung
21 versehen, mit der Fäden aus der Fadenschichtebene in einen Zwischenspeicher überführt
und dort zwischenspeicherbar sind. Hierzu ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
auf jeder Seite der Fadenschicht 1 ein Speichermittel in Form einer zur Fadenschicht
1 schräg gestellten Spindel 22, 23 vorgesehen. Gegenüber jedem Spindelende 22a, 23a
ist eine schräge Gleitfläche 26, 27 vorgesehen, die in Abarbeitungsrichtung (Pfeil
28) zur Fadenschichtebene hin geneigt ist. Unter Abarbeitungsrichtung ist die Richtung
zu verstehen, in der die Kreuzeinlesemaschine die Fadenschicht abarbeitet. Zudem sind
auf jeder Seite der Fadenschichtebene als Übergabemittel zwei näherungsweise U-förmige
Schwenkhebel 29, 30 angeordnet. Die beiden Schwenkhebel 29 bzw. 30, die sich jeweils
auf der gleichen Seite der Fadenschicht befinden, sind miteinander synchronisiert,
wodurch sie eine Schwenkbewegung stets gemeinsam ausführen. Schliesslich ist auf jeder
Seite der Fadenschicht 1, parallel und mit geringem Abstand zu dieser, ein stabförmiger
Fänger 31, 32 angeordnet.
[0034] Die Spindeln 22, 23 und die Schwenkhebel 29, 30 sind ebenso wie die Saugdüse 14 aus
Fig. 3, die Fänger 31, 32 und die Gleitflächen 26, 27 an dem nicht dargestellten Transportschlitten
angebracht. Zusammen mit dem Transportschlitten sind diese Bauteile parallel zur Ebene
der Fadenschicht 1 in Abarbeitungsrichtung 28 vor und zurück verfahrbar. Zudem sind
die beiden Schwenkhebel in Bezug auf eine zur Zeichenebene von Fig. 4 senkrecht verlaufende
Richtung geringfügig gegeneinander versetzt, wodurch die Schwenkhebel 29, 30 in Positionen
schwenkbar sind, in denen sie sich teilweise überdecken.
[0035] Da insbesondere die Spindeln 22, 23 und die Schwenkhebel 29, 30 auf den beiden Seiten
der Fadenschicht 2 spiegelsymmetrisch zur Ebene der Fadenschicht 1 ausgebildet sind,
wird nachfolgend jeweils nur die konstruktive Ausgestaltung von einer der Spindeln
22, 23 und eines Schwenkhebels 29, 30 beschrieben.
[0036] Die Spindel 22 ist mit ihrer Längsachse 22b (Fig. 4) gegenüber der Fadenschicht 1
um einen Winkel α schräg gestellt und zwar so, dass das freie Ende 22a der Spindel
22 der Fadenschicht 1 am nächsten ist. Das freie Ende 22a zeigt zudem in die Abarbeitungsrichtung
(Pfeil 28) der Fadenschicht. Ausgehend von ihrem freien Ende 22a ist die Spindel 22
entlang eines Abschnittes mit einem Aussengewinde 33 versehen, das sich mehrmals entlang
des gesamten Umfangs um die Spindel 22 windet. Jeder der hierdurch ausgebildeten Gewindegänge
stellt eine Aufnahme für einen der Fäden 2-4 dar, wie nachfolgend noch näher beschrieben
wird.
[0037] Mit ihrem anderen Ende ist die Spindel 22 mit einem nicht dargestellten Antriebsmittel
verbunden. Hierdurch kann die Spindel mit stufenlos einstellbaren Drehgeschwindigkeiten
und in beiden Drehsinnen um ihre Längsachse 22b rotieren. Die beiden Spindeln 22,
23 sind zudem miteinander synchronisiert, so dass sie gemeinsam mit gleicher Geschwindigkeit
antreibbar sind. Zudem weist die eine Spindel bei einer bestimmten Drehrichtung der
anderen Spindel stets die gleiche Drehrichtung auf.
[0038] Der Schwenkhebel 29 des Übergabemittels weist einen Verbindungsschenkel 34 auf, der
einen Fängerschenkel 35 mit einem Übergabeschenkel 36 verbindet. Sowohl der Fängerschenkel
35 als auch der Übergabeschenkel 36 haben jeweils ein freies Ende, das zur Handhabung
von Fäden genutzt und hierfür entsprechend gestaltet ist. Der Schwenkhebel ist im
Bereich seines Verbindungsschenkels 34 um eine Schwenkachse 37 schwenkbar angelenkt.
Die entsprechende Schwenkbewegung ist durch einen nicht näher dargestellten motorischen
Antrieb erzeugbar. Die Schwenkachse 37 des Schwenkhebels 29 verläuft hierbei senkrecht
zur Zeichenebene von Fig. 4 und damit im wesentlichen parallel zu den Fäden der Schicht.
Die Schwenkachse 37 befindet sich zudem an der Stelle, an welcher der Verbindungsschenkel
und der Übergabeschenkel aufeinandertreffen. In der in Fig. 4 gezeigten neutralen
Endlage des Schwenkhebels 29 befindet sich der Übergabeschenkel in Bezug auf die Abarbeitungsrichtung
28 vor dem Fängerschenkel 35 des Schwenkhebels 29. Die Enden der beiden Schenkel 35,
36 weisen hierbei zunächst etwa den gleichen Abstand zur Fadenschicht auf.
[0039] Unmittelbar unterhalb der Schwenkachse 37 erstreckt sich der Übergabeschenkel 36
in der neutralen Endlage ungefähr rechtwinklig zur Ebene der Fadenschicht 1. Ein am
freien Ende des Übergabeschenkels ausgebildeter Haken 40 ist an drei Stellen abgewinkelt,
so dass sich für den Haken ungefähr eine U-Form ergibt.
[0040] Der Fängerschenkel 35 weist eine geringfügige Krümmung in Richtung zum Übergabeschenkel
36 auf. Im Bereich seines freien Endes ist er mit einer wesentlich kleineren Breite
versehen, durch die sich eine nadelförmige Spitze 41 ausbildet. Die Spitze 41 geht
an einer Stufe 42 in den breiteren Abschnitt des Fängerschenkels 35 über.
[0041] Um in die einschichtige Fadenschicht ein Fadenkreuz einzulesen, wird etwa in der
Mitte zwischen den beiden Einspannstellen die Saugdüse 14 seitlich an den ersten Faden
der Schicht 1 in Abarbeitungsrichtung herangefahren. Mittels dem von der Saugdüse
ausgeübten Unterdruck wird der erste Faden erfasst und entgegen der Abarbeitungsrichtung
von der Fadenschicht um einen bestimmten Hubweg weggeführt. Mittels der Kamera 17
und der in der Steuerung 20 vorhandenen Farberkennungssoftware wird die Farbe des
erfassten Fadens 2 bestimmt. Diese Information wird mit der im Kettfadenrapport abgelegten
Soll-Farbe verglichen. Stimmen die Soll-Daten mit den Ist-Daten überein, so wird mit
einer Schwenkbewegung eines Überführungsmittels 43 (beispielsweise mit den in Fig.
2a, 2b gezeigten Schwenkhaken) der Faden 2 in an sich vorbekannter Weise weggeführt.
[0042] Danach wird nacheinander mit der Saugdüse 14 in an sich gleicher Weise der nun jeweils
vorderste Faden der Fadenschicht erfasst und von der Fadenschicht separiert. Mit der
Kamera 17 kann durch eine von der Auswertesoftware vorgenommene Bild- bzw. Farberkennung
detektiert werden, ob tatsächlich ein einziger Faden 2 erfasst worden ist. Im Ausführungsbeispiel
ist zudem vorgesehen, dass die Steuerung aufgrund der von der Kamera gelieferten und
von der Steuerung auszuwertenden Farbinformationen des jeweils separierten Fadens
einen Vergleich vornimmt. Hierbei werden diese (Ist-)Farbinformationen, mit denen
im Kettfadenrapport enthaltenen (Soll-) Farbinformationen für den Faden verglichen.
Stellt die Steuerung 20 bei diesem Vergleich eine Abweichung fest, so kann davon ausgegangen
werden, dass eine Überkreuzung des von der Saugdüse 14 erfassten Fadens mit einem
oder mehreren laut Kettfadenrapport eigentlich vor diesem Faden vorgesehenen anderen
Fäden vorliegen muss.
[0043] Um die Soll-Reihenfolge der Fäden wieder herstellen zu können, wird der erfasste
Faden 2 in den Zwischenspeicher überführt und dort abgelegt. Hierzu wird der Schwenkhebel
29 betätigt, wodurch der Fängerschenkel 35 auf die Fadenschicht 1 zubewegt wird. Durch
seine kreisbogenförmige Bewegungsbahn gelangt die Spitze 41 in den durch die Saugdüse
14 vergrösserten Abstand des vordersten zum nachfolgenden Faden. Mit der Stufe 42
erfasst dann der Fängerschenkel 35 den Faden 2 und nimmt ihn auf seiner Bewegungsbahn
mit. Diese Situation ist in Fig. 5 wiedergegeben. Auf seinem vorbestimmten Transportweg
wird der weiterhin zwischen den beiden Einspannstellen eingespannte Faden 2 am Spindelende
23a ein Stück weit vorbeigeführt. Die Bewegung des Fängerschenkels wird an einer Stelle
gestoppt, an der sich bereits die breitere Rückseite des Fängerschenkels 35 gegenüber
der Spindel 23 befindet. Dies ist in Fig. 6 gezeigt.
[0044] Durch eine Betätigung des anderen Schwenkhebels 30, die schon vor oder nachdem der
Fängerschenkel diese Endlage erreicht hat eingeleitet werden kann, wird dessen Übergabeschenkel
36 auf einer ebenfalls kreisbogenförmigen Bewegungsbahn um seine Schwenkachse 37 dem
ausgelenkten Faden 2 angenähert. Bei seiner weiteren Bewegung ergreift der Haken 40
des Übergabeschenkels den Faden 2 unmittelbar neben dem Fängerschenkel 35 und übernimmt
den Faden (s. Fig. 7). Der Fängerschenkel verweilt zu diesem Zeitpunkt in seiner Position,
so dass der Übergabeschenkel mit dem Mittelabschnitt seines Hakens 40 durch seine
weitere Drehbewegung den Faden über die Stufe 42 des Fängerschenkels auf dessen breitere
Rückseite führen kann (Fig. 8). Sobald dies erreicht ist, wird begonnen den Übergabeschenkel
36 wieder in seine neutrale Endlage zurückzudrehen. Der vom Übergabeschenkel freigegebene
Faden rutscht nun aufgrund der aufgebrachten Fadenspannung auf dem gekrümmten Rücken
des Fängerschenkels 35 in Richtung Fadenschicht und gelangt hierdurch in den ersten
Gewindegang der Spindel 23 (Fig. 9). Auch der Fängerschenkel 35 kann dann in seine
Ausgangslage zurückgedreht werden.
[0045] Die Spindel 23 wird daraufhin in einer Drehrichtung betätigt, die - gesehen vom freien
Ende 23b der Spindel - dem Drehsinn des Gewindes entspricht. Dies hat zur Folge, dass
der Faden vom Gewinde mitgenommen wird und sich relativ zur Längsachse der Spindel
in einer geradlinigen Bewegung auf deren Mantelfläche bewegt. Die Bewegung sollte
frühestens dann gestoppt werden, wenn der Faden sicher von dem Gewinde auf der Spindel
gehalten wird. Der Faden 2 ist somit zwischengespeichert.
[0046] Nachdem beide Schwenkhebel 29, 30 wieder in ihre Ausgangslage überführt worden sind,
kann die Saugdüse 14 den nun vordersten Faden separieren, wie dies in Fig. 3 gezeigt
und oben beschrieben ist. Anhand den von der Kamera 17 bereitgestellten Daten und
einem Vergleich mit dem Kettfadenrapport wird jeweils wieder festgestellt, ob dieser
Faden dem Faden entspricht, der gemäß dem Kettfadenrapport erwartet wird. Falls dem
so ist, wird der Faden von dem Überführungsmittel 43 erfasst und auf die abgearbeitete
Seite 11, d.h. die Kreuzeinleseseite der Maschine geführt (Fig. 2). Hier wurden bereits
zuvor die beiden Kreuzfäden 9, 10 vor dem zuletzt auf die Kreuzeinleseseite überführten
Faden gekreuzt. Hierdurch sind auch die beiden zuletzt überführten Fäden physisch
voneinander getrennt.
[0047] Stellt nun die Steuerung - wiederum aufgrund des Kettfadenrapports - fest, dass der
im Zwischenspeicher befindliche Faden als nächster Faden auf die Überführungsseite
zu bringen ist, so wird ein Entnahmeprozess in Gang gesetzt.
[0048] Hierzu wird der gleiche Übergabeschenkel 36 in Richtung auf die Spindel 23 geschwenkt,
mit welchem der Faden 2 bereits auf die Spindel 23 gebracht wurde. Der Haken 40 des
Schwenkhebels 30 wird hierbei unmittelbar unterhalb des freien Endes 23b der Spindel
23 angeordnet und die Spindel entgegen ihrer Drehrichtung bei der Aufnahme des Fadens
2 gedreht. Der Faden wird hierdurch in Richtung auf das Spindelende geführt und schliesslich
von der Spindel 23 freigegeben. Der Haken 40 fängt dann den Faden 2 auf. Durch ein
Zurückschwenken dieses Übergabeschenkels 36 in seine neutrale Endlage gibt dann der
Haken 40 den Faden 2 frei. Aufgrund seiner Zugspannung gelangt der Faden hierbei auf
das Leitelement, auf dem der Faden dann auf dessen schiefer Gleitfläche 27 zurück
in Richtung Fadenschicht 1 gleitet. Der zwischenzeitlich in Richtung auf die Schicht
vorgefahrene und über den ersten Faden der Schicht angeordnete Fänger 32 fängt den
Faden 2 auf (Fig. 11).
[0049] Nachdem der Faden auf dem Fänger 32 zu liegen gekommen ist, kann der Fänger 32 zurückgefahren
werden. Der Faden 2 schwingt daraufhin als nun vorderster Faden 2 der Schicht 1 in
diese zurück (Fig. 12). Da der Faden 2 beim Entnahmeprozess hierdurch in vorbestimmter
Weise geführt worden ist, wurde bereits ein großer Teil der im Faden enthaltenen Energie
abgebaut, bevor dieser in die Schicht zurückgelangt. Der Faden erreicht hierdurch
mit nur noch einer geringen kinetischen Restenergie die Ebene der Fadenschicht, wodurch
ein Nachschwingen des Fadens weitestgehend vermieden werden kann. Der Faden kann nun
nachfolgend mit der Saugdüse von der Fadenschicht separiert und danach auf die Kreuzeinleseseite
überführt werden.
[0050] Basierend auf diesem erfindungsgemäss bevorzugten Prinzip kann auf eine Vielzahl
von möglichen Lagen einzelner Fäden zueinander im Zusammenhang mit der Separierung
von Fäden aus einer Fadenschicht reagiert werden. Hiervon werden nachfolgend beispielhaft
einige dargestellt:
[0051] So kann es vorkommen, dass mehrere Fäden 2 in den Zwischenspeicher überführt werden
müssen, bevor dieser geleert werden kann. In diesem in Fig. 4 gezeigten Fall sollte
die Spindel 23 für jeden separierten Faden 2 in Aufnahmerichtung zumindest jeweils
eine Umdrehung weitergedreht werden, sofern es sich um Fäden unterschiedlicher Farbe
bzw. Eigenschaft handelt. Hierdurch ist sichergestellt, dass Fäden unterschiedlicher
Farbe im Speichermittel durch das Gewinde voneinander getrennt sind. Gehören hingegen
der zuletzt im Speichermittel abgelegte und der neu abzulegende Faden zur gleichen
Teilschicht, so müssen diese beiden Fäden im Speichermittel nicht zwingend physisch
voneinander getrennt sein. Sie können sich auf dem Speichermittel innerhalb eines
Bereiches befinden, der kleiner ist als eine Gewindeumdrehung.
[0052] Ein Weiterdrehen der Spindel mit jedem zu separierenden Faden um einen bestimmten
Drehwinkel kann auch unabhängig davon vorteilhaft sein, ob der jeweilige Faden in
den Zwischenspeicher gebracht wird oder nicht. Bereits auf der Spindel 23 angeordnete
Fäden werden dadurch sukzessive auf der Spindel von deren freien Ende 23b wegbewegt.
[0053] Durch eine geeignete Wahl der Steigung des Gewindes kann hierdurch auch erreicht
werden, dass die Fadendichte der Fadenschicht 1 auf der Spindel 23 abgebildet wird.
Zusätzlich sollte die Spindel 23 mit jedem abgearbeiteten oder zwischengespeicherten
Faden parallel zur Ebene der Fadenschicht in Abarbeitungsrichtung 28 der Schicht schrittweise
translatorisch vorgeschoben werden. Auch jeder der Vorschubschritte kann hierbei der
Fadendichte entsprechen, d.h. dem Sollabstand aufeinanderfolgender Fäden der Kettfadenschicht
1. Durch diese Massnahmen kann auf besonders einfache Weise erreicht werden, dass
die Spannung der im Zwischenspeicher befindlichen Fäden nicht zu plastischen Verformungen
der Fäden führt. Vorzugsweise sollte die Spannung in den Fäden zumindest näherungsweise
konstant bleiben.
[0054] Ferner kann, wie in Fig. 4 dargestellt ist, durch jeweils einen auf jeder Seite der
Fadenschicht angeordneten Zwischenspeicher auch erreicht werden, dass bei der Zwischenspeicherung
von einem oder mehreren Fäden keine Umschlingung eines Fadens des Zwischenspeichers
mit einem Faden, der sich noch in der Fadenschicht befindet, stattfindet. Umschlingungen
bzw. Verdrehungen belasten die Fäden besonders stark und können zum Reissen der Fäden
führen. Besonders kritisch sind Verdrehungen zum Kettbaum hin, da diese bei den nachfolgenden
Arbeitsschritten im Zusammenhang mit dem Einziehen von Webgeschirrelementen nicht
mehr aufgelöst werden können, zumindest nicht ohne manuellen Eingriff.
[0055] Erfindungsgemäss kann es deshalb bevorzugt sein, dass der vom Separiermittel 13 erfasste
und im Zwischenspeicher abzulegende Faden 2 auf die Spindel 22, 23 gebracht wird,
auf deren Seite dieser Faden 2 einen oder mehrere andere Fäden kreuzt. Aufgrund der
Folge der Teilschichten zueinander beim Assemblieren der Fadenschicht und dem dadurch
verbundenen Verlauf der Schichttrennschnüre 7, 8 in der Fadenschicht kann davon ausgegangen
werden, dass ein Faden nur auf einer bestimmten Seite der Fadenschicht einen Faden
einer anderen Farbe kreuzen kann. Um zu verhindern, dass Fäden einen Faden einer anderen
Farbe auf der hierzu anderen Seite der Fadenschicht kreuzen, können vor Beginn die
Schichttrennschnüre 7, 8 über die Separierstelle gezogen werden, die jede der Teilschichten
von den anderen Teilschichten abtrennt. Hierdurch verbleiben im Zugriffsbereich des
Separiermittels 13 nur noch Kreuzungen, die durch das erfindungsgemässe Separierverfahren,
das die Benutzung eines Zwischenspeichers vorsieht, aufgelöst werden können.
[0056] Mit diesen Massnahmen kann deshalb eine Fadenschicht besonders günstig abgearbeitet
werden, die zwei oder mehr unterschiedliche Fadentypen, beispielsweise Fäden 2-4 unterschiedlicher
Farbe, aufweist, ohne dass sich hierbei Fäden umschlingen.
[0057] Da aufeinanderfolgende Fäden 2-4 gleicher Farben ohnehin stets auf der gleichen Seite
des Schichtrennfadens liegen, sollten solche zwischenzuspeichernde Fäden auch in den
gleichen Speicher überführt werden.
[0058] Zwischenzuspeichernde aufeinanderfolgende Fäden unterschiedlicher Farbe - und damit
auch unterschiedlicher Teilschichten - sollten hingegen zur Vermeidung von Verdrehungen
in unterschiedliche Speicher überführt werden. Zudem kann es für das nachfolgende
Entleeren des Speichers von Vorteil sein, wenn im Speicher zwischen Fäden unterschiedlicher
Farbe zumindest eine Gewindeumdrehung Abstand geschaffen wird.
[0059] In den Fig. 13a und 13b ist ein Ausschnitt einer solchen Kettfadenschicht dargestellt,
wobei in der Darstellung von Fig. 13a der Ist-Zustand und in der Darstellung von Fig.
13b der Soll-Zustand gezeigt ist. Die Fäden mit den Bezugszeichen a, b und c, d haben
die gleiche Farbe, beispielsweise grün. Die Fäden e, f können hingegen weiss und die
Fäden g, h blau sein. Entsprechend dem Soll-Zustand (Kettfadenrapport) von Fig. 13b
soll die Fadenreihenfolge (in der Darstellung von Fig. 13b von rechts nach links)
jedoch a, b, c, d, e, f, g, h, lauten. Hieraus wird ersichtlich, dass im Ist-Zustand
(Fig. 13a) die grünen Fäden c, d sowohl die weissen Fäden e, f, als auch die blauen
Fäden g, h kreuzen.
[0060] Um die Soll-Anordnung zu erreichen, ist die relative Lage der grünen, weissen und
blauen Teilschicht zu den jeweils anderen Teilschichten zu berücksichtigen. In Fig.
13c ist hierzu die Situation gezeigt, die beim Assemblieren der Teilschichten zur
Fadenschicht 1 vorlag und nun beim erfindungsgemässen Einlesen eines Fadenkreuzes
zu berücksichtigen ist. Wie Fig. 13c zeigt, sind auf einem Kettbaum 45 drei Teilschichten
aufgerollt, wobei die erste Schichttrennschnur 7 zwischen der blauen (Fäden g, h)
und der grünen (Fäden a, b, c, d) Teilschicht eingeführt ist. Die zweite Schichttrennschnur
8 verläuft hingegen zwischen der grünen (Fäden a, b, c, d) und der weissen (Fäden
e, f) Teilschicht.
[0061] Diese beim Assemblieren geschaffenen Relativlagen der Teilschichten zueinander -
aber insbesondere zu den Schichttrennschnüren - sollte bei den Entscheidungen berücksichtigt
werden, in welchen Zwischenspeicher der jeweilige Faden überführt werden soll. Das
bedeutet, dass ein Faden stets in den Zwischenspeicher bzw. Speichermittel überführt
werden soll, welcher der Lage des zwischenzuspeichernden Fadens gegenüber dem gemäss
Kettfadenrapport gesuchten Faden entspricht. Ein Faden aus einer Teilschicht, die
gemäss Kettfadenrapport über einem Faden einer anderen Teilschicht angeordnet ist,
sollte stets in das obere Speichermittel gebracht werden. Ein Faden einer Teilschicht,
die nach Kettfadenrapport unter der Teilschicht angeordnet ist, aus welcher der nächstfolgende
"Soll-Faden" stammt, ist somit in das untere Speichermittel zu überführen. Hierdurch
können auf besonders einfache Weise Verdrehungen von Fäden vermieden werden.
[0062] Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 13a - 13c wird die ausschnittsweise dargestellte
Kettfadenschicht von links nach rechts abgearbeitet. Die Kettfadenschicht ist hierzu
zwischen zwei Einspannstellen eingespannt, wobei in den Fig. 13a und Fig. 13b lediglich
eine Einspannstelle gezeigt ist. Zur Separierung der Fäden wird die Saugdüse 14 benutzt.
[0063] Gemäss dem oben genannten Kriterium bedeutet dies für das Ausführungsbeispiel, dass
zuerst die beiden grünen Fäden d, c nacheinander in den oberen Speicher zu überführen
sind. Gemäss Kettfadenrapport wird ein blauer Faden g, h erwartet, tatsächlich erfasst
das Separierungsmittel jedoch einen grünen Faden. Aus Fig. 13c ist zu entnehmen, dass
die grüne Teilschicht (Fäden a, b, c, d) über der blauen Teilschicht (Fäden g, h)
angeordnet ist. Folglich wird der grüne Faden in das obere Speichermittel überführt.
Gleiches gilt für den zweiten grünen Faden c, wodurch im oberen Zwischenspeicher nun
zwei grüne Fäden c, d angeordnet sind.
[0064] Danach erfasst und übergibt die Saugdüse 14 nacheinander die beiden blauen Fäden
h, g, an das Überführungsmittel, wodurch die Fäden h, g, auf der in Fig. 13a, 13b
nicht gezeigte Kreuzeinleseseite angeordnet werden. Da auch die nachfolgend wiederum
nacheinander erfassten weissen Fäden f, e, der durch den Kettfadenrapport vorgegebenen
Reihenfolge der Fäden entsprechen, werden auch diese direkt auf die Kreuzeinleseseite
und nicht in den Zwischenspeicher gebracht. Da der Kettfadenrapport als nächstes zwei
grüne Fäden vorgibt, kann nun das obere Speichermittel entleert werden, in dem zuerst
der erste grüne Faden c aus dem Speicher in die Kettfadenschicht überführt und auf
die Kreuzeinleseseite gebracht wird. Mit dem zweiten grünen Faden d wird danach dieser
Vorgang wiederholt. Es ist auch möglich, die beiden Fäden c, d gleichzeitig aus dem
Speichermittel zu entnehmen. Nachfolgend können nun nacheinander auch die beiden grünen
Fäden b, a auf die Kreuzeinleseseite gebracht werden.
[0065] In Fig. 14a ist in einer Schnittdarstellung ein weiterer Ausschnitt eines Ist-Zustandes
einer Kettfadenschicht gezeigt. Fig. 14b gibt hingegen den Soll-Zustand und Fig. 14c
die relative Lage der Teilschichten blau (Fäden g, h), grün (Fäden a, b, c, d) und
weiss (Fäden e, f) während des vorausgegangenen Assembliervorganges wieder. Bei diesem,
von rechts nach links abzuarbeitenden, Ausführungsbeispiel sind zunächst die beiden
grünen Fäden a, b in den oberen Speicher und die beiden blauen Fäden g, h, auf die
Kreuzeinleiseseite zu bringen. Die beiden grünen Fäden c, d müssten eigentlich daraufhin
in den unteren Speicher gebracht werden, da die grüne Teilschicht (Fäden a, b, c,
d) unter der weissen Teilschicht (Fäden e, f) angeordnet ist. Dies könnte aber zu
Verkreuzungen führen, da dann Fäden der gleichen Teilschicht sowohl im unteren als
auch im oberen Speichermittel angeordnet wären. Ein nachfolgend separierter Faden
müsste zwangsläufig durch die grüne Teilschicht "hindurchgeführt" werden.
[0066] Um dies zu verhindern ist vorgesehen, zuerst das obere Speichermittel mit den grünen
Fäden a, b zu entleeren. Damit befinden sich vier grüne Fäden a - d zuvorderst. Diese
können dann nacheinander in das untere Speichermittel gebracht werden. Hierauf sind
die sowohl nach dem Soll- als auch nach dem nun gegebenen Ist-Zustand nächstfolgenden
weissen Fäden e, f auf die Kreuzeinleseseite zu überführen. Danach können die grünen
Fäden a - d wieder aus dem unteren Speicher entnommen und ebenfalls auf die Kreuzeinleseseite
gebracht werden.
1. Speichervorrichtung zur Zwischenablage von zumindest einem aus einer Fadenschicht
(1) separierbarem Faden (2-4), dadurch gekennzeichnet, dass sie
Spannmittel (5,6) zur Aufspannung der Fadenschicht aufweist, wodurch zumindest ein
Teil der Fäden der Fadenschicht im wesentlichen parallel zueinander ausrichtbar sind,
mit zumindest einem Speichermittel (22,23) versehen ist, das mindestens eine Aufnahme
zum Halten von einem oder mehreren der unter Spannung stehenden Fäden aufweist, wobei
die zumindest eine Aufnahme hierzu ausserhalb der Ebene der Fadenschicht angeordnet
ist, und die
mindestens ein Übergabemittel (29,30) aufweist, mit dem der Faden an das Speichermittel
übergebbar ist, und ferner mit
einer Steuerung (20) versehen ist, mit der eine vorgegebene Soll-Reihenfolge von Fäden
der Fadenschicht mit einer Ist-Reihenfolge der Fäden vergleichbar ist, und bei Abweichungen
zwischen der Soll-Reihenfolge und der Ist-Reihenfolge die Steuerung das mindestens
eine Übergabemittel aktiviert, um zumindest einen der Fäden in die mindestens eine
Aufnahme zu überführen.
2. Speichervorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mehrere Aufnahmen des zumindest einen Speichermittels, zur gleichzeitigen Anordnung
von mehreren, voneinander getrennten, Fäden im Speichermittel.
3. Speichervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Speichermittel eine drehbare Spindel (22, 23) aufweist, die zur Ausbildung von
mehreren Aufnahmen mit einem Gewinde (33) versehen ist, das mehrere Gewindegänge (Umgänge)
aufweist.
4. Speichervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Übergabemittel der zu speichernde Faden an einer Separierstelle erfasst und
zum Speichermittel überführbar ist.
5. Speichervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Übergabemittel der Faden aus dem Speichermittel entnehmbar ist.
6. Speichervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch zwei Speichermittel, die jeweils auf einer Seite der Fadenschicht anordenbar sind.
7. Speichervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Speichermittel bezüglich der durch die Fadenschicht gebildeten Ebene spiegelsymmetrisch
angeordnet ist.
8. Speichervorrichtung nach einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass Bewegungen der beiden Speichermittel miteinander synchronisiert sind.
9. Speichervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Faden entlang einer Transportstrecke an das Speichermittel übergebbar und in
diesem bewegbar ist, und im wesentlichen entlang der gleichen Transportstrecke wieder
abgebbar ist.
10. Speichervorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Faden von dem Speichermittel aufnehmbar ist, ein zeitlich nach dem ersten
Faden aus der Fadenschicht separierter zweiter Faden auf eine Abarbeitungsseite der
Fadenschicht überführbar ist, während oder bevor der erste Faden aus dem Speichermittel
entnommen wird.
11. Speichervorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Faden ohne Zuhilfenahme des Speichermittels von der Fadenschicht zur Abarbeitungsseite
gelangt.
12. Speichervorrichtung nach Patentanspruch 1 zur Zwischenablage von zumindest einem aus
einer Fadenschicht separierbaren Faden,
wobei das Speichermittel um eine Rotationsachse drehbar ist und zumindest eine Aufnahme
zum Halten von einem oder mehreren der unter Spannung stehenden Fäden aufweist, wobei
die zumindest eine Aufnahme ausserhalb der Ebene der aufgespannten Fadenschicht angeordnet
ist, und das
Speichermittel von einem Antrieb in zwei gegenläufige Drehrichtungen drehbar ist.
13. Speichervorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Anordnung von zumindest einem Faden auf der Speichervorrichtung in eine erste
Drehrichtung und zur Abgabe des zumindest einen Fadens in die entgegengesetzte Richtung
drehbar ist.
14. Verwendung einer Speichervorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 13 in einer
Kettfadeneinziehmaschine.
15. Verwendung einer Speichervorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 13 in einer
Kreuzeinlesemaschine.
16. Verfahren zur Separierung von jeweils zumindest einem Faden (2-4) aus einer eingespannten
Fadenschicht (1) mit einer Speichervorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis
13, dadurch gekennzeichnet, dass bei Abweichung einer vorgegebenen Reihenfolge der Fäden (2-4; a-h) zumindest ein
aus der Fadenschicht (1) separierter Faden in einen Zwischenspeicher überführt wird
und der Faden aus dem Zwischenspeicher entnommen wird, nachdem zumindest ein weiterer
Faden aus der Fadenschicht separiert wurde.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden in einer Aufnahme ausserhalb der Fadenschicht zwischengespeichert wird.
18. Verfahren nach Anspruch einem oder beiden der vorhergehenden Ansprüche 16 und 17,
dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebene Reihenfolge der Fäden mit einem durch eine Detektionseinrichtung
bestimmten Ist-Zustand der Reihenfolge der Fäden in einer elektronischen Steuerung
verglichen wird und bei Abweichungen die Steuerung ein Übergabemittel aktiviert, das
einen separierten Faden übernimmt und in den Zwischenspeicher überführt.
19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ein Faden in einen ersten Zwischenspeicher und vor einer Entnahme dieses
Fadens zumindest ein weiterer Faden in einen zweiten Zwischenspeicher überführt wird,
wobei die beiden Speicher auf unterschiedlichen Seiten der Fadenschicht angeordnet
sind.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass aufgrund der Schichtstapelfolge von Teilschichten der Fadenschicht entschieden wird,
in welchen Zwischenspeicher der jeweilige Faden überführt wird.
21. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass nacheinander mehrere Fäden in einer bestimmten Reihenfolge in zumindest einen Zwischenspeicher
überführt werden und diese Fäden nacheinander in umgekehrter Reihenfolge wieder aus
dem zumindest einen Zwischenspeicher entnommen werden.
1. A storage apparatus for the interim storage of at least one thread (2 - 4) separable
out of a thread layer (1), characterized in that
said apparatus comprises tension means (5,6) for the stretching of said thread layer,
whereby at least a portion of said threads of said thread layer can be aligned substantially
parallel to one another,
provided with at least one storage means (22, 23) which comprises at least one reception
for holding one or a plurality of threads standing under tension, whereby said at
least one reception for this purpose is arranged outside of the level of the thread
layer, and which
comprises at least one transfer means (29, 30) with which said thread can be transferred
to said storage apparatus, and further
is provided with a controller (20), with which a specified sequence of threads of
said thread layer can be compared with an actual sequence of the threads, and in case
of deviations between the target sequence and the actual sequence, said controller
activates the at least one transfer means in order to at least transfer one of said
threads in the at least one reception.
2. The storage apparatus according to claim 1, characterized by a plurality of receptions of the at least one storage means for the simultaneous
arrangement of a plurality of threads separated from each in said storage means.
3. The storage means according to claim 2, characterized in that said storage means comprises a rotatable spindle (22, 23), which is provided for
the formation of a plurality of receptions with a thread (33), having a plurality
of threads (convolutions).
4. The storage apparatus according to one of the preceding claims 1 to 3, characterized in that with said transfer means said thread to be stored is picked up at a separating position
and can be transferred to said storage means.
5. The storage apparatus according to one of the preceding claims 1 to 4, characterized in that with said transfer means said thread can be taken out of said storage means.
6. The storage apparatus according to one of the preceding claims 1 to 5, characterized by two storage means which can be arranged on one side of said thread layer, respectively.
7. The storage apparatus according to claim 6, characterized in that said storage means relative to the level formed by means of said thread layer is
arranged mirror-symmetrical.
8. The storage apparatus according to one or both of the preceding claims 6 and 7, characterized in that movements of both storage means are synchronized with one another.
9. The storage apparatus according to one of the preceding claims 1 to 8, characterized in that a thread along a transport path is transferable to said storage means and is moveable
in the latter, and can be released again substantially along the same transport path.
10. The storage apparatus according to one of the preceding claims 1 to 9, characterized in that a first thread can be taken up by said storage means, a second thread, separated
from said thread layer chronologically after the first thread, can be transferred
to a processing side of said thread layer during or before the first thread is taken
out of said storage means.
11. The storage means according to claim 10, characterized in that said second thread without the assistance of said storage means gets to said processing
side from the thread layer.
12. The storage means according to claim 1 for the interim storing of at least one thread
which can be separated from a thread layer,
wherein said storage means is rotatable around a rotation axis and has at least one
reception for holding one or a plurality of threads standing under tension, wherein
the at least one reception is arranged outside of the level of the stretched thread
layer, and
said storage means is rotatable by a drive in two opposite rotational directions.
13. The storage apparatus according to claim 12, characterized in that said apparatus for the arrangement of at least one thread on said storage apparatus
is rotatable in a first rotational direction and for the delivery of the at least
one thread in the opposite direction.
14. The use of a storage apparatus according to one of the claims 1 to 13 in a warp thread
drawing in machine.
15. The use of a storage apparatus according to one of the claims 1 to 13 in a cross leasing
machine.
16. A method for separating respectively at least one thread (2-4) out of a tensioned
thread layer (1) with a storage apparatus according to one of the claims 1 to 13,
characterized in that in the case of deviation from a specified sequence of threads (2-4; a-h) at least
one thread separated out of said thread layer (1) is transferred to an interim storage
and said thread is taken out of the interim storage after at least one further thread
has been separated from said thread layer.
17. The method according to claim 16, characterized in that said thread is stored in the interim in a reception outside of said thread layer.
18. The method according to one or both of the preceding claims 16 and 17, characterized in that the specified sequence of the threads is compared with an actual condition determined
by a detection means of the sequence of threads in an electronic control and by deviations
the controller activates a transfer means which takes over a separated thread and
transfers to the interim storage.
19. The method according to one of the preceding claims 16 to 18, characterized in that first a thread is transferred into a first interim storage and before a withdrawal
of this thread at least a further thread is transferred in a second interim storage,
wherein both storages are arranged on different sides of the thread layer.
20. The method according to claim 19, characterized in that on the basis of the layer stacking sequence of partial layers of said thread layer
it is decided in which interim storage the respective thread is transferred.
21. The method according to one of the preceding claims 16 to 20, characerized in that
a plurality of threads in a specified sequence are transferred one after the other
to at least one interim storage and that these threads are taken out again one after
the other in reverse order out of the at least one interim storage.
1. Dispositif de stockage intermédiaire pour au moins un fil (2-4) séparable d'une couche
de fils (1), caractérisé en ce qu'il comporte des moyens de mise sous tension (5, 6) pour tendre la couche de fils,
moyennant quoi au moins une partie des fils de la couche de fils peuvent être alignés
entre eux de manière sensiblement parallèle, et en ce qu'il est pourvu d'au moins un moyen de stockage (22, 23) comprenant au moins un accessoire
de fixation pour un ou plusieurs des fils sous tension, moyennant quoi ledit au moins
un accessoire est disposé à cet effet hors du plan de la couche de fils et présente
au moins un moyen de transfert (29,30), grâce auquel le fil est transférable au moyen
de stockage, et est en outre pourvu d'un contrôleur (20) avec lequel une séquence
de consigne déterminée des fils de la couche de fils est comparable à une séquence
existante des fils et dans lequel, lors d'une divergence entre les séquences de consigne
et existante, le contrôleur active ledit au moins un moyen de transfert, de manière
à transférer au moins un des fils dans ledit au moins un accessoire de fixation.
2. Dispositif de stockage selon la revendication 1, caractérisé par plusieurs accessoires de fixation dudit au moins un moyen de stockage permettant
la disposition simultanée de plusieurs fils séparés entre eux dans le moyen de stockage.
3. Dispositif de stockage selon la revendication 2, caractérisé en ce que le moyen de stockage comporte un fuseau rotatif (22, 23) pourvu d'un filetage (33)
comportant plusieurs tours de filet (de manipulation) pour la constitution de plusieurs
accessoires de fixation.
4. Dispositif de stockage selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 3,
caractérisé en ce que le fil à stocker est saisi par le moyen de transfert dans un poste de séparation
et est transférable vers le moyen de stockage.
5. Dispositif de stockage selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 4,
caractérisé en ce que le fil peut être enlevé du moyen de stockage par le moyen de transfert.
6. Dispositif de stockage selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 5,
caractérisé par deux moyens de stockage qui peuvent être disposés chacun d'un côté de la couche de
fils.
7. Dispositif de stockage selon la revendication 6, caractérisé en ce que le moyen de stockage est disposé selon une symétrie miroir par rapport au plan de
la couche de fils.
8. Dispositif de stockage selon l'une des revendications 6 à 7 ou selon ces deux revendications,
caractérisé en ce que les mouvements des deux moyens de stockage sont synchronisés entre eux.
9. Dispositif de stockage selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 8,
caractérisé en ce qu'un fil peut être transmis le long d'une longueur de transport au moyen de stockage,
être déplacé dans celui-ci et être essentiellement retransféré le long de la même
longueur de transport.
10. Dispositif de stockage selon l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 9,
caractérisé en ce qu'un premier fil peut être enlevé du moyen de stockage, en ce qu'un deuxième fil séparé de la couche de fils peut être transféré temporellement après
le premier fil sur un face de travail de la couche de fils, en même temps ou avant
que le premier fil ne soit enlevé du moyen de stockage.
11. Dispositif de stockage selon la revendication 10, caractérisé en ce que le deuxième fil parvient de la couche de fils sur la face de travail sans assistance
du moyen de stockage.
12. Dispositif de stockage selon la revendication 1 pour le stockage intermédiaire d'au
moins un fil séparable d'une couche de fils, dans lequel le moyen de stockage peut
tourner autour d'un axe de rotation et comprend au moins un accessoire de fixation
pour un ou plusieurs des fils sous tension, moyennant quoi ledit au moins un accessoire
de fixation est disposé hors du plan de la couche de fils tendus et le moyen de stockage
d'un entraînement peut tourner dans deux directions opposée.
13. Dispositif de stockage selon la revendication 12, caractérisé en ce que ledit dispositif peut tourner dans une première direction pour la disposition d'au
moins un fil sur le dispositif de stockage et dans la direction opposée pour la libération
dudit au moins un fil.
14. Application d'un dispositif de stockage selon l'une quelconque des revendications
1 à 13 dans une machine de montage de fils de chaîne.
15. Application d'un dispositif de stockage selon l'une quelconque des revendications
1 à 13 dans une machine à tension d'enverjure.
16. Procédé de séparation d'à chaque fois au moins un fil (2-4) parmi une couche de fils
tendus (1) avec un dispositif de stockage selon une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que, lors du déplacement d'une séquence déterminée de fils (2-4 ; a-h), au moins un fil
séparé de la couche de fils (1) est transféré dans un stockage intermédiaire et le
fil est enlevé du moyen de stockage intermédiaire, après quoi au moins un autre fil
est séparé de la couche de fils.
17. Procédé selon la revendication 16, caractérisé en ce que le fil est stocké dans un accessoire de fixation intermédiaire en dehors de la couche
de fils.
18. Procédé selon l'une des revendications 16 à 17 ou selon ces deux revendications, caractérisé en ce que la séquence déterminée des fils est comparée avec un état existant déterminé par
un dispositif de détection de la séquence des fils dans un contrôleur électronique
et en ce que, lors de déplacements, le contrôleur active un moyen de transfert qui saisit un fil
séparé et le transfère dans le stockage intermédiaire.
19. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 16 à 18, caractérisé en ce qu'un fil est ensuite déplacé dans un premier stockage intermédiaire et qu'avant l'extraction
dudit fil, au moins un autre fil est transféré dans un deuxième stockage intermédiaire,
dans lequel les deux stockages sont disposés sur des faces différentes de la couche
de fils.
20. Procédé selon la revendication 19, caractérisé en ce que le stockage intermédiaire dans lequel chaque fil est transféré est déterminé en fonction
de la séquence des couches partielles de la couche de fils.
21. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes 16 à 20, caractérisé en ce que plusieurs fils successifs sont transférés selon une séquence déterminée dans au moins
un stockage intermédiaire et en ce que ces fils sont enlevés à leur tour l'un après l'autre dudit au moins un stockage intermédiaire
selon la séquence inverse.