[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Treibmittelbehälter für brennkraftbetriebene
Setzgeräte zum Eintreiben von Befestigungselementen, wie Nägeln, Bolzen, Stiften in
einen Untergrund, der im Oberbegriff von Patentanspruch 1 genannten Art sowie ein
brennkraftbetriebenes Setzgerät der im Oberbegriff von Patentanspruch 5 genannten
Art. Derartige Treibmittelbehälter können mit Pulverbrennstoffen in Pillen- oder Kartuschenform,
oder aber auch mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen als Treibmittel befüllt
sein. Diese Treibmittel dienen im Setzgerät zum Antrieb eines Setzwerks.
[0002] Aus der US 4,204,473 ist ein brennkraftbetriebenes Setzgerät und ein Kartuschenstreifen
mit einer Vielzahl von Pulverladungen bekannt, wobei der Kartuschenstreifen in einer
Magazinbox als Treibmittelbehälter angeordnet ist. Der Kartuschen- oder Magazinstreifen
ist in dieser Magazinbox in Lagen angeordnet.
[0003] Gasförmige und/oder flüssige Brennstoffe als Treibmittel werden hingegen in, als
Druckbehälter ausgeführten Treibmittelbehältern bereitgestellt. Ein derartiger, als
Treibmittelbehälter geeigneter Druckbehälter ist z. B. aus der DE 197 46 018 C2 bekannt.
[0004] Bei brennstoffbetriebenen Setzgeräten geht die Entwicklung dahin, dass immer mehr
stromverbrauchende mechatronische Funktionen in den Setzgeräten vorgesehen sind.
So ist aus der US 4,483,280 ein Setzgerät bekannt, bei der ein elektrisch betriebener
Lüfter zum Spülen der Brennkammer vorgesehen ist. Die notwendige elektrische Energie
wird dabei über in einem Batteriefach angeordnete Batterien bereitgestellt. Der Treibmittelbehälter
ist als Druckbehälter in einem separaten Gehäusefach im Setzgerät angeordnet.
[0005] Von Nachteil hierbei ist zum einen, dass im Gehäuse zwei Fächer vorgesehen werden
müssen, was zu höheren Produktionskosten führt. Zum anderen muss ein Anwender den
Druckbehälter und die Batterien jeweils separat wechseln, wenn diese leer sind.
[0006] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt daher darin, einen Treibmittelbehälter
und ein Setzgerät der vorgenannten Art zu entwickeln, die die genannten Nachteile
vermeiden und dem Anwender ein einfaches Handling eines Setzgerätes und eines Treibmittelbehälters
ermöglichen.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im kennzeichnenden Teil von Anspruch
1 und/oder Anspruch 5 genannten Massnahmen erreicht, denen folgende besondere Bedeutung
zukommt.
[0008] Demnach wird an dem Treibmittelbehälter eine ortsunabhängige Stromquelle, wie eine
Batterie oder ein Akkumulator, angeordnet. Durch diese Massnahme muss der Anwender
eines Setzgerätes nur noch den Treibmittelbehälter auswechseln, wenn dieser leer ist,
wodurch Zeit eingespart wird. Ferner wird Bauraum am Setzgerät eingespart, da eine
separate Aufnahme für die Stromquelle nicht mehr vorgesehen werden muss.
[0009] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Stromquelle entnehmbar/auswechselbar
in einer Aufnahme am Treibmittelbehälter angeordnet. Durch die Anordnung in einer
Aufnahme kann die Batterie dem Treibmittelbehälter wieder entnommen werden, wodurch
eine getrennte Entsorgung, oder sogar eine Wiederverwendung der Stromquelle (z. B.
in einem weiteren Treibmittelbehälter) ermöglicht wird.
[0010] Derartige Vorteile ergeben sich auch, wenn die Stromquelle an dem Treibmittelbehälter
über eine Klipsverbindung entnehmbar/auswechselbar gehalten ist.
[0011] In einer preisgünstig herzustellenden Variante ist die Stromquelle an dem Treibmittelbehälter
über eine Klebeverbindung gehalten.
[0012] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der Energieinhalt der Stromquelle
an den Treibmittelinhalt des Treibmittelbehälters angepasst. So deckt z. B. die in
der Stromquelle gespeicherte Energie, bei einem Treibmittelinhalt des Treibmittelbehälters
für 100 Setzvorgänge, die Stromversorgung der elektrischen Verbraucher des Setzgerätes
für diese 100 Setzvorgänge.
[0013] Bei einem erfindungsgemässen Setzgerät ist es günstig, wenn an bzw. im Bereich der
Aufnahme für den Treibmittelbehälter Kontaktelemente zur Kontaktierung der am Treibmittelbehälter
angeordneten Stromquelle angeordnet sind. Durch diese Massnahme muss der Anwender
eines Setzgerätes nur noch den Treibmittelbehälter auswechseln, wenn dieser leer ist,
wodurch Zeit eingespart wird. Ferner wird Bauraum am Setzgerät eingespart, da eine
separate Aufnahme für die Stromquelle nicht mehr vorgesehen werden muss.
[0014] Weitere Vorteile und Massnahmen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung
in mehreren Ausführungsbeispielen dargestellt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemässes Setzgerät in teilweiser Längsschnittansicht, mit einem in einer
Aufnahme befindlichem Treibmittelbehälter,
- Fig. 2
- eine Variante des Treibmittelbehälters aus Fig. 1 in Ansicht von unten,
- Fig. 3
- den Treibmittelbehälter aus Fig. 2 in teilweise aufgeschnittener Seitenansicht,
- Fig. 4
- ein erfindungsgemässes Setzgerät in teilweiser Längsschnittansicht, mit einem in einer
Aufnahme befindlichem Treibmittelbehälter in einer weiteren Ausführungsform,
- Fig. 5
- der Treibmittelbehälter aus Fig. 4 in vergrösserter Seitenansicht zum Teil aufgeschnitten.
[0015] In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Treibmittelbehälters
20 in einem Setzgerät 10 wiedergegeben. Das Setzgerät 10 weist ein Gehäuse 11 auf,
in dem sich ein Setzwerk 12 befindet, welches einen, in einer Kolbenführung 14 bzw.
einer Kolbenkammer befindlichen Treibkolben 13 und ein Kartuschenlager 18 zur Aufnahme
eines Treibmittels 23, wie einer Feststofftreibladung an einem Blisterstreifen 26.
Ein in dem Kartuschenlager 18 befindliche s Treibmittel 23 kann über eine hier nicht
zeichnerisch dargestellte Zündeinheit elektronisch oder elektromechanisch gezündet
werden. Nach erfolgter Zündung wird der Treibkolben 13 über die expandierenden Explosionsgase
angetrieben und kann derart eine Setzarbeit verrichten, wie z.B. einen in der Bolzenführung
des Setzgerätes 10 befindlichen Nagel oder Bolzen in einen Untergrund einzutreiben
(hier nicht zeichnerisch dargestellt). Das hier dargestellte Gerät umfasst ferner
einen Handgriff 16, an dem sich ein Auslöseschalter 17 zum Auslösen eines Setzvorganges
befindet. In dem Setzgerät 10 ist wenigstens ein elektrischer Verbraucher 30, wie
z. B. eine Steuerschaltung, eine Zündschaltung, eine Datenverarbeitungseinheit oder
etc. angeordnet.
[0016] In dem Setzgerät 10 ist weiterhin noch eine Aufnahme 15 für einen Treibmittelbehälter
20 angeordnet, in der der Treibmittelbehälter 20 temporär einsteckbar ist. Hier nicht
zeichnerisch wiedergegebene Führungsmittel können dabei die korrekte Einsteckorientierung
des Treibmittelbehälters 20 vorgeben. Am Boden der Aufnahme 15 sind elektrische Kontaktelemente
31, 32 angeordnet, die federelastisch ausgebildet sind. Die Kontaktelemente sind über
elektrische Leitungen 33, 34 mit dem elektrischen Verbraucher 30 verbunden.
[0017] Der Treibmittelbehälter 20 besitzt ein Gehäuse 21 mit einem Gehäuseinnenraum 22 in
dem Treibmittel 23 in Form von Feststofftreibladungen in einem Blisterstreifen 26
angeordnet sind. An einer Seitenwand des Gehäuses 21 ist eine Stromquelle 40 in Form
einer Flachbatterie mittels einer Klipsverbindung 43 angeordnet. Die Stromquelle 40
ist dabei über die Klipsverbindung 43 austauschbar an dem Treibmittelbehälter 20 angeordnet.
[0018] Ist der Treibmittelbehälter 20 in die Aufnahme 15 des Setzgerätes 10 ordnungsgemäss
eingesteckt, dann besteht eine elektrische Verbindung von Kontaktelementen 41, 42
der Stromquelle 40 mit den Kontaktelementen 31, 32 des Setzgerätes 10, welches dann
über die Stromquelle 40 mit Strom versorgt wird.
[0019] In den Figuren 2 und 3 ist eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Treibmittelbehälters 20 wiedergegeben. Der Treibmittelbehälter 20 unterscheidet sich
von dem vorhergehend dargestellten nur dadurch, dass die, als Batterie ausgebildete
Stromquelle 40 austauschbar in einer Aufnahme 44 des Treibmittelbehälters 20 angeordnet
ist.
[0020] In Figur 4 ist eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Setzgerätes
10 wiedergegeben, welches mit einem flüssigen oder gasförmigen Brennstoff als Treibmittel
23 betreibbar ist. Dieses Setzgerät 10 unterscheidet sich im Wesentlichen darin von
dem vorbeschriebenen, dass anstelle eines Kartuschenlagers eine Brennkammer 19 an
dem einen Ende der Kolbenführung 14 angeordnet ist, in der ein Brennstoff- (Treibmittel-)
Luftgemisch über eine Zündeinheit 35 zündbar ist. Das Treibmittel 23 bzw. der Brennstoff
wird dabei über eine, dem Treibmittelbehälter nachgeschaltete Dosiereinrichtung 36
in die Brennkammer 19 dosiert. Der als Steuereinrichtung ausgebildete elektrische
Verbraucher 30 liefert dabei das Zündsignal nach Betätigung des Auslöseschalters 17.
[0021] Die Aufnahme 15 ist dazu ausgebildet, einen als Druckbehälter ausgebildeten Treibmittelbehälter
20 aufzunehmen. Ein derartiger Treibmittelbehälter 20 ist in Figur 5 noch einmal detailliert
und vergrössert, teilweise aufgebrochen, wiedergegeben.
[0022] Der als Druckbehälter ausgebildete Treibmittelbehälter 20 in den Figuren 4 und 5
weist ein Gehäuse 21 auf, in dessen Innenraum 22 Treibmittel 23 in Form eines gasförmigen
und/oder flüssigen Brennstoffes vorliegt. Am Boden des Treibmittelbehälters 20 ist
eine Stromquelle 40 über eine Klebeverbindung 45 festgelegt. Die Kontaktelemente 41,
42 der Stromquelle 40 werden über die Kontaktelemente 31, 32 elektrisch kontaktiert,
wenn der Treibmittelbehälter 20 in die Aufnahme 15 des Setzgerätes 10 eingesteckt
ist (vgl. Fig. 4), so dass das Setzgerät 10 mit Strom versorgt wird.
Bezugszeichenliste
[0023]
- 10
- Setzgerät
- 11
- Gehäuse von 10
- 12
- Setzwerk
- 13
- Treibkolben
- 14
- Kolbenführung
- 15
- Aufnahme für 20
- 16
- Handgriff
- 17
- Auslöseschalter
- 18
- Kartuschenlager
- 19
- Brennkammer
- 20
- Treibmittelbehälter
- 21
- Gehäuse von 20
- 22
- Gehäuseinnenraum
- 23
- Treibmittel
- 26
- Blisterstreifen
- 30
- elektrischer Verbraucher
- 31
- Kontaktelement
- 32
- Kontaktelement
- 33
- elektrische Leitung
- 34
- elektrische Leitung
- 35
- Zündeinheit
- 36
- Dosiereinrichtung
- 40
- Stromquelle
- 41
- Kontaktelement
- 42
- Kontaktelement
- 43
- Klipsverbindung
- 44
- Aufnahme
- 45
- Klebeverbindung
1. Treibmittelbehälter für brennkraftbetriebene Setzgeräte, mit einem Gehäuse (21) und
einem Gehäuseinnenraum (22) zur Aufnahme von Treibmittel (23),
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Treibmittelbehälter (20) eine ortsunabhängige Stromquelle (40), wie eine Batterie
oder ein Akkumulator angeordnet ist.
2. Treibmittelbehälter, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromquelle (40) in einer Aufnahme (44) am Treibmittelbehälter (20) angeordnet
ist.
3. Treibmittelbehälter, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromquelle (40) an dem Treibmittelbehälter (20) über eine Klipsverbindung (43)
gehalten ist.
4. Treibmittelbehälter, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromquelle (40) an dem Treibmittelbehälter (20) über eine Klebeverbindung (45)
festgelegt ist.
5. Treibmittelbehälter, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Energieinhalt der Stromquelle (40) an den Treibmittelinhalt des Treibmittelbehälters
(20) angepasst ist.
6. Brennkraftbetriebenes Setzgerät, mit elektrischen Verbrauchern (30), mit einem über
ein Treibmittel (23) antreibbaren Setzwerk (12) und mit einer Aufnahme (15) für einen
Treibmittelbehälter (20),
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Aufnahme (15) für den Treibmittelbehälter (20) Kontaktelemente (31, 32) zur
Kontaktierung einer am Treibmittelbehälter (20) angeordneten Stromquelle (40) angeordnet
sind.